Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl erfasste Artikel: 43589
Anzeige: Die neusten 25 Artikel

1
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
09.04.2020 Brasilien
Kuba
USA
Granma

Volltext
Fanatiker. Das Gegengift ist die wissenschaftliche revolutionäre Vernunft mit einem kritischen Geist im Krieg gegen den Dogmatismus, den Überlegenheitsanspruch, den Triumphalismus, den Merkantilismus, den und die Brutalität des Nazifaschismus. Fanatiker: d.h. masslose Leidenschaft und Hartnäckigkeit bei der Verfechtung von Überzeugungen und Meinungen, insbesondere im Bereich Religion und Politik (Lexikon der Königlich Spanischen Akademie). Mit dieser Definition scheint es sich nicht um ein so schädliches Verhalten zu handeln, wie es dies in seinen konkreten Ausdrucksformen und denen, die die Klasse im aufdrückt in Wirklichkeit ist. Wenn man es so wie in diesem Wörterbuch sieht, scheint es eher eine „Tugend“ von jenen zu sein, die der bürgerlichen Zwang dazu treibt, alles zu übertreiben… so wie es uns z.B. die unerträgliche und alles überrollende kapitalistische Werbung gelehrt hat. Man applaudiert dem Fanatismus der Waren und des Mehrwerts: dem Fußballfanatismus, dem Fanatismus im Showbusiness mit seinen Absurditäten, dem Fanatismus für die Videospiele und ihre digitalen Brüder im Netz. „Fans“ von Politikern, von Gurus, von Politikern --- bis zum Erbrechen. Einige benutzen ihn sogar um etwas aufzubauschen, das besser verborgen geblieben wäre, weil es bereits in einem ideologischen Hinterhalt aufs äusserste ausgereizt wurde. Währenddessen bürgert sich der Fanatismus ein. Die Vernunft, das kritische Denken und die (…).
Granma, 9.4.2020.
Granma > USA. Fanatismus. Granma, 2020-04-09.
Ganzer Text
09.04.2020 Schweiz
SGB

Medienkonferenz
SGB
Volltext
Medieneinladung: Lage und Perspektiven der Arbeitnehmenden in der Corona-Krise. Sehr geehrte Medienschaffende. Gerne laden wir Sie ein zur (Video-)Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zu Lage und Perspektiven der Arbeitnehmenden in der Corona-Krise. Die Lage für die Arbeitnehmenden ist extrem angespannt. Obwohl der Bundesrat mit den Sozialpartnern wichtige Instrumente zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeitnehmenden eingeführt hat, um Löhne und Arbeitsplätze zu garantieren, spitzt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt dramatisch zu. Gleichzeitig sind Hundertausende Eltern einer stressigen Doppelbelastung ausgesetzt. Es besteht die reale Gefahr, dass die Arbeitnehmenden den höchsten Preis für diese Krise bezahlen müssen. Und nicht zuletzt besteht in vielen Branchen nach wie vor eine Unsicherheit bezüglich der Umsetzung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz; besonders gefährdete Erwerbstätige warten noch immer vergeblich auf ihren dringend notwendigen Schutz. Der SGB präsentiert eigene Berechnungen der neusten Entwicklung der Arbeitslosenzahlen und dringend notwendige Massnahmen, um die Lage der Arbeitnehmenden in dieser schwierigen Situation zu verbessern. Die Medienkonferenz findet statt am Mittwoch, 15. April 2020, um 11.00 Uhr mit Onlinezugang: https://call.lifesizecloud.com/1988397. (Anleitung unten und im Anhang). Es nehmen teil: (…).
SGB, Medieneinladung, 9.4.2020.
SGB > Coronavirus. Medieneinladung. SGB, 2020-04-09.
Ganzer Text
08.04.2020 Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
Angesichts der neuen epidemiologischen Phase verstärkt Kuba seinen Kampf gegen COVID-19. Bei dem Treffen, das jeden Nachmittag vom Präsidenten der Republik und dem Premierminister geleitet wird, wurde berichtet, dass das Land in die Phase der begrenzten autochthonen Übertragung von Covid-19 eingetreten ist, weshalb die eingesetzten Massnahmen verstärkt und neue Massnahmen ergriffen werden. Kuba ist in die Phase der begrenzten autochthonen Übertragung von Covid-19 eingetreten. Dies wurde am Dienstag auf dem Treffen bekannt gegeben, das der Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, und der Premierminister, Manuel Marrero Cruz, jeden Nachmittag anführen, um den von der kubanischen Regierung angenommenen Plan zur Prävention und Bekämpfung des neuen Coronavirus auf der Insel weiterzuführen. Bisher wurden insgesamt 396 Fälle bestätigt. Diese Phase, erklärte der Gesundheitsminister José Ángel Portal Miranda, wird erklärt, „wenn Fälle bestätigt werden, in denen es nicht möglich war, eine Verbindung zu Reisenden aus betroffenen Gebieten herzustellen, und diese auf kleine Konglomerate in Ortschaften oder Institutionen des Landes beschränkt sind.“ Die aktiven lokalen Übertragungsherde befinden sich in Consolación del Sur, Provinz Pinar del Río; Florencia, Provinz Ciego de Ávila; Florida, Provinz Camagüey und Gibara, Provinz Holguín und umfassen insgesamt 33 Fälle. In diesem Zusammenhang wies das Staatsoberhaupt darauf hin, dass viele der dieser Phase entsprechenden Massnahmen bereits in der vor-epidemischen Phase vorangetrieben worden waren. (…).
Granma, 8.4.2020.
Granma > Coronavirus. Granma, 2020-04-08.
