Gewerkschaftschronik
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11.04.1992 Olten
Platzunion

DV
Privatisierungen
SBB
Volltext
Delegiertenversammlung der Platzunion Olten und Umgebung. Sparen auf dem Buckel des Personals. Das Referat von SEV-Präsident Charly Pasche zu den Privatisierungstendenzen bei den SBB stand im Zentrum der Delegiertenversammlung der Platzunion Olten und Umgebung. Die DV machte deutlich: Die Gewerkschafter von Post und Bahn sind es überdrüssig, dass undurchdachte Sparübungen auf dem Buckel des Personals ausgetragen werden. Die Schlagworte Rationalisierung, Privatisierung und Flexibilisierung schweben über dem Arbeitsalltag der Bahn- und Postbeamten. Die gut besuchte Delegiertenversammlung der Platzunion Olten und Umgebung, Dachverband von gegen 2500 Bähnlern und Pöstlern, im Restaurant „Center" in Olten zeigte Verunsicherung, Unmut und Zweifel an den Unternehmungsführungen und politischen Aufsichtsorganen auf. Sauer stösst besonders auf, dass Informationen immer erst dann erfolgen, wenn Entscheide zur Kenntnis genommen werden sollen. Schatten durch Defizite. Präsident Josef Vonarburg stellte in seinem Jahresbericht den Bezug der allgemeinen politischen Entwicklung und der Rezession zu den Problemen der beiden grossen Bundesbetriebe her: Bundesrat und bürgerlich dominiertes Parlament schienen die Existenzsorgen der Lohnabhängigen kaum zu kümmern. In dieser Situation würde das Bundespersonal wieder einmal neidisch beobachtet. Doch die Bundesbetriebe und ihr Personal gerieten angesichts ihrer Defizite unter Druck. Privatisierungsgelüste hätten Post und Bahn (…).
SoAZ, 11.4.1992.
Platzunion Olten, 11.4.1992.
Platzunion > DV Olten. Privatisierungen. SoAZ, 1992-04-11.
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25.03.2019 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
AHV
Parolen
Volltext
Waffenbesitz
Eidg. Abstimmungen vom 19. Mai 2019: Travail.Suisse sagt zweimal Ja. Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner Sitzung die Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 19. Mai 2019 gefasst. Er empfiehlt sowohl das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) als auch das Bundesgesetz betreffend die Änderung der EU-Waffenrichtlinie zur Annahme. Der Vorstand von Travail.Suisse hatte bereits am 10. Oktober 2018 über das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) diskutiert und entschieden, das dagegen lancierte Referendum nicht zu unterstützen. An seiner letzten Sitzung hat er diese Haltung bestätigt und für die Abstimmung vom 19. Mai 2019 die Ja-Parole beschlossen. Für Travail.Suisse war immer unbestritten, dass die kantonalen Sonderregelungen für die Besteuerung von Statusgesellschaften abgeschafft werden müssen. Genauso unbestritten war allerdings stets, dass es für die damit einhergehenden Steuerverluste eine Kompensation braucht. Mit der Zusatzfinanzierung für die AHV ist diese Kompensation zu einem grossen Teil gewährleistet. Es handelt sich dabei um eine sinnvolle Lösung, zumal sie der ganzen Bevölkerung zugutekommt und dazu beiträgt, die demografisch bedingte Defizitspirale des wichtigsten Schweizer Sozialwerks zu stoppen. Wichtig bleibt, dass die Kantone ihrerseits Ausgleichsmassnahmen beschliessen, um die bei ihnen anfallenden Steuerverluste zu kompensieren. (…).
Adrian Wüthrich, Präsident / Nationalrat.
Travail.Suisse, 25.3.2019.
Travail.Suisse > Abstimmungen, 19.5.2019. Parolen. Travail.Suisse, 2019-03-25.
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21.03.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Martin Schwander
Louise Stebler
Nachruf
Volltext
Im Gedenken an Louise Stebler . Martin Schwander. Ein Leben Im Dienste des Friedens, der Solidarität, der sozia¬len Gerechtigkeit und der V61kerfreundschaft Ist am 12. Februar 2019 im Alter von 94 Jahren zu Ende gegangen. Die Ideale, die Louise Stebler Zelt Ihres Le¬bens hochgehalten hat, diese Ideale aber bleiben Richtschnur für uns alle. Louise ist in einem widerständigen. antifaschistischen Haus aufgewachsen. Als Mädchen schon strickte sie Socken für das republikanische Spanien und als junge Frau beteiligte sie sich aktiv an Sabotageaktionen gegen die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. 1945 schwiegen in Europa zwar endlich die Waffen, ihr Geklirr aber hallte nach und nahm wenig später an Lautstärke wieder zu. Louise war sich deshalb bewusst: Um den Frieden muss täglich neu gerungen werden. Und sie hatte klare Vorstellungen darüber, dass Frieden und soziale Gerechtigkeit einhergehen. Für sie hatte der Friedenskampf auch den Kampf gegen soziale und rassistische Unterdrückung einzuschliessen, gegen Ausbeutung, für die Gleichberechtigung aller Menschen, für die Freiheit, für die Menschenwürde. Mit Joe Stebler, ihrem Ehemann und Kampfesgenossen an allen Fronten, beteiligte sie sich deshalb in den ersten Nachkriegsjahren aktiv an der Organisation „Frieden durch Aufbau“ und opferte Freizeit und Ferien, um 1947 mit andern Jugendlichen im kriegsversehrten Jugoslawien eine Eisenbahnstrecke wieder herzustellen. Viele dieser Mitstreiter traf Louise zwei Jahre später abermals, als es um die Gründung einer breiten schweizerischen Friedensbewegung ging. (…). Martin Schwander.
Vorwärts, 21.3.2019.
Personen > Stebler Louise. Nachruf Martin Schwander. Vorwaerts, 2019-03-21.
