Gewerkschaftschronik
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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
18.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Syndicom

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Erfolgreicher Widerstand gegen längere Arbeitszeit. Widerstand der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit gegen eine Aushöhlung des Arbeitsgesetzes zeigt endlich Wirkung: Der Ständerat verzichtet darauf, die Arbeitszeiterfassungspflicht für weite Kreise der Arbeitnehmenden abzuschaffen. Damit bleibt ein zentrales Instrument erhalten, das die Arbeitnehmenden vor Gratisarbeit und überlangen Arbeitszeiten schützt. Mit dem Entscheid, eine parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zu beerdigen, räumt der Ständerat ein, dass die Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen und auf breiten Widerstand von Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und Kantonen stossen. Die Umsetzung der Initiative Keller-Sutter hätte mit der Arbeitszeiterfassungspflicht das Instrument zerstört, das überhaupt erst die Kontrolle der Höchstarbeitszeiten und Überzeit erlaubt. Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26 Prozent der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Dieser Schritt reicht der Allianz aus Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und AssistenzärztInnen aber noch lange nicht. Jetzt müssen der Ständerat und die zuständige Wirtschaftskommission auch die Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufzuweichen. Deshalb muss auch die entsprechende parlamentarische Initiative von Ständerat Konrad Graber beerdigt werden. In Zeiten, in denen Studien eine stetige (…).
Syndicom, 18.9.2019.
SGB > Arbeitszeit. Syndicom, 2019-09-18.
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18.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Erfolgreicher Widerstand gegen längere Arbeitszeit. Medienmitteilung der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit. Der Widerstand der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit gegen eine Aushöhlung des Arbeitsgesetzes zeigt endlich Wirkung: Der Ständerat verzichtet darauf, die Arbeitszeiterfassungspflicht für weite Kreise der Arbeitnehmenden abzuschaffen. Damit bleibt ein zentrales Instrument erhalten, das die Arbeitnehmenden vor Gratisarbeit und überlangen Arbeitszeiten schützt. Mit dem Entscheid, eine parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zu beerdigen, räumt der Ständerat ein, dass die Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen und auf breiten Widerstand von Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und Kantonen stossen. Die Umsetzung der Initiative Keller-Sutter hätte mit der Arbeitszeiterfassungspflicht das Instrument zerstört, das überhaupt erst die Kontrolle der Höchstarbeitszeiten und Überzeit erlaubt. Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26 Prozent der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Dieser Schritt reicht der Allianz aus Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und AssistenzärztInnen aber noch lange nicht. Jetzt müssen der Ständerat und die zuständige Wirtschaftskommission auch die Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufz(…).
Luca Cirigliano.
SGB, 18.9.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Arbeitszeit. SGB, 2019-09-18.
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17.09.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Migros
Stellenabbau
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Stellenabbau bei der Migros Aare. Druck auf das Personal stoppen: Keine Entlassungen bei der Migros! Die Migros schraubt weiter am Personal. Nun ist die Migros Aare betroffen: Sie plant den Abbau von 300 Stellen – obwohl die Migros finanziell solid ist. Der Stellenabbau wird noch mehr Druck auf das bereits jetzt ausgelastete Personal ausüben. Die Unia erwartet vom grössten Arbeitgeber der Schweiz, dass er auf die Entlassungen verzichtet und interne Lösungen für das Personal findet. 2018 ist der Gewinn der Migros Aare gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gestiegen: Er beträgt 36 Millionen Franken. Auch die Arbeitsproduktivität und damit der Gewinn pro Kopf sind bei Migros in den letzten Jahren ständig gestiegen. Obwohl die Migros finanziell stabil ist, plant sie einen weiteren Stellenabbau. Betroffen sind 300 Stellen bei der Migros Aare. Die Unia kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Sie erwartet vom grössten Arbeitgeber der Schweiz, der sich ausserdem als besonders sozialverantwortlich bezeichnet, interne Lösungen für die betroffenen Angestellten zu finden, um Entlassungen zu vermeiden. Und mehr noch: Obwohl das Personal hart dafür arbeitet, dass die Migros prosperieren kann, hat sich dies kaum auf die Löhne des Personals ausgewirkt. Die Reallohnentwicklung ist letztes Jahr sogar um 0,2 Prozent gesunken. Nein zu noch mehr Stress. Bei einem weiteren Stellenabbau ergibt sich eine zunehmende Verdichtung der Arbeit für das verbleibende Personal. Das heisst auch: Mehr Stress für die bereits jetzt ausgelasteten (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.9.2019.
Unia Schweiz > Migros. Stellenabbau. Unia Schweiz, 2019-09-17.
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16.09.2019 Schweiz
Syndicom

GAV
Medienschaffende
Mindestlöhne
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Syndicom-Umfrage zum GAV: Ohne Mindestlöhne und Sozialpläne geht gar nichts! Die meisten Medienschaffenden lehnen das aktuelle Verhandlungsergebnis zum neuen Medien-GAV für die Deutschschweiz und das Tessin ab. Das zeigt eine Umfrage von Syndicom. Über 400 Journalistinnen und Journalisten nahmen daran teil. Ihr Verdikt ist klar: 82 Prozent der Teilnehmenden genügt der jetzige GAV-Entwurf nicht. Medien-GAV muss Lösungen liefern. Was fehlt? Auch darauf geben die befragten Journalist*innen, Fotograf*innen, Produzent*innen, Korrektor*innen, etc. eine eindeutige Antwort: Mindestlöhne und -honorare sind ihnen mit Abstand am wichtigsten. Je nach Region sollen Journalist*innen mindestens 5'200 bis 5'900 Franken monatlich verdienen. An zweiter Stelle folgt die Lohnentwicklung nach Berufsjahren (bei den Festangestellten) und der Geltungsbereich (bei den Freien). Auf Platz drei setzen die Befragten klare Regeln für Sozialpläne: eine Verhandlungspflicht unter Beteiligung der Gewerkschaften und eine Mindestfinanzierung pro abgebauter Stelle. Die vierte Forderung nach Verbriefung der redaktionellen Unabhängigkeit im GAV spaltet die Meinungen: die eine Hälfte der Teilnehmenden fand diese wichtig, die andere nicht. Und an fünfter Stelle kam eine im GAV zu definierende Wochenarbeitszeit von 40 oder 42 Stunden. Gerade junge Medienschaffende haben mit tiefen Einstiegslöhnen und fehlender Lohnentwicklung zu kämpfen. Zudem erhalten Frauen in der Branche weniger Geld für dieselbe Arbeit. Stetiger Stellenabbau verunsichert die Medienschaffenden. Angesichts dessen überraschen die Resultate der (…).
Syndicom, 16.9.2019.
Syndicom > Medienschaffende. GAV. Syndicom, 2019-09-16.
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13.09.2019 Muotathal
Personen
Post
Work
Patricia D Incau
Betriebsschliessungen
Poststellen
Volltext
Elsy Föhn (89) und Luise Bürgler (78) kämpfen für ihre Post: „Der Bundesrat muss endlich handeln!“. Zwei Seniorinnen gehen in Muotathal gegen die Poststellenschliessung auf die Barrikaden: Im Nu haben sie 500 Unterschriften gesammelt. Und Post-Ministerin Simonetta Sommaruga eingeschaltet. „Es ist eine Frechheit“, sagt Luise Bürgler (78), und Schwägerin Elsy Föhn (89) doppelt nach: „Vier Poststellen gab es früher hier in der Gegend. Und jetzt wollen sie uns die letzte auch noch nehmen!“ Die beiden Frauen sitzen in der Stube von Elsy Föhns altem Bauernhaus. Es gibt Kaffee, Kuchen und Ärger. Viel Ärger. Über die Post-Spitze, die landauf landab Filialen zumacht und den Service public ausdünnt. Bis 2020 soll jede dritte Poststelle von der Schweizer Karte verschwinden. Jene in Muotathal steht ganz oben auf der „Todesliste“. Dabei sei die Filiale immer gut besucht, erzählt Luise Bürgler. „Zu jeder Uhrzeit ist da eine Schlange.“ Aber die Post-Chefs, „die wollen ja nur noch die Filetstücke“: die Geschäftsbereiche, die Millionen einbringen. Deshalb sollen die 3600 Muotathalerinnen und Muotathaler ihre Briefe und Päckli künftig im kleinen Volg-Laden im Dorf abgeben. Starttermin: Januar 2021. So haben es Gemeinderat und Post abgemacht. Aber wie das dann genau funktioniert, wissen offenbar noch nicht einmal die Verantwortlichen. Bürgler erzählt: „Ich habe einen Gemeinderat gefragt: Du, wo soll da denn noch die Post hin? Da hat es jetzt schon kaum Platz. Und der meinte: ‚Das weiss ich auch nicht.“ Sauer auf Schwaller. (…). Patricia D'Incau.
Work online, 13.9.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Poststellen. Betriebsschliessung. Work online, 2019-09-13
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13.09.2019 Schweiz
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Datenschutz
Volltext
Für ein Datenschutzgesetz das wirklich schützt! Der Nationalrat muss nachbessern. Ein zahnloses Datenschutzgesetz (DSG), das gegen Grundrechte verstösst, den Status Quo verschlechtert und nicht EU-kompatibel ist: Bessert der Nationalrat nicht nach, gehört das Ding zurückgewiesen. Sogar die NZZ konnte nicht umhin, zu vermelden: Der Entwurf für ein neues Datenschutzgesetz sei ungenügend, warne der eidgenössische Datenschutzbeauftragte. Ohne Nachbesserungen könnte die EU der Schweiz gar die Gleichwertigkeit absprechen. Note: ungenügend. Was ist passiert? Das Parlament fasste den Auftrag, den Datenschutz zu stärken und dem digitalen Wandel anzupassen. Gemacht hat es fast das Gegenteil. Jedenfalls kann von einer Stärkung, so wie es die EU mit ihrem neuen Datenschutzrecht gemacht hat, nicht die Rede sein. Für Arbeitnehmende besonders stossend ist, dass die Parlamentsmehrheit in Art. 4 nicht einmal die Bearbeitung hochsensibler Daten wie Gewerkschaftsmitgliedschaft schützen will. Dies wäre ein offener Bruch mit von der Schweiz ratifiziertem Völkerrecht, u.a. der EMRK sowie einschlägiger ILO-Konventionen. Die EU ist derzeit daran, das Datenschutzniveau von Drittstaaten inklusive der Schweiz zu überprüfen. Das Bundesamt für Justiz musste Fragen beantworten zur heutigen gesetzlichen Situation, zum Stand der laufenden Gesetzesrevision sowie zu den konkreten Aufgaben und Ressourcen des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten. Die Resultate der Überprüfung (…). Luca Cirigliano.
SGB, 13.9.2019
Personen > Cirigliano Luca. Datenschutz. EU. SGB, 2019-09-13.
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15.09.2019 Zürich
Antirassismus
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Antirassismus
Sport
Volltext
491 Teilnehmende beim 18. Lauf gegen Rassismus. Beim 18. Lauf gegen Rassismus wurde heute im dritten Jahr in Folge ein neuer Teilnehmenden-Rekord aufgestellt: 491 Läuferinnen und Läufer gingen an den Start. Der Verein Lauf gegen Rassismus rechnet mit etwa 150‘000 Fr. an Sponsoring- und Startgeldern. Mit den Einnahmen des Benefizlaufs werden vier nichtstaatliche Organisationen unterstützt, die Migrantinnen und Migranten kostenlose Rechtsberatung anbieten und deren soziale Integration fördern. Zu den Teilnehmenden gehörten etwa Ständerat Daniel Jositsch, die Nationalrätin Mattea Meyer und die Nationalräte Balthasar Glättli, Angelo Barrile und Thomas Hardegger, aber auch Meriam Terchoun, Ilan Sauter und Daniel Gygax vom FC Zürich. „Während der Druck auf abgewiesene Asylsuchende und Sans-Papiers im Kanton Zürich immer grösser wird, steigt auch das Interesse an unserem Benefizlauf von Jahr zu Jahr“, bilanziert Bewilligungsinhaber Björn Resener das Ergebnis. „Wir werten das als ein starkes Votum für eine offenere und solidarischere Gesellschaft“, so Resener.
GBKZ, 15.9.2019.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Antirassismus. Laufsport. GBKZ, 2019-09-15.
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14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Präsident
Volltext
Adrian Wüthrich als Präsident von Travail.Suisse bestätigt. Der Kongress von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat Adrian Wüthrich heute als Präsidenten wiedergewählt. Am Kongress 2015 wurde Adrian Wüthrich als neuer Travail.Suisse-Präsident gewählt. „Ich freue mich sehr, dass die Delegierten mir ihr Vertrauen für weitere vier Jahre ausgesprochen haben“, sagt Adrian Wüthrich am heutigen Kongress. Adrian Wüthrich ist seit Mai 2018 Mitglied des Nationalrats und hat als solches den Arbeitnehmenden eine starke Stimme verliehen. Als Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur kann er Travail.Suisse in wichtigen Bereichen wie etwa dem Vaterschaftsurlaub vertreten. Mit dem Politprogramm, das von den Delegierten am heutigen Kongress verabschiedet wird, habe sich Travail.Suisse viel vorgenommen, dessen ist sich Adrian Wüthrich bewusst. „Wir werden alles daran setzen, um möglichst viele dieser Ziele zu erreichen“. (…).
Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Praesident. Travail.Suisse, 2019-09-14.
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14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Digitalisierung
Volltext
Die Digitalisierung im Sinne der Arbeitnehmenden gestalten. Ein Schwerpunktthema des diesjährigen Kongress von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, war die Digitalisierung. Die Delegierten diskutierten die „Schlaglichter auf die Digitalisierung“ an einem Podiumsgespräch. Die Digitalisierung ist eines der Megathemen der heutigen Zeit. Travail.Suisse hat am heutigen Kongress die „Schlaglichter auf die Digitalisierung“ präsentiert. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit den Mitgliedverbänden von Travail.Suisse wurden diese Schlaglichter kritisch beleuchtet. Als Abschluss verabschiedeten die Delegierten die Resolution „Digitalisierung gestalten und (Weiter-) Bildung im Sinne des lebenslangen Lernens stärken“. Bildung ist ein zentrales Element für die Arbeitnehmenden. Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Völlig unabhängig davon, ob durch neue vernetzte Produktionsprozesse menschliche Arbeit ersetzt wird, oder ob es neue Aufgaben für Arbeitnehmende gibt: Der Arbeitsmarkt verändert sich und das hat Auswirklungen auf die Arbeitnehmenden. Die Arbeitnehmenden müssen ihre Qualifikationen den neuen Gegebenheiten anpassen, um arbeitsmarktfähig zu bleiben. Bildung wird also einen zentralen Stellenwert einnehmen. Es darf allerdings nicht sein, dass die damit verbundenen Investitionen einseitig zulasten der Arbeitnehmenden gehen. Die öffentliche Hand und die Arbeitgeber sind aufgefordert, die Arbeitnehmenden bei der Weiterbildung zeitlich und finanziell massgeblich zu unterstützen. (…).. Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Digitalisierung. Travail.Suisse, 2019-09-14.
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14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Kongress
Volltext
Kongress von Travail.Suisse: Gute Arbeit mitgestalten! Die Delegierten von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, haben an ihrem Kongress in Bern heute ihre Positionen und Forderungen für die kommenden vier Jahre definiert. Am Kongress von Travail.Suisse in Bern haben die Delegierten heute ihr Politprogramm für die Jahre 2019 bis 2023 verabschiedet. Die Positionen und Forderungen von Travail.Suisse stehen unter dem Titel „Gute Arbeit mitgestalten“. Ebenfalls verabschiedet wurden drei Resolutionen. Ältere Arbeitnehmende: Mehr Schutz auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der arbeitslosen und ausgesteuerten Personen über 50 ist in den wirtschaftlich schwierigen Jahren nach der Finanzkrise spürbar angestiegen. Die Zahl der sozialhilfebeziehenden 56 bis 64-jährigen hat sich seit 2011 sogar verdoppelt. Das „Barometer Gute Arbeit“ von Travail.Suisse zeigt, dass zwei Drittel der 46 bis 65-jährigen nicht oder kaum daran glauben, bei Stellenverlust wieder eine vergleichbare Arbeit zu finden. Es braucht deshalb eine sofortige Verbesserung für die älteren Arbeitnehmenden wie etwa eine funktionierende Weiterbildungspolitik und kostenlose Laufbahnberatungen, eine Analyse der Wirkungen und Effekte der Stellenmeldepflicht und allenfalls Anpassungen, um das Instrument effektiver zu machen. Ausserdem muss das Recht auf eine Rente aus dem Pensionskassensystem erhalten werden, auch bei einer allfälligen Aussteuerung kurz vor dem ordentlichen Pensionsalter. Eine zentrale Bedeutung(…).
Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Kongress 14.9.2019. Travail.Suisse, 2019-09-14.
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13.09.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Lobbysmus
Volltext
Wer regiert die Schweiz? Politik ist käuflich. Das wissen wir schon seit Hans Tschänis Grundlagenwerk über die Schweizer Filzokratie von 1983. Aber erst jetzt wissen wir ein bisschen mehr über die Dimensionen in Franken: Alleine die Versicherungen, Krankenkassen und der Finanzplatz erkaufen sich ihre Bundeshaus-Politikerinnen und -Politiker mit geschätzten 6,5 Millionen Franken pro Jahr. Ein Mandat von einer Krankenkasse schenkt mit 12’839 Franken ein. Eines in der Finanzbranche mit fetten 63’427 Franken. Und Mann (Frauen sind da weniger gefragt) muss ja nicht nur ein Mandat haben: In den Wandelhallen wandeln richtige Pösteli-Jäger. So kommt es denn, dass die wieseligsten unter ihnen jährlich bis zu 143 Prozent Zusatzeinkommen generieren. Zusätzlich zur Entschädigung für ihre Arbeit im Parlament von durchschnittlich 130’000 bis 150’000 Franken. Zum Beispiel Heinz Brand, SVP und Präsident des Krankenkassenverbands Santésuisse (plus geschätzte 100’000 Franken). Oder Lorenz Hess, BDP, er hat grad einen ganzen Chratten voller Visana-Mandate (plus geschätzte 142’300 Franken). Und Josef Dittli, FDP und Präsident beim Krankenversicherer Curafutura (plus geschätzte 166’000). Oder Jean-René Marcel Lucien Fournier, CVP und bei der Helvetia-Gruppe im Solde (plus geschätzte 144’117 Franken). Plus plus noch etwas Münz (geschätzte 72’000) von der Credit Suisse, wo der Walliser als Senior (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Lobbysmus. Work online, 2019-09-13.
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13.09.2019 Genf
Post
Unia Genf

Lohnerhöhungen
Volltext
Zeitungszustellung
Zeitungsverträger/innen erkämpfen Verbesserungen: Erfolgreicher Arbeitskampf bei der Genfer Post-Tochter Epsilon. Anpassung der Löhne an die geltenden Mindestlöhne, Lohnrückzahlungen von rund 600'000 Franken sowie Einführung von Nachtarbeitszuschlägen und eines Zeiterfassungssystems: Wie gestern in einen Beitrag in der SRF-Sendung „10vor10“ berichtet wurde, ist der über ein Jahr andauernde Arbeitskampf der Genfer Zeitungsverträger/innen mit der Post-Tochter Epsilon mit einer einvernehmlichen Lösung erfolgreich zu Ende gegangen. Die Gewerkschaft Unia, die die rund 60 Angestellten organisiert und in den Verhandlungen begleitet hat, verlangt nun, dass die Post die Lohnrückzahlungen auch für die ehemaligen Arbeiter/innen garantiert. Vor rund einem Jahr begannen rund 60 Zeitungsverträger/innen der Post-Tochter Epsilon in Genf für eine Verbesserung ihrer prekären Arbeitsbedingungen zu kämpfen. Die Angestellten, die jeden Morgen zwischen 4 und 7 Uhr und bei jedem Wetter im ganzen Kanton die Zeitungen ausliefern, verlangten die Einhaltung der geltenden Mindestlöhne und der Nachtarbeitszuschläge. Ebenso forderten sie die Einführung eines Zeiterfassungssystems, welches ihnen eine gerechte Entlöhnung für ihre harte Arbeit garantieren sollte. Nach langen Auseinandersetzungen kam es in diesem Sommer endlich zum Durchbruch. Wie gestern in der Sendung „10vor10“ des Schweizer Fernsehens berichtet wurde, vereinbarten die Angestellten, ihre Gewerkschaft Unia und die Post, (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 13.9.2019.
Unia Genf > Post. Loehne. Unia Genf, 2019-09-13.
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13.09.2019 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Jonas Komposch
Lohnerhöhungen
Volltext
Gewerkschaften fordern 2 Prozent mehr Lohn und zusätzlich 50 Franken pro Monat für die Frauen. Jetzt müssen die Löhne rauf! Rekord-Dividenden und Millionen-Saläre für die oben, sinkende Reallöhne für den Rest. Zugleich steigende Arbeitsproduktivität und eine solide Konjunktur: Das ist die Ausgangslage für den Lohnherbst 2019. Gschämigi Realität. Wie schlecht sind Schweizer Löhne wirklich? Sind nicht existenzsichernde Löhne tatsächlich eine Realität? Work wollte die Beweise schwarz auf weiss und hat in den Unia-Regionen nachgefragt. Skandallöhne belegen? Für die Gewerkschaft kein Problem. Im Nu trafen die Lohnausweise ein. Ob von jungen Frauen oder von jahrzehntelang im selben Betrieb tätigen Männern: sie zeigen 100-Prozent-Löhne zwischen 2‘650 und 4‘118.70 Franken. Brutto! Am krassesten ist der Lohnausweis aus der Tessiner Industrie: 2‘116 Franken netto für eine Vollzeitstelle. Normalerweise lassen Wirtschaftsverbände und Arbeitgeber keine Gelegenheit aus, euphorische Loblieder auf den Schweizer Wirtschaftsstandort zu ¬singen: „Innovation! Wachstum! Chancen!“ tönt es jeweils in den schönsten Klängen. Doch immer gegen Ende Sommer ist das ganz anders. Dann nämlich steht der Lohnherbst vor der Tür, und bei den Arbeitgebern dominiert das Klagelied. Düstere Töne künden plötzlich von schlechten Prognosen und globalen Unsicherheiten. Adressatinnen und Adressaten dieses Katzenjammers sind (…).
Jonas Komposch.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Komposch Jonas. Lohnerhoehungen. Work online, 2019-09-13
01.09.2019 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christine Flitner
Gleichstellung
Volltext
Der Frauenstreik war grossartig - jetzt wird der VPOD konkret. Das Momentum nutzen. Und jetzt: Wie weiter? Es gilt, den Schwung des Frauenstreiks zu nutzen und konkrete Gleichstellungsmassnahrnen jetzt umzusetzen. Der VPOD hat Schwerpunkte in seinen Kernbranchen gesetzt. Berauschend, friedlich, beglückend, solidarisch, kämpferisch, sonnig, anregend, berührend, lustvoll, vielfältig, bunt, respektvoll, ermutigend, historisch, kraftvoll, überwältigend, rührend, bewegend und verwegen - so war der Frauenstreik 2019. Und so wird er in Erinnerung bleiben. Eine halbe Million Frauen und Männer, die für mehr Gleichstellung auf die Strasse gehen! Jetzt kann wirklich niemand mehr übersehen, dass sich etwas tun muss in der Schweiz. Die Menschen auf der Strasse sind schon viel weiter als Politik und Arbeitswelt. Sie wollen sich nicht länger mit Arbeits- und Lebensbedingungen aus dem vergangenen Jahrhundert zufriedengeben. Und jetzt: Wie geht es weiter nach diesem einmaligen Erlebnis, dass uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird? Was bleibt? Und was kommt erst? In den nächsten Wochen und Monaten wird es darum gehen, konkrete Massnahmen zur Gleichstellung umzusetzen, sowohl auf politischer und als auch auf gewerkschaftlicher Ebene. Im Herbst finden an vielen Orten Lohnverhandlungen statt - die Löhne der Frauen müssen rauf. In den Lohnsystemen des öffentlichen Dienstes heisst das, auf die tiefen Lohnklassen zu fokussieren, in denen gewöhnlich mehr Frauen arbeiten. Davon (...).  Christine Flitner.
VPOD-Magazin, 1.9.2019.
Personen > Flitner Christine. Gleichstellung. VPOD-Magazin, 2019-09-01.
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06.09.2019 Schweiz
Syngenta
Vorwärts

Pestizide
Petition
Syngenta
Volltext
Dicke Post für Syngenta. Publlc Eye hat Syngenta eine Petition übergeben, In der 37‘816 Unterzeichnende den Agrochemiekonzern auffordern, seine giftigsten Pestizide vom Markt zu nehmen. Am 22.August zog ein ungewöhnlicher Kunsttransport durch die Strassen von Basel zu Syngenta, dem weltweit grössten Pestizidproduzenten. In Schutzkleidung übergaben. Mitglieder von Public Eye dem Schweiz-Chef Roman Mazzotta dort ein Paket mit der von fast 38‘000 Menschen unterschriebenen Petition, in der Syngenta aufgefordert wird, Produktion und Verkauf von hochgefährlichen Pestiziden wie Atrazin, Glyphosat und Paraquat sofort einzustellen. Um diesem Anliegen ein Gesicht zu geben, wurden vor den Büros des Unternehmens mit pestizidbelastetem Wasser gemalte Porträts brasilianischer Aktivistinnen platziert. Sie prangern damit die Schäden an Gesundheit und Umwelt an, die diese Giftstoffe in ihrem Land verursachen. Krebs und Geburtsschäden. Brasilien ist der weltweit grösste Nutzer von Pestiziden und folglich Syngentas wichtigster Absatzmarkt. Recherchen von Public Eye zeigten, dass dort Millionen von Menschen einem Pestizid-Cocktail in ihrem Trinkwasser ausgesetzt sind, dessen langfristige Effekte längst nicht absehbar sind. Die zusammen mit Reporter Brazil publizierten Enthüllungen verursachten eine Welle der Empörung im Land, auch weil zahlreiche Wissenschaftler in diesem Zusammenhang vor der Zunahme von Krebs, Geburtsschäden und anderen Krankheiten warnen. In mehreren der besonders betroffenen (…).
Vorwärts, 6.9.2019.
Vorwärts > Syngenta, Pestizide. Petition. Vorwaerts, 2019-09-06.
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06.09.2019 La Chaux-de-Fonds
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Alain Bringolf
Anjuska Weil
Nachruf
Volltext
In Gedenken an Genosse Alain Bringolf. Am Abend des 26. August ist Alain Bringolf von uns gegangen - so wie er gelebt hatte, friedlich und in Würde, ohne Aufheben um seine Person. Während acht Jahren hatte er dem Krebsleiden getrotzt, dann waren seine Kräfte aufgebraucht. Geboren am 22. Januar 1940 als Sohn eines Arbeiters in der Uhrenindustrie hatte der kleine Alain schon am Familientisch viel über soziale Missstände mitbekommen. Seit er im Alter von 24 Jahren der POP (so heisst die PdA im Kanton Neunburg) beigetreten war, verstand Alain sich als Kommunist. Dabei war ihm das .commun" wichtig, das Gemeinschaftliche. Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit, für eine bessere Welt zu kämpfen, dafür engagierte er sich bis zuletzt. Alain erlernte zunächst an der Kunstschule den Beruf des Graveurs, wechselte aber - nachdem er in Lausanne die Ausbildung an der Fachhochschule für Sozialpädagogik abgeschlossen hatte - in diesen Beruf, der ihm besser entsprach. Während 13 Jahren arbeitete er im nahe seines Wohnorts gelegenen Jugendheim und vermittelte den Jugendlichen Halt und Werte. 1977 wurde er in den Stadtrat, die Exekutive von La Chaux-de-Fonds gewählt, wo er bis 1995 für das Baudepartement verantwortlich war. Im Kantonsparlament wirkte er während 36 Jahren, zuletzt bei den Sessionseröffnungen als dessen Alterspräsident. Von der partizipativen Demokratie sprach Alain nicht nur, er lebte diese. Das können alle bezeugen, die mit ihm zusammengearbeitet haben, sei dies in seinem(…). Anjuska Weil.
Vorwaerts, 6.9.2019.
Personen > Weil Anjuska. Alain Bringolf. Nachruf. Vorwaerts, 2019-09-06.
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06.09.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Rita Torcasso
Freihandelsabkommen
Volltext
Die Diktatur der Konzerne stoppen. Die Efta-Staaten mit der Schweiz an vorderster Front haben mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Wie bei all diesen Abkommen ist der Sinn und Zweck die komplette Liberalisierung der Wirtschaft und die Zementierung der Macht der Grosskonzerne. Widerstand ist Pflicht. „Die Schweiz und die Efta-Partner feiern mit dem Abschluss eines Handelsabkommens mit dem südamerikanischen Wirtschaftsraum Mercosur einen aussenpolitischen Erfolg“, frohlockt die NZZ am 24.August. Diese schon fast kindliche Freude macht stutzig und führt zur simplen Frage: Erfolg für wen? Efta-Staaten unter Zugzwang. Nach zwanzig Jahren Verhandlungen unterzeichneten im Juni dieses Jahrs die Europäische Union (EU) und die Mercosur-Länder (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) ein Freihandelsabkommen. Je näher dieser Abschluss rückte, desto grösser wurde der Druck auf die Nicht-EU-Staaten, sprich die Efta-Staaten Schweiz, Norwegen, Island und Lichtenstein, um ihren Unternehmen den gleichen oder ähnlichen Zugang zum südamerikanischen Markt zu verschaffen. Besonderes Interesse daran hatte die Schweiz, denn 86 Prozent der Efta-Exporte kommen aus der Schweiz, vor allem Pharma- und Chemieprodukte, Maschinen sowie optische Geräte. 2017 begannen die Gespräche, und gerade mal neun Verhandlungsrunden abwechslungsweise in Genf und Buenos Aires waren nötig, um das vorliegende Resultat zu erzielen. Dieses rasante Tempo ist ein klarer Beweis dafür, dass der Efta-Freihandelsvertrag
Vorwärts, 6.9.2019.
Personen > Torresan Siro. Freihandelsabkommen. Vorwaerts, 2019-09-06.
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09.09.2019 Schweiz
Demonstrationen Bern
SGB
Syndicom

Demonstrationen Bern
Klimawandel
Volltext
Dem Klima und der Klimajugend zur Seite stehen! Der Klimawandel beschleunigt sich rapide und für die Gewerkschaften weltweit ist es eine existenzielle Frage, sich für griffige Massnahmen einzusetzen. Die Schweiz ist als Binnenland von der Klimaerwärmung stark betroffen, bedroht ist das Strom-Standbein Wasserkraft, ganze Dörfer rutschen weg, Strassen und Schienen werden verschüttet. Die sozialen und volkswirtschaftlichen Kosten werden exorbitant sein, wenn die Politik jetzt nicht handelt. (SGB) Besonders betroffen von den negativen Folgen des Klimawandels werden vor allem die Schwachen, die Menschen mit niedrigen Einkommen sein - sowohl global gesehen wie auch bei uns. Darum setzen wir Gewerkschafterinnen und Gewerkschaften uns dafür ein, dass der Klimawandel gebremst wird. Und zugleich auch dafür, dass die Massnahmen gegen den Klimawandel sozialverträglich sind. Die Gewerkschaftsbewegung ist in einer Schlüsselposition im Kampf für den Klimaschutz, denn wir stehen parteiübergreifend und glaubwürdig für eine nachhaltige Politik ein. Der Werkplatz und der Arbeitsmarkt Schweiz können nur mit guten Arbeitsbedingungen und einer solidarisch finanzierten Energiewende gesichert werden! Die Klimajugend fordert sichtbare Unterstützung ein. Sie braucht sie auch unbedingt, damit sich die Politik bewegt! (…).
Syndicom, 9.9.2019.
Syndicom > Klimawandel. Demonstration. Syndicom, 2019-09-09.
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01.09.2019 Schweiz
SGB
VPOD-Magazin

Beschaffungswesen
Volltext
Revision des öffentlichen Beschaffungswesens: Jetzt sind die Kantone dran. Fairer beschaffen. Bei der Revision des öffentlichen Beschaffungswesens haben die Gewerkschaften Verschlechterungen yerhindern können. Das Leistungsortsprinzip bleibt bestehen. Der Ball liegt jetzt bei den Kantonen. Auch die Gemeinden haben Handlungsspielraurn. Das öffentliche Beschaffungswesen ist zentral für die Arbeitnehmenden, denn ein schlecht verfasstes Gesetz (BöB: Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen) kann dem Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor öffnen. Umso erfreulicher ist, dass es den Gewerkschaften und anderen NGO bei der Totalrevision des BöB gelungen ist, Verschlechterungen zu verhindern. Zufrieden ist der SGB insbesondere damit, dass öffentliche Pensionskassen nicht dem BöB unterstehen. Die Unterstellung wäre mit dem Prinzip der Parität in Konflikt geraten. Bewährtes Prinzip bleibt. Das Parlament hat entschieden, beim bewährten Leistungsortsprinzip zu bleiben. Das heisst: Ein Unternehmen, das sich um einen öffentlichen Auftrag bewirbt, muss die Lohn- und Arbeitsbedingungen am Ausführungsort einhalten. Wenn eine Firma aus dem Tessin also in Zürich eine Turnhalle baut, muss sie Löhne zahlen, wie sie auf dem Platz Zürich üblich sind. Hätte das Parlament - wie ursprünglich geplant – zum Herkunftsortsprinzip gewechselt, dann wären die Bedingungen am Firmensitz- oder Niederlassungsort massgeblich geworden. Das Tessiner Unternehmen hätte dann in Zürich mit Tessiner (…).  SGB, VPOD. .
VPOD-Magazin, 2019-09-01.
VPOD Magazin > Beschaffungswesen. VPOD-Magazin, 2019-09-01
Ganzer Text
30.08.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Gleichstellung
Volltext
Streikfrauen aus der ganzen Schweiz beschliessen: Jetzt kommt der grosse Rentenprotest. Nach dem mächtigen Frauenstreik vom 14. Juni müssen die Frauen wieder „a d’Seck“. Weil der Bundesrat das Rentenalter schleifen will und bei der Lohngleichheit nicht vorwärtsmacht. 90 Frauen, vier Stunden Diskussion und zum Schluss Jubel und Applaus. Am 24.August haben sich Streikfrauen aus der ganzen Schweiz beraten, wie es nach dem 14.Juni weitergehen soll. Unia-Frauenverantwortliche Corinne Schärer war am Treffen in Grenchen SO dabei und sagt: „Die Motivation ist ungebrochen. Es wird weiter mobilisiert“. Zahnlos und schwach. Das ist auch nötig. Trotz dem riesigen Erfolg des Frauenstreiks: Gerade läuft der nächste Angriff auf die Frauenrechte. SP-Bundesrat und AHV-Minister Alain Berset hat verkündet, dass Frauen künftig ein Jahr länger arbeiten müssten - und damit den Grossteil der AHV-Sanierung zahlen sollen (Work berichtete). Da sind sich die Tellnehmerinnen des Grenchner Treffens alle einig: „Wir werden uns wehren“ Mit koordinierten Kampagnen und Akionen wollen sie den Rentenangriff verhindern. Unia-Frau Schärer sagt: „Offenbar haben die Politikerinnen und Politiker nach dem Frauenstreik gar nichts begriffen“. So wie auch bei der Lohngleichheit. Am 21.August informierte das Bundesamt für Justiz unter FDP-. Bundesrätin Karin Keller-Sutter: Die ersten gesetzlichen Lohnanalysen in Unternehmen sollen frühestens in einem Jahr durchgeführt werden. Mit konkreten Resultaten ist erst 2023 zu rechnen. (…). Patricia D’Incau.
Work online, 30.8.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Frauen. Gleichstellung. Work online, 2019-08-30.
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06.09.2019 Schweiz
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SGB
Daniel Lampart
Lohnerhöhungen
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Lohnerhöhungen von 2% und für die Frauen endlich eine spürbare Korrektur nach oben. Lohnrunde 2019/2020. In den letzten drei Jahren ging es mit der Schweizer Wirtschaft spürbar aufwärts. Doch obwohl die Arbeitslast stieg, gingen die Reallöhne um 0,6 Prozent zurück! Das ist ungerecht. Und es gefährdet zunehmend die wirtschaftliche Entwicklung im Inland. Der Pro-Kopf-Konsum (ohne Gesundheitsausgaben) sank seit 2015 real um rund 0,7 Prozent. Ohne spürbare Lohnerhöhung wird sich diese Entwicklung verschärfen. Deshalb fordern die Verbände des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) für die Lohnrunde 2019/2020 generelle Lohnerhöhungen von 2 Prozent. Insbesondere bei den Frauenlöhnen braucht es nun ein deutliches Plus. Der Spielraum dazu ist vorhanden. Die Schweizer Konjunktur läuft besser als in diesen Wochen von vielen dargestellt. Die Firmen suchen so viele Arbeitskräfte wie nie in den letzten 10 Jahren. Die Geschäftslage ist in nahezu allen Branchen gut. Selbst in der Industrie, wo sich die internationale Konjunkturabkühlung bemerkbar machte, ist die Geschäftslage nach wie vor mehrheitlich positiv und die Firmen rechnen für die nächsten Monate mit leicht anziehenden Exporten. Der Handlungsbedarf ist nicht nur mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Inland offensichtlich. Aus Sicht der Arbeitnehmenden braucht es die Lohnerhöhung auch um die Teuerung von knapp 0,5 Prozent im laufenden Jahr sowie die weiter steigenden Krankenkassenprämien zu finanzieren. (…)
Daniel Lampart.
SGB, 6.9.2019.Personen > Lampart Daniel. Lohnerhoehungen. SGB, 2019-09-06
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05.09.2019 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
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Rassismus
Xhafer Sejdiu
Rassismus
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Rassismus ist... Gewerkschaftliche Gedanken zum Lauf gegen Rassismus. Zugegeben, ich bin nicht besonders sportlich. Ich gehöre nicht zu denen, die man in jeder freien Minute im Fitness oder auf dem Fussballplatz trifft. Als Bauarbeiter bekomme ich im Alltag genug Bewegung und mir reicht der körperliche Einsatz, den ich jeden Tag auf der Baustelle bringe, völlig aus. Trotzdem gibt es jedes Jahr einen Tag im September, wo ich meine Turnschuhe schnüre und mich ins Trikot werfe. Das ist dieses Jahr der 15. September, wenn in Zürich an der Bäckeranlage zum achtzehnten Mal der „Lauf gegen Rassismus“ stattfindet. Der Anlass ist ein fester Termin in meinem Kalender. Auch dieses Jahr unterstütze ich das Unia-Team und laufe mit meinen Kolleg*innen mit. Rassismus hat in Zürich viele Gesichter. Als Kosovoalbaner, der während des Kriegs in Jugoslawien in die Schweiz gekommen ist, kenne ich viele davon persönlich. Rassismus ist, wenn der Schweizer Polier und der Generalunternehmer mit mir oder meinen Arbeitskollegen auf der Baustelle in abgehackten, schiefen „Du machen jetzt“-Sätzen sprechen. Und wenn sich dein Chef gar nicht mal die Mühe macht, sich deinen Namen zu merken, sondern von dir nur als „der Albaner“ spricht, ist das ebenfalls rassistisch. Aber Rassismus gibt es nicht nur auf der Baustelle. Ich kenne Menschen, die im Callcenter arbeiten und dort einen erfundenen schweizerdeutsch klingenden Nachnamen verwenden müssen, wenn sie mit den Kundinnen und Kunden telefonieren. (…). Xhafer Sejdiu. .
Gewerkschaftsbund ZH Kanton, 5.9.2019.
Personen > Sejdiu Xhafer, Rassismus. GBKZ, 2019-09-05.
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29.08.2019 Brasilien
Schweiz
Personen
WOZ
Sarah Schmalz
Freihandelsabkommen
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Mercosur-Freihandelsabkommen. Der helvetische Schurkendeal. Guy Parmelin setzte eine zufriedene Miene auf, als er am Samstag vor die Medien trat. Doch dass der Wirtschaftsminister ausgerechnet jetzt über den Abschluss eines Freihandelsabkommens der Efta mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay informieren musste, dürfte ihm nicht gefallen haben. Der Amazonas brennt. Hunderttausende Hektaren Regenwald stehen in Flammen, die grüne Lunge der Welt ist in Gefahr. Das Timing war denkbar schlecht für Parmelin. Die Brände wurden wohl vielfach von BäuerInnen entfacht. Der rechtsextreme brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sie mit seiner versprochenen Lockerung von Umweltschutzmassnahmen und ausbleibenden Kontrollen regelrecht dazu eingeladen und lehnt nun jede Hilfe von aussen ab. Das Freihandelsabkommen, das die Efta-Staaten Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein ausgehandelt haben, befeuert die Zerstörung des RegenwaIds weiter, weil es Zollsenkungen für Soja- und Fleischimporte aus den Mercosur-Staaten vorsieht. Und es spielt Bolsonaro in die Hände, der den Regenwald als wirtschaftliche Ressource betrachtet und sich einen Deut um das Klima oder die Rechte von Indigenen und KleinbäuerInnen schert. Die Schweizer Regierung bekommt nun heftigen Gegenwind. Eine Onlinepetition mit dem Titel „Kein Schweizer Freihandelsabkommen mit Amazonas-Zerstörer Bolsonaro!“ wurde innerhalb kürzester Zeit über 60‘000 Mal unterschrieben. Linke und grüne Organisationen, Hilfswerke sowie die Verbände der BäuerInnen haben ihren (…). Sarah Schmalz.
WOZ, 29.8.2019.
Personen > Schmalz Sarah. Freihandelsabkommen. WOZ, 2019-08-29.
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05.09.2019 Schweiz
Personen
WOZ
Franco Cavalli
Sarah Schmalz
Interview
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Sie wollen also einen linken Populismus? Der Tessiner Krebsarzt Franco Cavalli will zurück in den Nationalrat. Der 76-Jährige tritt bei den Wahlen mit dem neu gegründeten „Forum Alternativo“ an. Der SP wirft der Marxist Cüplisozialismus vor, er selbst fordert eine Politik der klaren Feindbilder. WOZ: Franco Cavalli, Ihr Sohn hat mich eben mit einer Ausgabe der „Jungen Welt“ unter dem Arm von der Bushaltestelle abgeholt. War das eine bewusste Provokation? Franco Cavalli: Was soll ich sagen? Ich bin vom Charakter her schon ein bisschen ein Provokateur. Ich bin zwar überhaupt nicht mit allem einverstanden, was so in der Zeitung steht. Aber sie interessiert mich, weil sie als einziges deutsches Medium die Debatte innerhalb der Partei Die Linke abbildet. Die „Junge Welt“ titelte zum Fünfzig-Jahre-Jubiläum des Mauerbaus: „Wir sagen einfach mal Danke“. Ja, im Fall der DDR sind sie viel zu nostalgisch. Die Zeitung nimmt auch bei anderen Themen befremdliche Haltungen ein. Sie verteidigt etwa aus ihrer antiimperialistischen Logik heraus das Assad- Regime in Syrien. Natürlich muss man mit Assad kritisch sein! Es gab aber in Syrien ab einem gewissen Zeitpunkt nur zwei Möglichkeiten: entweder Assad oder die islamischen Terroristen, und da konnte man sich doch nicht einfach enthalten. Man musste hoffen, dass Assad sie schlägt. Wer nun sagt, man hätte Assad stürzen müssen, der vergisst, dass der Westen im Nahen Osten seit fünfzig Jahren nur Desaster anrichtet. Weil er nicht an Demokratie interessiert ist, sondern im Grunde nur an Öl und Macht. Mich stört einfach - und das kritisiere ich manchmal auch an der WOZ, dass (…). Sarah Schmalz.
WOZ, 5.9.2019.
Personen > Schmalz Sarah. Cavalli Franco. Interview. WOZ, 2019-09-05.
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30.08.2019 Bern
Gewerkschaftsbund Bern
Personen
Work
Hans-Rudolf Blatter
Fredi Lerch
Interview
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Gewerkschafter und Sozialdemokrat Hansruedi Blatter: „Heute noch stolzer Bümplizer“. Das rote Bümpliz präge den Westen Berns immer noch, sagt Hansruedi Blatter. Dies, obwohl sein „Dorf“ heute eine SVP-Hochburg sei. Work: Hansruedi Blatter, war das rote Bümpliz wirklich mehr als rote Folklore? Hansruedi Blatter: Auf jeden Fall. Aber zuerst muss man sagen, wie es entstehen konnte: Bereits die Gründung der SP Bümpliz wurde massgeblich von Gewerkschaftern angestossen. Es gab immer eine sehr enge Zusammenarbeit. sowohl im Arbeiterkarteil als auch in all den Arbeitersport- und -kulturvereinen. Und zwar sehr lange: Noch Anfang der 1980er Jahre hat die SP Bümpliz eine eigene 1.-Mai-Feier organisiert. Erst danach ist man gemeinsam hinter der Arbeitermusik her, die fünf Kilometer bis auf den Bundesplatz gezogen zur Feier in der Stadt. Du betonst die kulturelle Zusammenarbeit. Wie war es in der Politik? Obschon sich die Gewerkschaften als konfessionell neutral und parteipolitisch unabhängig verstehen, ist man jahrzehntelang zusammen mit der SP in die Wahlen gezogen. Bei städtischen Wahlen war es zum Beispiel so, dass die Gewerkschaften auf der SP-Liste die Hälfte der Linien bekamen. Wer aus den Branchengewerkschaften kandidierte, bestimmte danach der Gewerkschaftsbund der Stadt. Voraussetzung für diese Kandidatinnen und Kandidaten war stets, dass sie SP-Mitglied waren. Wegen des hohen Organisationsgrads im Westen, hat das manchmal dazu geführt, dass Bümpliz-Bethlehem im Stadtparlament fast die Mehrheit der SP-Fraktion gestellt hat. Seit den siebziger Jahren i(…). Fredi Lerch.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Lerch Fredi. Blatter Hansruedi. Interview. Work online, 2019-08-30.
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