Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 14348

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11.01.2019 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Markus Bischoff
AHV
Unternehmenssteuer
Volltext
Steuerdeals und Taxis: Komplexe Fragen, einfache Antworten. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Die Welt wird zunehmend komplizierter. Dies verunsichert immer mehr Menschen. In meiner Jugend war noch alles klar: Europa trennte eine Grenze, teils mit Mauern und Zäunen gesichert. Es gab die bösen Amis, die den Weltpolizisten spielten. Und es gab die sogenannte Dritte Welt, die arm war und zu westlichen Standards herangezogen werden sollte. Heute wollen die Amis nicht mehr Weltpolizisten spielen und das autoritäre China blüht und breitet sich aus. Was bleibt ist das Bedürfnis, sich in dieser unübersichtlicher werdenden Welt zu verorten. So werden von links bis rechts vermehrt rote Linien gezogen, die angeblich nicht überschritten werden dürfen. Die Suche nach Kompromissen wird dadurch schwieriger. Sie den eigenen Leuten im Nachhinein zu erklären, wird durch das vorausgegangene Hochhalten der reinen Lehre nahezu unmöglich. Doch zumindest bestätigt man sich und den anderen, auf der richtigen Seite zu stehen. Mittlerweile ist es sogar en vogue, Nachverhandlungen zu bereits abgeschlossenen Vereinbarungen zu fordern. Übersichtlicher wird die Welt dadurch nicht! Auch die Politik in der Schweiz und den Kantonen wird zunehmend komplexer. Im Mai 2019 werden wir über die Steuervorlage 17 abstimmen. Zwei völlig verschiedene Sachen wurden vermengt. Seither heisst das Gesetzespaket Steuervorlage und AHV-Finanzierung (STAF). Wer etwas erreichen will, muss offenbar in anderen Bereichen Zugeständnisse machen. Ob das wohl die hohe Schule der Politik ist? (…).
GBKZ, 11.1.2019.
Personen > Bischoff Markus. Unternehmenssteuer. GBKZ, 2019-01-11.
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20.12.2018 Deutschland
Personen
WOZ
Fallada Hans
Biografien
Volltext
Hans Fallada. Ausweichen und anschmiegen. Misserfolge, Gefängnis, Sucht: Hans Fallada musste seine Romane dem Leben abringen. Man sollte sie unbedingt wieder lesen - aber in den Originalausgaben. Wer wissen will, wie die Menschen in Deutschland in den zwanziger und dreissiger Jahren lebten, sollte die Romane von Hans Fallada lesen. Kaum jemand hat so genau beschrieben, wie es den arbeitenden Männern und Frauen ging und welche Auswirkungen die Ausbeutung auf ihre Psyche hatte. Etwa auf die des Textilverkäufers Pinneberg. dessen Frau schwanger ist und der unter dem Druck der „Verkaufsquote“ zerbricht: „Ist man dumm, dann geht man zu den Nazis und glaubt, irgendwas würde dadurch anders, wenn man die Juden totschlägt - und ist man gläubig und viel widerstandsfähiger, dann geht man , zur KPD und versucht es anders. Wenn es auch, vielleicht schief geht, aber welche gibt es, die müssen sich wehren.“ Diese Passage aus Falladas Erfolgsroman „Kleiner Mann, was nun?“ fehlte im Erstdruck von 1932. Sie ist erst seit 2016 zu lesen - in der Originalausgabe nach dem handschriftlichen Manuskript. Gekürzt und abgemildert wurde der Roman für einen Vorabdruck in der „Vossischen Zeitung“, der Rowohlt-Verlag behielt manche Änderungen für die Erstausgabe gleich bei. Fallada hatte sich nur zaghaft gewehrt; er war froh, dass er selbst endlich dem Prekariat entronnen war und seine junge Familie ernähren konnte. 1928 war er nach zweieinhalb Jahren aus dem Gefängnis entlassen worden. Wie es dem Exsträfling (…). Eva Pfister.
WOZ, 20.12.2018.
Personen > Fallada Hans. Biografie. WOZ, 2018-12-20.
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20.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Arbeitsbedingungen
Referate
SBB
Volltext
Kommentar von Urs Huber. Lasst uns doch einfach mal arbeiten! Sie toben sich wieder aus, die obersten SBB-Kader. Sie können es nicht lassen, wie auch. Denn offensichtlich sehen sie die Kernaufgabe ihres Jobs nicht darin, den Kunden eine möglichst störungsfreie, effiziente Dienstleistung zu bieten und dazu vielleicht auch etwas ans Personal zu denken. Nein, man gewinnt den Eindruck, sie sind nur am Reorganisieren interessiert, am Verschieben, Zerschneiden, dann wieder Zusammenführen. Im Kleinen, fast im Monatsrhythmus, und jetzt kommen noch die grossen Kisten. WEP Weiterentwicklung Personenverkehr und Infrastruktur 2.0 etc. Und immer haben sie eine gute Begründung parat. Dumm nur, dass das Ganze selten mehr als drei Jahre hält, dann kommt die nächste Reorg, natürlich auch die mit einer guten Begründung. Ausbaden darf diese Reorganisationsmanie das Personal, und oft auch die Kundschaft. Und genau diese Kombination tut den Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen am meisten weh. Selber zahlen sie den Preis für die Dauer-Reorgs, aber es wird ja nicht mal besser, für die Kunden, für den Betrieb. Die aktuelle Störungsanfälligkeit des Systems scheint auch nicht besonders zu stören. Die obersten Chefs reden nur noch von 4.0, von der Bahn der Zukunft etc. Sie vergessen nur zu gerne: Um in die Zukunft zu gelangen, muss man erst mal die Gegenwart überstehen! (…).
Urs Huber.
SEV, 20.12.2018.
SEV > SBB. Arbeitsbedingungen. SEV, 2018-12-20.
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20.12.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
WOZ
Daniel Stern
Gian Trepp
Finanzkrise
Interview
Volltext
Durch den Monat mit Gian Trepp (Teil 3). Macht die Nationalbank ihren Job richtig? Der Ökonom und Buchautor Gian Trepp über das Wesen der Finanzkrisen, den Blindflug der Nationalbank und eine nötige Debatte. WOZ: Gian Trepp, Sie setzen sich als Journalist und Buchautor seit den siebziger Jahren mit dem Finanzplatz auseinander. Wie sind Sie auf das Thema gekommen? Gian Trepp: Mich hat das schon immer interessiert. Ich habe mich in meinem Volkswirtschaftsstudium auf politische Ökonomie, Geld- und Einkommenspolitik spezialisiert. Abends sassen wir in unseren marxistischen Zirkeln zusammen. Wir erkannten die Produktion als zentrale Sphäre des Kapitalismus. Später glaubten Sie das nicht mehr? In den siebziger Jahren wandelte sich der Industriekapitalismus fundamental. Die Dynamik des Systems verschob sich von der Warenproduktion in die Kapitalzirkulation. 1973 wurden die fixen Wechselkurse des Bretton-Woods-Währungssystems durch flexible Kurse ersetzt. Später deregulierten die Regierungen der USA unter Reagan und Grossbritannien unter Thatcher den grenzüberschreitenden Kapitalverkehr, und es entstanden die globalisierten Kapitalmärkte. Ungefähr gleichzeitig begann nach wirtschaftlichen Reformen in China die Verlagerung der Produktion nach Asien. Die Funktion der Banken veränderte sich? Sie wurden von der Magd der nationalen Industrie zur supranationalen Akteurin des globalisierten Finanzkapitalismus. Investmentbanken erfanden ständig neue Wertpapiere, mit denen sie die computerisierte (…). Daniel Stern.
WOZ, 20.12.2018.
Personen > Trepp Gian. Nationalbank. WOZ, 2018-12-20.
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20.12.2018 Schweiz
Personen
Vorwaerts
Hans-Peter Gansner
Alexander J. Seiler
Nachruf
Volltext
Adios y Salud, Xandi Seiler! Das letzte Buch von Alexander J. Seiler war wie ein Testament der Schweizer Linken. Er verstarb 90-Jährlg am 22. November 2018. Er wurde als Freund und Genosse sehr geschätzt. Es ist bestimmt dem Filmemacher und Kinotheoretiker Georg Radanowicz, einem langjährigen Freund von Seiler, zu verdanken, dass der über 300-seitige Reader „Daneben geschrieben“, der als Manuskript ursprünglich das dreifache Volumen aufwies, noch vor seinem Tod in dieser perfekten, handlichen Form im Verlag „Hier + Jetzt“ herauskommen konnte. Daneben geschrieben. ist dabei aber nur die bildliche Ausdrucksweise für die Tatsache, dass Xandi Seiler das Schreibhandwerk eigentlich nie, nämlich seit er die alte, unbenutzte Underwood im Zimmer seiner Mutter entdeckte, als Hauptberufung betrachtete, sondern immer „à part“, oder wie die EngländerInnen sagen „by the way“, geschrieben hat: Denn die Texte, seien es Essays, Interviews, Reden, Aufsätze usw. sind literarisch äusserst präzis und treffen politisch immer ins Schwarze. Grosser Denker und Dichter. Die Anthologie, die ein halbes Jahrhundert Publizistik umfasst, bildet zudem für den Filmspezialistinnen und Schweizer Linken wie einen Rahmen um seine grossen filmischen Werke, welche das politische Klima der Schweiz eingefangen und auch tief geprägt haben: „Siamo Italiani. Die Italiener“ (1964), die Zeit, in der wir Wohlstandskinderchen eben in die Vorort-Einfamilienhäuschen. „aui glych“, eingezogen sind, dann „Die Früchte der Arbeit“ (…). Hans Peter Gansner.
Vorwärts, 20.12.2018.
Personen > Gansner Hans Peter. Alexander J. Seiler. Nachruf. Vorwaerts, 2018-12-20.
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20.12.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Personen
Vorwaerts
Alain Seger
Bauarbeiter
Landesmantelvertrag
Volltext
Bauarbeiterinnen stimmen LMV zu. Viel stand auf dem Spiel beim Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes. Am Ende hat die BauarbeiterInnenkonferenz der Gewerkschaft Unia dem Verhandlungsresultat fast einstimmig zugestimmt. Der Frontalangriff der Baumeister wurde abgewehrt, es gibt eine Lohnerhöhung, ein Sieg ist es trotzdem nicht. Eine Reportage. Samstag, 15. Dezember, 8.00 Uhr, beim Treffpunkt am Hauptbahnhof in Zürich. Alle KollegInnen sammeln sich bei. der roten Fahne der Gewerkschaft Unia. Es ist ein schöner, wenn auch kalter Morgen. Wir alle haben einen harten Arbeitskampf hinter uns und heute steht die Entscheidung an. Mit dem Zug fahren wir nach Bern. In Bern schliessen sich immer mehr Kumpels uns an. In der Nähe des Helvetiaplatzes fragt ein Passant auf Französisch: „Na sag mal, was ist denn hier los?“ Ein Kollege aus Portugal antwortet: „Wir sind Bauarbeiter und mit der Gewerkschaft unterwegs. Die Patrons wollen uns nicht richtig zahlen und uns sogar noch länger arbeiten lassen!“. Der Passant: „Das geht doch nicht! Ich wünsche euch viel Glück!“ Heftiger Arbeitskampf. Die Baukonferenz, sprich das Parlament der Bauarbeiterinnen der Unia, beginnt. Zur Begrüssung wird allen Bauarbeitern gedankt, die sich dieses Jahr so stark engagiert haben. „Es war ein hartes Jahr“ , hält Nico Lutz, Leiter Sektor Bau, fest und fügt hinzu: „Ihr habt aber auch einen harten und gefährlichen Job! Jedes Jahr sterben 20 Kollegen bei der Arbeit. Um ihnen zu gedenken, legen wir eine (…). Alain Seger.
Vorwärts, 20.12.2018.
Personen > Seger Alain. Bauarbeiter. Landesmantelvertrag. Vorwaerts, 2018-12-20.
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20.12.2018 Bern
Generalstreik
Personen
Vorwaerts
Damian Bugmann
Generalstreik
Volltext
Militär besetzt Druckerei. Mit Informativen Texttafeln und zahlreichen zeitgenössische Plakaten, Fotografien, Zeitungsseiten und Schriftstücken gibt das Kornhausforum Bern ein Bild der Novembertage und der Hauptstadt Im frühen 20. Jahrhundert von der Landesausstellung in Bern 1914 bis zur neuen Epoche von Sozialpartnerschaft und sozialem Frieden. Es war relativ ruhig in Bern in diesen bewegten Tagen. Das Militär zeigte Präsenz in Strassen und auf Plätzen, die Bevölkerung sah sich die Behelmten auf Pferden an und posierte für Fotografen. Trotz grossflächiger militärischer Besetzung von Bundeshaus und Hotel Bellevue, wo sich die hohen Offiziere wichtig machten, bis zum Botanischen Garten jenseits der Lorrainebrücke, war es friedlich in der Hauptstadt im November 1918. Andernorts, im Kanton Zürich oder im Kanton Solothurn etwa, dominierte die Linke in der Sozialdemokratischen Partei. Im Bezirk Lebern zwischen. Bellach. und Grenchen war die solothurnische Linke besonders aktiv. Bürgerliche und ihre Zeitungen hatten im Vorfeld Gerüchte gestreut, wonach zum Jahrestag der Oktoberrevolution ein bolschewistischer Umsturzversuch stattfinden solle. In Solothurn sei sogar der Regierungsrat abgesetzt worden, es herrsche Chaos und in Grenchen eine Sowjetdiktatur. Deshalb sah sich das Militär berufen, in Zürich (ein Toter) und Grenchen (drei) besonders hart gegen die vermeintlichen PutschistInnen vorzugehen. „Arbeiterunion hat Leute in der Hand. Ein Eindruck der moderaten, (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 20.12.2018.
Personen > Bugmann Damian. Generalstreik Bern. Vorwaerts, 2018-12-20.
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18.12.2018 Lugano
NLM Lugano
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
NLM Lugano
Personalkommission
Volltext
Auf den Spuren von... Mimmo Ferrazzo, Kapitän. Sein Taufname ist Domenico, aber alle nennen ihn Mimmo, Kapitän auf dem Lago Maggiore. Der künftige Präsident der Personalkommission war eines der Gesichter des historischen Streiks auf dem Lago Maggiore im Sommer 2017 und Mitglied der Verhandlungsdelegation, die den neuen GAV SNL verhandelt hat, der am 1. Januar in Kraft tritt. Grüne Augen, buschiger Bart, kräftiger Händedruck: Im Herzen hat er etwas von Corto Maltese (legendäre Romanfigur aus dem 19. Jahrhundert, geschaffen von Hugo Pratt), der seinen Hang zum Abenteuer nährt. Denn hinter dem ruhigen, gelassenen Mann versteckt sich einer, der offen ist für neue Horizonte, offen für die Welt und die Menschen. Mimmo Ferrazzo ist grosszügig und oft selbstironisch. Er lebt am Ufer des Lago Maggiore, seit er als Vierjähriger von Kalabrien hergezogen ist. Er ist mit dem See aufgewachsen, und nach einem Umweg als Plattenleger folgte er seiner Berufung. Er landete bei der NLM als Hilfsmatrose, wurde Matrose-Billetteur und schrittweise Schiffsführer. Er bestand die Prüfungen und arbeitete ab 2000 fest als Kapitän auf den Schiffen des Lago Maggiore. Mimmo war eine zentrale Figur beim Streik von 2017. Und das war wirklich ein Abenteuer, im Guten wie im Schlechten. «Die Ankündigung der Massenentlassung der damaligen NLM kam wie eine kalte Dusche. Die Gewerkschaften haben sofort mobilisiert und das Personal vom ersten Streiktag an unterstützt.» Es waren berauschende und gleichzeitig (…).
SDEV, 18.12.2018.
SEV > NLM Lugano Personalkommission. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Manuel Avallone
Vivian Bologna
Volltext
Vorstandssitzung
Manuel Avallone gibt Vizepräsidium ab. Manuel Avallone wird anlässlich des Kongresses vom 4. Juni das SEV-Vizepräsidium abgeben. Dies hat er am 7. Dezember einem überraschten Vorstand mitgeteilt. Den SEV verlässt er hingegen nicht. „Ich arbeite nach wie vor gerne beim SEV, aber nach zehn Jahren als Vizepräsident ist die Zeit gekommen, um mein Mandat abzugeben. Ich habe in diesem intensiven Zeitraum drei GAV SBB/SBB Cargo verhandelt. Ich glaube, es ist der richtige Moment, um zu gehen“, erklärt Manuel Avallone am 7. Dezember vor den Mitgliedern des SEV-Vorstands. Seit zehn Jahren besteht die Gewerkschaftsspitze aus Präsident Giorgio Tuti, Vizepräsidentin Barbara Spalinger und Vizepräsident Manuel Avallone. „Die Zusammenarbeit und die Kollegialität während dieser zehn Jahre war hervorragend“, fügt Giorgio Tuti an. Seit Februar 2012 gehört der Geschäftsleitung SEV Aroldo Cambi als Leiter Finanzen an. Der Rücktritt von Manuel Avallone fügt sich ein in die Logik der Veränderungen und Neuerungen beim SEV. Wer soll auf ihn folgen? Der Vorstand hat eine Arbeitsgruppe gegründet, welche die interne Ausschreibung des Postens – beim SEV-Personal und im Milizbereich – vorbereitet. Die Ausschreibung erfolgt Anfang 2019. Der Vorstand hat sich auf einige Kernpunkte im Profil der Kandidatin oder des Kandidaten geeinigt. So sind Kandidaturen aus der Romandie besonders willkommen, nachdem diese zehn Jahre lang nicht mehr in der GL vertreten war. Die gesuchte Person sollte (…). Vivian Bologna/chf.
SEV, 18.12.2018.
