Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Ort > Schweiz
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 15524

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
02.07.2020 Schweiz
SGB

Arbeitsmarkt
Medienkonferenz
Volltext
Medieneinladung Verteilungsbericht und Konjunkturlage: Soziale Katastrophe verhindert – jetzt muss es für alle aufwärtsgehen. Sehr geehrte Medienschaffende, Die Lohngarantien haben während der Corona-Krise eine soziale und wirtschaftliche Katastrophe verhindert. Doch die Weltkonjunktur verschlechtert sich dramatisch und das Kaufkraftproblem im Inland nimmt zu, weil die Arbeitslosigkeit steigt und die Kurzarbeit nur einen Teil des Einkommens garantiert. Schon vor der Krise haben die Lohnentwicklung und die höheren Abgaben und Prämien die ungleiche Verteilung von Einkommen und Vermögen weiter akzentuiert. Dieser Trend hat sich mit der Corona-Krise verstärkt, weil gerade Geringverdienerinnen und Geringverdiener von ihr besonders betroffen sind. Der SGB analysiert alle zwei Jahre die Verteilung von Löhnen, Einkommen und Vermögen in der Schweiz sowie die Belastung durch Steuern und Abgaben in Form seines Verteilungsberichts. Aufgrund der angespannten Situation auf dem Arbeitsmarkt präsentiert der SGB dieses Jahr die Erkenntnisse seiner umfassenden Wirtschaftsstudie zusammen mit den dringlichsten Massnahmen für die Erhaltung der Kaufkraft der Arbeitnehmenden und die Stärkung der Konjunktur. Diese Medienkonferenz findet statt am Montag, 6. Juli 2020, 10.00 Uhr, im Hotel Kreuz, Zeughausgasse 41, Bern
Es werden kurz referieren: (…).
SGB, 2.7.2020.
SGB > Medienkonferenz 6.7.2020. SGB, 2020-07-02.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Giorgio Tuti
Coronavirus
Masken
Volltext
Maskenpflicht: Für das Personal ein Entscheid in die richtige Richtung, aber mit Einschränkungen. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) begrüsst die Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr. „Das ist der beste Schutz für das Zugpersonal, das seinerseits ununterbrochen eine Maske trägt. Es beruht auf der Devise: ‘Schütze dich, um andere zu schützen’. Der SEV hält es jedoch für problematisch, dass die Durchsetzung der Maskenpflicht auch bei den Kundenbegleiter/innen liegen soll. Diese haben keine polizeilichen Aufgaben. Wir fordern das Personal auf, Konfliktsituationen zu meiden und zählen auf die Vernunft der Fahrgäste. Dies im Interesse aller“, betont Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Das freiwillige Tragen der Masken hat nur sehr begrenzt funktioniert. „Für das Zugpersonal, das selbst eine Maske trägt, ist die Maskenpflicht eine gute Nachricht. Das Zugpersonal ist so besser vor dem Coronavirus geschützt. Dies steht im Einklang zum Gesundheitsschutz des Personals, für den wir uns seit Beginn der Krise eingesetzt haben", so Giorgio Tuti, Präsident des SEV. Die Maskenpflicht wirft aber auch Fragen nach der Kontrolle und Sanktionierung bei Nichteinhaltung auf. „Die Überwachung der Einhaltung der Vorschriften birgt ein hohes Konfliktpotential. Das Zugpersonal wird in der Deeskalation geschult. Es hat jedoch keine polizeilichen Aufgaben. Wir appellieren deshalb an die Vernunft der öV-Benutzer“, stellt Tuti klar. (…).
SEV-Zeitung, Medienmitteilung, 1.7.2020.
Personen > Tuti Giorgio. Maskenplicht. SEV-Zeitung, 2020-07-01.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Arbeitszeit
SGB
Syndicom

Kurzarbeit
Volltext
Wichtige Verlängerung der Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze. Der SGB zu den Bundesratsbeschlüssen. (SGB) Der SGB begrüsst die Verlängerung der Kurzarbeit von 12 auf 18 Monate. Damit können Arbeitsplätze gesichert werden. Weitere Corona-Entlassungen müssen um jeden Preis verhindert werden. In den Branchen mit tiefen Löhnen ist der Anteil Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit am höchsten. Die damit verbundenen Einkommensausfälle von 20 bis 30 Prozent sind für die Betroffenen nur schwer verkraftbar. Die Leistungen der Kurzarbeit und der Arbeitslosenversicherung reichen hier nicht aus. Hier braucht es 100 Prozent Lohnersatz. Einkommenssicherung für Selbständigerwerbende und Kulturschaffende stärken; Lücken für Härtefälle identifizieren. Durch die Verlängerung und Ausdehnung des Corona-Erwerbsersatzes für Selbständige im Veranstaltungsbereich hat der Bundesrat endlich Klarheit geschaffen. Gerade Kulturschaffende sind dringend auf diese Verlängerung angewiesen, weil der Kulturbereich nach wie vor stark eingeschränkt ist und dies voraussichtlich noch länger bleiben wird. Auch anerkennt der Bundesrat mit seinen Beschlüssen, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, damit Härtefälle im Rahmen der Coronakrise erkannt und gemildert werden können. (…).

Syndicom, 1.7.2020.
Syndicom > Kurzarbeit. Coronavirus. Syndicom, 2020-07-01.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Frauen
SGB
Syndicom

Gesetze
Gleichstellung
Volltext
Das revidierte Gleichstellungsgesetz tritt in Kraft. Frauen müssen faire Löhne bekommen – die Lohnanalysen sind ein erster Schritt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat lange für die Verbesserung des Gleichstellungsgesetzes gekämpft, um die Lohndiskriminierung von Frauen wirksamer bekämpfen zu können. Diesen Mittwoch tritt nun das revidierte Gesetz in Kraft, ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Die vorgesehenen Lohnanalysen werden für mehr Transparenz sorgen, doch nach wie vor werden Arbeitgeber, die Frauen beim Lohn diskriminieren, nicht sanktioniert. (SGB) Ab heute haben Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeitenden ein Jahr lang Zeit, um zu analysieren, ob ihr Lohnsystem Frauen diskriminiert. Sie können die Lohnanalysen mit den Sozialpartnern durchführen, ansonsten müssen sie sie bis 2022 von einer externen Revisionsstelle kontrollieren lassen und dann die Resultate innerhalb eines weiteren Jahres ihren Angestellten mitteilen. Nachdem der sozialpartnerschaftliche Lohngleichheitsdialog gescheitert war, hatte sich der SGB vehement für verbindliche Massnahmen zur Bekämpfung von Lohndiskriminierung eingesetzt. Als Folge davon hat der Bundesrat eine Revision des Gleichstellungsgesetzes anhand genommen, um Unternehmen zur Analyse ihrer Lohnsysteme zu verpflichten. Skandalös ist allerdings, dass Unternehmen für Lohndiskriminierung immer noch nicht geradestehen müssen. Entsprechende Sanktionen bei Nichteinhaltung der Lohngleichheit sind schon in der Vernehmlassung aus dem Entwurf gefallen. (…).
Syndicom, 1.7.2020.
Syndicom > Gleichstellung. Gesetz. Syndicom, 2020-07-01.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Gemeinsam gegen zweite Corona-Welle. Maskenpflicht ist gut. Gratismasken besser. Nach den Lockerungen der Covid-Massnahmen nehmen die Ansteckungen wieder exponentiell zu. Damit steigt auch die Gefährdung im öffentlichen Verkehr. Die Unia begrüsst die Verstärkung des Schutzes von Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsweg; fordert aber, dass Bund und Kantone Schutzmasken für ÖV-Pendler und Pendlerinnen gratis abgeben. Die Gewerkschaft Unia begrüsst den heutigen Entscheid des Bundesrates, eine generelle Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr zu verfügen: Neben der Einhaltung des Mindestabstandes und der Hygienevorschriften können im öffentlichen Verkehr nur Schutzmasken dazu beitragen, die Ansteckungsrisiken auf dem Arbeitsweg zu senken. Aber Schutzmasken sind nicht billig und gehen für Arbeitnehmende mit tiefen Einkommen schnell ins Geld. Bei Bund und Kantonen lagern zurzeit weit über 200 Millionen von der Armeeapotheke beschaffte Hygiene-Masken und warten auf ihren Bestimmungszweck. Dieser ist jetzt gekommen: Sie müssen jetzt sofort in Umlauf gesetzt werden und dazu beitragen, eine zweite Corona-Welle abzuwehren. Mit der Gratisabgabe – zum Beispiel über die Verteilung durch die öffentlichen Verkehrsbetriebe an den Bahnhöfen – kann die Maskenakzeptanz rasch gesteigert werden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 1.7.2020.
Unia Schweiz > Oeffentlcher Verkehr. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-07-01.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Vaterschaftsurlaub
Volltext
15 Jahre nach Einführung des Mutterschaftsurlaubs braucht es jetzt einen Vaterschaftsurlaub. 60 Jahre und 7 Anläufe waren nötig, bis 2005 endlich ein bezahlter Mutterschaftsurlaub eingeführt wurde. Das war am 1. Juli vor 15 Jahren. Seit gut 10 Jahren arbeitet Travail.Suisse für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub. Über 30 parlamentarische Vorstösse wurden seither abgelehnt. Nun hat die Stimmbevölkerung am 27. September die historische Chance, einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub einzuführen. Sechzig Jahre dauerte es, bis Parlament, Wirtschaftskreise und die Stimmbevölkerung von einem 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub überzeugt werden konnten. Einen Vaterschaftsurlaub gibt es noch immer nicht: „Die Schweiz ist familienpolitisch immer noch ein Entwicklungsland. Der 2-wöchige Vaterschaftsurlaub ist ein wichtiger Kompromiss und bietet den Partnern einerseits die Möglichkeit, von Anfang an den Zauber der Familienwerdung mitzugestalten, und andererseits können sie den Müttern eine wichtige Unterstützung sein“, sagt Andrea Weber-Käser, Geschäftsführerin des Schweizerischen Hebammenverband (SHV) „Heute nehmen werdende Väter Anteil an Schwangerschaft und Geburt. Jetzt braucht es dringend eine gesetzlich geregelte Möglichkeit für alle Väter, dies nach der Geburt zu tun“. Zwar haben heute viele Väter grosszügige Arbeitgeber oder einen guten Gesamtarbeitsvertrag, der ihnen etwas Start-Zeit mit der Familie ermöglicht. Für Regula Ott, Geschäftsleiterin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) ist aber klar:

Travail.Suisse, Medienmitteilung, 1.7.2029.
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Travail.Suisse, 2020-07-01.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Masken
Volltext
Gemeinsam gegen zweite Corona-Welle. Maskenpflicht ist gut. Gratismasken besser. Nach den Lockerungen der Covid-Massnahmen nehmen die Ansteckungen wieder exponentiell zu. Damit steigt auch die Gefährdung im öffentlichen Verkehr. Die Unia begrüsst die Verstärkung des Schutzes von Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsweg; fordert aber, dass Bund und Kantone Schutzmasken für ÖV-Pendler und Pendlerinnen gratis abgeben. Die Gewerkschaft Unia begrüsst den heutigen Entscheid des Bundesrates, eine generelle Maskenpflicht im öffentlichen Verkehr zu verfügen: Neben der Einhaltung des Mindestabstandes und der Hygienevorschriften können im öffentlichen Verkehr nur Schutzmasken dazu beitragen, die Ansteckungsrisiken auf dem Arbeitsweg zu senken. Aber Schutzmasken sind nicht billig und gehen für Arbeitnehmende mit tiefen Einkommen schnell ins Geld. Bei Bund und Kantonen lagern zurzeit weit über 200 Millionen von der Armeeapotheke beschaffte Hygiene-Masken und warten auf ihren Bestimmungszweck. Dieser ist jetzt gekommen: Sie müssen jetzt sofort in Umlauf gesetzt werden und dazu beitragen, eine zweite Corona-Welle abzuwehren. Mit der Gratisabgabe – zum Beispiel über die Verteilung durch die öffentlichen Verkehrsbetriebe an den Bahnhöfen – kann die Maskenakzeptanz rasch gesteigert werden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 1.7.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Masken. Unia Schweiz, 2020-07-01.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Arbeitszeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Kurzarbeit
Volltext
Wichtige Verlängerung der Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze. Der SGB zu den Bundesratsbeschlüssen. Der SGB begrüsst die Verlängerung der Kurzarbeit von 12 auf 18 Monate. Damit können Arbeitsplätze gesichert werden. Weitere Corona-Entlassungen müssen um jeden Preis verhindert werden. In den Branchen mit tiefen Löhnen ist der Anteil Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit am höchsten. Die damit verbundenen Einkommensausfälle von 20 bis 30 Prozent sind für die Betroffenen nur schwer verkraftbar. Die Leistungen der Kurzarbeit und der Arbeitslosenversicherung reichen hier nicht aus. Hier braucht es 100 Prozent Lohnersatz. Einkommenssicherung für Selbständigerwerbende und Kulturschaffende stärken; Lücken für Härtefälle identifizieren. Durch die Verlängerung und Ausdehnung des Corona-Erwerbsersatzes für Selbständige im Veranstaltungsbereich hat der Bundesrat endlich Klarheit geschaffen. Gerade Kulturschaffende sind dringend auf diese Verlängerung angewiesen, weil der Kulturbereich nach wie vor stark eingeschränkt ist und dies voraussichtlich noch länger bleiben wird. Auch anerkennt der Bundesrat mit seinen Beschlüssen, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, damit Härtefälle im Rahmen der Coronakrise erkannt und gemildert werden können. Absicherung der Freizügigkeitsguthaben bei der Auffangeinrichtung BVG. (…).
GB, Medienmitteilung, 1.7.2020.
SGB > Kurzarbeit. SGB, 2020-07-01.
Ganzer Text
30.06.2020 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
SEV-Zeitung

Coronavirus
Öffentlicher Verkehr
Volltext
Einnahmenverluste der Verkehrsunternehmen wegen Covid-19. Der Bund muss ein markantes Zeichen für die Betriebe des öffentlichen Verkehrs setzen. Am 1. Juli wird der Bund seine Massnahmen zur Unterstützung des öffentlichen Verkehrs bekanntgeben. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist es zwingend, dass die Unternehmen, die während der Krise ihre Angebote aufrechterhalten haben, entsprechend finanziert werden. „Ohne Hilfe der öffentlichen Hand müsste das Personal den Kopf für die Ausfälle während des Stillstands hinhalten. Das ist untragbar, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Zeit eine entscheidende Rolle gespielt hat“, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti.
Der Bund hat von den Unternehmen des öffentlichen Verkehrs verlangt, dass sie das Mindestangebot aufrechterhalten, hat aber die Öffentlichkeit gleichzeitig aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Entsprechend wurden die Verkehrsunternehmen getroffen; sie haben grosse Einnahmeneinbussen erlitten. Deshalb müssen sie finanziell unterstützt werden. Nachdem die eidgenössischen Räte die Motion „Ertragsausfälle im öV – der Bund steht in der Pflicht“ überwiesen haben, haben sowohl das Personal als auch die Unternehmen hohe Erwartungen. „Die Verluste müssen vollumfänglich gedeckt werden. Zahlreiche Unternehmen durften nicht Kurzarbeit anmelden, da das Seco bei ihnen kein Konkursrisiko sah, weil sie der öffentlichen Hand gehören. Falls die finanzielle Unterstützung nicht ausreicht und die Verschuldung (…).
SEV-Zeitung, 30.6.2020.
SEV-Zeitung > Oeffentlicher Verkehr. Coronavirus. SEV-Zeitung, 2020-06-30.
Ganzer Text
30.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
SGB

Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Neues Gleichstellungsgesetz und Lohngleichheit: Mitarbeitende einbeziehen! Am 1.7.2020 tritt das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Die Unia appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber: Die Unternehmen müssen bei der Überprüfung der Lohngleichheit die Personalkommissionen oder Arbeitnehmendenvertretungen in den Prozess einbeziehen und schliesslich auch die nötigen Korrekturen vornehmen, damit der Verfassungsauftrag von 1981 endlich umgesetzt wird. Lohndiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem. Es betrifft alle Frauen in allen Berufen, in allen beruflichen Stellungen und in jedem Alter. Die Unternehmen in der Schweiz schulden den Frauen rund 10 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie ihnen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit nicht den gleichen Lohn bezahlen wie ihren Kollegen. Frauen verdienen rund 20 Prozent oder im Schnitt 657 Franken pro Monat weniger als Männer. Weil sie Frauen sind. Deshalb sind es auch die Arbeitgeber, die jetzt in der Pflicht stehen! Forderung der Frauen ernst nehmen. Das revidierte Gesetz ist zwar wichtig, aber ungenügend: Es sieht lediglich vor, dass 1% aller Unternehmen eine Lohnanalyse durchführen müssen (Betriebe ab 100 Mitarbeitenden), Sanktionen sind keine vorgesehen und das Gesetz läuft nach 12 Jahren aus. (…).
SGB, 30.6.2020.
SGB > Lohngleichheit. SGB, 2020-06-30.
Ganzer Text
29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
VPOD Schweiz

Lohngleichheit
Lohnkontrolle
Volltext
Lohnkontrollen - aber richtig! Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden müssen bis Ende Juni 2021 eine betriebsinterne Lohngleichheitsanalyse durchführen – auch die öffentlichen Arbeitgeber. Das verlangt die Änderung des Gleichstellungsgesetzes, welche am 1.Juli 2020 in Kraft tritt. Mit den Forderungen des Frauenstreiks hat das nichts zu tun: Das Gesetz ist zahnlos, aber vielleicht lässt sich trotzdem etwas damit erreichen. Die neuen Bestimmungen betreffen 0,9 Prozent der Unternehmen, in denen 46 Prozent der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Schweiz arbeiten. Die Analyse muss mit einem anerkannten Instrument durchgeführt werden, durch eine unabhängige Stelle überprüft und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen über das Ergebnis informiert werden. Das Gesetz hat viele Schwachstellen, gegen welche sich die Gewerkschaften umsonst gewehrt haben: Eine Nichteinhaltung der Lohngleichheit hat keinerlei Sanktionen zur Folge. Die Überprüfung ist nur einmalig vorgesehen und muss nach 4 Jahre nur wiederholt werden, wenn das Ergebnis negativ war. Das Ergebnis muss nur beschränkt offengelegt werden, und die Gültigkeitsdauer des Gesetzes ist auf 12 Jahre beschränkt. Es ist also mehr oder weniger zahnlos. Dennoch können die Gewerkschaften eine gewisse Rolle spielen. (…).

VPOD Schweiz, 29.6.2020.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. Lohnkontrolle. VPOD Schweiz, 2020-0629.
Ganzer Text
29.06.2020 Schweiz
Löhne
SGB

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Lohnschutz verstärken, nicht verschlechtern. Flankierende Massnahmen und Personenfreizügigkeit. Observatoriumsbericht: Die Schweiz vor bedeutenden migrationspolitischen Weichenstellungen
Anlässlich der Veröffentlichung des 16. Berichts des Observatoriums zur Personenfreizügigkeit präsentiert der SGB einen Kommentar zur aktuellen Lage. Darin betonen die Gewerkschaften die zentrale Bedeutung von Flankierenden Massnahmen (FlaM). Dank den FlaM entwickeln sich die tiefen und mittleren Löhne in der Schweiz postiver als in mehreren europäischen Ländern, in denen der Schutz geringer ist: In den letzten 20 Jahren sind sie in der Schweiz stärker gestiegen als in Frankreich, Deutschland und Grossbritannien.
Der Observationsbericht zeigt auf, wie wichtig eine hohe Dichte der in der Schweiz durchgeführten Kontrollen ist. Während in Deutschland jährlich 55.000 Unternehmen auf Arbeits- und Lohnbedingungen überprüft werden, sind es in der Schweiz 41‘000 – bei einem etwa zehnmal kleineren Arbeitsmarkt. Die Entwicklung eines extremen Niedriglohnsektors wurde in der Schweiz so vermieden. Der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen muss ausgebaut, und nicht verschlechtert werden. Auch die Umsetzung kann weiter verbessert werden, vor allem durch verstärkte Kontrollen in den Kantonen. (…).
SGB, Medienmitteilung, 29.6.2020.
SGB > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. SGB, 2020-06-29.
Ganzer Text
29.06.2020 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Personenfreizügigkeit: Die flankierenden Massnahmen nützen den Arbeitnehmenden – die Kündigungsinitiative schadet ihnen. Das Seco hat im heute publizierten Observatoriumsbericht ein positives Bild von der Personenfreizügigkeit gezeichnet. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist klar, dass diese positiven Effekte nur dank den flankierenden Massnahmen erreicht werden. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der FlaM ist der Königsweg – die Kündigungsinitiative dagegen der worst case für die Arbeitnehmenden. Im Observatoriumsbericht wird ein positives Bild der Personenfreizügigkeit gezeichnet. Die Zuwanderung erfolgte in erster Linie in den Arbeitsmarkt und bewirkte eine positive Wirtschaftsentwicklung. Die Integration von gut ausgebildeten und jüngeren Arbeitnehmenden trägt ausserdem dazu bei, die Finanzlage der Altersvorsorge zu stabilisieren. Von zentraler Wichtigkeit für Travail.Suisse sind die flankierenden Massnahmen. Diese sorgen dafür, dass in der Schweiz tatsächlich Schweizer Löhne bezahlt werden, resp. Unterbietungen der Löhne und Arbeitsbedingungen aufgedeckt und sanktioniert werden. „Die FlaM gehören zur Personenfreizügigkeit und schützen die Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt vor Lohn- und Sozialdumping“, unterstreicht Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. (…).

Travail.Suisse, 29.6.2020.
Travail.Suisse > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Travail.Suisse, 2020-06-29.
Ganzer Text
29.06.2020 Schweiz
Detailhandel
Unia Schweiz

Detailhandel
Referendum
Sonntagsarbeit
Volltext
Die Branchenkonferenz Detailhandel der Unia fordert eine bessere Anerkennung der geleisteten Arbeit im.
Stopp der prekären Arbeit und der Sonntagsarbeit. Die Unia-Branchenkonferenz Detailhandel hat heute in Bern getagt und zwei Resolutionen beschlossen. Die eine richtet sich gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit, die andere fordert das Ende der prekären Arbeit auf Abruf. In den letzten Monaten waren die Angestellten des Detailhandels an vorderster Front. Es ist endlich an der Zeit, dass ihre Arbeit besser anerkannt wird! Die Covid-19-Krise zeigt, wie sehr die Gesellschaft von den Hunderttausenden von Menschen abhängt, die in schlecht bezahlten Berufen des Dienstleistungssektors, insbesondere im Detailhandel, arbeiten. Vorwiegend sind es Frauen. Applaus allein reicht nicht, um ihrer Arbeit gegenüber mehr Respekt zu zeigen. Die Branchenkonferenz Detailhandel der Unia fordert die Aufwertung dieser essentiellen Berufe und Gesamtarbeitsverträge mit fairen Löhnen. Eine weitere Verschlechterung der Arbeitsbedingungen und die tiefen Löhne sind ein No-Go! Gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit
Die erste von den Teilnehmenden verabschiedete Resolution betrifft die Sonntagsarbeit. Die Delegierten haben beschlossen, alle auf Bundesebene lancierten Pläne zur Liberalisierung der Sonntagsarbeit im Verkauf zu bekämpfen und das im Kanton Bern geplante Referendum gegen die Ausweitung der Sonntagsarbeit zu unterstützen. (…). 
Unia Schweiz, 29.6.2020.
Unia Schweiz > Sonntagsarbeit. Detailhandel. Unia Schweiz, 2020-06-29.
Ganzer Text
29.06.2020 Schweiz
Frauen
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Inkraftsetzung neues Gleichstellungsgesetz. Lohngleichheit: Mitarbeitende einbeziehen! Morgen tritt das revidierte Gleichstellungsgesetz in Kraft. Die Gewerkschaft Unia appelliert an die Verantwortung der Arbeitgeber: Die Unternehmen müssen bei der Überprüfung der Lohngleichheit die Personalkommissionen oder Arbeitnehmendenvertretungen in den Prozess einbeziehen und schliesslich auch die nötigen Korrekturen vornehmen, damit der Verfassungsauftrag von 1981 endlich umgesetzt wird. Lohndiskriminierung ist kein individuelles, sondern ein kollektives Problem. Es betrifft alle Frauen in allen Berufen, in allen beruflichen Stellungen und in jedem Alter. Die Unternehmen in der Schweiz schulden den Frauen rund 10 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie ihnen für die gleiche oder gleichwertige Arbeit nicht den gleichen Lohn bezahlen wie ihren Kollegen. Frauen verdienen rund 20 Prozent oder im Schnitt 657 Franken pro Monat weniger als Männer. Weil sie Frauen sind. Deshalb sind es auch die Arbeitgeber, die jetzt in der Pflicht stehen! Forderung der Frauen ernst nehmen. Das revidierte Gesetz ist zwar wichtig, aber ungenügend: Es sieht lediglich vor, dass 1% aller Unternehmen eine Lohnanalyse durchführen müssen (Betriebe ab 100 Mitarbeitenden), Sanktionen sind keine vorgesehen und das Gesetz läuft nach 12 Jahren aus. Selbst diese Mini-Revision wäre ohne Druck der 20'000 Menschen, die im September 2018 auf die Strassen gingen, vom Parlament nicht verabschiedet worden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.6.2020.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Gesetz. Unia Schweiz, 2020-06-29.
Ganzer Text
26.06.2020 Schweiz
Lehrkräfte
VPOD Schweiz

Lehrkräfte
Meinungsumfrage
Volltext
Lehrpersonen in der Coronakrise: Wie habt ihr das geschafft? Die Lehrpersonen aller Stufen haben die Schule und andere Bildungseinrichtungen durch die Coronakrise getragen. Der Fernunterricht wurde mit grossem Engagement umgesetzt mit dem Ziel, dass die SchülerInnen und Studierenden ihre Ausbildung fortsetzen oder abschliessen konnten. Wie haben sie das geschafft? Wir möchten das genauer ergründen.
Viele Fragen sind während der Schulschliessungen offengeblieben oder auf später verschoben worden. Rückmeldungen aus den Schulen und anderen Bildungseinrichtungen geben einen vorläufigen Eindruck davon, wo jetzt Handlungs- und Klärungsbedarf besteht. Der Schutz gefährdeter Personen muss weiterhin oberste Priorität haben. Die Schutzkonzepte dürfen keinen Interpretationsspielraum bieten und nicht vom Ermessen der Schulleitung abhängen, weil sonst Druck auf einzelne Betroffene entsteht. Es braucht neutrale (von den Schulleitungen unabhängige) kantonale Ansprechstellen für Fragen rund um den Gesundheitsschutz an den Schulen. Ungelöst ist ausserdem weiterhin das Problem der Arbeitnehmenden, welche mit gefährdeten Personen im gleichen Haushalt leben. Es braucht einheitliche Regelungen und bessere Absprachen zwischen den Kantonen, insbesondere dort, wo es grenzüberschreitende Bildungsräume gibt. (…).
VPOD Schweiz, 26.6.2020.
VPOD Schweiz > Lehrkraefte. Meinungsumfrage. VPOD Schweiz, 2020-06-26.
Ganzer Text
26.06.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Dividenden
Volltext
Trotz Corona-Krise bedienen Schweizer Unternehmen ihre Aktionäre und CEOs grosszügig. Die Corona-Krise hat die Gier der Aktionäre und CEOs in Bezug nach überhöhten Vergütungen nicht gedämpft. Ganz im Gegenteil: Die Ausschüttungen an Aktionäre steigen, und die Lohnschere hat sich weiter geöffnet. Die Aktionäre von 33 Schweizer Unternehmen streichen 63 Milliarden Franken ein. Einige Unternehmen schütteten gar Dividenden in Milliardenhöhe aus, obwohl sie Bundeshilfe bezogen. Unter diesen Bedingungen ist klar: Es darf es keine Lohnkürzungen oder Entlassungen bei den Beschäftigten geben.
Rekordgewinne für die Aktionäre, Existenzängste für die Arbeitnehmenden: So lässt sich die Studie der Gewerkschaft Unia zum Lohngefälle in der Schweiz zusammenfassen. Die Studie analysiert 37 Schweizer Unternehmen, von denen 33 an der Börse kotiert sind. Allein diese Unternehmen schütteten für das Jahr 2019 63 Milliarden Franken in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an ihre Aktionäre aus (4,4 Milliarden mehr als im Vorjahr). Auch in diesem Jahr öffnet sich die Lohnschere weiter. Den grössten Unterschied zwischen dem tiefsten und dem höchsten Gehalt in ein und demselben Unternehmen gab es beim Pharmariesen Roche mit 1 zu 308. Im Durchschnitt der untersuchten Konzerne betrug das Verhältnis 1 zu 148 (gegenüber 1 zu 142 im Vorjahr). (…).

Unia Schweiz, Medienmitteilung, 26.6.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Dividenden. Unia Schweiz, 2020-06-26.
Ganzer Text
25.06.2020 Schweiz
Personen
Rassismus
VPOD Schweiz
Guy Zurkinden
Antirassismus
Volltext
Rassismus in der Schweiz - verneint und allgegenwärtig. Mobilisierungen gegen Rassismus und Polizeigewalt haben sich in ganz Europa - auch in der Schweiz - ausgebreitet. Zurecht. Im Mittelpunkt der jüngsten Proteste steht nicht nur der strukturelle Rassismus in Nordamerika sondern auch der stets verneinte Rassismus und das koloniale Erbe der Schweiz. Um den Sklavenhandel zu rechtfertigen, ist der anti-schwarze Rassismus in die DNA unseres Kontinents geschrieben. Kanyana Mutombo, Sekretärin des Carrefour de réflexion et d'action sur le racisme anti-Noir, weist darauf hin, dass Polizeibrutalität und Racial profiling nur ein Teil sind. Rassismus betrifft alle Aspekte des gesellschaftlichen Lebens (Amnesty, Dezember 2014). Arbeitsplätze sind keine Ausnahme Im Gesundheitssektor "schlucken viele ausländische Beschäftigte täglich die Beleidigungen der Patienten", sagt Alma Wiecken, Direktorin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus (NZZ, 14. Juni 2020). Schwarze Menschen sind nicht die einzigen Opfer, aber sie werden oft zur Zielscheibe. Das Phänomen ist nicht auf einen Sektor beschränkt: Im vergangenen August prangerte der SSP Trafic Aérian ähnliche Vorkommnisse am Flughafen Genf an. Wie die französische Aktivistin Rokhaya Diallo betont, ist Rassismus untrennbar mit der sozialen Frage verbunden: "Wer sind die Menschen, die von den neoliberalen Arbeitsmarkt- und Rentenreformen am meisten betroffen sind? Frauen und Minderheiten. Arme, afrikanische und eingewanderte Frauen. Wir können es nicht ignorieren" (Le Temps, 16. Juni 2020). (...).  VPOD Schweiz, 25.6.2020.
Personen > Zurkiden Guy. Rassismus. VPOD Schweiz, 2020-06-25.
25.06.2020 Schweiz
Buchhandel
Personen
Syndicom
Michael Moser
Buchhandel
Meinungsumfrage
Volltext
60% sind besorgt um die Zukunft des Buchhandels. Mit der Schliessung der Buchhandlungen waren die Buchhändlerinnen eine der am direktesten betroffenen Berufsgruppen in den Branchen von Syndicom. Eine spezifisch auf die Situation der Buchhändlerinnen zugeschnittene Umfrage von Syndicom bestätigte das Bild: 81% der Befragten gaben an, dass für sie momentan Kurzarbeit gilt. Für ganze 50 % galt die Kurzarbeit sogar komplett, sie konnten während dem Lockdown also tatsächlich überhaupt nicht mehr arbeiten und mussten zu Hause bleiben. 36% bekamen von ihrer Arbeitgeberin andere Arbeit zugewiesen, und 21% hatten sogar Überstunden zu bewältigen. Homeoffice war nur für 27% der Antwortenden möglich. Die Hygienevorschriften des Seco konnten nur bei 4% der Antwortenden nicht eingehalten werden, während 87% angaben, dass diese eingehalten werden konnten. Zu denken gibt, dass sich ganze 61% der befragten Buchhändlerinnen Sorgen um die Zukunft des Buchhandels machen. Immerhin 33% sind nach wie vor zuversichtlich. (…).

Syndicom, 25.6.2020.
Syndicom > Buchhandel. Meinungsumfrage. Syndicom, 2020-06-24.
Ganzer Text
25.06.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV-Zeitung
Elisa Lanthale
Reinigung
SBB
Volltext
So geht Reinigung in Zukunft. Weil Konkurrenz- und Kostendruck stets grösser werden, aber auch kurzfristige Betriebsumstellungen zunehmen, soll die Reinigung in Zukunft „bedarfsgerecht“ erfolgen – unterstützt durch digitale Hilfsmittel. Wie das geht, zeigt ein Einblick in das Projekt „Cleaning 4.0“ in Biel. Das Reinigungsteam steht auf dem Perron in Biel bereit, auf dem Smartphone-Bildschirm blinkt der Zustand des Zuges in Rot, Orange und Grün: Das WC muss gereinigt werden, die Abfallkübel sind ok, Staubsaugen wäre nötig,... Die Reiniger priorisieren die nötigen Arbeiten, teilen sich auf und machen sich im ankommenden Zug an die Arbeit. «Ziel ist, dass wir genau da reinigen, wo der Impact für die Kunden am grössten ist», erklärt Tobias Strahm, Leiter des SBB-Projekts „Cleaning 4.0“. Der Konkurrenzdruck durch private Firmen ist in der Reinigung extrem hoch, weshalb in den letzten Jahren ständig die Schraube angezogen wurde: Die Cleaning-Teams mussten immer mehr in immer kürzerer Zeit machen. „Dass dieses Prinzip der ‚Zitronenpresse‘ nicht über eine längere Zeit aufgeht, war ein Grundcredo im Projekt“, betont Tobias Strahm. „Cleaning 4.0“ hat den Auftrag, die Qualität und die Effizienz in der Reinigung zu steigern. Damit dies erreicht werden kann, strebt das Projekt eine „bedarfsgerechte“, flexiblere Reinigung an –unterstützt von digitalen Hilfsmitteln. Bislang war es so, dass die Arbeit der Reinigung in einer fixen …).
Elisa Lanthaler
SEV-Zeitung, 25.6.2020.
SEV-Zeitung > Reinigung. SBB. SEV-Zeitung, 2020-06-25.
Ganzer Text
24.06.2020 Schweiz
Personen
Schifffahrt
SEV-Zeitung
Markus Fischer
Coronavirus
Schifffahrt
Volltext
Die Schiffe fahren wieder. Das Dampfschiff „Uri“ fährt täglich Luzern-Flüelen retour. Zurzeit sind zwei SGV-Dampfschiffe im Einsatz, ab Juli drei. Nachdem touristische Fahrten mit Schiffen und Bergbahnen Mitte März vom Bundesrat wegen Covid- 19 verboten wurden, sind sie seit 6.Juni mit Schutzkonzept wieder möglich, so dass die Betriebe in die Sommersaison starten konnten. Das ist für die Angestellten eine gute Nachricht, mussten doch viele im Lockdown Kurzarbeit und Lohneinbussen hinnehmen. „Im Bereich Schifffahrt war in den letzten Wochen das Thema Kurzarbeit sehr zentral“, sagt Gewerkschaftssekretär Michael Buletti, der im SEV für die Branche Schiff zuständig ist. „Die wenigsten Schiffslinien sind bestellter Verkehr, für den die öffentliche Hand Abgeltungen bezahlt. Entsprechend haben alle Unternehmen Kurzarbeit beantragt und von den Kantonen ziemlich schnell bewilligt erhalten. Dies senkt für die Unternehmen die Verluste durch den verspäteten Saisonstart und die bleibenden Schutzmassnahmen. Der SEV versuchte die Lohnfortzahlung während der Kurzarbeit besser zu regeln als gesetzlich vorgesehen. Das ist uns vielerorts gelungen, aber nicht ganz überall.“ Zum Beispiel für die BLS-Schiffsleute vom Thuner- und Brienzersee erreichte der SEV für den April die volle Lohnfortzahlung mitsamt Zulagen, für den Mai 90% mit Zulagen und für den Juni 90% ohne Zulagen. «Weil die Lohnreduktion nur die effektiv (…). 
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 24..6.2020.
Personen > Fischer Markus. Schifffahrt. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
Ganzer Text
24.06.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Peter Moor
SEV
Volltext
Der SEV bietet viele Vorteile. Mit den zunehmenden Lockerungen finden nun wieder Aktionen vor Ort statt. Hier sind ein paar Bilder aus den letzten Wochen aus der ganzen Schweiz. Jetzt ist auch der richtige Moment, um einen Blick auf die Leistungen zu werfen, die der SEV seinen Mitgliedern zu bieten hat. Auch wenn sie allgemein bekannt sind, lohnt es sich doch, sie wieder einmal in Erinnerung zu rufen.
In der letzten Zeitung brachten wir verschiedene Aussagen von Neumitgliedern, die erklärt haben, weshalb sie dem SEV beigetreten sind. Die meisten streichen heraus, dass der SEV ihnen den nötigen Schutz bietet. «Das ist keine Überraschung», findet Giorgio Tuti, Präsident SEV. «Wir haben über 70 Gesamtarbeitsverträge, die stark sind. Sie regeln insbesondere die Arbeitszeit, die Ferien, die Löhne, aber auch die Abläufe bei disziplinarischen Vergehen. Das sind für unsere Mitglieder die wichtigsten Themen.»
Der Organisationsgrad als Stärke des SEV. Dass die GAV, die der SEV ausgehandelt hat, von so hoher Qualität sind, ist kein Zufall. Giorgio Tuti betont gerne, dass sie nicht einfach vom Himmel fallen. „Wir haben gegen 40‘000 Mitglieder. Diese Zahl allein bedeutet aber nicht viel. Der durchschnittliche Organisationsgrad ist viel aussagekräftiger. In der Verkehrsbranche ist nahezu jede und jeder zweite Beschäftigte Mitglied des SEV. In einzelnen Betrieben kitzeln wir die 100%. Es ist klar: Je höher der Organisationsgrad in einem Betrieb, umso stärker sind wir in den Verhandlungen.“ (…).
SEV-Zeitung, 24.6.2020.
Personen > Bologna Vivian. SEV. SEV-Zeitung, 2020-06-24.
Ganzer Text
24.06.2020 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Liegenschaften
SBB
Volltext
SBB Immobilien: Eine Reorganisation in Schieflage. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erhält vermehrt sehr negative Rückmeldungen von Mitarbeitenden bei SBB Immobilien Facility Management bezüglich der laufenden Reorganisation „Silhouette“. Das Personal beklagt sich über fehlende Informationen, fühlt sich übergangen und unter Druck gesetzt. Der SEV kann nicht länger zuschauen!
Die Reorganisation „Silhouette“ bei SBB Immobilien war gut aufgegleist, trotzdem droht sie im Bereich Facility Management nun bereits zu entgleisen. Für den SEV ist aufgrund der Rückmeldungen von Mitarbeitenden klar, dass in verschiedenen Regionen einiges nicht korrekt abläuft. „Wir erhalten aktuell fast täglich neue negative Rückmeldungen von Mitarbeitenden, die sich schlecht informiert und übergangen fühlen. Sie erzählen uns von herablassendem Verhalten und verletzenden Äusserungen seitens Vorgesetzten, von Rückstufungen und dem Druck, diese zu akzeptieren sowie von Klüngelei bei Stellenbesetzungen“, zeigt sich der zuständige SEV-Gewerkschaftssekretär Patrick Kummer besorgt.Die Mitarbeitenden bei Facility Management wurden Anfang Juni per Brief über ihre zukünftige Stelle informiert mit der Aufforderung, diese bis Ende Juni mit Unterschrift zu bestätigen. Eine Stellenbeschreibung wurde den Briefen nicht beigelegt. Viele Betroffene wissen nicht, was genau die Stellenbeschreibung beinhaltet, für die sie mit ihrer Unterschrift zusagen. Einige Mitarbeitende sehen sich auch mit einer (...).
SEV, Medienmitteilung, 24.6.2020.
SEV > SBB. Immobilien. SEV, 2020-06-24.
Ganzer Text
23.06.2020 Schweiz
Keystone
Syndicom

Keystone
Sozialplan
Volltext
Keystone-SDA: Fokus auf die Publizistik. Der Fokus auf das publizistische Kerngeschäft als Nachrichtenagentur ist für Keystone-SDA richtig. Gleichzeitig erwartet die Gewerkschaft Syndicom, dass das Unternehmen seiner sozialen Verantwortung gegenüber den Mitarbeitenden nachkommt. Gerade für einen mit öffentlichen Geldern geförderten Betrieb darf Umbau nie einfach Abbau heissen. Die grossen Verlage als Besitzer der Agentur sind gefordert, zu investieren, statt zu resignieren. Aus medienpolitischer Sicht begrüsst Syndicom die Fokussierung auf das Kerngeschäft von Keystone-SDA. PR und Corporate Production passen nicht zu einer öffentlich geförderten Nachrichtenagentur. Um förderbar zu bleiben und vermehrt förderwürdig zu werden, darf die Unternehmensstrategie gleichzeitig nicht auf reinen Abbaumassnahmen beruhen – umso mehr, als die Nachhaltigkeit der jetzigen Massnahmen unklar ist. Leistungen auszulagern und dann extern einzukaufen, verursacht längerfristig mehr Kosten. Auch ob sich ein Abbau bei Infrastruktur und IT rechnet, ist fraglich. (…).

Syndicom, 23.6.2020.
Syndicom > Keystone. Syndicom, 2020-06-23.
Ganzer Text
23.06.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Peter Moor
Gleisbauer
Lokomotivführer
Porträt
Volltext
Pascal Schneiter fährt beim Léman Express. Er ist auch aktiv gegen die Begrenzungsinitiative, über die das Schweizer Stimmvolk am 27. September abstimmen wird. Auf den Spuren von Pascal Schneiter, vom Gleismonteur zum Lokführer. Der Kassier des LPV Genf, Pascal Schneiter, ist ein Aktivist, der einiges zu bieten hat. Einst war er Gleismonteur, heute führt er den Léman Express. Politisch engagiert er sich gegen die Begrenzungsinitiative, über die wir am 27. September abstimmen. Wir treffen Pascal Schneiter in Genf Cornavin. Anlass dafür ist die Abstimmung vom 17. Mai – wegen der Coronakrise auf den 27. September verschoben – über die Begrenzungsinitiative der SVP. Pascal hat allen Grund, darüber zu reden. Er hat den Schweizer Pass, lebt aber in Frankreich, eine Viertelstunde von Genf entfernt. Er hat kein Verständnis für die Initiative: „Die Mobilität der Menschen zu begrenzen ist utopisch in einer Welt, die sich immer mehr öffnet. Ein Ja zu diesem Begehren wäre ein grosser Fehler. Es bringt nichts, sich zu verbarrikadieren. Unsere Arbeitsbedingungen werden über Gesamtarbeitsverträge geschützt und nicht über die Schliessung der Grenzen.“ Als Lokführer des Léman Express spricht er gerne über die Situation in Genf. „Die Lösung ist ganz einfach: Die Schweizer Lokführer fahren auf dem Schweizer Netz, die französischen Kolleg/innen in Frankreich.“ Sie bleiben jeweils Angestellte der SBB bzw. der SNCF. (…).

SEV-Zeitung, 23..6.2020.
Personen > Bologna Vivian. Lokomotivfuehrer. SEV-Zeitung, 2020-06-23.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden