Gewerkschaftschronik
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21.11.2019 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
SEV Schweiz

Fahrvergünstigungen
Volltext
Angriff auf die FVP. FVP: Das BAV schwimmt gegen den Strom. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) greift die Fahrvergünstigungen des Personals (FVP) an und will die Leistungen für einen Teil des öV-Personals sowie für die Pensionierten kürzen. Für den SEV ist dies ein inakzeptabler Vorschlag, denn die FVP sind integraler Bestandteil des Lohns und eine wohlverdiente Anerkennung der Pensionierten. In einer Zeit, in der Umweltfragen präsenter sind denn je, schwimmt das BAV mit seinem Vorschlag gegen den Strom. Die Fahrvergünstigungen des Personals sind in einer Vereinbarung zwischen dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und den Gewerkschaften bzw. Berufsverbänden geregelt. Gespräche mit dem VöV sind angesetzt. Der SEV wird dabei die Interessen der Mitarbeitenden des öffentlichen Verkehrs und der Pensionierten verteidigen und daran erinnern: dass die FVP dem Personal auf unkomplizierte Weise Dienstreisen ermöglichen, dass ohne FVP der administrative Aufwand zur Abrechnung der Dienstreisen und damit die Lohnsumme erheblich steigen würden, dass die FVP kein Geschenk sind, sondern ein Lohnbestandteil, der von den einzelnen Mitarbeitenden sowie den Pensionierten auf ihrer Steuererklärung anzugeben und zu versteuern ist. Weil diese Besteuerung einfach möglich ist, wird sie von den Steuerbehörden auch konsequent durchgesetzt – konsequenter als die Besteuerung anderer Vergünstigungen, dass die Bedingungen für den Bezug des GA-FVP nicht luxuriös sind, sondern den üblichen Fahrvergünstigungen in mittleren und grossen Betrieben entsprechen, dass andere Unternehmen in der Schweiz ihrem  (...). 
SEV, 20.11.2019.
SEV > Fahrverguenstigungen. SEV, 2019-11-20.
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20.11.2019 Schweiz
Stromversorgung
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Energieversorgung
Volltext
Keine vollständige Strommarktöffnung ohne Begleitmassnahmen für das Personal in der Elektrizitätswirtschaft! Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, ist nicht grundsätzlich gegen die vollständige Öffnung des Strommarktes; allerdings lehnt sie die Revision des Stromversorgungsgesetzes ab, weil diese keine Begleitmassnahmen zugunsten des Personals in der Elektrizitätswirtschaft vorsieht. Bedingung für die vollständige Strommarktöffnung ist zudem die Inkraftsetzung des Stromabkommens mit der Europäischen Union (EU). Der Revisionsentwurf des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) – die Vernehmlassung dazu endet Ende Monat - entspricht den von Travail.Suisse formulierten Bedingungen nicht. Mit der vollständigen Öffnung des Strommarktes wird sich die Konkurrenz verschärfen und auf die Margen der Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) drücken. Die EVU gehören zu 90 Prozent der öffentlichen Hand, die Löhne und Arbeitsbedingungen des Personals sind deshalb meist eher gut. „Eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kommt nicht in Frage“, unterstreicht Denis Torche. „Das beste Mittel, um die Arbeitsbedingungen im Falle einer vollständigen Öffnung des Strommarktes zu erhalten, ist die Stärkung der Sozialpartnerschaft. Im Gesetz muss deshalb der Grundsatz eines Branchengesamtarbeitsvertrags für die Stromwirtschaft verankert werden“. Das neue Stromversorgungsgesetz muss zudem einen Artikel enthalten, der die Bildung und Weiterbildung des  (…).
Travail.Suisse, 29.1.2019.
Travail.Suisse > Strommarkt. Arbeitsbedingungen. Travail.Suisse, 2019-01-29.
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19.11.2019 Kantone
Löhne
SGB

Lohndumping
Volltext
Kantone öffnen Dumping Tür und Tor. Beharren auf Herkunftsortprinzip: Unverantwortlicher Entscheid beim Beschaffungswesen. Mit dem am 15. November gefällten Entscheid, bei der interkantonalen Vereinbarung über das öffentliche Beschaffungswesen (IVöB) weiterhin auf das Herkunftsortprinzip zu setzen, zeigen sich die Kantone ihrer Verantwortung nicht gewachsen. Sie öffnen damit vielmehr Lohn- und Sozialdumping Tür und Tor. Dieser Entscheid ist umso unverständlicher, als der Bund sein Beschaffungswesen (BöB) kürzlich revidiert hat, und es den Gewerkschaften dabei gelungen ist, drohende Verschlechterungen abzuwenden. Dies gilt insbesondere für den Vorschlag, zum Herkunftsortprinzip zu wechseln. Hier hat das Parlament entschieden, beim bewährten Leistungsortprinzip zu bleiben. Generell steht mit dem revidierten BöB dem langersehnten Paradigmenwechsel nichts mehr im Wege: Qualität und soziale Aspekte werden wieder stärker in den Fokus gerückt, nicht mehr allein der Preis entscheidet. Eigentlich ein klares Signal an die Kantone. Doch die haben es verpasst, dieser Vorgabe zu folgen. Die Weigerung der Kantone, mit Blick auf die neuen Bestimmungen des BöB endlich auch zum Leistungsortprinzip zu wechseln ist umso unverständlicher, als in der parlamentarischen Debatte explizit darauf hingewiesen wurde, dass die Verankerung dieses Prinzips einen direkten Impuls für die Harmonisierung der IVöB darstelle. Dass die Kantone trotz dieses klaren Harmonisierungsauftrags wissent- und willentlich den Willen des Gesetzgebers in diesem so zentralen Bereich ignorieren, ist nicht nur rechtspolitisch äusserst bedenklich. (…).
SGB, 19.11.2019,
SGB > Kantone. Dumpingloehne. SGB, 2019-11-19.
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18.11.2019 Rheinfelden
Feldschlösschen AG
Unia Schweiz

Feldschlösschen AG
Lohnerhöhungen
Volltext
Unia und Feldschlösschen einigen sich bei Lohnverhandlungen. Feldschlösschen erhöht erneut die Löhne. Feldschlösschen hat sich mit der Unia und der Betriebskommission im Rahmen der jährlichen Lohnverhandlungen in einem konstruktiven Dialog geeinigt: Anfang 2020 steigt die Lohnsumme bei Feldschlösschen um 0,75 Prozent. Die Nominallohnerhöhungen erfolgen individuell. Der Mindestlohn steigt um 100 Franken. Der Mutterschaftsurlaub wird ab dem 3. Dienstjahr um zwei Wochen erhöh. Die Lohnsumme für die rund 600 Mitarbeitenden, die dem Feldschlösschen-Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind, wird per 1. Januar 2020 um 0,75 Prozent erhöht und wird für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung gestellt. Anpassungen beim Mindestlohn, Mutterschaftsurlaub und Pensionskassen-Sparbeiträgen. Bei den diesjährigen Lohnverhandlungen wurde die Thematik des Mindestlohnes und eine weitere Verbesserung des Mutterschaftsurlaubs diskutiert. Die Unia und Feldschlösschen einigten sich darauf, den Mindestlohn von heute 4'100 Franken auf neu 4'200 Franken anzuheben. Neu haben Mitarbeiterinnen ab dem 3. Anstellungsjahr Anspruch auf 16 Wochen Mutterschaftsurlaub. Beide Änderungen treten ab 1. Januar 2020 in Kraft. Für die Pensionskasse werden ab 1. Januar 2020 die Sparbeiträge um 10 Prozent erhöht. Die Erhöhung wird entsprechend der generellen Beitragsaufteilung zu 60 Prozent vom Unternehmen getragen. (…).
ikation Feldschlösschen,
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 18.11.2019.
Unia Schweiz > Feldschloesschen. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2019-11-18.
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15.11.2019 Schweiz
AHV
Initiativen Schweiz
Syndicom

AHV-Renten
Initiativen Schweiz
Volltext
SGB: Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente. Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds haben an ihrer Versammlung heute beschlossen, in der Altersvorsorge mit einer Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente in die Offensive zu gehen. Der SGB-Vorstand wird festlegen, wann die Unterschriftensammlung beginnt. (SGB) Die Initiative ist die Antwort der Gewerkschaften auf das immer deutlich sichtbar werdende Rentenproblem: Die Renten der Pensionskassen sinken seit Jahren. Obwohl die Berufstätigen immer höhere Beiträge in ihre Pensionskasse einzahlen. Die Rentensituation der Frauen ist besonders problematisch: Sofern sie überhaupt eine PK-Rente erhalten, ist diese durchschnittlich nur halb so hoch wie jene der Männer. Die Renten sind bereits erschreckend tief: Die Hälfte aller, die 2017 in Rente gingen, müssen mit weniger als 3600 Fr. pro Monat über die Runden kommen (AHV+PK-Rente zusammen). Deshalb braucht es eine 13. AHV-Rente so wie es für Viele einen 13. Monatslohn gibt. Die Initiative versteht sich als erster Schritt hin zu existenzsichernden Renten. Denn wer ein Leben lang gearbeitet hat, soll von der Rente leben können. So wie es die Verfassung seit bald 50 Jahren vorsieht. Gerade Frauen sind besonders auf eine leistungsfähige AHV angewiesen. Die AHV ist die einzige Sozialversicherung, welche die vorwiegend von Frauen erbrachte nicht entlöhnte Pflege- und Sorgearbeit in die Rentenberechnung einbezieht. (…).
Syndicom, 15.11.2019.
Syndicom > AHV. Initiative. Syndicom, 2019-11-15.
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15.11.2019 Schweiz
GAV
Personen
SGB
Ständerat
Luca Cirigliano
Gesamtarbeitsverträge
Ständerat
Volltext
Angriff auf Gesamtarbeitsverträge. Sabotage der Sozialpartnerschaft – auf Kosten der Working poors und der kantonalen Souveränität. Die Wirtschafts- und Abgabenkommission des Ständerats hat mit 9 zu 3 Stimmen bei einer Enthaltung entschieden, die Motion Baumann zur Annahme zu empfehlen. Die Motion kommt mit dem wohlklingenden Namen „Stärkung der Sozialpartnerschaft bei allgemeinverbindlich erklärten Landes-Gesamtarbeitsverträgen" daher. Das ist zynisch, denn in Tat und Wahrheit will sie die Kantone daran hindern, gegen zu tiefe Löhne Massnahmen zu ergreifen: kantonale Mindestlöhne in allen Branchen würden nicht mehr gelten, wo ein allgemeinverbindlich erklärter Gesamtarbeitsvertrag (GAV) auch Bestimmungen zu den Löhnen beinhaltet. Die Motion will nichts anderes, als Working poors zu produzieren. Dabei haben die Kantone laut Bundesverfassung die Kompetenz, im Bereich der Sozialpolitik Gesetze zu erlassen. Sie können also auch bestimmen, dass Löhne das Existenzminimum abdecken müssen. Dementsprechend wurde bei der Debatte um einen nationalen Mindestlohn von den Initiativ-Gegnern immer wieder darauf hingewiesen, dass die Kantone bei Bedarf einen Mindestlohn einführen können. Und auch das Bundesgericht hat diese Kompetenz bestätigt. Eine Umsetzung der Motion Baumann wäre ein eklatanter Verfassungsbruch und eine Sabotage der Sozialpartnerschaft. GAV könnten nämlich pervertiert werden, um das ohnehin bereits magere Arbeitsrecht weiter zu schwächen und den Willen des Gesetzgebers zu untergraben. Statt bessere Bedingungen als die gesetzlichen (…). Luca Cirigliano.
SGB, 15.11.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Gesamtarbeitsvertraege. SGB, 2019-11-15.
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15.11.2019 Schweiz
Nestlé
Personen
Work
Jean Ziegler
Privatisierung
Volltext
Wasser
Übernimmt Nestlé jetzt die Entwicklungspolitik? Der langjährige Nestlé-Präsident Peter Brabeck ist ein kluger und zudem recht sympathischer Mensch. Aber er bleibt ein beinharter Kapitalist. Seit Jahren führen er und sein Konzern einen millionenschweren Kreuzzug für die Privatisierung des Trinkwassers. Brabecks Argument: „Trinkwasser wird immer knapper. Deshalb muss sein Verbrauch eingeschränkt werden. Das kann nur gelingen, wenn das Trinkwasser einen Preis erhält. Wer Trinkwasser täglich kaufen muss, wird automatisch auf den Verbrauch achten.“ Mörderische Wasserprivatisierung. In einem Punkt hat Brabeck recht: Trinkwasser ist ein immer wertvoller werdendes Gut. Jeder dritte Mensch auf Erden ist schon heute gezwungen, verschmutztes Wasser zu trinken. Mit schlimmen Folgen: Mehr als 9‘000 Kinder unter zehn Jahren sterben pro Tag an unsauberem Trinkwasser und den dadurch verursachten Krankheiten. In verdrecktem Wasser verbreiten sich auch die Erreger der Cholera, die jetzt gerade in Jemen, im Südsudan und in Somalia wüteten. Der Uno-Menschenrechtsrat sagt, dass der Zugang zu sauberem Trinkwasser ein universelles, nicht verhandelbares Menschenrecht sei. Seinen Gebrauch von der Kaufkraft abhängig zu machen ist eine mörderische Strategie. Der Kampf zwischen den Wasserkonzernen und den Menschenrechtsaktivistinnen und -aktivisten ist hart. Denn immer wieder verkaufen hochverschuldete Städte und Dörfer in Entwicklungsländern ihre Brunnen und Reservoire, ihre verrosteten Wasserleitungen und Kläranlagen beispielsweise an Nestlé, Bechtel oder Indosuez. Diese (…).  Jean Ziegler.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Ziegler Jean. Nestle. DEZA. Work online, 2019-11-15.
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15.11.2019 Spanien
Gewerkschaften
Personen
Podemos
Work
Andreas Rieger
Gewerkschaftspolitik
Volltext
Spanien: Russisch Roulette. Die spanische Linke bot in den letzten Monaten ein Trauerspiel. Zwischen den Sozialisten und der linkeren Podemos gab es ein monatelanges Gezerre um Pöstchen und Positionen. Die Chefs, Pedro Sánchez und Pablo Iglesias, benahmen sich wie Hund und Katz. So peinlich, dass die Gewerkschaften beide Parteien auffordern mussten, endlich einen Pakt zu schliessen und die Probleme der Arbeitenden und Pensionierten anzupacken. Denn das erwarte auch ihre Wählerbasis. Aber vergebens: Sánchez rief stattdessen Neuwahlen aus, in der Hoffnung obenauszuschwingen. Da lupfte es Gewerkschaftsführer Unai Sordo von Comisiones Obreras den Hut. Das Vorgehen sei „unverantwortlich“ und die Neuwahlen „Russisch Roulette“. Er befürchtete, dass viele Wählerinnen und Wähler der Linken angewidert von diesen Politspielchen zu Hause bleiben würden. Das ist jetzt prompt geschehen. Sozialisten und Podemos haben mehrere Parlamentssitze verloren. Stark dazugewonnen haben dafür die Rechtsextremen. Immerhin bringt die Rechte im Parlament erneut keine Mehrheit zusammen, das gibt den Linken eine zweite Chance. Doch noch Hoffnung? In dieser Situation fordert die Gewerkschaft Comisiones Obreras erneut eine Regierung mit einer „sozialen Agenda“. Statt einer „Politik der kleinen Schrittchen“ brauche es richtige Reformen. Beim Arbeitsgesetz, bei den Renten, beim ökologischen Umbau. Und siehe da: Was Sánchez und Iglesias während Monaten nicht schafften, schafften sie jetzt in zwei Tagen: den Entwurf für ein gemeinsames Programm und eine gemeinsame Regierung. (…).  Andreas Rieger.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Rieger Andreas. Spanien. Gewerkschaften. Work online, 2019-11-15.
15.11.2019 Schweiz
Personen
Post
Work
Katrin Bärtschi
Briefträgerin
Informatik
Volltext
Die Briefträgerin & die Systembefriedigung. Es gibt solche Fehler und solche. Neulich war hier von Zustellfehlern die Rede. Diesmal ist die Angelegenheit komplexer, um nicht zu sagen unüberschaubar. Unabdingbar gewordenes Attribut der Zustellenden ist der Scanner. Ein tönender Schuss¬apparat. Der Scanner piepst. Oder schreit. Je nach Hörart. Schon wieder ein Fehlerpunkt für die Teamstatistik. Der Scanner enthält alle eingeschriebenen Sendungen eines Arbeitstages. Wenn nicht schon von den Sortiermaschinen in den grossen Sortierzentren, durch die jede „maschinenfähige“ Sendung läuft, werden die Barcodesendungen von den Briefträgerinnen und -trägern eingescannt. Mit dem Scanner wird jeder -Zustellschritt bestätigt und quittiert. Der Scanner weiss fast ¬alles. Er weiss vieles, was die Briefträgerin nicht weiss, nicht wissen kann, weil es hinter Algorithmen in der virtuellen Unsichtbarkeit versteckt ist. Der Scanner registriert und rapportiert. Vorausgesetzt, er funktioniert. Er liefert auch die Grundlagen für die regelmässig vom System ausgespuckten Fehlerlisten: falsch gescannte Sendungen, ungenügend eingescannte Nachsendungen und so weiter. Die Fehler lassen sich den Touren zuordnen und diese wiederum der Person, die sie am betreffenden Tag lief. Ein kurioser Schwank aus dem Alltag: Im Adressmanagement Post (AMP) sind alle Zustelladressen der Schweiz erfasst. Mittels Scanner sind sie à jour zu halten. Nun weiss die Briefträgerin: Herr Müller ist weggezogen, ohne Hinterlassen einer Nachsendeadresse. Der Briefkasten trägt nicht mehr seinen Namen, sondern einen (…).  Katrin Bärtschi.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Baertschi Katrin. Brieftraegerin. Datenverarbeitung. Work online, 2019-11-15.
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15.11.2019 Muttenz
MS Direct AG
Personen
Work
Christian Egg
Arbeitsbedingungen
MS Direct AG
Volltext
Ex-Mitarbeitende der Firma MS Direct packen aus: Schimmel, Schikane und schäbige Löhne. Die Skandalfirma MS Direct betreibt für Coop ein Callcenter in Muttenz BL. Dort herrschen gruusige Zustände – aber die Chefin garniert ein Traumsalär. „Der Job ist in Ordnung“, dachte Flavia Ripa zuerst. Vor knapp zwei Jahren fing die heute 24jährige Baselbieterin bei der Firma MS Direct an. Die betreibt in Muttenz BL ein Callcenter im Auftrag von Coop. Ob Fragen zur -Supercard oder Adressänderungen für die Coop-Zeitung: Kundendienstanfragen des Detailhändlers, ob per Telefon oder Mail, landen in Muttenz. Zwischen 60 und 90 Mitarbeitende kümmern sich darum. Bereits letztes Jahr hatte Work über Missstände in einem MS-Direct-Callcenter berichtet. Der Artikel schlug ein. Nicht weniger als neun MS-Direct-Geschädigte kommentierten auf der Work-Website. Work hat sie alle kontaktiert. Im Gespräch sagt Ripa, ihr Stundenlohn habe 24 Franken betragen. Zuerst konnte sie hundert Prozent arbeiten und kam so auf 4‘300 bis 4‘500 Franken im Monat. Aber plötzlich war Schluss damit. „Immer wieder schickte mich der Chef nach einer halben Stunde schon heim, es gebe zu wenig Arbeit.“ Von einem Monat auf den anderen sank ihr Monatslohn auf 2‘800, später sogar auf 1‘700 Franken. Davon konnte sie nicht leben. Und sie fühlte sich unfair behandelt: „Es waren immer die gleichen fünf oder sechs, die heimgeschickt wurden. Andere hätten gerne einen freien Nachmittag gehabt, mussten aber bleiben.“ Als sie den Chef darauf ansprach, schrie er sie an. Arbeit nur noch auf Abruf.  (…).  Christian Egg.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Egg Christian. MS Direct. Arbeitsbedingungen. Work online, 2019-11-15.
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15.11.2019 Schweiz
AHV
Initiativen Schweiz
Personen
SGB
Hodel Urban
AHV-Renten
Initiativen Schweiz
Volltext
Weichenstellung in der Altersvorsorge: Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente. Beschluss der SGB-Delegiertenversammlung. Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds haben an ihrer Versammlung heute beschlossen, in der Altersvorsorge mit einer Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente in die Offensive zu gehen. Der SGB-Vorstand wird festlegen, wann die Unterschriftensammlung beginnt. Die Initiative ist die Antwort der Gewerkschaften auf das immer deutlich sichtbar werdende Rentenproblem: Die Renten der Pensionskassen sinken seit Jahren. Obwohl die Berufstätigen immer höhere Beiträge in ihre Pensionskasse einzahlen. Die Rentensituation der Frauen ist besonders problematisch: Sofern sie überhaupt eine PK-Rente erhalten, ist diese durchschnittlich nur halb so hoch wie jene der Männer.. • Die Renten sind bereits erschreckend tief: Die Hälfte aller, die 2017 in Rente gingen, müssen mit weniger als 3‘600 Fr. pro Monat über die Runden kommen (AHV+PK-Rente zusammen). Deshalb braucht es eine 13. AHV-Rente so wie es für Viele einen 13. Monatslohn gibt. Die Initiative versteht sich als erster Schritt hin zu existenzsichernden Renten. Denn wer ein Leben lang gearbeitet hat, soll von der Rente leben können. So wie es die Verfassung seit bald 50 Jahren vorsieht. Gerade Frauen sind besonders auf eine leistungsfähige AHV angewiesen. Die AHV ist die einzige Sozialversicherung, welche die vorwiegend von Frauen erbrachte nicht entlöhnte Pflege- und Sorgearbeit in die Rentenberechnung einbezieht. (…).
Urban Hodel,
SGB, 15.11.2019,
Personen > Hodel Urban. AHV. Initiative. SGB, 2019-11-15.
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15.11.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Fichen-Affäre
Staatsschutz
Volltext
Wenn Mauern fallen. Selbst Max Frisch hatten die Schlapphüte von der Schnüffelpolizei im Visier. Überwachen den Schriftsteller und notieren fleissig: wohin er reist, mit wem er verkehrt, was er unterschreibt und: dass sich seine Tochter „im Kreise der ‹Progressiven Mittelschüler CH›“ tummelt. Selbst im grossen Frisch, diesem Patrioten und Demokraten, sieht der Schweizer Staatsschutz einen Staatsfeind. Es herrscht der Kalte Krieg. Und ätzender Antikommunismus. Auf dem rechten Auge blind, fichieren die Schnüffler blindwütig vor allem Linke, Gewerkschafterinnen, Journalisten, soziale Bewegungen und Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International. Ein Drittel aller in der Schweiz lebenden Ausländerinnen und Ausländer sind erfasst, als der Fichenskandal 1989 auffliegt. Eine parlamentarische Untersuchungskommission war bei ihrer Arbeit auf ein bisher geheimes politisches Überwachungssystem bei der Bundesanwaltschaft gestossen. Diese hat Fichen von 900’000 Menschen angelegt. Die Schweiz erbebt im Schock. Und der 78jährige Frisch ist so was von stinksauer. Mit Schere und Leim macht er sich mehr als ein Jahr danach über seine Staatschutzakte her. Zerschneidet dieses „Dokument der Ignoranz, der Borniertheit, der Provinzialitä“, klebt die Schnipsel auf ein neues Blatt und kommentiert sie hämisch bis harsch. Mit diesem „verluderten“ Überwachungsstaat verbinde ihn nichts mehr ausser dem Reisepass „den er nicht mehr brauchen werde“, tippt er wütend in die Tasten. Drei Wochen später ist er tot. (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Fichenskandal. Work online, 2019-11-15.
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15.11.2019 Schweiz
Personen
Staatsschutz
Work
Hans-Ulrich Jost
Fichenaffäre
Staatschutz
Volltext
Nach dem Berliner Mauerfall fielen auch in der Schweiz die Mauern. 1989 verlor die Schweiz ihre Unschuld. Am Anfang stand ein Telefonanruf einer Bundesrätin an ihren Ehemann, am Ende die helvetische Götterdämmerung: Was alles vor 30 Jahren geschah, ist unglaublich! 1989, als die Berliner Mauer fiel und das Sowjetimperium sich aufzulösen begann, erlebte die Schweiz heftige politische Erschütterungen. Die traditionelle politische Kultur fiel in sich zusammen. Am Anfang steht ihr Telefonanruf, am Ende ihr Rücktritt: FDP-Bundesrätin Elisabeth Kopp, die erste Frau im Bundesrat, muss gehen. Sie hat vertrauliche Informationen der Bundesanwaltschaft an ihren Ehemann, den Wirtschaftsanwalt Hans W. Kopp, übermittelt. Es geht um Geldwäscherei einer Firma, in deren Verwaltungsrat Kopp sitzt. Die Vorstellung, ein Mitglied der Regierung sei durch ihren Ehemann in suspekte Wirtschaftsoperationen verwickelt, bringt Bewegung in die Politik. Doch der Kopp-Rücktritt ist nur ein Miniskandal, verglichen mit der politischen Krise, die ihm auf dem Fuss folgt: die Fichenaffäre. Um den Fall Kopp aufzuarbeiten, setzen National- und Ständerat eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) ein. Geleitet wird diese von SP-Nationalrat Moritz Leuenberger, dem späteren Bundesrat. Und sie stösst bei ihrer Arbeit auf ein bisher geheimes politisches Überwachungssystem bei der Bundesanwaltschaft. Auf die Schnüffelpolizei. Sie hat fast eine Million Menschen bespitzelt und in Fichen registriert. Am 22. November 1989, 13 Tage nach der Öffnung der Berliner Mauer, übergibt die PUK ihren Fichenstaat-Bericht der (…).  Hans Ulrich Jost.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Jost Hans-Ulrich. Fichenaffaere. Staatsschutz. Work online, 2019-11-15.
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15.11.2019 Schweiz
Personen
SGB
Work
Marie-Josée Kuhn
Pierre-Yves Maillard
Interview
SGB
Volltext
Sechs Monate SGB-Chef Pierre-Yves Maillard: Eine Zwischenbilanz . „Wir können nach dem Frauenstreik doch nicht mit Frauenrentenalter 65 kommen!“ Die Überbrückungsrente für Ausgesteuerte angestossen, den BVG-Kompromiss aufgegleist und ein Treffen mit dem Obergegner des Schweizer Lohnschutzes organisiert: Das und mehr hat SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard schon vorzuweisen. Work: Pierre-Yves Maillard, wie gefällt Ihnen Ihr Job als SGB-Chef? Pierre-Yves Maillard: Am Anfang musste ich mich, ich gestehe es, ein wenig daran gewöhnen, dass ich jetzt nicht mehr im Zehnminutentakt Entscheide fällen muss. So wie vorher als Regierungsrat. Entscheidungen beim SGB treffen wir gemeinsam, nach intensiven Diskussionen. Das bedeutet, ich habe jetzt weniger Stress als vorher und mehr Zeit für Gespräche. Ich reise viel an Delegiertenversammlungen der lokalen Sektionen, und wir haben auch die Kontakte mit den europäischen Gewerkschaften intensiviert. Jetzt komme ich grad aus Paris, wo wir bei CGT, CFDT und FO waren. Es ist eine spannende Arbeit. Sie werden auch Zeit brauchen für Ihr Nationalratsmandat. Im Kanton Waadt haben Sie das beste Resultat gemacht, vor allen Bürgerlichen. Warum sind Sie so beliebt? Es stimmt eben nicht, was gewisse Medien nach den Wahlen behauptet haben, dass Gewerkschafter unpopulär seien! Ich habe sicher auch deshalb so gut abgeschnitten, weil ich fünfzehn Jahre lang Waadtländer Gesundheits- und Sozialminister war und unter mir die Krankenkassenprämien für 100‘ 000 Leute sanken, weil wir die Prämienverbilligung erhöhten. Der Kanton Waadt ist (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Maillard Pierre Yvest. Interview. Work online, 2019-11-15.
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15.11.2019 Schweiz
Personen
SRI AG
Work
Jonas Komposch
Entlassungen
SRI AG
Volltext
Wirre Kampfansage gegen die Unia hat fatale Folgen: Ein Big Boss fliegt auf. Erst gab’s keine Löhne mehr, dann kündigte die SRI Baumanagement AG der ganzen Belegschaft. Der Verantwortliche führt ein Leben in Saus und Braus. Und versteckt sich hinter einem höchst obskuren Firmengeflecht. Es war ein sehr sonderbares Mail, das am 9. Oktober bei der Unia-Zentrale in Bern eintraf. Da war die Rede vom St. Galler Unia-Sekretär Lukas Auer, der angeblich in „feindlicher“ Art und mit „auffallender Ausdrucksweise“ eine Gruppe „Querulanten aufhetzen“ wolle. Und zwar gegen einen namentlich nicht erwähnten Aktionär der SRI Baumanagement AG. Gegen ihn habe Auer nicht nur eine mediale Hetzkampagne geplant, sondern auch einen „Aufmarsch mit Kameras und Schildern“, direkt vor seinem Haus. Was ist los im wilden Osten? Der Unia-Bausektor klärte sofort ab. Und kam zum Fazit: Nichts von dem stimmte. Doch das Interesse war geweckt. Umso mehr, weil das Mail mit einem dreisten Ultimatum endete: Die angebliche Kampagne sei „sofort zu stoppen“. Und falls die Gewerkschaftszentrale dies nicht bis 14 Uhr bestätige, werde die Polizei gerufen. So polterte ein bis dato unbekannter Thurgauer Treuhänder, der einen heiklen Auftrag gefasst hatte. Der Treuhänder bereitet nämlich die Nachlassstundung für die SRI vor. Eine Firma, die noch bis vor einem Jahr gutes Geld mit Renovationen und Totalsanierungen verdient und schweizweit rund 30 Mitarbeitende beschäftigt hatte. Doch am 27. August wandte sich die Geschäftsleitung per Mail an die Mitarbeitenden: Man müsse die Firma leider „herunterfahren“ und sich von (…).  Jonas Komposch.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Komposch Jonas. SRI Baumanagement AG. Loehne. Work online, 2019-11-15.
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15.11.2019 Schweiz
Pensionskasse
Personen
Work
Ralph Hug
Pensionskassen
Rente
Volltext
Gewerkschaftsbund präsentiert schockierende Zahlen: BVG-Hungerrenten für Frauen mit Tieflohnjobs. Dass sie tief sind, wusste man. Aber dass sie derart tief sind, ist skandalös: Frauen in Tieflohnbranchen erhalten von der Pensionskasse nur 500 bis 800 Franken. Der Gewerkschaftsbund (SGB) wollte es genau wissen: Er nahm mehr als ein Dutzend Geschäftsberichte von Pensionskassen unter die Lupe. Aber nicht irgendwelche, sondern solche aus Tieflohnbranchen: Gastro, Detailhandel, Coiffure und ¬Kosmetik. In diesen Berufen sind die Löhne tief und der Frauenanteil hoch. Wie sehen dort die BVG-Renten aus? Gewerkschaftsbund-Zentralsekretärin Gabriela Medici sagt zu Work: „Wir wussten, dass sie tief sind. Aber so extrem haben wir das nicht erwartet.“ Zahlen, die schockieren: Bei Gastrosocial, der Pensionskasse des ehemaligen Wirteverbands und der Hotellerie, beträgt die ausbezahlte Durchschnittsrente 603 Franken pro Monat. Die Kasse zählt 160’000 Versicherte. Noch tiefer liegt die Durchschnittsrente bei der BVG-Stiftung der SV Group: nur 505 Franken. Die Gruppe betreibt Kantinen, Mensen und Mitarbeiterrestaurants. 802 Franken beträgt die Durchschnittsrente in der Pensionskasse der Coiffeur- und der Kosmetikbranche. Riesige Kluft. Im Vergleich dazu liegen die Renten im Verkauf höher, etwa bei Coop oder Manor (siehe Grafik). Aber auch dies sind extreme Tiefrenten. Da es sich um Durchschnittszahlen handelt, die nicht zwischen Geschlecht unterscheiden, kommen die Frauen in Tat und Wahrheit noch schlechter weg, denn in der Regel verdienen sie weniger als Männer. Die riesige Kluft zeigt sich  (…).  Ralph Hug.  Work online, 15.11.2019.
Personen > Hug Ralph. Pensionskassen. Renten. Work online, 2019-11-15.
Ganzer Text
15.11.2019 Schweiz
Personen
Work
Patricia D Incau
Kündigungsschutz
Schwangerschaft
Volltext
Lydia Veyard* wird Mutter und dann entlassen. Doch sie wehrt sich: „Der Chef soll damit nicht einfach durchkommen“. Nach der Geburt ihres Kindes will Lydia Veyard (37) wieder Vollzeit arbeiten. Doch dann stellt der Chef sie auf die Strasse – und treibt die junge Familie fast in den Ruin. Als Lydia Veyard die Kündigung bekommt, ist sie mit ihrem kleinen Sohn auf einem Spaziergang. Es ist der letzte Tag ihres Mutterschaftsurlaubs. Ihr Chef erklärt ihr: Das Unternehmen sei in einer Schieflage, er müsse sie entlassen. Ein riesiger Schock. Heute sagt Veyard: „Ich war einfach fassungslos.“ Vor der Geburt sei ihr zugesichert worden, dass sie Vollzeit zurückkommen könne. Stattdessen wird ihr gekündigt, ihre Mutterschaftsvertretung kann aber bleiben.Noch am gleichen Tag fängt die junge Mutter an, Bewerbungen zu schreiben. Sie hat Angst. Denn sie ist Alleinverdienerin. „An meinem Einkommen hängt unsere ganze Existenz“ Doch dann zeigt sich, dass Veyards Chef einen Fehler gemacht hat. Er hätte sie nicht entlassen dürfen. Für Mütter gilt nämlich ein absoluter Kündigungsschutz bis 16 Wochen nach der Geburt. Veyards Entlassung ist damit ungültig. Das verschafft ihr zwar etwas Zeit, ihre Notlage lässt den Chef aber weiter kalt: Zwei Wochen nach der ersten Kündigung schickt er die zweite. Dieses Mal ist sie gültig. Als Veyard zurück in die Firma kommt, hat sie keinen eigenen Arbeitsplatz mehr. Ihr Pult ist bereits neu belegt. Und auch zu Sitzungen wird sie nicht mehr eingeladen. Als die Firma dann noch das Personal aufstockt, ist für Veyard klar: Ihr wurde nicht aus finanziellen Gründen gekündigt. Sondern weil (...). Patricia D'Incau.
Work online, 15.11.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Kuendigungsschutz. Schwangerschaft. Work online, 2019-11-15.
Ganzer Text
14.11.2019 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz

Gütertransport
SBB-Cargo
Volltext
Massnahmenpaket des Bundes zur Stärkung der Verkehrsverlagerung. Ein Schritt in die richtige Richtung – aber weitere müssen folgen. „Im Interesse von Klima, Mensch und Verkehrsfluss gilt es dringend die vorliegenden Beschlüsse des Bundesrats umzusetzen“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn. Daneben müssen zwingend und zeitnah ebenfalls Massnahmen für die Verlagerung im Binnenverkehr entwickelt werden. Die Gewerkschaft für Verkehrspersonal SEV begrüsst es, dass der Bundesrat anerkennt, dass weitere Massnahmen zur Erreichung der Verlagerungsziele notwendig sind. Die vorgeschlagenen Massnahmen, die unter anderem die Erhöhung sowie Verlängerung der Laufzeit des Zahlungsrahmens für die Förderung des alpenquerenden Schienengüterverkehrs, die Senkung der Trassenpreise sowie die Anpassung der LSVA vorsehen, beurteilt der SEV als zweckmässig. „Entscheidend ist zudem die Intensivierung der Schwerverkehrskontrollen“, so Philipp Hadorn. Denn die Erkenntnisse aus bisherigen Kontrollen sind erschreckend, was die Einhaltung von Sicherheitsmassnahmen und Arbeitsbedingungen betrifft. „Obwohl der SEV die vom Bundesrat beschlossenen Schritte befürwortet, gehen wir dennoch davon aus, dass zur erfolgreichen Verlagerung gemäss dem Volksverdikt noch weitere Massnahmen notwendig sind“, betont der Gewerkschaftssekretär. (…).
SEV, Medienmitteilung, 14.11.2019.
SEV > SBB-Cargo. Warentransport. SEV, 2019-11-14.
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14.11.2019 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Hodel Urban
Kaufkraft
Löhne
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10-Punkte-Massnahmenpaket für mehr Kaufkraft und eine sozialere Schweiz. Antworten auf Kaufkraftprobleme und unsoziale Abgabenpolitik. Die Schweiz hat ein Kaufkraftproblem. Die Reallöhne kommen nicht vom Fleck. Die Renten in der 2. Säule sinken, obwohl die Beiträge erhöht werden. Und die Belastung der unteren und mittleren Einkommen durch die Krankenkassenprämien hat vielerorts ein unerträgliches Niveau erreicht. Wegen diesen Kopfprämien wirken die Steuern und Abgaben insgesamt mittlerweile sogar degressiv – trotz Prämienverbilligungen. Immer mehr Haushalte in der Schweiz haben Mühe, ihre Rechnungen zu bezahlen. Klammert man die Gesundheitsausgaben aus, sinkt deshalb mittlerweile der Pro-Kopf-Konsum. Zur Lösung dieser Probleme hat der SGB an der heutigen Medienkonferenz ein 10-Punkte-Massnahmenpaket für mehr Kaufkraft und eine sozialere Schweiz vorgeschlagen: Substanzielle Lohnerhöhungen. Rasche Bekämpfung der Frauen-Lohndiskriminierung mit Einbezug der Gewerkschaften. Einen 13. Monatslohn für alle in den GAV und in den Betrieben (Coiffure, Callcenter u.a.). Wesentliche Verbesserung bei der beruflichen Situation der Frauen (u.a. über einen Ausbau der Betreuungsangebote, die als Service public geführt und finanziert werden). Mehr Gesamtarbeitsverträge mit guten Mindestlöhnen und mehr Schutz für Arbeitnehmende. (…).
Urban Hodel.
SGB, 14.11.2019.
Personen > Hodel Urban. Loehne. Kaufkraft. SGB, 2019-11-14.
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14.11.2019 Schweiz
AHV
Personen
WOZ
Adrian Riklin
AHV
Rentenalter
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Ein „Dreizehnter“ für alle. Jungliberale, Finanzkonzerne, die OECD: Alle fordern sie eine Rentenaltererhöhung. Jetzt setzen die Gewerkschafter zur Gegenoffensive an. Alarmismus ist gerade ein wenig in Mode. Die Jungfreisinnigen zum Beispiel haben sich auf der Suche nach Popularität - in der Hoffnung, eine ganze, vielleicht auch zwei Generationen hinter sich zu scharen - auf die Altersvorsorge spezialisiert. Dazu lassen sie die Schauermelodie erklingen, wonach immer mehr SeniorInnen auf Kosten der Jüngeren lebten. In letzter Konsequenz allerdings richtet sich ihr Feldzug gegen ein Altern in Würde. Dabei ist die Jung-FDP aber nur die juvenile Vorhut einer grösseren Allianz aus Kreisen der Finanz, der Rechten und so mancher Altfreisinnigen, denen die Umverteilung der AHV nach unten schon immer ein Gräuel war. Und so rufen sie alle: Rauf mit dem Rentenalter, rauf und nochmals rauf! Zuerst für alle auf 66 Jahre - und dann automatisch der durchschnittlichen Lebenserwartung entsprechend. Was sie grosszügig ausblenden: dass immer mehr über 45-Jährige, wie kürzlich nachgewiesen, immer weniger Chancen haben, Erwerbsarbeit zu leisten. Will die Jung-FDP die Kosten ganz einfach auf die Sozialhilfe überwälzen? Voll von Widersprüchen. Jetzt springt ihr auch noch die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und. Entwicklung (OECD) zur Seite. Es sei nun an der Zeit, das Rentenalter für Mann und Frau anzugleichen und schrittweise auf 67 Jahre zu erhöhen, empfahl sie der Schweiz Anfang November in ihrem Länderbericht. Aufgrund der alternden Bevölkerung sei das „dringend  (…).  Adrian Riklin.
WOZ, 14.11.2019.
Personen > Riklin Adrian. Rentenalter. AHV. WOZ, 2019-11-14.
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14.11.2019 Schweiz
Personen
WEF
WOZ
Yves Wegelin
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WEF
WEF verweigert WOZ den Zutritt. Bereits 2012 verweigerte das Weltwirtschaftsforum (WEF) der WOZ den Zutritt zu seiner Jahreskonferenz in Davos. Der Entscheid sorgte damals nicht nur im Bündner Grossrat für Empörung, wo Mathis Trepp (SP) von der Kantonsregierung verlangte, beim WEF zu intervenieren. Im Nationalrat reichte Alfred Heer (SVP) eine Anfrage beim Bundesrat ein. 2013 erhielt die WOZ wieder die Akkreditierung. Nun verweigert das WEF der WOZ erneut den Zutritt. Als Grund wird der Akkreditierungsschluss Ende Oktober vorgeschoben, obwohl die WOZ ihre Anfrage vor dem Ende dieser Frist eingereicht hatte. Das WEF bevorzuge zudem jene Medien, mit denen es auch das Jahr über „zusammenarbeitet“, so die schriftliche Begründung. Ein bedenkliches Demokratieverständnis, das da ans Licht kommt: Im Kern privatisiert das WEF die demokratische Debatte, die eigentlich in öffentliche Institutionen gehört – und erhält dafür noch Millionen an Steuergeldern. Das ist problematisch genug, da die Weltkonzerne, die hinter dem WEF stehen, damit die Spielregeln und die Gäste festlegen sowie die Fragen, über die debattiert wird. Wenn das WEF nun allerdings auch noch willkürlich bestimmt, wer von den Medien an den Debatten zugelassen wird, ist das skandalös. Tief blicken lässt ebenso die Vorstellung, dass Medien mit dem WEF „zusammenarbeiten“ sollten. (…).
WOZ, 14.11.2019.
Personen > Wegelin Yves. WEF. WOZ. WOZ, 2019-11-14.
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14.11.2019 Schweiz
Frauen
Generalstreik
WOZ

Frauen
Generalstreik
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Röbi war nicht allein. Mit einem neuen Dokumentarfilm nimmt sich SRF nochmals des Landesstreiks an. Er ist historisch präziser und beleuchtet endlich auch die Rolle der Frauen. Wir erinnern uns: Der Gewerkschaftsführer Robert Grimm sass im Juli 1918 im Zug nach Bern zu einem Treffen mit dem Bundespräsidenten, als er seine zukünftige Frau, Jenny Kuhn, erblickte. Diese tuschelte und kicherte mit einer Freundin in einem Abteil vis-a-vis. Breitbeinig setzte Grimm sich zu den „jungen hübschen Damen“ und erklärte ihnen, weshalb er sich gegen die Erhöhung des Milchpreises wehrte. So gesehen in der Dokufiktion „Generalstreik 1918. Die Schweiz am Rande des Bürgerkriegs“, die SRF letztes Jahr zum Hundert-Jahr-Jubiläum des Landesstreiks ausstrahlte. Als Jenny Kuhn im Film das nächste Mal auftauchte, tischte sie ihrem Mann, im trauten Heim zum „Röbi“ geworden, Suppe und Brot auf. Der aufwendig produzierte Film von Hansjürg Zumstein musste einiges an Kritik einstecken: hölzerne Dialoge, die dem Geschehenen ohnehin oft bloss „nachempfunden“ waren, sowie schablonenartig gezeichnete ProtagonistInnen. Ausserdem bearbeitete er die Ereignisse mit einem eingeengten Fokus: Der dramatische Bogen zielte voll auf den Höhepunkt der Auseinandersetzung zwischen dem Oltener Aktionskomitee und der Armee. Eine Spanne von einigen Wochen, kulminiert in drei Tagen Streik. Das Mittel des Streiks taucht im Film scheinbar aus dem Nichts auf, die sozialen Ursachen bleiben unterbeleuchtet, ebenso komplexere gesellschaftliche Spannungen. (…).  Tim Rüdiger.
WOZ. 14.11.2019.
WOZ > Generalstreik. Frauen. WOZ, 2019-11-14.
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13.11.2019 Schweiz
Frauen
VPOD Schweiz

Anstellungsbedingungen
Gleichstellung
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Erfolg für Gleichstellung: Wiederaufstockung für Eltern beim Bund garantiert. Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal (VGB), der auch der VPOD angehört, beurteilt die Revision des Bundespersonalrechts differenziert. Negativ ist die Abschaffung der erstreckten Lohnfortzahlung beim Warten auf die IV, positiv das Recht für Eltern auf Wiederaufstockung nach Kinderphase. Die Revision des Bundespersonalrechts verschlechtert die Situation für Mitarbeitende, die infolge ihrer Arbeitsunfähigkeit wegen Krankheit oder Unfall auf einen Bescheid der IV warten. Für diese gab es bisher eine Erstreckung der Lohnfortzahlung um ein weiteres Jahr. Das soll nicht mehr möglich sein - eine unverständliche Härte gegenüber Angestellten, die ohnehin in einer schweren Situation sind. Positiv beurteilt wird hingegen die Neuerung, dass weibliche Mitarbeitende keine Bewilligung der Arbeitgeberin mehr brauchen, wenn sie bis 65 arbeiten wollen. Damit wird eine bisherige Schlechterstellung in der zweiten Säule beseitigt, womit die VGB einverstanden ist. Das präjudiziert keinesfalls eine Erhöhung des Frauenrentenalters, da so einzig jenen Mitarbeiterinnen eine Option eröffnet wird, die dies auch wollen. Ein Erfolg für die Gleichstellung ist die neue Regelung, dass für Eltern ein Anspruch auf eine Wiederaufstockung des Pensums geschaffen wird. (…).
VPOD Schweiz, 13.11.2019.
VPOD Schweiz > Gleichstellung. Anstellungsbedingungen. VPOD Schweiz, 2019-11-13.
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13.11.2019 Schweiz
Kinder
Travail.Suisse

Adoption
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Adoptionsurlaub: Die Minimalversion ist wieder auf dem Tisch. Die Sozialkommission des Nationalrates (SGK-N) wird ab morgen über den bezahlten Adoptionsurlaub diskutieren und entscheiden. Der Bundesrat hat sich überraschenderweise für diese bescheidene, aber für eine echte Familienpolitik zwingende Vorlage der nationalrätlichen Kommission ausgesprochen. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst die Unterstützung der Landesregierung und fordert die zuständigen Parlamentskommissionen auf, den bezahlten Adoptionsurlaub endlich zu verabschieden. 2013 hatte der Tessiner Christdemokrat Marco Romano eine parlamentarische Initiative zugunsten eines bezahlten Adoptionsurlaubs eingereicht. Der Weg dieses Vorstosses im Parlament war steinig: Der Grundsatz wurde zwar in einem ersten Schritt von beiden Kommissionen gutgeheissen. Danach liess die Sozialkommission des Nationalrats aber die Fristen verstreichen. Im Frühling des laufenden Jahres wies der Nationalrat dann den Vorschlag der Kommission, den Vorstoss abzuschreiben, zurück. Im Sommer schliesslich machte sich die Sozialkommission des Nationalrates endlich an die Arbeit und arbeitete einen Minimalvorschlag aus. Dieser Vorschlag sieht statt der zu Beginn geforderten 12 Wochen Urlaub noch zwei Wochen vor. Morgen und am Freitag wird die Kommission erneut über den Adoptionsurlaub diskutieren, diesmal allerdings im Wissen, dass der Bundesrat den Urlaub für Adoptiveltern befürwortet. Dies hatte die Landesregierung am 30. Oktober 2019 beschlossen. (…).
Travail.Suisse, 13.11.2019.
Travail.Suisse > Kinder. Adoption. Travail.Suisse, 2019-11-13.
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12.11.2019 Chile
Gewerkschaften
SGB

Solidarität
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Solidarität mit den chilenischen Gewerkschaften. Der SGB fordert ein Ende der staatlichen Gewalt in Chile. Angesichts der anhaltenden Proteste in Chile erklärt sich der SGB in einem Brief an den chilenischen Gewerkschaftsbund Bloque Sindical de Unidad Social solidarisch mit den Demonstrierenden und den Forderungen der Gewerkschaften. Der chilenische Präsident und seine Regierung müssten die Angriffe auf demokratische Recht und die Gewalt gegen die Protestierenden stoppen, schreiben SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard und der für internationale Beziehungen zuständige SGB-Zentralsekretär Luca Cirigliano in ihrer Solidaritätsbotschaft. Die Austeritätspolitik treibe die Bevölkerung in die Hoffnungslosigkeit und müsse sofort beendet, der Ruf der Bevölkerung und der Gewerkschaften nach Mindestlöhnen, einem guten Service public und Renten, die ein Leben in Würde ermöglichen, gehört werden. (...).
SGB, 12.11.2019.
SGB > Chile. Solidaritaet. SGB, 2019-11-11.
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