Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 418

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11.06.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Flankierende Massnahmen schützen die Löhne und Arbeitsbedingungen. Der heute vom SECO präsentierte Bericht zu den flankierenden Massnahmen zeigt, dass die Kontrolle der Löhne und Arbeitsbedingungen funktioniert. Zwar gibt es Lohnunterbietungen, diese werden dank den FlaM aber aufgedeckt und sanktioniert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist überzeugt, dass der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen wichtig bleibt und lehnt seine Opferung zugunsten der Kündigungsinitiative entschieden ab. Der jährliche Bericht des SECO zu den flankierenden Massnahmen bildet die Kontrollaktivitäten auf dem Arbeitsmarkt und deren Ergebnisse ab. So wurden 2019 insgesamt über 41‘000 Kontrollen der Löhne und Arbeitsbedingungen durch die paritätischen und tripartiten Kommissionen durchgeführt. Dabei wurden bei 11 bis 21 Prozent der kontrollierten Betriebe Lohnunterbietungen gefunden; zudem konnte erfasst werden, dass es sich bei 8 Prozent der Selbständigen um Scheinselbständige handelte. „Dies beweist, dass die FlaM sehr effektive Instrumente zur Aufdeckung von Lohnunterbietungen sind und sie die Löhne und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmenden in der Schweiz schützen“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse.
Können Lohnunterbietungen nachgewiesen werden, kommt es zu sogenannten Verständigungsverfahren. Dabei sollen Lohnnachzahlungen für die von Lohnunterbietung betroffenen Arbeitnehmenden erreicht ...). 
Travail.Suisse, 11.6.2020
Travail.Suisse > Lohnschutz. Travail.Suisse, 2020-06-11.
Ganzer Text
11.06.2020 Schweiz
Löhne
SGB

Arbeitsbedingungen
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Grundsätzlich wirksamer Lohnschutz, schärferer Vollzug nötig. Bericht des Seco zum Vollzug der Flankierenden Massnahmen. Der heute veröffentlichte Bericht zu den Flankierenden Massnahmen zeigt: Die Flankierenden sind wichtiger denn je! Wo kontrolliert wird, werden Verstösse aufgedeckt. Insbesondere bei Firmen, die Kurz- und KürzestaufenthalterInnen oder Temporärarbeitskräfte beschäftigen. Im vergangenen Jahr haben die Kontrolleurinnen und Kontrolleure rund 166’000 Löhne überprüft. Dabei haben sie bei mehr als 15 Prozent zu tiefe Löhne oder Scheinselbständigkeit aufgedeckt. In Branchen mit GAV-Mindestlöhnen sind die Verstossquoten etwas höher (über 20 Prozent), weil der Dumping-Tatbestand durch diese Mindestlöhne klar definiert ist. In den übrigen Branchen erlauben die Kantone teilweise Abweichungen von den üblichen Löhnen gegen unten, so dass ein Teil der Firmen mit zu tiefen Löhnen den Kontrolleuren entgeht. Die Verstossquoten betragen 15 Prozent (Entsendefirmen) bzw. 11 Prozent (Schweizer Unternehmen). In Branchen mit verbindlichen Mindestlöhnen in GAV oder in Normalarbeitsverträgen (NAV) werden Arbeitgebende mit zu tiefen Löhnen gebüsst. Wenn keine Mindestlöhne vorliegen, fordern die Kantone die Firmen auf, die Löhne an die orts- und branchenüblichen Löhne anzupassen („Verständigungsverfahren“). Positiv ist, dass die überwiegende Mehrheit der ausländischen Firmen dieser Aufforderung Folge leistet. (…).
SGB, Medienmitteilung, 11.6.2020.
SGB > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. SGB, 2020-06-11.
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01.06.2020 Kambodscha
Gewerkschaften
Personen
VPOD-Magazin
Katja Schurter
Arbeitsbedingungen
Gewerkschaften
Volltext
Gewerkschaftliche Unterstützung für kambodschanische Textilarbeiterinnen. Unorganisiert organisiert
Mirabelle Yang macht kambodschanische Gewerkschaften fit, damit sie ihre Forderungen bei Unternehmen durchsetzen können. In der Textilindustrie gibt es langsame Fortschritte punkto Lohnfortzahlung und Mutterschutz Mirabelle Yang ist weit herumgekommen: Geboren in Singapur, wohin sie immer wieder zurückkehrte, lebte sie als Kind ein paar Jahre in Australien, studierte in Lonqdon, zog in die USA und kam 2014 nach Kambodscha. In Phnom Penh wollte sie ihre Doktorarbeit zu Gender und Jugendkultur schreiben. Doch es kam anders. 5O Meter von ihrem Haus, in dem die 39-Jährige mit ihren zwei Hunden lebt, befindet sich das Büro der Textilarbeitergewerkschaft C. Cawdu. Yang sah das Kommen und Gehen der Arbeiterinnen, interessierte sich. für die Leute und meldete sich bald als Freiwillige bei der Solidar- Partnerorganisation. „Ich war müde vom akademischen Leben“, sagt Mirabelle Yang, „und ich wollte aktiv werden.“ Ausserdem wollte sie die Gender- und Arbeitsbeziehungen in Kambodscha besser verstehen. Die Arbeit gefiel ihr. Als C. Cawdu ein Projekt für bessere Verhandlungsstrategien startete, fragte die Gewerkschaft Mirabelle Yang an, ob sie die Koordination übernehmen wolle. Sie sagte sofort zu.
Recherchieren statt schreien. „In Kambodscha wird bei Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Fabrikbesitzern vor allem geschrien und mit Streik gedroht, erzählt Yang. Über die …). Katja Schurter.
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Schurter Katja. Kambodscha. Gewerkschaften. VPOD-Magazin, 2020-06-01.
