Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > Frauen
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 746

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
14.06.2021 Schweiz
Frauen
Löhne
SGB

Frauenlöhne
SGB
Volltext
Respekt! Mehr Lohn, mehr Rente. Steigende Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, andauernde Diskriminierungen und die skandalöse Frauenrentenlücke: Zwei Jahre nach dem historischen Frauenstreik sind wir von einer echten Gleichstellung noch weit entfernt. Und mit AHV 21 plant das Parlament sogar einen Rückschritt und will eine Rentenreform auf Kosten der Frauen durchdrücken. Deshalb gehen am 14. Juni auch die Gewerkschafterinnen wieder auf die Strasse. An über 40 Protestaktionen, Kundgebung und Demos fordern die Frauen: Respekt! Mit besseren Löhnen und besseren Renten. Frauenrentenlücke. Die tieferen Löhne, Teilzeitpensen und unbezahlte Arbeit führen zur skandalös schlechten Rentensituation der Frauen – Frauen haben rund ein Drittel weniger Rente als Männer. Geht alles so weiter wie bisher, schliesst sich diese Lücke erst in 80 Jahren. Die Ren-tenlücke spiegelt die ungleiche Verteilung der Erwerbschancen der Frauen. Und solange wir in der Altersvorsorge nichts ändern, führt die typi-sche Erwerbskarriere der Frauen auch in Zukunft zu unwürdig tiefen Renten. Viele Frauen erreichen deshalb nach der Pensionierung kaum je finanzielle Unabhängigkeit, ihre tiefen Renten reichen nicht zum Leben. Trotzdem richtet sich die Rentenreform AHV 21 gegen die Frauen. Die Erhöhung des Frauenrenten-alters wird deshalb auf erbitterten Wi-derstand stossen. „So nicht“: Die Bekämpfung dieser Rentenreform auf Kosten der Frauen steht im Mittelpunkt vieler Mobilisierungen an diesem 14. Juni. Tiefere Löhne und Diskriminierung In Branchen und Berufen mit hohem Frauenanteil sind die Löhne am tiefsten: Frauen müssen doppelt so häufig mit einem Tieflohn durchkommen wie Männer. Die Corona-Pandemie hat sehr deutlich gezeigt, dass die Arbeit von Frauen weder angemessen anerkannt noch korrekt entlöhnt wird. Viele Frauen arbeiten unter- oder unbezahlt: Um Kinder oder kranke Angehörige zu betreuen, verzichten sie auf Erwerbseinkommen. Und Frauen, die diese Arbeit beruflich in Kitas, Spitälern oder Pflegeheimen verrichten, leiden unter tiefen Löhnen und schwierigen Arbeitsbedingungen. Das macht es umso unerträglicher, dass die Lohndiskriminierung zwischen 2014 und 2018 gestiegen ist, obschon die Frauen in dieser Zeit in der Bildung weiter aufgeholt haben. Auf diesen grösser werdenden Missstand werden gewerkschaftliche Aktionen um 15.19 Uhr an vielen Orten hinweisen. Ab dieser Zeit werden Frauen nicht mehr bezahlt – 5 Minuten früher als noch 2019. Der Kampf gegen Ungleichheit ist daher aktueller denn je. Mit über 40 dezentralen Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen fordern Frauen im ganzen Land konkrete und schnelle Schritte für mehr Gleichstellung. Eine Übersicht der geplanten Aktionen ist auf www.14juni.ch zusammengestellt.
Auskünfte: Regula Bühlmann, Zentralsekretärin SGB, zuständig für Gleichstellung
Urban Hodel, Co-Leiter Kommunikation SGB
SGB, Medienmitteilung. SGB, 14.6.2021.
SGB > Frauen. Löhne. SGB, 2021-06-14
Ganzer Text
18.03.2021 Schweiz
Frauen
ILO
SGB

Frauen
Gewalt
Sexuelle Belästigung
Volltext
Gewalt am Arbeitsplatz. Schweiz muss ILO-Konvention rasch ratifizieren. Heute steht im Ständerat die Ratifikation der ILO-Konvention gegen Gewalt und sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zur Diskussion. Die Unia fordert den Bundesrat auf, die Konvention, die von Gewerkschafterinnen weltweit vorbereitet wurde, rasch zu ratifizieren, um auch in der Schweiz sexueller Belästigung und Diskriminierung in der Arbeitswelt den Riegel zu schieben. Die Internationale Arbeitsorganisation hat zu ihrem hundertsten Geburtstag im Jahr 2019 das Übereinkommen über die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt verabschiedet. Dies geschah massgeblich auf Druck von Gewerkschafterinnen weltweit. Gewalt gegen Frauen: Trotz Gesetzen weit verbreitet. Gewalt, sexuelle Belästigung, Mobbing und Diskriminierung sind in der Arbeitswelt weltweit verbreitet. Auch in der Schweiz – obwohl gesetzliche Regelungen existieren, die das verbieten. Die Konvention der internationalen Arbeitsorganisation schliesst hier an; sie ist der erste ausformulierte globale Standard, der darauf abzielt, Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt zu beseitigen. Die Ratifizierung der Konvention gibt Gewerkschaften, Arbeitgebern und Betriebskommissionen einen wichtigen Impuls, sich der Thematik anzunehmen und Massnahmen auf betrieblicher Ebene voranzubringen. Gleichstellung fördern – Sexismus bekämpfen. Die Gewerkschaft Unia begrüsst, dass der Bundesrat 2021 eine Nationale Strategie für die Gleichstellung von Frauen und Männern verabschieden will, bei der die Förderung der Gleichstellung im Erwerbsleben und die Bekämpfung von Gewalt und Sexismus Themenschwerpunkte bilden werden. Für die Unia ist klar, dass gerade in Zeiten der Corona-Pandemie der Schutz gegen Gewalt an Frauen am Arbeitsplatz mehr denn je gestärkt werden muss.
Für Rückfragen: Aude Spang, nationale Gleichstellungssekretärin Unia und Leena Schmitter, Mediensprecherin Uni
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 18.3.2021
Unia Schweiz > ILO. Sexuelle Belästigung. Unia Schweiz, 2021-03-18.
Ganzer Text
16.03.2021 Schweiz
AHV
Frauen
SGB

AHV-Renten
Frauen
Volltext
AHV-Reform auf Kosten der Frauen. Der Ständerat nimmt seine Verantwortung nicht wahr. Die vom Ständerat beschlossenen Änderungen der AHV sind respektlos. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hat bereits gezeigt, dass Frauen durch die Rentenaltererhöhung mit AHV 21 rund 1^‘200 Franken pro Jahr verlieren. Obwohl die Renten der Frauen bereits heute mindestens einen Drittel tiefer sind als jene der Männer. In etwas mehr als einer Woche haben über 300'000 Frauen und Menschen einen öffentlichen Appell gegen diese Reform auf dem Buckel der Frauen unterzeichnet und dem Ständerat übergeben. Doch der Ständerat ignoriert die Realität der Frauen weiter. Der Ständerat hat heute beschlossen, den Gesamtbetrag der Kompensationen für die Übergangsgeneration von neun Frauenjahrgängen von 712 auf 430 Millionen jährlich weiter zu unterbieten. Diese weitere Senkung der Kompensationen ist ein Zeichen von Ignoranz. Die vorgeschlagenen Rentenzuschläge können die Rentenlücke der Frauen der Übergangsgeneration bei weitem nicht schliessen. Flexibilisierung: Frauen werden doppelt bestraft. Auch die Flexibilisierung des Renteneintritts soll nach Ansicht des Ständerats gekappt werden. Anstatt wie vom Bundesrat vorgeschlagen bereits ab Alter 62 soll ein Vorbezug erst ab 63 möglich sein. Obwohl der bundesrätliche Vorschlag breite Unterstützung geniesst und mittelfristig kostenneutral ist. Und auch hier sollen vorab die Frauen bezahlen. Denn wird die Flexibilisierung erst ab Alter 63 eingeführt, ändert sich dadurch für die Männer nichts. Die Frauen werden hingegen doppelt bestraft. Nicht nur wird ihr Rentenalter erhöht. Zusätzlich können sie im Vergleich zum Status quo nur noch ein Jahr im Voraus die AHV-Rente vorbeziehen. Renten müssen zum Leben reichen. Für den SGB ist klar: wer ein Leben lang gearbeitet hat, verdient eine gute Rente. Wer die AHV reformiert, muss deshalb die realen Rentenprobleme berücksichtigen. Die Lösung dazu ist einfach: wir brauchen eine Stärkung der AHV, keinen Abbau. Gerade um den Rentenrückstand der Frauen zu beseitigen. Der Ständerat wird mit seiner Kürzestauseinandersetzung zur AHV dieser Verantwortung nicht gerecht. Mit den heutigen Entscheiden versucht der Ständerat das genaue Gegenteil: eine Reform ohne Rückhalt der Frauen. Diese Unterschätzung der Frauenbewegung wird AHV21 blockieren. Der SGB wird alles daran setzen, dass der Nationalrat die Vorlage massgeblich korrigiert.
Auskünfte:
Gabriela Medici, Zentralsekretärin SGB
Benoît Gaillard, Co-Leiter Kommunikation SGB
SGB, Medienmitteilung, 15.3.2021
SGB > AHV. Frauenrenten. SGB, 2021-03-15
Ganzer Text
15.03.2021 Schweiz
AHV
Frauen
SGB

AHV-Renten
Frauen
Petition
Volltext
314’187-mal: Hände weg von den Frauenrenten! Kurz vor der Debatte im Parlament wurden dem Ständerat heute 314’187 Unterschriften gegen eine AHV-Abbauvorlage auf dem Buckel der Frauen übe+reicht. Die vorgeschlagene Rentenverschlechterung für die Frauen hat eine Welle der Empörung ausgelöst. In so kurzer Zeit wurden in der Schweiz noch nie so viele Unterschriften online unterzeichnet. Die Botschaft ist klar: Eine AHV-Reform, welche die Lebensrealität der Frauen ignoriert, ist chancenlos. Die Renten der Frauen sind noch immer über einen Drittel tiefer, als jene der Männer. Die Frauenrenten müssen deshalb steigen, und nicht sinken. Im Alter von der AHV leben können: dieses Versprechen wird für viele Frauen weiterhin nicht eingelöst. Deshalb war die schlechte und ungleiche Rentenabsicherung auch ein zentrales Anliegen des Frauenstreiks 2019. Doch anstatt dafür zu sorgen, dies endlich zu erreichen, schlägt die Kommission mit der Reform AHV 21 genau das Gegenteil vor: eine Abbauvorlage auf dem Buckel der Frauen. Die Rentensituation der Frauen ist grosses Problem. Im offenen Brief fordern Hunderttausende UnterzeichnerInnen den Ständerat deshalb dazu auf, die Verschlechterungen in der AHV21-Vorlage rückgängig zu machen, und stattdessen den Frauen endlich eine bessere Rentenabsicherung im Alter zu garantieren. Dazu braucht es eine Reform, welche die AHV-Renten nicht einzig für die Ehepaare verbessert. Denn die Verfassung verspricht auch den Frauen seit fast 50 Jahren, dass die AHV den Lebensbedarf von allen angemessen deckt. An der Übergabe der Unterschriften an den Ständerat, der die AHV-Reform heute behandelt, erinnert Vania Alleva, Präsidentin der Gewerkschaft Unia deshalb daran: «Wer sein ganzes Leben lang gearbeitet hat, verdient eine Rente, die zum Leben reicht. Das gilt auch für Frauen, das ist heute noch nicht der Fall!» SP Co-Präsidentin Mattea Meyer betonte, «Altersarmut ist oft weiblich. Es braucht jetzt höhere AHV-Renten und sicher keinen Rentenabbau». VPOD-Zentralsekretärin Michela Bovolenta bringt den Ärger der Frauen auf den Punkt: «Das Parlament muss uns endlich zuhören und für mehr Gleichstellung auch im Alter sorgen, statt einen Abbau auf Kosten der Frauen zu planen. Die Frauenrenten gehören erhöht, nicht das Frauenrentenalter!» Schliesslich betont Lisa Mazzone, Grüne Ständerätin: „Die Rufe der Frauen wurden bis jetzt in der Politik überhört. Doch dieses starke Zeichen darf nicht mehr ignoriert werden. Ohne die Frauen macht man keine Reform“. Link zum Appell: www.frauenrenten.ch
Auskünfte:
Gabriela Medici, Zentralsekretärin SGB
Urban Hodel, Co-Leiter Kommunikation SGB
SGB, Medienmitteilung, 15.3.2021
SGB > Frauen. AHV-Rente. SGB, 2021-03-15.
Ganzer Text
12.03.2021 Schweiz
AHV
Frauen
SGB

AHV
AHV-Renten
Frauen
Volltext
AHV 21: Hände weg von den Frauenrenten. 314’187 Unterschriften an den Ständerat. Sehr geehrte Medienschaffende, Gerne laden wir Sie ein zur Übergabe des Appells „Hände weg von den Frauenrenten“ mit über 300’000 Unterschritten gegen die AHV 21 an den Ständerat. Am Tag der Debatte über die AHV 21 überreichen die Erstunterzeichnerinnen den dringenden Appell „Hände weg von den Frauenrenten“. Nach den Entscheiden der SGK-S ging ein Ruck durch das Land. In weniger als einer Woche haben über 300'000 Menschen den dringenden Appell gegen die Erhöhung des Frauenrentenalters und die damit verbundene Kürzung der AHV-Renten der Frauen unterschrieben. In so kurzer Zeit wurden in der Schweiz noch nie so viele Unterschriften online gesammelt. Mit diesem deutlichen Zeichen wird dem Ständerat die rote Karte gezeigt: Eine AHV-Reform, welche die Lebensrealitäten der Frauen ignoriert, hat keine Chance. Die Übergabe und die Ansprachen finden statt am Montag, 15. März 2021 um 11 Uhr auf der Bundeshausterrasse (Hintereingang Bundeskanzlei), Bern. An der Übergabe nehmen die Erstunterzeichnerinnen teil. Es sprechen vor Ort:
Vania Alleva, Präsidentin Unia
Mattea Meyer, Nationalrätin, Co-Präsidentin SP Schweiz
Michela Bovolenta, VPOD-Zentralsekretärin
Lisa Mazzone, Ständerätin, Grüne Schweiz
Der Link zum Appell lautet: https://appell.frauenrenten.ch
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme.
Auskünfte:
Gabriela Medici, stv. Sekretariatsleiterin SGB
Urban Hodel, Co-Leiter Kommunikation SGB
SGB, 12.3.2021.
SGB > Frauen. AHV. Ständerat. SGB, 2021-03-12.
Ganzer Text
08.03.2021 Schweiz
Frauen
Frauentag
SGB

