Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 30

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
13.12.2017 Arbon
Frauenfeld
St. Gallen
Unia Schweiz
Zalando

Mindestlohn
Petition
Volltext
Zalando
Online-Versandhandel. Unia lanciert Petition für anständige Arbeitsbedingungen bei Zalando. Angestellte, die in der Schweiz für Zalando arbeiten, leiden unter miserablen Arbeitsbedingungen: Ein tiefer Stundenlohn, Arbeit auf Abruf, befristete Verträge und massiver Zeitdruck gehören leider zum Alltag. Deshalb lanciert die Unia heute eine Petition und fordert, dass Zalando Schweiz bei seinen Zulieferfirmen anständige Arbeitsbedingungen und einen Lohn von mindestens 22 Franken in der Stunde garantiert! Zalando ist der zweitgrösste Onlinehändler der Schweiz. Er erwirtschaftet in der Schweiz jährlich 534 Millionen Franken. Die Pakete kommen zwar aus Deutschland, für den Onlineriesen arbeiten aber auch Arbeitnehmende in der Schweiz. Angestellt sind sie z.B. bei MS Direct oder Ingram Micro. Mitarbeitende für Zalando arbeiten unter skandalösen Arbeitsbedingungen: Ein mieser Stundenlohn, Arbeit auf Abruf, befristete Verträge und massiver Zeitdruck (Computersystem misst Arbeitstempo) gehören leider zum Arbeitsalltag der Mitarbeiter/innen im Retouren-Dienst. Lohndumping bei Zalando. Die Angestellten in der Schweiz sortieren, reinigen und verschicken die Zalando-Päckli. In den orangen Päckli stecken Dumping-Arbeitsbedingungen. So arbeiteten in St. Gallen 120 Mitarbeitende bei Kälte und unter teuflischem Druck zu Hungerlöhnen, um Retouren für Zalando zu bearbeiten. Weitere Standorte sind in Arbon (TG), Frauenfeld und Rothrist (AG) bekannt. Petition fordert mind. Fr. 22.-/Stunde. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 13.12.2017.
Unia Schweiz > Zalando. Petition. Unia Schweiz, 2017-12-13.
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01.12.2017 Arbon
Personen
Work
Zalando
Vania Alleva
Lohndumping
Volltext
Zalando
Zalando-Löhne: „Einfach unanständig“ sagt Unia-Chefin Vania Alleva. „Wenn ich im Schuhgeschäft ein Paar Schuhe anprobiere, und sie passen mir nicht, stelle ich sie einfach ins Regal zurück. Wer bei Zalando Schuhe online bestellt, und sie passen nicht, kann sie zurückschicken. Das ist zwar nicht ganz so einfach, aber immerhin ebenfalls gratis. Gratis? Nicht ganz. Arbeiterinnen müssen die Retouren nämlich sorgfältig kontrollieren, reinigen und neu verpacken. Für Zalando erledigt das die Firma MS Direct AG, neuerdings in der ehemaligen Saurer-Halle in Arbon TG. Über 100 MS-Direct-Angestellte bewältigen dort, in der sogenannten Textilstrasse, seit Oktober die Rücksendungen. Es sind vor allem Frauen. Der grosse Haken. Über die neuen Arbeitsplätze freuen sich die lokalen Behörden. Die Arbeit stelle eine Chance für viele dar, die sonst auf der Sozialhilfe sitzenbleiben würden, meint etwa die Abteilung Soziales bei der Stadt Arbon. Das tönt ja nett, hat aber einen Haken - sogar einen ziemlich grossen. Damit das Zalando-Geschäftsmodell trotz der vielen Retouren rentiert und damit auch MS Direct sich eine schöne Scheibe Profit vom Onlinehandel abschneiden kann, muss jemand untendurch. Das sind nicht die Onlinekundinnen und -kunden. Würden sie nämlich fürs Retournieren zahlen müssen, gingen sie vermutlich wieder ins Schuhgeschäft. Untendurch müssen die Arbeiterinnen von MS Direct. Und zwar zünftig: Sie arbeiten zwar nicht ganz gratis, aber mehr als ein Hungerlohn sind diese 16 Franken 50 bis 17 Franken die Stunde auch nicht. Judith Müller, die stellvertretende Leiterin des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau, hält diesen Lohn zwar für „üblich“. (…).
Vania Alleva.
Work, 1.12.2017.
Personen > Alleva Vania. Zalando. Dumpinglöhne. Work, 2017-12-01.
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30.11.2017 Arbon
Personen
Work
Zalando
Daniel Lampart
Lohndumping
Volltext
Zalando
Zalando und Amazon: Hohe Umsätze, skandalös tiefe Löhne. Viele Leute denken bei der Digitalisierung an eine Zukunft mit Robotern und neuen, „intelligenten“ Computern. Wer weiss, vielleicht werden diese tatsächlich kommen. Die grossen Veränderungen geschehen heute aber über das Internet. Das Internet beschleunigt vor allem die Internationalisierung der Wirtschaft. Besonders eindrücklich ist das beim Onlinehandel. In wenigen Jahren haben sich Zalando und Amazon als Nummer zwei und drei hinter Digitec/Galaxus im Schweizer Onlinehandel etabliert. Zalando machte 2016 in der Schweiz einen Umsatz von schätzungsweise 534 Millionen Franken. Im laufenden Jahr dürfte der Online- Kleider- und -Schuhhändler in der Schweiz sogar den Kleiderkonzern H&M einholen und einen Marktanteil von rund 5 Prozent erreichen. Dabei beschäftigen Zalando und Amazon kaum Personal in der Schweiz. Die Schweiz wird aus Vertriebszentralen in den umliegenden Ländern beliefert. Einzig bei den Retouren gibt es neuerdings Stellen. So hat Zalando vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass in Arbon 100 Stellen mit einem skandalös tiefen Einstiegslohn von 16 Franken 50 pro Stunde geschaffen werden. Die Arbeitsbedingungen in den ausländischen Verteilzentralen entsprechen erst recht nicht den Schweizer Standards. Gemäss Presseberichten soll Zalando im süddeutschen Logistikzentrum in Lahr einen Einstiegslohn von 12.67 Euro pro Stunde zahlen. Bei Amazon liegt der minimale (…). Daniel Lampart.
Work online, 30.11.2017.
Personen > Lampart Daniel. Zalando. Lohndumping. Work, 2017-11-30.
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15.03.2017 Arbon
AFP-Küchen
Unia Ostschweiz-Graubünden

