Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 105

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14.12.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Wichtiger Schritt Richtung Lohngleichheit – Weitere Schritte sind nötig. Revision des Gleichstellungsgesetzes passiert die Schlussabstimmung. Das Parlament hat in der Schlussabstimmung ein Zeichen für die Lohngleichheit gesetzt und die Revision des Gleichstellungsgesetzes verabschiedet - dies auch dank dem hartnäckigen Einsatz der Gewerkschaften. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB begrüsst, dass mit der Gesetzesrevision endlich verbindliche Massnahmen gegen die fortwährende Lohndiskriminierung geregelt sind, erachtet die nun beschlossen Verbesserungen jedoch als zu schwach. Der Frauen*streik vom 14. Juni 2019 wird Druck für die kompromisslose Umsetzung machen. Es war ein langes Ringen um die Massnahmen zur Bekämpfung der Lohndiskriminierung, die das Parlament am 14. Dezember beschlossen hat. Für den SGB ist es empörend, dass die bürgerliche Mehrheit den Vorschlag des Bundesrates auf jede nur erdenkliche Art und Weise abgeschwächt hat. Sie hat damit verhindert, dass die Arbeitgeber endlich vollumfänglich in die Verantwortung genommen werden, wie es die Verfassung verlangt. Kontrollen und Sanktionen wären nötig. Und es ist falsch, die neuen Bestimmungen nach 12 Jahren wieder aus dem Gesetz zu streichen. Trotzdem: gegen vehementen Widerstand haben die Gewerkschaften und die Frauen einen Fortschritt erkämpft. Sie haben sich jahrzehntelang unermüdlich für Verbesserungen bei der Lohngleichheit eingesetzt, zuletzt an der Kundgebung (…). Regula Bühlmann.
SGB, 14.12.2018.
Personen > Buehlmann Regula. Lohngleichheit. SGB, 2018-12-14.
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03.12.2018 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Gleichstellung
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes. Völlig unzureichend – Frauen bereiten den Frauenstreik vor. Für die Unia ist die heute vom Nationalrat verabschiedete Revision des Gleichstellungsgesetzes absolut unbefriedigend. Das dürftige Gesetz eignet sich nicht, um die seit mehr als 30 Jahren in der Verfassung verankerte Lohngleichheit endlich umzusetzen. Die Unia engagiert sich deshalb mit voller Kraft für den Frauen*streik am 14. Juni 2019. Für die Unia ist die längst fällige Revision des Gleichstellungsgesetzes völlig ungenügend und eine grosse Enttäuschung. Nur Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden (exklusive Lernende) müssen Lohnanalysen durchführen. Das sind nicht einmal 1% aller Firmen und nur 46% der Arbeitnehmenden. Das ist ein Affront gegen die Gewerkschaftsfrauen, welche seit fünf Jahren für eine Änderung des Gesetzes kämpfen. Dazu kommt: Fehlbare Unternehmen müssen lediglich ihre Mitarbeitenden informieren. Sie werden weder sanktioniert, noch dazu verpflichtet, Massnahmen für die Lohngleichheit zu ergreifen. Das ist skandalös! Mit der zusätzlichen Begrenzung der Laufzeit auf 12 Jahren ist dieses Alibigesetz ein Hohn für alle Frauen. Die Verfassung gilt nicht nur auf Zeit! Es gilt ernst. Am 22. September gingen 20‘000 Frauen und solidarische Männer für die Lohngleichheit auf die Strasse. Seit Jahrzehnten kämpfen sie gemeinsam für das Recht auf Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Ihre Geduld ist am Ende! «Das von bürgerlichen Männern dominierte Parlament ignoriert unsere Anliegen (...). ,
Unia Schweiz, 3.12.2018.
Unia Schweiz > Frauen. Gleichstellung. Unia Schweiz, 2018-12-03.
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17.08.2018 Schweiz
Frauen
Travail.Suisse

Gleichstellung
Nationalrat
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes: Es bleibt bei der harmlosen Hauskatze. Auch nach der Kommission des Nationalrates bleibt es dabei: Weniger als 1% der Unternehmen sollen die Lohngleichheit von Frauen und Männern überprüfen müssen. Diese Überprüfungen werden demnach nur eine Minderheit der Arbeitnehmenden betreffen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, bedauert sehr, dass auch die Kommission Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrates (WBK-N) den Geltungsbereich des Gleichstellungsgesetzes gemäss Vorlage des Ständerates eingeschränkt hat. Eine Verknüpfung der Minimal-Vorlage mit der Erhöhung des Rentenalters der Frauen auf 65 Jahre wäre für Travail.Suisse ein Referendumsgrund. Die WBK-N ist bei der Revision des Gleichstellungsgesetzes den Entscheiden des Ständerates gefolgt. Sie schlägt dem Nationalrat vor, dass nur Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden verpflichtet werden, eine wissenschaftliche Untersuchung der Löhne durchzuführen. Der Bundesrat hat eine Schwelle von 50 Mitarbeitenden vorgeschlagen. Die Anhebung dieser Schwelle von Unternehmen von 50 auf neu 100 Mitarbeitende bedeutet konkret, dass die Gesetzesrevision gerade mal 5‘760 Unternehmen und nicht einmal die Hälfte der Erwerbstätigen (45%) betrifft. Travail.Suisse bedauert weiterhin, dass die Lohnanalyse nicht langfristig angelegt, sondern auf 12 Jahre begrenzt werden soll. Das Gesetz bleibt eine harmlose Hauskatze (Ausspruch von Ständerat Raphaël Comte). Ob das (…).
Travail.Suisse, 17.8.2018
Travail.Suisse > Gleichstellung. Travail.Suisse, 2018-08-17.
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17.08.2018 Schweiz
Demonstrationen Bern
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Demonstrationen Bern
Gleichstellung
Volltext
Switzerland last. Jede erwerbstätige Frau wird heute im Schnitt um 7‘000 Franken im Jahr geprellt. Nur deshalb, weil sie eine Frau ist. Und um 30‘3000 Franken in ihrem ganzen Erwerbsleben. Das haben die Expertinnen des Berner Büros für arbeits- und sozialpolitische Studien (BASS) exklusiv für Work berechnet (rebrand.ly/b-auf-dle-insel). Zwar hat der Ständerat nach langem Hin und Her jetzt doch noch Mini-Massnahmen gegen diesen Lohnbschiss durchgewinkt. Er möchte Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten alle vier Jahre einer Lohnanalyse unterziehen. Das wären aber nur ein Prozent aller Unternehmen. Wenn es Im bisherigen Schlendrian weitergeht, müssen wir deshalb noch 60 Jahre auf Lohngleichheit warten. Die Schweiz fällt punkto Kinderbetreuung und Lohngleichheit inzwischen auch hinter den Durchschnitt der OECD-Staaten zurück. Switzerland last: die Schweiz als letzte. Die Frauendemo. 62 Jahre bis zum Frauenstimmrecht. 86 Jahre bis zur Mutterschaftsversicherung. 88 Jahre bis zur Gleichstellung im Eherecht. Und wie lange noch bis zur Lohngleichheit? Kein Wunder haben die Frauen die Nase voll, das hat die Stimmung am 14.Juni gezeigt. 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik liegt ein zweiter Frauenstreik In der Luft. Vorerst laden die Gewerkschaften, Parteien und Frauenorganisationen zur nationalen Demo für Lohngleichheit am 22. September nach Bern. Vom SGB über die Business Professional Women, die CVP-Frauen, die Lehrerinnen und Lehrer Schweiz, (…). Marie Josée Kuhn.
Work, 17.8.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Demonstration. Gleichstellung. Work, 2018-08-17.
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28.06.2018 Schweiz
Frauen
Personen
WOZ
Franziska Meister
Gleichstellung
Volltext
Die Karriereleiter in die Luft sprengen. Der jüngste Bildungsbericht schiebt die Lohnungleichheit den jungen Frauen in die Schuhe. Die hingegen wissen, was sie nicht wollen. „Junge Frauen meiden Wettbewerb in Schule und Beruf“, prangerte der „Tages-Anzeiger“ letzte Woche in grossen Lettern auf der Front an. Das erkläre die fortbestehende Lohnungleichheit sowie den Umstand, dass Frauen in den Chefetagen noch immer kaum präsent sind. Schluss also mit Quoten und anderen Formen der Frauenförderung. Frauen sind selber schuld, dass sie schlechter verdienen und weniger Karriere machen. Sie „hätten es in der Hand, ihr Los zu verbessern“, schreibt Inlandredaktor Christoph Aebischer. Denn eines „kann den Mädchen auch die beste Lehrerin nicht abnehmen: Auf den Wettbewerb muss sich jedes selber einlassen.“ Basis für diese Behauptungen ist der· jüngste Bildungsbericht der Schweizerischen Koordinationsstelle für Bildungsforschung (SKBF), der die „Leistungsfähigkeit“ des Schweizer Bildungswesens überwacht. Im Fokus stehen genau drei Kriterien: „Effektivität, Effizienz, Equity.“ Letzteres bedeutet laut Wörterbuch übrigens Eigenkapital oder Marktwert. Genau genommen kapriziert sich der „Tages-Anzeiger“ auf eine im Bericht integrierte Studie eines Bildungsforschers - pardon, Bildungsökonomen. Dieser liess 1500 AchtklässlerInnen ein Computergame spielen, bei dem es darum ging, Geld zu verdienen, wobei umso höhere Gewinne lockten, je wettbewerbs- und risikofreudiger sich die Schülerlnnen (…). Franziska Meister.
WOZ, 28.6.2018.
Personen > Meister Franziska. Gleichstellung. WOZ, 2018-06-28.
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28.06.2018 Japan
Frauen
Vorwärts

Gleichstellung
Volltext
Unzufrieden mit der· Gleichstellung. Japan bildet vielfach ein Schlusslicht bezüglich der Gleichstellung im internationalen Vergleich. In der Politik sind Frauen in extremen Ausmass untervertreten. Die Kommunistische Partei Japans fordert eine Änderung des Wahlsystems, um dagegen anzukämpfen. Ein Gesetz zur Förderung von Gleichstellung der Geschlechter in der Politik wurde im vergangenen Monat in Japan eingeführt. Es verlangt, dass politische Parteien und Gruppierungen eine gleiche Anzahl an männlichen und weiblichen KandidatInnen bei lokalen und nationalen Wahlen anstreben sollen. 72 Jahre sind vergangen, seit der ersten Parlamentswahl 1946, in der die japanischen Frauen wählen und sich zur Wahl stellen konnten. In der Wahl wurden 39 weibliche Kandidatinnen gewählt. Seit damals forderten die japanischen Frauen die vollständige Gleichstellung, weibliche Ermächtigung und die stärkere Beteiligung in der Politik. Um Letztere steht es nicht gut: Im Unterhaus des japanischen Parlaments sind nur 10,1 Prozent der Abgeordneten weiblich, im Oberhaus sind es 20,7 Prozent. Japan steht auf dem 160. Platz von 193 Ländern bezüglich der Geschlechtergleichheit im Parlament. In der Lokalpolitik sieht es nicht besser aus: In den Präfekturräten sind 9,9 Prozent Frauen, in den Stadträten 14,6 Prozent und in den Quartier- und Dorfräten 9,8 Prozent. Japan steht damit weit hinter anderen Ländern. Ein Schritt vorwärts. Von der Kommunistischen Partei Japans (KPJ) sind 30,8 Prozent der Parlamentsabgeordneten Frauen, 36,1 (…).
Vorwärts, 28.6.2018.
Vorwärts > Japan. Gleichstellung. Vorwärts, 2018-06-28.
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21.06.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Frauenlöhne
Gleichstellung
Volltext
Lohnschere-Studie 2018 der Unia. Nur eine Frau unter den bestbezahlten CEOs. Die Lohnschere hat sich im Jahr 2017 trotz leichtem Rückgang auf einem hohen Niveau bewegt. Nach wie vor fliessen die hohen Löhne in die Taschen männlicher CEOs – mit Ausnahme einer Frau. Fakt ist: Fünf Jahre nach Annahme der Abzocker-Initiative hat sich an den exorbitanten Managerlöhnen wenig geändert. 2017 ging die Schere zwischen den höchsten und tiefsten Löhnen in den untersuchten 39 Unternehmen um 14 Prozent zurück, betrug jedoch immer noch 1:143 (1:164 im Vorjahr). Die höchste Lohnschere hat die UBS mit 1:273, und Abzocker-Spitzenreiter ist einmal mehr UBS-CEO Sergio Ermotti mit einem Bruttolohn von 14'202'000 Franken. Er hat sogar 3,6 Prozent mehr verdient als im Vorjahr. Weibliche CEOs massiv untervertreten – Lohnkontrollen gefordert. Frauen hat man in den Chefetagen vergebens gesucht: In den untersuchten Unternehmen gibt es nur eine weibliche CEO. Mit einem Einkommen von knapp 2 Millionen Franken befindet sich Alpiq-Chefin Jasmin Staiblin jedoch im unteren Drittel der Rangliste. Die Untervertretung von Frauen in den Chefetagen könnte ein Grund dafür sein, dass Frauen insgesamt immer noch rund 18,1 Prozent weniger verdienen als Männer. Zum anderen arbeiten viele Frauen in der Pflege, Betreuung oder im Detailhandel, wo deutlich niedrigere Löhne bezahlt werden als in typischen „Männerberufen“. Die besser bezahlten Positionen in diesen Berufen sind zudem mehrheitlich von Männern besetzt. Die (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 21.6.2018.
Unia Schweiz > Frauen. Frauenlöhne. Unia Schweiz, 2018-06-21.
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02.03.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Frauen
Gleichstellung
Volltext
25 Jahre Brunner-Effekt. Geduld bringt den Frauen keine Rosen. Das sagt die Historikerin Fabienne Amlinger. Sie hat den Umgang von FDP, CVP und SP mit ihren Frauenorganisationen ab Einführung des Frauenstimmrechts 1971 bis 1995 erforscht. Und kommt zum Schluss: Nur wenn die Frauen auf den Putz hauen, bewegt sich was. Zum Beispiel vor 25 Jahren: Am 3. März 1993 bebt die Schweiz. Eben hat das Parlament SP-Bundesratskandidatin Christiane Brunner eine schallende Ohrfeige verpasst. Und statt der zweiten Frau in der Geschichte der Eidgenossenschaft einen weiteren Mann gewählt. Ein Sturm bricht los, zu Tausenden protestieren Frauen und Männer gegen die Nichtwahl der charismatischen Gewerkschafterin. Die Ohrfeige, die Brunner bekam, war eine Ohrfeige für alle Frauen. Umso mehr, als ihre Gegner direkt auf die Frau spielten. Ein anonymes „Komitee für die Rettung der Moral unserer Institutionen“ drohte damit, kompromittierende Fotos von Brunner zu veröffentlichen. Das war der Anfang einer Dreckkampagne, wie sie die Schweiz bis dahin noch nie gesehen hatte. Und der Beginn eines Frauenfrühlings. Pfister. Vom Brunner-Effekt profitierten vor allem auch die bürgerlichen Frauen, sagt Forscherin Amlinger im grossen Work-Interview. Treu und geduldig hatten sie bisher ihren Parteien gedient. Forderten wenig und gewannen nichts. Allen voran die freisinnigen Frauen: Ihr Weg zur Emanzipation war der steinigste, sagt Forscherin Amlinger. Ist es immer noch, wie die Wahl von Ignazio Cassis zeigte. Auch bei der CVP (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 2.3.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Frauen. Gleichstellung. Work online, 2018-03-02.
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12.10.2017 Schweiz
Frauen
OECD
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Gleichstellung
OECD
Volltext
OECD fordert mehr Tempo bei der Gleichstellung. Auf dem Weg zur Gleichstellung der Geschlechter haben die OECD-Länder seit 2012 nur geringe Fortschritte erzielt. Regierungen sollten daher ihre Anstrengungen verstärken, um die Gleichstellung von Mann und Frau in Bereichen wie Bildung, Erwerbstätigkeit und Unternehmertum voranzutreiben. Zu diesem Schluss kommt die OECD-Studie „The Pursuit of Gender Equality – An Uphill Battle“, die Anfang Oktober 2017 in Paris veröffentlicht wurde. Gewalt gegen Frauen, Einkommensunterschiede und die Aufteilung unbezahlter Arbeit sind laut einer Umfrage im Rahmen der Studie die drei wichtigsten Themen zur Gleichstellung der Geschlechter. Zum Thema Bildung ergibt die Studie ein gemischtes Bild. So zeigt sie, dass junge Frauen in den Mitgliedsländern mittlerweile mit grösserer Wahrscheinlichkeit einen tertiären Bildungsabschluss erreichen als junge Männer. Allerdings studieren sie seltener in lukrativen Fächern wie Naturwissenschaft, Technik, Ingenieurswesen oder Mathematik. In der Schweiz liegt der Frauenanteil bei den Bachelorabschlüssen bei 48.8 Prozent, in den naturwissenschaftlichen Fächern sind es aber nur 32.2 Prozent. (Die Zahlen des Berichts beziehen sich auf das Jahr 2014). Auch die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat sich in den vergangenen Jahrzehnten immer mehr an die der Männer angenähert. Eine Lücke bleibt jedoch nach wie vor bestehen: Wenn Frauen bezahlter Arbeit nachgehen, erfahren sie häufiger Diskriminierung. Zudem (…). Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 12.10.2017.
VPOD Schweiz > Gleichstellung. OECD. VPOD Schweiz, 2017-10-12.
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29.09.2017 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Sabine Reber
Gleichstellung
Volltext
Neue Studie über Frauen in Schweizer Chefetagen bringt's ans Licht. Die geheimnisvollen Madames Walo. Bei welchen Schweizer Firmen sitzen am meisten Frauen im Verwaltungsrat? Eine neue Studie bringt Erstaunliches zutage: Beim Bauriesen Walo sind fünf von sieben Verwaltungsräten Frauen. Gemischte Gremien fällen bessere Entscheide und sind langfristig erfolgreicher. Das zeigen diverse nationale und internationale Studien. Aber bei vielen Schweizer Unternehmen hapert es trotzdem noch mit Frauen in der Chefetage. Das Zürcher Headhunter-Unternehmen Aebi+Kuehni hat 130 der grössten Schweizer Firmen mit jeweils über 1300 Angestellten auf den Frauenanteil in den Verwaltungsräten untersucht. Das Ergebnis: Von den insgesamt 916 Verwaltungsratsmandaten der untersuchten Firmen werden 164 von Frauen besetzt. Das macht im Durchschnitt 18 Prozent Frauenanteil. Frauen lassen bauen. Viel mehr Frauen sitzen bei der Walo Bertschinger Holding AG in der Leitung. Da sind von sieben Verwaltungsratsmandaten fünf von Frauen besetzt. Sie lenken die Geschicke der Baufirma sehr diskret und scheuen jegliche Öffentlichkeit. Es gibt nicht einmal ein Foto von ihnen, und auch die „Bilanz“ vermeldet bei ihren jährlichen Berichten über die 300 reichsten Familien der Schweiz jeweils nur, wie medienscheu der Bertschinger-Clan sei. Auf Anfrage von Work liess die Firma „im Auftrag der Sekretärin von Herrn Bertschinger“ verlauten: „...darf ich Ihnen mitteilen, dass in einem unserer Verwaltungsgremien eine Frau in der 5. Generation der (…). Sabine Reber.
Work 29.9.2017.
Personen > Reber Sabine. Frauen. Gleichstellung. Work, 2017-09-29.
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04.04.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Kindererziehugn
Volltext
Finanzhilfen für Kinderbetreuung vor letzter Hürde. Kleiner, aber wegweisender Schritt ist möglich. Wer die Geschlechtergleichstellung fördern und den Fachkräftemangel bekämpfen will, muss sich für mehr familienergänzende Kinderbetreuung einsetzen. Der SGB erwartet dieses Engagement vom Nationalrat. Die grosse Kammer wird das Geschäft "Finanzhilfen für Familienergänzende Kinderbetreuung" am 2. Mai beraten. Es war eine Zangengeburt. Erst nach langem Hin und Her hat sich der Ständerat in der Frühlingssession zu den Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung bekannt. Der Bundesrat will mit den dafür vorgesehenen 100 Mio. Franken einerseits die Elternbeiträge an die familienergänzende Kinderbetreuung senken, andererseits die Angebote besser auf die Bedürfnisse der Familien abstimmen. Eine sinnvolle Idee, wenn auch massiv mehr Geld nötig wäre dafür: OECD und UNO empfehlen, mindestens 1 Prozent des BIP in die familienergänzende Kinderbetreuung zu investieren - die Schweiz ist noch weit davon entfernt. Trotzdem hat die Kommission des Nationalrates die Vorlage nur knapp mit 13 zu 11 Stimmen angenommen, und eine bedeutende Minderheit will das vorgesehene Budget auch noch halbieren. Doch wenn es dem Nationalrat ernst ist mit der Fachkräfteinitiative, muss er auf die Vorlage einsteigen und sie ausbauen statt abbauen. Krippenkosten bei uns viel höher. Ein grosser Stolperstein für Frauen, die ihr Pensum aufstocken wollen, sind die hohen Krippenkosten. (…). Regula Bühlmann.
SGB, 4.4.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kindererziehung. Gleichstellung. SGB, 2017-04-04.
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04.04.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Kinderbetreuung
Volltext
Finanzhilfen für Kinderbetreuung vor letzter Hürde. Kleiner, aber wegweisender Schritt ist möglich. Wer die Geschlechtergleichstellung fördern und den Fachkräftemangel bekämpfen will, muss sich für mehr familienergänzende Kinderbetreuung einsetzen. Der SGB erwartet dieses Engagement vom Nationalrat. Die grosse Kammer wird das Geschäft „Finanzhilfen für Familienergänzende Kinderbetreuung" am 2. Mai beraten. Es war eine Zangengeburt. Erst nach langem Hin und Her hat sich der Ständerat in der Frühlingssession zu den Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung bekannt. Der Bundesrat will mit den dafür vorgesehenen 100 Mio. Franken einerseits die Elternbeiträge an die familienergänzende Kinderbetreuung senken, andererseits die Angebote besser auf die Bedürfnisse der Familien abstimmen. Eine sinnvolle Idee, wenn auch massiv mehr Geld nötig wäre dafür: OECD und UNO empfehlen, mindestens 1 Prozent des BIP in die familienergänzende Kinderbetreuung zu investieren - die Schweiz ist noch weit davon entfernt. Trotzdem hat die Kommission des Nationalrates die Vorlage nur knapp mit 13 zu 11 Stimmen angenommen, und eine bedeutende Minderheit will das vorgesehene Budget auch noch halbieren. Doch wenn es dem Nationalrat ernst ist mit der Fachkräfteinitiative, muss er auf die Vorlage einsteigen und sie ausbauen statt abbauen. Krippenkosten bei uns viel höher. Ein grosser Stolperstein für Frauen, die ihr Pensum aufstocken wollen, sind die hohen Krippenkosten. Dieser Umstand (…). Regula Bühlmann.
SGB, 4.4.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kinderbetreuung. Gleichstellung. SGB, 2017-04-04.
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01.04.2017 Schweiz
Frauen
Personen
VPOD-Magazin
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Die Revision des Gleichstellungsgesetzes gelangt voraussichtlich im Herbst ins Parlament. Heidi bekommt nicht, was sie verdient. Experimente zeigen, dass Männer und Frauen unterschiedlich beurteilt werden, selbst wenn sie das Gleiche tun und lassen. Von selbst ändert sich das nicht. Im Herbst kommt die Revision des Gleichstellungsgesetzes in die Räte. Die Businessleute Heidi und Howard haben eine identische Biografie, weil Professor Frank Flynn sie für ein Experiment kreiert hat. Trotzdem fanden seine Studierenden Howard sympathisch und Heidi nicht. Solche Beispiele zeigen, dass wir Frauen und Männer mit unterschiedlichen Ellen messen, wobei meistens Frauen den Kürzeren ziehen. Im Allgemeinen geschieht das nicht bewusst. Vielmehr ist die Vorstellung, wie eine Frau, wie ein Mann zu sein hat, so fest in unseren Köpfen verankert, dass es uns einfach passiert. Falsche Behauptungen. Auch Arbeitgeber sind nicht davor gefeit, ihre Mitarbeiterinnen kritischer zu beurteilen als ihre Mitarbeiter. Trotzdem behaupten Arbeitgeberorganisationen seit ein paar Jahren steif und fest, dass sie Frauen und Männer nie unterschiedlich behandeln würden. Die Lohnlücke zwischen Frauen und Männern: eine Frage der Berufswahl, der individuell gewählten Karriere und der fehlenden Verhandlungskompetenz von Frauen, aber sicher keine Ungleichbehandlung! Dabei hat Harvardprofessorin Hannah Riley Bowles in Experimenten nachgewiesen, dass gerade bei Lohnverhandlungen von Gleichbehandlung keine (…). Regula Buhlmann.
VPOD-Magazin, April 2017.
Personen > Bühlmann Regula. Gleichstellung. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2017-04-01.
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18.03.2017 Zürich
Demonstrationen Zürich
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Karin Taglang
Demonstration
Gleichstellung
Volltext
Für Chancengleichheit, gegen Sexismus – der Frauenmarsch vom 18. März in Zürich. Frauen (und Männer) auf der Strasse. Über 10’000 Menschen gingen auf die Strasse, um der Welle von Sexismus und Menschenrechtsverletzungen, die durch die Wahl von US-Präsident Donald Trump ausgelöst wurde, den Kampf anzusagen. Die Antwort der Frauen, die immer noch oft gedemütigt und auf ein blosses Objekt reduziert werden, ist eine Offensive für Frauen- und Menschenrechte. Nicht nur Feministinnen der alten Schule waren in Zürich. Vielmehr protestierten junge Frauen wie auch Männer vereint gegen die respektlose „Macho-Kultur“, gegen Gewalt, Vulgarität, gegen Menschenrechtsverletzungen und Chancenungleichheit. Frauen und Männer aller Generationen marschierten Seite an Seite durch die Strassen von Zürich. Die Demonstrant/innen färbten die Stadt mit Bannern für die Chancengleichheit der Geschlechter und gegen Sexismus; viele von ihnen trugen einen pinken „Pussyhat“ als Symbol des Protests gegen Donald Trump. Auch der SEV marschierte mit: Wir trafen Lucie Waser, Gleichstellungsbeauftragte im SEV, ihre Vorgängerin Barbara Amsler sowie Nani Moras und Daniela Lehmann. Weltweite Frauenbewegung. Die Parade in Zürich, die friedlich und in vielen Farben durch Zürich strömte, ist Teil der Women’s March Bewegung, die am 21. Januar auf den Strassen von Washington begonnen hat und seither auf viele Städte der Welt übergeschwappt ist, darunter Genf und Bern. Im Zuge dieser Proteste entstand in der Schweiz die Bewegung „We can’t keep quiet“ (Wir können nicht länger (…). Françoise Gehring, Karin Taglang
SEV kontakt, 22.3.2017.
SEV > Frauen. Demonstrationen Zürich. SEV, 2017-03-22.
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13.01.2017 Deutschland
Frauen
Neues Deutschland

Arbeitszeit
Gleichstellung
Volltext
Frau am Herd, Mann in der Führung. Studie der Hans-Böckler-Stiftung: Teilzeitarbeit und Führungspositionen schliessen sich aus, Frauen sind überwiegend betroffen. Frauen haben auf dem deutschen Arbeitsmarkt durch ihre überwiegende Arbeit in Teilzeit weniger Chancen auf führende Positionen als ihre überwiegend männlichen Kollegen in Vollzeit. Das zeigt eine am Freitag veröffentlichte Untersuchung der Hans-Böckler-Stiftung. Demnach machen Unternehmen die Teilzeitarbeit in Leitungspositionen meist nicht möglich. Der Anteil der Teilzeitbeschäftigten mit Führungsaufgaben lag demnach 2015 bei nur elf Prozent, in herausragenden Führungspositionen bei sechs Prozent. Von diesen Einschränkungen betroffen sind insbesondere Frauen: Sie machten 2014 und 2015 rund 81 Prozent der abhängig Beschäftigten in Teilzeit aus. Für ihre Untersuchung wertete die Arbeitszeitexpertin Yvonne Lott zahlreiche Studien zu Teilzeitarbeit, Elternzeit und Pflegezeit aus. In der Gesamtschau ergebe sich das Bild einer „Übergangsphase“, erklärte sie: „Auf der einen Seite bestehen bereits verschiedene, teilweise sehr innovative gesetzliche, tarifliche und betriebliche Arbeitszeitregelungen, die zu einer lebensphasenorientierten Arbeitszeitpolitik beitragen können.“ Auf der anderen Seite könnten diese Regelungen jedoch mit negativen Folgen für die Beschäftigten verbunden sein. Das reproduziere weiterhin soziale Ungleichheiten, insbesondere zwischen Männern und Frauen. Eng verbunden mit der ungleichen Verteilung von Teilzeitarbeit sei die (…). Elsa Koester.
Neues Deutschland, 13.1.2017.
Neues Deutschland > Gleichstellung. Arbeitszeit. Neues Deutschland, 2017-01-13.
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21.05.2016 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Gleichstellung
Gleichstellungsgesetz
Volltext
Die 8. Unia-Frauenkonferenz verabschiedet zwei wichtige Resolutionen. Frauenrechte durchsetzen und Sicherheit für Frauen und Kinder auf der Flucht! Die zweitägige Unia-Frauenkonferenz ist heute zu Ende gegangen. Die Teilnehmerinnen haben die von den Unia-Frauen vertretenen Werte in Erinnerung gerufen und zwei wichtige Resolutionen für die Zukunft der Frauen in der Schweiz und für Frauen auf der Flucht verabschiedet. An der 8. Frauenkonferenz vom 20. und 21. Mai in Basel haben sich 120 Unia-Frauen versammelt. Sie diskutierten Fragen und Anträge zur Zukunft der Organisation und zur Verteilung von Arbeit. Ausserdem verabschiedeten sie zwei Resolutionen. Mit der einen wird der Bundesrat aufgefordert, die Revision des Gleichstellungsgesetzes voranzutreiben und einen Elternurlaub einzuführen, die andere verlangt mehr Schutz für Frauen und Kinder auf der Flucht. Die Revision des Gleichstellungsgesetzes darf nicht ad acta gelegt werden! Die Forderungen der Frauen bezüglich Lohngleichheit sind ernsthaft gefährdet. Seit ein rechtsbürgerliches Parlament am Ruder sitzt, steht die Revision des Gleichstellungsgesetzes nicht mehr auf der Tagesordnung. Die Gleichstellung von Frauen in Arbeit und Gesellschaft ist jedoch kein Minderheitsanliegen. Die Frauen leisten mehr als die Hälfte aller Arbeit in der Schweiz, zu einem grossen Teil unbezahlt. Frauen verdienen für gleichwertige Arbeit noch immer 15% weniger als Männer und arbeiten häufig in Berufen mit niedrigen Löhnen. (…).
Unia Schweiz, 21.5.2016.
Frauen > Gleichstellungsgesetz. Unia Schweiz, 2016-05-21.
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18.03.2016 Kuwait
Schweiz
Frauen
Personen
Work
Sabine Reber
Christina Scheidegger
Gleichstellung
Volltext
Kaderfrauen: Die Schweiz nur knapp vor Kuwait. Der Frauenanteil in den Teppichetagen in der Schweiz ist lausig. Das zeigen Studien. Bulgarien: 37,4 Prozent Frauen in der Geschäftsleitung. Philippinen: 32,7 Prozent. Rumänien: 32,1 Prozent. Die Schweiz: 8,3 Prozent! Das ergibt gerade mal Platz 56 von 60 untersuchten Ländern. Einen Platz vor dem Golfstaat Kuwait, zwei vor Pakistan. Die Zahlen stammen aus einer Studie von Ernst & Young. Die Schweizer Unternehmen tun sich schwer, den Frauenanteil im Kader zu erhöhen. Noch 2014 sah es einigermassen gut aus, der Anteil der Frauen in Verwaltungsräten nahm damals verhältnismässig stark zu. Von dieser Dynamik ist heute nur noch wenig zu spüren. Nur 4 Prozent aller im letzten Jahr neugewählten Geschäftsleitungsmitglieder waren Frauen. Das zeigt der Schillingreport, der jeden Frühling die Vertretung der Frauen in den Schweizer Chefetagen analysiert. In den Verwaltungsräten der 100 grössten Schweizer Unternehmen stieg der Frauenanteil 2015 von 15 auf magere 16 Prozent. Guido Schilling. Verfasser des Reports, sagt zu Work: „Es wird Jahre dauern. bis die vielen weiblichen Talente auf den unteren und mittleren Führungsstufen den Schritt an die Spitze schaffen.“ Als Grund sieht Headhunter Schilling unter anderem die gesellschaftliche Stigmatisierung von Frauen, die Karriere machen. Auch Stefanie Brander. Gleichstellungsbeauftragte der Universität Lausanne, sieht hier ein grosses Problem: „Vor allem in der Deutschschweiz gibt es immer noch völlig antiquierte  (…). Sabine Reber, Christina Scheidegger.
Work, 18.3.2016.
Personen > Reber Sabine. Gleichstellung. Frauen. Work, 2016-03-18.
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03.03.2016 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Gleichstellung
Volltext
Im Bundesrat zum Beispiel, im Verwaltungsrat des Pharmamultis Roche, im erweiterten Direktorium der Schweizerischen Nationalbank oder in der Elefantenrunde auf SRF. Work hat die Männer „ausgeschnitten“. Mit frappantem Resultat. Die bearbeiteten Fotos zeigen: Wo es um Geld und Macht geht, sind nach wie vor die Männer am Drücker. Sind sie es sogar wieder vermehrt? Wo bleiben nur die Frauen? Gleichstellung von Frau und Mann: Darum kommt sie nicht wirklich vom Fleck. Lauter leere Stühle und Räume: Das passiert, wenn plötzlich die Männer verschwinden. Plötzlich stehen sie wie Exotinnen da: die paar Frauen, die in der Politik oder in der Wirtschaft etwas zu sagen haben. Wie wenige das sind, fällt erst recht auf, wenn die Männer fehlen. Männer auf Vormarsch. Im Bundesrat sieht es ganz danach aus. Dort stehen neu nur noch zwei Frauen fünf Männern gegenüber. Und die Bundeskanzlerin ist jetzt auch wieder ein Mann. Auf wackerem Vormarsch befinden sich die Männer ebenfalls im Ständerat. Von 46 Sitzen sind dort nur noch deren 7 von Frauen besetzt. So tief war der Frauenanteil in der grossen Kammer zuletzt Mitte der 1990er Jahre. Noch augenfälliger die Rückschritte für die Frauen in Luzern und im Tessin: beide Kantone haben reine Männerregierungen. Das hat auch mit dem Erstarken der SVP zu tun, der mächtigsten Männerpartei der Schweiz. Im Nationalrat sitzen heute für die Blocher-Partei 11 Frauen und 54 Männer. Das entspricht einem Frauenanteil von 16,9 Prozent. Zum Vergleich: Bei der SP beträgt (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 3.3.2016.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Gleichstellung. Work online, 2016-03-03.
Ganzer Text
01.03.2016 Schweiz
Medien
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

Gleichstellung
Medien
Volltext
Who makes the news in Switzerland? Der aktuelle Bericht zur Schweiz aus dem Global Media Monitoring Project (GMMP) ist soeben erschienen. Das GMMP findet seit 1995 alle fünf Jahre statt und liefert eine Momentaufnahme der tagesaktuellen Medien aus Geschlechterperspektive. Die Schweiz nahm im Jahr 2010 zum ersten Mal an der Studie teil. Unter der Federführung der Schweizerischen Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten (SKG) waren an der weltweiten Erhebung 2015 wiederum die drei grossen Sprachregionen beteiligt. Untersucht wurden ausgewählte Zeitungen, Fernseh- und Radiosendungen und zum ersten Mal auch Internet- und Twitter-Nachrichten. Beispiele aus den Ergebnissen: (…).
SSM, 1.3.2016..
SSM > Gleichstellung. Medien. SSM, 2016-03-01.
Ganzer Text
01.03.2016 Schweiz
Frauen
Syndicom

Gleichstellung
Vernehmlassung
Volltext
Lohnunterschiede mit regelmässigen Kontrollen ausmerzen. Vernehmlassung Entwurf Gleichstellungsgesetz. Der Bund hat in seinem Entwurf zur Änderung des Bundesgesetzes über die Gleichstellung von Frau und Mann (Gleichstellungsgesetz GlG) die geplanten staatlichen Massnahmen aufgezeigt. Für die Gewerkschaft Syndicom geht der Gesetzesentwurf zu wenig weit. Syndicom fordert in ihrer Vernehmlassungsantwort weiterführende Massnahmen. Zudem soll der Bund bei der Bekämpfung der Lohndiskriminierung mehr Verantwortung übernehmen. Die tatsächliche Umsetzung der Lohngleichheit ist noch nicht erreicht. Die Lohndifferenz in der Privatwirtschaft beträgt aktuell 15.1 Prozent (BFS, Lohnstrukturerhebung LSE 2014). Das auf freiwilliger Lohnkontrolle basierende Projekt „Lohngleichheitsdialog“ ist gescheitert: Die Zahl der teilnehmenden Unternehmen blieb mit 51 deutlich unter den erhofften hundert. Fast die Hälfte dieser Unternehmen sind zudem staatliche oder staatsnahe Betriebe. Um den bereits 35 Jahre alten Verfassungsauftrag zu erfüllen, für gleichwertige Arbeit gleichen Lohn zu bezahlen, sind deshalb verpflichtende staatliche Massnahmen zwingend. Syndicom erachtet es deshalb als zentral, dass regelmässige Lohnanalysen - mindestens alle drei Jahre – durchgeführt werden. Bis ins Jahr 2020 soll diese Massnahme erstmals flächendeckend in allen Unternehmen umgesetzt werden. Dabei darf die Verantwortung für die regelmässigen Kontrollen nicht allein an die Unternehmen und die externen (…).
Syndicom, 1.3.2016.
Syndicom > Gleichstellung. Vernehmlassung. Syndicom, 2016-03-01.
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04.12.2015 ZH Kanton
Frauen
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Personen
Regula Bühlmann
Frauen
Gleichstellung
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Schon alles erreicht? Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. „Ach, sind das die einzigen Probleme, die du hast? Mach doch etwas Richtiges, gehe in die Politik und kümmere dich dort um die echten Gleichstellungsprobleme.“ Das war ein häufiger Vorwurf, damals, als ich mich noch als Linguistin mit geschlechtergerechter Sprache befasste. Mittlerweile setze ich mich in der Lokalpolitik und im Schweizerischen Gewerkschaftsbund für die „echte“ Gleichstellung von Frauen und Männern ein. Doch noch immer entgegnen mir viele, dass diese längst erreicht sei: Ungleicher Lohn? „Von den Frauen selbst verschuldet, schliesslich wollen sie ja Kinder…“ Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit? „Das entscheiden die Paare doch selber, alles freiwillig. Wollen wir denn alle umerziehen?“ Glücklicherweise gibt es auch in der Schweiz noch ein paar Leute - nicht nur in der Linken und den Gewerkschaften, sondern vereinzelt auch unter den Bürgerlichen - die nicht im Mainstream schwimmen. Sie verstehen, dass diese angeblich freiwilligen Entscheidungen stark durch Politik und Gesellschaft beeinflusst sind. Und sie realisieren, dass zur Zeit ein massiver Abwehrkampf im Gang ist. Es geht nun nicht mehr darum, die Frauen ein bisschen zu fördern, sondern es geht um Macht und Geld. Und hier beginnt es, den Reichen und Mächtigen weh zu tun. Nehmen wir die Lohndiskriminierung der Frauen: Dass diese existiert, ist hinlänglich belegt - zuletzt durch zwei Studien, die der Bund am 18. November veröffentlicht (…). Regula Bühlmann.
GBKZ, 4.12.2015.
Personen > Bühlmann Regula. Frauen. Gleichstellung. GBKZ, 4.12.2015.
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18.11.2015 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Film
Gleichstellung
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Zu zahme Vorlage zur Revision des Gleichstellungsgesetzes. Keine halben Lösungen: Lohngleichheit verbindlich und wirksam umsetzen! Heute hat der Bundesrat seine Vorlage zur Revision des Gleichstellungsgesetzes veröffentlicht. Für die Gewerkschaft Unia ist dies ein Schritt in die richtige Richtung. Die Vorschläge sind aber noch zu zahnlos. Es braucht effiziente Kontrollen in den Betrieben sowie Sanktionsmöglichkeiten. Nulltoleranz bei der Lohndiskriminierung - das ist der Verfassungsauftrag. Der Bundesrat hat heute seinen Entwurf zur Änderung des Gleichstellungsgesetzes (GlG) vorgestellt. Damit will er die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern endlich durchsetzen. Die Gewerkschaft Unia begrüsst es, dass der Bundesrat die Unternehmen verpflichten will, regelmässig Lohnanalysen durchzuführen und diese von Dritten kontrollieren zu lassen. Der vorliegende Vorschlag ist aber noch zu zahnlos. Insbesondere sieht er keine Pflicht vor, festgestellte Lohndiskriminierung auch zu beheben und fehlbare Unternehmen zu sanktionieren. Unia hält an ihren Forderungen fest. Die Revision des Gleichstellungsgesetzes ist ein notwendiger Schritt in die richtige Richtung, reicht aber noch nicht. Deshalb hält die Unia an ihren Forderungen fest: (…).
Unia Schweiz. Medienmitteilung, 18.11.2015.
Unia Schweiz > Frauen. Gleichstellung. Film. Unia, 18.11.2015.
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02.11.2015 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Frauenarbeit
Gleichstellung
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Grundsätzliches Umdenken nötig. Vereinbarkeit kommt nur langsam voran. Schon lange fordert der SGB echte Fortschritte in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Seit dem Ja zur Masseneinwanderungsinitiative realisieren auch Wirtschaftskreise langsam Nachholbedarf. Jetzt sollen teuer ausgebildete Frauen ihre Fähigkeiten nicht mehr „daheim“ verschwenden, sondern den Wirtschaftskarren aus dem Sumpf des Fachkräftemangels ziehen. Doch die Sache stockt. Denn: zu viel kosten darf sie nicht. In Sachen Vereinbarkeit ist ein grundsätzliches Umdenken nötig: Familie ist nicht Privatsache, Care-Arbeit ist ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor und Aufgabe der öffentlichen Hand. Die faire Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit auf Frauen und Männer muss endlich Realität werden. Das neo-konservative Modell „Er Vollzeit, sie ein kleines Teilzeitpensum“, das sich als Schweizer Besonderheit so hartnäckig hält, ist eine Sackgasse: Es bedeutet finanzielle Abhängigkeit für die Frauen und die Last der Verantwortung als Haupternährer für die Männer. Dass dieses Modell noch strukturell begünstigt wird durch Krippentarife und eine Steuerpraxis, die ein höheres Erwerbspensum von Frauen bestrafen, indem sie das Zusatzeinkommen gleich wieder auffressen, ist skandalös. Care-Arbeit aufwerten. (…). Regula Bühlmann.
SGB, 2.11.2015.
Personen > Bühlmann Regula. Frauenarbeit. Gleichstellung. SGB, 2.11.2015.
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29.01.2015 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Gleichstellung
Lohngleichheit
Strafanzeige
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Unia fordert systematische Kontrollen. zur Einhaltung von Verfassung und Gesetz. Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit - Lohnklagen allein reichen nicht. Klagen gegen geschlechtsbedingte Lohndiskriminierung sind ein hürdenreicher Weg. Das zeigt das Beispiel einer Damenschneiderin, welches die Unia heute an einer Medienkonferenz vorstellte. Seit zwei Jahren versucht die Frau, sich auf gerichtlichem Weg Recht zu verschaffen und muss dabei Demütigungen, Verletzungen und Verzögerungen hinnehmen. Um den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ endlich durchzusetzen, fordert die Unia verbindliche und systematische Kontrollen und Sanktionsmöglichkeiten. „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ - für die Durchsetzung dieses Verfassungsgrundsatzes prozessiert Frau P. nun seit über zwei Jahren. Als gelernte Schneiderin mit grosser Berufserfahrung verdiente sie im Nähatelier eines Westschweizer Luxusmodegeschäfts rund ein Drittel weniger als ihre (nicht ausgebildeten) männlichen Kollegen. Als sie beim Arbeitgeber ihr Recht einforderte, bekam sie die Kündigung „aus wirtschaftlichen Gründen“. Lohnklagen - ein hürdenreicher Weg. Im Oktober 2012 klagte P. gegen ihren ehemaligen Arbeitgeber wegen Verstosses gegen das Gleichstellungsgesetz. Damit begann für sie ein hürdenreicher Weg. Im Laufe des gerichtlichen Verfahrens musste sie sich haltlose Unterstellungen und demütigende Vorwürfe ihres ehemaligen Chefs anhören, der damit seine Kündigung rechtfertigte. (…).
Unia Schweiz. Medienmitteilung, 29.1.2015
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Strafanzeigen. Unia, 2015-01-29.
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21.01.2015 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Gleichstellung
Lohngleichheit
Medienkonferenz
Strafanzeige
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Lohngleichheitsklagen - ein mühseliger Weg mit vielen Hürden. Donnerstag, 29. Januar 2015, 10.00 Uhr Hotel Bern, Zeughausgasse 9, Bern. Sehr geehrte Medienschaffende, Ein wichtiges Instrument, um die Lohngleichheit von Frauen und Männern durchzusetzen und Diskriminierungen zu bekämpfen, sind gerichtliche Klagen. Anhand eines laufenden Gerichtsfalls einer Schneiderin zeigen wir exemplarisch auf, wie Diskriminierung entsteht und welche juristischen Hürden bei der Behebung der Diskriminierung zu nehmen sind. Davon ausgehend legen wir dar, warum eine Revision des Gleichstellungsgesetzes dringend notwendig ist. Die Unternehmen müssen zu proaktiven Kontrollen verpflichtet und damit die Behebung von Diskriminierung auch auf juristischem Weg erleichtert werden.
An der Medienkonferenz nehmen teil:
Frau P., Schneiderin
Christine Michel, Mitglied Sektorleitung Dienstleistungsberufe und Gleichstellungssekretärin der Unia
Corinne Schärer, Mitglied Geschäftsleitung und Verantwortliche Gleichstellungspolitik der Unia
Es würde uns freuen, Sie an der Medienkonferenz begrüssen zu dürfen.
Unia Schweiz, Medieneinladung, 21.1.2015.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Strafanzeigen. Unia, 2015-01-21.
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