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Anzahl gefundene Artikel: 11

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02.02.2018 Schweiz
Personen
Work
Zalando
Christian Egg
Lohndumping
Volltext
Zalando
Das Zalando-Subunternehmen arbeitet auch für Coop und die UBS. MS Direct: Neue Tricks und faule Ausreden. MS Direct ist berüchtigt als Subunternehmen für den Internethändler Zalando. Jetzt kommt aus: die Firma behandelt auch die Callcenter-Angestellten schlecht. Nur gerade 17 Franken Stundenlohn und exakt 80 Sekunden Zeit, um ein Zalando-Kleidungsstück zu reinigen, korrekt zusammenzufalten und wieder zu verpacken: Unter diesen Bedingungen arbeiten etwa 120 Angestellte in der Ostschweiz (Work berichtete). Ihr Arbeitgeber ist nicht der Internethändler Zalando, sondern die Schweizer Firma MS Direct. Sie betreibt auch Callcenter, etwa für Coop oder die Grossbank UBS. Nach dem Work-Artikel meldeten sich mehrere ehemalige Angestellte des Callcenters in Feldmeilen am Zürichsee. Ihre Berichte zeigen: MS Direct zahlt nicht nur miese Löhne. Die Firma versucht auch mit allerlei Tricks und Ausreden, den Angestellten Lohn vorzuenthalten. Noch 3’400 Franken Lohn. Zum Beispiel Barbara Steck*. Für die Arbeit im Callcenter bekam sie 4150 Franken brutto. Doch nach drei Jahren beschied ihr die Firma, man werde sie künftig nur noch im Stundenlohn beschäftigen. „Sie sagten mir: Entweder du unterschreibst das, oder du kannst gehen.“ Rund 22 Franken verdiente sie ab dann in der Stunde. Ferien- und Feiertagsentschädigung schon mitgerechnet. Aber anders als vorher wurde sie nicht mehr zu hundert Prozent beschäftigt. Oft sei sie schon mitten am Nachmittag heimgeschickt worden, sagt sie zu Work. „Oder ich machte Mittagspause, (…).  Christian Egg.
Work online, 2.2.2018.
Personen > Egg Christian. Zalando. Work online, 2018-02-02.
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13.12.2017 Arbon
Frauenfeld
St. Gallen
Unia Schweiz
Zalando

Mindestlohn
Petition
Volltext
Zalando
Online-Versandhandel. Unia lanciert Petition für anständige Arbeitsbedingungen bei Zalando. Angestellte, die in der Schweiz für Zalando arbeiten, leiden unter miserablen Arbeitsbedingungen: Ein tiefer Stundenlohn, Arbeit auf Abruf, befristete Verträge und massiver Zeitdruck gehören leider zum Alltag. Deshalb lanciert die Unia heute eine Petition und fordert, dass Zalando Schweiz bei seinen Zulieferfirmen anständige Arbeitsbedingungen und einen Lohn von mindestens 22 Franken in der Stunde garantiert! Zalando ist der zweitgrösste Onlinehändler der Schweiz. Er erwirtschaftet in der Schweiz jährlich 534 Millionen Franken. Die Pakete kommen zwar aus Deutschland, für den Onlineriesen arbeiten aber auch Arbeitnehmende in der Schweiz. Angestellt sind sie z.B. bei MS Direct oder Ingram Micro. Mitarbeitende für Zalando arbeiten unter skandalösen Arbeitsbedingungen: Ein mieser Stundenlohn, Arbeit auf Abruf, befristete Verträge und massiver Zeitdruck (Computersystem misst Arbeitstempo) gehören leider zum Arbeitsalltag der Mitarbeiter/innen im Retouren-Dienst. Lohndumping bei Zalando. Die Angestellten in der Schweiz sortieren, reinigen und verschicken die Zalando-Päckli. In den orangen Päckli stecken Dumping-Arbeitsbedingungen. So arbeiteten in St. Gallen 120 Mitarbeitende bei Kälte und unter teuflischem Druck zu Hungerlöhnen, um Retouren für Zalando zu bearbeiten. Weitere Standorte sind in Arbon (TG), Frauenfeld und Rothrist (AG) bekannt. Petition fordert mind. Fr. 22.-/Stunde. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 13.12.2017.
Unia Schweiz > Zalando. Petition. Unia Schweiz, 2017-12-13.
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01.12.2017 Arbon
Personen
Work
Zalando
Vania Alleva
Lohndumping
Volltext
Zalando
Zalando-Löhne: „Einfach unanständig“ sagt Unia-Chefin Vania Alleva. „Wenn ich im Schuhgeschäft ein Paar Schuhe anprobiere, und sie passen mir nicht, stelle ich sie einfach ins Regal zurück. Wer bei Zalando Schuhe online bestellt, und sie passen nicht, kann sie zurückschicken. Das ist zwar nicht ganz so einfach, aber immerhin ebenfalls gratis. Gratis? Nicht ganz. Arbeiterinnen müssen die Retouren nämlich sorgfältig kontrollieren, reinigen und neu verpacken. Für Zalando erledigt das die Firma MS Direct AG, neuerdings in der ehemaligen Saurer-Halle in Arbon TG. Über 100 MS-Direct-Angestellte bewältigen dort, in der sogenannten Textilstrasse, seit Oktober die Rücksendungen. Es sind vor allem Frauen. Der grosse Haken. Über die neuen Arbeitsplätze freuen sich die lokalen Behörden. Die Arbeit stelle eine Chance für viele dar, die sonst auf der Sozialhilfe sitzenbleiben würden, meint etwa die Abteilung Soziales bei der Stadt Arbon. Das tönt ja nett, hat aber einen Haken - sogar einen ziemlich grossen. Damit das Zalando-Geschäftsmodell trotz der vielen Retouren rentiert und damit auch MS Direct sich eine schöne Scheibe Profit vom Onlinehandel abschneiden kann, muss jemand untendurch. Das sind nicht die Onlinekundinnen und -kunden. Würden sie nämlich fürs Retournieren zahlen müssen, gingen sie vermutlich wieder ins Schuhgeschäft. Untendurch müssen die Arbeiterinnen von MS Direct. Und zwar zünftig: Sie arbeiten zwar nicht ganz gratis, aber mehr als ein Hungerlohn sind diese 16 Franken 50 bis 17 Franken die Stunde auch nicht. Judith Müller, die stellvertretende Leiterin des Amtes für Wirtschaft und Arbeit des Kantons Thurgau, hält diesen Lohn zwar für „üblich“. (…).
Vania Alleva.
Work, 1.12.2017.
Personen > Alleva Vania. Zalando. Dumpinglöhne. Work, 2017-12-01.
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30.11.2017 Arbon
Personen
Work
Zalando
Daniel Lampart
Lohndumping
Volltext
Zalando
Zalando und Amazon: Hohe Umsätze, skandalös tiefe Löhne. Viele Leute denken bei der Digitalisierung an eine Zukunft mit Robotern und neuen, „intelligenten“ Computern. Wer weiss, vielleicht werden diese tatsächlich kommen. Die grossen Veränderungen geschehen heute aber über das Internet. Das Internet beschleunigt vor allem die Internationalisierung der Wirtschaft. Besonders eindrücklich ist das beim Onlinehandel. In wenigen Jahren haben sich Zalando und Amazon als Nummer zwei und drei hinter Digitec/Galaxus im Schweizer Onlinehandel etabliert. Zalando machte 2016 in der Schweiz einen Umsatz von schätzungsweise 534 Millionen Franken. Im laufenden Jahr dürfte der Online- Kleider- und -Schuhhändler in der Schweiz sogar den Kleiderkonzern H&M einholen und einen Marktanteil von rund 5 Prozent erreichen. Dabei beschäftigen Zalando und Amazon kaum Personal in der Schweiz. Die Schweiz wird aus Vertriebszentralen in den umliegenden Ländern beliefert. Einzig bei den Retouren gibt es neuerdings Stellen. So hat Zalando vor wenigen Tagen bekanntgegeben, dass in Arbon 100 Stellen mit einem skandalös tiefen Einstiegslohn von 16 Franken 50 pro Stunde geschaffen werden. Die Arbeitsbedingungen in den ausländischen Verteilzentralen entsprechen erst recht nicht den Schweizer Standards. Gemäss Presseberichten soll Zalando im süddeutschen Logistikzentrum in Lahr einen Einstiegslohn von 12.67 Euro pro Stunde zahlen. Bei Amazon liegt der minimale (…). Daniel Lampart.
Work online, 30.11.2017.
Personen > Lampart Daniel. Zalando. Lohndumping. Work, 2017-11-30.
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30.11.2017 St. Gallen
Personen
Work
Zalando
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Lohndumping
Volltext
Zalando
Zalando Schweiz: Eine Ex-Arbeiterin packt aus. 16 Franken 50 pro Stunde. Teuflischer Druck, klamme Finger und unanständige Löhne: So musste Maria B.* in St. Gallen Zalando-Retouren bearbeiten. Die Zalando-Pakete kommen aus Deutschland. Doch der Onlineriese beschäftigt auch Arbeiterinnen in der Schweiz. In St. Gallen liess er die Firma MS Direct jene Kleider reinigen und sortieren, die die Schweizer Kundschaft zurückschickt. Maria B. arbeitete ein Jahr dort und erinnert sich: Es war eine Lagerhalle mit Betonboden, wir mussten die ganze Zeit stehen. Und wir froren. Im Winter gab es Durchzug, weil die Tore für die Lastwagen immer offen stehen mussten. Wir hatten zwar vier Heizlüfter, aber in Betrieb waren immer nur zwei. Wir arbeiteten alle mit Winterschuhen und Handschuhen. Einmal reklamierten wir wegen der Kälte bei den Chefs, wir sagten, wir würden die ganze Zeit frieren, aber das interessierte die nicht. Mit einem Kleiderroller mussten wir alle Artikel reinigen, um Haare und Staub zu entfernen. Dann die Kleider korrekt zusammenfalten und in Säcke verpacken. 45 Kleidungsstücke pro Stunde war die Vorgabe. Das macht 80 Sekunden pro Stück. Das Computersystem misst laufend, wer wie schnell ist. Alle zwei Stunden kam die Schichtleiterin zu mir und sagte: ‚Dein Durchschnitt ist unter 45 pro Stunde, du musst mehr Gas geben!‘ Wenn ich auf die Toilette musste, fiel mein Schnitt noch tiefer. Da fing ich an, während der Arbeit weniger zu trinken, damit ich nicht mehr so oft aufs WC muss. Manchmal gab es eine (…). Christian Egg.
Work online, 30.11.2017.
Personen > Êgg Christian. Zalando. Dumpinglöhne. Work online, 2017-11-30.
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16.06.2017 Deutschland
Junge Welt
Zalando

Streik
Tarifvertrag
Volltext
Zalando
„Man muss mit uns rechnen“. Die Belegschaft von Zalando in Brieselang zeigt sich kämpferisch: Am Mittwoch trat sie in den Streik, um endlich einen Tarifvertrag zu erreichen. Im brandenburgischen Brieselang haben am Mittwoch Beschäftigte des Onlineversandhändlers Zalando die Arbeit niedergelegt. Rund 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Spätschicht nahmen an dem Warnstreik teil. Wie die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di mitteilte, geht es um die Durchsetzung eines Anerkennungstarifvertrags, der sich auf die Branchenregelungen für den Einzel- und Versandhandel in Brandenburg bezieht. Ausserdem verlangen die Gewerkschafter Regelungen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz, zur Standortsicherheit und zum Verzicht auf sachgrundlose Befristungen. Insgesamt arbeiten rund 1‘250 Personen bei Zalando in Brieselang, nach Angaben von ver.di sind jedoch bis zu 40 Prozent der Beschäftigten über befristete Arbeitsverträge angestellt. „Das Unternehmen bietet uns nur einen internen Vertrag an, der sich in keiner Weise von den jetzigen Gegebenheiten unterscheidet“, berichtete Reiner Brandt am Mittwoch im Gespräch mit Junge Welt. Der Betriebsrat ist seit 2012 bei Zalando beschäftigt. „Das Angebot des Unternehmens würde sogar eine Verschlechterung gegenüber den derzeitigen Arbeitsbedingungen bedeuten“, so Brandt. Nach Angaben von ver.di erhalten die Beschäftigten im Lager von Zalando nur 10,12 Euro Stundenlohn. Damit seien die Entgelte deutlich geringer als jene der Kolleginnen und Kollegen, (…). André Scheer.
Junge Welt, 16.6.2017.
Junge Welt > Zalando. Streik. Tarifvertrag. Junge Welt, 2017-06-16.
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15.06.2017 Deutschland
Junge Welt
Zalando

Interview
Tarifvertrag
Volltext
Zalando
„Zalando will Beschäftigte stärker kontrollieren“. Angestellte in Brieselang kämpfen für einen Tarifvertrag. Die Firma bietet ihnen wenig an. Gespräch mit Markus Hoffmann-Achenbach. Markus Hoffmann-Achenbach ist Sekretär der Gewerkschaft ver.di und zuständig für den Bereich Handel im Bezirk Potsdam-Nordwestbrandenburg. In brandenburgischen Brieselang ringt die Belegschaft des Modeversandhändlers Zalando um einen Tarifvertrag. Am Dienstag verhandelten die Kolleginnen und Kollegen darüber zum ersten Mal mit der Geschäftsführung. Bereits am Mittwoch traten sie in den Warnstreik. Was sind die Hintergründe des Konflikts? Im gesamten Unternehmen gilt kein Tarifvertrag, der Arbeitgeber bestimmt die Löhne also nach Gutsherrenart. Brieselang ist ein Logistikstandort, hier orientiert sich Zalando nach eigener Aussage an den Löhnen, die im Tarifvertrag der Logistik festgehalten sind. Das heißt, dass die Kolleginnen und Kollegen anfangs 10,12 Euro in der Stunde bekommen, 40 Stunden die Woche arbeiten müssen und nur zwischen 26 und 28 Urlaubstage nehmen können. Uns geht es nun darum, dass bei Zalando der Tarifvertrag des Einzel- und Versandhandels gilt. In ihm liegt schon die niedrigste Eingruppierungsstufe bei 11,71 Euro in der Stunde. Die Beschäftigten hätten dann das Anrecht auf sechs Wochen Urlaub, zudem würde sich ihre Arbeitszeit auf 38 Wochenstunden reduzieren. Die Firma ist weithin bekannt für den Versand von Schuhen und anderen Textilien. Mit welchen Argumenten rechtfertigt sie es, nicht die Regelungen (…). Interview: Johannes Supe.
Junge Welt, 15.6.2017.
Junge Welt > Zalando. Tarifvertrag. Junge Welt, 2017-06-15.
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27.04.2017 Deutschland
Junge Welt
Löhne
Zalando

Lohnerhöhungen
Volltext
Zalando
Bis zu 3‘500 Euro mehr Lohn. Gewerkschaft fordert von Zalando Tarifvertrag für Beschäftigte in Brieselang. Päckchen packen für niedrige Löhne. Damit soll bald Schluss sein, fordert die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di). Am Mittwoch rief die Gewerkschaft den Modelieferanten Zalando auf, für die 1‘300 Beschäftigten im Versandzentrum Brieselang bei Berlin Tarifverhandlungen einzuleiten. Arbeits- und Gesundheitsschutz müsse gewährleistet werden. Das Unternehmen solle sich zur Standortsicherheit und zum Verzicht auf sachgrundlose Befristungen bekennen, erklärte ver.di in einer Pressemitteilung. Ver.di-Verhandlungsführerin Erika Ritter verwies gegenüber JW am Mittwoch auf die drängendsten Probleme. Im Werk müssten die Beschäftigten „harter, körperlicher Arbeit“ nachgehen. Verbesserungen seien zwar erkämpft worden. Die Zeit, die die Arbeiter bis zum Verlassen des Geländes bräuchten, um dort ihre Pause zu verbringen, werde nicht mehr auf die Pausenzeit angerechnet. Es gebe „Mitarbeiteraktien, Wasser und Obst – alles schön und gut“, sagte Ritter. Entscheidend sei aber: „Die Kohle reicht nicht.“ Für die Anreise zur Arbeit seien die meisten Kollegen auf ein Auto angewiesen. Viele Beschäftigte seien zwischen 45 und 65 Jahren alt. Denen bleibe kaum etwas für die Rente. Die Beschäftigten im Lager erhalten nur 10,12 Euro pro Stunde. Zalando orientiere sich am Tarifvertrag der Logistikbranche. Das sei „nicht akzeptabel“. Im Vergleich zum Branchentarifvertrag erhielten die Zalando-Beschäftigten deutlich geringere Löhne, zwei Tage (…).
Junge Welt, 27.4.2017.
Junge Welt > Zalando. Lohnerhöhungen. Junge Welt, 2017-04-27.
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19.09.2014 Schweiz
Personen
Work
Zalando
Ralph Hug
Internethandel
Volltext
Zalando
Zalando: Das Buch zum steilen Aufstieg des Internethändlers. Sie schreien vor Glück. Mini-Löhne für die Arbeiter, Maxi-Profite für Chefs und Investoren und möglichst wenig Steuern für den Staat: So funktioniert der Zalando-Internet-Kapitalismus. Der Online-Modehändler Zalando geht im Herbst in Frankfurt an die Börse. Die Gründer, die drei Brüder Oliver, Mare und Alexander Samwer aus Köln, wollen bei den Anlegern 750 Millionen Franken holen. Für die weitere Expansion, wie sie sagen. Da frohlockt die Finanzindustrie: Denn solche Börsengänge werfen viel Geld ab. Für die beteiligten Banken wie die berüchtigten Morgan Stanley und Goldman Sachs. Auch für die Credit Suisse. Vor allem aber lohnt es sich für die Besitzer. Millionäre sind die Samwers längst. Jetzt wollen sie Milliardäre werden. Faktisch sind sie das schon. Analysten schreiben Zalando einen Wert von über 6 Milliarden Franken zu. Dies, obwohl die Firma bisher nur Verluste machte. Im letzten Halbjahr wies sie erstmals einen operativen Gewinn aus. Mit Tricks, Skrupellosigkeit und unbegrenzten Mitteln aus Spekulationsfonds im Hintergrund bauten die drei Brüder innert Kürze ein Imperium aus rund 1500 Firmen auf. Diese Erfolgsstory aus dem Internet-Kapitalismus zeichnet jetzt ein neues Buch von Joel Kaczmarek nach. Der Geschäftstrick der Samwers beruht auf dem Klonen von Onlinefirmen. Deren Plattformen kopieren die Brüder bis ins Detail. (…). Ralph Hug.
Work, 19.9.2014.
Personen > Hug Ralph. Internethandel. Work, 2014-09-19.
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06.06.2014 Schweiz
Personen
Work
Zalando
Michael Stötzel
Ausbeutung
Volltext
Zalando
Die Abrechnung mit der Zalando-Okonomie. Ende der Demokratie. Die globale Wirtschaft will uns nicht versorgen, sondern beherrschen. Wir müssten sie deshalb beenden, schreiben die Wirtschaftspublizisten Philipp Löpfe und Werner Vontobel. Eine „Abrechnung“ mit dem herrschenden Wirtschaftssystem präsentieren die beiden Zürcher Ökonomen Philipp Löpfe und Werner Vontobel in ihrem neuen Buch „Wirtschaft boomt - Gesellschaft kaputt“. Das sind die Schadensposten ihrer Bilanz: eine mörderische Standortkonkurrenz, schrankenlose Ausbeutung von Mensch und Natur, Massenarbeitslosigkeit und Unmündigkeit auf Seite der Arbeitnehmenden und eine unglaubliche Konzentration von Einkommen, Vermögen und Macht bei Konzernen und Superreichen. Wenn das so weitergeht, seien demokratische Verhältnisse bald Vergangenheit. So pessimistisch der Ausblick von Löpfe und Vontobel. (…). Michael Stötzel.
Work, 6.6.2014.
Personen > Stötzel Michael. Zalando. Ausbeutung. Work, 6.6.2014.
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08.05.2014 Erfurt
Personen
Work
Zalando
Michael Stötzel
Günter Wallraff
Reportagen
Versandhandel
Volltext
Zalando
Bei Zalando schreien sie vor Unglück. Arbeitshetze weit über die Schmerzgrenze, Kontrolle auf Schritt und Tritt, Missachtung des Arbeitsgesetzes: Die Journalistin Caro Lobig hat all dies als Undercover-Angestellte im Logistikzentrum von Zalando erlebt. Achtzehn, zwanzig Kilometer lief Zalando-Angestellte Caro Lobig in ihrer Acht-Stunden-Schicht durch die Hallen des Zalando-Logistikzentrums in Erfurt im Osten Deutschlands. An Spitzentagen waren es sogar bis 27 Kilometer. In der Hand einen Scanner, der sie durch die Tausende Regalreihen auf vier Ebenen lotste. Auf dem Weg zu einem von etwa sieben Millionen Produkten, das eine Kundin, ein Kunde online bestellt hatte. Dabei war Lobig stets überwacht von einem „Mentor“, einer „Teamleiterin“ oder einem „Abteilungsleiter“. Auf deren Bildschirm übertrug der Scanner laufend Lobigs jeweilige Position und ihre Arbeitsgeschwindigkeit. Datenschutzrechtlich sind solche allumfassenden Kontrollen verboten. Doch bei der Onlinehändlerin Zalando mit ihrem milliardenschweren Umsatz herrscht nicht nur in diesem Fall eigenes Recht. Acht Stunden, ohne sich zwischendurch mal auszuruhen. Immer in Bewegung zu sein, das verlangt das Unternehmen von seinen Leuten. Und auf keinen Fall dürfen sie sich schon in der Nähe ihrer Pausenräume aufhalten, bevor die Sirene ertönt. (…). Michael Stötzel.
Work online, 8.5.2014.
Personen > Stötzel Michael. Versandhandel Zalando. Work, 8.5.2014.
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