Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 401

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04.12.2018 Genf
Personen
SEV Schweiz
TPG Genf
Yves Sancey
Arbeitszeit
Frauen
Volltext
Martine Paccard fährt Busse und Trams, Tag und Nacht. Gerne hätte sie geregeltere Arbeitszeiten. Auf den Spuren von... Martine Paccard, „Voltigeuse“ bei den TPG. Ihr Herz schlägt für Freiheit und Solidarität. Und so hat sich die Bus- und Tramführerin Martine Paccard den Weg freigekämpft, um ihren fünf Kindern eine Zukunft zu bieten und sich für ihre Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. Martine Paccard wirkt unscheinbar. Sie spricht leise und einfach. Gewiss bemerkt man ihre schwarzen Haare, die grossen Ohrringe und den intensiven Blick, und man spürt viel Überzeugung und Bestimmung in ihr. „Wenn wir in Verhandlungen mit der Direktion der Genfer Verkehrsbetriebe TPG sind, wo sie als Tram- und Busfahrerin arbeitet und Vorstandsmitglied des SEV-TPG ist, nimmt man sie erst kaum wahr“, sagt Gewerkschaftssekretärin Valérie Solano. „Aber wenn der Moment gekommen ist und sie eine Schwachstelle entdeckt, ergreift sie das Wort. Ihre Argumente überzeugen. Sie erklärt, weshalb es fast unmöglich ist, das Familien- und Sozialleben zu organisieren, wenn man seinen Dienstplan erst vier Tage im Voraus erfährt.“ In den zehn Jahren, die sie bei den TPG arbeitet, war sie fast immer eine sogenannte „Voltigeuse“, eine Springerin, die keinen festen Dienstplan hat, sondern Lücken füllt, die durch den Ausfall kranker Kollegen entstehen. Ihr wurde versprochen, das sei vorübergehend. Einige Jahre am Anfang, danach werde es sicherer... Die Jahre vergingen, ohne dass sich etwas änderte. (...). Yves Sancey. 
SEV, 4.12.2018.
SEV > TPG. Frauen. SEV, 2018-12-04.
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30.11.2018 Genf
ABB
Personen
Work
Manon Todesco
ABB
Ausgliederung
Volltext
ABB-Sécheron Genf: Verlagerung der Arbeitsplätze verschoben. „Unerträgliche Zustände“. Ein Jahr nach dem Streik im Genfer ABB-Werk Sécheron ist der Druck auf die Belegschaft massiv gestiegen. ABB muss die angekündigte Verlagerung ihrer Produktion von Traktionstransformatoren für Eisenbahnen nach Polen um 15 Monate hinausschieben. Wegen technischer Schwierigkeiten. Nun wird es voraussichtlich im Oktober 2019 zu ersten Entlassungen kommen. 150 von 250 Stellen im Genfer Werk von ABB Sécheron sind von der Auslagerung betroffen. Zur Erinnerung: Die Belegschaft wollte diesen Kahlschlag trotz vollen Auftragsbüchern nicht einfach hinnehmen. Vor einem Jahr standen deshalb die Maschinen im Werk still. Der Protest wirkte: die ABB machte Zugeständnisse, und ein Sozialplan wurde abgeschlossen (Work berichtete). Unterbezahlte Temporäre. Inzwischen hat sich die Absurdität dieser Verlagerung bestätigt, denn die Firma läuft auf Hochtouren, man weiss vor lauter Aufträgen nicht mehr, wo wehren. Für die Belegschaft heisst das „massiver Druck und unerträgliche Zustände“, wie Unia-Regio-Leiter Alessandro Pelizzari berichtet. Mehrere Mitarbeitende sind krank geschrieben, weil sie diesem Druck, der jetzt noch länger andauert, nicht standhielten. Und mehr als zwanzig Mitarbeitende zogen es vor, vorzeitig zu gehen. Dies, obwohl jene, die gehen, aus dem Sozialplan rausfallen. Auf die so entstandene Personalknappheit reagierte die ABB nun mit der Einstellung von Temporären, die sie schlecht bezahlt. Der Unia liegt ein Lohnausweis vor mit einem Stundenlohn von 25 Franken 49 statt der branchenüblichen 30 (…). Manon Todesco.
Work, 30.11.2018.
Personen > Todesco Manon. ABB Genf. Auslagerung. Work, 2018-11-30.
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22.11.2018 Bern
Genf
McDonalds
Uber
Unia Genf

Anstellungsbedingungen
McDonalds
Uber
Volltext
McDonald’s: Finger weg von UberEats. Die Unia verlangt, dass McDonald’s auf eine Zusammenarbeit mit UberEats verzichtet. Die Unia und andere Gewerkschaften haben in Bern und Genf eine Protestaktion vor McDonald’s-Filialen durchgeführt. Sie verlangen von McDonald’s, auf eine Zusammenarbeit mit dem Dumping-Essenslieferer UberEats zu verzichten. Das Geschäftsmodell von UberEats beruht – wie Ubers Taxidienst – auf der Ausbeutung scheinselbständiger Kurier/innen, die ohne Unfallversicherung, ohne Sozialversicherungen und zu Dumping-Löhnen auf die Strasse geschickt werden sollen. Kurier/innen ordentlich anstellen. Es ist nicht tolerierbar, dass McDonald’s als grösste Fast-Food-Kette der Schweiz solche Praktiken fördern will. Stattdessen sollen die Restaurants Kurier/innen selber anstellen, damit die Bestimmungen des Landes-Gesamtarbeitsvertrags für das Gastgewerbe (L-GAV) gelten. Der L-GAV garantiert den Beschäftigten ein ordentliches Anstellungsverhältnis u.a. mit Mindestlöhnen, definierten Arbeitszeiten und fünf Wochen Ferien. UberEats: Behörden müssen handeln. Auch UberEats muss seine Kurier/innen ordentlich anstellen und nach den geltenden Bestimmungen der Branche beschäftigen. Die Unia hat zudem den Bundesrat aufgefordert, Massnahmen gegen den organisierten Gesetzesbruch von Uber zu ergreifen. Die Unia schlägt die Schaffung einer nationalen Task Force aus Bundesrat, Sozialpartnern und Sozialversicherungen vor, die wirksame Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmenden von Plattform-Unternehmen entwickeln muss.
Unia Genf, 22.11.2018.
Unia Genf > McDonalds. Uber. Unia Genf, 2018-11-22.
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22.11.2018 Genf
Le Courrier
Personen
WOZ
Jan Jirat
Jubiläum
Volltext
„Immer gegen die Mehrheitsverhältnisse“. Neben der „Schaffhauser AZ“ feiert dieses Jahr in der Schweiz noch eine weitere linke Zeitung Geburtstag: „Le Courrier“ aus Genf. Stolze 150 Jahre alt ist die überregionale Tageszeitung aus der grössten Stadt der Romandie 2018 geworden. Ihr Jubiläum feierten die ZeitungsmacherInnen am letzten Wochenende mit einem rauschenden Fest im Gemeindesaal Plainpalais. „Es war unglaublich“, sagt die noch immer aufgekratzte Laura Drompt am Telefon. „2200 Leute kamen zu unserem Fest. Um 4.30 Uhr mussten wir die Letzten rauswerfen. Für uns war das Fest ein Energieschub“, so die dreissigjährige Ko-Chefredaktorin des „Courrier“. Dabei ist es ein ziemliches Wunder, dass „Le Courrier“ so lange überlebt hat. Berauschend waren die Zeiten selten, mehrmals stand die Zeitung vor dem Aus, es gab gewaltige Brüche und Richtungswechsel. Gegründet wurde „Le Courrier“ 1868 als stockkonservatives katholisches Kampfblatt im protestantischen Genf, der Verkauf fand an den katholischen Kirchentüren statt. Bald stieg die Auflage auf bis zu 4‘000 Exemplare. Als 1907 im Kanton Genf die Trennung von Kirche und Staat erfolgte, verlor der „Courrier“ sein wichtigstes Kampffeld und drohte in der Versenkung zu landen. Die Wende erfolgte in den zwanziger Jahren mit einer inhaltlichen Neuausrichtung: Aus dem katholisch-konservativen Blatt wurde eine christlich-soziale Zeitung. Die Verkaufszahlen stiegen deutlich an, doch der katholischen Besitzerin war die Berichterstattung zu links, sie entliess den damaligen Chefredaktor Rene Leyvraz - um ihn zehn Jahre später wieder einzustellen, weil der (…). Jan Jirat.
WOZ, 22.11.2018.
Personen > Jirat Jan. Le Courrier. Jubiläum. WOZ, 2018-11-22.
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21.11.2018 Bern
Genf
McDonalds
Unia Genf

Arbeitsbedingungen
McDonalds
Uber
Volltext
Protest gegen Kooperation mit Dumping-Uber. McDonald’s: Finger weg von UberEats. Protest-/Flyeraktionen mit Point de presse: Donnerstag, 22. November 2018, 11.00 Uhr, McDonald’s, Zytgloggelaube 6, 3011 Bern, McDonald’s, 22, Rue du Mont-Blanc, 1201 Genève. Sehr geehrte Medienschaffende. Der Dumping-Konzern Uber will mit UberEats einen eigenen Essenslieferdienst in der Schweiz etablieren. Das Geschäftsmodell beruht auf der Ausbeutung scheinselbständiger Kurier/innen, die ohne Unfallversicherung, ohne Sozialversicherungen und zu Dumping-Löhnen auf die Strasse geschickt werden sollen. Als eines der ersten Unternehmen hat McDonald’s eine Zusammenarbeit mit UberEats angekündigt. Das ist störend, da McDonald’s mit der Auslagerung der Essenszustellung an eine berüchtigte Dumping-Firma den Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes umgehen würde. Die Unia und die Partnergewerkschaften der Allianz FAIRLOG machen mit einer Aktion vor zwei McDonald’s-Filialen auf die miesen Geschäftspraktiken von Uber aufmerksam und fordern von McDonald’s, auf die Partnerschaft mit UberEats zu verzichten. Wir laden Sie herzlich ein, über die Aktionen zu berichten und die Points de presse in Bern und Genf zu besuchen. (…).
Unia Genf 21.11.2018.
Unia Genf > McDonalds. Uber. Unia Genf, 2018-11-21.
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14.11.2018 Genf
Lausanne
Uber
Unia Genf

Uber
Unfallversicherung
Volltext
UberEats: ungeniessbar. Der Dumping-Konzern Uber will ein neues Geschäftsfeld erobern: Mit UberEats will Uber Scheinselbständige in der Romandie Fertiggerichte ausliefern lassen. Das Modell beruht darauf, dass die Angestellten ausgebeutet werden und ohne Versicherungsschutz arbeiten. Die Behörden müssen einschreiten: Die Unia fordert eine Task Force auf Bundesebene. Der US-Konzern Uber mischt seit einigen Jahren durch unlautere Konkurrenz die Schweizer Taxibranche auf. Mit einem perfiden System zwingt Uber seine Fahrer/innen zu Arbeit als Scheinselbständige. Während das Unternehmen Behördenentscheide ignoriert, fahren die Chauffeur/innen oft de facto schwarz und ohne Sozialversicherung. Die SUVA hat festgestellt, dass Uber-Fahrer/innen Angestellte sind, jedoch ist dieser Entscheid noch nicht rechtskräftig. Da Politik und Behörden wegschauen, versucht Uber nun sein Ausbeutungsmodell auf andere Branchen zu übertragen. Das Dumping-Modell von Uber. Auch UberEats beruht offenbar darauf, dass Uber die Kurier/innen, die per Velo oder Scooter unterwegs sein sollen, ohne Unfallversicherung auf die Strassen schickt, die ihnen zustehenden Sozialversicherungsbeiträge (Altersvorsorge, Arbeitslosenversicherung) vorenthält, keinen Auslageersatz für Arbeitsgeräte entrichtet und Dumping-Löhne bezahlt. Da Lebensmittel transportiert werden, stellen sich zudem Haftungsfragen bezüglich der Lebensmittelsicherheit. Es kann nicht sein, dass die Verantwortung dafür auf die Kurier/innen abgeschoben wird. Besonders (...).
Unia Genf, 14.11.2018.
Unia Genf > Uber. Unfallversicherung. Unia Genf, 2018-11-14.
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13.11.2018 Genf
Lausanne
Uber
Unia Genf

Konzession
Uber
Volltext
„UberEats“ startet in der Romandie. Die Behörden müssen das Ausbeutungs-Modell von Uber stoppen. Medienkonferenz: Mittwoch, 14. November 2018, 9.30 Uhr, Sekretariat der Gewerkschaft Unia, 5, chemin Surinam, Genève. Sehr geehrte Medienschaffende, Der US-Konzern Uber hat am 6. November bekanntgegeben, dass er in den kommenden Tagen seinen Service „UberEats“ in Genf und Lausanne lancieren will. Dafür will Uber in den nächsten Wochen 200 Kurier/innen rekrutieren. Diesen soll jedoch die Anerkennung als Angestellte verweigert werden. Uber bleibt also seinem Geschäftsmodell treu, das auf Lohndumping und der Nicht-Anerkennung der Arbeitnehmerrechte seiner Angestellten basiert. Der Konzern will mit seinem neuen Angebot der Lebensmittelzustellung ein neues Geschäftsfeld erobern. Wie die Uber-Taxifahrer/innen sollen auch die Kurier/innen von „UberEats“ ohne Unfallversicherung auf die Strasse geschickt werden. Uber verweigert auch die Zahlung der Sozialversicherungsbeiträge (Altersvorsorge, Arbeitslosenversicherung). Die Gewerkschaft Unia verlangt von den Genfer Behörden zu verhindern, dass Uber in einer neuen Branche Fuss fasst, indem das Unternehmen die geltenden Gesetze umgeht. Die Unia fordert zudem den Bundesrat auf, konkrete Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmenden von Plattformen zu ergreifen, die sie nicht als Angestellte anerkennen wollen. An der Medienkonferenz stellt die Unia ihre Forderungen und Vorschläge vor, die an die Genfer und nationalen Behörden gerichtet werden. (…). Unia Genf, 13.11.2018.
Unia Genf > Uber. Konzession. Unia Genf, 2018-11-13.
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17.10.2018 Genf
Baumeisterverband
Unia Genf

Bauarbeiter
Protest-Kundgebung
Volltext
Zwei erfolgreiche Protesttage in Genf mit 2500 Bauarbeitern – Protestaktionen gehen in anderen Regionen weiter. Gestern und heute gingen 2500 Bauarbeiter in Genf auf die Strasse, um für ihren Vertrag und die Sicherung der Rente mit 60 zu kämpfen. Nach zwei Protesttagen in Genf gehen die Proteste in anderen Regionen weiter. Die Gewerkschaften erwarten endlich eine Bereitschaft des Baumeisterverbandes, die dringenden Probleme auf dem Bau zu lösen. An den lautstarken und eindrücklichen Protestaktion haben gestern und heute 2500 Genfer Bauarbeiter ihrer Wut über die Forderungen der Baumeister Ausdruck verliehen (den Hintergrund des Konfliktes sowie die Forderungen der Bauarbeiter finden Sie im untenstehenden Kasten). Mit einer Versammlung gingen heute die Protesttage in Genf vorläufig zu Ende. „Die grosse Beteiligung zeigt, dass die Genfer Bauarbeiter bereit sind, für ihre Rechte und ihre Würde zu kämpfen. Sollte es zu keiner Einigung kommen, haben sie bereits beschlossen, den Kampf wieder aufzunehmen“, kommentiert Alessandro Pelizzari, Regioleiter der Unia Genf. „Die Bauarbeiter wehren sich für die Rente mit 60, gegen Lohndumping und überlange Arbeitstage und für eine faire Lohnerhöhung“, ergänzt Guido Schluep, Bauverantwortlicher der Gewerkschaft Syna. Die Proteste der Bauarbeiter werden in den kommenden Wochen in weiteren Kantonen weitergehen. Übernächste Woche werden die Bauarbeiter in mehreren weiteren französischsprachigen Kantonen und im Kanton Bern auf den Strasse gehen. Anfangs November folgen dann die Bauarbeiter des Kantons Waadt sowie der meisten Kantone der Deutschschweiz. Am 9. November findet die nächste (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 17.10.2018.
Unia Genf > Bauarbeiter. Protestaktionen. Unia Genf, 2018-10-17.
16.10.2018 Genf
Bauhauptgewerbe
Unia Genf

Bauarbeiter
Protest-Kundgebung
Volltext
Bau steht still: 1800 Bauarbeiter protestieren in Genf. Nach dem ersten Protesttag im Tessin gestern, geht der Protest der Bauarbeiter weiter. Heute wehren sich in Genf 1800 Bauarbeiter gegen den Angriff des Schweizerischen Baumeisterverbandes auf die Gesundheit und die Würde der Bauarbeiter, gegen Lohndumping und für die Rente mit 60 (siehe unten). 1800 Bauarbeiter versammelten sich heute auf dem Place des Vingt-Deux-Cantons und zogen dann weiter zur Pont du Mt. Blanc in Genf. An einer Pressekonferenz auf der Brücke erklärt José Sebastiao, Bauverantwortlicher der Unia Genf: „Die Baumeister versuchen die Bauarbeiter mit unhaltbaren Forderungen zu erpressen. Nun wollen sie sogar den Mindestlohn aushebeln.“ Denn der neuste Vorschlag des Baumeisterverbandes will, dass ausländische Firmen „Praktikanten“ ohne Mindestlohn arbeiten lassen können. „Das öffnet Lohndumping Tür und Tor und ist eine Katastrophe für alle Schweizer Baufirmen“, führt Sebastiao aus. Die Gewerkschaften verlangen eine Beschränkung der heute schon überlangen Arbeitstage, um die Gesundheit der Bauarbeiter zu schützen. Sie fordern zudem eine Reduktion der Temporärarbeit, die vor allem für ältere Arbeitnehmende mit Lohneinbussen und Unsicherheit verbunden ist. Gesundheit und Leben der Bauarbeiter sind nicht käuflich!. Nach einer monatelangen Verhandlungsverweigerung und der aktuellen Erpressung haben die Bauarbeiter genug. Sie kämpfen für die Rente mit 60, gegen Lohndumping und überlange Arbeitstage, die ihre Gesundheit gefährden – mit Protesttagen in der ganzen Schweiz. „Die Forderungen der Baumeister (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 16.10.2018.
Unia Genf > Bauarbeiter. Protestaktion. Unia Genf, 2018-10-16.
Ganzer Text
16.10.2018 Genf
Baumeisterverband
Unia Genf

Bauarbeiter
Protest-Kundgebung
Volltext
Bau steht still: Protesttag in Genf. Update: Demonstration mit rund 2500 Bauarbeitern. Nach dem ersten Protesttag im Tessin gestern, geht der Protest der Bauarbeiter weiter. Heute wehren sich in Genf rund 2500 Bauarbeiter gegen den Angriff des Schweizerischen Baumeisterverbandes auf die Gesundheit und die Würde der Bauarbeiter, gegen Lohndumping und für die Rente mit 60 (siehe unten). Die Bauarbeiter versammelten sich heute auf dem Place des Vingt-Deux-Cantons und zogen dann weiter zur Pont du Mt. Blanc in Genf. An einer Pressekonferenz auf der Brücke erklärt José Sebastiao, Bauverantwortlicher der Unia Genf: «Die Baumeister versuchen die Bauarbeiter mit unhaltbaren Forderungen zu erpressen. Nun wollen sie sogar den Mindestlohn aushebeln.» Denn der neuste Vorschlag des Baumeisterverbandes will, dass ausländische Firmen «Praktikanten» ohne Mindestlohn arbeiten lassen können. «Das öffnet Lohndumping Tür und Tor und ist eine Katastrophe für alle Schweizer Baufirmen», führt Sebastiao aus. Die Gewerkschaften verlangen eine Beschränkung der heute schon überlangen Arbeitstage, um die Gesundheit der Bauarbeiter zu schützen. Sie fordern zudem eine Reduktion der Temporärarbeit, die vor allem für ältere Arbeitnehmende mit Lohneinbussen und Unsicherheit verbunden ist. Gesundheit und Leben der Bauarbeiter sind nicht käuflich! Nach einer monatelangen Verhandlungsverweigerung und der aktuellen Erpressung haben die Bauarbeiter genug. Sie kämpfen für die Rente mit 60, gegen Lohndumping (…).
Unia Genf, Medienmitteilung 16.10.2018.
Unia Genf > Bauarbeiter. Protestaktion. Unia Genf, 2018-10-16.
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16.10.2018 Genf
Bauwirtschaft
Unia Genf

Bauarbeiter
Protest-Kundgebung
Volltext
Protest der Bauarbeiter in Genf geht weiter. Nachdem heute rund 2500 Bauarbeiter in Genf für ihren Vertrag und die Sicherung der Rente mit 60 auf die Strasse gingen, haben sie beschlossen, ihren Protest mindestens bis morgen Mittwoch weiterzuführen. An einer lautstarken und eindrücklichen Protestaktion haben rund 2500 Genfer Bauarbeiter ihrer Wut über die Forderungen der Baumeister Ausdruck verliehen (siehe Kasten). An einer Versammlung heute Nachmittag haben sie beschlossen, ihren Protest mindestens bis morgen Mittwochabend zu verlängern. «Die Stimmung an der Versammlung war sehr engagiert. Die Bauarbeiter haben entschieden, ihre Arbeit noch nicht wiederaufzunehmen. Dies zeigt die Wichtigkeit des Landesmantelvertrags und der Rente mit 60 für den Bau», kommentiert Alessandro Pelizzari, Regioleiter der Unia Genf. Weitere Protestkundgebung geplant. Die Genfer Bauarbeiter werden ihren Kampf weiter auf die Strasse tragen. So ist für morgen Mittwoch eine weitere Demonstration in der Innenstadt geplant. Nachdem im Vorfeld schon die Bauarbeiter aus dem Kanton Waadt beschlossen hatten, ihren Protest auf zwei Tage auszuweiten, folgt nun auch Genf. «Der Baumeisterverband muss endlich verstehen, dass sich die Bauarbeiter nicht erpressen lassen. Deswegen kann auch die Syna diesen Entscheid nachvollziehen», sagt Guido Schluep, Branchenleiter Bau der Gewerkschaft Syna. Worum es im Baukonflikt geht: (…).
Unia Genf, 16.10.2018.
Unia Genf > Medienmitteilung, 16.10.2018.
Unia Genf > Protestaktion. Bauwirtschaft. Unia Genf, 2018-10-16.
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31.08.2018 Genf
ILO
Personen
Work
Christian Egg
ILO
Temporärarbeit
Volltext
Ausgerechnet die Internationale Arbeitsorganisation. Die ILO baut in Genf mit „Billig“-Temporären. Ausgerechnet auf der Baustelle der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) sind mehr als die Hälfte der Bauarbeiter nur temporär angestellt. Mit weniger Rechten und weniger Lohn. José Sebastiao von der Unia Genf staunte nicht schlecht. Als er und seine Equipe die Baustelle am Hauptsitz der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) kontrollieren, treffen sie ganz viele Maurer an, die nicht regulär angestellt sind. Sondern von einem Temporärbüro. Und zu schlechteren Bedingungen als ihre Kollegen. Sie er¬halten nur den Mindestlohn und ¬werden von der Firma nur aufgeboten, wenn es genug Arbeit gibt. Reklamieren verboten. Das ist zwar legal. Aber die Büezer sind der Firma völlig ausgeliefert. „Bei den Temporären lautet das Motto: Wer reklamiert, kann am nächsten Tag nicht mehr kommen“, sagt Unia-Mann Sebastiao. Es ist die Waadtländer Baufirma Orlatti (800 Angestellte), die hier renoviert. Doch die Kontrolle der Unia im Juli hat gezeigt: Nur gerade 10 der anwesenden Maurer sind von Orlatti regulär angestellt. Weitere 19 hat die Firma von zwei Temporärbüros angefordert. Das hat System. Laut Einsatzplänen, die Work vorliegen, waren seit Beginn der Arbeiten im April fast immer mehr Temporäre vor Ort als Festangestellte. Und das ausgerechnet bei der ILO. Sebastiao sagt: „Die ILO sollte weltweit für faire Arbeitsbedingungen sorgen. An ihrem eigenen Hauptsitz macht sie das Gegenteil.“ Zwar sagt die ILO, sie habe „sofort“ bei Orlatti i(…). Christian Egg.
Work online, 31.8.2018.
Personen > Egg Christian. ILO. Temporärarbeit. Work online, 2018-08-31.
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28.08.2018 Genf
Personen
Schifffahrt
Markus Fischer
Yves Sancey
Betriebsunfälle
CGN Genf
Volltext
Zunehmende Regelverstösse auf den Schweizer Seen. Stress für die Schiffsführer/innen. Der Sommer 2018 ist schön und heiss und ladet zum Baden, Paddeln und Bötlen. Viele missachten dabei leider die einfachsten Grundregeln. Ein Albtraum für unsere Kolleg/innen der Kursschifffahrt… Von allen Schiffsbetrieben ist zu hören, dass Kapitäne täglich mehrfach heikle Notfallmanöver vollführen müssen, um gefährliche Situationen zu entschärfen, in die sich Badende, Paddlerinnen, Kanufahrer und andere „Wasserratten“ durch unbewusste oder bewusste Missachtung von Sicherheitsregeln begeben. Ein besonderes Problem ist das zum Teil waghalsige, ja selbstmörderische Verhalten gewisser Badender an den Landestegen. Dagegen hat die Genfersee-Schifffahrtsgesellschaft (CGN) im Juli denn auch eine Sensibilisierungskampagne lanciert. Immer weiter hinaus. Aber auch ausserhalb der 300-Meter-Uferzone, wo Matratzen und Gummiboote nichts mehr zu suchen haben und Schwimmwesten vorgeschrieben sind, tummeln sich immer mehr Hobbymatrosen unter völliger Missachtung nautischer Grundregeln. „Schwimmerinnen und Paddler wagen sich phänomenal weit hinaus, schneiden uns den Weg ab und sind sich keiner Gefahr bewusst. Beim ersten gröberen Windstoss ist die Notfallzentrale überfordert“, sagt CGN-Kapitän Mathias Gay-Crosier, der die SEV-Sektion Lac Léman präsidiert. Ständig müssten die (...).
Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV, 28.8.2018.
Personen > Sancey Yves. CGN. Betriebsunfälle. SEV, 2018-08-28.
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17.08.2018 Genf
Personen
Work
Sabine Reber
Gratisarbeit
Reinigung
Volltext
Chef von Putzfirma verurteilt, weil er Flüchtlinge ausbeutete. Fertig mit gratis WC-Schrubben bei McDonald’s. 47 Tage lang musste Souleymane* chrampfen, von 23 Uhr bis 8 Uhr in der Früh. Ohne Lohn. Der junge Mann aus dem Sudan klagte. Mit Erfolg! Die Unia Genf hatte den Fall im Dezember 2015 aufgedeckt: Die Berner Putzfirma Top Clean liess Flüchtlinge gratis WC putzen. Im Auftrag der Firma Gerona, die für McDonald’s mehrere Filialen in Genf führt. Zum Beispiel Souleymane (31) aus dem Sudan. Er musste ganze 47 Tage ohne einen Rappen Lohn chrampfen. Er hat eine Aufenthaltsbewilligung F und hofft, hier ¬bleiben zu dürfen. Als ihm der Chef der Putzfirma eine Aufenthaltsbewilligung B verspricht, wenn er drei Monate gratis für ihn arbeite, sagt Souleymane sofort zu. Von da an arbeitet er von 23 Uhr bis 7 oder 8 Uhr morgens durch. Ohne Pause. Auch über Weihnachten und Neujahr muss er arbeiten. Als Work über den Fall berichtet, stellt Gerona umgehend die Zusammenarbeit mit Top Clean ein. Rückwärts auf der Autobahn. Nun hat die Genfer Staatsanwaltschaft den Chef der Putzfirma Top Clean bestraft. Wegen Urkundenfälschung, Verletzung des Ausländergesetzes und Nichtrespektierung der geltenden Arbeitsbedingungen. Ausserdem wegen schwerer Verkehrsdelikte wie Rückwärtsfahren auf der Autobahn und Ausbremsen von anderen Fahrzeugen. Die Strafe dafür: 180 Tagessätze zu 60 Franken mit vier Jahren Bewährung sowie zusätzlich 6‘000 Franken Busse und auch die Verfahrenskosten (…). Sabine Reber.
Work online, 17.8.2018.
Personen > Reber Sabine. Gratisarbeit. Reinigung. Work online, 2018-08-17.
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25.06.2018 Genf
Firmenich SA
Manor
Manpower
Unia Genf

Firmenich SA
Manor
Manpower
Temporärarbeit
Volltext
Chemische Industrie: Abkommen in der Schweiz zwischen Firmenich, Manpower und Unia. Ein neuartiges Abkommen besiegelt die Lohngleichheit bei der Anstellung von festem und temporärem Personal. Das Genfer Unternehmen Firmenich, Manpower und die Gewerkschaft Unia Genf haben ein neuartiges Abkommen getroffen, das am 1. Juli 2018 in Kraft tritt. Es sorgt für garantierte Arbeitsbedingungen für das temporär angestellte Personal an den drei Genfer Standorten des Aromen- und Duftstoffherstellers. 2017 sind Firmenich und Manpower als verantwortungsbewusste Arbeitgeber in einen konstruktiven Dialog mit der Unia getreten. Dank der Einbindung aller Parteien konnte das seit 2015 bestehende Abkommen verbessert und das Lohngleichheitsprinzip bei der Anstellung von festen und temporär Beschäftigten verankert werden. Ab dem 1. Juli wird somit das von Manpower temporär vermittelte Personal bei Firmenich den gleichen Anfangslohn erhalten wie die Festangestellten. Der jährliche Anfangsbruttolohn beträgt 63’804 Franken für ungelerntes Personal ohne Berufserfahrung in der chemischen Industrie, respektive 68'887 Franken für die gleiche Angestelltenkategorie mit 5 Jahren Berufserfahrung. Für das qualifizierte Personal betragen die Anfangsbruttolöhne 73'333 Franken respektive 79'209 Franken mit 5 Jahren Berufserfahrung. Diese Referenzlöhne wurden von der kantonalen tripartiten Kommission (Überwachungsstelle des Arbeitsmarkts) als branchenübliche Löhne für alle grossen Unternehmen der chemischen und  (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 25.6.2018.
Unia Genf > Firmenich. Temporärarbeit. Unia Genf, 2018-06-25.
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25.06.2018 Genf
Firmenich SA
Manpower
Unia Genf

Firmenich SA
Manpower
Temporärarbeit
Volltext
Chemische Industrie: Abkommen in der Schweiz zwischen Firmenich, Manpower und Unia
Ein neuartiges Abkommen besiegelt die Lohngleichheit bei der Anstellung von festem und temporärem Personal. Das Genfer Unternehmen Firmenich, Manpower und die Gewerkschaft Unia Genf haben ein neuartiges Abkommen getroffen, das am 1. Juli 2018 in Kraft tritt. Es sorgt für garantierte Arbeitsbedingungen für das temporär angestellte Personal an den drei Genfer Standorten des Aromen- und Duftstoffherstellers. 2017 sind Firmenich und Manpower als verantwortungsbewusste Arbeitgeber in einen konstruktiven Dialog mit der Unia getreten. Dank der Einbindung aller Parteien konnte das seit 2015 bestehende Abkommen verbessert und das Lohngleichheitsprinzip bei der Anstellung von festen und temporär Beschäftigten verankert werden. Ab dem 1. Juli wird somit das von Manpower temporär vermittelte Personal bei Firmenich den gleichen Anfangslohn erhalten wie die Festangestellten. Der jährliche Anfangsbruttolohn beträgt 63’804 Franken für ungelerntes Personal ohne Berufserfahrung in der chemischen Industrie, respektive 68'887 Franken für die gleiche Angestelltenkategorie mit 5 Jahren Berufserfahrung. Für das qualifizierte Personal betragen die Anfangsbruttolöhne 73'333 Franken respektive 79'209 Franken mit 5 Jahren Berufserfahrung. Diese Referenzlöhne wurden von der kantonalen tripartiten Kommission (Überwachungsstelle des Arbeitsmarkts) als branchenübliche Löhne für alle grossen Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen. (.... , Medienmitteilung, 25.6.2018.
Unia Genf > Firmenich. Temporärarbeit. Unia Genf, 2018-06-25.
12.06.2018 Genf
Uber
Unia Genf

Streik
Uber
Volltext
Streik von Angestellten einer Uber-„Partnerfirma“ in Genf. Schluss mit Dumping-„Partnerschaften“ von Uber. Medienkonferenz: Dienstag, 12. Juni 2018, 9:30 Uhr, Streikposten vor dem Genfer Sitz von Uber, 7, route de Saint Julien, Carouge. Sehr geehrte Medienschaffende. Nach dem Protest und Streik der Angestellten von Uber-„Partnerfirmen“ im Dezember 2017 in Genf beteuerte der Uber-Direktor für die Romandie, Alexandre Molla, ausbeuterische „Partnerschafts“-Modelle einzustellen. Zudem stellte er Verhandlungen mit der Gewerkschaft Unia in Aussicht, um offene Fragen zu klären. Sechs Monate später hat das undurchsichtige System der Arbeitsorganisation bei „Partnerfirmen“ von Uber immer noch Bestand. Erneut müssen Angestellte an die Öffentlichkeit gelangen, um zahlreiche Missbräuche anzuprangern. Die Chauffeure der waadtländischen Firma „2 ways“ haben entschieden, in den Streik zu treten, um die Respektierung ihrer Rechte und der geltenden gesetzlichen Bestimmungen einzufordern. Wir laden Sie ein, sich an der Medienkonferenz über den Streik und die ihm zugrundeliegenden Missstände zu informieren. Wir bitten Sie freundlich, für Ihre Berichterstattung die Sperrfrist Dienstag, 12. Juni, 9:30 Uhr zu respektieren. (…).
Unia Genf, 12.6.2018.
Unia Genf > Uber. Streik. Unia Genf, 2018-06-12.
Ganzer Text
03.05.2018 Genf
Initiative
Unia Genf

Initiative
Mindestlohn
Volltext
Kommt in Genf ein Mindestlohn von 23 Franken? Mindestlöhne schützen vor Lohndumping. Die Unia und weitere Gewerkschaften in Genf können ihre Initiative für einen Mindestlohn von 23 Franken einreichen. In nur drei Wochen haben sie die notwendigen Unterschriften für die Initiative gesammelt. Der Erfolg der Unterschriftensammlung zeigt, dass Armutslöhne und Lohndumping in Genf ein Problem darstellen. Die Genfer Arbeitnehmenden wollen einen Mindestlohn zum Schutz ihrer Löhne. 7'000 Unterschriften in drei Wochen. In nur drei Wochen haben die Gewerkschaften mehr als 7‘000 Unterschriften gesammelt. Dabei sind die Unterschriften der letzten Tagen, insbesondere jene vom 1. Mai, noch nicht eingerechnet. Das übertrifft die geforderten 5‘227 Unterschriften bei weitem. Die Initiant/innen werden die Initiative in den nächsten Tagen einreichen. Kampf gegen Niedriglöhne. Mindestlöhne sind zentral, um Lohndumping zu bekämpfen. Und Lohndumping führt zu Unsicherheit und sozialer Spaltung. Alessandro Pelizzari, Regionalsekretär der Unia Genf, weiss aus Erfahrung: „Die Mitarbeitenden glauben nicht mehr an den beruhigenden Arbeitgeberdiskurs zur Sozialpartnerschaft. Sie haben auch verstanden, dass die Verantwortung für niedrige Löhne nicht bei ausländischen Arbeitnehmenden und Grenzgänger/innen liegt, sondern bei den Missbräuchen der Arbeitgeber. Darauf gibt die Initiative eine echte Antwort.”
Unia Genf, 3.5.2018.
Unia Genf > Mindestlohn. Initiative. Unia Genf, 2018-05-03.
Ganzer Text
27.04.2018 Genf
ABB
Personen
Work
Sabine Reber
ABB
Entmachtung
Volltext
Arbeitskampf ABB Sécheron: Schlichtung bringt Verbesserung: „Wechselbad der Gefühle“. Die Mitarbeitenden von ASB 8echeron haben alles gegeben, um ihre Arbeitsplätze in Genf zu retten. Dieses Ziel haben sie nicht erreicht, aber dafür Verbesserungen für den Abgang. Am 19.April gab die ABB bekannt: Der schweizerisch-schwedische Industriekonzern übertraf im ersten Quartal selbst die optimistischsten Analystenerwartungen. Es geht wieder bergauf. beim Auftragseingang. mit dem operativen Gewinn und dem Aktienkurs. Trotzdem will der oberste ABB-Chef Ulrich (Ulli) Spiesshofer (Honorar 2015: 9,1 Millionen Franken) die Produktion der Traktions-Transformatoren für Eisenbahnen von Genf nach Polen verlagern, um Kosten zu senken. Im November kündigte der Industriekonzern deshalb die Streichung von rund 150 der 250 Stellen im Werk von ABB Sécheron in Genf an - trotz vollen Auftragsbüchern. Die Belegschaft wollte das nicht schlucken und wehrte sich zusammen mit der Unia. Sie erreichte in einem ersten Schritt einige Zugeständnisse: 2018 noch keine Kündigungen und insgesamt 15 Entlassungen weniger. sowie erhebliche Verbesserungen der Abgangsbedingungen. Das reichte der Belegschaft aber nicht. Die Personalkommission, die ABB-Direktion und die Unia führten Schlichtungsverhandlungen. Diese sind nun zu Ende - und bringen zusätzliche Massnahmen, die von der ABB zugunsten (...). .Sabine Reber.
Work, 27.4.2018.
Personen > Reber Sabine. ABB SA. Entlassungen. Work, 2018-04-27.
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05.04.2018 Genf
CEVA SA
Unia Genf

CEVA SA
Nachtarbeit
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Illegale Nachtarbeit auf Genfer Baustelle. CEVA-Baustelle: Bundesverwaltungsgericht entscheidet zugunsten der Unia! Das Bundesverwaltungsgericht hat die vom Staatsekretariat für Wirtschaft (SECO) erteilte Nachtarbeitsbewilligung für die CEVA-Baustelle aufgehoben und somit der Beschwerde der Gewerkschaft Unia recht gegeben. Dieser Entscheid ist von sehr grosser Bedeutung für die Achtung der Gesundheit der Arbeitnehmenden. Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, die Nachtarbeitsgenehmigung für die CEVA-Baustelle in Genf aufzuheben. Die Gewerkschaft Unia hatte gegen diese Genehmigung des SECO Beschwerde geführt, um die Gesundheit und Sicherheit der betroffenen Arbeitnehmenden zu schützen. Ein Gesundheits- und Sicherheitsrisiko. Nachtarbeit stellt ein grosses Risiko für die Gesundheit und Sicherheit der betroffenen Bauarbeiter dar. In der Schweiz wird fast jeder zehnte Fall von Geschwüren und Magenerkrankungen mit dieser Art von Arbeit in Verbindung gebracht. Schlimmer noch: Das Risiko einer Herzerkrankung ist für Menschen, die nachts arbeiten, doppelt so hoch. Darüber hinaus verursacht die Arbeit zu Zeiten, in denen der Körper ruhen soll, so genannte "Schlafschulden". Sind diese zu hoch, können die Betroffenen akustische und visuelle Halluzinationen, eine drastische Abnahme der Konzentration sowie Schläfrigkeit erleiden. Da Baustellen ein besonders gefährliches heit. (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 5.4.2018.
Unia Genf > CEVA SA Genf. Nachtarbeit. Unia Genf, 2018-04-05.
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04.04.2018 Genf
ISS Aviation Genf
Unia Genf

ISS Aviation Genf
Streik
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Logistiker/innen verlangen Respekt und Verhandlungen. Streik des ISS-Personals am CERN in Genf. Die Angestellten der dänischen Firma ISS Facility Services in Genf befinden sich seit heute Morgen im Streik. Sie sind für die Logistik an der Forschungseinrichtung CERN zuständig. Die Arbeiter/innen wehren sich gegen zunehmenden Druck und fordern die Einhaltung der geltenden Arbeitsbedingungen. Der Druck auf die Angestellten der ISS Facility Services hat in der letzten Zeit stark zugenommen. Der Konzern bietet in Genf Logistik-Dienstleistungen für internationale Organisationen und öffentliche Einrichtungen an. Die Arbeitnehmenden beklagen schlechte Arbeitsbedingungen und mangelnden Gesundheitsschutz. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat die Weigerung von ISS, mit der Gewerkschaft Unia Gespräche zu führen, die vom Personal ein Mandat erhalten hat. Schlechte Arbeitsbedingungen. ISS hat bereits vor Jahren die "Usages genevois pour la branche du transport et de la logistique" unterzeichnet, ein Dokument, das die Arbeitsbedingungen und Löhne in Transport und Logistik regelt. Weil die Firma sich aber nicht daran hält, haben die Beschäftigten einen Forderungskatalog ausgearbeitet, wie die grössten Missstände zu beheben sind. Die Vorschläge beinhalten einen 13. Monatslohn ab dem zweiten Dienstjahr, Entschädigungen für Kleider und Verpflegung und das Recht auf einen Lohnanstieg mit zunehmender Dienstdauer. (...). 
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 4.4.2018.
Unia Genf > ISS Aviation Genf. Streik. Unia Schweiz, 2018-04-04.
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19.03.2018 Genf
Uber
Unia Genf

Selbständigerwerbende
Uber
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Personalverleih-Konstrukt in Genf unter der Lupe. SECO bestätigt: Uber ist ein Arbeitgeber. Im Dezember streikten rund 30 Uber-Chauffeure in Genf. Sie waren zu schlechten Bedingungen bei sogenannten "Partnerunternehmen" des Dumping-Konzerns Uber angestellt. Nun bestätigt das SECO die Einschätzung der Unia, dass es sich dabei um ein Personalverleih-Konstrukt handelt. Daraus folgt eindeutig: Uber ist als Arbeitgeber zu betrachten – mit allen damit verbundenen Pflichten. Die Chauffeure sind bei "Partnerunternehmen" von Uber angestellt, arbeiteten aber ausschliesslich für den US-amerikanischen Fahrdienst. Vergangenen Dezember streikten sie wegen skandalös tiefer Löhne (unter 10 Franken pro Stunde) und ausstehender Sozialversicherungsbeiträge der Arbeitgeber. Die Gewerkschaft Unia forderte, dass auch Uber zur Verantwortung gezogen wird. Personalverleih-Konstrukt aufgedeckt. Jetzt hat das SECO in einem Fall entschieden, dass es sich bei dem Konstrukt um Personalverleih handelt. Daher muss der entsprechende Gesamtarbeitsvertrag (GAV Personalverleih) angewendet werden. Die Fahrer können also vor Gericht den Mindestlohn des GAV Personalverleih einfordern. Uber ist ein Arbeitgeber. (…).
Unia Genf, 19.3.2018.
Unia Genf > Uber. Selbständigerwerbende. Unia Genf, 2018-03-19.
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15.03.2018 Genf
Sans-Papiers
Vorwärts

Legalisierung
Sans-Papiers
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Zwischenbilanz für Papyrus. Seit dem Start der Operation Papyrus in Genf, mit welcher Sans-Papiers regularisiert werden können, wenn sie bestimmte Anforderungen erfüllen, haben 1093 Personen einen geregelten Aufenthaltsstatus erhalten. Zum grossen Ansturm von Kandidatinnen ist nicht gekommen. "Wenn es einen Punkt gibt, auf den ich in der vergangenen Legislatur stolz bin, ist es die Operation Papyrus", verkündete der Genfer Staatsrat Pierre Maudet, der für das Sicherheits- und Wirtschaftsdepartement verantwortlich ist, während einer Medien¬konferenz, an der eine Zwischenbilanz der Regularisierung von Personen ohne legalen Aufenthaltsstatus in Genf gezogen wurde. Die "Operation" begann im Februar 2017. Gemäss den vorgelegten Zahlen konnte bei 1093 Personen (unter Ausschluss von 590 Personen, die während einer Testphase im Oktober 2015 bereits regularisiert wurden) der Aufenthaltsstatus geklärt werden. Es handelt sich dabei um 244 Familien, darunter 374 Erwachsene und 412 Kinder, sowie 299 Einzelpersonen. "42 Prozent dieser Menschen sind lateinamerikanischer Herkunft, mehrheitlich aus Brasilien, Bolivien und Kolumbien. 19 Prozent stammen aus dem Kosovo oder aus Ex-Jugoslawien und 16 Prozent von den Philippinen", erläuerte Marianne Halle, die Sprecherin der Migrantlnnenorganisation "Centre de contact Suisses-immigres". Mehrheitlich Frauen. (…).
Joäl Depommier.
Vorwärts, 15.3.2018.
Vorwärts > Sans-Papiers. Regularisierung. Vorwärts, 2018-03-15.
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08.02.2018 Genf
Uber
Unia Genf

Mediation
Uber
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Arbeitskonflikt bei „Partnerunternehmen“ von Uber in Genf . Mediation hat keine Lösung gebracht. Das Mediationsverfahren zwischen der Gewerkschaft Unia, Uber und dessen „Partnern“ unter Anleitung des Genfer Wirtschaftsdepartements ist am 1. Februar ohne zählbares Resultat beendet worden. Die Mediation wurde eingeleitet, nachdem am 6. Dezember erstmals Uber-Fahrer in der Schweiz wegen ihrer miserablen Arbeitsbedingungen streikten. Nun zeichnet sich ein neuer Konflikt ab. Am 1. Februar hat das Volkswirtschaftsdepartement des Kantons Genf (DSE) das Ende der Mediation zwischen der Unia, Uber und dessen Waadtländer „Partnerfirma“ Pégase Léman bekanntgegeben. Gleichtags verkündete das Genfer Büro für kollektive Arbeitsbeziehungen (CRCT) den Abbruch eines Verfahrens gegen einen anderen Uber-„Partner“, StarLimoLuxe. Es wurden während des Verfahrens zahlreiche Mängel in der Personalverwaltung und Verstösse gegen die Arbeits- und Sozialgesetzgebung festgestellt. Wegen der Verweigerungshaltung der betroffenen Unternehmen konnten aber keine Lösungen für den Konflikt gefunden werden. Ein Streik sorgt für Aufmerksamkeit. Am 6. Dezember 2017 streikten zum ersten Mal in der Schweiz Fahrer des US-Konzerns Uber, um gegen ihre Arbeitsbedingungen zu protestieren. Zwei Waadtländer „Partnerunternehmen“ des Dumping-Fahrdienstes hatten diese Fahrer rekrutiert, ohne sich an die schweizerische Arbeits- und Sozialgesetzgebung zu halten. Die Chauffeure arbeiteten (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 8.2.2018.
Unia Genf > Uber. Mediation. Unia Genf, 2018-02-08.
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07.02.2018 Genf
Sans-Papiers
Unia Genf

Sans-Papiers
Sozialversicherungen
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Unia verurteilt bürgerlichen Angriff auf Sans-Papiers. Ein weiterer unnötiger Angriff auf Sans-Papiers. Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-NR) will mit einer Motion die Diskriminierung von Sans-Papiers verschärfen. Die Unia verurteilt diesen unnötigen Angriff auf die Sans-Papiers und fordert das Parlament auf, dieses Anliegen entschieden abzulehnen. Die SGK-NR hat mit 17 zu 8 Stimmen eine Motion verabschiedet, die Sans-Papiers zusätzlich diskriminieren würde. Danach sollen Sans-Papiers gänzlich von den Sozialversicherungen ausgeschlossen werden. Arbeitgeber und Vermieter sollen härter bestraft werden, falls sie Sans-Papiers anstellen oder Wohnungen vermieten. Zudem sollen Kinder von Sans-Papiers, die in der Schule sind, den zuständigen staatlichen Stellen gemeldet werden um diese zu sanktionieren. Diskriminierung bringt keine Lösung. Ein verschärfte Diskriminierung, die papierlose Menschen an den Rand drängt, trägt in keiner Weise zu Lösung der Situation der Sans-Papiers bei. Sie führte vielmehr zu einer Eskalation, ohne den Menschen eine würdige Perspektive zu geben. Genf zeigt einen besseren Weg. Die Unia fordert das Parlament auf, diese diskriminierende und kontraproduktive Motion zu verwerfen. Positive Integrationsbemühungen wie das Projekt „Papyrus“ des Kantons Genf zeigen klar die Richtung. Die Integration der Sans-Papiers zum Wohle aller ist im bestehenden gesetzlichen Rahmen möglich und dringend erforderlich.
Unia Schweiz, 6.2.2018.
Unia Schweiz > Sans-Papiers. Sozialversicherungen. Unia Schweiz, 2018-02-06.
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