Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 582

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06.11.2018 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Frauenstreik
Volltext
Unterstützung des Frauenstreiks. Der SEV-Vorstand unterstützt den Frauenstreik vom 14. Juni 2019. Er empfiehlt ausserdem ein deutliches Nein zur Überwachung von Versicherten und zur SVP-Initiative, über die am 25. November abgestimmt wird. Der Frauenstreik vom 14. Juni 1991 sitzt mit seinen über 500‘000 Teilnehmerinnen noch tief im Gedächtnis. „Es war ein historischer Moment“, betont Lucie Waser am 26. Oktober vor dem SEV-Vorstand. 2019, 28 Jahre später ist wiederum am 14. Juni ein Frauenstreik geplant. Der Vorstand hat entschieden, dass sich der SEV aktiv und finanziell daran beteiligen wird. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund wird seinen formellen Beschluss anlässlich seines Kongresses Ende November fassen. „Trotz dem starken Signal, das am 22. September 20‘000 Personen in Bern für die Lohngleichheit ausgesendet haben, hat sich unter der Bundeshauskuppel nichts bewegt. Wir müssen weiter mobilisieren“, präzisierte die Gleichstellungsverantwortliche des SEV. „Der nächste Streik wird anders sein als bisherige“, führte SEV-Präsident Giorgio Tuti aus. „Dieser Streik ist politischer Natur. Es geht darum, den Behörden und der Gesellschaft die inakzeptable Situation aufzuzeigen und ein starkes Zeichen zu setzen!“ Lucie Waser hat dem Vorstand in Erinnerung gerufen, dass die Frauen an unterschiedlichen Fronten kämpfen: Lohngleichheit, soziale Gleichheit, gleichberechtigte Aufteilung der Hausarbeit. „Es gab zwar Verbesserungen hinsichtlich diesem letzten Punkt, (…). Vivian Bologna, chf
SEV, 6.11.2018.
SEV > Frauenstreik. SEV, 2018.11-06.
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02.11.2018 Schottland
Frauen
Personen
Work
Peter Stäuber
Lohngleichheit
Volltext
Glasgow: Grösste Lohngleichheits-Demo seit Jahrzehnten. Enough von diesem Shit, sagen die Schottinnen. Das öffentliche Lohnsystem im schottischen Glasgow diskriminiert Frauen. Jetzt gehen sie auf die Strasse. „Eigentlich ist es eine Schande, dass wir hier stehen müssen“, sagt Ingrid Bain. Die 50jährige Gewerkschafterin ist seit sechs Uhr früh im schottischen Glasgow unterwegs, sie geht von einem Streikposten zum nächsten, um ihre Kolleginnen zu unterstützen. Im Hintergrund hupen die Autos, signalisieren so ihre Zustimmung. „Die Solidarität, die wir hier sehen, ist phantastisch“, sagt Bain – aber sie findet es bedauerlich, dass sie überhaupt streiken müssen: „Dass wir im Jahr 2018 noch immer für einen fairen Lohn für Frauen kämpfen müssen, ist doch Scheisse.“ Der Streik in der schottischen Metropole war der grösste seit Jahrzehnten: Über 8‘000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbehörde, Glasgow City Council, haben für 48 Stunden die Arbeit niedergelegt. Sie wollen damit erreichen, dass eine jahrelange Auseinandersetzung um unfaire Bezahlung von Frauen endlich endet. Gewerkschafterin Bain erklärt: „Im Kern geht es darum, dass sogenannte Frauenjobs nicht gleich bezahlt werden wie Männerjobs.“ Denn Arbeit, die mehrheitlich Frauen erledigen, wird von der Stadtbehörde tiefer bewertet als Arbeit, in denen mehrheitlich Männer arbeiten. Systematisch diskriminiert. 2006 führte die Stadt ein neues Lohnsystem ein, das dafür sorgen sollte, dass Frauen und Männer für gleichwertige ¬Arbeit den gleichen Lohn erhalten. Aber gerade dieses ¬System verstärkte die Diskriminierung gegenüber (…). Peter Stäuber.
Work online, 2.11.2018.
Personen > Staeuber Peter. Schottland. Lohngleichheit. Work online, 2018-11-02.
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19.10.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Christiane Brunner
Marie-Josée Kuhn
Interview
SGB
Volltext
SGB: Frauenstreik-Ikone Christiane Brunner (71) fordert ein starkes Frauenministerium: „Ob Gysi oder Maillard, ist nicht der springende Punkt“. Sie war die erste und bisher letzte Frau an der Spitze des Gewerkschaftsbundes. Und sie organisierte den ersten Frauenstreik von 1991. Jetzt fordert Christiane Brunner vom SGB: mehr Geld und Ressourcen für den zweiten Frauenstreik. Work: Christiane Brunner, Sie waren von 1994 bis 1998 Co-Präsidentin des Gewerkschaftsbundes. Wie hatten Sie das damals geschafft? Christiane Brunner: Ach wissen Sie, das war eine ganz andere Zeit. Ich war Co-Präsidentin, zusammen mit Vasco Pedrina. Ich als Chefin der Gewerkschaft SMUV, er als Chef der Gewerkschaft GBI. Und es ging damals um eine historische Zusammenführung der beiden Antipoden-Gewerkschaften, auch im Hinblick auf die geplante Fusion zur grossen Unia. Vasco und ich beendeten die langjährigen Kriegereien: Ich habe die Phantasie in die Gewerkschaftsarbeit gebracht. Und Vasco kennt sich mit der Theorie aus und wusste, wie man die Ideen umsetzt. Wir beide ergänzten uns perfekt. Das war der politische Hintergrund dieses Co-Präsidiums – und nicht, dass ich als Frau dem SGB vorstehen sollte. Am SGB-Kongress vom 30. November / 1. Dezember tritt der oberste Gewerkschaftschef Paul Rechsteiner zurück. Seine Nachfolge antreten möchten die St. Galler SP-Politikerin und Gewerkschafterin Barbara Gysi und der Waadtländer SP-Regierungsrat und Gewerkschafter Pierre-Yves Maillard. Sind Sie mit der Auswahl zufrieden? Wir haben zwei gute Kandidaturen, beide bringen sie politische Erfahrung, Engagement (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 19.10.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Brunner Christiane. Interview. Work online, 2018-10-19.
