Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Stichwort > Redaktion
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 185

1 2 3 4 5 6 7 8
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
26.04.2019 Schweiz
Personen
Work
Jonas Komposch
Marie-Josée Kuhn
Redaktion
Volltext
Noch 49 Mal schlafen bis zum Frauenstreik am 14. Juni. Dass es wieder einen Frauenstreik gibt, findet auch Agnes Weber «einfach super». Sie ist die Grafikerin, die für den Gewerkschaftsbund das Frauenstreik-Plakat kreiert hat. Drei Frauen aus drei Generationen, mit verschränkten Armen, die uns fadengerade anschauen. Weber sagt: „Mit ihrem Blick und ihrer Körper¬haltung drücken die Frauen aus: ‚Hallo, da sind wir. Und jetzt längt’s im Fall.‘“ Nicht „verbissen“ wollte sie sie haben, nicht „frus¬triert“, aber „entschlossen“. Und das ist Weber auch gelungen: ein wenig Sisterhood, ein bisschen cooler Jazz. Etwa vierzig bis fünfzig Stunden habe sie für diese Arbeit investiert, erzählte Weber Work beim Besuch in ihrem Atelier. Grafik sei Handwerk und nicht Kunst. Diese Augen. Ein bisschen eine Kunst ist es aber schon, wenn eine Grafikerin gleich zweimal mit ihren Polit-Sujets voll ins Violette trifft. Denn schon das Augenpaar vom Frauenstreik 1991 war ein Sujet made by Agnes Weber. Diese Augen, die aus¬drücken, „wir sehen euch, Frauen“. Auch wenn euch das Patriarchat nicht sieht. Und schon gar nicht honoriert. Überall tauchten sie damals auf, diese wissenden, schwarzen Augen. Auch auf dem Bundesplatz, als Tausende von streikenden Frauen plötzlich mit der 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft zusammenprallten. Und alles aus dem Ruder lief. Doch lesen und sehen Sie doch selber, liebe Leserinnen und Leser, warum dieser erste Frauenstreik viel schöner war als ein Traum. Dore Heim, damals Mitorganisatorin des Streiks, erinnert sich. Und der Berner Fotograf Lukas Lehmann hat exklusiv für Work (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 26.4.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Redaktion. Work online, 2019-04-26.
Ganzer Text
31.08.2018 Schweiz
Personen
SDA Schweizerische Depeschenagentur
Work
Patricia D Incau
Entlassungen
Redaktion
Volltext
Roboter statt Journis. SDA-Sportredaktion vor dem Aus. Die Nachrichtenagentur SDA beliefert die Schweiz auch mit Sport-News. Der Medienkonzem Tamedia findet nun: Ein Roboter soll übenehmen. Gerade erst hat die Nachrichtenagentur SDA jede vierte Stelle gestrichen (Work berichtete: rebrand.lyjsda-jobs).jetzt platzt schon die nächste Bombe: Die Sportredaktion steht auf der Kippe. 26 Stellen sind bedroht. Der Grund: Der Zürcher Medienkonzern Tamedia will ab nächstem Jahr keine Sportnachrichten mehr bei der SDA einkaufen. Die Redaktionen „Tages-Anzeiger“, „Bund“. „Basler Zeitung“ usw.) sollen ihre Sportseiten künftig alleine füllen - mit der Hilfe eines Roboters. Roboter. „Tadarn“ heisst das Programm. das nun die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten ersetzen soll. Der Roboter durchsucht das Internet automatisch nach Sportresultaten und liefert diese an die Redaktionen. Die meisten Meldungen müssen dort noch immer von Menschen geschrieben werden. dennoch findet die Tarnedia-Leitung. den SDA-Sportdienst brauche es nicht mehr. Unsinnig findet das Marco Geissbühler von der Mediengewerkschaft Syndicom. Er sagt: „Die SDA liefert Analysen, Einordnungen und Hintergründe. Das alles kann ein Roboter nicht.“ Die Entscheidung. den Sportdienst zu künden, haben die Tamedia-Redaktionen offenbar auch nicht ganz freiwillig getroffen. Wie die Basler „Tageswoche“ berichtet. wurde den Verantwortlichen eiskalt gedroht: Wenn sie den SDA-Dienst behielten. müssten sie selber fünf Vollzeitstellen streichen. Für Gewerkschafter (…). Patricia D’Incau.
Work, 31.8.2018.
Personen > D’Incau Patricia. SDA. Redaktion. Work, 2018-08-31.
Ganzer Text
30.08.2018 Schweiz
Personen
Radio DRS
WOZ
Kaspar Surber
Radio DRS
Redaktion
Volltext
Das kostet der Umzug nach „Bern Ost“. Die Verlagerung der Radioredaktionen von Bern nach Zürich ist politisch umstritten. Ein internes Papier zeigt: Ausgerechnet SRF-Direktor Ruedi Matter, der den Umzug forciert, rechnet mit einem hohen Verlust an Know-how. 148 JournalistInnen sollen nach Zürich: Radiostudio im Berner Monbijou-Quartier. Sei es das „Echo der Zeit“ oder „Rendez-vous“: Wenn im No-Billag-Abstimmungskampf die Qualität der SRG betont werden musste, waren die Informationssendungen des Radios schnell als Beispiele zur Hand. Seit die SRG-Spitze nach der Abstimmung trotz haushohem Sieg ein Sparprogramm verkündete, herrscht bei den MitarbeiterInnen aber Zweifel: Wie ernst ist es der Geschäftsleitung mit dem Bekenntnis zum Journalismus? Insgesamt will die SRG hundert Millionen Franken einsparen. Mittelfristig sollen 250 Stellen verschwinden. Die Sparmassnahme, die am meisten zu reden gibt, ist aber ein Immobiliengeschäft: der Umzug des Radiostudios von Bern nach Zürich. 148 JournalistInnen, darunter die Redaktionen der Sendungen „Echo der Zeit“ und „Rendez-vous“, die Wirtschafts- und die Auslandredaktion sowie SRF 4 News sollen künftig in Zürich Leutschenbach arbeiten. Ihre Produktion soll mit dem dort geplanten Newsroom von TV und Online verschränkt werden. In Bern verblieben noch die Bundeshaus- und die Inlandredaktion sowie das „Regionaljournal“. Der Umzug könnte die Betriebskosten um drei Millionen reduzieren. Gemessen am Sparziel von hundert Millionen geht (…). Kaspar Surber.
WOZ, 30.8.2018.
Personen > Surber Kaspar. Radio. Redaktion. WOZ, 2018-08-30.
Ganzer Text
15.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Vorwärts

