Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 335

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30.08.2019 Schweiz
Gewerkschaften
Personen
Work
Jonas Komposch
Aktionen
Klimaschutz
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Komposch%20Jonas/Komposch%20Jonas.%20Klimaschutz.%20Gewerkschaften.%20Work%20online,%202019-08-30.pdfSchulterschluss von Gewerkschafts- und Klimabewegung. Kommt jetzt der Klima-Generalstreik? Die Klimajugend hat auf der Suche nach Verbündeten bei den Gewerkschaften angeklopft – und über einen Generalstreik diskutiert. Tote Gletscher, brennender Amazonas, streikende Jugend. Heute kann die Klimakatastrophe niemand mehr ignorieren. Nur die SVP inszeniert sich als Sammelbecken der Klimaleugner. Andere bürgerliche Parteien bibbern nur so vor der „Klimawahl“ und verpassen sich hastig grüne Fassaden. Und trotzdem: ein Durchbruch in der Klimafrage liegt noch in weiter Ferne. Das hat nicht nur mit den hochgesteckten Klimazielen und den einflussreichen Profiteuren der Umweltzerstörung zu tun. Sondern auch damit, dass die Klimaproteste immer noch überwiegend Jugendproteste sind. Schon zu lange ist von der Klimajugend die Rede. Ein politischer Schmähbegriff, der dazu dient, die Notrufe als naiven Kinderkram und das Demonstrieren als pubertäre Beschäftigung abzutun. Doch das könnte sich bald ändern. Denn Klima- und Gewerkschaftsbewegung schmieden an einer Allianz. Dazu Unia-Geschäftsleitungsmitglied Nico Lutz: „Wir stehen schon seit einiger Zeit in Kontakt mit Klimastreikenden und führen Diskussionen.“ Meist handle es sich dabei um ganz praktische Dinge. Zum Beispiel um Tipps und Tricks, wie eine erfolgreiche Grossdemo zustande kommt. Arbeit im Fokus. Ein anderes Beispiel gibt der Landschaftsgärtner und Klimaaktivist Dominik Hauser (21) aus Zürich: „Neben unserer Kooperation mit dem kantonalen Gewerkschaftsbund diskutieren wir mit den Lehrpersonen des VPOD (…).  Jonas Komposch.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Komposch Jonas. Klimaschutz. Gewerkschaften. Work online, 2019-08-30.
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12.04.2019 EU
Gewerkschaften
Personen
Work
Andreas Rieger
EU
Lohnschutz
Volltext
Lohnschutz und EU: Die Aufholjagd. Der politische Kampf um den Lohnschutz tobt in der Schweiz mit offenem Ausgang. Aber die Gewerkschaften haben hier die Nase vorn. Auf dem europäischen Parkett hingegen galt die Debatte lange als verloren: Die EU-Kommission und einzelne Staatschefs der EU forderten unisono den Abbau der flankierenden Massnahmen (FlaM) in der Schweiz. Dann trat mit dem Europäischen Gewerkschaftsbund (EGB) ein neuer Player auf, widersprach und stärkte den Schweizer FlaM den Rücken. Es begann eine spannende Aufholjagd im Europäischen Parlament. Achtungserfolg. Bei der ersten Abstimmung über den Lohnschutz in der Binnenmarktkommission im Januar konnte der süddeutsche FlaM-Gegner und CDUler Andreas Schwab noch triumphieren: Mit 32:0 Stimmen folgte die Kommission seiner Verurteilung des Schweizer Lohnschutzes als „unverhältnismässig einseitig“. Im Februar, bei einer zweiten Abstimmung im Handelsausschuss, war die Sache schon nicht mehr so klar. Eine dritte Abstimmung fand im Plenum des Europäischen Parlaments am 26. März statt. Jetzt unterstützten 264 Abgeordnete ausdrücklich die Schweizer FlaM. Der deutsche Grüne Reinhard Bütikofer hatte einen entsprechenden Antrag gestellt. Ein Streichungsantrag, der die Schweizer FlaM nicht kritisieren wollte, erreichte 302 von 330 Stimmen. Dahinter standen die Fraktionen der Grünen, der Linken, der SP. „Ein gewerkschaftlicher Achtungserfolg“, konstatierte die NZZ zähneknirschend. Dranbleiben. (…).
Andreas Rieger.
Work online, 12.4.2019.
Personen > Rieger Andreas. EU. Gewerkschaften. Lohnschutz. Work online, 2019-04-12.
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18.01.2019 Indien
Gewerkschaften
Personen
Work
Michael Stötzel
Streik
Volltext
Indien: 200 Millionen gegen Premierminister Modi. Grösster Streik der Geschichte. Von Landarbeiterinnen bis zu Angestellten in Atomkraftwerken: 48 Stunden lang zeigten sie alle, was sie von Indiens Regierung halten. Zehn der zwölf grossen Gewerkschaftsverbände Indiens hatten zum zweitägigen Ausstand am 8. und 9. Januar aufgerufen. Sie konnten Arbeiterinnen und Arbeiter in allen Industrie- und Dienstleistungsbranchen mobilisieren. Unabhängige Angestelltenorganisationen schlossen sich ihnen an, zum Beispiel von Atomkraftwerken. Strassenverkäuferinnen oder Taxifahrer aus dem informellen Sektor machten mit. In diesem arbeiten nach einer Schätzung des Internationalen Gewerkschaftsbundes (ITUC) 90 Prozent der Inderinnen und Inder. Und Bauernverbände, die den zwei kommunistischen Parteien nahestehen, hatten erklärt, auch das ländliche Indien lahmzulegen. So kam der Rekordstreik zustande: Um die 200 Millionen beteiligten sich an Demonstrationen; Fabrik-, Verwaltungs- und Schulschliessungen oder Verkehrsblockaden im ganzen Land. Die konservative „Times of India“, die grösste englischsprachige Zeitung des Landes, berichtete von nur einem grösseren Zusammenstoss zwischen Streikenden und Polizei. Im Bundesstaat Rajasthan wurden bei der versuchten Besetzung einer japanischen Fabrik 22 Polizisten und 50 Arbeiter verletzt. Mindestlohn & Mindestrente. Hauptforderung des Megastreiks war die Rücknahme eines von der regierenden hindu-nationalistischen BJP bereits verabschiedeten neuen Gewerkschaftsgesetzes, das die Organisierung der Beschäftigten in den Betrieben (…). Michael Stötzel.
Work online, 18.1.2019.
Personen > Stötzel Michael. Indien. Streik. Work online, 2019-01-18
29.11.2018 Griechenland
Armut
Generalstreik
Gewerkschaften

