Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 15251

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09.07.2020 Schweiz
Löhne
Personen
Vivian Bologna
Lohnsystem
Volltext
Barbara Spalinger:
„Die zweite Jahreshälfte dürfte angespannt werden“
Nach der Sommerpause warten bei der SBB einige gröbere Herausforderungen für den SEV. SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger, die für die Belange der SBB zuständig ist, greift hier die brisanten Themen auf: das neue Lohnsystem, die Zukunft von SBB Cargo und den Prozess der Konsultation der Gewerkschaften bei Reorganisationen. (…).

Vivian Bologna.
SEV-Zeitung, 9.7.2020.
Personen > Bologna Vivian. Lohnsystem. Interview. SEV-Zeitung, 2020-07-09
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07.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Swiss Airline
Markus Fischer
Kurzarbeit
Swiss Airlines
Volltext
Swiss erhält Kredite, doch der Notstand bleibt. Nach dem Ja der Lufthansa-Aktionäre am 25. Juni zur Rettung der Airline durch den deutschen Staat steht den Hilfskrediten mit Bundesgarantie für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss nichts mehr im Weg. Der SEV hat sich mit seinem Luftfahrtbereich SEV-GATA stark für die Bundeshilfe für die Luftfahrt eingesetzt, wo durch die Pandemie Tausende von Arbeitsplätzen bedroht sind. Ein Scheitern der Lufthansa-Rettung hätte die von National- und Ständerat bereits Anfang Juni genehmigte Bundesgarantie für Bankkredite von 1,275 Milliarden Franken für die Lufthansa-Töchter Swiss und Edelweiss in Frage gestellt. Nun können die Verträge zeitnah unterzeichnet und die erste Kredittranche ausgerichtet werden. Damit werden Swiss und Edelweiss wieder solvent, können die Löhne längerfristig garantieren und hoffentlich auch ihre Schulden bei den Kund/innen wegen der annullierten Flüge begleichen. Ausnahmezustand dauert an. Wegen der Corona-Pandemie musste die Swiss ab Mitte März den Grossteil ihrer Flugzeuge stilllegen. Das erste Quartal 2020 schloss sie mit einem Verlust von 84,1 Mio. Franken ab – gegenüber 48,3 Mio. Gewinn im ersten Quartal 2019. Im Juni konnte sie wieder etwa ein Fünftel des ursprünglich geplanten Angebots fliegen, und der am 29. Juni vorgestellte Flugplan bis 24. Oktober sieht eine sukzessive Steigerung des Angebots auf rund 40% des ursprünglichen Flugprogramms vor. Doch die Pandemie schränkt den Luftverkehr weiterhin ein: Jeder neue Krankheitsausbruch (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Fischer Markus. Swiss. Kurzarbeit. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
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07.07.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Personen
Regierung Schweiz
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Öffentlicher Verkehr
Vernehmlassung
Volltext
Nach 2½ Monaten Verbot des touristischen Verkehrs steht der Bund auch hier finanziell in der Pflicht.
Bundesrat sieht 800 Mio. für den öV vor. Der Bundesrat will die grossen finanziellen Verluste, welche die Unternehmen des öV und des Schienengüterverkehrs in der Corona-Krise durch den Einbruch der Nachfrage erlitten haben, mit 800 Mio. Franken abfedern. Eine Vorlage mit den nötigen Gesetzesanpassungen hat der Bundesrat am 1.Juli in die Vernehmlassung geschickt (bis 22. Juli). Kantone, Gemeinden und die Unternehmen selber müssen ihrerseits zur Finanzierung der Verluste beitragen. „Die Massnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus haben den öffentlichen Verkehr und den Schienengüterverkehr stark getroffen“, schreibt der Bundesrat . Aufgrund der Empfehlung des Bundesrats, möglichst zu Hause zu bleiben, sank die Nachfrage im öV um bis zu 80 Prozent und normalisiert sich nur langsam. Da viele Betriebe schliessen mussten, verzeichneten die Bahnen auch im Güterverkehr einen starken Rückgang. Die Folge sind hohe Ertragsausfälle. Da die Unternehmen im bestellten öffentlichen Verkehr (öV) und bei der Eisenbahninfrastruktur keine Gewinne einplanen dürfen, können sie nur einen Teil der Einnahmenausfälle kompensieren – über die Auflösung von Reserven oder Minderausgaben während der Pandemie. Damit die Transportketten nicht unterbrochen werden und die Unternehmen ihre (…).

Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Fischer Markus. Oeffentlicher Verkehr. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
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07.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Peter Moor
Berufsbildung
Lokomotivführer
Volltext
Höhere Berufsbildung. Fachausweis bringt Mehrwert im Führerstand. Die Vorgeschichte war lang, aber letztlich erfolgreich: Ende letztes Jahr wurden die ersten eidgenössischen Fachausweise für Lokomotivführerinnen und Lokomotivführer vergeben. Sie bieten den Zugang zu weiterführenden Schulen und öffnen auch Türen im eigenen Unternehmen. Soeben ist die Ausschreibung für die Berufsprüfung 2021 erfolgt. „Unterdessen sollte es sich unter den Kolleginnen und Kollegen herumgesprochen haben, dass es diese Zusatzausbildung gibt, weshalb wir mit mehr Anmeldungen rechnen als bei den ersten beiden Ausschreibungen“ erklärt Felix Traber, Präsident der Prüfungskommission. Der SBB-Lokführer aus Zizers GR arbeitet zu 60 Prozent bei Cargo, zu 40 Prozent beim Personenverkehr. Er hat das Projekt geleitet, das schliesslich zur eidgenössisch anerkannten Berufsprüfung geführt hat. „Es brauchte mehrere Anläufe, bis wir eine Lösung gefunden haben, die dem Bund, den Bahnunternehmen und den rbeitnehmerorganisationen gepasst hat“, fasst er die Vorgeschichte zusammen. Ein Aufwand, der sich lohnt. Wer die Prüfung absolvieren will, muss allerdings bereit sein, während rund einem Jahr einen beträchtlichen zusätzlichen Aufwand zu leisten. Hanny Weissmüller, Lokführerin aus St.Maurice und Mitglied des LPV-Zentralvorstands, vertritt die Gewerkschaften im Trägerverein der Prüfungsorganisation. Sie betont, dass das neben Beruf und Familie nicht ganz einfach ist: „Mit Schichtarbeit und den periodischen (…).
Peter Moor.
SEV-Zeitung, 7.7.2020.
Personen > Moor Peter. Lokfuehrer. Berufsbildung. SEV-Zeitung, 2020-07-07.
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06.07.2020 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Löhne
Volltext
Krisenmassnahmen: Wirtschaft stabilisieren und Kaufkraft stärken. SGB-Verteilungsbericht 2020. Die Schweiz ist in einer schweren Rezession. Besonders betroffen sind die Gering-verdienerinnen und Geringverdiener, deren Einkommen bereits seit vielen Jahren stagnieren, wie dies der neue Verteilungsbericht des SGB belegt. Nun braucht es Massnahmen zur Stärkung der Kaufkraft, damit sich die inländische Konjunktur stabilisiert und um eine soziale Katastrophe zu vermeiden. Dazu gehört die umgehende Senkung der Krankenkassenprämien aus den angehäuften übermässigen Milliardenreserven der Krankenkassen. Diese dringliche Massnahme kann bereits im COVID-19-Gesetz umgesetzt werden. Die Corona-Krise trifft vor allem Personen mit tiefen und mittleren Einkommen, weil Kurzarbeit in den Branchen mit den niedrigsten Löhnen am stärksten verbreitet ist. Das führt zu kaum verkraftbaren Einkommenseinbussen für Arbeitnehmende mit bereits tiefen Löhnen. Mit den drohenden Entlassungen kann eine Abwärtsspirale beim Konsum in Gang kommen. Wer die Stelle verliert, hat weniger Einkommen. Das schlägt negativ auf den Konsum durch, was weitere Entlassungen nach sich ziehen kann. Eine solche Abwärtsspirale muss verhindert werden. Es gibt bereits jetzt Anzeichen dafür, dass dem privaten Konsum wieder die Luft ausgeht, dies nach einem kurzen Aufschwung bei der Wiedereröffnung der Geschäfte im Mai, besonders bei den langlebigen Konsumgütern. Daniel Lampart, SGB-Chefökonom und Autor des (…).
SGB, Medienmitteilung, 6.7.2020.
SGB > Loehne. Verteilungsbericht 2020. SGB, 2020-07-06.
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03.07.2020 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Löhne
Personen
Markus Bischoff
Initiative
Mindestlohn
Volltext
Nicht nur der eigenen Bubble dienen. Volksinitiativen für einen gesetzlichen Mindestlohn in Zürich, Winterthur und Kloten. Am letzten Donnerstag habe ich zum ersten Mal Unterschriften für unsere „Ein Lohn zum Leben“ Initiativen gesammelt. Das Echo war überraschend positiv. Viele störten sich an den tiefen Löhnen gewisser Branchen. Fast alle fanden, dass es für alle Beschäftigten einen anständigen Lohn zum Leben braucht. Niemand empfand den Minimallohn von 23 Franken pro Arbeitsstunde als zu hoch.
Der Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich (GBKZ) hat diese Initiativen in Zürich, Winterthur und Kloten entwickelt und für die Lancierung auch Travail.Suisse, die rot-grünen Parteien und die Hilfswerke HEKS, Caritas und SAH mit ins Boot geholt. Die Initiativen sollen nicht einfach das Leben für die rot-grüne Klientel verbessern, sondern auf ein brennendes soziales Problem hinweisen. Politik darf nicht nur der eigenen Bubble dienen. Tiefstlöhne sind die Realität derjenigen, die keine Stimme und keine Lobby haben.
Leider können wir auf dem Initiativweg keinen gewerkschaftlichen, sondern nur einen sozialen Mindestlohn erkämpfen. Das Bundesgericht hat sehr enge Grenzen für die Zulässigkeit von allgemeinen Mindestlöhnen gesetzt. Damit darf nur verhindert werden, dass jemand trotz Arbeit in die Armut rutscht. Wer arbeitet, soll zumindest so viel Lohn erhalten wie jemand der Rente und Ergänzungsleistungen bezieht. In der Stadt Zürich sind dies 23 Franken pro Stunde oder bei einer Vollzeitstelle etwa 4'000 Franken pro Monat. …).
Markus Bischoff (Präsident Gewerkschaftsbund des Kantons Zürich)
GBKZ, 3.7.2020.
Personen > Bischoff Markus. Mindestlohn. Initiative. GBKZ, 2020-07-03.
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02.07.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Kurt Altenburger
Tanja Lantz
Coronavirus
Masken
Volltext
Schweizweite Maskenpflicht - eine konsequente Massnahme. Wir begrüssen den Entscheid, die Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr einzuführen. Nur so sind Menschen auf dem Arbeitsweg und auch Mitarbeitende der Verkehrsbetriebe konsequent geschützt. Das Fahrpersonal kann allerdings nicht zuständig sein für die Durchsetzung der Maskenpflicht. Das Fahrpersonal wird die betreffenden Fahrgäste darauf hinweisen, dass eine Maskenpflicht besteht. Die soziale Kontrolle wird ebenfalls einen Beitrag dazu leisten. Die Verkehrsbetriebe können Sicherheitsdienste einsetzen für die Durchsetzung der behördlichen Auflage. Die Systemführerschaft der Branche wird heute den Unternehmungen der öV-Branche entsprechende Empfehlungen abgeben. Wirtschaftlich sieht es für die öV-Branche trotzdem düster aus. Während mehrerer Wochen fehlten 80 bis 90 Prozent der Einnahmen, was in der Rechnung 2020 zu hohen Defiziten führen wird. Weil die Transportunternehmen von Gesetzes wegen bei den bestellten Leistungen keine Gewinne anstreben dürfen, werden sie kaum in der Lage sein, die Einnahmenausfälle nachträglich zu kompensieren. (…).
Kurt Altenburger, Tanja Lantz.
VPOD Schweiz, 2.7.2020.
Personen > Coronavirus. Masken. VPOD Schweiz, 2020-07-02.
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01.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Giorgio Tuti
Coronavirus
Masken
Volltext
Maskenpflicht: Für das Personal ein Entscheid in die richtige Richtung, aber mit Einschränkungen. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) begrüsst die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. „Das ist der beste Schutz für das Zugpersonal, das seinerseits ununterbrochen eine Maske trägt. Es beruht auf der Devise: ‘Schütze dich, um andere zu schützen’. Der SEV hält es jedoch für problematisch, dass die Durchsetzung der Maskenpflicht auch bei den Kundenbegleiter/innen liegen soll. Diese haben keine polizeilichen Aufgaben. Wir fordern das Personal auf, Konfliktsituationen zu meiden und zählen auf die Vernunft der Fahrgäste. Dies im Interesse aller“, betont Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Das freiwillige Tragen der Masken hat nur sehr begrenzt funktioniert. „Für das Zugpersonal, das selbst eine Maske trägt, ist die Maskenpflicht eine gute Nachricht. Das Zugpersonal ist so besser vor dem Coronavirus geschützt. Dies steht im Einklang zum Gesundheitsschutz des Personals, für den wir uns seit Beginn der Krise eingesetzt haben", so Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Die Maskenpflicht wirft aber auch Fragen nach der Kontrolle und Sanktionierung bei Nichteinhaltung auf. „Die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften birgt ein hohes Konfliktpotential. Das Zugpersonal wird in der Deeskalation geschult. Es hat jedoch keine polizeilichen Aufgaben. Wir appellieren deshalb an die Vernunft der öV-Benutzer“, stellt Tuti klar. (…).
SEV-Zeitung, Medienmitteilung, 1.7.2020.
Personen > Tuti Giorgio. Maskenplicht. SEV-Zeitung, 2020-07-01.
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30.06.2020 Kuba
Granma
Personen
Fidel Castro
Biografien
Volltext
Fidels Worte. Beginnend mit den Worten an die Intellektuellen, die Fidel am 30. Juni 1961 in der Nationalbibliothek überbrachte, gingen die Dinge in eine andere Richtung, oder vielmehr wurden ideologische Positionen definiert, die in verschiedenen Umgebungen von Intellektuellen und Künstlern gärten Das Jahr 1961 brachte einen gewaltsamen Wendepunkt im kubanischen Kulturleben. Beginnend mit den Worten an die Intellektuellen, die Fidel am 30. Juni 1961 in der Nationalbibliothek überbrachte, gingen die Dinge in eine andere Richtung, oder vielmehr wurden ideologische Positionen definiert, die in verschiedenen Umgebungen von Intellektuellen und Künstlern gärten. Einerseits war es dringend notwendig, Zweifel auszuräumen, Ressentiments zu vermeiden und Geister zu verscheuchen, die in den Kreisen der Schöpfer aufgetaucht waren, zum anderen mussten Plattformen definiert, Berührungspunkte gefunden und klare Wege beschritten werden, die das Einfügen von Kunst und Literatur in den Prozess der sozialen Transformation erleichtern würden. Ich hatte das Privileg, das Ereignis mitzuerleben. Er war gerade 21 Jahre alt geworden und konnte mir nicht vorstellen, dass ich einer der jüngere Teilnehmer des Treffens zwischen der Führung der Revolution und einer grossen Gruppe von Schöpfern sein würde, die meisten von ihnen Schriftsteller. Zu dieser Zeit arbeitete ich mit Argeliers León zusammen, einem herausragenden Komponisten, Ethnologen und Intellektuellen, der Vertrauen in mich gesetzt hatte, um  (…).
Granma, 30.6.2020.
Personen > Castro Fidel. Fidels. Worte. Granma, 2020-06-30.
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26.06.2020 Zürich
Personen
Rassismus
WOZ
Lorenz Nägeli
Rassismus
Volltext
Alltagsrassismus. Spätabends in der S-Bahn. Der öffentliche Raum ist der häufigste Tatort von rassistischer Diskriminierung. Der Fall dreier kurdischer Frauen, die in der S-Bahn von einem Mann angegriffen wurden, ist ein Fall von vielen. Bei den meisten kommt es nicht einmal zu einer Anzeige. Tatort S-Bahn: Am 8. Mai um 22.31 Uhr betreten drei kurdische Frauen im Zürcher Hauptbahnhof die S6 in Richtung Regensdorf. Fatos Cebir, Hülya Emec und eine Freundin, die anonym bleiben will, lassen sich im oberen Stock in einem Viererabteil nieder. Sie unterhalten sich auf Türkisch. Um 22.38 Uhr stoppt der Zug in Zürich Oerlikon. Ein Mann steigt zu, etwa Mitte vierzig, biertrinkend, aber gemäss Emec nicht betrunken. Bereits im ersten Vorbeigehen wendet sich der Mann an die drei Freundinnen: „Ihr seid hier in der Schweiz, hier wird Deutsch gesprochen“, sagt er in aggressivem Tonfall. Doch damit nicht genug. „Er bezeichnete uns als ‹Fotzen›“, ergänzt Cebir. Der Mann geht weiter, pöbelt einen weiteren Fahrgast an. Auch dieser passt mit seiner dunkleren Haut offenbar nicht ins rassistische Bild einer weissen Schweiz: „Als wir das Abteil wechselten, wandte sich der Angreifer erneut uns zu. Er beleidigte uns rassistisch, warf uns arabische Floskeln entgegen, sagte ‚Inschallah‘ und dergleichen.“Zögerliche Polizei. (…).
Lorenz Nägeli.
WOZ, 26.6.2020.
Personen > Naegeli Lorenz. Rassismus. WOZ, 2020-06-26.
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26.06.2020 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Arbeitslosigkeit
Coronavirus
Volltext
Corona ist nicht schuld. Masken runter, Büros und Beizen auf – ist das Gröbste jetzt überstanden? Bestimmt nicht ökonomisch. Denn nach der Coronakrise fängt die Wirtschaftskrise erst richtig an. In der Schweiz ist die Zahl der Erwerbslosen trotz Kurzarbeit im Vergleich zum Vorjahr um fast 54 Prozent gestiegen. Das ist massiv. Und sie trifft vor allem die Über-55jährigen. SGB-Chefökonom Daniel Lampart hat’s untersucht und ist erschrocken. Doch das ist erst der Beginn: Sämtliche Daten sagen eine grosse Konkurs- und Entlassungswelle für den frühen Herbst voraus. Auch in der Schweiz. Denn die Coronakrise kaschiert eine tiefere Krise des Finanzkapitalismus, die seit 2008 regelmässig zu neuen und immer schärferen Ausbrüchen führt. Das zeigt Work-Autor Oliver Fahrni in seinem Erklärstück. Corona verstärkt den Wahnsinn nur.
Schweinesystem. von Überstanden ist auch das Virus. Gerade noch plante Portugal, mit dem Lockruf „Quasi-Corona-freies-Ferienland“ den Tourismus wieder anzukurbeln. Doch jetzt breitet sich Covid-19 aus wie der Wind. In den Armenvierteln rund um die Hauptstadt Lissabon, dort, wo vor allem schwarze Einwanderer aus den Ex-Kolonien hausen. Kein fliessendes Wasser, kein Geld für Desinfek¬tionsmittel, Wellblechhütten. Jetzt ist auch Lissabon zum Hotspot geworden. (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 26.6.2020.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Kuhn%20Marie-Jos%C3%A9e/Kuhn%20Marie-Jos%C3%A9e.%20Coronavirus.%20Wirtschaft.%20Work%20online,%202020-06-26.pdf
26.06.2020 Schweiz
Personen
Wirtschaft
Work
Oliver Fahrni
Volltext
Wirtschaftskrise
Nach der Coronakrise ist erst vor der Krise: Wirtschaft hat keinen On-off-Schalter. Die Coronakrise ist nicht Corona geschuldet, deshalb wird sie länger dauern. Der Ausweg sind höhere Löhne, mehr Investitionen und Steuern für die Reichen. Masken runter, Grenzen und Beizen auf – ist das Gröbste jetzt überstanden? Zuallererst: Reden wir nicht über das Coronavirus, denn trotz Riesengetöse wissen wir immer noch zu wenig. Sicher hingegen wissen wir: Die Wirtschaftskrise hat gerade erst richtig begonnen. Der britische Ökonom Torsten Bell formuliert es so: „Die Arbeitslosigkeit ist gestiegen wie eine Rakete, aber runter kommt sie wie eine Daunenfeder.“ In der Schweiz ist die Zahl der Erwerbslosen trotz Kurzarbeit im Vergleich zum Vorjahr um fast 54 Prozent gestiegen (Zahlen Mai). In den USA und in der EU sind inzwischen so viele Arbeitende um ihre existentielle Sicherheit gebracht worden, dass die Krise politischen Sprengstoff produziert. Doch das ist erst der Anfang: Sämtliche Daten sagen eine grosse Konkurs- und Enlassungswelle für den frühen Herbst voraus. Auch in der Schweiz. Alles wieder wie vorher? Nie war eine Krise im modernen Kapitalismus so abrupt, so weltumspannend und so brutal. In kürzester Zeit haben viele Millionen Menschen Job und Brot verloren, noch mehr sind in sämtlichen Ländern in die Armut abgestürzt. Und nie haben sich Regierungen mit solcher Heftigkeit und weltweit koordiniert gegen eine Krise gestemmt: Sie haben Rettungspakete von mehr als 17 Billionen Dollar (15’000 Milliarden Franken) aufgelegt. elt. (…).
Oliver Fahrni.
Work online, 26.6.2020.
Personen > Fahrni Oliver. Wirtschaftskrise. Work online, 2020-06-26.
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26.06.2020 Schweiz
Personen
Work
Katrin Bärtschi
Arbeit
Briefträgerin
Volltext
Die Briefträgerin & die Briefmenge. Die meisten Wörter unserer Sprache habe eine uralte Geschichte. Andere werden aufgrund neuer Gegebenheiten erst erfunden. Bei der Post zum Beispiel „Gangfolgesortierung“. Oder „Briefmengenrückgang“. Dieser ist mit der Coronakrise sprunghaft angestiegen. Betrug er in der Zeit davor durchschnittlich vier bis fünf Prozent pro Jahr, ist die Anzahl der verschickten Postsendungen in den vergangenen Monaten um fünfzehn Prozent gesunken. Um diesen Arbeitswegfall zu kompensieren und um die Kolleginnen und Kollegen von der Paketpost zu entlasten, stellen die Briefträgerinnen und Briefträger nun auch kleine Pakete zu. Letzte Meile. Als weitere Massnahme zur Arbeitsbeschaffung und Geschäftserweiterung wird seit längerem schon „die letzte Meile“ ausgebaut. „Meile“? Wieso „Meile“? – Weil es sich um einen aus dem Englischen abgeleiteten Logistikbegriff handelt, erfährt die Briefträgerin bei Wikipedia. Gemeint ist „der Teil des Transports zur Haustür des Kunden“ (und wohl auch der „Kundin“…). Manche altgedienten Kolleginnen und Kollegen schnödeten zu Beginn, als es hiess, die Post habe neue Dienstleistungen ausgeheckt. Die Briefträgerin aber hatte nie ein Problem damit, dass sie nun auch Brot liefert oder Gemüse, dass sie Kaffeekapseln abholt oder Altkleider. In manchen Zustellregionen liest das Zustellpersonal seit einiger Zeit die Stromzähler ab. Daran stört die Briefträgerin einzig der Gedanke, dass die bisherigen Ableser und Ableserinnen deshalb wohl ihre Arbeit verloren. (…).
Katrin Bärtschi.
Work, 26.6.2020.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. Arbeit. Work online, 2020-06-26.
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26.06.2020 Schweiz
Personen
Temporärarbeit
Work
Christian Egg
Entlassungen
Temporärarbeit
Volltext
Temporärbüros: Keine andere Branche schasst Mitarbeitende so eiskalt. Sozialamt einfach! Chauffeur Adil Nejem* gehört zur Corona-Risikogruppe. Er hat Anrecht, zu Hause zu bleiben und auf seinen Durchschnittslohn. Doch das Temporärbüro bezahlt nicht. Und er ist kein Einzelfall. Das Büro ist klein, höchstens acht Quadratmeter. Vier Leute arbeiten darin. Mehrmals pro Tag müssen Lastwagenchauffeure des Coop-Verteilzen¬trums im aargauischen Schafisheim dort vorbei. Dann wird es richtig eng. Chauffeur Adil Nejem sagt: „Manchmal sind wir vier Fahrer gleichzeitig, also acht Leute total. Dann stehen wir Schulter an Schulter.“ Auch Ende März war es so, auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie. Nejem erinnert sich: „Auf der Post musste ich einen Mindestabstand von zwei Metern einhalten, bei den Behörden konnte man nur noch anrufen, ihre Schalter waren geschlossen. Aber bei uns gab es nicht einmal Schutz¬masken.“
Für Nejem eine unhaltbare Situation. Denn nach zwei Herzinfarkten gehört der 57jährige zur Corona-Risikogruppe. Er schildert seinem Arzt die ¬Zustände. Der weist ihn an, zu Hause zu bleiben, und stellt ihm ein Arztzeugnis aus. Doch damit fangen die Probleme erst an. (…).
Christian Egg.
Work online, 26.6.2020.
Personen > Egg Christian. Temporaerarbeit. Entlassungen. Work online, 2020-06-26.
Ganzer Text
26.06.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Armut
Personen
Work
Hans Baumann
Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
Arbeitslosigkeit und Armut in der „reichen Schweiz“. Arbeitslosigkeit und Armut sind Stichworte, die jetzt in der Coronakrise allgegenwärtig sind, auch in der Schweiz. Arbeitnehmende, die auf Kurzarbeit gesetzt oder entlassen werden, kommen wegen der Einkommenskürzung an oder sogar unter das Existenzminimum. Das gleiche gilt für eine grosse Zahl von Selbständigen, die in den letzten Monaten Verdienstausfälle in Kauf nehmen mussten. Über die Hälfte der Haushalte verfügen über weniger als 50’000 Franken Vermögen, ein Viertel der Bevölkerung besitzt gar nichts oder hat gar Schulden. Eine längere Periode mit Verdienstausfällen können die meisten nicht ohne Hilfe durchstehen, sie haben kaum Reserven.
Konstant hoch. Wie die Grafik zeigt, ist Arbeitslosigkeit und Armut kein neues Phänomen. Bereits in den letzten 10 Jahren, die nach der Finanzkrise eigentlich Jahre der Hochkonjunktur waren, ist die Erwerbslosigkeit konstant hoch geblieben. Noch 2018 war die Erwerbslosenquote mit 4,7 praktisch gleich hoch wie 2009; erst im letzten Jahr ging sie etwas zurück. Sehr ähnlich sieht es bei der Armutsquote der Erwerbstätigen aus, die seit 2010 etwa gleich blieb. Als arm gelten Erwerbstätige, die in einem Haushalt leben, der über weniger als die Hälfte des mittleren Einkommens verfügt, 2018 entsprach das bei einem Einpersonenhaushalt 2080, bei einem Vierpersonenhaushalt 4370 Franken. Kein Wunder, dass auch jener Teil der Bevölkerung, der auf Sozialhilfe angewiesen ist, in den letzten 10 Jahren nicht kleiner, sondern sogar grösser geworden ist. (…). 
Work online, 26.6.2020.
Personen > Baumann Hans. Arbeitslosigkeit. Work online, 2020-06-26.
Ganzer Text
25.06.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV-Zeitung
Elisa Lanthale
Reinigung
SBB
Volltext
So geht Reinigung in Zukunft. Weil Konkurrenz- und Kostendruck stets grösser werden, aber auch kurzfristige Betriebsumstellungen zunehmen, soll die Reinigung in Zukunft „bedarfsgerecht“ erfolgen – unterstützt durch digitale Hilfsmittel. Wie das geht, zeigt ein Einblick in das Projekt „Cleaning 4.0“ in Biel. Das Reinigungsteam steht auf dem Perron in Biel bereit, auf dem Smartphone-Bildschirm blinkt der Zustand des Zuges in Rot, Orange und Grün: Das WC muss gereinigt werden, die Abfallkübel sind ok, Staubsaugen wäre nötig,... Die Reiniger priorisieren die nötigen Arbeiten, teilen sich auf und machen sich im ankommenden Zug an die Arbeit. «Ziel ist, dass wir genau da reinigen, wo der Impact für die Kunden am grössten ist», erklärt Tobias Strahm, Leiter des SBB-Projekts „Cleaning 4.0“. Der Konkurrenzdruck durch private Firmen ist in der Reinigung extrem hoch, weshalb in den letzten Jahren ständig die Schraube angezogen wurde: Die Cleaning-Teams mussten immer mehr in immer kürzerer Zeit machen. „Dass dieses Prinzip der ‚Zitronenpresse‘ nicht über eine längere Zeit aufgeht, war ein Grundcredo im Projekt“, betont Tobias Strahm. „Cleaning 4.0“ hat den Auftrag, die Qualität und die Effizienz in der Reinigung zu steigern. Damit dies erreicht werden kann, strebt das Projekt eine „bedarfsgerechte“, flexiblere Reinigung an –unterstützt von digitalen Hilfsmitteln. Bislang war es so, dass die Arbeit der Reinigung in einer fixen …).
Elisa Lanthaler
SEV-Zeitung, 25.6.2020.
SEV-Zeitung > Reinigung. SBB. SEV-Zeitung, 2020-06-25.
Ganzer Text
25.06.2020 Schweiz
Personen
Rassismus
VPOD Schweiz
Guy Zurkinden
Antirassismus
Volltext
Rassismus in der Schweiz - verneint und allgegenwärtig. Mobilisierungen gegen Rassismus und Polizeigewalt haben sich in ganz Europa - auch in der Schweiz - ausgebreitet. Zurecht. Im Mittelpunkt der jüngsten Proteste steht nicht nur der strukturelle Rassismus in Nordamerika sondern auch der stets verneinte Rassismus und das koloniale Erbe der Schweiz. Um den Sklavenhandel zu rechtfertigen, ist der anti-schwarze Rassismus in die DNA unseres Kontinents geschrieben. Kanyana Mutombo, Sekretärin des Carrefour de réflexion et d'action sur le racisme anti-Noir, weist darauf hin, dass Polizeibrutalität und Racial profiling nur ein Teil sind. Rassismus betrifft alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens (Amnesty, Dezember 2014). Arbeitsplätze sind keine Ausnahme Im Gesundheitssektor "schlucken viele ausländische Beschäftigte täglich die Beleidigungen der Patienten", sagt Alma Wiecken, Direktorin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (NZZ, 14. Juni 2020). Schwarze Menschen sind nicht die einzigen Opfer, aber sie werden oft zur Zielscheibe. Das Phänomen ist nicht auf einen Sektor beschränkt: Im vergangenen August prangerte der SSP Trafic Aérian ähnliche Vorkommnisse am Flughafen Genf an. Wie die französische Aktivistin Rokhaya Diallo betont, ist Rassismus untrennbar mit der sozialen Frage verbunden: "Wer sind die Menschen, die von den neoliberalen Arbeitsmarkt- und Rentenreformen am meisten betroffen sind? Frauen und Minderheiten. Arme, afrikanische und eingewanderte Frauen. Wir können es nicht ignorieren" (Le Temps, 16. Juni 2020). (...).  VPOD Schweiz, 25.6.2020.
Personen > Zurkiden Guy. Rassismus. VPOD Schweiz, 2020-06-25.
25.06.2020 Schweiz
Buchhandel
Personen
Syndicom
Michael Moser
Buchhandel
Meinungsumfrage
Volltext
60% sind besorgt um die Zukunft des Buchhandels. Mit der Schliessung der Buchhandlungen waren die Buchhändlerinnen eine der am direktesten betroffenen Berufsgruppen in den Branchen von Syndicom. Eine spezifisch auf die Situation der Buchhändlerinnen zugeschnittene Umfrage von Syndicom bestätigte das Bild: 81% der Befragten gaben an, dass für sie momentan Kurzarbeit gilt. Für ganze 50 % galt die Kurzarbeit sogar komplett, sie konnten während dem Lockdown also tatsächlich überhaupt nicht mehr arbeiten und mussten zu Hause bleiben. 36% bekamen von ihrer Arbeitgeberin andere Arbeit zugewiesen, und 21% hatten sogar Überstunden zu bewältigen. Homeoffice war nur für 27% der Antwortenden möglich. Die Hygienevorschriften des Seco konnten nur bei 4% der Antwortenden nicht eingehalten werden, während 87% angaben, dass diese eingehalten werden konnten. Zu denken gibt, dass sich ganze 61% der befragten Buchhändlerinnen Sorgen um die Zukunft des Buchhandels machen. Immerhin 33% sind nach wie vor zuversichtlich. (…).

Syndicom, 25.6.2020.
Syndicom > Buchhandel. Meinungsumfrage. Syndicom, 2020-06-24.
Ganzer Text
24.06.2020 Schweiz
Personen
Schifffahrt
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Schifffahrt
Volltext
Die Schiffe fahren wieder. Das Dampfschiff „Uri“ fährt täglich Luzern-Flüelen retour. Zurzeit sind zwei SGV-Dampfschiffe im Einsatz, ab Juli drei. Nachdem touristische Fahrten mit Schiffen und Bergbahnen Mitte März vom Bundesrat wegen Covid- 19 verboten wurden, sind sie seit 6.Juni mit Schutzkonzept wieder möglich, so dass die Betriebe in die Sommersaison starten konnten. Das ist für die Angestellten eine gute Nachricht, mussten doch viele im Lockdown Kurzarbeit und Lohneinbussen hinnehmen. „Im Bereich Schifffahrt war in den letzten Wochen das Thema Kurzarbeit sehr zentral“, sagt Gewerkschaftssekretär Michael Buletti, der im SEV für die Branche Schiff zuständig ist. „Die wenigsten Schiffslinien sind bestellter Verkehr, für den die öffentliche Hand Abgeltungen bezahlt. Entsprechend haben alle Unternehmen Kurzarbeit beantragt und von den Kantonen ziemlich schnell bewilligt erhalten. Dies senkt für die Unternehmen die Verluste durch den verspäteten Saisonstart und die bleibenden Schutzmassnahmen. Der SEV versuchte die Lohnfortzahlung während der Kurzarbeit besser zu regeln als gesetzlich vorgesehen. Das ist uns vielerorts gelungen, aber nicht ganz überall.“ Zum Beispiel für die BLS-Schiffsleute vom Thuner- und Brienzersee erreichte der SEV für den April die volle Lohnfortzahlung mitsamt Zulagen, für den Mai 90% mit Zulagen und für den Juni 90% ohne Zulagen. «Weil die Lohnreduktion nur die effektiv (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 24..6.2020.
Personen > Fischer Markus. Schifffahrt. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
Ganzer Text
24.06.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Peter Moor
SEV
Volltext
Der SEV bietet viele Vorteile. Mit den zunehmenden Lockerungen finden nun wieder Aktionen vor Ort statt. Hier sind ein paar Bilder aus den letzten Wochen aus der ganzen Schweiz. Jetzt ist auch der richtige Moment, um einen Blick auf die Leistungen zu werfen, die der SEV seinen Mitgliedern zu bieten hat. Auch wenn sie allgemein bekannt sind, lohnt es sich doch, sie wieder einmal in Erinnerung zu rufen.
In der letzten Zeitung brachten wir verschiedene Aussagen von Neumitgliedern, die erklärt haben, weshalb sie dem SEV beigetreten sind. Die meisten streichen heraus, dass der SEV ihnen den nötigen Schutz bietet. «Das ist keine Überraschung», findet Giorgio Tuti, Präsident SEV. «Wir haben über 70 Gesamtarbeitsverträge, die stark sind. Sie regeln insbesondere die Arbeitszeit, die Ferien, die Löhne, aber auch die Abläufe bei disziplinarischen Vergehen. Das sind für unsere Mitglieder die wichtigsten Themen.»
Der Organisationsgrad als Stärke des SEV. Dass die GAV, die der SEV ausgehandelt hat, von so hoher Qualität sind, ist kein Zufall. Giorgio Tuti betont gerne, dass sie nicht einfach vom Himmel fallen. „Wir haben gegen 40‘000 Mitglieder. Diese Zahl allein bedeutet aber nicht viel. Der durchschnittliche Organisationsgrad ist viel aussagekräftiger. In der Verkehrsbranche ist nahezu jede und jeder zweite Beschäftigte Mitglied des SEV. In einzelnen Betrieben kitzeln wir die 100%. Es ist klar: Je höher der Organisationsgrad in einem Betrieb, umso stärker sind wir in den Verhandlungen.“ (…).
SEV-Zeitung, 24.6.2020.
Personen > Bologna Vivian. SEV. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
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23.06.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Peter Moor
Gleisbauer
Lokomotivführer
Porträt
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Pascal Schneiter fährt beim Léman Express. Er ist auch aktiv gegen die Begrenzungsinitiative, über die das Schweizer Stimmvolk am 27. September abstimmen wird. Auf den Spuren von Pascal Schneiter, vom Gleismonteur zum Lokführer. Der Kassier des LPV Genf, Pascal Schneiter, ist ein Aktivist, der einiges zu bieten hat. Einst war er Gleismonteur, heute führt er den Léman Express. Politisch engagiert er sich gegen die Begrenzungsinitiative, über die wir am 27. September abstimmen. Wir treffen Pascal Schneiter in Genf Cornavin. Anlass dafür ist die Abstimmung vom 17. Mai – wegen der Coronakrise auf den 27. September verschoben – über die Begrenzungsinitiative der SVP. Pascal hat allen Grund, darüber zu reden. Er hat den Schweizer Pass, lebt aber in Frankreich, eine Viertelstunde von Genf entfernt. Er hat kein Verständnis für die Initiative: „Die Mobilität der Menschen zu begrenzen ist utopisch in einer Welt, die sich immer mehr öffnet. Ein Ja zu diesem Begehren wäre ein grosser Fehler. Es bringt nichts, sich zu verbarrikadieren. Unsere Arbeitsbedingungen werden über Gesamtarbeitsverträge geschützt und nicht über die Schliessung der Grenzen.“ Als Lokführer des Léman Express spricht er gerne über die Situation in Genf. „Die Lösung ist ganz einfach: Die Schweizer Lokführer fahren auf dem Schweizer Netz, die französischen Kolleg/innen in Frankreich.“ Sie bleiben jeweils Angestellte der SBB bzw. der SNCF. (…).

SEV-Zeitung, 23..6.2020.
Personen > Bologna Vivian. Lokomotivfuehrer. SEV-Zeitung, 2020-06-23.
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22.06.2020 Kuba
Granma
Personen
Fidel Castro
Gedenkfeier
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Ehrung für den ewigen Vater Fidel. Auf dem heiligen Altar des Patrimonialfriedhofs Santa Ifigenia in Santiago de Cuba, unter der intensiven Sonne, die seine Grabdenkmäler hervorhebt, die von jungen Menschen in olivgrüner Uniform und Königspalmen bewacht werden, wurde im Namen von Millionen würdiger Söhne und Töchter mit Blumengebinden den Gründervätern der Nation Tribut gezollt. Zwei Blumengebinde, die Raúl Castro Ruz, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, und Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Präsident der Republik, zum Vatertag dem Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz widmeten, wurden vor dem Denkmalsfelsen abgelegt, der seine Asche aufbewahrt und brachten das Gefühl eines Volkes zum Ausdruck, das in diesen Tagen harter Kämpfe das Vermächtnis des ewigen Vaters ehrt und sich seines Sieges sicher ist. Lázaro Expósito Canto und Beatriz Johnson Urrutia, Mitglieder des Zentralkomitees der Partei und höchste Vertreter des Provinzverteidigungsrates, übernahmen an einem Morgen, an dem sie in den Kämpfen um das heutige freie Heimatland vereint waren, die ehrenvolle Aufgabe, den Tribut im Namen des kubanischen Volkes auch auf den Initiator Carlos Manuel de Céspedes und den Apostel José Martí auszudehnen. Auf dem heiligen Altar des Patrimonialfriedhofs Santa Ifigenia in Santiago de Cuba, unter der intensiven Sonne, die seine Grabdenkmäler hervorhebt, die von jungen Menschen in olivgrüner Uniform und Königspalmen bewacht werden, wurde im Namen von (…).
Granma, 22.6.2020.
Personen > Castro Fidel. Granma, 2020-06-22.
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19.06.2020 Zürich
Personen
Vorwärts
Trudi Weinhandl
Nachruf
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Danke Trudi . Die Verlagsgenossenschaft Vorwärts und die PdA Zürich trauern um Gertrud Weinhandl. Sie ist am 27. Mal Im 91. Altersjahr von uns gegangen. Ihr engagiertes Leben hat sie müde, aber selbstbestImmt abgeschlossen. Trudi wuchs in sehr bescheidenen Verhältnissen auf. Ihr Vater starb, als sie acht Jahre alt war, die Mutter musste sie und ihren Bruder alleine durchbringen. So konnten beide ihren Berufswunsch, der eine längere Ausbildung erfordert hätte, nicht erfüllt werden. Trudi, die eine sehr gute Schülerin war, trat eine Lehrstelle im Jelmoli an, anstatt Kindergärtnerin oder Lehrerin zu werden. Immerhin war sie später Schulpflegerin. Mit elf Jahren lernte sie die Roten Falken kennen, die sie als fröhliche sozialistische Grossfamilie erlebte, welche ihr erste politische Impulse gab. Mit der Sozialistischen Jugend reiste sie nach Jugoslawien. Wichtig war für sie die Begegnung mit Leonhard und Clara Ragaz, zwei zentrale Persönlichkeiten der religiös-sozialistischen Bewegung. Über Clara Ragaz hat sie eine viel beachtete Biografie verfasst. In den 1950er-Jahren trat Trudi der SP bei, welche sie später zwischenzeitlich verliess, da sie diese als zu wenig kämpferisch empfand, bei den SP-Senior"innen war sie später wieder anzutreffen.
Für die Frauen und den Frieden. (…).

Vorwärts, 19.6.2020.
Personen > Weinhandl Trudi. Nachruf. Vorwaerts, 2020-06-19.
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19.06.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Mietzinse
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Und stetig steigen die Mieten. Auch Im Mal 2020 sind die Mieten gestiegen, so wie In den Monaten und Jahren zuvor. Eine parlamentarische Initiative aus dem Kreis der FDP will den Mietzins per Gesetz erhöhen lassen. Man sieht: Eine staatliche Kontrolle der Mieten Ist notwendig, so wie von der PdA gefordert.
Vor nicht allzu langer Zeit war in der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zu lesen, dass die offizielle, vom Bundesgericht abgesegnete, Rendite bei Wohnungsimmobilien von 0.5 Prozent über dem Referenzzinssatz, auf dem Wohnungsmarkt in keiner Art und Weise befolgt wurde. Es sei deshalb an der Zeit, diese Vorgabe abzuschaffen. Man erlaube folgenden Vergleich: Parkverbote werden oft schlecht eingehalten. Nach der Logik der NZZ sollten Parkverbote daher am besten abgeschafft werden. Ein Unterschied zwischen den beiden Fällen besteht allerdings: Das Parkverbot wird von eifrigen Kontrolleur=innen überwacht, Übertretungen werden gebüsst; im Wohnungsmarkt hingegen kontrolliert niemand, es herrschen Verhältnisse wie im Wilden Westen. Propaganda für die FDP. So erstaunt es wenig, dass in den Jahresberichten der börsenkotierten Immobilienfirmen zu lesen ist, dass oft eine Rendite von 6 Prozent und mehr erzielt wird. (…).

Siro Torresan.
Vorwärts, 19.6.2020.
Personen > Torresan Siro. Mietzinse. Vorwaerts, 2020-06-19.
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18.06.2020 Zürich
NZZ
Personen
WOZ
Daniela Jansen
Geschichte
NZZ
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Geschichte der NZZ. Die Geister, die sie riefen. Ein neues Buch porträtiert die „Neue Zürcher Zeitung“ kritisch als kauzigen Männerbund. In unterhaltsamen Anekdoten wird aber auch manches weichgezeichnet – etwa der aktuelle Rechtskurs der Zeitung. Und dann zitiert der langjährige NZZ-Mitarbeiter den Bürgerschreck Niklaus Meienberg als spöttischen Gewährsmann. Genauer: Meienbergs „Jagdgespräch unter Tieren“, in dem das Wildschwein Fridolin und das Reh Mirza darüber witzeln, ob sich NZZ-Chefredaktor Fred Luchsinger wohl wieder lächerlich machen werde hinter seinem Jagdgewehr. „Umbruch“ heisst Friedemann Bartus durchaus auch kritisches Porträt der neueren NZZ-Geschichte. Es lebt vom Insiderwissen des Autors, der 35 Jahre lang selber für die NZZ geschrieben hat und bemüht ist, die Idee der Zeitung als freisinniges Weltblatt hochzuhalten. Kleingeist wird in dem Buch aber nicht verschwiegen, etwa dass man eine zentrale Publikation des vormaligen NZZ-Autors Max Frisch wegen ideologischer Grabenkämpfe einfach ignorierte. Freundlich zu den Fröntlern. Neben Frisch hatten auch alle Frauen in der NZZ einen schweren Stand. Eine frühe Frankreichkorrespondentin versteckte man hinter einem Männernamen, der erste Leitartikel einer Frau – über die Revision des Sexualstrafrechts – erschien 1985. Die Grenzen dieser liberalen Welt sind eng, politische Kommentare schreiben in der NZZ bis heute vornehmlich die Männer. Doch statt sich lange bei der Frauenfrage aufzuhalten, gibt Bartu Einblicke r(…). 
WOZ, 18.6.2020.
Personen > Janser Daniela. NZZ. Geschichte. WOZ, 2020-06-18.
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