Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 374

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30.11.2018 Deutschland
England
Spanien
Amazon GmbH
Personen
Work
Patricia D Incau
Arbeitsbedingungen
Streik
Volltext
Europaweite Streikwelle beim Online-Giganten. Amazon-Arbeit macht krank. Für den Profit gefährdet Amazon die Gesundheit seiner Angestellten. In der Weihnachtszeit wird's noch brutaler. Auch deshalb wird jetzt gestreikt. Am „Black Friday“ bricht der Wahnsinn aus: Mega-Rabatte für die Schnäppchenjäger, Mega-Umsätze für die Händlerinnen. Und dazwischen Angestellte, die kaum noch wissen, wo wehren. Beim Onlinegiganten Amazon traten sie deshalb in den Streik. Und zwar in ganz Europa: In Spanien, Grossbritannien, Deutschland und Italien haben mehrere Tausend Mitarbeitende protestiert. Vor den Logistikzentren, in denen sie an einem normalen Arbeitstag bis zu 20 Kilometer durch die Gänge hetzen, im Sekundentakt Artikel einpacken und bis vor die WC-Tür überwacht werden. Und das, je nach Standort, für unter 13 Franken in der Stunde - während sich Amazon-Gründer Jeff Bezos, der reichste Mann der Welt, eine goldene Nase verdient (Vermögen: über 137 Milliarden Dollar). Schwangere schikaniert. In der Vorweihnachtszeit wird's noch brutaler. Kevin Douglas, Amazon-Arbeiter in Madrid, sagt: „Wir arbeiten im Moment sechs Tage am Stück. Jetzt sollen es sieben werden.“ Selbst bei werdenden Müttern kennt Amazon keine Gnade: Eine schwangere Arbeiterin meldete der britischen Gewerkschaft GMB, dass sie 10 Stunden am Tag stehen müsse. Eine GMB-Umfrage unter Amazon-Angestellten zeigt: 9 von 10 Personen haben bei der Arbeit Schmerzen. Kranke bestraft. (…).
Patricia D’Incau.
Work online, 30.11.2018.
Personen > D Incau Patricia. Amazon GmbH. Streik. Work online, 2018-11-30.
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27.11.2018 Schweiz
H&M Schweiz AG
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
GAV
H&M Schweiz AG
Volltext
H&M: Die Unia fordert gute Arbeitsbedingungen, überall! H&M schert sich nicht um gute Arbeitsbedingungen – weder im Ausland noch in der Schweiz. Die Mitarbeitenden von H&M Schweiz und die Gewerkschaft Unia solidarisieren sich mit der Clean Clothes Campaign von Public Eye: eine angemessene Bezahlung und gute Arbeitsbedingungen sind überall auf Welt nötig. Entgegen seinen internationalen Verpflichtungen kümmert sich H&M wenig um gute Arbeitsbedingungen entlang der gesamten Lieferkette, so auch in der Schweiz. Vor fünf Jahren verpflichtete sich H&M, bis 2018 anständige Löhne an Arbeitnehmende in der Textilindustrie in seiner gesamten Lieferkette zu zahlen. Alles leere Versprechungen, wie ein Bericht von Public Eye zeigt: Hunderttausende von Textilarbeiter/innen, die für H&M arbeiten, verdienen noch immer nicht genug, um davon zu leben und arbeiten unter haarsträubenden Bedingungen. Auch in der Schweiz. Auch in der Schweiz ist die Situation unbefriedigend. Die internationalen Verpflichtungen werden auch hier nicht erfüllt, insbesondere in Bezug auf die Achtung der Gewerkschaftsfreiheit. Die Unia hat noch immer Probleme, Zugang zu Geschäften und Mitarbeitenden zu erhalten und Angestellte haben Angst vor Repressalien, wenn sie mit Gewerkschaftssekretär/innen sprechen. Ein Gesamtarbeitsvertrag ist nötig. Ein Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der die Arbeitsbedingungen regelt und verbessert, wäre für H&M-Mitarbeitende essenziell: Sie beklagen sich über ständigen Stress und Druck, schlechte Arbeitsplanung mit negativen Auswirkungen auf ihr Privatleben und einen (…).
Unia Schweiz, 27.11.2018.
Unia Schweiz > H&M. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-11-27.
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21.11.2018 Bern
Genf
McDonalds
Unia Genf

Arbeitsbedingungen
McDonalds
Uber
Volltext
Protest gegen Kooperation mit Dumping-Uber. McDonald’s: Finger weg von UberEats. Protest-/Flyeraktionen mit Point de presse: Donnerstag, 22. November 2018, 11.00 Uhr, McDonald’s, Zytgloggelaube 6, 3011 Bern, McDonald’s, 22, Rue du Mont-Blanc, 1201 Genève. Sehr geehrte Medienschaffende. Der Dumping-Konzern Uber will mit UberEats einen eigenen Essenslieferdienst in der Schweiz etablieren. Das Geschäftsmodell beruht auf der Ausbeutung scheinselbständiger Kurier/innen, die ohne Unfallversicherung, ohne Sozialversicherungen und zu Dumping-Löhnen auf die Strasse geschickt werden sollen. Als eines der ersten Unternehmen hat McDonald’s eine Zusammenarbeit mit UberEats angekündigt. Das ist störend, da McDonald’s mit der Auslagerung der Essenszustellung an eine berüchtigte Dumping-Firma den Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes umgehen würde. Die Unia und die Partnergewerkschaften der Allianz FAIRLOG machen mit einer Aktion vor zwei McDonald’s-Filialen auf die miesen Geschäftspraktiken von Uber aufmerksam und fordern von McDonald’s, auf die Partnerschaft mit UberEats zu verzichten. Wir laden Sie herzlich ein, über die Aktionen zu berichten und die Points de presse in Bern und Genf zu besuchen. (…).
Unia Genf 21.11.2018.
Unia Genf > McDonalds. Uber. Unia Genf, 2018-11-21.
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15.11.2018 Schweiz
Easyjet
Vorwaerts

Arbeitsbedingungen
Easyjet
Volltext
Stress am Flughafen. Das Personal des Billigfliegers Easyjet kündigte Kampfmassnahmen für den Dezember an. Gespräch mit Jamshid Pouranpir, VPOD-Gewerkschaftssekretär. In einem Kommunique habt ihr erklärt, dass der Sommer 2018 der schlimmste gewesen sei, der das Personal von Easyjet erlebt hat. Was sind die Gründe dafür? Jarnshid Pouranpir: Während des Sommers waren die Hauptprobleme Stornierungen und Verspätungen bei der Ankunft von Flügen und die Umleitung an Flughäfen wie Lyon oder Mailand aufgrund des nächtlichen Flugverbots in Genf oder Basel. Diese Vorfälle haben einen Einfluss auf die Passagiere, aber auch auf die Arbeitsverhältnisse der Angestellten. Deren Arbeitstag wird dadurch verlängert. Die Angestellten, die ihre Arbeit normalerweise um 23.00 Uhr beenden, mussten im Ausland bleiben oder frühmorgens in die Schweiz zurückkehren und dann manchmal am gleichen Tag wieder um 17.00 Uhr zur Arbeit gehen. In dieser Branche ist es aus Sicherheitsgründen sehr wichtig, dass sich die Beschäftigten gut ausruhen können. Eine mögliche Lösung wäre, mehr Personal einzustellen. Haben die Beschäftigten des Unternehmens in der Schweiz weitere Schwierigkeiten? Wir verurteilen auch die tiefen Löhne, die unter dem Schweizer Niveau liegen. Neu Angestellte müssen für einen Lohn von unter 4000 Franken arbeiten. Der Pünktlichkeits-Bonus für die Beschäftigten ist seit mehreren Jahren gestrichen wegen der vielen Verspätungen und annullierten Flügen. Ihr Gehalt können die (…). Joel Depommier.
Vorwärts, 15.11.2018.
Vorwaerts > Easyjet. Arbeitsbedingungen. Vorwaerts, 2018-11-15.
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18.10.2018 Schweiz
Call-Center-Branche
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Call-Center-Branche
Volltext
Die Gewährleistung der Menschenrechte durch Teleperformance muss sichergestellt werden. Im weltweit grössten Contactcenter Teleperformance, welches in der Schweiz und in weiteren 75 Ländern tätig ist und mehr als 280‘000 Mitarbeitende beschäftigt, werden wiederholt Menschen- und Arbeitnehmendenrechte verletzt. Wir stehen deshalb mit allen Gewerkschaften der Contact- und Callcenter-Branche gemeinsam dafür ein, dass dieser Missstand behoben wird und die Menschen- und Arbeitnehmendenrechte in sämtlichen Betriebsstätten des Unternehmens auf der ganzen Welt gewahrt werden. Deklaration der UNI Global Union. Als Mitgliedsorganisationen von UNI ICTS arbeiten wir seit mehreren Jahren zusammen, um die Probleme bei Teleperformance zu lösen, und konnten dadurch in einzelnen Ländern bereits einige Erfolge erzielen. So erhielten infolge unserer Bemühungen über einen Zeitraum von fast zwei Jahren die Beschäftigten in der Dominikanischen Republik endlich das Recht, sich ohne Angst und ohne Einmischung des Arbeitgebers gewerkschaftlich zu organisieren. Dies ist eine bedeutende Errungenschaft, löst aber nicht die systematischen Probleme, die in den vielen Betriebsstätten von Teleperformance bestehen. Teleperformance-Beschäftigte sind in mehreren anderen Ländern mit Problemen am Arbeitsplatz und dem Widerstand der Arbeitgeber konfrontiert, wenn sie versuchen, sich in Gewerkschaften zusammenzuschließen, um diese Probleme zu lösen. In Ländern wie Mexiko, den Philippinen, Kolumbien und den Vereinigten Staaten haben Arbeitnehmende extreme Angst vor Vergeltungsmaßnahmen (…).
Syndicom, 18.10.2018.
Syndicom > Teleperformance. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2018-10-18.
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17.10.2018 Schweiz
Energiewirtschaft
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Energieversorgung
Volltext
Ohne Strommarktabkommen und flankierende Massnahmen für die Angestellten keine vollständige Öffnung des Strommarktes! Heute hat der Bundesrat die Vernehmlassung zur Revision des Stromversorgungsgesetzes eröffnet. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist nicht grundsätzlich gegen eine vollständige Öffnung des Strommarktes. Es gibt jedoch Bedingungen, die zwingend eingehalten werden müssen. So braucht es zwingend flankierende Massnahmen für die Arbeitnehmenden der Branche und ein Strommarktabkommen mit der Europäischen Union (EU). Aus Sicht von Travail.Suisse ist es enttäuschend, dass die Vernehmlassungsvorlage für die Strommarktliberalisierung keine einzige der genannten Bedingungen und keinerlei flankierende Massnahmen für die Arbeitnehmenden in der Elektrizitätsbranche vorsieht. Der Schweizer Strommarkt funktioniert heute gut so wie er ist. Die Versorgungssicherheit ist gewährleistet und die Arbeitsbedingungen sind trotz vieler struktureller Veränderungen in der Regel gut. Es gibt daher aus heutiger Sicht keinen zwingenden Grund, den Schweizer Strommarkt vollständig zu öffnen. Die vollständige Öffnung des Strommarktes ist deshalb für Travail.Suisse abhängig von einem Stromabkommen mit der EU. Bevor ein solches nicht vorliegt, kann keine fundierte Entscheidung getroffen werden können. Einziger positiver Punkt des vorliegenden Projekts im Vergleich zum vorausgegangenen von 2014, ist der Einsatz von Schweizer Strom für die Grundversorgung. Das würde die Schweizer Wasserkraft unterstützen. Mit einer vollständigen (…).
Travail.Suisse, 17.10.2018.
Travail.Suisse > Energieversorgung. Arbeitsbedingungen. Travail.Suisse, 2018-10-17.