AFP-Küchen
Strukturreform
Volltext
Umstrukturierung der AFP-Küchen AG – 60 Mitarbeitende verlieren den Arbeitsplatz und Forster wird verkauft. Heute fand eine MitarbeiterInneninformation in der AFP- Küchen AG in Arbon statt. Die Nachricht war ein Schock für alle Anwesenden. Die AFP-Küchen muss sich gemäss eigenen Aussagen massiv umstrukturieren. Zu gross sei der Verwaltungsaufwand im Verhältnis zum Umsatz. Insbesondere die Forster Küchen sei ein „Sanierungsfall“. Gestern hat der Verwaltungsrat entschieden. Forster Küchen soll verkauft werden und man will sich als Piatti Küchen wieder am Markt etablieren. Insgesamt sollen 60 Mitarbeitende entlassen werden. Erst im Jahre 2012 haben sich Forster und Piatti Küchen zur AFP- Küchen AG zusammengeschlossen. Dies alles noch unter dem Dach der Arbonia Forster Holding. Bereits zwei Jahre später würde diese wieder an die Alno AG verkauft. Immer wieder waren die Angestellten von Produktionsverlagerungen und Stellenabbau betroffen. Und immer wurde versichert, dass diese Massnahmen das Unternehmen in eine besser Zukunft führen werden. Dass dies nicht der Fall war, zeigt die heutige Ankündigung. Forster Küchen soll nun wieder verkauft werden und die Verwaltung der Piatti Küchen soll umstrukturiert werden. Erneut werden damit 60 Personen ihren Arbeitsplatz verlieren. Auch dieses Mal erhofft sich der Verwaltungsrat daraus eine bessere Zukunft für das Unternehmen. In den Fängen internationaler Investment Firmen. Die AFP- Küchen AG wird damit erneut zum Spielball einer internationalen Investment Unternehmung. (…). Unia Ostschweiz-Graubünden, 15. 3.2017.
Unia Ostschweiz-Graubünden > AFP-Küchen. Umstrukturierung. Unia Ostschweiz, 2017-03-15.
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19.02.2016 Arbon
China
Personen
Saurer AG
Work
Ralph Hug
Arbeitsbedingungen
Besitzverhältnisse
Saurer AG
Volltext
Jinsheng übernahm Saurer in Arbon TG: „Wir haben nichts zu befürchten“. Die meisten Stickmaschinen kommen aus Asien. Aber die Jinsheng-Gruppe betreibt Saurer im Thurgau erfolgreich weiter. Herr Pan ist in Arbon unbekannt. Nur einmal liess er sich am Bodensee blicken: als er im November 2012 Saurer übernahm. Und dafür 650 Millionen Franken auf den Tisch legte. Seither ist der chinesische Investor Xuepeng Pan der neue Chef des weltbesten Textilmaschinenherstellers. Ein Chef, der 8000 Kilometer weiter östlich residiert. Dort, in der Provinz Jintan bei Schanghai, leitet er einen Mischkonzern, der Spinnereien, Werkzeugmaschinen und medizinische Analysegeräte herstellt sowie ein Bau- und Immobilienimperium unterhält. Der 53jährige Investor war einst Parteisekretär und will mit seiner Jinsheng-Gruppe einen Umsatz von 30 Milliarden Franken erreichen. Während Saurer in der Schweiz noch 160 Personen beschäftigt, sind es bei der Jinsheng laut eigenen Angaben zehntausend. Viele Ängste. Köbi Auer, Präsident der Saurer-Betriebskommission, sagt: „Es hat sich im Betrieb seit der Übernahme durch die Chinesen nicht viel geändert.“ Und Auer ist zuversichtlich, dass dies in Zukunft so bleiben wird. Auch wenn sich der Schwerpunkt des Stickmaschinenmarkts längst nach Asien verschoben hat. Da Herr Pan selbst aus der Textilindustrie stamme, habe er in seiner Heimat ein gutes Netzwerk und könne dort mit eigenen (…). Ralph Hug.
Work, 19.2.2016.
Personen > Hug Ralph. Saurer AG. Besitzverhältnisse. Work, 2016-02-19.
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19.11.2015 Arbon
TG Kanton
Migros
Unia Ostschweiz-Graubünden

Ladenöffnungszeiten
Sozialarbeit
Volltext
Sonntagsverkauf am 27. Dezember - Erfolg im Novaseta-Center und Widerstand in Amriswil. Nach einer Petition des Personals und einer Intervention der Gewerkschaft Unia, verzichtet das Novaseta-Center in Arbon auf den Sonntagsverkauf am 27. Dezember in Arbon. Diesem Entscheid müssen nun auch die anderen Einkaufszentren im Thurgau folgen, denn nun wehrt sich auch das Personal im Amriville-Center in Amriswil gegen den Sonntagsverkauf. Für uns ist klar, am 27. Dezember müssen alle Angestellten im Verkauf frei haben - auch im Kanton Thurgau. Coop und Migros müssen im ganzen Kanton auf den Sonntagsverkauf am 27. Dezember verzichten, denn immer mehr, verzetteln sie sich in Widersprüche. In den Thurgauer Medien rechtfertigen sich die Vertreter der Grossverteiler für ihren Plan, den hart arbeitenden Verkaufsangestellten den arbeitsfreien Tag nach Weihnachten vorzuenthalten. So behauptet Coop-Sprecher Markus Brunner, viele Mitarbeitende würden Einsätze an Sonntagen wegen der Zuschläge schätzen. Das Gegenteil ist der Fall. Praktisch alle von der Unia befragten Angestellten sagen frei heraus, dass der von oben verfügte Arbeitseinsatz am 27. Dezember eine Zumutung sei. Selbst Filialleiter äussern dieselbe Ansicht, hinter vorgehaltener Hand, und sie schütteln den Kopf. (…).
Unia Ostschweiz, 19.11.2015.
Unia Ostschweiz > Sonntagsarbeit. Migros. Unia Ostschweiz, 2015-11-19.
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19.11.2015 Arbon
Arbonia Forster AG
Unia Ostschweiz-Graubünden

Arbonia Forster AG
Betriebsschliessung
Petition
Volltext
Unia übergibt AFG Petition: Über 400 Unterschriften für die Rettung der Arbeitsplätze. Heute morgen hat die Gewerkschaft Unia der Leitung der Arbonia Forster eine Petition mit 413 Unterschriften übergeben. Diese fordert die Erhaltung des Heizkörperwerks. Die Petition wurde von einer Delegation der Unia mit Erich Kramer, Thomas Wepf und Köbi Auer übergeben. Für die Petition wurden in den letzten Tagen Unterschriften im Betrieb, auch bei der Arboner Bevölkerung gesammelt. Bei der Übergabe war der CEO von Arbonia Forster, Alexander von Witzleben, anwesend. Gefordert wird die Erhaltung des von der Schliessung und Verlagerung bedrohten Heizkörperwerks. Die Rettung des Werks ist möglich, wenn Einsparmöglichkeiten genutzt werden. Dies haben zwei Vorschläge der Arbeitnehmervertretung im Konsultationsverfahren ergeben. Die Innovation für neue Produkte muss am Standort Arbon beibehalten werden. Der Vorschlag beinhaltet Einsparungen von 2 Mio. Franken im Jahr. Die Verlagerung nach Tschechien ergibt zwar eine Einsparung von 5 Mio. Franken. Dem steht jedoch eine Aufwand von 16 Mio. Franken für die Verlagerung gegenüber. Zudem gibt es hohe Risiken wie Lieferunterbrüche, Engpässe, Verlust von Marktanteilen, Swissness-Probleme sowie Reputationsschäden. (…).
Unia Ostschweiz, 19.11.2015.
Unia Ostschweiz > Arbonia Forster. Betriebsschliessung. Petition. Unia Ostschweiz, 2015-11-19.
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18.09.2015 Arbon
Arbonia Forster AG
Unia Ostschweiz-Graubünden

Arbonia Forster AG
Ausgliederung
Volltext
Arbonia Forster übergeht Rettungsvorschläge. Die Gewerkschaft Unia ist enttäuscht, dass Arbonia Forster alle Rettungsvorschläge der Mitarbeitenden in den Wind schlägt. Es geht nicht an, dass diese nun auf billige Art und Weise für die Fehler des Managements büssen müssen. Arbonia Forster hat zum Abschluss des Konsultationsverfahrens sämtliche Vorschläge der Mitarbeitenden zur Rettung von Arbeitsplätzen abgelehnt. Dieser Tage erfolgte die Information. Das Management hält an der Verlagerung der Heizkörper-Produktion nach Tschechien fest. Dies obwohl hohe Risiken drohen. Bereits im Oktober sollen 16 Mitarbeitende entlassen werden. Weitere 50 Kündigungen sollen in einem Jahr ausgesprochen werden. Personalkommission und Kadermitarbeiter hatten nach der Ankündigung im August, die Heizkörperproduktion in Arbon aufzugeben und ins tschechische Stribro zu verlegen, ein 40seitiges Papier erarbeitet. Darin wird aufgezeigt, wie die wirtschaftliche Situation durch weitere Optimierungen und Einsparungen so verbessert werden kann, dass die Produktion aufrecht und die Arbeitsplätze erhalten werden können. Insbesondere warnen die Mitarbeitenden vor den hohen Risiken einer Verlagerung. Die Marktführerschaft werde durch den Lieferunterbruch gefährdet, Kunden würden abspringen, und der Verlust an „Swissness“ werde negative Folgen haben. (…).
Unia Ostschweiz-Graubünden, 18.9.2015.
Unia Ostschweiz-Graubünden > Arbonia-Forster. Auslagerung. Unia, 18.9.2015.
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01.04.2015 Arbon
Personen
Saurer AG
Work
Ralph Hug
Betriebskommission
Saurer AG
Volltext
Arbeitnehmervertreter Köbi Auer verhandelt bei Saurer Arbon für den Krisenfall. „Wenn die Firma etwas will, muss sie was bieten“. Köbi Auer (53) ist Speditionsleiter und Arbeitnehmervertreter bei Saurer. Und ärgert sich, wenn Betriebskommissionen jetzt Ja sagen zu längeren Arbeitszeiten. Work: Köbi Auer, müssen Sie bei Saurer bald länger arbeiten? Köbi Auer: Bei uns gilt wie bisher die 40-Stunden-Woche. Das Geschäft mit den Stickmaschinen läuft gut. Aber der Geschäftsleiter trat kürzlich an mich heran und sagte, er wolle für den Fall gerüstet sein, dass Massnahmen wegen des starken Frankens nötig würden. Und? Ich schlug ihm vor, gemeinsam eine Vereinbarung auszuhandeln. Das ist aktuell unumgänglich. Unsere Geschäftsleitung hat nämlich bereits ein Massnahmenpaket beschlossen, um die Währungsschwankungen auszugleichen. Es sieht neben Verhandlungen über tiefere Lieferantenpreise und leichte Preisanpassungen bei unseren Maschinen auch längere Arbeitszeiten vor. Diese Lösung wäre also eine präventive Vereinbarung für den Krisenfall? (…).
Ralph Hug.
Work online, 1.4.2015.
Personen > Hug Ralph. Saurer Arbon. Arbeitsbedingungen. Interview. Work, 1.4.2015.
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18.01.2013 Arbon
Bussnang TG
Schweiz
Löhne
MEM-Industrie
Personen
Unia Schweiz
Work
Christian Gusset
Ralph Hug
Mindestlöhne
Volltext

