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02.04.2020 Schweiz
Medien
Syndicom

Coronavirus
Demokratie
Journalismus
Volltext
Die Demokratie in Not: Retten wir den Journalismus und die Medien! Die Coronavirus-Pandemie treibt die Schweizer Medienbranche in eine der schlimmsten Krisen ihrer Geschichte. Dieser Sektor, der vom Abfluss eines grossen Teils seiner Inserate-Einnahmen Richtung digitale, globale Plattformen bereits stark beeinträchtigt ist, muss heute zusehen, wie seine Werbeeinnahmen krisenbedingt zusammenbrechen. Das Überleben von zahlreichen Pressetiteln, lokalen Radio- und Fernsehstationen sowie journalistischen Websites steht auf dem Spiel. Deswegen appellieren wir an den Bundesrat, das Parlament und die Kantone, die katastrophalen politischen und sozialen Auswirkungen dieser Situation ernst zu nehmen. Es müssen dringende Massnahmen ergriffen werden, damit Verleger, Journalisinnen – Angestellte und Freischaffende – sowie alle Berufsleute, die von der Medienindustrie abhängig sind, weiterhin ihre Aufgabe erfüllen können. Publikum und Öffentlichkeit haben zuverlässigen Informationsjournalismus noch nie so nötig gehabt. Es muss sofort gehandelt und dringende Massnahmen ergriffen werden, um eine für unsere direkte Demokratie wesentliche Branche massiv zu unterstützen. Dabei sind auch die Zukunft und die zur Umsetzung nötigen Mittel vorzubereiten. Wir fordern den Bundesrat auf, umgehend einen dringenden Hilfsfonds zu schaffen, damit die Medien ihre journalistische Arbeit weiterführen können. (…).
Syndicom, Medienmitteilung, 2.4.2020.
Syndicom > Coronavirus. Demokratie. Syndicom, 2020-04-02.
02.04.2020 Kuba
Granma
Regierung

Coronavirus
Volltext
Kampf gegen COVID-19: Priorität der kubanischen Regierung. Der Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, und der Premierminister, Manuel Marrero Cruz, leiteten am Mittwochnachmittag das tägliche Treffen, das im Palast der Revolution die Situation mit COVID-19 auf der Insel im Detail bespricht, wo bisher 212 Fälle bestätigt wurden, darunter sechs Todesfälle. Der Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, und der Premierminister, Manuel Marrero Cruz, leiteten am Mittwochnachmittag das tägliche Treffen, das im Palast der Revolution die Situation mit COVID-19 auf der Insel im Detail bespricht, wo bisher 212 Fälle bestätigt wurden, darunter sechs Todesfälle. Während des Treffens verwies das Staatsoberhaupt auf die vier Gesundschreibungen, die am Vortag im Land vorgenommen wurden: „Das sind vier Leben, die gerettet wurden“, sagte er. In Bezug auf dieses heikle Thema sagte er: „Wir müssen - insbesondere aufgrund des Krankheitsverlaufs, den wir bei schwerkranken Patienten beobachteten - weiterhin darauf bestehen, dass die Menschen ab dem Zeitpunkt, an dem sie ihre ersten Symptome haben, sofort zum medizinischen Dienst gehen, denn je schneller wir die Krankheit erkennen und klinisch darauf reagieren können, desto besser sind die Erfolgsaussichten für die Behandlung.“Díaz-Canel verwies erneut beharrlich auf „die Verantwortung der Eltern, mit denen die Kinder in den Wohnungen verbleiben, damit sie nicht auf der Straße spielen“. Ebenso kommentierte er die soziale Disziplinlosigkeit, die in einigen Gebieten immer noch vorherrscht.(…). Granma, 2.4.2020.
Granma > Coronavirus. Regierung. Granma, 2020-04-02.
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01.04.2020 Kuba
USA
Granma

Boykott
Coronavirus
Volltext
Die unerzählte Geschichte, wie medizinische Hilfsgüter aus China nicht nach Kuba gelangen konnten „Die edle, enorme und lobenswerte Anstrengung des Gründers von Alibaba und der Jack Ma Foundation, die es geschafft hatte, mehr als fünfzig Länder auf der ganzen Welt mit Hilfsgütern zu beliefern, konnte den kubanischen Boden nicht erreichen, egal wie notwendig diese Ressourcen zur Unterstützung in dem Kampf, den die kleine belagerte und blockierte Insel austrägt, sein mögen", sagt Pereira Hernández. Für Kuba sind die Dinge immer schwieriger“, schreibt der Botschafter unseres Landes in China, Carlos Miguel Pereira Hernández, auf dem Blog der Botschaft und erzählt die unerzählte Geschichte, wie medizinische Hilfsgüter aus China nicht nach Kuba gelangen konnten, und zwar aufgrund der extraterritorialen Auswirkungen des Helms-Burton-Gesetzes, einer Massnahme, die von der internationalen Gemeinschaft angeprangert und abgelehnt wird, die sie als Eingriff in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Landes und Verstoß gegen das Völkerrecht betrachtet. Selbst in Zeiten der Pandemie ist es den Kubanern nicht vergönnt, leicht zu atmen“, schreibt der Botschafter und schildert, wie sich die von Jack Ma, dem Gründer des chinesischen Elektronikgiganten Alibaba, angeheuerte Fluggesellschaft in letzter Minute geweigert hat, eine aus Masken, Schnelldiagnose-Kits und Beatmungsgeräten bestehende Spende nach Kuba zu befördern. Ma hatte bereits 500‘000 Kits und eine Million Gesichtsmasken in die USA verschickt, „ohne Donald Trumps fremdenfeindliche und rassistische Sprüche zu beachten“. (…). Granma, 1.4.2020.
Granma > Coronavirus. Boykott. USA. Granma, 2020-04-01.
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02.04.2020 Schweiz
Syndicom
TX-Group

