Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 15233

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01.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Giorgio Tuti
Coronavirus
Masken
Volltext
Maskenpflicht: Für das Personal ein Entscheid in die richtige Richtung, aber mit Einschränkungen. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) begrüsst die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. „Das ist der beste Schutz für das Zugpersonal, das seinerseits ununterbrochen eine Maske trägt. Es beruht auf der Devise: ‘Schütze dich, um andere zu schützen’. Der SEV hält es jedoch für problematisch, dass die Durchsetzung der Maskenpflicht auch bei den Kundenbegleiter/innen liegen soll. Diese haben keine polizeilichen Aufgaben. Wir fordern das Personal auf, Konfliktsituationen zu meiden und zählen auf die Vernunft der Fahrgäste. Dies im Interesse aller“, betont Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Das freiwillige Tragen der Masken hat nur sehr begrenzt funktioniert. „Für das Zugpersonal, das selbst eine Maske trägt, ist die Maskenpflicht eine gute Nachricht. Das Zugpersonal ist so besser vor dem Coronavirus geschützt. Dies steht im Einklang zum Gesundheitsschutz des Personals, für den wir uns seit Beginn der Krise eingesetzt haben", so Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Die Maskenpflicht wirft aber auch Fragen nach der Kontrolle und Sanktionierung bei Nichteinhaltung auf. „Die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften birgt ein hohes Konfliktpotential. Das Zugpersonal wird in der Deeskalation geschult. Es hat jedoch keine polizeilichen Aufgaben. Wir appellieren deshalb an die Vernunft der öV-Benutzer“, stellt Tuti klar. (…).
SEV-Zeitung, Medienmitteilung, 1.7.2020.
Personen > Tuti Giorgio. Maskenplicht. SEV-Zeitung, 2020-07-01.
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30.06.2020 Kuba
Granma
Personen
Fidel Castro
Biografien
Volltext
Fidels Worte. Beginnend mit den Worten an die Intellektuellen, die Fidel am 30. Juni 1961 in der Nationalbibliothek überbrachte, gingen die Dinge in eine andere Richtung, oder vielmehr wurden ideologische Positionen definiert, die in verschiedenen Umgebungen von Intellektuellen und Künstlern gärten Das Jahr 1961 brachte einen gewaltsamen Wendepunkt im kubanischen Kulturleben. Beginnend mit den Worten an die Intellektuellen, die Fidel am 30. Juni 1961 in der Nationalbibliothek überbrachte, gingen die Dinge in eine andere Richtung, oder vielmehr wurden ideologische Positionen definiert, die in verschiedenen Umgebungen von Intellektuellen und Künstlern gärten. Einerseits war es dringend notwendig, Zweifel auszuräumen, Ressentiments zu vermeiden und Geister zu verscheuchen, die in den Kreisen der Schöpfer aufgetaucht waren, zum anderen mussten Plattformen definiert, Berührungspunkte gefunden und klare Wege beschritten werden, die das Einfügen von Kunst und Literatur in den Prozess der sozialen Transformation erleichtern würden. Ich hatte das Privileg, das Ereignis mitzuerleben. Er war gerade 21 Jahre alt geworden und konnte mir nicht vorstellen, dass ich einer der jüngere Teilnehmer des Treffens zwischen der Führung der Revolution und einer grossen Gruppe von Schöpfern sein würde, die meisten von ihnen Schriftsteller. Zu dieser Zeit arbeitete ich mit Argeliers León zusammen, einem herausragenden Komponisten, Ethnologen und Intellektuellen, der Vertrauen in mich gesetzt hatte, um  (…).
Granma, 30.6.2020.
Personen > Castro Fidel. Fidels. Worte. Granma, 2020-06-30.
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26.06.2020 Zürich
Personen
Rassismus
WOZ
Lorenz Nägeli
Rassismus
Volltext
Alltagsrassismus. Spätabends in der S-Bahn. Der öffentliche Raum ist der häufigste Tatort von rassistischer Diskriminierung. Der Fall dreier kurdischer Frauen, die in der S-Bahn von einem Mann angegriffen wurden, ist ein Fall von vielen. Bei den meisten kommt es nicht einmal zu einer Anzeige. Tatort S-Bahn: Am 8. Mai um 22.31 Uhr betreten drei kurdische Frauen im Zürcher Hauptbahnhof die S6 in Richtung Regensdorf. Fatos Cebir, Hülya Emec und eine Freundin, die anonym bleiben will, lassen sich im oberen Stock in einem Viererabteil nieder. Sie unterhalten sich auf Türkisch. Um 22.38 Uhr stoppt der Zug in Zürich Oerlikon. Ein Mann steigt zu, etwa Mitte vierzig, biertrinkend, aber gemäss Emec nicht betrunken. Bereits im ersten Vorbeigehen wendet sich der Mann an die drei Freundinnen: „Ihr seid hier in der Schweiz, hier wird Deutsch gesprochen“, sagt er in aggressivem Tonfall. Doch damit nicht genug. „Er bezeichnete uns als ‹Fotzen›“, ergänzt Cebir. Der Mann geht weiter, pöbelt einen weiteren Fahrgast an. Auch dieser passt mit seiner dunkleren Haut offenbar nicht ins rassistische Bild einer weissen Schweiz: „Als wir das Abteil wechselten, wandte sich der Angreifer erneut uns zu. Er beleidigte uns rassistisch, warf uns arabische Floskeln entgegen, sagte ‚Inschallah‘ und dergleichen.“Zögerliche Polizei. (…).
Lorenz Nägeli.
WOZ, 26.6.2020.
Personen > Naegeli Lorenz. Rassismus. WOZ, 2020-06-26.
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25.06.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV-Zeitung
Elisa Lanthale
Reinigung
SBB
Volltext
So geht Reinigung in Zukunft. Weil Konkurrenz- und Kostendruck stets grösser werden, aber auch kurzfristige Betriebsumstellungen zunehmen, soll die Reinigung in Zukunft „bedarfsgerecht“ erfolgen – unterstützt durch digitale Hilfsmittel. Wie das geht, zeigt ein Einblick in das Projekt „Cleaning 4.0“ in Biel. Das Reinigungsteam steht auf dem Perron in Biel bereit, auf dem Smartphone-Bildschirm blinkt der Zustand des Zuges in Rot, Orange und Grün: Das WC muss gereinigt werden, die Abfallkübel sind ok, Staubsaugen wäre nötig,... Die Reiniger priorisieren die nötigen Arbeiten, teilen sich auf und machen sich im ankommenden Zug an die Arbeit. «Ziel ist, dass wir genau da reinigen, wo der Impact für die Kunden am grössten ist», erklärt Tobias Strahm, Leiter des SBB-Projekts „Cleaning 4.0“. Der Konkurrenzdruck durch private Firmen ist in der Reinigung extrem hoch, weshalb in den letzten Jahren ständig die Schraube angezogen wurde: Die Cleaning-Teams mussten immer mehr in immer kürzerer Zeit machen. „Dass dieses Prinzip der ‚Zitronenpresse‘ nicht über eine längere Zeit aufgeht, war ein Grundcredo im Projekt“, betont Tobias Strahm. „Cleaning 4.0“ hat den Auftrag, die Qualität und die Effizienz in der Reinigung zu steigern. Damit dies erreicht werden kann, strebt das Projekt eine „bedarfsgerechte“, flexiblere Reinigung an –unterstützt von digitalen Hilfsmitteln. Bislang war es so, dass die Arbeit der Reinigung in einer fixen …).
Elisa Lanthaler
SEV-Zeitung, 25.6.2020.
SEV-Zeitung > Reinigung. SBB. SEV-Zeitung, 2020-06-25.
Ganzer Text
25.06.2020 Schweiz
Personen
Rassismus
VPOD Schweiz
Guy Zurkinden
Antirassismus
Volltext
Rassismus in der Schweiz - verneint und allgegenwärtig. Mobilisierungen gegen Rassismus und Polizeigewalt haben sich in ganz Europa - auch in der Schweiz - ausgebreitet. Zurecht. Im Mittelpunkt der jüngsten Proteste steht nicht nur der strukturelle Rassismus in Nordamerika sondern auch der stets verneinte Rassismus und das koloniale Erbe der Schweiz. Um den Sklavenhandel zu rechtfertigen, ist der anti-schwarze Rassismus in die DNA unseres Kontinents geschrieben. Kanyana Mutombo, Sekretärin des Carrefour de réflexion et d'action sur le racisme anti-Noir, weist darauf hin, dass Polizeibrutalität und Racial profiling nur ein Teil sind. Rassismus betrifft alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens (Amnesty, Dezember 2014). Arbeitsplätze sind keine Ausnahme Im Gesundheitssektor "schlucken viele ausländische Beschäftigte täglich die Beleidigungen der Patienten", sagt Alma Wiecken, Direktorin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (NZZ, 14. Juni 2020). Schwarze Menschen sind nicht die einzigen Opfer, aber sie werden oft zur Zielscheibe. Das Phänomen ist nicht auf einen Sektor beschränkt: Im vergangenen August prangerte der SSP Trafic Aérian ähnliche Vorkommnisse am Flughafen Genf an. Wie die französische Aktivistin Rokhaya Diallo betont, ist Rassismus untrennbar mit der sozialen Frage verbunden: "Wer sind die Menschen, die von den neoliberalen Arbeitsmarkt- und Rentenreformen am meisten betroffen sind? Frauen und Minderheiten. Arme, afrikanische und eingewanderte Frauen. Wir können es nicht ignorieren" (Le Temps, 16. Juni 2020). (...).  VPOD Schweiz, 25.6.2020.
Personen > Zurkiden Guy. Rassismus. VPOD Schweiz, 2020-06-25.
25.06.2020 Schweiz
Buchhandel
Personen
Syndicom
Michael Moser
Buchhandel
Meinungsumfrage
Volltext
60% sind besorgt um die Zukunft des Buchhandels. Mit der Schliessung der Buchhandlungen waren die Buchhändlerinnen eine der am direktesten betroffenen Berufsgruppen in den Branchen von Syndicom. Eine spezifisch auf die Situation der Buchhändlerinnen zugeschnittene Umfrage von Syndicom bestätigte das Bild: 81% der Befragten gaben an, dass für sie momentan Kurzarbeit gilt. Für ganze 50 % galt die Kurzarbeit sogar komplett, sie konnten während dem Lockdown also tatsächlich überhaupt nicht mehr arbeiten und mussten zu Hause bleiben. 36% bekamen von ihrer Arbeitgeberin andere Arbeit zugewiesen, und 21% hatten sogar Überstunden zu bewältigen. Homeoffice war nur für 27% der Antwortenden möglich. Die Hygienevorschriften des Seco konnten nur bei 4% der Antwortenden nicht eingehalten werden, während 87% angaben, dass diese eingehalten werden konnten. Zu denken gibt, dass sich ganze 61% der befragten Buchhändlerinnen Sorgen um die Zukunft des Buchhandels machen. Immerhin 33% sind nach wie vor zuversichtlich. (…).

Syndicom, 25.6.2020.
Syndicom > Buchhandel. Meinungsumfrage. Syndicom, 2020-06-24.
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24.06.2020 Schweiz
Personen
Schifffahrt
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Schifffahrt
Volltext
Die Schiffe fahren wieder. Das Dampfschiff „Uri“ fährt täglich Luzern-Flüelen retour. Zurzeit sind zwei SGV-Dampfschiffe im Einsatz, ab Juli drei. Nachdem touristische Fahrten mit Schiffen und Bergbahnen Mitte März vom Bundesrat wegen Covid- 19 verboten wurden, sind sie seit 6.Juni mit Schutzkonzept wieder möglich, so dass die Betriebe in die Sommersaison starten konnten. Das ist für die Angestellten eine gute Nachricht, mussten doch viele im Lockdown Kurzarbeit und Lohneinbussen hinnehmen. „Im Bereich Schifffahrt war in den letzten Wochen das Thema Kurzarbeit sehr zentral“, sagt Gewerkschaftssekretär Michael Buletti, der im SEV für die Branche Schiff zuständig ist. „Die wenigsten Schiffslinien sind bestellter Verkehr, für den die öffentliche Hand Abgeltungen bezahlt. Entsprechend haben alle Unternehmen Kurzarbeit beantragt und von den Kantonen ziemlich schnell bewilligt erhalten. Dies senkt für die Unternehmen die Verluste durch den verspäteten Saisonstart und die bleibenden Schutzmassnahmen. Der SEV versuchte die Lohnfortzahlung während der Kurzarbeit besser zu regeln als gesetzlich vorgesehen. Das ist uns vielerorts gelungen, aber nicht ganz überall.“ Zum Beispiel für die BLS-Schiffsleute vom Thuner- und Brienzersee erreichte der SEV für den April die volle Lohnfortzahlung mitsamt Zulagen, für den Mai 90% mit Zulagen und für den Juni 90% ohne Zulagen. «Weil die Lohnreduktion nur die effektiv (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 24..6.2020.
Personen > Fischer Markus. Schifffahrt. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
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24.06.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Peter Moor
SEV
Volltext
Der SEV bietet viele Vorteile. Mit den zunehmenden Lockerungen finden nun wieder Aktionen vor Ort statt. Hier sind ein paar Bilder aus den letzten Wochen aus der ganzen Schweiz. Jetzt ist auch der richtige Moment, um einen Blick auf die Leistungen zu werfen, die der SEV seinen Mitgliedern zu bieten hat. Auch wenn sie allgemein bekannt sind, lohnt es sich doch, sie wieder einmal in Erinnerung zu rufen.
In der letzten Zeitung brachten wir verschiedene Aussagen von Neumitgliedern, die erklärt haben, weshalb sie dem SEV beigetreten sind. Die meisten streichen heraus, dass der SEV ihnen den nötigen Schutz bietet. «Das ist keine Überraschung», findet Giorgio Tuti, Präsident SEV. «Wir haben über 70 Gesamtarbeitsverträge, die stark sind. Sie regeln insbesondere die Arbeitszeit, die Ferien, die Löhne, aber auch die Abläufe bei disziplinarischen Vergehen. Das sind für unsere Mitglieder die wichtigsten Themen.»
Der Organisationsgrad als Stärke des SEV. Dass die GAV, die der SEV ausgehandelt hat, von so hoher Qualität sind, ist kein Zufall. Giorgio Tuti betont gerne, dass sie nicht einfach vom Himmel fallen. „Wir haben gegen 40‘000 Mitglieder. Diese Zahl allein bedeutet aber nicht viel. Der durchschnittliche Organisationsgrad ist viel aussagekräftiger. In der Verkehrsbranche ist nahezu jede und jeder zweite Beschäftigte Mitglied des SEV. In einzelnen Betrieben kitzeln wir die 100%. Es ist klar: Je höher der Organisationsgrad in einem Betrieb, umso stärker sind wir in den Verhandlungen.“ (…).
SEV-Zeitung, 24.6.2020.
Personen > Bologna Vivian. SEV. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
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23.06.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Peter Moor
Gleisbauer
Lokomotivführer
Porträt
Volltext
Pascal Schneiter fährt beim Léman Express. Er ist auch aktiv gegen die Begrenzungsinitiative, über die das Schweizer Stimmvolk am 27. September abstimmen wird. Auf den Spuren von Pascal Schneiter, vom Gleismonteur zum Lokführer. Der Kassier des LPV Genf, Pascal Schneiter, ist ein Aktivist, der einiges zu bieten hat. Einst war er Gleismonteur, heute führt er den Léman Express. Politisch engagiert er sich gegen die Begrenzungsinitiative, über die wir am 27. September abstimmen. Wir treffen Pascal Schneiter in Genf Cornavin. Anlass dafür ist die Abstimmung vom 17. Mai – wegen der Coronakrise auf den 27. September verschoben – über die Begrenzungsinitiative der SVP. Pascal hat allen Grund, darüber zu reden. Er hat den Schweizer Pass, lebt aber in Frankreich, eine Viertelstunde von Genf entfernt. Er hat kein Verständnis für die Initiative: „Die Mobilität der Menschen zu begrenzen ist utopisch in einer Welt, die sich immer mehr öffnet. Ein Ja zu diesem Begehren wäre ein grosser Fehler. Es bringt nichts, sich zu verbarrikadieren. Unsere Arbeitsbedingungen werden über Gesamtarbeitsverträge geschützt und nicht über die Schliessung der Grenzen.“ Als Lokführer des Léman Express spricht er gerne über die Situation in Genf. „Die Lösung ist ganz einfach: Die Schweizer Lokführer fahren auf dem Schweizer Netz, die französischen Kolleg/innen in Frankreich.“ Sie bleiben jeweils Angestellte der SBB bzw. der SNCF. (…).

SEV-Zeitung, 23..6.2020.
Personen > Bologna Vivian. Lokomotivfuehrer. SEV-Zeitung, 2020-06-23.
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22.06.2020 Kuba
Granma
Personen
Fidel Castro
Gedenkfeier
Volltext
Ehrung für den ewigen Vater Fidel. Auf dem heiligen Altar des Patrimonialfriedhofs Santa Ifigenia in Santiago de Cuba, unter der intensiven Sonne, die seine Grabdenkmäler hervorhebt, die von jungen Menschen in olivgrüner Uniform und Königspalmen bewacht werden, wurde im Namen von Millionen würdiger Söhne und Töchter mit Blumengebinden den Gründervätern der Nation Tribut gezollt. Zwei Blumengebinde, die Raúl Castro Ruz, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, und Miguel Díaz-Canel Bermúdez, Präsident der Republik, zum Vatertag dem Comandante en Jefe Fidel Castro Ruz widmeten, wurden vor dem Denkmalsfelsen abgelegt, der seine Asche aufbewahrt und brachten das Gefühl eines Volkes zum Ausdruck, das in diesen Tagen harter Kämpfe das Vermächtnis des ewigen Vaters ehrt und sich seines Sieges sicher ist. Lázaro Expósito Canto und Beatriz Johnson Urrutia, Mitglieder des Zentralkomitees der Partei und höchste Vertreter des Provinzverteidigungsrates, übernahmen an einem Morgen, an dem sie in den Kämpfen um das heutige freie Heimatland vereint waren, die ehrenvolle Aufgabe, den Tribut im Namen des kubanischen Volkes auch auf den Initiator Carlos Manuel de Céspedes und den Apostel José Martí auszudehnen. Auf dem heiligen Altar des Patrimonialfriedhofs Santa Ifigenia in Santiago de Cuba, unter der intensiven Sonne, die seine Grabdenkmäler hervorhebt, die von jungen Menschen in olivgrüner Uniform und Königspalmen bewacht werden, wurde im Namen von (…).
Granma, 22.6.2020.
Personen > Castro Fidel. Granma, 2020-06-22.
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18.06.2020 Zürich
NZZ
Personen
WOZ
Daniela Jansen
Geschichte
NZZ
Volltext
Geschichte der NZZ. Die Geister, die sie riefen. Ein neues Buch porträtiert die „Neue Zürcher Zeitung“ kritisch als kauzigen Männerbund. In unterhaltsamen Anekdoten wird aber auch manches weichgezeichnet – etwa der aktuelle Rechtskurs der Zeitung. Und dann zitiert der langjährige NZZ-Mitarbeiter den Bürgerschreck Niklaus Meienberg als spöttischen Gewährsmann. Genauer: Meienbergs „Jagdgespräch unter Tieren“, in dem das Wildschwein Fridolin und das Reh Mirza darüber witzeln, ob sich NZZ-Chefredaktor Fred Luchsinger wohl wieder lächerlich machen werde hinter seinem Jagdgewehr. „Umbruch“ heisst Friedemann Bartus durchaus auch kritisches Porträt der neueren NZZ-Geschichte. Es lebt vom Insiderwissen des Autors, der 35 Jahre lang selber für die NZZ geschrieben hat und bemüht ist, die Idee der Zeitung als freisinniges Weltblatt hochzuhalten. Kleingeist wird in dem Buch aber nicht verschwiegen, etwa dass man eine zentrale Publikation des vormaligen NZZ-Autors Max Frisch wegen ideologischer Grabenkämpfe einfach ignorierte. Freundlich zu den Fröntlern. Neben Frisch hatten auch alle Frauen in der NZZ einen schweren Stand. Eine frühe Frankreichkorrespondentin versteckte man hinter einem Männernamen, der erste Leitartikel einer Frau – über die Revision des Sexualstrafrechts – erschien 1985. Die Grenzen dieser liberalen Welt sind eng, politische Kommentare schreiben in der NZZ bis heute vornehmlich die Männer. Doch statt sich lange bei der Frauenfrage aufzuhalten, gibt Bartu Einblicke r(…). 
WOZ, 18.6.2020.
Personen > Janser Daniela. NZZ. Geschichte. WOZ, 2020-06-18.
Ganzer Text
15.06.2020 Kuba
Granma
Personen
Ernesto Guevara
Biografien
Volltext
Zwei Helden im Ursprung des kubanischen Charakters. Antonio Maceo und Ernesto Che Guevara, die am selben Tag, jedoch mit 83 Jahren Zeitunterschied geboren wurden, stellen zwei der bedeutensten Symbole des kubanischen Charakters bei der Eroberung ihrer Utopien dar. Antonio Maceo und Ernesto Che Guevara, die am selben Tag, jedoch mit 83 Jahren Zeitunterschied geboren wurden, stellen zwei der beredtesten Symbole des kubanischen Charakters bei der Eroberung ihrer Utopien dar. Anlässlich des 175. Jahrestages der Geburt des Bronzetitans und des 92. Jahrestages der Geburt des heroischen Guerillakämpfers erinnerte der Präsident der Republik Kuba, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, auf seinem Twitter-Account an das Jubiläum: „Maceo und Che sind in unserem täglichen Kampf immer präsent, in unseren Eroberungen, in unseren Bestrebungen als Nation, in unserem Engagement für Solidarität, in unserem Patriotismus.“
Nicht umsonst sagte Che in jenen schwierigen Tagen im Oktober 1962, dass ganz Kuba wie Maceo gewesen sei, und Jahre später, im schlimmsten Moment der Sonderperiode und inmitten des Kampfes um die Rückkehr des Jungen Elián González, bekräftigte Fidel den Entschluss, mit einem ewigen Baraguá Widerstand zu leisten und zu gewinnen. Der Name Maceo ruft weiterhin zum Kampf auf und bewirkt in Geist und Haltung der ihrem Land treuen Kubaner die gleichen Gefühle, die Martí im General entdeckt(…).

Granma, 15.6.2020.
Granma > Guevara Ernesto. Granma, 2020-06-15.
Ganzer Text
14.06.2020 Schweiz
Frauen
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Fanin Elisabeth
Mara Rikli
Frauenstreik
Interview
Volltext
Frauenstreik: „Klar hat sich etwas bewegt“. Mamablog-Interview mit GBKZ-Vizepräsidentin Elisabeth Fannin. Wenn Frau will, steht die Welt still: Das hat der Frauenstreiktag vor einem Jahr gezeigt. Was das verändert hat und wie sich Corona auf die Forderungen der Frauen auswirkt, sagt Elisabeth Fannin. Heute vor einem Jahr leuchtete die Schweiz in Violett und Lila. Am 14. Juni 2019 gingen alleine in Zürich 160’000 Teilnehmerinnen, schweizweit gar über eine halbe Million Menschen für den Frauenstreiktag auf die Strassen. Sie tanzten und marschierten, hielten Transparente in die Höhe, fuhren Klitoris-Velos und schrien in pinkfarbene Mikrofone. Unterschiedlichste Frauen liefen Hand in Hand, für einmal unabhängig von ihrer Partei, ihren Altersklassen, Religionen und Hautfarben, und machten damit auf Diskriminierung und Gewalt, auf Chancenungleichheiten, finanzielle Benachteiligungen und politische Missstände aufmerksam. Fast alle, die an diesem Tag in den Massen unterwegs waren, erinnern sich mit Gänsehaut und Wehmut an die einmalige Energie und Stimmung zurück. Freundinnen, Arbeitskolleginnen, Schwestern, Mütter und Grossmütter feierten danach gemeinsam und waren voller Hoffnung, ihre Anliegen würden bald umgesetzt.
Heute, ein Jahr später, ist die Euphorie vorbei. Der Corona-Lockdown riss viele der Frauen vorerst in ein anderes Leben, feministische Anliegen mussten hintenanstehen. Elisabeth Fannin, Gewerkschaftssekretärin bei Syndicom und Vizepräsidentin des Zürcher Gewerkschaftsbundes, hat (…).
GBKZ, 14.6.2020.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Personen/Fanin%20Elisabeth.%20Frauenstreik.%20Interview.%20GBKZ,%202020-06-14.pdf
11.06.2020 Schweiz
Personen
Rassismus
WOZ
Anna Jikatereva
Rassismus
Volltext
Rassismus in der Schweiz. Brutale Normalität. Der Funke der antirassistischen Proteste ist auf die Schweiz übergesprungen. Die Zeit scheint reif für politische Forderungen. Und dann war er da, der Funke, der die angestaute Wut zum Explodieren brachte: Zorn über rassistische Polizeigewalt und ökonomische Benachteiligung, ein Gefühl der Ohnmacht angesichts eines Systems, das auf Ausbeutung und Sklaverei fusst. Am 25. Mai ermordete ein Polizist in Minneapolis den Afroamerikaner George Floyd. Seither kommt das Land nicht mehr zur Ruhe. Millionen machen ihrem Ärger über die ungerechten Verhältnisse lautstark Luft. „No justice, no peace“, skandieren sie. Ohne Gerechtigkeit keinen Frieden. Proteste gegen Polizeigewalt haben eine lange Geschichte. Doch diesmal entwickeln sie eine Schlagkraft, die elektrisiert. Nun haben die Bilder der Riots in US-Städten auch in Europa den Funken gezündet. Am Wochenende nahmen sich Hunderttausende den Raum, von Zürich bis Paris, in Lausanne, Genf, London oder Berlin. Ob als Teil von Aushandlungen in ehemaligen Kolonialstaaten oder als Antwort auf einen diskriminierenden Einwanderungsdiskurs – die Menschen, die sich da Gehör verschaffen, haben endgültig genug. Vereint sind sie in ihrem Kampf um Anerkennung. (…).

Anna Jikhareva.
WOZ, 11.6.2020.
Personen > Jikhareva Anna. Rassismus. WOZ, 2020-06-11.
Ganzer Text
10.06.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Wirtschaft
Yves Sancey
Karin Taglang
Volltext
Wirtschaftskrise
Erst Gesundheitskrise, dann Wirtschaftskrise. Die Gesundheitskrise wird zur Wirtschaftskrise. Die öV-Betriebe brauchen Bundeshilfe zur Deckung der Verluste, die die Pandemie verursacht hat. Durch den zweimonatigen Lockdown konnte die Schweiz die Zahl der Corona-Todesfälle bis Anfang Juni auf 1657 beschränken. Während wir uns langsam von der Pandemie erholen, bekommt das Land nun die wirtschaftlichen Auswirkungen der Massnahmen zu spüren, und die nächste schwere Krise zeichnet sich ab. Bevor wir die gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen betrachten, werfen wir zunächst einen Blick auf den öffentlichen Verkehr. Die Grundversorgung war stets gesichert, obwohl die Krise den öV stark traf: Die Zahl der Fahrgäste ging im Vergleich zur Normalsituation um 80 bis 90% zurück (siehe Interview mit Giorgio Tuti Seite 2). Bernmobil prognostizierte Ende Mai Verluste von 20 bis 30 Millionen Franken, was einen Viertel des Umsatzes ausmacht. Nach Angaben vom Verband öffentlicher Verkehr (VöV) beträgt der durchschnittliche Umsatzrückgang durch die geringere Kundenfrequenz für die Betreiber rund 500 Mio. Franken pro Monat. Verkehrsbetriebe im tiefroten Bereich. Das Ausmass der Verluste hängt von einem wesentlichen, unkontrollierbaren Faktor ab: Wie lange wird die Angst das Verhalten der Nutzer/innen beeinflussen, die nach und nach zum öffentlichen Verkehr zurückkehren? Bei Bernmobil liegt die  (…).

SEV-Zeitung, 10.6.2020.
SEV-Zeitung > Wirtschaftskrise. SEV-Zeitung, 2020-06-10.
Ganzer Text
10.06.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Personen
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Corona-Krise und Service public. Der öV war, ist und bleibt zentral. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund analysierte letzten Freitag an einer Medienkonferenz die Auswirkungen der Coronapandemie auf die verschiedenen Bereiche des Service public. Der öffentliche Verkehr hat auch in der Krise zuverlässig weiterfunktioniert, aber viele Kund/innen verloren. Diese gilt es nun rasch wieder zurückzugewinnen, wie SEV-Präsident Giorgio Tuti im Interview betont: „Es braucht jetzt eine Kommunikationsoffensive und weiterhin gut ausgebildetes, engagiertes Personal in genügender Zahl, das für saubere Fahrzeuge und Bahnhöfe sorgt und sichtbar macht, dass der öV nach wie vor sicher ist.“SEV-Zeitung: Wie hat der öffentliche Verkehr (öV) die bisherige Phase der Coronakrise gemeistert? Giorgio Tuti: Eine besondere Leistung des öV-Personals war es, die vom Bundesrat am 16. März angeordnete Ausdünnung des Fahrplans innerhalb weniger Tage ohne nennenswerte Probleme zu bewerkstelligen. Eine so tiefgreifende Fahrplanumstellung in so kurzer Zeit war eine eigentliche Herkulesaufgabe. Zweitens haben Busfahrer, Zugbegleiterinnen, Rangierer, Kundenberaterinnen, Reiniger, Lokführerinnen usw., kurz: alle öV-Mitarbeitenden unter grossem Einsatz den bundesrätlichen Auftrag erfüllt, trotz Pandemie in sämtlichen Regionen der Schweiz ein Grundangebot zu gewährleisten. Der öV hat den Tatbeweis erbracht, dass er auch in Krisenzeiten zuverlässig funktioniert. Das war essenziell für den Zusammen(…). Markus Fischer
SEV-Zeitung, 10.6.2020.
Personen > Fischer Markus. Oeffentlicher Verkehr. SEV-Zeitung, 2020-06-10.
Gamzer Text
08.06.2020 Schweiz
Personen
Post
Syndicom
Corrado Pardini
Post
Verwaltungsrat
Volltext
Syndicom begrüsst die Wahl von Corrado Pardini in den Verwaltungsrat der Post. Die Generalversammlung des Post-Konzerns hat den Berner Gewerkschafter Corrado Pardini als neuen Arbeitnehmervertreter in den Verwaltungsrat (VR) der Post gewählt. Syndicom ist erfreut, dass die Post-Angestellten mit dieser Wahl von einer kompetenten Persönlichkeit und ihrem Wunschkandidaten im VR des Postkonzerns vertreten wird. Mit der Wahl von alt Nationalrat Corrado Pardini folgte die Generalversammlung der Post dem Wahlvorschlag von Syndicom. Der Wahlvorschlag erfolgte auf Antrag der Präsidien der Syndicom-Firmenvorstände der Post, welche Corrado Pardini als geeignetsten Kandidaten aus einer Shortlist nominiert hatten. Corrado Pardini ist ein langjähriges Mitglied von Syndicom und Präsident des Berner Gewerkschaftsbundes. Er erfüllt alle Voraussetzungen, die es für dieses anspruchsvolle Mandat braucht: ausgewiesene politische und gewerkschaftliche Erfahrung auf höchster Ebene. Dabei hat er seine gewerkschaftliche Haltung immer wieder unter Beweis gestellt. Als alt Nationalrat verfügt er zusätzlich über das notwendige Gespür für die politischen Prozesse in Bundesbern, wo er sich als Verfechter eines starken Service public einen Namen gemacht hat. Ebenso ist seine Unabhängigkeit durch den angekündigten Rücktritt aus der Geschäftsleitung der Unia gegeben. Syndicom ist erfreut über die Wahl von Corrado Pardini und überzeugt, dass mit ihm eine kompetente Persönlichkeit und ein echter Arbeitnehmervertreter die Interessen der Mitarbeitenden dienmitteilung,
Syndicom, 8.6.2020.
Personen > Pardini Corrado. Verwaltungsrat. Post. Syndicom, 2020-06-08.
Ganzer Text
08.06.2020 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Corrado Pardini
Demission
Geschäftsleitung
Volltext
Rücktritt von Corrado Pardini aus der Unia-Geschäftsleitung. Corrado Pardini hat der Geschäftsleitung der Unia mitgeteilt, dass er auf Ende Juli aus der Geschäftsleitung sowie aus sämtlichen Unia-Gremien zurücktritt. Er hat sich entschlossen, am nächsten ordentlichen Kongress der Gewerkschaft nicht mehr für die GL zu kandidieren und statt dessen nochmals eine neue Herausforderung anzugehen und sich beruflich selbständig zu machen. Pardinis Gewerkschaftslaufbahn begann vor 33 Jahren bei den Unia-Vorläufergewerkschaften Bau und Holz (GBH) beziehungsweise Bau und Industrie (GBI). Seit 12 Jahren war er Mitglied der Unia Geschäftsleitung. In dieser Zeit prägte er die Gewerkschaftsarbeit in der Industrie entscheidend. In verschiedenen Industrie-GAV erreichte er wichtige Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und Löhne, im Gesamtarbeitsvertrag der MEM-Industrie gar erstmalig die Einführung von verbindlichen Mindestlöhnen. Die Geschäftsleitung der Unia dankt Corrado Pardini herzlich für die gute und erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie bedauert seinen Weggang sehr und gibt gleichzeitig ihrer Befriedigung darüber Ausdruck, dass er den Gewerkschaften eng verbunden bleiben wird. Sie zählt darauf, dass er auch als selbständiger Berater weiterhin wichtige Impulse für die Entwicklung und den Erfolg der Gewerkschaftsbewegung in der Schweiz geben wird. (…).

Unia Schweiz, Medienmitteilung, 8.6.2020.
Personen > Pardini Corrado. Demission. Unia. Unia Schweiz, 2020-08-08.
Ganzer Text
05.06.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Niklaus Meienberg
Buchbesprechung
Volltext
Effekte statt Experimente. Die zum ersten Mal vollständig online veranstalteten 42. Solothurner Literaturtage setzten das Programm der Privatisierung von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Problemen erfolgreich fort. Erinnerungen an politischere Zeiten und an Niklaus Meienberg, Journalist und Schriftsteller, der dieses Jahr 80 Jahre alt geworden wäre. Monika Helfer gewann mit ihrem aktuellen Roman „Die Bagage» den Literaturpreis der 2iteraturtage 2020. Sie schreibt so, wie es Verlage, Medien und eine breite Leserschaft wünschen. Sie frönt der apolitischen Sensibilität und Innerlichkeit. Beschreibt im Roman Familienschicksale, moralische und gesellschaftliche Enge auf dem Land, Konkurrenz, Prüderie, Diskriminierung und Ausgrenzung zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Die etablierte Literatur, das machten die Online-Literaturtage einmal mehr sichtbar, meidet die heutigen, neuen Formen dieser Zustände in Stadt und Land. Politische Stoffe werden nur behandelt, wenn sie verjährt in der Vergangenheit liegen wie der Zweite Weltkrieg oder die Verfolgung der Fahrenden in der Schweiz. Man blendet öffentliche Auseinandersetzungen mit realen Widersprüchen aus, man beschäftigt sich viel lieber mit besser verkäuflichen Familiengeschichten, mit Persönlichkeitsentwicklung, Heimatsuche, Flucht aus dem Alltag, mit Emotionen, Atmosphären, Kriminalgeschichten und Frauenbiografien. Phantasie und Fiktion Auch (…).
Damian Bugmann.
Vorwärts, 5.6.2020.
Personen > Bugmann Damian. Niklaus Meienberg. Vorwaerts, 2020-06-06.
Ganzer Text
05.06.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
SGB
Vasco Pedrina
Volltext
50 Jahre „Schwarzenbach-Initiative“: Nie wieder! Vasco Pedrina über die gewerkschaftlichen Lehren aus den „Überfremdungs-Initiativen“. Am 7. Juni 1970, vor genau 50 Jahren fand die denkwürdige Volksabstimmung zur „Schwarzenbach-Initiative“ statt, die zweite einer nicht endenden wollenden Reihe fremdenfeindlicher Initiativen, die unser Land immer wieder beschäftigten, bis hin zur bevorstehenden „SVP-Kündigungsinitiative“. James Schwarzenbach, der 1967 für die „Nationale Aktion gegen die Überfremdung von Volk und Heimat“ in den Nationalrat einzog, zielte mit seiner Initiative darauf ab, dass ausländische Staatsangehörige höchstens 10 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen dürften. Arbeitslosigkeit exportiert Schätzungsweise mehr als 300'000 AusländerInnen hätten die Schweiz bei einer Annahme der Inititiave verlassen müssen. Ein Passus des Initiativtextes sah sogar vor, dass der Bund hätte dafür sorgen sollen, dass kein Bürger aus Rationalisierungsgründen oder wegen den vorzusehenden restriktiven Aufenthaltsmassnahmen entlassen werden kann, solange im gleichen Betrieb und für die gleiche Berufskategorie AusländerInnen beschäftigt sind. Starker Tobak! Der hochemotionale Abstimmungskampf – damals waren vor allem die heute so beliebten Italiener die bösen Ausländer! – führte zu einer der höchsten Stimmbeteiligungen überhaupt (74%). Zum Glück wurde die Initiative abgelehnt, aber mit 54 Prozent Nein relativ knapp. Die besten Resultate erreichte sie in den katholischen Agrarkantonen und im Industrie-Dreieck Basel-Bern-Zürich, ganz besonders in den Arbeiterquartieren dieser Städte. (…). Vasco Pedrina.
SGB, 5.6.2020.
Personen > Pedrina Vasco. Schwarzenbach-Initiative. SGB, 2020-06-05.
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03.06.2020 Schweiz
Personen
Syndicom
Vorwärts
Damian Bugmann
Homeoffice
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„Dringender Handlungsbedarf“. Im Auftrag der Gewerkschaft Syndlcom führte das Forschungsinstitut gfs Bem eine repräsentative U'mfrage zur Situation der Arbeitnehmenden Im Homeoffice während des Lockdowns In der Schweiz durch. Syndlcom stellt auf Grund der Umfrage Forderungen für die Ausgestaltung von Homeoffice. Befragt wurden zu ihrer Arbeitssituation 3‘500 Beschäftigte der Schweizer Telecombranche, die im März und April mindestens einen Tag pro Woche im Homeoffice gearbeitet hatten. „Die Resultate zeigen, dass Homeoffice vor dem Durchbruch steht, wenn die Unternehmen gute Rahmenbedingungen schaffen“, ist Syndicom-Geschäftsleitungsmitglied Giorgio Pardini überzeugt. „Dafür sprechen die höhere Arbeitszufriedenheit und die bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben“ Handlungsbedarf sieht der Leiter Sektor Telekommunikation und IT (ICT) hingegen in Bezug auf informelle Kontakte und Isolation, auf Arbeitszeitgestaltung und Arbeitsplatz-ausstattung sowie auf Auslagen für Homeoffice. Unternehmen sparen Kosten. Für die zu Hause Arbeitenden fallen zusätzliche Kosten vor allem für Material und Infrastruktur an. 45 Prozent der Patrons haben die Dreistigkeit, gar keine Kosten zu übernehmen, nur neun Prozent übernehmen die vollen Kosten. 71 Prozent der Befragten beklagen die fehlenden informellen Kontakte und 49 Prozent die mangelhafte Ergonomie. Pardini: (…). 
Damian Bugmann,
Vorwärts, 5.6.2020.
Personen > Bugmann Damian. Homeoffice. Vorwaerts, 2020-06-03.
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02.06.2020 Schweiz
Bundesgericht
Personen
VPOD Schweiz
Christoph Schlatter
Bundesgericht
Mitbestimmung
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Nicht ohne uns – Bundesgericht klärt Mitbestimmung in der Vorsorge. Die zweite Säule ist in der Schweiz paritätisch konzipiert. Beide Parteien, Arbeitgeber und Arbeitnehmende, bestimmen gemeinsam. Auch beim Wechsel der Vorsorgeeinrichtung. Das hat das Bundesgericht endlich klargestellt. Der VPOD begrüsst, dass das Bundesgericht das gesetzlich verankerte Mitbestimmungsrecht der Arbeitnehmenden beim Wechsel der Pensionskasse bestätigt hat (9C_409/2019). Der Entscheid war überfällig: Endlich ist schwarz auf weiss bestätigt: Echte Mitwirkung bedeutet, dass die Wahl der Vorsorgeeinrichtung eine gemeinsame von Arbeitgeber und Arbeitnehmenden ist. Damit sollen einseitig von Arbeitgeberinteressen geleitete Wechsel, die das Personal schlechter stellen, unterbunden werden. Das Bundesgericht verlangt dabei nicht einfach eine kurze Information: „Es reicht nicht, das Personal nur zu orientieren und/oder anzuhören. Vielmehr bedarf es dessen Zustimmung zum Anschlusswechsel“ Die Arbeitnehmenden müssen folglich frühzeitig über die relevanten Kriterien verfügen, um ihr Einverständnis zu geben. Auch für das PK-Netz ist klar, dass das Urteil Signalwirkung hat, denn der Sachverhalt ist keineswegs ein Einzelfall. Im Gegenteil: Der Kampf um echte Mitbestimmung in der zweiten Säule ist aktueller denn je. Die Zeiten sind vorbei, in denen im Regelfall eine betriebseigene Pensionskasse für die Altersvorsorge der Angestellten sorgte. Die Zahl der betrieblichen Kassen sinkt von Jahr zu Jahr. (…). Christoph Schlatter.
VPOD Schweiz, 2.6..2020.
Personen > Schlatter Christoph. Mibestimmung. Bundesgericht. VPOD, 2020-06-02.
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02.06.2020 ZH Kanton
Frauen
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Isabelle Lüthi
Coronavirus
Frauenlöhne
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Diese Löhne waren nie normal. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Mit Tränen in den Augen stand Claudia in der Halbzeit vom Lockdown in meiner Tür: „Die Hausaufgabe von heute ist: Hundeguetzli backen. „Hundeguetzli!“ In diesem Wort steckte so viel Unglauben und Verzweiflung. Claudia konnte nicht mehr. Sie ist alleinerziehende Mutter zweier schulpflichtiger Kinder. Sie arbeitete während der Corona-Zeit weiterhin im 80%-Pensum, von zu Hause aus. Wo sie gleichzeitig die Kinder unterrichten musste. Nicoletta, Reinigerin in einem Hotel, landete verzweifelt bei der Unia. Sie arbeitete Teilzeit und wurde zu Beginn des Lockdowns entlassen. Sie sagt: „Als erstes müssen die Mütter dran glauben, weil sie in kleineren Pensen angestellt sind.“ Die Corona-Situation ist für viele Frauen fatal. (…).
Isabelle Lüth, Unia Zürich-Schaffhausen.
Gbkz, 2.6.2020.
Personen > Luethi Isabelle. Frauenloehne. GBKZ, 2020-06-02.
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01.06.2020 Ostermundigen
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Bettina Friedrich
Christoph Schlatter
Frauen
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Bettina Fredrich, Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen, Ostermundigen. Die gefragte Frau. Es ist Tradition, hier jeweils die Geschäftsführerin der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen vorzustellen. Die Neue, Bettina Fredrich, hat zweimal Zwillinge, ein Legislativamt in der Gemeinde, einen sp· und einen VPOD· Mitgliederausweis. Einstweilen sitzt sie im Ostermundiger Homeoffice. Den Start im neuen Job hat sich Bettina Fredrich leicht anders vorgestellt als so: nach wenigen Monaten weitestgehend ins Horneoffice zu zügeln und den Kontakt mit Team und Anspruchsgruppen vorwiegend per Videokonferenz zu halten. Die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen EKF wurde ein halbes Leben lang von Elisabeth Keller betreut, die man auch beim VPOD und aus diesen Spalten gut kennt. Die Nachfolgerin wird natur- und altersgemäss da und dort andere Schwerpunkte setzen. Zu tun gibt es genug, gerade jetzt. Aber das Legislaturprogramm kommt - mit einer gleichfalls frisch zusammengesetzten Kommission - coronabedingt eben etwas langsamer in Fahrt als angedacht. Kein individuelles Problem. Von Haus aus ist Bettina Fredrich Geografin. Schon die junge Wissenschaftlerin fragte vor allem nach den Menschen, nach dem Zusammenspiel von Raum, Politik, Macht und Geschlecht. Ein solch interdisziplinärer Ansatz passt ebenso gut in die Fachstelle Sozialpolitik der Caritas, die Fredrich zuvor geleitet hat, wie in die EKF. Auch das Thema Armut, das bei der Caritas ein zentrales war, wird (...). .
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Bettina Friedrich. VPOD-Magazin, 2020-06-02.
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01.06.2020 Schweiz
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Geschichte
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Geschichte schreiben. Besonders in der Sportberichterstattung ist sie verbreitet, die Wendung, diese oder jener habe «Geschichte geschrieben». Jedes Mal, wenn Roger Federer irgendwo ein Tennisturnier zum gefühlt 385. Mal gewinnt, ist das zu lesen. Angeblich haben auch der Eisschnellläufer Livio Wenger, der Schwimmer Jeremy Desplanches und die Sprinterin Mujinga Kambundji Geschichte geschrieben. Genauso wie der FC Rätia Bludenz, der Turnverein Neue Sektion Winterthur und die Calanda Broncos. Wie dem Internet zu entnehmen ist. Geschichte schreiben? Mir gefällt der Ausdruck nicht. Erstens:  Machen tun die Geschichte wir alle, unentwegt. Schon Brecht ist aufgefallen, dass Caesar den Gallischen Krieg mutmasslich nicht ganz allein gewonnen hat: „Hatte er nicht wenigstens einen Koch bei sich?“ Geschichte machen auch: Intensivpflegerin Susanne, wenn sie den Patienten ans Beatmungsgerät anschliesst. Homeofficerin Erika, wenn sie die Rösti auf den Herd stellt, gleichzeitig mit dem Chef chattet, ihre Grössere das Einmaleins abfragt und den Kleinen zum möglichst ruhigen Legospiel anhält. Coop-Kassiererin Hatice, die heute schon zum 14. Mal von der Kasse aufstehen muss, weil eine Kundin das Gemüse nicht gewogen hat, nein, Fenchel war noch nie per Stück. Und Lastwagenfahrer Enver, wenn er wegen geschlossener Autobahntoiletten an den Strassenrand biselt. (…).
Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Schlatter Christoph. Geschichte. VPOD-Magazin, 2020-06-01.
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