8. März
SGB
Volltext
8. März: internationaler Frauenkampftag – jetzt erst recht. Der diesjährige Weltfrauentag ist speziell: Physische Treffen sind nur eingeschränkt möglich, an grosse Mobilisierungen ist gar nicht zu denken. Doch der Kampfgeist der Gewerkschaftsfrauen ist nach einem Jahr Corona grösser denn je. Deshalb bietet der SGB zusammen mit dem gewerkschaftlichen Bildungsinstitut Movendo ab dem 8. März eine feministische Kurswoche an – um bereit zu sein für die Zeit, in der Mobilisierungen draussen wieder möglich sind. Am 8. März 2020 kamen die Frauen noch auf Strassen und Plätzen zusammen, um gemeinsam den internationalen Tag der Frau zu begehen. Kurze Zeit später mussten sie versuchen, im Homeoffice Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Oder sie riskierten ihre Gesundheit, während sie schlecht geschützt im Tieflohnbereich die Gesellschaft am Laufen hielten, sei es als Lebensmittelverkäuferinnen, als Kinderbetreuerinnen oder in Gesundheitsberufen. Kitas mussten zwar offen bleiben, doch mehr finanzielle Unterstützung für den Betrieb unter sehr schwierigen Bedingungen sprach die Politik erst auf Druck der vom SGB gegründeten Koalition Kinderbetreuung. Corona hat deutlich gezeigt: Die bürgerliche Schweizer Politik tut sich schwer, die unentbehrliche Arbeit, die Frauen unbezahlt oder schlecht bezahlt leisten, anzuerkennen. Statt längst fällige Lohnerhöhungen für die Frauen in systemrelevanten Berufen gab es Applaus vom Balkon und allenfalls noch einen Kugelschreiber oder 100 Franken Einmalprämie als Dank für den Einsatz in der Pandemiebekämpfung. Doch Frauen wollen Löhne, die ihrer Verantwortung und der Belastung durch ihre Arbeit entsprechen. Sie wollen faire Arbeitsbedingungen und Rahmenbedingungen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familienarbeit ermöglichen, ohne dass dabei die eigene Gesundheit auf der Strecke bleibt. Dafür kämpfen die Gewerkschaften am 8. März – und an allen anderen Tagen. Dieser Kampf kann zurzeit nicht draussen stattfinden. Deshalb bieten der SGB und das gewerkschaftliche Bildungsinstitut Movendo ab dem 8. März mit einer feministischen Kurswoche einen virtuellen Raum an, in dem sich Frauen* zu den Themen Altersvorsorge, Arbeit, Auswirkungen von Covid 19 auf Frauen, sexualisierte Gewalt und starke Vorbilder in der Gewerkschafsarbeit informieren und austauschen können. Damit sie diese Themen auf die Strasse tragen können, wenn Mobilisierungen wieder möglich sind. Das Kursangebot findet sich unter www.movendo-digital.ch/frauen
Auskünfte:
Regula Bühlmann, Zentralsekretärin SGB zuständig für Gleichstellung,
Urban Hodel, Co-Leiter Kommunikation SGB
SGB, Medienmitteilung, 8.3.2021.
SGB > Frauentag 2021. SGB, 2021-03-08
Gabzer Text
08.03.2021 Schweiz
Frauen
Frauentag
Unia Schweiz

8. März
Unia Schweiz
Volltext
Internationaler Frauenkampftag. Bürgerlicher Pandemiepolitik den Riegel schieben: Feminismus notwendiger denn je! Die Corona-Krise trifft Frauen besonders hart. Während sie weiterhin den Grossteil der unbezahlten Arbeit zu Hause erledigen, sind sie gleichzeitig an vorderster Front in den essentiellen Berufen tätig. Anerkennung? Fehlanzeige! Mehr denn je ist es an der Zeit, die essentiellen Frauenberufe aufzuwerten und dem bürgerlichen Angriff auf die Frauenrechte den Riegel zu schieben. 8. März: Internationaler Frauentag – doch von Wertschätzung der Frauen weit gefehlt. Bürgerliche Parlamentarier*innen betreiben Pandemiepolitik auf Kosten der Frauen: mit den Bestrebungen nach liberalisierten Ladenöffnungszeiten und höherem Frauenrentenalter. Damit greifen sie die heute schon prekären Arbeits- und Lebensrealitäten der Frauen frontal an. Sie sagen Nein zu 100% Kurzarbeitsentschädigung und treten damit gegen jene, die schon in regulären Zeiten tiefe Löhne haben und schauen müssen, wie sie über die Runde kommen – insbesondere Frauen und Migrant*innen. Feministisch aktiv – trotz Pandemie. Trotz Pandemie sind die Unia-Frauen auch dieses Jahr aktivistisch unterwegs – coronakonform, versteht sich: In Neuenburg wird gemeinsam mit dem Frauenstreikkollektiv ein Gleichstellungsschaufenster eingeweiht, in Luzern für Frauenrechte demonstriert und in der ganzen Schweiz gegen noch mehr Sonntagsarbeit mobilisiert. Ausserdem sammelt die Unia für die Initiative AHVx13. Denn eine 13. AHV-Rente kommt zwar allen, aber insbesondere Frauen zugute. Darüber hinaus haben die Gewerkschaften eine feministische Online-Kurswoche organisiert. 14. Juni: Der Countdown läuft!. 30 Jahre nach dem ersten Frauenstreik – zwei Jahre nach dem fulminanten Frauenstreik von 2019 wird die Unia auch dieses Jahr am 14. Juni wieder auf der Strasse sein. Denn gerade das letzte Jahr hat klar gemacht, dass ohne Feminismus nichts geht! Im Januar haben rund 500 Feminist*innen, darunter auch Unia-Vertreterinnen, an einem online-Treffen einen Frauenstreik- und aktionstag beschlossen. Schliesslich gilt es, die Angriffe auf Frauenrechte abzuwehren und Ungleichheiten zu beenden!
Für Rückfragen:
Aude Spang, nationale Gleichstellungssekretärin Unia
Leena Schmitter, Mediensprecherin Uni
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 8.3.2021.
Unia Schweiz > Frauentag 2021. Unia Schweiz, 2021.03-08
Ganzer Text
07.03.2021 BE Kanton
Abstimmungen Bern
Frauen
Unia BE Kanton

Abstimmung
Ladenöffnungszeiten
Sonntagsarbeit
Volltext
Die Unia Bern hatte das Referendum gegen mehr Sonntagsarbeit ergriffen – mit Erfolg! Die Stimmberechtigten des Kantons Bern haben heute entschieden: Zwei Sonntagsverkäufe sind genug. Das ist ein klares Stoppsignal gegenüber den Bestrebungen der Bürgerlichen, die Sonntagsarbeit schweizweit zu liberalisieren. Die Unia verlangt vom Nationalrat, auch diesen Entscheid ernst zu nehmen und den Antrag Noser zu zwölf Tagen Sonntagsarbeit abzulehnen – so, wie es auch der Ständerat letzten Donnerstag auch gemacht hat. Während mehreren Monaten hat sich das Verkaufspersonal gemeinsam mit der Unia gegen die Ausdehnung der Öffnungszeiten eingesetzt. Der Einsatz hat sich gelohnt! Der Kanton Bern macht mit dem Nein zu vier Tagen Sonntagsarbeit eine klare Ansage: Die Stimmberechtigen stellen sich gegen die bürgerliche Phantasie, die Sonntagsarbeit weiter zu liberalisieren. Nun muss der Nationalrat den geplanten zwölf Sonntagen im Covid-Gesetz eine Absage erteilen, so wie es die kleine Kammer letzte Woche schon getan hat. Frauenarbeit aufwerten, statt Vereinbarkeit erschweren. Im Verkauf, einer so genannten „Frauenbranche“, sind tiefe Löhne und flexibilisierte Arbeitszeiten an der Tagesordnung. Die Verkäuferinnen stehen schon jetzt unter Druck und ringen damit Beruf, Freizeit und Familie zu vereinbaren. Das Abstimmungsresultat ist gerade einen Tag vor dem internationalen Frauentag ein wichtiges Zeichen und muss ernst genommen werden. Es gilt, die Branche auf-, statt abzuwerten!
Unia BE Kanton, 7.3.2021.
Unia BE Kanton > Detailhandel. Sonntagsarbeit. Unia, 2021.03-07.
Ganzer Text
04.03.2021 Schweiz
Detailhandel
Frauen
Unia Schweiz

Detailhandel
Sonntagsarbeit
Volltext
Ständerat berät Liberalisierung der Sonntagsverkäufe. Affront gegenüber Frauen: Bürgerliche Politik gegen Verkäufer*innen. Die Wirtschaftskommission des Ständerates greift den Arbeitnehmerschutz frontal an und schlägt via Covid-Gesetz neu 12 Verkaufsdonntage pro Jahr vor. Die Unia erwartet, dass der Ständerat heute diesen inakzeptablen Antrag ablehnt: Es braucht eine Aufwertung der Arbeit im Verkauf statt weitere Liberalisierungen auf Kosten der Angestellten. Bis zu 24 Sonntage sollen Verkäufer*innen bis Ende 2022 zusätzlich arbeiten. Das ist inakzeptabel – gerade in der «Frauenbranche» Detailhandel. Bereits jetzt wird von den Verkäufer*innen ein Maximum an Flexibilität erwartet: Fast alle stehen schon sechs Tage pro Woche zur Verfügung und arbeiten am Samstag – sie leisten an einem Tag Spät- und am nächsten Frühdienst. Seit der Covid-Krise sind unendliche Überstunden an der Tagesordnung. Das alles bei Tiefstlöhnen. Und jetzt sollen sie das ganze Wochenende im Laden stehen und Familien- und Sozialleben ganz opfern? Es reicht! Frauen und Familien leiden besonders. Von noch mehr Sonntagsarbeit sind vor allem Frauen betroffen, die Vereinbarkeit zwischen Berufs- und Privatleben leidet. Frauen sind es, die den Verkauf massgeblich am Leben erhalten – sie sind es aber auch, die zu Hause Kinder betreuen. Applaus bekamen sie zwar, real honoriert werden sie aber nicht: Statt Respekt und Solidarität gegenüber dem Personal zu zeigen, will das bürgerliche Lager seine liberale Agenda durchzusetzen. Sie schlagen sich damit auf die Seite der Krisengewinner. Absurder Antrag jenseits wirtschaftlicher Realitäten im Verkauf. Der Antrag Noser ist wirtschaftspolitisch absurd. Noser erzählt die Mär einer serbelnden Branche, doch das Gegenteil ist wahr: Die Umsätze sind 2020 rekordverdächtig hoch, profitiert haben v.A. Grossverteiler. Also jene, die jetzt die treibende Kraft hinter der Liberalisierung der Sonntagsverkäufe sind. Denn sie wissen es: Längere Ladenöffnungszeiten bringen kaum zusätzlichen Umsatz, sondern mehr Kosten. Die kleinen Läden können da nicht mithalten. Nicht nur die Angestellten, sondern auch die kleinen Läden haben das Nachsehen. Sie wären mit Mietzinserlassen besser bedient als mit unfairen Wettbewerbs-Rahmenbedingungen. Mehr Zeit und Lohn statt mehr Sonntagsarbeit. Statt einer Liberalisierung der Arbeitszeiten im Verkauf braucht es dringend bessere Arbeitsbedingungen für die Verkäufer*innen. Einer Arbeit, die – wie letztes Jahr besonders sichtbar wurde – essentiell für die Sicherung der Grundversorgung ist. Das muss sich zeigen in höheren Löhnen, die zum Leben reichen und Arbeitszeiten, die ein Sozialleben ermöglichen und nicht krank machen Für Rückfragen:
Véronique Polito, Geschäftsleitung Unia unf Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.3.2021
Unia Schweiz > Detailhandel. Sonntagsarbeit. Unia, 2021-03-04.
Ganzer Text
04.03.2021 Schweiz
Detailhandel
Frauen
Sonntagsarbeit
Unia Schweiz

Detailhandel
Sonntagsarbeit
Ständerat
Volltext
Ständerat gegen mehr Sonntagsverkäufe. Etappensieg des Verkaufspersonals! Gemäss Ständerat dürfen die Kantone dieses und nächstes Jahr die Läden nicht 12 Sonntage öffnen. Das ist ein grosser Erfolg fürs Verkaufspersonal – und richtig und wichtig: Nun liegt es am Nationalrat, den entsprechenden Antrag ebenfalls abzulehnen. Jede Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten erfordert eine Erhöhung oder Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Angestellten. Diese hat der Ständerat heute abgelehnt. Er sagt Nein zu einer Erhöhung der Sonntagsarbeit im Verkauf von heute max. 4 auf 12 Tage! Das ist ein grosser Erfolg fürs Verkaufspersonal. Erst heute Morgen hat die Unia gemeinsam mit Verkäufer*innen vor dem Parlament gefordert: „Stopp noch mehr Sonntagsarbeit für Verkäufer*innen!“ Der Einsatz hat sich gelohnt. Am nächsten Montag befindet der Nationalrat über die Sache. Die Unia fordert ihn auf, der kleinen Kammer zu folgen und das Geschäft abzulehnen. Nur so kann Stress, Druck und einseitiger Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Riegel geschoben werden! Für Rückfragen: Véronique Polito, Geschäftsleitung Unia ind Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.3.2021.
Unia Schweiz > Detailhandel. Sonntagsarbeit. Unia,. 2021-03-04. 1
Ganzer Text
04.03.2021 Schweiz
Detailhandel
Frauen
SGB

Detailhandel
Sonntagsarbeit
Ständerat
Volltext
Keine Deregulierung der Sonntagsarbeit: Ständerat lehnt Missbrauch des Covid-Gesetzes ab. Die Wirtschaftskommission des Ständerats wollte unter dem Vorwand der Pandemie den arbeitsfreien Sonntag angreifen. Erfreulicherweise hat das Plenum eine vernünftige Entscheidung getroffen und diesen Angriff auf die Arbeitsbedingungen abgewendet. Die Probleme, vor denen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer heute stehen, müssen nicht verstärkt sondern gelöst werden. Der Ständerat hat deutlich mit 23:18 Stimmen eine Ausweitung der Sonntagsarbeit abgelehnt. Die WAK-S hatte vorgeschlagen, mittels einer im letzten Moment eingeführten Änderung des Covid-19-Gesetzes die Anzahl der Sonntagsverkäufe in der Schweiz bis 31.12.2022 zu verdreifachen. Ein solcher Beschluss wäre ein Schlag ins Gesicht des Verkaufspersonals gewesen, das ohnehin ein besonders schwieriges Jahr hinter sich hat – sowohl mit Blick auf die Arbeitsbedingungen wie auch finanziell, bedingt durch die Kurzarbeit. Das Plenum der kleinen Kammer hat nun aber diesen Änderungsantrag abgeschmettert. Angeführt wurden u.a. Studien, die zeigen, dass mehr Sonntagsöffnungen nicht zu mehr Umsatz führen, sondern – im Gegenteil – besonders für kleine Läden nur Verluste bedeuten. Weiter hat das Verkaufspersonal immer wieder klar in Umfragen gesagt, dass es keine Sonntagsarbeit wünscht. In der Ratsdebatte wurde zu Recht auf das rechtsstaatlich inakzeptable Vorgehen der Gesetzgebung verwiesen: Das Covid19-Gesetz darf nicht dazu missbraucht werden, den Gesundheitsschutz für die Arbeitnehmenden anzugreifen. Im Gegenteil: diese haben angesichts der vielen Opfer, die sie während der Pandemie leisten mussten, Anrecht auf mehr Schutz. Auskünfte: Luca Cirigliano, Zentralsekretär SGB und Benoît Gaillard, Co-Leiter Kommunikation SGB
SGB, Medienmitteilung, 4.3.2021.
SGB > Detailhandel. Sonntagsarbeit. SGB, 2021-03-04
Ganzer Rext
19.02.2021 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

DV
Gleichstellung
Volltext
Unia-Delegiertenversammlung Sektor Gewerbe. DV für Frauenmehrheit in Unia-GL: Bruna Campanello nominiert. An ihrer heutigen Delegiertenversammlung haben die Unia-Mitglieder aus dem Sektor Gewerbe Bruna Campanello, Co-Leiterin des Sektors, für die Unia-Geschäftsleitung nominiert. Die Delegierten verabschiedeten weiter zwei Resolutionen: Sie fordern ein Vorruhestandsmodell im Deutschschweizer und Tessiner Schreinergewerbe sowie das Ende des vertragslosen Zustands. Ausserdem fordern sie saubere und sichere Baustellen, schliesslich hat die Corona-Krise die bereits bestehenden Gesundheits- und Sicherheitsprobleme auf den Baustellen verschärft. Die Unia-Delegiertenversammlung Sektor Gewerbe besteht aus Unia-Mitgliedern aus der ganzen Schweiz, die in Gewerbeberufen tätig sind. Versammlung fand wegen der geltenden Schutzmassnahmen dezentral statt. Schreiner*innen kämpfen für ihren GAV. Letzten Sommer hatte sich die Unia mit dem Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) auf einen neuen GAV und die Einführung eines Vorruhestandsmodells geeinigt. Später krebste der VSSM zurück und liess das Verhandlungspaket platzen: Trotz vorgängiger Einigung der Sozialpartner auf das Paket, liess der VSSM einzeln über GAV und Vorruhestandsmodell abstimmen und provozierte bewusst eine Ablehnung. Dieser Wortbruch stürzt die Branche in einen vertragslosen Zustand; Lohndumping ist nun Tür und Tor geöffnet. Für die Delegierten ist klar: Die Arbeitgeber müssen zu ihrem Wort stehen. Die Schreiner*innen in der Deutschschweiz und im Tessin haben einen GAV mit Vorruhestandsmodell verdient – so wie es die Welschen Schreiner*innen seit über fünfzehn Jahren kennen. Es ist höchste Zeit, dass Schreiner*innen in Würde und bei guter Gesundheit in Pension gehen können. Die Delegierten verlangen, dass der VSSM seinen Entscheid überdenkt. Sichere und saubere Baustellen jetzt!. Laut einer Unia-Umfrage unter Gewerbe-Angestellten aus der ganzen Schweiz sind für 84 Prozent der Befragten die Sauberkeits- und Hygienesituation auf den Baustellen problematisch. Zu den Problemen gehören: Ungeheizte Toiletten und Pausenräume, schwere Lasten, die über mehrere Stockwerke ohne Hilfsmittel getragen werden müssen, Fehlplanung und schlechte Organisation. Durch die Pandemie hat sich die Situation weiter verschlechtert. Diese Zustände fördern Stress, Arbeitsunfälle und bergen Infektionsrisiken und haben schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Gemäss Arbeitsgesetz ist klar, dass die Arbeitgeber für die Einhaltung von Gesundheits-, Sicherheits- und Organisationsstandards verantwortlich sind. Die Delegierten fordern, dass die Unternehmen endlich ihre gesetzliche Pflicht erfüllen und die kantonalen Arbeitsinspektorate mehr Kontrollen durchführen. Bruna Campanello als Kandidatin für Unia-Geschäftsleitung nominiert. Der bisherige Vertreter in der Unia-Geschäftsleitung, Co-Sektorleiter Aldo Ferrari, hat auf den Unia-Kongress hin seinen Rücktritt eingereicht. Die Delegiertenversammlung des Gewerbesektors schlägt Bruna Campanello als seine Nachfolgerin in der GL vor. Campanello arbeitet seit fast 20 Jahren bei der Unia. Die 45-jährige Zürcherin ist seit vielen Jahren für den Sektor Gewerbe tätig und ist seit 2018 dessen Co-Leiterin. Sie absolvierte eine kaufmännische Lehre und bildete sich später im Bereich Betriebswirtschaft weiter. Zum ersten Mal in der Geschichte der Unia stellen sich neben Präsidentin Vania Alleva drei Frauen für die Unia-Leitung zur Verfügung. Bei sieben Mitgliedern in der Geschäftsleitung würden die Frauen damit erstmals in der Geschichte der Unia die Mehrheit stellen. Die Wahl der Unia-Geschäftsleitung erfolgt am Unia-Kongress im Juni 2021. Aldo Ferrari möchte sich bis zu seiner Pensionierung auf die Co-Leitung des Sektors Gewerbe sowie auf die Bereiche Vertragspolitik, GAV-Vollzug und Berufliche Vorsorge konzentrieren.
Für Rückfragen:
Bruna Campanello, Co-Leiterin Sektor Gewerbe
Aldo Ferrari, Vizepräsident Unia, Co-Leiter Sektor Gewerbe
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 19.2.2021
Unia Schweiz > Frauen. Gleichstellung. Unia, 2021-02-19.
Ganzer Text
03.10.2020 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenberufe
Medien-Mitteilung
Volltext
Frauenberufe aufwerten – jetzt erst recht!
„Frauenarbeit ist essenziell.“ Unter diesem Motto haben 130 Delegierte am 2. und 3. Oktober an der 10. Unia Frauenkonferenz in Luzern teilgenommen. Sie bekräftigten ihre Forderung nach mehr Lohn und flächendeckenden Gesamtarbeitsverträgen in den essenziellen Branchen und sprachen sich gegen eine Erhöhung des Frauenrentenalters aus. Sie nominierten zu Händen des Unia-Kongresses einstimmig Vania Alleva als Unia-Präsidentin sowie Véronique Polito, Renate Schoch und neu Bruna Campanello für die Geschäftsleitung der grössten Gewerkschaft der Schweiz. 130 Frauen sind gestern und heute in Luzern zur zehnten Frauenkonferenz der Unia unter dem Motto „Die Frauen und ihre Arbeit sind essenziell" zusammengekommen. Effektiv arbeiten in den essenziellen Berufen (z.B. Pflege und Verkauf) mehrheitlich Frauen, davon ein Grossteil Migrantinnen. Obwohl gerade die Pandemie gezeigt hat, wie wichtig ihre Arbeit ist, sind ihre Löhne immer noch tief und die Arbeitsbedingungen sehr prekär. Dazu kommt die skandalöse Lohndiskriminierung. Doch Frauen haben – im wahrsten Sinne des Wortes – mehr verdient! Mit einem Aktionstag am 31. Oktober werden die Unia-Frauen speziell für die essenziellen Branchen mehr Lohn, mehr Personal und mehr Zeit sowie allgemeinverbindliche und flächendeckende GAV fordern. Applaus ist gut, handeln ist besser! Nein zu Frauenrentenalter 65. Der tiefe Lohn in so genannten Frauenberufen schlägt sich auch in tiefen Renten nieder. Es braucht dringend eine Verbesserung bei der AHV – und sicher keine Erhöhung des Frauenrentenalters. In einer Resolution sagen die Unia-Frauen deutlich Nein zur inakzeptablen Erhöhung der Frauenrentenalters, wie es die Bürgerlichen im Rahmen der Reformvorlage «AHV 21» planen, und rufen die Initiative der Gewerkschaften für eine 13. AHV-Rente in Erinnerung. Historisch: Nomination von vier Frauen für Präsidium und GL der Unia. Starke Frauenstrukturen und eine Gewerkschaftspolitik, welche die Anliegen von Frauen ins Zentrum stellt, sind die zentralen Forderungen der Unia-Frauenkonferenz. Der Erfolg gibt ihr Recht: Waren im Jahr 2004 18% der Unia-Mitglieder Frauen, sind es heute schon 26% – Tendenz steigend. Diese Entwicklung wiederspiegelt sich auch in der Geschäftsleitung: Zum ersten Mal in der Geschichte der Unia stellen sich neben Präsidentin Vania Alleva drei Frauen für die Unia-Leitung zur Verfügung. Die Delegierten nominierten einstimmig Unia-Präsidentin Vania Alleva für weitere vier Jahre an die Spitze der Unia. Auch den bisherigen GL-Mitgliedern Véronique Polito und Renate Schoch sowie neu Bruna Campanello (Co-Leiterin Sektor Gewerbe) sprechen sie das Vertrauen für die nächsten vier Jahre aus. Bei sieben Mitgliedern in der Geschäftsleitung würden die Frauen damit erstmals in der Geschichte der Unia die Mehrheit stellen. Die Wahl findet im Juni 2021 am Unia-Kongress in Biel statt. Präsidium der Unia-Frauen neu besetzt. Ursula Mattmann-Alberto präsidierte die Unia-Frauen seit 2005. In den letzten 15 Jahren hat die gelernte Pflegefachkraft die Unia-Frauenstrukturen massgeblich geprägt und die Organisation mit ihrer pointierten Haltung für die Rechte der Arbeitnehmerinnen vorwärtsgebracht. Die Unia dankt Mattmann-Alberto für ihr jahrelanges Engagement für die Gewerkschaft – und begrüsst Eleonora Failla, die in ihre Fusstapfen tritt. Failla ist Erwachsenenbildnerin und Politologin und seit Jahren engagiertes Mitglied der Unia.
Für Rückfragen:
Aude Spang, Gleichstellungssekretärin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 3.10.2020
Unia Schweiz > Frauenberufe. Unia Schweiz, 2020-10-03
02.10.2020 Kuba
Frauen
Granma

Coronavirus
Die US-Blockade ist die schädlichste Form von Gewalt gegen die kubanischen Frauen
Teresa Amarelle Boué, Generalsekretärin des Kubanischen Frauenverbandes (FMC), prangerte am Donnerstag bei den Vereinten Nationen an, dass die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Kuba das Haupthindernis für die Verwirklichung der Rechte der kubanischen Frauen und die schädlichste Form von Gewalt gegen sie darstellt Teresa Amarelle Boué, Generalsekretärin des Kubanischen Frauenverbandes (FMC), prangerte am Donnerstag bei den Vereinten Nationen an, dass die wirtschaftliche, kommerzielle und finanzielle Blockade der Regierung der Vereinigten Staaten gegen Kuba, verschärft in Zeiten der Pandemie, aufgrund ihrer negativen Auswirkungen auf das Volk der Insel und insbesondere ihre Frauen das Haupthindernis für die Verwirklichung ihrer Rechte und die schädlichste Form von Gewalt gegen sie darstellt. In ihrer Ansprache in der hochrangigen Tagung der 75. ordentlichen Sitzungsperiode der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die aus Anlass des 25. Jahrestages der Erklärung und der Aktionsplattform von Peking der Gleichstellung der Geschlechter und der Stärkung der Rolle der Frau gewidmet war, wies sie darauf hin, dass die von kubanischen Frauen in allen wirtschaftlichen und sozialen Bereichen gewonnenen Räume Ergebnisse des politischen Willens des Staates und der Regierung Kubas sind, die diese Maßnahmen durch die Anwendung von Gesetzen und Programmen unterstützen. Dabei nimmt die neue Verfassung der Republik einen wichtigen Platz ein und bestätigt das Bekenntnis zum Grundsatz der Gleichheit und Nichtdiskriminierung. Sie erläuterte, dass die kubanische Gesellschaft, ohne perfekt zu sein, ein Beispiel für Inklusion sei: „Wir Kubanerinnen erhalten gleiche Löhne für gleichwertige Arbeit. Eine fortgeschrittene Arbeitsgesetzgebung garantiert unsere Rechte im staatlichen und nichtstaatlichen Sektor. Wir haben Zugang zu Programmen der sozialen Sicherheit, kommen in den Nutzen kostenloser und qualitativ hochwertiger Bildungs- und Gesundheitsdienste.“ Amarelle Boué argumentierte, dass beispielsweise kubanische Frauen 49% der Beschäftigten im zivilstaatlichen Sektor stellen und mehr als 80% Facharbeiter oder Hochschulabsolventen sind. Sie gab an, dass Frauen die Mehrheit unter den professionellen Richtern und Staatsanwälten darstellen, 53,5 % der Beschäftigten im Wissenschafts-, Innovations- und Technologiesystem und 69,6% im Gesundheitswesen ausmachen. Sie hob hervor, dass kubanische Frauen Teil der medizinischen Brigaden sind, die Dienstleistungen in verschiedenen Regionen der Welt erbringen, und hob die Rolle hervor, die sie im Kampf gegen das neue Coronavirus, insbesondere in den sogenannten roten Zonen, bei der Entwicklung von Behandlungsprotokollen und auch bei der Erforschung von Impfstoffkandidaten gegen die Krankheit spielen. Der Generalsekretärin des FMC versicherte, dass der Plan für wirtschaftliche und soziale Entwicklung bis 2030 und der Prozess der Gesetzesaktualisierung des Landes den Willen Kubas bekräftigen, alle Formen von Diskriminierung und Gewalt zu beseitigen und die volle Gleichheit von Rechten und Chancen zu erreichen, im Einklang mit der Erklärung und der Aktionsplattform von Peking und dem Übereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau.
Granma, 2.1o.2020.
Granma > Frauen. Coronavirus. Granma, 2020-10-02
Ganzer Text
07.07.2020 Kuba
Frauen
Granma

Frauenarbeit
Volltext
Während auf der Welt die Frauen die grössten Auswirkungen von COVID-19 im Bereich der Arbeit erlitten haben, werden sie in Kuba besonders geschützt. Foto: Ronald Suárez Rivas. In Zeiten der Pandemie hat der Schutz der Beschäftigten in Kuba nicht gelitten. Wenn irgendetwas es Kuba erlaubt, mit gerader Haltung, klarer Stimme und erhobenen Hauptes in jedem internationalen Forum zu sprechen, das die Probleme der Völker erörtert, ist es die spontane Autorität, die ihm die ständige proaktive Arbeit dieser Insel und ihrer Regierung für alles, was soziales Wohlergehen hervorbringt, verleiht. Es ist nicht einmal notwendig, von den schlagenden Beweisen zu sprechen, die als unwiderlegbare Siegel der Revolution die Garantien der kubanischen Bildung und Gesundheit bedeuten, denn um Gerüchte Lügen zu strafen, genügen die jüngsten Erfahrungen, die in diesen Bereichen dank Covid-19 noch klarer zutage getreten sind, vor den Augen der Welt, die dies nicht ignorieren konnte. Wir bestehen jedoch darauf, dass es nicht notwendig ist, denn wenn das Soziale wahrhaft im Zentrum der Regierungsführung steht, sind die Argumente in jedem Bereich, der das Volk betrifft, dicht gesät. Im Zusammenhang mit der Pandemie beispielsweise bestehen nach der Schädigung der globalen Gesundheit die möglicherweise schwerwiegendsten Folgen in den unheilvollen Auswirkungen auf Arbeit und Arbeitsbeziehungen. Es ist bereits bekannt, dass im zweiten Quartal 2020 das Äquivalent von 400 Millionen Vollzeitstellen in der Arbeitszeit verloren gingen, und dies hat eine konkrete Korrelation mit Menschen, die ihre Arbeit …).
Granma, 7.7.2020.
Granma > Frauen. Arbeit. Granma, 2020-07-07.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Frauen
SGB
Syndicom

Gesetze
Gleichstellung
Volltext
Das revidierte Gleichstellungsgesetz tritt in Kraft. Frauen müssen faire Löhne bekommen – die Lohnanalysen sind ein erster Schritt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat lange für die Verbesserung des Gleichstellungsgesetzes gekämpft, um die Lohndiskriminierung von Frauen wirksamer bekämpfen zu können. Diesen Mittwoch tritt nun das revidierte Gesetz in Kraft, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die vorgesehenen Lohnanalysen werden für mehr Transparenz sorgen, doch nach wie vor werden Arbeitgeber, die Frauen beim Lohn diskriminieren, nicht sanktioniert. (SGB) Ab heute haben Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitenden ein Jahr lang Zeit, um zu analysieren, ob ihr Lohnsystem Frauen diskriminiert. Sie können die Lohnanalysen mit den Sozialpartnern durchführen, ansonsten müssen sie sie bis 2022 von einer externen Revisionsstelle kontrollieren lassen und dann die Resultate innerhalb eines weiteren Jahres ihren Angestellten mitteilen. Nachdem der sozialpartnerschaftliche Lohngleichheitsdialog gescheitert war, hatte sich der SGB vehement für verbindliche Massnahmen zur Bekämpfung von Lohndiskriminierung eingesetzt. Als Folge davon hat der Bundesrat eine Revision des Gleichstellungsgesetzes anhand genommen, um Unternehmen zur Analyse ihrer Lohnsysteme zu verpflichten. Skandalös ist allerdings, dass Unternehmen für Lohndiskriminierung immer noch nicht geradestehen müssen. Entsprechende Sanktionen bei Nichteinhaltung der Lohngleichheit sind schon in der Vernehmlassung aus dem Entwurf gefallen. (…).
Syndicom, 1.7.2020.
Syndicom > Gleichstellung. Gesetz. Syndicom, 2020-07-01.
Ganzer Text
30.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
SGB

Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Neues Gleichstellungsgesetz und Lohngleichheit: Mitarbeitende einbeziehen! Am 1.7.2020 tritt das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Die Unia appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber: Die Unternehmen müssen bei der Überprüfung der Lohngleichheit die Personalkommissionen oder Arbeitnehmendenvertretungen in den Prozess einbeziehen und schliesslich auch die nötigen Korrekturen vornehmen, damit der Verfassungsauftrag von 1981 endlich umgesetzt wird. Lohndiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem. Es betrifft alle Frauen in allen Berufen, in allen beruflichen Stellungen und in jedem Alter. Die Unternehmen in der Schweiz schulden den Frauen rund 10 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie ihnen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit nicht den gleichen Lohn bezahlen wie ihren Kollegen. Frauen verdienen rund 20 Prozent oder im Schnitt 657 Franken pro Monat weniger als Männer. Weil sie Frauen sind. Deshalb sind es auch die Arbeitgeber, die jetzt in der Pflicht stehen! Forderung der Frauen ernst nehmen. Das revidierte Gesetz ist zwar wichtig, aber ungenügend: Es sieht lediglich vor, dass 1% aller Unternehmen eine Lohnanalyse durchführen müssen (Betriebe ab 100 Mitarbeitenden), Sanktionen sind keine vorgesehen und das Gesetz läuft nach 12 Jahren aus. (…).
SGB, 30.6.2020.
SGB > Lohngleichheit. SGB, 2020-06-30.
Ganzer Text
29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
VPOD Schweiz

Lohngleichheit
Lohnkontrolle
Volltext
Lohnkontrollen - aber richtig! Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden müssen bis Ende Juni 2021 eine betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse durchführen – auch die öffentlichen Arbeitgeber. Das verlangt die Änderung des Gleichstellungsgesetzes, welche am 1.Juli 2020 in Kraft tritt. Mit den Forderungen des Frauenstreiks hat das nichts zu tun: Das Gesetz ist zahnlos, aber vielleicht lässt sich trotzdem etwas damit erreichen. Die neuen Bestimmungen betreffen 0,9 Prozent der Unternehmen, in denen 46 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Schweiz arbeiten. Die Analyse muss mit einem anerkannten Instrument durchgeführt werden, durch eine unabhängige Stelle überprüft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen über das Ergebnis informiert werden. Das Gesetz hat viele Schwachstellen, gegen welche sich die Gewerkschaften umsonst gewehrt haben: Eine Nichteinhaltung der Lohngleichheit hat keinerlei Sanktionen zur Folge. Die Überprüfung ist nur einmalig vorgesehen und muss nach 4 Jahre nur wiederholt werden, wenn das Ergebnis negativ war. Das Ergebnis muss nur beschränkt offengelegt werden, und die Gültigkeitsdauer des Gesetzes ist auf 12 Jahre beschränkt. Es ist also mehr oder weniger zahnlos. Dennoch können die Gewerkschaften eine gewisse Rolle spielen. (…).

VPOD Schweiz, 29.6.2020.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. Lohnkontrolle. VPOD Schweiz, 2020-0629.
Ganzer Text
29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Inkraftsetzung neues Gleichstellungsgesetz. Lohngleichheit: Mitarbeitende einbeziehen! Morgen tritt das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Die Gewerkschaft Unia appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber: Die Unternehmen müssen bei der Überprüfung der Lohngleichheit die Personalkommissionen oder Arbeitnehmendenvertretungen in den Prozess einbeziehen und schliesslich auch die nötigen Korrekturen vornehmen, damit der Verfassungsauftrag von 1981 endlich umgesetzt wird. Lohndiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem. Es betrifft alle Frauen in allen Berufen, in allen beruflichen Stellungen und in jedem Alter. Die Unternehmen in der Schweiz schulden den Frauen rund 10 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie ihnen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit nicht den gleichen Lohn bezahlen wie ihren Kollegen. Frauen verdienen rund 20 Prozent oder im Schnitt 657 Franken pro Monat weniger als Männer. Weil sie Frauen sind. Deshalb sind es auch die Arbeitgeber, die jetzt in der Pflicht stehen! Forderung der Frauen ernst nehmen. Das revidierte Gesetz ist zwar wichtig, aber ungenügend: Es sieht lediglich vor, dass 1% aller Unternehmen eine Lohnanalyse durchführen müssen (Betriebe ab 100 Mitarbeitenden), Sanktionen sind keine vorgesehen und das Gesetz läuft nach 12 Jahren aus. Selbst diese Mini-Revision wäre ohne Druck der 20'000 Menschen, die im September 2018 auf die Strassen gingen, vom Parlament nicht verabschiedet worden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.6.2020.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Gesetz. Unia Schweiz, 2020-06-29.
Ganzer Text
14.06.2020 Schweiz
Frauen
Streik
Unia Schweiz

Frauenstreik
Gleichstellung
Volltext
Frauenstreik und violette Woche. Die Schweiz mobilisiert für Gleichstellung. Heute, am 14. Juni, und während der ganzen letzten Woche haben sich die Frauen der Unia mit zahlreichen Aktionen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit eingesetzt! Denn trotz dem überwältigenden Frauenstreik vom letzten Jahr tippelt die Schweiz in Sachen Gleichstellung nur mit kleinsten Schritten vorwärts. Unia fordert deshalb eine generelle Aufwertung aller Frauenlöhne sowie Prämien für diejenigen Frauen, die während der Pandemie an vorderster Front unsere Grundversorgung sicherstellten. Die Frauen haben mehr verdient: Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit. Vor einem Jahr haben die Frauen in der ganzen Schweiz mit der grössten politischen Mobilisierung seit Jahrzehnten ihre Kraft und die Entschiedenheit unter Beweis gestellt. Und doch hat sich seither viel zu wenig getan. Lohndiskriminierung, Doppel- und Dreifachbelastung und Respektlosigkeiten prägen den Alltag der Frauen in der Schweiz. Aus diesem Grund finden heute – am Jahrestag des Frauenstreiks – in der ganzen Schweiz Aktionen statt. Schon im Verlauf dieser Woche, seit Montag, 8. Juni, haben sich die Frauen der Unia mobilisiert. In Neuenburg wurde eine Schandmauer erbaut und anschliessend abgerissen, um das Ende von Sexismus und Diskriminierung zu symbolisieren. In Olten wurde eine Statue in Violett gekleidet. In Delsberg haben die Frauen den Mahnfinger für Gleichstellung erhoben. Anlässlich des Frauenstreikjubiläums publiziert die Unia auch ihr Buch“Die Schweiz bebt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 14.6.2020.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Gleichstellung. Unia Schweiz, 2020-06-14.
Ganzer Text
14.06.2020 Schweiz
Frauen
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Fanin Elisabeth
Mara Rikli
Frauenstreik
Interview
Volltext
Frauenstreik: „Klar hat sich etwas bewegt“. Mamablog-Interview mit GBKZ-Vizepräsidentin Elisabeth Fannin. Wenn Frau will, steht die Welt still: Das hat der Frauenstreiktag vor einem Jahr gezeigt. Was das verändert hat und wie sich Corona auf die Forderungen der Frauen auswirkt, sagt Elisabeth Fannin. Heute vor einem Jahr leuchtete die Schweiz in Violett und Lila. Am 14. Juni 2019 gingen alleine in Zürich 160’000 Teilnehmerinnen, schweizweit gar über eine halbe Million Menschen für den Frauenstreiktag auf die Strassen. Sie tanzten und marschierten, hielten Transparente in die Höhe, fuhren Klitoris-Velos und schrien in pinkfarbene Mikrofone. Unterschiedlichste Frauen liefen Hand in Hand, für einmal unabhängig von ihrer Partei, ihren Altersklassen, Religionen und Hautfarben, und machten damit auf Diskriminierung und Gewalt, auf Chancenungleichheiten, finanzielle Benachteiligungen und politische Missstände aufmerksam. Fast alle, die an diesem Tag in den Massen unterwegs waren, erinnern sich mit Gänsehaut und Wehmut an die einmalige Energie und Stimmung zurück. Freundinnen, Arbeitskolleginnen, Schwestern, Mütter und Grossmütter feierten danach gemeinsam und waren voller Hoffnung, ihre Anliegen würden bald umgesetzt.
Heute, ein Jahr später, ist die Euphorie vorbei. Der Corona-Lockdown riss viele der Frauen vorerst in ein anderes Leben, feministische Anliegen mussten hintenanstehen. Elisabeth Fannin, Gewerkschaftssekretärin bei Syndicom und Vizepräsidentin des Zürcher Gewerkschaftsbundes, hat (…).
GBKZ, 14.6.2020.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Personen/Fanin%20Elisabeth.%20Frauenstreik.%20Interview.%20GBKZ,%202020-06-14.pdf
13.06.2020 Schweiz
Frauen
SGB

Frauenstreik
Gleichstellung
Volltext
Ein Jahr Frauenstreik: Forderungen noch lange nicht eingelöst. Gleichstellung von Mann und Frau. Morgen Sonntag 14. Juni jährt sich der historische Frauenstreik 2019. Vor einem Jahr waren mehr als 500'000 Frauen* auf den Strassen, um Lohn, Zeit und Respekt zu fordern. Doch Frauen bekommen immer noch tiefere Löhne und Renten als Männer und übernehmen mehr Betreuungsarbeit. Dies muss dringend korrigiert werden. Während der violetten Woche haben die SGB-Gewerkschaften dies betont und am Jahrestag des Streiks werden die Frauenstreikkomitees schweizweit mit Aktivitäten nachlegen.
Frauen verdienen fast ein Fünftel weniger als Männer. Über die Hälfte der erwerbstätigen Frauen verdient nicht einmal 4000 Franken pro Monat, bei den Männern sind es bloss 16 Prozent. Auch wenn ein Teil dieser Unterschiede durch Faktoren wie Berufswahl, Ausbildungsdauer oder Erwerbspensum erklärt werden kann, gilt: Die Arbeit von Frauen ist gegenüber derjenigen von Männern massiv unterbewertet. Nach einer dreijährigen Lehre verdienen Einsteigerinnen in Frauenberufe wie Coiffeuse oder Kleinkinderbetreuerin zwischen 3'900 und 4'500 Franken, junge Dachdecker oder Maurer verdienen dank GAV 1000 Franken mehr. Dramatische Rentensituation der Frauen. Die Arbeit der Frauen, die sich als zentral für das Funktionieren der Gesellschaft während der Krise erwiesen hat, ist nicht nur schlecht entlöhnt, sie führt auch zu unwürdigen Altersrenten – im Schnitt einen Drittel tiefer. Nur die AHV berücksichtigt nicht bezahlte …).
SGB, Medienmitteilung, 13.6.2020.
SGB > Frauenstreik. Gleichstellung. SGB, 13.6.2020.
Ganzer Text
12.06.2020 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Arbeitsmarkt
Coronavirus
Volltext
Frauen & Corona: Als erste entlassen, als letzte wieder eingestellt. Die Krise ist weiblich. Die Rezession, in die wir jetzt rutschen, ist eine „Sie-Rezession“. Denn sie trifft die Frauen zuerst und mehrfach. Die Frauen führten durch die Coronakrise und garantierten die Grundversorgung für alle: Die Verkäuferinnen, die die leergefegten Regale einräumten. Die Pflegerinnen, die mit immer weniger Schutzmasken immer länger durchhielten. Und als die Schulschliessungen kamen, waren es die Mütter, die neben ihrer bezahlten Arbeit den Grossteil des Heimunterrichts stemmten. Jetzt kommt die Rezession. Und es sind weltweit mehrheitlich Frauen, die ihre Jobs verlieren. „Zweitverdienerinnen“-Modell. Die US-Tageszeitung „New York Times“ nennt die aktuelle Wirtschaftslage eine „Shecession“, eine „Sie-Rezession“. Also eine Rezession, die vor allem die Frauen trifft. Und diese ist in den USA schon brutale Realität. Von den 36,5 Millionen Menschen, die innert nur zweier Monate ihre Stellen verloren haben, sind 55 Prozent Frauen. Gastroangestellte, Kosmetikerinnen, Verkäuferinnen – sogar Pflegerinnen und Ärztinnen. Denn: Diese Krise trifft zuerst und am härtesten die Dienstleistungsbranchen. Und dort arbeiten vor allem Frauen. Auch in der Schweiz. Rund zwei Drittel der Detailhandelsangestellten sind weiblich, im Gastgewerbe sind es 56 Prozent. Und auch wenn die Kurzarbeit den Entlassungs-Tsunami (noch) etwas eingedämmt hat, zeigen die Statistiken klar: Die Krise trifft auch hier die typischen „Frauenbranchen“ am stärksten – und die Arbeitenden finanziell hart. Denn: (…).  Patricia D‘Incau.
Work online, 12.6.2020.
Personen > D’Incau Patricia. Frauen- Coronavirus. Work online, 2020-06-12.
Ganzer Text
11.06.2020 Schweiz
Frauen
Syndicom

Gleichstellung
Offener Brief
Volltext
Offener Brief. zu den Gleichstellungsforderungen in den Medien. Die Vertreterinnen des Medienfrauenstreiks 2019 gelangen mit dem heutigen Offenen Brief an die Chefredaktionen, Geschäftsführer und Verleger der Schweizer Medien. Sie appellieren an die allzuoft männlichen Entscheidungsträger, mit der Gleichstellung von Frau und Mann in den Medien und in den Redaktionen vorwärtszumachen. Die Mediengewerkschaften Syndicom und SSM unterstützen ihre Anliegen aktiv. Im Offenen Brief werden die Forderungen erneuert: mehr publizistische Macht, Lohngleichheit, Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Schutz vor Belästigung und das Ende sexistischer Berichterstattung. Unter dem Slogan „More Women, more news“ soll die Diskriminierung von Frauen in der Medienbranche endlich und endgültig gestoppt werden.
Der Offene Brief listet im Anhang fünf Forderungen auf und weist darauf hin, was seit dem Frauenstreik vom 14. Juni 2019 bisher geschah. Die Aktivitäten der Vertreterinnen vom Medienfrauenstreik sind auf journalistinnen.ch und auf Instagram zu verfolgen.
Syndicom, Medienmitteilung, 11.6.2029,
Syndicom. Offener Brief. Frauen. Syndicom, 2020-06-11.
Ganzer Text
04.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
Unia Schweiz

Frauenlöhne
Lohnerhöhungen
Volltext
pplaus genügt nicht: Eine „violette Woche“ für Frauenrechte. Frauen haben mehr verdient: Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit! Deshalb wird die Gewerkschaft Unia während einer „violetten Woche“ vom 8. bis am 14. Juni täglich Aktionen in der ganzen Schweiz durchführen. Der 14. Juni 2019 war eine Demonstration der Macht der Frauen und der Entschlossenheit. Zum Jahrestag werden die Unia-Frauen während einer „violetten Woche“ vom 8. bis 14. Juni 2020 jeden Tag in den verschiedenen Regionen der Schweiz Aktionen durchführen, um Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit einzufordern – jetzt erst recht! Die letzten Monate haben deutlich gezeigt: Die Frauen leisten nicht nur doppelte Arbeit im Job und zu Hause, sondern stellen auch die Grundversorgung in Branchen wie der Pflege, dem Detailhandel oder der Logistik sicher. In Krisensituationen stehen sie an vorderster Front, sind aber gleichzeitig skandalös unterbezahlt.
Der Einsatz aller Arbeitnehmerinnen muss belohnt werden: mit mehr Lohn und besseren, verbindlich geregelten Arbeitsbedingungen. Die Unia fordert für alle Frauen: Keine Löhne unter 4000 Franken (x13; 40-Stunden-Woche), Lohnerhöhungen und eine allgemeine Reduktion der Arbeitszeit bei gleichem Lohn. Und in den Branchen der Grundversorgung muss der ausserordentliche Einsatz der Frauen während der Pandemie mit einer “Coronaprämie“ von mindestens 2'000 Franken honoriert werden. Gleichstellungsgesetz ist ungenügend. (…). 
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.6.2020.
Unia Schweiz > Frauen. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2020-06-04.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden