Gewerkschaftschronik
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03.10.2020 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenberufe
Medien-Mitteilung
Volltext
Frauenberufe aufwerten – jetzt erst recht!
„Frauenarbeit ist essenziell.“ Unter diesem Motto haben 130 Delegierte am 2. und 3. Oktober an der 10. Unia Frauenkonferenz in Luzern teilgenommen. Sie bekräftigten ihre Forderung nach mehr Lohn und flächendeckenden Gesamtarbeitsverträgen in den essenziellen Branchen und sprachen sich gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters aus. Sie nominierten zu Händen des Unia-Kongresses einstimmig Vania Alleva als Unia-Präsidentin sowie Véronique Polito, Renate Schoch und neu Bruna Campanello für die Geschäftsleitung der grössten Gewerkschaft der Schweiz. 130 Frauen sind gestern und heute in Luzern zur zehnten Frauenkonferenz der Unia unter dem Motto „Die Frauen und ihre Arbeit sind essenziell" zusammengekommen. Effektiv arbeiten in den essenziellen Berufen (z.B. Pflege und Verkauf) mehrheitlich Frauen, davon ein Grossteil Migrantinnen. Obwohl gerade die Pandemie gezeigt hat, wie wichtig ihre Arbeit ist, sind ihre Löhne immer noch tief und die Arbeitsbedingungen sehr prekär. Dazu kommt die skandalöse Lohndiskriminierung. Doch Frauen haben – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr verdient! Mit einem Aktionstag am 31. Oktober werden die Unia-Frauen speziell für die essenziellen Branchen mehr Lohn, mehr Personal und mehr Zeit sowie allgemeinverbindliche und flächendeckende GAV fordern. Applaus ist gut, handeln ist besser! Nein zu Frauenrentenalter 65. Der tiefe Lohn in so genannten Frauenberufen schlägt sich auch in tiefen Renten nieder. Es braucht dringend eine Verbesserung bei der AHV – und sicher keine Erhöhung des Frauenrentenalters. In einer Resolution sagen die Unia-Frauen deutlich Nein zur inakzeptablen Erhöhung der Frauenrentenalters, wie es die Bürgerlichen im Rahmen der Reformvorlage «AHV 21» planen, und rufen die Initiative der Gewerkschaften für eine 13. AHV-Rente in Erinnerung. Historisch: Nomination von vier Frauen für Präsidium und GL der Unia. Starke Frauenstrukturen und eine Gewerkschaftspolitik, welche die Anliegen von Frauen ins Zentrum stellt, sind die zentralen Forderungen der Unia-Frauenkonferenz. Der Erfolg gibt ihr Recht: Waren im Jahr 2004 18% der Unia-Mitglieder Frauen, sind es heute schon 26% – Tendenz steigend. Diese Entwicklung wiederspiegelt sich auch in der Geschäftsleitung: Zum ersten Mal in der Geschichte der Unia stellen sich neben Präsidentin Vania Alleva drei Frauen für die Unia-Leitung zur Verfügung. Die Delegierten nominierten einstimmig Unia-Präsidentin Vania Alleva für weitere vier Jahre an die Spitze der Unia. Auch den bisherigen GL-Mitgliedern Véronique Polito und Renate Schoch sowie neu Bruna Campanello (Co-Leiterin Sektor Gewerbe) sprechen sie das Vertrauen für die nächsten vier Jahre aus. Bei sieben Mitgliedern in der Geschäftsleitung würden die Frauen damit erstmals in der Geschichte der Unia die Mehrheit stellen. Die Wahl findet im Juni 2021 am Unia-Kongress in Biel statt. Präsidium der Unia-Frauen neu besetzt. Ursula Mattmann-Alberto präsidierte die Unia-Frauen seit 2005. In den letzten 15 Jahren hat die gelernte Pflegefachkraft die Unia-Frauenstrukturen massgeblich geprägt und die Organisation mit ihrer pointierten Haltung für die Rechte der Arbeitnehmerinnen vorwärtsgebracht. Die Unia dankt Mattmann-Alberto für ihr jahrelanges Engagement für die Gewerkschaft – und begrüsst Eleonora Failla, die in ihre Fusstapfen tritt. Failla ist Erwachsenenbildnerin und Politologin und seit Jahren engagiertes Mitglied der Unia.
Für Rückfragen:
Aude Spang, Gleichstellungssekretärin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 3.10.2020
Unia Schweiz > Frauenberufe. Unia Schweiz, 2020-10-03
02.10.2020 Kuba
Frauen
Granma

Coronavirus
Die US-Blockade ist die schädlichste Form von Gewalt gegen die kubanischen Frauen
Teresa Amarelle Boué, Generalsekretärin des Kubanischen Frauenverbandes (FMC), prangerte am Donnerstag bei den Vereinten Nationen an, dass die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Kuba das Haupthindernis für die Verwirklichung der Rechte der kubanischen Frauen und die schädlichste Form von Gewalt gegen sie darstellt Teresa Amarelle Boué, Generalsekretärin des Kubanischen Frauenverbandes (FMC), prangerte am Donnerstag bei den Vereinten Nationen an, dass die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Kuba, verschärft in Zeiten der Pandemie, aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf das Volk der Insel und insbesondere ihre Frauen das Haupthindernis für die Verwirklichung ihrer Rechte und die schädlichste Form von Gewalt gegen sie darstellt. In ihrer Ansprache in der hochrangigen Tagung der 75. ordentlichen Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die aus Anlass des 25. Jahrestages der Erklärung und der Aktionsplattform von Peking der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Rolle der Frau gewidmet war, wies sie darauf hin, dass die von kubanischen Frauen in allen wirtschaftlichen und sozialen Bereichen gewonnenen Räume Ergebnisse des politischen Willens des Staates und der Regierung Kubas sind, die diese Maßnahmen durch die Anwendung von Gesetzen und Programmen unterstützen. Dabei nimmt die neue Verfassung der Republik einen wichtigen Platz ein und bestätigt das Bekenntnis zum Grundsatz der Gleichheit und Nichtdiskriminierung. Sie erläuterte, dass die kubanische Gesellschaft, ohne perfekt zu sein, ein Beispiel für Inklusion sei: „Wir Kubanerinnen erhalten gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit. Eine fortgeschrittene Arbeitsgesetzgebung garantiert unsere Rechte im staatlichen und nichtstaatlichen Sektor. Wir haben Zugang zu Programmen der sozialen Sicherheit, kommen in den Nutzen kostenloser und qualitativ hochwertiger Bildungs- und Gesundheitsdienste.“ Amarelle Boué argumentierte, dass beispielsweise kubanische Frauen 49% der Beschäftigten im zivilstaatlichen Sektor stellen und mehr als 80% Facharbeiter oder Hochschulabsolventen sind. Sie gab an, dass Frauen die Mehrheit unter den professionellen Richtern und Staatsanwälten darstellen, 53,5 % der Beschäftigten im Wissenschafts-, Innovations- und Technologiesystem und 69,6% im Gesundheitswesen ausmachen. Sie hob hervor, dass kubanische Frauen Teil der medizinischen Brigaden sind, die Dienstleistungen in verschiedenen Regionen der Welt erbringen, und hob die Rolle hervor, die sie im Kampf gegen das neue Coronavirus, insbesondere in den sogenannten roten Zonen, bei der Entwicklung von Behandlungsprotokollen und auch bei der Erforschung von Impfstoffkandidaten gegen die Krankheit spielen. Der Generalsekretärin des FMC versicherte, dass der Plan für wirtschaftliche und soziale Entwicklung bis 2030 und der Prozess der Gesetzesaktualisierung des Landes den Willen Kubas bekräftigen, alle Formen von Diskriminierung und Gewalt zu beseitigen und die volle Gleichheit von Rechten und Chancen zu erreichen, im Einklang mit der Erklärung und der Aktionsplattform von Peking und dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau.