SEV > Vorstands-Sitzung 7.12.2018. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Personenverkehr
SBB
Volltext
SBB-Projekt „WEP“: Hohes Tempo schadet der Qualität. Mit der neusten Phase im Projekt „Weiterentwicklung Personenverkehr“ (WEP) will die SBB diverse Geschäftsbereiche zusammenlegen oder auftrennen. Für mindestens 400 Mitarbeitende soll der Arbeitsort ändern. Obwohl manche Versetzungen aus SEV-Sicht nicht wirklich oder nicht sofort nötig sind, werden sie mit Hochdruck und etlichen Pannen vorangetrieben, was die Betroffenen verärgert und verunsichert. Einige haben schon gekündigt. Um die Abwanderung von Knowhow abzuwenden und die vielen offenen Fragen zu klären, fordert der SEV einen Marschhalt, bis die neuen Strukturen klar sind. Mehr Zeit ermöglicht bessere Lösungen für die von Arbeitsortwechseln Betroffenen. Der SEV und seine Partner der gewerkschaftlichen Verhandlungsgemeinschaft (VG) wurden von der SBB am 9. Oktober über die Phase 2 im Projekt WEP der Aufbauorganisation P-O informiert. Diese „Riesen-Kiste“ betrifft Hunderte von Mitarbeitenden in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Rollmaterial, Lok-, Zug-, Rangier- und Reinigungspersonal inklusive Personaleinteilung und Steuerung/Lenkung sowie Ereignismanagement. Sie alle sollen im Bereich „Bahnproduktion“ zusammengelegt werden, um Schnittstellen zu eliminieren und Synergien zu erreichen. Zum Beispiel sollen die Bereiche Fahrzeugindustrie, Materiallogistik und Instandhaltung Zugbereitstellung (ZBS) im „Unterhalt Rollmaterial“ zusammengeführt werden. Das erachtet die VG in  (…). Markus Fischer.
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Chur
Personen
Rhätische Bahn
SEV Schweiz
Peter Peyer
Firmenvertrag
Rhätische Bahn
Volltext
Firmenarbeitsvertrag RhB erneuert: die Eckpunkte stehen. Nicht ganz so lange wie bei der SBB, aber ebenfalls intensiv und kontrovers sind die Diskussionen zur Erneuerung des Firmenarbeitsvertrages (FAV) zwischen SEV, Transfair und der RhB gelaufen. Doch nun haben sich die Vertragspartner geeinigt und das Werk kann am 1. April 2019 in Kraft treten. Es bringt insbesondere eine Reduktion der Jahresarbeitszeit, einen beschleunigten Lohnanstieg für jüngere Mitarbeitende und die Möglichkeit, sich mehr Freizeit zu gönnen. Eine Gesamtversammlung des SEV zu Beginn der Verhandlungen, drei FAV-Konferenzen, drei Verhandlungsrunden, zahlreiche Arbeitsgruppensitzungen und ebenso zahlreiche Sektions- und Gruppenversammlungen hat es gebraucht, damit der erneuerte FAV RhB zustande gekommen ist. Insgesamt hat sich der SEV fast ein Jahr lang darum bemüht, ein Verhandlungsresultat zu erreichen, das die Anstellungsverhältnisse seiner Mitglieder bei der RhB weiter verbessert und gleichzeitig bei allen Vertragsparteien mehrheitsfähig ist. Das mittlerweile von den Sektionsversammlungen und vom Verwaltungsrat der RhB abgesegnete Paket sieht folgende zentralen Punkte vor: Die Anpassungen aus der Revision des Arbeitszeitgesetzes (AZG) werden mit dem neuen FAV auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2019 umgesetzt. Die Zuschläge für Auswärtspausen in den ersten 60 Minuten fallen weg. Für Auswärtspausen gilt neu ab der 61. Minute ein Zuschlag von 50% bzw. ab der (…). Peter Peyer
SEV, 18.12.2018.
SEV > Rhätische Bahn. Arbeitsvertrag. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Italien
Nahrungsmittel
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Betriebsunfälle
Gesundheitsschutz
Nahrungsmittel
Todesfall
Volltext
Der bittere Preis der Tomaten. Wie die italienische Wochenzeitung L’Espresso schreibt, sind in den letzten sechs Jahren über 1500 Erntehelfer ums Leben gekommen. In der allgemeinen Gleichgültigkeit. Die Werbung für Tomaten und Tomatensaucen ist schmeichelhaft und überzeugend; sie zeigt idyllische Bilder von glücklichen Familien, die um einen Tisch sitzen, während nebenan in der Küche der süssrote Sugo spritzig blubbert. Die warme Frucht der Erde, die an lange Sommerabende erinnert, hat aber eine brutale Kehrseite: Es sind die Menschen – ausländische wie italienische –, die an der Ausbeutung zugrunde gehen. Die Tomatenernte, aber auch jene der Clementinen, rechnet sich in Toten. Personen, getötet von der Hitze, der Erschöpfung, der Verzweiflung. Aber auch von jenen, die es nicht zulassen, dass die Erntehelfer sich für sich selbst und andere einsetzen. Der malische Gewerkschafter Soumayla Sacko wurde am 2. Juni 2018 in Kalabrien umgebracht, weil er für die Rechte dieser Arbeiter kämpfte. Derweil der Kameruner Jean Pierre Yvan Sagnet – diplomiert am Politechnikum Turin und 2017 von Staatspräsident Sergio Mattarella mit dem Verdienstzeichen geehrt – eine Bewegung gegen die illegale Anwerbung von Landarbeitern im Umfeld des Gutshofs Boncuri angeführt hat, die zur Festnahme von 16 Personen führte. Sie gehörten einer kriminellen Organisation an, die in der Gegend von Rosarno, Nardò und andern Orten in Apulien aktiv war. Der Fernsehsender „Arte“ hat seiner Geschichte einen Dokumentarfilm gewidmet: (…). 
SEV, 18.12.2018.
SEV > Betriebsunfälle. Gesundheitsschutz. SEV, 2018-12-18.
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15.12.2018 Lyss
Personen
Personenfreizügigkeit
Corrado Pardini
Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Unseren Lohnschutz rührt keiner an! Persönliches aus dem Bundeshaus. Die Schweiz liegt mitten in Europa - und in der EU. Klar, brauchen wir darum exzellente Beziehungen zur EU. Und eine starke Europapolitik. Dazu gehört: Personen sollen sich frei bewegen können. Das ist eine grosse Errungenschaft für die Menschen und für die Schweiz. Ohne Personenfreizügigkeit, das müssen die Briten gerade lernen, ist auch alles andere nicht zu haben, auf dem unser Wohlstand baut. Nur gibt es ein Problem: Schweizer Löhne sind die höchsten in Europa. Das ist gut für uns. Darum haben wir die Flankierenden Massnahmen (FlaM) erkämpft. Sie verhindern, dass profitgierige Unternehmer ausländische Kolleginnen und Kollegen in der Schweiz zu Dumpinglöhnen arbeiten lassen. Dass sie uns also gegeneinander ausspielen. Wir kontrollieren das. In jeder fünften Kontrolle stossen wir auf Missbräuche und greifen ein. Darum sind die FlaM ein Erfolgsmodell. Lohndumping wird meist verhindert. Und dank der FlaM gibt es bessere Gesamtarbeitsverträge, mehr Normalarbeitsverträge und Mindestlöhne. Das genau aber stört einige Konzerne, neoliberale Ideologen von SVP, FDP, GLP und die Banken und ihre Freunde in Brüssel. Sie möchten unseren Lohnschutz und die Kontrollen schon lange kippen. Wir haben das verhindert. Doch nun glauben die Lohnschutzfeinde, einen Trick gefunden zu haben. Sie wollen den Lohnschutz auf dem Umweg über den Rahmenvertrag mit der EU aushebeln. (…). Corrado Pardini.
Bieler Tagblatt, 15.12.2018.
Personen > Pardini Corrado. Lohnschutz. Bieler Tagblatt, 2018-12-15.
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14.12.2018 Schweiz
Personen
Work
Susanne Leutenegger Oberhiolzer
Clemens Studer
Biografien
Volltext
23 Jahre Nationalrätin Leutenegger Oberholzer. SLO gut, merci! Susanne Leutenegger Oberholzer war in zwei Etappen 23 Jahre lang Nationalrätin. Jetzt ist sie zurückgetreten. Eine Würdigung in Fragmenten. Nationalratssaal, Morgen des 9. Dezember 1987. Nach den Rücktritten von Pierre Aubert (SP) und Leon Schlumpf (SVP) aus dem Bundesrat stehen Ersatzwahlen an. Offiziell als Nachfolger nominiert sind René Felber (SP) und Adolf Ogi (SVP). Erste und einzige Bundesrätin bleibt Elisabeth Kopp. Am Rednerpult steht eine neugewählte Nationalrätin der Progressiven Organisationen (Poch) aus dem Baselbiet und wettert gegen diese Männerwirtschaft. Es ist der erste Auftritt von „SLO“, von Susanne Leutenegger Oberholzer (70) im nationalen Parlament. Im Rat murrt’s. Etwas stimmt nicht. Die Sache mit den Männern und der Gerechtigkeit hat sie früh geprägt. Ihr Vater wollte nicht, dass sie aufs Gymi gehe. SLO: „Unnötig für ein Mädchen. Meine Schwester wurde Primarlehrerin. Das ging knapp noch.“ Susanne setzte sich durch, unterstützt von der Mutter. Überhaupt, die Mutter. Eine gescheite Frau – selbstbewusst und selbstbestimmt. „Von ihr habe ich den Sinn für Gerechtigkeit geerbt und Durchsetzungsvermögen gelernt“, sagt Leutenegger Oberholzer. Das half ihr später dann auch gegen Blocher & Co.: Keine Politikerin sonst kann den SVP-Führer und andere rechte Herrschaften so effizient und charmant abservieren wie sie. Als Mutter Leutenegger sich von ihrem Mann trennt, baut sie ein Modegeschäft auf. (…). Clemens Studer.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Studer Clemens. Susanne Leutenegger Oberholzer. Work online, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauen
Militär
Volltext
Amherd, die Erste. Wir enden das Jahr, wie wir es begonnen haben, mit dem Bau. Und mit guter Hoffnung: Es scheint noch im alten Jahr zu einem neuen Landesmantelvertrag zu kommen, der nicht von schlechten Eltern ist. Noch müssen die Sozialpartner dem Verhandlungsresultat zustimmen. Und die Baumeister tun dies erst nach Erscheinen dieser Nummer. Wir enden das Jahr aber auch mit einer Verteidigungsministerin. Der ersten der Schweiz. SVP und FDP haben CVP-Frau Viola Amherd nach der Feier ins Militärdepartement abgeschoben, schreibt Work-Autor Clemens Studer. Ogi & Die Offiziere. Das Trostpreis-Departement VBS gehört seit 23 Jahren der SVP und den Pleiten und Pannen: Gripen-Grounding, IT-Korruption, Duro-Debakel, Stalker-Skandal, Bodluv-Abbruch usw. Nicht faul, desertiert nun Guy Parmelin nach nur drei Jahren VBS ins Wirtschaftsdepartement. Und schon fragt sich die Offiziersgesellschaft, ob das wohl gut komme mit einer „Nicht-Militär-Fachfrau“ am VBS-Ruder. All die Militär-Fachmänner vor Amherd schafften es nicht, den Saustall auszumisten: Major Ogi nicht, Oberst Schmid nicht, weder Major Maurer noch Korporal Parmelin. Aber jetzt, wo erstmals eine Frau Chefin wird, jetzt machen sich die Militärs Sorgen. Stalin & Die Nachthexen. Auch Josef Stalin fand, Krieg sei nichts für Frauen. Doch er hatte nicht mit Marina Raskowa gerechnet. Die passionierte Pilotin wollte einfach fliegen. Im September 1938 flog sie mit zwei anderen Frauen einen Weltrekord von knapp 6‘000 Kilometern. Als der (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauen. Militär. Work online, 2018-12-14.
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14.12.2018 Frankreich
Personen
Work
Oliver Fahrni
Rebellion
Volltext
Gelb-Westen: Fünf Wochen, die Frankreich erschüttern. Macrons Sozial-Sadismus. Aus dem Rüpel-Protest der Gelb-Westen wächst jetzt eine Bewegung, die mit dem Neo-liberalismus und alten Formen der Politik bricht. Wohin das treibt, weiss niemand. Marseille am ersten Advent. In meiner Strasse brennen die Barrikaden. Kollegen der Gewerkschaft Sud erzählen, wie sie von Zivilpolizisten mit Stahlruten durch die Stadt gejagt wurden. Eine 81jährige Frau, die gerade ihre Fensterläden schliessen wollte, ist von einer Polizeigranate getötet worden. Die französische Anti-Aufstands-Truppe CRS („Robocops“) hat an jenem Tag mehr Munition verschossen als im ganzen Jahr 2017. Präsident Emmanuel Macron wollte damit die Bewegung der Gelben Westen ersticken oder zumindest spalten. Resultat: verwüstete Boulevards in Paris, Bordeaux, Toulouse, Nantes, Lyon…, brennende Banken, Plünderungen. Innenminister Christophe Castaner hat „3500 professionelle Zerstörer“ erspäht. Skeptisch kommentierte ein Polizist: „Wir wissen von 250 Leuten im schwarzen Block. Und von 200 Rechtsextremisten. Wer sollen die anderen 3000 sein?“ Die spontane Wut gegen Macron hat Reiche und Regierende kalt erwischt. Revoltierendes Volk ist nicht nett. Inzwischen haben mehr als 700’000 Menschen landesweit an Demonstrationen teilgenommen. 80 Prozent der Bevölkerung stimmten ihnen zu. Für den 8. Dezember bot Macrons Innenminister Castaner deshalb 89’000 Mann auf. Eine Armee. Rund 4000 Gelbwesten wurden bisher verletzt, (…). Oliver Fahrni.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Fahrni Oliver. Frankreich. Volksaufstand. Work online, 2018-12-14.
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14.12.2018 EU
Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
Work
Clemens Studer
Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Rahmenabkommen verletzt rote Linien beim Lohnschutz. „Reset“-Cassis ist ein Bruchpilot. Gleich zu dritt tanzten die Bundesräte an, um bekanntzugeben, dass sie sich entschieden haben, zum Rahmenabkommen keinen Entscheid zu fällen. Noch-Bundespräsident Alain Berset (SP), Bald-Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) und Aussenminister Ignazio Cassis machten es offiziell: Der jetzt veröffentlichte Rahmenvertrag mit der EU ist in Sachen Lohnschutz noch übler, als die Gewerkschaften befürchtet haben. Das Vertragswerk ist 34 Seiten dick. Es besteht aus dem eigentlichen Abkommen, drei Zusatzprotokollen und drei politischen Erklärungen. Das Abkommen ritzt nicht einfach die vom Gesamtbundesrat definierten roten Linien – „der Schweizer Lohnschutz ist nicht Gegenstand eines Rahmenvertrages“ –, er reisst sie mit Anlauf ein. Das unter Neo-Aussenminister Ignazio Cassis ausgehandelte Abkommen ist ein radikaler Angriff auf die flankierenden Massnahmen. Gekappte Anmeldefrist: Die Anmeldefrist soll von heute 8 Kalendertagen auf 4 Werktage verkürzt werden. Das bedeutet konkret: die heute faktisch zur Vorbereitung von Kontrollen zur Verfügung stehenden 6 Tage (das Wochenende berücksichtigt) verkürzen sich um einen Drittel. Damit ist eine seriöse Überwachung ausländischer Firmen mit den heutigen Ressourcen kaum mehr möglich. Faktische Abschaffung der Kautionspflicht: Heute müssen Firmen aus dem Ausland, die in der Schweiz (…). Clemens Studer.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Studer Clemens. Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Work online, 2018-12-14.
Ganzer Text
14.12.2018 Schweiz
MEM-Industrie
Personen
Work
Christian Egg
MEM-Industrie
Teuerungsausgleich
Volltext
Automatisch mehr im Portemonnaie. Metall- und Maschinenindustrie: Erstmals gibt’s den automatischen Teuerungsausgleich. Die Teuerung zieht an. Die Mindestlöhne in der Metallindustrie ziehen mit. Dank dem neuen Gesamtarbeitsvertrag. In den letzten Jahren war die Teuerung kaum ein Thema. Sie war immer sehr tief, oft sogar negativ. Mindestens theoretisch, denn in der Teuerungsrate nicht enthalten sind grosse Brocken wie Krankenkassenprämien und Mieten. Doch das ändert sich jetzt: Die Teuerung zieht an. Laut aktuellen Prognosen wird sie für 2018 auf ein Prozent oder sogar leicht darüber zu liegen kommen. Das heisst: Wer nächstes Jahr nominal gleich viel verdient wie dieses Jahr, kann sich dafür weniger leisten und muss einen Kaufkraftverlust hinnehmen. Plus 1,2 Prozent. Nicht so in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM): Dort kommen die Beschäftigten erstmals in den Genuss des automatischen Teuerungsausgleichs auf den Mindestlöhnen. Diese steigen ab Januar um 1,2 Prozent an. In der teuersten Schweizer Region, welche die Kantone Zürich, Genf und Schaffhausen umfasst sowie Teile von Schwyz, Aargau und Waadt, beträgt der Mindestlohn für qualifizierte Mitarbeitende damit neu 4197 Franken statt 4150. So haben es die Sozialpartner im neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) abgemacht, der seit diesem Juli gilt. Manuel Wyss, bei der Unia für die MEM-Industrie verantwortlich, freut sich: „Das ist ein wichtiger Durchbruch. Ich hoffe, dass der automatische Teuerungsausgleich bald auch in (…). Christian Egg.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Egg Christian. Teuerungsausgleich. MEM. Work online, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
Personen
SGB
Work
Marie-Josée Kuhn
Pierre-Yves Maillard
Präsident
SGB
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SGB-Präsidium: Noch selten gab es eine derart hitzige Wahl. Der kleine Unterschied und seine grossen Folgen. Gysi oder Maillard? Frau oder Mann? Schon früh im Wahlkampf lief die Debatte um die Nachfolge von SGB-Präsident Paul Rechsteiner auf der Gender-Schiene. Dabei spielte die West-Ost-Schiene eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Pierre-Yves Maillard ist der neue oberste Gewerkschafter im Land. Er erreichte das absolute Mehr im ersten Wahlgang knapp mit 115 Stimmen. Gegenkandidatin Barbara Gysi erhielt 82 Stimmen, ein gutes Resultat und gleichzeitig eine Warnung an Maillard: Sollten er und der SGB mit der Gleichstellung innerhalb und ausserhalb der Gewerkschaftsbewegung jetzt nicht mit doppelter Kraft vorwärtsmachen, gibt es Krach. Noch mehr Krach als im Wahlkampf. Frau und Mann. Als Nachfolge für Paul Rechsteiner kandidierten Barbara Gysi und Pierre-Yves Maillard. Hier die Präsidentin des Bundespersonalverbands (PVB), SP-Nationalrätin und Chefin des St. Galler Gewerkschaftsbundes. Dort der Waadtländer Gewerkschafter und SP-Regierungsrat. Sie wurde nominiert vom Bundespersonalverband und unterstützt vom VPOD und der SGB-Frauenkommission. Er wurde nominiert von der Unia und der Bähnlergewerkschaft SEV und unterstützt von der Gewerkschaft Medien und Kommunikation Syndicom. Hier also die Frau. Dort der Mann. Und sehr bald stand nur noch diese eine Frage im Raum: Frau oder Mann? Dass es endlich Zeit sei für eine Frau. Dass eine Frau andere Sensibilitäten (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Pierre-Yves Maillard. SGB-Praesident. Work online, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
AHV
Personen
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Clemens Studer
13. AHV-Rente
initiative
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Pensionskassen leisten immer weniger - AHV muss einspringen. AHV mit einem Dreizehnten starken. Die Altersvorsorge steckt in der Krise. Genauer: Ein Teil kriselt, der andere wird politisch kleingehalten. Die 8GB-Delegierten geben Gegensteuer. Weil die Pensionskassenrenten immer mickriger werden, wird die AHV noch wichtiger: Darum wollen die SGB-Delegierten einen AHV-Dreizehnten. Der SGB-Vorstand muss jetzt eine Initiative ausarbeiten. Die Rechten reden von Zwängerei. Sie irren. Eine kurze Erklärung in drei Punkten: Die Verfassung. Die Aufgabe der beruflichen Vorsorge definiert die Bundesverfassung in Artikel 113 so: „(sie) ermöglicht zusammen mit der Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung die Fortsetzung der gewohnten Lebenshaltung in angemessener Weise“. Von diesem Verfassungsauftrag entfernt sich die Schweiz. Konkret: Ein alleinstehender Mann Jahreslohn 84‘600 Franken) kommt heute mit seiner maximalen AHV-Rente und seiner maximalen BVG-Rente auf eine monatliche Rente von 4‘230 Franken. Wenn Krankenkasse und Steuern bezahlt sind, bleibt davon nicht mehr viel zum Leben übrig. Menschen mit weniger Jahreslohn haben es entsprechend noch schwieriger. Die Pensionskasse. lm BVG gilt das Kapitaldeckungsverfahren, vereinfacht gesagt, „spart jeder für sich“. Die Beiträge werden am Kapitalmarkt angelegt. Läuft das internationale Börsencasino schlecht, sind die Rentenversprechen nicht zu halten. Das zeigt sich seit Jahren in sinkenden Renten. Und das Kapitaldeckungsverfahren (…). 
Work, 14.12.2018.
Personen > Studer Clemens. 13. AHV-Rente. Work, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
Personen
Work
Ralph Hug
Ausstellung
Fotos
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Ausstellung: Emil Acklins Fotos des Büezer-Alltags der 1920er Jahre. Mit der Leica in den Klassenkampf. Emil Acklin war Lehrer und wurde entlassen, weil er Kommunist war. Dann zückte er die Kamera und fotografierte Zürich von unten. Dank Emil Acklin (1889-1976) wissen wir, wie ein Büezerleben in den 1920er Jahren aussah. Acklin streifte mit der Leica in der Hand durch die Stadt Zürich und fotografierte Teerkocher, Kesselflicker, Weichenputzer, Schienenleger, Strassenwischer und Paketpöstler bei der Arbeit. Vor die Linse kamen ihm aber auch Bettler, Obdachlose und arme Leute auf der Schattenseite der Gesellschaft. Seine Fotos feiern die Werktätigen und klagen gleichzeitig die Reichen an, die es zulassen, dass es so viele Arme gibt. Acklin war Kommunist und glaubte an eine gerechte Ordnung. Das bekam ihm aber schlecht. Weil er an den Novemberkrawallen von 1917 gegen Krieg und Militarismus teilgenommen hatte, kam er für sieben Monate hinter Gitter. Seinen Job als Lehrer war er los. Und die Armee degradierte ihn, der einst sogar Oberleutnant gewesen war. Fortan musste er sich als Privat- und Musiklehrer durchschlagen. Da hatte er Zeit, 1.Mai-Demos, Streiks und Protestaktionen sowie das Leben der Arbeiterinnen und Arbeiter in Aussersihl und in der Altstadt zu fotografieren. Aber nicht einfach zum Spass. Acklin wollte das arbeitende Volk dokumentieren, nach Marx der Motor der Geschichte. Für ihn war die Fotografie ein Mittel des Klassenkampfs. Er sagte: „Wir nennen uns Arbeiterfotografen, (…). Ralph Hug.
Work, 14.12.2018.
Personen > Hug Ralph. Emil Acklin. Foto-Ausstellung. Work, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
Frauen
Personen
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Patricia D Incau
Biografien
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Frauenbiografien. Salut Frau Oberst, Grüezi Frau Bundesrat. Die Journalistin Fatima Vidal porträtiert hundert Frauen aus der ganzen Schweiz. Weil es sonst niemand tut. Was tut frau, wenn sie sich ärgert, dass die Medien auch noch im Jahr 2018 vor allem Männern eine Bühne bieten? Sie gründet selbst eine Plattform. So, wie es Journalistin und Autorin Fatima Vidal gemacht hat. Sie hat das Projekt „100 Frauen“ angestossen. Eine Website, gefüllt mit kurzen Interviews und Portraits von aussergewöhnlichen Frauen in der Schweiz. Vidal zeigt: An weiblichen Stimmen mangelt es nicht. Man muss ihnen nur Platz geben. Hundert Frauen. Auf „100 Frauen“ erklärt die Biersommeliere Karin Patton, was ein richtig gutes Bier ausmache. Pascale Beucler, eine von nur sieben weiblichen Obersten in der Schweiz, berichtet aus der Armee. Madame Malevizia, Pflegerin mit Pseudonym, prangert Missstände an. Und die Weltraumforscherin Dr. Kathrin Altwegg erzählt, wie ältere Professoren den Frauen an der Universität den „Ratschlag“ erteilten, sie sollten doch besser „in der EPA Strümpfe verkaufen“ als zu studieren. Das Projekt „100 Frauen“ dokumentiert journalistisch die Frauenvielfalt heute. Eine systematische, länderübergreifende Ergänzung leistet die deutsche Feministin und Sprachwissenschafterin Luise F. Pusch. Sie hat gleich ein ganzes Online-Nachschlagewerk für Frauenbiographien aufgesetzt. „FemBio“ heisst die Datenbank Und ist eine wahre Goldgrube, um die (männlich geprägte) Geschichtsschreibung zu (…). Patricia D’Incau.