No Billag
Redaktion
Volltext
Mediale Wüste. Beim Angriff der „No-Billag“-Initiative auf das SRG wird in Wirklichkeit ein Gebilde von Medien angegriffen, die eine grosse nationale wie regionale Vielfalt offerieren, sowie die Meinungsfreiheit von schweizweit 60 und in der Romandie 19 Sender. Der Initiativtext ändert die Bundesverfassung dergestalt, dass alle Gebühren und alle öffentlichen Subventionen dieser 60 Radio- und TV-Sender abgeschafft werden und ihnen nur noch Werbung als Finanzierungsmittel bleibt. Die zunehmenden Schwierigkeiten, Werbekundinnen zu finden, erklärt aber gerade das Verschwinden einer Anzahl von Zeitschriften (L'Hebdo und Le Matin in der Westschweiz z.B.). Die Gebühren finanzieren heute zwischen 25 bis 75 Prozent des Budgets der 19 Sender in der Romandie und ihre Abschaffung würde den Verlust von 13‘500 Arbeitsplätzen auf nationaler Ebene und 4‘000 SteIlen hier in der Westschweiz verursachen. Für das Radio Television Suisse Romande (RTS) bedeutet das 1‘600 Stellen weniger, 300 Stellen weniger bei den regionalen Sendern sowie etwa 2‘000 Stellen weniger bei Unternehmen, die mit diesen Medien zusammenarbeiten. Der Stellenabbau wird mit einer Verarmung der regionalen Vielfalt an Medien in der Schweiz einhergehen. Dabei schauen oder hören noch 94 Prozent der Westschweizerlnnen einen Sender von RTS. Eine andere Umfrage zeigte, dass 2017 täglich noch 915‘000 Personen (…). Marc Oran.
Kantonaler Präsident von SRG Waadt und Alt Kantonsrat PdA Waadt.
Vorwärts, 15.2.2018.
Vorwärts > No-Billag. Abstimmung. Vorwärts, 2018-02-15.
Ganzer Text
18.11.2017 Deutschland
Junge Welt

Redaktion
Volltext
Schwierigkeiten beim Lesen der Wahrheit. Die Tageszeitung Junge Welt ist nicht für jeden. Denn nicht jeder kann lesen. Und nicht alle, die lesen können, wollen das auch. Und nicht alle, die können und wollen, geben sich die dafür notwendige Zeit. Erstaunlich finden wir, dass einerseits nicht selten studierende oder studierte Menschen ein JW-Abo ablehnen – wegen fehlender Zeit. Andererseits nehmen sich nicht wenige Auszubildende morgens oder abends eine Stunde, um ihre JW zu lesen: Weil sie Informationen, Analyse und Kommentare mit klarem Klassenstandpunkt für sich selbst und für die Diskussion im Betrieb dringend brauchen. Manche haben aber noch ganz andere Schwierigkeiten mit dem Lesen: Sie sind blind oder stark sehbehindert. Wenn auch sie nicht auf die Junge Welt verzichten wollen, nutzen sie drei gängige Methoden, um sich deren Inhalte anzueignen. Zunächst die naheliegendste: Jemand aus dem sozialen oder familiären Umfeld liest die Zeitung vor. Eine zweite: Man lässt sich die Texte in die Brailleschrift übertragen. Der 16jährige Louis Braille erfand 1825 die nach ihm benannte Blindenschrift. Jeder Buchstabe wird in ein Zeichen aus sechs jeweils unterschiedlich angeordneten Punkten übersetzt (heute würde man das eine 6-Bit-Codierung nennen), das sich mit den Fingerspitzen ertasten lässt. Texte aus dem Internet kann man sich direkt vom Computer mit Hilfe eines speziellen Ausgabegerätes in Braille darstellen lassen. (…).
Verlag, Redaktion und Genossenschaft.
Junge Welt, 18.11.2017.
Junge Welt > Redaktion. Blindenschrift. Junge Welt, 2017-11-18.
Ganzer Text
01.11.2017 Schweiz
Funke, Der
Juso

Juso
Redaktion
Volltext
Eine bolschewistische Kandidatur. Ein Revolutionär in der Führung einer Schweizer Partei? Der Funke macht es möglich! Mit dem langjährigen Funke-Unterstützer und Vorstandsmitglied der JUSO Stadt Bern, Lukas Nyffeler, tritt zum erstenmal ein revolutionärer Marxist zur Wahl in die JUSO Geschäftsleitung an. Was kann man sich aus diesem Schritt erhoffen? Noch nie war die sozialistische Umwälzung der Gesellschaft so dringend notwendig wie heute. Gleichzeitig sind die Kräfte des Marxismus so dünn gesät wie nie. Der Anteil der Arbeiterinnenklasse, welcher revolutionäre Ideen verteidigt und auf diesen Umsturz hinarbeitet, ist verschwindend klein. MarxistInnen heute müssen nichts weniger als die Überwindung dieses Widerspruchs zum Ziel haben. Dazu gehört eben gerade auch, seine eigenen Kräfte nicht zu überschätzen. Ist es dann gerechtfertigt, einen Sitz in der Führung einer linken Jungpartei zu beanspruchen? Die Methode, welche Marx und Engels den wissenschaftlichen Sozialismus genannt haben, ist heute so gültig wie eh und je. Nach 75 Jahren stalinistischer Deformierung und zwei Jahrzehnten ideologische Konterrevolution müssen wir dies nun im alltäglichen Widerstand gegen die bürgerliche Politik beweisen. Das kann man nur in den heute wirklich existierenden Bewegungen tun. Hier gilt: Ausserhalb der JUSO gibt es keine linken Organisationen, welche auch nur annähernd die gleiche Verankerung in der Jugend hätten. Das heisst nicht die JUSO zu überschätzen, sondern einen gesunden Blick auf die objektive Situation der Linken (…). Die Redaktion.
Der Funke, November 2017, Nr. 65.
Funke, Der > Juso. Der Funke, 2017-11-01.
Ganzer Text
30.10.2017 Berlin
Junge Welt