Ganzer Text
09.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Berufsbildung
Coronavirus
Volltext
Den Kompromiss zugunsten der jungen Berufsleute umsetzen. Heute haben die Verbundpartner der Berufsbildung an einem ausserordentlichen Spitzentreffen ein angepasstes Qualifikationsverfahren für die berufliche Grundbildung infolge Coronavirus (COVID-19) für das Jahr 2020 verabschiedet. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, steht voll und ganz hinter dem gemeinsamen Kompromiss und dankt allen, die intensiv an der Erarbeitung der Richtlinien mitgearbeitet haben. Ziel der Richtlinien ist es, den jungen Berufsleuten unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Krise einen Abschluss zu ermöglichen, der einen realen Wert auf dem Arbeitsmarkt hat. Sie betonen daher, dass insbesondere die praktischen Fähigkeiten der jungen Berufsprofis im Qualifikationsverfahren beurteilt werden sollen. So ermöglichen die Richtlinien, dass in allen Berufen, in denen die empfohlenen Schutzmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) eingehalten werden können, die zuständige nationale Organisation der Arbeitswelt die Durchführung des Prüfungsteils „Praktische Arbeit“ beantragen kann. Oder dort, wo dies nicht möglich ist, die praktischen Fähigkeiten der jungen Berufsleute zumindest durch den Lehrbetrieb beurteilt werden. Nach langen Diskussionen hat sich diese Lösung als die beste herauskristallisiert. „Jetzt geht es darum“, so betont Travail.Suisse-Präsident Adrian Wüthrich, „den Kompromiss zugunsten der jungen Berufsleute optimal umzusetzen.“(…).
Travail.Suisse, 9.4.2020.
Travail.Ssuisse > Berufsbildung. Coronavirus. Travail.Suisse, 2020-04-09.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
SRG
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

Sparmassnahmen
SRG
Volltext
Jahresergebnis SRG 2019: Spareffort der Mitarbeitenden soll 2020 belohnt werden. Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM nimmt das negative Jahresergebnis 2019 der SRG zur Kenntnis. Verursacht wurde es nicht nur durch sinkende Werbeeinnahmen und der Plafonierung des Gebührenanteils für die SRG. Das im Nachgang an die No-Billag-Abstimmung forcierte Restrukturierungsprogramm beinhaltet nebst Investitionen eben auch einen grossen Sparauftrag. Die Mitarbeitenden der SRG leisten seit 2018 einen grossen Beitrag zur Erreichung dieser Sparziele. Das SSM fordert die SRG auf, ihren Mitarbeitenden mit Blick auf die Folgen der Covid-19-Pandemie, Sicherheit zu vermitteln und für das Jahr 2020 auf den weiteren Abbau von Stellen zu verzichten. Im Nachgang an die No-Billag-Initiative lancierte die SRG 2018 ein Erneuerungsprogramm. Der Reform- und Reinvestitionsplan umfasste erst ein Sparvolumen von 100 Millionen Franken. Im Laufe des Jahres 2019 wurde es auf 150 Millionen Franken aufgestockt. Trotz massiven Sparanstrengungen führte der Reinvestitionsplan in Kombination mit den sinkenden Werbeeinnahmen und der Plafonierung des Gebührenanteils zum negativen Jahresergebnis von 22.2 Millionen Franken. Die Mitarbeitenden der SRG haben einen grossen Beitrag an die Sparmassnahmen geleistet. Das Programm ist trotz Stellenabbau fast unverändert geblieben. Mit dem Verzicht auf Lohnforderungen und eine generelle Lohnerhöhung leisteten die Mitarbeitenden, nebst der grösseren Arbeitslast, einen zusätzlichen Spareffort. (…).
SSM, Medienmitteilung, 8.4.2020.
SSM > SRG. Sparmassnahmen. SSM, 2020-04-08.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Regierung Schweiz
SGB

Bundesrat
Coronavirus
Volltext
Es bleibt noch viel zu tun, um die Auswirkungen der Corona-Krise zu bekämpfen. Die Gewerkschaften begrüssen den Beschluss des Bundesrates, den Zugang zur Kurzarbeit auf Beschäftigte auf Abruf auszudehnen. Damit folgt der Bundesrat der Forderung des SGB, die Arbeitnehmenden besser vor den Folgen der Krise zu schützen und Entlassungen um jeden Preis zu verhindern. Andererseits ist es bedauerlich, dass der neue Erwerbsersatz für Eltern («Elternurlaub»), die von der Schliessung von Schulen und Kindertagesstätten betroffen sind, zu defensiv kommuniziert wurde und daher noch immer unzureichend genutzt wird. Der Druck auf viele Beschäftigte, die gezwungen sind, Arbeit und Betreuung zu kombinieren, steigt von Tag zu Tag. Vor allem aber müssen jetzt Entlassungen sofort gestoppt werden – die Arbeitgeber haben vom Bundesrat weitreichende Unterstützung erhalten, um Löhne und Arbeitsplätze garantieren zu können. Jede Corona-Entlassung ist eine zu viel! Knapp vier Wochen nach den drastischen Entscheiden zur Bekämpfung der Pandemie harren viele Probleme noch ihrer Lösung. Der Bundesrat bleibt wichtige Antworten schuldig. Insbesondere auf die drängende Frage, wie man die besonders gefährdeten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer schützen kann, eine Frage, die heute ebenso wichtig ist wie die Vorbereitung auf die Zukunft (Exit-Strategie). Der SGB hat im Dialog mit den Sozialpartnern und den zuständigen Stellen grosse Anstrengungen unternommen, um konkrete und praktikable Lösungen zu erarbeiten. (…).
SGB, Medienmitteilung, 8.4.2020.
SGB > Coronavirus. Bundesrat. SGB, 2020-04-08.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Hausarbeit
Volltext
Corona-Krise: Appel an den Bundesrat. Die prekärsten Arbeitnehmenden müssen geschützt werden. Für eine Mehrheit der Arbeitnehmenden bringen die getroffenen Massnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen von Covid-19 zwar eine Erleichterung, allerdings beinhalten diese Massnahmen noch immer keine Lösung für zehntausende von Angestellten, die in Privathaushalten Haus-, Pflege- und Hilfsarbeiten leisten. Und dies trotz der Zusage des Bundesrats von vergangener Woche! Viele von ihnen sind zurzeit in grossen Schwierigkeiten. Es muss schnell gehandelt werden, um auch sie zu schützen. Die Bundesbehörden haben ein umfangreiches Massnahmenpaket beschlossen um Kündigungen zu verhindern, die Arbeitsplätze zu schützen und die Löhne zu sichern: unter anderem durch den erleichterten Zugang zu Kurzarbeit oder spezifische Massnahmen für Selbständige. Wir begrüssen diese Massnahmen, bedauern aber, dass bis heute nichts für die Arbeitnehmenden in der Hauswirtschaft vorgesehen wurde, für die die Corona-Krise gleichzeitig auch eine schwere wirtschaftliche Krise bedeutet. Dies, obwohl Bundesrat Parmelin letzte Woche einen Ad-hoc-Plan für Hausangestellte angekündigt hat. Die unterzeichnenden Organisationen rufen dazu auf, diese Kategorie von Arbeitnehmenden nicht zu vergessen! Für sie wird diese Situation schwerwiegende Folgen haben, da sich ihre bereits vorher sehr beschränkten finanziellen Mittel plötzlich in Nichts auflösen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 8.4.2020.
Unia Schweiz > Hausangestellte. Coronavirus. Unia Schweiz, 2020-04-08.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeit auf Abruf
Coronavirus
Volltext
200‘000 Arbeitnehmende auf Abruf erhalten Kurzarbeit – besonders schutzbedürftige Arbeitnehmende brauchen bei Lockerung mehr Schutz. Der Bundesrat weitet die Kurzarbeit auf die Arbeitnehmenden auf Abruf aus und skizziert ein Ausstiegsszenario. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst die Entscheide und erinnert, dass ein Ausstieg nur funktioniert, wenn sich alle an die Schutzmassnahmen halten. Die präsentierten wirtschaftlichen Szenarien machen klar, dass die wirtschaftlichen Verwerfungen gravierend ausfallen werden und die Arbeitslosenquote bis auf 7 Prozent ansteigen könnte. Der Bundesrat muss die Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden minimieren und die Wirtschaft in die Pflicht nehmen. Travail.Suisse begrüsst den heute vom Bundesrat skizzierten Ausstieg aus der ausserordentlichen Lage. Wenn die Bevölkerung und die Unternehmen die geltenden Distanz- und Hygienevorschriften einhalten, sollte es möglich sein ab dem 26. April die mehrere Wochen dauernde Lockerungsphase zu beginnen. Angesichts des gravierenden Wirtschaftsrückgangs, der viele Arbeitnehmende und Unternehmen vor grosse Schwierigkeiten stellt, darf die Gesundheit der Bevölkerung nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. „Lockerungen müssen mit Bedacht beschlossen werden. Sie müssen von einem wirksameren Schutz der besonders gefährdeten Arbeitnehmenden begleitet werden. (…).
Travail.Suisse, 8.4.2020.
Travail.Suisse > Cpronavirus. Arbeit auf Abruf. Travail.Suisse, 2020-04-08.
Ganzer Text
09.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Konkurs
Volltext
Coronakrise: Gezielte Massnahmen gegen Konkurse und Entlassungen. Der Bundesrat verlängert den Stillstand von Betreibungen nicht Er stellt aber gezielte Massnahmen zur Verhinderung von coronabedingten Unternehmenskonkursen in Aussicht. Für Travail.Suisse, den unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist zentral, dass der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Coronakrise minimiert werden kann. Dazu gehört die Verhinderung von unnötigen Konkursen ebenso wie der Verzicht auf vorschnelle Entlassungen. Zu den Massnahmen des Bundesrates gegen negative Auswirkungen der Coronakrise gehört auch ein Fristenstopp für Betreibungen. Diese Massnahme wird nun nicht über den 19. April hinaus verlängert. Begründet wird dies mit der bereits jetzt einsetzenden Abnahme der Zahlungsmoral und der Aufrechterhaltung der Wirtschaftsordnung. Gleichzeitig stellt der Bundesrat aber gezielte Massnahmen gegen coronabedingte Konkurse von Unternehmen und damit zusammenhängenden Entlassungen von Arbeitnehmenden in Aussicht. „Die Coronakrise schlägt bereits jetzt auf den Arbeitsmarkt durch – die Vermeidung von unnötigen Konkursen und damit noch grösseren Arbeitsplatzverlusten ist eine entscheidende Aufgabe bei der Überwindung der Krise“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Im Fokus der heute präsentierten Leitlinien stehen Unternehmen die per Ende 2019 gesund waren und jetzt coronabedingt in ihrer Existenz bedroht sind. Zur Verhinderung von Konkursen soll einerseits mehr Zeit bis zur Deponierung der Bilanz eingeräumt werden und andererseits soll eine (…).
Travail.Suisse, 9.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Konkurse. Travail.Suisse, 2020-04-09.
