Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 14908

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18.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Erfolgreicher Widerstand gegen längere Arbeitszeit. Medienmitteilung der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit. Der Widerstand der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit gegen eine Aushöhlung des Arbeitsgesetzes zeigt endlich Wirkung: Der Ständerat verzichtet darauf, die Arbeitszeiterfassungspflicht für weite Kreise der Arbeitnehmenden abzuschaffen. Damit bleibt ein zentrales Instrument erhalten, das die Arbeitnehmenden vor Gratisarbeit und überlangen Arbeitszeiten schützt. Mit dem Entscheid, eine parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zu beerdigen, räumt der Ständerat ein, dass die Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen und auf breiten Widerstand von Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und Kantonen stossen. Die Umsetzung der Initiative Keller-Sutter hätte mit der Arbeitszeiterfassungspflicht das Instrument zerstört, das überhaupt erst die Kontrolle der Höchstarbeitszeiten und Überzeit erlaubt. Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26 Prozent der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Dieser Schritt reicht der Allianz aus Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und AssistenzärztInnen aber noch lange nicht. Jetzt müssen der Ständerat und die zuständige Wirtschaftskommission auch die Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufz(…).
Luca Cirigliano.
SGB, 18.9.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Arbeitszeit. SGB, 2019-09-18.
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18.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Syndicom

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Erfolgreicher Widerstand gegen längere Arbeitszeit. Widerstand der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit gegen eine Aushöhlung des Arbeitsgesetzes zeigt endlich Wirkung: Der Ständerat verzichtet darauf, die Arbeitszeiterfassungspflicht für weite Kreise der Arbeitnehmenden abzuschaffen. Damit bleibt ein zentrales Instrument erhalten, das die Arbeitnehmenden vor Gratisarbeit und überlangen Arbeitszeiten schützt. Mit dem Entscheid, eine parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zu beerdigen, räumt der Ständerat ein, dass die Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen und auf breiten Widerstand von Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und Kantonen stossen. Die Umsetzung der Initiative Keller-Sutter hätte mit der Arbeitszeiterfassungspflicht das Instrument zerstört, das überhaupt erst die Kontrolle der Höchstarbeitszeiten und Überzeit erlaubt. Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26 Prozent der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Dieser Schritt reicht der Allianz aus Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und AssistenzärztInnen aber noch lange nicht. Jetzt müssen der Ständerat und die zuständige Wirtschaftskommission auch die Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufzuweichen. Deshalb muss auch die entsprechende parlamentarische Initiative von Ständerat Konrad Graber beerdigt werden. In Zeiten, in denen Studien eine stetige (…).
Syndicom, 18.9.2019.
SGB > Arbeitszeit. Syndicom, 2019-09-18.
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17.09.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Migros
Stellenabbau
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Stellenabbau bei der Migros Aare. Druck auf das Personal stoppen: Keine Entlassungen bei der Migros! Die Migros schraubt weiter am Personal. Nun ist die Migros Aare betroffen: Sie plant den Abbau von 300 Stellen – obwohl die Migros finanziell solid ist. Der Stellenabbau wird noch mehr Druck auf das bereits jetzt ausgelastete Personal ausüben. Die Unia erwartet vom grössten Arbeitgeber der Schweiz, dass er auf die Entlassungen verzichtet und interne Lösungen für das Personal findet. 2018 ist der Gewinn der Migros Aare gegenüber dem Vorjahr um 15 Prozent gestiegen: Er beträgt 36 Millionen Franken. Auch die Arbeitsproduktivität und damit der Gewinn pro Kopf sind bei Migros in den letzten Jahren ständig gestiegen. Obwohl die Migros finanziell stabil ist, plant sie einen weiteren Stellenabbau. Betroffen sind 300 Stellen bei der Migros Aare. Die Unia kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Sie erwartet vom grössten Arbeitgeber der Schweiz, der sich ausserdem als besonders sozialverantwortlich bezeichnet, interne Lösungen für die betroffenen Angestellten zu finden, um Entlassungen zu vermeiden. Und mehr noch: Obwohl das Personal hart dafür arbeitet, dass die Migros prosperieren kann, hat sich dies kaum auf die Löhne des Personals ausgewirkt. Die Reallohnentwicklung ist letztes Jahr sogar um 0,2 Prozent gesunken. Nein zu noch mehr Stress. Bei einem weiteren Stellenabbau ergibt sich eine zunehmende Verdichtung der Arbeit für das verbleibende Personal. Das heisst auch: Mehr Stress für die bereits jetzt ausgelasteten (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.9.2019.
Unia Schweiz > Migros. Stellenabbau. Unia Schweiz, 2019-09-17.
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16.09.2019 Schweiz
Syndicom

GAV
Medienschaffende
Mindestlöhne
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Syndicom-Umfrage zum GAV: Ohne Mindestlöhne und Sozialpläne geht gar nichts! Die meisten Medienschaffenden lehnen das aktuelle Verhandlungsergebnis zum neuen Medien-GAV für die Deutschschweiz und das Tessin ab. Das zeigt eine Umfrage von Syndicom. Über 400 Journalistinnen und Journalisten nahmen daran teil. Ihr Verdikt ist klar: 82 Prozent der Teilnehmenden genügt der jetzige GAV-Entwurf nicht. Medien-GAV muss Lösungen liefern. Was fehlt? Auch darauf geben die befragten Journalist*innen, Fotograf*innen, Produzent*innen, Korrektor*innen, etc. eine eindeutige Antwort: Mindestlöhne und -honorare sind ihnen mit Abstand am wichtigsten. Je nach Region sollen Journalist*innen mindestens 5'200 bis 5'900 Franken monatlich verdienen. An zweiter Stelle folgt die Lohnentwicklung nach Berufsjahren (bei den Festangestellten) und der Geltungsbereich (bei den Freien). Auf Platz drei setzen die Befragten klare Regeln für Sozialpläne: eine Verhandlungspflicht unter Beteiligung der Gewerkschaften und eine Mindestfinanzierung pro abgebauter Stelle. Die vierte Forderung nach Verbriefung der redaktionellen Unabhängigkeit im GAV spaltet die Meinungen: die eine Hälfte der Teilnehmenden fand diese wichtig, die andere nicht. Und an fünfter Stelle kam eine im GAV zu definierende Wochenarbeitszeit von 40 oder 42 Stunden. Gerade junge Medienschaffende haben mit tiefen Einstiegslöhnen und fehlender Lohnentwicklung zu kämpfen. Zudem erhalten Frauen in der Branche weniger Geld für dieselbe Arbeit. Stetiger Stellenabbau verunsichert die Medienschaffenden. Angesichts dessen überraschen die Resultate der (…).
Syndicom, 16.9.2019.
Syndicom > Medienschaffende. GAV. Syndicom, 2019-09-16.
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14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Kongress
Volltext
Kongress von Travail.Suisse: Gute Arbeit mitgestalten! Die Delegierten von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, haben an ihrem Kongress in Bern heute ihre Positionen und Forderungen für die kommenden vier Jahre definiert. Am Kongress von Travail.Suisse in Bern haben die Delegierten heute ihr Politprogramm für die Jahre 2019 bis 2023 verabschiedet. Die Positionen und Forderungen von Travail.Suisse stehen unter dem Titel „Gute Arbeit mitgestalten“. Ebenfalls verabschiedet wurden drei Resolutionen. Ältere Arbeitnehmende: Mehr Schutz auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der arbeitslosen und ausgesteuerten Personen über 50 ist in den wirtschaftlich schwierigen Jahren nach der Finanzkrise spürbar angestiegen. Die Zahl der sozialhilfebeziehenden 56 bis 64-jährigen hat sich seit 2011 sogar verdoppelt. Das „Barometer Gute Arbeit“ von Travail.Suisse zeigt, dass zwei Drittel der 46 bis 65-jährigen nicht oder kaum daran glauben, bei Stellenverlust wieder eine vergleichbare Arbeit zu finden. Es braucht deshalb eine sofortige Verbesserung für die älteren Arbeitnehmenden wie etwa eine funktionierende Weiterbildungspolitik und kostenlose Laufbahnberatungen, eine Analyse der Wirkungen und Effekte der Stellenmeldepflicht und allenfalls Anpassungen, um das Instrument effektiver zu machen. Ausserdem muss das Recht auf eine Rente aus dem Pensionskassensystem erhalten werden, auch bei einer allfälligen Aussteuerung kurz vor dem ordentlichen Pensionsalter. Eine zentrale Bedeutung(…).
Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Kongress 14.9.2019. Travail.Suisse, 2019-09-14.
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14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Digitalisierung
Volltext
Die Digitalisierung im Sinne der Arbeitnehmenden gestalten. Ein Schwerpunktthema des diesjährigen Kongress von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, war die Digitalisierung. Die Delegierten diskutierten die „Schlaglichter auf die Digitalisierung“ an einem Podiumsgespräch. Die Digitalisierung ist eines der Megathemen der heutigen Zeit. Travail.Suisse hat am heutigen Kongress die „Schlaglichter auf die Digitalisierung“ präsentiert. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit den Mitgliedverbänden von Travail.Suisse wurden diese Schlaglichter kritisch beleuchtet. Als Abschluss verabschiedeten die Delegierten die Resolution „Digitalisierung gestalten und (Weiter-) Bildung im Sinne des lebenslangen Lernens stärken“. Bildung ist ein zentrales Element für die Arbeitnehmenden. Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Völlig unabhängig davon, ob durch neue vernetzte Produktionsprozesse menschliche Arbeit ersetzt wird, oder ob es neue Aufgaben für Arbeitnehmende gibt: Der Arbeitsmarkt verändert sich und das hat Auswirklungen auf die Arbeitnehmenden. Die Arbeitnehmenden müssen ihre Qualifikationen den neuen Gegebenheiten anpassen, um arbeitsmarktfähig zu bleiben. Bildung wird also einen zentralen Stellenwert einnehmen. Es darf allerdings nicht sein, dass die damit verbundenen Investitionen einseitig zulasten der Arbeitnehmenden gehen. Die öffentliche Hand und die Arbeitgeber sind aufgefordert, die Arbeitnehmenden bei der Weiterbildung zeitlich und finanziell massgeblich zu unterstützen. (…).. Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Digitalisierung. Travail.Suisse, 2019-09-14.
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14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Präsident
Volltext
Adrian Wüthrich als Präsident von Travail.Suisse bestätigt. Der Kongress von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat Adrian Wüthrich heute als Präsidenten wiedergewählt. Am Kongress 2015 wurde Adrian Wüthrich als neuer Travail.Suisse-Präsident gewählt. „Ich freue mich sehr, dass die Delegierten mir ihr Vertrauen für weitere vier Jahre ausgesprochen haben“, sagt Adrian Wüthrich am heutigen Kongress. Adrian Wüthrich ist seit Mai 2018 Mitglied des Nationalrats und hat als solches den Arbeitnehmenden eine starke Stimme verliehen. Als Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur kann er Travail.Suisse in wichtigen Bereichen wie etwa dem Vaterschaftsurlaub vertreten. Mit dem Politprogramm, das von den Delegierten am heutigen Kongress verabschiedet wird, habe sich Travail.Suisse viel vorgenommen, dessen ist sich Adrian Wüthrich bewusst. „Wir werden alles daran setzen, um möglichst viele dieser Ziele zu erreichen“. (…).
Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Praesident. Travail.Suisse, 2019-09-14.
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13.09.2019 Schweiz
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Datenschutz
Volltext
Für ein Datenschutzgesetz das wirklich schützt! Der Nationalrat muss nachbessern. Ein zahnloses Datenschutzgesetz (DSG), das gegen Grundrechte verstösst, den Status Quo verschlechtert und nicht EU-kompatibel ist: Bessert der Nationalrat nicht nach, gehört das Ding zurückgewiesen. Sogar die NZZ konnte nicht umhin, zu vermelden: Der Entwurf für ein neues Datenschutzgesetz sei ungenügend, warne der eidgenössische Datenschutzbeauftragte. Ohne Nachbesserungen könnte die EU der Schweiz gar die Gleichwertigkeit absprechen. Note: ungenügend. Was ist passiert? Das Parlament fasste den Auftrag, den Datenschutz zu stärken und dem digitalen Wandel anzupassen. Gemacht hat es fast das Gegenteil. Jedenfalls kann von einer Stärkung, so wie es die EU mit ihrem neuen Datenschutzrecht gemacht hat, nicht die Rede sein. Für Arbeitnehmende besonders stossend ist, dass die Parlamentsmehrheit in Art. 4 nicht einmal die Bearbeitung hochsensibler Daten wie Gewerkschaftsmitgliedschaft schützen will. Dies wäre ein offener Bruch mit von der Schweiz ratifiziertem Völkerrecht, u.a. der EMRK sowie einschlägiger ILO-Konventionen. Die EU ist derzeit daran, das Datenschutzniveau von Drittstaaten inklusive der Schweiz zu überprüfen. Das Bundesamt für Justiz musste Fragen beantworten zur heutigen gesetzlichen Situation, zum Stand der laufenden Gesetzesrevision sowie zu den konkreten Aufgaben und Ressourcen des Eidgenössischen Datenschutzbeauftragten. Die Resultate der Überprüfung (…). Luca Cirigliano.
SGB, 13.9.2019
Personen > Cirigliano Luca. Datenschutz. EU. SGB, 2019-09-13.
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13.09.2019 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Jonas Komposch
Lohnerhöhungen
Volltext
Gewerkschaften fordern 2 Prozent mehr Lohn und zusätzlich 50 Franken pro Monat für die Frauen. Jetzt müssen die Löhne rauf! Rekord-Dividenden und Millionen-Saläre für die oben, sinkende Reallöhne für den Rest. Zugleich steigende Arbeitsproduktivität und eine solide Konjunktur: Das ist die Ausgangslage für den Lohnherbst 2019. Gschämigi Realität. Wie schlecht sind Schweizer Löhne wirklich? Sind nicht existenzsichernde Löhne tatsächlich eine Realität? Work wollte die Beweise schwarz auf weiss und hat in den Unia-Regionen nachgefragt. Skandallöhne belegen? Für die Gewerkschaft kein Problem. Im Nu trafen die Lohnausweise ein. Ob von jungen Frauen oder von jahrzehntelang im selben Betrieb tätigen Männern: sie zeigen 100-Prozent-Löhne zwischen 2‘650 und 4‘118.70 Franken. Brutto! Am krassesten ist der Lohnausweis aus der Tessiner Industrie: 2‘116 Franken netto für eine Vollzeitstelle. Normalerweise lassen Wirtschaftsverbände und Arbeitgeber keine Gelegenheit aus, euphorische Loblieder auf den Schweizer Wirtschaftsstandort zu ¬singen: „Innovation! Wachstum! Chancen!“ tönt es jeweils in den schönsten Klängen. Doch immer gegen Ende Sommer ist das ganz anders. Dann nämlich steht der Lohnherbst vor der Tür, und bei den Arbeitgebern dominiert das Klagelied. Düstere Töne künden plötzlich von schlechten Prognosen und globalen Unsicherheiten. Adressatinnen und Adressaten dieses Katzenjammers sind (…).
Jonas Komposch.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Komposch Jonas. Lohnerhoehungen. Work online, 2019-09-13
13.09.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Lobbysmus
Volltext
Wer regiert die Schweiz? Politik ist käuflich. Das wissen wir schon seit Hans Tschänis Grundlagenwerk über die Schweizer Filzokratie von 1983. Aber erst jetzt wissen wir ein bisschen mehr über die Dimensionen in Franken: Alleine die Versicherungen, Krankenkassen und der Finanzplatz erkaufen sich ihre Bundeshaus-Politikerinnen und -Politiker mit geschätzten 6,5 Millionen Franken pro Jahr. Ein Mandat von einer Krankenkasse schenkt mit 12’839 Franken ein. Eines in der Finanzbranche mit fetten 63’427 Franken. Und Mann (Frauen sind da weniger gefragt) muss ja nicht nur ein Mandat haben: In den Wandelhallen wandeln richtige Pösteli-Jäger. So kommt es denn, dass die wieseligsten unter ihnen jährlich bis zu 143 Prozent Zusatzeinkommen generieren. Zusätzlich zur Entschädigung für ihre Arbeit im Parlament von durchschnittlich 130’000 bis 150’000 Franken. Zum Beispiel Heinz Brand, SVP und Präsident des Krankenkassenverbands Santésuisse (plus geschätzte 100’000 Franken). Oder Lorenz Hess, BDP, er hat grad einen ganzen Chratten voller Visana-Mandate (plus geschätzte 142’300 Franken). Und Josef Dittli, FDP und Präsident beim Krankenversicherer Curafutura (plus geschätzte 166’000). Oder Jean-René Marcel Lucien Fournier, CVP und bei der Helvetia-Gruppe im Solde (plus geschätzte 144’117 Franken). Plus plus noch etwas Münz (geschätzte 72’000) von der Credit Suisse, wo der Walliser als Senior (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Lobbysmus. Work online, 2019-09-13.
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12.09.2019 Schweiz
Berner Tagwacht
Frauengewerkschaft

Frauengewerkschaft
Tagung
Volltext
Arbeitstagunq der Frauengewerkschaft in Bern. Grenzen der Realität überwinden? Obwohl zahlreiche Feste sowie das schöne Wetter Bernerinnen und Berner zu Vergnügungen in die Stadt lockten, versammelten sich rund 70 Frauen der inzwischen 300 Mitglieder zählenden Frauengewerkschaft FGS im Wylerhus, Bern, zu einer Arbeitstagung.n Diskutiert wurden im Wylerhus die Ergebnisse der seit fünf Monaten bestehenden Arbeitsgruppen (Gesellschaftspolitische Fragen, Neue Technologien/Ökologie, Beziehungen zur 3. Welt, Arbeitswelt, Taktik und Strategie der FGS). Bis zum nächsten Frühling soll nun daraus ein Standpunkt- und Aktionsprogramm erarbeitet werden. Die Frage, wie die Frauengewerkschaft überhaupt in der gesellschaftlichen Landschaft stehe, beschäftigte die Anwesenden ebenfalls. Will sie die Grenzen der vorwiegend von Männern bestimmten „Realität“ akzeptieren? Oder mit ihren Utopien diese Grenzen überwinden und so ein gleichberechtigtes Zusammenleben verwirklichen? Weiter wurde der Begriff „Gewerkschaft“ hinterfragt. Dabei wurden die grundsätzlichen Unterschiede der Frauengewerkschaft zu den traditionellen Gewerkschaften hervorgehoben: Die Frauengewerkschaft gehe von der „Frauenbiographie“ aus, die meist nicht so gradlinig wie die männliche verlaufe (über 30 Jahre 100prozentige Arbeitszeit), sowie von der Doppelbelastung der Frauen durch Haus- und Erziehungsarbeit. Die flexible Arbeitszeit schien auch vielen unter den Nägeln zu brennen; einerseits wird sie als Chance wahrgenommen – „jede Frau kann nach ihren Bedürfnissen die Stundenzahl der Arbeit bestimmen“ -, allerdings stellt sie auch eine Gefahr dar:(…)..
Berner Tagwacht, 12.9.1988.
Berner Tagwacht > Frauengewerkschaft. Tagung. TW, 1988-09-12.
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09.09.2019 Schweiz
Demonstrationen Bern
SGB
Syndicom

Demonstrationen Bern
Klimawandel
Volltext
Dem Klima und der Klimajugend zur Seite stehen! Der Klimawandel beschleunigt sich rapide und für die Gewerkschaften weltweit ist es eine existenzielle Frage, sich für griffige Massnahmen einzusetzen. Die Schweiz ist als Binnenland von der Klimaerwärmung stark betroffen, bedroht ist das Strom-Standbein Wasserkraft, ganze Dörfer rutschen weg, Strassen und Schienen werden verschüttet. Die sozialen und volkswirtschaftlichen Kosten werden exorbitant sein, wenn die Politik jetzt nicht handelt. (SGB) Besonders betroffen von den negativen Folgen des Klimawandels werden vor allem die Schwachen, die Menschen mit niedrigen Einkommen sein - sowohl global gesehen wie auch bei uns. Darum setzen wir Gewerkschafterinnen und Gewerkschaften uns dafür ein, dass der Klimawandel gebremst wird. Und zugleich auch dafür, dass die Massnahmen gegen den Klimawandel sozialverträglich sind. Die Gewerkschaftsbewegung ist in einer Schlüsselposition im Kampf für den Klimaschutz, denn wir stehen parteiübergreifend und glaubwürdig für eine nachhaltige Politik ein. Der Werkplatz und der Arbeitsmarkt Schweiz können nur mit guten Arbeitsbedingungen und einer solidarisch finanzierten Energiewende gesichert werden! Die Klimajugend fordert sichtbare Unterstützung ein. Sie braucht sie auch unbedingt, damit sich die Politik bewegt! (…).
Syndicom, 9.9.2019.
Syndicom > Klimawandel. Demonstration. Syndicom, 2019-09-09.
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06.09.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Rita Torcasso
Freihandelsabkommen
Volltext
Die Diktatur der Konzerne stoppen. Die Efta-Staaten mit der Schweiz an vorderster Front haben mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Wie bei all diesen Abkommen ist der Sinn und Zweck die komplette Liberalisierung der Wirtschaft und die Zementierung der Macht der Grosskonzerne. Widerstand ist Pflicht. „Die Schweiz und die Efta-Partner feiern mit dem Abschluss eines Handelsabkommens mit dem südamerikanischen Wirtschaftsraum Mercosur einen aussenpolitischen Erfolg“, frohlockt die NZZ am 24.August. Diese schon fast kindliche Freude macht stutzig und führt zur simplen Frage: Erfolg für wen? Efta-Staaten unter Zugzwang. Nach zwanzig Jahren Verhandlungen unterzeichneten im Juni dieses Jahrs die Europäische Union (EU) und die Mercosur-Länder (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) ein Freihandelsabkommen. Je näher dieser Abschluss rückte, desto grösser wurde der Druck auf die Nicht-EU-Staaten, sprich die Efta-Staaten Schweiz, Norwegen, Island und Lichtenstein, um ihren Unternehmen den gleichen oder ähnlichen Zugang zum südamerikanischen Markt zu verschaffen. Besonderes Interesse daran hatte die Schweiz, denn 86 Prozent der Efta-Exporte kommen aus der Schweiz, vor allem Pharma- und Chemieprodukte, Maschinen sowie optische Geräte. 2017 begannen die Gespräche, und gerade mal neun Verhandlungsrunden abwechslungsweise in Genf und Buenos Aires waren nötig, um das vorliegende Resultat zu erzielen. Dieses rasante Tempo ist ein klarer Beweis dafür, dass der Efta-Freihandelsvertrag
Vorwärts, 6.9.2019.
Personen > Torresan Siro. Freihandelsabkommen. Vorwaerts, 2019-09-06.
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06.09.2019 Schweiz
Syngenta
Vorwärts

Pestizide
Petition
Syngenta
Volltext
Dicke Post für Syngenta. Publlc Eye hat Syngenta eine Petition übergeben, In der 37‘816 Unterzeichnende den Agrochemiekonzern auffordern, seine giftigsten Pestizide vom Markt zu nehmen. Am 22.August zog ein ungewöhnlicher Kunsttransport durch die Strassen von Basel zu Syngenta, dem weltweit grössten Pestizidproduzenten. In Schutzkleidung übergaben. Mitglieder von Public Eye dem Schweiz-Chef Roman Mazzotta dort ein Paket mit der von fast 38‘000 Menschen unterschriebenen Petition, in der Syngenta aufgefordert wird, Produktion und Verkauf von hochgefährlichen Pestiziden wie Atrazin, Glyphosat und Paraquat sofort einzustellen. Um diesem Anliegen ein Gesicht zu geben, wurden vor den Büros des Unternehmens mit pestizidbelastetem Wasser gemalte Porträts brasilianischer Aktivistinnen platziert. Sie prangern damit die Schäden an Gesundheit und Umwelt an, die diese Giftstoffe in ihrem Land verursachen. Krebs und Geburtsschäden. Brasilien ist der weltweit grösste Nutzer von Pestiziden und folglich Syngentas wichtigster Absatzmarkt. Recherchen von Public Eye zeigten, dass dort Millionen von Menschen einem Pestizid-Cocktail in ihrem Trinkwasser ausgesetzt sind, dessen langfristige Effekte längst nicht absehbar sind. Die zusammen mit Reporter Brazil publizierten Enthüllungen verursachten eine Welle der Empörung im Land, auch weil zahlreiche Wissenschaftler in diesem Zusammenhang vor der Zunahme von Krebs, Geburtsschäden und anderen Krankheiten warnen. In mehreren der besonders betroffenen (…).
Vorwärts, 6.9.2019.
Vorwärts > Syngenta, Pestizide. Petition. Vorwaerts, 2019-09-06.
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06.09.2019 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Lohnerhöhungen
Volltext

Lohnerhöhungen von 2% und für die Frauen endlich eine spürbare Korrektur nach oben. Lohnrunde 2019/2020. In den letzten drei Jahren ging es mit der Schweizer Wirtschaft spürbar aufwärts. Doch obwohl die Arbeitslast stieg, gingen die Reallöhne um 0,6 Prozent zurück! Das ist ungerecht. Und es gefährdet zunehmend die wirtschaftliche Entwicklung im Inland. Der Pro-Kopf-Konsum (ohne Gesundheitsausgaben) sank seit 2015 real um rund 0,7 Prozent. Ohne spürbare Lohnerhöhung wird sich diese Entwicklung verschärfen. Deshalb fordern die Verbände des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) für die Lohnrunde 2019/2020 generelle Lohnerhöhungen von 2 Prozent. Insbesondere bei den Frauenlöhnen braucht es nun ein deutliches Plus. Der Spielraum dazu ist vorhanden. Die Schweizer Konjunktur läuft besser als in diesen Wochen von vielen dargestellt. Die Firmen suchen so viele Arbeitskräfte wie nie in den letzten 10 Jahren. Die Geschäftslage ist in nahezu allen Branchen gut. Selbst in der Industrie, wo sich die internationale Konjunkturabkühlung bemerkbar machte, ist die Geschäftslage nach wie vor mehrheitlich positiv und die Firmen rechnen für die nächsten Monate mit leicht anziehenden Exporten. Der Handlungsbedarf ist nicht nur mit Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im Inland offensichtlich. Aus Sicht der Arbeitnehmenden braucht es die Lohnerhöhung auch um die Teuerung von knapp 0,5 Prozent im laufenden Jahr sowie die weiter steigenden Krankenkassenprämien zu finanzieren. (…)
Daniel Lampart.
SGB, 6.9.2019.Personen > Lampart Daniel. Lohnerhoehungen. SGB, 2019-09-06
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05.09.2019 Schweiz
Personen
WOZ
Franco Cavalli
Sarah Schmalz
Interview
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Sie wollen also einen linken Populismus? Der Tessiner Krebsarzt Franco Cavalli will zurück in den Nationalrat. Der 76-Jährige tritt bei den Wahlen mit dem neu gegründeten „Forum Alternativo“ an. Der SP wirft der Marxist Cüplisozialismus vor, er selbst fordert eine Politik der klaren Feindbilder. WOZ: Franco Cavalli, Ihr Sohn hat mich eben mit einer Ausgabe der „Jungen Welt“ unter dem Arm von der Bushaltestelle abgeholt. War das eine bewusste Provokation? Franco Cavalli: Was soll ich sagen? Ich bin vom Charakter her schon ein bisschen ein Provokateur. Ich bin zwar überhaupt nicht mit allem einverstanden, was so in der Zeitung steht. Aber sie interessiert mich, weil sie als einziges deutsches Medium die Debatte innerhalb der Partei Die Linke abbildet. Die „Junge Welt“ titelte zum Fünfzig-Jahre-Jubiläum des Mauerbaus: „Wir sagen einfach mal Danke“. Ja, im Fall der DDR sind sie viel zu nostalgisch. Die Zeitung nimmt auch bei anderen Themen befremdliche Haltungen ein. Sie verteidigt etwa aus ihrer antiimperialistischen Logik heraus das Assad- Regime in Syrien. Natürlich muss man mit Assad kritisch sein! Es gab aber in Syrien ab einem gewissen Zeitpunkt nur zwei Möglichkeiten: entweder Assad oder die islamischen Terroristen, und da konnte man sich doch nicht einfach enthalten. Man musste hoffen, dass Assad sie schlägt. Wer nun sagt, man hätte Assad stürzen müssen, der vergisst, dass der Westen im Nahen Osten seit fünfzig Jahren nur Desaster anrichtet. Weil er nicht an Demokratie interessiert ist, sondern im Grunde nur an Öl und Macht. Mich stört einfach - und das kritisiere ich manchmal auch an der WOZ, dass (…). Sarah Schmalz.
WOZ, 5.9.2019.
Personen > Schmalz Sarah. Cavalli Franco. Interview. WOZ, 2019-09-05.
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05.09.2019 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Rassismus
Xhafer Sejdiu
Rassismus
Volltext
Rassismus ist... Gewerkschaftliche Gedanken zum Lauf gegen Rassismus. Zugegeben, ich bin nicht besonders sportlich. Ich gehöre nicht zu denen, die man in jeder freien Minute im Fitness oder auf dem Fussballplatz trifft. Als Bauarbeiter bekomme ich im Alltag genug Bewegung und mir reicht der körperliche Einsatz, den ich jeden Tag auf der Baustelle bringe, völlig aus. Trotzdem gibt es jedes Jahr einen Tag im September, wo ich meine Turnschuhe schnüre und mich ins Trikot werfe. Das ist dieses Jahr der 15. September, wenn in Zürich an der Bäckeranlage zum achtzehnten Mal der „Lauf gegen Rassismus“ stattfindet. Der Anlass ist ein fester Termin in meinem Kalender. Auch dieses Jahr unterstütze ich das Unia-Team und laufe mit meinen Kolleg*innen mit. Rassismus hat in Zürich viele Gesichter. Als Kosovoalbaner, der während des Kriegs in Jugoslawien in die Schweiz gekommen ist, kenne ich viele davon persönlich. Rassismus ist, wenn der Schweizer Polier und der Generalunternehmer mit mir oder meinen Arbeitskollegen auf der Baustelle in abgehackten, schiefen „Du machen jetzt“-Sätzen sprechen. Und wenn sich dein Chef gar nicht mal die Mühe macht, sich deinen Namen zu merken, sondern von dir nur als „der Albaner“ spricht, ist das ebenfalls rassistisch. Aber Rassismus gibt es nicht nur auf der Baustelle. Ich kenne Menschen, die im Callcenter arbeiten und dort einen erfundenen schweizerdeutsch klingenden Nachnamen verwenden müssen, wenn sie mit den Kundinnen und Kunden telefonieren. (…). Xhafer Sejdiu. .
Gewerkschaftsbund ZH Kanton, 5.9.2019.
Personen > Sejdiu Xhafer, Rassismus. GBKZ, 2019-09-05.
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04.09.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

SBB
Service public
Volltext
Nach der Ankündigung des Rücktritts von Andreas Meyer. Giorgio Tuti: „Die SBB muss den Service public wieder ins Zentrum stellen". Es ist an der Zeit, dass die SBB sich wieder auf ihr Kerngeschäft besinnt und auch die Unternehmenskultur neu ausrichtet. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) ist klar, dass der Service public wieder ins Zentrum gestellt werden muss, und zwar mit guten Leistungen, einer hohen Sicherheit und angemessenen Preisen. „Das erreicht die SBB zuallererst mit Vertrauen ins eigene Personal, das weiss, wie Bahnbetrieb geht, und diesen mit Leidenschaft macht“, betont Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Das Vertrauen der Eisenbahnerinnen und Eisenbahner in ihre Führung ist zurzeit klein. Der SEV fordert deshalb die SBB-Spitze auf, diese Signale ernst zu nehmen und auf das Personal zu hören, das den Bahnbetrieb letztlich macht. Dies ist auch für die Kundinnen und Kunden wichtig, die durch den tragischen Unfall verunsichert wurden. „Die SBB muss wieder ein Symbol für schweizerische Identität werden. Ihr angeschlagenes Image wird nur mit einem guten Kerngeschäft wiederhergestellt. Das heisst: hochstehende und sichere Leistungen zu einem angemessenen Preis. Aufgrund der unzähligen Sparprogramme hat die Qualität der Angebote in den letzten Jahren abgenommen. Diese Einsparungen haben Auswirkungen auf den Service public, und das Personal leidet unter den laufenden Reorganisationen“, unterstreicht Giorgio Tuti. (…).
SEV, Medienmitteilung, SEV, 2019-09-04
SEV > SBB. Service public. SEV, 2019-09-04.
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04.09.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Beteiligung des Personals an den guten Finanzergebnissen. Hartnäckigkeit hat sich ausbezahlt. Seit die SBB ihre Bilanz 2018 mit 568 Millionen Gewinn präsentiert hat, hat der SEV gefordert, dass auch die Mitarbeitenden ihren verdienten Anteil daran erhalten. Nach monatelangen Diskussionen und Verhandlungen kann sich das Personal nun über die erzielte Vereinbarung freuen. Der SEV gab seine Forderung bei der SBB-Führung schon im März ein und blieb hartnäckig. Nun hat er erreicht, dass das Personal an den guten Finanzergebnissen beteiligt wird, die es mit seinen ausserordentlichen Leistungen überhaupt erst ermöglicht hat. Inhalt der Vereinbarung: Mitarbeitende mit GAV-Vertrag mit einem Beschäftigungsgrad von 50 und mehr Prozent per 30. September 2019 erhalten wahlweise. einmalig zwei zusätzliche Ferientage oder eine Prämie von 800 Franken oder einen zusätzlichen Ferientag und 400 Franken. Mitarbeitende mit GAV-Vertrag mit einem Beschäftigungsgrad bis und mit 49 Prozent per 30. September 2019 erhalten wahlweise einmalig zwei zusätzliche Ferientage oder eine Prämie von 400 Franken oder einen zusätzlichen Ferientag und 200. Voraussetzung ist, dass das Anstellungsverhältnis seit mindestens 1.1.2019 ununterbrochen besteht und per 30.9.2019 ungekündigt ist. (…).
SEV, 4.9.2019.
SEV > SBB. Gewinnbeteiligung. SEV, 2019-09-04.
Ganzer Text
03.09.2019 Schweiz
Le Matin
Syndicom

Le Matin
Sozialplan
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Schlichtungsverfahren Sozialplan „Le Matin“: Schiedsspruch geht in die richtige Richtung! Das Schiedsgericht hat über den Sozialplan für die 41 entlassenen Mitarbeitenden von «Le Matin» entschieden. Die Erleichterung ist gross: Die Forderungen der „41 du Matin“ werden endlich anerkannt und sie erhalten angemessenere Entschädigungen! Die vom Schiedsgericht beschlossenen Entschädigungen liegen im Durchschnitt deutlich über den Zahlungen, die Tamedia vorgeschlagen hatte. Damit gibt es dem Zürcher Verlagshaus zu verstehen, dass sein Sozialplan tatsächlich ungenügend und nicht branchenüblich war. Zusammengefasst enthält der Sozialplan folgende Elemente: Die Entlassenen erhalten eine Entschädigung von 3 bis 12 Monatslöhnen. Insgesamt ist die Bandbreite der Entschädigungen mehr als doppelt so gross wie im Vorschlag von Tamedia. Die entlassenen Personen, die eine Beschäftigung verweigerten („Änderungskündigung“), werden vom Sozialplan erfasst. Die gesamten Verfahrenskosten werden Tamedia auferlegt. Mit diesem Entscheid bestätigt das Schiedsgericht, dass die Entlassenen von „Le Matin“ zu Recht gekämpft haben. Die Gewerkschaften und die 41 entlassenen Angestellten von „Le Matin“ sind zufrieden mit dem Ergebnis des Schlichtungsverfahrens. Dieses stellt in der Schweiz einen echten sozialen Fortschritt dar. Zu bedauern sind insbesondere folgende Punkte, die zweifelsohne mit den besonderen Umständen des Falles zusammenhängen: Das Schiedsgericht hat im Sozialplan nur dem Dienstalter (…).
Syndicom, 3.9.2019.
Syndicom > Le Matin. Sozialplan. Syndicom, 2019-09-03.
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03.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Digitalisierung
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Weiterbildung
Digitaltag: Die Weiterbildung wird beschwört – doch bei der Unterstützung hapert es. Am heutigen Digitaltag hat der Arbeitgeberverband zusammen mit digitalswitzerland die Kampagne lifelonglearning vorgestellt. Die Initiative soll das Bewusstsein für lebenslanges Lernen bei Arbeitnehmenden und Arbeitgebern stärken. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diese Kampagne, denn Weiterbildung ist die zentrale Stellschraube, damit der Strukturwandel erfolgreich gemeistert werden kann. Jetzt müssen den Worten Taten folgen. Die Digitalisierung wird den Arbeitsmarkt verändern. Der Strukturwandel wird in kürzeren zeitlichen Abschnitten neue Berufe hervorbringen und neue Kompetenzen erfordern. Der Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit wird zur zentralen Aufgabe der kommenden Jahre. Dabei kommt der kontinuierlichen Weiterbildung eine zentrale Aufgabe zu. Travail.Suisse begrüsst, dass sich die Arbeitgeber in der heute präsentierten Kampagne der Förderung der Weiterbildung verpflichten. „Gerade bei der zeitlichen und finanziellen Unterstützung der Arbeitnehmenden gibt es beträchtlichen Nachholbedarf“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Aus dem Barometer Gute Arbeit von Travail.Suisse ist bekannt, dass rund die Hälfte der Arbeitnehmenden keine oder unzureichende Unterstützung durch ihre Arbeitgeber erhalten. Gerade tiefer Qualifizierte, ältere Arbeitnehmende oder Teilzeitarbeitende werden dabei unterdurchschnittlich unterstützt. „Diese Gruppen müssen massiv mehr durch die Arbeitgeber unterstütz werden – wir werden die Arbeitgeber an ihren Worten messen, denn sie sind durch die Digitalisierung am ehesten von einem Jobverlust bedroht“, so Wüthrich. (…). Travail.Suisse, 3.9.2019.
Travail.Suisse > Digitalisierung. Weiterbildung. Travail.Suisse, 2019-09-03.
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02.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
SGB
Syndicom

Arbeitszeitverlängerung
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Etappensieg der Gewerkschaften gegen längere Arbeitszeiten. Der Widerstand der Gewerkschaften und von ArbeitsmedizinerInnen gegen längere Arbeitszeiten zeigt endlich zählbare Resultate: In dem die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) die parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zur Abschreibung empfiehlt, räumt die Kommission ein, dass ihre Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen. Die Initiative verlangte einen weitgehenden Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung. (SGB). Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26% der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Ihnen wäre das Instrument entzogen worden, das überhaupt erst erlaubt zu kontrollieren, ob die Höchstarbeitszeiten eingehalten werden und ob Überzeit geleistet wird. Es ist höchste Zeit, dass der Ständerat nun der Kommission folgt und diesen Abbau des Arbeitnehmendenschutzes beerdigt. Dieser Schritt reicht aber noch lange nicht. Die Kommission muss auch die auf eine Initiative von Ständerat Konrad Graber zurückgehenden Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufzuweichen. In Zeiten, in denen Studien eine stetige Zunahme des Stresses in der Arbeitswelt feststellen und in denen immer mehr Menschen ein Burn-out erleiden, braucht es mehr Schutz für die Arbeitnehmenden statt weniger, wie von der WAK nach wie vor geplant. Der Ständerat wäre gut beraten, den grundsätzlichen Widerstand von Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen, Kirchen und (…).
Syndicom, 2.9.2019.
Syndicom > Arbeitszeitverlaengerung. Syndicom, 2019-09-02.
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02.09.2019 Schweiz
SGB
VPOD Schweiz

Arbeitszeit
Arbeitszeitverlängerung
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VPOD Schweiz
Arbeitszeit: Langsam dämmert's. Zwischenerfolg im Kampf gegen ausufernde und nicht dokumentierte Arbeitszeiten: Die zuständige Ständeratskommission will den Vorstoss von Karin Keller-Sutter begraben. Der Widerstand der Gewerkschaften und von ArbeitsmedizinerInnen gegen längere Arbeitszeiten zeigt endlich zählbare Resultate: In dem die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) die parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zur Abschreibung empfiehlt, räumt die Kommission ein, dass ihre Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen. Die Initiative verlangte einen weitgehenden Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung. Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26 Prozent der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Ihnen wäre das Instrument entzogen worden, das überhaupt erst erlaubt zu kontrollieren, ob die Höchstarbeitszeiten eingehalten werden und ob Überzeit geleistet wird. Es ist höchste Zeit, dass der Ständerat nun der Kommission folgt und diesen Abbau des Arbeitnehmendenschutzes beerdigt. Dieser Schritt reicht aber noch lange nicht. Die Kommission muss auch die auf eine Initiative von Ständerat Konrad Graber zurückgehenden Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufzuweichen. (…).
VPOD Schweiz, 2.9.2019.
VPOD Schweiz > Arbeitszeit. VPOD Schweiz, 2010-09-02.
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01.09.2019 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Christine Flitner
Gleichstellung
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Der Frauenstreik war grossartig - jetzt wird der VPOD konkret. Das Momentum nutzen. Und jetzt: Wie weiter? Es gilt, den Schwung des Frauenstreiks zu nutzen und konkrete Gleichstellungsmassnahrnen jetzt umzusetzen. Der VPOD hat Schwerpunkte in seinen Kernbranchen gesetzt. Berauschend, friedlich, beglückend, solidarisch, kämpferisch, sonnig, anregend, berührend, lustvoll, vielfältig, bunt, respektvoll, ermutigend, historisch, kraftvoll, überwältigend, rührend, bewegend und verwegen - so war der Frauenstreik 2019. Und so wird er in Erinnerung bleiben. Eine halbe Million Frauen und Männer, die für mehr Gleichstellung auf die Strasse gehen! Jetzt kann wirklich niemand mehr übersehen, dass sich etwas tun muss in der Schweiz. Die Menschen auf der Strasse sind schon viel weiter als Politik und Arbeitswelt. Sie wollen sich nicht länger mit Arbeits- und Lebensbedingungen aus dem vergangenen Jahrhundert zufriedengeben. Und jetzt: Wie geht es weiter nach diesem einmaligen Erlebnis, dass uns allen noch lange im Gedächtnis bleiben wird? Was bleibt? Und was kommt erst? In den nächsten Wochen und Monaten wird es darum gehen, konkrete Massnahmen zur Gleichstellung umzusetzen, sowohl auf politischer und als auch auf gewerkschaftlicher Ebene. Im Herbst finden an vielen Orten Lohnverhandlungen statt - die Löhne der Frauen müssen rauf. In den Lohnsystemen des öffentlichen Dienstes heisst das, auf die tiefen Lohnklassen zu fokussieren, in denen gewöhnlich mehr Frauen arbeiten. Davon (...).  Christine Flitner.
VPOD-Magazin, 1.9.2019.
Personen > Flitner Christine. Gleichstellung. VPOD-Magazin, 2019-09-01.
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01.09.2019 Schweiz
SGB
VPOD-Magazin

Beschaffungswesen
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Revision des öffentlichen Beschaffungswesens: Jetzt sind die Kantone dran. Fairer beschaffen. Bei der Revision des öffentlichen Beschaffungswesens haben die Gewerkschaften Verschlechterungen yerhindern können. Das Leistungsortsprinzip bleibt bestehen. Der Ball liegt jetzt bei den Kantonen. Auch die Gemeinden haben Handlungsspielraurn. Das öffentliche Beschaffungswesen ist zentral für die Arbeitnehmenden, denn ein schlecht verfasstes Gesetz (BöB: Bundesgesetz über das öffentliche Beschaffungswesen) kann dem Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor öffnen. Umso erfreulicher ist, dass es den Gewerkschaften und anderen NGO bei der Totalrevision des BöB gelungen ist, Verschlechterungen zu verhindern. Zufrieden ist der SGB insbesondere damit, dass öffentliche Pensionskassen nicht dem BöB unterstehen. Die Unterstellung wäre mit dem Prinzip der Parität in Konflikt geraten. Bewährtes Prinzip bleibt. Das Parlament hat entschieden, beim bewährten Leistungsortsprinzip zu bleiben. Das heisst: Ein Unternehmen, das sich um einen öffentlichen Auftrag bewirbt, muss die Lohn- und Arbeitsbedingungen am Ausführungsort einhalten. Wenn eine Firma aus dem Tessin also in Zürich eine Turnhalle baut, muss sie Löhne zahlen, wie sie auf dem Platz Zürich üblich sind. Hätte das Parlament - wie ursprünglich geplant – zum Herkunftsortsprinzip gewechselt, dann wären die Bedingungen am Firmensitz- oder Niederlassungsort massgeblich geworden. Das Tessiner Unternehmen hätte dann in Zürich mit Tessiner (…).  SGB, VPOD. .
VPOD-Magazin, 2019-09-01.
VPOD Magazin > Beschaffungswesen. VPOD-Magazin, 2019-09-01
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