Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Stichwort > Streik
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 587

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
05.11.2018 VD Kanton
Unia VD Kanton

Bauarbeiter
Streik
Volltext
Bau steht still: Mehr als 4000 Bauarbeiter protestieren in Lausanne. Heute und morgen legen die Waadtländer Bauarbeiter ihre Arbeit nieder. In Lausanne versammelten sich heute mehr als 4000 Bauarbeiter. Sie setzen damit ein starkes Zeichen gegen die massiven Angriffe der Baumeister auf den Landesmantelvertrag (LMV) und die Rente mit 60. Mehr als 4000 Bauarbeiter haben heute in der Waadt ihre Arbeit niedergelegt. Die Waadtländer Bauarbeiter sind wütend über die Angriffe des Baumeisterverbandes. Insbesondere die Forderung nach 300 zusätzlichen flexiblen Arbeitsstunden stösst den Bauarbeitern sauer auf: „Der Druck auf dem Bau ist bereits heute immens. Nun wollen die Baumeister die Bauarbeiter noch länger schuften lassen. Das ist inakzeptabel“, stellt Pietro Carobbio, Bau-Verantwortlicher der Unia Waadt, fest. Am Nachmittag folgt eine Demonstration durch Lausanne. Zweiter Protesttag angekündigt. Bereits im Oktober haben mehr als 1300 Waadtländer Bauarbeiter beschlossen, den Protest auf zwei Tage auszuweiten. Eine Delegation wird morgen ihre Kollegen in Zürich in ihrem Protest unterstützen. Die Bauarbeiter wollen die Sicherung der Rente mit 60. Um das zu erreichen, nehmen sie eine Beitragserhöhung in Kauf. Im Gegenzug verlangen sie eine anständige Lohnerhöhung. Doch der Baumeisterverband erpresst die Bauarbeiter: So ist er zu dieser Lösung nur bereit, wenn die Gewerkschaften einen massiven Abbau im LMV in Kauf nehmen. „Wir wollen möglichst rasch eine schnelle Lösung. Doch die Gewerkschaften werden keiner Verschlechterung des Landesmantelvertrages (…).
Unia VD Kanton, Medienmitteilung, 5.11.2018.
Unia VD Kanton > Bauarbeiter. Streik. Unia VD Kanton, 2018-11-05.
Ganzer Text
30.10.2018 FR Kanton
NE Kanton
VS Kanton
Unia Schweiz

Bauarbeiter
Streik
Volltext
Bau steht still: Über 1500 Bauarbeiter protestieren in der Westschweiz. Der Protest der Bauarbeiter geht weiter. Nach den Protesttagen im Tessin und in Genf wehren sich heute über 1500 Bauarbeiter in mehreren Westschweizer Kantonen. Sie legten die Arbeit nieder, um für die Rente mit 60 und ihren Gesamtarbeitsvertrag zu kämpfen (siehe unten). Seit heute Morgen stehen die Baustellen in mehreren Kantonen in der Romandie still. Über 1500 Bauarbeiter aus Freiburg, Neuenburg, Wallis und Jura haben ihre Arbeit niedergelegt. Die Bauarbeiter machen damit ihrer Wut über die Abbau-Forderungen des Baumeisterverbandes Luft. „Mit der Forderung nach 300 flexiblen Arbeitsstunden gefährden die Baumeister die Gesundheit der Bauarbeiter. Es braucht weniger, nicht mehr Flexibilität“, sagt Nico Lutz, Sektorleiter Bau der Gewerkschaft Unia. Im Kanton Wallis ist es das erste Mal, dass die Bauarbeiter protestieren. Das ist ein weiterer Beweis dafür, wie absurd die Forderungen des Baumeisterverbandes sind. Eine Lösung liegt auf dem Tisch. Die Bauarbeiter sind bereit, die Kosten für die Sicherung der Rente mit 60 zu übernehmen. Im Gegenzug sollen sie nach vier Jahren Stillstand bei den Löhnen eine anständige Lohnerhöhung von 150 Franken erhalten. Aber die Baumeister versuchen die Bauarbeiter zu erpressen. So sind die Arbeitgeber nur zu dieser Lösung bereit, wenn die Gewerkschaften einen massiven Einschnitt beim Landesmantelvertrag akzeptieren. „Die Bauarbeiter sind wütend über die Forderungen der (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 30.10.2018.
Unia Schweiz > Bauarbeiter. Protestaktion. Unia Schweiz, 2018-10-30.
Ganzer Text
12.10.2018 Schweiz
Personen
Syndicom
Stephanie Vonarburg
Streik
Volltext
Kämpfen wirkt. Streiken lohnt sich. Sich wehren gibt Würde zurück. Ausgerechnet in den Medien! 40 Jahre nach dem letzten bedeutenden Streik in Schweizer Redaktionen führen im laufenden Jahr die Belegschaften in zwei Medienunternehmen intensive Arbeitskonflikte und legen zeitweise die Arbeit nieder. Blick zurück: Im September 1978 protestierten die JournalistInnen der „Tat" gegen die Entlassung des Chefredaktors und die Neuausrichtung der Tageszeitung. Darauf entscheidet der Verleger und Migros-Chef, das Blatt sofort einzustellen. Im Konflikt bekämpft die Belegschaft die fristlosen Entlassungen und erstreitet sich auf dem Rechtsweg die Löhne während der Kündigungsfrist. Streik! Ein legitimes Mittel im Arbeitskampf der SDA-RedaktorInnen. Vierzig Jahre später, 100 Jahre nach dem Landesstreik, erlebt die Schweiz zwei grosse Arbeitskonflikte in den Redaktionen. Am 23. Januar kommt es bei der Schweizerischen Depeschen-Agentur SDA zu einem Warnstreik. Grund: Die Anfang Januar angekündigte Massenentlassung mit einem Stellenabbau von 36 Vollzeitstellen, rund einem Viertel der Redaktion. Dass die Unternehmensleitung im Konsultationsverfahren rücksichtlos vorgeht und schnell zu den Entlassungen schreitet, empört das gesamte Personal. Vor allem auch weil kein Plan existiert, wie die Arbeit mit durch weniger Personal bewältigt werden kann. Nachdem der CEO dann in den Medien abfällige, wenig respektvolle Äusserungen über die eigenen Angestellten macht, beschliessen die RedaktorInnen mit über 100 Stimmen, am 30. Januar in den Streik zu treten. Nach vier Streiktagen, (…). Stephanie Vonarburg.
Syndicom, 12.10.2018.
Personen > Vonarburg Stephanie. Streik. Syndicom, 2018-10-12.
Ganzer Text
01.10.2018 BL Kanton
Funke, Der
Lehrkräfte

Lehrkräfte
Streik
Volltext
Baselland: Streik abgesagt - jetzt erst recht! Der Streik der Staatsangestellten in Baselland wurde abgesagt trotz enormer Zustimmung der Lehrerinnen zum Streik. Hintergrund bilden die jahrelangen Angriffe der Bürgerlichen. Warum kommt es nicht zum Streik und was sind die nächsten Schritte im Kampf gegen die Sparoffensive? „Wenn es zum Streik kommt, machen wir mit. Es reicht langsam“. So tönte es im Juni im Lehrerzimmer in Frenkendorf (BL), wo ich als angehende Lehrperson am Mittagstisch sass. Die Stimmung ist aufgeladen, junge wie alte Lehrpersonen beteiligen sich an den Diskussionen, welche über die Monate immer wütender wurden. Kein Wunder - das Staatspersonal muss schon seit 15 Jahren eine bittere Pille nach der anderen schlucken. Die Abrissbirne schwingt. In Baselland findet seit Jahren ein Kahlschlag auf den Sozialstaat statt. Das Staatspersonal trifft es dabei doppelt. Einerseits durch die allgemeinen Kürzungen von Sozialleistungen und Subventionen" andererseits durch den direkten Angriff auf ihre Arbeitsbedingungen. Alleine im Jahr 2015 wurden 1% Lohnkürzung und 10% Stellenabbau beschlossen. In der Bildung sind die Angriffe besonders spürbar: Das Universitäts- und Kultur-Budget werden um 15 Mio. Franken beschnitten. Auch in den Schulen werden Klassengrössen und Pflichtlektionen stetig erhöht, Sanierungen verweigert und Kulturangebote gestrichen - ein fertiges Rezept für die Aushöhlung der Bildungseinrichtungen. Seit bereits 15 Jahren schwingen die Bürgerlichen die Abrissbirne, um die „roten Zahlen des Kantons auszugleichen". Dass diese das Resultat von mehr als 180 Mio. Franken (…).
Der Funke, 1.10.2018.
Funke, Der > Lehrkräfte BL Kanton. Streik. Der Funke, 2018-10-01.
Ganzer Text
26.09.2018 England
Personen
Ryanair
SEV Schweiz
Karin Taglang
Ryanair
Streik
Volltext
Streik hier, Streik dort: Was ist los bei Ryanair?. Am 15. Dezember 2017 versprach Ryanair, die europäischen Pilotengewerkschaften anzuerkennen, um einen Streik zu verhindern. Am 19. September 2018 schaltete sich die EU-Verkehrskommission ein, die Piloten fordern ein neues Management und am 28. September will das Kabinenpersonal erneut streiken. Wie kam es zu dieser Eskalation?. Bei Ryanair wurde in diesem Jahr viel gestreikt, immer wieder und in verschiedenen europäischen Ländern. Mal waren es die Flugbegleiter/innen, mal die Pilot/innen – sie alle kämpfen gemeinsam um bessere Anstellungsbedingungen und die Anerkennung ihrer Gewerkschaften. Der lange Anerkennungskampf. 1. Januar 2017: Die irische Billigairline Ryanair startet als grösste europäische Airline ins neue Jahr. 2016 überholt sie zum ersten Mal die deutsche Lufthansa. Ein Grund zur Freude für den Ryanair-CEO Michael O’Leary, nicht aber für sein Personal, denn bisher scheint die Ausbeutung der Angestellten fast schon ein Grundpfeiler der Unternehmensphilosophie zu sein. 15. Dezember 2017: Ein Hoffnungsschimmer für das Personal? Ryanair schreibt einen Brief an die Pilotengewerkschaften mehrerer europäischer Staaten und verspricht, sie als offizielle Vertretung ihrer Pilotinnen und Piloten anerkennen zu wollen. «Gewerkschaften anzuerkennen wird für uns eine grosse Umstellung sein, aber wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir auch mit radikalen Veränderungen umgehen können», sagt O’Leary in einer Mitteilung. Langsam organisiert sich auch das Kabinenpersonal. 18. Juli 2018: Ryanair anerkennt die Vereinte (…). Karin Taglang.
SEV, 26.9.2018.
SEV > Ryanair. Streik. SEV, 2018-08-26.
Ganzer Text
11.08.2018 Deutschland
Junge Welt
Luftfahrt

Luftfahrt
Streik
Volltext
Schluss mit billig! Piloten des irischen „Low Cost“Fliegers Ryanair in fünf Ländern im Ausstand. Einsatz von Streikbrechern in den Niederlanden. Billige Flugtickets sind gut für die Kunden. Mit der irischen Fluggesellschaft Ryanair kommt man an günstigen Tagen für unter 15 Euro zum Beispiel von Leipzig/Halle nach London Stansted. Zum Vergleich: Mit den Sparpreisangeboten der Deutschen Bahn AG in ähnlicher Höhe reicht es gerade mal für eine ICE-Fahrt von Leipzig nach Berlin. Die Kosten der Dumpingpreise tragen die Beschäftigten der „Low Cost“-Airline. Doch das soll sich nun ändern. Nachdem Ende Juli die Flugbegleiter des Billigfliegers erstmals länderübergreifend erfolgreich gestreikt hatten, traten am Freitag auch die Piloten in der BRD, in Irland, Schweden, Belgien und den Niederlanden für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen in einen 24stündigen Ausstand. Ryanair musste deshalb rund 400 Flüge streichen. „Betroffen“ waren etwa 55‘000 Passagiere, die jedoch frühzeitig informiert wurden. Mit 250 Ausfällen war die BRD ein Schwerpunktland des bislang grössten Pilotenstreiks in der Geschichte des Unternehmens. Ryanair hat hierzulande elf Basen. In Frankfurt am Main und in Berlin blieben am Freitagmorgen sämtliche Flugzeuge am Boden. Am belgischen Hauptstadtflughafen in Brüssel sollten 26 von 46 Flügen ausfallen, in Charleroi 82. In Schweden strich ¬Ryanair 22 Verbindungen am Airport Skavsta, südlich von Stockholm. In Irland mussten 20 Flüge gecancelt werden. Nach Konzernangaben sollten (…).
Junge Welt, 11.8.2018.
Junge Welt > Streik. Luftfahrt. Junge Welt, 2018-08-11.
Ganzer Text
19.07.2018 Schweiz
JardinSuisse
Unia Schweiz

Gartenbau
Streik
Volltext
Gärtner/innen haben genug von der Tieflohnzone Gartenbau: 3-Minuten-Streik in Gartenbau-Betrieben in der ganzen Deutschschweiz. Gärtnerinnen und Gärtner in Dutzenden Betrieben haben heute um 15.00 Uhr ihre Arbeit niedergelegt. Im Rahmen des ersten „3-Minuten-Streiks“ haben sie ein deutliches Zeichen gegen die Tieflohnzone Gartenbau gesetzt. Verantwortlich für diesen Missstand ist der Gärtnermeisterverband JardinSuisse und seine Weigerung, mit den Gärtner/innen zu verhandeln. Es war eine Schweizer Premiere: Zum ersten Mal fand heute um 15.00 Uhr ein dezentraler Kurz-Streik in der Gartenbau-Branche statt. Auf dutzenden Baustellen in der Deutschschweiz haben Gärtnerinnen und Gärtner die Arbeit für ein paar Minuten symbolisch niedergelegt – und sich über WhatsApp-Chats Streikbilder zugeschickt. Damit haben die Gärtner/innen gemeinsam ein klares Zeichen an den Arbeitgeberverband JardinSuisse gesendet. Vor zwei Wochen hat sich dieser geweigert, eine Delegation von Gärtner/innen zu empfangen, die über Wege aus der Tieflohnzone Gartenbau diskutieren wollten. Das lassen sich die Gärtner/innen nicht bieten. Keine Löhne unter 4‘000 Franken. Noch immer werden im Gartenbau Tieflöhne unter 4‘000 Franken bezahlt. Der Gartenbau muss endlich raus aus der Tieflohnzone; und das kann nur geschehen, wenn sich JardinSuisse endlich seiner Verantwortung für faire Arbeitsbedingungen in der Grünen Branche stellt. Denn JardinSuisse weigert sich nach wie vor mit der Unia, die am meisten Arbeitnehmende in der Branche vertritt, an (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 19.7.2018.
Unia Schweiz > Gartenbau. Streik. Unia Schweiz, 2018-07-19.
Ganzer Text
18.07.2018 Algerien
Gewerkschaften
WOZ

Gewerkschaften
Streik
Volltext
Wer protestiert, wird angeklagt. ArbeiterInnen mehrerer Branchen gehen im Maghrebstaat für menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf die Strasse. Die Behörden reagieren vor allem mit Repression. „Wir befinden uns in einer Krise, die jederzeit explodieren kann“, sagt Rachid Malaoui, Präsident des staatlich nicht anerkannten Gewerkschaftsbunds Confederation generale autonome des travailleurs en Algerie. Derzeit protestieren in Algerien viele der 87‘000 Angestellten des staatlichen Elektrizitäts- und Gasunternehmens Sonelgaz. Es ist das zweitgrösste Unternehmen Algeriens nach der ÖIförderfirma Sonatrach. Für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen seit Monaten auch die AssistenzärztInnen, die Gemeindeangestellten, das Lehrpersonal, die Armeeveteranen, die StudentInnen der Pharmazie. „Die Bevölkerung ist wütend“, sagt Yamina Maghraoui, Frauenpräsidentin der unabhängigen Gewerkschaft des staatlichen Verwaltungspersonals. Der niedrige Ölpreis habe die schlechten Arbeitsbedingungen allgemein verschärft. Zahlreiche Aushilfskräfte, darunter viele Frauen, verdienten bei befristeten Arbeitsverträgen nur achtzig Euro im Monat, die Hälfte des Mindestlohns. Und vier Fünftel der HochschulabgängerInnen müssten sich von Praktikum zu Praktikum hangeln, ohne je fest angestellt zu werden. In Algerien sind 4,5 der 11 Millionen Beschäftigten im informellen Sektor tätig. Algerien hat mehrere internationale Konventionen zu Gewerkschaftsfreiheiten und den Menschenrechten ratifiziert. (…). Annegret Mathari.
WOZ, 18.7.2018.
WOZ > Algerien. Streik. WOZ, 2018-07-19.
Ganzer Text
16.07.2018 FR Kanton
Bundesgericht
VPOD Freiburg

Pflegepersonal
Streik
Volltext
Streiken bleibt erlaubt - vorerst. Der Entscheid über das Streikverbot für das Freiburger Pflegepersonal liegt beim Bundesgericht. Freiburger Pflegepersonal darf einstweilen weiter streiken. Freiburger Pflegepersonal darf einstweilen weiter streiken. Das Bundesgericht stellt klar, dass das Freiburger Streikverbot für das Pflegepersonal noch nicht in Kraft ist. Im November hatte der Grosse Rat des Kantons Freiburg gegen die Opposition der (leider nicht vollzählig anwesenden) Linken beschlossen, seinem Pflegepersonal das Streiken zu verbieten. Dagegen ist der VPOD vor Bundesgericht gezogen. Dieses hat in der Sache noch nicht entschieden, aber klargestellt, dass das Streikverbot bis zum definitiven Urteil nicht in Kraft tritt. Der VPOD begrüsst den vorläufigen Entscheid als «erstes positives Signal»; in der Sache ändert sich allerdings wenig, da auch der Grosse Rat das Inkrafttreten des neuen Verbots ausgesetzt hat. Im Mai gab es am Freiburger Spital einen (erfolgreichen) Streik gegen die Herauslösung aus dem kantonalen Personalrecht. An diesem Tag konnten auch Skeptikerinnen und Skeptiker beobachten, dass sich auch in einem Krankenhaus sehr wohl streiken lässt – unter Aufrechterhaltung der Notfalldienste, aber doch mit spürbaren Einschränkungen bei den nicht dringenden Leistungen.
VPOD Freiburg, 16.7.2018.
VPOD Freiburg > Pflegepersonal. Streik. VPOD Freiburg, 2018-07-16.
Ganzer Text
04.07.2018 Schweiz
Syndicom
Tamedia

Streik
Tamedia
Volltext
Erster Streiktag der Tamedia-Redaktionen der Suisse Romande: Die Entscheide der Redaktion. Der erste Streiktag von Tamedia brachte eine überwältigende Beteiligung der Redaktionsmitarbeitenden der Bezahlmedien der Suisse Romande. Begleitet wurde er von zahlreichen Solidaritätsbekundungen aus der Politik und von weiteren Kreisen. Am Mittag demonstrierten mehr als 300 Personen. Der Zug zur „Tour Edipresse“ brachte lautstark die Wut und Entschlossenheit der Tamedia-Mitarbeitenden zum Ausdruck. Die VertreterInnen der französischsprachigen Redaktionen von Tamedia, in Begleitung der Gewerkschaft Syndicom und des Berufsverbands Impressum, beschlossen an der Generalversammlung um 14 Uhr: Der Wunsch von Tamedia, die Verhandlungen vor der Schlichtungsstelle des Kantons Waadt wieder aufzunehmen, wurde zur Kenntnis genommen. Eine Delegation aus Mitarbeitenden und Verbänden/Gewerkschaften wurde ernannt, um die Verhandlungen am Donnerstag zu führen. der Streik wird fortgesetzt. am Donnerstag entscheidet eine Generalversammlung der Redaktion über das weitere Vorgehen
Syndicon, 4.7.2018.
Syndicom > Tamedia. Streik. Syndicom. 2018-07-04.
Ganzer Text
03.07.2018 Lugano
NLM Lugano
SEV Schweiz

Löhne
NLM Lugano
Streik
Volltext
Das Personal der ehemaligen NLM streikt für seinen Lohn. Im Schweizer Becken des Langensees fahren heute nur die ersten Morgen- und letzten Abendkurse. Damit ist der Transport der Pendler aus der Region Gambarogno garantiert. Während des restlichen Tages verkehren die Schiffe nicht. Das haben die Angestellten der ehemaligen NLM entschieden, nachdem sie die Resultate der Verhandlungen über ihren künftigen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) evaluiert haben und bemerkten, dass ihre Löhne ab 1. Januar 2019 massiv sinken sollen. Schlicht und einfach eine Lohndumping-Geschichte, die noch schlimmer wird dadurch, dass das Unternehmen finanzielle Unterstützung vom Kanton erhält. Das Personal der ehemaligen NLM wusste sehr wohl, dass ihre Löhne den schwierigsten Verhandlungspunkt im neuen GAV bilden würden. Sie waren und sind noch heute bereit, dieses heikle Thema zu diskutieren. In vier Verhandlungsrunden haben die Gewerkschaften SEV, UNIA und OCST zusammen mit einer Personaldelegation denn auch fortwährend dagegen gekämpft, dass die Löhne ab 1. Januar 2019 an die Lohnskala der SNL angepasst werden, was eine Reduktion von rund 15 % und mehr bedeuten würde. Dieses Szenario ist inakzeptabel, umso mehr, da das Unternehmen dank dem Streik vom Kanton wesentlich finanziell unterstützt wird. Die Sturheit der SNL-Führung wird noch unverständlicher, wenn man den mehrfach präsentierten Businessplan betrachtet, (…).
SEV, 3.7.2018.
SEV > NLM. Streik. SEV, 2018-07-03.
Ganzer Text
12.06.2018 Genf
Uber
Unia Genf

Streik
Uber
Volltext
Streik von Angestellten einer Uber-„Partnerfirma“ in Genf. Schluss mit Dumping-„Partnerschaften“ von Uber. Medienkonferenz: Dienstag, 12. Juni 2018, 9:30 Uhr, Streikposten vor dem Genfer Sitz von Uber, 7, route de Saint Julien, Carouge. Sehr geehrte Medienschaffende. Nach dem Protest und Streik der Angestellten von Uber-„Partnerfirmen“ im Dezember 2017 in Genf beteuerte der Uber-Direktor für die Romandie, Alexandre Molla, ausbeuterische „Partnerschafts“-Modelle einzustellen. Zudem stellte er Verhandlungen mit der Gewerkschaft Unia in Aussicht, um offene Fragen zu klären. Sechs Monate später hat das undurchsichtige System der Arbeitsorganisation bei „Partnerfirmen“ von Uber immer noch Bestand. Erneut müssen Angestellte an die Öffentlichkeit gelangen, um zahlreiche Missbräuche anzuprangern. Die Chauffeure der waadtländischen Firma „2 ways“ haben entschieden, in den Streik zu treten, um die Respektierung ihrer Rechte und der geltenden gesetzlichen Bestimmungen einzufordern. Wir laden Sie ein, sich an der Medienkonferenz über den Streik und die ihm zugrundeliegenden Missstände zu informieren. Wir bitten Sie freundlich, für Ihre Berichterstattung die Sperrfrist Dienstag, 12. Juni, 9:30 Uhr zu respektieren. (…).
Unia Genf, 12.6.2018.
Unia Genf > Uber. Streik. Unia Genf, 2018-06-12.
Ganzer Text
04.04.2018 Genf
ISS Aviation Genf
Unia Genf

ISS Aviation Genf
Streik
Volltext
Logistiker/innen verlangen Respekt und Verhandlungen. Streik des ISS-Personals am CERN in Genf. Die Angestellten der dänischen Firma ISS Facility Services in Genf befinden sich seit heute Morgen im Streik. Sie sind für die Logistik an der Forschungseinrichtung CERN zuständig. Die Arbeiter/innen wehren sich gegen zunehmenden Druck und fordern die Einhaltung der geltenden Arbeitsbedingungen. Der Druck auf die Angestellten der ISS Facility Services hat in der letzten Zeit stark zugenommen. Der Konzern bietet in Genf Logistik-Dienstleistungen für internationale Organisationen und öffentliche Einrichtungen an. Die Arbeitnehmenden beklagen schlechte Arbeitsbedingungen und mangelnden Gesundheitsschutz. Das Fass zum Überlaufen gebracht hat die Weigerung von ISS, mit der Gewerkschaft Unia Gespräche zu führen, die vom Personal ein Mandat erhalten hat. Schlechte Arbeitsbedingungen. ISS hat bereits vor Jahren die "Usages genevois pour la branche du transport et de la logistique" unterzeichnet, ein Dokument, das die Arbeitsbedingungen und Löhne in Transport und Logistik regelt. Weil die Firma sich aber nicht daran hält, haben die Beschäftigten einen Forderungskatalog ausgearbeitet, wie die grössten Missstände zu beheben sind. Die Vorschläge beinhalten einen 13. Monatslohn ab dem zweiten Dienstjahr, Entschädigungen für Kleider und Verpflegung und das Recht auf einen Lohnanstieg mit zunehmender Dienstdauer. (...). 
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 4.4.2018.
Unia Genf > ISS Aviation Genf. Streik. Unia Schweiz, 2018-04-04.
Ganzer Text
23.03.2018 Frankreich
Gewerkschaften
Junge Welt

Privatisierung
Streik
Im Zeichen des Zorns. In Frankreich demonstrieren 200'000 Menschen gegen Zerstörung und Privatisierung der öffentlichen Dienste. Mehr als 200'000 Menschen haben am Donnerstag in allen grossen französischen Städten gegen die "Reformen" des neoliberalen Staatschefs Emmanuel Macron demonstriert. Macron und sein rechtskonservativer Ministerpräsident Édouard Philippe wollen in den nächsten vier Jahren mehr als 120'000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen. Die mit 50 Milliarden Euro verschuldete staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF soll in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, die "Cheminots" (Eisenbahner) sollen ihren Beamtenstatus verlieren, der sie bisher vor Entlassung aus "wirtschaftlichen Gründen" schützte. Die Gewerkschaften kämpfen zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder als "vereinigte Bewegung" gegen die Regierung. Geschlossen zeigten sich nach ihrer bösen Wahlniederlage im Mai und Juni des vergangenen Jahres auch die verschiedenen Lager der politischen Linken. Kommunisten, die "Neue Antikapitalistische Partei" (NPA), Kader der Bewegung "La France insoumise" (Unbeugsames Frankreich) mit Jean-Luc Mélenchon und die Führung des von politischer Bedeutungslosigkeit bedrohten Parti Socialiste (PS) marschierten am Nachmittag gemeinsam in dem langen Pariser Demonstrationszug. Macron hatte vor einigen Tagen erklärt, er sehe "bisher keinen Zorn im Volk". Der Wortführer des NPA, Olivier Besancenot, erwiderte vor Kameras: "Nun, er wird ihn ab heute erleben!" An den von teilweise (…).
Junge Welt, 23.3.2018.
Junge Welt > Frankreich. Gewerkschaften. Streik. Junge Welt, 2018-03-23.
Ganzer Text
23.03.2018 Deutschland
Junge Welt
Verdi

Service public
Streik
Volltext
Warnstreikwelle rollt. Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst gehen weiter. Zentraler Streitpunkt ist die Besserstellung der unteren Entgeltgruppen. Auch am Donnerstag haben Verdi, GEW, GdP und der Beamtenbund die Warnstreiks im öffentlichen Dienst fortgesetzt. Damit erhöhen die Gewerkschaften im Vorfeld der entscheidenden Verhandlungsrunde für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen am 15. und 16. April in Potsdam den Druck. Zentraler Streitpunkt ist nach wie vor die Forderung, die Löhne der unteren Entgeltgruppen mit Hilfe eines Festbetrags überproportional anzuheben. Am Donnerstagmorgen stand in einigen Städten der Nahverkehr still, so im nordrhein-westfälischen Hamm und in Mainz. In München wurden die Stadtverwaltung und Stadtwerke bestreikt. Laut Verdi sollten Mülltonnen nicht geleert werden, gut die Hälfte der städtischen Kindertagesstätten blieb geschlossen. Auch im Saarland blieben wegen des Ausstands etliche Kitas zu. In einigen Kommunen wurden zudem Stadtwerke, Verwaltungen und die Müllabfuhr bestreikt. Erschwert wurden die Arbeitsniederlegungen zum Teil dadurch, dass die Belegschaften wegen der Grippewelle ohnehin vielfach in Notbesetzung arbeiten. Ein Verdi-Sprecher bezeichnete die Aktionen in dieser Woche dennoch als "gewaltigen Erfolg". Es hätten sich wesentlich mehr Beschäftigte beteiligt als erwartet, eine dreistellige Zahl sei in die Gewerkschaft eingetreten. So soll es in den nächsten Wochen – mit einer Unterbrechung über die Osterfeiertage – (...). 
Junge Welt, 23.3.2018.
Junge Welt > Verdi. Streik. Löhne. Junge Welt, 2018-03-23.
Ganzer Text
16.03.2018 Spanien
Work

Lieder
Streik
Volltext
Streik-Song. In der Stadt Bilbaoversammelten sich 60'000 Frauen und Männer und sangen einen Frauenstreik-Song. Work hat ihn übersetzt. Auf zum Streik, Frauen, geht nicht arbeiten / Lasst den Kochlöffel, die Werkzeuge und die Tastatur liegen / Zehn zum Streik, hundert zum Streik, alle Frauen zum Streik / Hundert zum Streik, tausend zum Streik, ich für die Frauen, die Frauen für mich. Wir stehen auf gegen den Macho-Staat / Alle Frauen treten in Generalstreik / Zehn zum Streik, hundert zum Streik – die Handtasche sagt, sie komme auch mit / Hundert zum Streik, tausend zum Streik, alle streiken wir. Sie haben meine Nachbarin mitgenommen, in einer Razzia / Und weil sie keine Papiere hat, wollen sie sie ausschaffen / Zehn zum Streik, hundert zum Streik, jetzt wollen wir den ganzen Kuchen / Hundert zum Streik, tausend zum Streik, alle streiken wir. Wir haben nur befristete Arbeit, ohne Vertrag und Gesundheitsschutz / Die Hausarbeit machen wir aber zu 100 Prozent / Zehn zum Streik, hundert zum Streik, heute kochen wir nicht / Hundert zum Streik, tausend zum Streik, alle streiken wir. Sie privatisieren die Bildung, wir können sie nicht bezahlen / Und nie erscheinen wir Frauen in den Lehrplänen / Zehn zum Streik, hundert zum Streik, wir werden Geschichte schreiben / Hundert zum Streik, tausend zum Streik, alle streiken wir. (…).
Work online 16.3.2018.
Work > Streik-Song Bilbao. Work inline, 2018-03-16.
Ganzer Text
15.03.2018 Frankreich
Gewerkschaften
Vorwärts

Gewerkschaften
Streik
Volltext
Streikwelle in Frankreich? Georg Polikeit. Der französische Staatspräsident Macron hat Ende Februar die Refonn der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF angekündigt. Die Gewerkschaften laufen Stunn. Steht Frankreich vor einer neuen Protestwelle mit umfassenden Streiks der EisenbahnerInnen? Der angeblich "weder rechts noch link"» verortete, aber in der Praxis eindeutig neoliberalen Rezepten folgende Staatschef Macron, will nach der im vergangenen Jahr durchgezogenen Reform des Arbeitsrechts nun mit der Reform der staatlichen Eisenbahngesellschaft SN CF einen weiteren, grossen Schritt beim "Umbau Frankreichs" im Sinne der von ihm anvisierten neoliberalen "Modernisierung" tun. Dass das französische Eisenbahnwesen reformbedürftig ist, wird auch von Gewerkschaften und Linksparteien nicht bestritten. Sie kritisieren seit Jahren, dass zu wenig Geld für die Reparatur und Modernisierung des maroden Schienennetzes und Wagenparks aufgewendet wird. Aber die SNCF-Reform der Regierung geht in die entgegengesetzte Richtung. Angeblich sind die französischen Staatseisenbahnen im Vergleich zu anderen EU -Staaten kostenmässig erheblich teurer, was zu einer immer hö¬heren Verschuldung führe. Deshalb wird mit dem neuen "Eisenbahnpakt" vor allem eine "Steigerung der Produktivität" des Unternehmens durch noch stärkere Konzentration auf wirklich gewinnbringende Aktivitäten angestrebt, bei gleichzeitigen Sparmassnahmen in anderen Bereichen. Die Regierung folgt damit im Wesentlichen einem Bericht, (…).
Vorwärts, 15.3.2018.
Vorwärts > Frankeich. Gewerkschaften. Streik. Vorwärts, 2018-03-15.
Ganzer Text
01.03.2018 Deutschland
Funke, Der
IG Metall
Personen
Florian Sieber
IG Metall
Streik
Volltext
Tarifabschluss mit gemischten Gefühlen. In der Bundesrepublik Deutschland steht im grössten Arbeitskampf der letzten Jahre ein Abschluss kurz bevor. Doch der in der Metall- und Elektroindustrie erzielte Tarifvertrag ist nicht der grosse Erfolg, als den die Gewerkschaftsführung ihn verkaufen will. Für viele Werktätige bringt er kaum Vorteile und für andere vor allem Nachteile. Den Anfang macht Baden- Württemberg. Im Bundesland, das für den Konflikt zwischen den Unternehmerverbänden und der Gewerkschaft IG Metall (IGM) den Pilotbezirk darstellt, wurde am 6.2. ein Abschluss der Tarifverhandlungen (wie die Verhandlungen für einen Generalarbeitsvertrag in Deutschland heissen) verkündet. Das heisst, dass nun auch in den anderen Tarifbezirken der deutschen Metall- und Elektroindustrie, in der insgesamt 3,9 Millionen ArbeiterInnen tätig sind, Tarifabschlüsse bevorstehen, die sich am Abschluss in Südwesten orientieren. Der Einigung vorangegangen war eine beeindruckende Streikbewegung. Insgesamt 960'000 Werktätige legten allein bei der ersten Warnstreikwelle im Januar die Arbeit nieder. AIs die Gewerkschaft zur nächsten Eskalationsstufe aufrief, beteiligten sich bundesweit sogar 1,5 Millionen ArbeiterInnen an den Warnstreiks, die nun auch ganztägig geführt wurden. Wäre es auch in der jüngsten Verhandlungsrunde zu keiner Einigung gekommen, wäre es in der Gewerkschaftsbasis zu Urabstimmungen über einen unbefristeten Flächenstreik gekommen. Arbeitszeit auf der Agenda. Neben der klassischen (…). Florian Sieber.
Der Funke, März 2018.
Funke, Der > IG Metall. Streik. Der Funke, 2018-03-01.
Ganzer Text
24.02.2018 Deutschland
Junge Welt
Verdi

Post
Streik
Volltext
Etwas weniger Briefe im Kasten. Post-Tarifstreit: Warnstreiks in neun Bundesländern. Konzern weist Forderung nach sechs Prozent mehr Lohn oder mehr Urlaub zurück. In der Auseinandersetzung mit der Deutschen Post AG will die Gewerkschaft Verdi Druck machen. Nach dem Scheitern der dritten Verhandlungsrunde mit dem Konzernmanagement Anfang der Woche hatte sie am Donnerstag zu ersten Warnstreiks aufgerufen (siehe JW vom 23.2.). Am Freitag beteiligten sich rund 1‘500 Zusteller aus neun Bundesländern an ganztägigen Ausständen. Verhandelt wird für rund 130‘000 Beschäftigte. Insofern dürfte die Konzernspitze richtig liegen, wenn sie davon ausgeht, dass die Ausstände kaum Auswirkungen auf die Kundschaft haben werden. Die Warnstreiks fanden Berlin, Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Bremen, Baden-Württemberg und Hessen statt. Verdi verlangt sechs Prozent mehr Lohn bei einer Laufzeit von zwölf Monaten – und die Möglichkeit, einen Teil der Tariferhöhung in Form von mehr Urlaub zu bekommen. Auf letztere Forderung scheint das Management eingehen zu wollen, die erstere hält es trotz der Rekordgewinne für vermessen. Post-Chef Frank Appel hatte die Gewerkschaft wiederholt vor „überzogenen“ Forderungen gewarnt und behauptet, man habe „keinen grossen Spielraum für signifikante Steigerungen der Löhne“. Das Unternehmen fahre den Löwenanteil seiner Gewinne im Ausland ein, meinte der Vorstandsvorsitzende des ehemaligen Staatsunternehmens zur Begründung. (…).
Junge Welt, 24.02.2018.
Junge Welt > Verdi. Post. Streik. Junge Welt, 2018-02-24.
Ganzer Text
22.02.2018 Österreich
Arbeitszeit
Junge Welt

Arbeitszeit
Streik
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Junge%20Welt/%C3%96sterreich.%20Arbeitszeit.%20Streik.%20Junge%20Welt,%202018-02-22.pdf„Bei der Arbeitszeitverkürzung blockieren alle Arbeitgeber“. In Österreichs Sozialwirtschaft wird um die 35-Stunden-Woche gekämpft – erstmals auch mit Streiks. Gespräch mit Reinhard Bödenauer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der österreichischen Gewerkschaft GPA-djp. Am Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche traten Pflegekräfte und Erzieherinnen der österreichischen Sozialwirtschaft in den Warnstreik (siehe JW vom 16. Februar). Dem Ausstand waren fünf ergebnislos verlaufene Verhandlungsrunden vorangegangen. Die Gewerkschaften haben Lohnforderungen aufgestellt, verlangen aber auch eine Verkürzung der Arbeitszeiten. Bei welchem Thema ist der Widerstand der Chefs grösser gewesen? Wir haben drei Hauptforderungen: Zunächst braucht es eine nachhaltige Lohnerhöhung im Sozialbereich. Für die Gesundheits- und Pflegeberufe ist zudem eine eigene Regelung notwendig. 2016 wurde das österreichische Gesundheits- und Krankenpflegegesetz reformiert, die Beschäftigten in diesen Berufen erhielten dabei mehr Kompetenzen. Im öffentlichen Dienst ging das auch mit mehr Gehalt einher. Das wollen wir nun auch für den privaten Sektor erreichen. Schliesslich fordern wir eine Arbeitszeitverkürzung von derzeit 38 auf künftig 35 Wochenstunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Da blockieren alle Arbeitgeber. Als Gewerkschaft haben wir das Problem, dass wir seit Jahrzehnten diese Verkürzung fordern, doch in den Kollektivverträgen (Tarifverträge, JW) findet sich das selten wieder. (…).
Junge Welt, 22.2.2018.
Junge Welt > Österreich. Arbeitszeit. Streik. Junge Welt, 2018-02-22.
Ganzer Text
19.02.2018 Brasilien
Gewerkschaften
Junge linke Alternative

Altersrente
Streik
Volltext
Montag blaumachen. Streiks in ganz Brasilien gegen geplante Rentenkürzung durch Temer-Regierung. Die startet in Rio eine Militärintervention als Ablenkungsmanöver. Bereits zehnmal verschoben ist nicht aufgehoben. Oder doch? Ab Dienstag sollten im Unterhaus des Kongresses in Brasília die Beratungen über tiefe Einschnitte in die Sozialversicherung beginnen. Die Beschlussfassung über die Verfassungsänderung war für den 28. Februar vorgesehen. Es handelt sich um eines der zentralen Projekte der Regierung von Michel Temer und ihres Lagers im Kongress. Damit sollen vor allem die Ausgaben für Renten gedrückt werden. Weil es bisher nicht gelang, die dafür nötigen 308 Abgeordneten zusammenzutrommeln, geriet das Vorhaben zur Hängepartie. Damit es doch noch über die Bühne geht, wurde gefeilscht, wurden Details der Novelle frisiert. Und mit einer kostspieligen Werbekampagne wurde landesweit die „Reforma da Previdência“ als Ei des Kolumbus angepriesen. Es ginge bei ihr doch nur, wurde propagiert, um das Abschneiden alter Zöpfe im System. Das Vorhaben treffe lediglich Schmarotzer, die sich nach einem kurzen Arbeitsleben früh in eine üppige Pension verabschiedeten. Doch um das Image der Sparpläne steht es weiter schlecht, die grosse Mehrheit der Bevölkerung lehnt sie nach Umfragen ab. Ausgerechnet dieses Establishment soll sich an ungerechtfertigten Privilegien stören – das nimmt der Brasilianer auf der Strasse ohnehin nicht für bare Münze. Was mit der Notwendigkeit begründet wird, die Kassen zu sanieren, würde für Millionen (…).
Junge Welt, 19.2.2018.
Junge Welt > Brasilien. Streik. Altersrente. Junge Welt, 2018-02-19.
Ganzer Text
15.02.2018 Deutschland
IG Metall
Vorwärts

IG Metall
Streik
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Vorw%C3%A4rts/Deutschland.%20IG%20Metall.%20Streik.%20Vorw%C3%A4rts,%202018-02-15.pdfRauf und runter. Hunderttausende ArbeiterInnen der IG Metall in Deutschland waren während den aktuellen Verhandlungen mit den Arbeitgeberlnnen, der sogenannten Tarifrunde, in Streiks eingetreten. Es konnten Verbesserungen erkämpft werden. Auf einmal ging alles ganz schnell: Bereits am 5. Februar einigten sich die Gewerkschaft IG Metall und ArbeitergeberInnen im Pilotbezirk Baden-Württemberg auf einen Abschluss in der Tarifrunde für die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie. Vereinbart wurde eine Lohnerhöhung von 4,3 Prozent für das erste Jahr. Im zweiten gibt es neben einer Einmalzahlung von 400 Euro statt einer Lohnerhöhung ein „tarifliches Zusatzgeld“ von 27,5 Prozent eines Monatslohns pro Jahr. Als Wahloption kann diese in acht freie Tage für die Pflege von Angehörigen, Kindererziehung oder für SchichtdienstarbeiterInnen umgewandelt werden. Mit 27 Monaten wurde für den Tarifvertrag eine besonders lange Laufzeit vereinbart. Langfristig vorbereitet. „Flexibilität ist nicht länger ein Privileg der Arbeitgeber“, hiess es von der IG Metall zu diesem Abschluss. Tatsächlich wird die Arbeitszeit für beide Seiten flexibilisiert: Alle Vollzeitbeschäftigten mit mehr als zwei Jahren Betriebszugehörigkeit erhalten ab 2019 einen Anspruch auf eine reduzierte Arbeitszeit von bis zu 28 Stunden pro Woche für maximal 24 Monate. Allerdings muss diese von den Beschäftigten komplett aus der eigenen Tasche bezahlt werden. Auf der anderen Seite steht eine weitere Aufweichung der 35-Stunden-Woche: Der Kapitalseite wird ermöglicht, mit deutlich (...). 
Vorwärts, 15.2.2018.
Vorwärts > Deutschland. IG Metall. Streik. Vorwärts, 2018-02-15.
Ganzer Text
15.02.2018 Schweiz
Personen
SDA Schweizerische Depeschenagentur
Vorwärts
Tarek Idri
Sda
Streik
Volltext
Die Redaktion streikt. Beinahe vier Tage hat die Redaktion der SDA gestreikt und mit ihrem Arbeitskampf den Verwaltungsrat gezwungen, in Verhandlungen mit den Gewerkschaften zu treten. Sie wird wieder streiken, falls nicht auf ihre Forderungen eingegangen wird. Die Direktion der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) hat Anfang Januar die Massenentlassung von einem Viertel des Redaktionspersonals beschlossen. Rund 80 Beschäftigte sollen entlassen werden, insbesondere Mitarbeitende über 60 sind betroffen. Die Redaktion trat daraufhin in einen Warnstreik und leistete massiven Widerstand. Die gesamte Belegschaft legte für drei Stunden die Arbeit nieder und brachte damit ihre eindeutige Haltung gegenüber dem rücksichtslosen Vorgehen der Leitung zum Ausdruck. Dennoch gab es von der Direktion keinerlei Entgegenkommen. Die Direktion trat einzig auf kleine Verbesserungen des nach wie vor ungenügenden Sozialplans ein. Und nach Zusammenbrüchen von mehreren MitarbeiterInnen sagte sie zu, psychologische Betreuung zu organisieren. CEO Markus Schwab sagte öffentlich in einem Interview, die SDA sei einzig ihren AktionärInnen etwas schuldig. Diese Aussagen zeigen offen, dass die SDA sich den Mitarbeitenden nicht mehr verpflichtet fühlt. Entschlossene Redaktion. Der Widerstand der Redaktion verstärkte sich: Ab dem 30. Januar legten die wütenden JournalistInnen an allen Standorten für beinahe vier Tage. die Arbeit nieder. Während dem Streik organisierten sie Demonstrationszüge in (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 15.2.2018.
Vorwärts > sda. Streik. Vorwärts, 2018-02-15.
Ganzer Text
14.02.2018 Deutschland
Gewerkschaften
Junge Welt

Streik
Volltext
Für eine kämpfende Gewerkschaft. Die Interessenvertreter der abhängig Beschäftigten stehen unter Druck. Es ist höchste Zeit für einen Kurswechsel – ein Aufruf. Die Lage einer wachsenden Zahl von Beschäftigten wird immer prekärer. Gewerkschaftliche Politik erweist sich in der heutigen Form als zunehmend hilflos, von den Bedrohungen auf ökologischer Ebene oder dem Abbau demokratischer Rechte noch ganz abgesehen. Auch die Gewerkschaften selbst kommen immer häufiger unter Druck. So ist es nicht verwunderlich, dass auch aus dem Apparat Stimmen lauter werden, die eine Änderung des aktuellen Kurses fordern. Es dürfte vor allem die Sorge um die Handlungsfähigkeit und die Zukunft ihrer Organisation sein, die am 21. Oktober 2017 ca. hundert Funktionäre vor allem aus der IG Metall veranlasst hat, mit sieben Thesen eine Kurskorrektur anzumahnen. Sie sprechen sich für eine offensive Gewerkschaftspolitik aus, die den Interessengegensatz zwischen Kapital und Arbeit zum Ausgangspunkt nimmt. Es sollen zweimal im Jahr Vernetzungstreffen stattfinden. Eine begrüssenswerte Initiative. Es ist gut und verdient die Solidarität aller, die starke durchsetzungsfähige Gewerkschaften erhalten oder schaffen wollen, dass dieser notwendige Diskussionsprozess endlich angestossen wurde. Auch die Konferenz von „Organisieren–Kämpfen–Gewinnen“ (OKG, www.organisieren-gewinnen.de), die Ende Oktober mit ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz unterschiedlichen Branchen stattfand, ist ein Fortschritt. Diese Kolleginnen (…).
Junge Welt, 14.2.2018.
Junge Welt > Streik. Gewerkschaften. Junge Welt, 2018-02-14.
Ganzer Text
12.02.2018 VD Kanton
Electricité 2020
Unia VD Kanton

Electricité 2020
Streik
Volltext
Streik bei Electricité 2020. Spannungen bei Wiederaufnahme des Streiks. Vier Elektriker der Firma Electricité 2020 aus Echallens (VD) streiken seit heute Vormittag auf einer Baustelle in Treycovagnes bei Yverdon. Diese werden dabei von der Unia unterstützt. Grund: Ihr Arbeitgeber hat sich nicht an die Vereinbarung gehalten, die am 29. Januar unterzeichnet worden ist. Der Chef der Electricité 2020 hat die Zahlungsvereinbarung, die er am 29. Januar mit der Unia unterzeichnet hat, nicht eingehalten. Dies nachdem zuvor sechs Mitarbeitende während eines halben Tages die Arbeit niedergelegt hatten. Aus diesem Grund haben sie heute Morgen den Streik wieder aufgenommen. Die Unia hat für insgesamt zehn Mitarbeitende des Unternehmens ein entsprechendes Mandat erhalten. Die Stimmung vor Ort ist spannungsgeladen. Denn der Arbeitgeber versucht mit allen Mitteln, die Streikenden zu vertreiben. Die Unia deutet dies als eindeutigen Angriff auf das geltende Streikrecht. Vereinbarung angefochten. Bis spätestens am 7. Februar 2018 sollte gemäss Vereinbarung eine erste Rate von 30‘000 Franken bezahlt werden. Allerdings ist bisher nur die Hälfte dieses Betrages ausbezahlt worden. Der Arbeitgeber bestreitet in der Zwischenzeit die Gültigkeit der Vereinbarung. Diese sollte es den Arbeitnehmenden ermöglichen, rückständige Löhne in der Höhe von netto 85‘000 Franken einzuziehen. 70‘000 Franken noch ausstehend. Trotz eines letzten Vermittlungsversuchs während eines Treffens zwischen der Unia und dem Chef (…).
Unia VD Kanton, Medienmitteilung, 12.2.2018.
Unia VD Kanton > Electricité 2020. Streik. Unia VD Kanton, 2018-02-12.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden