Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Ort > Schweiz
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 14401

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
25.03.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Managerlöhne
Volltext
Travail.Suisse kritisiert den Boni-Wahnsinn in den Chefetagen. Die Ergebnisse der ersten Analyse der Managerlöhne bei fünf der grössten Unternehmen in der Schweiz bringen zum Teil massive Zunahmen der Entschädigungen zu Tage. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist die Problematik der überrissenen Managerlöhne auch sechs Jahre nach Annahme der Abzockerinitiative ungelöst. Die Politik ist gefordert in der hängigen Aktienrechtsrevision für griffige Regelungen gegen die Boni-Exzesse in den Chefetagen zu sorgen. Travail.Suisse untersucht in seiner Managerlohnstudie seit 2003 die Entwicklung der Managerlöhne in ausgesuchten Schweizer Unternehmen. Die vollständigen Ergebnisse werden jeweils im Juni publiziert. Schon jetzt deutet sich an, dass die boomende Wirtschaftslage im letzten Jahr eine nächste Bonirunde eingeläutet hat. Für Travail.Suisse ist klar, dass es in der hängigen Aktienrechtsrevision zusätzliche Massnahmen zur Eindämmung der überrissenen Managerlöhne und zur Verhinderung von immer neuen Boni-Exzessen braucht. Zusätzlich braucht es mehr Transparenz bei den Managementvergütungen und die sehr hohen Entschädigungen müssen mehr Nutzen für die Allgemeinheit bringen – zum Beispiel über eine zusätzliche Besteuerung. Boniexplosion bei Nestlé und Credit Suisse. Während bei der UBS und bei Roche die Entschädigungen für die Manager im letzten Jahr einigermassen stabil geblieben sind, lässt sich bei Nestlé und der Credit Suisse eine regelrechte Explosion der Managerlöhne konstatieren. So konnte sich Nestlé-CEO Ulf Schneider über eine (…).
Travail.Suisse, 25.3.2019.
Travail.Suisse > Manager-Loehne. Travail.Suisse, 2019-03-25.
Ganzer Text
25.03.2019 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
AHV
Parolen
Volltext
Waffenbesitz
Eidg. Abstimmungen vom 19. Mai 2019: Travail.Suisse sagt zweimal Ja. Der Vorstand von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat an seiner Sitzung die Parolen zu den eidgenössischen Abstimmungen vom 19. Mai 2019 gefasst. Er empfiehlt sowohl das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) als auch das Bundesgesetz betreffend die Änderung der EU-Waffenrichtlinie zur Annahme. Der Vorstand von Travail.Suisse hatte bereits am 10. Oktober 2018 über das Bundesgesetz über die Steuerreform und die AHV-Finanzierung (STAF) diskutiert und entschieden, das dagegen lancierte Referendum nicht zu unterstützen. An seiner letzten Sitzung hat er diese Haltung bestätigt und für die Abstimmung vom 19. Mai 2019 die Ja-Parole beschlossen. Für Travail.Suisse war immer unbestritten, dass die kantonalen Sonderregelungen für die Besteuerung von Statusgesellschaften abgeschafft werden müssen. Genauso unbestritten war allerdings stets, dass es für die damit einhergehenden Steuerverluste eine Kompensation braucht. Mit der Zusatzfinanzierung für die AHV ist diese Kompensation zu einem grossen Teil gewährleistet. Es handelt sich dabei um eine sinnvolle Lösung, zumal sie der ganzen Bevölkerung zugutekommt und dazu beiträgt, die demografisch bedingte Defizitspirale des wichtigsten Schweizer Sozialwerks zu stoppen. Wichtig bleibt, dass die Kantone ihrerseits Ausgleichsmassnahmen beschliessen, um die bei ihnen anfallenden Steuerverluste zu kompensieren. (…).
Adrian Wüthrich, Präsident / Nationalrat.
Travail.Suisse, 25.3.2019.
Travail.Suisse > Abstimmungen, 19.5.2019. Parolen. Travail.Suisse, 2019-03-25.
Ganzer Text
23.03.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Migros
Sozialpartnerschaft
Volltext
Wahl der neuen Migros-Präsidentin. Unia verlangt von Ursula Nold ein Engagement für echte Sozialpartnerschaft und für Lohngleichheit. Die Gewerkschaft Unia begrüsst die Wahl einer Frau zur Präsidentin des grössten privaten Arbeitgebers der Schweiz. Die Unia fordert sie auf, sich aktiv für Lohngleichheit und für eine Sozialpartnerschaft mit allen relevanten Gewerkschaften des Detailhandels einzusetzen. Unia, die grösste Gewerkschaft des Detailhandels, wünscht Ursula Nold viel Erfolg! Die neue Migros-Präsidentin steht vor grossen Herausforderungen. Als Präsidentin der Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) kennt Ursula Nold die Probleme der Migros-Gruppe sehr gut. Wir erwarten, dass sie mögliche Reformen mit Rücksicht auf den grossen Druck, unter dem das Personal steht, begleitet. Sie gibt an, immer eine vorbildliche Personalpolitik unterstützt zu haben. Die Unia nimmt sie beim Wort und fordert, dass allfällige Veränderungen nicht zu Lasten des Personals gehen. Die Gewerkschaft erwartet auch, dass sich Ursula Nold zu einer echten Sozialpartnerschaft mit den relevanten Gewerkschaften des Detailhandels verpflichtet. Die Unia und das Personal der Migros hoffen, dass sich die neue Präsidentin noch stärker für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen wird. Obwohl die Migros in vielen Punkten in diesem Bereich fortschrittlich ist, hat sie sich bisher immer geweigert, ihre Löhne überprüfen zu lassen. In diesem Jahr der Frauenmobilisierung könnte der grösste Arbeitgeber der Schweiz den vielen Frauen, die im Detailhandel angestellt sind, entgegenkommen und eine Lohngleichheits (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 23.3.2019
Unia Schweiz > Migros. Sozialpartnerschaft. Unia Schweiz, 2019-03-23.
Ganzer Text
22.03.2019 Schweiz
Postauto Schweiz AG
Syndicom

Gratisarbeit
Petition
Postauto Schweiz AG
Volltext
PostAuto nimmt Anliegen der Belegschaft ernst. Petition „Gratisarbeit“: Erfolgreiche Verhandlungen zwischen PostAuto und den Gewerkschaften. Die Sozialpartner PostAuto, Syndicom und Transfair konnten die Verhandlungen zur Petition „Keine Gratisarbeit bei PostAuto“ erfolgreich abschliessen. Die Verhandlungspartner legten einen neuen national gültigen Wert für den Sicherheitscheck fest. Sie definierten auch einen neuen Prozess, um die Anliegen der Mitarbeitenden vor Ort bei der Festlegung der Ergänzungszeiten besser zu berücksichtigen. Weitere verhandelte Themen sind die Vereinbarung zum Arbeitszeitgesetz (AZG) sowie die Optimierung der Dienstpläne, wo ebenfalls Einigung zum weiteren Vorgehen erzielt worden ist. Die Verhandlungspartner zeigen sich insgesamt mit den erzielten Ergebnissen zufrieden. Die Verhandlungsergebnisse müssen noch von den zuständigen Gremien genehmigt werden. Zu den Verhandlungen kam es einerseits aufgrund der im Sommer von der Gewerkschaft Syndicom eingereichten Petition „Keine Gratisarbeit bei PostAuto“. Die von 1‘300 Fahrerinnen und Fahrern unterzeichnete Petition verlangte eine Überprüfung und Korrektur der als zu kurz bemessenen Zuschläge für verschiedene sogenannte Ergänzungsleistungen wie Sicherheitscheck, Fahrzeugübergabe und andere Aufgaben. Andererseits weil sich PostAuto-FahrerInnen gemeinsam mit der Gewerkschaft Syndicom gegen eine einseitige AZG-Vereinbarung wehrten und eine nationale Lösung verlangten. PostAuto nahm dazu im Dezember 2018 unter der neuen Leitung Verhandlungen mit den Sozialpartnern Syndicom und (…).
Syndicom, 22.3.2019.
Syndicom > Gratisarbeit. PostAuto. Petition. Syndicom, 2019-03-22.
Ganzer Text
22.03.2019 Schweiz
Cablex AG
Syndicom

Cablex AG
Volltext
Betriebsübergang von Swisscom CFS zu Cablex. Syndicom verhandelt mit Swisscom die Übergangsbedingungen. Gemäss der heutigen Mitteilung von Cablex wird der Kundenservice-Bereich Customer-Field-Service (CFS) per 1. Januar 2020 ins Swisscom-Tochterunternehmen Cablex integriert. Rund 1‘000 Mitarbeitende, vorwiegend Service-TechnikerInnen, sind von diesem Betriebsübergang betroffen. Als Sozialpartnerin von Swisscom und Cablex wird Syndicom die Mitarbeitenden von CFS in diesem Prozess eng begleiten. Daniel Hügli, Zentralsekretär bei der Gewerkschaft Syndicom, betont dabei: „Die Integration der Swisscom-TechnikerInnen bei Cablex kann nur dann geschehen, wenn die Interessen der betroffenen Mitarbeitenden bei den Übergangsbedingungen berücksichtigt werden.“ Da es sich um einen gesetzlich geregelten Übergang eines Betriebsteils von Swisscom zu Cablex handelt, ist Swisscom verpflichtet, einen Mitwirkungsprozess einzuleiten. In diesem vorgegebenen Rahmen wird Syndicom die Übergangsbedingungen für die betroffenen Mitarbeitenden mit Swisscom verhandeln und bei allfälligen Problemen intervenieren. Dazu wird sich Syndicom von den betroffenen Mitarbeitenden ein entsprechendes Mandat erteilen lassen, um in den nächsten Wochen mit Swisscom die Verhandlungen über die Übergangsbedingungen aufzunehmen. Mit dem Übergang zu Cablex werden die Mitarbeitenden von CFS neu dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) Cablex unterstellt, den Syndicom periodisch mit Cablex weiterentwickelt und der wie der GAV Swisscom kollektive Lohnverhandlungen ermöglicht.
Syndicom, 22.3.2019.
Syndicom > Cablex. Swisscom. Syndicom, 2019-03-22.
Ganzer Text
21.03.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Ergänzungsleistungen
Volltext
Sparen auf Kosten der Ärmsten. Weitere dreiste Machtdemonstrationen in den Eidgenössischen Parlamenten: Die Mehrheitsvertretung des Kapitals gefällt sich Im rücksichtslosen, repressiven Sparwahn bei Ergänzungsleistungen und Krankenkassenfranchisen. Widerstand ist angesagt. Nicht nur bei der neusten IV-Revision wird gekürzt und geknausert. In den eidgenössischen Räten wurde soeben die Erhöhung der Krankenkassen-Franchisen beschlossen. Der Sparhammer wird auch bei den Ergänzungsleistungen (EL) angesetzt. Über 300‘000 betagte und behinderte Menschen sind in der Schweiz auf Ergänzungsleistungen angewiesen. In letzter Zeit wurden die EL in vielen Kantonen bereits gesenkt. Aber genug ist für die Reichen und Mächtigen nicht genug: Bald werden die Bedürftigen mit noch weniger Geld auskommen müssen. Das heisst konkret: Parlamentarier*innen vor allem der Parteien SVP und FDP, die in der Regel im Rat und privat sehr gut verdienen und in den Genuss von Steuergeschenken kommen, spielen sich machtvoll als Sparenthusiasten auf Kosten der Ärmsten auf. Im Nationalrat stimmten sie mit ihrer absoluten Mehrheit geschlossen für die drastischen Reduktionen aus. Der definitive Entscheid bezüglich EL fällt Ende März, das Referendum ist bereits angekündigt. Franchisen sollen steigen. Bereits beschlossen wurde im Nationalrat die Erhöhung des Franchisen-Minimums von 300 auf 350 Franken. Die stetige und unbegrenzte Steigerung der Franchisen parallel zur Kostenentwicklung im Gesundheitswesen wurde im letzten Moment fallengelassen, wahrscheinlich mit Blick auf das (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 21.3.2019.
Personen > Bugmann Damian. Ergaenzungsleistungen. Vorwaerts, 2019-03-21.
Ganzer Text
21.03.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Martin Schwander
Louise Stebler
Nachruf
Volltext
Im Gedenken an Louise Stebler . Martin Schwander. Ein Leben Im Dienste des Friedens, der Solidarität, der sozia¬len Gerechtigkeit und der V61kerfreundschaft Ist am 12. Februar 2019 im Alter von 94 Jahren zu Ende gegangen. Die Ideale, die Louise Stebler Zelt Ihres Le¬bens hochgehalten hat, diese Ideale aber bleiben Richtschnur für uns alle. Louise ist in einem widerständigen. antifaschistischen Haus aufgewachsen. Als Mädchen schon strickte sie Socken für das republikanische Spanien und als junge Frau beteiligte sie sich aktiv an Sabotageaktionen gegen die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. 1945 schwiegen in Europa zwar endlich die Waffen, ihr Geklirr aber hallte nach und nahm wenig später an Lautstärke wieder zu. Louise war sich deshalb bewusst: Um den Frieden muss täglich neu gerungen werden. Und sie hatte klare Vorstellungen darüber, dass Frieden und soziale Gerechtigkeit einhergehen. Für sie hatte der Friedenskampf auch den Kampf gegen soziale und rassistische Unterdrückung einzuschliessen, gegen Ausbeutung, für die Gleichberechtigung aller Menschen, für die Freiheit, für die Menschenwürde. Mit Joe Stebler, ihrem Ehemann und Kampfesgenossen an allen Fronten, beteiligte sie sich deshalb in den ersten Nachkriegsjahren aktiv an der Organisation „Frieden durch Aufbau“ und opferte Freizeit und Ferien, um 1947 mit andern Jugendlichen im kriegsversehrten Jugoslawien eine Eisenbahnstrecke wieder herzustellen. Viele dieser Mitstreiter traf Louise zwei Jahre später abermals, als es um die Gründung einer breiten schweizerischen Friedensbewegung ging. (…). Martin Schwander.
Vorwärts, 21.3.2019.
Personen > Stebler Louise. Nachruf Martin Schwander. Vorwaerts, 2019-03-21.
Ganzer Text
21.03.2019 Schweiz
Nationalrat
Travail.Suisse

Adoption
Nationalrat
Volltext
Adoptionsurlaub - die Kommission soll ihre früheren Entscheide respektieren. Am morgigen letzten Sessionstag könnte der Nationalrat den Adoptionsurlaub beerdigen. Die Kommission, die einen Entwurf für einen Adoptionsurlaub hätte erarbeiten sollen, empfiehlt dem Plenum, das Geschäft abzuschreiben. Sie hatte diesen Entscheid im vergangenen November per Stichentscheid des Präsidenten gefällt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, plädiert für die Wiederaufnahme der parlamentarischen Initiative von Nationalrat Marco Romano, zumal ihr die zuständigen Kommissionen beider Räte zugestimmt hatten. Travail.Suisse unterstützt den Grundsatz eines bezahlten Urlaubs von total 12 Wochen für Eltern, die ein unter 4-jähriges Kind adoptieren. Es ist eine Lücke in der Familienpolitik, da ein Adoptionsurlaub nicht gesetzlich vorgesehen ist. Auch bei einer Adoption braucht es Zeit, um die elterliche Bindung und das Vertrauen zu fördern. Für das adoptierte Kind ist es unerlässlich, das seine Adoptiveltern diese Zeit erhalten. In der Schweiz hat heute keines der Elternteile das Recht, diese für einen guten Start ins Familienleben erforderliche Zeit in Anspruch zu nehmen. Der Vorschlag von Nationalrat Romano wurde 2015 von den beiden zuständigen Kommissionen - der des Nationalrats und der des Ständerates - angenommen. Der Vorschlag ging in Vernehmlassung und wurde danach – wiederum von der Kommission des Erstrats (Nationalrat) beraten, respektive zur Abschreibung empfohlen: In der Sitzung vom 15. November 2018, in Abwesenheit von vier Kommissionsmitgliedern, hat der Stichentscheid von (…).
Travail.Suisse, 21.3.2019.
Travail.Suisse > Adoption. Travail.Suisse, 2019-03-21.
Ganzer Text
21.03.2019 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Nationalbank muss Frankenüberbewertung bekämpfen – Ausschüttung der Negativzins-Einnahmen an die Altersvorsorge. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) begrüsst es, dass die SNB die Zinsen unverändert tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Die Konjunktur im Ausland hat sich etwas eingetrübt. Die Auswirkungen einer Aufwertung des Frankens wären vor diesem Hintergrund für die Schweizer Exportwirtschaft noch schwerwiegender. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht (kommunikativ und monetär). Ziel muss nun sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchsetzen – insbesondere in Bezug auf den Wechselkurs. Aufgrund der tiefen Zinsen hat sich die finanzielle Lage der Schweizer Altersvorsorge verschlechtert. Das gilt vor allem für die 2. Säule. Gemäss dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht nahm die SNB im vergangenen Jahr 2 Mrd. Fr. mit den Negativzinsen ein. Diese Einnahmen sollten an die Vorsorgewerke ausgeschüttet werden. Der Negativzins muss als Lenkungsabgabe aufgefasst werden und nicht als weitere Einnahmequelle der SNB bzw. von Bund und Kantonen. Zudem verlangt der SGB, dass das Konto des AHV-Fonds (Compenswiss) vollumfänglich von den Negativzinsen ausgenommen wird. Thomas Zimmermann.
SGB, 21.3.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2019-03-21.
Ganzer Text
21.03.2019 Schweiz
Post
Syndicom

Post
Privatisierung
Volltext
Service public ausbauen statt Post verkaufen. Die Forderung nach der Privatisierung der postalischen Grundversorgung durch Avenir Suisse ist altbekannt und fantasielos. Ein ausgebauter und starker Service public stellt sicher, dass die Herausforderungen der digitalen Gesellschaft sozial gestaltet werden können. Der Service public ist das Rückgrat der Schweiz. Die heute von Avenir Suisse veröffentlichte Studie „Postalische Grundversorgung im digitalen Zeitalter“ ist eine Kampfansage an einen starken Service public. Wie zu erwarten, verfolgt die liberale Denkanstalt nur das eine Ziel: die Privatisierung der postalischen Grundversorgung in der Schweiz. Die Filetstücke des Konzerns (bspw. PostFinance), welche regelmässige Gewinne garantieren, sollen verhökert werden. Gewinne werden privatisiert, der Steuerzahler darf höchstens noch das Verlustgeschäft tragen. Doch die selbsternannten Denker antizipieren falsch, sagt David Roth, Zentralsekretär im Sektor Logistik: „Kommunikationswege, Finanzinfrastruktur und Logistiknetze sind zentral für das Funktionieren einer Wirtschaft und für eine selbstbestimmte Bevölkerung. Wer es aus seinen Händen gibt, überlässt es internationalen profitorientierten Unternehmen und begibt sich in eine unerwünschte Abhängigkeit. Genau deshalb spricht man vom Service public als Gemeinwohl, der ein Rückgrat der Schweiz bildet.“ Bevölkerung will starken Service public. Der Service public muss nicht redimensioniert werden, wie es Avenir Suisse formuliert. Die öffentliche Grundversorgung muss endlich konsequent umgesetzt und in ihrer Relevanz erkannt werden. (…).
Syndicom, 21.3.2019.
Syndicom > Post. Privatisierung. Syndicom, 2019-03-21.
Ganzer Text
20.03.2019 EU
Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Interview
Lohnschutz
Volltext
SGB: „Ein Rahmenabkommen muss den Arbeitnehmenden nützen“^. Ja zu einem sozialen Europa, nein zu Verschlechterungen beim Lohnschutz und den flankierenden Massnahmen. Für SGB-Sekretariatsleiter und Chefökonom Daniel Lampart ist in der Position zur EU vor allem eines wichtig: Die Europapolitik muss den Arbeitnehmenden nützen. (SGB) Daniel Lampart, dem SGB wird vorgeworfen, er fahre das Rahmenabkommen und damit die Bilateralen an die Wand. Haben die Gewerkschaften neu etwas gegen die EU? Daniel Lampart: Ein kleines Land wie die Schweiz braucht gute und geregelte Beziehungen zur EU. Deshalb haben wir uns für eine Öffnung gegenüber Europa und die Personenfreizügigkeit eingesetzt, aber immer gesagt, dass dies den Arbeitnehmenden nützen muss. Unsere Flankierenden gehören zu den besten in Europa. Nun verfolgt Bundesrat Ignazio Cassis eine Europapolitik gegen die Arbeitnehmenden. Das geht in die völlig falsche Richtung. Könnte es Ihnen nicht egal sein, wieviel ein Entsandter verdient? Daniel Lampart: Die Personenfreizügigkeit brachte Fortschritte wie die Abschaffung des Saisonnierstatuts. Aber mit den Entsendungen wurde eine neue prekäre Arbeitsform angelegt. Ausländische Firmen können viel einfacher ihre Dienstleistungen in die Schweiz erbringen. Im deutschen Gewerbe ist der Durchschnittslohn bei rund 3700 Franken, in Polen sogar bei 900 Franken. Wir hingegen haben die höchsten Löhne in Europa, einen Handwerkerlohn von 5000 bis 6000 Franken. Hier sind die (…).
Daniel Lampart.
SGB, 20.3.2019.
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. Interview. SGB, 2019-03-20.
Ganzer Text
20.03.2019 EU
Schweiz
Löhne
Personen
Syndicom
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Interview
Lohnschutz
Volltext
SGB: „Ein Rahmenabkommen muss den Arbeitnehmenden nützen“^. Ja zu einem sozialen Europa, nein zu Verschlechterungen beim Lohnschutz und den flankierenden Massnahmen. Für SGB-Sekretariatsleiter und Chefökonom Daniel Lampart ist in der Position zur EU vor allem eines wichtig: Die Europapolitik muss den Arbeitnehmenden nützen. (SGB) Daniel Lampart, dem SGB wird vorgeworfen, er fahre das Rahmenabkommen und damit die Bilateralen an die Wand. Haben die Gewerkschaften neu etwas gegen die EU? Daniel Lampart: Ein kleines Land wie die Schweiz braucht gute und geregelte Beziehungen zur EU. Deshalb haben wir uns für eine Öffnung gegenüber Europa und die Personenfreizügigkeit eingesetzt, aber immer gesagt, dass dies den Arbeitnehmenden nützen muss. Unsere Flankierenden gehören zu den besten in Europa. Nun verfolgt Bundesrat Ignazio Cassis eine Europapolitik gegen die Arbeitnehmenden. Das geht in die völlig falsche Richtung. Könnte es Ihnen nicht egal sein, wieviel ein Entsandter verdient? Daniel Lampart: Die Personenfreizügigkeit brachte Fortschritte wie die Abschaffung des Saisonnierstatuts. Aber mit den Entsendungen wurde eine neue prekäre Arbeitsform angelegt. Ausländische Firmen können viel einfacher ihre Dienstleistungen in die Schweiz erbringen. Im deutschen Gewerbe ist der Durchschnittslohn bei rund 3700 Franken, in Polen sogar bei 900 Franken. Wir hingegen haben die höchsten Löhne in Europa, einen Handwerkerlohn von 5000 bis 6000 Franken. Hier sind die (…).
Daniel Lampart.
SGB, 20.3.2019.
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. Interview. SGB, 2019-03-20.
Ganzer Text
20.03.2019 Schweiz
Löhne
Ständerat
Travail.Suisse

Arbeitsplatzkontrolle
Lohngleichheit
Volltext
Ständerat verweigert den Kantonen die Möglichkeit zur Lohnkontrolle. Die Standesinitiative des Kantons Genf forderte die Kompetenz ein, die Umsetzung des revidierten Gleichstellungsgesetzes kantonal und in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern zu überprüfen. Der Ständerat hat diesen Antrag heute abgelehnt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, sieht sich damit in seiner Absicht bestätigt, die Einhaltung der neu im Gleichstellungsgesetz verankerten Lohnanalysen genau zu überprüfen. Der Kanton Genf hat mit seiner im Mai 2018 eingereichten Standesinitiative beantragt, den Kantonen die Kompetenz zu übertragen, die Einhaltung des Grundsatzes der Gleichstellung von Mann und Frau insbesondere punkto Lohn zu überprüfen. In der Zwischenzeit hat das Parlament eine minimalistische Revision des Gleichstellungsgesetzes beschlossen. Der neue Text schreibt eine Lohnselbstkontrolle für Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten vor, obschon eine Kontrolle ab 50 Beschäftigten empfohlen wurde. Damit sind 99,1% der Unternehmen und 54% der Arbeitnehmenden von dieser neuen Regelung ausgenommen. Darüber hinaus enthält das überarbeitete Gesetz weder offizielle Kontrollmechanismen noch Sanktionsmöglichkeiten bei Verstössen. Die Handlungsbereitschaft der Kantone ist verständlich und legitim und wird von Travail.Suisse voll und ganz geteilt. Travail.Suisse bedauert, dass der Ständerat die Genfer Initiative abgelehnt hat. Für Valérie Borioli Sandoz, Leiterin der Gleichstellungspolitik, bedeutet diese Entscheidung, „dass es nun an uns liegt, die effektive Anwendung des Gesetzes (...). 
Travail.Suisse, 20.3.2019.
Travail.Suisse > Lohngleichheit. Staenderat. Travail.Suisse, 2019-03-20.
Ganzer Text
19.03.2019 Schweiz
CH Media
Syndicom

Betriebsschliessungen
CH Media
Volltext
CH-Media stellt Sonntagsausgaben ein: Schlechte Nachrichten für Angestellte bei Redaktionen und Zustellung. Der fusionierte Grossverlag CH-Media informiert heute, dass er die im November 2018 angekündigte Massenentlassung auf den Redaktionen seiner Sonntagstitel eingeleitet hat. Mit der Einstellung der „Zentralschweiz am Sonntag“ und der „Ostschweiz am Sonntag“ baut er 10 Vollzeitstellen ab. Betroffen sind aber weitaus mehr: Die gut 400 ZeitungsverträgerInnen bangen ebenfalls um ihre Existenz. Syndicom fordert den Verlag auf, allen Angestellten angemessene Alternativen anzubieten und erinnert an die eingegangene Verpflichtung, Entlassungen nur als letzten Ausweg auszusprechen. Zudem erinnert Syndicom daran, dass auch Hunderte ZeitungsverträgerInnen ihre Arbeit verlieren werden. Unter dem Strich baut der Verlag 10 Vollzeitstellen auf den Redaktionen in Luzern und in St. Gallen ab. Jürg Weber, stv. CEO bei CH Media, lässt sich zwar damit zitieren, dass weniger als 10 Personen entlassen werden, weil „viel mit natürlicher Fluktuation, Pensionierungen und internen Verschiebungen aufgefangen“ würde. Der Verlag muss hier das schriftlich abgegebene Versprechen gegenüber dem Personal einlösen, wonach Entlassungen nur als letzten Ausweg vorgenommen werden. Über den Abbau im Vertrieb schweigt sich der Verlag aber aus. Die „Zentralschweiz am Sonntag“ wird in der Zentralschweiz durch rund 400 Mitarbeitende frühmorgens in die Briefkästen verteilt. Die Frühzustellorganisation Presto, welche vom Verlag dafür beauftragt ist, hat gegenüber ihrem Personal die Massenentlassung angekündigt und (…).
Syndicom, 19.3.2019.
Syndicom > CH-Media. Betriebsschliessungen. Syndicom, 2019-03-19.
Ganzer Text
19.03.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Gute Leistung und Gewinnsteigerung der SBB im 2018. SEV fordert Gewinnbeteiligung des Personals. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erwartet von der SBB-Spitze nicht nur verbales Lob für die ausgezeichnete Leistung des Personals im vergangenen Jahr, sondern eine substanzielle finanzielle Beteiligung am erwirtschafteten Gewinn. Der SEV freut sich über die positiven Bilanzzahlen der SBB im 2018. Der Konzern hält in seiner Medienmitteilung explizit fest, dass zur Steigerung seines Gewinns um 42,5% auf 568 Millionen auch das «Effizienzprogramm RailFit2030» beigetragen hat. In der Tat ist die Zahl der Vollzeitstellen um 446 bzw. 1,4% auf 32'309 gesunken. Die SBB schreibt ausdrücklich, dass der Kostendeckungsgrad des Regionalverkehrs dank höherer Produktivität verbessert wurde. Besonders positiv ist die Rückkehr von SBB Cargo in die schwarzen Zahlen, wofür ebenfalls Sanierungsmassnahmen nötig waren. Erfreulich sind auch die Passagierzunahme um 0,8%, der Angebotsausbau, die Rekordmengen an Infrastrukturunterhalt (was zur leichten Verschlechterung der Pünktlichkeit beitrug) und der Anstieg der Kundenzufriedenheit im Personen- und im Güterverkehr. Gewinnbeteiligung nicht nur für die Kundschaft. Die SBB betont, dass sie einen Teil des Gewinns im 2019 an die Kundschaft zurückgeben will, indem sie 216 Mio. Franken gezielt für besseren Service und günstigere Billette einsetzt, insbesondere mehr als 100 Mio. für Sparbillette. „Der SEV begrüsst diese Beteiligung der Kundschaft am Gewinn, fordert aber auch eine angemessene Beteiligung des Personals“, sagt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…).
SEV, 19.3.2019.
SEV > SBB. Gewinnbeteiligung. SEV, 2019-03-19.
Ganzer Text
19.03.2019 Schweiz
Nationalrat
Travail.Suisse

Nationalrat
Sexuelle Belästigung
Volltext
Sexuelle Belästigung - Nationalrat will mehr Fakten. Die verfügbaren Zahlen über sexuelle Belästigung sind über zehn Jahre alt. Der Nationalrat hat heute ein Postulat angenommen, das verlässliche Zahlen fordert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, unterstützt das Postulat und ist zufrieden mit dem Entscheid des Nationalrats. In Zeiten der #metoo-Bewegung, des bevorstehenden Frauenstreiks am 14. Juni oder der jüngsten Ratifizierung des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt (Istanbuler Übereinkommen) durch die Schweiz zeigt sich Travail.Suisse erfreut über den Entscheid des Nationalrats, das Postulat Reynard anzunehmen. Es wäre völlig unverantwortlich und ignorant gewesen, gegen eine solide Faktenbasis in Bezug auf sexuelle Belästigung in all ihren Formen zu stimmen. "Die absolut unverständliche Opposition der SVP-Fraktion hatte keine Chance, auch dank der Genfer SVP-Nationalrätin Céline Amaudruz, die während der Debatte bekräftigte, das ihr das Problem der sexuellen Belästigung Sorgen bereite", sagt Valérie Borioli Sandoz, Leiterin Gleichstellungspolitik bei Travail.Suisse. Sexuelle Belästigung existiert auch in der Schweiz, aber die verfügbaren Zahlen dazu sind alt. Die Formen der sexuellen Belästigungen haben sich verändert, das Ausmass der Strassenbelästigungen etwa, von der Frauen täglich Opfer werden, ist unbekannt. Das von Nationalrat Matthias Reynard im vergangenen September vorgelegte Postulat forderte den Bundesrat auf, mehr zur sexuellen Belästigung zu (…).
Travail.Suisse, 19.3.2019.
Travail.Suisse > Sexuelle Belästigung. Nationalrat. Travail.Suisse, 2019-03-19.
Ganzer Text
19.03.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Ausbildungsbeiträge
Familienzulagen
Volltext
Travail.Suisse begrüsst Ausbildungszulage ab Ausbildungsbeginn. Der Nationalrat hat heute als Erstrat das Bundesgesetz über die Familienzulagen teilrevidiert und zwei wichtige Änderungen beschlossen, um den heutigen Realitäten besser Rechnung zu tragen und Lücken zu schliessen: Die höheren Ausbildungszulagen werden neu ab 16 Jahren gewährt, wenn die Jugendlichen ihre nachobligatorische Ausbildung beginnen, und arbeitslose Mütter können auch Kinderzulagen erhalten. Mit dem früheren Schuleintritt durch HarmoS gibt es vermehrt Jugendliche, die ihre nachobligatorische Ausbildung vor dem 16. Lebensjahr beginnen. Diese waren bis jetzt vom Bezug der Ausbildungszulagen ausgeschlossen. Die beschlossene Änderung trägt dieser Entwicklung Rechnung. Sie geht auf eine parlamentarische Initiative von Nationalrat Stefan Müller-Altermatt zurück, der die Travail.Suisse-Mitgliedsorganisation transfair präsidiert. Travail.Suisse bedauert, dass die Mehrheit eine Erhöhung der starren Alterslimite der Ausbildungszulage abgelehnt hat. Dies wäre nötig, da die nachobligatorischen Ausbildungen teileweise auch deutlich länger gehen können als früher oder nicht selten durch eine Zweitausbildung ergänzt werden. Immerhin kann ein erster Missstand korrigiert werden und eine Verbesserung der Situation für betroffene Familien erreicht werden. Der Ständerat wird aufgefordert, mindestens den Beschlüssen des Nationalrates zu folgen. Erfreut ist Travail.Suisse auch über die zweite beschlossene Verbesserung: Alleinstehende und arbeitslose Mütter sollen neu während der Mutterschaftsentschädigung ebenfalls Anspruch auf (…).
Travail.Suisse, 19.3.2019.
Travail.Suisse > Ausbildungszulage. Travail.Suisse, 2019-03-19.
Ganzer Text
18.03.2019 EU
Schweiz
Unia Schweiz

Europaparlament
Volltext
Wahlen
Europa braucht ein sozialeres Parlament. Die Wahlen für das EU-Parlament finden zwischen dem 23. und dem 26. Mai statt. Zwischen den 23. und 26. Mai werden die EU–Bürger/innen ihre Abgeordnete für das EU-Parlament wählen. Auch EU-Bürger/innen, die in der Schweiz leben, können daran teilnehmen. Die Unia lädt alle ein, progressive Kräfte, die sich für die Rechte der Arbeitnehmenden einsetzen, zu wählen. Das EU-Parlament spielt eine entscheidende Rolle bei die Gesetzgebung in der EU. Alle relevanten Vorschiften benötigen die Zustimmung des Parlaments. Die EU-Abgeordneten entscheiden über die Finanzen und über die Zusammensetzung der EU-Kommission (quasi die Regierung der EU). Diese Wahl wird darüber entscheiden, in welche Richtung sich die EU in den nächsten fünf Jahren entwickeln wird. Besorgniserregende Entwicklung. Die aktuelle politische Entwicklung gibt leider Grund zur Sorge. Überall in der EU werden radikale Kräfte stärker. Sie betrachten soziale Errungenschaften wie Sozialversicherungen und Rechte der Arbeitnehmenden als Bedrohung. Sie schüren Angst vor Migrant/innen und vertreten eine nationalistische und egoistische Politik. So bezeichnen sie beispielsweise die Gleichberechtigung der Geschlechter als einen «Angriff auf traditionelle Werte». Deswegen ist es wichtig, für diejenigen abzustimmen, die für die Rechte der Arbeitnehmenden und ein soziales Europa kämpfen. Für ein sozialeres Europa stimmen gehen. (…).
Unia Schweiz, 18.3.2019.
Unia Schweiz > EU. Europaratswahlen. Unia Schweiz, 2019-03-18.
Ganzer Text
15.03.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Der Frauenstreik ist lanciert. Schon der Start war ein Riesenfest! Rund 500 Frauen aus der ganzen Schweiz haben in Biel gemeinsam Schwung geholt. Für den Frauenstreik am 14. Juni. Sturmtief Eberhard fetzt ums Bieler Volkshaus, La Rotonde, der rote, runde Bau aus den 1930er Jahren, Sinnbild der Arbeiterinnen- und Arbeiterstadt. Regen peitscht gegen Scheiben. Doch drinnen im Saal mit den hohen, schmalen Fenstern ist es heiss. Über 500 Frauen sitzen, stehen, gehen und applaudieren. Oder buhen. Klopfen Beifall mit den Füssen. Eine trägt eine pinkige Perücke, eine andere ein lila Traineroberteil. Unia-Frauen tragen lila Zylinder und halten poppige Plakate in die Höhe: „Mehr Lohn, mehr Zeit, mehr Respekt!“ Und zwei mit Frauenzeichen auf den Wangen lachen breit. Alle sind sie gekommen, den Frauen-streik zu lancieren. Und zu hören, wo, wer, was schon plant. An der roten Balustrade prangt das violette Transparent: „14. Juni 2019, Frauen*streik“. Auftritt der Sprecherin des Frauenstreikkollektivs Freiburg: „Bei uns müssen wir zahlen, wenn wir demons-trieren wollen“, sagt sie ins Mikrophon. Der Saal buht. Die Frau fährt fort: „Am Frauentag am 8. März gingen wir dann halt auf einem Platz immer im Kreis und demonstrierten so. Wir übten schon für den Frauenstreik.“ Der Saal klatscht. Auftritt des Streikkollektivs der Uni Bern. Sie hatten am 8. März die WC-Türen mit Zahlen zur körperlichen und strukturellen Gewalt gegen Frauen vollgeklebt: „Schliesslich stirbt in der Schweiz alle zwei Wochen eine (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Koordination. Work online, 2019-03-15.
Ganzer Text
15.03.2019 Schweiz
Frauen
Work

Frauenstreik
Manifest
Volltext
Appell für den Frauen*streik am 14. 6. 2019. Angenommen von der nationalen Streikversammlung in Biel am 10. März 2019. Wir, Frauen, Lesben, Inter, Non-binary und Transpersonen (FLINT), mit oder ohne Partner*in alleinstehende Frauen*, Frauen* in einer Partnerschaft, in der Gemeinschaft, mit oder ohne Kinder, mit oder ohne Arbeit, unabhängig von der Art der Arbeit, gesund oder krank, mit oder ohne Beeinträchtigung, hetero, ob jung, erwachsen oder alt, hier oder in einem anderen Land geboren, unterschiedlicher Kultur und Herkunft, wir alle rufen auf zum Frauen*streik am 14. Juni 2019. Wir wollen die tatsächliche Gleichstellung und selbst über unser Leben bestimmen. Deshalb werden wir am 14. Juni 2019 streiken! Wir sind es, die für die Hausarbeit, die Erziehungsarbeit und die Pflege zu Hause sorgen, ohne die unsere Gesellschaft und Wirtschaft nicht funktionieren könnten. Wir sind es, die sich um das Wohlergehen der Kinder und der betagten Eltern kümmern und sorgen. Aber es fehlt uns an Geld und an Zeit. Wir wollen gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit. Wir wollen eine Aufwertung der «Frauenberufe» und ihre angemessene Entlöhnung. Wir wollen Sozialversicherungen, die unsere Existenz sichern. Wir wollen Renten, die uns ein Leben in Würde ermöglichen, ohne dass unser Rentenalter erhöht wird. Wir wollen Arbeitsbedingungen, die uns die echte Gleichstellung in der bezahlten und unbezahlten Arbeit garantieren. Wir fordern eine Wirtschaftspolitik, die bezahlte und unbezahlte Carearbeit ins Zentrum stellt und diese finanziert. Wir wollen die Anerkennung und gerechte Verteilung der Haus- und Sorgearbeit, ihre ökonomische Aufwertung (…).
Work online, 2019-03-15.
Work online > Frauenstreik. Manifest. Work online, 2019-03-15.
Ganzer Text
15.03.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Marie-Josée Kuhn
Frauenstreik
Volltext
Endlich Aufbruch! Die mageren politischen Jahrzehnte sind endlich vorbei: Die Klimajugend wagt den Aufstand. Weltweit. Weil es keinen Planeten B gibt. Weltweit protestieren und streiken auch die Frauen. Für mehr Lohn, mehr Zeit und für Respekt. Plötzlich ist wieder Bewegung in der Welt, Power und Hoffnung. Plötzlich wollen wieder Hunderttausende die Welt verändern. Halten eine bessere Welt für möglich: eine frauenfreundlichere, gerechtere, ökologischere und friedlichere Welt. Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit, existenzsichernde Renten, eine gerechte Verteilung von Haus- und Sorgearbeit, eine CO2-neutrale Schweiz bis 2030 und dass „man die Hauptverantwortlichen für den Klimawandel, die Grosskonzerne und die Banken, zur Rechenschaft zieht“. Schliesslich finanzieren diese Millionen von Tonnen Treibhausgasemissionen. Plötzlich steht wieder die Frage nach einem Systemwandel im Zentrum. Plötzlich ist wieder Hoffnung in der Welt. Systemfrage. „Ändern wir nicht die Frauen, ändern wir die Welt“, das war der Frauenstreikruf der Isländerinnen. „System change not climate change“, skandieren jetzt die Klimajugendlichen. Am 10. März lancierten über 500 Frauen im Volkshaus Biel den Frauenstreik vom 14. Juni 2019. Und diskutierten ein Manifest. Da ging eine Frau ans Mikrophon und fragte: „Warum heisst es unter Punkt 7 ‹in einem problematischen System›? Warum schreiben wir nicht im ‚kapitalistisch-patriarchalen System‘?“ Sie erntete Zustimmung und Applaus. Ja, plötzlich ist es wieder erwünscht, die Probleme beim Namen zu nennen. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauenstreik. Work online, 2019-03-15.1.
Ganzer Text
15.03.2019 Schweiz
EU
Personen
SGB
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Kein Rahmenabkommen gegen den Schweizer Lohnschutz. An der Konsultation zum Rahmenabkommen und zum Lohnschutz hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB mündlich und in einem ausführlichen Dokument nochmals dargelegt, dass die Flankierenden Massnahmen (FlaM) und der Lohnschutz nicht verhandelbar sind. Die Schweiz hat die höchsten Löhne in Europa. Deshalb müssen wir unsere Löhne auch konsequent und eigenständig schützen können. Die Bilateralen Verträge und die Personenfreizügigkeit brachten den Arbeitnehmenden in der Schweiz zahlreiche Fortschritte. Beispielsweise durch die Abschaffung des Saisonnierstatuts. Gleichzeitig wurde aber der Zugang für ausländische Dienstleister (Entsendungen) bis 90 Tage stark erleichtert. Diese Entsendungen sind grundsätzlich eine prekäre Arbeitsform mit sehr grossem Dumpingpotenzial. Um Dumping zu verhindern, haben die Gewerkschaften die FlaM durchgesetzt. In der Schweiz müssen Schweizer Löhne bezahlt werden. Die FlaM zeigen Wirkung: Dank der Kontrollen wird bei rund einem Viertel der Firmen Dumping aufgedeckt. Die Firmen werden gebüsst. Und sie werden unter Druck gesetzt, den Arbeitnehmenden die Löhne nachzuzahlen. Mit dem Rahmenabkommen von Bundesrat Cassis ist das in Gefahr. Die Schweiz müsste die EU-Regeln beim Lohnschutz übernehmen und den EU-Gerichtshof als Schiedsinstanz akzeptieren. (…). Daniel Lampart.
SGB, 15.3.2019.
Personen > Lampart Daniel. Lohnschutz. Flankierende Massnamen. SEV, 2019-03-15.
Ganzer Text
15.03.2019 Schweiz
Krankversicherungen
Personen
SGB
Reto Wyss
Franchisen
Referendum
Volltext
Nein zum Raubzug auf die Versicherten! Das Referendum gegen die Franchisen-Explosion wird kommen. Nirgendwo in Europa müssen sich die Versicherten mehr an den Gesundheitskosten beteiligen als in der Schweiz. Jede weitere Franchisenerhöhung muss deshalb mit dem Referendum bekämpft werden. Entsprechend schlägt der Präsidialausschuss des SGB dem Vorstand vor, das Referendum gegen die automatische Anpassung der Franchisen an die Kostenentwicklung zu unterstützen. Denn höhere Franchisen und eine weitere Kostenabwälzung auf die Versicherten wären unsozial. Schon die Prämienlast ist für viele Arbeitnehmende unerträglich hoch. Doch wer krank wird und eine Behandlung benötigt, muss gleich noch tiefer in die Tasche greifen. Dann müssen Franchisen, Selbstbehalte und Tagestaxen bezahlt werden. Und nun hat das bürgerliche Parlament unter dem Druck der Krankenkassenlobby beschlossen, die Franchisen in Zukunft laufend zu erhöhen. Der Belastung der Versicherten nach oben soll somit keine Grenze mehr gesetzt werden. Ganz im Gegenteil, beispielsweise, zur Steuerbelastung von GrossaktionärInnen, gutbetuchten Erben und pauschalbesteuerten Superreichen – um auch daran wieder mal zu erinnern. Dieser Parlamentsbeschluss ist ein Angriff auf alle Versicherten, insbesondere aber auf Rentnerinnen und Rentner und chronisch Kranke. Denn sie können die Gesundheitskosten heute schon kaum mehr bezahlen, und gleichzeitig können gerade sie nicht auf Behandlungen verzichten. (…).
Reto Wyss.
SGB, 15.3.2019.
Personen > Wyss Reto. Krankenversicherungen. Franchisen. SGB, 2019-03-15.
Ganzer Text
15.03.2019 Schweiz
Migros
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Promoterin
Volltext
So mies serviert die Migros ihre Promoterinnen ab. Der orange Riese lagert seine Degustations-Mitarbeitenden aus. Jetzt bangen sie um ihre Existenz. Und müssen sich erst noch beleidigen lassen. Schokolade, Käse, Waschpulver: Woche für Woche stand Andrea Jost * in der Migros-Filiale, verteilte Gratismuster und Versucherli und zeigte der Kundschaft die neuen Produkte. Immer donnerstags bis Samstags. „Promoterin“ heisst ihr Beruf. Die temperamentvolle Ostschweizerin macht ihn seit bald 30 Jahren und liebt ihn. Besser gesagt, sie hat ihn geliebt: „Die Migros hat mir die Freude daran gründlich verdorben.“ Im letzten November bekamen die über 200 Promoterinnen und Promoter Post von ihrer Arbeitgeberin, der Migros-Tochter Chocolat Frey: Sie würden per Ende Jahr in eine neue Firma namens TMI ausgelagert. Die bisherigen Manager hätten Chocolat Frey die Mehrheit am Geschäftsbereich abgekauft – und würden ihn nun selber weiterführen. Und: Die neue Firma sei nicht mehr dem Migros-¬Gesamtarbeitsvertrag unterstellt. Aber die Arbeitsbedingungen würden sich nicht ändern: Es gebe auch „keine Lohnreduktion“ Versprechen gebrochen. Zwei Monate später schickt die Firma die neuen ¬Arbeitsverträge, die ab Mai gelten sollen. Sie sind Dumping pur: Der Stundenlohn von Promoterin Jost, bisher bei gut 32 Franken pro Stunde (Ferienentschädigung und 13. Monatslohn eingerechnet), soll neu auf knapp 28.50 sinken. Das macht minus 3 Franken 50 oder mehr als 10 Prozent Lohn weniger. (…).
Christian Egg.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Egg Christian. Migros. Promoterin. Work online, 2019-03-15.
Ganzer Text
15.03.2019 Frankreich
Schweiz
Personen
Work
Jean Ziegler
Gelbwesten
Polizei
Volltext
Waffen
Schweizer Waffen gegen Gelbwesten. Mittwoch, den 20. Februar 2019. Es ist ein strahlender Vorfrühlingstag. Ein Meer von Fahnen in Blau-Weiss-Rot bedeckt den riesigen Platz der Nationen vor dem Völkerbundpalast, dem europäischen Sitz der Vereinten Nationen. Tausende von Gelbwesten sind dem Ruf von Nicolas Mollier und seinen Freunden gefolgt. Jetzt drängen sie sich vor dem verbarrikadierten Eingangstor der Uno-Festung. Appell an Uno. Sie wollen vom Uno-Menschenrechtsrat empfangen werden und den 47 Botschafterinnen und Botschaftern von dem gewalttätigen Vorgehen der französischen Polizei gegen die Demonstrantinnen und Demonstranten während der vergangenen Monate berichten. Sie verlangen, dass die Uno gegen die Menschenrechtsverletzungen einschreite. Seit dem Beginn der «Samstagsdemonstrationen» am 17. November 2018 sind in ganz Frankreich viele Hunderte von Demonstrierenden von den „Anti-Aufruhr-Einheiten“ der Gendarmerie nationale verprügelt, mit Tränengas traktiert und mit Gummigeschossen verletzt worden, manche von ihnen schwer. Die Polizisten schiessen aus drei, vier Metern Entfernung mit Gummigeschossen auf die Demonstranten. Allein seit Jahresbeginn haben 18 Gelbwesten ein Auge verloren, vieren von ihnen wurde eine Hand abgerissen. (…). Jean Ziegler.
Work online, 15.3.2019.
Personen > Ziegler Jean. Gelbwesten. Polizei. Work online, 2019-03-15.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden