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Anzahl gefundene Artikel: 223

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07.02.2019 Burkina Faso
Winterthur
Solidar Suisse
Vorwaerts

Kinderarbeit
Petition
Volltext
Kinderarbeit stoppen! Redaktion. Von der illegalen Kinderarbeit auf den Baumwollfeldern in Burkina Faso profitieren auch die Schweizer Händler Reinhart AG in Wlnterthur und Louis Dreyfus In Genf. In einer Petition fordert Solldar Sulsse die belden Händler auf, sich sofort für die Abschaffung der prekären Kinderarbeit in Ihrer Lleferkette einzusetzen. In Burkina Faso arbeiten 250‘000 Kinder auf den Baumwollfeldern. Von dieser illegalen Praxis profitieren auch Schweizer Baumwollhändler. Solidar Suisse dokumentiert in einem Bericht das Ausmass dieser illegalen Tätigkeit und zeigt auf, dass Kinder von 5 bis 17 Jahren auf den Baumwollfeldern unter misslichen Bedingungen arbeiten. Beim Pflügen, der Aussaat, dem Düngen, Behandeln und Ernten der Baumwolle sind sie erheblichen Gefahren ausgesetzt. Ohne Schuhe und Schutzausrüstung können sie von Schlangen gebissen oder von Skorpionen gestochen werden. Schlimmer noch ist das Sprühen von Pestiziden - die hochgiftigen Chemikalien machen sowohl unmittelbar als auch langfristig krank und potenziell unfruchtbar. Manche Kinder gehen wegen der Arbeit nicht zur Schule, andere nur unregelmässig oder völlig übermüdet. Unmissverständliche Forderungen. Von diesem Missstand profitieren das Familienunternehmen Reinhart AG aus Winterthur und der Multi Louis Dreyfus SA in Genf. Sie kaufen bedeutende Mengen Rohbaumwolle aus Burkina Faso und verkaufen sie weiter in alle Welt. Über ihre wirtschaftliche Tätigkeit sind sie direkt verbunden mit der Kinderarbeit (…).
Vorwärts, 7.2.2019.
Vorwärts > Burkina Faso. Kinderarbeit. Petition. Vorwaerts, 2019-02-07.
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10.04.2018 Winterthur
Personen
SGB
Gabriela Medici
Gewinne
Volltext
AXA-Entscheid bestätigt SGB-Kritik. SGB warnt: Privatversicherer sahnen nach wie vor zu viel ab. Der heutige Entschied der AXA, aus dem Geschäft mit Vollversicherungen auszusteigen, bestätigt die Kritik des SGB, dass die Vollversicherungslösungen der Lebensversicherungen für die Versicherten der beruflichen Vorsorge unattraktiv und in der Regel deutlich schlechter sind. Die AXA erhofft sich mehr Gewinn mit teilautonomen BVG-Lösungen. Sie behauptet, dies sei auch im Interesse der Versicherten. Für den SGB jedoch ist nach wie vor klar: Versicherte fahren besser, wenn sie bei anderen Anbietern der 2. Säule angeschlossen sind, die eben nicht gewinnorientiert sind. Die Versicherer betreiben ihr Geschäft gewinnorientiert. Sie verursachen durch eine minimale Verzinsung, überhöhte Risikobeiträge und hohe Verwaltungs- und Vermögenskosten enorme Geldabflüsse aus der 2. Säule. Für die versicherten Arbeitnehmenden fliesst dadurch viel Geld aus der beruflichen Vorsorge ab, welches für die Renten fehlt. Der SGB kritisiert, dass Versicherungsgesellschaften Profite aus der Durchführung einer Sozialversicherung ziehen – das ist systemfremd. Der Entscheid der AXA zeigt aber auch auf, dass die Situation der Versicherten mit tiefen Löhnen und jene der KMU in der 2. Säule heute äusserst schwierig ist und sie immer mehr darauf angewiesen sind, sich beim Staat, also der Auffangeinrichtung, zu (...). Gabriela Medici.
SGB, 10.4.2018.
Personen > Medici Gabriela. AXA SA. Gewinne. SGB, 2018-04-10.
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14.12.2017 Winterthur
Coiffeurgeschäfte-Verband
Personen
Work
Patricia D Incau
Coiffeure/Coiffeusen
Gratisarbeit
Volltext
Monsieur Pierre, es geht auch anders! Ostschweizer Coiffeur lässt Junge gratis arbeiten. Jugendliche ohne Lohn. Das Unternehmen spricht von Ausbildung. Das richtige Wort ist: Ausbeutung. Den ganzen Tag auf den Beinen, lange Arbeitszeiten und wenig Lohn. Der Alltag der Coiffeurangestellten ist hart. Und manchmal sind die Arbeitsbedingungen sogar skandalös. Wie bei der Ostschweizer Coiffeurkette Hairstylist Pierre AG. Denn: Eine Lehrstelle bekommt dort nur, wer zuerst gratis chrampft. Ein Jahr lang müssen die Jungen die firmeneigene P2 Hairacademy besuchen, bevor es den Lehrvertrag gibt – eventuell. Denn eine Garantie, dass sie nach einem Jahr Gratisarbeit eine reguläre Lehre machen können, haben die Schulabgänger nicht. An zwei Tagen pro Woche arbeiten die Praktikantinnen und Praktikanten – meist 15- und 16jährige – im Salon. An echten Kunden, zum Rabattpreis. Einen Lohn bekommen die Jugendlichen nicht. Dafür eine Rechnung: für Arbeitsmaterial wie Scheren und Bürsten sowie Spesen. „Sklaverei“. Die Berner Coiffeur-Legende Gianni Izzo weiss, wie hier gerechnet wird. „Wenn man Nebentätigkeiten wie Bodenwischen, Haarewaschen und Färben an unbezahlte ‚Praktikanten‘ abgeben kann, kann man mehr Kundinnen und Kunden bedienen und verdient entsprechend mehr.“ Zwar, so Izzo, wenden dieses Prinzip die meisten Coiffeurketten an. Dass aber unter dem Vorwand „Ausbildung“ ein ganzes Jahr kein Lohn bezahlt werde, sei doch besonders dreist. Unia-Jugend-Sekretärin Kathrin Ziltener sagt zum (...). Patricia D’Incau.
Work online, 14.12.2017.
Personen > D’Incau Patricia. Coiffeure. Gratisarbeit. Work online, 2017-12-14.
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02.12.2017 Winterthur
Coiffeurgeschäfte-Verband
Unia Schweiz