Redaktion
Volltext
Gegendarstellung: Regina Sommer. Als Regina Sommer bei Junge Welt anfing, schrieb sich diese noch mit einem grossen J und erschien in einem anderen Staat. Im September 1976 begann sie beim damaligen „Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend“ ein Volontariat. Der Verlag Junge Welt residierte damals noch in einem grossen schönen Haus in der Berliner Mauerstrasse. Nach ihrem Journalistikstudium kehrte Regina 1981 zur JW zurück. Für die Zeitung notierte sie „Erfahrungen mit dem FDJ-Studienjahr“ im VEB Kranbau Eberswalde oder berichtete von einer Begegnung mit Offiziersschülern im Bezirk Rostock. 1984 übernahm Regina das Ressort Leserpost, das damals noch so personalstark war, dass jeder ankommende Brief beantwortet werden konnte. Regina war auch mitverantwortlich für den von Junge Welt mitorganisierten Solibasar der Journalistinnen und Journalisten auf dem Berliner Alexanderplatz. Mitte der 80er Jahre wuchs die Leserschaft – zeitweise auf über vier Millionen. Auch die sogenannte Wendezeit erlebte Regina in der Redaktion. Der Zeitung erging es in den Jahren nach 1990 wie vielen anderen Presseerzeugnissen der DDR. Verkauf, Ausplünderung und zeitweilige politische Orientierungslosigkeit gingen einher mit dramatisch sinkender Auflage. Anfang April 1995 verkündete der Eigentümer den Konkurs. Ein Einschnitt, den die Zeitung nur überleben konnte, weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (…). Verlag und Redaktion.
Junge Welt, 30.10.2017.
Junge Welt > Redaktion. Junge Welt, 2017-10-30.
Ganzer Text
14.09.2017 Schweiz
FDP
Personen
Work
Patricia D Incau
Oliver Fahrni
Marie-Josée Kuhn
Redaktion
Volltext
Freunde der FDP. „Zürcher Banker sind wieder wer!“ Das vermeldet der „Blick“. Die News hinter dem Juchzer: Der Finanzplatz an der Limmat rangiert wieder in den Top Ten der wichtigsten Finanzplätze. Seinen neuerlichen Aufstieg verdanke der Paradeplatz auch seiner Bedeutung als sicherer Platz. Als sicherer Hafen für allerlei Gelder. Immer noch – und obwohl das Steuerhinterziehungsgeheimnis offiziell längst abgedankt hat. Sicher sind die Zürcher Banken aber auch vor der Politik. 2008 retteten wir Steuerzahlende die crashende UBS mit 60 Milliarden Franken. Nach dieser staatlichen Rettungsaktion versprachen alle Parteien, sie würden die Grossbanken nun an die kurze Leine nehmen. Rein gar nichts davon sei geschehen, schreibt Peter Bodenmann, Work-Autor und Briger Hotelier, in seiner Analyse zur wirtschaftlichen Lage der Schweiz zum Bericht Bodenmann : „Noch immer haftet der Staat für UBS, Credit Suisse & Co. Der Skandal: Sie zahlen keinen müden Rappen für diese staatliche Vollkaskogarantie.“ UBS-Chef Sergio Ermotti räumte 2016 13,7 Millionen Franken Boni und Lohn ab. Dies, obwohl der Reingewinn seiner Bank in diesem Jahr um fast die Hälfte zurückging. Auch Ermotti ist eben wer. (…). In eigener Sache. Seit Jahren prägt Oliver Fahrni Work mit seinen profunden Analysen und Geschichten, mit knusprigen Reportagen, saftigen Portraits und bissigen Kommentaren. Nun geht er in Pension. Das Schöne daran ist: Oliver Fahrni wird uns als Autor weiterhin erhalten bleiben. Gleichzeitig begrüssen wir Patricia D’Incau als neue Redaktorin und Digital-Verantwortliche an Bord. In dieser Ausgabe berichtet sie unter anderem über das drohende Aus für die Gartenbauschule in Hünibach BE. Marie-Josée Kuhn.
Work online, 14.9.2017.
Personen > Kuhn Marie-Josée. FDP. UBS. Work online, 2017-09-14.
Ganzer Text
17.08.2017 Bern
Berner Zeitung
Bund, Der
Syndicom

Journalismus
Redaktion
Volltext
Einheitsbrei bei Tamedia? Vielfalt schützen: Mit Medienförderung und einem Gesamtarbeitsvertrag. Unter dem Titel „Vielfalt statt Einheitsbrei“ luden die Redaktionen von „Berner Zeitung“ und „Der Bund“ zum gemeinsamen Mittagessen vor dem Berner Redaktionsgebäude ein. Unterstützt wurden die JournalistInnen von der Gewerkschaft Syndicom und dem Berufsverband Impressum. Bei Risotto und Reden erklärten die betroffenen RedaktorInnen den anwesenden Kolleginnen und Kollegen ihre Besorgnis über die Zukunft des Medienplatzes Bern, aber auch über die publizistische Vielfalt in der ganzen Schweiz. „Wir sitzen nicht bloss hier, um gratis ein vorzügliches Risotto zu geniessen, sondern vor allem, um ein Zeichen zu setzen“, sagte Jürg Steiner, Präsident der Personalkommission der „Berner Zeitung“, zu Beginn der Veranstaltung. „Es geht nicht mehr darum, einen der beiden Titel zu retten. Beide sind genau gleich bedroht, und zwar von innen, weil sie könnten ausgehöhlt werden. Und damit würde das verloren gehen, was wichtiger ist als Bund oder BZ. Nämlich das, was wir zusammen leisten: Unterschiedliche Ansichten, Meinungen, Analysen zu liefern, und zwar nicht unüberlegt wie in Facebook-Kommentaren, sondern nachvollziehbar und professionell. Erst so kann man von Meinungsvielfalt reden, die ein Grundpfeiler ist in der Demokratie. Um das geht es uns, dafür sind wir hier nach draussen gekommen“. Markus Dütschler, Präsident der Personlakommission beim „Bund“, doppelte nach: „Wohl nur wenige Leute haben die wenigen Zeitungsartikel zur Kenntnis (…).
Syndicom, 17.8.2017.
Syndicom > Bund. Redaktion. Syndicom, 2017-08-17.
Ganzer Text
08.07.2017 Deutschland
Junge Welt