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25.03.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Managerlöhne
Volltext
Travail.Suisse kritisiert den Boni-Wahnsinn in den Chefetagen. Die Ergebnisse der ersten Analyse der Managerlöhne bei fünf der grössten Unternehmen in der Schweiz bringen zum Teil massive Zunahmen der Entschädigungen zu Tage. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist die Problematik der überrissenen Managerlöhne auch sechs Jahre nach Annahme der Abzockerinitiative ungelöst. Die Politik ist gefordert in der hängigen Aktienrechtsrevision für griffige Regelungen gegen die Boni-Exzesse in den Chefetagen zu sorgen. Travail.Suisse untersucht in seiner Managerlohnstudie seit 2003 die Entwicklung der Managerlöhne in ausgesuchten Schweizer Unternehmen. Die vollständigen Ergebnisse werden jeweils im Juni publiziert. Schon jetzt deutet sich an, dass die boomende Wirtschaftslage im letzten Jahr eine nächste Bonirunde eingeläutet hat. Für Travail.Suisse ist klar, dass es in der hängigen Aktienrechtsrevision zusätzliche Massnahmen zur Eindämmung der überrissenen Managerlöhne und zur Verhinderung von immer neuen Boni-Exzessen braucht. Zusätzlich braucht es mehr Transparenz bei den Managementvergütungen und die sehr hohen Entschädigungen müssen mehr Nutzen für die Allgemeinheit bringen – zum Beispiel über eine zusätzliche Besteuerung. Boniexplosion bei Nestlé und Credit Suisse. Während bei der UBS und bei Roche die Entschädigungen für die Manager im letzten Jahr einigermassen stabil geblieben sind, lässt sich bei Nestlé und der Credit Suisse eine regelrechte Explosion der Managerlöhne konstatieren. So konnte sich Nestlé-CEO Ulf Schneider über eine (…).
Travail.Suisse, 25.3.2019.
Travail.Suisse > Manager-Loehne. Travail.Suisse, 2019-03-25.
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21.03.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Ergänzungsleistungen
Volltext
Sparen auf Kosten der Ärmsten. Weitere dreiste Machtdemonstrationen in den Eidgenössischen Parlamenten: Die Mehrheitsvertretung des Kapitals gefällt sich Im rücksichtslosen, repressiven Sparwahn bei Ergänzungsleistungen und Krankenkassenfranchisen. Widerstand ist angesagt. Nicht nur bei der neusten IV-Revision wird gekürzt und geknausert. In den eidgenössischen Räten wurde soeben die Erhöhung der Krankenkassen-Franchisen beschlossen. Der Sparhammer wird auch bei den Ergänzungsleistungen (EL) angesetzt. Über 300‘000 betagte und behinderte Menschen sind in der Schweiz auf Ergänzungsleistungen angewiesen. In letzter Zeit wurden die EL in vielen Kantonen bereits gesenkt. Aber genug ist für die Reichen und Mächtigen nicht genug: Bald werden die Bedürftigen mit noch weniger Geld auskommen müssen. Das heisst konkret: Parlamentarier*innen vor allem der Parteien SVP und FDP, die in der Regel im Rat und privat sehr gut verdienen und in den Genuss von Steuergeschenken kommen, spielen sich machtvoll als Sparenthusiasten auf Kosten der Ärmsten auf. Im Nationalrat stimmten sie mit ihrer absoluten Mehrheit geschlossen für die drastischen Reduktionen aus. Der definitive Entscheid bezüglich EL fällt Ende März, das Referendum ist bereits angekündigt. Franchisen sollen steigen. Bereits beschlossen wurde im Nationalrat die Erhöhung des Franchisen-Minimums von 300 auf 350 Franken. Die stetige und unbegrenzte Steigerung der Franchisen parallel zur Kostenentwicklung im Gesundheitswesen wurde im letzten Moment fallengelassen, wahrscheinlich mit Blick auf das (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 21.3.2019.
Personen > Bugmann Damian. Ergaenzungsleistungen. Vorwaerts, 2019-03-21.
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21.03.2019 Zürich
Demonstrationen Zürich
Vorwärts

Demonstration
Frauentag
Volltext
Frauen*-Demonstration in Zürich. Wir nahmen uns auch dieses Jahr kämpferisch, laut und mit über 2000 Frauen" die Strassen. In unserem Kampf gegen die soziale Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft, gegen die Schere zwischen oben und unten, sehen. wir die Unterdrückung der Frau" als zentrales Moment. Das Patriarchat und der Kapitalismus sind seit jeher eng miteinander verschränkt. Der Kapitalismus macht die Frauen* zu Objekten. Lautstark, bunt und wütend versammelten wir uns auf dem Hechtplatz. Wir zogen übers Limmatquai Richtung Bahnhof und bogen am Limmatplatz in die Langstrasse ein. Auf dem Weg gab es zahlreiche Reden zur internationalen Solidarität, zu Militanz von Prauen", zum anstehenden Frauenstreik am 14. Juni, zur Sexarbeit, zu Leyla Güven im Hungerstreik, sowie eine Grussbotschaft aus Berlin zum gestrigen internationalen Frauenstreik. In der Unterführung an er Langstrasse verschönerten wir die Stadt. Bei der Piazza Cella gab es eine Aktion zum kommenden Frauenstreik am 14. Juni. Es wurde ein riesiges Transparent „Frauen streiken weltweit - Heraus zum 14. Juni“ von einem Baugerüst heruntergelassen und mit Rauchpetarden und Parolen gefeiert. Symbolisch wurden die Besen niedergelegt und Einkaufswagen hingestellt und zur Barrikade verkettet. Dabei wurden alle Frauen" dazu aufgerufen, die bezahlte und unbezahlte Arbeit am 14. Juni niederzulegen. In Ankara, Barcelona, Buenos Aires, Manila und vielen anderen Städten besetzten die Prauen" die Plätze und Strassen im Streik. Während weltweit die (...).
Vorwärts, 21.3.2019.
Vorwärts > Frauentag. Demonstration. Vorwaerts, 2019-03-21.
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23.03.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Migros
Sozialpartnerschaft
Volltext
Wahl der neuen Migros-Präsidentin. Unia verlangt von Ursula Nold ein Engagement für echte Sozialpartnerschaft und für Lohngleichheit. Die Gewerkschaft Unia begrüsst die Wahl einer Frau zur Präsidentin des grössten privaten Arbeitgebers der Schweiz. Die Unia fordert sie auf, sich aktiv für Lohngleichheit und für eine Sozialpartnerschaft mit allen relevanten Gewerkschaften des Detailhandels einzusetzen. Unia, die grösste Gewerkschaft des Detailhandels, wünscht Ursula Nold viel Erfolg! Die neue Migros-Präsidentin steht vor grossen Herausforderungen. Als Präsidentin der Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) kennt Ursula Nold die Probleme der Migros-Gruppe sehr gut. Wir erwarten, dass sie mögliche Reformen mit Rücksicht auf den grossen Druck, unter dem das Personal steht, begleitet. Sie gibt an, immer eine vorbildliche Personalpolitik unterstützt zu haben. Die Unia nimmt sie beim Wort und fordert, dass allfällige Veränderungen nicht zu Lasten des Personals gehen. Die Gewerkschaft erwartet auch, dass sich Ursula Nold zu einer echten Sozialpartnerschaft mit den relevanten Gewerkschaften des Detailhandels verpflichtet. Die Unia und das Personal der Migros hoffen, dass sich die neue Präsidentin noch stärker für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen wird. Obwohl die Migros in vielen Punkten in diesem Bereich fortschrittlich ist, hat sie sich bisher immer geweigert, ihre Löhne überprüfen zu lassen. In diesem Jahr der Frauenmobilisierung könnte der grösste Arbeitgeber der Schweiz den vielen Frauen, die im Detailhandel angestellt sind, entgegenkommen und eine Lohngleichheits (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 23.3.2019
Unia Schweiz > Migros. Sozialpartnerschaft. Unia Schweiz, 2019-03-23.
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22.03.2019 Schweiz
Cablex AG
Syndicom

Cablex AG
Volltext
Betriebsübergang von Swisscom CFS zu Cablex. Syndicom verhandelt mit Swisscom die Übergangsbedingungen. Gemäss der heutigen Mitteilung von Cablex wird der Kundenservice-Bereich Customer-Field-Service (CFS) per 1. Januar 2020 ins Swisscom-Tochterunternehmen Cablex integriert. Rund 1‘000 Mitarbeitende, vorwiegend Service-TechnikerInnen, sind von diesem Betriebsübergang betroffen. Als Sozialpartnerin von Swisscom und Cablex wird Syndicom die Mitarbeitenden von CFS in diesem Prozess eng begleiten. Daniel Hügli, Zentralsekretär bei der Gewerkschaft Syndicom, betont dabei: „Die Integration der Swisscom-TechnikerInnen bei Cablex kann nur dann geschehen, wenn die Interessen der betroffenen Mitarbeitenden bei den Übergangsbedingungen berücksichtigt werden.“ Da es sich um einen gesetzlich geregelten Übergang eines Betriebsteils von Swisscom zu Cablex handelt, ist Swisscom verpflichtet, einen Mitwirkungsprozess einzuleiten. In diesem vorgegebenen Rahmen wird Syndicom die Übergangsbedingungen für die betroffenen Mitarbeitenden mit Swisscom verhandeln und bei allfälligen Problemen intervenieren. Dazu wird sich Syndicom von den betroffenen Mitarbeitenden ein entsprechendes Mandat erteilen lassen, um in den nächsten Wochen mit Swisscom die Verhandlungen über die Übergangsbedingungen aufzunehmen. Mit dem Übergang zu Cablex werden die Mitarbeitenden von CFS neu dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Cablex unterstellt, den Syndicom periodisch mit Cablex weiterentwickelt und der wie der GAV Swisscom kollektive Lohnverhandlungen ermöglicht.
Syndicom, 22.3.2019.
Syndicom > Cablex. Swisscom. Syndicom, 2019-03-22.
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22.03.2019 JU Kanton
Postauto Schweiz AG
Syndicom

Anstellungsbedingungen
Personalkommission
Postauto Schweiz AG
Volltext
PostAuto und die Personalkommission Jura haben sich geeinigt. In Anwesenheit von Syndicom haben sich PostAuto und die Personalkommission (PeKo) Jura über die Anrechnung der Pausen des Fahrpersonals geeinigt. Dies stärkt die Anwendung des Gesamtarbeitsvertrags. Die Personalkommission (PeKo) von PostAuto hat auf fehlerhafte Abrechnungen von Pausen und Wegzeiten der FahrerInnen an den Standorten Delémont, Courfaivre, Montavon, Soulce, Glovelier sowie Porrentruy hingewiesen. PostAuto hat diese Fehler anerkannt. In der Folge haben PostAuto und die PeKo Verhandlungen zu dieser Frage aufgenommen und sich am 30. August 2018 darauf geeinigt, dass die Unregelmässigkeiten auf fünf Jahre rückwirkend (August 2013) behoben werden sollen. Die Rückzahlungen in Höhe von insgesamt etwa 1,4 Millionen Franken werden auf rund 120 betroffene MitarbeiterInnen verteilt. Die Auszahlungen sind zwischen Ende 2018 und Februar 2019 geleistet worden. Jean-Jacques Roth, Präsident der PeKo, zeigt sich zufrieden über die Verhandlungen: „Trotz des umfangreichen Dossiers hatten wir stets einen offenen und konstruktiven Kontakt mit unserer Regionaldirektion. Ich möchte mich auch bei meinen beiden Kollegen der PeKo Jura und der Gewerkschaft Syndicom für ihre grosse Arbeit bedanken.“ Der neuen Geschäftsleitung von PostAuto ist es ein Anliegen, den Dialog mit den FahrerInnen zu stärken. „Diese Korrektur erfolgt im Rahmen des Bestrebens der neuen PostAuto-Geschäftsleitung, den Bedürfnissen der Mitarbeitenden mehr Rechnung zu tragen“, erklärt Pierre-Alain Perren, Leiter Betrieb Westschweiz bei (…).
Syndicom, 22.3.2019.
Syndicom > PostAuto JU Kanton. Personalkommission. Syndicom, 2019-03-22.
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22.03.2019 Schweiz
Postauto Schweiz AG
Syndicom

Gratisarbeit
Petition
Postauto Schweiz AG
Volltext
PostAuto nimmt Anliegen der Belegschaft ernst. Petition „Gratisarbeit“: Erfolgreiche Verhandlungen zwischen PostAuto und den Gewerkschaften. Die Sozialpartner PostAuto, Syndicom und Transfair konnten die Verhandlungen zur Petition „Keine Gratisarbeit bei PostAuto“ erfolgreich abschliessen. Die Verhandlungspartner legten einen neuen national gültigen Wert für den Sicherheitscheck fest. Sie definierten auch einen neuen Prozess, um die Anliegen der Mitarbeitenden vor Ort bei der Festlegung der Ergänzungszeiten besser zu berücksichtigen. Weitere verhandelte Themen sind die Vereinbarung zum Arbeitszeitgesetz (AZG) sowie die Optimierung der Dienstpläne, wo ebenfalls Einigung zum weiteren Vorgehen erzielt worden ist. Die Verhandlungspartner zeigen sich insgesamt mit den erzielten Ergebnissen zufrieden. Die Verhandlungsergebnisse müssen noch von den zuständigen Gremien genehmigt werden. Zu den Verhandlungen kam es einerseits aufgrund der im Sommer von der Gewerkschaft Syndicom eingereichten Petition „Keine Gratisarbeit bei PostAuto“. Die von 1‘300 Fahrerinnen und Fahrern unterzeichnete Petition verlangte eine Überprüfung und Korrektur der als zu kurz bemessenen Zuschläge für verschiedene sogenannte Ergänzungsleistungen wie Sicherheitscheck, Fahrzeugübergabe und andere Aufgaben. Andererseits weil sich PostAuto-FahrerInnen gemeinsam mit der Gewerkschaft Syndicom gegen eine einseitige AZG-Vereinbarung wehrten und eine nationale Lösung verlangten. PostAuto nahm dazu im Dezember 2018 unter der neuen Leitung Verhandlungen mit den Sozialpartnern Syndicom und (…).
Syndicom, 22.3.2019.
Syndicom > Gratisarbeit. PostAuto. Petition. Syndicom, 2019-03-22.
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19.11.1996 Schweiz
Föderativverband

Arbeitszeitverkürzung
Teuerungsausgleich
Volltext
Personal öffentlicher Verwaltungen lehnt Lohnabbau ab. Bundesrat soll Zeichen setzen. Der Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe (FöV) wehrt sich gegen einen Netto-Lohnabbau beim Bundespersonal. An der Delegiertenversammlung wurde zudem ein Forderungspaket zur Senkung der Wochenarbeitszeit beim Bundespersonal auf 39 Stunden verabschiedet. Ein Lohnabbau sei sozial- und konjunkturpolitisch unvernünftig, sagte Präsident Hans Ueli Ruchti an der Delegiertenversammlung vom Montag in Bem. Die Verwaltung und die öffentlichen Unternehmen könnten nicht alleine über Personalkosten saniert werden. Der Service public solle weder kaputtgespart noch wegliberalisiert werden. Die miese Konsumentenstimmung und die stockende Nachfrage im Inland seien die Hauptursachen dieser Rezession. Lohnabbau lähme den Aufschwung der Konjunktur und sei deshalb verantwortungslos. Deshalb müsse auch der Teuerungsausgleich 1997 Verhandlungsthema sein. Empört zeigte sich die Dachorganisation des öffentlichen Personals darüber, dass im Budget 1997 kein Teuerungsausgleich für das Bundespersonal vorgesehen sei, ohne dass darüber mit dem FöV verhandelt worden sei. Vollendete Tatsachen würden nicht mehr einfach akzeptiert, hiess es an der Delegiertenversammlung. Bereits 2 Milliarden gespart. Insgesamt habe das Bundespersonal von 1992 bis 1996 bereits einen Sparbeitrag von rund 2 Mrd. Fr. an die Sanierung der Bundesfinanzen geleistet, sagte Ruchti weiter. (…).
Berner Tagwacht, 19.11.1996.
Föderativverband > Arbeitszeit. Bundespersonal. OeD, 1996-11-19.
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04.04.1996 SG Kanton
Personen
VPOD St. Gallen
Ralph Hug
Beamtengesetz
Dienst- und Besoldungsordnung
Volltext
Neues Dienst- und Besoldungsrecht: tiefgreifende Veränderungen für St. Galler Staatsangestellte. Das Resultat ist akzeptabel. Umbruch auch für das st. gallische Staatspersonal: Ein neues Personalrecht sowie eine neue Besoldungsverordnung bringen tiefgreifende Einschnitte. Aus den Verhandlungen schaute ein „akzeptables Gesamtpaket“ heraus, so VPOD-Vertreterin Gerda Göbel-Keller. Der .grosse Vorteil: Endlich gibt es einen Zeitzuschlag für Nachtarbeit. Der grosse Nachteil: Die Familienzulagen werden abgeschafft. Gesamthaft spart der Staat künftig erkleckliche Summen. Ab 1997 wird für die st. gallischen Staatsangestellten vieles anders. Dann tritt nämlich ein neues Personalrecht und eine neue Besoldungsverordnung in Kraft. Definitiv verabschiedet sind die Erlasse nicht, sie müssen vom Kantonsparlament noch beraten werden. Hinter den Kulissen fanden „Mammut-Hearings“ zwischen dem St. Galler Regierungsrat als Arbeitgeber und den Personalverbänden statt. Mit dabei natürlich auch der VPOD. Obwohl die Vernehmlassung im Schnellzugstempo durchgepeitscht wurde, attestiert Gerda Göbel-Keller Finanzchef Peter Schönenberger (CVP), dass er die Sozialpartnerschaft ernst genommen habe. „Die Verbände haben an einem Strick gezogen und sich mit starken Argumenten zur Wehr gesetzt“. Die Anliegen seien ernst genommen, zum , Teil beherzigt oder zumindest begründet abgewiesen worden. Insgesamt würden die Vorteile die Nachteile überwiegen, so das Fazit aus VPOD-Sicht. (…). Ralph Hug.
Der öffentliche Dienst, 4.4.1996.
Personen > Hug Ralf. Personalrecht SG Kanton. OeD, 1996-04-04.
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21.03.2019 Schweiz
Post
Syndicom

Post
Privatisierung
Volltext
Service public ausbauen statt Post verkaufen. Die Forderung nach der Privatisierung der postalischen Grundversorgung durch Avenir Suisse ist altbekannt und fantasielos. Ein ausgebauter und starker Service public stellt sicher, dass die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft sozial gestaltet werden können. Der Service public ist das Rückgrat der Schweiz. Die heute von Avenir Suisse veröffentlichte Studie „Postalische Grundversorgung im digitalen Zeitalter“ ist eine Kampfansage an einen starken Service public. Wie zu erwarten, verfolgt die liberale Denkanstalt nur das eine Ziel: die Privatisierung der postalischen Grundversorgung in der Schweiz. Die Filetstücke des Konzerns (bspw. PostFinance), welche regelmässige Gewinne garantieren, sollen verhökert werden. Gewinne werden privatisiert, der Steuerzahler darf höchstens noch das Verlustgeschäft tragen. Doch die selbsternannten Denker antizipieren falsch, sagt David Roth, Zentralsekretär im Sektor Logistik: „Kommunikationswege, Finanzinfrastruktur und Logistiknetze sind zentral für das Funktionieren einer Wirtschaft und für eine selbstbestimmte Bevölkerung. Wer es aus seinen Händen gibt, überlässt es internationalen profitorientierten Unternehmen und begibt sich in eine unerwünschte Abhängigkeit. Genau deshalb spricht man vom Service public als Gemeinwohl, der ein Rückgrat der Schweiz bildet.“ Bevölkerung will starken Service public. Der Service public muss nicht redimensioniert werden, wie es Avenir Suisse formuliert. Die öffentliche Grundversorgung muss endlich konsequent umgesetzt und in ihrer Relevanz erkannt werden. (…).
Syndicom, 21.3.2019.
Syndicom > Post. Privatisierung. Syndicom, 2019-03-21.
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21.03.2019 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Nationalbank muss Frankenüberbewertung bekämpfen – Ausschüttung der Negativzins-Einnahmen an die Altersvorsorge. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) begrüsst es, dass die SNB die Zinsen unverändert tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Die Konjunktur im Ausland hat sich etwas eingetrübt. Die Auswirkungen einer Aufwertung des Frankens wären vor diesem Hintergrund für die Schweizer Exportwirtschaft noch schwerwiegender. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht (kommunikativ und monetär). Ziel muss nun sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchsetzen – insbesondere in Bezug auf den Wechselkurs. Aufgrund der tiefen Zinsen hat sich die finanzielle Lage der Schweizer Altersvorsorge verschlechtert. Das gilt vor allem für die 2. Säule. Gemäss dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht nahm die SNB im vergangenen Jahr 2 Mrd. Fr. mit den Negativzinsen ein. Diese Einnahmen sollten an die Vorsorgewerke ausgeschüttet werden. Der Negativzins muss als Lenkungsabgabe aufgefasst werden und nicht als weitere Einnahmequelle der SNB bzw. von Bund und Kantonen. Zudem verlangt der SGB, dass das Konto des AHV-Fonds (Compenswiss) vollumfänglich von den Negativzinsen ausgenommen wird. Thomas Zimmermann.
SGB, 21.3.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2019-03-21.
Ganzer Text
21.03.2019 Schweiz
Nationalrat
Travail.Suisse

Adoption
Nationalrat
Volltext
Adoptionsurlaub - die Kommission soll ihre früheren Entscheide respektieren. Am morgigen letzten Sessionstag könnte der Nationalrat den Adoptionsurlaub beerdigen. Die Kommission, die einen Entwurf für einen Adoptionsurlaub hätte erarbeiten sollen, empfiehlt dem Plenum, das Geschäft abzuschreiben. Sie hatte diesen Entscheid im vergangenen November per Stichentscheid des Präsidenten gefällt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, plädiert für die Wiederaufnahme der parlamentarischen Initiative von Nationalrat Marco Romano, zumal ihr die zuständigen Kommissionen beider Räte zugestimmt hatten. Travail.Suisse unterstützt den Grundsatz eines bezahlten Urlaubs von total 12 Wochen für Eltern, die ein unter 4-jähriges Kind adoptieren. Es ist eine Lücke in der Familienpolitik, da ein Adoptionsurlaub nicht gesetzlich vorgesehen ist. Auch bei einer Adoption braucht es Zeit, um die elterliche Bindung und das Vertrauen zu fördern. Für das adoptierte Kind ist es unerlässlich, das seine Adoptiveltern diese Zeit erhalten. In der Schweiz hat heute keines der Elternteile das Recht, diese für einen guten Start ins Familienleben erforderliche Zeit in Anspruch zu nehmen. Der Vorschlag von Nationalrat Romano wurde 2015 von den beiden zuständigen Kommissionen - der des Nationalrats und der des Ständerates - angenommen. Der Vorschlag ging in Vernehmlassung und wurde danach – wiederum von der Kommission des Erstrats (Nationalrat) beraten, respektive zur Abschreibung empfohlen: In der Sitzung vom 15. November 2018, in Abwesenheit von vier Kommissionsmitgliedern, hat der Stichentscheid von (…).
Travail.Suisse, 21.3.2019.
Travail.Suisse > Adoption. Travail.Suisse, 2019-03-21.
Ganzer Text
20.03.2019 Schweiz
Löhne
Ständerat
Travail.Suisse

Arbeitsplatzkontrolle
Lohngleichheit
Volltext
Ständerat verweigert den Kantonen die Möglichkeit zur Lohnkontrolle. Die Standesinitiative des Kantons Genf forderte die Kompetenz ein, die Umsetzung des revidierten Gleichstellungsgesetzes kantonal und in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern zu überprüfen. Der Ständerat hat diesen Antrag heute abgelehnt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, sieht sich damit in seiner Absicht bestätigt, die Einhaltung der neu im Gleichstellungsgesetz verankerten Lohnanalysen genau zu überprüfen. Der Kanton Genf hat mit seiner im Mai 2018 eingereichten Standesinitiative beantragt, den Kantonen die Kompetenz zu übertragen, die Einhaltung des Grundsatzes der Gleichstellung von Mann und Frau insbesondere punkto Lohn zu überprüfen. In der Zwischenzeit hat das Parlament eine minimalistische Revision des Gleichstellungsgesetzes beschlossen. Der neue Text schreibt eine Lohnselbstkontrolle für Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten vor, obschon eine Kontrolle ab 50 Beschäftigten empfohlen wurde. Damit sind 99,1% der Unternehmen und 54% der Arbeitnehmenden von dieser neuen Regelung ausgenommen. Darüber hinaus enthält das überarbeitete Gesetz weder offizielle Kontrollmechanismen noch Sanktionsmöglichkeiten bei Verstössen. Die Handlungsbereitschaft der Kantone ist verständlich und legitim und wird von Travail.Suisse voll und ganz geteilt. Travail.Suisse bedauert, dass der Ständerat die Genfer Initiative abgelehnt hat. Für Valérie Borioli Sandoz, Leiterin der Gleichstellungspolitik, bedeutet diese Entscheidung, „dass es nun an uns liegt, die effektive Anwendung des Gesetzes (...). 
Travail.Suisse, 20.3.2019.
Travail.Suisse > Lohngleichheit. Staenderat. Travail.Suisse, 2019-03-20.
Ganzer Text
20.03.2019 EU
Schweiz
Löhne
Personen
Syndicom
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Interview
Lohnschutz
Volltext
SGB: „Ein Rahmenabkommen muss den Arbeitnehmenden nützen“^. Ja zu einem sozialen Europa, nein zu Verschlechterungen beim Lohnschutz und den flankierenden Massnahmen. Für SGB-Sekretariatsleiter und Chefökonom Daniel Lampart ist in der Position zur EU vor allem eines wichtig: Die Europapolitik muss den Arbeitnehmenden nützen. (SGB) Daniel Lampart, dem SGB wird vorgeworfen, er fahre das Rahmenabkommen und damit die Bilateralen an die Wand. Haben die Gewerkschaften neu etwas gegen die EU? Daniel Lampart: Ein kleines Land wie die Schweiz braucht gute und geregelte Beziehungen zur EU. Deshalb haben wir uns für eine Öffnung gegenüber Europa und die Personenfreizügigkeit eingesetzt, aber immer gesagt, dass dies den Arbeitnehmenden nützen muss. Unsere Flankierenden gehören zu den besten in Europa. Nun verfolgt Bundesrat Ignazio Cassis eine Europapolitik gegen die Arbeitnehmenden. Das geht in die völlig falsche Richtung. Könnte es Ihnen nicht egal sein, wieviel ein Entsandter verdient? Daniel Lampart: Die Personenfreizügigkeit brachte Fortschritte wie die Abschaffung des Saisonnierstatuts. Aber mit den Entsendungen wurde eine neue prekäre Arbeitsform angelegt. Ausländische Firmen können viel einfacher ihre Dienstleistungen in die Schweiz erbringen. Im deutschen Gewerbe ist der Durchschnittslohn bei rund 3700 Franken, in Polen sogar bei 900 Franken. Wir hingegen haben die höchsten Löhne in Europa, einen Handwerkerlohn von 5000 bis 6000 Franken. Hier sind die (…).
Daniel Lampart.
SGB, 20.3.2019.
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. Interview. SGB, 2019-03-20.
Ganzer Text
20.03.2019 EU
Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Interview
Lohnschutz
Volltext
SGB: „Ein Rahmenabkommen muss den Arbeitnehmenden nützen“^. Ja zu einem sozialen Europa, nein zu Verschlechterungen beim Lohnschutz und den flankierenden Massnahmen. Für SGB-Sekretariatsleiter und Chefökonom Daniel Lampart ist in der Position zur EU vor allem eines wichtig: Die Europapolitik muss den Arbeitnehmenden nützen. (SGB) Daniel Lampart, dem SGB wird vorgeworfen, er fahre das Rahmenabkommen und damit die Bilateralen an die Wand. Haben die Gewerkschaften neu etwas gegen die EU? Daniel Lampart: Ein kleines Land wie die Schweiz braucht gute und geregelte Beziehungen zur EU. Deshalb haben wir uns für eine Öffnung gegenüber Europa und die Personenfreizügigkeit eingesetzt, aber immer gesagt, dass dies den Arbeitnehmenden nützen muss. Unsere Flankierenden gehören zu den besten in Europa. Nun verfolgt Bundesrat Ignazio Cassis eine Europapolitik gegen die Arbeitnehmenden. Das geht in die völlig falsche Richtung. Könnte es Ihnen nicht egal sein, wieviel ein Entsandter verdient? Daniel Lampart: Die Personenfreizügigkeit brachte Fortschritte wie die Abschaffung des Saisonnierstatuts. Aber mit den Entsendungen wurde eine neue prekäre Arbeitsform angelegt. Ausländische Firmen können viel einfacher ihre Dienstleistungen in die Schweiz erbringen. Im deutschen Gewerbe ist der Durchschnittslohn bei rund 3700 Franken, in Polen sogar bei 900 Franken. Wir hingegen haben die höchsten Löhne in Europa, einen Handwerkerlohn von 5000 bis 6000 Franken. Hier sind die (…).
Daniel Lampart.
SGB, 20.3.2019.
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. Interview. SGB, 2019-03-20.
Ganzer Text
19.03.2019 Schweiz
CH Media
Syndicom

Betriebsschliessungen
CH Media
Volltext
CH-Media stellt Sonntagsausgaben ein: Schlechte Nachrichten für Angestellte bei Redaktionen und Zustellung. Der fusionierte Grossverlag CH-Media informiert heute, dass er die im November 2018 angekündigte Massenentlassung auf den Redaktionen seiner Sonntagstitel eingeleitet hat. Mit der Einstellung der „Zentralschweiz am Sonntag“ und der „Ostschweiz am Sonntag“ baut er 10 Vollzeitstellen ab. Betroffen sind aber weitaus mehr: Die gut 400 ZeitungsverträgerInnen bangen ebenfalls um ihre Existenz. Syndicom fordert den Verlag auf, allen Angestellten angemessene Alternativen anzubieten und erinnert an die eingegangene Verpflichtung, Entlassungen nur als letzten Ausweg auszusprechen. Zudem erinnert Syndicom daran, dass auch Hunderte ZeitungsverträgerInnen ihre Arbeit verlieren werden. Unter dem Strich baut der Verlag 10 Vollzeitstellen auf den Redaktionen in Luzern und in St. Gallen ab. Jürg Weber, stv. CEO bei CH Media, lässt sich zwar damit zitieren, dass weniger als 10 Personen entlassen werden, weil „viel mit natürlicher Fluktuation, Pensionierungen und internen Verschiebungen aufgefangen“ würde. Der Verlag muss hier das schriftlich abgegebene Versprechen gegenüber dem Personal einlösen, wonach Entlassungen nur als letzten Ausweg vorgenommen werden. Über den Abbau im Vertrieb schweigt sich der Verlag aber aus. Die „Zentralschweiz am Sonntag“ wird in der Zentralschweiz durch rund 400 Mitarbeitende frühmorgens in die Briefkästen verteilt. Die Frühzustellorganisation Presto, welche vom Verlag dafür beauftragt ist, hat gegenüber ihrem Personal die Massenentlassung angekündigt und (…).
Syndicom, 19.3.2019.
Syndicom > CH-Media. Betriebsschliessungen. Syndicom, 2019-03-19.
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14.06.1996 Schweiz
Frauen
Löhne
Öffentlicher Dienst, Der

Lohnklage
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Lohnklage gegen den Kanton Zürich. Infos am 14. Juni – „Klage“-Fest am 26.Juni. Auch im Kanton Zürich ist eine Lohnklage in Vorbereitung. Krankenschwestern, Ergo- und Physiotherapeutinnen sowie Berufsschullehrerinnen für Pflege fordern Lohngleichheit und reichen am 1. Juli ihre Klagen gegen den Kanton Zürich ein. Im Anschluss an eine Medienkonferenz werden die Klägerinnen im Rahmen der Zürcher Aktionen rund um den nationalen Tag der Lohntransparenz am 14. Juni über ihre Lohndiskriminierung berichten (Volkshaus Zürich, 19 bis 21 Uhr). Am 26. Juni wird an einem „Klage“-Fest das Zustandekommen der Klage mit Tanz und Musik gefeiert (Kanzleiturnhalle Zürich, ab 18 Uhr Barbetrieb ). Mit Karikatur.
Der öffentliche Dienst, 14.6.1996.
Der öffentliche Dienst > Frauen. Lohnklage. OeD, 1996-06-14.
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14.06.1996 Schweiz
Föderativverband
Frauen
Personen
Samuel Koenig
Bundespersonal
Frauenlöhne
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Einreihung des weiblichen Bundespersonals. Gleicher Lohn und trotzdem drei Besoldungsklassen tiefer. Die Lohntransparenz wird im öffentlichen Bereich zunehmend trüber, Flexibilisierung und Leistungslohn helfen kräftig mit. Geschlechterspezifische lohndifferenzierende Elemente sind zwar weitgehend ausgeräumt. Bei der Einreihung des Bundespersonals verläuft jedoch der Median bei den Frauen um drei Besoldungsklassen tiefer als bei den Männern. Die Frage der Lohntransparenz sollte sich bei öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnissen eigenflieh gar nicht stellen. Bund, Kantone und Gemeinden haben transparent und öffentlich zu handeln. Sie haben zudem das Gleichbehandlungsgebot und das Willkürverbot besonders zu beachten. Der Grundsatz ist weitgehend realisiert, dass für gleiche Arbeit der gleiche Lohn bezahlt wird. Hingegen verdeckt eine fehlende Hierarchietransparenz oft vieles. Indes geben für die allgemeine Bundesverwaltung, PTT und SBB die Personalerhebungen Auskunft über Fakten. Wesentlich schlechter als bei der Lohngleichheit ist die Situation bei der Vertretung der Frauen. Beim Bund betrug 1994 der Frauenanteil 21,5 Prozent (PTT 31,8%, SBB 8,0%, allgemeine Bundesverwaltung 18,9%). Mager trotz Verdoppelung. Und noch schlechter ist der Frauenanteil in den mittleren und oberen Lohngruppen. Die berufliche Stellung der Frauen bei Bundesverwaltung, PTT und SBB hat sich in den vergangenen Jahren zwar verbessert. Die Zahl der Frauen in den obersten Besoldungsklassengruppen verdoppelte sich nahezu zwischen 1991 und 1994, betrug 1994 trotzdem nur (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 14.6.1996.
Föderativverband > Frauenloehne. Bundespersonal. OeD, 1996-06-14.
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26.01.1996 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Petition
SBB
Stellenabbau
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Petition mit 30‘000 Unterschriften gegen Personalabbau. Eisenbahner steigen auf die Barrikaden. Mittels einer mit 30‘000 Unterschriften versehenen Petition protestiert der Schweizerische Eisenbahnerverband SEV gegen den Personalabbau. Ein weiterer Personalabbau würde unweigerlich auf Kosten der Leistungen und der Sicherheit gehen. Überfällig seien - so der SEV in seiner Gesamtschau - Massnahmen zur Herstellung der Kostenwahrheit. 1991 beschäftigten die SBB rund 38‘000 Mitarbeitende, heute sind es noch rund 33‘000. Klar sprach sich der SEV dafür aus, die grossen Infrastrukturvorhaben durch eine Spezialfinanzierung sicherzustellen. Dazu soll die neue Schwerverkehrsabgabe eingeführt werden. Klar abgelehnt wird die neu vom Bundesrat als Alternative vorgeschlagene Erhöhung der Heizölzölle. Zudem forderte der SEV die Beibehaltung der 28-Tonnen-Limite sowie ein Ende jener Politik, die den Regionalverkehr langfristig ausblutet.
Der öffentliche Dienst, 26.1.1996.
SEV > SBB, Personalabbau. OeD, 1996-01-26.
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19.03.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Ausbildungsbeiträge
Familienzulagen
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Travail.Suisse begrüsst Ausbildungszulage ab Ausbildungsbeginn. Der Nationalrat hat heute als Erstrat das Bundesgesetz über die Familienzulagen teilrevidiert und zwei wichtige Änderungen beschlossen, um den heutigen Realitäten besser Rechnung zu tragen und Lücken zu schliessen: Die höheren Ausbildungszulagen werden neu ab 16 Jahren gewährt, wenn die Jugendlichen ihre nachobligatorische Ausbildung beginnen, und arbeitslose Mütter können auch Kinderzulagen erhalten. Mit dem früheren Schuleintritt durch HarmoS gibt es vermehrt Jugendliche, die ihre nachobligatorische Ausbildung vor dem 16. Lebensjahr beginnen. Diese waren bis jetzt vom Bezug der Ausbildungszulagen ausgeschlossen. Die beschlossene Änderung trägt dieser Entwicklung Rechnung. Sie geht auf eine parlamentarische Initiative von Nationalrat Stefan Müller-Altermatt zurück, der die Travail.Suisse-Mitgliedsorganisation transfair präsidiert. Travail.Suisse bedauert, dass die Mehrheit eine Erhöhung der starren Alterslimite der Ausbildungszulage abgelehnt hat. Dies wäre nötig, da die nachobligatorischen Ausbildungen teileweise auch deutlich länger gehen können als früher oder nicht selten durch eine Zweitausbildung ergänzt werden. Immerhin kann ein erster Missstand korrigiert werden und eine Verbesserung der Situation für betroffene Familien erreicht werden. Der Ständerat wird aufgefordert, mindestens den Beschlüssen des Nationalrates zu folgen. Erfreut ist Travail.Suisse auch über die zweite beschlossene Verbesserung: Alleinstehende und arbeitslose Mütter sollen neu während der Mutterschaftsentschädigung ebenfalls Anspruch auf (…).
Travail.Suisse, 19.3.2019.
Travail.Suisse > Ausbildungszulage. Travail.Suisse, 2019-03-19.
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19.03.2019 Schweiz
Nationalrat
Travail.Suisse

Nationalrat
Sexuelle Belästigung
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Sexuelle Belästigung - Nationalrat will mehr Fakten. Die verfügbaren Zahlen über sexuelle Belästigung sind über zehn Jahre alt. Der Nationalrat hat heute ein Postulat angenommen, das verlässliche Zahlen fordert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, unterstützt das Postulat und ist zufrieden mit dem Entscheid des Nationalrats. In Zeiten der #metoo-Bewegung, des bevorstehenden Frauenstreiks am 14. Juni oder der jüngsten Ratifizierung des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbuler Übereinkommen) durch die Schweiz zeigt sich Travail.Suisse erfreut über den Entscheid des Nationalrats, das Postulat Reynard anzunehmen. Es wäre völlig unverantwortlich und ignorant gewesen, gegen eine solide Faktenbasis in Bezug auf sexuelle Belästigung in all ihren Formen zu stimmen. "Die absolut unverständliche Opposition der SVP-Fraktion hatte keine Chance, auch dank der Genfer SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz, die während der Debatte bekräftigte, das ihr das Problem der sexuellen Belästigung Sorgen bereite", sagt Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik bei Travail.Suisse. Sexuelle Belästigung existiert auch in der Schweiz, aber die verfügbaren Zahlen dazu sind alt. Die Formen der sexuellen Belästigungen haben sich verändert, das Ausmass der Strassenbelästigungen etwa, von der Frauen täglich Opfer werden, ist unbekannt. Das von Nationalrat Matthias Reynard im vergangenen September vorgelegte Postulat forderte den Bundesrat auf, mehr zur sexuellen Belästigung zu (…).
Travail.Suisse, 19.3.2019.
Travail.Suisse > Sexuelle Belästigung. Nationalrat. Travail.Suisse, 2019-03-19.
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18.09.1996 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Jahresrechnung
Sparmassnahmen
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SBB-Voranschlag 1997. SBB-Personal soll bluten. Mit einem Paket von Sanierungsmassnahmen wollen die SBB das Defizit 1997 auf 153 Millionen Franken drücken. Im Zentrum steht die Senkung des Personalaufwands um 8,5 Prozent. Insgesamt verbessert das Massnahmenpaket das Budgetergebnis 1997 um 228 Millionen. Ab 1999 wollen die SBB wieder ausgeglichene Zahlen erwirtschaften. Der SBB-Verwaltungsrat hat den Voranschlag 1997 zuhanden des Bundesrates verabschiedet, wie die SBB am Dienstag mitteilten. Das Budget muss noch vom Parlament gutgeheissen werden. Das Massnahmenpaket zur Sanierung der SBB umfasst Lohnkürzungen, die Tilgung des Fehlbetrags in der SBB-Bilanz, Änderungen bei der Belastung durch die Mehrwertsteuer sowie die Ablösung von Verpflichtungen gegenüber der Pensionskasse. Für Aufregung gesorgt haben insbesondere die vom Personal geforderten Lohnopfer. Die Löhne sollen generell um 1,5 Prozent gekürzt werden. Weiter soll für das gesamte SBB-Personal der Teuerungsausgleich eingefroren werden. Ein „schmerzlicher, aber notwendiger Entscheid“, sagte Bundesrat Moritz Leuenberger am 21. August, als der Bundesrat sich mit dem Massnahmenpaket befasste, vor der Presse. Der Personalaufwand, der rund 50 Prozent der SBB-Ausgaben ausmacht, sinkt damit gegenüber 1995 um 295 Mio, Franken (-8,5%). Massiv zu Buche schlägt hier auch der Personalrückgang (-1529 Mitarbeiter). Die Unternehmenserfolgsrechnung sieht unter Einbezug des Massnahmenpakets einen Ertrag von 6‘318 Mio. Franken und einen Aufwand von 6‘471 Mio. vor. (…).
Berner Tagwacht, 18.9.1996.
Berner Tagwacht > SBB. Betriebsrechnung. TW, 1996-09-18.
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