Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 269

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19.10.2018 St. Moritz
Gastgewerbe
Personen
Work
Christian Egg
Betriebsschliessung
Hotellerie
Volltext
Ausflugsrestaurant Meierei in St. Moritz. Russischer Oligarch dreht Geldhahn zu. 2016 wechselte das Hotel-Bijou die Hand. Dann fehlte plötzlich das Geld für Waren und Löhne. Die Spuren führen zum Schwefel-Milliardär Alexei Fedoritschew aus Russland. Anfang Juni 2018: In einer Woche soll das Hotel und Restaurant Meierei in St. Moritz GR für die Sommersaison eröffnet werden. Die 17 Saisonmitarbeitenden sind soeben angereist, viele von ihnen aus Portugal oder Süditalien. Doch es fehlt an Geld. Auch für ihre Löhne. ¬Kadermitarbeiterin Angelika Tschopp * erinnert sich: „Es war nicht einmal genügend Geld da, um eine Tomate zu kaufen.“ Der Grund: Der Verwaltungsrat der „Meierei“ hat nicht genügend Mittel für den Betrieb überwiesen. Und zwar schon seit Monaten. Die offenen Rechnungen von Lieferantinnen und Handwerkern, aber auch von AHV und Pensionskasse belaufen sich inzwischen auf über 700’000 Franken. Tschopp weiss nicht mehr weiter und ruft die Unia zu Hilfe. Letzte Frist. Für die Gewerkschaft wird sofort klar: So darf man das Hotel nicht öffnen. Sonst riskieren die Angestellten, dass sie ihren Lohn nie sehen. „Meierei“-Mitarbeiterin Tschopp setzt dem ¬Verwaltungsrat eine letzte Frist: Mindestens 500’000 Franken brauche das Hotel innert vier Tagen. Doch es kommen nur 150’000. Tschopp: „Das hätte nicht einmal die Löhne für drei Monate gedeckt. Ganz zu schweigen von den Zutaten für die Küche, der Heizöltank war fast leer, wir hatten nicht einmal Benzin für den Rasenmäher! Und das Elektrizitätswerk drohte, den Strom abzustellen, wenn wir nicht endlich die Rechnungen bezahlen würden.“ Jetzt (...). Christian Egg.
Work online, 19.10.2018.
Personen > Egg Christian. Meierei St. Moritz. Work online, 2018-10-19.
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21.08.2018 Schweiz
Le Matin
Syndicom

Betriebsschliessung
Le Matin
Volltext
Die Westschweizer Redaktionen und die Gewerkschaften wollen den Dialog mit Tamedia wieder aufnehmen. Nach dem brutalen Aus für die Tageszeitung „Le Matin“ und dem einseitigen Ausstieg von Tamedia aus der Mediation unter Leitung der Waadtländer und Genfer Regierung vor der Sommerpause möchten die Westschweizer Redaktionen des Zürcher Verlegers, Syndicom und Impressum wieder einen Dialog zu sieben wesentlichen Punkten führen. Damit sollen tragfähige Antworten auf die künftigen Herausforderungen für die Presse gegeben werden. In den Redaktionen soll wieder Ruhe einkehren und die Folgen der Einstellung des gedruckten „Le Matin“ für die Betroffenen sollen soweit wie möglich minimiert werden. Am 22. August 2018 haben die Westschweizer Redaktionen von Tamedia, Syndicom und Impressum der Direktion eine Liste mit sieben Punkten unterbreitet, über die sie mit dem Verleger verhandeln möchten: (…).
Syndicom, 21.8.2018.
Syndicom > Le Matin. Betriebsschliessung. Syndicom, 2018-08-21.
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17.08.2018 Schweiz
OVS
Personen
Work
Christian Egg
Betriebsschliessung
OVS
Volltext
Meyers verliebten sich bei Vögele. Bei OVS erlebten sie einen Albtraum! Marco und Esther * Meyer verkauften dreissig Jahre lang Kleider bei Vögele. Dann kam der Modegigant OVS und stellte sie auf die Strasse. Sie: „Herr Meyer, Ihr Hemdkragen ist schief!“ Er: „Danke! Das git en Kafi.“ So fing alles an, vor dreissig Jahren. Sie hatten beide neu bei Charles Vögele angefangen, sie, die junge Quereinsteigerin, die nach einer Coiffeuselehre in die Modebranche wechselte, und er, der Vollblutverkäufer. Schnell freundeten sie sich an, dann wurden sie ein Liebespaar. Kommenden Herbst feiern sie ihre silberne Hochzeit. Wieder vorne anfangen. Es ist angenehm schattig auf dem Balkon. Marco Meyer (64) erzählt: „Nach dreissig Jahren haben sie uns einfach den Schuh gegeben.“ Ende Juni erhielten die Meyers die Kündigung, gleich wie alle anderen 1178 Angestellten bei OVS auch. Der italienische Modegigant, der die marode Charles Vögele vor nur anderthalb Jahren übernahm und grosse Versprechen machte, lässt seine Schweizer Tochtergesellschaft schon wieder fallen. Konkurs. Ohne Sozialplan. Es ist die grösste Massenentlassung in der Geschichte des Schweizer Detailhandels. Marco Meyer sagt: „Ich habe es gut. Ich muss keine neue Stelle mehr suchen. Ich habe nur noch drei Monate bis zur Pensionierung.“ Esther Meyer hingegen ist erst 49. Sie muss nun eine neue Stelle finden. Darum will sie auch nicht mit vollem Namen in der Zeitung erscheinen. Zwar hat sie zehn Jahre lang eine Abteilung geleitet. (…). Christian Egg.
Work online, 17.8.2018.
Personen > Egg Christian. OVS. Betriebsschliessung. Work online, 2018-08-17.
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29.06.2018 Thun
OVS
Personen
Work
Christian Egg
Betriebsschliessung
OVS
Volltext
Letzte Tage in den OVS-Filialen. Total-Liquidation. Der oberste OVS-Chef ist schon längst über alle ¬Berge, alle Verkäuferinnen verlieren ihre Stellen. Aber sie müssen noch die Filialen aufräumen – und schwitzen dabei Blut und Tränen. Der Laden ist voll. „Total-Liquidation“ steht in gelb-schwarzen Lettern überall: „70% Rabatt auf alles“. Verkäuferin Daniela Friedrich * und ihre Kolleginnen schwitzen. Es ist ihr letzter Tag in der OVS-Filiale an der Einkaufsstrasse Bälliz in Thun. Erst vor knapp einer Woche haben sie erfahren, dass ihr Laden zugehe. Jetzt versuchen sie, den letzten Tag noch zu überstehen. Friedrich sagt: „Unsere Motivation ist im Keller.“ Zwar gehört sie zu den Glücklichen, die bereits eine neue Stelle gefunden haben. Dass OVS so brutal den Stecker gezogen hat, tut ihr trotzdem weh: „Mit den Kolleginnen hier habe ich fast zwanzig Jahre zusammengearbeitet. Ab heute Abend ist Schluss.“ Auch das Verhalten der Kundinnen und Kunden macht Friedrich zu schaffen. Sie erzählt: „Viele lassen Kleider, die sie nicht wollen, einfach am Boden liegen. Die Wertschätzung uns gegenüber ist gleich null.“ Schliessungsbefehl per Internet. Die Schweizer Tochtergesellschaft des italienischen Modegiganten OVS übernahm das serbelnde Modehaus Charles Vögele vor knapp zwei Jahren. Mit rosigen Versprechungen. Doch diese Woche gab sie bekannt: Alle 1180 Angestellten verlieren ihren Job. Das ist die grösste Massenentlassung, die der Schweizer Detailhandel je gesehen hat. Seit Ende Mai ist das Unternehmen in Nachlassstundung und schliesst (…). Christian Egg.
Work online, 29.6.2018.
Personen > Egg Christian. OVS. Betriebsschliessung. Work online, 2018-06-29.
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15.06.2018 Schweiz
OVS
Personen
Work
Christian Egg
Betriebsschliessung
OVS
Volltext
OVS: 1180 Mitarbeitenden bleibt nichts mehr als Wut. „Wir wurden hintergangen“. Der italienische Modegigant Oviesse (OVS) flüchtet sich in den Konkurs. Und hat so keine Sozialplanpflicht. Verkäufer Gion Lötscher wählt deutliche Worte: „Die OVS-Manager haben uns nach Strich und Faden hintergangen.“ Lötscher ist seit über dreissig Jahren in der Branche und arbeitete seit 2001 bei Charles Vögele. Vor knapp zwei Jahre dann übernahm der Moderiese Oviesse aus Italien die strauchelnde Schweizer Modekette. Lötscher erzählt: „Wir haben uns mit viel Herzblut dafür eingesetzt, dass die Läden mit dem neuen Konzept funktionieren – und jetzt das.“ Ein Skandal. Am 30. Mai zog OVS brutal die Reissleine: Nachlassstundung. Den 1180 Angestellten droht die Kündigung. Das ist eine der grössten Massenentlassungen in der Schweiz in den letzten Jahren. Besonders bitter für die OVS-Verkäuferinnen und -Verkäufer: Es gibt nicht einmal einen Sozialplan. Denn das Sagen hat jetzt ein Sachwalter. Er muss alle Gläubiger gleich behandeln. Gesichert sind immerhin die Löhne bis Ende Kündigungsfrist. Für Arnaud Bouverat von der Unia ist es schlichtweg ein „Skandal“, dass es die OVS-Manager zur Nachlassstundung haben kommen lassen: „Sie hätten die Pflicht gehabt, vorausschauend zu handeln. Und die Warnlampen waren schon seit Monaten auf Rot“, sagt der Gewerkschafter. Konkurs kommt billiger. (…).
Christian Egg.
Work online, 15.6.2018.
Personen > Egg Christian. OVS. Betriebsschliessung. Work online, 2018-06-15.
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08.06.2018 Schweiz
OVS
Unia Schweiz

Betriebsschliessung
OVS
Volltext
Totalausverkauf bei OVS-Läden. Debakel nicht auf dem Buckel der Angestellten austragen. Der in Nachlassstundung stehende Modekonzern Sempione Fashion (OVS Schweiz) hat heute über den Totalausverkauf seiner Waren berichtet. Die Gewerkschaft Unia verlangt mehr Transparenz in Zusammenhang mit dem Konsultationsverfahren sowie flankierende Massnahmen für die betroffenen Mitarbeitenden. OVS muss die Löhne der Angestellten sichern und ihnen bei der Suche nach neuen Arbeitsplätzen zur Seite stehen. Das Debakel hat sich seit Monaten angekündigt: Die Gewerkschaft Unia hat mit grossem Bedauern erfahren, dass OVS die Liquidation ihrer Waren startet. Nach laufend schlechten Nachrichten für die Mitarbeitenden ist dies ein weiteres katastrophales Zeichen für die Lage, in der sich das Unternehmen befindet. Vom Totalausverkauf müssen deshalb in erster Linie die Angestellten profitieren, indem die Löhne gesichert werden. Das verspätete Auszahlen der Löhne während der Nachlassstundung muss zwingend verhindert werden. Transparenz herstellen – Löhne sicherstellen. Die Gewerkschaft Unia fordert vehement, dass der Modekonzern transparent über die finanzielle Lage informiert, damit das eröffnete Konsultationsverfahren zu Ende geführt werden kann. Unia verlangt flankierende Massnahmen für sämtliche betroffene Mitarbeitenden, so unter anderem finanzielle Zulagen und die Vermittlung von Arbeitsplätzen. Aktuell organisiert Unia regionale Versammlungen, um Schritt für Schritt die OVS- (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 8.6.2018.
Unia Schweiz > OVS. Betriebsschliessung. Unia Schweiz, 2018-06-01.
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07.06.2018 Schweiz
Le Matin
Syndicom

Betriebsschliessung
Le Matin
Volltext
Tamedia verkündet Aus für „Le Matin“. Syndicom und Impressum protestieren gegen die rein spekulative Haltung der Mediengruppe. Die Einstellung dieser Publikation ist für die Romandie eine Katastrophe!
Die gedruckte Ausgabe der Westschweizer Tageszeitung „Le Matin Semaine“ wird eingestellt. Dies teilte Tamedia am Donnerstag, 7. Juni, mit. Die Zürcher Verlagsgruppe steht finanziell auf gesunden Füssen, gebärdet sich aber als Totengräberin der Pressevielfalt in der Romandie. Syndicom und Impressum fordern, dass Tamedia auf ihren Entscheid zurückkommt, sich an der Suche nach einer Lösung zur Erhaltung des beliebten Titels beteiligt und die betroffenen Angestellten mit dem ihnen gebührenden Respekt konsultiert.
Ihren Entscheid zur Einstellung der Printausgabe von „Le Matin Semaine“ trifft Tamedia, obwohl vor der Waadtländer Einigungsstelle ein Schlichtungsverfahren im Gange ist. Syndicom, Impressum und die Westschweizer Redaktionen verlangten in ihrem Schlichtungsgesuch die Beibehaltung von „Le Matin Semaine“ in Papierform und einen zweijährigen Entlassungsstopp. Das Schlichtungsverfahren verpflichtet die Parteien zum Verzicht auf Zwangsmassnahmen. Tamedia zäumt das Pferd am Schwanz auf: Denn bevor ein Sozialplan ausgehandelt wird, müssen alle denkbaren Reorganisationsmassnahmen und neuen Strategien in Betracht gezogen werden, um das Verschwinden einer Tageszeitung und Entlassungen zu verhindern. Im Schlichtungsverfahren – nach Obligationenrecht obligatorisch – muss (...). 
Syndicom, 7.6.2018.
Syndicom > Le Matin. Betriebsschliessung. Syndicom, 2018-06-07
29.03.2018 Broc
Personen
Schokoladeindustrie
Work
Sabine Reber
Betriebsschliessung
Schokoladenindustrie
Volltext
Job-Angst im Cailler-Dorf Broc FR: Aus für Schoggi-Hasen? Die ersten Maschinen sind schon weg. Die Osterhasen wurden heuer gar nicht mehr dort gegossen. Bleibt im freiburgischen Cailler-Dorf Broc bald nur noch das Schoggi-Museum? Schon auf dem Carparkplatz riecht’s nach Schoggi. In Broc FR in den Greyerzer Hügeln liegt die Wiege der Schweizer Schokoladenkunst. So geht die hauseigene Geschichtsschreibung: Vor 200 Jahren hat Pionier Cailler hier begonnen, mit frischer Milch aus der Gegend Schokolade zu produzieren. Und noch heute wirbt Cailler alias Nestlé damit, dass man mit Milch aus der Region produziere. Und mit dem hauseigenen Schoggi-Museum: Gerade schwärmt eine indische Touristengruppe aus der Tür und leckt sich die Finger. Im Cailler-Museum darf man nach Lust und Laune Schoggi probieren. Doch jetzt hat die Greyerzer Idylle plötzlich einen Riss bekommen: Die Traditionsschokolade Rayon und der Schoggistengel Chokito sollen künftig nicht mehr in Broc hergestellt werden. Mehr noch: Die Produktionslinie für die Hohlformen der Osterhasen sei bereits im Winter demontiert worden, vermeldet die Freiburger Lokalpresse. Auf die Frage, wo denn all die Hasen her-gestellt würden, reagiert die Verkäuferin im fabrikeigenen Laden trotzdem erstaunt. Sie sagt: "Hier in der Fabrik natürlich, wo denn sonst?" Ihre Kollegin präzisiert, die handgemachten Hasen des (…). Sabine Reber.
Work online, 29.3.2018.
Personen > Reber Sabine. Schokoladefabrik Cailler. Work online, 2018-03-29.
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15.02.2018 Adligenswil
Ringier AG
Syndicom

Betriebsschliessung
Ringier AG
Volltext
Ringier will nicht nur schliessen, sondern auch sparen. Schliessung der Ringier Zeitungsdruckerei in Adligenswil. Die Belegschaft der Zeitungsdruckerei in Adligenswil ist tief enttäuscht von der Geschäftsleitung. Die Forderungen der Personalkommission (PKO) und der Gewerkschaften nach einem besseren Sozialplan wurden abgelehnt. Insbesondere bei den Abgangsentschädigungen und vorzeitigen Pensionierungen soll gespart werden. Heute, Donnerstag, 15. Februar, fand in Adligenswil eine Versammlung mit der Belegschaft statt, an der die ArbeitnehmerInnen-Vertretung die Ergebnisse der bisherigen Verhandlungen für den Sozialplan vorgestellt hat. Die Mitarbeitenden prangern die Arroganz der Ringier-Verantwortlichen in diesen Verhandlungen an. Statt die ArbeitnehmerInnen-Vertretung am Ende vor vollendete Tatsachen zu stellen, muss Ringier nochmals an den Verhandlungstisch kommen, fordert die Belegschaft. Das Unternehmen muss Hand bieten für ein besseres Resultat. Für viele ist die Schliessung ein Schicksalsschlag. Angesichts des Alters und der langjährigen Treue der Druckereimitarbeitenden gestaltet sich für eine Vielzahl der Betroffenen die Stellensuche als äusserst schwierig. Mit dem heutigen technologischen Wandel ist es für jene, die mit der bevorstehenden Entlassung vor dem Nichts stehen, eine besonders grosse Herausforderung, sich umzuorientieren. (…).
Syndicom, 15.2.2018.
Sydicom > Ringier AG. Betriebsschliessung. Syndicom, 2018-02-15.
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09.02.2018 Bedano
Bankpersonalverband
Six

Betriebsschliessung
Six
Volltext
Six Payment AG: Schliessung der Filiale in Bedano und Abschluss eines guten Sozialplanes. Die vor mehreren Monaten beschlossene Schliessung der Six-Filiale in Bedano ist definitiv. Das Personal von ex Aduno in Bedano und Zürich wird die Migration der Kunden bis Ende 2018 durchführen, wird aber nicht mit leeren Händen weggehen. Das Management von Six, der Schweizerische Bankpersonalverband und eine Delegation des Personals haben an mehreren Sitzungen einen Sozialplan verhandelt, der seinem Namen gerecht wird. Heute hat die Mehrheit der Angestellten in Zürich und Bedano den verhandelten Sozialplan angenommen. Dieser ist für alle Angestellte der Six Payment AG (ex Aduno) und Six Payment Services AG in der ganzen Schweiz bis Ende 2018 gültig. Der Einsatz des Schweizerischen Bankpersonalverbandes und die Mobilisation der Angestellten im Tessin haben zu wesentlichen Verbesserungen des vom Management ursprünglich vorgelegten Projekts beigetragen. Die von allen Seiten konstruktive Haltung hat es ermöglicht, im Interesse aller Beteiligten Lösungen zu suchen mit dem Ziel, die erheblichen sozialen Auswirkungen der Schliessung der Filiale in Bedano so gut wie möglich aufzufangen. Die Six Gruppe wird unter anderem ihre Aktionäre auf die Anstellung von ex Angestellten von Six Payment AG sensibilisieren. Neben verlängerten Kündigungsfristen und Hilfe zur Stellensuche, werden auch finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt. Somit hat das Unternehmen seine soziale Verantwortung wahrgenommen. Der (…). Denise Chervet. Bankpersonalverband, 9.2.2018,
Bankpersonalverband > Six. Betriebsschliessung. SBPV, 2018-02-09.
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30.01.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Jürg Hurni
Betriebsschliessung
RailFit
Volltext
Railfit20/30 lässt grüssen. Schliessung von SBB-Vertriebsstellen. Fünf SBB-Vertriebsstellen werden geschlossen. Was die SBB mit dem „veränderten Kundenbedürfnis“. begründet, ist für den SEV ein weiterer Schritt zur Enthumanisierung des öV. Am 15. Januar informierte die SBB das Personal über die Schliessung von fünf Verkaufsstellen per 1. Juli 2018. Betroffen sind die Standorte Basel Euroairport, Turgi, Zürich, Tiefenbrunnen, St-Maurice und Küssnacht am Rigi. Die gute Nachricht: Für alle direkt betroffenen Mitarbeitenden gibt es, dank dem GAV SBB, gute Anschlusslösungen. Die meisten von ihnen haben bereits jetzt per Vertrag einen anderen Arbeitsort, da es sich bei den meisten Standorten um Filialen handelt, die von anderen Standorten aus geleitet werden oder als Doppelfilialen organisiert sind. Für die meisten Betroffenen ändert sich demnach nicht viel. Marktpräsenz ist zentral. Die schlechte Nachricht: Fünf weitere geschlossene Verkaufsstellen bedeuten weitere Geisterbahnhöfe. „Mit der Schliessung jeder einzelnen Filiale treibt die SBB die Enthumanisierung des öffentlichen Verkehrs voran“, kritisiert Jürg Hurni, SEV-Gewerkschaftssekretär. „Die Marktpräsenz ist ein zentrales Element einer Unternehmung im öffentlichen Verkehr“, erklärt er weiter. „Deshalb ist der SEV gegen die Schliessung von Verkaufsstellen.“ Eine Folge von Railfit20/30. Hinter der Schliessung steckt nichts anderes als das laufende Sparprogramm namens Railfit20/30. Ausserdem argumentiert die SBB mit dem „Bedürfnis nach vermehrter (...=. Karin Taglang. .
SEV, 30.1.2018.
Personen > Hurni Jürg. SBB. Stellen. SEV, 2018-01-30.
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18.12.2017 Schweiz
Bank Hapoalim Switzerland
Bankpersonalverband

Bank Hapoalim Switzerland
Betriebsschliessung
Volltext
Bank Hapoalim Switzerland soll Verhandlungen über Abfindungen neu aufrollen. Im September 2017 hat die israelische Bank Hapoalim entschieden, dass die Tochtergesellschaft in der Schweiz geschlossen wird. Nachdem noch vor wenigen Monaten betont wurde, dass die Bank mindestens für 5 weitere Jahre am Standort Schweiz festhalten wolle, war dieser Entscheid ein grosser Schock für die Mitarbeitenden und das Vertrauen ist dahin. Obwohl für die Schliessung der Bank ein zweistelliger Millionenbetrag zur Verfügung steht, sind die angebotenen Abfindungszahlungen im Vergleich zu anderen Banken in der Schweiz gering. Profitieren wird hauptsächlich das Management um den CEO und die vielen Anwälte, die es braucht, um das Verfahren mit den USA zum Abschluss zu bringen. Die Bankverantwortlichen verheimlichen nicht, dass der geringe Arbeitsrechtschutz in der Schweiz solche Angebote erlaubt, sie missachten dabei jedoch, dass der sozialpartnerschaftliche Dialog in der Schweiz diese Gesetzeslücken ersetzen müsste. Die minimale Abgangsentschädigung erhalten die Mitarbeitenden jedoch auch nur dann, wenn Sie sich zur vollen Kooperation mit den US-Behörden einverstanden erklären. Da praktisch keiner dieser Angestellten direkten Kontakt zu US-Kunden hatte, erstaunt dieser Entscheid und der Schweizerische Bankpersonalverband fragt sich, ob das Management der Bank hier nicht die eigene Verantwortung an die einfachen Mitarbeitenden hinabdelegiert, damit die Bank letztendlich eine geringere Sanktion zahlen muss und dann wiederum (…).
Bankpersonalverband, 18.12.2017.
Benkpersonalverband > Bank Hapoalim Switzerland. SBPV, 2017-12-18.
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06.12.2017 Bedano
Bankpersonalverband
Six

Betriebsschliessung
Six
Volltext
SIX : Die Angestellten im Tessin organisieren sich und halten an Ihren Rechten fest. Es ist keine Neuigkeit, dass SIX inmitten einer Restrukturierung ist. Dieses Mal trifft es die Tochtergesellschaften Six Payment Services AG und Six Payment AG. Es ist vorgesehen, dass die Six Payment AG in Bedano, welche erst vor wenigen Monaten übernommen wurde, geschlossen wird. Das ist zuviel! Die Angestellten in Bedano haben daher am 4. Dezember an einer Personalversammlung einstimmig beschlossen, dass sie sich gegen diese Schliessung wehren wollen. Zudem haben sie den SBPV mandatiert, ihre Interessen im Rahmen des Konsultationsverfahrens und der Sozialplanverhandlungen zu vertreten und dazu haben sich alle dem SBPV angeschlossen. Es dürfte wohl das erste Finanzinstitut der Schweiz sein, das sich zu 100% organisiert hat. Seit der Ankündigung des Stellenabbaus bei der Six Payment und der Six Payment Services AG und der Schliessung des Standorts in Bedano hat der SBPV dafür gekämpft, um den Mitarbeitenden über ihre Rechte zu informieren und ihnen seine Hilfe anzubieten. Nur schon dies war eine schwierige Angelegenheit und ohne die Intervention des Regierungsrats im Tessin hätte SIX dem SBPV den Zutritt verboten. Es wurde dem SBPV zugestanden, dass er an Personalversammlungen an drei Orten sich vorstellen könnte. Eine erste Personalversammlung in Zürich wurde von den meisten Angestellten digital verfolgt, während lediglich 10 Angestellte sich getrauten im Versammlungssaal zu zeigen. Eine Abstimmung über eine Resolution (…).
Bankpersonalverband, 6.12.2017.
Bankpersonalverband > Six. Betriebsschliessung. SBPV, 2017-12-06.
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01.12.2017 Deutschland
Siemens
Work

Betriebsschliessung
Siemens
Volltext
Traum(a)stadt Görlitz: Markt-Crash bei Gasturbinen. Siemens will in Deutschland Gasturbinenfabriken schliessen. Zum Beispiel in Görlitz. Stattdessen soll Deutschland neue Gaskraftwerke bauen. Ab und zu lohnt es sich, über den Schweizer Tellerrand hinauszuschauen. Deutschland hat beim ökologischen Umbau zwei Sachen gut gemacht: Es steigt bis 2022 aus der Atomenergie aus. Und es produziert bereits 30 Prozent seines Stroms mit Wind, Sonne und Biomasse. Umgekehrt sinkt der CO2-Ausstoss nicht. Das hat zwei Gründe: Wärmepumpen setzten sich nicht durch, weil sie Strom brauchen und die deutschen Strompreise zu hoch sind. Und Deutschland verbrennt immer noch zu viel Braunkohle. Auch weil es fast keine neuen Gaskraftwerke erstellt. Der Markt für neue Gasturbinenkraftwerke ist auf der ganzen Welt eingebrochen. Siemens will in Deutschland Fabriken schliessen. Zum Beispiel in Görlitz. Die Gewerkschaft IG-Metall kündigt Widerstand an. Im Aargau kommt es bei General Electric absehbar zu Entlassungen. Görlitz ist die schönste Stadt Deutschlands. Sie liegt an der Lausitzer Neisse, direkt an der Grenze zu Polen. Die Görlitzer Kaufleute haben im Dreissigjährigen Krieg (1618-1648) lieber 14 Mal die Religion gewechselt, als ihre Stadt zerstören zu lassen. Als dann die Russen im Zweiten Weltkrieg auf dem Weg nach Berlin auf Görlitz zurollten, leistete die Bevölkerung keinen Widerstand, sondern hängte weisse Leintücher als Zeichen der friedlichen Kapitulation aus den Fenstern. In der Nähe von Görlitz wird Braunkohle abgebaut. Wenn (…).
Work, 1.12.2017.
Work > Siemens. Betriebsschliessung. Work, 2017-12-01.
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17.11.2017 Genf
ABB
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
ABB
Betriebsschliessung
Volltext
Ein Branchenkenner über die Polen-Pläne der ABB: Kommerzieller Selbstmord. Ulrich (Ulli) Spiesshofer, oberster ABB- Chef (Honorar 2015: 9,1 Millionen Franken) hat einen Plan mit vielen Stellschrauben. Ein Element seiner „Next Level Strategie 2015-2020“ ist die „Achse Schweiz-Polen“. So nennt man das in der Teppichetage im „Cityport“ in Zürich Oerlikon. Dort ist das Hauptquartier des ABB-Konzerns. Was bedeutet diese Achse konkret? Um Kosten zu senken, werden Arbeitsplätze ostwärts nach Polen und in andere Billiglohnländer verlagert. So hat ABB bereits Personalabteilungsdienste und andere Konzernfunktionen nach Polen bugsiert. Es sind aber auch schon ganze Produktionseinheiten aus Westeuropa nach Polen verschoben worden. Und nun will CEO Spiesshofer auch noch rund 150 von rund 250 Arbeitsplätzen im Genfer Werk ABB Sécheron in die polnische Stadt Lodz verschieben. Dies, nachdem ihm die Stadt Genf einen äusserst lukrativen und werbewirksamen Auftrag für eine Elektrobuslinie (Tosa) verschafft hat. Auch in der Hoffnung, die ABB werde in Genf weiter produzieren lassen. Unausgegorene Strategie. ABB Sécheron in Meyrin-Satigny ist die weltweit führende Herstellerin von Traktions-Transformatoren. Solche braucht es in Wechselstromzügen und -lokomotiven. Der Eisenbahnmarkt wächst deutlich stärker als der Durchschnitt der Weltwirtschaft. Die Auftragsbücher in Meyrin-Satigny sind deshalb voll - der Betrieb macht satte Gewinne. Das sagen die Branchenkenner. Das sagt die Belegschaft. Die ABB will während (…). Marie-Josée Kuhn.
Work, 17.11.2017.
Personen > Kuhn Marie-Josée. ABB. Betriebsschliessung. Work, 2017-11-17.
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17.11.2017 Deutschland
IG Metall
Junge Welt

Betriebsschliessung
Volltext
Licht aus bei Ledvance. Eigentümer des Leuchtenproduzenten schliesst Werke in Augsburg und Berlin. Die Hälfte der Belegschaft wird arbeitslos. Es wird dunkel: Der Leuchtmittelproduzent Ledvance hatte am Montag angekündigt 1‘300 seiner 2‘400 Mitarbeiter in Deutschland zu entlassen. Am Donnerstag protestierten Beschäftigte in Augsburg gegen die angekündigte Werkschliessung. Nach einer ausserordentlichen Betriebsversammlung hätten sich zwischen 600 und 700 Mitarbeitern der Kundgebung unter dem Motto „Augsburg kämpft für den Standort“ angeschlossen, erklärte eine Sprecherin der IG Metall Augsburg gegenüber JW. „Unser Licht geht nicht aus“ und „Wir fangen jetzt erst an“ habe auf Plakaten gestanden. Politiker von CSU, SPD, Linken und Grünen hätten sich solidarisch gezeigt. Neben dem Werk in Augsburg soll auch der Standort in Berlin abgewickelt werden. In weiteren Werken wird es Entlassungswellen geben. Der Konzern wurde im Juli 2016 von einem chinesischen Konsortium für 400 Millionen Euro aufgekauft, an dem der Leuchtenhersteller MLS sowie die Finanzinvestoren Yiwu und IDG beteiligt sind. Weltweit hat das Unternehmen etwa 9.000 Mitarbeiter an 17 Standorten. In Augsburg soll das mit 700 Mitarbeitern grösste Ledvance-Werk bis Ende 2018 schliessen. In Berlin sind rund 200 Mitarbeiter betroffen. Die beiden weiteren Fabriken in Wipperfürth und Eichstätt sollen bleiben, angekündigt ist der Wegfall von 300 Jobs. Am Unternehmenssitz in Garching bei München sollen weitere 100 Mitarbeiter gehen. „Es ist ein (…).
Junge Welt, 17.11.2017.
Junge Welt > Betriebsschliessung. Ledvance. Junge Welt, 2017-11-17.
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16.11.2017 Genf
ABB
Personen
Unia Genf
Work
Marie-Josée Kuhn
Sabine Reber
ABB
Betriebsschliessung
Volltext
„Wir lassen uns nicht schassen!“ ABB will 150 Jobs nach Polen verlagern. Nicht mit uns, sagen die Büezer in Genf. Arbeiter Laurent versteht die Welt nicht mehr, auch sein Arbeitsplatz soll in die polnische Stadt Lodz ausgelagert werden. Um Kosten zu sparen. Nun wehrt er sich, zusammen mit seinen Kollegen. Meyrin, 13. November. Die Belegschaft der ABB lädt zur Pressekonferenz. Ausser der Securitas-Patrouille ist allerdings noch kein Mensch zu sehen. Das Fabrikgelände ist abgesperrt: Zutritt unmöglich. In der Ferne leuchten weiss die Jurakreten. Die Bise treibt Schneeflocken durch die Rue des Sablières im Genfer Industrieviertel. Plötzlich fliegt die Türe beim ABB-Haupteingang auf, über 150 Männer und einige Frauen strömen nach draussen, dicht gedrängt, blaugraue Arbeitsgwändli und Pullover mit leuchtend roten ABB-Signeten. Hände vergraben sich in Hosentaschen, Nervosität herrscht. Und dicke Luft: 100 Festangestellte und rund 50 Temporäre sollen bis Mitte 2019 entlassen werden, die Produktion der Traktions- Transformatoren für Eisenbahnen soll nach Polen gehen. Dagegen protestiert die Belegschaft, unterstützt von der Gewerkschaft Unia, mit einem kollektiven Konsultationsverfahren. Seit Tagen diskutieren die Büezer und Ingenieure in Arbeitsgruppen, wie die Stellen in Genf gerettet werden können. Während dieser Zeit stehen die Maschinen still. Unia-Mann Alessandro Pelizzari sagt: „Mit unserem kollektiven Konsultationsverfahren halten wir den Gesamtarbeitsvertrag strikte ein!“ Plötzlich ruft ein junger Mann: „Ist (…). Sabine Reber, Marie-Josée Kuhn
Work online, 16.11.2017.
Personen > Reber Sabine. ABB. Konsultationsverfahren. Work, 2017-11-16.
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16.11.2017 Thun
Meyer Burger AG
Personen
Work
Patricia D Incau
Betriebsschliessung
Meyer Burger AG
Volltext
Jobs weg trotz Steuergeschenken. Solarzulieferer Meyer Burger verlagert die Produktion nach China. Im Meyer-Burger-Werk in Thun droht 250 Mitarbeitenden die Entlassung. Der Konzern will künftig in China produzieren. Obwohl der Kanton Bern das Unternehmen jahrelang steuerlich begünstigte. Jahrelang galt der Solarzulieferer Meyer Burger als Hoffnungsträger. Eine Art Lieblingskind, zu dem man nicht nur in guten Zeiten hält. Sondern auch bei Millionenverlusten, Kursstürzen und Sparprogrammen. Irgendwann muss doch alles irgendwie gut kommen. Doch seit rund zwei Wochen ist klar: Es kommt nicht gut. Am 2. November kündete Meyer Burger an, die Produktion am Thuner Firmenhauptsitz zu schliessen und nach China zu verlegen. Man sei „mit dem Werkplatz in Thun kostenmässig nicht mehr konkurrenzfähig“. 250 Angestellten, darunter 26 Lernenden, droht der Jobverlust. In Thun sollen einzig die Abteilungen Forschung und Entwicklung, Verkauf und Marketing bleiben. Üppige Steuergeschenke. Die Verlagerung ist nicht nur für die Belegschaft ein Schock, sondern auch für Stadt und Kanton. Schliesslich hat Meyer Burger jahrelang von grosszügigen Steuernachlässen profitiert: Grössenordnung 50 Prozent. Der Berner Regierungsrat gewährte den saftigen Steuerrabatt. Als Massnahme zur Wirtschaftsförderung können die Kantone Unternehmen ganz oder teilweise von Steuern befreien. Damit sollen Anreize für neue Arbeitsplätze und Investitionen geschaffen werden. Tatsächlich hatte Meyer Burger vor sieben Jahren noch (…). Patricia D’Incau.
Work online, 16.11.2017.
Personen > D’Incau Patricia. Meyer Burger AG. Betriebsschliessung. Work online, 2017-11-16.
Ganzer Text
16.11.2017 Adligenswil
Personen
Ringier AG
WOZ
Stefan Howald
Betriebsschliessung
Druckerei
Ringier AG
Volltext
Ringier hat ausgedruckt. Wie im Monopolkapitalismus langsam die Druckereien ausgehen. Und wieso die WOZ wohl bald bei einer alten Bekannten anklopfen muss. Ringier schliesst seine Zeitungsdruckerei in Adligenswil, wo auch die WOZ gedruckt wird. Diese Zeitung wird womöglich bald bei Tamedia anklopfen müssen. Bleibt uns eine andere Wahl? Vielleicht. Aber nur knapp. Es gibt noch drei Druckereien in der Schweiz, die für ein mittelgrosses Produkt infrage kommen. Die WOZ ist schon einmal knapp daran vorbeigeschrammt, beim „Tages-Anzeiger“-Konzern gedruckt zu werden. Gleich zu Beginn nämlich, 1981. Die Verträge waren unterzeichnet, die Nullnummer war gesetzt, dann liess die TA-Geschäftsleitung die Druckmaschinen vertragswidrig stoppen. Anlass war eine Glosse von Niklaus Meienberg, der über die hauseigene Zensur beim „Tages-Anzeiger“ gelästert hatte. Was eine alte Weisheit bestätigte: Wer über die Produktionsmittel verfügt, befiehlt. Immerhin gelang es 1981 mithilfe einiger wohlwollender TA-Drucker, die Nullnummer in einer Nacht-und-Nebel-Aktion doch noch herauszubringen. Seither hat die WOZ einen weiten Bogen um Tamedia gemacht. Aber jetzt verlieren wir innerhalb weniger Jahre unsere zweite Druckerei. Mitte 2015 legte die NZZ ihre Druckmaschinen in Schlieren still und entliess 125 Leute. Die WOZ wechselte, notgedrungen, nach Adligenswil zu Ringier. Nun hat der Ringier-Konzern angekündigt, die Druckerei im Luzernischen auf Ende 2018 zu schliessen. Es droht ein Verlust von 172 Arbeitsplätzen. (…). Stefan Howald.
WOZ, 16.11.2017.
WOZ > Ringier AG. Betriebsschliessung. WOZ, 2017-11-16.
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02.11.2017 Thun
Meyer Burger AG
Unia Berner Oberland

Betriebsschliessung
Meyer Burger AG
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Geplante Schliessung der Produktionsstätte Thun: 250 Stellen betroffen. Meyer Burger: Unia fordert sofortige Task Force. Dem angekündigten Kahlschlag beim Technologieunternehmen Meyer Burger sollen in Thun bis Ende 2018 rund 250 Stellen in der Produktion zum Opfer fallen. Die Gewerkschaft Unia fordert die sofortige Einsetzung einer Task Force sowie die Verlängerung der Konsultationsfrist mit dem Ziel, möglichst viele Stellen in Thun zu erhalten. Vom Stellenabbau sind rund 250 Stellen (inkl. Lernende und temporär Angestellte) betroffen, teils langjährige Mitarbeitende. Wie Meyer Burger gestern informierte, sollen sämtliche Produktionsstätten in Thun geschlossen werden, ein Teil der Produktion wird nach China ausgelagert. Die Unia erachtet die Entkoppelung von Forschung&Entwicklung und Produktion als strategischen Fehler, da sich die beiden Bereiche gegenseitig bedingen. Regierungsrat in der Pflicht. Angesichts der Grössenordnung des geplanten Abbaus fordert die Gewerkschaft Unia vom Berner Regierungsrat die sofortige Einsetzung einer Task Force bestehend aus Vertreter/innen des Kantons, der Stadt Thun, der Sozialpartner und des Personals. Die Task Force soll genügend Zeit erhalten, um Vorschläge zu erarbeiten, damit möglichst viele Stellen in Thun bleiben. Dazu braucht es insbesondere eine Verlängerung der bis zum 26. November 2017 angesetzten Konsultationsfrist. Zukunftsgerichtete Industriepolitik nötig. Das Beispiel Meyer Burger zeigt einmal mehr: Will die Schweiz die immensen Chancen des ökologischen Umbaus nutzen, braucht sie (…).
Unia Berner Oberland, Medienmitteilung, 2.11.2017.
Unia Berner Oberland > Meyer Burger AG. Betriebsschliessung. Unia, 2017-11-02.
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28.10.2017 Deutschland
Air Berlin
Junge Welt

Air Berlin
Betriebsschliessung
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Bruchlandung für Beschäftigte. Air Berlin stellt Betrieb ein. Tausenden Mitarbeitern droht Kündigung. Nach fast 40 Jahren Flugbetrieb ist nun endgültig Schluss. Am Freitagabend fanden die letzten Starts und Landungen der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin statt. Während sich die Lufthansa bereits einen Grossteil der Maschinen gesichert hat und die Verhandlungen über den Kauf weiterer Unternehmensteile anhalten, blicken viele der insgesamt rund 8‘000 Air-Berlin-Beschäftigten in eine unsichere Zukunft. Der Generalbevollmächtigte von Air Berlin, Frank Kebekus gab sich am Freitag hinsichtlich eines raschen Abschlusses der Gespräche mit Easyjet und Condor zweckoptimistisch: »Ich gehe davon aus, dass wir da hoffentlich innerhalb der nächsten Tage auch Vollzug melden können«, sagte er dem „ZDF-Morgenmagazin“. Dies könne dazu führen, „dass wir da möglicherweise weitere 1‘000 Arbeitsplätze anbieten können“, so Kebekus. Zudem nahm er die Lufthansa vor Kritik in Schutz, sie sichere sich nur attraktive Start- und Landerechte, kümmere sich aber nicht genug um die Beschäftigten. Kebekus verwies darauf, dass die Kranich-Airline die Air-Berlin-Tochterunternehmen Niki und LG Walter und damit auch 1‘700 Mitarbeiter übernehme. Zudem könnten sich die Beschäftigten auf 1‘300 neu ausgeschriebene Stellen bei der Lufthansa-Tochter Eurowings bewerben. Allerdings müssen beispielsweise die Piloten bei einem Wechsel zu Eurowings nach einer Analyse der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit mit drastischen (…).
Junge Welt, 28.10.2017.
Junge Welt > Air Berlin. Betriebsschliessung. Junge Welt, 2017-10-28.
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26.10.2017 Schweiz
NZZ
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Betriebsschliessung
NZZ
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Zeitungszustellung
150 bis 200 Entlassungen. Die Prlntausgabe der „Ostschwelz am Sonntag" stellt Ihr Erscheinen ein. Über der Hälfte der Vertägerlnnen soll gekündigt werden. Im Rahmen einer i Protestkundgebung wurden die Vorschläge des Personals eingereicht. Am 19. September 2017 informierte die Presto Presse-Vertriebs AG die Betriebskommission und die Gewerkschaft Syndicom über die Einstellung der Printausgabe der „Ostschweiz am Sonntag“. Das Blatt gehört der „NZZ“-Mediengruppe und auf der „NZZ“-Website ist dazu zu lesen: „Die NZZ Regionalmedien sparen damit die hohen Druck- und Vertriebskosten ein, ohne beim publizistischen Angebot Abstriche zu machen. Ein Personalabbau bei der Publizistik ist aufgrund dieser Massnahme nicht vorgesehen.“ Verschweigen tut die „NZZ“ aber die Tatsache, dass von der Schliessung die rund 398 VerträgerInnen der Zeitung betroffen sind: 150 bis 200 werden entlassen! Möglichst sozialverträglich. Das Konsultationsverfahren ist eine gesetzliche Frist, welche bei geplanten Massenentlassungen an-gewendet werden muss. Während dieser Frist können die Mitarbeitenden, gemeinsam mit ihrer Betriebs-kommission und der Gewerkschaft Vorschläge ausarbeiten, welche die geplanten Kündigungen möglichst vermeiden oder deren Zahl und deren Folgen mindern sollen. Syndicom schrieb vor Beginn des Verfahrens: „Presto steht seinen treuen Mitarbeitenden gegenüber in der Pflicht, den geplanten Abbau so sozialverträglich wie nur möglich zu machen“. Und nach Ablauf der (…). Siro Torresan.
Vorwärts, 26.10.2017.
Vorwärts > Ostschweiz. Betriebsschliessung. Vorwärts, 2017-10-26.
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14.09.2017 Hünibach BE
Gartenbau
Personen
Work
Patricia D Incau
Betriebsschliessung
Gartenbau
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Bedrohtes Paradies. Gartenbauschule in Hünibach BE vor dem Aus? Der Berner Regierungsrat will die Unternehmenssteuern senken und schnürt deshalb ein Sparprogramm. Mit verheerenden Auswirkungen für die Gartenbau-Lehrwerkstätte am Thunersee. Im Hünibach am Thunersee, hinter niedrigen grauen Mauern, liegt ein Paradies aus tausend Pflanzen. Palmen und Feigenbäume, Bananenstauden und Beerensträucher, Begonien und Frauenherzen. Sie wachsen und ranken sich in der Zufahrt zu den drei Gebäuden, in denen die Gartenbauschule Hünibach (GSH) untergebracht ist. Seit mehr als achtzig Jahren wird hier gegärtnert, angebaut und ausgebildet. Doch jetzt droht der Schule das Aus. Denn: Der Kanton Bern will die Gelder streichen, mit denen er die Lehrwerkstätte bisher unterstützt hat. Zwei Millionen Franken sind das pro Jahr. Die Hälfte des gesamten Schulbudgets. Für Direktorin Marianna Serena ist klar: „Wenn das passiert, können wir hier zumachen.“ 100 Arbeitsplätze, die Hälfte davon Lehrstellen, wären verloren. Serena sitzt in ihrem Büro im Haupthaus der Schule. Ein Bau aus dem vorigen Jahrhundert, mit alten Holztreppen und dünnen Wänden. Es knarzt und rumpelt in den Gängen. Die Direktorin erzählt vom Schulbetrieb, den sie dieser Tage nicht nur leitet, sondern zu retten versucht. „Für mich ist das nicht nur ein Job, sondern eine Herzensangelegenheit.“ Einerseits biete die Gartenbauschule Jugendlichen eine Chance, für die der Einstieg ins Berufsleben sonst schwierig wäre. Andererseits bilde sie ihre Lernenden im (…). Patricia D’Incau.
Work online, 14.9.2017.
Personen > D’Incau Patrizia. Gartenbauschule Hünibach. Work, 2017-09-14.
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02.06.2017 LU Kanton
Post
Syndicom

Betriebsschliessung
Poststellen
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Der Poststellenkahlschlag erreicht den Kanton Luzern. Post ignoriert Nationalrat. Heute hat die Post ihre Schliessungsabsichten für den Kanton Luzern bekannt gegeben. Dabei wird eines klar: Entscheide der Politik werden offensichtlich von der Post ignoriert. Der Nationalrat hat am 30.Mai 2017 eine Motion verabschiedet, welche die aktuellen Schliessungsabsichten verunmöglichen würde. Schliessungswelle in Luzern. Im Kanton Luzern sollen von heute 47 Poststellen 16 geschlossen werden. 4 weitere Poststellen (Büron, Emmenbrücke 1, Menznau, Ballwil) wurden seit Oktober 2016 schon geschlossen oder befinden sich schon im Schliessungsprozess. Damit verliert Luzern ein Drittel seiner Poststellen. Die von der Post vorgeschlagenen alternativen Zugangsmöglichkeiten sind keine echten Alternativen, weil sie jeweils nur einen einzigen oder ganz wenige Services anbieten. Schliessungsprozess muss boykottiert werden. Diese Mitteilung kommt nur gerade 3 Tage, nachdem der Nationalrat mit 172 zu 13 Stimmen sich klar gegen den aktuellen Abbau ausgesprochen hat. Der Nationalrat machte deutlich, dass er weiterhin auf das volle Serviceangebot und ein gut ausgebautes Netz besteht. Offensichtlich schert sich die Postführung nicht einen Deut um den Willen der Politik. Solange auch der Bundesrat weiterhin die Hände in den Schoss legt, sind in Luzern, wie auch in der ganzen Schweiz, die Gemeinden und die Kantone gut beraten, sich vehement gegen den Abbau zur Wehr zu setzen. Es gilt dabei, die Gespräche mit der Post erst dann weiterzuführen, (...). Syndicom, Medienmitteilung, 2.6.2017.
Syndicom > Poststellen LU Kanton. Betriebsschliessung. Syndicom, 2017-06-02.
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23.05.2017 BE Kanton
Post
Syndicom

Betriebsschliessung
Poststellen
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Im Kanton Bern schliesst die Post rund die Hälfte aller Poststellen - Post setzt den Kahlschlag unbeirrt fort. Das Ausmass der Poststellenschliessungen nimmt immer grössere Dimensionen an und zieht neu auch in die Städte ein. In der heute veröffentlichten Mitteilung kündigt die Post ihre Absicht an, 76 Poststellen im Kanton Bern zu schliessen oder zu überprüfen. Allein neun betroffene Poststellen befinden sich in den Städten Bern, Biel und Thun. Die bisherigen Erfahrungen zeigen: Wird eine Poststelle überprüft, ist ihre Schliessung bereits beschlossene Sache. Die Dialoggespräche der Post verkommen so zur Farce. Dass die Post davon spricht, Poststellen zu sichern, ist nichts als Schönfärberei. Mit den angekündigten Schliessungen bis 2020 sichert sich die Post die Möglichkeit, die Schliessungswelle nahtlos weiterzuführen. Wieder einmal betreibt die Post in ihrer Ankündigung Schönfärberei, statt der Bevölkerung und der Politik reinen Wein einzuschenken. So stellt sie die Agenturen und Zugangspunkte einer Poststelle gleich, obwohl diese nur einen Teil der Dienstleistungen anbieten können. Die angekündigten Bareinzahlungen an der Haustür und die Mittagszustellung der Tageszeitungen in Gebieten ohne Frühzustellung sind ebenso nur Teillösungen. Post ignoriert Politik und Bevölkerung. Mit ihrem Vorgehen ignoriert die Post die Bedürfnisse der Bevölkerung und die Zeichen der Politik. Statt mit der Bevölkerung und den Gemeinden nach Möglichkeiten zu suchen, wie eine Schliessung der Poststellen verhindert werden kann, versucht sie, (…).
Syndicom, Post, 23.5.2017.
Syndicom > Poststellen BE Kanton. Betriebsschliessungen. Syndicom, 2017-05-22.
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