Redaktion
Repression
Volltext
Grundrechte verteidigen. Kommt es darauf an, ist die »freiheitliche demokratische Grundordnung«, auf die sich die Mächtigen in diesem Land soviel zugutehalten, das Papier nicht wert, auf der sie geschrieben steht. In dieser Woche war gleich bei zwei Anlässen zu beobachten, wie elementare Rechte bei Bedarf von der Staatsmacht handstreichartig ausser Kraft gesetzt werden, wenn es gerade opportun erscheint. Am Dienstag stellte Bundesinnenminister Thomas de Maizière gemeinsam mit dem Chef des Inlandsgeheimdienstes, Georg Maassen, in Berlin den Bundesverfassungsschutzbericht 2016 vor. Wie in den Jahren zuvor wurde Junge Welt darin wieder mit einem besonderen Prädikat bedacht und als „das bedeutendste und auflagenstärkste Printmedium im Linksextremismus“ angeführt. Viel Feind’, viel Ehr’, könnte man da meinen, irgendetwas müssen wir wohl richtig machen. Allerdings hat dieses Behördensiegel auch einen durchaus bedrohlichen Charakter: Gleichsam en passant wird die in Artikel 5 Grundgesetz garantierte Pressefreiheit mit dem vagen Hinweis darauf relativiert, dass „die JW für die Errichtung einer sozialistischen/kommunistischen Gesellschaft ein(tritt)“ und „sich nicht ausdrücklich zur Gewaltfreiheit (bekennt).“ Das darf man in Zeiten, in denen wie gerade in Hamburg eine enthemmte Staatsmacht sich an friedlichen Demonstranten austobt, wohl als Wink mit dem Zaunpfahl verstehen. Als Hinweis darauf, dass im Zweifelsfall noch andere Instrumente bereitliegen, um sich dieses unbequemen, unabhängigen und (…).
Junge Welt, 8.7.2017.
Junge Welt > Redaktion. Repression. Junge Welt, 2017-07-08.
Ganzer Text
10.06.2017 Kuba
Granma
Junge Welt

Granma
Redaktion
Volltext
Gruss aus Havanna. Jetzt die deutsche Ausgabe der Granma Internacional abonnieren: jungewelt.de/granma. Durchdacht ist der grosse Krieg, der gegen uns geführt wird; gewinnen wir ihn durch Intelligenz. (José Martí). An die Leserinnen und Leser der jungen Welt einen herzlichen Gruss von der gesamten Belegschaft der Granma, der Zeitung der Kommunistischen Partei Kubas, die stolz darauf ist, mit der Zeitung Junge Welt und ihrem Verlag 8. Mai, der Druck und Vertrieb von Granma Internacional übernommen hat, zusammenzuarbeiten. Für Granma ist diese wichtige Allianz für die Wahrheit und die fortschrittlichen Ideale, die wir inmitten eines erbitterten Medienkrieges verteidigen, ein Grund der Zufriedenheit, aber auch der Verpflichtung. Unser José Martí sagte bereits: „Durchdacht ist der grosse Krieg, der gegen uns geführt wird; gewinnen wir ihn durch Intelligenz.“ Von Havanna aus danken wir jedem Abonnenten von Granma Internacional, und es ist eine grosse Ehre für uns, zusammen diesen Kampf um die Information zu bestehen. Wenn es uns gemeinsam gelingt, die Botschaft des Friedens, der Solidarität und der Gerechtigkeit weiterzutragen, werden wir einen Beitrag zur Idee Fidel Castros geleistet haben, dass eine bessere Welt möglich und notwendig ist“. Mit Illustration.
Leitung der Zeitung Granma.
Junge Welt, 10.6.2017.
Junge Welt > Granma. Redaktion. Junge Welt, 2017-06-10.
Ganzer Text
10.06.2017 Deutschland
Junge Welt

Klausur
Redaktion
Volltext
Ausflug zur Arbeit. Wenn Sie am kommenden Montag keine Junge Welt in Ihrem Briefkasten oder an Ihrem Lieblingskiosk finden, hat dies einen guten Grund: Die Mitarbeitenden von Verlag und Redaktion der Jungen Welt treffen sich zu ihrer jährlichen Klausur in einer Gewerkschaftsbildungsstätte im Brandenburgischen. Wir mühen uns täglich, für Sie eine brauchbare Zeitung zu erstellen – da bleibt ansonsten nur wenig Zeit, über Strategien, Kampagnen und längerfristige Ziele zu diskutieren. Es steht aber auch die Frage auf dem Programm, wie wir unseren Betrieb besser organisieren und wie sich die ökonomischen Rahmenbedingungen entwickeln. Das alles braucht Zeit – und die nehmen wir uns an diesem Wochenende auch am Sonntag, weshalb wir eben keine Montagausgabe machen können. Das ist auch in Ihrem Interesse, denn wir beschäftigen uns damit, wie wir die Junge Welt weiterentwickeln und noch stärker für neue Lesergruppen interessant machen können. Nur zwei Wochen später, am Samstag, den 24. Juni 2017, treffen wir uns zur ordentlichen Vollversammlung unserer Genossenschaft, der LPG Junge Welt eG, in der JW-Ladengalerie (Torstraße 6, 10119 Berlin). Auch hier wird es um die Perspektiven der Jungen Welt gehen – am darauf folgenden Montag werden Sie aber wie gewohnt Ihre Zeitung im Briefkasten finden. (…). Mit Foto.
Chefredaktion, Verlagsleitung.
Junge Welt, 10.6.2017.
Junge Welt > Redaktion. Klausur. Junge Welt, 2017-06-10.
Ganzer Text
02.06.2017 Schweiz
SRF
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

Offener Brief
Redaktion
SRF
Volltext
Reaktion auf den offenen Brief des SSM zum Engagement von Christa Rigozzi für „Arena/Reporter“. Auf den offenen Brief des SSM hat SRF-Chefredaktor TV Tristan Brenn geantwortet: Es ist in der Tat so, dass gemäss unseren publizistischen Leitlinien für freie Mitarbeitende mit einem Engagementvertrag andere Regeln gelten als für fest angestellte Journalistinnen und Journalisten. Christa Rigozzi ist bei SRF nicht fest angestellt, sondern wurde als Co-Moderatorin für die einzelnen Ausgaben von „Arena/Reporter“ engagiert – im Jahr 2017 sind das drei Sendungen. Bei diesem Kleinstpensum ist es also auch eine Frage der Verhältnismässigkeit, dass für Christa Rigozzi nicht die gleichen Regeln gelten können wie für festangestellte SRF-Redaktoren in einem Vollpensum. Dennoch nimmt Christa Rigozzi für ihr Engagement bei «Arena/Reporter» bezüglich Werbung Einschränkungen in Kauf. Die Unabhängigkeit der Informationssendungen von SRF ist durch das Engagement von Christa Rigozzi nicht gefährdet. Frau Rigozzi hat eine zwar anspruchsvolle, jedoch klar definierte Rolle innerhalb der neuen Sendung. Sie soll die Stimme des Publikums sein und wird die Teilnehmer der Sendung mit dessen Fragen und Anliegen konfrontieren. Die redaktionelle Hohheit wie auch die moderative Leitung der Sendung liegt bei Jonas Projer. Es liegt weder eine Verletzung der publizistischen Leitlinien noch der Regeln zu Nebenbeschäftigungen vor. Die Entgegnung des Vorstandes der SSM-Gruppen SRF Fernsehen und tpc: (…).
Vorstand der SSM-Gruppen SRF Fernsehen und tpc.
SSM, 2.6.2017.
SSM > SRF. Redaktion. SSM, 2017-06-02.
Ganzer Text
02.06.2017 Schweiz
Personen
Republik
Work
Sina Bühler
Redaktion
Republik
Volltext
Clara Vuillemin (25) will mit dem Projekt „Republik“ die Schweizer Medienlandschaft aufmischen. „Wir machen etwas, was es noch nicht gibt“. „Republik“ hat innert eines Monats mehr als drei Millionen Franken Startkapital gesammelt - das ist Weltrekord. An der Arbeit ist das Team schon lange. Zuletzt habe sie keinen klaren Gedanken mehr fassen können, die Nervosität sei riesig gewesen, erzählt Clara Vuillemin. Die 25jährige ist beim Medienprojekt „Republik“ für die Informatik verantwortlich. Doch schon nach wenigen Stunden war klar, dass alles gut kommt: Ende April startete das Team mit einer Crowdfunding-Kampagne. Gesucht waren 3000 Abonnentinnen und Abonnenten, die bereit waren, insgesamt 750‘000 Franken Vorschuss für ein Abo zu zahlen. Erst dann würden auch Investorinnen und Investoren grössere Beiträge sprechen. Es klappte - und wie! In nur zehn Stunden sammelte „Republik“ eine Million Franken und 3800 Abonnenten. Am zweiten Tag brach das Team den Weltrekord für journalistisches Crowdfunding. Vier Wochen später, am Ende der Kampagne, haben knapp 14‘000 Abonnenten weit über 3 Millionen Franken bezahlt. Die Idee: ein neues digitales Magazin. Die Strategie: in Journalismus investieren statt in Verwaltungsratsboni wie bei den grossen Verlagshäusern. Die Methode: Leserinnen und Leser werden über das Abo zu Genossenschaftern und damit zu Mitverlegern. Clara Vuillemin: „Zum Glück hat es geklappt. Niemand vom Team hatte einen Ausweichplan.“ Inputs und Tipps. (…). Sina Bühler.
Work, 2.6.2017.
Personen > Bühler Sina. Republik. Zeitung. Work, 2017-06-02.
Ganzer Text
31.05.2017 Schweiz
SRF
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

Redaktion
SRF
Volltext
Arena/Reporter mit Christa Rigozzi: Geht das? Offener Brief an SRF-Chefredaktor Tristan Brenn. Sehr geehrter Tristan Brenn. Die von SRF geplante Co-Moderation von Christa Rigozzi mit Jonas Projer in der Sendung „Arena/Reporter“ wirft für das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM Fragen auf. Die Sendung wird von der Chefredaktion TV verantwortet. Diese verfügt mit den „Publizistischen Leitlinien“ über ein rund hundertseitiges Manual, um die Objektivität, Sachgerechtigkeit und Unabhängigkeit der Informationssendungen sicherzustellen. Daraus abgeleitet gelten für die Journalistinnen und Journalisten von SRF sehr einschränkende Regeln in Bezug auf Nebenbeschäftigungen, um nicht mal den Anschein von Interessenkonflikten aufkommen zu lassen. Jetzt setzt die Chefredaktion in einer Informationssendung eine Person ein, die laut ihrer Webseite Markenbotschafterin für sechs Firmen ist – darunter ein Kreditunternehmen, ein Autohersteller und eine Schokoladen-Marke. Und die ausserdem in den letzten Jahren für verschiedenste Produkte geworben hat. Dies ist erstens eine Ungleichbehandlung der fest angestellten Mitarbeitenden von SRF mit einem Aushängeschild, von dem sich SRF bessere Quoten erhofft. Andererseits ist es aber eine Kompromittierung der breit respektierten Unabhängigkeit der Informationssendungen von SRF. Die angekündigte Einschränkung der Werbung im Umfeld von ‘Arena/Reporter’ reicht nicht, um die Glaubwürdigkeit von SRF zu garantieren. Das SSM fordert Sie (…).
SSM, 31.5.2017.
SSM > SRF. Redaktion. SSM, 2017-05-31.
Ganzer Text
14.01.2017 Deutschland
Junge Welt

Konzert
Programm
Redaktion
Volltext
Nicht rechts, nicht links? Das Leugnen von Klassenwidersprüchen schafft diese nicht aus der Welt. Junge Welt bezieht klare Positionen. Mit der Lüge, dass der Unterschied von rechts und links keine Rolle spielt, fängt das Verwirrspiel meistens an. Es sind aber gerade rechte Leipziger Montagsspaziergänger von Legida, die „Nicht Rechts! Nicht Links!“ plakatieren. Es ist ausgerechnet der rechte Propagandist Jürgen Elsässer, der über diese wichtige Unterscheidung witzelt, sie sei überkommene Gesässgeografie. Und es sind nicht zufällig rechte bürgerliche Wissenschaftler, die keine Gelegenheit auslassen, kommunistische Revolutionäre als rotlackierte Faschisten zu diffamieren. Sie alle sind nicht an Aufklärung interessiert, ihr Geschäft ist die Verwirrung. Dabei sind die Zeiten gar nicht so wirr, wie diese Leute uns vormachen. So kann man die Bezeichnung rechts oder links von der Sitzordnung im ersten gesamtdeutschen Parlament in der Frankfurter Paulskirche 1848 ableiten: Rechts sassen jene Vertreter, die für eine konstitutionelle Monarchie eintraten, links revolutionäre Kräfte, die die Monarchie stürzen wollten. Aber schon damals gab es darunter nicht wenige, die Verbindung zu Marx und Engels hielten und mehr wollten als eine Republik: Die soziale Republik sollte es sein. Ihre Fahne war rot, nicht schwarz-rot-gold. Grund genug für bürgerlich-revolutionäre Kräfte, die eigene Revolution dann doch lieber zu verraten. Ein bisschen Mitregieren... Was nichts daran ändert, dass die bürgerliche Forderung nach einem deutschen Staat im vorletzten Jahrhundert fortschrittlich war. (...).
Dietmar Koschmieder.
Junge Welt, 14.1.2017.
Junge Welt > Redaktion. Programm. Junge Welt, 2017-01-14.
Ganzer Text
19.11.2016 Deutschland
Junge Welt

Finanzen
Redaktion
Volltext
Am Abgrund? Wie wir mit junge Welt trotz aller Schwierigkeiten linke Gegenkultur entwickeln. Jetzt junge Welt unterstützen und abonnieren: www.jungewelt.de/kampagne. Die junge Welt steckt in ökonomischen Schwierigkeiten, das haben wir an dieser Stelle und in einer Presseerklärung ausführlich dargestellt. Was wiederum von vielen Agenturen, Zeitungen und Fachorganen aufgegriffen wurde, zuletzt berichtete die in Berlin erscheinende Tageszeitung (taz) über unsere Probleme. In ihrer Printausgabe vom 10.11.16 titelte sie den Beitrag noch recht sachlich: „Jung und marxistisch. Die junge Welt steht am Abgrund und ringt um Abonnenten…“. Dem Onlineredakteur war das wohl zu gefällig, weshalb er die Ankündigung des ansonsten genau gleichen Textes etwas dramatisierte: „Niedergang der jungen Welt. Marxismus im Dauerminus. Die Zeitung steht am Abgrund und ringt um Abonnenten…“. Was wir nicht wollen. Wahr ist jedenfalls, dass wir um jedes einzelne Abo ringen! Denn wir können unsere Zeitung künftig nur machen, wenn wir über Abonnements genug Geld einnehmen, um damit die Kosten für ihre Herstellung zu bezahlen. Wir wollen auch künftig nicht in erster Linie mit Kaffee handeln oder ins Immobiliengeschäft einsteigen oder unser Geld mit Managermeetings verdienen. Sondern mit einer linken Tageszeitung. Wir gehen tatsächlich davon aus, dass wir genug Menschen finden werden, die bereit sind, dafür ein Print- oder Onlineabo abzuschliessen. Auch mit Hilfe unserer Leserinnen und Leser, die bereits ein Abo haben. (…).
Verlag, Redaktion und Genossenschaft
Junge Welt, 19.11.2016.
Junge Welt > Redaktion. Finanzen. Junge Welt, 2016-11-19.
Ganzer Text
30.06.2016 Schweiz
Personen
Work
Oliver Fahrni
Marie-Josée Kuhn
Redaktion
Volltext
Fliegen und Lesen. Editorial von Maire-Josée Kuhn, Chefredaktorin Work. Der Sommer, der an vier Tagen stattfand, jedenfalls bisher. Ansonsten sitzt uns nass-kühl ein Tiefdruckgebiet im Nacken, seit Wochen. Schuld hat der Jetstream, der nicht vorankommt. Klimaforscher sehen einen starken Hinweis auf Klimaerwärmung. Dagegen will sich jetzt auch die Post ein bisschen engagieren: mit dem chauffeurlosen Elektro-Poschi in freier Wildbahn. Eine Weltpremiere. Work-Redaktorin Sabine Reber war bei der Jungfernfahrt in Sitten dabei – und hat sich gleich ein bisschen in den pummeligen „Smart Shuttle“ verliebt. Obschon begeisterte Frau am Steuer, fühlte sie sich im selbstfahrenden Postautöli sicher: „Elegant chauffiert es uns auch durch die engsten Kurven“, schwärmt sie. Endlich ist die Schweiz beim ökologischen Umbau wieder mal vorne dabei. Und auch die SBB wollen selbstfahrende Loks prüfen. Rasende Revolution. Auf dem Gebiet der Mobilität geschieht derzeit eine rasende Revolution. Nicht nur eine technische. Die Entwicklung hin zu sich selbst steuernden Elektroautos, ebensolchen Sammeltaxis und Bussen wird die Verkehrssysteme auf den Kopf stellen. Und sie könnte sogar die Grenzen zwischen privatem und öffentlichem Verkehr aufheben. Die Wissenschaft vergleicht die Sprengkraft dieser Umwälzungen mit jener des Mobiltelefons für die Telefonzelle. Über diese Verkehrsrevolution berichtet regelmässig die Work-Rubrik „Rosa Zukunft“. Die Kolumne, die „Technik, Umwelt und Politik“ dialektisch in Beziehung bringt, stellt in dieser Ausgabe den Lilium Aviation vor, ein Fluggerät der nächsten Generation. (...). Oliver Fahrni. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 30.6.2016.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Redaktion. Work online, 2016-06-30.
Ganzer Text
01.12.2015 Schweiz
Funke, Der

Redaktion
Volltext
Trotz Temperatursturz befinden wir uns in einem heissen Herbst. Auf internationaler Ebene überschlagen sich die Ereignisse. Die Situation im Nahen Osten spitzt sich mit der Intervention Russlands und dem Abschuss eines russischen Kampfjets durch die Türkei immer weiter zu. Die Flüchtlingsströme halten weiter an und die humanitäre Situation der vor Krieg und Terror fliehenden Menschen wird angesichts des nahenden Winters immer prekärer. Der Kapitalismus zeigt deutlich sein hässliches Gesicht. Die imperialistischen Staaten demonstrieren eindrücklich ihre Unfähigkeit, die Situation in den Griff zu bekommen. Medial überschattet wird das alles von den Anschlägen auf das russische Passagierflugzeug in Ägypten und die Anschläge von Paris. Wieder einmal ist der von den Imperialisten gesäte Terror, welcher in breiten Teilen der Arabischen und Afrikanischen Welt zum Alltag geworden ist, in ein imperialistisches Zentrum vorgestossen. Der reaktionäre Charakter solcher Attentate ist offensichtlich. Die Leidtragenden sind immer die einfachen ArbeiterInnen. Die Ermordeten von Paris, die Passagiere des russischen Flugzeugs können alle nichts für die imperialistischen Machenschaften der Regierungen ihrer Länder. Des Weiteren sind die Flüchtlinge die Leidtragenden, welche nun durch die reaktionäre Propaganda von rechten Kräften unter Generalverdacht gestellt werden und nicht zuletzt die Bevölkerung von Syrien selbst, welche die Vergeltungsschläge zu spüren bekommen. (…).
Die Redaktion.
Der Funke, Nr. 46, 1.12.2015.
Funke, Der > Redaktion. Editorial. Nr. 46, Dezember 2015.
Ganzer Text
01.11.2015 Schweiz
Funke, Der

Antikapitalismus
Redaktion
Volltext
Editorial. Die Krise des Kapitalismus und deren soziale Folgen lassen uns eine Zunahme der staatlichen und paramilitärischen Repression auf allen Ebenen beobachten. In vielen Ländern zeigt der bürgerliche Klassenstaat mit seinen Repressionsorganen immer offener sein wahres Gesicht. Die Polizei geht zunehmend härter gegen Demonstrationen und Streiks vor und in mehreren Ländern stehen Verschärfungen der Polizei- und Geheimdienstgesetze an. In der Türkei stützt sich der Staat sogar auf terroristische Gruppen, um unter Regierungsgegnern Angst und Schrecken zu verbreiten. Unter dem Vorwand des allgemeinen Kampfes gegen den Terrorismus führt Erdogan einen unerbittlichen rassistischen Kampf gegen die Kurden und scheut dabei nicht davor zurück sich auf islamistische und faschistische Terrorgruppen zu stützen. Der brutale Anschlag auf eine Demonstration von linken Kräften, bei dem fast 100 Menschen starben, ist die Folge davon. In Israel wurden die Kompetenzen der Polizei ausgebaut, mit scharfer Munition auf Demonstranten zu schiessen, und die Bewegungsfreiheit der Palästinenser wurde massiv eingeschränkt. Fast täglich liest man Nachrichten über vom Militär oder von der Polizei erschossenen palästinensischen Jugendlichen. Der Artikel in dieser Ausgabe zum Thema Repression zeigt auf, dass auch in der Schweiz und ganz Europa eine Zunahme der Repression zu beobachten ist. (…). Die Redaktion.
Der Funke, Nr. 45, November 2015.
Funke, Der > Redaktion. Editorial. Nr. 45, November 2015.
Ganzer Text
01.09.2015 China
Funke, Der
Kapitalismus

Redaktion
Volltext
Wirtschaftskrise
Editorial. Dunkle Wolken brauen sich zusammen am Himmel der Weltwirtschaft. Nach der Beinahe-Eskalation der Eurokrise der letzten Monate richtet sich der besorgte Blick der bürgerlichen Wirtschaftsanalysten und Politiker nach Asien und auf die Schwellenländer Wir haben immer betont, dass die Krise keineswegs ein linearer, sondern ein ungleicher Prozess ist, welcher immer wieder an anderen Orten aufflammt Die wirtschaftliche Situation weltweit ist äusserst fragil. Die Probleme, welche die Krise verursacht hat, wurden in keinem einzigen Land gelöst. Daher kann jede Erschütterung in irgendeinem Land der schwachen Erholung in einigen Ländern ein Ende bereiten und die Weltwirtschaft in eine erneute, noch tiefere Rezession stürzen. Es ist daher auch ·nur zu gut verständlich, dass die Augen der Kapitalvertreter ängstlich auf den Börsencrash in China gerichtet sind. Seit Mitte Juni ist der chinesische Aktienindex um 40 Prozent eingesackt. Dies, nachdem die chinesische Börse in den Monaten davor einen Höhenflug erlebt hatte, der mit realer Wirtschaftsentwicklung nichts zu tun hat. Es handelte sich dabei um eine klassische Blase, die nun geplatzt ist. Wichtiger Faktor bei dieser Blasenbildung waren die Unmengen an gedrucktem Geld der Nationalbanken und die Niedrigzinspolitik, vor allem der EU und der USA, aber natürlich auch die lockere Geldpolitik und die staatlichen Investitionen in China selbst. Dieses Geld fliesst nicht in produktive Investitionen, sondern in die Spekulation. (…). Die Redaktion.
Der Funke, Nr. 44, September 2015.
Funke, Der > Redaktion. Editorial. Nr. 44, September 2015.
Ganzer Text
01.08.2015 Griechenland
Funke, Der

Redaktion
Syriza
Volltext
Editorial. In den letzten Monaten hielten die Verhandlungen um die Zukunft Griechenlands ganz Europa in ihrem Bann. Erstmals wurde von höchster Stelle ein Austritt Griechenlands aus dem Euro, ein Grexit, öffentlich vorgeschlagen. Dies stellt einen Wendepunkt der Euro-Politik dar und könnte für die ganze EU bedeutende Auswirkungen haben. Griechenland ist aber lediglich ein Schauplatz der Krise, in der sich Europa befindet. Seit 2008 stagniert die europäische Wirtschaft, verallgemeinerte Sparpolitik und Arbeitslosigkeit zerstören den Lebensstandard breiter Schichten. Dies führte zu unzähligen gigantischen Protestwellen und bedeutenden politischen Verschiebungen. Wir wollen uns diesen Prozessen in dieser Ausgabe ausführlich widmen und dabei auch klar Position gegen den EU-Beitritt der Schweiz beziehen. Die jüngsten Entwicklungen in Griechenland sind Ausdruck der grundlegenden Widersprüche der Eurozone. Als der Euro 2001 eingeführt wurde, bekamen sehr unterschiedlich starke Volkswirtschaften eine gemeinsame Währung. Starke Volkswirtschaften wie Deutschland und Frankreich als auch ökonomisch vergleichsweise schwache Länder wie Portugal, Irland und Griechenland. Neben dem geostrategischen Ziel eine wirtschaftliche Grossmacht aufzubauen, welche mit den USA, Russland und China konkurrieren kann, existierten unterschiedliche nationale Interessen, welche zur Bildung des Euroraums führten. (…). Die Redaktion.
Der Funke, Nr. 43, August 2015.
Funke, Der > Redaktion. Editorial. Nr. 43, August 2015.
Ganzer Text
16.07.2015 BS Kanton
Personen
WOZ
Andreas Fagetti
Redaktion
TagesWoche
Volltext

Einmalige Chance vertan. Andreas Fagetti über den Untergang der „TagesWoche“. Wohl noch nie hatte in der Schweizer Mediengeschichte ein von grossen Verlagen unabhängiges Start-up bessere Voraussetzungen, um sich in einem regionalen Markt zu etablieren: Als 2011 die „TagesWoche“ in Basel mit einer professionellen und personell sehr gut dotierten Redaktion online und mit einem Wochenblatt auf den Printmarkt ging, stand hinter ihr mit Beatrice Oeri eine milliardenschwere Mäzenin. Und die grösste Zeitung am Platz, die von Christoph Blocher gekaufte „Basler Zeitung“, erlebte unter Chefredaktor Markus Somm gerade ihr Waterloo und verlor Tausende AbonnentInnen. Die Chance war also einmalig. Aber dann ging im Lauf der letzten vier Jahre fast alles schief. Jetzt ist die Enttäuschung umso bitterer, und bei manchen ehemaligen „TagesWoche“-MitarbeiterInnen ist sie in Hass umgeschlagen. In einem langen Facebook-Post rechnet der Journalist Michael Würtenberg gnadenlos mit den ehemaligen Chefs ab und bilanziert: „Ihr habt mindestens zwanzig Millionen verballert, damit eine Zeitung gedruckt wird, die sich nicht mal als Klopapier eignet, und eine Website publiziert wird, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit erscheint. Es gab und gibt gute Gründe, eine Stimme gegen das publizistische Gift von Somm von Blochers Gnaden zu führen. Das Problem ist: Somm kann im Gegensatz zu euch schreiben und er hat ein Feu sacre. Und ihr Herrschaften hattet die grösste Chance und die Mittel dazu, eine publizistische Stimme gegen das Gift der Lippe aus Herrliberg zu gründen. Ihr habt es versiebt und dafür spucke ich (euch) vor die Füsse.“ (…). Andreas Fagetti.
WOZ, 16.7.2015.
Personen > Fagetti Andreas. Tages-Woche. WOZ, 16.7.2015.
Ganzer Text

01.06.2015 Schweiz
Funke, Der

Lobbysmus
Redaktion
Volltext
Editorial. Die Verhaftung von führenden FIFA-Funktionären in Zürich führt - ähnlich wie die kasachischen Agenten unter den bürgerlichen Parlamentariern - wieder einmal allen vor Augen, wie durch und durch verfault die unterschiedlichsten Institutionen des Kapitalismus sind. Die Entwicklungen bei der FIFA erstaunen wohl keinen mehr. Schon zuvor wurden die krummen Machenschaften dieses Vereins regelmässig in der Öffentlichkeit breitgetreten. Eher überraschend kam daher auch das radikale Durchgreifen der Behörden kurz vor dem FIFA-Kongress. Es kann momentan nur spekuliert werden, ob es sich um das Resultat längerer Ermittlungen und schlicht einer guten Gelegenheit zum Zugriff handelte, oder ob Informationen an die Behörden flossen, um die internen Machtkämpfe zu beeinflussen und Blatter abzusetzen. Die bürgerlichen Medien spielen sich derweil als Moralapostel auf und schieben die Schuld entweder auf Blatter und Co. oder auf das interne Regime des Fussballdachverbandes. Es ist klar, dass beides nicht die Ursache ist. Was zählt sind gigantische Bauverträge, Senderechte und Sponsorenverträge - kurz, es geht um ein Riesengeschäft. (…). Die Redaktion.
Der Funke, Nr. 42, Juni 2015.
Funke, Der > Redaktion. Editorial. Nr. 42, Juni 2015.
Ganzer Text
01.05.2015 Schweiz
Funke, Der

Redaktion
Volltext
Wirtschaftskrise
Editorial. Unmittelbar vor dem Redaktionsschluss dieser Ausgabe kam es im Mittelmeer zu dem bisher folgenschwersten Flüchtlingsunglück. Vermutlich 700 Flüchtende sind beim Versuch, die Grenzen der Festung Europa zu überqueren, ums Leben gekommen. Die allgemeine Fassungslosigkeit angesichts dieser menschlichen Tragödie treffen auf die bornierten und zynischen Erklärungsmodelle bourgeoiser Meinungsmacher, die sich nicht zu schade sind, ihr fremdenfeindliches Gift über alle möglichen Kanäle zu verbreiten. So gab das deutsche Fernsehen in der Talkshow von Günther Jauch dem Schweizer Rechtspopulisten und „Journalisten“ Roger Köppel wieder einmal eine Plattform, auf der er die einfachen und nicht umsetzbaren Lösungen der Rechten für die Flüchtlingsmisere präsentieren konnte. So forderte er die Schliessung des „Todeskanals“ Mittelmeer. Für Köppel stellte der Auftritt einen gelungenen Wahlkampfauftakt dar. Der Weltwoche-Chef will jetzt nämlich endgültig in die Politik - er kandidiert an den kommenden Nationalratswahlen auf der Liste der Zürcher SVP. (…).
Die Redaktion.
Der Funke, Nr. 41, Mai 2015.
Funke, Der > Redaktion. Editorial. Nr. 41, Mai 2015.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden