Gewerkschaftschronik
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15.06.2021 Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Petitionen
Volltext
DPD-FahreIinnen fordern in Petition endlich Gespräche. Petitions-Übergabe und Point de presse: Donnerstag, 17. Juni 2021, 10.00 Uhr, Hauptsitz von DPD (Schweiz) AG, Mülibachstrasse 41, 8107 Buchs ZH
Sehr geehrte Medienschaffende
Im Februar wurden gravierende Missstände beim Paketlieferdienst DPD publik. Trotz der grossen öffentlichen Aufmerksamkeit hat sich seither wenig verbessert. DPD streitet in Medienberichten jede Verantwortung ab und verweist auf die Subunternehmen, die jedoch de facto komplett von DPD abhängig sind. Die Beschäftigten der DPD-Subunternehmen wenden sich deshalb mit einer Petition an DPD-CEO Tilmann Schultze. Darin fordern sie:
die Erfassung und Bezahlung aller geleisteten Arbeitsstunden, auch in der Vergangenheit;
sofortige Verhandlungen mit den Fahrer*innen und der Gewerkschaft Unia über den bereits im Februar bei DPD deponierten Forderungskatalog;
den Respekt der Gewerkschaftsrechte und das Ende der Drohungen gegen aktive Beschäftigte.
Wir laden Sie ein, der Übergabe der Petition an DPD beizuwohnen und darüber zu berichten. Anlässlich der Übergabe informieren wir Sie an einem Point de presse über die wichtigsten Entwicklungen im Konflikt bei DPD seit Februar.

Für Rückfragen: Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia

Unia Schweiz, Medieneinladung, Unia Schweiz, 2021-06- 15
Unia Schweiz > DPD. Petition. Unia Schweiz 2021-06-15
01.05.2021 Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
DPD
Volltext
1. Mai: DPD-Fahreinnen versammeln sich in Bern. Am heutigen Tag der Arbeit haben sich zahlreiche Fahrerinnen von DPD in Bern versammelt. Sie bekräftigen ihre Forderungen: Bezahlung aller Überstunden, Schluss mit dem übermässigen Stress und ein Ende der Repression. An der Versammlung der nationalen Arbeitnehmenden-Komitees „Respect@DPD“ war die Entschlossenheit gross: Die Fahrerinnen aus allen Landesteilen der Schweiz wollen endlich fair behandelt und bezahlt werden. Sie planen weitere Aktivitäten für die nächsten Wochen. Missstände bleiben, Fahrerinnen organisieren sich. Nach wie vor leisten DPD-Fahrer*innen unzählige Überstunden, ohne dass sie dafür bezahlt werden. Auch weitere Missstände wie krankmachende Belastung, Überwachung, Verstösse bei Nachtarbeit und Ruhezeiten und die Verletzung von Gewerkschaftsrechten bestehen immer noch. DPD weigert sich bisher, mit den Arbeitnehmenden und der Unia über eine Lösung zu verhandeln. Doch heute sind immer mehr Fahrer*innen in der Gewerkschaft organisiert und nicht mehr bereit, dies alles hinzunehmen. Grosse Unterstützung der Öffentlichkeit. Nachdem die Unia im Februar die skandalösen Arbeitsbedingungen im «System DPD» öffentlich gemacht hat, ist der Paketdienst unter Druck. Mitte Februar wendeten sich 100 Persönlichkeiten in einem offenen Brief an DPD-CEO Tilmann Schultze und forderten die sofortige Behebung der Missstände. Die Fahrerinnen freuen sich: «Diese öffentliche Unterstützung gibt uns Mut, weiterzukämpfen», sagt Samir, ein Chauffeur.
Unia Schweiz, 1.5.2021
Unia Schweiz > DPD Arbeitsbedingungen. . Unia Schweiz, 2021-05-01.
Ganzer Text
15.04.2021 Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
DPD
Volltext
Wegen Missständen bei Paketdienst: 100 Persönlichkeiten fordern: Respekt für DPD-Kurierinnen. Die Arbeitsbedingungen der Paketzusteller*innen von DPD sind miserabel. Das hat der Unia-Report «Das System DPD» im Februar aufgezeigt. Jetzt wenden sich 100 Schweizer Persönlichkeiten an den CEO von DPD Schweiz und fordern Respekt für die Kurier*innen. Die Unia verlangt von DPD sofortige Verhandlungen. Die Missstände bei DPD sind massiv: überlange Arbeitstage, unbezahlte Überstunden, riesiger Stress. Gesetzliche Bestimmungen werden reihenweise nicht eingehalten. Obwohl Hunderte Fahrer*innen von DPD Verhandlungen gefordert haben, weigert sich das Unternehmen, mit den Arbeitnehmenden und der Gewerkschaft Unia an einen Tisch zu sitzen. Stattdessen schiebt DPD die Verantwortung auf die Dutzenden Subunternehmen, die im «System DPD» die direkten Arbeitgeber der Fahrer*innen sind. Ein breiter gesellschaftlicher Aufruf. Jetzt schalten sich rund 100 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport ein. Sie unterstützen das nationale Komitee der DPD-Fahrer*innen und Logistiker*innen und richten einen offenen Brief an DPD-CEO Tilmann Schultze. Sie fordern, dass der Paketdienst die Gesetze einhält und DPD mit den Kurier*innen und ihrer Gewerkschaft über faire Arbeitsbedingungen verhandelt. Ihre Botschaft ist deutlich: „Gerne nutzen wir die Dienste von DPD, um Pakete nach Hause geliefert zu bekommen. Doch wir wollen, dass die Kurier*innen für ihre Arbeit korrekt entlöhnt und fair behandelt werden.“. Kein Profit mit Dumping. Die Einhaltung der Gesetze, Verhandlungen mit der Gewerkschaft und ein Ende der Repression gegen die Arbeitnehmenden seien «das absolute Minimum, das die Paket-Lieferanten und Logistikerinnen zurecht erwarten», sagt Unia-Präsidentin Vania Alleva, die den offenen Brief initiiert hat. DPD, ein Tochterunternehmen der französischen Post, dürfe nicht mit unlauteren Dumpingmethoden Profite einfahren, bekräftigt Pierre-Yves Maillard, Präsident des Schweizerischen Gewerkschafsbundes und Nationalrat, der Ende März im Parlament eine Interpellation zu den Missständen bei DPD eingebracht hat. Gregor, ein Paketkurier vom Komitee „Respect@DPD“, fügt hinzu: „Momentan können wir uns als Gewerkschafterinnen bei DPD nicht zu erkennen geben, wenn wir unseren Job behalten wollen. Zuerst zahlen sie während Corona hunderttausende von Überstunden nicht – und jetzt will die DPD-Geschäftsleitung nicht einmal mit uns reden? Wir sind dankbar für die öffentliche Unterstützung, und werden uns weiterhin für unsere Rechte einsetzen» Verhandlungen jetzt!. Die Gewerkschaft Unia ist erfreut über den grossen gesellschaftlichen Rückhalt, den die Anliegen der Paketzusteller*innen haben. Sie verlangt von DPD unverzügliche Gespräche darüber, wie die Gesetzesverletzungen beendet werden können. Zudem müssen die Löhne für die in der Vergangenheit geleistete Gratisarbeit den Fahrer*innen nachbezahlt werden.
Für Rückfragen:
Roman Künzler, Verantwortlicher Logistik und Transport Unia
Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.4.2021
Unia Schweiz > DPD. Arbeitsbedingungen. Unia, 2021-04-15
22.03.2021 Schweiz
Gerüstbau
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gerüstbauer
Volltext
Gerüstbauer gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen. Gerüstbau: Neu mit Weiterbildungsprämie. Die Sozialpartner der Gerüstbaubranche führen eine Weiterbildungsprämie von 400 Franken ein. Sie fördern mit ihrer innovativen Vereinbarung die Berufsbildung und anerkennen die Anstrengungen des Personals während der Pandemie. Nach mehreren Verhandlungsrunden trafen die Sozialpartner eine Vereinbarung bezüglich der Lohnbedingungen im Gerüstbausektor für das Jahr 2021. Angesichts des aussergewöhnlichen, durch die Covid-19-Krise geprägten Jahres 2020 und der grossen Ungewissheit für 2021 strebten sie nach einer innovativen Branchenlösung. Weiterbildung im Fokus. Die Angestellten im Gerüstbau werden ausserdem mit einem festgelegten Katalog zur Weiterbildung ermutigt. Diese Weiterbildung wird von der paritätischen Berufskommission (PBK) bis zu einem Höchstbetrag von 500 Franken pro Person finanziert. Mit einer Abschlussbescheinigung erhalten die Gerüstbauer vom Arbeitgeber eine Prämie im Wert von 400 Franken in Form einer Geldleistung, als Ferien oder kombiniert. Der Einsatz der Angestellten wird belohnt. Diese innovative Lösung fördert die Weiterbildung in der Branche und stärkt die Unternehmen durch kompetenteres Personals. Zudem soll diese finanzielle Beteiligung das Personal unterstützen und die Angestellten für die Anstrengungen während der Covid-19-Krise belohnen.
Unia Schweiz, 22.3.2021.
Unia Schweiz > Gerüstbau. Arbeitsbedingungen. Unia. 2021-03-22.
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02.03.2021 Frankreich
Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
DPD
Volltext
Eskalierender Konflikt bei DPD. Gewerkschaften fordern in Paris Gerechtigkeit für DPD-Chauffeur*innen. Heute Morgen hat die Unia gemeinsam mit den französischen Gewerkschaften CGT und SUD vor dem Hauptsitz von DPD Europa und der Muttergesellschaft GeoPost protestiert. Sie fordern, dass die Ausbeutung der DPD-Fahrer*innen gestoppt wird und die Gewerkschaftsrechte der Beschäftigten respektiert werden. Nachdem die Unia letzte Woche haarsträubende Missstände bei den Arbeitsbedingungen der DPD-Fahrer*innen in der Schweiz bekannt gemacht hat, folgt heute der Protest bei den Verantwortlichen in Paris. GeoPost ist die Muttergesellschaft der nationalen DPD-Ableger und gehört ihrerseits der französischen Le Groupe La Poste, in letzter Instanz also dem französischen Staat. Unterstützung von französischen Gewerkschaften. Die Unia und die französischen Gewerkschaften CGT und SUD übergaben den Verantwortlichen heute den umfangreichen Report zum «System DPD», in dem die grassierenden Missstände in der Schweiz dargelegt werden. Sie verwiesen auf die Tatsache, dass eine Firma, welche der französischen Post (und in letzter Instanz den französischen Steuerzahler*innen) gehört, die Arbeitsbedingungen im Schweizer Postmarkt prekarisiert und den sozialen Frieden gefährdet. Die französischen Besitzer von DPD (Schweiz) AG müssen ihre Verantwortung übernehmen und die unverantwortliche Verweigerungshaltung des lokalen Managements beenden. Gewerkschaftsrechte respektieren. Die Unia, CGT und SUD fordern gemeinsam, dass das internationale Abkommen der Gewerkschaften mit GeoPost umgesetzt wird, welches die Gewerkschaftsrechte der Beschäftigten garantiert und Verhandlungen mit repräsentativen Gewerkschaften vorsieht. DPD (Schweiz) AG verweigert bisher solche Verhandlungen mit der Unia, obwohl diese von vielen Fahrer*innen und Depot-Angestellten mandatiert wurde. Die Unia fordert von DPD die unverzügliche Aufnahme von Verhandlungen diese Woche. Aktionen der Chauffeur*innen gehen weiter. Die Unia hat letzte Woche gemeinsam mit Fahrer*innen mehrere Protestversammlungen bei den DPD-Depots durchgeführt. Die Unterstützung von Fahrer*innen und Depot-Angestellten ist riesig. Sie wollen dafür kämpfen, dass endlich jede gearbeitete Minute bezahlt, der physische und psychische Stress bei der Arbeit reduziert und der Gesundheit- und Pandemieschutz eingehalten wird. Falschangaben von DPD. DPD wischt bisher die Beschwerden mit unhaltbaren Argumenten vom Tisch. Die Firma behauptet, dass Lieferdaten im Betriebssystem «Predict» nicht einzelnen Chauffeuren zugeordnet werden, so dass die Arbeitszeit damit nicht festgestellt werden könne. Das ist nachweislich falsch. Die Fahrer*innen müssen jetzt sofort Zugang zu ihren Daten erhalten. Die während der Corona-Pandemie und zuvor geleistete unbezahlte Arbeit muss jetzt bezahlt werden! DPD behauptet weiter, dass es für die Branche einen geltenden Gesamtarbeitsvertrag gebe, obwohl dieser seit Anfang 2021 nicht mehr in Kraft ist. Fahrer*innen befürchten weiteren““Bschiss“ bei der Arbeitszeit. Aus mehreren DPD-Depots berichten Mitglieder der Unia, dass sie unter Druck Dokumente unterschreiben sollen, welche bezeugen, dass in der Vergangenheit keine Überstunden geleistet wurden. Die Unia geht diesen Berichten nach. Statt endlich den Dialog zu suchen und eine Wiedergutmachung für die Gratisarbeit der Chauffeur*innen anzustreben, stecken DPD und die Subunternehmen weiterhin den Kopf in den Sand. So ist bisher nicht bekannt, dass Überstunden nachbezahlt oder illegale Lohnabzüge (Sanktionen) zurückbezahlt wurden. Report: „Das System DPD“ und Unterlagen zur Medienkonferenz zum „System DPD“ vom 23.2.2021
Für Rückfragen: Roman Künzler, Verantwortlicher Logistik und Transport Unia ubd Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 1.3.2021.
Unia Schweiz > DPD. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2021-03-01.
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19.02.2021 Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
DPD
Medienkonferenz
Volltext
Missstände bei Paketlieferdienst. Schlechte Arbeitsbedingungen: DPD-Fahrer*innen fordern Verhandlungen. Medienkonferenz: Dienstag, 23. Februar 2021, 10.00 Uhr, Hotel Kreuz (Saal Bovet), Zeughausgasse 41, 3011 Bern (Platzzahl beschränkt, Anmeldung siehe unten), Oder per Stream: Link. Sehr geehrte Medienschaffende, beim Paketlieferdienst DPD gibt es Probleme: Viele Fahrer*innen, die – über Subunternehmen angestellt – für DPD Pakete ausliefern, klagen über Missstände. Die Vorwürfe betreffen verbreitete Unregelmässigkeiten bei Löhnen, Spesen, Arbeitszeiten, Nachtarbeit, Überwachung, Gesundheitsschutz und Fahrzeugsicherheit sowie die Verletzung von Gewerkschaftsrechten. DPD muss mit Fahrer*innen und Gewerkschaft verhandeln. Nun haben sich Fahrer*innen und Depot-Angestellte (diese sind direkt bei DPD angestellt) bei der Unia organisiert und verlangen von DPD Verhandlungen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das Unternehmen blockt bisher ab und verschärft die Repression. Deshalb wird die Gewerkschaft Unia an einer Medienkonferenz die Forderungen der Fahrer*innen öffentlich vorstellen. Das „System DPD“ kurz erklärt: Der Verdacht liegt nahe, dass die erwähnten Missstände keine Einzelfälle sind, sondern mit dem „System DPD“ zu tun haben: Die Fahrer*innen treten im DPD-Look und mit DPD-Autos auf, ihr Arbeitsvolumen und der Arbeitstakt wird von DPD vorgegeben, doch angestellt werden sie über zahlreiche Subunternehmen. An der Medienkonferenz wird dieses System beleuchtet und aufgezeigt, wie es schlechte Arbeitsbedingungen fördert. Wir laden Sie herzlich ein, die Medienkonferenz zu verfolgen und über das Thema zu berichten. Die Platzzahl im Saal ist beschränkt. Für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung erforderlich (an philipp.zimmermann@unia.ch).
Für Rückfragen:
Philipp Zimmermann, Mediensprecher der Gewerkschaft Unia
Unia Schweiz, Medieneinladung, 19.2.2021.
Unia Schweiz > DPD. Arbeitsbedingungen. Unia, 2021-02-19.
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01.12.2020 Schweiz
Pflegepersonal
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Coronavirus
Volltext
Covid-19 in der Betagtenpflege. Pflegende fordern von Bund und Kantonen sofortige Massnahmen. An der heutigen digitalen Branchenkonferenz Pflege und Betreuung der Unia berichteten die Teilnehmenden über unhaltbare Zustände während der Corona-Pandemie in Alters- und Pflegeheimen. Sie verabschiedeten eine Resolution, in der sie Bund und Kantone auffordern, ihre Verantwortung endlich wahrzunehmen und sofortige Entlastungmassnahmen zu ergreifen. Die rund 30 Teilnehmenden der heutigen digitalen Branchenkonferenz Pflege und Betreuung waren sich einig: Sie stossen derzeit an ihre Grenzen. Bund und Kantone müssen umgehend Massnahmen ergreifen, um das Pflege- und Betreuungspersonal in der Betagtenpflege zu entlasten. Sie haben dazu eine Resolution verabschiedet. Viele Ansteckungen und Personalausfälle. Während es in der ersten Pandemiewelle vor allem an Schutzmaterial fehlte, ist derzeit der akute Personalmangel das grösste Problem. Die Personalausfälle sind so gravierend, dass in Alters- und Pflegeheimen teilweise sogar positiv getestete Pflegende eingesetzt werden. Sie gefährden damit sich selbst, die Betagten und ihre Arbeitskolleg*innen. Die Teilnehmenden der Branchenkonferenz fordern deshalb von den Kantonen: Pflegende mit einer vermuteten oder nachgewiesenen Covid-19-Infektion dürfen unter keinen Umständen zur Arbeit herangezogen werden. Sie sollen in Isolation bleiben und sich zu Hause auskurieren können. Die Kantone müssen für genügend Personal in der Betagten-Pflege und -Betreuung sorgen: Insbesondere durch heim- und kantonsübergreifende Personalpools oder durch zusätzliche Hilfe von Zivildienstleistenden und dem Militär. Überlastung vorprogrammiert. Das verbleibende Personal häuft derzeit Überstunden an und steht im Dauereinsatz. An freien Tagen trotzdem zur Arbeit zu gehen, ist nicht mehr die Ausnahme, sondern die Norm. So gravierend die aktuelle Situation ist, so wenig überraschend kommt sie. Die Pandemie zeigt, dass die Heime durch ewige Sparmassnahmen und die Ökonomisierung der Pflege bereits vorher am Limit waren. Das Personal aus Pflege und Betreuung fordert deshalb von Bund und Kantonen: ■ Das Pflege- und Betreuungspersonal muss sich nach der Pandemie von den Strapazen erholen können, ansonsten wird die bereits sehr hohe Berufsausstiegsrate dramatische Ausmasse annehmen. Die zukünftige Entlastung der Pflegenden muss jetzt geplant werden! Es braucht nach der Pandemie «Zeit» im Sinne einer Kompensation der Überstunden und einer Arbeitszeitreduktion, „Geld“ in Form einer längst überfälligen Lohnerhöhung sowie zusätzliches Personal durch die Förderung der Aus- und Weiterbildung sowie höhere Stellenschlüssel.
Für Rückfragen:
Samuel Burri, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia
Silja Kohler, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 1.12.2020.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2020-12-01
26.11.2020 Schweiz
Detailhandel
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Black Friday
Detailhandel
Volltext
„Black Friday“ ist ein Höhepunkt der prekären Arbeit. nlinehandel beschert Logistiker*innen einen rabenschwarzen Freitag. Der „Black Friday“ wird erneut zu Rekord-Bestellungen im Onlinehandel führen. Leidtragende dieses von Unternehmen geförderten Konsumrausches sind die Arbeitnehmenden, die die bestellten Produkte unter riesigem Zeitdruck verpacken, transportieren und ausliefern müssen. Die Unia fordert die Einhaltung des Arbeitsgesetzes, eine klare Eingrenzung der atypischen Arbeitsformen, deutlich mehr Kontrollen und allgemein geregelte Arbeitsbedingungen mit fairen Mindestlöhnen. Die Arbeitsbedingungen in der Logistik- und Kurierbranche sind schon im Normalzustand miserabel. Lange Arbeitstage, grosser Zeitdruck, schlechte Entlöhnung und prekäre Arbeitsverträge prägen das Bild. In vielen Betrieben werden Vorschriften des Arbeitsgesetzes reihenweise nicht eingehalten, etwa wenn gearbeitete Stunden nicht erfasst oder Gesundheitsschutzbestimmungen missachtet werden. Viele Unternehmen setzen auf Arbeit auf Abruf, Temporärarbeit, auf Subunternehmerketten oder sogar Scheinselbständigkeit, um den Konkurrenzkampf um noch billigere Preise zu gewinnen. Dies führt systematisch zu unsicheren und belastenden Arbeitsbedingungen und schlechten Löhnen. Dies alles in einer boomenden Branche, welche händeringend versucht, die anfallenden Aufträge bewältigen zu können und 2020 wegen der Corona-Pandemie grosse Extraprofite einfährt und sich langfristig Marktanteile im Detailhandel sichert. „Black Friday treibt Prekarisierung voran. An Tagen wie dem „Black Friday“ steigt das Arbeitsvolumen zusätzlich. Dafür heuern Arbeitgeber kurzfristig zahlreiche Temporär-Arbeitskräfte an, die dann in denselben Logistikzentren arbeiten wie die bestehenden Arbeitnehmenden – Pandemie-Massnahmen wie Mindestabstände können oft nicht mehr eingehalten werden. Lagermitarbeitende, Logistiker*innen und Kurier*innen müssen in kürzester Zeit gewaltige Mengen an Sendungen bearbeiten und ausliefern, was zu massivem Stress, körperliche Überlastung und vielen (auch unbezahlten) Überstunden führt. Fragwürdige Strategie der Detailhändler. Die Strategie der grossen Detailhändler, mit Rabattschlachten und Aktionstagen wie dem «Black Friday» oder dem gleich darauf folgenden „Cyber Monday“ die Umsätze zu steigern, ist für die Arbeitnehmenden verheerend. Zumal die Mehrarbeit und der Preisdruck auf eine Branche überwälzt werden, wo es keine Gesamtarbeitsverträge und kaum Kontrollen der Arbeitsbedingungen gibt. Zudem fördern diese Tage einen Überkonsum und befeuern so die Klimakrise. Es braucht Verbesserungen, Verantwortung der Detailhändler und Kontrollen. Der Prekarität und Gesetzesverletzung in der Logistik- und Transportbranche muss ein Ende gesetzt werden. Dazu braucht es Mindestlöhne von mindestens 4000 Franken (x13), stabile Anstellungen und eine klare Begrenzung von temporären Arbeitsverträgen oder solchen auf Abruf. Auch klare Regeln für Plattformen, eine Einschränkung von Subunternehmerketten, die Solidarhaftung von Generalunternehmen und ein verbesserter Gesundheitsschutz sind nötig. Es braucht ein Ende des unlauteren Wettbewerbs von Dumping-Anbietern und einen starken Gesamtarbeitsvertrag, welcher Arbeitnehmende schützt und für gleich lange Spiesse im Markt sorgt. Der Onlinehandel wird seine Umsätze dieses Jahr um bis zu 50 Prozent steigern. Die grossen Akteure der Branche können sich einen guten Logistik-GAV mit fairen Löhnen leisten. Zusätzlich braucht es dieses Jahr für den ausserordentlichen Stress und Risiko am Arbeitsplatz für alle Arbeitnehmer*innen der Branche eine Corona-Prämie von mindestens 2000 Franken.
Für Rückfragen:
Roman Künzler, Verantwortlicher Logistik und Transport
Anne Rubin, Verantwortliche Detailhandel Unia
Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia.Kontakte zu Arbeitnehmenden aus der Logistik können auf Anfrage vermittelt werden.
Unia Schweiz, :Medienmitteilung, 26.11.2020.
Unoa Schweiz > Detailhandel. Black cFriday. Una Schweiz, 2020-11-26.
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11.06.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Flankierende Massnahmen schützen die Löhne und Arbeitsbedingungen. Der heute vom SECO präsentierte Bericht zu den flankierenden Massnahmen zeigt, dass die Kontrolle der Löhne und Arbeitsbedingungen funktioniert. Zwar gibt es Lohnunterbietungen, diese werden dank den FlaM aber aufgedeckt und sanktioniert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist überzeugt, dass der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen wichtig bleibt und lehnt seine Opferung zugunsten der Kündigungsinitiative entschieden ab. Der jährliche Bericht des SECO zu den flankierenden Massnahmen bildet die Kontrollaktivitäten auf dem Arbeitsmarkt und deren Ergebnisse ab. So wurden 2019 insgesamt über 41‘000 Kontrollen der Löhne und Arbeitsbedingungen durch die paritätischen und tripartiten Kommissionen durchgeführt. Dabei wurden bei 11 bis 21 Prozent der kontrollierten Betriebe Lohnunterbietungen gefunden; zudem konnte erfasst werden, dass es sich bei 8 Prozent der Selbständigen um Scheinselbständige handelte. „Dies beweist, dass die FlaM sehr effektive Instrumente zur Aufdeckung von Lohnunterbietungen sind und sie die Löhne und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmenden in der Schweiz schützen“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse.
Können Lohnunterbietungen nachgewiesen werden, kommt es zu sogenannten Verständigungsverfahren. Dabei sollen Lohnnachzahlungen für die von Lohnunterbietung betroffenen Arbeitnehmenden erreicht ...). 
Travail.Suisse, 11.6.2020
Travail.Suisse > Lohnschutz. Travail.Suisse, 2020-06-11.
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11.06.2020 Schweiz
Löhne
SGB

Arbeitsbedingungen
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Grundsätzlich wirksamer Lohnschutz, schärferer Vollzug nötig. Bericht des Seco zum Vollzug der Flankierenden Massnahmen. Der heute veröffentlichte Bericht zu den Flankierenden Massnahmen zeigt: Die Flankierenden sind wichtiger denn je! Wo kontrolliert wird, werden Verstösse aufgedeckt. Insbesondere bei Firmen, die Kurz- und KürzestaufenthalterInnen oder Temporärarbeitskräfte beschäftigen. Im vergangenen Jahr haben die Kontrolleurinnen und Kontrolleure rund 166’000 Löhne überprüft. Dabei haben sie bei mehr als 15 Prozent zu tiefe Löhne oder Scheinselbständigkeit aufgedeckt. In Branchen mit GAV-Mindestlöhnen sind die Verstossquoten etwas höher (über 20 Prozent), weil der Dumping-Tatbestand durch diese Mindestlöhne klar definiert ist. In den übrigen Branchen erlauben die Kantone teilweise Abweichungen von den üblichen Löhnen gegen unten, so dass ein Teil der Firmen mit zu tiefen Löhnen den Kontrolleuren entgeht. Die Verstossquoten betragen 15 Prozent (Entsendefirmen) bzw. 11 Prozent (Schweizer Unternehmen). In Branchen mit verbindlichen Mindestlöhnen in GAV oder in Normalarbeitsverträgen (NAV) werden Arbeitgebende mit zu tiefen Löhnen gebüsst. Wenn keine Mindestlöhne vorliegen, fordern die Kantone die Firmen auf, die Löhne an die orts- und branchenüblichen Löhne anzupassen („Verständigungsverfahren“). Positiv ist, dass die überwiegende Mehrheit der ausländischen Firmen dieser Aufforderung Folge leistet. (…).
SGB, Medienmitteilung, 11.6.2020.
SGB > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. SGB, 2020-06-11.
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01.06.2020 Kambodscha
Gewerkschaften
Personen
VPOD-Magazin
Katja Schurter
Arbeitsbedingungen
Gewerkschaften
Volltext
Gewerkschaftliche Unterstützung für kambodschanische Textilarbeiterinnen. Unorganisiert organisiert
Mirabelle Yang macht kambodschanische Gewerkschaften fit, damit sie ihre Forderungen bei Unternehmen durchsetzen können. In der Textilindustrie gibt es langsame Fortschritte punkto Lohnfortzahlung und Mutterschutz Mirabelle Yang ist weit herumgekommen: Geboren in Singapur, wohin sie immer wieder zurückkehrte, lebte sie als Kind ein paar Jahre in Australien, studierte in Lonqdon, zog in die USA und kam 2014 nach Kambodscha. In Phnom Penh wollte sie ihre Doktorarbeit zu Gender und Jugendkultur schreiben. Doch es kam anders. 5O Meter von ihrem Haus, in dem die 39-Jährige mit ihren zwei Hunden lebt, befindet sich das Büro der Textilarbeitergewerkschaft C. Cawdu. Yang sah das Kommen und Gehen der Arbeiterinnen, interessierte sich. für die Leute und meldete sich bald als Freiwillige bei der Solidar- Partnerorganisation. „Ich war müde vom akademischen Leben“, sagt Mirabelle Yang, „und ich wollte aktiv werden.“ Ausserdem wollte sie die Gender- und Arbeitsbeziehungen in Kambodscha besser verstehen. Die Arbeit gefiel ihr. Als C. Cawdu ein Projekt für bessere Verhandlungsstrategien startete, fragte die Gewerkschaft Mirabelle Yang an, ob sie die Koordination übernehmen wolle. Sie sagte sofort zu.
Recherchieren statt schreien. „In Kambodscha wird bei Verhandlungen zwischen Gewerkschaften und Fabrikbesitzern vor allem geschrien und mit Streik gedroht, erzählt Yang. Über die …). Katja Schurter.
VPOD-Magazin, 1.6.2020.
Personen > Schurter Katja. Kambodscha. Gewerkschaften. VPOD-Magazin, 2020-06-01.
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14.05.2020 Schweiz
Post
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Post
Volltext
Post von morgen – mit Arbeitsbedingungen von heute. Wie die Post mitgeteilt hat, plant sie den nächsten grossen Umbauschritt. Syndicom erwartet, dass dem Umbau enge Leitplanken gesetzt werden. Der Einbezug der Angestellten ist sicherzustellen - die Arbeitsbedingungen der Angestellten sind nicht verhandelbar. Die Vergangenheit hat gezeigt: Nur auf Versprechungen sollten sich weder Angestellte noch die Politik verlassen. Mit der Umstrukturierung von PostNetz sollen die Filialen aus der Konzerngesellschaft Post CH AG herausgelöst werden. In der Vergangenheit wurden diesem Konzernbereich gezielt Verluste angeheftet, um den Abbau zu legitimieren. Die Umwandlung in eine eigene Aktiengesellschaft bedarf deshalb entsprechender Korrekturen. Die Konzernbereiche PostMail und PostLogistics werden enger verknüpft. Die Verknüpfung der Logistikdienstleistungen Brief und Paket ermöglicht Synergiegewinne, birgt aber die Gefahr, dass geltende Arbeitsbedingungen zur Diskussion gestellt werden. Syndicom sieht das Potenzial, welches dieser Umbauschritt mit sich bringt. Trotzdem äussert sich der zuständige Sektorleiter Matteo Antonini besorgt: „Versprechen werden nicht ausreichen. Wir werden auf Verpflichtungen beharren und auch die Politik ist gut beraten, die Ansprüche der Bevölkerung gesetzlich abzusichern. Ansonsten kann aus dem Umbau rasch ein Abbau werden.“Dem Umbau enge Leitplanken setzen (…).
Syndicom, 14.5.2020.
Syndicom > Post. Arbeitsbedingungen. Syndicom, 2020-05-14.
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11.05.2020 Schweiz
Kinder
VPOD Schweiz

Arbeitsbedingungen
Kinderbetreuung
Volltext
Tag der Kinderbetreuung. Tag der Kinderbetreuung - es braucht nicht nur Beifall, sondern Geld! Der Tag der Kinderbetreuung soll dazu beitragen, die Leistungen und die Arbeitsbedingungen der Kinderbetreuer*innen in Kitas und Tagesfamilien ins öffentliche Bewusstseins zu bringen und die gesellschaftliches Bedeutung dieser Arbeit in den Fokus zu rücken. Er findet international schon seit mehreren Jahren immer am Montag nach dem Muttertag statt, dieses Jahr am 11. Mai. Breiten Kreisen ist diese Jahr zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie wichtig die familienergänzende Kinderbetreuung für die Aufrechterhaltung des gesellschaftlichen Alltags ist. Es ist deutlich geworden, dass das Missverhältnis von öffentlicher Aufgabe und privater Lösung den berechtigten Erwartungen der Gesellschaft nicht gerecht wird. Es braucht daher grundsätzlich eine klare, langfristige Unterstützung durch die Politik: Die familienergänzende Kinderbetreuung muss als Teil des Bildungssystems verstanden und wie dieses behandelt werden. Sie muss für die Eltern kostenlos sein. Betreuungseinrichtungen müssen durch öffentliche Gelder finanziert werden und Non-Profit-Organisationen sein. Der VPOD fordert 1% vom BIP für die Kinderbetreuung im vorschulischen Bereich (bis 4 Jahre). Diese Zahl beruht auf den Empfehlungen des Netzwerk Kinderbetreuung der EU, der OECD, und Unicef. (…).
VPOD Schweiz, 11.5.2020.
VPOD Schweiz > Kinderbetreuung. Arbeitsbedingungen. VPOD Schweiz, 2020-05-11.
Ganzer Text
07.05.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Pflegepersonal
Volltext
Unia-Pflegeumfrage: Die Pflegenden arbeiten am Limit, mit fatalen Folgen für ihre Gesundheit. Zwei Umfragen der Unia belegen, um die Gesundheit der Pflegenden steht es wegen den schlechten Arbeitsbedingungen bereits seit Jahren schlecht. Stress, Überarbeitung und hohe Erwartungen an die Flexibilität der Pflegenden sind nicht erst ein Phänomen seit der Corona-Pandemie. Die Schlechten Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Probleme verstärken den Personalmangel zusätzlich. Diese Abwärtsspirale muss jetzt aufgehalten werden. Eine Umfrage Anfang 2019 unter 1200 Pflegenden aus Alters- und Pflegeheimen brachte zu Tage, dass 72 Prozent wegen ihrer Arbeit unter körperlichen Beschwerden leiden. Fast die Hälfte konnte sich nicht vorstellen, bis zur Pensionierung im Beruf zu bleiben. Fast 50 Prozent begründeten ihren Ausstiegswunsch primär mit den gesundheitlichen Problemen durch den Pflegeberuf. Bereits im März 2019 hatte die Unia deshalb Alarm geschlagen. Umfrage Stress und Gesundheit in der Pflege In einer vertieften Umfrage im Sommer 2019 bei rund 500 Pflegenden der Langzeitpflege ging die Unia den gesundheitlichen Problemen und deren Ursachen näher auf den Grund. Die Umfrage bestätigt nun die Erkenntnisse: Die Pflegenden arbeiten seit Jahren am Limit. Stress und gesundheitliche Probleme gehören zum Courant-normale und sind nicht erst mit der Corona-Pandemie zum Thema geworden. Um die Gesundheit steht es schlecht (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 7.5.2020.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-05-07.
Ganzer Text
09.04.2020 Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
Coronavirus
Volltext
Zu wenig Masken, keine Schutzbrillen. Anstatt Kurzarbeit anzumelden, stellen immer mehr Chefs ihre Mitarbeitenden auf die Strasse. Andere pfeifen auf die Hygieneregeln des BAG. Für die rund zwölf Plattenleger der Firma Kerastone in Flawil SG gibt es keine Kurzarbeit. Am 30. März teilte ihnen der Chef mit, wegen der Corona-Krise habe die Firma kein Geld mehr. Er werde Konkurs anmelden, die Mitarbeitenden seien alle per sofort entlassen. Dabei hatte der Bundesrat auf Druck der Gewerkschaften das Instrument der Kurzarbeit erweitert und massiv vereinfacht. Damit sollen Stellen gerettet werden. Ein Erfolg: Bisher haben die Betriebe für knapp 1,5 Millionen Mitarbeitende Kurzarbeit beantragt. Entlassungen wie bei der Kerastone sind kein Einzelfall, wie die neuesten Berechnungen des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zeigen: Die Arbeitslosigkeit ist seit Ende Februar von 2,5 auf 3,1 Prozent hochgeschnellt – ein noch nie gesehener Anstieg in so kurzer Zeit. Daniel Lampart, SGB-Chefökonom: „Der Bund hat die Kurzarbeit stark ge¬öffnet. Dass nun immer noch zahlreiche Arbeitgeber Leute entlassen, ist inakzeptabel.“ Nicht nur das. Immer noch erreichen die Unia täglich Hunderte von Meldungen, wonach Firmen den Schutz ihrer Mitarbeitenden nicht oder nur zögerlich umsetzen. Ein paar Beispiele: Statt die Masken fortzuwerfen, müssen die Pflegenden sie zu Hause¬trocknen lassen. In der Pfleg. (…).
Christian Eg.
Work online, 9.4.2020.
Personen > Egg Christian. Coronavirus. Gesundheitsschutz. Work online, 2020-04-09.
Ganzer Text
01.04.2020 Schweiz
BLS
Personen
SEV-Zeitung
Chantal Fischer
Arbeitsbedingungen
Lokomotivführer
Offener Brief
Volltext
BLS-Lokführer/innen haben einen Weg gefunden, um ihre Anstellungsbedingungen zu verbessern. Offener Brief führt zu Verbesserungen. Wer mit seinen Anstellungsbedingungen nicht zufrieden ist, hat durchaus Möglichkeiten, diese mitzugestalten. Das Beispiel des BLS-Lokpersonals zeigt dies deutlich. Ein offener Brief an die BLS-Führung vor knapp einem Jahr führt nun zu einer Vielzahl an Massnahmen für die Attraktivität des Lokführerberufs und der BLS als Arbeitgeberin. Auf Initiative einer Gruppe von Lokführenden der BLS hat sich der SEV-LPV vor knapp einem Jahr mit einem offenen Brief und über 470 mitunterzeichnenden Lokführerinnen und -führern an den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der BLS gewendet. Dem Brief vorausgegangen war die Ankündigung von Massnahmen im Rahmen des BLS-Sparprogramms Best Way. Das Lokpersonal hatte Bedenken, dass mit der Umsetzung dieser Massnahmen die Qualität leidet, die Sicherheit gefährdet ist und die Funktion des Lokführers bei der BLS an Attraktivität verliert, nicht zuletzt auch aufgrund von Personalmangel. In drei intensiven Besprechungen zwischen September 2019 und März 2020 haben die BLS und eine Delegation SEV-LPV verhandelt. Dank dem grossen Einsatz des Lokpersonals und des SEV-LPV konnte nun ein gutes Ergebnis erzielt werden. Die Parteien einigten sich auf neue Planungsvor-gaben für Personenverkehrsdienste Lokpersonal mit Gültigkeit ab Fahrplanwechsel Dezember 2020. (…).
Chantal Fischer.
SEV-Ueitung, 2.4.2020.
Personen > Fischer Chantal. BLS. Lokfuehrer. Offener Brief. SEV, 2020-04-02.
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23.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Coronavirus
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Aufweichung des Arbeitsgesetzes: Corona-Krise darf nicht zulasten der Arbeitsbedingungen gehen. Der Bundesrat hat letzten Freitag wichtige Entscheide zugunsten der Beschäftigten getroffen. Doch er hat auch in verschiedenen Bereichen den Schutz der Arbeitnehmenden gelockert. Die Gewerkschaft Unia hält klar fest, dass die gegenwärtige Pandemie nicht missbraucht werden darf, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Der Bundesrat hat insbesondere in der Logistik- und Transportbranche sowie bei Kurierdienstleistungen massgebliche Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes ausser Kraft gesetzt. Das ist problematisch, zumal die Arbeitnehmenden und ihre Gewerkschaften in keinem Fall konsultiert wurden. Deregulierungen sind nicht zulässig, ausser es gibt eine nachweisbare Notwendigkeit in absolut essenziellen Bereichen (Grundversorgung), die Sozialpartner werden einbezogen, stimmen geschlossen zu (Ausnahmebewilligung) und es gibt klare kompensatorische Massnahmen für die Arbeitnehmenden. Ausnahmen müssen zeitlich sehr beschränkt sein und sofort aufgehoben werden, sobald die Situation sich entschärft. Transport: Chauffeur/innen am Limit. (…).
Unia Schweiz, 23.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2020-03-23.
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18.03.2020 Schweiz
Personen
Reinigung
VPOD Schweiz
Natascha Wey
Arbeitsbedingungen
Reinigungspersonal
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Die Reinigungsfachkräfte sind systemrelevant! Ohne die Menschen, die in der Reinigungsbranche arbeiten, würde der Service public nicht funktionieren. Denn ohne Sauberkeit in Spitälern und Heimen, können hygienische Standards nicht erfüllt werden. Die Reinigungsfachleute im öffentlichen Dienst sind mit der Corona-Krise zwei gegenläufigen Tendenzen ausgesetzt. Wo Büros, Turnhallen, Schul- oder Amtshäuser leerstehen, braucht es weniger Reinigungsarbeiten. Das Reinigungspersonal von Kantonen, Stadt und Gemeinden oder anderen öffentlichen Einrichtungen wird weniger aufgeboten, kann aber auch kein Homeoffice machen. Gleichzeitig steht das Reinigungspersonal in Spitälern und Pflegeheimen und einem verstärkten Druck. In Zeiten einer Pandemie ist Hygiene das A und O. Reinigungskräfte in Spitälern und im Gesundheitsbereich werden daher eher mit Mehrarbeit, Überstunden, höherer Arbeitsbelastung und mehr Verantwortung konfrontiert sein. Die Spitäler werden in dieser Situation mehr und verstärkt reinigen. Auch in den Spitälern wurde bei der Reinigung in der Vergangenheit eher gespart, abgebaut und die Personaldecke ausgedünnt. Die Zeche werden die jetzigen Angestellten bezahlen. Wir fordern für das Reinigungspersonal in Spitälern und Pflegeheimen. (…).
Natascha Wey.
VPOD Schweiz, 19.3.2020.
Personen > Wey Natascha. Reinigungspersonal, . Arbeitsbedingungen.
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11.02.2020 Lausanne
Nespresso SA
Unia VD Kanton

Arbeitsbedingungen
Nespresso SA
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Unia prangert üble Arbeitsbedingungen bei Nespresso an. Die Arbeitsbedingungen in den drei Westschweizer Produktionsstätten von Nespresso haben sich in den letzten Monaten stark verschlechtert. Wie das Personal berichtet, haben Stress und Erschöpfung einen Höchststand erreicht. Eine Situation, die heute Morgen in Lausanne vor der Nespresso-Boutique an der Place St. François öffentlich angeprangert wurde. Die Unia bereitet eine Beschwerde bei den zuständigen Arbeitsaufsichtsbehörden vor. Die Gewerkschaft verlangt eine Anpassung der Arbeitszeiten, eine externe Untersuchung der Arbeitsbedingungen, die Achtung der Koalitionsfreiheit sowie die Anerkennung der Gewerkschaftsdelegierten. Nachdem sich die Direktion monatelang taub gestellt hat, muss sie nun unverzüglich Massnahmen ergreifen! Seit der Einführung eines Vier-Schicht-Betriebs arbeiten die Beschäftigten der drei Nespresso-Standorte von Orbe, Avenches und Romont unter schwierigen Bedingungen. Die Unia hat im November 2019 eine Umfrage durchgeführt, an der sich rund 50% der Produktionsmitarbeitenden beteiligt haben. Die Umfrage hat ergeben, dass fast drei Viertel der Beschäftigten die Arbeitsbedingungen als „.sehr stressig“. empfinden. Die Unia hat heute Vormittag in Lausanne die Öffentlichkeit mit einer Flugblattaktion vor der Nespresso-Boutique an der Place St. François auf diese Missstände hingewiesen. Bis 58 Stunden pro Woche. (…).
Unia Schweiz, 11.2.2020.
Unia Schweiz > Nespresso. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2020-02-11.
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06.02.2020 Schweiz
Epsilon SA
Syndicom

Arbeitsbedingungen
Epsilon SA
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PostCom-Busse für die Epsilon SA. Die Eidgenössische Postkommission (PostCom) büsst die Post-Tochter Epsilon AG mit 180'000 Franken. Damit bestätigt die PostCom den Vorwurf, welchen Syndicom seit 2013 an diese Firma richtet: sie stellt ihre Angestellten zu prekären Arbeitsbedingungen an. Epsilon SA hat ihren Angestellten weniger als den Mindestlohn bezahlt. Dafür wird sie nun gebüsst. Die Verträgerinnen und Verträger in der Frühzustellung erbringen eine postalische Dienstleistung, für die der Gesetzgeber einen Mindestlohn erlässt. Die PostCom setzt diese Mindeststandards und ahndet deren Missachtung. Wie der Kassensturz letzten Herbst berichtete, mussten die Frühzusteller von Epsilon zu Tiefstlöhnen arbeiten. Der von der PostCom verordnete Mindestlohn für Anbieter von Postdienstleistungen beträgt brutto 18.27 Franken pro Stunde. Matteo Antonini, Leiter des Sektor Logistik bei syndicom, bilanziert: „syndicom prangert seit Jahren die prekären Arbeitsbedingungen der Post-Tochter in Genf an. Dass die PostCom den Fall untersuchte und das Fehlverhalten verurteilt, stellt eine gewisse Genugtuung für die Angestellten dar.“ Syndicom begrüsst, dass die PostCom in diesem Fall den Postmarkt aktiv kontrolliert hat. Doch für anständige Arbeitsbedingungen ist damit noch nicht gesorg. Logistikmarkt regulieren. Das Beispiel Epsilon steht für die Auswüchse im liberalisierten Postmarkt. Die Branche befindet sich in einer Abwärtsspirale. (…).
Syndicom, 6.2.2020.
Syndicom > Autobusse. Epsilon SA. Syndicom, 2020-02-06.
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16.12.2019 Orbe
Hilcona Gourmet SA
Unia VD Kanton

Arbeitsbedingungen
Hilcona Gourmet SA
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Unwürdige Arbeitsbedingungen in Orbe. Coop Tochter Hilcona erhält Label „Harmful Work Space“. Seit über einem Jahr werden die katastrophalen Arbeitsbedingungen bei der Hilcona Gourmet SA immer wieder öffentlich kritisiert. Nun wurde die Tochterfirma der Coop-Gruppe von einer öffentlich-rechtlichen Einrichtung für ihr betriebliches Gesundheitsmanagement ausgezeichnet. Als Reaktion darauf haben die Angestellten dem Unternehmen im Namen von „Gesundheitszerstörung Schweiz“ das Label „Harmful Work Space“ verliehen. Unterstützt von der Unia fordern sie die Aberkennung des offiziellen Labels, die Zulassung von Gewerkschaftsdelegierten und die Aufnahme echter Verhandlungen. Ausserdem verlangen sie die Gleichbehandlung von Festangestellten und temporären Arbeitnehmenden. Auch wenn das Personal Ende dieses Jahres einige hart erkämpfte Verbesserungen erzielen konnte, bleiben die Arbeitsbedingungen bei Hilcona Gourmet SA in Orbe in vielerlei Hinsicht problematisch: Die Arbeitszeiten werden regelmässig und sehr kurzfristig abgeändert und Arbeitspläne werden unter Missachtung der gesetzlichen Bestimmungen häufig von einem Tag auf den anderen umgestellt. Je nach Produktionsvorgaben erfahren die Arbeitnehmenden erst im Verlauf des Tages, wann Arbeitsschluss ist; Ferien und Feiertage werden oft einseitig vom Arbeitgeber festgelegt. Darunter leiden das Privat- und Familienleben und die Gesundheit der Angestellten. Einmal mehr: Lohndumping! (…).
Unia VD Kanton, 16.12.2019..
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http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20VD%20Kanton/Hilcona%20Gourmet%20SA.%20Arbeitsbedingungen.%20Unia%20VD%20Kanton,%202019-12-16.pdf
13.12.2019 Österreich
Personen
Work
XXXLutz
Ralph Hug
Arbeitsbedingungen
Volltext
XXXLutz
Jetzt rollt der Skandalkonzern XXXLutz die Schweiz auf: Der Möbel-Rambo. XXXLutz jagt Ikea. Dabei kennt der österreichische Möbelgigant kein Pardon. Die Mitarbeitenden klagen über Lohndrückerei und Brechstangen-Methoden. Zweitausend Arbeitnehmende in der Schweiz müssen sich ab sofort Sorgen machen. Denn sie haben einen neuen Arbeitgeber: den österreichischen Möbelkonzern XXXLutz. Dieser hat vor kurzem Interio von der Migros und Möbel Pfister übernommen. Zwar hiess es, dass alle Angestellten zu denselben Bedingungen weiterbeschäftigt würden. Es gebe keine Entlassungen, Pfister-Angestellte erhielten sogar Abfindungen nach Dienstjahren. Die Jobs würden durch die Übernahme sogar noch gestärkt, behauptete Ex-Nationalrätin Corina Eichenberger (FDP, Aargau), Präsidentin der Möbel-Pfister-Stiftung. Corina Eichenberger müsste es eigentlich besser wissen. Eiskalt abserviert. XXXLutz ist ein Handelskonzern mit Skandalgeschichte. Die Eigentümerfamilie Seifert hat ihn innert weniger Jahrzehnte hochgepusht, von einer kleinen Werkstatt für Bauernmöbel in Oberösterreich zu einem der grössten Möbelhändler der Welt. Heute ist er ein Milliardenkonzern mit über 22‘000 Beschäftigten in 13 Ländern Europas. Besitzer Andreas Seifert (65) kennt nur ein Ziel: Marktleader Ikea überholen. Was dem entgegensteht, wird eiskalt aus dem Weg geräumt. Die grosse deutsche Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kann ein Lied davon singen: XXXLutz war in den letzten zehn Jahren neben Amazon ihr härtester Gegner. (…).  Ralph Hug.
Work online, 13.12.2019.
Personen > Hug Ralph. XXXLutz. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-12-13.
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27.11.2019 Schweiz
Personen
SGB
Reto Wyss
Arbeitsbedingungen
Pflegepersonal
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Stärkung der Pflege: Der Nationalrat hat es in der Hand. Die Versicherungslobby muss gestoppt werden. Kein westliches Land beschäftigt mehr im Ausland ausgebildetes Pflegefachpersonal als die Schweiz. Zahlen der OECD zeigen: Jede vierte Pflegefachperson besitzt hierzulande ein ausländisches Diplom, mehr als ein Drittel des gesamten Pflegepersonals ist ausländischer Herkunft. Die Schweiz lässt sich die Ausbildung ihres Pflegepersonals also zu einem beträchtlichen Teil vom (ärmeren) Ausland finanzieren und trägt damit zum Pflegenotstand jenseits der Grenze bei. Und trotzdem konnte man damit nicht verhindern, dass auch hier in der Pflege der Personalmangel immer akuter wird. Und aufgrund der demografischen Entwicklung wird der Bedarf an Pflege(fach)personen auf absehbare Zeit noch weiter steigen. Stress hoch, Löhne tief. Vor diesem Hintergrund ist der heutige Alltag in der Pflege mehr als ernüchternd: Seit Jahren wird der durch die neue Spital- und Pflegefinanzierung ausgelöste Wettbewerb zwischen Spitälern und Heimen auf dem Buckel der Beschäftigten ausgetragen. Gleichzeitig steigt die Komplexität der Pflegefälle kontinuierlich, was zusätzlich zu einem Anstieg der Arbeitsintensität beiträgt. Das Resultat sind Stress, Qualitätsprobleme und eine tiefe Berufsverweildauer von durchschnittlich 15 Jahren. Schon allein die Löhne liefern hierfür eine hinreichende Erklärung: Gemessen am Durchschnittslohn werden Pflegepersonen in der OECD nur noch in Litauen und Lettland schlechter bezahlt als in der Schweiz! (…). Reto Wyss.
SGB, 27.11.2019.
Personen > Wyss Reto. Pflegepersonal. Arbeitsbedingungen. SGB, 2019-11-27.
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20.11.2019 Schweiz
Stromversorgung
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Energieversorgung
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Keine vollständige Strommarktöffnung ohne Begleitmassnahmen für das Personal in der Elektrizitätswirtschaft! Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, ist nicht grundsätzlich gegen die vollständige Öffnung des Strommarktes; allerdings lehnt sie die Revision des Stromversorgungsgesetzes ab, weil diese keine Begleitmassnahmen zugunsten des Personals in der Elektrizitätswirtschaft vorsieht. Bedingung für die vollständige Strommarktöffnung ist zudem die Inkraftsetzung des Stromabkommens mit der Europäischen Union (EU). Der Revisionsentwurf des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) – die Vernehmlassung dazu endet Ende Monat - entspricht den von Travail.Suisse formulierten Bedingungen nicht. Mit der vollständigen Öffnung des Strommarktes wird sich die Konkurrenz verschärfen und auf die Margen der Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) drücken. Die EVU gehören zu 90 Prozent der öffentlichen Hand, die Löhne und Arbeitsbedingungen des Personals sind deshalb meist eher gut. „Eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kommt nicht in Frage“, unterstreicht Denis Torche. „Das beste Mittel, um die Arbeitsbedingungen im Falle einer vollständigen Öffnung des Strommarktes zu erhalten, ist die Stärkung der Sozialpartnerschaft. Im Gesetz muss deshalb der Grundsatz eines Branchengesamtarbeitsvertrags für die Stromwirtschaft verankert werden“. Das neue Stromversorgungsgesetz muss zudem einen Artikel enthalten, der die Bildung und Weiterbildung des  (…).
Travail.Suisse, 29.1.2019.
Travail.Suisse > Strommarkt. Arbeitsbedingungen. Travail.Suisse, 2019-01-29.
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15.11.2019 Muttenz
MS Direct AG
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
MS Direct AG
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Ex-Mitarbeitende der Firma MS Direct packen aus: Schimmel, Schikane und schäbige Löhne. Die Skandalfirma MS Direct betreibt für Coop ein Callcenter in Muttenz BL. Dort herrschen gruusige Zustände – aber die Chefin garniert ein Traumsalär. „Der Job ist in Ordnung“, dachte Flavia Ripa zuerst. Vor knapp zwei Jahren fing die heute 24jährige Baselbieterin bei der Firma MS Direct an. Die betreibt in Muttenz BL ein Callcenter im Auftrag von Coop. Ob Fragen zur -Supercard oder Adressänderungen für die Coop-Zeitung: Kundendienstanfragen des Detailhändlers, ob per Telefon oder Mail, landen in Muttenz. Zwischen 60 und 90 Mitarbeitende kümmern sich darum. Bereits letztes Jahr hatte Work über Missstände in einem MS-Direct-Callcenter berichtet. Der Artikel schlug ein. Nicht weniger als neun MS-Direct-Geschädigte kommentierten auf der Work-Website. Work hat sie alle kontaktiert. Im Gespräch sagt Ripa, ihr Stundenlohn habe 24 Franken betragen. Zuerst konnte sie hundert Prozent arbeiten und kam so auf 4‘300 bis 4‘500 Franken im Monat. Aber plötzlich war Schluss damit. „Immer wieder schickte mich der Chef nach einer halben Stunde schon heim, es gebe zu wenig Arbeit.“ Von einem Monat auf den anderen sank ihr Monatslohn auf 2‘800, später sogar auf 1‘700 Franken. Davon konnte sie nicht leben. Und sie fühlte sich unfair behandelt: „Es waren immer die gleichen fünf oder sechs, die heimgeschickt wurden. Andere hätten gerne einen freien Nachmittag gehabt, mussten aber bleiben.“ Als sie den Chef darauf ansprach, schrie er sie an. Arbeit nur noch auf Abruf.  (…).  Christian Egg.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Egg Christian. MS Direct. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-11-15.
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