Coronavirus
Dividenden
Volltext
Dringender Appell an den Verwaltungsrat der TX Group und die Verlegerfamilie Supino-Coninx. Die Mediengewerkschaft Syndicom hat der TX Group im Hinblick auf die Aktionärsversammlung vom Freitag, 3. April 2020, einen dringenden Antrag gestellt. Darin wird der Schweizer Grossverlag aufgefordert, die vom Verwaltungsrat und der Unternehmensleitung geplanten Dividenden und gewinnabhängigen Vergütungen fürs Geschäftsjahr 2019 zur Bewältigung der Corona-Krise einzusetzen. Konkret soll mit den insgesamt mehr als 37 Millionen Franken, welche aus dem Geschäftsjahr 2019 resultieren, ein Fonds für Medienvielfalt und gute Arbeitsbedingungen geäufnet werden. Der Fonds soll vom Verwaltungsrat und den Personalvertretungen gemeinsam verwaltet werden. Medienvielfalt und Kündigungsschutz statt Dividendenschutz. Immer mehr Unternehmen sind bereit, angesichts der tiefgreifenden Corona-Krise die Dividenden zu streichen. Anstatt Dividenden an die Aktionäre auszuzahlen, setzen sie dieses Geld für die Bewältigung der Coronavirus-Krise ein. Es ist stossend, wenn Firmen, die Staatskredite oder, wie die TX Group, Kurzarbeitsgelder beziehen, gleichzeitig mit grosszügigen Dividendenzahlungen die eigene Firma schwächen. Deshalb fordert Syndicom, dass die Hauptaktionäre der TX Group auf die Dividenden für 2019 verzichten und dieses Geld verwenden, um die Medienvielfalt konzernintern abzusichern und um hochwertige Arbeitsplätze langfristig zu erhalten. Die Rolle der Medien in Krisen-Zeiten (…).
Syndicom, 2.4.2020.
Syndicom > TX-Groupe. Dividenden. Coronavirus. Syndicom, 2020-04-02.
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03.04.2020 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
SBB-Cargo
Volltext
WEKO genehmigt Beteiligung an SBB Cargo. SBB-Cargo muss Personal einstellen. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV muss die Zustimmung der Wettbewerbskommission zum Zusammenschluss der vier Strassentransporteure bei SBB Cargo zu einem Fortschritt führen. „Wir erwarten vom neuen Minderheitsaktionär, dass er SBB Cargo zusätzliche Transportaufträge bringt und sich im Verwaltungsrat für eine Wachstumsstrategie einsetzt“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn. „Wir erwarten zudem, dass SBB Cargo die Arbeitsplätze erhalten oder sogar ausbauen wird. Die Coronavirus-Krise darf nicht als Vorwand für den Abbau von Arbeitsplätzen benutzt werden“. „Wir hoffen insbesondere, dass der neue Minderheitsaktionär dazu beiträgt, dass das phantasielose Streichen von Zustellpunkten und Schrumpfen des Einzelwagenladungsverkehrs, wie bisher praktiziert, endlich aufhören“, präzisiert Philipp Hadorn. „Denn wenn das Unternehmen laufend Zustellpunkte mit der dazugehörenden Infrastruktur abbaut und weitere Kunden vergrault, bringt es sich um die nötigen Voraussetzungen, um am prognostizierten Wachstum des Schienengüterverkehrs in den nächsten Jahren angemessen teilhaben zu können.“Gute Sozialpartnerschaft ist notwendig. „«So erwarten wir uns vom neuen Minderheitsaktionär einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze“, führt Philipp Hadorn weiter aus. (…).
SEV, Medienmitteilung, 3.4.2020.
SEV > SBB-Cargo. Gesundheitsschutz. SEV, 2020-04-03.
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02.04.2020 Schweiz
SEV-Zeitung
Swiss Airline

Arbeitszeit
Coronavirus
Swiss Airlines
Volltext
Flugverkehr: Jobs und Kaufkraft sichern. Wegen der Coronakrise bleiben zurzeit viele Flugzeuge am Boden, die Swiss schreibt hohe Verluste. «Jetzt muss der Bund mit Finanzhilfe den Tatbeweis erbringen, dass er sich der Bedeutung der Swiss für die Volkswirtschaft bewusst ist», fordert SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn, Präsident SEV-GATA, der Branche Luftfahrt des SEV. „In der aktuellen Krise zum Beispiel repatriiert die Swiss im Ausland Gestrandete und transportiert medizinische Güter. Beim Swissair-Grounding im Oktober 2001 machte die Schweiz mit ihrer Hilfe beim Aufbau der Swissair-Nachfolgerin klar, dass die Luftfahrt ‹systemrelevant› ist. Natürlich ist die Finanzhilfe an klare Bedingungen zu knüpfen.“ Hadorn präzisiert: Die Swiss ist vor einem Mittelabfluss zum Mutterkonzern zu schützen. Sie muss sich mit Jobgarantien das Knowhow des Personals über die Krise sichern, um den Flugbetrieb wieder hochfahren zu können, und die Kaufkraft des Personals erhalten. „Nach ihrem ausgezeichneten Erfolg im 2019 kann und muss die Swiss dem Bodenpersonal während der ganzen Kurzarbeit den vollen Lohn garantieren – sprich die von der Arbeitslosenkasse bezahlten 80% des Lohns um die fehlenden 20% ergänzen. Das Swiss-Bodenpersonal hat mit seiner Zustimmung zu Modalitäten zur Bewältigung dieser Krise und zur Verlängerung des – verbesserungswürdigen – GAV bis Ende 2021 schon erhebliche Opfer gebracht, ganz zu schweigen von den Konzessionen in früheren Krisen.“ (…).
SEV-Zeitung, 2.4.2020.
SEV-Zeitung > Coronavirus. Swiss. Arbeitszeit. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
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31.03.2020 Deutschland
DGB

Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Ohne Absturz durch die Krise – Kurzarbeitergeld jetzt anheben. Zu den aktuellen Arbeitsmarktzahlen sagt Annelie Buntenbach, DGB-Vorstandsmitglied: „Rund 470‘000 Betriebe in Deutschland haben vorübergehend Kurzarbeit angezeigt – das ist eine immens hohe Zahl, die zeigt, wie groß die Auswirkungen der Corona-Krise auf das Arbeitsleben sind. Erschrecken sollte uns die Zahl aber nicht: Kurzarbeit ist ein Mittel, um Einbrüche zu überbrücken und Beschäftigung zu halten. Wer jetzt Kurzarbeit beantragt, setzt darauf, dass es nach der Krise weitergeht, deshalb ist es gut, dass das Instrument genutzt wird. Gut ist in dieser Situation auch, dass die Bundesagentur ihre Kapazitäten so schnell hochzieht, um den Andrang gut und effektiv bewältigen zu können. Aber nicht nur die Betriebe, auch die Beschäftigten sollen ohne Absturz durch die Krise kommen. Deshalb müssen sich Arbeitgeber und Bundesregierung jetzt endlich bewegen und das Kurzarbeitergeld auf 80 Prozent anheben. Denn für viele tausend Beschäftigte, die nicht unter dem Schutz von aufstockenden Tarifverträgen stehen, bedeutet Kurzarbeit, mit 60 beziehungsweise 67 Prozent ihres bisherigen Nettolohns auszukommen, wobei nicht einmal die sonst gezahlten Zuschläge mit einberechnet werden. Bei den wenigsten Familien reicht das zum Leben und für die Miete. Wer als alleinstehender Beschäftigter vor der Krise nicht mindestens 2‘750 Euro brutto pro Monat verdient hat, hat bei Kurzarbeit null – also einem Arbeitsausfall von 100 Prozent –einen Anspruch auf aufstockende Hartz-IV-Leistungen. (…).
DGB, 31.3.2020.
DGB > Coronavirus. Kurzarbeit. DGB, 2020-03-31.
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01.04.2020 ZH Kanton
VPOD ZH Kanton

Coronavirus
Petition
Spitalpersonal
Volltext
Die Petition ist geschlossen, die gewerkschaftliche Arbeit geht weiter! n wenigen Tagen haben schweizweit 80'000 Personen die Petition für das Spitalpersonal unterschrieben. Wir sind überwältigt. Es ist eine klare Aufforderung an Bundesrat und Arbeitgeber, das Spitalpersonal zu schützen und volle Verantwortung für dessen Gesundheitsschutz zu übernehmen. Die Petition ist geschlossen, die gewerkschaftliche Arbeit geht weiter. Seit der Aussetzung wichtiger Schutzbestimmungen vom 21. März herrscht in den Spitälern Unklarheit und Unsicherheit. Viele Arbeitgeber nutzen die Verordnung, um beim Personal noch mehr Flexibilität und Verfügbarkeit einzufordern. Diese ungute Situation wird zusätzlich erschwert durch die mangelnde Koordination bezüglich der Richtlinien zur Verwendung von Schutzmaterial. Der VPOD kämpft auf allen Ebenen dafür, dass der Gesundheitsschutz des Spitalpersonals gewährleistet und auch entsprechend kontrolliert wird. Gespräche auf Bundesebene bezüglich der Klärung aller Unklarheiten laufen auf Hochtouren und wir arbeiten auf kantonaler Ebene an den Forderungen bezüglich der Umsetzung und Kontrolle der Verordnung. Die 80'000 Unterschriften werden wir dem Bundesrat vorlegen. Der VPOD setzt auch alles daran, dass die wichtigen Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes in allen anderen Gesundheitsbereiche ohne jegliche Einschränkungen weiterhin gewährleistet werden. (…).
VPOD ZH Kanton, 1.4.2020.
VPOD ZH Kanton > Coronavirus. Spitalpersonal. Petition. VPOD, 2020-04-01.
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02.04.2020 Schweiz
Bergbahnen
SEV-Zeitung

Bergbahnen
Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Bergbahnen: Zahlen soll nicht das Personal. Touristische Bahnen stehen wegen Covid-19 grundsätzlich still. Skigebiete im Kanton Bern und die Titlisbahnen blieben am 14. März noch offen, bevor der Bundesrat die Schliessung überall durchsetzte. Die Gornergrat Bahn gehört zu den Bahnen, mit denen der SEV eine gute Sozialpartnerschaft mit einem GAV hat. „Die GGB hat Kurzarbeit beantragt, denn wegen ihrer Stilllegung können viele Mitarbeitende nicht mehr arbeiten“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Manuel Avallone. „Wir stehen in Kontakt mit der Leitung und werden mit ihr Anfang April die offenen Fragen besprechen, etwa zu den Zeitkonten. Ziel ist eine Vereinbarung. Der SEV ist bei Fragen oder Problemen natürlich für die Mitarbeitenden da.“ Schwieriger ist für den SEV die Begleitung von Bahnen, die keine Sozialpartnerschaft wollen, womit dort die Gefahr von Willkür grösser ist. Dazu gehört die Jungfraubahn-Gruppe (JB). Von ihren Bahnen fahren jene, die bewohnte Orte wie Grindelwald erschliessen, reduziert weiter. Doch der touristische Verkehr ruht, möglich sind dort z.B. noch Revisionen zum Saisonende. Die JB hat für das Gros ihrer 1‘000 Mitarbeitenden Kurzarbeit beantragt. „Alle müssen weiterhin den vollen Lohn erhalten, Angestellte im Stundenlohn den Durchschnitt der letzten Monate“, betont Gewerkschaftssekretärin Susanne Oehler. „Eine finanziell so gut situierte Bahn darf jetzt nicht ihr Betriebsrisiko über Lohnkürzungen, Zwangsferien oder Minuszeiten auf ihr Personal abwälzen. (…).SEV-Zeitung, 2.4.2020.
SEV-Zeitung > Coronavirus. Bergbahnen. SEV-Zeitung, 2020-04-02.
Ganzer Text
01.04.2020 Kuba
Russland
Granma

Coronavirus
Volltext
Díaz-Canel hebt Erklärung Russlands zur Unterstützung der kubanischen medizinischen Zusammenarbeit hervor. Die russische Diplomatin hatte daran erinnert, dass nur die kubanische Nation am 18. und 19. März dem Empfang des britischen Kreuzfahrtschiffes MS Braemar mit mehr als tausend Personen an Bord und fünf bestätigten Fällen von COVID-19 zugestimmt habe. Der Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel, hob die Erklärungen der Regierung der Russischen Föderation zur internationalen Zusammenarbeit Kubas bei der Bekämpfung der durch COVID-19 verursachten Pandemie hervor. Das Staatsoberhaupt teilte auf seinem Twitter-Account den von der Sprecherin des russischen Aussenministeriums, María Zajárova, unterzeichneten Text mit, in dem die Solidaritätsaktionen Kubas im Kampf gegen die Pandemie hervorgehoben und die Position der USA gegen die Zusammenarbeit Kubas im Gesundheitsbereich kritisiert werden. Die Erklärung des russischen Aussenministeriums hebt die „gegensätzlichen Eigenschaften einiger Mitglieder der internationalen Gemeinschaft“ im Kampf gegen das Coronavirus sars-Cov-2 hervor. Es unterstreicht ausserdem die kubanische Entscheidung, das britische Kreuzfahrtschiff MS Braemar am 18. März mit fünf bestätigten Fällen von Covid-19 an Bord zu empfangen und eine humanitäre Operation durchzuführen. (…).
Granma, 1.4.2020.
Granma > Coronaviorus. Russland. Granma, 2020-04-01.
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01.04.2020 Schweiz
VPOD Schweiz

Coronavirus
Kindertagesstätte
Volltext
Endlich eine Lösung für die Kitas! Die Kitas hängen aufgrund der Corona-Krise in der Luft und fürchten um ihre Existenz. Mit einem offenen Brief hat sich der VPOD daher an den Bund und die Konferenz der Sozialdirektorinnen und Sozialdirektoren SODK gewandt. Jetzt scheint endlich Bewegung in die Sache zu kommen. Der Bundesrat hat in der COVID-19 Verordnung 2 Art. 5 Abs 3 und 4 die Kantone dazu verpflichtet, ein Betreuungsangebot aufrecht zu erhalten für Kinder, die nicht privat betreut werden können. Die Umsetzung wurde jedoch den Kantonen überlassen. Die Kantone setzten die Vorgaben uneinheitlich um – mit unklaren Kostenfolgen für Eltern und Kitas. Manche schlossen die Krippen ganz, stellen jedoch eine Notbetreuung zur Verfügung (z.B. Basel-Stadt, Fribourg, Genf, Solothurn u.a.), andere änderten nichts am bestehenden Angebot (z.B. Aargau) und die dritten haben bestimmte Personalkategorien festgelegt, die ihre Kinder noch bringen dürfen (z.B. Zürich), geben aber keine Auskunft darüber, wer nun für die Elternbeiträge aufkommt.. Dazu kommen die Aufrufe vieler Kantone, die Eltern sollten die Kinder doch nach Möglichkeit «freiwillig» aus der Kita nehmen. Das führt zu der widersprüchlichen Situation, dass Eltern von Kita-Kindern, welche den behördlichen Empfehlungen folgen, zwar keinen Lohnersatz erhalten (da die Einrichtungen ja offen sind), eventuell auch keinen Lohn (da sie ihre Kinder betreuen müssen), aber dennoch Elternbeiträge zahlen sollten. Das ist für viele Eltern finanziell gar nicht möglich. (…).
VPOD Schweiz, 1.4.2020.
VPOD Schweiz > Kindertagesstaette. VPOD Schweiz, 2020-04-02.
Ganzer Text
02.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kinderbetreuung
Volltext
Mehr Luft für Familien in der Corona-Krise. Die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise sind weitgehend und wichtig. Sie übersehen aber ein wesentliches Problem: Wenn Kinder faktisch nicht in die Schule oder die Kindertagesstätte gehen können, brauchen erwerbstätige Familien neben einer Lohngarantie in erster Linie mehr Zeit. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert deshalb kürzere Arbeitspensen und Erwerbsersatz für Familien, die gemeinsam mehr als 100% erwerbstätig sind. Travail.Suisse unterstützt die Massnahmen des Bundesrats zur Bekämpfung der Corona-Krise. Die Gesundheit hat Vorrang. Die Lohnfortzahlung konnte für die meisten Menschen gewährleistet werden. Die Unternehmen sollen dank der Kurzarbeit auf Entlassungen verzichten. Es existiert aber eine Lücke: Der Bundesrat fordert, dass Kinder nicht mehr in die Schule, den Kindergarten und die Kindertagesstätte gehen sollen, sofern dies nicht unbedingt notwendig ist. Sie sollen stattdessen zu Hause betreut und unterrichtet werden. Gleichzeitig wird verlangt, dass das Arbeitsleben weitergehen soll wie bisher – wenn möglich im Homeoffice. Dies ist aber nur möglich, wenn die Eltern zusammen nicht mehr als 100% arbeiten. (…).
Travail.Suisse, 2.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Kinderbetreuung. Travail.Suisse, 2020-04-02.
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01.04.2020 Kuba
1. Mai
Granma

1. Mai
Coronavirus
Politbüro beschliesst Demonstration zum 1. Mai auszusetzen und ANAP-Kongress zu verschieben. Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, leitete am Dienstag eine Sitzung des Politbüros, in der neue Massnahmen im Hinblick auf die Verbreitung von COVID-19 angenommen wurden Der Erste Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas, Armeegeneral Raúl Castro Ruz, leitete am Dienstag eine Sitzung des Politbüros, in der die Aussetzung der Demonstration zum 1. Mai sowie die Verschiebung des Kongresses der Nationalverbandes der Kleinbauern (ANAP) beschlossen wurde. Die Entscheidung entspricht den Massnahmen, die das Land im Rahmen des Plans zur Verhütung und Kontrolle von COVID-19 getroffen hat und wurde vom Präsidenten der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, während der täglichen Überprüfung der Regierung zur Konfrontation der Krankheit mitgeteilt. Das Staatsoberhaupt forderte den Gewerkschaftsbund Kubas auf, Vorschläge zu unterbreiten, wie dieses Datum der Arbeiterbewegung unter den gegenwärtigen Bedingungen gefeiert werden könne, damit es nicht übergangen wird. Zuvor hatte das Politbüro am 19. März beschlossen, den für dieses Jahr genehmigten Plan der nationalen Festakte und Veranstaltungen erheblich zu ändern, um zu vermeiden, dass vonseiten unserer Institutionen, Organismen und Organisationen Aktivitäten durchgeführt werden, die zu Menschenansammlungen führen.. (…).
Granma, 1.4.2020.
Granma > Coronavirus. 1. Mai 2020. Granma, 2020-04-01
Ganzer Text
01.04.2020 Schweiz
BLS
Personen
SEV-Zeitung
Chantal Fischer
Arbeitsbedingungen
Lokomotivführer
Offener Brief
Volltext
BLS-Lokführer/innen haben einen Weg gefunden, um ihre Anstellungsbedingungen zu verbessern. Offener Brief führt zu Verbesserungen. Wer mit seinen Anstellungsbedingungen nicht zufrieden ist, hat durchaus Möglichkeiten, diese mitzugestalten. Das Beispiel des BLS-Lokpersonals zeigt dies deutlich. Ein offener Brief an die BLS-Führung vor knapp einem Jahr führt nun zu einer Vielzahl an Massnahmen für die Attraktivität des Lokführerberufs und der BLS als Arbeitgeberin. Auf Initiative einer Gruppe von Lokführenden der BLS hat sich der SEV-LPV vor knapp einem Jahr mit einem offenen Brief und über 470 mitunterzeichnenden Lokführerinnen und -führern an den Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung der BLS gewendet. Dem Brief vorausgegangen war die Ankündigung von Massnahmen im Rahmen des BLS-Sparprogramms Best Way. Das Lokpersonal hatte Bedenken, dass mit der Umsetzung dieser Massnahmen die Qualität leidet, die Sicherheit gefährdet ist und die Funktion des Lokführers bei der BLS an Attraktivität verliert, nicht zuletzt auch aufgrund von Personalmangel. In drei intensiven Besprechungen zwischen September 2019 und März 2020 haben die BLS und eine Delegation SEV-LPV verhandelt. Dank dem grossen Einsatz des Lokpersonals und des SEV-LPV konnte nun ein gutes Ergebnis erzielt werden. Die Parteien einigten sich auf neue Planungsvor-gaben für Personenverkehrsdienste Lokpersonal mit Gültigkeit ab Fahrplanwechsel Dezember 2020. (…).
Chantal Fischer.
SEV-Ueitung, 2.4.2020.
Personen > Fischer Chantal. BLS. Lokfuehrer. Offener Brief. SEV, 2020-04-02.
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01.04.2020 ZH Kanton
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Roland Brunner
Coronavirus
Volltext
Systemrelevant!? Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Wie störanfällig unser System doch ist. Ein klitzekleiner Virus – und schon steht alles still. Nicht weil unser starker Arm es will. Auch die Gewerkschaften stehen still. Keine Versammlungen, keine Streiks, keine Feiern zum 1. Mai, unserem traditionellen Kampftag. Plötzlich wird offensichtlich, wer und was systemrelevant ist. Man klatscht von Balkonen und Bundesrat Parmelin fordert auf SRF zu bester Sendezeit eine Kompensation für das Gesundheitspersonal in dieser aussergewöhnlichen Lage. Selbst die NZZ feiert die Systemrelevanten – um gleichzeitig Kampagne zu machen für einen möglichst schnellen System-Restart. Es müsse endlich wieder gearbeitet werden. Der Shut-down koste viel zu viel. Möglichst schnell zurück zum gewohnten Gang der Dinge. Zu Renditen und Profiten. Gewinn statt Gesundheit. Jahrein, jahraus haben sie den freien Markt gepredigt, der alles regle. Der Service public kam unter Druck, weil immer mehr der Konkurrenz ausgeliefert wurde. Für die grosszügige Finanzierung von Massnahmenpaketen und die Rettung der Unternehmen ist der Staat dann aber gut genug. Der gute, alte Spruch: „Gewinne privat, Verluste dem Staat...“ Wieso bekommen eigentlich auch Unternehmer-Politiker Staatshilfe, die ständig für Steuersenkungen und Sparprogramme votieren? Und müsste man Staatshilfe nicht davon abhängig machen, dass ein Betrieb die Gesundheitsmassnahmen des BAG konsequent umsetzt und keine Stellen abbaut? Oder will man einfach die Gewinne der Unternehmer absichern statt der Menschen? (…).  Roland Brunner, VPOD Sekretär Zürich.
GBKZ, 1.4.2020.
Personen > Brunner Roland. Coronavirus. GBKZ, 2020-01-04.
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01.04.2020 Schweiz
Personen
SEV-Zeitung
Zentrakbahn
Elisa Lünthaler
Lohnerhöhungen
Volltext
Zentralbahn
Das Personal ist verärgert über die Bedingungen, welche die Zentralbahn an eine generelle Lohnerhöhung knüpft und hält an seinen Forderungen fest. Lohnverhandlungen Zentralbahn. Lohnerhöhung für alle – ohne Bedingungen. Die Zentralbahn erwirtschaftete in den letzten Jahren gute Resultate mit Millionengewinnen, steigenden Pünktlichkeitswerten und steigendem Kostendeckungsgrad. Die Mitarbeitenden leisteten Sonderefforts, sind hoch motiviert und loyal. Dafür fordern sie von ihrem Arbeitgeber endlich eine angemessene Entschädigung. Jeder Platz ist besetzt im Saal des Hotel Bahnhof in Giswil. Die Vorstände der SEV-Sektionen der Zentralbahn haben für diesen Mittwoch, 11. März, zur ausserordentlichen Generalversammlung eingeladen. Auf dem Traktandum stehen die ins Stocken geratenen Lohnverhandlungen 2019. Der grosse Andrang am heutigen Abend zeigt: Den Angestellten der Zentralbahn ist es ernst, sie wollen, dass in Sachen Lohnverhandlung endlich etwas geht. Die Zentralbahn konnte in den letzten Jahren sehr gute Ergebnisse verbuchen: 2018 betrug der Gewinn rund 6 Mio. Franken, der Kostendeckungsgrad konnte auf 64 Prozent erhöht werden. Die Kundenzufriedenheit stieg signifikant und 97,9 Prozent der Reisenden erreichten ihr Ziel pünktlich. Das Bahnunternehmen mit 370 Mitarbeitenden darf sich somit das „zuverlässigste S-Bahn-System der Schweiz“ nennen. (…).
Elisa Lünthaler.
SEV-Zeitung, 1.4.2020.
Personen > Luenthaler Elisa. Zentralbahn. Lohnerhoehung. SEV-Zeitung, 2020-04-01.
Ganzer Text
31.03.2020 Kuba
Granma

Gesundheitswesen
Volltext
Bei jenen, mit der Revolution geborenen Landärzte liegen die ethischen Wurzeln, die jetzt Prinzip und Bewusstsein sind Photo: Liborio Noval. Wurzel unserer Medizin. Unter den mehr als 95‘000 aktiven Ärzten, die Kuba heute hat, sollten etliche Felipe heissen, und vielleicht könnten einige wenige den Nachnamen Cura haben Cura ist ein seltener Nachname, der Vorname Felipe ist gebräuchlicher. An jenem 2. März 1960 jedoch, als auf Idee des Comandante en Jefe Fidel Castro eine Gruppe junger Ärzte in die Berge der Ostregion aufbrach, um ihre professionellen Dienste dort anzubieten, begann der Wille, der den „Arztneuling“ Felipe Cura bewegte, Wurzeln zu schlagen und hat sich Jahr für Jahr vermehrt, mit jeder neuen Abschlussklasse, jedem neuen Arzt, der von den akademischen Klassenzimmern in entlegene Orte der Insel ging.. Wenn die Revolution etwas gut im Gedächtnis hat, sind es die Meilensteine, die den frühen Bruch mit der vom merkantilen Individualismus geprägten Gesellschaft des besiegten Kapitalismus kennzeichneten. Die Alphabetisierungskampagne und der freie Zugang zur Gesundheit ebneten nicht nur den Weg zu bisher chimären massiven Vorteilen, es begann sich vor allem eine nationale Ethik im Verhalten von Mensch zu Mensch herauszubilden. (…).
Granma, 31.3.2020.
Granma > Gesundheitswesen. Granma, 2020-03-31.
Ganzer Text
31.03.2929 Kuba
Granma

Coronavirus
Volltext
Díaz-Canel: Die Massnahmen zu Covid-19 zeigen Ergebnisse, doch wir dürfen uns nicht in Sicherheit wiegen. Der Präsident der Republik, Miguel Díaz-Canel Bermúdez, forderte am Montag dazu auf, unermüdlich an der Konfrontation mit Covid-19 weiterzuarbeiten „Die MaSSnahmen zeigen Ergebnisse, doch wir können uns nicht in Sicherheit wiegen, wir haben den kritischsten Moment noch nicht erreicht“, sagte er auf dem von ihm angeführten täglichen Kontrolltreffens zur Situation mit dem neuen Coronavirus auf der Insel und zum Plan zu dessen Eindämmung. „Wenn wir mit dieser Effizienz weiterarbeiten, mit diesem Ergebnis, und jetzt mit den Möglichkeiten, die wir haben, die Tests und damit die Erkennungen und Isolierungen steigern, können wir vorwärts schreiten und uns von den schlimmen Folgen entfernen, die die Pandemie an anderen Orten der Welt mit sich gebracht hat“, betonte er. Díaz-Canel war der Ansicht, dass das Land müsse „sich sehr bewusst der Umsetzung und Kontrolle der kürzlich angenommenen Massnahmen widmen, die im Informationsprogramm Mesa Redonda bekannt gegeben worden sind“. Unter den Aufgaben, die dem Land Vitalität verleihen, erwähnte er die Nahrungsmittelproduktion und die Zuckerrohrernte. Bei der Analyse der Vorgänge von Covid-19 in Kuba bezog sich das Staatsoberhaupt auf den Tod zweier Kubaner: „Es wurde um ihr Leben gekämpft, aber leider liess es der Zustand, in dem sie sich befanden, nicht zu, dass sie hätten gerettet werden können.“ (…).
Granma, 31.3.2020.
Granma > Coronavirus. Granma, 2020-03-31.
Ganzer Text
31.03.2020 USA
Granma

Coronavirus
Gesundheitswesen
Volltext
Öffentliche Gesundheit in den USA: der grosse amerikanische Albtraum. Der berühmte „American Dream“ (amerikanischer Traum) zeigt sein wahres Gesicht vor der Pandemie. Ohne hohle Phrasen und Flitter wird er zum amerikanischen Albtraum für Millionen armer Menschen in diesem Land. Dr. Anthony Stephen Fauci, Leiter des Nationalen Instituts für Allergien und Infektiöse Krankheiten der USA hat kürzlich angekündigt, dass Millionen von Menschen in seinem Land mit dem Coronavirus infiziert werden können, wobei die Zahl der Todesfälle 20‘000 erreichen könnte. Experten des öffentlichen Gesundheitswesens sagen voraus, dass Zehntausende und möglicherweise Millionen von Menschen in den Vereinigten Staaten kurzfristig wegen Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden. Am 18. März genehmigte der US-Kongress den Families First Coronavirus Response Act (Erste Antwort auf das Coronavirus für Familien), das die Kosten der Tests abdeckt, jedoch nicht den Wert der Behandlung. Diese Exklusion bedeutet, dass Personen, die ins Krankenhaus eingeliefert werden oder auf der Intensivstation behandelt werden müssen, unabhängig von ihrer Versicherung hohe Rechnungen bezahlen müssen. Gesundheitsversorgung in den USA hängt von der Art der Versicherung ab, die der Patient hat, welche Leistungen sein Plan beinhaltet und wie viel von seiner Selbstbeteiligung bereits bezahlt wurde. (…).
Granma, 31.3.2020.
Granma > Coronavirus. USA. Granma, 2020-03-21.
Gamzer Text
13.03.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Coronavirus
Volltext
Wieder soll‘ns die BüezerInnen tragen. Der Coronavlrus hat den Bund zu einer Reihe von ausserordentlichen Massnahmen veranlasst. Besonders fällt aber auf, dass wie bei jeder Krise, vor allem eine Bevölkerungsgruppe die Negativfolgen tragen soll: Die ArbeiterInnenklasse. Hände waschen, in den Ellenbogen husten, Abstand halten und Grossanlässe vermeiden - das sind einige der Massnahmen, die der Bund empfohlen hat, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Neben nett gemeinten, aber oft ziemlich weltfremden Empfehlungen wie etwa der Rat an Pendlersinnen im Zug nicht zu nah aufeinander zu sitzen, gab es von der Regierung aber auch handfeste Massnahmen. Medial am ehesten besprochen, wurde die Absage der Fasnacht und die Beendigung des Spielbetriebs in mehreren Sportarten. Weiterhin kann eingekauft (und gehamstert) werden, weiterhin müssen die Leute arbeiten und setzen sich, je nachdem von wo nach wo sie pendeln, ähnlich grossen Menschenmengen aus, wie bei manchen grösseren Veranstaltungen, die verboten sind. Gleichzeitig nutzen Bürgerliche die Situation aus, um Stimmung gegen das Recht auf freie Versammlung zu machen. So hiess es in der NZZ, dass der Aufruf zu einer Demonstration am internationalen Frauenkampftag „unsolidarisch“ sei. Es sei störend, dass „selbsternannte Feministinnen“ den Tag „instrumentalisieren“ würden, um sich selbst zu inszenieren. (…).
Vorwäts, 13.3.2020.
Vorweärts > Coronavirus. Profite. Vorwaerts, 2020-03-13.
Ganzer Text
13.03.2020 Biel
Personen
Post
Vorwärts
Peter Heiniger
Betriebsschliessungen
Poststellen
Volltext
Post CH AG vs.PdA. Die PdA setzt sich gegen die Schliessungen von Poststellen in der Schweiz ein. Dieser Einsatz ist offenbar unserem ehemaligen Staatsbetrieb zu Ohren oder auch zu Augen gekommen. Nach unserer Intervention im Bieler Stadtrat, mit vorgängiger Aktion und diversen Medienberichten, meldete sich Frau Antoinette Feh, Medienverantwortliche der Post CH AG für die Deutschschweiz, bei mir. Mein Erstaunen war doch recht gross. Hat da die PdA einen wunden Punkt getroffen? Auf jeden Fall fand am 24. Februar ein Trefffen mit Frau Feh und mir statt. Vorgängig muss ich erwähnen, dass dieses Gespräch grundsätzlich sehr angenehm – von Seiten der menschlichen Ebene betrachtet - war. Frau Feh ist natürlich eine ausgewiesene Kommunikationsspezialistin. Nun, das Gespräch drehte sich um die von der PdA aufgegriffenen Punkte. Die Dienstleistungen, die in den zu Agenturen umgewandelten Poststellen reduziert sind. Da ist vor allem eine dieser Dienstleistungen hervorzuheben: Die Ein- und Auszahlungen bar sind in diesen Agenturen aufgrund des schweizerischen Geldwäschegesetzes nicht möglich. Geldtransfer ins Ausland werden nicht verarbeitet. Frau Feh sagte, 97 Prozent der ursprünglichen Dienstleistungen seien gewährleistet. Ganz scnwerwlegende und schliesslich auch wichtigste Gründe für unseren Protest sind die Anstellungsbedingungen der MitarbeiterInnen in den Agenturen. (…).
Peter Heiniger.
Vorwaerts, 13.3.2020.
Personen > Heiniger Peter. Post. Poststellen. Vorwaerts, 2020-03-13.
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13.03.2020 TG Kanton
Bauwirtschaft
Unia Ostschweiz-Graubünden

Lohndumping
Prozess
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Lohndumping und Freispruch. Das Bezirksgericht Frauenfeld sprach einen Unia-Gewerkschafter vom Hausfriedensbruch frei. Er und ein weiterer Unia-Angestellter hatten von Ihrem ZutrittSrecht zu Baustellen Gebrauch gemacht und dabei Verstösse gegen den Gesamtarbeitsvertrag aufgedeckt. . Immer wieder versuchen Arbeitgeber)innen und PrivatklägerIinnen die Arbeit der Gewerkschaften gezielt zu kriminalisieren. Doch die Absicht ist klar: Mit solchen Klagen soll verhindert werden, dass die GewerkschafterIinnen in Kontakt mit den Arbeitnehmenden treten, diese über ihre Rechte informieren und von Missständen wie Lohndumping oder Problemen bei der Arbeitssicherheit erfahren. So gelang es der Unia nur dank dem Zutrittsrecht, einen krassen Fall von Lohndumping aufzudecken. Unbezahlte Überstunden. Bei einem Baustellenbesuch im Jahr 2016 erhielt die Unia Hinweise darauf, dass die Bauarbeiter auf der Baustelle des Schlosses Sonnenberg im Kanton Thurgau zu sehr schlechten Arbeitsbedingungen schuften: Fünfzig-Stunden-Woche, Löhne von knapp 3‘000 Franken, unbezahlte Überstunden. Dies ist ein klarer Fall von Lohndumping und ein Verstoss gegen die Bestimmungen des Landesmantelvertrages des Bauhauptgewebes (LMV). Diese Missstände konnten nur dank der Unia-Präsenz auf der Baustelle aufgedeckt werden. (…).
Unia Ostschweiz-Graubünden, Medienmitteilung, 13.3.2020.
Unia Ostschweiz-Graubünden > Bauwirtschaft. Lohndumping. Vorwärts, 2020-03-13.
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26.03.2020 Schweiz
Syndicom
Velokurier

Coronavirus
Velokurier
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Corona: Auch Teile der Kurierbranche betroffen. Während der logistische Aufwand zunimmt, leiden zahlreiche Kurierfirmen an wegbrechenden Aufträgen. Diese können nur teilweise mit Essenslieferungen kompensiert werden, weil Restaurants und Grosshändler häufig auf zweifelhafte Anbieter von Kurierdienstleistungen setzen. Damit droht eine Umschichtung innerhalb der Branche zu verantwortungslosen Arbeitgebern oder Anbietern, die das Arbeitsgesetz ganz umgehen. Reduktion des Auftragsvolumen. Neben Essenslieferungen und Laborproben besteht ein Grossteil des Auftragsvolumens von Kurierfirmen aus Aufträgen von privaten Geschäften wie beispielsweise Anwaltskanzleien, Architekturbüros oder staatlichen Institutionen, die derzeit wegbrechen. Dieser Verlust wird nur teilweise durch die neuen Bedürfnisse kompensiert, insbesondere weil auch wettbewerbsverzerrende Konkurrenz auf den Plan tritt. Firmen wollen Krise ausnützen. Die Migros beispielsweise versucht ihr Projekt Amigos unter dem Deckmantel von Corona wieder aufleben zu lassen. Dieses Projekt wurde als illegal klassiert, weil Migros versuchte, die Kuriere in Uber-Manier als Selbständige zu klassieren, welche 5 Franken pro Auftrag erhalten würden. Der neuste Trick das Arbeitsgesetz zu umgehen ist, dass diese Entschädigung jetzt als „freiwilliges Trinkgeld von 5 Franken“ ausgegeben wird. (…).
Syndicom > Coronavirus. Velokuriere. Syndicom, 2020-03-26.
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30.03.2020 Kuba
Granma
Landwirtschaft

Coronavirus
Ernährung
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Wie will Kuba inmitten von Blockade und Pandemie die Ernährung sichern? Mehrere Antworten auf diese Frage wurden im Verlaufe der drei Regionalsitzungen gefunden, die an diesem Wochenende im Osten, dem Zentrum und im Westen des Landes unter dem Vorsitz von José Ramón Machado Ventura, zweiter Sekretär des Zentralkomitees der Partei, Salvador Valdés Mesa, Vizepräsident der Republik Kuba, und José Ramón Monteagudo, Mitglied des PCC-Sekretariats, stattfanden. Wie kann die Ernährung sichergestellt werden, die Kuba inmitten der Geissel der Pandemie braucht, die durch das neue Coronavirus verursacht wird und die offensichtlich den Welthandel durcheinandergebracht hat, und ohne dass die vom Imperium gegen die Revolution auferlegte Blockade- und Erstickungspolitik auch nur für eine Minute nachgelassen hat? Einige der wichtigsten Massnahmen, die von der kubanischen Landwirtschaft angesichts von Covid-19 getroffen werden müssen, führen wir im Folgenden auf: Mit Argumenten und nicht mit Losungen jede produktive Basis, jeden Produzenten erreichen, um höhere Produktionen in Kulturen wie Knollenfrüchten, Gemüse und insbesondere bei Bohnen und Mais zu erzielen. Prioritäten setzen und jede mögliche Alternative in der landwirtschaftlichen Produktion nutzen. Nutzung des Kraftstoffs mit größtmöglicher Rationalität. Das Pflügen der Erde unter Nutzung des für Traktoren verfügbaren Kraftstoffes vor allem dort ausführen, wo es zu schwierig ist, dies mit Ochsen zu tun. Maximale Ausbeutung der Anbauflächen und verfügbaren Ressourcen. (…).
Granma, 30.3.2020.
Granma > Coronavirus. Landwirtschaft. Granma, 2020-3-30.
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13.03.2020 Schweiz
Coiffeurgeschäfte-Verband
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Coiffeure/Coiffeusen
GAV
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CoiffeurInnen-GAV in Gefahr. Damit der neu verhandelte Generalarbeitsvertrag Im ColtfeurIlnnengewerbe rechtskräftig werden kann,. muss, es bis Im FrOhling zu einer Einigung kommen. Nun warf ein GerIchtsurteIl die Verhandlungen zurück. Durch den Beschluss droht der vertragslose Zustand In der bereits schon sehr prekären Branche. Am 14. Februar waren es gerade noch fünf Tage, bevor die nächste Verhandlungsrunde zwischen Unia, Syna und Coiffure Suisse losgehen sollte. Doch aus der Runde wurde nichts - ein eingeschriebener Brief informierte die beteiligten Parteien, dass die Verhandlungen bei Strafandrohung .von 10‘000 Franken verboten wurden. Verantwortlich für den Entscheid war die Zürcher SVP- Bezirksrichterin Erika Stoffel. Da der Vertrag bis Ende Jahr für allgemeingültig erklärt werden muss, damit es nicht zu einem vertragslosen Zustand kommt (letztes Mal hatte man bei der Regierung für die Anerkennung des GAV acht Monate gebraucht), könnte das Gerichtsurteil dafür sorgen, dass der sowieso schon ungenügende Schutz der CoiffeuI=innen weiter ausgehöhlt wird. Anlass zu der Verfügung: die Vereinigung Schweizer Coiffeur-Unternehmen (VSCU) will mitverhandeln. „Mir Ist nichts Vergleichbares bekannt. Die VCSU, die seit erst einem Jahr existiert, hatte sich auf Dringlichkeit berufen. Auf die Gewerkschaften offiziell zugegangen sei die Gruppe hingegen laut einem Artikel in der Zeitung „Work“ hingegen nicht. Einzig einen Anruf drei Tage vor Gerichtsverfügung habe es gegeben. Dafür hätte die VSCU mit der Unternehmerseite Verbindung aufgenommen. Für den emeritierten HSG-Arbeitsrechtprofessor Thomas Geiser ist dies ein „weltfremder“ Entscheid, wie er im Interview gegenüber Work sagt: (…). Florian Sieber. Vorwärts, 13.3.2020.
Personen > Sieber Florian. Coiffeure. GAV. Vorwaerts, 2020-03-13.
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