Zwei Grosse aus der Maschinenindustrie machen es vor. Mindestlöhne: Es geht eben doch! Mindestlöhne seien nicht machbar, behaupten die Maschinenindustriellen. Die Thurgauer Grossbetriebe Arbonia Forster und Stadler Rail beweisen das Gegenteil. Es war just zu Beginn der Verhandlungen über einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV)für die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (Mem) im letzten November. Da gab die Bauausrüsterin Arbonia Forster (AFG) im thurgauischen Arbon den Abschluss eines neuen Kollektivvertrags mit den Gewerkschaften bekannt. Die Unia hatte die Verhandlungen geführt. (...). Ralph Hug.

Work, 18.1.2013.
Personen > Hug Ralph. Mindestlöhne. GAV. 18.1.2013.doc.

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11.05.2012 Arbon
Arbonia Forster AG
Löhne
Personen
Unia
Work
Ralph Hug
Erich Kramer
Arbeitszeitverlängerung
Arbonia Forster AG
Volltext
Arbonia Forster lässt länger arbeiten - zum gleichen Lohn. Frondienst am Bodensee. Arbonia Forster will aus der Krise raus - aber auf dem Buckel der Mitarbeitenden. Ein Jahr lang sollen sie 44 statt 42 Stunden pro Woche arbeiten. Allen Mitarbeitenden des Thurgauer  Bauausrüsters  Arbonia Forster wurde im April ein Schreiben in die Hand gedrückt. Darin sollten sie schriftlich ihr Einverständnis erklären, dass die Wochenarbeitszeit um zwei Stunden erhöht wird. Wer nicht einverstanden ist, (...). Ralph Hug. 

Work. Freitag, 11.5.2012.
Unia > Arbonia Forster. Arbeitszeitverlängerung.doc.

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20.10.2011 Amriswil
Arbon
Ostermundigen
St. Gallen
Baumeisterverband
Personen
Unia Schweiz
WOZ
Ralph Hug
Paul Rechsteiner
Carmen Rocha
Hansueli Scheidegger
Lohndumping
Personenfreizügigkeit
Schwarzarbeit
Volltext

Lohndumping. Ich wars nicht, der andere wars. Zwei krasse Fälle von Lohndumping in Bern und St. Gallen lassen ahnen, wie es auf vielen Baustellen abgeht: Aufträge an Scheinfirmen, der Einsatz von Temporärkräften und die mangelhafte Kontrolle der Behörden führen zu einem System organisierter Verantwortungslosigkeit. Zwei Stunden lang blockierte die Gewerkschaft Unia am 7. Oktober die Zufahrt zur Grossbaustelle der neuen Berner Kehrichtverbrennungsanlage. Grund: krasses Lohndumping. Vierzig Schweisser aus Bosnien, alles qualifizierte Fachleute, schuften für gut fünfzehn Franken Stundenlohn sechzig Stunden die Woche. Angestellt waren sie von einer bosnisch-slowenischen Firma. Als Unia-Mitarbeiterin Carmen Rocha die Leute nach Feierabend aufsuchen wollte, musste sie nach Ostermundigen in ein Abbruchhaus fahren. Dort waren die Arbeiter, wie Fotos in der Gewerkschaftszeitung „Work“ zeigen, in miesen Dreizimmerwohnungen untergebracht: fünf Personen in zwei Zimmern mit Matratzenlager, umgeben von löchrigem Parkett und mit Klebeband geflickten Stühlen. Für die miserablen Löhne will niemand die Verantwortung übernehmen, weder die Bauherrin, das bernische Energiewerk, noch die beteiligten Unternehmer. (...). Ralph Hug.

WOZ. Donnerstag, 2011-10-20.
WOZ > Lohndumping. 2011-10-20.doc.

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03.06.2011 Arbon
JU Kanton
TI Kanton
Personen
Unia Schweiz
Work
Albert Germann
Vincenzo Giovanelli
Judith Stofer
Fabio Telatin
Ferien
Lohnerhöhungen
Rentenalter
Vernehmlassung
Volltext

Grosser Nachholbedarf. Maler und Gipser fordern deutlich mehr Lohn und flexible Lösung für die Frühpensionierung. Rund 50 Delegierte beschlossen an der Unia-Berufskonferenz der Maler-und Gipserbranche in Zürich die Hauptforderungen für die bevorstehenden GAV-Verhandlungen. Ende März 2012 läuft der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für das Maler- und Gipsergewerbe aus. Diesem sind mehr als 12‘000 Arbeitnehmende unterstellt. Die GAV-Verhandlungen beginnen am 21. Oktober. Jetzt hat die Berufskonferenz vom 14. Mai die Eckwerte der GAV-Kampagne und die vordringlichsten Forderungen beschlossen sowie die Verhandlungsdelegation bestimmt. Das definitive Forderungspaket wird nach einer breiten Vernehmlassung in den Regionen am 10. September am Unia-forte-Treffen der Maler und Gipser verabschiedet, zu dem breit eingeladen wird. (...). Mit Foto von Albert Germann, Vincenzo Giovanelli und Fabio Telatin. Judith Stofer.

Work. Freitag, 3.6.2011.
Unia Schweiz > Maler, Gipser. Lohnerhöhungen, 3.6.2011.doc.

Maler, Gipser. Lohnerhöhungen. 14.5.2011.pdf

02.09.2010 Arbon
Chur
Rorschach
St. Gallen
Anarchismus
Gewerkschaftsbund
Grütliverein
SP
August Bebel
Howard Eugster-Züst
Andreas Fagetti
Willhelm Liebknecht
Louis Specker
Heimarbeit
Kinderarbeit
Sozialismus
Streik
Volltext

„Links aufmarschieren“. Die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der Ostschweizer Arbeiterbewegung erzählt von Massenarmut und Kinderarbeit, vom zähen Aufstieg der Linken und ihrem Kampf gegen Willkür. Die schwierige neue Freiheit. In den Anfängen der Industrialisierung lebte ein Grossteil der Landbevölkerung in elenden Verhältnissen. Die Kindersterblichkeit war hoch, die Lebenserwartung tief. Ein Fünftel der Neugeborenen überlebte das erste Lebensjahr nicht, bloss etwa zehn Prozent der Menschen erreichten das 60. Lebensjahr, wie eine Studie über die Innerschweiz belegt. Die Industrialisierung sprengte die alten Gesellschaftsordnungen, entwurzelte Menschen und senkte die Einkünfte mancher Arbeiterinnen. Die Fabrikanten beuteten Kinder aus und schädigten sie in ihrer Entwicklung, sie mussten zwölf Stunden und mehr arbeiten, aber auch familiäre Kleinstbetriebe der Heimsticker setzten auf sie als Billigarbeitskräfte. (...). Andreas Fagetti. WOZ. Donnerstag, 2.9.2010.

Ostschweiz. Geschichte. WOZ 2.9.2010.pdf

02.09.2010 Arbon
Chur
Rorschach
St. Gallen
Arbeiterbewegung
Grütliverein
Personen
SP
WOZ
Howard Eugster-Züst
Andreas Fagetti
Louis Specker
Armee-Einsätze
Geschichte
Heimarbeit
Volltext

„Links aufmarschieren“. Die erste Gesamtdarstellung zur Geschichte der Ostschweizer Arbeiterbewegung erzählt von Massenarmut und Kinderarbeit, vom zähen Aufstieg der Linken und ihrem Kampf gegen Willkür. Die schwierige neue Freiheit. In den Anfängen der Industrialisierung lebte ein Grossteil der Landbevölkerung in elenden Verhältnissen. Die Kindersterblichkeit war hoch, die Lebenserwartung tief. Ein Fünftel der Neugeborenen überlebte das erste Lebensjahr nicht, bloss etwa zehn Prozent der Menschen erreichten das 60. Lebensjahr, wie eine Studie über die Innerschweiz belegt. Die Industrialisierung sprengte die alten Gesellschaftsordnungen, entwurzelte Menschen und senkte die Einkünfte mancher ArbeiterInnen. Die Fabrikanten beuteten Kinder aus und schädigten sie in ihrer Entwicklung, sie mussten zwölf Stunden und mehr arbeiten, aber auch familiäre Kleinstbetriebe der Heimsticker setzten auf sie als Billigarbeitskräfte. Erst das eidgenössische Fabrikgesetz von 1877 verbot Kinderarbeit. Bis es durchgesetzt war, dauerte es freilich Jahre. (...). Andreas Fagetti.

WOZ. Freitag, 2010-09-02.
Arbeiterbewegung > SG Kanton. Geschichte. 2010-09-02.doc.

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13.12.2008 Arbon
Kurzarbeit


Kurzarbeit bei Arbonia-Forster. Die Absatzkrise bei Druckmaschinen und Autos erfasst die Arbonia-Forster-Gruppe. Der Thurgauer Bauausrüster führt auf Anfang 2009 in den Geschäftsbereichen STI Hartchrom und Forster-Präzisionsstahlrohre Kurzarbeit ein. BaZ 13.12.2008
21.09.2006 Arbon
Personen
Saurer AG
Work
Oliver Fahrni
Besitzverhältnisse
Saurer AG
Volltext

Heuschrecken mit 1,9 Milliarden Jahreslohn. Saurer ist ein Lehrstück über den neoliberalen Kapitalismus: Wo die Heuschrecken wüten, ist nichts mehr, wie es vorher war. Saurer (12‘000 Beschäftigte) war ein ordentlicher Konzern. Man produzierte gute Webmaschinen und anderes, man wurde landesüblich ausgebeutet, bekam Teuerung und auch mal Weihnachtsgeld. Die Maschinenbauer erfanden dies und das, akzeptierten mancherlei Zwang und wurden mit Boni leicht an der steigenden Produktivität beteiligt. Industriell schien die Strategie zu stimmen, Saurer kaperte manches Unternehmen, häufte stille Reserven an und zahlte Dividenden. Das war im alten Kapitalismus. (...). Oliver Fahrni.

Work online, 21.9.2006.
Personen > Fahrni Oliver. Saurer. Besitzverhältnisse. Work. 2006-09-21.

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21.09.2006 Arbon
Personen
Saurer AG
Work
Matthias Preisser
Abzockerei
Saurer AG
Volltext

Sie nennen es Abzocker-Monopoly. Das Laxey-Manöver hat die Saurer-Angestellten verunsichert. Obgleich man schon einiges gewohnt ist. „Man hat sich zwar schon fast an die Wechsel gewöhnt“, sagt Ruth Lüscher, die bei Saurer Arbon in der Finanzbuchhaltung arbeitet und Mitglied der Personalkommission (PK) ist. Der Textilmaschinenhersteller hat seit 1988 zahlreiche Besitzer- und Führungswechsel hinter sich, und in den letzten Jahrzehnten lösten sich Übernahmen, geplatzte Übernahmen, Verkäufe, Sanierungen ab. Grosse Unsicherheit. (...). Matthias Preisser.

Work online, 21.9.2006.
Personen > Preisser Matthias. Saurer. Abzockerei. Work. 2006-09-21.

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28.10.1988 Arbon
Genf
Solothurn
Zürich
Arbeiterbewegung
Gewerkschaften
Personen
Bernhard Degen
Bauarbeiter
Geschichte
Maler und Gipser
Steinhauer
Volltext

Streikfreudige Steinhauer klopften nicht nur auf Steine. Als Streiks noch zum schweizerischen Alltag gehörten. Streiks gehören seit 40 Jähren nicht mehr zum schweizerischen Alltag. Die letzte grosse Welle durchzog das Land nach dem 2. Weltkrieg. Während der Hochkonjunktur waren offene Arbeitskonflikte selten. Viele meinen sogar, es habe sie hier in bedeutendem Ausmasse überhaupt nie gegeben, Arbeiterschaft und Unternehmer hätten sich schon immer gütlich geeinigt. Solcher Verklärung der Vergangenheit entzieht eine kürzlich erschienene Untersuchung von Hans Hirter endgültig den Boden (vgl. Gewerkschaftsgeschichte). Mit EDV-gestützten statistischen Methoden hat er aus einer umfangreichen Streikdokumentation viele interessante und teilweise verblüffende Ergebnisse herausgefiltert. (...). Mit Foto. Bernhard Degen.

Der öffentliche Dienst. Freitag, 28.10.1988.
Streik > Steinhauer. Bernhard Degen. 28.10.1988.doc.

Steinhauer. Bernhard Degen. 28.10.1988.pdf

23.04.1987 Arbon
Baden
Bern
Winterthur
Arbeiterbewegung
Frauen
Gewerkschaften
SP
Verena Conzett
Annette Frei
Johanna Greulich
Rosa Grimm
Leonie Steck
Gleichberechtigung
Gleichstellung
Männer
Volltext

Arbeiterbewegung und Frauenemanzipation in der Schweiz 1850-1918. Rote Patriarchen. Die Historikerin Annette Frei hat sich eingehend mit der Frauenfrage innerhalb der schweizerischen Arbeiterbewegung und Sozialdemokratie auseinandergesetzt und kommt in ihrem demnächst erscheinenden Buch „Rote Patriarchen“ zum nicht sehr schmeichelhaften Schluss: „Die Sozialdemokratie betrachtete die Frauenfrage eher als nebensächlich und gab sich in der Theorie fortschrittlicher als in der politischen Praxis. Die SP war eine Männerpartei und als solche von der patriarchalischen Struktur der Gesellschaft geprägt.“ Auszüge aus dem Kapitel „Sozialisten als Patriarchen“. Gemeinsam ist diesen Sozialisten, dass sie eine Ehe vorzogen, in der die nicht berufstätige Frau - die führenden Kreise konnten sich das anscheinend leisten - sich um das physische und psychische Wohl des Mannes kümmerte und ihm so das politische Engagement überhaupt erst ermöglichte. Manchmal waren die Frauen auch noch Gehilfinnen des Mannes in seiner politischen Arbeit: Frau Greulich in der Expedition der „Tagwacht“, Frau Conzett beim Drucken der „Arbeiterstimme“, Frau Steck als Privatsekretärin. Von Mithilfe der Männer im Haushalt war aber nie die Rede. (...). Mit Fotos von Verena Conzett, Anny Klawa-Morf, Conrad Conzett. Annette Frei.

Die Gewerkschaft, 23.4.1987.
Arbeiterbewegung Schweiz > Frauen 1850-1918.doc.

Frauen 1850-1918.pdf

04.07.1986 Arbon
Personen
Thurgauer AZ
Heini Bloch
Ernst Rodel
Redaktion
Ein mutiges und konsequentes Leben. Am 21. Juni 1986 konnte unser Kollege Ernst Rodel, Arbon, seinen 85. Geburtstag feiern. Der Jubilar, zweifellos eine markante Persönlichkeit der schweizerischen Arbeiterbewegung, stammt aus Fahrwangen am Hallwilersee im Kanton Aargau. Dort ist er auch aufgewachsen und dort stellte er in jungen Jahren die Weichen für sein späteres engagiertes politisches Wirken. (...). Mit Foto. Heini Bloch. Der öffentliche Dienst 4.7.1986
04.07.1986 Arbon
Personen
Ernst Rodel

Aufzeichnungen eines simplen HD-Soldaten. Ernst Rodel in der "Thurgauer Arbeiterzeitung" vom 18. Juni 1940. Als ich vor einigen Wochen - damals noch als Pressemann - an einer Besichtigung der Schiessschule Walenstadt teilnahm, blieb mir ein Wort von Oberst Däniker, dem Leiter der Walenstadter Schule, sehr eindrücklich im Gedächtnis haften. Er sagte nämlich, dass im Krieg scharf geschossen werde und dass heute einziges Ziel der Soldatenbildung sei, den Soldaten für den Ernstfall vorzubereiten. (...). Ernst Rodel. Thurgauer Arbeiterzeitung 18.6.1940. Der öffentliche Dienst 4.7.1986
04.07.1986 Arbon
Personen
Ernst Rodel

Erlebter Kapitalisten-Terror. Erinnerungen von Ernst Rodel (publiziert 1981). Siebzehnjährig erlebte ich die Zeit der sozialen Unruhe und des Generalstreiks als Lehrling in einer Aarauer Grossbankfiliale. Soldaten mit aufgepflanzten Bajonetten bewachten den Eingang zur Bank. (...). Ernst Rodel, Thurgauer Arbeiterzeitung. Der öffentliche Dienst 4.7.1986
29.11.1984 Arbon
TG Kanton
Thurgauer AZ

Genossenschaftsdruckerei
Weiterhin Ungewissheit. Zukunft der "Thurgauer AZ". Die GV der Genossenschaftsdruckerei Arbon als Trägerin der "Thurgauer AZ" hat am Dienstagabend die bisherige Trägerschaft von der Verpflichtung entbunden, eine Zeitung herauszugeben. Berner Tagwacht 29.11.1984
01.01.1968 Arbon
Verwaltung

Lohnerhöhung
Ab 1.1.1968 wurden die Besoldungen um durchschnittlich 10% erhöht. Für das Jahr 1967 wurde eine rückwirkende Reallohnerhöhung von 6% ausgerichtet. VPOD Berichte 1967-1969, Seite 184
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