Work, 14.12.2018.
Personen > D‘Incau Patricia. Frauenbiografien. Work, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
Hilfswerke
Personen
Work
Zewo
Martin Jakob
Hilfswerke
Spenden
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Zewo
Wohltätigkeit: Welche Hilfswerke verdienen Ihr Vertrauen? Aufs Zewo-Siegel setzen – oder genau hinschauen. Das Zewo-Gütesiegel bestätigt die Seriosität eines Hilfswerks. Aber auch Organisationen ohne Siegel können eine Spende wert sein. Schweizerinnen und Schweizer sind nicht knausrig. Acht von zehn Haushalten spenden regelmässig, 300 Franken sind es im Durchschnitt pro Jahr. Total 1,85 Milliarden Franken flossen 2017 in die Kassen der Hilfswerke, Erbschaften, Gross- und Firmenspenden inbegriffen. Doch kommt das Geld tatsächlich dem Spendenzweck zugute? Wie viel verpufft für Verwaltung und Spendenwerbung? All die Sammelaktionen, Motivationsbriefe, die kleinen Geschenke, die oft beiliegen, die Porti, die Personal- und Bürokosten muss das Hilfswerk ja zuerst einmal bezahlen, bevor es mit den Nettoeinnahmen Gutes tun kann. 79 Prozent netto. Die Schweizerische Zertifizierungsstelle für gemeinnützige Spenden sammelnde Organisationen (Zewo) wacht darüber, dass die Spendengelder zweckbestimmt, wirksam und wirtschaftlich eingesetzt werden. Um das Zewo-Gütesiegel führen zu dürfen, müssen sich die Hilfswerke eine Prüfung auf Herz und Nieren gefallen lassen. 21 Standards sind zu erfüllen, und alle fünf Jahre wird die Organisation neu überprüft. Insbesondere muss das Hilfswerk darlegen, dass es Wirkungsziele definiert hat und transparent über sein Wirken informiert. Und es muss seine Mittel effizient einsetzen. Höchstens rund ein Drittel des Spendenvolumens  (…). Martin Jakob.
Work, 14.12.2018.
Personen > Jakob Martin. Hilfswerk. Work, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
ILO
Personen
Work
Patricia D Incau
ILO
Löhne
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Der neue internationale Lohnbericht der ILO Zeigt: Löhne steigen im Schneckentempo. Schwacher Zuwachs, dafür riesige Ungleichheit: Das ist das Ergebnis einer globalen Lohnauswertung. Für Berufstätige in der ganzen Welt geht es mit den Löhnen kaum vorwärts. Das zeigt der globale Lohnbericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Sie hat Daten aus 136 Ländern ausgewertet. Das Resultat: 2017 ist der weltweite Lohnzuwachs durchschnittlich auf 1,8 Prozent 1 geschrumpft. 2016 waren es noch 2,4 Prozent. Damit ist die Lohnentwicklung so schlecht wie während der letzten Finanzkrise. Zwar war die Arbeitsproduktivität im Zeitraum der Erhebung leicht schwächer. Alleine damit lasse sich das geringe Lohnwachstum aber nicht erklären, hält die ILO fest. Einfluss hätten auch Faktoren wie die steigende Anzahl von Teilzeitstellen und der Einsatz von neuen Technologien. ILO-Generaldirektor Guy Ryder mahnt: „Stagnierende Löhne sind ein Hemmschuh für Wirtschaftswachstum“. Regierungen müssten deshalb zusammen mit den Sozialpartnern Wege für sozial und wirtschaftlich nachhaltige Lohnzuwachses finden. Frauen diskriminiert. Die ILO untersuchte auch die Lohnungleichheit zwischen Frau und Mann. Das Resultat: Weltweit liegt der Lohnunterschied nach wie vor bei durchschnittlich 20 Prozent. Die Schweiz liegt mit 18,1 Prozent nur leicht darunter. Im Vergleich mit 26 Ländern mit ähnlichen Einkommen bel die Schweiz in Sachen Lohnungleichheit den siebten Platz. Die Berechnungen der LO (…).  Patricia D’Incau.
Work, 14.12.2018.
Personen > D’Incau Patricia. ILO. Löhne. Work, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
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Christian Egg
Bundesratswahlen
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Bundesratswahl. Friede, Freude, Strafaufgabe. Es waren alle so nett an diesem 5. Dezember. Die Bundesrätinnenwahl ging schnell. schlank und mit viel gegenseitigem Rühmen über die Bühne. Viola Amherd (CVP) im ersten Wahlgang zur Nachfolgerin von Doris Leuthard gewählt. Karin Keller-Sutter (FDP) im ersten Wahlgang zur Nachfolgerin von Johann Schneider-Ammann gekürt. Zum ersten Mal In der Geschichte der Eidgenossenschaft landeten zwei Frauen auf einen Streich in der Landesregierung. Bundesrätin Nummer 8 und Bundesrätin Nummer 9. Danach räumte ein überaus aufgeräumter Ueli Maurer (SVP) von 209 gültigen Stimmen deren 201 ab und sagte: „Es wäre schön. wenn wir gemeinsam in diesem Jahr etwas Spass und Vergnügen ausstrahlen würden.“ Als das letzte Mal ein Bundespräsident so gut gewählt wurde. nämlich Jean-Pascal Delamuraz, war in Berlin gerade die Mauer gefallen. Russland war noch das Hauptland einer Sowjetunion. und auf Platz 1 der Schweizer Single-Hitparade standen die Sänger-Darsteller von Milli Vanilli mit „Girll'm gonna miss you“. Die grosse Rochade. Doch der neue Frieden im Bundeshaus hielt nicht lange. Nur knapp 48 Stunden. Dann hatte der Bundesrat sich nämlich in alter Zusammensetzung darauf geeinigt. dass er in Sachen EU-Rahmenabkommen nicht einig sei mit der EU. Und der Bundesrat in neuer Zusammensetzung konnte sich nicht darüber einigen, wer welches Departement bekomme. Das holten die vier Männer und drei Frauen am Montag nach. (…). Christian Egg.
Work, 14.12.2018.
Personen > Egg Christian. Bundesratswahl. Work, 2018-12-14.
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