Ganzer Text
09.04.2020 Schweiz
Regierung Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Pflegepersonal
Volltext
Covid-19 - Der Bundesrat darf die betreuenden und pflegenden Angehörigen nicht vergessen. Von der Corona-Krise sind auch die betreuenden und pflegenden Angehörigen betroffen, manchmal auf dramatische Art und Weise. Jetzt, wo alle angehalten sind, Abstand zu halten und Kontakte zu meiden, fühlen sich die betreuenden und pflegenden Angehörigen besonders allein gelassen. Viele können ihr Engagement zugunsten ihrer Angehörigen nicht mehr aufrechterhalten, andere können nicht mehr auf die bis anhin gewährten Unterstützungsleistungen zurückgreifen. Die vielen Initiativen der Solidarität sind äusserst erfreulich, aber es ist nun an der Zeit, dass der Bundesrat Massnahmen zugunsten der betreuenden und pflegenden Angehörigen ergreift. Vor Ort kämpfen die Mitgliedsverbände der Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung IGAB jeden Tag dafür, dass die Personen, die Angehörige betreuen oder pflegen, so lange und so gut wie möglich unterstützt werden. Es ist ihnen wichtig, den Personen zu helfen, die selber ihr Engagement nicht aufrechterhalten können, weil sie krank sind oder ihnen die Kraft fehlt. Eines ihrer Ziele ist es, die Angehörigen dabei zu unterstützen, einen Plan B zu entwickeln. Das ist eine sehr schwierige Aufgabe, wenn Tageseinrichtungen oder Heime geschlossen sind und sich jemand rund um die Uhr um eine angehörige Person kümmern muss. Die Suche nach einem Ersatz für Personen, die ihre nicht im gleichen Haushalt wohnenden Angehörigen nicht mehr betreuen können, ist eine Herausforderung. (…).
Travail.Suisse, 9.4.2020.
Travail.Suisse >Coronavirus. Pflegepersonal. Travail.Suisse, 2020-04-09.
Ganzer Text
07.04.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Coronavirus
Volltext
Inakzeptable Corona-Entlassungen. Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März so stark gestiegen wie noch nie seit die Zahlen national erhoben und ausgewiesen werden. Gemäss den Meldungen im Jobroom des Bundes (arbeit.swiss) dürfte sich diese erschreckende Entwicklung im April fortgesetzt haben. Allein seit Ende März, also binnen einer Woche, sind dort weitere 8000 Arbeitslose dazugekommen. Die Firmen entlassen in grosser Zahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, obwohl der Bundesrat auf Bitte der Sozialpartner die Kurzarbeit auf mittlerweile fast alle Branchen und Arbeitsverhältnisse ausgedehnt sowie weitere Massnahmen zum Schutz der Löhne und Arbeitsplätze eingeführt hat. Die Arbeitslosenzahlen zeigen, dass selbst Firmen in zahlreichen Branchen, die nach wie vor arbeiten dürfen, viele Leute entlassen haben. So beispielsweise Teile der Industrie, der Verkehrsbranche und des Finanzsektors. Dieses Verhalten der Firmen ist nicht akzeptabel. Der SGB erwartet klar, dass Arbeitgeber mit wirtschaftlichen Problemen nun Kurzarbeit einführen oder vom neuen Corona-Elternurlaub Gebrauch machen, und jetzt die Corona-Entlassungen stoppen. (…).
SGB, 7.4.2020.
SGB > Coronavirus. Arbeitslosigkeit. SGB, 2020-04-07.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
200‘000 Arbeitnehmende auf Abruf erhalten Kurzarbeit – besonders schutzbedürftige Arbeitnehmende brauchen bei Lockerung mehr Schutz. Der Bundesrat weitet die Kurzarbeit auf die Arbeitnehmenden auf Abruf aus und skizziert ein Ausstiegsszenario. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst die Entscheide und erinnert, dass ein Ausstieg nur funktioniert, wenn sich alle an die Schutzmassnahmen halten. Die präsentierten wirtschaftlichen Szenarien machen klar, dass die wirtschaftlichen Verwerfungen gravierend ausfallen werden und die Arbeitslosenquote bis auf 7 Prozent ansteigen könnte. Der Bundesrat muss die Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden minimieren und die Wirtschaft in die Pflicht nehmen. Travail.Suisse begrüsst den heute vom Bundesrat skizzierten Ausstieg aus der ausserordentlichen Lage. Wenn die Bevölkerung und die Unternehmen die geltenden Distanz- und Hygienevorschriften einhalten, sollte es möglich sein ab dem 26. April die mehrere Wochen dauernde Lockerungsphase zu beginnen. Angesichts des gravierenden Wirtschaftsrückgangs, der viele Arbeitnehmende und Unternehmen vor grosse Schwierigkeiten stellt, darf die Gesundheit der Bevölkerung nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. „Lockerungen müssen mit Bedacht beschlossen werden. Sie müssen von einem wirksameren Schutz der besonders gefährdeten Arbeitnehmenden begleitet werden. (…).
Travail.Suisse, 8.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Kurzarbeit. Travail.Suisse, 2020-04-08.
Ganzer Text
08.04.2020 Kuba
Venezuela
Granma

Venezueka
Volltext
Venezuela kann zu einem weiteren Vietnam für die USA werden. In Zeiten, in denen die Menschheit gegen die Pandemie des COVID-19 kämpft und Washington davon ausgeht, dass die progressiven Kräfte der Welt demobilisiert sind, macht sich das Imperium in opportunistischer und feiger Weise bereit, der Bolivarischen Revolution den, wie es glaubt, letzten Schlag zu versetzen. Der venezolanische Präsident Nicolás Maduro warnte jüngst in einem Brief an das Volk der Vereinigten Staaten vor dem Abenteuer eines solchen Plans, der in „einem verlustreichen, blutigen, kriegerischen Konflikt von unbestimmter Dauer münden kann“. Der gefährliche Versuch eine Operation unter falscher Flagge durchzuführen, der als Vorwand für eine militärische Invasion dienen soll, ist in diesem Szenario wieder zu einer realen Möglichkeit geworden.Die Nationalen Bolivarischen Streitkräfte neutralisierten in der Nacht zum 6. April ein Flugzeug, das für den Drogenhandel benutzt wird und das versuchte, in den venezolanischen Luftraum einzudringen. Maduro verhängte angesichts der drohenden Einschleusung von Söldnern und Paramilitärs ins Land für die Grenzgemeinden Simón Bolívar y Ureña, zwischen Táchira und Kolumbien eine Ausgangssperre. Vier dieser Söldner wurden bereits bei dem Versuch als auf dem Heimweg befindliche Venezolaner getarnt, die Grenze zu überschreiten, gefangen genommen, meldete Telesur. (…).
Granma, 8.4.2020.
Granma > Venezueka. USA. Granma, 2020-08-04.
Ganzer Text
08.04.2020 Deutschland
Armut
Junge Welt

Armut
Coronavirus
Volltext
Armut in der BRD: Für viele wird es eng. Landesarmutskonferenz: Preissteigerungen bei Lebensmitteln belasten einkommensschwache Haushalte sehr. Zahlreiche „Tafeln“ haben geschlossen. Kneipe „Elbschlosskeller“: Aus der Schankwirtschaft wurde coronabedingt eine Sammelbörse für Kleidung und Lebensmittel für Wohnungslose und Bedürftige (Hamburg, 24.3.2020). Güter und Dienstleistungen werden in Deutschland nur moderat teurer. Die Inflationsrate betrug laut Statistischem Bundesamt im März 2020 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Gegenüber Februar 2020 stiegen die Verbraucherpreise um 0,1 Prozent, so das Bundesamt am vergangenen Donnerstag in einer Pressemitteilung. Dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit, handelt es sich bei diesen Angaben doch um Durchschnittswerte. Zwar hat etwa der Ölpreisverfall für niedrige Benzinkosten gesorgt, dafür haben sich die Preise für Nahrungsmittel im März um stolze 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat erhöht. Die Landesarmutskonferenz (LAK) Niedersachsen, ein Zusammenschluss von Verbänden, Gewerkschaften und Initiativen, warnte nun vor den Konsequenzen für Arme bei einer Verteuerung von Lebensmitteln, speziell Obst und Gemüse, als Folge der Coronakrise. „Wenn aufgrund von Lieferengpässen oder Arbeitskräftemangel Lebensmittel wie Obst und
Junge Welt, 8.4.2020.
Junge Welt > Coronavirus. Armut. Junge Welt, 2020-04-08.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Initiativen Schweiz
Rüstungsexporte
Volltext
Planwirtschaft als Lösung. Die Frühlingssession dauerte nur zwei Wochen, dann kam es zum Abbruch wegen des Coronavirus. PdA-Nationalrat Denis de la Reussille äusserte sich zur Kriegsgeschäfts-Initiative und forderte in einer Interpellation eine „Schwarze Liste“ für Ärztinnen. Alle nach Hause! Auch die Frühlingssession des National- und Ständerats fiel dem Coronavirus zum Opfer. Immerhin konnte unter der Kuppel des Bundeshauses zwei Wochen lang debattiert werden. Am 13.März stand die Diskussion über die Volksinitiative „Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten“ auf dem Programm. Dabei meldete sich auch PdA-Nationalrat Denis de la Reussille zu Wort. Zu Beginn seiner Rede erinnerte er daran, dass die Schweiz im Jahr 2019 Kriegsmaterial im Wert von 728 Millionen Franken in 71 Länder exportierte, was einer Steigerung von 43 Prozent gegenüber 2018 entspricht. „Obwohl das Staatssekretaritat für Wirtschaft, Seco, dies begrüsst, halten wir im Gegensatz dazu deutlich fest, dass dies ein zweifelhafter, ja sogar beschämender Handel ist“, unterstrich Genosse Denis vom Rednerinnenpult aus.Es sei im bewusst, dass der Anteil der Schweiz an diesem unmoralischen Handel weltweit mehr als minimal sei. Doch: „Es bleibt die Tatsache, dass unser Land zum Unglück von Millionen von Zivilistinnen in der ganzen Welt beiträgt.“ Der Grossteil des Handels mit Waffen findet mit europäischen Staaten statt. (…).
Siro Torresan.
Vorwärts, 2.4.2020.
Personen > Torresan Siro. Ruestungsindustrie. Initiative. Vorwaerts, 2020-04-02.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Vorwärts

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Gesundeit vor Profit? Die Schweiz muss die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen schützen! Für die Ratifizierung des ILO-Übereinkommens „Förderungsrahmen für den Arbeitsschutz“. Angesichts der Covid-19-Pandemie hat der Bundesrat immer noch nicht den Beschluss gefasst, auf den die Arbeiterinnen ungeduldig warten: die Schliessung der Baustellen, der Fabriken sowie generell die Einstellung der nichtessentiellen Produktion. Gar das Gegenteil ist der Fall: Die Regierung befürwortet die Fortsetzung der wirtschaftlichen Tätigkeit zu Lasten des Gesundheitsschutzes der Arbeiter*innen, da nur eine Minderheit auf Homeoffice umstellen kann. Für die PdAS darf das Streben nach Gewinn keinesfalls Vorrang haben vor dem Recht der Arbeiter*innen auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Es ist höchste Zeit, dass unsere Regierung und unser Parlament die notwendigen Verpflichtungen gegenüber den arbeitenden Klassen unseres Landes eingehen! Getreu ihrer unsozialen Tradition hat die Schweizer Regierung bisher nur sehr wenige Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) unterzeichnet. Unter anderem hat sie sich geweigert, das Übereinkommen Nr. 187 über den „Förderungsrahmen für den Arbeitsschutz“ von 2006 zu ratifizieren. Es handelt sich um einen verbindlichen Vertragstext, der von 49 Ländern, darunter Österreich, Belgien, Deutschland sowie Kanada, ratifiziert wurde und unter anderem Folgendes vorsieht: (…).