Armut
Existenzgrundlage
Generalstreik
Volltext
Wut auf Armutsdiktat. Griechenland: Generalstreik gegen neuen Haushaltsplan der Regierung. Protest zeigt den wahren Zustand des Landes. Ein Generalstreik legte am Mittwoch das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahm. Der Protest gegen den neuen Haushaltsplan der Regierung unter Alexis Tsipras zeigt, dass sich die Lage der Griechen seit dem in Brüssel mit falschem Optimismus verkündeten Ausstieg aus dem sogenannten Hilfsprogramm der EU-Kommission nicht einen Deut gebessert hat. Die Masse der elf Millionen Griechen steht auch in diesem Winter unter schwerem finanziellen Druck. Die meisten Wohnungen in den Großstädten werden unbeheizt bleiben, für Nahrung und Kleidung werden die Menschen in den kommenden Monaten noch weniger ausgeben können als in den Vorjahren. Zum Widerstand aufgerufen hatten alle Dachverbände der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und der Privatwirtschaft. Auch die Kommunistische Partei (KKE) sowie der kommunistische Gewerkschaftsverband PAME (Militante Arbeiterfront) forderten die Bevölkerung auf, ihren Zorn auf die Straße zu tragen. Alle öffentlichen Transporte, einschliesslich der Fährschiffe zu den Inseln, stellten ihren Betrieb für 24 Stunden ein. In Athen konzentrierte sich der Protest auf den zentralen Syntagma-Platz vor dem Parlament und den Omonia-¬Platz, wo Tausende Menschen die Anhebung des Mindesteinkommens auf 750 Euro verlangten. Der Mindestlohn war in den vergangenen Jahren im Rahmen des von Brüssel verhängten Massnahmen auf unter 600 Euro im Monat gedrückt worden. (…).
Junge Welt, 29.11.2018.
Junge Welt > Griechenland. Generalstreik. Armut. Junge Welt, 2018-11-29.
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13.09.2018 Polen
Amazon GmbH
Gewerkschaften
WOZ

Amazon GmbH
Arbeitsbedingungen
Volltext
Wichtiger als der Lohn von Jeff Bezos. Eine kleine Basisgewerkschaft kämpft in Polen für faire Arbeitsbedingungen bei Amazon, Volkswagen und anderen ausländischen Konzernen. Zwei AktivistInnen erzählen. Roman Lupinski ist müde. Seit vier Jahren arbeitet der 45-Jährige beim Online- und Versandgiganten Amazon im westpolnischen Poznan. Zusammen mit rund 4000 Festbeschäftigten und etwa 1700 ZeitarbeiterInnen an diesem Standort, einem von fünf Amazon-Lagern in Polen. Doch nicht nur die schwere Arbeit ermüdet. Zusätzlich ist er aktiver Gewerkschafter. Und das bedeutet an der Weichsel einen Kampf sondergleichen. „Der Schutz von Gewerkschaftern ist in Polen kaum mehr als eine Illusion“, sagt Lupinski. Der Aktivist, der schon früher Erfahrungen bei Streiks machte, sitzt heute im kleinen Büro der vor zehn Jahren gegründeten Gewerkschaft namens Arbeiter-Initiative (Inicjatywa Pracownicza, kurz: IP) im Zentrum der Stadt. Nachdem der Firmenleitung bekannt geworden war, dass Lupinski Gewerkschafter ist, wurde er an einen Arbeitsplatz versetzt, an dem er weniger Kontakt mit den MitarbeiterInnen hat. Ein Gegenmodell. „Amazon treibt die Ausbeutung der Beschäftigten immer weiter voran, andere Unternehmen orientieren sich am Konzern“, sagt Lupinski, der bei der IP seit ihrer Gründung aktiv ist. Lange Zeit war der heutige Lagerarbeiter arbeitslos, hat später sieben Jahre in Irland gearbeitet. „In Polen sind die Löhne noch geringer, die Arbeitsbedingungen schlechter, und die Arbeit ist schwerer.“ Dann schiebt er kämpferisch nach: „Wenn es uns gelingt, bei Amazon die Lage zu verbessern, dann gelingt es uns auch in (…).
WOZ, 13.9.2018.
WOZ > Polen. Gewerkschaften. Amazon. WOZ, 2018-09-13.
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18.07.2018 Algerien
Gewerkschaften
WOZ

