Gewerkschaftschronik
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22.01.2020 SO Kanton
Löhne
Personen
VPOD Solothurn
Elvira Wiegers
Löhne
Pflegepersonal
Volltext
Wichtiges Urteil in der 24-Std.-Betreuung. Wer rund um die Uhr betreut, muss dafür fair bezahlt werden. Das bestätigt nun auch ein Urteil aus dem Kanton Solothurn. Vergangene Woche wurde im Kanton Solothurn ein weiteres wichtiges Urteil im Zusammenhang mit der sogenannten 24-Std.-Betreuung rechtskräftig. Die Klägerin hatte während zwei Jahren in einem Privathaushalt gelebt und gearbeitet. Dabei wurden der Betreuerin grundlegende Rechte verwehrt wie die wöchentlichen freien Ruhetage und eine angemessene Entschädigung der Präsenzzeit, der Arbeitseinsätze in der Nacht sowie von Einsätzen an Feiertagen. Auch ihre eigene Ferienvertretung hatte sie selber organisiert und bezahlt. Mit der Unterstützung des VPOD klagte die Betreuerin 2017 gegen die Angehörigen und forderte eine Lohnnachzahlung von knapp 30'000 Franken. Ein Schlichtungsversuch war daran gescheitert, dass die beklagte Partei nur eine Entschädigung von 5'000 Franken bot, während sich die Klägerin ihrerseits bereit erklärte, auf die Hälfte ihrer Forderung zu verzichten. Nun gab das Gericht der Klägerin in allen Klagepunkten recht. Der VPOD ist sehr zufrieden mit dem Urteil und wird sich weiterhin dezidiert für eine nationale Regelung sowie für die Unterstellung der Betreuerinnen unter das Arbeitsgesetz einsetzen.
Elvira Wiegers.
VPOD Schweiz, 22.1.2020.
Personen > Wiegers Elvira. Pflegepersonal. Loehne. VPOD Schweiz, 2020-01-22.
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22.01.2020 Schweiz
Isoliergewerbe
Löhne
Unia Schweiz

Isoliergewerbe
Lohnerhöhungen
Volltext
GAV-Erneuerung Isoliergewerbe. Mehr Lohn für alle – neue Mindestlöhne für Lernende. Der Cleantech-Beruf Isolierspengler/in wird für Lernende attraktiver: Der Branchenverband ISOLSUISSE und die Gewerkschaft Unia haben sich erstmals auf einen verbindlichen Mindestlohn für Lernende geeinigt. Der GAV, der am 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist, bringt aber auch weitere Verbesserungen für alle, z.B. Lohn- und Spesenerhöhungen. Der GAV schützt rund 2'000 Isolierspengler/innen. Die Vertragspartner des Gesamtarbeitsvertrages im Schweizerischen Isoliergewerbe – der Branchenverband ISOLSUISSE und die Gewerkschaft Unia – haben sich erstmals auf einen verbindlichen Mindestlohn für Lernende geeinigt. Lernende haben durch diese Verbesserung bereits in der frühen Phase ihres Berufslebens Gewissheit, wie viel sie während der Lehre im Isoliergewerbe mindestens verdienen werden: stolze 54'600 Franken in drei Jahren (zuzüglich Spesen)! Die Mindestlöhne für Lernende, die im Jahr 2020 ihre Lehre beginnen im Detail: 1. Lehrjahr: 1'000 Franken/Monat. 2. Lehrjahr: 1'350 Franken/Monat. 3. Lehrjahr: 1'850 Franken/Monat. (…).
Unia Schweiz, 22.1.2020.
Unia Schweiz > Isolsuisse. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2020-01-22.
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21.01.2020 Schweiz
Löhne
SRG
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

Löhne
SRG
Volltext
Eine planbare, transparente und gerechte Lohnentwicklung in der SRG. Das SSM wird von seinen Mitgliedern immer wieder mit Klagen über die aktuelle Handhabung des Lohnsystems und der Lohnpolitik der SRG konfrontiert. Dabei ist insbesondere die lange Dauer oder besser gesagt das Nichterreichen des 100%-Richtlohnes Thema. Für die SRG ist der im Gesamtarbeitsvertrag SRG (GAV SRG) festgeschriebene 100%-Richtlohn ein theoretischer Wert, der nicht unbedingt erreicht werden muss. Für das SSM ist dieser Richtlohn jedoch der Wert der Schlüsselfunktion und muss deshalb realistisch und erreichbar sein. Die Regelung im GAV SRG ist unpräzise. Einerseits wird der Richtlohn als „Wert der Schlüsselfunktion“ definiert und bezeichnet damit den eigentlichen Wert der Funktion. Andererseits ist festgehalten, dass der Richtlohn ein technischer Wert ist, welcher nicht in einer bestimmten Zeitspanne erreicht werden muss. Diese Aussage ist nicht nur unklar, sondern widersprüchlich. Wenn der Richtlohn den Wert einer Schlüsselfunktion widergibt, dann ist dieser Wert aus der Funktionsbewertung mit entsprechend definierten Kriterien abgeleitet worden und muss innert einer bestimmten Zeitspanne erreicht werden. (…).
SSM, 21.1.2020.
SSM < SRG. Loehne. SSM, 2020-01-21
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17.01.2020 Spanien
Gewerkschaften
Personen
Work
Andreas Rieger
Gewerkschaften
Mindestlöhne
Volltext
Neue spanische Regierung: „Barbarisch!“ Es war eine monatelange Zangengeburt, aber jetzt ist sie da, die linke spanische Koalitionsregierung. Die sozialdemokratische PSOE und die sozialbewegte Podemos haben sich zusammengerauft. Inhaltlich war dies nicht schwierig – die beiden Parteien haben viel gemeinsam. Das 50seitige Dokument ist wohl seit langem das stärkste linke Regierungsprogramm in Europa: gute Arbeit für alle, mehr soziale Sicherheit, Ausbau der Rechte der Frauen, der Regionen, ökologischer Umbau und Wirtschafts- und Industriepolitik bilden ein zusammenhängendes Paket. Den Gewerkschaften und der Linken steht kein Spaziergang bevor. Höherer Mindestlohn. Die Gewerkschaften haben Geburtshilfe geleistet, das ist deutlich: Die Regierung will konkret die vor acht Jahren erfolgte Deregulierung des Arbeitsrechts rückgängig machen – der Kündigungsschutz wird damit verstärkt. Auch die Verschlechterung bei den Renten wird wieder aufgehoben. Stark erhöhen will die Regierung den gesetzlichen Mindestlohn, von heute 900 Euro schrittweise auf 1‘200. Weitere Punkte im Regierungsprogramm sind: mehr Rechte in den Kollektivverträgen für die Gewerkschaften, Kampf dem Sozialdumping, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Das Gesicht dieser Politik ist Yolanda Díaz. Sie stammt aus einer Gewerkschaftsfamilie, war Anwältin von Arbeiterinnen und Arbeitern, vertrat misshandelte Frauen. Zuletzt war sie bei den Protesten der Kellys ()...). ,Andreas Rieger. .
Work online, 17.1.2020.
Personen > Rieger Andreas. Spanien. Gewerkschaften. Work online, 2020-01-17.
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17.01.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Mietwesen
Personen
Work
Jacqueline Badran
Ralph Hug
Abstimmung
Interview
Volltext
Wohnungsmieten
Wohnungsmarkt-Expertin Jacqueline Badran (59) schlägt Alarm: „Die Mieten sind 40 Prozent zu hoch: So kann es nicht weitergehen!“ Auf dem Immobilienmarkt herrschen Renditewahn und Mietpreisspirale, sagt die schärfste Kritikerin der Immobilienlobby, die Zürcher Nationalrätin Jacqueline Badran (59). Deshalb brauche es ein Ja zur Wohninitiative, über die wir am 9. Februar abstimmen. Work: Im Zürcher Seefeld muss man für eine Dreizimmerwohnung mit 125 Quadratmetern schon 7350 Franken hilegen. Pro Monat! Jacqueline Badran: Ich habe dieses Inserat auch gesehen. Wahnsinn! Kein Einzelfall. Seit der Finanzkrise sind die Mieten in der Schweiz im Schnitt um 14 Prozent gestiegen, obwohl sie im gleichen Zeitraum hätten sinken müssen. Denn der Hypozins ist um mehr als die Hälfte gesunken, von 3,5 auf 1,5 Prozent. Was läuft schief auf dem Wohnungsmarkt? Dieser Markt ist speziell. Alle müssen wohnen und brauchen Boden. Deshalb herrscht hier Zwangskonsum. Im Immobilienmarkt kann man maximale Renditen abschöpfen, weil wir alle ein Dach über dem Kopf brauchen. Wir müssen also zahlen und machen die Faust im Sack. Der Anstieg der Mieten in letzter Zeit ist enorm. Warum dreht die Spirale unaufhörlich nach oben? Vergessen Sie die Vermieterin oder den Vermieter, die ihre Mieterschaft noch persönlich kannten und Rücksicht nehmen konnten. Heute sind Immobiliengesellschaften im Vormarsch, die nur eines kennen: Rendite bolzen für die Aktionärinnen und Aktionäre. Ihretwegen wird Wohnen immer teurer. (…).  Ralph Hug.
Work online, 17.1.2020.
Personen > Hug Ralph. Wohnungsmieten. Interview. Work online, 2020-01-17.
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17.01.2020 Schweiz
Personen
WEF
Work
Marie-Josée Kuhn
Volltext
WEF
Das World Economic Forum spürt den Greta-Effekt . Der doppelzüngige „Davos Man“. Seit es das WEF gibt, huldigt dieser Privatclub der Weltenherrscher dem Raubtierkapitalismus. Damit soll nun fertig sein. Verkündet das neue Manifest zum 50. Geburtstag. Adieu, Milton Friedman! Gute Nacht, Chicago-Boys! Im neuen „Davos Manifesto“ zu seinem 50. Geburtstag rechnet das WEF mit dem Shareholder-Kapitalismus der neoliberalen Denkschule ab. Deren Profitmaximierungs-Ideologie sei nicht nachhaltig genug. Das ist die brisante, aber späte Einsicht von WEF-Gründer Klaus Schwab „“Ich bin der Chef-Zweifler der Welt“), 12 Jahre nach Beginn der grössten Kapitalismuskrise seit 1929. Etliche Immobilien-, Banken-, ¬Finanz- und Eurokrisen später kommt die „Ideologiefabrik der internationalen Geldsäcke“ (Jean Ziegler) zum Schluss: Der rein profitgetriebene Shareholder-Kapitalismus habe ausgedient. Adieu, Aktionäre! Guten Morgen, Stakeholder! Der Stakeholder-Kapitalismus, der allen was bringe, auch der Gesellschaft und nicht nur den Aktionären, sei „die beste Antwort auf die sozialen und ökologischen Herausforderungen unserer Zeit“. So das Davos-Manifest (rebrand.ly/wef-manifest). Diese Einsicht setze sich langsam auch weltweit durch. Unter anderem wegen des Greta-Effekts: „Die junge schwedische Klimaaktivistin hat uns daran erinnert, dass das derzeitige Wirtschaftssystem künftige Generationen um ihre Zukunft betrügt.“ Das dürfe nicht sein. Konkret fordert WEF-Schwab: Unternehmen sollen ihren fairen (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 17.1.2020.
Personen > Kuhn Marie-Josée. WEF. Work online, 2020-01-17.
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17.01.2020 Ecublens
Boston Scientific SA
Personen
Unia VD Kanton
Work
Christian Egg
Boston Scuentific SA
Streik
Volltext
7-Tage-Streik bei der Industriefirma Boston Scientific in Ecublens VD. „Der Streik war extrem anstrengend“. Die Firma schliessen und nach Irland verlagern? Nicht mit uns, sagt Qualitätskontrolleur Steven Marchou. Einer von 50 Mitarbeitenden, die gestreikt haben. Die Informationsveranstaltung am 20. November dauert nur 30 Minuten. Man werde den Standort schliessen und nach Irland verlagern, teilen die Chefs von Boston Scientific den 141 Mitarbeitenden im waadtländischen Ecublens mit. Alle würden die Kündigung erhalten, es gebe einen Sozialplan. Den Nachmittag dürften sie freinehmen. „Peng“ denkt da Qualitätskontrolleur Steven Marchou (35), denn auch er hat nicht mit so einer Hiobsbotschaft gerechnet. Der Firma geht es blendend. Sie stellt künstliche Herzklappen her und hat vor kurzem ein neues Modell entwickelt, das sie jetzt auf den Markt bringen will. Dafür sollte die Produktion hochgefahren werden. Abgeworben und entlassen. Wie viele andere arbeitet auch Marchou erst seit kurzem bei Boston Scientific. Im Juli hatte ihn die Firma von einer anderen Arbeitsstelle sogar abgeworben, um die Abteilung Qualitätskontrolle zu verstärken. Marchou: „Damals sprachen sie von einer Perspektive von fünf Jahren.“ Und jetzt das! Wie ein Blitz fährt es Marchou durch den Kopf: „Wir brauchen eine Gewerkschaft.“ Seine Gewerkschaft, die Unia. Zusammen mit 64 Kolleginnen und Kollegen bittet Marchou die Unia, dass sie sie im Konsultationsverfahren vertrete. Bei Massenentlassungen schreibt das Gesetz eine Konsultation der Mitarbeitenden vor. Diese dürfen Vorschläge machen, wie der Stellenabbau zu verhindern oder abzumildern sei. (…). Christian Egg.
Work online, 17.1.2020.
Personen > Egg Christian. Boston Scientific Ecublens. Streik. Work online. 2020-01-17.
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17.01.2020 Iran
USA
Personen
Work
Oliver Fahrni
Iran
Volltext
US-Präsident ausser Kontrolle: Zündet Trump die Welt an? Iran ist das letzte Bollwerk gegen die US-Herrschaft über den Nahen Osten. Präsident Donald Trump will es brechen. Lastwagen dürften gerade riesige Mengen panierter Chicken Wings in die Bündner Berge karren: US-Präsident Donald Trump kommt an das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos, mit seinem Monstertross, Tochter, Schwiegersohn, Sicherheitsberater usw. Das Zeug verschlingt er eimerweise. Und kommandiert gerne:“Fast Food für alle“. Noch eine Sache, die dem iranischen Aussenminister Mohammad Javad Zarif erspart bleibt. Auch er, der Architekt des Atomabkommens von 2015 mit den USA, Europa, Russland und China, war in Davos erwartet worden. Zarif hat in Amerika studiert, ist kulturell Europa zugeneigt und der beliebteste Politiker in Teheran. Nach der Ermordung des iranischen Generals Qasem Soleimani am 3. Januar auf persönlichen Befehl von Trump stornierte Zarif seinen Davos-Trip. Er nannte US-Aussenminister Mike Pompeo einen“«arroganten Clown“ und freute sich, „das Ende der US-Präsenz“ in der Region sei nun eingeläutet. Aussenpolitik ist Innenpolitik. Darüber wird sich Trump, der twitternde Fürst der Lügen (mehr als 15’000 hat die US-Zeitung „Washington Pos“» gezählt), mit dem irakischen Präsidenten unterhalten müssen: Barham Salih, Kurde und eigentlich ein Vasall der USA, hat am WEF den Beschluss des Parlaments in Bagdad im Gepäck, die US-Truppen aus dem Land zu werfen. (…).
Oliver Fahrni.
Work online, 17.1.2020.
Personen > Fahrni Oliver. USA. Donald Trump. Work online, 2020-01-17.
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25.11.1994 Schweiz
Demonstrationen Bern
Personen
SGB
Christiane Brunner
Antirassismus
Demonstrationen Bern
Volltext
Abstimmung über Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht. Nein zu stimmen ist eine Frage der Moral Am 25. September hat das- Schweizervolk das Antirassismus-Gesetz angenommen. Das war ein Sieg über alle Formen rassistischer Ideologien. Aus denselben Gründen müssen wir am ersten Dezemberwochenende die Zwangsmassnahmen im Ausländerrecht ablehnen. Überstürzt, unter dem Druck der äussersten Rechten und des Boulevardblattes „Blick“, hat das Parlament das entsprechende Gesetz verabschiedet. Die Drogenprobleme, besonders der Letten in Zürich, führten die Räte dazu, Drogen und Verbrechensbekämpfung sowie Ausländer- und besonders Asylpolitik, unheilvoll zu vermischen. Dieses Gesetz bedeutet einen Kniefall vor den fremdenfeindlichen und den Blocher-Kreisen. Aber diese Populisten sind nicht zu zähmen, indem man ihnen schmeichelnd entgegenkommt. So zu handeln bedeutet im Gegenteil, auf ihr Spiel einzutreten und sie zu stärken. - Ein Nein zu diesem Gesetz ist ein Nein zu Fremdenfeindlichkeit. Das Gesetz löst das Drogenproblem nicht . Die Befürworter der Zwangsmassnahmen bieten allzu billige Lösungen an. Ihnen zufolge reicht es, ausländische Menschen, die unter Verdacht des Drogenhandels stehen, zurückzuschicken. So verschwände die Drogenmisere, behaupten sie. (…).
Christiane Brunner.
Der öffentliche Dienst, 25.11.1994.
Personen > Brunner Christiane. Antirassismus. Abstimmung. OeD, 1994-11-25.
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30.09.1994 Schweiz
Landwirtschaft
Öffentlicher Dienst, Der
Personen
Margrit Meier
Landwirtschaft
Subvention
Volltext
Agrarsubventionen . nur mit klarem Leistungsauftrag. SGB: Ökologische Auflagen zwingend. Der Bauernverband fordert jährlich 220 Millionen Franken mehr an Direktzahlungen. Die bürgerlichen Parteien wollen panikartig sparen - vor allem bei den Sozialversicherungen. Für den Schweizerischen Gewerkschaftsbund SGB geht die Rechnung, gleichzeitig den „Tatbestand Bauer" an sich als subventionswürdig und bedürftig zu erklären, nicht auf. Der SGB bekennt sich in seinem Agrarleitbild zu folgenden zwei Hauptzielen: Erstens zu einer hochwertigen Nahrungsmittelversorgung zu Preisen, die sich schrittweise dem europäischen Niveau annähern. Zweitens zu Schutz und Pflege von Natur und Landschaft sowie zur Förderung der umwelt- und tiergerechten Produktion. Direktzahlungen an ökologische Auflagen binden Beide Ziele sind für den SGB gleichwertig. Was heisst das konkret? Es heisst punkto Instrumente der Landwirtschaftspolitik, dass produktunabhängige Direktzahlungen zwingend an ökologische und/oder extensivierende Auflagen zu binden sind. Als ökologischer Mindeststandard ist die integrierte Produktion anzustreben. Was nicht mindestens diesem Standard entspricht, darf nicht länger subventionswürdig sein; (…).
Margrit Meier.
Der öffentliche Dienst, 30.9.1994.
Personen > Meier Margrit. Landwirtschaft. Subventionen. OeD, 1994-09-30.
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30.09.1994 Schweiz
Emigranten
Personen
SGB
Karl Aeschbach
Saisonnierstatut
Volltext
Der SGB will Fortschritte in der Ausländerpolitik. Saisonnierstatut: überreif zum Fall. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB ist in diesen Tagen mit einer Eingabe an den Bundesrat gelangt, die Fortschritte in verschiedenen Bereichen der Ausländerpolitik verlangt. Es geht vor allem um die Überwindung des Saisonnierstatuts und um eine aktive Integrationspolitik. In diesen Fragen müssen rasch dringende Reformen, die sich seit langem aufdrängen, verwirklicht werden, fordert der SGB. Der Bundesrat hatte Anfang 1993 angekündigt, er wolle das diskriminierende Saisonnierstatut aufheben und durch eine mit dem europäischen Recht vereinbarte Regelung ersetzen. In der Folge arbeitete das Biga Vorschläge für ein neues Kurzaufenthalterstatut aus. Dieses Projekt hätte zwar nicht alle Diskriminierungen des heutigen Saisonnierstatuts (kein Familiennachzug, keine berufliche Mobilität, Zwang zur Ausreise am Ende der Saison) beseitigt, aber zumindest den Weg zu deren Überwindung geöffnet. Die Vorlage wurde jedoch im Bundesrat blockiert. Dies aus der Befürchtung heraus, damit könnte ein Präjudiz für die bilateralen Verhandlungen mit der Europäischen Union geschaffen werden. Der SGB teilt diese Befürchtungen nicht. Die EU hat wiederholt klar gemacht, dass es ohne Verwirklichung der Freizügigkeit der Personen keine substantiellen Verhandlungsergebnisse geben könne. Es liegt daher im unmittelbaren Interesse der Schweiz, das überholte Saisonnierstatut abzulösen. (…).  Karl Aeschbach.
SGB, 30.9.1994.
Personen >  Aeschbach Karl. Saisonnierstatut. SGB, 1994-09-30.
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17.01.2020 BS Kanton
Petri Holding AG
Syndicom

Betriebsschliessung
Petri Holding AG
Volltext
Handeln nach dem Prinzip Hoffnung, zu Lasten der Angestellten. „Die Medienmacher AG“ hat ihre Bilanz deponiert. Rund 60 Angestellte verlieren ihren Job und befürchten Lohnausfälle. Syndicom sichert den Betroffenen die volle Unterstützung zu. Wie der Konzern der Petri Holding AG am 15. Januar bekannt gab, hat „Die Medienmacher AG“ ihren Betrieb eingestellt. Die Bilanz wurde am selben Tag hinterlegt. Der Niedergang des Unternehmens der Medienmacher AG (die Presseabteilung der Petri Holding AG-Gruppe) begann mit der Namensänderung Anfang 2019. Damals wurde aus der Schwabe AG die „Die Medienmacher AG“. Diese Neuausrichtung hatte nicht den erhofften Erfolg. Schon im September desselben Jahres kündigte Petri Holding eine Umstrukturierung des Konzerns an. Dieser Restrukturierung fielen 30 Arbeitsplätze zum Opfer. Etwa die Hälfte davon wurden bei der Medienmacher AG abgebaut. Damals wurde ein Sozialplan ausgehandelt. Nur vier Monate später und bevor diese neuerliche Reorganisation abgeschlossen ist, hat „Die Medienmacher AG“ am 15. Januar 2020 Insolvenz angemeldet. Syndicom unterstützt die Belegschaft. Dass die Petri Holding so lange ohne erkennbare Strategie handelte, hat gravierende Folgen für die Beschäftigten: Sie verlieren ihren Arbeitsplatz. Als wäre dies nicht schlimm genug, müssen sie um ihre Löhne fürchten. Zurzeit ist unklar, ob aus der Konkursmasse genügend Geld für die geschuldeten Löhne zur Verfügung steht. Davon betroffen sind langjährige Mitarbeitende - (…).
Symdicom, 17.1.2020.
Syndicom > Petri Holding AG. Betriebsschliessung. Syndicom, 2020-01-17.
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17.01.2020 Schweiz
Unia Schweiz
WEF

Demonstration
Klimawandel
Volltext
WEF
World Economic Forum in Davos. Die Unia unterstützt WEF-Protestwanderung im Zeichen der Klimagerechtigkeit. Die Gewerkschaft Unia unterstützt die eindringlichen Appelle der Klimajugend an die Regierungschefs, die sich nächste Woche am WEF in Davos treffen. Die Unia kritisiert das Stelldichein der Privilegierten hinter verschlossenen Türen und ruft zur Beteiligung an der WEF-Protestwanderung auf. Wie jedes Jahr treffen sich nächste Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Wirtschaftseliten dieser Welt am WEF in Davos. Sie besprechen Themen, die weitreichende Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft haben; Themen, von denen Arbeitnehmende speziell betroffen sind. Diese dürfen aber weder mitdiskutieren, noch werden sie angehört. Stelldichein der Privilegierten. Das WEF ist Teil einer neoliberalen (Wirtschafts-)Politik, die Arbeitnehmende schamlos ausbeutet: Statt reale Massnahmen zu treffen, um Abzockerlöhnen den Riegel zu schieben, Lohndiskriminierung zu bekämpfen oder neue Technologien zum Nutzen aller einzuführen, kolportieren die Regierungschef hinter verschlossenen Türen ein von Profit getriebenes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das geradewegs in die Umwelt- und soziale Katastrophe führt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.1.2020.
Unia Schweiz > WEF. Klimawandel. Unia Schweiz, 2020-01-17.
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17.01.2020 Iran
USA
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Klimawandel
Krieg
Volltext
Buschbrände und Brandstifter. Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat: In Australien brennt das Buschland. Seit letztem Oktober frassen die Flammen in Down Under zweieinhalb Mal die Fläche der Schweiz. Und immer noch ist Australiens reaktionärer Premier Scott Morrison Klimaleugner. In bester Gesellschaft übrigens. Auch Bauer Marcel Dettling, der im Rennen ums SVP-Präsidium als Favorit gilt, nimmt das Wetter, wie es kommt: „Egal, ob es zu viel regnet oder zu wenig Schnee hat – immer soll gleich der Klimawandel verantwortlich sein!“ So mault einer (in der NZZ), der schon vor zwei Jahren für Klima-Schlagzeilen sorgte. Weil er sagte, für die Klimaerwärmung sei „eine höhere Macht“ verantwortlich. Glauben versetzt halt Berge. Blöd nur, dass sich diese tatsächlich bewegen: Obenabä! Denn schon droht im Aostatal am Mont-Blanc ein Gletscherabbruch. Das neue Jahr beginnt, wie das alte aufgehört hat. Blondes Gift. Nur einem brennt’s und bröckelt’s auf diesem Planeten noch nicht genug. Dem blonden Gift im Weissen Haus. Deshalb liess Donald Trump schnell einen iranischen General liquidieren. Das ist einmalig in der ganzen gewalttätigen Geschichte der Menschheit. Eine Kriegserklärung ohne Krieg. Die uns an den Rand eines Krieges bringt, wie work-Autor Oliver Fahrni analysiert. Denn: „Soleimanis Liquidierung ist nur die bisher letzte einer langen Reihe von katastrophalen westlichen Interventionen, die ungezählte Kriege und einen scharf radikalisierten politischen Islam hervorgebracht haben.“ Wer aber stoppt Brandstifter Trump? (…).  Work online, 17.1.2020.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Iran. USA. Work online, 2020-01-17.
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01.01.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Mieter- und Mieterinnen-Verband

Initiativen Schweiz
Mietzinse
Volltext
Wohnungsmieten
Häufig gestellte Fragen zur Initiative. Wieso braucht es die Initiative - gibt es nicht eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt? Leider nein. Aktuelle Zahlen des Bundesamtes für Statistik zeigen: Seit 2005 sind die Mieten gemäss Mietpreisindex um fast 19 Prozent angestiegen, während sich die allgemeine Teuerung in der gleichen Zeit bei unter 5 Prozent bewegte. Auch bei der Verfügbarkeit von Wohnraum kann nicht von einer Entspannung gesprochen werden. Es gibt zwar in gewissen Gebieten leerstehende Neubauten. Sie sind jedoch oft zu teuer und befinden sich nicht dort, wo die Menschen wohnen wollen. Besonders in städtischen Gebieten ist freier Wohnraum nach wie vor Mangelware und die Mieten sind hoch. Die Initiative fordert bei den Neubauten einen Anteil von 10 Prozent gemeinnützige Wohnungen. Ist das realistisch? Bei einer Annahme der Initiative müssen Bund und Kantone sicherstellen, dass vor allem dort gemeinnützige Wohnungen entstehen, wo es an bezahlbarem Wohnraum fehlt. Also vor allem in Städten und Agglomerationen. Dort muss der Anteil deutlich über 10 Prozent liegen. In Regionen mit genügend bezahlbaren Wohnungen dagegen können es auch weniger als 10 Prozent sein. Führt die Initiative nicht zu viel mehr Bürokratie, wenn die Behörde bei jeder Baubewilligung die Umsetzung der Initiative prüfen muss? (…).
M+W, 1.1.2020.
Mieterverband > Wohnungsmieten. Initiative. M+W, 2020-01-01.
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16.01.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Johannes Gruber
Einbürgerung
initiative
SVP
Volltext
Mit Entrechtung gegen Entrechtung? Soeben hat der Bundesrat die Abstimmung über die SVP-Begrenzungsinitiative auf den 17. Mai festgesetzt. Anscheinend will eine Mehrheit seiner Mitglieder diese Abstimmung unter anderem dadurch gewinnen, dass Menschen aus sogenannten „Drittstaaten“ (ohne Schweizer oder EU-Staatsbürgerschaft) weiter entrechtet werden. Auf Antrag Karin Keller-Sutters hat der Bundesrat beschlossen, Änderungen des „Ausländergesetzes“ in Angriff zu nehmen, die das Ziel haben, Ausländern aus Drittstaaten, die Sozialhilfe beziehen, leichter die Niederlassungsbewilligung C entziehen zu können, den Zugang zur Aufenthaltsbewilligung B zu erschweren und die Sozialhilfe für Ausländer mit B-Ausweis zu senken. Nur durch ein beherztes Intervenieren von Viola Amherd (CVP) und den beiden SP-Bundesräten Alan Berset und Simonetta Sommaruga konnte eine „Sippenhaft für Ausländerkinde“» (Tagesanzeiger) verhindert werden: Keller-Sutter plante auch, Kinder, deren Eltern Sozialhilfe beziehen, von der Möglichkeit zur Einbürgerung auszuschliessen. Diese Vorstösse zeigen, dass die Schweizer Migrationspolitik weniger vom Ziel der „Integration“» von Migrant*innen als der Repression geprägt ist. Solche Angriffe auf die Rechte von ohnehin schon unterprivilegierten Menschen sind ein Armutszeugnis. Wer glaubt, durch eine xenophobe Politik Mehrheiten gegen eine xenophobe Volksinitiative erlangen zu können, täuscht sich. Fremdenfeindlichkeit lässt sich nicht gezielt auf eine Gruppe (…).  Johannes Gruber.
VPOD Schweiz, 16.1.2020.
Personen > Gruber Johannes.. Einbuergerungen. Initiative. VPOD Schweiz, 2020-01-16.
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09.01.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Patrick Kummer
Immobilien
Liegenschaften
SBB
Volltext
SBB Immobilien. Auf Anstoss des SEV plant SBB Immobilien mehr Zeit für Reorganisation „Silhouette“ein. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erachtete den Zeitplan von „Silhouette“ als zu ambitioniert und forderte von SBB Immobilien genügend Zeit, um Mitarbeitende und Führungskräfte einzubeziehen, anzuhören und ernst zu nehmen. Die Leitung von SBB Immobilien hat sich die Vorschläge des SEV zu Herzen genommen und mehr Zeit eingeräumt. Um die Zusammenarbeit, die Wirkung und die Leistung der Bereiche Bewirtschaftung (BW), Facility Management (FM) und Portfolio Management (PF) bei SBB Immobilien zu verbessern, wird durch die Reorganisation «Silhouette» bei SBB Immobilien eine ganzheitliche Prozesslandschaft angestrebt. Die interne Zusammenarbeit soll vereinfacht und ein durchgängiges und transparentes Laufbahnmodell eingeführt werden. Der SEV hat zur Reorganisation Stellung bezogen. Als Resultat wurde der Go-live Termin verschoben, es steht mehr Zeit für Information und Einbezug der Betroffenen zur Verfügung und GAV-Verträge können behalten werden, auch wenn eine Stelle mit einem OR-Vertrag ausgeschrieben sein sollte.. Das Personal soll aus Sicht des SEV nicht nur frühzeitig auf die anstehenden Veränderungen durch umfassende und angemessene Information vorbereitet, sondern auch in die Gestaltung der Veränderungen mit einbezogen werden. Das forderte der SEV von SBB Immobilien. (…).
SEV, 9.1.2020.
Personen > Kummer Patrick. SBB. Immobilien. SEV, 2020-01-09.
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15.01.2020 Frankreich
Gewerkschaften
SEV Schweiz
Streik

Fotos
Solidarität
Streik
Volltext
Streik in Frankreich. „Euer Kampf, unsere Solidarität“. Euer Kampf, unsere Solidarität: Das ist die Solidaritätsbekundung der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV gegenüber den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern in Frankreich, welche seit dem 5. Dezember gegen die Rentenreform streiken.
SEV, 15.1.2010.
SEV > Frankreich. Streik. SEV, 2020-01-15.
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20.03.1997 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesgericht
Löhne

Lehrkräfte
Löhne
Volltext
Bundesgericht gegen Logopädin. Schulisch, nicht medizinisch. Der Kanton Bern darf Sprachheil-Lehrkräften ohne Lehrerinnenpatent zehn Prozent weniger Lohn bezahlen als jenen mit Seminarabschluss. Die schlechtere Besoldung für Logpädlnnen mit Matura verstösst laut Bundesgericht nicht gegen das Gebot der Gleichbehandlung. Die Lohndifferenz begründete das bernische Verwaltungsgericht damit, logopädische Lehrkräfte mit Primarlehrerlnnenpatent hätten ein breiteres Wissen für die übrigen schulischen Angelegenheiten. Dank ihrer methodischen, didaktischen und pädagogischen Kennmisse sei von ihnen auch im Spezialgebiet ein besserer Erfolg und eine optimale Zusammenarbeit im Lehrkörper zu erwarten. Zudem dauere der Weg zum Seminarabschluss länger als der zur Matura. Das Bundesgericht kann die bernischen Überlegungen nachvollziehen. Es sei sachlich haltbar, die Lehrerlnnenausbildung als nützlich für den Logopädlnnenberuf zu betrachten. Das höchste Gericht liess sich von der Ansicht logopädischer Fachkreise nicht überzeugen, wonach der Unterschied zwischen Matura und LehrerInnenpatent für die Sprachheil-Kennmisse keine massgebende Rolle spielt. Der Kanton Bem betrachte die Logopädie als schulische und nicht als medizinische Tätigkeit. Sie sei als Spezialunterricht ins Schulsystem integriert, Deshalb dürfe ein Kanton auf die schulbezogene Vorbildung abstellen. (…).
Berner Tagwacht, 20.3.97.
Berner Tagwacht > Loehne. Lehrkraefte. TW, 1993-03-20.
Ganzer Text
15.01.2020 Schweiz
Löhne
Sunrise
Syndicom

Lohnerhöhungen
Syndicom
Volltext
Lohnsummenerhöhung um ein Prozent für die Mitarbeitenden bei Sunrise. Die Lohnverhandlungen zwischen dem Telecom-Unternehmen Sunrise und der Gewerkschaft Syndicom haben zu einem erfreulichen Resultat geführt: Per 1. April 2020 wird die Lohnsumme für Lohnerhöhungen um 1% angehoben. Das Resultat dieser Lohnverhandlungen gilt für Mitarbeitende, die dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Sunrise unterstellt sind. Die Massnahmen, die bei den Lohnverhandlungen vereinbart wurden, liegen damit deutlich über der letztjährigen Jahresteuerung. Dieses Ergebnis ist besonders dem Umstand zu verdanken, dass bei Sunrise eine bewährte Sozialpartnerschaft mit zwei starken Sozialpartnern gelebt wird.
Syndicon, 15.1.2020.
Syndicom > Sunrise. Lohnerhoehung. Syndicom, 2020-01-15.
Ganzer Text
14.06.1997 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung
Löhne

Bundespersonal
Lohnkürzungen
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Zulagen und Vergütungen unter der Sparlupe. Lohnkürzungen bei Bundespersonal? 60 Millionen. Das nächste Lohnmassnahmenpaket für das Bundespersonal könnte auch Kürzungen bei Zulagen und Vergütungen umfassen. Das Eidgenössische Personalamt hat bei der Überprüfung dieses Bereichs ein Sparpotential von maximal 60 Millionen Franken ausgemacht. 1996 wurden in der allgemeinen Bundesverwaltung, den SBB und der PTT rund 700 Millionen Franken an Zulagen und Vergütungen (ohne Spesen) ausgerichtet. Bei Lohnausgaben von 14 Milliarden Franken für die rund 140'000 Beschäftigten entspricht das rund 5 Prozent. Davon entfallen rund 330 Millionen auf Sozialzulagen, die nicht zur Diskussion gestellt werden, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) gestern mitteilte. Durchaus zur Debatte stehen indes andere Bereiche: Vergütungen für unregelmässige Schichtung der Arbeitszeit, für Nacht- und Sonntagsdienst. für Stellvertretungen und Überzeit sowie die Auslandzulagen für Diplomaten und die Flugzulagen im EMD und EVED. Das Personalamt zeigt in seinem Zwischenbericht an das EFD Einsparmöglichkeiten von 60 Millionen Franken auf. (…).
Berner Tagwacht, 14.6.1997.
Berner Tagwacht > Bundespersonal. Lohnkuerzungen. TW, 1997-06-14.
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18.01.1997 Schweiz
Berner Tagwacht
Lehrkräfte

Lehrkräfte
Löhne
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Lehrerlnnenbesoldungen. Umverteilung. Lastenausgleich. Die bernischen Gemeinden sollen ab 1998 mehr an die Gehälter der Lehrkräfte an der Volksschule und im Kindergarten bezahlen. Der Kanton übernimmt dafür vollständig die Besoldungskosten an den Gymnasien und Fachhochschulen. Für die Gesamtheit der Gemeinden ist dieser Wechsel kostenneutral. Mit der auf Anfang 1998 vorgesehenen Kantonalisierung der Gymnasien und der Schaffung der neuen Fachhochschulen übernimmt der Kanton zusätzliche finanzielle Lasten. Er will sie durch die Änderung des Lastenverteilungsschlüssels bei den LehrerInnenbesoldungen des Kindergartens und der Volksschule teilweise wieder ausgleichen. Bisher haben die Gemeinden zwei Drittel dieser Besoldungskosten getragen, ab 1998 sollen sie 72 Prozent übernehmen. Dafür entfallen die bisherigen Standort- und Wohnsitzbeiträge an die Gymnasien und Ingenieurschulen in der Grössenordnung von 17,4 Millionen Franken. Die Lastenverschiebung zwischen Kanton und Gemeinden beträgt insgesamt rund 52 Millionen Franken. (…).
Berner Tagwacht, 18.1.1997.
Berner Tagwacht > Loehne. Lehrkraefte. TW, 1997-01-18.
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09.12.1993 Schweiz
Berner Tagwacht
IBM Schweiz
Löhne

IBM Scchweiz
Löhne
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Zehn Prozent weniger Grundlohn. Die IBM Schweiz führt per 1. Januar 1994 ein neues Salärsystem ein. Künftig werden die Gehälter der 1‘950 Angestellten des Unternehmens in ein Basis-Salär und Prämien aufgeteilt. Die Prämien sind abhängig vom geschäftlichen Erfolg und von der individuellen Leistung der einzelnen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wie die IBM Schweiz am Mittwoch bekanntgab. Künftig werden die IBM-Angestellten ein Basis-Salär von 90 Prozent des bisherigen Gehaltes ausbezahlt bekommen. Rund 10 Prozent des Gehaltes sind abhängig von der individuellen Leistung und vom geschäftlichen Erfolg, gemessen an der Kundenzufriedenheit. dem Umsatz und dem Kosten/Umsatzverhältnis. Bei sehr gutem Geschäftsgang können diese Prämien bis zum Doppelten ausmachen. Rund die Hälfte der Beschäftigten erhalte für 1994 eine Lohnerhöhung von rund 3 Prozent. Zwischen 10 und 20 Prozent der Angestellten müssen eine Lohnkürzung in Kauf nehmen, die in Einzelfällen bis zu 20 Prozent betrage. Betroffen davon seien vor allem Jahresgehälter über 100'000 Franken.
Berner Tagwacht, 9.12.1993.
Berner Tagwacht > IBM Schweiz. Loehne. TW, 1993-12-09.
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20.09.1993 Schweiz
Berner Tagwacht
Nationalrat

Lohndumping
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Nationalrat lehnt erstmals Eurogesetz ab. Gegen Lohndumping . Erstmals seit der Eurolexdebatte der eidgenössischen Räte ist eine Gesetzvorlage durchgefallen. Mit knappen 69 zu 65 Stimmen hat der Nationalrat Anpassungen im Arbeitsvermittlungsgesetz abgelehnt. Gegen den Willen des Bundesrates überwies der Rat Motionen für den Schutz der Arbeitnehmerinnen gegen Lohndumping. Mit der vom Ständerat bereits genehmigten Änderung des Bundesgesetzes über die Arbeitsvermittlung und den Personalverleih sollte erreicht werden, dass Vermittler und Personalverleiher mit Sitz in einem EWR-Staat künftig ihre Dienstleistung in der Schweiz unter den gleichen Bedingungen anbieten können wie Schweizer. Der Nationalrat folgte dem Ständerat und führte das Gegenrecht für Schweizer Unternehmen ein. In der Gesamtabstimmung wurde jedoch die ganze Gesetzesänderung von der Linken mit Hilfe der EWR-Gegner knapp abgelehnt. Die Vorlage geht damit zurück an den Ständerat und die grosse Kammer erhält noch einmal Gelegenheit darüber abzustimmen. Falls sie wieder ablehnt, ist dieser Beschluss endgültig. Sieg der Linken. Die linken und grünen Fraktionen wollten anhand von Arbeitnehmerschutzbestimrnungen im Obligationenrecht für die vom Ausland in die Schweiz vermittelten Arbeitnehrnerlnnen „minimale soziale Leitplanken“ setzen. (…).
Berner Tagwacht, 25.9.1993.
Berner Tagwacht > Lohndumping. Eurolex. TW, 1993-09-25.
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06.02.1993 Solothurn
Delta-Spag AG
Löhne
Solothurner AZ

Delta-Spag AG
Lohnzahlung
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Aufatmen bei Delta-Sbag in Solothurn. Löhne ausbezahlt. Erleichterung für die Angestellten der Delta-Sbag Präzisionstechnik AG in Solothurn: Gestern nachmitttag bekamen sie ihre Januarlöhne , ausbezahlt. Nach dem spurlosen Verschwinden des Verwaltungsratsdelegierten und Geschäftsführers Jacques Gremaud zu Beginn der Woche läuft Produktion und Auslieferung des Betriebs normal. Nach wie vor steht Verwaltungsratspräsident Hans-Peter Unger, der die Geschäftsführung der Delta-Shag kurzfristig übernommen hat, vor einem Rätsel, was das Verschwinden Gremauds betrifft. Das Geschäft steckt nicht in einer Krise, die einen solchen Schritt erklären könnte. Die Firma habe zwar wie andere Unternehmen auch mit der schwierigen Wirtschaftslage zu kämpfen, sagte er gegenüber dieser Zeitung. Sie verfüge aber über einen tollen Maschinenbestand, gute Mitarbeiter und einen guten Auftragsbestand. Hinweise darauf, dass Gremaud Geld aus dem Unternehmen veruntreut habe, gebe es bis jetzt keine, sagte Unger. Die Banken haben denn auch grünes Licht für die Auszahlung der Januarlöhne an die 140 Angestellten gegeben. Unger ist bestrebt, mit aller Intensität darauf hinzuarbeiten, dass das Geschäft in eine gute Zukunft geführt werden kann. Die neue Struktur der Unternehmungsführung steht noch nicht fest. (…).
SoAZ. 6.2.1993.
SoAZ > Delta-Spag AG. Loehne. SoAZ, 1993-02-06.
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