Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 20

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31.07.2015 Schweiz
Verkauf
VHTL-Zeitung

EDV-Anlage
Informatik
Volltext

Einkauf von morgen ist schon Wirklichkeit. Einkauf-Computer für viele unerträgliche Belastung. schi, die freundliche Verkäuferin am Gemüsestand des Supermarktes, ist verschwunden. Man kann sie nicht mehr fragen, ob der Spargel auch frisch ist, ob die Äpfel süss oder sauer sind, wie es mit der Qualität und dem Alter der Bananen aussieht, ob es sich lohnt, die oft geschmacklosen Tomaten zu kaufen. An Uschis Stelle ist eine Computer-Waage getreten, die jeder Kunde selbst bedienen muss. Die Kosten für die Verkäuferin werden also eingespart, schliesslich kann der Kunde selbst etwas tun. Und so steht er in der Schlange mit der Ware in der Hand, bis er an die Waage kommt, wo zahlreiche Symbole wie auf einer Bildtafel verzeichnet sind: Bananen, rote Äpfel, gelbe Äpfel, Rüben, Gurken, Tomaten, Birnen usw. Er drückt auf das Tastenbild, der Computer meldet den Preis, druckt Gewicht und Preis aus, und nun darf er den Zettel ziehen und ihn auf die ebenfalls eigenhändig verpackte Ware kleben, die auf diese Weise nicht mehr vom Personal, sondern vom „König Kunde“ selbst ausgezeichnet wird. Welch ein Fortschritt! Der Käufer löst das Verkaufspersonal ab, wahrscheinlich wieder eine Arbeitslose mehr. (...). G. Herbst.

VHTL-Zeitung. Mittwoch, 1-7-31.
VHTL-Zeitung > Verkauf. 1985-07-31.doc.

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01.09.1994 Schweiz
AGB Aargau
Frauen
VHTL-Zeitung

Frauenberatung
Volltext
51 Frauen suchten Rat und Hilfe. Die Initiantinnen und Initianten der gewerkschaftlichen Frauenberatung in Aarau ziehen nach einem halben Jahr Betrieb eine positive Bilanz. Nach Angaben des Aargauischen Gewerkschaftsbundes AGB haben bereits über 50 Frauen die neue Dienstleistung in Anspruch genommen. Die meisten Beratungsgespräche betrafen Fragen im Zusammenhang mit Mutterschaft, Kündigung und Arbeitslosenversicherung, Seit Januar dieses Jahres können sich Frauen in arbeitsrechtlichen Fragen von Frauen beraten lassen. Gemäss VPOD-Verbandssekretärin Doris Schüepp, die zusammen mit Corina Lüthi von der Gewerkschaft Verkauf Handel Transport Lebensmittel VHTL die Beratungsgespräche führt, haben in den ersten sechs Monaten 51 Frauen von diesem neuen Dienstleistungsangebot Gebrauch gemacht. Diese beachtliche Zahl sei ein deutliches Indiz für die Notwendigkeit einer Frauenberatungsstelle. Bestätigt habe sich auch die Erwartung, dass viele Frauen das Gespräch von Frau zu Frau vorziehen. Ein weiterer Grund für die starke Frequentierung der Beratungsstelle sieht Schüepp in der schlechten Wirtschaftslage: „Wenn es der Wirtschaft schlecht geht oder dem Staat das Geld fehlt, gehören die Frauen zu den ersten Opfern, die vom Sozialabbau betroffen sind.“ Im ersten Halbjahr 1994 haben die beiden Gewerkschafterinnen insgesamt 62 Beratungen durchgeführt und dafür über 22 Stunden aufgewendet. Zu den persönlichen Gesprächen auf der Beratungsstelle kamen zahlreiche telefonische und schriftliche Anfragen. (…). VHTL-Zeitung, 1.9.1994.
VHTL-Zeitung > Frauenberatung AGB. VHTL, 1994-09-01.
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02.05.1992 Schweiz
Personen
VHTL Schweiz
VHTL-Zeitung
Rita Gassmann
Frauen
VHTL Schweiz
Volltext
VHTL-Frauenkommission. Ein guter Schritt nach vorn. Die am letzten VHTL-Kongress verabschiedeten positiven Aktionen zur Gleichstellung von Frau und Mann in unserer Gewerkschaft müssen nunmehr verwirklicht werden. Wir setzten uns das Ziel, bis zum Jahr 1995 10‘000 Frauen als Mitglieder im Verband zu haben, wie auch innerhalb von zwei Jahren für die Betreuung der weiblichen Mitglieder eine 100-Prozent-Stelle zu schaffen. Nach dem Kongress wurde die Zusammensetzung der Frauenkommission neu bestimmt. Die 16-köpfige Frauenkommission setzt sich wie folgt zusammen: 6 Kolleginnen kommen aus dem Bürobereich, 7 aus dem Verkauf, 2 aus Industriebetrieben, 1 Kollegin aus dem Taxigewerbe. Noch nicht bestimmt bzw. gewählt wurde die Präsidentin und die Vizepräsidentin. Zwölf Kolleginnen wurden als Ersatzmitglieder gemeldet. Frauenanteil im Funktionärsstab gewachsen… Ein guter Anfang ist gemacht. Innerhalb eines Jahres übernahmen fünf Kolleginnen Funktionärinnenaufgaben. Es sind dies in Zürich: Ursula Urech und Aurelia Favre; in Chur: Rita Stemer; in Lenzburg: Corinna Lüthy, und auf dem Zentralsekretariat betreut Doris Balmer die Jugendkommission sowie die Abteilung Bildung. Mehr als erfreulich ist auch, dass in Winterthur die Kollegin Claudia Torriani nebst ihrer Tätigkeit auf dem Sekretariat die Frauenarbeit betreut. …und In der Geschäftsleitung. Nebst Rita Gassmann ist die Vizepräsidentin der VHTL, Edith Lörtscher, Mitglied der Geschäftsleitung sowie neu ebenfalls Michelle T(…). Rita Gassmann.
VHTL-Zeitung, Mai 1992.
Personen > Gassmann Rita. Frauenkommission VHTL. VHTL-Zeitung, 1992-05-02.
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03.04.1991 Schweiz
GDP
VHTL-Zeitung

Lohngleichheit
Prozess
Volltext
GDP-Frauen gewinnen Prozess. Der Buchbinderei-Gesamtarbeitsvertrag (GAV), der ungleiche Mindestlöhne für Männer und Frauen vorsah, Ist nichtig. Dieses Urteil des bernischen Appellationshofes zugunsten der klagenden Frauen der Gewerkschaft Druck und Papier (GDP) wird Signalwirkung entfalten. Verloren hat an diesem 26. Februar niemand, gewonnen haben die Frauen. Zwei Stunden nach geschlagener Schlacht traten sie in Minne vereint zur Pressekonferenz an und freuten sich über ein gerichtliches Resultat, das in der Geschichte der Verwirklichung der Lohngleichheit einen Eckwert einnehmen dürfte: die GDP und ihre Frauenkommission, die sich nach mehrmonatigem Ringen nun doch noch darauf einigen konnten, dass es das Beste wäre, wenn die GDP diesen Prozess verlieren würde. Und sie verlor ihn auch. Die drei Richter entschieden klar, dass bei gleichwertiger Arbeit eine Festlegung unterschiedlicher Löhne für Männer und Frauen verfassungswidrig sei. Auch eine Stufenlösung, wie sie im betroffenen Vertrag ausgehandelt wurde, widerlege dies nicht. Zwar wurde durch das Urteil nur die von der GDP durchgeführte Urabstimmung zum GA V als verfassungswidrig erklärt. Juristisch wurde damit aber „als informelle Wirkung“ die Nichtigkeit des betroffenen Vertrages festgestellt. Die christliche Schweiz. Graphische Gewerkschaft (SGG), die den Vertrag unterschrieben hat, kann sich nunmehr nach diesem Berner Urteil vom Vertrag zurückziehen, oder eine einzelne betroffene Frau kann (…). Ewald Ackermann.
VHTL-Zeitung, 3.4.1991.
VHTL-Zeitung > Lohngleichheit. Prozess GDP. VHTL-Zeitung, 1991-04-03.
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25.10.1989 Schweiz
Arbeitszeit
SGB-Frauenkommission
VHTL-Zeitung

Nachtarbeit
Volltext
SGB-Frauen bekämpfen die Nachtarbeit. Die SG B- Frauenkommission ist empört darüber, dass unter dem Vorwand der Gleichstellung von Mann und Frau geplant wird, durch die Revision des Arbeitsgesetzes den Arbeitnehmerschutz sowohl für Frauen wie für Männer abzubauen. Werden nämlich jene Bestimmungen aus dem Gesetz gestrichen, welche die Beschäftigung von Frauen während der Nacht und am Sonntag an strengere Bedingungen knüpfen, so wird damit die Verbreitung von „widernatürlichen“ Stunden- und Schichtplänen in der gesamten Wirtschaft gefördert. Die vorgeschlagene Revision wird die Stellung der Frau in der Arbeitswelt nicht verbessern können. Sie wird vielmehr den Arbeitgebern erlauben, noch vermehrt von der Diskriminierung der Frau zu profitieren: von niedrigen Löhnen, mangelhafter Ausbildung, unsicheren Arbeitsverhältnissen usw. Es ist keineswegs blosser Zufall, dass die gleichen Arbeitgeberkreise, die alle gesetzlichen Massnahmen zur Verwirklichung der Lohn- und Chancengleichheit von Frau und Mann schroff ablehnen, gleichzeitig in schrillen Tönen die „Freigabe“ der Nachtarbeit für Frauen fordern. Geradezu skandalös aber ist es, dass sich der Bundesrat die „Flexibilisierung von Regelungen“ zum obersten Ziel der Revision gesetzt hat. Das Arbeitsgesetz ist nicht zu starr, im Gegenteil. Sein Zweck, ist es nicht, „flexibel“ zu sein, sondern den Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu gewährleisten. Die SGB-Frauen widersetzen sich allen Bestrebungen, Schutzmassnahmen abzubauen, die sich (…).
VHTL-Zeitung, 25.10.1989.
VHTL-Zeitung > Nachtarbeit. SGB-Frauen. VHTL-Zeitung, 1989-10-25.
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02.12.1987 Schweiz
Personen
VHTL Schweiz
VHTL-Zeitung
Peter Werner Küng
Arbeitszeit
Ausbeutung
Volltext

Disziplin und Kapovaz. Wir Arbeiterinnen und Arbeiter müssten fleissiger, disziplinierter, flexibler, bescheidener und genügsamer sein.  Das wissen wir dank der Schweizerischen Arbeitgeber-Zeitung (SAZ), die Woche für Woche diese hohen Tugenden von uns fordert. Zurzeit macht dieser Zeitschrift das gewerkschaftliche Begehren auf Arbeitszeitverkürzung zu schaffen. Alle Register werden gezogen, um gegen unsere Initiative Sturm zu laufen. Da kann es dann schon einmal passieren, dass man sich verheddert und über die eigenen Beine stolpert. Beginnen wir mit der Disziplin: In einem Artikel, abgedruckt aus dem Wochenbericht des Zürcher Bankhauses Julius Bär, wird bitter darüber Klage geführt, dass heutzutage die Disziplin zu wünschen übrig lasse und zu einem Reizwort in Gesellschaft und Wirtschaft geworden sei. Anti-autoritäre Erziehung führe unter anderem dazu, dass sich die Freude an der Arbeit, die mit Eigenanstrengung verknüpft sei, nicht herausbilde. Die Folge seien Leistungsverweigerer und Aussteiger. Anstelle von Reife trete Infantilismus. (...). Peter W. Küng, VHTL-Zentralpräsident.

VHTL-Zeitung, 1987-12-02.
VHTL > Arbeitszeit. 1987-12-02.doc.

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01.07.1987 Schweiz
Frauengewerkschaft
Personen
VHTL-Zeitung
Brigitte Studer
Arbeiterinnenbewegung
Geschichte
Volltext
Frauen und Gewerkschaften zwischen 1880 und 1930: Fortschritte und Rückschritte. Heute ist es selbstverständlich, dass Frauen Gewerkschaftsmitglieder sind. Das war aber nicht immer so. Erst seit Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts sind sie in nennenswerter Zahl im 8GB vertreten. Und: Die ' Verbände haben sie anfangs nicht immer mit offenen Armen empfangen. Besonders der Typographenbund hinderte bis am Anfang der 60er Jahre die Frauen am Zugang zur Typographenausbildung. Anderseits waren gerade die zwei ersten Jahrzehnte dieses Jahrhunderts eine Zeit mit erstaunlicher Aktivität und Präsenz der Frauen im Gewerkschaftsbund. Während fast 20 Jahren blieb der 1880 gegründete Schweizerische Gewerkschaftsbund anscheinend (genaue Angaben fehlen) ohne weibliche Mitglieder. Die ersten Frauen traten 1889 mit der Tabakarbeitergewerkschaft von Wynental bei. Zehn Jahre später konnten erst zwei oder drei der 291 Sektionen Gewerkschafterinnen aufweisen. Doch 1906 bildeten die Frauen schon über 5‘000 der 62‘000 organisierten Arbeiter und Arbeiterinnen. Nach konjunkturbedingten Schwankungen und einem starken Rückschlag bei Kriegsausbruch begann ab 1916 die Organisationszahl sprunghaft zu steigen. 1919 zählte der SGB den Höchststand von 44‘000 Gewerkschafterinnen oder fast 20 Prozent der Mitglieder. Ein Prozentsatz, der bis heute nicht mehr erreicht wurde! Fortschritte. Voraussetzung dieses zahlenmässigen Aufschwungs war die absolute Zunahme der Industrie (…).
Brigitte Studer.
VHTL-Zeitung, 1.7.1987.
Personen > Studer Brigitte. Arbeiterinnenbewegung. VHTL-Zeitung, 1987-07-01.
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03.12.1986 Schweiz
Frauen
Personen
VHTL-Zeitung
Harald Fritschi
Mutterschaftsversicherung
Volltext
SGB-Frauen zum Mutterschutz. Wir geben nicht auf. Die Frauen sind echt sauer. Und die SGB-Frauen sind ganz besonders sauer, haben sie doch zum Teil täglich mit erwerbstätigen Müttern zu tun: Seit Jahrzehnten warten sie nun schon auf eine vernünftige gesetzliche Ausgestaltung des bezahlten Mutterschaftsurlaubs. Tatsächlich sieht die Realität nicht gerade rosig aus. Die momentan geltende Regelung im Obligationenrecht schreibt nur einen minimalen Standard von drei Wochen bis zu etwa sechs Monaten je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit vor. Auch die Gesamtarbeitsverträge stehen nicht viel besser da: Ein voll bezahlter Mutterschaftsurlaub von 12 Wochen erscheint so bald einmal als geradezu idyllisch. Und der Elternurlaub - auch dieser ein langjähriges Postulat - ist noch immer in weiter Ferne. Die bestehenden Missstände aufzuzeigen und ihre Forderungen zu präzisieren, war das Ziel einer Pressekonferenz der SGB-Frauenkommission am 25. November im Berner Volkshaus. Die Frauen-Postulate zielen in zwei Richtungen. Zum einen fordern sie eine klare Regelung des Kündigungsschutzes und den verbesserten Schutz der Schwangeren am Arbeitsplatz. Zum andern verlangen sie mindestens 16 Wochen Mutterschaftsurlaub und einen neunmonatigen Elternurlaub. Denn, so Ruth Gurny (VPOD), „die Geburt ist nicht einfach nur Frauensache“. Die SGB-Frauen richteten sich auch an die eidgenössischen Parlamentarier. Diese sollen endlich vorwärts machen und einer vernünftigen Lösung Hand bieten: (…).
Harald Fritschi.
VHTL-Zeitung, 3.12.1986.
Personen > Fritschi Harald. Mutterschaftsversicherung. VHTL-Zeitung, 1986-12-03.
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03.12.1986 Schweiz
Frauen
SGB
VHTL-Zeitung

Rentenalter
Volltext
SGB ungehalten. Entschiedener Widerstand gegen Erhöhung des Rentenalters. Die vom Bundesrat vorgeschlagene Heraufsetzung des Rentenalters für Frauen von 62 auf 63 Jahre ist beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB) auf entschiedenen Widerstand gestossen. Es sei für den SGB-Vorstand völlig unakzeptabel, dass ein Schritt zur Gleichstellung zwischen Mann und Frau einseitig auf Kosten der Frauen erfolgen solle, teilte der Gewerkschafts-Dachverband mit. Er schloss sich der von der SPS ausgesprochenen Referendumsdrohung für den Fall an, dass Bundesrat und Parlament an den Vorschlägen für die 10. AHV-Revision festhalten. Mit seinem Vorschlag zur Anhebung des Rentenalters beachte der Bundesrat weder die momentane noch die künftige Arbeitsmarktsituation, die ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer eindeutig benachteilige; schreibt der SGB weiter. Zudem seien die ins Auge gefassten Massnahmen zur Angleichung der Rechtsstellung von Frau und Mann ungenügend. Der Schritt zum geschlechterunabhängigen Rentenanspruch werde nicht getan. Auch die vorgesehene Möglichkeit eines Vorbezugs der Altersrente ist laut SGB-Mitteilung völlig ungenügend. Mit nur einem Jahr Flexibilität liessen sich die Probleme der beruflichen Vorsorge zur Einführung niedrigerer Rentenalter nicht voll lösen und die lebenslängliche Rentenkürzung um sieben Prozent verbauen den unteren Einkommensschichten die Wahlmöglichkeit des früheren Rücktrittsalters. SGB.
VHTL-Zeitung, 3.12.1986.
SGB > Rentenalter. VHTL-Zeitung, 1986-12-03.
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03.12.1986 Schweiz
Personen
SGB
VHTL-Zeitung
Rita Gassmann
Peter Werner Küng
Präsidium
SGB
Volltext
Unsere Rita im Präsidium des SGB. Einstimmig und mit kräftigem Applaus ist Kollegin Rita Gassmann vom Kongress zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) gewählt worden. Ich gratuliere Rita zu dieser ehrenvollen Wahl aufs herzlichste und wünsche ihr für diese wichtige Aufgabe viel Kraft, Glück und Erfolg. Wir sind mächtig stolz darauf, dass nun im SGB-Präsidium ein VHTL-Mitglied Einsitz nimmt. Das war seit den Zeiten von Kollege Männi Leuenberger nicht mehr der Fall. Mit Rita Gassmann ist nicht einfach eine Frau gewählt worden. Sie ist bekanntlich Zentralsekretärin unserer Gewerkschaft VHTL mit allen Rechten und Pflichten. Sie führt Lohn- und Vertragsverhandlungen, und mancher Arbeitgeber weiss wohl ein Lied über ihre Standhaftigkeit und über ihr Durchsetzungsvermögen zu singen. Entscheidende Durchbrüche in der Vertragspolitik kann sie als ihr Verdienst buchen: 1980 gelang ihr bei Coop Schweiz die Einführung von 4 Wochen Ferien für alle. In den diesjährigen Verhandlungen mit dem Migros-Genossenschafts-Bund konnte sie (in zwei Stufen) die (?)-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich durchsetzen! Die Betreuung der Frauen in unserer Gewerkschaft ist ihr als zusätzliche Aufgabe überbunden. Auch hier zeigen sich Erfolge. Seit Jahren wächst der Anteil der weiblichen Mitglieder kontinuierlich. Zurzeit stehen wir bei rund 25 Prozent. Zweifelsohne wird der Frauenanteil in der Gewerkschaft VHTL weiterhin steigen. Betrachtet man unser Rekrutierungsfeld, dann drängt sich die Feststellung geradezu auf, die Zukunft liege bei den Frauen. (…). Peter W. Küng, Zentralpräsident.
VHTL-Zeitung, 3.12.1986.
Personen > Kueng Peter W. Rita Gassmann. SGB. VHTL-Zeitung, 1986-12-03.
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02.07.1986 Schweiz
VHTL-Zeitung

Gleichberechtigung
Tagung
Volltext
Erfolgreiche VHTL-Frauentagung – aber Gleichberechtigung noch in weiter Ferne. Fünf Jahre nach Verankerung der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau in der Bundesverfassung stellten die Gewerkschafterinnen an einer Frauentagung in Bern der Gewerkschaft Verkauf Handel Transport Lebensmittel (VHTL) vom 14. Juni 1986 fest, dass nach wie vor Diskriminierungen in allen gesellschaftlichen Bereichen und insbesondere bei den erwerbstätigen Frauen bestehen. Trotz Verfassungsgrundsatz „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ für Mann und Frau wird Frauenarbeit noch immer unterbezahlt. Frauenarbeit wird durch die Arbeitgeber geringgeschätzt; Belastungen, Verantwortung, Können und Fertigkeiten der Frauen werden am Arbeitsplatz bei der Lohngestaltung unterbewertet. Besonders betroffen ist ein Grossteil des Verkaufspersonals. Leistung und Einkommen stehen im Detailhandel im krassen Widerspruch zueinander. Die Durchsetzung gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit muss weiterhin vorrangiges Ziel der gewerkschaftlichen Vertragspolitik sein. Die VHTL-Frauen setzen sich für eine generelle Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ein. Ein erster Schritt ist die Einführung der 40-Stunden-Woche. Sie wehren sich jedoch gegen die sogenannte Arbeitszeitflexibilisierung, wie sie die Unternehmer vielerorts einführen wollen, und lehnen eine weitere Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten vehement ab. (…).
VHTL-Zeitung, 2.7.1986.
VHTL-Zeitung > Gleichberechtigung. Tagung. VHTL-Zeitung, 1986-07-02.
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02.07.1986 Schweiz
Frauen
Personen
VHTL-Zeitung
Peter Werner Küng
Frauen
Volltext
Frauen kommen langsam - aber gewaltig! Ein- Viertel der VHTL-Mitglieder sind Frauen. Mit diesem Anteil stehen wir innerhalb des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) komfortabel da; dort beträgt der Frauenanteil etwa 12 Prozent. Noch immer werden Gewerkschaften vorwiegend als Männerdomäne angesehen. In der Einleitung zum neu erschienenen Buch „Syndicalisme au futur“ steht geschrieben, die Gewerkschaften beschränkten sich nach wie vor weitgehend auf die Vertretung der Interessen der traditionellen qualifizierten männlichen Industriearbeiter. Die Gewerkschaft VHTL fällt da seit jeher etwas aus dem Rahmen. Das liegt an unserem spezifischen Branchenspektrum. Selbst im industriellen Bereich (Nahrungsmittel, Tabak) sind vergleichsweise viele Frauen beschäftigt. Unser Rekrutierungsfeld liegt mehrheitlich im tertiären Sektor, bei den sogenannten Dienstleistungen. Da ist der Anteil der beschäftigten Frauen besonders gross; im Detailhandel sind Frauen klar in der Mehrheit. Frauen haben heutzutage besonderen Anlass, zusammenzustehen und sich gewerkschaftlich zu organisieren. Die Nachteile flexibilisierter Arbeitszeiten und liberalisierter Ladenöffnungszeiten werden in erster Linie die Frauen treffen. Gleiches gilt auch für die drohende Bildschirm-Heimarbeit. Wir wollen nicht, dass uns die Technologien des 21. Jahrhunderts arbeitsrechtlich ins 19. Jahrhundert zurückwerfen! Es darf nicht so weit kommen, dass Arbeitnehmerinnen ihr Leben künftig vorwiegend am Telefon verbringen müssen, um den Anruf für den nächsten Arbeitseinsatz à la KAPOVAZ (kapazitätsorientierte variable (…). Peter W. Küng, Zentralpräsident
VHTL-Zeitung, 2.7.1986.
Personen > Kueng Peter W. Frauen. VHTL-Zeitung, 1986-07-02.
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26.03.1986 Schweiz
Personen
VHTL-Zeitung
Peter Werner Küng
Autopartei
Volltext
Nationalräte am Pranger der Auto- Partei. Der schweizerische Blätterwald hat eine zweifelhafte Bereicherung erfahren: Die Auto-Partei gibt die Zeitung „Tacho“ heraus. Was das Trio Dreher, Baer, Ebeling-Stiefelmeier in diesem Blatt von sich gibt, ist allerdings nicht das Papier wert, auf dem die Texte gedruckt sind. Und so könnte man getrost zur Tagesordnung übergehen. Wenn da nicht die Listen wären. In den drei bisher erschienenen Ausgaben des „Tacho“ werden die „autofeindlichen Politiker“ aufgelistet. Dass Sozialdemokraten zuhauf in dieser Aufstellung vorkommen, verwundert nicht. Schliesslich firmieren die Redaktoren ja auch gleichzeitig als reaktionäre „Bürgeraktion“. Die erwähnten Tabellen sind aber auch mit vielen bürgerlichen Parlamentariern gespickt. Und so wie im „Tacho“ Autofeindlichkeit definiert wird, dürfte eine Hand ausreichen, um die paar wenigen verbleibenden Autofreunde unter der Bundeskuppel noch zu zählen. Am Pranger steht auch unser VHTL-Mitglied Nationalrat Otto Nauer. Wer ihn kennt (und wer kennt ihn nicht?), weiss um seine grossen Verdienste im Bereich des genossenschaftlichen Wohnungsbaus. Hunderte, Tausende von Familien verdanken seinem Einsatz ein preisgünstiges Heim. Was wäre beispielsweise die Stadt Zürich ohne die genossenschaftlichen Wohnsiedlungen! (…). Peter W. Küng, VHTL-Präsident.
VHTL-Zeitung, 26.3.1986.
VHTL-Zeitung > Autopartei. VHTL-Zeitung, 26.3.1986.
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12.03.1986 Schweiz
SGB
VHTL-Zeitung

Frauentag
SGB-Frauenkommission
Volltext
Communiqué der SGB-Frauenkommission. Zum Internationalen Frauentag vom 8. März. Seit 75 Jahren begehen Frauen in aller Welt den internationalen Frauentag. Damals wurde vor allem für das Frauenstimmrecht gekämpft. aber auch gegen Hungerlöhne und Kinderarbeit. Einiges hat sich im Lauf der Zeit verändert. Materielle und soziale Fortschritte zur BessersteIlung der Arbeitnehmerin konnten erzielt werden, doch ist sie nach wie vor in vielen Bereichen benachteiligt. Die Wirtschaft konnte in den letzten Jahren wiederum massive Gewinne erzielen. Das ist vor allem dem Können und dem Einsatz aller Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen zu verdanken. Zudem profitierte die Wirtschaft von den gesamtarbeitsvertraglichen Regelungen. Wenn sie deshalb jetzt glaubt, die Rechte der Arbeitnehmerinnen einschränken zu können, dann provoziert sie deren Widerstand. Die Frauenkommission des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes ruft deshalb alle Arbeitnehmerinnen auf, sich in (Jen Gewerkschaften zu organisieren und sich für ihre Rechte zu wehren. Die SGB-Frauenkommission. die 55‘000 Gewerkschafterinnen repräsentiert, appelliert an alle Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, sich solidarisch für eine gerechte Verteilung von Arbeit und Einkommen sowie für soziale Sicherheit einzusetzen. Die werktätigen Frauen tragen ihren Anteil am Volkseinkommen bei. Sie wollen Arbeit, aber nicht auf Kosten ihrer Gesundheit. sondern unter der Voraussetzung des körperlichen. geistigen und seelischen Wohlbefindens. Sie wollen den sozialen und internationalen Frieden und die Anerkennung der Menschenrechte in der Welt. Für Frauen, Männer und Kinder. VHTL-Zeitung, 12.3.1986.
SGB > SGB-Frauenkommission. Frauentag, VHTL-Zeitung, 1986-03-12.
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12.02.1986 Schweiz
Streik
Verfassung
VHTL-Zeitung

Streikrecht
Verfassung
Volltext
Streik als heisse Kartoffel. Von einem mutigen, wegweisenden Urteil dreier als Schiedsgericht fungierender Bundesrichter ist im unteren Teil dieser Seite die Rede; von einem „Nicht-Entscheid“ des Bundesgerichtes als höchster richterlicher Instanz in unserem Lande muss hier gesprochen werden. Man erinnert sich: 1979 waren 13 von 22 Angestellten der Zürcher Autozubehörfirma Eschler-Urania nach langen Auseinandersetzungen mit der Firma in den Streik getreten. Sie wurden daraufhin entlassen. Das Zürcher Arbeitsgericht meinte, die Entlassungen seien zu Recht erfolgt, denn das Streikrecht habe in unser Arbeitsrecht noch gar keinen Eingang gefunden. Das Zürcher Obergericht anerkannte dagegen das Streikrecht und befand, die Kampfmassnahmen der 13 Arbeitnehmer seien rechtmässig gewesen. Das Bundesgericht war der Meinung, die Entlassungen seien zu Recht erfolgt, da aber kein Gesamtarbeitsvertrag existiert habe, stelle sich die Frage des Arbeitsfriedens respektive dessen Verletzung und damit auch die Frage des Streiks als Grundrecht gar nicht. Es liess die Frage, ob der Streik bei uns einen verfassungsrechtlichen Schutz geniesse, fallen. Besser: Es packte die heisse Kartoffel Streikrecht gar nicht an. Im SGB-Pressedienst erläutert und kritisiert der Neuenburger Arbeitsrechtler, Professor Philippe Bois das Urteil und meint unter anderem, das bundesrechtliche Urteil schaffe viel Unsicherheit. Die Rechtsprechung werde sich künftig nach diesem Verdikt richten. Streiks seien gemäss diesem Wahrspruch für die Gewerkschaften zwar nicht verboten, es zeige sich aber erst im Nachhinein, ob sie Glück (…).
VHTL-Zeitung, 12.2.1986.
SGB > Streik. Verfassung. VHTL-Zeitung, 1986-02-12.
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11.04.1984 Schweiz
SGB
Streik
VHTL-Zeitung

Streikbewegung
Volltext
Streik-Paradies Schweiz. Trotz Verhärtungen in den Vertragspartner-Beziehungen gab es auch im vergangenen Jahr nur wenige Arbeitsstreitigkeiten, die in Streiks endeten: Das BIGA registrierte laut Angaben im Februar-Heft der „Volkswirtschaft“ fünf Streiks, die mindestens einen Tag dauerten. Beteiligt waren 985 Arbeiter in fünf Betrieben, wobei ungefähr 4‘400 Arbeitstage verloren gingen. Je zwei der Streiks entfallen auf das grafische Gewerbe und auf die Metall- und Maschinenindustrie, einer auf das Baugewerbe. Bei drei der fünf Konflikte war die Entlassung von Arbeitern hauptsächlichster Streitgegenstand, während die bei den andern Streiks im Zusammenhang mit Lohnforderungen standen. In den beiden vorausgegangenen Jahren 1981 und 1982 kam es sogar zu nur je einem Streik. Das sind „paradiesische“ Verhältnisse, gemessen an andern Industriestaaten. Interessante Angaben darüber enthält das Arbeitsstatistische Jahrbuch 1983 des Internationalen Arbeitsamtes. Darnach streikten in den westlichen Industriestaaten im Jahre 1982 16,2 Millionen (+8% gegenüber dem Vorjahr), was 39 Millionen (+5%) verlorenen Arbeitstagen entsprach. Zwar ging die Zahl der Streiks um 15 Prozent auf 11‘000 zurück. Der Arbeitsfriede ist zweifellos ein grosser Aktivposten in der Konkurrenz unserer Wirtschaft mit dem Ausland. Er kommt auch den Arbeitnehmern zugute, sofern die Früchte der Arbeit einigermassen gerecht verteilt werden. Er kann aber nie Selbstzweck sein. Der Streik ist und bleibt eine wichtige Waffe der Arbeitnehmer und ihrer Gewerkschaften, um berechtigte Forderungen durchzusetzen, wenn (...).
VHTL-Zeitung, 11.4.1984.
SGB > Streikbewegung 1983. VHTL-Zeitung, 1984-04-11.
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29.02.1984 Grenchen
Marin
Biga
Personen
VHTL-Zeitung
Rita Gassmann
Biga
Nachtarbeit
Volltext
Weitere Ausbeutung der Frauen? Nachdem bekannt wurde, dass das BIGA das Nachtarbeitsverbot für Frauen in industriellen Betrieben (in Dienstleistungsbetrieben gilt das Nachtarbeitsverbot nicht) lockern will, war Nachtarbeit wieder ständiges Thema bei den weiblichen Gewerkschaftsmitgliedern . Am 10. Januar 1984 reichte die Uhrenfirma ETA (Groupes de Fabriques d'Ebauches) beim BIGA eine Bewilligung zur Nachtarbeit für Frauen ein. Dies war für die Frauenkommission VHTL Anlass, die Sekretärin für Frauenfragen beim SMUV, Francesca Hauswirth, zu unserer Sitzung vom 8. Februar 1984 einzuladen, um uns die Situation aufzuzeigen. Die VHTL-Frauenkommission hat sich klar gegen Nachtarbeit für Frauen ausgesprochen. In der Uhrenfirma Ebauches in Marin und Grenchen werden mikroelektronische Schaltungen bzw. Quarzmodule hergestellt. Beide sind technologische Spitzenprodukte, beide werden von der ausländischen Konkurrenz insbesondere den Japanern, hart bedrängt. Es wurde geschrieben, in Japan werde an 340 Tagen im Jahr während jeweils 24 Stunden gearbeitet (in Japan herrscht für Frauen ein Nachtarbeitsverbot. Die Red.), in Marin bzw. Grenchen nur 220 Tage zu 16 Stunden. Deshalb wollen die beiden Betriebe von 2 auf 3 Schichten umstellen. Vorerst genügten 20 bis 30 Leute, später 40 bis 50. Ein Arbeitsplatz, so wird gesagt, koste die Unternehmer 1 Mio. Franken, zudem seien die Maschinen in 2 bis 4 Jahren veraltet. Mit dem 3-Schichten-Betrieb könnten die Kapitalkosten pro Schicht von 144 000 auf 89 333 Franken gesenkt werden. Diese Einsparung sei unerlässlich, um die …). Rita Gassmann.
VHTL-Zeitung, 29.2.1984.
Personen > Gassmann Rita. Nachtarbeit. BIGA. VHTL-Zeitung, 1984-02-29.
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29.02.1984 Schweiz
Frauen
Personen
VHTL-Zeitung
Rita Gassmann
Gleichberechtigung
Volltext
„Wir können nicht nur Kartoffeln dämpfen, wir werden auch für unsere Rechte kämpfen“. Dies sagten deutsche Gewerkschafterinnen an einer Kundgebung für Frauen. Sie sind stolz, sie wissen was sie können, und sie wissen, was sie wollen. So empfand ich den Spruch auf dem Transparent der Gewerkschafterinnen. Sie lassen sich nicht unterkriegen. Frauen mussten immer kämpfen und müssen immer mehr kämpfen: für ihr Recht auf Arbeit, für gleichen Lohn bei gleichwertiger Arbeit, für Partnerschaft in der Gesellschaft, für ihre persönliche Anerkennung. Den Anspruch der Frauen auf Arbeit nimmt man heute weniger ernst, ja oft wird er abgetan damit, Frauen würden nur für den Luxus arbeiten. In Zeiten, wo tagtäglich von Entlassungen und neuen Arbeitslosenzahlen zu lesen ist, wird der Ruf wieder laut „Doppelverdienerinnen gehören ins Haus“. Man frägt nicht mehr danach, weshalb Frauen arbeiten wollen oder arbeiten müssen. Die Kindererziehung findet erneut unerahnte Aufwertung (wie wenn berufstätige Mütter ihren Pflichten nicht nachkämen!), ja die Ideologie der neuen „Mütterlichkeit“ soll dazu dienen, arbeitslose Frauen mit der Arbeitslosigkeit zu versöhnen. Die in der Verfassung verankerte Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wird so interpretiert, dass bei den Frauen das AHV-Alter heraufgesetzt werden soll, statt dasjenige der Männer zu senken. Angesichts des immer kleiner werdenden Arbeitsvolumens wäre dieser Schritt wohl eher sinnvoll. In diesem Jahr kommt die Initiative für einen wirksamen Mutterschutz zur Abstimmung. Es ist vorauszusehen, dass die von vielen Frauenorganisationen getragene Initiative (…). Rita Gassmann.
VHTL-Zeitung, 29.2.1984.
Personen > Gassmann Rita. Gleichberechtigung. Frauentag. VHTL-Zeitung, 1984-02-29.
Ganzer Text
18.01.1984 Schweiz
Personen
VHTL-Zeitung
Walter Renschler
Privatisierungen
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Nicht Privatisierung, sondern Demokratisierung öffentlicher Aufgaben! Dies erklärte SGB-Vizepräsident Walter RenschIer anlässlich einer Debatte im Nationalrat zu einer Motion des Freisinnigen Bruno Hunziker (Aargau), welche die Rückführung gewisser staatlicher Aufgaben in die private Profitwirtschaft anstrebt. Der Bundesrat hatte sich in einer schriftlichen Stellungnahme bereit erklärt, den Fragenkomplex zu prüfen und daher die Motion bloss in Form eines unverbindlichen Postulats entgegenzunehmen. Der Grundton der bundesrätlichen Antwort ist kritisch; offensichtlich hält auch der Bundesrat nichts von einer Privatisierung der Gewinne und Sozialisierung der Verluste. Im Sinne des bundesrätlichen Antrags hat der Nationalrat den Vorstoss Hunziker mit 81 gegen 47 Stimmen als Postulat überwiesen. Hunziker gehe es vor allem darum, sagte Renschler, die Profitwirtschaft für das private Unternehmertum auszuweiten. Vielfältig seien denn auch die Vorschläge zur Privatisierung, wie sie sich in der Begründung der Motion, aber auch in zahlreichen meist freisinnigen Vorstössen in Kantonen und Gemeinden finden lassen. Bei diesen Privatisierungen werden vor allem genannt: Gas- und Wasserversorgung, Kanalreinigung, Kehrichtabfuhr, Unterhalt und Wartung von Strassen und Gebäuden, Gartenbau, Forstwesen, Zentralwäschereien, um nur die wesentlichen Bereiche zu nennen. Massgebend für die SP, erklärte Walter Renschler, weshalb sie die Übertragung staatlicher Tätigkeit an die Privatwirtschaft ablehne, seien folgende (…). Walter Renschler.
VHTL-Zeitung, 18.1.1984.
Personen > Renschler Walter. Privatisierung. VHTL-Zeitung, 1984-01.18.
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18.03.1922 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter-Verband
Personen
SGB
VHTL-Zeitung
Ernst Eichenberger
Albert Hollenstein
Hans Oprecht
Arbeitszeitverlängerung
Einheitsfront
Gewerkschaftspresse
Lohnkürzungen
Mitsprache
Verbandsvorstand
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Aus den Verhandlungen der Zentralvorstandssitzung. Die fünfte Sitzung des Zentralvorstandes, die auf den 18./19. März 1922 in die „Eintracht" nach Zürich einberufen worden war, konnte am Samstagabend um 8 Uhr bei Anwesenheit aller Delegierten mit Ausnahme desjenigen des 10. Kreises (Tessin),  der verhindert war, zu kommen, von Genosse Dr. Oprecht in gewohnter Weise eröffnet werden. (...).Eb. (Ernst Eichenberger).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 24.3.1922.
Gemeinde- und Staatsarbeiter-Verband > Verbandsvorstand 1922-03-18.doc.

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