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14.05.2020 Schweiz
Post
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Post
Volltext
Post von morgen – mit Arbeitsbedingungen von heute. Wie die Post mitgeteilt hat, plant sie den nächsten grossen Umbauschritt. Syndicom erwartet, dass dem Umbau enge Leitplanken gesetzt werden. Der Einbezug der Angestellten ist sicherzustellen - die Arbeitsbedingungen der Angestellten sind nicht verhandelbar. Die Vergangenheit hat gezeigt: Nur auf Versprechungen sollten sich weder Angestellte noch die Politik verlassen. Mit der Umstrukturierung von PostNetz sollen die Filialen aus der Konzerngesellschaft Post CH AG herausgelöst werden. In der Vergangenheit wurden diesem Konzernbereich gezielt Verluste angeheftet, um den Abbau zu legitimieren. Die Umwandlung in eine eigene Aktiengesellschaft bedarf deshalb entsprechender Korrekturen. Die Konzernbereiche PostMail und PostLogistics werden enger verknüpft. Die Verknüpfung der Logistikdienstleistungen Brief und Paket ermöglicht Synergiegewinne, birgt aber die Gefahr, dass geltende Arbeitsbedingungen zur Diskussion gestellt werden. Syndicom sieht das Potenzial, welches dieser Umbauschritt mit sich bringt. Trotzdem äussert sich der zuständige Sektorleiter Matteo Antonini besorgt: „Versprechen werden nicht ausreichen. Wir werden auf Verpflichtungen beharren und auch die Politik ist gut beraten, die Ansprüche der Bevölkerung gesetzlich abzusichern. Ansonsten kann aus dem Umbau rasch ein Abbau werden.“Dem Umbau enge Leitplanken setzen (…).
Syndicom, 14.5.2020.
Syndicom > Post. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2020-05-14.
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11.05.2020 Schweiz
Kinder
VPOD Schweiz

Arbeitsbedingungen
Kinderbetreuung
Volltext
Tag der Kinderbetreuung. Tag der Kinderbetreuung - es braucht nicht nur Beifall, sondern Geld! Der Tag der Kinderbetreuung soll dazu beitragen, die Leistungen und die Arbeitsbedingungen der Kinderbetreuer*innen in Kitas und Tagesfamilien ins öffentliche Bewusstseins zu bringen und die gesellschaftliches Bedeutung dieser Arbeit in den Fokus zu rücken. Er findet international schon seit mehreren Jahren immer am Montag nach dem Muttertag statt, dieses Jahr am 11. Mai. Breiten Kreisen ist diese Jahr zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie wichtig die familienergänzende Kinderbetreuung für die Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Alltags ist. Es ist deutlich geworden, dass das Missverhältnis von öffentlicher Aufgabe und privater Lösung den berechtigten Erwartungen der Gesellschaft nicht gerecht wird. Es braucht daher grundsätzlich eine klare, langfristige Unterstützung durch die Politik: Die familienergänzende Kinderbetreuung muss als Teil des Bildungssystems verstanden und wie dieses behandelt werden. Sie muss für die Eltern kostenlos sein. Betreuungseinrichtungen müssen durch öffentliche Gelder finanziert werden und Non-Profit-Organisationen sein. Der VPOD fordert 1% vom BIP für die Kinderbetreuung im vorschulischen Bereich (bis 4 Jahre). Diese Zahl beruht auf den Empfehlungen des Netzwerk Kinderbetreuung der EU, der OECD, und Unicef. (…).
VPOD Schweiz, 11.5.2020.
VPOD Schweiz > Kinderbetreuung. Arbeitsbedingungen. VPOD Schweiz, 2020-05-11.
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07.05.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Pflegepersonal
Volltext
Unia-Pflegeumfrage: Die Pflegenden arbeiten am Limit, mit fatalen Folgen für ihre Gesundheit. Zwei Umfragen der Unia belegen, um die Gesundheit der Pflegenden steht es wegen den schlechten Arbeitsbedingungen bereits seit Jahren schlecht. Stress, Überarbeitung und hohe Erwartungen an die Flexibilität der Pflegenden sind nicht erst ein Phänomen seit der Corona-Pandemie. Die Schlechten Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Probleme verstärken den Personalmangel zusätzlich. Diese Abwärtsspirale muss jetzt aufgehalten werden. Eine Umfrage Anfang 2019 unter 1200 Pflegenden aus Alters- und Pflegeheimen brachte zu Tage, dass 72 Prozent wegen ihrer Arbeit unter körperlichen Beschwerden leiden. Fast die Hälfte konnte sich nicht vorstellen, bis zur Pensionierung im Beruf zu bleiben. Fast 50 Prozent begründeten ihren Ausstiegswunsch primär mit den gesundheitlichen Problemen durch den Pflegeberuf. Bereits im März 2019 hatte die Unia deshalb Alarm geschlagen. Umfrage Stress und Gesundheit in der Pflege In einer vertieften Umfrage im Sommer 2019 bei rund 500 Pflegenden der Langzeitpflege ging die Unia den gesundheitlichen Problemen und deren Ursachen näher auf den Grund. Die Umfrage bestätigt nun die Erkenntnisse: Die Pflegenden arbeiten seit Jahren am Limit. Stress und gesundheitliche Probleme gehören zum Courant-normale und sind nicht erst mit der Corona-Pandemie zum Thema geworden. Um die Gesundheit steht es schlecht (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 7.5.2020.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-05-07.
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09.04.2020 Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Coronavirus
Volltext
Zu wenig Masken, keine Schutzbrillen. Anstatt Kurzarbeit anzumelden, stellen immer mehr Chefs ihre Mitarbeitenden auf die Strasse. Andere pfeifen auf die Hygieneregeln des BAG. Für die rund zwölf Plattenleger der Firma Kerastone in Flawil SG gibt es keine Kurzarbeit. Am 30. März teilte ihnen der Chef mit, wegen der Corona-Krise habe die Firma kein Geld mehr. Er werde Konkurs anmelden, die Mitarbeitenden seien alle per sofort entlassen. Dabei hatte der Bundesrat auf Druck der Gewerkschaften das Instrument der Kurzarbeit erweitert und massiv vereinfacht. Damit sollen Stellen gerettet werden. Ein Erfolg: Bisher haben die Betriebe für knapp 1,5 Millionen Mitarbeitende Kurzarbeit beantragt. Entlassungen wie bei der Kerastone sind kein Einzelfall, wie die neuesten Berechnungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zeigen: Die Arbeitslosigkeit ist seit Ende Februar von 2,5 auf 3,1 Prozent hochgeschnellt – ein noch nie gesehener Anstieg in so kurzer Zeit. Daniel Lampart, SGB-Chefökonom: „Der Bund hat die Kurzarbeit stark ge¬öffnet. Dass nun immer noch zahlreiche Arbeitgeber Leute entlassen, ist inakzeptabel.“ Nicht nur das. Immer noch erreichen die Unia täglich Hunderte von Meldungen, wonach Firmen den Schutz ihrer Mitarbeitenden nicht oder nur zögerlich umsetzen. Ein paar Beispiele: Statt die Masken fortzuwerfen, müssen die Pflegenden sie zu Hause¬trocknen lassen. In der Pfleg. (…).