Gewerkschaften
Streik
Volltext
Wer protestiert, wird angeklagt. ArbeiterInnen mehrerer Branchen gehen im Maghrebstaat für menschenwürdige Arbeitsbedingungen auf die Strasse. Die Behörden reagieren vor allem mit Repression. „Wir befinden uns in einer Krise, die jederzeit explodieren kann“, sagt Rachid Malaoui, Präsident des staatlich nicht anerkannten Gewerkschaftsbunds Confederation generale autonome des travailleurs en Algerie. Derzeit protestieren in Algerien viele der 87‘000 Angestellten des staatlichen Elektrizitäts- und Gasunternehmens Sonelgaz. Es ist das zweitgrösste Unternehmen Algeriens nach der ÖIförderfirma Sonatrach. Für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen seit Monaten auch die AssistenzärztInnen, die Gemeindeangestellten, das Lehrpersonal, die Armeeveteranen, die StudentInnen der Pharmazie. „Die Bevölkerung ist wütend“, sagt Yamina Maghraoui, Frauenpräsidentin der unabhängigen Gewerkschaft des staatlichen Verwaltungspersonals. Der niedrige Ölpreis habe die schlechten Arbeitsbedingungen allgemein verschärft. Zahlreiche Aushilfskräfte, darunter viele Frauen, verdienten bei befristeten Arbeitsverträgen nur achtzig Euro im Monat, die Hälfte des Mindestlohns. Und vier Fünftel der HochschulabgängerInnen müssten sich von Praktikum zu Praktikum hangeln, ohne je fest angestellt zu werden. In Algerien sind 4,5 der 11 Millionen Beschäftigten im informellen Sektor tätig. Algerien hat mehrere internationale Konventionen zu Gewerkschaftsfreiheiten und den Menschenrechten ratifiziert. (…). Annegret Mathari.
WOZ, 18.7.2018.
WOZ > Algerien. Streik. WOZ, 2018-07-19.
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29.06.2018 England
EU
Gewerkschaften
Personen
Work
Andreas Rieger
EU
Gewerkschaften
Volltext
Brexit: In der Falle. 52 Prozent der Britinnen und Briten haben in der Volksabstimmung vor zwei Jahren den Austritt aus der EU beschlossen. Seither steckt die Politik in der Falle. Kein Weg vorwärts ist gangbar. Ein Brexit mit harten Grenzen für Waren und Personen wird die Wirtschaft strangulieren. Ein weicher Brexit ohne Grenzen für Waren gegenüber der EU ist für die Rechtspopulisten in der regierenden konservativen Partei inakzeptabel. Ministerpräsidentin Theresa May würde wohl stürzen und Grossbritannien führungslos auf den Austrittstermin vom Frühling 2019 zuschlittern. Aber auch ein Weg zurück ist kaum möglich. Eine zweite Abstimmung über den EU-Austritt würde das Land gänzlich spalten. Wie diese ausgehen würde, ist zudem völlig offen. Hoffnung auf Labour. Die Gewerkschaften sehen schwarz. „Bereits jetzt stagnieren die Löhne. Die Unternehmer investieren weniger und bereiten Verlagerungen vor“, sagt Simon Dubbins, Internationaler Sekretär der Multibranchenorganisation Unite. Mit dem Brexit werden ¬zudem Schutzbestimmungen für Arbeitnehmende wegfallen. Viele Rechte von Arbeitnehmenden und Migrierenden gründen auf EU-Richtlinien. „Die regierende Mehrheit wird viele dieser Errungenschaften nicht ins neue britische Recht übernehmen.“ Umso mehr hofft Dubbins, dass bei den kommenden Wahlen die Labour-Partei unter der Führung des linken Jeremy Corbyn gewinnen wird. „Damit könnten wir die Rechte der Arbeitnehmenden und der Eingewanderten sichern.“ Ob eine Labour-Mehrheit aber (…). Andreas Rieger.
Work online, 29.6.2018.
Personen > Rieger Andreas. EU. Gewerkschaften. Work online, 2018-06-29.
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27.04.2018 Schweiz
Gewerkschaften
Personen
Work
Ralph Hug
Gewerkschaftsrechte
Hausfriedensbruch
Volltext
Wegweisendes Urteil über das Recht des Zutritts in Betriebe: Gewerkschaften dürfen rein. Nix Hausfriedensbruch: Firmen müssen die Gewerkschaften in die Betriebe lassen! Das hat das Bundesgericht entschieden. Ein klares Urteil. Das war dicke Post für die Tessiner Personalverbände: Im November 2011 beschied ihnen der Kantonsregierungen, dass der Zugang zu den kantonalen Gebäuden zwecks gewerkschaftlicher Tätigkeit „grundsätzlich verboten“ sei. Für Raoul Ghisletta vom Tessiner Gewerkschaftsbund war schon damals klar: „Ein Racheakt.“ Denn ein Jahr zuvor hatte der VPOD Flugblätter gegen die Einführung des Leistungslohns verteilt. Prompt lehnten die Stimmberechtigten die Vorlage ab. Der VPOD sagte: „Was der Kanton hier macht, ist verfassungswidrig.“ Die Gewerkschaft, der christliche Verband OSCT und der Tessiner Beamtenverband fochten den Erlass an. Juristen einig. Mit guten Gründen. Schon vor fünfzehn Jahren hielt Anwalt Arthur Andermatt, der Rechtsexperte des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) für solche Fragen, in einem Fachartikel fest: „Die Gewerkschaften dürfen in die Betriebe.“ Dies ergebe sich aus dem Koalitionsrecht der neuen Bundesverfassung. Es sei wichtig, dass die Gewerkschaften ihre Mitglieder am Arbeitsplatz aufsuchen und informieren könnten. Nur so könne Sozialpartnerschaft überhaupt funktionieren. (…) Ralph Hug.
Work online, 27.4.2018.
Personen > Hug Ralph. Gewerkschaftsrechte. Work online, 2018-04-27.
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29.03.2018 Frankreich
Gewerkschaften
Personen
Work
Oliver Fahrni
Demonstration
Gewerkschaften
Volltext
Massendemos und Streiks in Frankreich. Aufstand gegen Macron. Hunderttausende gehen gegen Präsident Macron auf die Strasse. Und die Eisenbahner streiken. Für viele ist es der "Aufstand der letzten Chance". Über Frankreich hängt das soziale Ressentiment seines Präsidenten wie ein giftiger Nebel. Wann immer er oder einer seiner Minister das Wort ergreift, hört Frankreich, wer schuld hat, am Zustand des Landes: Die Armen. Die Arbeitslosen. Die ¬Beamten. Die Gewerkschaften. Die Flüchtlinge. Die Alten. Die Faulen. Die Eisenbahner und ihre Privilegien. Die Liste ist nicht abschliessend. Die Firma Frankreich. Die Macronisten sehen Frankreich als Firma. Seit zehn Monaten sind sie daran, die "Macron Company" für die Besitzenden profitabler zu machen. Macrons erste Baustelle war das Arbeitsrecht. Er schleifte im vergangenen Jahr den Kündigungsschutz und die 35-Stunden-Woche, stutzte die Rechte der Gewerkschaften und öffnete prekären Jobs Tür und Tor. Der Widerstand gegen die "Reform" brach zusammen, weil der grosse ¬sozialdemokratische Gewerkschaftsbund CFDT und die Dachorganisation Force ¬Ouvrière (FO) aus der Gewerkschaftsfront ausscherten. Das war Macrons Methode geschuldet. Er liess die Gewerkschaften einzeln zu "Konsultationen" empfangen. Jede bekam nur Bruchstücke des neuen Gesetzes zu sehen. Der Präsident verordnete es per Dekret. Hier war schon alles (…). Oliver Fahrni.
Work online, 29.3.2018.
Personen > Fahrni Oliver. Frankreich. Demonstration. Work online, 2018-03-29.
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23.03.2018 Frankreich
Gewerkschaften
Junge Welt

Privatisierung
Streik
Im Zeichen des Zorns. In Frankreich demonstrieren 200'000 Menschen gegen Zerstörung und Privatisierung der öffentlichen Dienste. Mehr als 200'000 Menschen haben am Donnerstag in allen grossen französischen Städten gegen die "Reformen" des neoliberalen Staatschefs Emmanuel Macron demonstriert. Macron und sein rechtskonservativer Ministerpräsident Édouard Philippe wollen in den nächsten vier Jahren mehr als 120'000 Stellen im öffentlichen Dienst streichen. Die mit 50 Milliarden Euro verschuldete staatliche Eisenbahngesellschaft SNCF soll in eine Aktiengesellschaft umgewandelt werden, die "Cheminots" (Eisenbahner) sollen ihren Beamtenstatus verlieren, der sie bisher vor Entlassung aus "wirtschaftlichen Gründen" schützte. Die Gewerkschaften kämpfen zum ersten Mal seit zwei Jahren wieder als "vereinigte Bewegung" gegen die Regierung. Geschlossen zeigten sich nach ihrer bösen Wahlniederlage im Mai und Juni des vergangenen Jahres auch die verschiedenen Lager der politischen Linken. Kommunisten, die "Neue Antikapitalistische Partei" (NPA), Kader der Bewegung "La France insoumise" (Unbeugsames Frankreich) mit Jean-Luc Mélenchon und die Führung des von politischer Bedeutungslosigkeit bedrohten Parti Socialiste (PS) marschierten am Nachmittag gemeinsam in dem langen Pariser Demonstrationszug. Macron hatte vor einigen Tagen erklärt, er sehe "bisher keinen Zorn im Volk". Der Wortführer des NPA, Olivier Besancenot, erwiderte vor Kameras: "Nun, er wird ihn ab heute erleben!" An den von teilweise (…).
Junge Welt, 23.3.2018.
Junge Welt > Frankreich. Gewerkschaften. Streik. Junge Welt, 2018-03-23.
Ganzer Text
15.03.2018 Frankreich
Gewerkschaften
Vorwärts

Gewerkschaften
Streik
Volltext
Streikwelle in Frankreich? Georg Polikeit. Der französische Staatspräsident Macron hat Ende Februar die Refonn der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF angekündigt. Die Gewerkschaften laufen Stunn. Steht Frankreich vor einer neuen Protestwelle mit umfassenden Streiks der EisenbahnerInnen? Der angeblich "weder rechts noch link"» verortete, aber in der Praxis eindeutig neoliberalen Rezepten folgende Staatschef Macron, will nach der im vergangenen Jahr durchgezogenen Reform des Arbeitsrechts nun mit der Reform der staatlichen Eisenbahngesellschaft SN CF einen weiteren, grossen Schritt beim "Umbau Frankreichs" im Sinne der von ihm anvisierten neoliberalen "Modernisierung" tun. Dass das französische Eisenbahnwesen reformbedürftig ist, wird auch von Gewerkschaften und Linksparteien nicht bestritten. Sie kritisieren seit Jahren, dass zu wenig Geld für die Reparatur und Modernisierung des maroden Schienennetzes und Wagenparks aufgewendet wird. Aber die SNCF-Reform der Regierung geht in die entgegengesetzte Richtung. Angeblich sind die französischen Staatseisenbahnen im Vergleich zu anderen EU -Staaten kostenmässig erheblich teurer, was zu einer immer hö¬heren Verschuldung führe. Deshalb wird mit dem neuen "Eisenbahnpakt" vor allem eine "Steigerung der Produktivität" des Unternehmens durch noch stärkere Konzentration auf wirklich gewinnbringende Aktivitäten angestrebt, bei gleichzeitigen Sparmassnahmen in anderen Bereichen. Die Regierung folgt damit im Wesentlichen einem Bericht, (…).
Vorwärts, 15.3.2018.
Vorwärts > Frankeich. Gewerkschaften. Streik. Vorwärts, 2018-03-15.
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23.02.2018 Spanien
Gewerkschaften
Junge Welt

Gewerkschaften
Meinungsfreiheit
Repression
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Junge%20Welt/Spanien.%20Repression.%20Gewerkschaften.%20Junge%20Welt,%202018-02-23.pdfStärker als die Repression. Spanien: Gewerkschafter und Sänger im Gefängnis, Kunstwerke zensiert. Kritik von Amnesty International. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International stellt Spanien in ihrem am Donnerstag veröffentlichten Jahresbericht ein verheerendes Zeugnis aus. Die Behörden des Königreichs hätten das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit für Unterstützer einer Unabhängigkeit Kataloniens „unverhältnismässig eingeschränkt“, heisst es gleich im ersten Satz des Spanien gewidmeten Kapitels. Die Sicherheitskräfte seien etwa während des verbotenen Referendums in Katalonien am 1. Oktober mit übermässiger Gewalt gegen Demonstranten vorgegangen, die Polizeioperationen passiven Widerstand entgegengesetzt hätten. Amnesty kritisiert auch die Prozesse gegen Dutzende Personen wegen „Befürwortung des Terrorismus“ und „Beleidigung der Opfer“. Erst am Dienstag hatte der Oberste Gerichtshof Spaniens eine Haftstrafe von dreieinhalb Jahren gegen den mallorquinischen Rapper José Miguel Arenas Beltrán alias „Valtonyc“ bestätigt. Der 24jährige hatte in seinen Liedern mit drastischen Formulierungen unter anderem den ehemaligen König Juan Carlos und führende Politiker der spanischen Rechtsparteien attackiert. Unter anderem sang er in offenkundiger Anspielung auf den militanten Widerstand: „Lasst sie so sehr Angst bekommen wie einen Polizisten im Baskenland.“ Doch Repression gibt es in Spanien natürlich nicht. Deshalb liessen die Organisatoren der Kunstmesse ARCO in Madrid (…).
Junge Welt, 23.2.2018.
Junge Welt > Spanien. Repression. Gewerkschaften. Junge Welt, 2018-02-23.
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19.02.2018 Brasilien
Gewerkschaften
Junge linke Alternative

Altersrente
Streik
Volltext
Montag blaumachen. Streiks in ganz Brasilien gegen geplante Rentenkürzung durch Temer-Regierung. Die startet in Rio eine Militärintervention als Ablenkungsmanöver. Bereits zehnmal verschoben ist nicht aufgehoben. Oder doch? Ab Dienstag sollten im Unterhaus des Kongresses in Brasília die Beratungen über tiefe Einschnitte in die Sozialversicherung beginnen. Die Beschlussfassung über die Verfassungsänderung war für den 28. Februar vorgesehen. Es handelt sich um eines der zentralen Projekte der Regierung von Michel Temer und ihres Lagers im Kongress. Damit sollen vor allem die Ausgaben für Renten gedrückt werden. Weil es bisher nicht gelang, die dafür nötigen 308 Abgeordneten zusammenzutrommeln, geriet das Vorhaben zur Hängepartie. Damit es doch noch über die Bühne geht, wurde gefeilscht, wurden Details der Novelle frisiert. Und mit einer kostspieligen Werbekampagne wurde landesweit die „Reforma da Previdência“ als Ei des Kolumbus angepriesen. Es ginge bei ihr doch nur, wurde propagiert, um das Abschneiden alter Zöpfe im System. Das Vorhaben treffe lediglich Schmarotzer, die sich nach einem kurzen Arbeitsleben früh in eine üppige Pension verabschiedeten. Doch um das Image der Sparpläne steht es weiter schlecht, die grosse Mehrheit der Bevölkerung lehnt sie nach Umfragen ab. Ausgerechnet dieses Establishment soll sich an ungerechtfertigten Privilegien stören – das nimmt der Brasilianer auf der Strasse ohnehin nicht für bare Münze. Was mit der Notwendigkeit begründet wird, die Kassen zu sanieren, würde für Millionen (…).
Junge Welt, 19.2.2018.
Junge Welt > Brasilien. Streik. Altersrente. Junge Welt, 2018-02-19.
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15.02.2018 Frankreich
Gewerkschaften
Vorwärts

Arbeitsrecht
Gewerkschaften
Volltext
Macrons Angriff auf die Arbeitenden. Der französische Präsident Emmanuel Macron setzte seine neoliberale Arbeitsrechtsreform aus einer Position der Stärke durch. Der schwache Protest dagegen konnte sie nicht verhindern. Nun Ist es zu einer EntlassungsweIle gekommen. Tausende verloren den Job. Es war ein schwieriger Start ins neue Jahr für den französischen Arbeitsmarkt. Am 9. Januar kündigte die Groupe PSA, der zweitgrösste Autobauer in Europa, an, 2‘200 Stellen in ganz Frankreich zu streichen. Kurze Zeit später erklärte das Detailhandelsunternehmen Carrefour, 2‘400 Jobs zu vernichten, während das Modeunternehmen 200 Stellen abbaute. Diese Kahlschläge waren eine Erinnerung daran, dass Präsident Emmanuel Macron gerade eben die umfassendste Arbeitsrechtsreform seit einer Generation durchgesetzt hatte. Nachdem die Proteste, die von den Gewerkschaften organisiert worden waren, im letzten Herbst verstummt waren, haben die Arbeitgeberlnnen begonnen, die neuen Regeln auszunutzen: PSA setzte mehr als die Hälfte des Stellenabbaus mit einer Massnahme durch, die gesetzliche Einschränkungen bei Kündigungen lockert. Auch Pimkie ging diesen Weg. Auf kleinerem Niveau hat die Tageszeitung „Le Figaro“ vor, 40 Stellen zu streichen durch das neue Prozedere. Besonders der Kahlschlag bei der Pariser Groupe PSA sticht hervor, die Autos unter den Marken Peugeot und Citroen produziert und erst vor einem Jahr die Marke Opel von General Motors für 2,2 Milliarden Euro gekauft hatte. 2017 erzielte das Unternehmen (…).
Vorwärts, 15.2.2018.
Vorwärts > Frankreich. Arbeitsrecht. Gewerkschaften. Vorwärts, 2018-02-15.
Ganzer Text
14.02.2018 Deutschland
Gewerkschaften
Junge Welt

Streik
Volltext
Für eine kämpfende Gewerkschaft. Die Interessenvertreter der abhängig Beschäftigten stehen unter Druck. Es ist höchste Zeit für einen Kurswechsel – ein Aufruf. Die Lage einer wachsenden Zahl von Beschäftigten wird immer prekärer. Gewerkschaftliche Politik erweist sich in der heutigen Form als zunehmend hilflos, von den Bedrohungen auf ökologischer Ebene oder dem Abbau demokratischer Rechte noch ganz abgesehen. Auch die Gewerkschaften selbst kommen immer häufiger unter Druck. So ist es nicht verwunderlich, dass auch aus dem Apparat Stimmen lauter werden, die eine Änderung des aktuellen Kurses fordern. Es dürfte vor allem die Sorge um die Handlungsfähigkeit und die Zukunft ihrer Organisation sein, die am 21. Oktober 2017 ca. hundert Funktionäre vor allem aus der IG Metall veranlasst hat, mit sieben Thesen eine Kurskorrektur anzumahnen. Sie sprechen sich für eine offensive Gewerkschaftspolitik aus, die den Interessengegensatz zwischen Kapital und Arbeit zum Ausgangspunkt nimmt. Es sollen zweimal im Jahr Vernetzungstreffen stattfinden. Eine begrüssenswerte Initiative. Es ist gut und verdient die Solidarität aller, die starke durchsetzungsfähige Gewerkschaften erhalten oder schaffen wollen, dass dieser notwendige Diskussionsprozess endlich angestossen wurde. Auch die Konferenz von „Organisieren–Kämpfen–Gewinnen“ (OKG, www.organisieren-gewinnen.de), die Ende Oktober mit ca. 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz unterschiedlichen Branchen stattfand, ist ein Fortschritt. Diese Kolleginnen (…).
Junge Welt, 14.2.2018.
Junge Welt > Streik. Gewerkschaften. Junge Welt, 2018-02-14.
Ganzer Text
20.01.2018 Deutschland
Gewerkschaften
Junge Welt