Granma, 2.1o.2020.
Granma > Frauen. Coronavirus. Granma, 2020-10-02
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07.07.2020 Kuba
Frauen
Granma

Frauenarbeit
Volltext
Während auf der Welt die Frauen die grössten Auswirkungen von COVID-19 im Bereich der Arbeit erlitten haben, werden sie in Kuba besonders geschützt. Foto: Ronald Suárez Rivas. In Zeiten der Pandemie hat der Schutz der Beschäftigten in Kuba nicht gelitten. Wenn irgendetwas es Kuba erlaubt, mit gerader Haltung, klarer Stimme und erhobenen Hauptes in jedem internationalen Forum zu sprechen, das die Probleme der Völker erörtert, ist es die spontane Autorität, die ihm die ständige proaktive Arbeit dieser Insel und ihrer Regierung für alles, was soziales Wohlergehen hervorbringt, verleiht. Es ist nicht einmal notwendig, von den schlagenden Beweisen zu sprechen, die als unwiderlegbare Siegel der Revolution die Garantien der kubanischen Bildung und Gesundheit bedeuten, denn um Gerüchte Lügen zu strafen, genügen die jüngsten Erfahrungen, die in diesen Bereichen dank Covid-19 noch klarer zutage getreten sind, vor den Augen der Welt, die dies nicht ignorieren konnte. Wir bestehen jedoch darauf, dass es nicht notwendig ist, denn wenn das Soziale wahrhaft im Zentrum der Regierungsführung steht, sind die Argumente in jedem Bereich, der das Volk betrifft, dicht gesät. Im Zusammenhang mit der Pandemie beispielsweise bestehen nach der Schädigung der globalen Gesundheit die möglicherweise schwerwiegendsten Folgen in den unheilvollen Auswirkungen auf Arbeit und Arbeitsbeziehungen. Es ist bereits bekannt, dass im zweiten Quartal 2020 das Äquivalent von 400 Millionen Vollzeitstellen in der Arbeitszeit verloren gingen, und dies hat eine konkrete Korrelation mit Menschen, die ihre Arbeit …).
Granma, 7.7.2020.
Granma > Frauen. Arbeit. Granma, 2020-07-07.
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01.07.2020 Schweiz
Frauen
SGB
Syndicom

Gesetze
Gleichstellung
Volltext
Das revidierte Gleichstellungsgesetz tritt in Kraft. Frauen müssen faire Löhne bekommen – die Lohnanalysen sind ein erster Schritt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat lange für die Verbesserung des Gleichstellungsgesetzes gekämpft, um die Lohndiskriminierung von Frauen wirksamer bekämpfen zu können. Diesen Mittwoch tritt nun das revidierte Gesetz in Kraft, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die vorgesehenen Lohnanalysen werden für mehr Transparenz sorgen, doch nach wie vor werden Arbeitgeber, die Frauen beim Lohn diskriminieren, nicht sanktioniert. (SGB) Ab heute haben Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitenden ein Jahr lang Zeit, um zu analysieren, ob ihr Lohnsystem Frauen diskriminiert. Sie können die Lohnanalysen mit den Sozialpartnern durchführen, ansonsten müssen sie sie bis 2022 von einer externen Revisionsstelle kontrollieren lassen und dann die Resultate innerhalb eines weiteren Jahres ihren Angestellten mitteilen. Nachdem der sozialpartnerschaftliche Lohngleichheitsdialog gescheitert war, hatte sich der SGB vehement für verbindliche Massnahmen zur Bekämpfung von Lohndiskriminierung eingesetzt. Als Folge davon hat der Bundesrat eine Revision des Gleichstellungsgesetzes anhand genommen, um Unternehmen zur Analyse ihrer Lohnsysteme zu verpflichten. Skandalös ist allerdings, dass Unternehmen für Lohndiskriminierung immer noch nicht geradestehen müssen. Entsprechende Sanktionen bei Nichteinhaltung der Lohngleichheit sind schon in der Vernehmlassung aus dem Entwurf gefallen. (…).
Syndicom, 1.7.2020.
Syndicom > Gleichstellung. Gesetz. Syndicom, 2020-07-01.
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30.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
SGB

Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Neues Gleichstellungsgesetz und Lohngleichheit: Mitarbeitende einbeziehen! Am 1.7.2020 tritt das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Die Unia appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber: Die Unternehmen müssen bei der Überprüfung der Lohngleichheit die Personalkommissionen oder Arbeitnehmendenvertretungen in den Prozess einbeziehen und schliesslich auch die nötigen Korrekturen vornehmen, damit der Verfassungsauftrag von 1981 endlich umgesetzt wird. Lohndiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem. Es betrifft alle Frauen in allen Berufen, in allen beruflichen Stellungen und in jedem Alter. Die Unternehmen in der Schweiz schulden den Frauen rund 10 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie ihnen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit nicht den gleichen Lohn bezahlen wie ihren Kollegen. Frauen verdienen rund 20 Prozent oder im Schnitt 657 Franken pro Monat weniger als Männer. Weil sie Frauen sind. Deshalb sind es auch die Arbeitgeber, die jetzt in der Pflicht stehen! Forderung der Frauen ernst nehmen. Das revidierte Gesetz ist zwar wichtig, aber ungenügend: Es sieht lediglich vor, dass 1% aller Unternehmen eine Lohnanalyse durchführen müssen (Betriebe ab 100 Mitarbeitenden), Sanktionen sind keine vorgesehen und das Gesetz läuft nach 12 Jahren aus. (…).
SGB, 30.6.2020.
SGB > Lohngleichheit. SGB, 2020-06-30.
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29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
VPOD Schweiz

Lohngleichheit
Lohnkontrolle
Volltext
Lohnkontrollen - aber richtig! Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden müssen bis Ende Juni 2021 eine betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse durchführen – auch die öffentlichen Arbeitgeber. Das verlangt die Änderung des Gleichstellungsgesetzes, welche am 1.Juli 2020 in Kraft tritt. Mit den Forderungen des Frauenstreiks hat das nichts zu tun: Das Gesetz ist zahnlos, aber vielleicht lässt sich trotzdem etwas damit erreichen. Die neuen Bestimmungen betreffen 0,9 Prozent der Unternehmen, in denen 46 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Schweiz arbeiten. Die Analyse muss mit einem anerkannten Instrument durchgeführt werden, durch eine unabhängige Stelle überprüft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen über das Ergebnis informiert werden. Das Gesetz hat viele Schwachstellen, gegen welche sich die Gewerkschaften umsonst gewehrt haben: Eine Nichteinhaltung der Lohngleichheit hat keinerlei Sanktionen zur Folge. Die Überprüfung ist nur einmalig vorgesehen und muss nach 4 Jahre nur wiederholt werden, wenn das Ergebnis negativ war. Das Ergebnis muss nur beschränkt offengelegt werden, und die Gültigkeitsdauer des Gesetzes ist auf 12 Jahre beschränkt. Es ist also mehr oder weniger zahnlos. Dennoch können die Gewerkschaften eine gewisse Rolle spielen. (…).

VPOD Schweiz, 29.6.2020.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. Lohnkontrolle. VPOD Schweiz, 2020-0629.
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29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Inkraftsetzung neues Gleichstellungsgesetz. Lohngleichheit: Mitarbeitende einbeziehen! Morgen tritt das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Die Gewerkschaft Unia appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber: Die Unternehmen müssen bei der Überprüfung der Lohngleichheit die Personalkommissionen oder Arbeitnehmendenvertretungen in den Prozess einbeziehen und schliesslich auch die nötigen Korrekturen vornehmen, damit der Verfassungsauftrag von 1981 endlich umgesetzt wird. Lohndiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem. Es betrifft alle Frauen in allen Berufen, in allen beruflichen Stellungen und in jedem Alter. Die Unternehmen in der Schweiz schulden den Frauen rund 10 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie ihnen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit nicht den gleichen Lohn bezahlen wie ihren Kollegen. Frauen verdienen rund 20 Prozent oder im Schnitt 657 Franken pro Monat weniger als Männer. Weil sie Frauen sind. Deshalb sind es auch die Arbeitgeber, die jetzt in der Pflicht stehen! Forderung der Frauen ernst nehmen. Das revidierte Gesetz ist zwar wichtig, aber ungenügend: Es sieht lediglich vor, dass 1% aller Unternehmen eine Lohnanalyse durchführen müssen (Betriebe ab 100 Mitarbeitenden), Sanktionen sind keine vorgesehen und das Gesetz läuft nach 12 Jahren aus. Selbst diese Mini-Revision wäre ohne Druck der 20'000 Menschen, die im September 2018 auf die Strassen gingen, vom Parlament nicht verabschiedet worden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.6.2020.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Gesetz. Unia Schweiz, 2020-06-29.
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14.06.2020 Schweiz
Frauen
Streik
Unia Schweiz

Frauenstreik
Gleichstellung
Volltext
Frauenstreik und violette Woche. Die Schweiz mobilisiert für Gleichstellung. Heute, am 14. Juni, und während der ganzen letzten Woche haben sich die Frauen der Unia mit zahlreichen Aktionen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit eingesetzt! Denn trotz dem überwältigenden Frauenstreik vom letzten Jahr tippelt die Schweiz in Sachen Gleichstellung nur mit kleinsten Schritten vorwärts. Unia fordert deshalb eine generelle Aufwertung aller Frauenlöhne sowie Prämien für diejenigen Frauen, die während der Pandemie an vorderster Front unsere Grundversorgung sicherstellten. Die Frauen haben mehr verdient: Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit. Vor einem Jahr haben die Frauen in der ganzen Schweiz mit der grössten politischen Mobilisierung seit Jahrzehnten ihre Kraft und die Entschiedenheit unter Beweis gestellt. Und doch hat sich seither viel zu wenig getan. Lohndiskriminierung, Doppel- und Dreifachbelastung und Respektlosigkeiten prägen den Alltag der Frauen in der Schweiz. Aus diesem Grund finden heute – am Jahrestag des Frauenstreiks – in der ganzen Schweiz Aktionen statt. Schon im Verlauf dieser Woche, seit Montag, 8. Juni, haben sich die Frauen der Unia mobilisiert. In Neuenburg wurde eine Schandmauer erbaut und anschliessend abgerissen, um das Ende von Sexismus und Diskriminierung zu symbolisieren. In Olten wurde eine Statue in Violett gekleidet. In Delsberg haben die Frauen den Mahnfinger für Gleichstellung erhoben. Anlässlich des Frauenstreikjubiläums publiziert die Unia auch ihr Buch“Die Schweiz bebt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 14.6.2020.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Gleichstellung. Unia Schweiz, 2020-06-14.
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14.06.2020 Schweiz
Frauen
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Fanin Elisabeth
Mara Rikli
Frauenstreik
Interview
Volltext
Frauenstreik: „Klar hat sich etwas bewegt“. Mamablog-Interview mit GBKZ-Vizepräsidentin Elisabeth Fannin. Wenn Frau will, steht die Welt still: Das hat der Frauenstreiktag vor einem Jahr gezeigt. Was das verändert hat und wie sich Corona auf die Forderungen der Frauen auswirkt, sagt Elisabeth Fannin. Heute vor einem Jahr leuchtete die Schweiz in Violett und Lila. Am 14. Juni 2019 gingen alleine in Zürich 160’000 Teilnehmerinnen, schweizweit gar über eine halbe Million Menschen für den Frauenstreiktag auf die Strassen. Sie tanzten und marschierten, hielten Transparente in die Höhe, fuhren Klitoris-Velos und schrien in pinkfarbene Mikrofone. Unterschiedlichste Frauen liefen Hand in Hand, für einmal unabhängig von ihrer Partei, ihren Altersklassen, Religionen und Hautfarben, und machten damit auf Diskriminierung und Gewalt, auf Chancenungleichheiten, finanzielle Benachteiligungen und politische Missstände aufmerksam. Fast alle, die an diesem Tag in den Massen unterwegs waren, erinnern sich mit Gänsehaut und Wehmut an die einmalige Energie und Stimmung zurück. Freundinnen, Arbeitskolleginnen, Schwestern, Mütter und Grossmütter feierten danach gemeinsam und waren voller Hoffnung, ihre Anliegen würden bald umgesetzt.
Heute, ein Jahr später, ist die Euphorie vorbei. Der Corona-Lockdown riss viele der Frauen vorerst in ein anderes Leben, feministische Anliegen mussten hintenanstehen. Elisabeth Fannin, Gewerkschaftssekretärin bei Syndicom und Vizepräsidentin des Zürcher Gewerkschaftsbundes, hat (…).
GBKZ, 14.6.2020.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Personen/Fanin%20Elisabeth.%20Frauenstreik.%20Interview.%20GBKZ,%202020-06-14.pdf
13.06.2020 Schweiz
Frauen
SGB

Frauenstreik
Gleichstellung
Volltext
Ein Jahr Frauenstreik: Forderungen noch lange nicht eingelöst. Gleichstellung von Mann und Frau. Morgen Sonntag 14. Juni jährt sich der historische Frauenstreik 2019. Vor einem Jahr waren mehr als 500'000 Frauen* auf den Strassen, um Lohn, Zeit und Respekt zu fordern. Doch Frauen bekommen immer noch tiefere Löhne und Renten als Männer und übernehmen mehr Betreuungsarbeit. Dies muss dringend korrigiert werden. Während der violetten Woche haben die SGB-Gewerkschaften dies betont und am Jahrestag des Streiks werden die Frauenstreikkomitees schweizweit mit Aktivitäten nachlegen.
Frauen verdienen fast ein Fünftel weniger als Männer. Über die Hälfte der erwerbstätigen Frauen verdient nicht einmal 4000 Franken pro Monat, bei den Männern sind es bloss 16 Prozent. Auch wenn ein Teil dieser Unterschiede durch Faktoren wie Berufswahl, Ausbildungsdauer oder Erwerbspensum erklärt werden kann, gilt: Die Arbeit von Frauen ist gegenüber derjenigen von Männern massiv unterbewertet. Nach einer dreijährigen Lehre verdienen Einsteigerinnen in Frauenberufe wie Coiffeuse oder Kleinkinderbetreuerin zwischen 3'900 und 4'500 Franken, junge Dachdecker oder Maurer verdienen dank GAV 1000 Franken mehr. Dramatische Rentensituation der Frauen. Die Arbeit der Frauen, die sich als zentral für das Funktionieren der Gesellschaft während der Krise erwiesen hat, ist nicht nur schlecht entlöhnt, sie führt auch zu unwürdigen Altersrenten – im Schnitt einen Drittel tiefer. Nur die AHV berücksichtigt nicht bezahlte …).
SGB, Medienmitteilung, 13.6.2020.
SGB > Frauenstreik. Gleichstellung. SGB, 13.6.2020.
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12.06.2020 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Arbeitsmarkt
Coronavirus
Volltext
Frauen & Corona: Als erste entlassen, als letzte wieder eingestellt. Die Krise ist weiblich. Die Rezession, in die wir jetzt rutschen, ist eine „Sie-Rezession“. Denn sie trifft die Frauen zuerst und mehrfach. Die Frauen führten durch die Coronakrise und garantierten die Grundversorgung für alle: Die Verkäuferinnen, die die leergefegten Regale einräumten. Die Pflegerinnen, die mit immer weniger Schutzmasken immer länger durchhielten. Und als die Schulschliessungen kamen, waren es die Mütter, die neben ihrer bezahlten Arbeit den Grossteil des Heimunterrichts stemmten. Jetzt kommt die Rezession. Und es sind weltweit mehrheitlich Frauen, die ihre Jobs verlieren. „Zweitverdienerinnen“-Modell. Die US-Tageszeitung „New York Times“ nennt die aktuelle Wirtschaftslage eine „Shecession“, eine „Sie-Rezession“. Also eine Rezession, die vor allem die Frauen trifft. Und diese ist in den USA schon brutale Realität. Von den 36,5 Millionen Menschen, die innert nur zweier Monate ihre Stellen verloren haben, sind 55 Prozent Frauen. Gastroangestellte, Kosmetikerinnen, Verkäuferinnen – sogar Pflegerinnen und Ärztinnen. Denn: Diese Krise trifft zuerst und am härtesten die Dienstleistungsbranchen. Und dort arbeiten vor allem Frauen. Auch in der Schweiz. Rund zwei Drittel der Detailhandelsangestellten sind weiblich, im Gastgewerbe sind es 56 Prozent. Und auch wenn die Kurzarbeit den Entlassungs-Tsunami (noch) etwas eingedämmt hat, zeigen die Statistiken klar: Die Krise trifft auch hier die typischen „Frauenbranchen“ am stärksten – und die Arbeitenden finanziell hart. Denn: (…).  Patricia D‘Incau.
Work online, 12.6.2020.
Personen > D’Incau Patricia. Frauen- Coronavirus. Work online, 2020-06-12.
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11.06.2020 Schweiz
Frauen
Syndicom

Gleichstellung
Offener Brief
Volltext
Offener Brief. zu den Gleichstellungsforderungen in den Medien. Die Vertreterinnen des Medienfrauenstreiks 2019 gelangen mit dem heutigen Offenen Brief an die Chefredaktionen, Geschäftsführer und Verleger der Schweizer Medien. Sie appellieren an die allzuoft männlichen Entscheidungsträger, mit der Gleichstellung von Frau und Mann in den Medien und in den Redaktionen vorwärtszumachen. Die Mediengewerkschaften Syndicom und SSM unterstützen ihre Anliegen aktiv. Im Offenen Brief werden die Forderungen erneuert: mehr publizistische Macht, Lohngleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Schutz vor Belästigung und das Ende sexistischer Berichterstattung. Unter dem Slogan „More Women, more news“ soll die Diskriminierung von Frauen in der Medienbranche endlich und endgültig gestoppt werden.
Der Offene Brief listet im Anhang fünf Forderungen auf und weist darauf hin, was seit dem Frauenstreik vom 14. Juni 2019 bisher geschah. Die Aktivitäten der Vertreterinnen vom Medienfrauenstreik sind auf journalistinnen.ch und auf Instagram zu verfolgen.
Syndicom, Medienmitteilung, 11.6.2029,
Syndicom. Offener Brief. Frauen. Syndicom, 2020-06-11.
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04.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
Unia Schweiz

Frauenlöhne
Lohnerhöhungen
Volltext
pplaus genügt nicht: Eine „violette Woche“ für Frauenrechte. Frauen haben mehr verdient: Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit! Deshalb wird die Gewerkschaft Unia während einer „violetten Woche“ vom 8. bis am 14. Juni täglich Aktionen in der ganzen Schweiz durchführen. Der 14. Juni 2019 war eine Demonstration der Macht der Frauen und der Entschlossenheit. Zum Jahrestag werden die Unia-Frauen während einer „violetten Woche“ vom 8. bis 14. Juni 2020 jeden Tag in den verschiedenen Regionen der Schweiz Aktionen durchführen, um Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit einzufordern – jetzt erst recht! Die letzten Monate haben deutlich gezeigt: Die Frauen leisten nicht nur doppelte Arbeit im Job und zu Hause, sondern stellen auch die Grundversorgung in Branchen wie der Pflege, dem Detailhandel oder der Logistik sicher. In Krisensituationen stehen sie an vorderster Front, sind aber gleichzeitig skandalös unterbezahlt.
Der Einsatz aller Arbeitnehmerinnen muss belohnt werden: mit mehr Lohn und besseren, verbindlich geregelten Arbeitsbedingungen. Die Unia fordert für alle Frauen: Keine Löhne unter 4000 Franken (x13; 40-Stunden-Woche), Lohnerhöhungen und eine allgemeine Reduktion der Arbeitszeit bei gleichem Lohn. Und in den Branchen der Grundversorgung muss der ausserordentliche Einsatz der Frauen während der Pandemie mit einer “Coronaprämie“ von mindestens 2'000 Franken honoriert werden. Gleichstellungsgesetz ist ungenügend. (…). 
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.6.2020.
Unia Schweiz > Frauen. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2020-06-04.
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02.06.2020 ZH Kanton
Frauen
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Isabelle Lüthi
Coronavirus
Frauenlöhne
Volltext
Diese Löhne waren nie normal. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Mit Tränen in den Augen stand Claudia in der Halbzeit vom Lockdown in meiner Tür: „Die Hausaufgabe von heute ist: Hundeguetzli backen. „Hundeguetzli!“ In diesem Wort steckte so viel Unglauben und Verzweiflung. Claudia konnte nicht mehr. Sie ist alleinerziehende Mutter zweier schulpflichtiger Kinder. Sie arbeitete während der Corona-Zeit weiterhin im 80%-Pensum, von zu Hause aus. Wo sie gleichzeitig die Kinder unterrichten musste. Nicoletta, Reinigerin in einem Hotel, landete verzweifelt bei der Unia. Sie arbeitete Teilzeit und wurde zu Beginn des Lockdowns entlassen. Sie sagt: „Als erstes müssen die Mütter dran glauben, weil sie in kleineren Pensen angestellt sind.“ Die Corona-Situation ist für viele Frauen fatal. (…).
Isabelle Lüth, Unia Zürich-Schaffhausen.
Gbkz, 2.6.2020.
Personen > Luethi Isabelle. Frauenloehne. GBKZ, 2020-06-02.
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01.06.2020 Ostermundigen
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Bettina Friedrich
Christoph Schlatter
Frauen
Volltext
Bettina Fredrich, Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, Ostermundigen. Die gefragte Frau. Es ist Tradition, hier jeweils die Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen vorzustellen. Die Neue, Bettina Fredrich, hat zweimal Zwillinge, ein Legislativamt in der Gemeinde, einen sp· und einen VPOD· Mitgliederausweis. Einstweilen sitzt sie im Ostermundiger Homeoffice. Den Start im neuen Job hat sich Bettina Fredrich leicht anders vorgestellt als so: nach wenigen Monaten weitestgehend ins Horneoffice zu zügeln und den Kontakt mit Team und Anspruchsgruppen vorwiegend per Videokonferenz zu halten. Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF wurde ein halbes Leben lang von Elisabeth Keller betreut, die man auch beim VPOD und aus diesen Spalten gut kennt. Die Nachfolgerin wird natur- und altersgemäss da und dort andere Schwerpunkte setzen. Zu tun gibt es genug, gerade jetzt. Aber das Legislaturprogramm kommt - mit einer gleichfalls frisch zusammengesetzten Kommission - coronabedingt eben etwas langsamer in Fahrt als angedacht. Kein individuelles Problem. Von Haus aus ist Bettina Fredrich Geografin. Schon die junge Wissenschaftlerin fragte vor allem nach den Menschen, nach dem Zusammenspiel von Raum, Politik, Macht und Geschlecht. Ein solch interdisziplinärer Ansatz passt ebenso gut in die Fachstelle Sozialpolitik der Caritas, die Fredrich zuvor geleitet hat, wie in die EKF. Auch das Thema Armut, das bei der Caritas ein zentrales war, wird (...). .
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Bettina Friedrich. VPOD-Magazin, 2020-06-02.
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29.05.2020 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Coronavirus
Frauen
Volltext
Machen Frauen es besser? Führen Frauen in der Corona-Krise besser als Männer? Weil sie umsichtiger regieren? Und so sozialisiert sind, dass sie „ökonomisch, medizinisch und sozial vorausschauender“ sind als Männer? Das fragte kürzlich die britische Tageszeitung „The Guardian“. Und verglich die Zahl der Corona-Toten in verschiedenen Ländern. Und tatsächlich: In den vor¬bildlichsten Ländern mit bisher wenig Corona-Opfern regieren durchs Band Regierungs¬chefinnen. Allen voran Jacinda Ardern, die Premierministerin von Neuseeland. Sie reagierte früh und entschieden auf den Virus. Und wandte sich dann regelmässig mit „Bleiben Sie zu Hause und retten Sie Leben!“-Videobotschaften vom heimischen Sofa aus via Facebook an die Nation. Mahnte zu Vor- und Rücksicht und zur Solidarität. Sie hat sich damit viele Fans geschaffen. Aber auch Dänemark, Island, Taiwan, Norwegen und Finnland sind von Frauen regiert und schneiden bei der Corona-Bewältigung gut ab. Junge Frauen regieren die Länder mit den wenigsten Corona-Toten. America first. Anders die USA und Brasilien. Sie werden von Macho-Grossmäulern und Corona-Lügnern angeführt. Donald Trumps «America first» bewahrheitet sich jetzt ausgerechnet bei den Corona-Todesfällen. Die USA sind tragische Weltspitze, dicht vor Jair Bolsonaros Brasilien. Im grössten lateinamerikanischen Land verbreitet sich inzwischen nicht nur der Virus hemmungslos, sondern auch der Hunger. Wie die work-Reportage aus der grössten Stadt, São Paulo, eindrücklich zeigt. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 29.5.2020.
Personen > Kugn Marie-Josée. Frauen. Coronavirus. Work online, 2020-05-29.
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15.05.2020 Deutschland
DGB
Frauen

Kinderbetreuung
Volltext
Kein Zurück zum „Heimchen am Herd". Corona-Krise als Belastung für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Wenn Kitas und Schulen geschlossen sind, kümmern sich meist die Frauen um die Kinder oder zu pflegende Angehörige. Die Politik muss jetzt dringend gegensteuern, damit sich alte Rollenmuster nicht wieder verfestigen. Hans-Böckler-Stiftung: Erwerbstätige Mütter tragen Hauptlast zusätzlicher Sorgearbeit in Corona-Zeiten Die Coronakrise stellt eine enorme Belastung dar für das Gesundheitswesen, die Volkswirtschaft, den Sozialstaat – und für die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern. Eine aktuelle Studie der Hans-Böckler-Stiftung warnt vor langfristigen Nachteilen. "Die Politik muss jetzt dringend gegensteuern, damit sich alte Rollenmuster nicht wieder verfestigen. Wenn Kitas und Schulen geschlossen sind, kümmern sich meist die Frauen um die Kinder oder zu pflegende Angehörige", sagt DGB-Vize Elke Hannack. "Es kommt jetzt auf die staatlichen Hilfen für alle Eltern an, die in der Corona-Krise wegen der Kinder nicht arbeiten können. Diese Hilfen müssen dringend verlängert und verbessert werden, indem sie von jetzt 67 auf 80 Prozent vom Nettogehalt aufgestockt werden. Solche Hilfen ermöglichen auch, die Betreuung der Kinder partnerschaftlich zwischen Frauen und Männern aufzuteilen." (…).
DGB, 15.5.2020.
DGB > Frauenarbeit. Kinderbetreuung. DGB, 2020-05-15.
Ganzer Text
05.05.2020 Deutschland
DGB
Frauen

DGB
Volltext
Vorstand
Anja Piel tritt Amt an der DGB-Spitze an: „Solidarisch handeln – auch nach der Pandemie“. eute begrüsste der DGB-Bundesvorstand sein neues Mitglied, Anja Piel. Damit übernimmt Piel nach ihrer Wahl im März jetzt formal die Amtsgeschäfte für die Themen Arbeitsmarkt, Soziales, Recht sowie Antirassismus und Migration in der DGB-Spitze. Piel folgt auf Annelie Buntenbach, die 14 Jahre lang Mitglied des geschäftsführenden Bundesvorstands gewesen ist und das Amt aus Altersgründen niedergelegt hat. Vor ihrem Wechsel zum DGB war Piel Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im niedersächsischen Landtag. Zu ihrem Dienstantritt sagte sie am Dienstag in Berlin: „Die Welt nach der Corona-Pandemie wird eine andere sein als bisher. Die Krise hat Wirtschaft und Arbeitsmarkt unter enormen Druck gesetzt. Wir müssen uns daher darauf vorbereiten, im Herbst zahlreiche harte Debatten über soziale Fragen zu führen. Dabei ist klar: Das gegebene Versprechen solidarischen Handelns müssen wir einlösen – denn die Krise wird mit den ersten Lockerungen der Verhaltensregeln nicht vorbei sein. Obwohl sich die Bundesregierung nach viel zu langem Zögern dazu durchgerungen hat, das Kurzarbeitergeld zu erhöhen, bleiben soziale Verwerfungen. Das gilt ganz besonders für die Familien, da muss noch etwas passieren. Gleichzeitig müssen wir die Weiterbildung ausbauen, damit sich die zu erwartende Arbeitslosigkeit nicht verfestigt. Mit einem breiten Investitionsprogramm für die öffentliche Infrastruktur müssen wir die Konjunktur stützen, denn der Umbau unserer Wirtschaft für eine sozial-ökologische Zukunft wartet nicht. (…).
DGB, 6.5.2020.
DGB > Vorstand DGB. Anja Piel. DGB, 2020-05-05.
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22.04.2020 Schweiz
Frauen
Personen
SEV-Zeitung
Vivian Bologna
Karin Taglang
Schwangerschaft
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Mutterschaft und Arbeit: „Es fehlen noch immer 20% des Lohns“. Am 7. Februar fand eine Konferenz zum Thema Mutterschaft und Arbeit statt, organisiert von der Hochschule für Gesundheit Waadt (HESAV) und Unisanté. Ein Rückblick mit der Organisatorin Isabelle Probst, Psychologin und assoziierte Professorin der HESAV (mit Unterstützung von Peggy Krief, Maria-Pia Politis Mercier und Alessia Abderhalden-Zellweger). Kann eine schwangere Frau sich leicht über ihre Rechte vor und nach der Geburt informieren? Isabelle Probst: Nein. Die Schutzbestimmungen über Schwangerschaft und Mutterschaft sind auf verschiedene Gesetze und GAV verteilt. Dieses komplexe System macht es den Arbeitnehmerinnen nicht leicht, sich zu orientieren, ihre Rechte zu kennen und auch zu nutzen. Selbst die Arbeitgeber sind nicht wirklich auf dem Laufenden. Welche Konsequenzen hat eine Schwangerschaft für die Arbeit? Die Ökonomin Melania Rudin vom Büro für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) präsentierte die Resultate einer Studie, die sie 2017 mit rund 3‘000 berufstätigen schwangeren Frauen durchgeführt hatte. Zwar besteht ein Kündigungsschutz während der Schwangerschaft sowie für 16 Wochen nach der Geburt. Trotzdem erhalten 3% der Frauen danach die Kündigung und 10% kündigen selbst, u.a. weil die Arbeitsbedingungen nicht angepasst wurden oder die Arbeitszeiten nicht vereinbar sind. Und wie wirkt sich eine Schwangerschaft auf den Lohn aus? Die Studie vom BASS hat ergeben, dass ein Viertel der Frauen während der …).
Vivian Bologna/.
SEV-Zeitung, 22.4.2020.
Personen > Bologna Vivian. Schwangerschaft. SEV-Zeitung, 2020-04-22.
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21.04.2020 Schweiz
Frauen
Personen
SEV-Zeitung
Chantal Fischer
Christine Goll
Frauenarbeit
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„Kinder sind nicht der Grund für Altersarmut“. Die Erwerbstätigkeit der Frauen unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von jener der Männer. Zum Thema Teilzeitarbeit existieren viele Meinungen und Halbwahrheiten. Der SEV will es genauer wissen und konfrontiert eine Expertin mit zehn Behauptungen. Christine Goll, ehemalige Politikerin und Institutsleiterin von Movendo, wird an der Bildungstagung „Teilzeitfalle – Nutzen oder Fluch?“ der SEV-Frauen im November ein Impulsreferat halten. Aussage 1: Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern gibt es nicht, Frauen „verkaufen“ sich einfach schlechter. Christine Goll: Trotz Bundesverfassung und Gleichstellungsgesetz ist die Lohngleichheit immer noch nicht Realität. Frauen verdienen für ihre Erwerbstätigkeit rund 20 Prozent weniger als Männer. Die Hälfte dieses Unterschieds ist reine Lohndiskriminierung. Das führt dazu, dass sie im Tieflohnbereich übervertreten sind: 63 Prozent der Stellen mit einem Lohn unter 4‘000 Franken sind von Frauen besetzt. Bei den hohen Salären sind Frauen massiv untervertreten: Bei den Stellen mit Löhnen über 16‘000 Franken beträgt der Frauenanteil gerade mal 18 Prozent. Aber auch ein selbstsicheres Auftreten bei Stellenbewerbungen, Lohnverhandlungen und Mitarbeitenden-Gesprächen, wenn es um berufliche Entwicklungsmöglichkeiten und Aufstiegschancen geht, ist von zentraler Bedeutung. Der Lohnrechner des SGB hilft, damit Frauen sich nicht unter ihrem Wert «verkaufen». Und das gewerkschaftliche Bildungsinstitut Movendo bietet Gratiskurse mit Selbstsicherheitstrainings für Frauen an. 2. In den letzten Jahren hat sich Teilzeitarbeit (…). Chantal Fischer.
SEV Zeitung, 21.4.2020.
Personen > Fischer Chantal. Frauenarbeit. Interview. SEV-Zeitung, 2020-04-21.
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07.04.2020 Kuba
Frauen
Granma
Personen
Fidel Castro
Frauen
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Vilma oder das notwendige Beispiel. Vilmas Beispiel ist heute notwendiger denn je. Sie widmete ihr ganzes Leben dem Kampf für die Frauen, als in Kuba die meisten von ihnen als Mensch diskriminiert wurden, wie im Rest der Welt, mit ehrenwerten revolutionären Ausnahmen. Vilmas Beispiel ist heute notwendiger denn je. Sie widmete ihr ganzes Leben dem Kampf für die Frauen, als in Kuba die meisten von ihnen als Mensch diskriminiert wurden, wie im Rest der Welt, mit ehrenwerten revolutionären Ausnahmen. (…). In unserem Land sind die Frauen aus einer der schrecklichsten Gesellschaftsformen hervorgegangen, der einer Yankee-Neokolonie unter der Ägide des Imperialismus und seines Systems, in dem alles, was der Mensch schaffen kann, in Waren verwandelt wurde. (…). Die kubanischen Frauen arbeiteten im häuslichen Dienst oder in Luxusgeschäften und bürgerlichen Bars, wofür sie überdies nach ihrem Körper und ihrer Figur ausgewählt wurden. Die Fabriken wiesen ihnen die einfachsten, sich wiederholenden und am schlechtesten bezahlten Jobs zu. (...) Bei vielen Aktivitäten war die Anwesenheit von Frauen nicht einmal vorstellbar. Ich bin seit fast einem halben Jahrhundert Zeuge von Vilmas Kämpfen. Ich vergesse sie nicht bei den Treffen der Bewegung des 26. Juli in der Sierra Maestra. Schliesslich wurde sie von seiner Führung zu einer wichtigen Mission an die Zweite Ostfront entsandt. Vilma liess sich von keiner Gefahr erschüttern. (…).
Fidel Castro.
Granma, 7.4.2020.
Personen > Castro Fidel. Frauen. Vilma. Granma, 2020-04-07.
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05.03.2020 Schweiz
Frauen
Travail.Suisse

8. März
Frauentag
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8. März - Unser Kampf für die Rechte der Frauen. Auch 2020 wird sich Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, mit Nachdruck für die Interessen der erwerbstätigen Frauen einsetzen. Aus Anlass des internationalen Tags der Frau vom 8. März macht Travail.Suisse auf drei Schwerpunkte aufmerksam, welche das Jahr prägen werden: den Einsatz zugunsten der Lohngleichheit, die Kampagne zugunsten des Vaterschaftsurlaubs und den Kampf gegen die Diskriminierung der Mütter am Arbeitsplatz. Ab dem 1. Juli dieses Jahres werden mehr als 5‘400 Unternehmen mit 100 oder mehr Beschäftigten verpflichtet, die Einhaltung der Lohngleichheit zu überprüfen. Leider entspricht dies nur 0,9% aller Unternehmen in der Schweiz. Die Mini-Revision des Gleichstellungsgesetzes tritt diesen Sommer in Kraft. Die Mehrheit des Parlaments lehnte staatlichen Kontrollmechanismen oder Sanktionen bei Verstössen ab. Zudem beschränkte sie den Geltungsbereich der Revision auf Unternehmen mit mehr als 100 Angestellten, obwohl die obligatorische Selbstkontrolle problemlos auch Unternehmen ab 50 Beschäftigten hätte auferlegt werden können. Die Revision hätte dann mehr als 12.000 Unternehmen erreicht. Angesichts dieser Ausgangslage hat Travail.Suisse entschieden, die Aufschaltung einer Website mit dem Namen www.respect8-3.ch vorzubereiten. Ab dem 1. Juli können sich auf dieser Seite Unternehmen mit 50 oder mehr Beschäftigten registrieren lassen, wenn sie auch ohne gesetzliche Verpflichtung die Lohngleichheit in ihrem Betrieb überprüfen lassen. Sie können so ihr konkretes Engagement zur Lohngleichheit (…).
Travail.Suisse, 5.3.2020.
Travail.Suisse > Frauentag 8.3.2020. Travail.Suisse, 2020--03-05.
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01.03.2020 Schweiz
Frauen
Frauentag
Personen
Christine Flitner
8. März
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Am 8. März ist internationaler Frauentag. Mehr Wertschätzung? Mehr Geld! Der 8. März gibt auch dieses Jahr wieder Gelegenheit, den weiblichen Beitrag zur bezahlten und zur unbezahlten Arbeit zu thematisieren. Auch wenn dann Sonntag ist: Wertschätzung darf sich nicht in schönen Sonntagsreden erschöpfen. Der 8. März fällt in diesem Jahr auf einen Sonntag. Es liegt also nahe, die viele Sonntagsarbeit in den Vordergrund zu rücken, die jahrein, jahraus von Frauen geleistet wird. Im Gesundheitsbereich, in Spitälern und Pflegeheimen, ist der Sonntag für das Personal ein Arbeitstag wie jeder andere, und nicht zuletzt im Langzeitbereich arbeiten viele Frauen unter anstrengenden und teilweise prekären Bedingungen. Frauenwelt Pflegeheim. Der Gesundheitsbereich steht seit vielen Jahren unter Druck, und die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Beschäftigte in Gesundheitsberufen einem erhöhten Burn-out-Risiko ausgesetzt sind. zur emotionalen Belastung durch die Arbeit kommen wachsender Kostendruck, Personalabbau. neue Technologien und das Anwachsen des administrativen Aufwands, Alles Dinge, welche die Arbeit erschweren, Das hat auch die VPOD- Umfrage zur Arbeitszufriedenheit der Mitglieder gezeigt: Über 70 Prozent der Angestellten im Gesundheitsbereich haben angegeben, dass sie nicht genügend Zeit für den eigentlichen Inhalt ihrer Arbeit haben, Und ebenso viele berichten, dass die psychische Belastung in den letzten Jahren zugenommen hat Nicht nur die Spitäler, auch die Pflege und Betreuung im Alter stehen unter grossem . Druck. (…).  Christine Fiitner.
VPOD-Magazin, 1.3.2020.
Personen > Flittner Christine. Frauentag. VPOD-Magszin, 2020-03-01.
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12.02.2020 Schweiz
Frauen
Syndicom

Sexuelle Belästigung
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Frauenrechte am Arbeitsplatz. Sexuelle Gewalt hat viele Gesichter. Und alle sind hässlich. Kurz vor dem 8. März, dem internationalen Tag der Frau, organisiert die Frauenkommission von Syndicom einen Anlass, an dem wir uns genauer anschauen, welche Formen sexuelle Belästigung haben kann und welche rechtlichen Bestimmungen es dazu gibt. 18.00 Uhr, „Sexuelle Gewalt am Arbeitsplatz“, mit Expertin Claudia Stam, lic. phil ., Psychologin der Fachstelle Mobbing und Belästigung Schweiz Organisiert von der IG Frauen Syndicom. Anschliessend um 19.30 Uhr, Podium „Grundrechte für Frauen am Arbeitsplatz und in der Arbeitswelt“, mit Tamara Funiciello, Nationalrätin; Annemarie Sancar, Sozialanthropologin; Daniela Karst, Frauenblock gegen Gewalt, organisiert von der Marche mondiale des femmes Bern mmf. Anschliessend werden wir bei einem gemeinsamen Apéro, das die Marche mondiale offeriert, Zeit haben, uns gegenseitig auszutauschen und kennen zu lernen. Wir freuen uns auf euch! (…).
Syndicom, 12.2.2020.
Syndicom > Frauen. Sexuelle Belaestigung. Syndicom, 2020-02-12.
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30.01.2020 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Nationalrat
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Gleichstellung von Mann und Frau. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats will bei der Bekämpfung der Lohndiskriminierung für mehr Transparenz sorgen. Es ist erfreulich, dass die Kommissionsmehrheit den Nachbesserungsbedarf beim revidierten Gleichstellungsgesetz sieht, doch bleibt das Gesetz mangelhaft – auch weil der Kommission der Mut für substanzielle Verbesserungen fehlt. Die Schweiz bekommt im Sommer 2020 ein revidiertes Gleichstellungsgesetz (GlG), um besser gegen Lohndiskriminierung vorgehen zu können. Doch dieses ist schwach, sehr schwach – unter anderem, weil sich die bürgerliche Parlamentsmehrheit in der letzten Legislatur mit Händen und Füssen gegen jegliche Verbesserungen gewehrt hat. So sind gemäss revidiertem GlG nur Unternehmen ab 100 Mitarbeitenden verpflichtet, ihre Löhne auf Diskriminierungen zu analysieren, und auch Sanktionen sucht man im Gesetz vergeblich. Ganz zu schweigen vom Ablaufdatum Juni 2032, das dem Gesetz verpasst wurde. In der neuen Legislatur zeigt zumindest die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) etwas mehr Einsehen. Zwar hat sie drei Parlamentarische und eine Standesinitiative für weitere Verbesserungen allesamt abgelehnt (auch die Wahlen haben dem Parlament den altväterlichen Groove nicht ganz austreiben können): Weder will die Kommission die Schwelle für die Analysepflicht auf 50 Mitarbeitende senken, noch sollen Sanktionen oder eine schwarze Liste für säumige Unternehmen eingeführt werden. Auch den Kantonen will die WBK-N nicht mehr Kompetenzen (…).  Regula Bühlmann.
SGB, 30.1.2020.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/B%C3%BChlmann%20Regula/Buehlmann%20Regula.%20Gleichstellung.%20Nationalrat.%20SGB,%202020-01-30.pdf
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