Ausbildung
Coiffeure/Coiffeusen
Lehrlingswesen
Volltext
Gratis-Arbeit in der Ausbildung: A.S.I.-Award 2017 geht an“Hairstylist Pierre“. Schmähpreis der Unia Jugend für Coiffeur-Unternehmen. Die Unia Jugend hat den Apprentice Simply Ignored-Award (A.S.I.-Award), einen jährlichen Schmähpreis für Firmen, die die Rechte von jungen Arbeitnehmenden nicht respektieren, an die Hairstylist Pierre AG verliehen. Sinnbildlich hat sie dem Unternehmen eine Fussmatte mit der Aufschrift „Wir sind keine Fussabtreter“ übergeben. Zur Hairstylist Pierre AG gehören 13 Salons der „Hairstylist Pierre“-Kette, 15 Salons der Kette „Cut and Color“ und die „P2 Hairacademy“ in Winterthur. Diese „Akademie“ bildet keine Lernenden aus, sondern bietet einjährige Praktika an, die Voraussetzung für eine Lehre bei «Hairstylist Pierre» sind. Der Haken daran: Während des Praktikums arbeiten die Auszubildenden zwei Tage pro Woche in einem Coiffeur-Salon des Unternehmens – gratis. Praktikant/innen sind ausgeliefert. Die Praktikant/innen leisten nicht nur Gratis-Arbeit, sie müssen auch ihre persönlichen Arbeitsmittel (Scheren, Bürsten, etc.) selber bezahlen und für ihre Spesen (Reisespesen und Verpflegung) aufkommen. Zwar haben die jungen Menschen keine Garantie, bei erfolgreichem Abschluss des Praktikums eine Lehrstelle bei „Hairstylist Pierre“ zu erhalten. Andererseits sind sie in ihrer Stellenwahl nicht frei: Falls sie bei einem anderen Unternehmen einen Lehrvertrag abschliessen, obwohl sie auch ein Angebot von „Hairstylist Pierre“ haben, müssen sie der Firma 1‘500 Franken für die „Ausbildung“ bezahlen. Reguläre (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 2.12.2017.
Unia Schweiz > Coiffeurgewerbe. Schmähpreis. Unia, 2017-12-02.
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03.05.2017 Winterthur
Junge Welt
Spitäler

Privatisierung
Spitäler
Volltext
„Jede Klinik muss schauen, wo sie bleibt“. Zwei Krankenhäuser in Zürich sollen privatisiert werden. Das Gesundheitssystem will man auf Wettbewerb trimmen. Gespräch mit Andreas Daurù. Andreas Daurù ist für die Sozialdemokratische Partei der Schweiz im Landesparlament Zürich, dem Kantonsrat. Zudem ist er Präsident der Zürcher Sektion der Gewerkschaft des öffentlichen Diensts (VPOD). Am 1. Mai demonstrierten die Gewerkschaften in Zürich unter dem Motto „Gesundheit vor Profit“. Gerade Ihr Verband, der VPOD, warnt vor Privatisierungen von Kliniken. Weshalb? Es geht dabei um zwei Einrichtungen im Kanton Zürich. Zunächst um das Kantonsspital Winterthur, welches im Kanton das zweitgrösste Krankenhaus ist. Auch die „Integrierte Psychiatrie Winterthur“ ist bedroht, sie stellt allein die psychiatrische Versorgung im Nordteil des Kantons sicher. Beide Spitäler versorgen ein Einzugsgebiet mit knapp einer halben Million Einwohnern. Derzeit sind sie noch in öffentlicher Hand: Das Kantonsspital als öffentlich-rechtliche Einrichtung, die Psychiatrie direkt als Verwaltungseinheit des Kantons. Doch der bürgerlich dominierte Regierungsrat – also die Regierung Zürichs – will beide Institutionen in Aktiengesellschaften umwandeln. Die ersten fünf Jahre sollen die Aktien der Häuser dabei weiter dem Kanton gehören. Danach aber könnte die Regierung bis zu 49 Prozent der Aktien verkaufen, ohne Parlament oder Bevölkerung befragen zu müssen. Lassen wir den Aktienverkauf vorerst außen vor. Welche (…). Interview: Johannes Supe.
Junge Welt, 3.5.2017.
Junge Welt > Winterthur. Spitäler. Privatisierung. Junge Welt, 2017-05-03.
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26.08.2016 Winterthur
Burckhardt Winterthur
Unia Schweiz

Burckhardt Winterthur
Entlassungen
Kurzarbeit
Volltext
Burckhardt Compression stellt 100 Angestellte auf die Strasse. Massenentlassungen beim Arbeitgeber-Präsidenten. So verstehen zwei führende Schweizer Arbeitgebervertreter „Sozialpartnerschaft“: Burckhardt Compression, der Industriekonzern von Arbeitgeberpräsident Valentin Vogt, verdient viel Geld – dennoch verkündet er heute Massenentlassungen. Verwaltungsrats-Präsident Vogt und sein Vize Hans Hess (gleichzeitig Swissmem-Präsident) zerstören 100 Arbeitsplätze und setzen 100 Arbeitende in Winterthur auf Kurzarbeit. Dabei produziert Burckhardt mit einer Brutto-Gewinnmarge von 31,1 Prozent und einem Gewinn von 15 Prozent. Der Umsatz wächst (rund eine halbe Milliarde Franken). Burckhardt hat 2015 einen US-Konzern und 2016 den führenden chinesischen Kompressor-Hersteller gekauft. Die Dividende ist hoch, die Vergütungen und Boni für Verwaltungsräte und Geschäftsleitung sind einmal mehr gestiegen: CEO Marcel Pawlicek kassierte 2015 insgesamt rund 1,3 Millionen Franken. Allein am schwer geprüften Industriestandort Winterthur lässt Vogt nun 50 Stellen streichen. Dafür hat er Entlassungen angekündigt. 50 weitere Arbeitsplätze will er im Ausland abbauen. Unia stellt Forderungen. Die Gewerkschaft Unia akzeptiert diese Entlassungen und jene der anderen 50 Kolleginnen und Kollegen im Ausland nicht. Sie stellt drei Forderungen an (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 26.8.2016.
Unia Schweiz > Burckhardt Winterthur. Entlassungen. Unia, 2016-08-26.
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11.03.2016 Winterthur
Sulzer AG
Unia Ostschweiz-Graubünden

Betriebsschliessung
Sulzer AG, Winterthur
Volltext
Werkschliessung bei Sulzer - 90 Jobs gehen verloren. Die Gewerkschaft Unia ist empört über die Ankündigung von Sulzer, die Produktion in Winterthur zu schliessen. Der Konzern stellt Profitgier über alles andere. Der Fall zeigt aber auch die verheerenden Folgen der Nationalbankpolitik. Der Industriekonzern Sulzer will sein Werk in Winterthur schliessen und 90 Leute auf die Strasse stellen. Als Begründung nennt Sulzer den überbewerteten Franken. Doch es geht auch um Profitmaximierung. Empörendes Verhalten von Sulzer. Sulzer versucht, seine Profite auf Kosten der Beschäftigten zu maximieren. Es ist kaum zwei Wochen her, dass Sulzer die Ausschüttung einer Sonderdividende an die Aktionäre angekündigt hat. Der neue Sulzer-CEO kassiert zusätzlich eine Antrittsprämie von fast 3 Millionen Franken. Dass jetzt 90 Menschen mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes dafür zahlen müssen, ist eine Frechheit. Die Unia fordert den Konzern auf, die Stellen in Winterthur zu erhalten. Spur der Verwüstung in der Industrie. Es ist wichtig, diesen Fall im Kontext zu sehen: Die Währungspolitik der Nationalbank hinterlässt gegenwärtig eine Spur der Verwüstung in der Industrie. Tausende Stellen wurden dieses Jahr bereits abgebaut. Der Hauptgrund ist der aufgeblähte Schweizer Franken, ein Resultat der desaströsen und mutlosen Politik der Nationalbankspitze. Die SNB macht sich zur Totengräberin des Werkplatzes Schweiz. Es braucht jetzt sofort einen neuen Mindestkurs, wie ihn die Unia schon lange fordert. Politik muss handeln. (…).
Unia Ostschweiz, 11.3.2016.
Unia Ostschweiz > Sulzer AG, Betriebsschliessung. Unia Ostschweiz, 2016-03-11.
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11.03.2016 Winterthur
Sulzer AG
Unia Ostschweiz-Graubünden

Betriebsschliessung
Medien-Mitteilung
Sulzer AG
Volltext
Werkschliessung bei Sulzer - 90 Jobs gehen verloren. Starker Franken hinterlässt Spur der Verwüstung. Die Gewerkschaft Unia ist empört über die Ankündigung von Sulzer, die Produktion in Winterthur zu schliessen. Der Konzern stellt Profitgier über alles andere. Der Fall zeigt aber auch die verheerenden Folgen der Nationalbankpolitik. Der Industriekonzern Sulzer will sein Werk in Winterthur schliessen und 90 Leute auf die Strasse stellen. Als Begründung nennt Sulzer den überbewerteten Franken. Doch es geht auch um Profitmaximierung. Empörendes Verhalten von Sulzer. Sulzer versucht, seine Profite auf Kosten der Beschäftigten maximieren. Es ist kaum zwei Wochen her, dass Sulzer die Ausschüttung einer Sonderdividende an die Aktionäre angekündigt hat. Der neue Sulzer-CEO kassiert zusätzlich eine Antrittsprämie von fast 3 Millionen Franken. Dass jetzt 90 Menschen mit dem Verlust ihres Arbeitsplatzes dafür zahlen müssen, ist eine Frechheit. Die Unia fordert den Konzern auf, die Stellen in Winterthur zu erhalten. Spur der Verwüstung in der Industrie. Es ist wichtig, diesen Fall im Kontext zu sehen: Die Währungspolitik der Nationalbank hinterlässt gegenwärtig eine Spur der Verwüstung in der Industrie. Tausende Stellen wurden dieses Jahr bereits abgebaut. Der Hauptgrund ist der aufgeblähte Schweizer Franken, ein Resultat der desaströsen und mutlosen Politik der Nationalbankspitze. Die SNB macht sich zur Totengräberin des Werkplatzes Schweiz. Es braucht jetzt sofort einen neuen Mindestkurs, wie (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 11.3.2016.
Unia Schweiz > Sulzer AG. Betriebsschliessung. Unia Medienmitteilung, 2016-03-11.
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09.11.2015 Winterthur
Personen
Rieter AG
WOZ
Andreas Fagetti
Rieter AG
Stellenabbau
Volltext
Wechselkurs
Frankenschock und Stellenabbau. „Die halten uns wohl für Vollidioten“ Im Januar hob die Schweizerische Nationalbank den Euromindestkurs auf. Der Entscheid wirkt sich verheerend auf den Industriestandort Schweiz aus. Gegen 10‘000 Stellen gehen allein dieses Jahr verloren. Was Gewerkschaften, der Arbeitgeberverband und ein Direktbetroffener dazu sagen. Mehr als sechzig Firmen haben in diesem Jahr den Abbau von insgesamt gegen 10‘000 Stellen gemeldet. Rieter ist eine dieser Firmen. Im Oktober gab das einstige Winterthurer Traditionsunternehmen, das Textilmaschinen herstellt, den Abbau von 209 Stellen bekannt. Thomas D. arbeitet seit einigen Jahren in der Abteilung, die nun geschlossen und deren Arbeit ins Ausland ausgelagert werden soll. Er ist einer von 59 temporär Angestellten, die nach dem gegenwärtig laufenden Konsultationsverfahren wahrscheinlich gehen müssen - ohne Sozialplan. Wer Glück hat, wird in einer anderen Abteilung weiterbeschäftigt oder frühpensioniert. Thomas D. sitzt in seiner Stammbeiz. Ehe er zu einem Vorstellungsgespräch aufbricht, redet er mit der WOZ. Er findet es wichtig, dass man in dieser Angelegenheit nicht nur die Stimmen der Chefs in der Öffentlichkeit hört. (…). Andreas Fagetti.
WOZ, 5.11.2015.
Personen > Fagetti Andreas. Rieter AG. Stellenabbau. Frankenkurs. WOZ, 9.11.2015.
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20.10.2015 Winterthur
Rieter AG
Unia Schweiz

Entlassungen
Rieter AG
Volltext
Textilmaschinenunternehmen Rieter baut in Winterthur 209 Stellen ab. Kahlschlag trotz hohem Gewinn. Der angekündigte Abbau von fast 20% der Belegschaft (150 Festangestellte, 59 Temporäre) beim Winterthurer Spinnmaschinen-Hersteller Rieter ist ein schwerer Schlag für den Industrieplatz Schweiz. Besonders skandalös: Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr 2015 einen Nettogewinn von 52,9 Millionen Franken gemacht - und hat noch nicht genug. Die Unia wehrt sich gegen überrissene Aktionärsgewinne und kämpft weiterhin für nachhaltige Arbeitsplätze in der Schweizer Industrie. Wie viel Profit ist genug? Es ist offensichtlich: Der angekündigte Stellenabbau folgt einer reinen Profitlogik. Der Hunger der Spekulanten scheint unstillbar. Heute trifft es die Produktion eines Unternehmens, das sich seit zwei Jahrhunderten in Winterthur befindet. Doch die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass dieser reinen Managerlogik schon bald weitere Bereiche geopfert werden. Dieses Beispiel zeigt einmal mehr das eklatante Fehlen einer Schweizer Industriepolitik gestützt von Politik, Gewerkschaft und wahren Unternehmern. Die Schweiz braucht eine Industriepolitik. (…).
Unia Schweiz. Medienmitteilung, 20.10.2015.
Unia Schweiz > Rieter AG. Entlassungen. Unia, 20.10.2015.
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26.06.2015 Winterthur
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Kantonsspital

Kantonsspital
Privatisierung
Volltext
„Das KSW ist eine rentable Anlage“. Diskussion zum Gesetz über die Kantonsspital Winterthur AG. Knapp 100 Gäste fanden am Abend des 25. Juni 2015 den Weg ins Casinotheater Winterthur. Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) hatte zu einer kontroversen Diskussion über das Gesetz zur Kantonsspital Winterthur AG eingeladen. Zu diesem Zweck sassen sich auf dem Podium Privatisierungsgegner und Befürworter gegenüber. Prominentester Mitdiskutant war zweifelsohne der kantonale Gesundheitsdirektor Thomas Heiniger (FdP). Er wurde von der KSW-Direktorin Dr. Traudel Saurenmann unterstützt. Mit der ehemaligen Winterthurer Gemeinderatspräsidentin Barbara Günthard-Fitze (EVP) und SP-Kantonsrat Andreas Daurù sassen ihnen zwei Pflegefachkräfte gegenüber, die eine Umwandlung des Kantonsspitals in eine Aktiengesellschaft klar ablehnen. Moderiert wurde die Diskussion von Jakob Bächtold, dem stellvertretenden Chefredaktor des Winterthurer Landboten. Dieser fragte schon zu Beginn der Veranstaltung das Publikum, wie es heute bei einem Referendum über die Umwandlung des Kantonsspitals in eine Aktiengesellschaft abstimmen würde. Circa ein Dutzend Gäste befürwortete den Plan der Gesundheitsdirektion, während sich gut 80 Personen als Gegner der Vorlage outeten. Die Positionen pro und contra AG waren in der Diskussion schnell geklärt. (…).
GBKZ, 26.6.2015.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Kantonsspital Winterthur. GBKZ, 26.6.2015.
Ganzer Text
04.06.2015 Winterthur
Gesundheitswesen
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Barbara Günthard Fize
Gewinnbeteiligung
Privatisierung
Volltext

AG-itis, eine neue Krankheit? Kolumne: Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Das öffentliche Gesundheitswesen soll solidarisch und für alle zugänglich sein. Finanziert wird es von der Krankenkasse, der öffentlichen Hand, unseren Steuern, also ganz einfach von uns allen. Für Krankheit, ob körperlich oder seelisch, soll das bezahlt werden, was die Versorgung eben kostet. Dazu gehört eine gute pflegerische und ärztliche Versorgung. Und das Personal, welches hier bei uns arbeitet, soll einen angemessenen Lohn und gute Arbeitsbedingungen erhalten. Darüber sind sich wahrscheinlich viele einig. Doch wenn uns nun die Aktiengesellschaft, sei es beim Kantonsspital oder bei der Integrierten Psychiatrie Winterthur, von unserem bürgerlichen Gesundheitsdirektor als die heilsbringende Form verkauft wird, sträuben sich mir alle Haare. Im Laufe meiner neunjährigen Tätigkeit im Winterthurer Parlament habe ich die schlagkräftigen Worte „sichern, sanieren, effizienter und schlanker steuern“ schon oftmals gehört. Und je bürgerlicher und liberaler ein Parlament ist, umso hörbarer werden solche Begriffe. Ein gutes Beispiel dafür ist der Kantonsrat, der gerade wieder frisch bürgerlich gewählt worden ist. Würden die Gewinne bei der Spital- AG zu 100% in die Gesundheitsversorgung zurück fliessen, hätte ich nichts gegen diese Rechtsform. (…).
Barbara Günthard Fitze ,Pflegefachfrau HF
GBKZ, 4.6.2015.
Personen > Günthard Fitze Barbara. Gesundheitswesen. Privatisierung. GBKZ, 4.6.2015
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19.02.2015 Winterthur
Syndicom
Tamedia
Ziegler Druck AG

Betriebsschliessung
Volltext
Ziegler Druck AG
Tamedia schliesst Ziegler Druck: Profitmaximierung auf Kosten der Angestellten. Der Entscheid von Tamedia, Ziegler Druck zu schliessen, überrascht Syndicom nicht: Wieder maximiert ein Medienkonzern seine Profite auf Kosten der Angestellten. Dem Damoklesschwert, das seit Monaten über Winterthur hing, schneidet Tamedia jetzt den Faden durch. Vorsorglich wurde ja auch schon im November und Dezember ein Sozialplan für zukünftige Entlassungen ausgehandelt, obwohl die Schliessung von Ziegler damals noch nicht beschlossen gewesen war. Nur zwei Monate später sind diese Beteuerungen nichts mehr wert, der Konzerngewinn geht vor. Tamedia ist kein Kleinbetrieb, der demnächst Konkurs anmelden muss. Noch letzte Woche konnte der Konzern über 250 Mio. Fr. aufwerfen, um die Online-Portale „Ricardo“ und „tutti.ch“ zu übernehmen. Die Akzidenzdruckerei in Winterthur war offensichtlich ein „notwendiges Übel“, das vom Grosskonzern nur in Zusammenhang mit der vertraglich gekoppelten Übernahme des Winterthurer „Landboten“ in Kauf genommen wurde. Dass Tamedia die Druckerei jetzt abstösst, erstaunt also wenig. Nichtsdestotrotz ist der Zeitpunkt des unsozialen Schliessungsentscheids völlig absurd: (…).
Syndicom, 19.2.2015.
Syndicom > Ziegler Druck. Betriebsschliessung. Syndicom, 2015-02-19.
Ganzer Text
18.12.2014 Winterthur
Kantonsspital
Personen
VPOD Winterthur
Brigitte Gügler
Privatisierung
Referendum
Volltext
Kantonsspital Winterthur: VPOD-Referendum wird nötig. Der Zürcher Regierungsrat hat die Gesetzesvorlage für die Privatisierung des Kantonsspitals Winterthur (KSW) präsentiert. Die Delegierten der VPOD Region Zürich haben bereits im Mai 2013 einstimmig beschlossen, dass der VPOD gegen eine Privatisierungsvorlage das Referendum ergreifen wird. Die Umsetzung dieses Referendum-Beschlusses wird nun nötig. Daran ändert auch nichts, dass der Regierungsrat nach der Vernehmlassung der Privatisierungsvorlage die Hürde für den Verkauf der Aktien etwas erhöht hat. Wenn der Verkauf von 49 Prozent der Aktien durch den Regierungsrat erst nach einer Wartefrist von 2 Jahren geschehen darf und der Verkauf der restlichen 51 Prozent der Aktien die Zustimmung des Kantonsrats voraussetzen und dem fakultativen Referendum unterstehen, verzögert dies den Ausverkauf des Kantonsspitals Winterthur zwar, es verhindert ihn aber nicht. (…). Brigitte Gügler.
VPOD Winterthur, 18.12.2014.
VPOD Winterthur > Kantonsspital. Privatisierung. Referendum. VPOD. 2014-12-18.
Ganzer Text
31.10.2014 Frauenfeld
Winterthur
Faschismus
Vorwärts

Identitäre Bewegung
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Vorw%C3%A4rts/Faschismus.%20Vorw%C3%A4rts,%2031.10.2014.pdfMit Kreide und Kerzen. Von Frankreich ausgehend verbreitet sich eine neue rechtsextreme Strömung. Die „identitäre Bewegung“ setzt sich von klassischen Neonazis ab und spricht so Junge Konservative an. Nun ist das Phänomen auch in der Deutschschweiz angekommen. Die BewohnerInnen eines besetzten Hauses in Winterthur staunten nicht schlecht, als sie frühmorgens die Fassaden ihres Heims in neuer Verzierung vorfanden. Mitglieder der „Identitären Bewegung Schweiz“ (IBS) brachten am Haus dutzende Aufkleber ihrer Gruppe an, filmten die Aktion und stellten das Video ins Internet. Auf Facebook finden sich weitere Videos von Aktionen. Eines stammt vom letzten Herbst, als die Winterthurer Ortsgruppe ins Leben gerufen wurde. Damals gab es eine Bürgerinitiative zur Rettung des „Holidi“, einer beliebten Holzskulptur. Die Identitären nutzten die Gelegenheit und versuchten sich den Protestlerlnnen anzunähern. So befestigten sie Kerzen, Schweizerfähnli und Infozettel am Holidi, um auf die Situation des für sie identitätsstiftenden und heimatbetonten Kunstwerks aufmerksam zu machen. Schnell war ein poppiges Video gemacht - mit Musik der Rechtsrockband „FreiWild“ unterlegt - und ab in die Social-Media-Kanäle. (…). Jonas Komposch.
Vorwärts, 31.10.2014.
Vorwärts > Faschismus. Vorwärts, 31.10.2014.
Ganzer Text
03.10.2014 Winterthur
Unia ZH Kanton
Vorwärts
VPOD Winterthur

Organisationsbereich
Pflegepersonal
Volltext
Bewegung in der Pflege . Aus Protest gegen unzumutbare Arbeitsbedingungen sind in Winterthur am 20. September 150 Pflegerinnen privater Institutionen auf die Strasse gegangen. Ob die Mobilisierung einen Aufbruch der neuen Generation von Pflegenden einleiten wird~ ist angesichts gewerkschaftspolitischer Dispute aber ungewiss. (…). Dass die Unia im Gesundheitssektor mitmischt, ist neu und verärgert den konkurrierenden Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD). Schliesslich beschreibt sich dieser als „die Gewerkschaft für den Gesundheitsbereich“ und organisiert auch Beschäftigte des Privatsektors. Die Unia sei jedoch nie offensiv auf die Pflegenden zugegangen, sagt deren Sekretär Florian Keller. Vielmehr hätten sich die Pflegenden von sich aus an die Unia gewandt. Für Roland Brunner, VPOD-Zuständiger für das Zürcher Gesundheitspersonal, stellt die Agitation der Unia dennoch ein Bruch mit den Zuständigkeitsvereinbarungen innerhalb des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds dar. Dazu kommt der Vorwurf, die Schwestergewerkschaft habe ungenügende Dossierkenntnisse und produziere durch ihr Auftreten primär mediales Spektakel. „Auf viele PflegerInnen wirkt das abschreckend. Das Verhalten der Unia ist gewerkschaftsschädigend“, sagt Brunner gegenüber dem Vorwärts. (…). Jonas Komposch.
Vorwärts, 3.10.2014.
Vorwärts > Pflegepersonal. Organisationsbereich. Vorwärts, 3.10.2014.
Ganzer Text
02.10.2014 Winterthur
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Kantonsspital
Personen
VPOD ZH Kanton
Andreas Dauru
Kantonsspital
Privatisierung
Volltext
Gesundheit steht zum Verkauf! Kolumne „Gewerkschaftliche Gedanken" in der P.S. Ich schätze die Gewissheit und Sicherheit, bei einem Unfall oder im Falle einer Krankheit in unserem Land jederzeit eine erstklassige medizinische Versorgung zu erhalten. Dies ist nicht selbstverständlich, denn bereits in einigen Nachbarländern ist die gute medizinische Grundversorgung, wie wir sie kennen, nicht für die ganze Bevölkerung garantiert. Nun machen die neoliberalen Privatisierungsturbos in unserem Kanton nicht mal mehr Halt vor dieser wichtigen Errungenschaft des Service Public: Mit den Privatisierungsvorlagen für das Kantonsspital Winterthur, sowie die Spitäler in Bülach und Uster sollen nicht weniger als drei wichtige Grundversorgungsspitäler der gewinnorientierten Spekulation freigegeben werden. Wir sind also auf dem besten Weg, grossen Spitalkonzernen - seien diese nun aus der Schweiz oder aus dem Ausland - unsere Gesundheitsversorgung zu überlassen und aus der Hand zu geben. Wohin dies führen kann, konnten wir bereits am Beispiel des Spitals La Providence in Neuenburg beobachten: Um Ausgaben einzusparen und das Spital für die Übernahme durch den Genolier-Konzern „fit“ zu machen, wurden Personalabbau, Auslagerungen und vor allem die Nichtanerkennung des GAV’s durch die Spitalleitung geplant und bereits vor der Übernahme teilweise umgesetzt. (…).
Andreas Daurù, Präsident VPOD Zürich Kanton und SP-Kantonsrat
GBKZ, 2.10.2014.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Spitäler. Privatisierung. GBKZ, 2014-10-02.
Ganzer Text
20.09.2014 Winterthur
Demonstration
Unia ZH Kanton

Arbeitsbedingungen
Pflegepersonal
Volltext
Private Pflege und Betreuung: Überstunden zu Tiefstlöhnen. Knapp 200 Angestellte der Pflege und Betreuung haben am Samstag in der Winterthurer Altstadt für bessere Arbeitsbedingungen protestiert. Die Branche leidet seit längerem nicht nur unter tiefen Löhnen, auch lange Arbeitsschichten und Personalmangel machen den Arbeitnehmenden zu schaffen. Die Liste mit den Verbesserungen, die die Angestellten an ihrer Kundgebung in Winterthur fordern, ist lang. Fast jede und jeder Angestellte in der Branche sieht sich mit Überstunden, schlecht durchdachten Einsatzplänen, Personalmangel, langen Arbeitsschichten und wenig Wertschätzung konfrontiert. Pflege- und Betreuungspersonal aus der ganzen Region. In Winterthur besammelten sich knapp 200 betroffene Angestellte, um die Öffentlichkeit auf die Missstände hinzuweisen. Demonstriert haben nicht nur Angestellte aus Winterthur, auch aus Zürich und Schaffhausen sind Betreuer/innen und Pfleger/innen in die Eulachstadt gekommen, um ihren Unmut lautstark auszudrücken. Während der Kundgebung sprachen Neria Heil und Basil Bürgi, beides Mitglieder des Unia-Aktionskomitees Pflege und Betreuung, über die Notwendigkeit, sich gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen einzusetzen. Nach der Kundgebung auf dem Neumarkt zogen die Demonstranten durch die Winterthurer Altstadt. (…).
Unia Winterthur, 20.9.2014.
Unia ZH Kanton > Pflegepersonal. Demonstration. Winterthur. Unia, 2014-09-20.
Ganzer Text
18.09.2014 Winterthur
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Kantonsspital
Personen
Markus Bischoff
Besitzverhältnisse
Kantonsspital
Vernehmlassung
Volltext
Gewerkschaften kritisieren "Gesetz über die Kantonsspital Winterthur AG". Vernehmlassungsantwort des Gewerkschaftsbundes des Kantons Zürich (GBKZ). Seit Ende Mai befindet sich das „Gesetz über die Kantonsspital Winterthur AG“ der Vernehmlassung. Heute Mittag hat der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich seine Antwort auf die Vernehmlassung zugestellt. Darin kritisiert der Dachverband der Züricher Gewerkschaften den drohenden Verlust demokratischer Kontrolle über die Gesundheitsvorsorge. „Im Gesetz wird ausdrücklich festgehalten, dass der Regierungsrat 66 Prozent der Anteile verkaufen darf, ohne sich die Zustimmung des Kantonsrats einzuholen“, kritisiert Markus Bischoff, Kantonsrat und GBKZ-Präsident den Gesetzesentwurf. Bischoff weiter: „Für äusserst fragwürdig halten wir auch, dass weder die Statuten, noch der Aktionärsbindungsvertrag einer möglichen Aktiengesellschaft zur Abstimmung stehen sollen.“ Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) bittet den Regierungsrat daher im Namen seiner 46‘000 Mitglieder, das „Gesetz über die Kantonsspital Winterthur AG“ zurückzuziehen. GBKZ, 18.9.2014.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Kantonsspital. Vernehmlassung. GBKZ, 2014-09-18.
Ganzer Text
01.07.2014 Winterthur
Kantonsspital
Personen
Regierungsrat
VPOD ZH Kanton
Roland Brunner
Kantonsspital
Privatisierung
Volltext
Vernehmlassung zur Zukunft des Kantonsspitals Winterthur. Regierung will KSW verscherbeln. FdP-Regierungsrat Thomas Heiniger gibt Gas: Der Ausverkauf des Gesundheitswesens wird vorangetrieben. Als Nächstes soll das Kantonsspital Winterthur (KSW) auf den Markt geworfen werden. Seit Mitte Juni läuft die Vernehmlassungsfrist für ein entsprechendes Gesetz. In der letzten Ausgabe der VPOD-Informationen titelte Andi Daurü, Präsident des VPOD Zürich Kanton: „Gesundheit ist kein Geschäft!“ Wie aktuell das ist, bewies wenige Tage darauf die Zürcher Regierung mit einem Gesetzesentwurf zur Umwandlung des Kantonsspitals Winterthur in eine privatrechtliche Aktiengesellschaft. Der Regierungsrat will eines der grössten, wichtigsten und rentabelsten Spitäler im Kanton Zürich möglichst rasch und vollständig an private Investoren verkaufen können. Gemäss Gesetzesentwurf darf der Regierungsrat 66% der Aktien der KSW AG an private Investoren verkaufen - ohne Einbezug der Bevölkerung oder des Kantonsrats. (…). Roland Brunner.
VPOD Zürich Informationen, Juli 2014.
VPOD Zürich > Kantonsspital Winterthur. Privatisierung. VPOD-Informationen, Juli 2014.
Ganzer Text
01.07.2014 Winterthur
Personen
Stadtrat
VPOD ZH Kanton
Georg Munz
Sparmassnahmen
Stellenabbau
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Finanzkrise in Winterthur. Weitere Sparschweinereien geplant. Die Kassen der Stadt Winterthur sind noch immer leer, und wieder soll das Personal den Kopf hinhalten, um das zu ändern. Zwar hat selbst der neuerdings bürgerliche Stadtrat begriffen, dass es ohne eine Steuererhöhung nicht geht. Das ist aber auch schon alles. Der Stadtrat plant ein Übergangsbudget für 2015, mit dem zentralen Element einer Lohnkürzung von 2% beim Personal. Insgesamt soll das Personal für die Hälfte des gesamten Sparbetrages 2015 aufkommen, was 15 Millionen Franken entspricht. Dies ist nicht akzeptabel in Anbetracht der Sparmassnahmen, die das Personal bereits jetzt treffen. Das Personal trägt 12 Millionen Franken zum Sparpaket Effort14+ bei (das sind rund 25% aller Einsparungen). Es wurden 38 Stellen abgebaut, und das in einer Situation, in welcher die Bevölkerung wächst (Bevölkerungswachstum seit 2003 13,3%, Zunahme Beschäftigungsumfang seit 2003 8,2%) und die Ansprüche an die Verwaltung stetig steigen. (…). Georg Munz.
VPOD Zürich, Informationen, Juli 2014.
VPOD ZH Kanton > Winterthur. Sparmassnahmen. VPOD-Informationen, Juli 2014.
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19.02.2014 Winterthur
Landbote, Der
Syndicom
Tamedia
Zürichsee-Zeitung

Entlassungen
Landbote, Der
Petition
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Protest vor Landbote in Winterthur: 100 MitarbeiterInnen überreichen Petition an Tamedia. Mit ihrer Aktion von heute Mittwoch, 19. Februar, haben die Belegschaften von Landbote, Zürichsee-Zeitung und Zürcher Unterländer ein starkes Zeichen gesetzt. Sie sind praktisch geschlossen nach Winterthur vor den Sitz der Landbote-Redaktion gekommen, um den Konzern-Vertretern der Tamedia eine Petition zu überreichen. Bei der Aktion waren rund 100 Personen aus allen Standorten anwesend. Die Petition wurde von 443 Personen unterschrieben, mit dabei sind die persönlichen Unterschriften von Kolleginnen und Kollegen aus weiteren Tamedia-Standorten, die die Forderungen der betroffenen Redaktionen unterstützen. Insbesondere haben die Personalkommissionen und Belegschaften anderer Betriebsteile von Tamedia ihrer vollen Solidarität mit den Petitionären Ausdruck gegeben. Die Gewerkschaft Syndicom und der Berufsverband impressum stehen voll und ganz hinter den Anliegen des Personals und stehen den Betroffenen mit Rat und Tat zur Seite. Die Belegschaften des Landboten, der Zürichsee-Zeitung sowie des Zürcher Unterländers lehnen den von der Geschäftsleitung der Tamedia AG einseitig angebotenen, völlig unzureichenden „begleitenden Sozialplan 2014“ kategorisch ab und fordern für die jetzt angekündigten Entlassungen die Anwendung des Sozialplans 2009 des Tages-Anzeigers inkl. Frühpensionierungsmodelle Fix und Flex. Syndicom, 19.2.2014.

Syndicom > Landbote. Entlassungen. Petition. Syndicom. 2014-02-19

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22.01.2014 Bülach
Stäfa
Winterthur
Syndicom
Tamedia
Zürichsee-Zeitung

Entlassungen
Landbote, Der
Tamedia
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Weiterer Personalabbau - Tamedia spart bei den Zürcher Regionalzeitungen. Die Gebietsaufteilung unter den grossen Medienhäusern und der fortschreitende Monopolisierungsprozess führen zu einem weiteren schwarzen Tag für die Schweizer Zeitungslandschaft. Tamedia kündigt nach dem Aufkauf des Winterthurer „Landboten“ und der weitgehenden Zusammenlegung des Blattes mit den Zürcher Regionalzeitungen „Zürichsee-Zeitung“ und „Zürcher Unterländer“ eine Neuorganisation von Redaktion und Verlag an. Dabei wird beiläufig erwähnt, dass damit der Abbau von rund 25 Vollzeitstellen in Bülach, Stäfa und Winterthur einhergehen soll. Es handelt sich also um eine Massenentlassung, bei der die gesetzlichen Mitwirkungsrechte der betroffenen Belegschaften eingehalten werden müssen: Tamedia ist aufgefordert, das Personal und dessen Vertretungen zu konsultieren, mit dem Ziel, Kündigungen zu vermeiden und deren Folgen zu mindern. (...).

Syndicom, 22.1.2014.
Syndicom > Tamedia. Personalabbau. Syndicom. 2014-01-22.

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08.01.2014 Winterthur
Personen
Radio Top
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender
Silvia Dell'Aquila
Firmenvertrag
Radio Top
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Keine Erneuerung des Firmenvertrages bei Radio TOP. Nach 5 Jahren wird der Ende 2013 ausgelaufene Firmenvertrag beim Winterthurer Sender Radio TOP nicht mehr erneuert. Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM zeigt sich über das Ende der Sozialpartnerschaft enttäuscht. Das SSM kämpft mit den Angestellten von Radio TOP weiter für eine Erneuerung des Firmenvertrages. Der vom SSM und Radio TOP im Jahr 2008 abgeschlossene Firmenvertrag, welches die massgeblichen Arbeitsbedingungen der Angestellten des Winterthurer Radiosenders regelt, ist Ende letzten Jahres ausgelaufen und wird nicht mehr erneuert. Die Geschäftsleitung von Radio TOP hat sich nach etlichen Gesprächen mit dem SSM, welches die Interessen der Angestellten vertritt, entschieden, vorerst keine Verhandlungen für einen neuen Firmenvertrag einzugehen. Das SSM, die Personalkommission und die Angestellten von Radio TOP sind enttäuscht über diese Entscheidung und fordern die Geschäftsleitung weiterhin auf, Verhandlungen mit der Mediengewerkschaft aufzunehmen und einen neuen Firmenvertrag abzuschliessen. (...).Silvia Dell’Aquila, Fachsekretärin private elektronische Medien.

SSM online, 8.1.2014.
SSM > Radio Top. Firmenvertrag. SSM 2014-01-08.

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13.12.2013 Schafisheim AG
Winterthur
Coop
Unia ZH Kanton

Coop
Lohndumping
Lohnnachzahlung
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Lösung und Lohnnachzahlungen im Lohndumpingfall auf Coop-Baustelle. Am Dienstag machte die Gewerkschaft Unia einen Fall von Lohndumping auf der Grossbaustelle des neuen Coop-Logistikzentrums in Schafisheim (AG) bekannt. Einer Gruppe von Eisenlegern wurden teilweise über Monate hinweg zu tiefe Löhne bezahlt, was zu Ausständen von insgesamt deutlich über 100'000 Franken führte. Die Unia hat die Verantwortlichen aufgefordert, das Problem rasch zu lösen. Heute Morgen konnte eine Vereinbarung unterzeichnet werden und die Betroffenen erhalten ihre Löhne nachbezahlt. Im aargauischen Schafisheim wird auf der grössten privaten Baustelle der Schweiz ein neues Coop-Logistikzentrum gebaut. Im Einsatz ist auch eine Gruppe von Eisenlegern, die über eine komplizierte Kette von Subunternehmen angestellt sind. Im Durchschnitt verdienen sie rund 1'000 Franken pro Monat weniger, als ihnen gemäss Gesamtarbeitsvertrag (GAV) zusteht. (...).

Unia ZH Kanton, 13.12.2013.
Unia ZH Kanton > Coop. Schafisheim AG. Lohndumping. Unia. 2013-12-13.

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