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19.10.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Sabine Reber
Frauenstreik
Volltext
Schon gibt es überall Streikkomitees. Der Frauenstreik 2019 kommt bestimmt. Der zweite Frauenstreik ist unterwegs. Das zeigen die Recherchen von Work. Es war eine machtvolle Demonstration: 20’000 Frauen und Männer protestierten am 22. September in Bern für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Und machten klar, dass sie nicht länger warten wollen: „Es reicht, es braucht einen neuen Frauenstreik!“ 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik von 1991 liegt also der zweite in der Luft. Er soll am 14. Juni 2019 stattfinden. Streikgründe gibt es genug: Immer noch verdient eine Berufsfrau in der Schweiz im Schnitt 7‘000 Franken im Jahr weniger, nur weil sie eine Frau ist. Immer noch leisten die Frauen die meiste Haus- und Betreuungsarbeit – gratis. Und noch immer ist Gewalt ¬gegen Frauen allgegenwärtig. Kommt dazu, dass das Parlament im Kampf gegen die Lohndiskriminierung nur Mini-Schrittchen wagt. Von Genf bis Zürich. In der ganzen Schweiz bilden sich jetzt Streikkomitees. Am 5. November findet die erste nationale Koordinations¬sitzung statt. Die Westschweiz hat die Nase vorne, wie Mitorganisatorin ¬Manuela Honegger aus Genf erzählt. Inzwischen hat jeder der sechs welschen Kantone sein eigenes Streikkomitee. An den Veranstaltungen treffen sich jeweils rund 100 Aktivistinnen. Besonders erfreulich ist das grosse Echo im konservativen Wallis – auch dort kamen zum ersten Streiktreffen über hundert Frauen. Honegger hat einen Doktor in Politikwissenschaft, arbeitet als Campaignerin und hat zwei Schulkinder. Sie sagt: „Die grosse Herausforderung ist nun, möglichst viele verschiedene Frauen anzusprechen – die (…). Sabine Reber.
Work online, 19.10.2018.
Personen > Reber Sabine. Frauenstreik. Work online, 2018-10-19.
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17.10.2018 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Thomas Fastermann
Frauen
Rentenalter
Volltext
Es bleibt dabei: Keine Erhöhung des Frauenrentenalters. Vernehmlassungsantwort des SGB zum Bundesratsentwurf für die Stabilisierung der AHV (AHV 21). Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) teilt die Einschätzung des Bundesrats, dass die AHV das wichtigste Sozialwerk der Schweiz ist und dass in der 1. Säule kein Spielraum für eine Senkung der Renten besteht. Umso enttäuschter ist der SGB vom Vorschlag des Bundesrats zur Stabilisierung der AHV. Die Verfassung schreibt vor: Die Renten aus der 1. Säule müssen existenzsichernd sein. Dieser Auftrag ist mit dem Entwurf der Landesregierung weiterhin nicht erfüllt. Im Gegenteil: Die Höhe der Rente im Verhältnis zum letzten Lohn hat sich in den letzten Jahren immer stärker verringert. Statt für eine wirksame Verbesserung der Leistungen zu sorgen, will der Bundesrat das Leistungsniveau für Frauen massiv senken, indem er das Frauenrentenalter anheben will. Allein bis 2030 wären hiervon schon 600'000 Frauen unmittelbar betroffen. Die Gleichheit zwischen Mann und Frau beim Rentenalter würde nicht mit einer Gleichheit der Geschlechter auf dem Arbeitsmarkt einhergehen. So liegt zum Beispiel die Erwerbsquote der 15- bis 64-jährigen Frauen in Vollzeitstellen umgerechnet bei 58,5 Prozent im Vergleich zu 85,5 Prozent bei den Männern. Hinzu kommt die bestehende Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern. Und ausserdem leisten die Frauen weiterhin den Grossteil der unbezahlten Betreuungs- und Familienarbeit. Weil die Situation der Frauen nicht mit jener der (…). Thomas Fastermann.
SGB, 17.10.2018
Personen > Fastermann Thomas. Rentenalter. Frauen. SGB, 2018-10-17.
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01.10.2018 Schweiz
Frauen
VPOD-Magazin

Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Demonstration für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung: 20‘000 Frauen haben genug! Auftakt zum Frauenstreik 2019. 20‘000 Personen haben in Bern für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung demonstriert - Frauen, aber auch solidarische Männer. Ein gelungener Auftakt zum Frauenstreik 2019. Auch wenn Berufe kein Geschlecht haben, bleibt die Arbeitswelt doch segregiert. In der Kinderbetreuung arbeiten beispielsweise zu 90 Prozent Frauen: Die Qualifikationen werden nicht wirklich anerkannt, die Löhne sind niedrig und der Sektor steht unter einem starken Druck, die Kosten weiter zu senken. „Wir wollen mehr Wertschätzung der Frauenberufe und ein Ende der Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt“, sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber. Frauen verdienen im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel weniger als die Männer. Diese Differenz ist auf der Grundlage eines Vollzeitjobs berechnet. Da die meisten Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie neben der Erwerbsarbeit zwei Drittel der unbezahlten Arbeit schultern, beträgt der durchschnittliche Unterschied auf der Lohnabrechnung 32 Prozent. Diese Lohnungleichheit muss endlich behoben werden - denn sie hat Folgen für die Rentenbildung. Die Renten der Frauen liegen 37 Prozent unter denjenigen der Männer. „Damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auf anständige Renten zu kommen, braucht es höhere Löhne, nicht ein höheres Rentenalter, und endlich auch echte Vereinbarkeit“, fordert Christine Flitner, VPOD-Sekretärin und zuständig für die Frauenkommission. Dies bedeutet eine Reduktion der Vollarbeitszeit und mehr (…). Mit Fotos.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
VPOD-Magazin > Frauenstreik. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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28.09.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Demonstrationen Bern
Feminismus
Lohngleichheit
Volltext
Oben ohne. Die junge Frau mit dem „Vulva“-Schriftzug auf der Brust stand einfach da. Und erhob ihre Faust. Auf ihrem selbstgemalten Plakat stand: „Das Geld kennt kein Geschlecht.“ An die 20’000-Menschen-Demo war sie gekommen, weil es jetzt reicht, weil es Lohngleichheit braucht. Als Minimum! Neben ihr tanzten sechs barbusige Girls, sie lachten und strahlten vor Lebensfreude. Und verlangten nichts weniger als das „Ende der Schnäbi-Diktatur“ (Seiten 8-11). Es war keine geplante Aktion, sie hatten sich nicht einmal gekannt vorher. Doch Mut und Leichtigkeit sind ansteckend: „Es war extrem schön, befreiend und verbindend“, sagte eine von ihnen. Selbst ist die Frau. Marianne und Hannah. Oben ohne protestierte schon die Marianne, die französische Helvetia. Auf dem Gemälde von Eugène Delacroix, auf dem sie das Volk mit wehendem Busen in die Julirevolution von 1830 führt. Sie ist göttlich, und sie ist so frei, sich von Normen und Obrigkeit zu befreien. Wie Hannah Weitemeier. Ihre Obrigkeit war der Frankfurter Philosophie- und Soziologieprofessor Theodor W. Adorno. Radikal in seiner Theorie, in der politischen Praxis aber nicht so sehr. Als er 1969 den Hörsaal betritt, kommt ihm die Studentin entgegen. Sie trägt eine Jacke, aber nichts darunter. Die Aktion geht als „Busenattentat“ in die Geschichte der feministischen Protestkultur ein. Körper und Politik. Körperpolitik ist eng mit der Frauenbefreiungsbewegung verbunden. Sie ist ein grundlegendes Moment der Emanzipation: „Mein Körper gehört mir!“ Selbst ist die Frau. Dazu gehört auch die Idee, den nackten Körper als Waffe einzusetzen. So, wie dies die Femen-Frauen tun, (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 28.9.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Feminismus. Lohngleichheit. Work online, 2018-09-28.
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22.09.2018 Schweiz
Demonstrationen Schweiz
Frauen
SGB

Demonstrationen Schweiz
Lohngleichheit
Volltext
Deutliches Signal an das Parlament: Rund 20'000 demonstrieren für Lohngleichheit. Ein unüberhörbares Signal an den Nationalrat hat die grosse und breit abgestützte Kundgebung auf dem Bundesplatz gesandt. Ein Bündnis von Gewerkschaften, Frauen- und Gleichstellungsorganisationen sowie Parteien hatte dazu aufgerufen, die Lohngleichheit einzufordern. Enough: Rund 20'000 Personen haben am 22. September an einer grossen und breit abgestützten Kundgebung auf dem Bundesplatz die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern eingefordert. Ein breites Bündnis von Gewerkschaften, Frauen- und Gleichstellungsorganisationen sowie Parteien schickt damit ein deutliches Signal an den Nationalrat, damit er nächste Woche endlich wirksame Massnahmen gegen die Lohndiskriminierung beschliesst. Ein Bündnis von über 40 Organisationen hat zur nationalen Kundgebung für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung aufgerufen. Denn obwohl die Bundesverfassung seit 37 Jahren garantiert, dass Frauen für gleichwertige Arbeit auch gleich viel Lohn erhalten, wie die Männer, sind die Lohnunterschiede immer noch gross. So verdienen Frauen im Schnitt immer noch fast ein Fünftel weniger als ihre Kollegen, eine Differenz von über sieben Prozent ist durch objektive Faktoren nicht erklärbar und diskriminierend. Dieser Lohnklau an den Frauen beträgt im Schnitt jeden Monat 590 Franken. Jedes Jahr entgehen den Frauen so aufgrund ihres Geschlechts fast 10 Milliarden Franken. (…).
SGB, 22.9.2018.
SGB > Lohngleichheit. Demo Bern. SGB, 2018-09-22.
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21.09.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Demonstrationen Bern
Lohngleichheit
Volltext
Für Lohn und Wertschätzung. Auch 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik der Schweiz besteht noch immer Lohndiskriminierung zwischen den Geschlechtern. Der Kampf der Frauen für Gleichheit geht weiter: am 22. September in Bern. Die Rechnung zur Lohngleichheit ist noch offen: PolitikerInnen und UnternehmerInnen interessiert es nicht, dass der Inhalt der Lohntüten Ende Monat bei gleicher Arbeit unterschiedlich ist. Seit 1981 gibt es den Grundsatz für Gleichberechtigung und 1996 trat das Gleichstellungsgesetz in Kraft, das auf die Beseitigung von Benachteiligungen der Frauen im Erwerbsleben wie geringe Löhne oder ungleiche Anstellungschancen hinzielt. In der Bundesverfassung heisst es im Artikel 8: „Mann und Frau sind gleichberechtigt.“ Das gilt für rechtliche und tatsächliche Gleichstellung in Familie, Ausbildung und Arbeit. Und: „Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“ 10‘000 Franken pro Jahr. Es ist also durch die Bundesverfassung und das Gleichstellungsgesetz eindeutig verboten, wenn Frauen für gleichwertige Arbeit weniger erhalten. In der Praxis wird dieses Verbot missachtet. Auch Jahre später verdienen Frauen 20 Prozent weniger als Männer in einer vergleichbaren Position. Eine Rechnung zeigt, um welche Beträge Frauen hier von den Unternehmen betrogen werden: Verdient der Mann 4500 Franken, so erhält die Frau bei gleichwertiger Arbeit nur 3600 Franken. Zusammengerechnet bedeutet dies eine Einbusse von rund 10 000 Franken (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 21.9.2018.
Vorwärts > Frauen. Lohngleichheit. Vorwärts, 2018-09-21.
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07.09.2018 Schweiz
Frauen
SGB

Präsidium
SGB
Volltext
Zeit für eine SGB-Präsidentin. Nach Jahrzehnten der Männerpräsidentschaft ist es Zeit für eine SGB-Präsidentin: Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes empfiehlt nach einem Hearing beide Kandidatinnen Marina Carobbio und Barbara Gysi zur Wahl. Beide Frauen verfügen über die nötige Führungserfahrung, Durchsetzungskraft und Kompetenz, um den Gewerkschaftsbund in die Zukunft zu führen. Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes spricht sich dezidiert dafür aus, dass der SGB in Zukunft von einer Frau präsidiert wird. Sie hat deshalb die beiden Präsidentschaftskandidatinnen Marina Carobbio (VPOD) und Barbara Gysi (PVB, Unia) an ihre Sitzung vom 6. September eingeladen, um sie persönlich kennen zu lernen und ihre Eignung für das SGB-Präsidium zu prüfen. Im Gespräch haben beide Frauen als starke und kämpferische Persönlichkeiten überzeugt, die den SGB erfolgreich in die Zukunft führen können. Die Kommissionsmitglieder haben deshalb einstimmig beschlossen, dem Kongress sowohl Marina Carobbio als auch Barbara Gysi zur Wahl zu empfehlen. Co-Präsidentin Christiane Brunner (1994-1998) war bisher die einzige Frau in dieser Position, es ist daher höchste Zeit für eine Frau an der Spitze des grössten Gewerkschaftsdachverbands – zumal nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Gewerkschaften zunehmend weiblicher werden. Mit der Wahl einer Frau an die Spitze des SGB würden die Gewerkschaften mit gutem Beispiel vorangehen und den Anspruch auf (…).
VPOD Schweiz, 7.9.2018.
VPOD Schweiz > Frauen. SGB-Präsidium. VPOD Schweiz, 2018-09-07.
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07.09.2018 Schweiz
Frauen
VPOD Schweiz

Präsidium
SGB
Volltext
Zeit für eine SGB-Präsidentin. Nach Jahrzehnten der Männerpräsidentschaft ist es Zeit für eine SGB-Präsidentin: Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes empfiehlt nach einem Hearing beide Kandidatinnen Marina Carobbio und Barbara Gysi zur Wahl. Beide Frauen verfügen über die nötige Führungserfahrung, Durchsetzungskraft und Kompetenz, um den Gewerkschaftsbund in die Zukunft zu führen. Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes spricht sich dezidiert dafür aus, dass der SGB in Zukunft von einer Frau präsidiert wird. Sie hat deshalb die beiden Präsidentschaftskandidatinnen Marina Carobbio (VPOD) und Barbara Gysi (PVB, Unia) an ihre Sitzung vom 6. September eingeladen, um sie persönlich kennen zu lernen und ihre Eignung für das SGB-Präsidium zu prüfen. Im Gespräch haben beide Frauen als starke und kämpferische Persönlichkeiten überzeugt, die den SGB erfolgreich in die Zukunft führen können. Die Kommissionsmitglieder haben deshalb einstimmig beschlossen, dem Kongress sowohl Marina Carobbio als auch Barbara Gysi zur Wahl zu empfehlen. Co-Präsidentin Christiane Brunner (1994-1998) war bisher die einzige Frau in dieser Position, es ist daher höchste Zeit für eine Frau an der Spitze des grössten Gewerkschaftsdachverbands – zumal nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch die Gewerkschaften zunehmend weiblicher werden. Mit der Wahl einer Frau an die Spitze des SGB würden die Gewerkschaften mit gutem Beispiel vorangehen und den Anspruch auf mehr Frauen in Führungspositionen in Politik und Wirtschaft selber einlösen. (…).
VPOD Schweiz, 7.9.2018.
VPOD Schweiz > Frauen. SGB-Präsidium. VPOD Schweiz, 2018-09-07.
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01.09.2018 Kuba
Frauen
Junge Welt

Frauen
Volltext
Ein bedeutender Schritt. Vor sechzig Jahren stellte die kubanische Rebellenarmee nach langer Diskussion mit den „Marianas“ eine erste Fraueneinheit auf. Am 4. September 1958 wurde die Einheit „Las Marianas“ auf Initiative Fidels gegründet. Der Comandante en Jefe hatte diesen Namen sozusagen als Ehrerweisung für Mariana Grajales, der Mutter des Generals Antonio Maceo ausgewählt. Sie war eine aussergewöhnliche Frau, die zur Heldin unserer Unabhängigkeitskriege wurde. Wer in einem kubanischen Betrieb erwähnt, dass Frauen in Deutschland für gleichwertige Arbeit im Schnitt mehr als 20 Prozent weniger Lohn erhalten als Männer, erntet meist ungläubige Blicke. In Kuba ist das Prinzip „gleiches Entgelt für gleiche Arbeit“ seit dem Sieg der Revolution eine Selbstverständlichkeit. Doch auch auf der Karibikinsel wurde den Frauen die Gleichstellung nicht geschenkt. Sie haben sich ihre Rechte in Jahrzehnten erkämpft. Eine Vorreiterrolle spielte dabei die aus Frauen bestehende Guerillaeinheit „Las Marianas“, die am 4. September 1958 auf Initiative Fidel Castros gegründet worden war. Das vorrevolutionäre Kuba war durch den im Zuge des spanischen Kolonialismus importierten Machismo geprägt. Der Mann galt als aktiver Ernährer, der die Entscheidungen traf, die Frau hatte passiv zu sein. Vor 1959 waren nicht einmal zehn Prozent der Frauen berufstätig. Von denjenigen, die einer Arbeit nachgingen, waren wiederum fast drei Viertel als Dienstmädchen beschäftigt. Die in ihrer Mehrzahl meist sehr armen Mädchen wurden oft Opfer (…)..
Junge Welt, 1.9.2018.
Junge Welt > Kuba. Frauen. Junge Welt, 2018-09-01.
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01.09.2018 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Volltext
Die Unia Frauen sind bereit für Lohngleichheit und echte Gleichstellung zu kämpfen! Unia Frauen bereit für einen Frauenstreik. Über 100 Frauenvertreterinnen haben an der diesjährigen Unia-Frauenkonferenz in Neuenburg ihre Bereitschaft zu einem aktiven Kampf für Lohngleichheit und echte Gleichstellung ausgedrückt. Sie rufen zur Teilnahme an der Kundgebung für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung vom 22. September auf und sind entschlossen, für 2019 einen Frauenstreik vorzubereiten. Die Lohnungleichheit in der Schweiz ist skandalös: Eine Frau wird in ihrem Berufsleben um durchschnittlich 300‘000 Franken betrogen. Der Wille zur Umsetzung der Lohngleichheit bürgerlichen Politikern fehlt hingegen. Die im Parlament hängige Gesetzesrevision ist ein Hohn für alle Frauen: Nur ein Prozent der Unternehmen müssten Lohngleichheitsanalysen durchführen, ohne Sanktionsmassnahmen und mit zeitlicher Beschränkung. Dies muss der Nationalrat korrigieren! Massnahmen gegen Sexismus und Gewalt verstärken. Im Internet sind Frauen überdurchschnittlich oft von Hasstiraden betroffen, die auf ihren Körper oder ihre Sexualität bezogen sind. In Genf wurden erst kürzlich fünf Frauen von Männern brutal niedergeschlagen. Dies ist leider kein Einzelfall. Laut Studien haben über 40 Prozent der Frauen schon physische Gewalt oder Drohungen erlitten. Sexistische Denk- und Verhaltensmuster sind oft der Boden für solche Gewalt. Die Unia Frauen fordern deshalb wirksame Massnahmen zur Prävention. (…).
Unia Schweiz, 1.9.2018.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Unia Schweiz, 2018-09-01.
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17.08.2018 Schweiz
Frauen
Travail.Suisse

Gleichstellung
Nationalrat
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes: Es bleibt bei der harmlosen Hauskatze. Auch nach der Kommission des Nationalrates bleibt es dabei: Weniger als 1% der Unternehmen sollen die Lohngleichheit von Frauen und Männern überprüfen müssen. Diese Überprüfungen werden demnach nur eine Minderheit der Arbeitnehmenden betreffen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, bedauert sehr, dass auch die Kommission Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) den Geltungsbereich des Gleichstellungsgesetzes gemäss Vorlage des Ständerates eingeschränkt hat. Eine Verknüpfung der Minimal-Vorlage mit der Erhöhung des Rentenalters der Frauen auf 65 Jahre wäre für Travail.Suisse ein Referendumsgrund. Die WBK-N ist bei der Revision des Gleichstellungsgesetzes den Entscheiden des Ständerates gefolgt. Sie schlägt dem Nationalrat vor, dass nur Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden verpflichtet werden, eine wissenschaftliche Untersuchung der Löhne durchzuführen. Der Bundesrat hat eine Schwelle von 50 Mitarbeitenden vorgeschlagen. Die Anhebung dieser Schwelle von Unternehmen von 50 auf neu 100 Mitarbeitende bedeutet konkret, dass die Gesetzesrevision gerade mal 5‘760 Unternehmen und nicht einmal die Hälfte der Erwerbstätigen (45%) betrifft. Travail.Suisse bedauert weiterhin, dass die Lohnanalyse nicht langfristig angelegt, sondern auf 12 Jahre begrenzt werden soll. Das Gesetz bleibt eine harmlose Hauskatze (Ausspruch von Ständerat Raphaël Comte). Ob das (…).
Travail.Suisse, 17.8.2018
Travail.Suisse > Gleichstellung. Travail.Suisse, 2018-08-17.
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17.08.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Natalie Imboden
Mutterschaftsversicherung
Volltext
Vom Mutterschutz zum Sozialstaat: 100 Jahre Geiz, Geifer und Galle. Die Schweiz war in Europa das letzte Land, das eine Mutterschaftsversicherung einführte. Denn Mann wollte keine Konkurrenz im Job. Bereits 1977 titelt die feministische Zeitung „Emanzipation“ treffend: „Hundert Jahre Geiz“. Der Geiz (der Arbeitgeber) ist nur der eine Hemmschuh, die patriarchale Ideologie (auch vieler Büezer) der andere. Die Geschlechterrollen sind klar zugeteilt: die Frau am Herd, der Mann am Arbeitsplatz. Er hat die Rolle des Ernährers, er bringt „die Brötchen“ nach Hause. Erwerbstätige Frauen gelten als Konkurrentinnen. Des Mannes. Und sie sehen sich häufig dem Vorwurf ausgesetzt „Rabenmütter“ zu sein und „Schlüsselkinder“ zu schaffen. In dieser bürgerlichen Welt ist die Mutterschaft Privatsache. Der Staat soll nicht eingreifen. Noch 2004 sagt SVP-Nationalrat Jürg Stahl in der Parlamentsdebatte: „Die private Angelegenheit Schwangerschaft muss nicht mit neuen Sozialversicherungen angereichert werden.“ In dieselbe Kerbe haut Johann Schneider-Ammann, damals FDP-Nationalrat, er will keine Mutterschaftsversicherung. Das Arbeitsverbot. Alles fängt an mit einem sechswöchigen Beschäftigungsverbot für Frauen nach der Niederkunft. Im Glarner Fabrikgesetz von 1864. Der Gesundheitsschutz für Arbeiterinnen ist damals eine europäische Pioniertat. Der Sonderschutz für Schwangere wird 1877 auch im (…). Natalie Imboden.
Work online, 17.8.2018.
Personen > Imboden Natalie. Mutterschaftsversicherung. Work online, 2018-08-17.
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29.06.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Elisabeth Joris
Frauenstimmrecht
Geschichte
Volltext
62 Jahre bis zum Frauenstimmrecht: „Man ist nie Mensch. Man ist entweder Mann oder Frau“. Die Geschichte beginnt mit einem Paukenschlag und endet mit einem Trillerpfeifenkonzert. Dazwischen spielen Schubladen die zentrale Rolle. Auf der Forderungsliste des Landesstreiks 1918 belegt das Frauenstimmrecht den zweiten Platz. Die prominente Platzierung schlägt bei den Frauenrechtlerinnen wie «eine Bombe» ein. Ein Paukenschlag. Sofort und per Telegramm empfiehlt die Präsidentin des Schweizerischen Frauenstimmrechtsverbands, Emilie Gourd, dem Bundesrat «wärmstens», das Frauenstimmrecht umzusetzen. Erfolglos. Ebenso erfolglos sind die beiden nationalrätlichen Motionen des Basler Freisinnigen Emil Göttisheim und des Zürcher Sozialdemokraten Herman Greulich. Die Begehren verschwinden in einer Schublade. Wicks Tiraden. Wirkung erzeugt der Paukenschlag aber unter den Frauen. Der Bund Schweizerischer Frauenvereine (BSF, heute Alliance F) setzt 1919 mit einem klaren Bekenntnis zum Frauenstimmrecht ein wichtiges Zeichen. Es folgen Abstimmungen in sechs Kantonen. Sie gehen fast alle auf sozialdemokratische Eingaben zurück. Und alle enden sie mit einem deutlichen Nein der Männer. Auch die Genossen gehören mehrheitlich zur Front der Patriarchen. Einen neuen Anlauf nehmen die Frauen an der Schweizerischen Ausstellung für Frauenarbeit (SAFFA). In Bern (…). Elisabeth Joris.
Work online, 29.6.2018.
Personen > Joris Elisabeth. Frauenstimmrecht. Geschichte. Work online, 2018-06-29.
Ganzer Text
28.06.2018 Schweiz
Frauen
Personen
WOZ
Franziska Meister
Gleichstellung
Volltext
Die Karriereleiter in die Luft sprengen. Der jüngste Bildungsbericht schiebt die Lohnungleichheit den jungen Frauen in die Schuhe. Die hingegen wissen, was sie nicht wollen. „Junge Frauen meiden Wettbewerb in Schule und Beruf“, prangerte der „Tages-Anzeiger“ letzte Woche in grossen Lettern auf der Front an. Das erkläre die fortbestehende Lohnungleichheit sowie den Umstand, dass Frauen in den Chefetagen noch immer kaum präsent sind. Schluss also mit Quoten und anderen Formen der Frauenförderung. Frauen sind selber schuld, dass sie schlechter verdienen und weniger Karriere machen. Sie „hätten es in der Hand, ihr Los zu verbessern“, schreibt Inlandredaktor Christoph Aebischer. Denn eines „kann den Mädchen auch die beste Lehrerin nicht abnehmen: Auf den Wettbewerb muss sich jedes selber einlassen.“ Basis für diese Behauptungen ist der· jüngste Bildungsbericht der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF), der die „Leistungsfähigkeit“ des Schweizer Bildungswesens überwacht. Im Fokus stehen genau drei Kriterien: „Effektivität, Effizienz, Equity.“ Letzteres bedeutet laut Wörterbuch übrigens Eigenkapital oder Marktwert. Genau genommen kapriziert sich der „Tages-Anzeiger“ auf eine im Bericht integrierte Studie eines Bildungsforschers - pardon, Bildungsökonomen. Dieser liess 1500 AchtklässlerInnen ein Computergame spielen, bei dem es darum ging, Geld zu verdienen, wobei umso höhere Gewinne lockten, je wettbewerbs- und risikofreudiger sich die Schülerlnnen (…). Franziska Meister.
WOZ, 28.6.2018.
Personen > Meister Franziska. Gleichstellung. WOZ, 2018-06-28.
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28.06.2018 Japan
Frauen
Vorwärts

Gleichstellung
Volltext
Unzufrieden mit der· Gleichstellung. Japan bildet vielfach ein Schlusslicht bezüglich der Gleichstellung im internationalen Vergleich. In der Politik sind Frauen in extremen Ausmass untervertreten. Die Kommunistische Partei Japans fordert eine Änderung des Wahlsystems, um dagegen anzukämpfen. Ein Gesetz zur Förderung von Gleichstellung der Geschlechter in der Politik wurde im vergangenen Monat in Japan eingeführt. Es verlangt, dass politische Parteien und Gruppierungen eine gleiche Anzahl an männlichen und weiblichen KandidatInnen bei lokalen und nationalen Wahlen anstreben sollen. 72 Jahre sind vergangen, seit der ersten Parlamentswahl 1946, in der die japanischen Frauen wählen und sich zur Wahl stellen konnten. In der Wahl wurden 39 weibliche Kandidatinnen gewählt. Seit damals forderten die japanischen Frauen die vollständige Gleichstellung, weibliche Ermächtigung und die stärkere Beteiligung in der Politik. Um Letztere steht es nicht gut: Im Unterhaus des japanischen Parlaments sind nur 10,1 Prozent der Abgeordneten weiblich, im Oberhaus sind es 20,7 Prozent. Japan steht auf dem 160. Platz von 193 Ländern bezüglich der Geschlechtergleichheit im Parlament. In der Lokalpolitik sieht es nicht besser aus: In den Präfekturräten sind 9,9 Prozent Frauen, in den Stadträten 14,6 Prozent und in den Quartier- und Dorfräten 9,8 Prozent. Japan steht damit weit hinter anderen Ländern. Ein Schritt vorwärts. Von der Kommunistischen Partei Japans (KPJ) sind 30,8 Prozent der Parlamentsabgeordneten Frauen, 36,1 (…).
Vorwärts, 28.6.2018.
Vorwärts > Japan. Gleichstellung. Vorwärts, 2018-06-28.
Ganzer Text
15.06.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Frauenstreik 2.0. Am 14. Juni 2019 findet der zweite Frauenstreik statt. Save the date, reserviere das Datum! Diese Ankündigung kursiert auf Facebook. Und ein Manifest von Juso und SP zum Unterschreiben ruft das Frauenjahr aus. Dieses dauert bis am 14. Juni 2019 – und bis dann muss die Schweiz folgende Forderungen umgesetzt haben: 1. Die Lohngleichheit, mit Lohnkontrollen und Sanktionen. 2. Die Anerkennung unserer Arbeit: Familie und Haushalt sind Arbeit. Beruf und Familie müssen endlich vereinbar werden. Und 3. Keine Gewalt gegen Frauen. 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik mobilisieren die Frauen also für den zweiten. Sie mögen nicht mehr warten. Denn Geduld und Demut brachten uns Frauen noch nie voran. Wut und Proteste schon. Save the date! Frauen kämpften 62 Jahre bis zum Frauenstimmrecht, 88 Jahre bis zur Gleichstellung im Eherecht, 60 Jahre bis zur Fristenlösung bei der Abtreibung und 86 Jahre bis zur Mutterschaftsversicherung. Verrückt: Das ist alles noch gar nicht so lange her. Meine Mutter lebte fast vierzig Jahre ohne Stimmrecht. Und 56 Jahre unter einem frauenfeindlichen Eherecht. Es stellte die Ehefrau unter die Vormundschaft des Mannes. Der Mann konnte allein über Familieneinkommen und Wohnort bestimmen. Der Mann konnte der Frau sogar verbieten, erwerbstätig zu sein. Und er könnte es immer noch, wäre es nach der SVP (…). Marie-Josée Kuhn.
Work, 15.6.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik 2019. Work, 2018-06-15.
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04.04.2018 Schweiz
Frauen
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SEV Schweiz
Markus Fischer
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Die rund 70 Pensionierten hörten nicht nur zu, sondern brachten sich auch aktiv ein. Branchentagung Pensionierte des Unterverbands VPT. Die Rechte spart bei den Kleinen. Die politische Grosswetterlage mit einem Parlament und einem Bundesrat rechts der Mitte, welche Liberalisierung, Wettbewerb, Privatisierung und Sparen priorisieren, hat auch Folgen für die Pensionierten. So will die Parlamentsmehrheit bei den Ergänzungsleistungen massiv sparen. Das Thema "Ergänzungsleistungen" der Branchentagung der VPT-Pensionierten vom 15. März in Olten war aktuell, denn gleichentags beriet der Nationalrat die EL-Reform und erhöhte die Kürzungen des Ständerats von 352 auf 700 Mio. Viel zu tiefe Mietzinsmaxima. "Besonders wichtig wären höhere Mietzinsmaxima, denn seit ihrer letzten Anpassung 2001 sind die Mietzinsen im Schnitt um rund 24% gestiegen", sagte SGB-Zentralsekretär Reto Wyss. Doch der Nationalrat will sie nur in Städten leicht erhöhen (für Alleinstehende von 1100 auf 1200 Franken), auf dem Land aber nicht. Und neu sollen die Kantone sie gar um 10% senken können. Einziger positiver Punkt der Reform ist nur noch, dass man ab 58 Jahren beim Verlust der Stelle neu Anrecht darauf haben soll, in der Pensionskasse zu bleiben und eine Rente zu erhalten. Dies hatte schon die im September verworfene "Altersvorsorge 2020" vorgesehen, die von rechts mit dem Argument bekämpft wurde, dass Bedürftige ja EL beantragen könnten. (…). Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > Ergänzungsleistungen. SEV, 2018-04-04.
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04.04.2018 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Yves Sancey
Frauen
Schwangerschaft
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Eine Mutter kämpft für ihr Recht. Seit 2014 haben alle arbeitenden Mütter in der Schweiz Anrecht auf bezahlte Stillpausen am Arbeitsplatz. Doch die Genfer Verkehrsbetriebe TPG sträubten sich neulich noch gegen die Anwendung dieses Bundesrechtes. Die junge Tramführerin Esperanza Muñoz wurde im August 2017 Mutter. Da sie nach der Wiederaufnahme der Arbeit weiter stillen wollte, erkundigte sie sich über ihre Rechte. Ihr Arzt bescheinigte, dass sie aus gesundheitlichen Gründen und im Interesse des Stillens während dessen Dauer vom Fahren zu dispensieren sei.* Als sie das Arztzeugnis im November dem Arbeitgeber vorlegte, antwortete der Rechtsdienst, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes zum Stillen für sie nicht gälten, da sie dem Arbeitszeitgesetz (AZG) unterstehe. Sie suchte Rat beim SEV und einem Anwalt. Der verwies die TPG auf Artikel 17 des AZG, der klarstellt: "«Für den Gesundheitsschutz, die Beschäftigung, die Ersatzarbeit und die Lohnfortzahlung bei Mutterschaft gelten die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes (…)." Trotz der klaren Rechtslage und dem Arztzeugnis verlangten die TPG aber von der stillenden Mutter, ab 15. Januar wieder zu fahren. Also ging sie an diesem Tag in die Garage, damit man ihr nicht Fehlen am Arbeitsplatz vorwerfen konnte, jedoch in Zivilkleidung, da ihr das Arztzeugnis vom Fahren abriet. Dank der Unterstützung des SEV lenkten die TPG schliesslich ein, wiesen ihr bis auf Weiteres eine Büroarbeit zu und gestanden ihr täglich maximal 90 bezahlte Minuten (…). Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV > Frauen. Stillpause. SEV, 4.4.2018.
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29.03.2018 Schweiz
Frauen
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Work
Tamara Funiciello
Marie-Josée Kuhn
Feminismus
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Hexenhammer. "Wir sind die Enkelinnen der Hexen, die ihr nicht verbrennen konntet": Von den USA bis nach Polen ertönt inzwischen dieser feministische Kampfruf. Auch bei Tamara Funiciello ist er beliebt. Überhaupt empfiehlt sich die Juso-Chefin gerne als Hexenkind, zuletzt nach ihrer Wahl ins Berner Kantonsparlament: "Die Hexen kommen", postete sie fröhlich. Und 499 likten diese Drohung (Stand 27. März). Drohung? Ja, Funiciello will dem Kapitalismus und dem Patriarchat den Garaus machen. Donald Trump nennt sie einen "rassistischen, sexistischen orangen Trottel". Und über die Juso sagt sie: "Wir sind der Dorn im Arsch der SP. Dieser Dorn darf ruhig ab und zu etwas wehtun." Anal, fäkal, scheissegal! Mit ihrer erfrischenden Provo erntet Funiciello auch viel Hass. Hatespeech auf Facebook und anderswo. Und ¬Drohungen. Früher, so sagt sie, hätte man sie sicher als Hexe verbrannt. Tönt ziemlich eitel, ist wohl aber nicht falsch. Jetzt ist Marielle tot. Starke Frauen. 400 Jahre lang brannten in Europa die Scheiterhaufen. Die Hexenverfolgung war eine Frauenverfolgung. Und der "Hexenhammer" das Handbuch der Hexenprozesse. Es erschien 1487 und predigte blutigen Frauenhass: "Klein ist die Bosheit gegen die Bosheit des Weibes." Die Frau sei das defekte, unreine und unrein machende Wesen. Sie gehöre gefoltert, verdammt und verbrannt. Insbesondere im Visier der (kirchlichen) Inquisition standen damals (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 29.3.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Tamara Funiciello. Work online, 2018-03-29.
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29.03.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Sozialforum
Work
Patricia D Incau
Reportagen
Sozialforum
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Gewalt gegen Frauen: Das grosse Thema am Weltsozialforum in Brasilien. "Wir alle sind Marielle!" Trauer statt Feststimmung: Der Mord an der linken Politikerin Marielle Franco traf Brasiliens Frauen mitten ins Herz. Auch diejenigen am Weltsozialforum. Es sollte ein freudiges Treffen werden, das 14. Weltsozialforum in Salvador da Bahia. Strahlendes Wetter, Sommersonne im März, Couscous aus Plasticschalen und Tausende Menschen aus aller Welt, die auf dem Universitätscampus über globale Probleme diskutieren, Kontakte knüpfen und politische Energie tanken. Doch das globale "Klassentreffen der Fortschrittlichen" ist kaum einen Tag alt, als die brutale brasilianische Realität einbricht. Mord auf offener Strasse. Es geschah am vergangenen 14. März in Rio de Janeiro. Anderson Pedro Gomes schlängelt sein Auto durch den abendlichen Verkehr. Auf der Rückbank sitzt Marielle Franco, Stadtparlamentarierin von Rio de Janeiro und Mitglied der linken Partei für Sozialismus und Freiheit (PSOL). Plötzlich fallen Schüsse. Die Killer schiessen neun Mal. Vier Schüsse treffen Franco direkt in den Kopf. Die 38jährige ist sofort tot. Auch für ihren Fahrer Gomes kommt jede Hilfe zu spät. Schnell wird klar: Der Mord war minutiös geplant. Als Stadträtin hatte Franco immer wieder Missstände angeprangert. Die Linkspolitikerin war in den Slums aufgewachsen, in den Favelas von Rio, sie war Afrobrasilianerin und alleinerziehend. Sie leitete die (…). Patricia D'Incau.
Work online, 29.3.2018.
Personen > D'Incau Patricia. Sozialforum. Frauen. Work online, 2018-03-29.
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16.03.2018 Spanien
Frauen
Personen
Work
Andreas Rieger
Frauenstreik
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Historischer Frauenstreik in Spanien: "Auf zum Streik, mujeres!" Das hat Europa noch nie gesehen: 6 Millionen Frauen und Männer beteiligten sich in Spanien am grossen Frauenstreik. Work erklärt, warum. "Auf zum Streik!" sang eine Frauengruppe in der nordspanischen Stadt Bilbao im Vorfeld des Frauentags. Und weiter im Song: "Wir sind zehn, wir sind hundert, wir sind tausend!" Am 8. März dann die perfekte Überraschung: Sechs Millionen Frauen und Männer beteiligten sich am grössten Frauenstreik in der Geschichte Spaniens, ja Europas. Nach dem Frauenstreik in Island (1975) und jenem in der Schweiz (1991) überraschten die Spanierinnen mit einer nie gesehenen Mobilisierung. Warum gerade sie? Wenn Frau will. Der Riesenerfolg ist das Resultat jahrelanger Arbeit Hunderter feministischer "Colectivos". Viele dieser Frauengruppen sind mit der Protestbewegung "Indignadas/-os" (die Empörten) entstanden, die in Spanien seit 2011 gegen Sparprogramme, Arbeitslosigkeit, Bildungsabbau und für Gleichstellung auf die Strasse ging. Im Januar 2017 beteiligten sie sich auch an den feministischen Anti-Donald-Trump-Märschen. Am 8. März vor einem Jahr waren sie schon Hunderttausende, vor allem junge Frauen. Trotz Wirtschaftsaufschwung gibt es in Spanien für die Mehrheit der Jungen nur prekäre Jobs, eine Saisonstelle in einem Tourismusgebiet zum Beispiel. Aber kaum feste Anstellungen. Und die (…). Andreas Rieger.
Work online, 16.3.2018.
Personen > Rieger Andreas. Spanien., Frauenstreik. Work online, 2018-03-16.
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10.03.2018 Berlin
Frauen
Junge Welt

Frauentag
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Frauentag in der Hauptstadt. Mehrere tausend Menschen demonstrierten am Nachmittag des 8. März in Berlin. Die afghanische Politikerin und Frauenrechtlerin Malalai Joya war mit Abstand die bekannteste Rednerin der Demonstration unter dem Motto "Frauen wollen Revolution" am Donnerstagnachmittag am Schlesischen Tor in Berlin. Fast 17 Jahre nach Beginn der NATO-Intervention in ihrem Land widersprach sie einmal mehr der Begründung, es gehe in diesem Krieg auch um die Freiheit der Frauen. Nach ihren Worten gibt es in Afghanistan keinen Fortschritt auf diesem Gebiet, der das Leid der Zivilbevölkerung unter den Kampfhandlungen aufwiegen könnte. Ausser Terroristen sei niemand in Afghanistan sicher. Zu der Demonstration »gegen Patriarchat, Krieg, Rassismus und Faschismus« am Frauenkampftag hatten zahlreiche feministische und internationalistische Gruppen aufgerufen – darunter kurdische, lateinamerikanische und koreanische Fraueninitiativen sowie eine von Romnija und mehrere Organisationen geflüchteter Frauen. Das Sternchen nach "Frauen" im Aufruf stand dafür, dass alle »FLTI«, also Frauen/Lesben, Trans- und Intersexuelle eingeladen waren, sich zu beteiligen. Eine Rednerin des kurdisch-deutschen Frauenrats Dest-Dan verurteilte die strengen Polizeikontrollen, mit denen verbotene Symbole aussortiert werden sollten, etwa solche der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). (…).
Junge Welt, 10.3.2018.
Junge Welt > Frauentag 2018. Junge Welt, 2018-03-10.
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