Christian Eg.
Work online, 9.4.2020.
Personen > Egg Christian. Coronavirus. Gesundheitsschutz. Work online, 2020-04-09.
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01.04.2020 Schweiz
BLS
Personen
SEV-Zeitung
Chantal Fischer
Arbeitsbedingungen
Lokomotivführer
Offener Brief
Volltext
BLS-Lokführer/innen haben einen Weg gefunden, um ihre Anstellungsbedingungen zu verbessern. Offener Brief führt zu Verbesserungen. Wer mit seinen Anstellungsbedingungen nicht zufrieden ist, hat durchaus Möglichkeiten, diese mitzugestalten. Das Beispiel des BLS-Lokpersonals zeigt dies deutlich. Ein offener Brief an die BLS-Führung vor knapp einem Jahr führt nun zu einer Vielzahl an Massnahmen für die Attraktivität des Lokführerberufs und der BLS als Arbeitgeberin. Auf Initiative einer Gruppe von Lokführenden der BLS hat sich der SEV-LPV vor knapp einem Jahr mit einem offenen Brief und über 470 mitunterzeichnenden Lokführerinnen und -führern an den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der BLS gewendet. Dem Brief vorausgegangen war die Ankündigung von Massnahmen im Rahmen des BLS-Sparprogramms Best Way. Das Lokpersonal hatte Bedenken, dass mit der Umsetzung dieser Massnahmen die Qualität leidet, die Sicherheit gefährdet ist und die Funktion des Lokführers bei der BLS an Attraktivität verliert, nicht zuletzt auch aufgrund von Personalmangel. In drei intensiven Besprechungen zwischen September 2019 und März 2020 haben die BLS und eine Delegation SEV-LPV verhandelt. Dank dem grossen Einsatz des Lokpersonals und des SEV-LPV konnte nun ein gutes Ergebnis erzielt werden. Die Parteien einigten sich auf neue Planungsvor-gaben für Personenverkehrsdienste Lokpersonal mit Gültigkeit ab Fahrplanwechsel Dezember 2020. (…).
Chantal Fischer.
SEV-Ueitung, 2.4.2020.
Personen > Fischer Chantal. BLS. Lokfuehrer. Offener Brief. SEV, 2020-04-02.
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23.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Coronavirus
Volltext
Aufweichung des Arbeitsgesetzes: Corona-Krise darf nicht zulasten der Arbeitsbedingungen gehen. Der Bundesrat hat letzten Freitag wichtige Entscheide zugunsten der Beschäftigten getroffen. Doch er hat auch in verschiedenen Bereichen den Schutz der Arbeitnehmenden gelockert. Die Gewerkschaft Unia hält klar fest, dass die gegenwärtige Pandemie nicht missbraucht werden darf, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Der Bundesrat hat insbesondere in der Logistik- und Transportbranche sowie bei Kurierdienstleistungen massgebliche Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes ausser Kraft gesetzt. Das ist problematisch, zumal die Arbeitnehmenden und ihre Gewerkschaften in keinem Fall konsultiert wurden. Deregulierungen sind nicht zulässig, ausser es gibt eine nachweisbare Notwendigkeit in absolut essenziellen Bereichen (Grundversorgung), die Sozialpartner werden einbezogen, stimmen geschlossen zu (Ausnahmebewilligung) und es gibt klare kompensatorische Massnahmen für die Arbeitnehmenden. Ausnahmen müssen zeitlich sehr beschränkt sein und sofort aufgehoben werden, sobald die Situation sich entschärft. Transport: Chauffeur/innen am Limit. (…).
Unia Schweiz, 23.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2020-03-23.
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18.03.2020 Schweiz
Personen
Reinigung
VPOD Schweiz
Natascha Wey
Arbeitsbedingungen
Reinigungspersonal
Volltext
Die Reinigungsfachkräfte sind systemrelevant! Ohne die Menschen, die in der Reinigungsbranche arbeiten, würde der Service public nicht funktionieren. Denn ohne Sauberkeit in Spitälern und Heimen, können hygienische Standards nicht erfüllt werden. Die Reinigungsfachleute im öffentlichen Dienst sind mit der Corona-Krise zwei gegenläufigen Tendenzen ausgesetzt. Wo Büros, Turnhallen, Schul- oder Amtshäuser leerstehen, braucht es weniger Reinigungsarbeiten. Das Reinigungspersonal von Kantonen, Stadt und Gemeinden oder anderen öffentlichen Einrichtungen wird weniger aufgeboten, kann aber auch kein Homeoffice machen. Gleichzeitig steht das Reinigungspersonal in Spitälern und Pflegeheimen und einem verstärkten Druck. In Zeiten einer Pandemie ist Hygiene das A und O. Reinigungskräfte in Spitälern und im Gesundheitsbereich werden daher eher mit Mehrarbeit, Überstunden, höherer Arbeitsbelastung und mehr Verantwortung konfrontiert sein. Die Spitäler werden in dieser Situation mehr und verstärkt reinigen. Auch in den Spitälern wurde bei der Reinigung in der Vergangenheit eher gespart, abgebaut und die Personaldecke ausgedünnt. Die Zeche werden die jetzigen Angestellten bezahlen. Wir fordern für das Reinigungspersonal in Spitälern und Pflegeheimen. (…).
Natascha Wey.
VPOD Schweiz, 19.3.2020.
Personen > Wey Natascha. Reinigungspersonal, . Arbeitsbedingungen.
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11.02.2020 Lausanne
Nespresso SA
Unia VD Kanton

Arbeitsbedingungen
Nespresso SA
Volltext
Unia prangert üble Arbeitsbedingungen bei Nespresso an. Die Arbeitsbedingungen in den drei Westschweizer Produktionsstätten von Nespresso haben sich in den letzten Monaten stark verschlechtert. Wie das Personal berichtet, haben Stress und Erschöpfung einen Höchststand erreicht. Eine Situation, die heute Morgen in Lausanne vor der Nespresso-Boutique an der Place St. François öffentlich angeprangert wurde. Die Unia bereitet eine Beschwerde bei den zuständigen Arbeitsaufsichtsbehörden vor. Die Gewerkschaft verlangt eine Anpassung der Arbeitszeiten, eine externe Untersuchung der Arbeitsbedingungen, die Achtung der Koalitionsfreiheit sowie die Anerkennung der Gewerkschaftsdelegierten. Nachdem sich die Direktion monatelang taub gestellt hat, muss sie nun unverzüglich Massnahmen ergreifen! Seit der Einführung eines Vier-Schicht-Betriebs arbeiten die Beschäftigten der drei Nespresso-Standorte von Orbe, Avenches und Romont unter schwierigen Bedingungen. Die Unia hat im November 2019 eine Umfrage durchgeführt, an der sich rund 50% der Produktionsmitarbeitenden beteiligt haben. Die Umfrage hat ergeben, dass fast drei Viertel der Beschäftigten die Arbeitsbedingungen als „.sehr stressig“. empfinden. Die Unia hat heute Vormittag in Lausanne die Öffentlichkeit mit einer Flugblattaktion vor der Nespresso-Boutique an der Place St. François auf diese Missstände hingewiesen. Bis 58 Stunden pro Woche. (…).
Unia Schweiz, 11.2.2020.
Unia Schweiz > Nespresso. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2020-02-11.
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06.02.2020 Schweiz
Epsilon SA
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Epsilon SA
Volltext
PostCom-Busse für die Epsilon SA. Die Eidgenössische Postkommission (PostCom) büsst die Post-Tochter Epsilon AG mit 180'000 Franken. Damit bestätigt die PostCom den Vorwurf, welchen Syndicom seit 2013 an diese Firma richtet: sie stellt ihre Angestellten zu prekären Arbeitsbedingungen an. Epsilon SA hat ihren Angestellten weniger als den Mindestlohn bezahlt. Dafür wird sie nun gebüsst. Die Verträgerinnen und Verträger in der Frühzustellung erbringen eine postalische Dienstleistung, für die der Gesetzgeber einen Mindestlohn erlässt. Die PostCom setzt diese Mindeststandards und ahndet deren Missachtung. Wie der Kassensturz letzten Herbst berichtete, mussten die Frühzusteller von Epsilon zu Tiefstlöhnen arbeiten. Der von der PostCom verordnete Mindestlohn für Anbieter von Postdienstleistungen beträgt brutto 18.27 Franken pro Stunde. Matteo Antonini, Leiter des Sektor Logistik bei syndicom, bilanziert: „syndicom prangert seit Jahren die prekären Arbeitsbedingungen der Post-Tochter in Genf an. Dass die PostCom den Fall untersuchte und das Fehlverhalten verurteilt, stellt eine gewisse Genugtuung für die Angestellten dar.“ Syndicom begrüsst, dass die PostCom in diesem Fall den Postmarkt aktiv kontrolliert hat. Doch für anständige Arbeitsbedingungen ist damit noch nicht gesorg. Logistikmarkt regulieren. Das Beispiel Epsilon steht für die Auswüchse im liberalisierten Postmarkt. Die Branche befindet sich in einer Abwärtsspirale. (…).
Syndicom, 6.2.2020.
Syndicom > Autobusse. Epsilon SA. Syndicom, 2020-02-06.
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16.12.2019 Orbe
Hilcona Gourmet SA
Unia VD Kanton

Arbeitsbedingungen
Hilcona Gourmet SA
Volltext
Unwürdige Arbeitsbedingungen in Orbe. Coop Tochter Hilcona erhält Label „Harmful Work Space“. Seit über einem Jahr werden die katastrophalen Arbeitsbedingungen bei der Hilcona Gourmet SA immer wieder öffentlich kritisiert. Nun wurde die Tochterfirma der Coop-Gruppe von einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet. Als Reaktion darauf haben die Angestellten dem Unternehmen im Namen von „Gesundheitszerstörung Schweiz“ das Label „Harmful Work Space“ verliehen. Unterstützt von der Unia fordern sie die Aberkennung des offiziellen Labels, die Zulassung von Gewerkschaftsdelegierten und die Aufnahme echter Verhandlungen. Ausserdem verlangen sie die Gleichbehandlung von Festangestellten und temporären Arbeitnehmenden. Auch wenn das Personal Ende dieses Jahres einige hart erkämpfte Verbesserungen erzielen konnte, bleiben die Arbeitsbedingungen bei Hilcona Gourmet SA in Orbe in vielerlei Hinsicht problematisch: Die Arbeitszeiten werden regelmässig und sehr kurzfristig abgeändert und Arbeitspläne werden unter Missachtung der gesetzlichen Bestimmungen häufig von einem Tag auf den anderen umgestellt. Je nach Produktionsvorgaben erfahren die Arbeitnehmenden erst im Verlauf des Tages, wann Arbeitsschluss ist; Ferien und Feiertage werden oft einseitig vom Arbeitgeber festgelegt. Darunter leiden das Privat- und Familienleben und die Gesundheit der Angestellten. Einmal mehr: Lohndumping! (…).
Unia VD Kanton, 16.12.2019..
Ganzer Text
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20VD%20Kanton/Hilcona%20Gourmet%20SA.%20Arbeitsbedingungen.%20Unia%20VD%20Kanton,%202019-12-16.pdf
13.12.2019 Österreich
Personen
Work
XXXLutz
Ralph Hug
Arbeitsbedingungen
Volltext
XXXLutz
Jetzt rollt der Skandalkonzern XXXLutz die Schweiz auf: Der Möbel-Rambo. XXXLutz jagt Ikea. Dabei kennt der österreichische Möbelgigant kein Pardon. Die Mitarbeitenden klagen über Lohndrückerei und Brechstangen-Methoden. Zweitausend Arbeitnehmende in der Schweiz müssen sich ab sofort Sorgen machen. Denn sie haben einen neuen Arbeitgeber: den österreichischen Möbelkonzern XXXLutz. Dieser hat vor kurzem Interio von der Migros und Möbel Pfister übernommen. Zwar hiess es, dass alle Angestellten zu denselben Bedingungen weiterbeschäftigt würden. Es gebe keine Entlassungen, Pfister-Angestellte erhielten sogar Abfindungen nach Dienstjahren. Die Jobs würden durch die Übernahme sogar noch gestärkt, behauptete Ex-Nationalrätin Corina Eichenberger (FDP, Aargau), Präsidentin der Möbel-Pfister-Stiftung. Corina Eichenberger müsste es eigentlich besser wissen. Eiskalt abserviert. XXXLutz ist ein Handelskonzern mit Skandalgeschichte. Die Eigentümerfamilie Seifert hat ihn innert weniger Jahrzehnte hochgepusht, von einer kleinen Werkstatt für Bauernmöbel in Oberösterreich zu einem der grössten Möbelhändler der Welt. Heute ist er ein Milliardenkonzern mit über 22‘000 Beschäftigten in 13 Ländern Europas. Besitzer Andreas Seifert (65) kennt nur ein Ziel: Marktleader Ikea überholen. Was dem entgegensteht, wird eiskalt aus dem Weg geräumt. Die grosse deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kann ein Lied davon singen: XXXLutz war in den letzten zehn Jahren neben Amazon ihr härtester Gegner. (…).  Ralph Hug.
Work online, 13.12.2019.
Personen > Hug Ralph. XXXLutz. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-12-13.
Ganzer Text
27.11.2019 Schweiz
Personen
SGB
Reto Wyss
Arbeitsbedingungen
Pflegepersonal
Volltext
Stärkung der Pflege: Der Nationalrat hat es in der Hand. Die Versicherungslobby muss gestoppt werden. Kein westliches Land beschäftigt mehr im Ausland ausgebildetes Pflegefachpersonal als die Schweiz. Zahlen der OECD zeigen: Jede vierte Pflegefachperson besitzt hierzulande ein ausländisches Diplom, mehr als ein Drittel des gesamten Pflegepersonals ist ausländischer Herkunft. Die Schweiz lässt sich die Ausbildung ihres Pflegepersonals also zu einem beträchtlichen Teil vom (ärmeren) Ausland finanzieren und trägt damit zum Pflegenotstand jenseits der Grenze bei. Und trotzdem konnte man damit nicht verhindern, dass auch hier in der Pflege der Personalmangel immer akuter wird. Und aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Bedarf an Pflege(fach)personen auf absehbare Zeit noch weiter steigen. Stress hoch, Löhne tief. Vor diesem Hintergrund ist der heutige Alltag in der Pflege mehr als ernüchternd: Seit Jahren wird der durch die neue Spital- und Pflegefinanzierung ausgelöste Wettbewerb zwischen Spitälern und Heimen auf dem Buckel der Beschäftigten ausgetragen. Gleichzeitig steigt die Komplexität der Pflegefälle kontinuierlich, was zusätzlich zu einem Anstieg der Arbeitsintensität beiträgt. Das Resultat sind Stress, Qualitätsprobleme und eine tiefe Berufsverweildauer von durchschnittlich 15 Jahren. Schon allein die Löhne liefern hierfür eine hinreichende Erklärung: Gemessen am Durchschnittslohn werden Pflegepersonen in der OECD nur noch in Litauen und Lettland schlechter bezahlt als in der Schweiz! (…). Reto Wyss.
SGB, 27.11.2019.
Personen > Wyss Reto. Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. SGB, 2019-11-27.
Ganzer Text
20.11.2019 Schweiz
Stromversorgung
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Energieversorgung
Volltext
Keine vollständige Strommarktöffnung ohne Begleitmassnahmen für das Personal in der Elektrizitätswirtschaft! Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, ist nicht grundsätzlich gegen die vollständige Öffnung des Strommarktes; allerdings lehnt sie die Revision des Stromversorgungsgesetzes ab, weil diese keine Begleitmassnahmen zugunsten des Personals in der Elektrizitätswirtschaft vorsieht. Bedingung für die vollständige Strommarktöffnung ist zudem die Inkraftsetzung des Stromabkommens mit der Europäischen Union (EU). Der Revisionsentwurf des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) – die Vernehmlassung dazu endet Ende Monat - entspricht den von Travail.Suisse formulierten Bedingungen nicht. Mit der vollständigen Öffnung des Strommarktes wird sich die Konkurrenz verschärfen und auf die Margen der Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) drücken. Die EVU gehören zu 90 Prozent der öffentlichen Hand, die Löhne und Arbeitsbedingungen des Personals sind deshalb meist eher gut. „Eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kommt nicht in Frage“, unterstreicht Denis Torche. „Das beste Mittel, um die Arbeitsbedingungen im Falle einer vollständigen Öffnung des Strommarktes zu erhalten, ist die Stärkung der Sozialpartnerschaft. Im Gesetz muss deshalb der Grundsatz eines Branchengesamtarbeitsvertrags für die Stromwirtschaft verankert werden“. Das neue Stromversorgungsgesetz muss zudem einen Artikel enthalten, der die Bildung und Weiterbildung des  (…).
Travail.Suisse, 29.1.2019.
Travail.Suisse > Strommarkt. Arbeitsbedingungen. Travail.Suisse, 2019-01-29.
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15.11.2019 Muttenz
MS Direct AG
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
MS Direct AG
Volltext
Ex-Mitarbeitende der Firma MS Direct packen aus: Schimmel, Schikane und schäbige Löhne. Die Skandalfirma MS Direct betreibt für Coop ein Callcenter in Muttenz BL. Dort herrschen gruusige Zustände – aber die Chefin garniert ein Traumsalär. „Der Job ist in Ordnung“, dachte Flavia Ripa zuerst. Vor knapp zwei Jahren fing die heute 24jährige Baselbieterin bei der Firma MS Direct an. Die betreibt in Muttenz BL ein Callcenter im Auftrag von Coop. Ob Fragen zur -Supercard oder Adressänderungen für die Coop-Zeitung: Kundendienstanfragen des Detailhändlers, ob per Telefon oder Mail, landen in Muttenz. Zwischen 60 und 90 Mitarbeitende kümmern sich darum. Bereits letztes Jahr hatte Work über Missstände in einem MS-Direct-Callcenter berichtet. Der Artikel schlug ein. Nicht weniger als neun MS-Direct-Geschädigte kommentierten auf der Work-Website. Work hat sie alle kontaktiert. Im Gespräch sagt Ripa, ihr Stundenlohn habe 24 Franken betragen. Zuerst konnte sie hundert Prozent arbeiten und kam so auf 4‘300 bis 4‘500 Franken im Monat. Aber plötzlich war Schluss damit. „Immer wieder schickte mich der Chef nach einer halben Stunde schon heim, es gebe zu wenig Arbeit.“ Von einem Monat auf den anderen sank ihr Monatslohn auf 2‘800, später sogar auf 1‘700 Franken. Davon konnte sie nicht leben. Und sie fühlte sich unfair behandelt: „Es waren immer die gleichen fünf oder sechs, die heimgeschickt wurden. Andere hätten gerne einen freien Nachmittag gehabt, mussten aber bleiben.“ Als sie den Chef darauf ansprach, schrie er sie an. Arbeit nur noch auf Abruf.  (…).  Christian Egg.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Egg Christian. MS Direct. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-11-15.
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11.11.2019 Schweiz
Personen
Travail.Suisse
Adrian Wüthrich
Arbeitsbedingungen
Volltext
Die Weiterbildung systematischer fördern. Mit der fünften Ausgabe des „Barometer Gute Arbeit“ misst Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, erneut den Druck auf dem Arbeitsmarkt. Die Bewertungen fielen in diesem Jahr so schlecht aus wie noch nie seit der Lancierung 2015. Der Stress wird von den Arbeitnehmenden als grosse Belastung wahrgenommen. Gleichzeit nimmt die Lohnzufriedenheit ab. Beim Schwerpunktthema Weiterbildung zeigt sich, dass viel gemacht wird, aber weitere Anstrengungen im Sinne des lebenslangen Lernens nötig sind. Auf Basis der Erkenntnisse will Travail.Suisse Verbesserungen anstreben: Weniger Stress, mehr Lohn und mehr Weiterbildung.Die Berner Fachhochschule und Travail.Suisse haben gemeinsam das „Barometer Gute Arbeit“ entwickelt und verfeinert und die Auswertung der fünften Umfragewelle vorgenommen. Das Barometer zeigt in den drei Dimensionen Motivation, Sicherheit und Gesundheit wie die Arbeitnehmenden die Qualität ihrer Arbeitsbedingungen bewerten. Die Resultate der fünften Durchführung des Barometers. Gute Arbeit reihen sich in die Vorjahreswerte ein, zeigen aber fast bei allen Kriterien tiefere Werte und über die letzten fünf Jahre eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Allerdings werden diese in der Schweiz von den Arbeitnehmenden weiterhin als gut, sinnstiftend und nützlich beurteilt.Der Stress am Arbeitsplatz nimmt zu. Erneut ist der schlechteste Wert aller Kriterien jener der Stressbelastung. Auf die Frage, ob man sich durch die Arbeit gestresst fühlt, antworten 42,3 Prozent mit oft/sehr häufig. (…). Adrian Wüthrich,
Travail.Suisse, Medienkonferenz, 11.11.2019.
Personen > Wuethrich Adrian. Barometer Gute Arbeit. Travail.Suisse, 2019-11-11.
Ganzer Text
11.11.2019 Schweiz
Arbeit
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Volltext
Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert. Die Arbeitnehmenden in der Schweiz sind unzufriedener mit ihrem Einkommen, sie sorgen sich zunehmend um ihren Arbeitsplatz, der Stress und die psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz nehmen zu. Ausserdem fehlt einem Teil der Arbeitnehmenden eine echte Unterstützung bei ihren Weiterbildungsbemühungen, wie die diesjährige Ausgabe des „Barometer Gute Arbeit“ zeigt. Der „Barometer Gute Arbeit“ ist ein Kooperationsprojekt von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, und der Berner Fachhochschule und bewertet seit 2015 repräsentative Ergebnisse zur Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz und deren Veränderungen. Die Ergebnisse der fünften Durchführung des „Barometer Gute Arbeit“ zeigen eine kontinuierliche Verschlechterung in der Bewertung der Arbeitsbedingungen. 2019 wird lediglich eines von 20 Kriterien positiver beurteilt als im Vorjahr – mehr als die Hälfte der Kriterien erzielen gar die tiefsten Werte der letzten fünf Jahre. „Der Druck auf die Arbeitnehmenden wird immer höher und psychosoziale Belastungen wie Stress oder emotionale Erschöpfungszustände nehmen zu“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Durch die Flexibilisierung der Arbeitszeiten verlieren die Arbeitnehmenden die Hoheit über ihre Arbeitszeiten und die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben wird zusätzlich erschwert. Gleichzeitig führt die Lohnstagnation der letzten Jahre zu abnehmender Lohnzufriedenheit und konjunkturelle Entwicklung sowie digitaler Strukturwandel verstärken die Sorgen (…).
Travail.Suisse, 11.11.2019.
Travail.Suisse > Barometer Gute Arbeit. Travail.Suisse, 2019-11-11.
Ganzer Text
01.11.2019 Deutschland
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Betriebsräte
Velokurier
Volltext
Soziologe Heiner Heiland hat die Essenskurier-Szene erforscht. „In Köln und Hamburg gibt’s jetzt Kurier-Betriebsräte“. Sie sind immer alleine unterwegs und doch gut vernetzt: Essenskuriere. Der Soziologe Heiner Heiland hat ihre Jobs in mehreren deutschen Städten untersucht.Work: Heiner Heiland, viele Essenskurierinnen und -kuriere haben eine Matur oder gar studiert. Wie erklären Sie sich das? Heiner Heiland: Viele arbeiten nicht Vollzeit. Die Kurierfahrten sind nur ein finanzielles Standbein – wenn auch ein prekäres. Sie sind eigentlich Musikerinnen oder Tänzer, verdienen dort aber noch weniger. Oder sie sind Studierende. Ist das durchgehend so? Nein, die soziale Zusammensetzung der sogenannten Rider unterscheidet sich von Stadt zu Stadt. In Berlin sind es viele aus Italien oder Spanien, und die sind meistens gut ausgebildet. Sie sind im Zuge der Eurokrise nach Deutschland gekommen, konnten aber nicht gut Deutsch. Und das ist ein Job, den sie machen können. Es scheint sich aber zu wandeln. Mehr und mehr Leute kommen etwa aus Bangladesh oder Pakistan, also den klassischen Einwanderungsländern für Niedriglohn-Jobs. In Frankfurt hatten diese Fahrerinnen und Fahrer dann auch ihre eigenen Chatgruppen, um sich auszutauschen. Hat Sie das überrascht? Ja, sehr. Auch die Gewerkschaften gingen lange davon aus, dass die Branche schwer zu organisieren sei, weil die Mitarbeitenden ja immer alleine unterwegs seien. Tatsächlich hatten aber 61 Prozent der Befragten häufig oder sehr häufig Kontakt zu (…).
Christian Egg.
Work online, 1.11.2019.
Personen > Egg Christian. Velokuriiere. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-11-01.
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23.10.2019 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Arbeitsbedingungen
Lokomotivführer
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BLS-Lokpersonal: Arbeitsbedingungen müssen rasch bessern. Die Mitgliederversammlung vom 10. Oktober in Thun erteilte dem LPV BLS den Auftrag, zuhanden der Leitung Bahnproduktion einen Forderungskatalog auszuarbeiten. Und sie erwartet von der Leitung Bahnproduktion, dass sie bis Ende Januar einen Massnahmenplan vorlegt, wie sie den Forderungen nachkommen und die ernste Personalsituation verbessern kann. An der Mitgliederversammlung LPV BLS vom 10. Oktober in Thun nahmen rund 50 Kolleginnen und Kollegen teil. Haupttraktandum war die Information und Diskussion über das Gespräch vom 24. September von LPV-Vertretern mit der Leitung Bahnproduktion zum offenen Brief an Verwaltungsrat und Geschäftsleitung BLS vom Mai. Der Brief war von 475 Lokführer/innen – das heisst rund vier Fünfteln des Lokpersonals – unterzeichnet worden und enthielt folgende zwei Hauptforderungen: Verzicht auf eine Verminderung der Linienwechsel je Dienst. Die Dienste sollen abwechslungsreich bleiben. Monotonie und damit einhergehende Sicherheitsrisiken müssen minimiert werden. Weiterhin Arbeitsunterbrechungen statt langer Pausen (Pausen möglichst nur während den Hauptmahlzeiten). Denn die Nachteile unregelmässiger Arbeitszeiten werden mit den Vorteilen von Arbeitsunterbrechungen und den daraus resultierenden kürzeren Diensten ausgeglichen. Die Schichten sollen kompakt und damit familienfreundlicher sein. Dabei ist ein Minimum von 60 bis 70% Arbeitsunterbrechungen erstrebenswert. Dies gibt auch dem Unternehmen mehr Flexibilität bei kurzfristigen Änderungen. (…). Markus Fischer.
SEV, 23.10.2019.
Personen > Fischer Markus. Lokomotivfuehrer. BLS. SEV, 2019-10-23.
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08.10.2019 Schweiz
Post
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Post
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Zur besten Post der Welt gehören die besten Arbeitsbedingungen. Die Gewerkschaft Syndicom gratuliert der Post für ihren Hattrick als „beste Post der Welt“ und zeigt sich erfreut, dass die Postleitung den massgeblichen Anteil der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern anerkennt, die täglich dafür sorgen, dass der postalische Service public in der Schweiz herausragend ist. Zurzeit laufen die Verhandlungen über die Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages Post CH, der die minimalen Arbeitsbedingungen für rund 33‘000 Postangestellte regelt. Der Post bietet sich somit die Chance ihren Worten Taten folgen zu lassen. Jegliche Forderungen nach Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen würden den Aussagen der Postleitung diametral widersprechen. In einer breit angelegten Umfrage und in regionalen Versammlungen haben die gewerkschaftlich organisierten Mitglieder die Handlungsfelder für die Weiterentwicklung des GAV definiert. Dabei ist zu Ausdruck gekommen, dass sie ihren Arbeitgeber insgesamt schätzen, hingegen durchaus Handlungsbedarf bei der Weiterentwicklung der Arbeitsbedingungen besteht. Folgende Handlungsfelder haben die Postmitarbeitenden definiert. Verbesserter Gesundheitsschutz. Dazu gehört der Schutz der Frei- bzw. Erholungszeit. Keine Verschlechterungen bei den heute vergleichsweise attraktiven Arbeitsbedingungen. Mehr Wertschätzung und Einbezug des Personals. Die Handlungsfelder und Forderungen sind im Detail einzusehen unter www.syndicom.ch/gavpost. (…).
Syndicom, 8.10.2019.
Syndicom > Post. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2019-10-08.
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20.09.2019 Schweiz
Syndicom
Velokurier

Arbeitsbedingungen
Velokurier
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Vereinigt für gute Arbeitsbedingungen. Seit Mai 2019 gilt der neue Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für Kurier*innen. Heute Freitagnachmittag treffen sich die Kurier*innen aus allen Landesteilen erstmals auf nationaler Ebene und wählen ihren Branchenvorstand. Dieses Gremium wird darüber entscheiden, mit welcher Strategie der GAV weiterentwickelt werden soll. Ziel der Kurier*innen bleibt es, dass der GAV für allgemeinverbindlich erklärt wird und damit für die ganze Branche gilt. Somit würde der GAV zu einem wirkungsvollen Schutz vor der übermächtigen, internationalen Konkurrenz, die mit Tiefstlöhnen und unregulierten Arbeitsverhältnissen in den Schweizer Markt drängen. Nach dem Markteintritt der grossen, teilweise international tätigen Konzerne in der Schweiz (beispielsweise UberEats, notime, smood, etc.), ist die heimische Kurier-Branche gefordert. Die grossen Firmen konkurrenzieren die lokal tätigen, kleinen und mittleren Kurierfirmen. Der Konkurrenzdruck entsteht vor allem über schlechtere Arbeitsbedingungen. GAV erlaubt gemeinsames Handeln. Der GAV Kurier*innen wurde von Syndicom gemeinsam mit dem Arbeitgeberverband Swiss Messenger Logistics (SML) Anfang Jahr abgeschlossen. SML vereinigt fünfzehn Kurierfirmen in der ganzen Schweiz. Deren Angestellte profitieren seit Mai diesen Jahres von geregelten Mindestlöhnen und verbesserten Arbeitsbedingungen, etwa einem Vaterschaftsurlaub oder Spesen und Zulagen. Die bei Syndicom gewerkschaftlich organisierten Kurier*innen haben an ihrem heutigen T(…).
Syndicom, 20.9.2019.
Syndicom > Kurierdienste. Arbeitsbedimgungen. Syndicom, 2019-09-20.
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30.08.2019 Schweiz
Personen
Post
Work
Katrin Bärtschi
Arbeitsbedingungen
Briefträgerin
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Die Briefträgerin & das Dolce far niente. Kürzlich war die Briefträgerin auf der Post. In der Hand das gelbe Büchlein. Am Leib noch die Uniform. Sie war auf dem Heimweg von der Arbeit. Die Kollegin am Schalter duzte sie bei der Begrüssung. „Wir gehören ja zum gleichen Betrieb.“ Diese Meinung teilt die Briefträgerin. Erst recht, seit die Aufsplitterung des Konzerns in verschiedene rivalisierende Bereiche die Konkurrenz betont: Die von Postmail sticheln gegen Postlogistics und umgekehrt und alle beide gegen Poststellen und Verkauf, unlängst in „Postnetz“ umgetauft… – Postfinance ist ein Fall für sich. Ein Akt zur Selbstabschaffung zahlt sich aus. Die beiden duzten also einander. Die Kollegin vom Schalter klagte. Sie arbeitet Teilzeit, würde jedoch ihr Pensum gern aufstocken: „Das geht leider nicht. Es gab hier im Gegenteil Entlassungen.“ Und neuerdings dürften die Kolleginnen und Kollegen hinter den Schaltern nicht mehr miteinander reden, sollten einander aber vermehrt kontrollieren. Und der Verkaufsdruck sei gross. „Falls du mich unterstützen willst, dann lass mich einen Termin für dich bei Postfinance vereinbaren. Der wird mir gutgeschrieben“, sagte die Schalterkollegin. Die Briefträgerin wollte die Kollegin unterstützen. Doch sie wollte nicht zu Postfinance. Nicht zuletzt, weil sie das gelbe Büchlein behalten will, was ja auch den Kolleginnen und Kollegen auf den Poststellen zugute kommt. Postfinance würde ihr das Büchlein ausreden wollen. E-Finance ist angesagt. Für die Vermittlung eines solchen Termins  (…).  Katrin Bärtschi.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Baertschi Katrin. Grundeinkommen. Work online, 2019-08-30.
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16.08.2019 Katar
Personen
Work
Patricia D Incau
Arbeitsbedingungen
Fussball
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Katar: Migranten haben genug von leeren Versprechen. Arbeiterproteste im WM-Land. In drei Jahren wird in Katar die Fussball-WM angepfiffen. Arbeitsmigranten machen sie möglich - und werden um ihren Lohn geprellt. Jetzt wehren sie sich. Katar: Das ist, wo die rund 300‘000 reichen Einheimischen den ganzen Tag schlafen können, während 2,6 Millionen asiatische Arbeitsmigranten und -migrantinnen das Land am Laufen halten. Als Haus- und Hotelangestellte, als Strassenreiniger oder Bauarbeiter. Letztere zehn Stunden am Tag unter der brennenden Wüstensonne, für 195 Dollar pro Monat, ohne Gewerkschaften im Rücken. Denn: die sind in Katar verboten. Genauso wie Streiks. Und jetzt das: Gleich zwei Tage hintereinander haben mehrere Tausend Arbeiter protestiert. Videos vom 4. August zeigen, wie rund dreitausend Büezer in gelben Sicherheitswesten eine der Hauptstrassen um Doha blockierten. Aus purer Not. Denn: Ganze vier Monate lang hat ihnen das Bauunternehmen Iskan den Lohn nicht bezahlt. Während Katars Medien schwiegen, wurde das Arbeitsministerium aktiv: Noch während der Blockade fuhren Beamte vor, um mit den Arbeitern zu verhandeln. Die Polizisten in Vollmontur hielten sich zurück. Genauso tags darauf, als sich rund 1000 weitere Arbeiter weigerten, ihre Schicht anzutreten. Darunter Gebäudereiniger und Spengler. Gegenüber „Human Rights Watch“ erklärte einer der Streikenden: Die Chefs hätten ihnen mit Ausschaffung gedroht, falls sie den neuen Vertrag mit noch schlechteren Löhnen nicht unterschreiben würden. „Wie im Gefängnis“. (…). Patricia D’Incau.
Work online, 16.8.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Katar. Demonstrationen. Work online, 2019-08-16.
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