Gewerkschaften
Mitgliederbewegung
Volltext
Wieder weniger Gewerkschafter. Keine sechs Millionen mehr im DGB. Politisch behält der Verband den Kurs bei – den der SPD-Spitze. Die im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierten Verbände haben erneut an Mitgliedern verloren. Das teilte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann am Freitag beim Jahresauftakt des Dachverbands in Berlin mit. Demnach waren Ende 2017 noch 5,995 Millionen Menschen in einer der acht DGB-Gewerkschaften organisiert, etwa 52‘000 weniger als im Jahr zuvor. Ein weiteres bedeutendes Thema der Pressekonferenz: Der Gewerkschaftsbund rät Union und SPD dazu, Koalitionsverhandlungen aufzunehmen. „Natürlich hätte ich mir nach wie vor eine Mitgliederzahl mit einer Sechs am Anfang gewünscht“, sagte Hoffmann. Doch nach wie vor sei der DGB die mitgliederstärkste Organisation der Bundesrepublik. 850 Menschen würden die ihm angehörenden Einzelverbände jeden Tag aufnehmen. „Wir lassen uns von der Entwicklung nicht irritieren, wenngleich wir nicht zufrieden sind“, so der DGB-Vorsitzende. Hintergrund des Mitgliederrückgangs sei einerseits das hohe Alter vieler Gewerkschaftsmitglieder. Einige würden mit dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben auch aus der Gewerkschaft austreten. Zudem seien die DGB-Verbände zwar sehr gut darin, Jugendliche in einer dualen Ausbildung zu erreichen. Doch etwa 50 Prozent der Heranwachsenden würden nach der Schule ein Studium aufnehmen. Mit ihnen Kontakt herzustellen, falle den Gewerkschaften bisweilen schwer. Hinzu (…).
Junge Welt, 20.1.2018.
Junge Welt > Gewerkschaften. Mitgliederbewegung. Junge Welt, 2018-01-20.
Ganzer Text
15.01.2018 Griechenland
Gewerkschaften
Junge Welt
Syriza

Demonstration
Streik
Volltext
Lautstark gegen Tsipras. Griechische Regierung peitscht Einschränkung des Streikrechts durch das Parlament. Tausende protestieren. Das Parlament in Athen hat am Montag über einen Gesetzentwurf der Regierung debattiert, durch den das Streikrecht in Griechenland eingeschränkt werden soll. Nachdem bereits im Dezember und in der vergangenen Woche Tausende Menschen gegen die Novelle protestiert hatten, legte ein weiterer Generalstreik der Gewerkschaften das öffentliche Leben in vielen Städten des Landes weitgehend lahm. Der Antrag der aus der Linkspartei Syriza von Ministerpräsident Alexis Tsipras mit der nationalistischen Anel gebildeten Regierungskoalition sieht vor, dass die Gewerkschaften künftig für einen Streikbeschluss die Zustimmung von mindestens 51 Prozent aller regelmässig zahlenden Mitglieder einholen müssen, die zudem bei der Abstimmung persönlich anwesend sein müssen. Bisher genügte bei der Abstimmung die Anwesenheit von einem Drittel der Mitglieder, bei einer zweiten oder dritten Abstimmungsrunde mussten sogar nur noch 20 Prozent anwesend sein. Die Arbeiterorganisationen sehen deshalb ihre Flexibilität gefährdet und fürchten um ihre Druckmittel. Die Gesetzesnovelle soll den Abschluss des dritten Kreditprogramms ermöglichen, das Athen von der sogenannten Troika aus EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds diktiert wurde. Die Einschränkung des Streikrechts ist eine von 60 Forderungen der Gläubiger, die bis zum Frühjahr umgesetzt werden sollen. Daran hängt (…).
Junge Welt, 15.1.2018.
Junge Welt > Griechenland. Demonstration. Streik. Junge Welt, 2018-01-15.
Ganzer Text
15.01.2018 Deutschland
Gewerkschaften
Junge Welt

Streikrecht
Volltext
Kollision in Karlsruhe. Streikverbot für Beamte widerspricht internationalem Menschenrecht. Am Mittwoch wird das Bundesverfassungsgericht darüber diskutieren, wie dieser Konflikt aufzulösen ist. Als „Vater des Berufsbeamtentums“ gilt der preussische Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. Während des Kaiserreichs, bis zur Revolution von 1918, war Beamten schon die blosse Mitgliedschaft in einer Gewerkschaft verboten. Die Weimarer Reichsverfassung gewährte ihnen in Artikel 130 zwar die „Vereinigungsfreiheit“, das Streikrecht – das in der Regel aus der Koalitionsfreiheit abgeleitet wird – mochte man ihnen jedoch nicht zugestehen. Seit Jahrzehnten ist den Gewerkschaften das Streikverbot für Beamte ein Dorn im Auge. Vor allem bei Tarifauseinandersetzungen in den Bundesländern – wo das Gros der fast 1,7 Millionen Beamten angestellt ist – bereitet es Verdi, GEW und Co. Probleme. In Schulen, aber auch in Verwaltungen und anderswo können die verbeamteten Beschäftigten stets nur symbolisch ihre Solidarität mit den gewerkschaftlichen Forderungen bekunden, obwohl auch ihre eigenen Arbeitsbedingungen und ihre Besoldung indirekt von den Ergebnissen der Tarifverhandlungen abhängen. Das soll sich nun ändern. Am Mittwoch wird sich das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe in einer mündlichen Anhörung mit dem Thema befassen. Viele Jahre haben es die Gewerkschaften vermieden, den Konflikt durch die Instanzen zu klagen. Zu gering waren die Erfolgsaussichten in Anbetracht einer vorherrschenden Auffassung der Rechtsgelehrten, die sich auch (…).
Junge Welt, 15.1.2018.
Junge Welt > Streik. Streikrecht. Junge Welt, 2018-01-15.
Ganzer Text
15.12.2017 Griechenland
Gewerkschaften
Junge Welt

Gewerkschaften
Streik
Volltext
Nicht leben wie Sklaven. Zehntausende streiken in Griechenland. Verkehr kommt zum Stillstand. Regierung will nicht nachgeben. Am gestrigen Donnerstag haben Beschäftigte aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen in Athen, Thessaloniki und anderen Städten Griechenlands ihre Arbeit niedergelegt. Sie wollen damit ein Zeichen gegen die anhaltende Kürzungspolitik der Regierung setzen. Laut „dpa“ schätzt die Polizei, dass allein in Athen mehr als 20‘000 demonstrierten. Initiiert wurde der Protest von den grössten Gewerkschaftsverbänden des Landes im öffentlichen Dienst (ADEDY) und in der Privatwirtschaft (GSEE). Auch die kommunistisch orientierte Gewerkschaftsfront PAME sowie kleinere Bündnisse und Organisationen hatten zum Ausstand aufgerufen. Es war der 45. Streik dieser Art seit Beginn der Wirtschaftskrise vor knapp sieben Jahren. Neben der Abwendung weiterer Lohnkürzungen und Steuererhöhungen im Rahmen des dritten „Hilfspakets“ der internationalen Gläubiger standen am gestrigen Tag vor allem die Arbeiterrechte im Mittelpunkt: „Was uns alle an diesem Tag eint, ist der Unmut über die geplanten Einschränkungen des Streikrechts“, erklärte Dimitris, ein junger Aktivist der Kommunistischen Partei Griechenlands (KKE), bei einer Kundgebung im Stadtzentrum Thessalonikis gegenüber JW. Zwar sei die Gesetzesinitiative, die eine Mindestbeteiligung von 51 Prozent der Angestellten als Voraussetzung für eine rechtliche Anerkennung von Streiks durchsetzen will, nach heftiger Kritik der Opposition vorerst vom Tisch, dennoch müsse man (…).
Junge Welt, 15.12.2017.
Junge Welt > Griechenland. Streik. Junge Welt, 2017-12-15.
Ganzer Text
07.12.2017 Frankreich
Gewerkschaften
Vorwärts

Aktionstag
Gewerkschaften
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Kein Nachlassen. Erneut hat ein landesweiter Gewerkschaftsaktionstag In Frankreich stattgefunden. Hunderttausende Menschen haben die Arbeit niedergelegt und sind gegen die Arbeitsrechtsreform der Macron-Regierung auf die Strasse gegangen. In den bürgerlichen Medien wurde er beflissen klein geschrieben und von einem „Misserfolg“ geredet. Weil der vierte landesweite gewerkschaftliche Aktionstag in Frankreich seit am Amtsantritt von Staatspräsident Macron am 16. November nicht die gleichen hohen Teilnehmerinnenzahlen erreicht hat wie auf dem Höhepunkt der sozialen Bewegungen in den Jahren 2015 und 2016. Aber ganz übergehen konnte man die Aktionen doch nicht. Gewerkschaftsfront ausgeweitet. Immerhin konnte die Front der beteiligten Gewerkschaften darauf verweisen, dass in 172 grösseren und kleineren Städten Frankreichs an diesem Tag wieder mehrere hunderttausend Menschen die Arbeit niedergelegt haben und auf die Strasse gegangen waren, um den Widerstand gegen die von Macron und seiner Regierung durchgepaukte „Arbeitsrechtsreforrn“ und generell gegen die von ihnen betriebene neoliberale Politik erneut zu bekunden. Dabei hatte sich die Front der beteiligten Gewerkschaften ausgeweitet. Ursprünglich von den links orientierten Gewerkschaften CGT und Solidaires initiiert, hatten sich dem Aufruf zu gemeinsamen Aktionen nicht nur wie bisher StudentInnen - und Jugendverbände sowie die FSU-Gewerkschaft der Beschäftigten des Bildungswesens angeschlossen. Erstmals seit dem (…).
Vorwärts, 7.12.2017.
Vorwärts > Frankreich. Gewerkschaftern. Aktionstag. Vorwärts, 2017-12-07.
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17.11.2017 Bulgarien
Gewerkschaften
Personen
Work
Andreas Rieger
Löhne
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Bulgarische Löhne. Teufelskreis. Gegen 10‘000 Demonstrierende verlangten am 31. Oktober in Sofia, der Haupts Bulgariens: „Löhne rauft“ Sie wollen eine generelle Erhöhung von rund 50 Euro für alle. Das sind plus 10 Prozent auf den Durchschnittslöhnen und plus 20 Prozent auf die Tiefstlöhne. In Bulgarien beträgt der gesetzliche Mindestlohn pro Stunde gerade mal 1,42 Euro, also 230 Euro im Monat. Nirgends in Europa ist er tiefer. Um eine Familie in Bulgarien zu ernähren, braucht es nach Berechnungen der Kampagne für eine anständige Bekleidungswirtschaft, Clean Clothes, vier bis fünf solcher Mindestlöhne! Selbst die NZZ spricht von „Hungerlöhne“. Für die Bekleidungsbranche ist Bulgarien ein Eldorado. Hier wird für den europäischen Markt billiger produziert als in China. Multis wie die spanische Modekette Zara profitieren davon. Und die bulgarische Wirtschaft brummt, Prognostiker erwarten für 2017 und 2018 gegen 4 Prozent Wachstum. Aber die Näherinnen, die Bauarbeiter und Krankenschwestern profitieren nicht davon. Ihr Lebensniveau werde sich langsam dem westeuropäischen annähe so versprach man ihnen, als Bulgarien (und andere Ostländer) zur EU kamen. Aber seit 2007 sind die bulgarischen Löhne, verglichen mit den deutschen wieder zurückgefallen. Wie übrigens auch die tschechischen, polnischen usw. Deshalb suchen viele Bulgarinnen und Bulgaren im Westen und Norden Europas Arbeit. Auf Baustellen, in der Pflege, aber auch als Akademikerinnen. Seit dem Fall der Mauer sind 3 Millionen Menschen ausgewandert. (…). Andreas Rieger.
Work, 17.11.2017.
Personen > Rieger Andreas. Bulgarien. Löhne. Work, 2017-11-17.
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24.10.2017 Kuba
Gewerkschaften
Granma

Blockade
Gewerkschaftsbund
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Gewerkschaftsbund Kubas verurteilt die Blockade der USA gegen Kuba. Die Wirtschafts- Handels- und Finanzblockade, die vonseiten der Regierung der USA seit über einem halben Jahrhundert gegen unser Land auferlegt wird, ist eine Verletzung der Menschenrechte und ein Akt des Völkermords gegen das Volk, prangerte der kubanische Gewerkschaftsbund CTC in einer öffentlichen Erklärung an. Die Wirtschafts- Handels- und Finanzblockade, die vonseiten der Regierung der USA seit über einem halben Jahrhundert gegen unser Land auferlegt wird, ist eine Verletzung der Menschenrechte und ein Akt des Völkermords gegen das Volk, prangerte der kubanische Gewerkschaftsbund CTC in einer öffentlichen Erklärung an, die während der Plenarsitzung des Nationalrates dieser Organisation am vergangenen Wochenende angenommen wurde. Diese aggressive Politik der USA gegen die Insel, die bereits hunderte von Milliarden Dollar an Wirtschaftsschäden verursacht hat, behindert das legitime Recht der Kubaner, in Frieden zu leben. Ihre Umsetzung sei zu einem kriegerischen Prozess geworden, durch den das Land erstickt werden soll und stelle ein Werkzeug dar, um zu versuchen, Kuba darzustellen als sei es Territorium der Vereinigten Staaten, geht aus der Erklärung weiter hervor. Für die CTC ist die Aufrechterhaltung dieser finanziellen Belagerung nicht nur ein Rückschritt in den bilateralen Beziehungen zwischen Kuba und den USA, sondern schädige auch das US-amerikanische Volk. Die Bürger jenes Landes würden des Rechts beraubt, nach (…).
Granma, 24.10.2017.
Granma > Gewerkschaften. Blockade. Granma, 2017-10-24.
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19.10.2017 Deutschland
DGB
Gewerkschaften

Bundestag
Mitglieder
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GewerkschafterInnen im Bundestag. Der DGB-Infoservice einblick stellt die wieder- oder neu gewählten Mitglieder des Bundestags vor, die vor ihrer Wahl gewerkschaftspolitisch aktiv waren – oder noch sind. Die Liste entspricht dem Stand unserer Recherchen bei Redaktionsschluss (18. Oktober 2017) und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn wir jemanden übersehen haben, können Sie sich gerne bei der Redaktion melden. Die Namen veröffentlichen wir dann in den folgenden Ausgaben.
DGB, 19.10.2017.
DGB > Bundestag. Gewerkschaften. DGB, 2017-10-19.
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29.09.2017 Asien
Gewerkschaften
IGB Internationaler Gewerkschaftsbund
Personen
Work
Ralph Hug
Gewerkschaftsrechte
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Die Geographie des Schreckens. Wo Büezer rechtlos sind – oder gar um ihr Leben fürchten müssen. In der Türkei arbeiten? Lieber nicht. Auch Südkorea ist kein Wunschziel für Büezer. Ebenso wenig die Philippinen, Ägypten oder Guatemala. Denn diese Länder gehören in Sachen Arbeitnehmerrechte zu den zehn schlimmsten, die es gibt. Dort sind nicht nur Diskriminierung und Einschüchterung an der Tagesordnung. Arbeitnehmende müssen auch mit Verhaftung, Gewalt und Mord rechnen. Alljährlich erstellt der Internationale Gewerkschaftsbund (IGB) diese Geographie des Schreckens. Er erhebt Daten aus 139 Ländern. Sie dokumentieren, wie stark die Rechte der Erwerbstätigen sind. Und zwar nicht nur auf dem Papier, sondern im Alltag. Dies ergibt dann den Globalen Rechtsindex. Die neueste Ausgabe 2017 sieht nicht gut aus: - In 84 Ländern sind Beschäftigte vom Arbeitsrecht ausgeschlossen. - In mehr als drei Vierteln der Länder gibt es kein echtes Streikrecht und keine Lohnverhandlungen. - In über 50 Ländern werden Gewerkschaften behindert oder sind gar nicht zugelassen. Zudem müssen aufmüpfige Büezer in 59 Staaten mit physischer Gewalt durch Security, Polizei oder Armeekräfte rechnen. Die Zahl der gewalttätigen Länder hat sich gegenüber dem letzten Jahr um zehn Prozent erhöht. In mindestens 11 Ländern wurden Arbeitnehmende sogar ermordet. Und das nicht nur im gewaltbereiten Bangladesh, Brasilien oder Mexiko. Auch das mafiageplagte Italien reiht sich in diese Galerie des Todes ein. Europa und (…). Ralph Hug.
Work online, 29-9-2017.
Personen > Hug Ralph. Gewerkschaften. Gewerkschaftsrechte. Work, 2017-09-29.
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06.09.2017 Europa
Gewerkschaften
Personen
SGB
Andreas Rieger
Rentenalter
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Hart umkämpft: erst mit 67 in Rente? In den Medien hören wir, dass in vielen Ländern Europas Rentenalter 67 bereits Realität sei. Das ist Unsinn. Der effektive Altersrücktritt ist früher. Im positiven Fall, weil geregelte Frühpensionierungen vorgesehen sind wie in einigen nordischen und lateinischen Ländern. Im negativen Fall, weil die Menschen schon früh und ohne Rente aus dem Erwerbsleben gedrängt werden. Und immer noch gibt es Länder mit ordentlichem Rentenalter unter 65 Jahren, so etwa Polen oder Frankreich. Resultat sozialer Kämpfe und Bündnisse. Auch bezüglich der Rentenhöhe gibt es in Europa alles Mögliche: Länder wie die Niederlande, wo die Pensionierten fast gleich viel erhalten wie vorher im Erwerb. Länder wie Deutschland, wo die Löhne zwar recht gut sind, die Renten aber tief. Länder wie Spanien und Italien, die tiefe Löhne haben und im Vergleich dazu gute Renten. Aber eines ist allen Ländern gemeinsam: Rentenalterregelungen und Rentenhöhe sind das Resultat von sozialen Kämpfen und Bündnissen. So sind die guten Volksrenten in Schweden das Resultat eines Bündnisses von Arbeiter- und Bauernbewegung schon vor dem Ersten Weltkrieg. Die guten Renten in den lateinischen Ländern sind das Resultat der Résistance am Ende des Zweiten Weltkriegs. Und in Österreich sind das tiefe Rentenalter und gute Renten Ausdruck von starken Gewerkschaften. Kurswechsel weg vom Spardiktat. (…). Andreas Rieger.
SGB, 6.9.2017.
Personen > Rieger Andreas. Rentenalter. Europa. SGB, 2017-09-06.
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