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04.10.2018 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Untersuchung
Volltext
Repräsentative Studie „Barometer Gute Arbeit“ zeigt Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz. Viel Stress, schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt und einseitige Flexibilisierung der Arbeitszeiten – und jetzt noch massive Angriffe auf das Arbeitsgesetz. Sehr geehrte Damen und Herren. Anfangs September gingen die massiven Angriffe auf das Arbeitsgesetz in die nächste Runde: Die Vernehmlassung zu den parlamentarischen Initiativen Graber (16.414) und Keller-Sutter (16.423) wurde eröffnet. Setzen sich diese Angriffe durch, so drohen massive Gratisarbeit und uferlose Arbeitszeiten. Die Arbeitnehmenden in der Schweiz sind aber bereits heute überlastet. Stress und die einseitige Flexibilisierung der Arbeitszeiten belasten sie schwer. Dass sich die Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt durch Entwicklungen wie die Digitalisierung verschlechtern, verstärkt gesundheitliche Probleme wie beispielsweise Burnout massiv. Das hat neben persönlichem Leid auch hohe volkswirtschaftliche Kosten zur Folge. Das „Barometer Gute Arbeit“ untersucht die Arbeitsbedingungen und liefert repräsentative Ergebnisse für die Jahre 2015 bis 2018 in den Bereichen Sicherheit, Gesundheit und Motivation. Die Studie ist ein Kooperationsprojekt der Berner Fachhochschule, des unabhängigen Dachverbands der Arbeitnehmenden Travail.Suisse und der Allbranchengewerkschaft Syna. Gerne informieren wir Sie detaillierter über die Resultate der Studie und unsere diesbezüglichen Forderungen. (…).
Travail.Suisse, 4.10.2018.
Travail.Suisse > Arbeitsbedingungen. Studie. Travail.Suisse, 2018-10-04.
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13.09.2018 Polen
Amazon GmbH
Gewerkschaften
WOZ

Amazon GmbH
Arbeitsbedingungen
Volltext
Wichtiger als der Lohn von Jeff Bezos. Eine kleine Basisgewerkschaft kämpft in Polen für faire Arbeitsbedingungen bei Amazon, Volkswagen und anderen ausländischen Konzernen. Zwei AktivistInnen erzählen. Roman Lupinski ist müde. Seit vier Jahren arbeitet der 45-Jährige beim Online- und Versandgiganten Amazon im westpolnischen Poznan. Zusammen mit rund 4000 Festbeschäftigten und etwa 1700 ZeitarbeiterInnen an diesem Standort, einem von fünf Amazon-Lagern in Polen. Doch nicht nur die schwere Arbeit ermüdet. Zusätzlich ist er aktiver Gewerkschafter. Und das bedeutet an der Weichsel einen Kampf sondergleichen. „Der Schutz von Gewerkschaftern ist in Polen kaum mehr als eine Illusion“, sagt Lupinski. Der Aktivist, der schon früher Erfahrungen bei Streiks machte, sitzt heute im kleinen Büro der vor zehn Jahren gegründeten Gewerkschaft namens Arbeiter-Initiative (Inicjatywa Pracownicza, kurz: IP) im Zentrum der Stadt. Nachdem der Firmenleitung bekannt geworden war, dass Lupinski Gewerkschafter ist, wurde er an einen Arbeitsplatz versetzt, an dem er weniger Kontakt mit den MitarbeiterInnen hat. Ein Gegenmodell. „Amazon treibt die Ausbeutung der Beschäftigten immer weiter voran, andere Unternehmen orientieren sich am Konzern“, sagt Lupinski, der bei der IP seit ihrer Gründung aktiv ist. Lange Zeit war der heutige Lagerarbeiter arbeitslos, hat später sieben Jahre in Irland gearbeitet. „In Polen sind die Löhne noch geringer, die Arbeitsbedingungen schlechter, und die Arbeit ist schwerer.“ Dann schiebt er kämpferisch nach: „Wenn es uns gelingt, bei Amazon die Lage zu verbessern, dann gelingt es uns auch in (…).
WOZ, 13.9.2018.
WOZ > Polen. Gewerkschaften. Amazon. WOZ, 2018-09-13.
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17.08.2018 Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Reinigungspersonal
Volltext
Miese Zustände in den Hotels der Marriott- Kette. Putzfrauen packen aus. Giftige Putzmittel, 19-Stunden-Tage und sexuelle Obergriffe: Ein Report der Unia prangert die miesen Bedingungen der Putzkräfte in den Marriott-Hotels an. Petra" ist Reinigungskraft im Zürcher Sheraton-Hotel. Sie sagt: „Ich würde in diesem Hotelzimmer nicht barfuss herumlaufen.“ Der Grund: Sie und ihre Kolleginnen und Kollegen müssen das ganze Hotelzimmer mit demselben Putzmittel reinigen. „Es ist giftig und sollte eigentlich nur im Badezimmer angewendet und mit viel Wasser abgespült werden. Das wird bei Holzböden und bei den Möbeln natürlich nicht gemacht“. Ein Report der Unia Zürich-Schaffhausen enthüllt jetzt die Zustände in den Zürcher Marriott-Hotels, zu denen auch das Sheraton gehört. Putzfrauen berichten vor allem über brutalen Zeitdruck. Zum Beispiel Moira*, die im Fünfsternehaus Marriott direkt an der Limmat arbeitet: Beim Vorstellungsgespräch wurde ihr gesagt, dass sie fürs Reinigen eines Zimmers 30 Minuten Zeit habe. „Tatsächlich hatten wir dann nur 10 Minuten. Das reicht bei dreckigen Zimmern einfach nicht“. 19-Stunden-Tag. Und selbst dann müssen die Putzfrauen oft bis zum Umfallen chrampfen. In einem Monat, als das Hotel gut belegt war, hätten sie im Durchschnitt 12 bis 13 Stunden pro Tag gearbeitet, an Spitzentagen sogar 19 Stunden, sagen zwei Putzfrauen aus dem „Renaissance Zürich Tower Hotel“ im Trendquartier Zürich West. Ein klarer Verstoss gegen den Gesamtarbeitsvertrag der Reinigung. Die Frauen erleben auch sexuelle (…). Christian Egg.
Work, 17.8.2018.
Personen > Egg Christian. Reinigungspersonal. Work, 2018-08-17.
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17.07.2018 Katar
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Fussball
Volltext
Nach der WM ist vor der WM. Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen in Katar verbessert. Schlusspfiff an der Fussball WM in Russland – in Katar ist der Bau der Stadien für die WM 2022 bereits in vollem Gange. Gemeinsam mit der Bau- und Holzarbeiter Internationalen (BHI) setzt sich die Unia ein, um die Arbeitsbedingungen der Bauarbeiter zu verbessern. Mit Erfolg: Die BHI führt auch 2018 Kontrollen auf den Baustellen durch und schult die Sicherheitsbeauftragten. Mega-Sportanlässe führen zum Bau von Stadien und anderer Infrastruktur. Dabei sind Tausende Bauarbeiter involviert: Oft zu sehr schlechten Arbeitsbedingungen. Oft mit vielen Todesfällen, auch zuletzt in Russland. Das darf sich nicht wiederholen. In Katar ist der Bau der Stadien für die WM 2022 in vollem Gange. Deshalb engagieren sich die Bau- und Holzarbeiter Internationale (BHI) und die Unia gegen Missstände und für die Rechte der Arbeitnehmenden vor Ort. Keine Gewerkschaften in Katar. Die umstrittene Vergabe der WM an Katar liess NGOs und Gewerkschaften gleichermassen aufhorchen. In Katar leben rund 300‘000 Katari und über zwei Millionen Migrant/innen. Gewerkschaften gibt es keine. Zudem herrscht in Katar das Kafalasystem, welches es ausländischen Arbeitnehmer/innen verbietet, den Arbeitgeber zu wechseln oder das Land ohne Einwilligung des Arbeitgebers zu verlassen. Doch dank des internationalen Einsatzes der Gewerkschaften hat sich an der aktuellen Situation in Katar etwas zum Besseren geändert, wie Vania Alleva, Präsidentin der (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.7.2018.
Unia Schweiz > Katar. Fussball-WM. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-07-17.
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07.07.2018 Schweiz
JardinSuisse
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gartenbau
GAV
Volltext
Raus aus der Tieflohnzone. Gärtner/innen-Delegation übergibt Vereinbarungsvorschlag am JardinSuisse-Hauptsitz. Gärtnerinnen und Gärtner verdienen immer noch deutlich weniger und haben schlechtere Arbeitsbedingungen als ihre Kollegen auf dem Bau. Eine Delegation von Gärtner/innen hat heute am Hauptsitz des Arbeitgeberverbands JardinSuisse in Aarau einen Vereinbarungsvorschlag mit der klaren Forderung „keine Löhne unter 4000 Franken!“ deponiert. JardinSuisse steht nun in der Verantwortung. Der Berufsalltag im Gartenbau ist hart. Gerade im Sommer bei Temperaturen über 30 Grad wird den Gärtner/innen alles abverlangt. Dennoch ist der Gartenbau weiterhin eine Tieflohnzone; bis zu 1000 Franken/Monat tiefere Löhne und schlechtere Arbeitsbedingungen als ihre Kolleg/innen in verwandten handwerklichen Berufen sind weit verbreitet. Trotz Berufs-Knowhow und gleich hartem Berufsalltag. Für die Gärtner/innen ist das absolut unverständlich. Ihre Forderungen sind klar: Es braucht fünf Wochen Ferien, eine Frühpensionierung und faire Löhne. Vereinbarungsvorschlag für faire Löhne übergeben. Heute ist deshalb eine Delegation von aktiven Gärtner/innen am Hauptsitz des Gärtnermeisterverbands JardinSuisse in Aarau vorstellig geworden. Zusammen mit einer überdimensionalen Sonnenblume reichten die Gärtner/innen einen Vereinbarungsvorschlag für faire Löhne an JardinSuisse ein: keine Löhne mehr unter 4000 Franken. Dies als erster Schritt, um die Missstände in der Branche anzugehen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 7.7.2018.
Unia Schweiz > Gartenbau. GAV. Unia Schweiz, 2018-07-07.
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04.07.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Pflegepersonal
Volltext
Evaluationsbericht zur Neuordnung der Pflegefinanzierung. Neue Pflegefinanzierung berücksichtigt Bedürfnisse der Angestellten nicht. Für die Gewerkschaft Unia vermag die Neuordnung der Pflegefinanzierung das grundlegende Problem nicht lösen; namentlich die Unterfinanzierung und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Folgen sind Stress und Zeitdruck beim Personal sowie Qualitätseinbussen bei der Pflege. Heute hat der Bundesrat die Evaluation der Neuen Pflegefinanzierung (NPF) publiziert. Für den Bundesrat hat die Neuordnung die Ziele zwar erreicht, dies ist allerdings nur die halbe Wahrheit: Die NPF vermag das grundlegende Problem nicht lösen; namentlich die Unterfinanzierung und die Ökonomisierung des Gesundheitswesens. Personal und Pflegebedürftige leiden unter Kostendruck der Betriebe. In der heute publizierten Evaluation wird deutlich, dass der Kostendruck der Betriebe auf die Pflegenden umgewälzt wird. Die Rationalisierung von Pflegetätigkeiten und Zeitdruck sind die Folge. Darunter leiden nicht nur das Personal, sondern auch die Pflegebedürftigen. „Uns erreichen immer mehr Klagen von Pflegenden, dass ihnen eine immer grössere Flexibilität abgerungen wird. Kurzfristige Dienstplanänderungen, Minus- und Überstunden sowie Druck und Stress während der Arbeit nehmen markant zu. Dies ist eine direkte Folge der auf Rentabilität fokussierten Neuen Pflegefinanzierung“ (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.7.2018.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-07-04.
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21.06.2018 Schweiz
Medien
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Medien
Volltext
Die Mediengewerkschaften unterstützen den Entwurf zum Mediengesetz und fordern eine rasche Behandlung. Die Mediengewerkschaften Syndicom und SSM begrüssen die grundlegende Stossrichtung, die der Bundesrat mit dem Mediengesetz verfolgt. Die Finanzierung der gesellschaftlich notwendigen journalistischen Leistungen ist nicht gesichert, der Schweiz droht die Medienvielfalt abhanden zu kommen. Deshalb ist es höchste Zeit für eine direkte Unterstützung von journalistischen Leistungen. Unabhängig vom Verbreitungskanal soll die Medienförderung primär bei der Qualität und Vielfalt ansetzen. Online-Medien unterstützen ohne die Print-Medien zu vergessen. Das Mediengesetz sieht vor, via Gebührengelder neu auch Online-Medien unterstützen zu können. Die Mediengewerkschaften unterstützen diesen Vorschlag dezidiert. Dennoch fordern sie weiterhin eine allgemeine Journalismusförderung, mit welcher auch Print-Medien unterstützt werden können. Und sie bestehen weiterhin auf der indirekten Presseförderung, die für Regionalzeitungen und Mitgliederzeitungen von unzähligen zivilgesellschaftlichen Organisationen überlebensnotwendig ist. Die SRG als das öffentlich-rechtliche Medienunternehmen, das in guter Qualität alle Sprachregionen abdeckt, muss stabilisiert werden. Die sinkenden Werbeeinnahmen beeinträchtigen den Spielraum des Unternehmens. Die „No-Billag“-Abstimmung hat deutlich gezeigt, dass die SRG in der Bevölkerung weiterhin stark verankert ist. Entgegen aller Prognosen auch (…). Syndicom und SSM.
Syndicom, Medienmitteilung, 21.6.2018.
Syndicom > Medien. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2018-06-21.
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15.05.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Elektriker
Volltext
Unbefriedigende Arbeits- und Lohnbedingungen. Premiere: Elektriker/innen aus der ganzen Schweiz. demonstrieren für die Zukunft ihres Berufs. Samstag, 19. Mai 2018: Nationale Kundgebung der Elektroinstallateur/innen in Zürich. Medienorientierung um 12.30 Uhr, Walchebrücke (neben dem Hauptbahnhof). Abmarsch des Umzugs um 13.30 Uhr. An die Medienschaffenden. Das gab es noch nie in der Schweiz: Elektro- und Telematik-Installateur/innen aus allen Landesteilen der Schweiz werden diesen Samstag in Zürich vor dem Sitz des Verbands der Schweizerischen Elektro-Installationsfirmen (VSEI) demonstrieren. Sie haben es gründlich satt, als Stiefkinder der Bauberufe behandelt zu werden: Die Löhne sind angesichts des hohen Ausbildungsniveaus und der grossen Verantwortung zu niedrig, die jungen Berufsleute wandern in Massen ab, eine vorzeitige Pensionierung gibt es nicht. Die Elektriker/innen verlangen im Rahmen der diesjährigen Erneuerung ihres Gesamtarbeitsvertrags (GAV) laut und deutlich eine Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen. Sie werden um 13.30 Uhr vom Hauptbahnhof Zürich (Walchebrücke) zum Sitz des VSEI marschieren und eine Petition mit über 4'000 Unterschriften einreichen, um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen. Medienorientierung um 12.30 Uhr. Zürich, Walchebrücke (neben dem Hauptbahnhof). Teilnehmer/innen: (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, 15.5.2018.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/Elektriker.%20Arbeitsbedingungen.%20Unia%20Schweiz,%202018-05-15.pdf
26.04.2018 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
Alter
Arbeitsbedingungen
Volltext
Reagieren nicht negieren - Ältere Arbeitnehmende brauchen mehr Schutz. Konferenz zum Thema ältere Arbeitnehmende. Die vierte Nationale Konferenz hat unter anderem beschlossen, dass Massnahmen zur Lösung der finanziellen und sozialen Probleme von älteren Arbeitslosen mit drohender Aussteuerung geprüft werden müssen. Das ist positiv. Darüber hinaus braucht es zusätzliche Massnahmen wie beispielsweise einen besseren Schutz langjähriger älterer Mitarbeiter gegen Kündigung. Die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe 55plus ist in den letzten Jahren stärker angestiegen als die Arbeitslosigkeit insgesamt. Insbesondere in den letzten beiden Jahren akzentuierte sich dieses Phänomen. Und dies obwohl die Betroffenen viel länger ohne Stelle bleiben als Arbeitslose anderer Alterskategorien und obwohl bei den 55plus der Anteil jener, die zwar eine Stelle haben aber eigentlich mit einem höheren Pensum arbeiten möchten (Unterbeschäftigung), höher ist und weiter ansteigt. Abzulesen ist die soziale Sprengkraft dieser Phänomene an der Sozialhilfequote der 50-64-Jährigen: Sie ist seit 2005 um 50 Prozent auf 2,9 Prozent angestiegen. Es geht nicht an, die Probleme mit Verweis auf die insgesamt gestiegene Erwerbsquote der 55plus, zu negieren. Dieser Anstieg ist v.a. darauf zurückzuführen, dass die sinkenden Pensionskassenrenten viele dazu zwingt, länger als geplant zu arbeiten um den (…). Daniel Lampart.
SGB, 26.4.2018
Personen > Lampart Daniel. Alter. Arbeitsbedingungen. SGB, 2018-04-26.
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25.04.2018 Zug
Glencore
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Glencore
Protestversammlung
Volltext
Minengewerkschafter demonstrieren in Zug. gegen Missachtung ihrer Rechte. Internationaler Gewerkschaftsprotest an Glencore-Jahresversammlung. Dienstag, 2. Mai, 10 bis 11 Uhr, Theater Casino Zug, Artherstrasse 2-4, 6300 Zug. Sehr geehrte Medienschaffende. An der Jahreshauptversammlung von Glencore in Zug werden Minen-GewerkschafterInnen aus verschiedenen Ländern gegen die schlechten Arbeitsbedingungen und die Missachtung von Gewerkschaftsrechten durch den Bergbaumulti protestieren. Die Aktionäre sollen damit auch auf die Investitionsrisiken hingewiesen werden, die sich aus dem Verhalten des Konzerns ergeben. An der Aktion vor dem Casino Zug werden unter anderem Vertreter folgender Gewerkschaften teilnehmen: (…).
Medieneinladung der IndustriALL Global Union und der Gewerkschaft Unia, 20.4.2018
Unia Schweiz < Glencore. Arbeitsbedingungen, Unia Schweiz, 2018-04-24.
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20.04.2018 Schweiz
Gastgewerbe
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gastgewerbe
Volltext
Delegiertenversammlung des Sektors Gewerbe der Unia. Die Arbeitnehmenden wehren sich gegen die politische Instrumentalisierung ihrer Arbeitsbedingungen. An ihrer heutigen Delegiertenversammlung in Bern haben Arbeitnehmende des Gewerbesektors aus der ganzen Schweiz eine Resolution verabschiedet, die die Machenschaften der SVP kritisiert. Sie werfen der Partei vor, betrügerischen Unternehmen in die Hand zu arbeiten. Angesichts des heute auf den Baustellen herrschenden Preiskriegs fordert die Unia eine Stärkung der Massnahmen zum Schutz der Löhne und der Arbeitsbedingungen. Unter dem Deckmantel der nationalen Souveränität hat die SVP einen neuen politischen Angriff auf die Gewerkschaften, die Gesamtarbeitsverträge und die Sozialpartnerschaft gestartet. Sie will den Lohnschutz in der Schweiz abschaffen. Die Aufhebung der Personenfreizügigkeit und der flankierenden Massnahmen hätte zur Folge, dass europäische Arbeitskräfte zu nicht kontrollierten und schlechteren Arbeitsbedingungen als in der Schweiz üblich angestellt würden. Diese Politik leistet betrügerischen Unternehmen Vorschub, die sich über Gesetze und Gesamtarbeitsverträge hinwegsetzen. Zudem verstärkt sie die Unsicherheit und die sozialen Spannungen. Zurück zur Arbeitsrealität auf den Baustellen. An der Delegiertenversammlung sagte Aldo Ferrari, Vizepräsident Unia und Sektorleiter Gewerbe, dazu: "Der in den (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 20.4.2018.
Unia Schweiz > Gastgewerbe. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-04-20.
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05.03.2018 Schweiz
Arbeitsgesetz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Arbeitsgesetz
Volltext
Gesundheitsschädigende Vorstösse im Parlament. Angestellte im Dienstleistungssektor wehren sich für ihre Gesundheit. Die Angestellten im Dienstleistungssektor warnen vor drohenden Verschlechterungen im Arbeitsgesetz: Gemeinsam mit der Unia fordern knapp 1‘300 Arbeitnehmende in einem Protestschreiben vom Parlament, sich für den Schutz der Arbeitnehmenden einzusetzen und wehren sich gegen die Aushöhlung des Arbeitsgesetzes. Zur Zeit diskutiert das Parlament mehrere bürgerliche Vorstösse zum Arbeitsgesetz. Mit deren Annahme würden die heute schon prekären Arbeitsbedingungen der Angestellten weiter verschlechtert. Deshalb hat heute eine Arbeitnehmerdelegation aus dem Dienstleistungssektor dem nationalen Parlament 1‘280 Protestkarten übergeben. Die Arbeitnehmenden fordern, die gesundheitsschädigenden Vorstösse von Karin Keller-Sutter und Konrad Graber abzulehnen. Die Aktion drückt ihre grosse Besorgnis über die laufenden Bestrebungen aus, das Arbeitsgesetz unter dem Deckmantel der Modernisierung zu schwächen und weiter auszuhöhlen. Gesundheitsschutz ausbauen, statt abbauen. Die Arbeitgeber stellen immer grössere Anforderungen an die Angestellten. Sie verlangen immer mehr Leistung und der Leidensdruck an der Arbeit steigt. Die Unia setzt sich dafür ein, dass das Arbeitsgesetz aus-, statt abgebaut wird, denn: (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.3.2018.
Unia Schweiz > Arbeitsgesetz. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2018-03-05.
Ganzer Text
03.02.2018 Deutschland
H&M Schweiz AG
Junge Welt
Verdi

Arbeitsbedingungen
H&M Schweiz AG
Verdi
Volltext
Schuften bis zum Umfallen. Verdi kritisiert Mobbing in hessischen Filialen von H&M. Konzernleitung habe es gezielt auf Mütter, Kranke und Betriebsräte abgesehen. Die Modekette Hennes&Mauritz (H&M) leidet dieser Tage nicht nur unter den jüngsten Skandalen, wie das Verbreiten rassistischer Werbung oder dem Verbrennen grosser Mengen nicht verkaufter Klamotten. Ein Umsatzeinbruch lässt die Kapitaleigner um ihr künftiges Mitmischen am Markt bangen. Unter der desolaten Geschäftssituation leiden auch die Beschäftigen. Das H&M-Regionalmanagement Südhessen und Rhein-Main-Gebiet setzt offenbar angestellte Mütter, Erkrankte und Betriebsräte unter Druck. Das kritisierte am Donnerstag Horst Gobrecht von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi). So unterlaufe die Geschäftsführung in den etwa 20 Filialen im Grossraum Wiesbaden, Hanau und Darmstadt bisher übliche Sozialstandards. *Beispielsweise sollen Mütter mit Kindern im schulpflichtigen Alter oder jünger dauerhaft in der Spätschicht und samstags arbeiten, selbst wenn sie zu diesen Zeiten die Betreuung nicht organisieren können“, sagte Gobrecht im Gespräch mit Junge Welt. Das Problem sei, dass es sich um freiwillige Zugeständnisse der Geschäftsführung gehandelt habe. „Im Tarifvertrag ist nur vereinbart, dass Mütter mit Kindern unter zwölf Jahren nicht länger als bis 18.30 Uhr arbeiten müssen“, erläuterte Gobrecht. Einige Betroffene, vor allem Alleinerziehende, überfordere es aber, ständig und höchst flexibel Spätschichten und Wochenenddienst zu schieben. „Melden die er. (…).
Junge Welt, 3.2.2019.
Junge Welt > Verdi. H&M. Arbeitsbedingungen. Junge Welt, 2018-02-03.
Ganzer Text
03.02.2018 Deutschland
H&M Schweiz AG
Junge Welt
Verdi

Arbeitsbedingungen
H&M Schweiz AG
Verdi
Volltext
Schuften bis zum Umfallen. Verdi kritisiert Mobbing in hessischen Filialen von H&M. Konzernleitung habe es gezielt auf Mütter, Kranke und Betriebsräte abgesehen. Die Modekette Hennes&Mauritz (H&M) leidet dieser Tage nicht nur unter den jüngsten Skandalen, wie das Verbreiten rassistischer Werbung oder dem Verbrennen grosser Mengen nicht verkaufter Klamotten. Ein Umsatzeinbruch lässt die Kapitaleigner um ihr künftiges Mitmischen am Markt bangen. Unter der desolaten Geschäftssituation leiden auch die Beschäftigen. Das H&M-Regionalmanagement Südhessen und Rhein-Main-Gebiet setzt offenbar angestellte Mütter, Erkrankte und Betriebsräte unter Druck. Das kritisierte am Donnerstag Horst Gobrecht von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi). So unterlaufe die Geschäftsführung in den etwa 20 Filialen im Grossraum Wiesbaden, Hanau und Darmstadt bisher übliche Sozialstandards. *Beispielsweise sollen Mütter mit Kindern im schulpflichtigen Alter oder jünger dauerhaft in der Spätschicht und samstags arbeiten, selbst wenn sie zu diesen Zeiten die Betreuung nicht organisieren können“, sagte Gobrecht im Gespräch mit Junge Welt. Das Problem sei, dass es sich um freiwillige Zugeständnisse der Geschäftsführung gehandelt habe. „Im Tarifvertrag ist nur vereinbart, dass Mütter mit Kindern unter zwölf Jahren nicht länger als bis 18.30 Uhr arbeiten müssen“, erläuterte Gobrecht. Einige Betroffene, vor allem Alleinerziehende, überfordere es aber, ständig und höchst flexibel Spätschichten und Wochenenddienst zu schieben. „Melden die er. (…).
Junge Welt, 3.2.2019.
Junge Welt > Verdi. H&M. Arbeitsbedingungen. Junge Welt, 2018-02-03.
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19.01.2018 Schweiz
OVS
Personen
Work
Patricia D Incau
Arbeitsbedingungen
OVS
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Dicke Luft beim Vögele-Nachfolger. OVS macht Druck auf Personal. Weniger Zeit, mehr Arbeit: Beim Modehändler OVS sind die Angestellten am Limit. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Sylvie B* Sie erzählt von Stress, Unsicherheit und Angst. Und meint damit die aktuelle Stimmung bei OVS, der italienischen Modekette, die 2017 die serbelnden Vögele-Läden übernommen hat. Zum Glück für B. schien es damals. Sie konnte den Job behalten. Während am Hauptsitz in Pfäffikon SZ rund 260 Personen entlassen wurden, sollte es in den Filialen keine Kündigungen geben. Im Gegenteil: „Zwischen 150 und 200 Stellen“ wolle er schaffen, sagte OVS-Chef Stefano Beraldo im Juni dem „Blick“. Ernüchterung. Davon ist heute wenig geblieben. B. weiss: Weil die Verkaufszahlen nicht stimmen, spart OVS am Personal. So wurden die Filialleiter im Dezember angewiesen, die Pensen der im Stundenlohn Angestellten zu reduzieren - auf maximal 8 Stunden in der Woche. Was darüber hinausgeht, wird nun auf die Festangestellten verteilt. Sie müssen die Zusatzarbeit - laut B. bis zu 30 Prozent mehr - in der normalen Arbeitszeit leisten. Das ist Stress pur. Denn: Überstunden dürfen keine mehr gemacht werden. Von zusätzlichen Arbeitsplätzen ist kaum mehr die Rede. Zwar wurden neue Stellen ausgeschrieben, doch die Filialleiter mussten plötzlich allen Bewerbern absagen. Auf Geheiss von oben. Furcht. Bei OVS widerspricht man: „Ein genereller Anstellungsstopp wurde nicht ausgesprochen“. Das Unternehmen überprüfe laufend (…). Patricia D’Incau.
Work, 19.1.2018.
Personen > D’Incau Patrizia. OVS. Arbeitszeit. Work, 2018-01-19.
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20.12.2017 JU Kanton
CJ Chemins de fer du Jura
Personen
Unia Transjurane
Vivian Bologna
Arbeitsbedingungen
CJ Chemins de fer du Jura
Petition
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4000 Unterschriften für gute Arbeitsbedingungen bei Buslinien im Jura. 4000 Unterschriften haben SEV und Syndicom zur Busausschreibung im Kanton Jura gesammelt! Die Übergabe an den Kanton fand am Mittwochmorgen statt. Die Petition unterstützt die Forderung von Syndicom und vom SEV, die Ausschreibung mit Auflagen zum Schutz der Anstellungsbedingungen zu verbinden. „Offerierende Unternehmen sollen einen GAV abschliessen und vor allem die branchenüblichen Löhne und Arbeitszeiten einhalten müssen“, erklärt SEV-Gewerkschaftssekretär Jean-Pierre Etique. Er ist für die Chemins de fer du Jura (CJ ) zuständig, die heute zwei Buslinien im Kanton Jura betreiben. „Falls die tägliche Fahrzeit steigt, leidet die Sicherheit“, warnt Etique. „Zudem sichern die heutigen Betreiber Postauto und CJ Arbeitsplätze in der Region, und zwar auch im Fahrzeugunterhalt.“ Der Jura ist kein Einzelfall: „Überall in der Schweiz wollen zurzeit Kantone Linien ausschreiben, weil sie sich davon substanzielle Einsparungen bei ihren Verkehrsbudgets erhoffen“, sagt SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger. „Die Verantwortlichen müssen sich bewusst sein, welche Folgen diese Politik hat.“ „Die 4000 Unterschriften zeigen, dass die jurassische Bevölkerung mit dem heutigen Angebot zufrieden ist und weiss, was auf dem Spiel steht“, sagt Jean-François Donzé, Regionalsekretär von Syndicom. Für die Qualität und Sicherheit des ÖV und für Arbeitsplätze in der Region mit anständigen Löhnen und Arbeitsbedingungen (…). Vivian Bologna.
Syndicom, 20.12.2017.
Syndicom > Chemin de fer du Jura. Petition. Syndicom, 2017-12-20.
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18.12.2017 Schweiz
SEV Schweiz
Syndicom
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Transport
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FAIRLOG: Allianz für menschenwürdige Bedingungen in Strassengütertransport und Logistik. Die Gewerkschaften SEV, Syndicom und Unia bilden die Allianz FAIRLOG, um die Arbeitsbedingungen und die gesetzlichen Rahmenbedingungen in der Logistik und im Strassengütertransport zu verbessern. Dies soll einerseits durch den Abschluss von Gesamtarbeitsverträgen und direkte Interessenvertretung in den Betrieben, andererseits durch die Beeinflussung der politischen Rahmenbedingungen auf nationaler Ebene erreicht werden. FAIRLOG ist ein gemeinsames Projekt der Gewerkschaften SEV, Syndicom und Unia mit dem Ziel, die Arbeits- und Lebensbedingungen der Beschäftigten im Bereich Logistik und Strassengütertransport durch konsequente Interessensvertretung der Arbeitnehmenden zu verbessern. Grosser Handlungsbedarf. Die Arbeitsbedingungen in Strassengütertransport und Logistik lassen heute viel zu wünschen übrig. Unfairer Wettbewerb, fehlende Kontrollen, tiefe Löhne, überlange Arbeitszeiten und zunehmender Stress für die Mitarbeitenden prägen den Alltag. Die Löhne sind zudem in den letzten Jahren kaum angestiegen, Lohndumping ist ein verbreitetes Problem. Deshalb müssen neben der Verbesserung der gesetzlichen und gesamtarbeitsvertraglichen Schutzbestimmungen auch der Vollzug flankierender Massnahmen und die Kontrolle der geltenden Arbeitsbedingungen entschlossen umgesetzt werden. Antwort auf Digitalisierung. Strassengütertransport und Logistik werden insbesondere auch durch die (…).
Syndicom, Logistik, Medienmitteilung, 18.12.2017.
Syndicom > Transport. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2017-12-18.
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07.12.2017 China
Apple
Personen
Vorwärts
Tarek Idri
Apple
Arbeitsbedingungen
Lohndumping
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Zwangsarbeit für Apple. In chinesischen Apple-Zulieferbetrieben werden die Rechte der ArbeiterInnen massiv verletzt. Studierende von Fachhochschulen werden unter dem Vorwand von „Praktika“ als Billig-Arbeitskräfte missbraucht. Der Apple-Konzern, das „wertvollste“ Unternehmen der Welt, lässt seine elektronischen Geräte grösstenteils in Taiwan und China herstellen. Seit 2010 hat der Konzern begonnen, seine Fabriken in Gegenden mit tieferen Arbeitskosten zu versetzen. Foxconn, das grösste Subunternehmen von Apple, verlegte beispielsweise seine Hauptproduktionsstätte von Shenzhen in die weniger entwickelte Stadt Zhengzhou. Manchmal werden die Fabriken auch in ärmere asiatische Länder wie Vietnam oder Malaysia ausgelagert. Dieser Wechsel hat sich in den letzten Jahren verstärkt, da sich die Arbeitsbedingungen im küstennahen China verbessert haben. Das Herstellungszentrum für die Apple Watch, die Apple-Uhr, befand sich in einer Stadt an der Küste bei Shanghai. 2016 wurde die Produktion in die Binnenstadt Chongqing verlegt. Die Arbeitsrechte sind im Innern Chinas schlechter im Vergleich zu den Küstenregionen, entsprechend sind die Löhne tiefer und die ArbeiterInnen weniger gut geschützt. “Nichts gelernt”. Ein Bericht der Studierendenorganisation Sacom aus Hongkong deckte vor Kurzem auf, wie Quanta Computer, der exklusiv die Apple Watch herstellt, studentische PraktikantInnen ausbeutet - mit 12-Stundentagen und SchülerInnen ab 16 Jahren. Die StudentInnen berichten, dass sie ohne (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 7.12.2017.
Personen > Idri Tarek, China. Apple. Dumpinglöhne. Vorwärts, 2017-12-07.
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06.12.2017 Genf
Uber
Unia Genf

Arbeitsbedingungen
Streik
Uber
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Arbeitskonflikt bei zwei Genfer „Partnerunternehmen“ von Uber. Uber-Fahrer streiken für ihre Rechte. Die 18 Chauffeure des Fahrdienstes Pégase Léman sind seit heute im Streik. Die Firma, die exklusiv für den Dumping-Konzern Uber Fahrten anbietet, zahlt offenbar keine Sozialversicherungsbeiträge und lässt ihre Mitarbeitenden unter unannehmbaren Bedingungen arbeiten. In der gleichen Situation sind die Fahrer von StarLimoLuxe. Die Chauffeure fordern mit Unterstützung der Gewerkschaft Unia die Einhaltung ihrer Rechte. Der Dumping-Fahrdienst Uber gab kürzlich bekannt, die Arbeit seiner Fahrer/innen in der Westschweiz professionalisieren zu wollen. Stattdessen hat er anscheinend ein undurchsichtiges Personalverleih-System etabliert, wobei es zu vielen Unregelmässigkeiten kommt. Die Angestellten der offiziellen «Partnerunternehmen» von Uber fordern mit Unterstützung der Unia eine Regularisierung ihrer Situation. Die Angestellten von Pégase Léman sind heute Morgen in den Streik getreten, um die Achtung ihrer Rechte und der geltenden Rechtsvorschriften zu fordern. Personalverleih-Konstrukt bei Uber. Die im Kanton Waadt eingetragenen Unternehmen Pégase Léman und StarLimoLuxe sind in Genf tätig und „verleihen“ ihre Fahrer an Uber, um dessen Kund/innen zu befördern. Die Vorwürfe der Angestellten sind zahlreich: Löhne werden verspätet oder in Raten gezahlt, die Arbeitszeiten überschreiten oft die erlaubten 45 Stunden pro Woche, fällige Sozialversicherungsbeiträge stehen aus. Dazu kommt, dass die ausgezahlten Löhne niedriger (…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 6.12.2017.
Unia Gen > Uber. Streik. Unia Genf, 2017-12-06.
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