Vorwaerts, 2.4.2020.
Vorwaerts > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Vorwaerts, 2020-04-02.
Ganzer Text
01.04.2020 Schweiz
Funke, Der

Coronavirus
Volltext
Das Coronavirus wird die Welt langfristig verändern. Die Börsen sind im Sturzflug. Die Produktion kommt zum Stillstand. Viele Sektoren verzeichnen die grössten Einbrüche der Geschichte - abgesehen von Kriegssituationen. Die Coronavirus- Pandemie wird über Jahre tiefe ökonomische, soziale und politische Folgen haben, die weit über die unmittelbaren Auswirkungen des Virus hinausgehen. Die Weltwirtschaft wird in eine langanhaltende Krise fallen, ähnlich den 1930er Jahren. Die Bürgerlichen werden alles tun, um es so aussehen zu lassen, als wäre die Pandemie die Ursache dieser Krise. Sie ist jedoch nur ein Auslöser, der seine welthistorische Bedeutung alleine dadurch erhält, dass die Pandemie auf einen Kapitalismus in seiner «organischen Krise» trifft. Kapitalismus in der Risikogruppe. Der Vergleich drängt sich auf: Der Kapitalismus ist in der „Risikogruppe“. Er leidet an unzähligen Vor-erkrankungen, die sich über die letzten Jahre und Jahrzehnte angehäuft haben. Er weist all die typischen Schwächen eines greisen Organismus auf, der sich bereits seit geraumer Zeit im langsamen Sterben befindet. Schon vor der Pandemie zeichnete sich eine Rezession ab und wir Marxisten haben immer betont, dass ein scheinbar zufälliger Auslöser reicht, um einen neuen tiefen Einbruch einzuleiten. (…).
Martin Kohler.
Der Funke, 1..4.2020.
Funke, Der > Coronavirus. Der Funke, 2020-04-01.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Elvira Wiegers
Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Wir fordern Solidarität mit den Schwächsten und die Einhaltung ihrer Rechte. In den ersten Tagen der Pandemie hielt der Bund fest, dass gefährdete Personen unter Lohnfortzahlung beurlaubt werden können, falls sie ihre Arbeit nicht im Homeoffice erledigen können. Dies nach Einreichen einer persönlichen Erklärung. Der Arbeitgeber konnte seinerseits ein ärztliches Attest verlangen. Diese Regelung hat der Bundesrat am 20. März geändert: Gefährdete Personen können seither weiterhin zur Arbeit aufgeboten werden, sofern der Arbeitgeber die Schutzmassnahmen gewährleisten kann. Als solche gelten das Händewaschen und ein Sicherheitsabstand von zwei Metern zu anderen Menschen. Doch wer kontrolliert, ob die Schutzmassnahmen am Arbeitsplatz gewährleistet sind? Die zuständigen Arbeitsinspektorate sind bereits in normalen Zeiten überlastet. Tausende gefährdete Personen arbeiten heute tagtäglich im Gesundheitsbereich, so etwa in der häuslichen Pflege, in Alters- und Pflegeheimen oder in Krankenhäusern. Sie stehen oft in engem Kontakt mit COVID-PatientInnen, sei es in ihrer Funktion als FaGe, PflegehelferInnen, diplomierte Pflegefachfrauen oder Reinigungskräfte: "Wenn ich nicht gehe, werde ich gefeuert, und wenn ich gehe, riskiere ich meine Haut", hören wir von den Betroffenen. Dabei handelt es sich keineswegs um Einzelfälle. Täglich erreichen uns Hilferufe und Anfragen aus allen Regionen. Sie zeigen, dass die Arbeitgeber diese Regelung umfassend durchsetzen. Anbei ein paar Beispiele: (…). Elvora Wiegers.
VPOD Schweiz, 8.4.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Coronavirus. Gesundheitsschutz. VPOD Schweiz, 2020-04-08.
Ganzer Text
07.04.2020 Kuba
USA
Granma

Boykott
Coronavirus
Musik
Volltext
Descemer Bueno fordert Ende der US-Blockade gegen sein Volk. Descemer Bueno fordert die in den USA lebenden Kubaner dazu auf, ein Ende dieser grausamen Politik zu verlangen, denn die Insel sei ein Land, das anderen zu Hilfe komme, die ebenfalls gegen COVID-19 kämpfen. Am letzten Donnerstag veröffentlichte Descemer Bueno in seinem offiziellen Facebook Konto seinen Wunsch, dass die Regierung der Vereinigten Staaten die Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade aufhebe, die sie gegen unser Land aufrecht erhält, vor allen Dingen jetzt, da die Welt sich angesichts des neuen Coronavirus in einer schwierigen Situation befinde. „Die USA blockieren uns in Kuba den Zugang zur Hilfe, zu den grundlegendsten Dingen, die wir benötigen wie Masken, Medikamente, Nahrung, Beatmungsgeräte“, klagte der bekannte Musiker und Komponist in seinem Post an, und bezog sich dabei auf die Haltung der US-Behörden, die verhinderten, dass eine Spende von Jack Ma, dem Gründer von Alibaba, dem großen chinesischen Elektronikunternehmen, das seinen Namen trägt, Kuba erreichte. Descemer Bueno fordert die in den USA lebenden Kubaner dazu auf, ein Ende dieser grausamen Politik zu verlangen, denn die Insel sei ein Land, das anderen zu Hilfe komme, die ebenfalls gegen COVID-19 kämpfen. „Ich bin mir ganz sicher, dass Kuba, trotz der Blockade durch die USA nicht zögern würde, Ärzte nach New York zu schicken“, schrieb er. (…).
Granma, 7.4.2020.
Granma > Coronavirus. Boykott. USA. Granma, 2020-04-07.
Ganzer Text
07.04.2020 Kuba
Nicaragua
USA
Venezuela
Granma

Boykott
Coronavirus
Volltext
Sao Paulo Forum ruft zum Aktionstag gegen Blockade Kubas, Venezuelas und Nicaraguas auf. Die Aktionstage des Sao Paulo Forums schliessen sich anderen internationalen Aktionen an, die die sofortige Aufhebung der einseitigen Zwangsmassnahmen der USA gegen einige Staaten fordern, die diesen Ländern den Kauf von Medikamenten, Nahrungsmitteln und andere Materialien zur Prävention und Bekämpfung von COVID-19 unmöglich machen, ihn einschränken oder verteuern. Ab Montag dem 6. April hat das Sao Paulo Forum, ein Zusammenschluss von progressiven lateinamerikanischen und karibischen Parteien und Bewegungen, zwei Wochen lang zu Aktionstagen gegen die Blockaden und internationalen wirtschaftlichen Sanktionen aufgerufen, die die Regierung der Vereinigten Staaten gegen Kuba, Venezuela, und Nicaragua verhängt hat, um angesichts der Pandemie von COVID-19 deren Aufhebung zu fordern. Das Hauptziel der Kampagne besteht darin, die grösste Zahl von möglichen Unterschriften zur Unterstützung des online Dokuments „Petition gegen die illegale Blockade und für die Solidarität zwischen den Völkern“ zu erhalten, die in der Plattform www.change.org veröffentlicht ist und ausserdem Informationen über die humanitären und wirtschaftlichen Folgen der US-Sanktionen zu verbreiten. (…).
Granma, 7.4.2020.
Granma > Coronavirus. ALBA. Boykott. Granma, 2020-04-07.
Ganzer Text
07.04.2020 Schweiz
Personen
SGB
VPOD Schweiz
Reto Wyss
Coronavirus
Pflegepersonal
Volltext
Coronakrise: Das Arbeitsgesetz muss auch in den Spitälern weiter gelten. Gemeinsame Medienmitteilung der folgenden Organisationen und Verbände: Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB), Verband des Personals öffentlicher Dienste (VPOD), Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (vsao), Schweizer Berufsverband der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK), Travail.Suisse und der Gewerkschaft Syna. In COVID-19-Spitalabteilungen sind die Vorschriften zu den Arbeits- und Ruhezeiten ausser Kraft gesetzt. Eine breite Koalition aus Verbänden der Arbeitnehmenden verlangt nun vom Bundesrat, auf seinen Entscheid zurückzukommen. Und macht einen Gegenvorschlag. Per 21. März hat der Bundesrat in COVID-19-Spitalabteilungen die Arbeits- und Ruhezeitvorschriften des Arbeitsgesetzes sistiert. Dieser Beschluss ist ohne vorgängige Information, geschweige denn Konsultation der Arbeitnehmenden im Gesundheitswesen gefällt worden. Die pauschale Ausserkraftsetzung von Arbeits- und Ruhezeitvorschriften ist für die unterzeichnenden Verbände nicht hinnehmbar. Gerade in Situationen ausserordentlicher Belastung bedarf es eines konsequenten Schutzes für das Gesundheitspersonal, denn mit dessen Wohlbefinden steht und fällt auch die erfolgreiche Bewältigung der aktuellen Krise. Die gesetzlich festgelegten Arbeits- und Ruhezeitvorschriften werden bereits seit Langem nur ungenügend eingehalten, weshalb eine Legitimierung dieser Praxis durch den Bundesrat gerade in der jetzigen Situation das völlig falsche Signal ist. Denn während sich viele Arbeitgeber weiterhin an das . (…).. Reto Wyss.
SGB, 7.4.2020.
Personen > Wyss Reto. Coronavirus. Pflegepersonal. SGB, 2020-04-07.
Ganzer Text
07.04.2020 Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
Díaz-Canel dringt auf kooperatives und verantwortungsbewusstes Handeln. Der Präsident der Republik betonte, dass wir im Land darum kämpfen, das Leben der Menschen zu retten und die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Angesichts des komplexen Szenarios, das Covid-19 dem Land auferlegt hat, bestätigte der Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, am Montagnachmittag die Notwendigkeit, mit Kooperation, Disziplin und Verantwortung sowohl vonseiten der Bevölkerung als auch aller Institutionen vorzugehen, die an der Bekämpfung der Pandemie arbeiten. Bei dem Treffen, das er täglich zusammen mit Premierminister Manuel Marrero Cruz leitet und bei dem die Situation Kubas hinsichtlich des neuen Coronavirus eingehend analysiert wird, bestand das Staatsoberhaupt darauf, dass es „Ehrlichkeit seitens der Bevölkerung“ geben müsse, wenn die Befragung erfolgt, damit die Menschen tatsächlich die Symptome nennen, die sie haben, und auch die Situation nicht verschweigen, die eine andere Person im Haus haben könnte. Es gelte, die Information nicht zu verbergen. „Wir sind unglückliche Fälle aufgetreten“, betonte der kubanische Präsident, „ wo einige Patienten in schwere oder kritische Phasen der Krankheit eingetreten oder sogar verstorben sind, die die Informationen nicht rechtzeitig zur Verfügung stellten, und die Krankheit daher bereits im fortgeschrittenen Moment entdeckt wurde, in dem Behandlungen und Verfahren weniger effektiv sind. ... Wir kämpfen darum, das Leben der Menschen zu retten und die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern“, betonte er. (…).
Granma, 7.4.2020.
Granma > Coronavirus. Granma, 2020-04-07.
Ganzer Text
07.04.2020 Kuba
Frauen
Granma
Personen
Fidel Castro
Frauen
Volltext
Vilma oder das notwendige Beispiel. Vilmas Beispiel ist heute notwendiger denn je. Sie widmete ihr ganzes Leben dem Kampf für die Frauen, als in Kuba die meisten von ihnen als Mensch diskriminiert wurden, wie im Rest der Welt, mit ehrenwerten revolutionären Ausnahmen. Vilmas Beispiel ist heute notwendiger denn je. Sie widmete ihr ganzes Leben dem Kampf für die Frauen, als in Kuba die meisten von ihnen als Mensch diskriminiert wurden, wie im Rest der Welt, mit ehrenwerten revolutionären Ausnahmen. (…). In unserem Land sind die Frauen aus einer der schrecklichsten Gesellschaftsformen hervorgegangen, der einer Yankee-Neokolonie unter der Ägide des Imperialismus und seines Systems, in dem alles, was der Mensch schaffen kann, in Waren verwandelt wurde. (…). Die kubanischen Frauen arbeiteten im häuslichen Dienst oder in Luxusgeschäften und bürgerlichen Bars, wofür sie überdies nach ihrem Körper und ihrer Figur ausgewählt wurden. Die Fabriken wiesen ihnen die einfachsten, sich wiederholenden und am schlechtesten bezahlten Jobs zu. (...) Bei vielen Aktivitäten war die Anwesenheit von Frauen nicht einmal vorstellbar. Ich bin seit fast einem halben Jahrhundert Zeuge von Vilmas Kämpfen. Ich vergesse sie nicht bei den Treffen der Bewegung des 26. Juli in der Sierra Maestra. Schliesslich wurde sie von seiner Führung zu einer wichtigen Mission an die Zweite Ostfront entsandt. Vilma liess sich von keiner Gefahr erschüttern. (…).
Fidel Castro.
Granma, 7.4.2020.
Personen > Castro Fidel. Frauen. Vilma. Granma, 2020-04-07.
Ganzer Text
07.04.2020 Schweiz
SGB

Arbeitslosigkeit
Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Erschreckender Anstieg der Arbeitslosigkeit: inakzeptable Corona-Entlassungen. Die Zahl der Arbeitslosen ist im März so stark gestiegen wie noch nie, seit die Zahlen national erhoben und ausgewiesen werden. Gemäss den Meldungen im Jobroom des Bundes (arbeit.swiss) dürfte sich diese erschreckende Entwicklung im April fortgesetzt haben. Allein seit Ende März, also binnen einer Woche, sind dort weitere 8‘000 Arbeitslose dazugekommen. Die Firmen entlassen in grosser Zahl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, obwohl der Bundesrat auf Bitte der Sozialpartner die Kurzarbeit auf mittlerweile fast alle Branchen und Arbeitsverhältnisse ausgedehnt sowie weitere Massnahmen zum Schutz der Löhne und Arbeitsplätze eingeführt hat. Die Arbeitslosenzahlen zeigen, dass selbst Firmen in zahlreichen Branchen, die nach wie vor arbeiten dürfen, viele Leute entlassen haben. So beispielsweise Teile der Industrie, der Verkehrsbranche und des Finanzsektors. Dieses Verhalten der Firmen ist nicht akzeptabel. Der SGB erwartet klar, dass Arbeitgeber mit wirtschaftlichen Problemen nun Kurzarbeit einführen oder vom neuen Corona-Elternurlaub gebrauch machen und jetzt die Corona-Entlassungen stoppen. (…).
SGB, Medienmitteilung, 7.4.2020.
SGB > Coronavirus. Kurzarbeit. SGB, 2020-04-07.
Ganzer Text
07.04.2020 China
Bejing Rundschau

Coronavirus
Globalisierung
Volltext
Quo vadis, Welt? – Eine Pandemie wirft wichtige Fragen auf. Eine Pandemie, die eine ganze Ära definieren wird. Was ist denn nun mit der Globalisierung? Da sich ein Grossteil der Welt teilweise oder vollständig unter Quarantäne befindet, wird die COVID-19-Pandemie ein Ereignis sein, das eine ganze Ära definiert – ähnlich wie die globale Finanzkrise vor mehr als zehn Jahren. Eine der grossen Fragen betrifft die Folgen für das seit den 1990er Jahren entstandene, vernetzte globale Wirtschaftssystem. Die Globalisierung hat den Lebensstandard vieler Menschen weltweit verbessert und insbesondere in China hunderte Millionen von Menschen aus der Armut befreit. Doch in den letzten Jahren gab es in vielen westlichen Ländern eine populistische Gegenreaktion, vor allem bei den Arbeitern in den ehemaligen industriellen Kernländern, von denen viele arbeitslos wurden oder zumindest seit vielen Jahren keine echten Lohnerhöhungen mehr erhalten haben. Andere wiederum haben einfach das Gefühl, nicht von der Globalisierung profitiert zu haben. Schon vor dem Ausbruch der Pandemie hatte sich der weltweite Handel deutlich verlangsamt. In den 30 Jahren vor der Finanzkrise (2008) war er durchweg doppelt so schnell gewachsen wie das globale BIP, aber seit 2012 konnte er mit der früheren Entwicklung kaum noch Schritt halten. Führende Persönlichkeiten wie der französische Präsident Emmanuel Macron haben eingeräumt, dass die Globalisierung vor einer grossen Krise stehe. (…).
Bejing Rundschau, 7.4.2020.
Bejing Rundschau > Coronavirus. Globalisierung. Bejing Rundschau, 2020-04-07.
Ganzer Text
1


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden