Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Ort > Schweiz
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 14073

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
11.01.2019 Schweiz
Postautobetriebe
Syndicom

Gratisarbeit
Volltext
PostAuto: Verhandlungen gegen Gratis-Arbeit aufgenommen. Im Frühling unterschrieben rund 50% der PostAuto-FahrerInnen die Petition gegen Gratis-Arbeit. Diese breite Mobilisierung und die Hartnäckigkeit mit der das Thema haben schlussendlich zu den Verhandlungen geführt. Im Frühling unterschrieben rund 50% der PostAuto-FahrerInnen die Petition gegen Gratis-Arbeit. Bei ihren KollegInnen der PostAuto-Unternehmen (PU) waren es immerhin ein Fünftel. So kamen über 1300 Unterschriften zusammen. Diese breite Mobilisierung und die Hartnäckigkeit mit der das Thema immer wieder auf den Tisch gebracht wurde, haben schlussendlich zu den Verhandlungen geführt. PostAuto hat eingewilligt, gemeinsam eine nationale Lösung für dieses Problem zu suchen. Zur Erinnerung: die FahrerInnen verrichten neben dem eigentlichen Fahren weitere Arbeiten, wie die Reinigung der Fahrzeuge oder die Kassenabrechnung. Diese Arbeiten werden als Zeitpauschale vergütet, die zu tief angesetzt sind. Schlimmer noch: Die Pauschalen wurden in den letzten Jahren immer wieder gekürzt. Das Resultat ist die erwähnte Gratis-Arbeit. Noch kein Durchbruch, aber ein konstruktives Verhandlungsklima. Die erste Verhandlungsrunde fand in einem konstruktiven Klima im Hauptsitz der Post in Bern statt. Neben der Verhandlungsführerin und Zentralsekretärin Sheila Winkler nahmen auf Seiten von Syndicom zehn Fahrer und eine Fahrerin an den Verhandlungen teil. (…).
Syndicom, 11.1.2019.
Syndicom > PostAuto. Gratisarbeit. SEV, 2019-01-11.
Ganzer Text
11.01.2019 Schweiz
Postautobetriebe
Syndicom

Gratisarbeit
Volltext
PostAuto: Verhandlungen gegen Gratis-Arbeit aufgenommen. Im Frühling unterschrieben rund 50% der PostAuto-FahrerInnen die Petition gegen Gratis-Arbeit. Diese breite Mobilisierung und die Hartnäckigkeit mit der das Thema haben schlussendlich zu den Verhandlungen geführt. Im Frühling unterschrieben rund 50% der PostAuto-FahrerInnen die Petition gegen Gratis-Arbeit. Bei ihren KollegInnen der PostAuto-Unternehmen (PU) waren es immerhin ein Fünftel. So kamen über 1300 Unterschriften zusammen. Diese breite Mobilisierung und die Hartnäckigkeit mit der das Thema immer wieder auf den Tisch gebracht wurde, haben schlussendlich zu den Verhandlungen geführt. PostAuto hat eingewilligt, gemeinsam eine nationale Lösung für dieses Problem zu suchen. Zur Erinnerung: die FahrerInnen verrichten neben dem eigentlichen Fahren weitere Arbeiten, wie die Reinigung der Fahrzeuge oder die Kassenabrechnung. Diese Arbeiten werden als Zeitpauschale vergütet, die zu tief angesetzt sind. Schlimmer noch: Die Pauschalen wurden in den letzten Jahren immer wieder gekürzt. Das Resultat ist die erwähnte Gratis-Arbeit. Noch kein Durchbruch, aber ein konstruktives Verhandlungsklima. Die erste Verhandlungsrunde fand in einem konstruktiven Klima im Hauptsitz der Post in Bern statt. Neben der Verhandlungsführerin und Zentralsekretärin Sheila Winkler nahmen auf Seiten von Syndicom zehn Fahrer und eine Fahrerin an den Verhandlungen teil. (…).
Syndicom, 11.1.2019.
Syndicom > PostAuto. Gratisarbeit. SEV, 2019-01-11.
Ganzer Text
08.01.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeitsmarkt
Volltext
Ältere Arbeitnehmende profitieren zu wenig vom Aufschwung am Arbeitsmarkt. Die Direktion für Arbeit des Seco hat heute am traditionellen Mediengespräch zum Jahresanfang eine positive Situation am Arbeitsmarkt beschrieben. Der wirtschaftliche Aufschwung ist im letzten Jahr auch auf dem Arbeitsmarkt angekommen, was sich in sinkenden Arbeitslosenzahlen spiegelt. Gleichzeitig konnte eine erfolgreiche Einführung der Stellenmeldepflicht konstatiert werden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist erfreut über die positive Entwicklung am Arbeitsmarkt, stellt aber gleichzeitig fest, dass gerade die älteren Arbeitnehmenden noch zuwenig vom Aufschwung profitieren. 2018 waren durchschnittlich knapp 120‘000 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, dies sind rund 25‘000 Personen weniger als noch 2017. Das ist der tiefste Stand seit dem Ausbruch der Finanzkrise 2008. „Es ist erfreulich, dass sich der wirtschaftliche Aufschwung der letzten Jahre jetzt endlich auch auf dem Arbeitsmarkt bemerkbar macht“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. „Gleichzeitig wird aus den Arbeitslosenzahlen aber auch deutlich, dass gerade die älteren Arbeitnehmenden unterdurchschnittlich vom wirtschaftlichen Aufschwung profitieren“, so Fischer weiter. Während die gesamte Arbeitslosenquote um 0.6 Prozent abgenommen hat, war der Rückgang bei den über 50-jährigen Arbeitslosen mit 0.3 Prozent nur halb so ausgeprägt. Dies passt ins Bild der letzten Jahre, welches einen stark überproportionalen Anteil der älteren Arbeitslosen bei den Langzeitarbeitslosen und als Folge eine deutliche Erhöhung der (…).
Travail.Suisse, 8.1.2019.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Travail%20Suisse/Arbeitsmarkt.%20Travail.Suisse,%202019-01-08.pdf
20.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Arbeitsbedingungen
Referate
SBB
Volltext
Kommentar von Urs Huber. Lasst uns doch einfach mal arbeiten! Sie toben sich wieder aus, die obersten SBB-Kader. Sie können es nicht lassen, wie auch. Denn offensichtlich sehen sie die Kernaufgabe ihres Jobs nicht darin, den Kunden eine möglichst störungsfreie, effiziente Dienstleistung zu bieten und dazu vielleicht auch etwas ans Personal zu denken. Nein, man gewinnt den Eindruck, sie sind nur am Reorganisieren interessiert, am Verschieben, Zerschneiden, dann wieder Zusammenführen. Im Kleinen, fast im Monatsrhythmus, und jetzt kommen noch die grossen Kisten. WEP Weiterentwicklung Personenverkehr und Infrastruktur 2.0 etc. Und immer haben sie eine gute Begründung parat. Dumm nur, dass das Ganze selten mehr als drei Jahre hält, dann kommt die nächste Reorg, natürlich auch die mit einer guten Begründung. Ausbaden darf diese Reorganisationsmanie das Personal, und oft auch die Kundschaft. Und genau diese Kombination tut den Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen am meisten weh. Selber zahlen sie den Preis für die Dauer-Reorgs, aber es wird ja nicht mal besser, für die Kunden, für den Betrieb. Die aktuelle Störungsanfälligkeit des Systems scheint auch nicht besonders zu stören. Die obersten Chefs reden nur noch von 4.0, von der Bahn der Zukunft etc. Sie vergessen nur zu gerne: Um in die Zukunft zu gelangen, muss man erst mal die Gegenwart überstehen! (…).
Urs Huber.
SEV, 20.12.2018.
SEV > SBB. Arbeitsbedingungen. SEV, 2018-12-20.
Ganzer Text
20.12.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
WOZ
Daniel Stern
Gian Trepp
Finanzkrise
Interview
Volltext
Durch den Monat mit Gian Trepp (Teil 3). Macht die Nationalbank ihren Job richtig? Der Ökonom und Buchautor Gian Trepp über das Wesen der Finanzkrisen, den Blindflug der Nationalbank und eine nötige Debatte. WOZ: Gian Trepp, Sie setzen sich als Journalist und Buchautor seit den siebziger Jahren mit dem Finanzplatz auseinander. Wie sind Sie auf das Thema gekommen? Gian Trepp: Mich hat das schon immer interessiert. Ich habe mich in meinem Volkswirtschaftsstudium auf politische Ökonomie, Geld- und Einkommenspolitik spezialisiert. Abends sassen wir in unseren marxistischen Zirkeln zusammen. Wir erkannten die Produktion als zentrale Sphäre des Kapitalismus. Später glaubten Sie das nicht mehr? In den siebziger Jahren wandelte sich der Industriekapitalismus fundamental. Die Dynamik des Systems verschob sich von der Warenproduktion in die Kapitalzirkulation. 1973 wurden die fixen Wechselkurse des Bretton-Woods-Währungssystems durch flexible Kurse ersetzt. Später deregulierten die Regierungen der USA unter Reagan und Grossbritannien unter Thatcher den grenzüberschreitenden Kapitalverkehr, und es entstanden die globalisierten Kapitalmärkte. Ungefähr gleichzeitig begann nach wirtschaftlichen Reformen in China die Verlagerung der Produktion nach Asien. Die Funktion der Banken veränderte sich? Sie wurden von der Magd der nationalen Industrie zur supranationalen Akteurin des globalisierten Finanzkapitalismus. Investmentbanken erfanden ständig neue Wertpapiere, mit denen sie die computerisierte (…). Daniel Stern.
WOZ, 20.12.2018.
Personen > Trepp Gian. Nationalbank. WOZ, 2018-12-20.
Ganzer Text
20.12.2018 Schweiz
WOZ

Anstellungsbedingungen
Crowdworker
Volltext
Crowdworking. Digitale Heimarbeit in sozialer Sicherheit. Dienstleistungen, die über eine App vermittelt werden, erleben einen Boom. Doch die Arbeitenden sind den Vermittlungsplattformen ausgeliefert. SP-Ständerätin Pascale Bruderer will ihre Risiken mindern. Hecken schneiden und Wäsche waschen für 20 Pranken in der Stunde, eine Website für 500 Dollar gestalten: Kleinstarbeiten werden immer häufiger per App oder Website vermittelt. Rechtlich liegt die Gig-Economy - von Gig für Auftritt - in einem Graubereich: Die soziale Absicherung bleibt meist an den Arbeitenden hängen. Deshalb fordert SP-Ständerätin Pascale Bruderer in einem Postulat, das letzte Woche im Ständerat angenommen wurde, dass sich der Bundesrat Gedanken macht, wie diese Selbstständigen gestärkt werden könnten. Die Gig-Economy umfasst hauptsächlich lokale und reale Dienstleistungen, Taxidienste von Uber etwa oder Übernachtungen via AirBnB. Unter Crowdworking werden vornehmlich digitale Arbeiten verstanden, die sich von irgendwo auf dem Globus erledigen lassen. Sie werden über Plattformen wie freelancer.com oder gigme.ch vermittelt. Die digitale Transformation des Arbeitsmarkts ermöglicht völlig neue Formen der Heimarbeit. So kann ein Flyer problemlos in Bali aus der Hängematte gestaltet werden. Vor allem profitieren die Firmen, die schnell, einfach und günstig an gute Arbeitskräfte gelangen. Statt eine Übersetzerin einzustellen, werden gelegentliche Aufträge an die Crowdworkerin mit dem besten Angebot (…). Florin Wüstholz.
WOZ, 20.12.2018.
WOZ > Crowdworker. Anstellungsbedingungen. WOZ, 2018-12-20.
Ganzer Text
20.12.2018 Schweiz
Medien
WOZ

Pressefreiheit
Volltext
Pressefreiheit 2018. Wenn Recherche als Verrat gilt. Für die Pressefreiheit war 2018 wahrlich kein gutes Jahr. Über achtzig Journalistlnnen mussten ihre Recherchen in den vergangenen zwölf Monaten mit dem Leben bezahlen - längst nicht nur in den Kriegsgebieten dieser Welt, sondern auch mitten in Europa. So musste Jan Kuciak in der Slowakei sterben, weil er Filz und Korruption aufdeckte. Das prominenteste Beispiel aber ist Jamal Khashoggi, der von Schergen des saudischen Regimes ermordet wurde, weil seine Texte und Kolumnen am Königshof missfielen. Auch dort, wo ihr Leben nicht unmittelbar in Gefahr ist, bleiben die ChronistInnen bedroht. Fast 350 von ihnen sitzen derzeit in Haft - allen voran in der Türkei, die als weltweit grösstes Gefängnis für Medienschaffende gilt. Unter Druck ist die Freiheit der Presse indes auch in den USA, wo kein Tag vergeht, an dem der Präsident nicht gegen unliebsame Medien wettert, Reporterlnnen an ihrer Arbeit hindert, sie als „Feinde des Volkes“ diffamiert. Oder in Ungarn, wo ein Gesetz nach dem anderen verabschiedet wird, das die Finanzierung der Medien und ihre Unabhängigkeit beschneidet. In Deutschland wird derweil unter williger Mithilfe der Zürcher Staatsanwaltschaft gegen den Chef des Onlineportals „Correctiv“ ermittelt. Recherchiert hatten er und sein internationales Team zu einem milliardenschweren Steuerbetrug, der in seinen Ausmassen einzigartig ist. In den Augen der Behörden kommen die Recherchen gegen Banken jedoch einem „Geheimnisverrat“ gleich. (…). Anna Jikhareva.
WOZ, 20.12.2018.
WOZ > Pressefreiheit. WOZ, 2018-12-20.
Ganzer Text
20.12.2018 Schweiz
Personen
Vorwaerts
Hans-Peter Gansner
Alexander J. Seiler
Nachruf
Volltext
Adios y Salud, Xandi Seiler! Das letzte Buch von Alexander J. Seiler war wie ein Testament der Schweizer Linken. Er verstarb 90-Jährlg am 22. November 2018. Er wurde als Freund und Genosse sehr geschätzt. Es ist bestimmt dem Filmemacher und Kinotheoretiker Georg Radanowicz, einem langjährigen Freund von Seiler, zu verdanken, dass der über 300-seitige Reader „Daneben geschrieben“, der als Manuskript ursprünglich das dreifache Volumen aufwies, noch vor seinem Tod in dieser perfekten, handlichen Form im Verlag „Hier + Jetzt“ herauskommen konnte. Daneben geschrieben. ist dabei aber nur die bildliche Ausdrucksweise für die Tatsache, dass Xandi Seiler das Schreibhandwerk eigentlich nie, nämlich seit er die alte, unbenutzte Underwood im Zimmer seiner Mutter entdeckte, als Hauptberufung betrachtete, sondern immer „à part“, oder wie die EngländerInnen sagen „by the way“, geschrieben hat: Denn die Texte, seien es Essays, Interviews, Reden, Aufsätze usw. sind literarisch äusserst präzis und treffen politisch immer ins Schwarze. Grosser Denker und Dichter. Die Anthologie, die ein halbes Jahrhundert Publizistik umfasst, bildet zudem für den Filmspezialistinnen und Schweizer Linken wie einen Rahmen um seine grossen filmischen Werke, welche das politische Klima der Schweiz eingefangen und auch tief geprägt haben: „Siamo Italiani. Die Italiener“ (1964), die Zeit, in der wir Wohlstandskinderchen eben in die Vorort-Einfamilienhäuschen. „aui glych“, eingezogen sind, dann „Die Früchte der Arbeit“ (…). Hans Peter Gansner.
Vorwärts, 20.12.2018.
Personen > Gansner Hans Peter. Alexander J. Seiler. Nachruf. Vorwaerts, 2018-12-20.
Ganzer Text
20.12.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Personen
Vorwaerts
Alain Seger
Bauarbeiter
Landesmantelvertrag
Volltext
Bauarbeiterinnen stimmen LMV zu. Viel stand auf dem Spiel beim Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes. Am Ende hat die BauarbeiterInnenkonferenz der Gewerkschaft Unia dem Verhandlungsresultat fast einstimmig zugestimmt. Der Frontalangriff der Baumeister wurde abgewehrt, es gibt eine Lohnerhöhung, ein Sieg ist es trotzdem nicht. Eine Reportage. Samstag, 15. Dezember, 8.00 Uhr, beim Treffpunkt am Hauptbahnhof in Zürich. Alle KollegInnen sammeln sich bei. der roten Fahne der Gewerkschaft Unia. Es ist ein schöner, wenn auch kalter Morgen. Wir alle haben einen harten Arbeitskampf hinter uns und heute steht die Entscheidung an. Mit dem Zug fahren wir nach Bern. In Bern schliessen sich immer mehr Kumpels uns an. In der Nähe des Helvetiaplatzes fragt ein Passant auf Französisch: „Na sag mal, was ist denn hier los?“ Ein Kollege aus Portugal antwortet: „Wir sind Bauarbeiter und mit der Gewerkschaft unterwegs. Die Patrons wollen uns nicht richtig zahlen und uns sogar noch länger arbeiten lassen!“. Der Passant: „Das geht doch nicht! Ich wünsche euch viel Glück!“ Heftiger Arbeitskampf. Die Baukonferenz, sprich das Parlament der Bauarbeiterinnen der Unia, beginnt. Zur Begrüssung wird allen Bauarbeitern gedankt, die sich dieses Jahr so stark engagiert haben. „Es war ein hartes Jahr“ , hält Nico Lutz, Leiter Sektor Bau, fest und fügt hinzu: „Ihr habt aber auch einen harten und gefährlichen Job! Jedes Jahr sterben 20 Kollegen bei der Arbeit. Um ihnen zu gedenken, legen wir eine (…). Alain Seger.
Vorwärts, 20.12.2018.
Personen > Seger Alain. Bauarbeiter. Landesmantelvertrag. Vorwaerts, 2018-12-20.
Ganzer Text
20.12.2018 Schweiz
Generalstreik
Oltener Aktionskomitee
Vorwaerts

Generalstreik
Interview
Volltext
Früchte für die Zukunft? Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fand vom 12. bis 14. November 1918 auf Veranlassung des Onener Komitees der einzige Generalstreik in der Schweizer Geschichte statt. Ein Gespräch mit dem Dozenten für Zeitgeschichte an der Universität Zürich, Pierre Eichenberger, der das Ereignis erforscht • Was sind die internationalen und nationalen Gründe, die zum Landesstreik geführt haben? Pierre Eichenberger: Der Hauptgrund für den Ausbruch dieses Generalstreiks ist auf die massive Verarmung eines grossen Teils der Bevölkerung während des Ersten Weltkriegs zurückzuführen. Die Preise stiegen schneller als die Löhne. Damit sank der Reallohn gegenüber der Vorkriegszeit um rund dreissig Prozent. Während die Versorgung der Schweiz sowohl durch die Kräfte der Entente (Frankreich, England, das zaristische Russland) als auch durch die Mittelmächte (Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien) stark eingeschränkt war, organisierten der Bundesrat und die Kantone bis 1917 keine Lebensmittelrationierung, um den Schwarzmarkt und die steigenden Preise einzudämmen. Die Armut wurde noch verschärft durch die Tatsache, dass die Männer, die vom Militär aufgeboten wurden, keine Kompensation für ihren Arbeitslohn bekamen. Ihr Sold - der bloss dazu reichte, um eine Schachtel Zigaretten oder ein Bier zu bezahlen - erlaubte es ihnen nicht, ihre Familien zu unterstützen. Die Frauen ihrerseits, die die Männer in den Fabriken oder Werkstätten ersetzten, erhielt (…). Joel Depommier.
Vorwärts, 20.12.2018.
Vorwärts > Generalstreik. Bundesrat. Vorwaerts, 2018-12-20.
Ganzer Text
19.12.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Unia Schweiz

Bauarbeiter
Baumeisterverband
Landesmantelvertrag
Volltext
Kämpfen lohnt sich: Vertragsabschluss im Bau! Kämpfen lohnt sich – 18‘000 Bauarbeiter an der grossen Demo im Zürich für die Rente mit 60, gegen einen Abbau beim LMV und für eine anständige Lohnerhöhung. 20 Verhandlungsrunden und ein intensiver Arbeitskampf waren nötig – doch nun steht fest: Auf 1. Januar 2019 tritt der neue Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe in Kraft, die Rente mit 60 ist gesichert und die Bauarbeiter bekommen eine anständige Lohnerhöhung. Nach zähen Verhandlungen und einer engagierten Protestbewegung während des ganzen Jahres – mit den Höhepunkten Bau-Demonstration im Juni und den Protesttagen im Herbst – haben sich die Gewerkschaften Unia und Syna und der Baumeisterverband geeinigt. Das Resultat in Kürze. Die Rente mit 60 ist gesichert und der Landesmantelvertrag wird mit wenigen Verbesserungen erneuert. Und die Bauarbeiter bekommen endlich die längst verdiente Lohnerhöhung: Die Löhne im Bauhauptgewerbe steigen 2019 und 2020 um je 80 Franken pro Monat. Druck der Bauarbeiter hat gewirkt. Kämpfen lohnt sich – das haben die Bauarbeiter dieses Jahr eindrücklich unter Beweis gestellt. Den Auftakt zu den grossen Bau-Mobilisierungen machte die Demo in Zürich: Tausende von Bauarbeitern aus der ganzen Schweiz gingen auf die Strasse und demonstrierten lautstark für ihre Rechte. Für die Würde und Rechte der Arbeitnehmenden. Zuvor hatte die Baumeister während Monaten Verhandlungen über die Sicherung der Rente mit 60 verweigert. (…).
Unia Schweiz, 19.12.2018.
Unia Schweiz > Bauarbeiter. Landesmantelvertrag. Unia Schweiz, 2018-12-18.
Ganzer Text
18.12.2018 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohnverhandlungen
Volltext
Löhne stagnieren trotz wirtschaftlichem Aufschwung. Die Schweizer Wirtschaft steht mitten in einer Boomphase und wächst dieses Jahr mit gegen 3 Prozent. Die Arbeitnehmenden haben bis jetzt nicht davon profitiert. Auch die diesjährige Lohnrunde wird von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, und den angeschlossenen Verbänden Syna, transfair und Hotel&Gastro Union als ungenügend beurteilt. Zwar steigen für den Grossteil der Arbeitnehmenden die Löhne 2019 zwischen 0,5 und 1,5 Prozent. Allerdings bleibt den Arbeitnehmenden kaum etwas davon im Portemonnaie. Durch die anziehende Teuerung und steigende Prämienlast bei den Krankenkassen drohen den Arbeitnehmenden weitere Reallohnverluste. Die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz ist bereits seit einigen Jahren äusserst positiv. Mit je 1.6 Prozent Wachstum in den Jahre 2016 und 2017 und einem prognostizierten Wachstum von 2.9 Prozent für 2018 befindet sich die Schweiz in einem eigentlichen wirtschaftlichen Boom. Im Gegensatz dazu stehen die ungenügenden Resultate der Lohnrunde. Für einen Grossteil der Arbeitnehmenden werden die Löhne zwischen 0.5 und 1.5 Prozent steigen. „Die anziehende Teuerung und die steigenden Krankenkassenprämien sorgen dafür, dass viele Arbeitnehmende trotz Lohnerhöhung 2019 weniger Geld in ihrem Portemonnaie haben werden“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Nach einer längeren Periode praktisch ohne Teuerung, hat die Inflation zuletzt (…).
Travail.Suisse, 18.12.2018.
Travail.Suisse > Löhne. Lohnverhandlungen. Travail.Suisse, 2018-12-18.
Ganzer Text
18.12.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Manuel Avallone
Vivian Bologna
Volltext
Vorstandssitzung
Manuel Avallone gibt Vizepräsidium ab. Manuel Avallone wird anlässlich des Kongresses vom 4. Juni das SEV-Vizepräsidium abgeben. Dies hat er am 7. Dezember einem überraschten Vorstand mitgeteilt. Den SEV verlässt er hingegen nicht. „Ich arbeite nach wie vor gerne beim SEV, aber nach zehn Jahren als Vizepräsident ist die Zeit gekommen, um mein Mandat abzugeben. Ich habe in diesem intensiven Zeitraum drei GAV SBB/SBB Cargo verhandelt. Ich glaube, es ist der richtige Moment, um zu gehen“, erklärt Manuel Avallone am 7. Dezember vor den Mitgliedern des SEV-Vorstands. Seit zehn Jahren besteht die Gewerkschaftsspitze aus Präsident Giorgio Tuti, Vizepräsidentin Barbara Spalinger und Vizepräsident Manuel Avallone. „Die Zusammenarbeit und die Kollegialität während dieser zehn Jahre war hervorragend“, fügt Giorgio Tuti an. Seit Februar 2012 gehört der Geschäftsleitung SEV Aroldo Cambi als Leiter Finanzen an. Der Rücktritt von Manuel Avallone fügt sich ein in die Logik der Veränderungen und Neuerungen beim SEV. Wer soll auf ihn folgen? Der Vorstand hat eine Arbeitsgruppe gegründet, welche die interne Ausschreibung des Postens – beim SEV-Personal und im Milizbereich – vorbereitet. Die Ausschreibung erfolgt Anfang 2019. Der Vorstand hat sich auf einige Kernpunkte im Profil der Kandidatin oder des Kandidaten geeinigt. So sind Kandidaturen aus der Romandie besonders willkommen, nachdem diese zehn Jahre lang nicht mehr in der GL vertreten war. Die gesuchte Person sollte (…). Vivian Bologna/chf.
SEV, 18.12.2018.
SEV > Vorstands-Sitzung 7.12.2018. SEV, 2018-12-18.
Ganzer Text
18.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Personenverkehr
SBB
Volltext
SBB-Projekt „WEP“: Hohes Tempo schadet der Qualität. Mit der neusten Phase im Projekt „Weiterentwicklung Personenverkehr“ (WEP) will die SBB diverse Geschäftsbereiche zusammenlegen oder auftrennen. Für mindestens 400 Mitarbeitende soll der Arbeitsort ändern. Obwohl manche Versetzungen aus SEV-Sicht nicht wirklich oder nicht sofort nötig sind, werden sie mit Hochdruck und etlichen Pannen vorangetrieben, was die Betroffenen verärgert und verunsichert. Einige haben schon gekündigt. Um die Abwanderung von Knowhow abzuwenden und die vielen offenen Fragen zu klären, fordert der SEV einen Marschhalt, bis die neuen Strukturen klar sind. Mehr Zeit ermöglicht bessere Lösungen für die von Arbeitsortwechseln Betroffenen. Der SEV und seine Partner der gewerkschaftlichen Verhandlungsgemeinschaft (VG) wurden von der SBB am 9. Oktober über die Phase 2 im Projekt WEP der Aufbauorganisation P-O informiert. Diese „Riesen-Kiste“ betrifft Hunderte von Mitarbeitenden in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Rollmaterial, Lok-, Zug-, Rangier- und Reinigungspersonal inklusive Personaleinteilung und Steuerung/Lenkung sowie Ereignismanagement. Sie alle sollen im Bereich „Bahnproduktion“ zusammengelegt werden, um Schnittstellen zu eliminieren und Synergien zu erreichen. Zum Beispiel sollen die Bereiche Fahrzeugindustrie, Materiallogistik und Instandhaltung Zugbereitstellung (ZBS) im „Unterhalt Rollmaterial“ zusammengeführt werden. Das erachtet die VG in  (…). Markus Fischer.
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-12-18.
Ganzer Text
18.12.2018 Schweiz
SEV Schweiz
SOB Südostbahn

GAV
SOB Südostbahn
Volltext
SOB: GAV- und Lohnverhandlungen gescheitert. Bei der Südostbahn (SOB) drehten sich die diesjährigen GAV-Verhandlungen um die Revision des Arbeitszeitgesetzes (AZG) und der AZG-Verordnung. Die SOB forderte deren Nachvollzug im GAV, wo die bisherigen Bestimmungen von AZG und AZGV relativ explizit festgehalten sind. Neue Arbeitszeitregelungen können deshalb nur im Einverständnis mit SEV, VSLF und Transfair eingeführt werden. Der folgenreichste Vorschlag der SOB betraf die Pausen. Neu wären nur noch Arbeitsunterbrechungen bis 29 Minuten Dauer bezahlt gewesen. Gemäss bisherigem GAV gelten alle Pausen unter 50 Minuten als Arbeitszeit. Das Personal (vor allem das fahrende) hätte dadurch massive Zeitverluste in Kauf nehmen müssen. Die SOB aber hätte Produktivitätsgewinne von mehreren Arbeitstagen pro Mitarbeiter/in erzielen können. Die Gewerkschaften verlangten deshalb Kompensationen, u.a. eine Erhöhung der Sonntagszulage von 13 auf 16 Franken pro Stunde wie bei der SBB. Doch die SOB lehnte Kompensationen ab und offerierte bloss individuelle Lohnerhöhungen gemäss GAV. Eine generelle Erhöhung, wie von den Gewerkschaften gefordert, lehnte sie ebenso ab und versuchte die Verschlechterungen bei der Arbeitszeit durchzudrücken, obwohl die Gewerkschaften warnten, dass diese die Rekrutierung von Lok- und Zugpersonal für die neuen SOB-Fernverkehrslinien Chur-Zürich- Bern und über die Gotthard-Bergstrecke behindern würden. So blieben die GAV- und die Lohnverhandlungen (…).
SEV, 18.12.2018.
SEV > SOB Südostbahn. GAV. SEV, 2018-12-18.
Ganzer Text
17.12.2018 Schweiz
Personalverleih-Branche
Unia Schweiz

GAV
Personalverleih
Volltext
Neuer GAV Personalverleih gilt ab 1. Januar 2019. Gleicher Lohn für Temporärangestellte wie für Festangestellte ab 2021. Der Bundesrat hat den GAV Personalverleih für allgemeinverbindlich erklärt. Der GAV gilt damit für alle Personalvermittler der Schweiz: Ihm sind über 360‘000 Arbeitnehmende unterstellt. Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) garantiert Temporärarbeitenden auch weiterhin verbindliche Minimalstandards für Lohn- und Arbeitsbedingungen, moderne Regelungen für die berufliche Vorsorge, einer Branchenlösung für die Krankentaggeld-Versicherung und einen eigenen Weiterbildungsfonds. Er gilt bis Ende 2020. Höhere Mindestlöhne und Equal Minimum Pay. Die Sozialpartner einigten sich darauf, die Mindestlöhne bis Ende 2020 um jeweils 60 bis 75 Franken zu erhöhen. Ab 2021 soll zudem das Equal Minimum Pay-Prinzip im GAV Personalverleih umgesetzt werden. Damit würden für Temporärarbeitende dieselben Mindestlöhne wie für Festangestellte gelten – auch in Branchen und Unternehmen, deren GAV nicht allgemeinverbindlich erklärt sind. In Branchen mit einem allgemeinverbindlichen GAV gelten schon heute dieselben Mindestlöhne für Temporärarbeitende und Festangestellte.
Unia Schweiz, 17.12.2018.
Unia Schweiz > Personalverleih. GAV. Unia Schweiz, 2018-12-17.
Ganzer Text
15.12.2018 Schweiz
Syna
Unia Schweiz

Baumeisterverband
Landesmantelvertrag
Volltext
Bau-Konferenzen der Gewerkschaften Syna und Unia. Gewerkschaften stimmen Lösung zu. Heute haben 150 Delegierte an der Baukonferenz der Unia in Bern sowie 60 Delegierte der Baukonferenz der Syna in Olten dem Verhandlungsergebnis im Baukonflikt zugestimmt. Dieses war am 3. Dezember nach 20 Verhandlungsrunden und einem harten Arbeitskonflikt im Bau von den Verhandlungsdelegationen ausgehandelt worden. Nach 20 Verhandlungsrunden, einer Demonstration mit 18‘000 Bauarbeitern im Juni sowie Protesttagen im Oktober und November, an denen sich über 15‘000 Bauarbeiter beteiligten, kam es am 3. Dezember in den Verhandlungen zum Durchbruch. Die Verhandlungsdelegationen des Baumeisterverbandes und der Gewerkschaften einigten sich auf ein Lösung: Die Rente mit 60 ist gesichert, die Bauarbeiter bezahlten dafür höhere Beiträge. Der Landesmantelvertrag wird mit einigen Verbesserungen für beide Seiten erneuert und die Löhne im Bauhauptgewerbe werden auf 2019 und 2020 um je 80 Franken pro Monat erhöht. Damit dieses Ergebnis möglich war, mussten beide Seiten von ihren Maximalforderungen abrücken. Die Delegierten der Gewerkschaften stimmten dem Verhandlungsergebnis heute mehrheitlich zu. Das Ergebnis stelle ein realistisches Ergebnis dar und eine Lösung des Konfliktes sei im Interesse der gesamten Branche, war der Grundtenor in den Gewerkschaftsversammlungen. Nächsten Mittwoch beschliessen die Delegierten des Baumeisterverbandes über das Resultat. Dann (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.12.2018.
Unia Schweiz > Baukonferenz. Landesmantelvertrag. Unia Schweiz, 2018-12-15.
Ganzer Text
14.12.2018 EU
Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
Work
Clemens Studer
Flankiierende Massnahmen
Löhne
Volltext
Rahmenabkommen verletzt rote Linien beim Lohnschutz. „Reset“-Cassis ist ein Bruchpilot. Gleich zu dritt tanzten die Bundesräte an, um bekanntzugeben, dass sie sich entschieden haben, zum Rahmenabkommen keinen Entscheid zu fällen. Noch-Bundespräsident Alain Berset (SP), Bald-Bundespräsident Ueli Maurer (SVP) und Aussenminister Ignazio Cassis machten es offiziell: Der jetzt veröffentlichte Rahmenvertrag mit der EU ist in Sachen Lohnschutz noch übler, als die Gewerkschaften befürchtet haben. Das Vertragswerk ist 34 Seiten dick. Es besteht aus dem eigentlichen Abkommen, drei Zusatzprotokollen und drei politischen Erklärungen. Das Abkommen ritzt nicht einfach die vom Gesamtbundesrat definierten roten Linien – „der Schweizer Lohnschutz ist nicht Gegenstand eines Rahmenvertrages“ –, er reisst sie mit Anlauf ein. Das unter Neo-Aussenminister Ignazio Cassis ausgehandelte Abkommen ist ein radikaler Angriff auf die flankierenden Massnahmen. Gekappte Anmeldefrist: Die Anmeldefrist soll von heute 8 Kalendertagen auf 4 Werktage verkürzt werden. Das bedeutet konkret: die heute faktisch zur Vorbereitung von Kontrollen zur Verfügung stehenden 6 Tage (das Wochenende berücksichtigt) verkürzen sich um einen Drittel. Damit ist eine seriöse Überwachung ausländischer Firmen mit den heutigen Ressourcen kaum mehr möglich. Faktische Abschaffung der Kautionspflicht: Heute müssen Firmen aus dem Ausland, die in der Schweiz (…). Clemens Studer.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Studer Clemens. Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Work online, 2018-12-14.
Ganzer Text
14.12.2018 Schweiz
MEM-Industrie
Personen
Work
Christian Egg
MEM-Industrie
Teuerungsausgleich
Volltext
Automatisch mehr im Portemonnaie. Metall- und Maschinenindustrie: Erstmals gibt’s den automatischen Teuerungsausgleich. Die Teuerung zieht an. Die Mindestlöhne in der Metallindustrie ziehen mit. Dank dem neuen Gesamtarbeitsvertrag. In den letzten Jahren war die Teuerung kaum ein Thema. Sie war immer sehr tief, oft sogar negativ. Mindestens theoretisch, denn in der Teuerungsrate nicht enthalten sind grosse Brocken wie Krankenkassenprämien und Mieten. Doch das ändert sich jetzt: Die Teuerung zieht an. Laut aktuellen Prognosen wird sie für 2018 auf ein Prozent oder sogar leicht darüber zu liegen kommen. Das heisst: Wer nächstes Jahr nominal gleich viel verdient wie dieses Jahr, kann sich dafür weniger leisten und muss einen Kaufkraftverlust hinnehmen. Plus 1,2 Prozent. Nicht so in der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM): Dort kommen die Beschäftigten erstmals in den Genuss des automatischen Teuerungsausgleichs auf den Mindestlöhnen. Diese steigen ab Januar um 1,2 Prozent an. In der teuersten Schweizer Region, welche die Kantone Zürich, Genf und Schaffhausen umfasst sowie Teile von Schwyz, Aargau und Waadt, beträgt der Mindestlohn für qualifizierte Mitarbeitende damit neu 4197 Franken statt 4150. So haben es die Sozialpartner im neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) abgemacht, der seit diesem Juli gilt. Manuel Wyss, bei der Unia für die MEM-Industrie verantwortlich, freut sich: „Das ist ein wichtiger Durchbruch. Ich hoffe, dass der automatische Teuerungsausgleich bald auch in (…). Christian Egg.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Egg Christian. Teuerungsausgleich. MEM. Work online, 2018-12-14.
Ganzer Text
14.12.2018 Schweiz
Personen
SGB
Work
Marie-Josée Kuhn
Pierre-Yves Maillard
Präsident
SGB
Volltext
SGB-Präsidium: Noch selten gab es eine derart hitzige Wahl. Der kleine Unterschied und seine grossen Folgen. Gysi oder Maillard? Frau oder Mann? Schon früh im Wahlkampf lief die Debatte um die Nachfolge von SGB-Präsident Paul Rechsteiner auf der Gender-Schiene. Dabei spielte die West-Ost-Schiene eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Pierre-Yves Maillard ist der neue oberste Gewerkschafter im Land. Er erreichte das absolute Mehr im ersten Wahlgang knapp mit 115 Stimmen. Gegenkandidatin Barbara Gysi erhielt 82 Stimmen, ein gutes Resultat und gleichzeitig eine Warnung an Maillard: Sollten er und der SGB mit der Gleichstellung innerhalb und ausserhalb der Gewerkschaftsbewegung jetzt nicht mit doppelter Kraft vorwärtsmachen, gibt es Krach. Noch mehr Krach als im Wahlkampf. Frau und Mann. Als Nachfolge für Paul Rechsteiner kandidierten Barbara Gysi und Pierre-Yves Maillard. Hier die Präsidentin des Bundespersonalverbands (PVB), SP-Nationalrätin und Chefin des St. Galler Gewerkschaftsbundes. Dort der Waadtländer Gewerkschafter und SP-Regierungsrat. Sie wurde nominiert vom Bundespersonalverband und unterstützt vom VPOD und der SGB-Frauenkommission. Er wurde nominiert von der Unia und der Bähnlergewerkschaft SEV und unterstützt von der Gewerkschaft Medien und Kommunikation Syndicom. Hier also die Frau. Dort der Mann. Und sehr bald stand nur noch diese eine Frage im Raum: Frau oder Mann? Dass es endlich Zeit sei für eine Frau. Dass eine Frau andere Sensibilitäten (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Pierre-Yves Maillard. SGB-Praesident. Work online, 2018-12-14.
Ganzer Text
14.12.2018 Schweiz
Nationalrat
Syndicom

Urheberrecht
Volltext
Lichtbildschutz endlich auch in der Schweiz!
Die Arbeitsgruppe Lichtbildschutz und die ihr angeschlossenen 6 Berufsverbände sind erfreut und erleichtert, dass der Nationalrat am Freitag mit 196 zu 0 Stimmen der URG-Revision und damit auch einem besseren Schutz von Fotografien deutlich zugestimmt hat.
Entgegen dem Kompromiss der AGUR12-II und dem Vorschlag der Rechtskommission, den Lichtbildschutz als Leistungsschutzrecht in den verwandten Schutzrechten zu verankern, wird dieser nun wie vom Bundesrat vorgeschlagen in Art. 2 URG verankert, dies aufgrund eines gutgeheissenen Antrags von Nationalrat Merlini (FDP). Es bleibt zu hoffen, dass nun auch der Ständerat dieser während 5 Jahren hart erarbeiteten Lösung zustimmen wird. Arbeitsgruppe Lichtbildschutz, 14. Dezember 2018.
Arbeitsgruppe Lichtbildschutz (SBF/USSP/vfg/Impressum/sab/Syndicom).
Syndicom, 14.12.2018.
Syndicom > Lichtbildschutz. Gesetz. Syndicom, 2018-12-14.
14.12.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Wichtiger Schritt Richtung Lohngleichheit – Weitere Schritte sind nötig. Revision des Gleichstellungsgesetzes passiert die Schlussabstimmung. Das Parlament hat in der Schlussabstimmung ein Zeichen für die Lohngleichheit gesetzt und die Revision des Gleichstellungsgesetzes verabschiedet - dies auch dank dem hartnäckigen Einsatz der Gewerkschaften. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB begrüsst, dass mit der Gesetzesrevision endlich verbindliche Massnahmen gegen die fortwährende Lohndiskriminierung geregelt sind, erachtet die nun beschlossen Verbesserungen jedoch als zu schwach. Der Frauen*streik vom 14. Juni 2019 wird Druck für die kompromisslose Umsetzung machen. Es war ein langes Ringen um die Massnahmen zur Bekämpfung der Lohndiskriminierung, die das Parlament am 14. Dezember beschlossen hat. Für den SGB ist es empörend, dass die bürgerliche Mehrheit den Vorschlag des Bundesrates auf jede nur erdenkliche Art und Weise abgeschwächt hat. Sie hat damit verhindert, dass die Arbeitgeber endlich vollumfänglich in die Verantwortung genommen werden, wie es die Verfassung verlangt. Kontrollen und Sanktionen wären nötig. Und es ist falsch, die neuen Bestimmungen nach 12 Jahren wieder aus dem Gesetz zu streichen. Trotzdem: gegen vehementen Widerstand haben die Gewerkschaften und die Frauen einen Fortschritt erkämpft. Sie haben sich jahrzehntelang unermüdlich für Verbesserungen bei der Lohngleichheit eingesetzt, zuletzt an der Kundgebung (…). Regula Bühlmann.
SGB, 14.12.2018.
Personen > Buehlmann Regula. Lohngleichheit. SGB, 2018-12-14.
Ganzer Text
14.12.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Daniel Lampart
Flankiierende Massnahmen
Volltext
Kein Rahmenabkommen auf Kosten unserer Löhne. SGB-Sekretariatsleiter Daniel Lampart zu den Angriffen auf die FlaM. Wegen der Angriffe auf die Flankierenden Massnahmen haben viele Leute in den letzten Monaten realisiert, wie wichtig der Schweizer Lohnschutz ist. Und wie wichtig es ist, diese Angriffe abzuwehren. Nicht nur in der Schweiz: Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hat in den letzten Monaten viele Briefe von den bedeutenden Europäischen Gewerkschaften erhalten, bei den Flankierenden nicht nachzugeben. Damit es beim Lohnschutz in Europa aufwärts und nicht abwärtsgeht. Die Gegner der Flankierenden sitzen grösstenteils im Inland. Etwa der Wirtschaftsflügel der SVP mit Nationalrätin Martullo-Blocher, der Think Tank der Grosskonzerne „Avenir Suisse“, aber auch Teile der Entourage von FDP-Bundesräten. Im Ausland ist insbesondere die EU-Kommission dagegen. Die deutschen Handwerker sind gespalten. Viele haben sich mit den Schweizer Flankierenden arrangiert. Sie wollen selber mehr Lohnschutz, um Dumpingkonkurrenz abzuwehren. Die Flankierenden Massnahmen wurden im Rahmen der Bilateralen I eingeführt – nach der verlorenen Volksabstimmung zum EWR. Die Bilateralen haben in einer Volksabstimmung nur eine Chance, wenn sie der breiten Bevölkerung nützen. Und wenn garantiert ist, dass in der Schweiz Schweizer Löhne bezahlt werden. Die Schweiz hat europaweit höchste Löhne und braucht deshalb den besten Schutz. In Deutschland verdienen ausgebildete Handwerker (…). Daniel Lampart.
SGB, 14.12.2018.
Personen > Lampart Daniel. Flankierende Massnahmen. SGB, 2018-12-14.
Ganzer Text
14.12.2018 Schweiz
Nationalrat
Syndicom

Lohngleichheit
Nationalrat
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes. Wichtiger Schritt Richtung Lohngleichheit – Weitere Schritte sind nötig. Das Parlament hat in der Schlussabstimmung ein Zeichen für die Lohngleichheit gesetzt und die Revision des Gleichstellungsgesetzes verabschiedet – dies auch dank dem hartnäckigen Einsatz der Gewerkschaften. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB begrüsst, dass mit der Gesetzesrevision endlich verbindliche Massnahmen gegen die fortwährende Lohndiskriminierung geregelt sind, erachtet die nun beschlossen Verbesserungen jedoch als zu schwach. Der Frauen*streik vom 14. Juni 2019 wird Druck für die kompromisslose Umsetzung machen. Es war ein langes Ringen um die Massnahmen zur Bekämpfung der Lohndiskriminierung, die das Parlament am 14. Dezember beschlossen hat. Für den SGB ist es empörend, dass die bürgerliche Mehrheit den Vorschlag des Bundesrates auf jede nur erdenkliche Art und Weise abgeschwächt hat. Sie hat damit verhindert, dass die Arbeitgeber endlich vollumfänglich in die Verantwortung genommen werden, wie es die Verfassung verlangt. Kontrollen und Sanktionen wären nötig. Und es ist falsch, die neuen Bestimmungen nach 12 Jahren wieder aus dem Gesetz zu streichen. Trotzdem: gegen vehementen Widerstand haben die Gewerkschaften und die Frauen einen Fortschritt erkämpft. Sie haben sich jahrzehntelang unermüdlich für Verbesserungen bei der Lohngleichheit eingesetzt, zuletzt an der Kundgebung #Enough18 vom 22. September. Dank ihnen haben sich (…).
Syndicom, 14.12.2018.
Syndicom > Nationalrat. Lohngleichheit. Syndicom, 2018-12-14.
Ganzer Text
14.12.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Personen
Unia Schweiz
Ralph Hug
Baumeisterverband
Landesmantelvertrag
Volltext
Neuer Bau-Vertrag noch im alten Jahr: Geschafft? Für die Bauleute hat sich der intensive Kampf gelohnt: ein erneuerter Landesmantelvertrag, mehr Lohn und eine sichere Rente mit 60 – darauf haben sich die Verhandlungsdelegationen geeinigt. Die definitiven Entscheide fallen demnächst. Es brauchte noch eine Extra-Sitzung. Doch dann, in der 20. Verhandlungsrunde, war der Durchbruch da. Die Gewerkschaften und der Baumeisterverband einigten sich im Verhandlungsmarathon um Lohn, Rente und einen neuen Landesmantelvertrag (LMV) auf ein gemeinsames Resultat. Und so sieht es aus: Rente 60. Die wichtigste Errungenschaft der Bauleute bleibt erhalten. Und zwar ohne Abstriche: Es gibt keine Erhöhung des Rentenalters und auch keine Rentenkürzungen. Um die finanzielle Belastung durch die in Rente gehende Generation der Babyboomer aufzufangen, steigen die Beiträge der Arbeitnehmenden vorübergehend an: im 2019 um 0,5 Lohnprozent und im 2020 nochmals um 0,25 Lohnprozent. Der flexible Altersrücktritt (FAR) steht damit in Zukunft auf einer sicheren Grundlage. Landesmantelvertrag: Der LMV wird erneuert, mit einigen Verbesserungen für beide Seiten. So muss ein Patron ältere Bauarbeiter vor einer Entlassung zwingend anhören. Neu gilt der LMV auch bei Asbestsanierungen. Und künftig können die paritätischen Berufskommissionen die Arbeitnehmenden über geldwerte Verstösse von fehlbaren (…). Ralph Hug.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Hug Ralph. Bauhauptgewerbe. LMV. Work online, 2018-12-14.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden