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Anzahl gefundene Artikel: 271

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.04.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
VPOD-Magazin
Elvira Wiegers
Umkleidezeit
Volltext
Umkleidezeit wird Arbeitszeit - die VPOD-Kampagne gewinnt an Fahrt. Ganz in Weiss. Die Forderung des VPOD, dass Umkleiden bezahlte Arbeitszeit ist, wird inzwischen nicht mehr bestritten. Einige Betriebe haben bereits mit der Umsetzung begonnen. Das Geschäft mit der Gesundheit brummt. Hunderte von Millionen von Franken werden in Neubauten mit todschicken Inneneinrichtungen gepumpt. Hier ein neues Bettenhaus, dort ein Ambulatorium. Das Geld dafür scheint in Hülle und Fülle vorhanden zu sein. Fehlen tut es dann an einem anderen Ort, nämlich in den Taschen des Personals. Hier wird gespart und geschmürzelt, ungeachtet der Tatsache, dass fast 40 Prozent des Gesundheitspersonals wieder aus dem Beruf aussteigen und dass permanenter Personalmangel für immer mehr Stress bei jenen sorgt, die den Bettel noch nicht hingeschmissen haben. Der berühmte Tropfen. Das Gesundheitspersonal hat die kontinuierliche Verschlechterung seiner Arbeitsbedingungen in der Vergangenheit meist ohne Murren hingenommen - bis der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen brachte. Im Fall des Universitätsspitals Zürich (USZ) war es die Ankündigung eines neuen Garderobensystems, das zu noch längeren Umkleide- und Wegzeiten führen wird. Im USZ hat denn auch im vergangenen September die Kampagne „Umkleidezeit ist Arbeitszeit“ ihren Anfang genommen. Das grosse und anhaltende Medienecho hat dazu beigetragen, dass die Kampagne relativ schnell auch in anderen Regionen lanciert werden konnte:(…).
Elvira Wiegers.
VPOD-Magazin, 1.4.2019.
Personen > Wiegers Elvira. Umkleidezeit. VPOD-Magazin, 2019-04-01.
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18.01.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Mirjam Brunner
Gesundheitsschutz
Nachtarbeit
Ratgeber
Volltext
Schwierigkeiten mit Nachtarbeit: Soll ich zum Arzt? In unserem Betrieb laufen die Maschinen Tag und Nacht, und wir arbeiten Schicht. Deshalb arbeite ich regelmässig in der Nacht. In letzter Zeit bereitet mir die Nachtarbeit immer mehr Mühe. Ich schlafe schlecht und habe Verdauungsprobleme. Zudem habe ich das Gefühl, an den andern vorbeizuleben: Wenn sie Feierabend haben, gehe ich zur Arbeit, und wenn sie aufstehen gehe ich schlafen. Soll ich mich von einer Fachperson beraten lassen? Mirjam Brunner: Ja, eine medizinische Untersuchung und Beratung ergibt in Ihrem Fall Sinn. Es gibt zahlreiche Studien zu den körperlichen und sozialen Belastungen bei Nachtarbeit. Regelmässige Nachtarbeit ist mit Risiken verbunden, da der Mensch aus biologischen Gründen auf Aktivität am Tag und Ruhe in der Nacht programmiert ist. Eine Umstellung dieses Rhythmus ist nur begrenzt möglich. Was Sie erleben, ist unter Nachtarbeitenden weit verbreitet. Deshalb sieht das Arbeitsgesetz eine regelmässige Untersuchung des Gesundheitszustandes von Nachtarbeitenden bei einem spezialisierten Arzt vor. Dazu gehört auch, dass der Einfluss auf die Wohn- und Familiensituation, auf die Freizeit und die Ernährung besprochen wird. Weiter können Sie sich von dieser Fachperson beraten lassen, wie die mit der Arbeit verbundenen Probleme vermindert werden können. Ihre Firma muss die Möglichkeit einer solchen Untersuchung und Beratung in regelmässigen Abständen anbieten, und der Arzttermin muss während der Arbeitszeit (...). Mirjam Brunner vom Service Arbeitszeit beantwortet Fragen zu Arbeitszeit und Arbeitszeiterfassung.
Work online, 18.1.2019.
Personen > Brunner Mirjam. Nachtarbeit. Gesundheitsschutz. Ratgeber. Work online, 2019-01-18.
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17.01.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Travail.Suisse

Teilzeitarbeit
Volltext
Teilzeitarbeit auf dem Vormarsch – Diskriminierungen bleiben. Das Bundesamt für Statistik hat heute die neusten Zahlen zur Entwicklung der Teilzeiterwerbstätigkeit veröffentlicht. Teilzeitarbeit hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert die Politik auf, die Diskriminierungen der Teilzeitarbeitenden zu bekämpfen und Teilzeitarbeit der Vollzeitarbeit gleichzustellen. 1,7 Millionen Arbeitnehmenden arbeiten in der Schweiz in einem Teilzeitpensum. Dies entspricht einem Anteil von 36,8 Prozent und damit einer Zunahme von 8‘4 Prozent in den letzten 20 Jahren. Auch wenn eine gewisse Anpassung zwischen den Geschlechtern feststellbar ist, ist der Anteil der Frauen in Teilzeitarbeit immer noch mehr als dreimal so hoch wie bei den Männern (59% gegenüber 17,6%). Besonders ausgeprägt ist der Geschlechterunterschied bei Haushalten mit kleinen Kindern. „Dies zeigt, dass immer noch der Grossteil der Familienarbeit von den Frauen geleistet wird“, betont Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Im Zuge des zunehmenden Wandels zur Dienstleistungsgesellschaft und der fortschreitenden Digitalisierung wird Teilzeitarbeit weiter zunehmen. „Die Politik ist dringend gefordert, Teilzeitarbeit als Realität auf dem Arbeitsmarkt anzuerkennen und die Diskriminierung der Teilzeiterwerbstätigen zu stoppen“, so Fischer weiter. Eine Diskriminierung von Teilzeitarbeitenden ortet Travail.Suisse insbesondere in folgenden Bereichen: In den Sozialversicherungen hindern Eintrittsschwelle und Koordinationsabzug einen gleichberechtigen Rentenaufbau in der (…).
Travail.Suisse, 17.1.2019.
Travail.Suisse > Teilzeitarbeit. Travail.Suisse, 2019-01-17.
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04.09.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Unia Schweiz

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Arbeitsgesetz: Nein zur 70-Stundenwoche! Die Arbeitnehmenden sagen nein zur Sonntagsarbeit, nein zur 70-Stundenwoche! Die Wirtschaftskommission des Ständerats hat die Vernehmlassung zur Aushöhlung des Arbeitsgesetzes eröffnet. Damit sollen die gefährlichen und schädlichen Vorstösse von Karin Keller-Sutter (FDP/SG) und Konrad Graber (CVP/LU) umgesetzt werden. Die Unia wehrt sich vehement gegen diese Angriffe auf den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden! Mit der Umsetzung der Initiative von Karin Keller-Sutter werden grosse Beschäftigtengruppen faktisch vom Schutz des Arbeitsgesetzes ausgenommen. Personen mit Vorgesetztenfunktion und Fachspezialist/innen sollen ihre Arbeitszeit nicht mehr erfassen müssen. Damit werden alle Regelungen zu den Arbeits- und Ruhezeiten faktisch ausser Kraft gesetzt. Arbeiten ohne Limit. Mit der Umsetzung der Initiative von Konrad Graber wird gleichzeitig ein Jahresarbeitszeitmodell verankert, welches die 70-Stundenwoche und mehr autorisiert. Die Bestimmungen zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit und zur Überzeit werden damit ausser Kraft gesetzt. Dies obwohl aus arbeitsmedizinischer Sicht überlange Arbeitszeiten ganz klar gesundheitsschädigend sind. Schutz aufrecht erhalten. Für die Unia ist klar, dass die Vorlage komplett überdreht ist. (…).
Unia Schweiz, 4.9.2018.
Unia Schweiz > Arbeitszeitverlängerung. Unia Schweiz, 2018-09-04.
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27.04.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Christian Egg
Temporärarbeit
Volltext
Immer mehr Temporäre. Neueste Zahlen zeigen: Temporärarbeit nimmt stark zu. Besonders bei Menschen über vierzig. Seit 2010 ist der Anteil der Temporärangestellten um einen Fünftel gestiegen (von 1,1 auf 1,3 Prozent). Das zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik. Besonders bedenklich ist die Zunahme bei den über 40jährigen: In der Altersgruppe 40 bis 54 Jahre hat sich der Anteil von 0,6 auf 1,2 Prozent verdoppelt. Auch in der Altersgruppe 55 bis 64 stieg er von 0,5 auf 0,8 Prozent. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch höher liegen. Denn viele Temporärangestellte sind Grenzgängerinnen oder Kurzaufenthalter - und die tauchen in der Statistik des Bundes nicht auf. Über den ganzen Arbeitsmarkt gesehen, beschleunigt sich die Entwicklung. Der Temporärarbeitgeberverband Swissstaffing jubelt, in den letzten 12 Monaten hätten die Einsatzstunden „erstmals“ um mehr als zehn Prozent zugenommen. Kritische Lage. Veronique Polito von der Unia-Geschäftsleitung sieht diese Zahlen dagegen mit Sorge. „Temporärarbeitende haben kein gesichertes Einkommen“, sagt sie. Und: „Sie werden nur bezahlt, wenn sie zu einem Einsatz geschickt werden.“ Oftmals hätten Temporäre Verträge mit mehreren Büros, um ihre Chancen auf einen Einsatz zu erhöhen. Dennoch sind sie zwischen den Einsätzen arbeitslos und zahlen etwa keine Pensionskassenbeiträge, was im Alter zu tieferen Renten führt. Unter (…). Christian Egg.
Work, 27.4.2018.
Personen > Egg Christian. Temporärarbeit. Work, 2018-04-27.
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15.03.2018 Deutschland
Arbeitszeit
Junge Welt

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Der Sieben-Stunden-Vorteil. Knorr-Bremse will 42 statt 35 Stunden in der Woche arbeiten lassen. Die Gewerkschaft soll draussen bleiben – aber die Arbeiter wehren sich. Soll man, soll man lieber nicht? Um kurz vor 9 Uhr herrscht bei den Kollegen des Industriebetriebs Knorr-Bremse Powertech noch ein wenig Ratlosigkeit. Geplant war für den heutigen Mittwoch ein Warnstreik, im Autokorso wollte man dann durch Berlin fahren. Doch das Management des Konzerns legte sich mächtig ins Zeug. Am Tag zuvor berichtete es von einer Einigung im Konflikt und verunsicherte damit viele Kollegen. Nun steht nur ein Dutzend Arbeiter vor ihrem Werk im Berliner Stadtteil Tegel. Es nieselt. Andererseits: Einige hocken schon in ihren Autos; und einfach aufgeben? "Ihr müsst das entscheiden", erklärt ein Sekretär der IG Metall. Noch ein Überlegen, dann der Entschluss, ein Betriebsrat fällt ihn: "Wir fahren." 32 Autos setzen sich in Bewegung. In ihnen gut 50 Arbeiter, die ihrem Konzern zeigen wollen, dass sie sich Tarifflucht und unbezahlte Arbeitszeitverlängerung nicht gefallen lassen. Der Arbeitskampf bei der Knorr-Bremse AG ist am Mittwoch in eine neue Runde gegangen. Beschäftigte der Tochterfirma Powertech – sie produziert Energieversorgungssysteme für Schienenfahrzeuge – legten die Arbeit nieder. Hintergrund des Warnstreiks ist die Tarifflucht des Unternehmens und dessen Versuch, die Arbeitszeiten heraufzusetzen. Warum es gerade 42 Stunden sind, weiss auch ein Betriebsrat von KB Powertech nicht. "Richtig (…). 
Junge Welt, 15.3.2018.
Junge Welt > Arbeitszeit. Junge Welt, 2018-03-15.
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02.03.2018 Deutschland
Arbeitszeit
Junge Welt

Arbeitszeit
Publikation
Volltext
Diebstahl fremder Arbeitszeit. Vorabdruck. Vom „Lohnsklaven“ zum „Arbeitskraftunternehmer“. Der historische und strukturelle Wandel kapitalistischer Ausbeutung. In diesen Tagen erscheint Heft 113 der Zeitschrift Marxistische Erneuerung. Wir veröffentlichen daraus vorab und leicht gekürzt den Aufsatz „Vom Lohnsklaven zum ‚Arbeitskraftunternehmer‘. Der historische und strukturelle Wandel kapitalistischer Ausbeutung“. Der Autor Harald Werner ist Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift. Das neue Heft kann unter www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de bestellt werden. (JW) Der Lohnsklave des 19. Jahrhunderts war zwar kein Sklave, und der „Arbeitskraftunternehmer“ von heute ist kein Unternehmer, doch die beiden Metaphern markieren Ausgangs- und bisherigen Höhepunkt des strukturellen Wandels von Lohnarbeit und ihrer ideologischen Verschleierung. Zwar brauchte es zu Marx Zeiten keine theoretische Erklärung, um Lohnarbeit als Ausbeutung zu erkennen, doch es bedurfte einer theoretischen Analyse, um der gängigen Illusion eines »gerechten Lohnes« entgegenzutreten und begreifbar zu machen, dass jede Ware, somit auch die Ware Arbeitskraft, im Durchschnitt zu ihrem wirklichen Wert verkauft wird. Das „scheint paradox und der alltäglichen Beobachtung widersprechend“, schreibt Marx und fügt gleich hinzu: „Könnt ihr den Profit nicht unter dieser Voraussetzung erklären, so könnt ihr ihn überhaupt nicht erklären“. Deshalb auch hat er es im ersten Band des „Kapital“ nicht an konkreten Beispielen fehlen lassen, um zu (…).
Junge Welt, 2.3.2018.
Junge Welt > Arbeitszeit, Publikation. Junge Welt, 2018-03-02.
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01.03.2018 Deutschland
Arbeitszeit
Junge Welt
Löhne

Arbeitszeit
Löhne
Volltext
Deutschland ganz unten. Zahlreiche Unternehmen umgehen Arbeitszeit und Mindestlohn. Gehaltsuntergrenze im europäischen Vergleich auf niedrigem Niveau. Mehr arbeiten, weniger Lohn: Mit dem Ausbau der Digitalisierung sollte die Entwicklung eigentlich andersherum verlaufen. Nicht so in der Bundesrepublik. Im Land der Rekordüberschüsse für Reiche und Tafeln für Arme liefern sich Lohndrücker einen Wettbewerb. Unbezahlte Mehrarbeit ist an der Tagesordnung, während der Mindestlohn nicht nur häufig umgangen wird, sondern trotz starker Wirtschaft und Anstieg der Preise stagniert. So stellten deutsche Arbeitsschutzbehörden 2016 bei mehr als jeder zweiten Kontrolle Verstösse gegen das Arbeitszeitgesetz fest. Das besagt eine aktuelle Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Jutta Krellmann (Die Linke). Demnach deckten die Beamten bei 19‘208 Inspektionen 10‘110 solcher Fälle auf. Das waren zwar rund 1‘700 weniger als 2010. Allerdings sank die Zahl der Prüfungen von knapp 26‘000 um mehr als ein Viertel. Besonders drastisch übte sich etwa Rheinland-Pfalz im Wegschauen. 2016 kontrollierte es nur gut 600mal seine Unternehmen, halb so oft wie sechs Jahre zuvor. Dabei stellte es mit gut 2‘100 fast dreimal so viele Verstösse fest. Konsequenzen hatte das kaum. Die Behörden verfolgten nur etwa jeden 17. Rechtsbruch dieser Art. In lediglich 589 Fällen wurden verantwortliche Firmen verwarnt, mit Bussgeld belegt oder strafrechtlich angezeigt. (…).
Junge Welt, 1.3.2018.
Junge Welt > Arbeitszeit. Löhne. Junge Welt, 2018-03-01.
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28.02.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Bankpersonalverband
Personen
Denise Chervet
Arbeitszeiterfassung
Die Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen für Bankangestellte VAB und die Sozialpartnerschaft. Stand der Dinge. Seit der Vereinbarung über die Arbeitszeitermittlung VAZ im Jahr 2016 hat sich die Vereinbarung über die Anstellungsbedingungen für Bankangestellte VAB nicht mehr wesentlich weiterentwickelt. Der Finanzplatz Schweiz hingegen ist in einem steten Wandel und steht wegen neuen Reglementierungen, dem automatischen Informationsaustausch und der Entwicklung neuer Technologien unter Druck. Die Angestellten in der Finanzbranche sind direkt davon betroffen. Die Verdichtung der Arbeit, die neuen Anforderungen an ihre Kompetenzen und Restrukturierungen hinterlassen Spuren und wirken sich auf den Arbeitsalltag, auf die Arbeitsbedingungen und vor allem auch auf die Gesundheit aus. Der SBPV hat deshalb einen Forderungskatalog erarbeitet, der auf der Analyse der oben genannten Herausforderungen des Finanzsektors und den daraus resultierenden Bedürfnissen der Angestellten basiert. Leider sind die Arbeitgeber bis heute nicht auf diesen Katalog eingegangen. Die Sozialpartnerschaft ist blockiert. Unter dem Gesichtspunkt der Zusammenarbeit und des sozialen Dialogs wurde der Forderungskatalog im Februar 2017 den Arbeitgebern vorgestellt. Darin wurde nicht nur den Bedürfnissen der Angestellten Rechnung getragen, sondern auch den Herausforderungen, die von Arbeitgeber Banken benannt wurden. Der Fachkräftemangel wurde darin speziell beleuchtet. Im Zentrum der Forderungen des SBPV standen (…). Denise Chervet. Bankpersonalverband, 28.2.2018.
Bankpersonalverband > Arbeitszeiterfassung. SBPV, 2018-02-28.
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24.02.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Unia Schweiz

Arbeitszeit
Bauarbeiter
Volltext
Bauarbeiter gegen Frontalangriff! Mit einer durchschnittlichen Rente von ca. 3‘000 Franken könnte sich kaum ein Bauarbeiter die Frühpensionierung leisten. Der Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe (LMV) läuft Ende Jahr aus und wird neu verhandelt. Doch statt die Probleme anzugehen, wollen die Baumeister tiefere Löhne, längere Arbeitszeiten und ein höheres Rentenalter. An ihrer Berufskonferenz in Olten haben die 300 delegierten Bauarbeiter beschlossen, sich gegen die radikalen Abbau-Pläne der Baumeister zu wehren und für ihre Rechte zu kämpfen. Vertrag verbessern statt abbauen. Statt für die realen Probleme auf den Baustellen Lösungen zu entwickeln, hat der Baumeisterverband seine Abbauziele in den letzten Monaten wiederholt in den Medien angekündigt: tiefere Löhne für ausgelernte Maurer, Lohnkürzungen für ältere Bauarbeiter aufgrund «sinkender Leistung», 50-Stundenwoche für alle. Hände weg von der Rente mit 60! Zudem attackieren die Baumeister erneut die Renten mit 60 und fordern Rentenalter 62 oder 30 Prozent weniger Rente pro Monat. Mit einer durchschnittlichen Rente von ca. 3‘000 Franken könnte sich aber kaum mehr ein Bauarbeiter die Frühpensionierung leisten. Die Frührente auf dem Bau gehört zu den wichtigsten Errungenschaften und ermöglicht den Bauarbeitern eine Rente in Würde. Für eine faire Lohnerhöhung! Während die Bautätigkeit in den letzten zehn Jahren um fast 30 Prozent gestiegen ist, ist die Zahl der Bauarbeiter zurückgegangen. Zudem wird immer mehr Arbeit an fragwürdige Subunternehmer im (…).
Unia Schweiz, 24.2.2018.
Unia Schweiz > Arbeitszeit. Bauarbeiter. Unia Schweiz, 2018-02-24.
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22.02.2018 Österreich
Arbeitszeit
Junge Welt

Arbeitszeit
Streik
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Junge%20Welt/%C3%96sterreich.%20Arbeitszeit.%20Streik.%20Junge%20Welt,%202018-02-22.pdf„Bei der Arbeitszeitverkürzung blockieren alle Arbeitgeber“. In Österreichs Sozialwirtschaft wird um die 35-Stunden-Woche gekämpft – erstmals auch mit Streiks. Gespräch mit Reinhard Bödenauer, stellvertretender Bundesgeschäftsführer der österreichischen Gewerkschaft GPA-djp. Am Donnerstag und Freitag der vergangenen Woche traten Pflegekräfte und Erzieherinnen der österreichischen Sozialwirtschaft in den Warnstreik (siehe JW vom 16. Februar). Dem Ausstand waren fünf ergebnislos verlaufene Verhandlungsrunden vorangegangen. Die Gewerkschaften haben Lohnforderungen aufgestellt, verlangen aber auch eine Verkürzung der Arbeitszeiten. Bei welchem Thema ist der Widerstand der Chefs grösser gewesen? Wir haben drei Hauptforderungen: Zunächst braucht es eine nachhaltige Lohnerhöhung im Sozialbereich. Für die Gesundheits- und Pflegeberufe ist zudem eine eigene Regelung notwendig. 2016 wurde das österreichische Gesundheits- und Krankenpflegegesetz reformiert, die Beschäftigten in diesen Berufen erhielten dabei mehr Kompetenzen. Im öffentlichen Dienst ging das auch mit mehr Gehalt einher. Das wollen wir nun auch für den privaten Sektor erreichen. Schliesslich fordern wir eine Arbeitszeitverkürzung von derzeit 38 auf künftig 35 Wochenstunden bei vollem Lohn- und Personalausgleich. Da blockieren alle Arbeitgeber. Als Gewerkschaft haben wir das Problem, dass wir seit Jahrzehnten diese Verkürzung fordern, doch in den Kollektivverträgen (Tarifverträge, JW) findet sich das selten wieder. (…).
Junge Welt, 22.2.2018.
Junge Welt > Österreich. Arbeitszeit. Streik. Junge Welt, 2018-02-22.
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08.02.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
WOZ
Daniel Stern
Arbeitsgesetz
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Nur ein paar dringende E-Mails um Mitternacht. Es ist ein schöner Titel, den der freisinnige Nationalrat Thierry Burkart für seine parlamentarische Initiative gewählt hat: „Mehr Gestaltungsfreiheit bei der Arbeit im Homeoffice“, Er suggeriert, dass die Beschäftigten, die ihre Bürotätigkeit mehr oder weniger regelmässig von zu Hause aus erledigen, mit seinen Gesetzesvorschlägen grössere Autonomie bekämen. Sie sollen frei sein, zu arbeiten, wann immer sie wollen. Vergangene Woche hat die Wirtschaftskommission des Nationalrats die Initiative durchgewinkt, nächste Station ist die Schwesterkommission des Ständerats. Was heisst denn „Fachspezialist“? Burkarts Initiative hat es in sich: Neu soll jemand im Homeoffice bis zu siebzehn Stunden am Tag (statt wie bisher vierzehn Stunden) arbeiten - auch sonntags. Von Freiwilligkeit steht nichts in dem Vorschlag. Gibt es also viel zu tun, ist für eine Sachbearbeiterin, die von zu Hause aus um 8.30 Uhr mit der Arbeit beginnt, um 17 Uhr nicht einfach Schluss. Sie muss dann möglicherweise, nachdem sie ihr Kind von der Krippe ab¬geholt, gekocht, mit dem Kind gespielt und es ins Bett gebracht hat, um 21 Uhr nochmals für eine Stunde an den Schreibtisch. Und kann so, wie Burkart erläutert, „dringende E-Mails abarbeiten“. Es wäre sogar möglich, dass sie um Mitternacht «noch schnell» ein E-Mail beantwortet und am nächsten Tag um 9 Uhr die Arbeit wieder aufnimmt (nachdem sie Frühstück gemacht, ihr Kind geweckt und es in die Krippe gebracht hat). Denn Burkart fordert mit seiner Initiative auch, dass „(…). Daniel Stern.
WOZ, 8.2.2018.
Personen > Stern Daniel. WOZ, 2018-02-08.
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01.02.2018 Deutschland
Arbeitszeit
DGB

Teilzeitarbeit
Volltext
Weiterentwicklung des Teilzeitrechts. Recht auf befristete Teilzeit muss für alle gelten. Gesetzentwurf reicht nicht weit genug. Beschäftigte, die ihre Arbeitszeit reduziert haben, sollen künftig einen Rechtsanspruch darauf haben, später wieder zu ihrem alten Beschäftigungsumfang zurückzukehren. Das ist gut. Nicht gut ist, dass das neue Gesetz nicht für kleine Unternehmen gelten soll: Gerade hier ist der Anteil an Teilzeitbeschäftigten besonders hoch. Der Gesetzentwurf des Arbeitsministeriums im DGB-Faktencheck. Jeder Dritte arbeitet in Teilzeit. 14 Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in Teilzeit, die allermeisten von ihnen sind Frauen. Sie entscheiden sich oft aus familiären Gründen für eine geringere Stundenzahl und würden später gerne wieder zurück auf eine Vollzeitstelle wechseln. Das klappt in der Praxis allerdings oft nicht. Aus der geplanten Übergangslösung wird ein unerwünschter Dauerzustand, die Beschäftigten landen in der „Teilzeitfalle" - mit allen daraus resultierenden Nachteilen und Risiken. Dazu gehören zum Beispiel schlechte Aufstiegschancen und eine mangelhafte soziale und finanzielle Absicherung. Anspruch auf befristete Teilzeit. Im Koalitionsvertrag haben sich SPD und CDU/CSU darauf verständigt, dass sie das Teilzeitrecht weiterentwickeln und dabei unter anderem ein Rückkehrrecht in Vollzeit festschreiben wollen. Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die sich für eine Teilzeitbeschäftigung entschieden haben, soll sichergestellt werden, dass sie später wieder zu ihrer ursprünglichen Arbeitszeit zurückkehren (…).
DGB, 1.2.2017.
DGB > Teilzeitarbeit. DGB, 2018-02-01.
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31.01.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Unia Schweiz

Arbeitszeit
Crowdworker
Home-Office
Volltext
Nein zu „Arbeiten Rund um die Uhr“. Obwohl geregelte Arbeitstage schon heute unter grossem Druck stehen, geht das Parlament immer weiter: Ein Vorstoss von Nationalrat Thierry Burkart will Arbeitstage mit 17 Stunden erlauben. Zudem sollen Ruhezeiten wegfallen und Sonntagsarbeit zu Hause ohne Bewilligung möglich sein. Dieser Vorstoss ist skandalös und realitätsfremd! Am 29.1.2018 hat die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrats (WAK-N) die parlamentarische Initiative von Nationalrat Thierry Burkart (FDP, AG) gutgeheissen. Sie verlangt, dass man im Homeoffice bis zu 17 Stunden arbeiten soll und dass die gesetzlich festgelegten Ruhezeiten nicht mehr gelten. Ausserdem soll Sonntagsarbeit zu Hause ohne Bewilligung möglich sein. Angriff auf die Gesundheit der Arbeitnehmenden und gegen die Vereinbarkeit. Die Ausdehnung auf 17 Stunden führt zur Mehrarbeit und schränkt die Ruhezeiten drastisch ein. Arbeitgeber können fast 24 Stunden auf die Arbeitnehmer zurückgreifen. Auch die Arbeitszeitkontrolle wird erschwert. Alles deutet darauf hin, dass das Parlament Arbeiten rund um die Uhr will und sich darum foutiert, ob die Arbeitnehmenden zur Ruhe kommen können. Dass damit die Vereinbarkeit gefördert werden soll, ist scheinheilig! Ausbau statt Abbau des Gesundheitsschutzes. Eine neue Studie der ILO (Februar 2017, in Englisch) zeigt, dass Leute, die regelmässig im Home-Office arbeiten, mehr gestresst sind. Dies aufgrund der starken Durchlässigkeit zwischen Arbeit und Freizeit/Familienzeit. Zudem leiden sie mehr an (…).
Unia Schweiz, 31.1.2018.
Unia Schweiz > Crowdworking. Arbeitszeit. Unia Schweiz, 2018-01-31.
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08.12.2017 Österreich
Arbeitszeit
Junge Welt
Regierung

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Das waren noch Zeiten. Österreich: Künftige Regierungsparteien wollen Arbeitszeit „flexibilisieren“: Es drohen Zwölf-Stunden-Tag und 60-Stunden-Woche. Österreichs Beschäftigte sollen länger arbeiten. Obwohl die Koalitionsverhandlungen zwischen der konservativen Volkspartei (ÖVP) und der rechten Freiheitlichen Partei (FPÖ) immer noch nicht abgeschlossen sind, haben die wahrscheinlichen Regierungschefs in spe am Mittwoch einige Vorhaben präsentiert. Bei einer Pressekonferenz verkündeten ÖVP-Chef Sebastian Kurz und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache, dass sie eine „Flexibilisierung“ der Arbeitszeit umsetzen wollen. Diese Erfüllung eines langjährigen Wunsches von Unternehmerverbänden und Industriellenvereinigung ist wenig überraschend, beide Parteien hatten dies schon im Wahlkampf angekündigt. Künftig soll es Unternehmern möglich sein, Beschäftigte bis zu zwölf Stunden täglich und bis zu 60 Stunden pro Woche arbeiten zu lassen. Generell wolle man an der geltenden Normalarbeitszeit von acht Stunden täglich und 40 Stunden wöchentlich festhalten, so Kurz und Strache. Jedoch wird es Unternehmern möglich sein, dies „flexibler“ zu gestalten, etwa in auftragsstarken Zeiten. Auch bisher geltende Freizeitregelungen attackieren ÖVP und FPÖ. So sollen im Tourismus und in der Gastronomie die Ruhezeiten zwischen Arbeitsschichten für Beschäftigte von bisher elf auf acht Stunden verkürzt werden. Die Parteichefs betonten, nicht in bestehende Kollektivverträge eingreifen zu wollen. Mit den Plänen werden Tarifregelungen aber (…).
Junge Welt, 8.12.2017.
Junge Welt > Österreich. Arbeitszeit. Regierung. Junge Welt, 2017-12-08.
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13.11.2017 Deutschland
Arbeitszeit
DGB

Überzeit
Volltext
1,8 Milliarden Überstunden – und ein „Wirtschaftsweiser“ fordert „flexiblere Arbeitszeiten“? Der Vorsitzende der „Wirtschaftsweisen" Christoph Schmidt fordert, das Arbeitszeitgesetz in wesentlichen Punkten zu kippen – und beispielsweise den 8-Stunden-Tag abzuschaffen. Schmidt sei ein „Realitätsverweigerer, wenn er wirklich glaubt, dass in Deutschland starr das Modell nine-to-five vorherrscht", sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. „Arbeitsgesetz und Tarifverträge bieten schon lange eine Fülle an flexiblen Möglichkeiten", erklärt Hoffmann. Fast eine Milliarde unbezahlte Überstunden. „2016 hat diese Flexibilität unter anderem dazu geführt, dass die Beschäftigten 1,8 Milliarden Überstunden geleistet haben - die Hälfte davon unbezahlt. Diese Flexibilität ist einseitig zugunsten der Arbeitgeber, davon brauchen wir nicht mehr, sondern weniger, und schon gar keine Änderung des Arbeitszeitgesetzes", sagt Hoffmann. Warum nicht endlich mal mehr Flexibilität zugunsten der Arbeitnehmer? „Was wir brauchen, ist eine Flexibilität, die Arbeitnehmern zugutekommt - wie zum Beispiel, dass Arbeitszeiten präzise erfasst und bezahlt werden, wenn Beschäftigte ausserhalb der Büros online arbeiten, und ein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit. Wer das Arbeitszeitgesetz aufweicht, fordert die Verlängerung der Arbeitszeiten", so der DGB-Vorsitzende. Vielleicht helfe Schmidt „ein Blick in das Arbeitsschutzgesetz mit den dort wiederholt nachgewiesenen wissenschaftlichen Befund, dass nach 8 Stunden die Unfallquote steigt und die Effizienz sinkt." (…).
DGB, 13.11.2017.
DGB > Überstunden. DGB, 2017-11-13.
Ganzer Text
13.11.2017 Deutschland
Arbeitszeit
DGB

Arbeitszeit
Löhne
Volltext
Arbeitszeit – Warum wir flexibler werden müssen. Die 40-Stundenwoche kennen die Beschäftigten in der Gastronomie meist nur vom Hörensagen. Ein typisches Beispiel: Das Restaurant Heyligenstaedt in Giessen. Die Chefin Bettina Leitner weiss: Jetzt in der Vorweihnachtszeit wird es wieder besonders hart: „Es werden an Wochentagen sicherlich 9 Stunden auf jeden Mitarbeiter zukommen und an den Wochenenden mit den Weihnachtsfeiern kann man dann schon mit 10 oder 12 Stundentagen rechnen pro Mitarbeiter." 60-Stunden pro Woche in der Spitze, rund 50 Stunden zu normalen Zeiten. Das ist durchaus branchenüblich. Nicht ganz so typisch: Hier wird zumindest jede Stunde Mehrarbeit auch bezahlt. Für Koch Josef Durak ist es trotzdem hart: „Man ist einfach platt und k.o. Aber man weiss eben auch, was man geschafft hat an dem Tag, das muss man auch so sehen." Mehr arbeiten als im Vertrag steht. Mal bezahlt, oft unbezahlt. Das kennen so viele, wie eine kleine Umfrage auf der Straße zeigt: „In der Woche kann man so mit 4 bis 5 Überstunden rechnen. Jede Woche.", „Wir arbeiten schon bis Donnerstag die 40. Und dann noch der Freitag, dann bin ich schon in den Überstunden.", „Es sind ca. 50 Stunden pro Woche und es wird nicht bezahlt. Wenn Sie Überstunden machen müssen, dann heisst es einfach: 'Sie waren in der Woche zu langsam.' So einfach ist das." In Zahlen des Statistischen Bundesamtes: 782 Millionen bezahlte Überstunden haben die Deutschen im vergangenen Jahr gemacht und noch einmal 947 Millionen unbezahlte. Was tun gegen (…).
DGB, 13.11.2017.
DGB > Arbeitszeit. Löhne. DGB, 2017-11-13.
Ganzer Text
28.09.2017 Schweiz
Arbeitszeit
Bankpersonalverband

Arbeitszeit
Resolution
Volltext
Der Schweizerische Bankpersonalverband verabschiedet eine Resolution zur Flexibilisierung der Arbeitszeit und reicht diese beim Staatssekretariat für Wirtschaft Seco ein. Der Schweizerische Bankpersonalverband und die Personalkommissionen der Banken lehnen die Ausweitung der Höchstarbeitszeit pro Tag auf 15 Stunden und auf 60 Stunden pro Woche mit aller Deutlichkeit ab, wie sie kürzlich von der plattforrm – einem Zusammenschluss von drei Angestelltenverbänden und einem Arbeitgeberverband vorgestellt wurden. Die mit diesem Vorschlag einhergehende Diskussion im Parlament wurde aus Sicht des SBPV sehr einseitig angeheizt. Anlässlich der regelmässig stattfindenden Tagung der Präsidenten der Personalkommissionen der Banken, wurde deshalb eine Resolution verabschiedet und beim Staatsekretariat für Wirtschaft Seco eingereicht. Resolution der Personalkommissionen Bankpersonal zur Flexibilisierung der Arbeitszeit. In den letzten Jahren ist die psychische Belastung am Arbeitsplatz stark gestiegen – gerade im Dienstleistungssektor, den die Plattform mit ihren Vorschlägen anvisiert. Erhöhtes Arbeitsvolumen durch Restrukturierungen, die Entwicklung von Grossraumbüros, ständig wachsende Beanspruchung im Wesentlichen durch die starke Zunahme des elektronischen Mailverkehrs. Es wird damit immer wichtiger, sich zwischen zwei Arbeitstagen genügend erholen zu können. Wird nun aber die mögliche Arbeitsdauer massiv ausgedehnt und damit gleichzeitig die Erholungszeit reduziert, ist die Gesundheit der (…).
SBPV, 28.9.2017.
Bankpersonalverband > Arbeitszeit. Resolution. SBPV, 2017-09-28.
Ganzer Text
28.09.2017 Schweiz
Arbeitszeit
Industrie
Unia Schweiz

Arbeitszeit
Petition
Volltext
Industrie-Angestellte wehren sich für ihre Freizeit. In der ganzen Schweiz sammeln Angestellte aus der Industrie heute Unterschriften für eine Petition. Sie wehren sich gegen drohende Verschlechterungen im Arbeitsgesetz. Im Parlament sind mehrere Vorstösse hängig, die das Arbeitsgesetz deregulieren wollen. Besonders die Schutzbestimmungen zur Arbeitszeit sind in Gefahr. Bürgerliche Parteien wollen die Höchstarbeitszeiten, Pausen und Ruhezeiten, das Nacht- und Sonntagsarbeitsverbot und überhaupt die Erfassung der Arbeitszeit aushebeln. Arbeitnehmende haben ein Recht auf Freizeit. Dabei ist das Arbeitsgesetz ist ein wichtiges Instrument zum Schutz der Angestellten gegen Stress oder Burnout. Planbare Arbeitszeiten und die Erfassung der gearbeiteten Stunden sind das beste Mittel gegen eine zu hohe Arbeitsbelastung. Wenn die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit immer mehr verschwinden, so belastet das die Gesundheit der Arbeitnehmenden und beeinträchtigt die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Petition an den Bundesrat. Mit ihrer Petition fordern die Arbeitenden aus der Industrie den Bundesrat auf, die Verschlechterungen im Arbeitsgesetz zu stoppen. Sie soll Mitte Oktober dem Wirtschaftsdepartement von Bundesrat Schneider-Ammann übergeben werden. Gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen.
Unia Schweiz, 29.9.2017.
Unia Schweiz > Arbeitszeit. Industrie. Petition. Unia Schweiz, 2017-09-28.
Ganzer Text
18.09.2017 Schweiz
Arbeitszeit
Unia Schweiz

GAV
Temporärarbeit
Volltext
Verhandlungen für die Erneuerung des GAV Personalverleih. Temporärarbeit: Es braucht einen besseren GAV, um Missbräuche zu verhindern. Die Verhandlungen für die Erneuerung des GAV Personalverleih beginnen am 27. September 2017. Für die Arbeitnehmerorganisationen, die Vertragsparteien des GAV sind, braucht es dringend eine Verbesserung des Vertrags, um missbräuchliche Temporäranstellungen zu reduzieren. In der Industrie und im öffentlichen Sektor müssen dem Temporärpersonal die gleichen Anstellungsbedingungen gewährt werden wie den festangestellten Arbeitnehmenden. Die Mindestlöhne müssen angehoben werden. Die Sozialpartner bereiten sich auf die Verhandlungen für die Erneuerung des GAV Personalverleih vor. Es handelt sich um den grössten gesamtschweizerischen Gesamtarbeitsvertrag, der die Arbeitsbedingungen von mehr als 300‘000 Arbeitnehmenden regelt. Temporärarbeit ist auf dem Vormarsch. Doch in vielen Betrieben wird das Temporärpersonal zu deutlich ungünstigeren Bedingungen angestellt als die festangestellten Arbeitnehmenden. Einige Betriebe stellen hemmungslos temporäre Arbeitskräfte ein, um den Bestand der festangestellten Arbeitnehmenden zu reduzieren und die gesetzlichen Bestimmungen zum Arbeitnehmerschutz und die Gesamtarbeitsverträge zu umgehen, wie dies kürzlich bei Bombardier bekannt wurde. Vier Hauptforderungen. Die vier Arbeitnehmerorganisationen, die Vertragsparteien des GAV sind, haben sich auf vier Punkte geeinigt, die verbessert werden müssen, (…).
Unia Schweiz, 18.9.2017.
Unia Schweiz > Temporärarbeit. GAV. Unia Schweiz, 2017-09-18.
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06.09.2017 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Arbeitszeiterfassung
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Arbeitnehmende sind kein Freiwild. WAK-S öffnet Tür für mehr Burnout und Gratisarbeit! Eine breite Koalition lehnt die Parlamentarischen Initiativen Graber und Keller-Sutter ab. Dennoch hat die ständerätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben (WAK-S) am 31.8. die Verwaltung beauftragt, diese Vorstösse in Rechtstexte umzusetzen. Die Vorstösse wollen den elementarsten Arbeitnehmerschutz radikal abbauen. Die Vorstösse Graber und Keller-Sutter wollen für einen bedeutenden Teil der Beschäftigten die Arbeitszeiterfassung und die Vorschriften zur Begrenzung der Arbeitszeit eliminieren. Alle Dachverbände der Arbeitnehmenden sowie die grössten Gewerkschaften des Landes haben sich dagegen ausgesprochen. Über eine halbe Million Mitglieder stehen hinter diesem Bündnis. Auch die ArbeitsmedizinerInnen positionieren sich klar dagegen. Das sind die Gründe für die Opposition: Die Vorstösse führen neue rechtliche Begriffe ("leitende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer", „Fachspezialisten") ein, welche im Arbeitsrecht nicht definiert sind. In Unternehmen gibt es viele Leitungsfunktionen auch in tieferen Hierarchieebenen, viele Arbeitnehmende sind sehr gut ausgebildet und Fachspezialisten. Auch Leute mit tieferen Löhnen müssten arbeiten wie ihre deutlich besser bezahlten Chefs, welche die Arbeitszeit nicht erfassen. Sie würden finanziell massiv schlechter gestellt, da mit dem Wegfall der Arbeitszeiterfassung auch die Bezahlung von Überstunden und Überzeiten verunmöglicht wird. Weil die Begriffe „(…). Luca Cirigliano.
SGB, 6.9.2017.
Personen > Cirigliano Luca. Arbeitszeiterfassung. SGB, 2017-09-06.
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18.08.2017 Deutschland
Arbeitszeit
Junge Welt

Arbeitszeit
Digitalisierung
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„Betriebsräte entwickelten neue Arbeitszeitmodelle“. DGB begutachtet, wie Beschäftigtenvertretungen die Digitalisierung gestalten. Gespräch mit Gabriele Kailing, Vorsitzende des Bezirks Hessen-Thüringen des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB). Der DGB Hessen-Thüringen besuchte in den vergangenen drei Tagen Firmen, um zu erfahren, wie sich die Digitalisierung in verschiedenen Branchen auf die Arbeit auswirkt. Sie haben sich einen Automobilzulieferer, ein Pharmaunternehmen, einen Kunststoffhersteller und Betriebe im Bereich des öffentlichen Dienstes angesehen. Mussten Sie dort die Vernichtung von Arbeitsplätzen durch Roboter und Computer feststellen? Wir waren in Unternehmen unterwegs, in denen sich zwar durch die Digitalisierung vieles verändert hat, aber in denen auch die Betriebsräte aktiv waren. Dort wurden die Mitarbeiter entsprechend weitergebildet oder umgeschult, so dass sie ihre Arbeitsplätze behalten konnten. Und das, obgleich einfache Tätigkeiten weggefallen sind, so etwa im Pharmaunternehmen B. Braun in Melsungen. Die Firma hielt an ihren Mitarbeitern fest. Nach unserer Erkenntnis gibt es insgesamt nicht weniger Arbeitsplätze, sondern es entstehen andere, die höhere Qualifikationen erfordern. Allerdings geht das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung in seinem Kurzbericht 14/2016 von folgendem aus: In Hessen gehen 13,1 Prozent und in Thüringen 18,8 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten einem Beruf nach, der mit dem gegenwärtigen Stand der Technik wegfallen könnte. Damit ist nicht (…).
Junge Welt, 18.8.2017
Junge Welt > Digitalisierung. Arbeitszeit. Junge Welt, 2017-08-18.
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27.07.2017 Deutschland
Arbeitszeit
IG Metall
Neues Deutschland

Arbeitszeit
IG Metall
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Ostdeutsche müssen eine Stunde länger arbeiten. 27 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Tarifbeschäftigte in den „neuen“ Bundesländern noch immer länger werktätig als im Westen. In Ostdeutschland müssen Tarifbeschäftigte durchschnittlich eine gute Stunde pro Woche länger arbeiten als ihre Kollegen im Westen. 38,7 Stunden Wochenarbeitszeit stehen dort im Schnitt in den Tarifverträgen, im Westen sind es hingegen nur 37,6 Stunden, so dass sich für sämtliche Tarifbeschäftigten ein gesamtdeutscher Durchschnittswert von 37,7 Stunden ergibt. Das geht aus dem am Donnerstag in Düsseldorf veröffentlichten Arbeitszeitkalender der gewerkschaftlichen Hans-Böckler-Stiftung hervor. Deren WSI-Tarifarchiv hat für die jährliche Studie Tarifverträge aus 25 Branchen ausgewertet und erhebliche Unterschiede festgestellt. Die vereinbarte Arbeitszeit schwankt zwischen 34 Stunden bei der Deutschen Telekom AG und 40 Stunden etwa im gesamtdeutschen Bauhauptgewerbe oder in der Landwirtschaft. Die tatsächlich geleistete Arbeitszeit liegt Befragungen zufolge mit 43,5 Stunden ohnehin weit über dem tariflich vereinbarten Mass. Das liegt zu einem an durchschnittlich längeren Arbeitszeiten für nicht tarifgebundene Arbeitnehmer und an etlichen tariflichen Ausnahmeregelungen wie in der Metallindustrie, erläuterte der Leiter des WSI-Tarifarchivs, Thorsten Schulten. Hinzu kommen Millionen bezahlte und unbezahlte Überstunden. (…).
Neues Deutschland, 27.7.2017.
Neues Deutschland > Arbeitszeit. IG Metall. Neues Deutschland, 2017-07-27.
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29.06.2017 Deutschland
Arbeitszeit
Junge Welt

Arbeitszeit
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Geht es nach dem DGB, sollen Beschäftigte stärker selbst über Arbeitszeit und Arbeitsort bestimmen. Selbstbestimmt und mobil arbeiten. Mehr Zeitsouveränität für Beschäftigte gefordert. Die gewerkschaftsnahe Expertenkommission zur „Zukunft der Arbeit“ pocht auf eine Flexibilisierung der Arbeitszeit und mehr Zeitsouveränität für die Beschäftigten. Die Verfügbarkeitserwartungen der Unternehmen und der Wunsch der Beschäftigten, stärker selbst über ihre Arbeitszeit bestimmen zu können, müssten besser miteinander abgeglichen werden. Aus diesem Grund sollten die Betriebe alle paar Jahre aufgefordert werden, die Arbeitszeitwünsche ihrer Beschäftigten zu erfassen, heißt es in dem am Mittwoch in Berlin präsentierten Abschlussbericht der Kommission. Die erhobenen Daten sollten für konkrete, zum Beispiel auf einzelne Betriebe zugeschnittene Flexibilitätsmodelle genutzt werden. Geleitet hatten die Kommission der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, und die an der Universität Kassel lehrende Arbeits- und Industriesoziologin Kerstin Jürgens. Initiiert hatte sie die DGB-nahe Hans-Böckler-Stiftung. Auch dort, wo es weder Vorgaben durch Tarifverträge noch Personal- oder Betriebsräte gebe, sollten die Lohnabhängigen zukünftig stärker selbst über Arbeitszeitfragen entscheiden können. Die Experten schlagen deshalb einen neuen Anspruch der Arbeiter und Angestellten auf die Erörterung von Arbeitszeit und Arbeitsort vor. Wenn Unternehmer die Wünsche der Beschäftigten dann ablehnten, sollten sie dies (…).
Junge Welt, 29.6.2017.
Junge Welt > Arbeitszeit. Junge Welt, 2017-06-29.
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28.06.2017 Deutschland
Arbeitszeit
IG Metall
Junge Welt

Arbeitszeitverkürzung
IG Metall
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Gewerkschaft positioniert sich. Knackpunkt für Tarifrunde: IG Metall verlangt mehr selbstbestimmte Arbeitszeit. Die Industriegewerkschaft Metall will bei der kommenden Tarifrunde für die deutsche Metall- und Elektroindustrie kürzere Arbeitszeiten für viele Beschäftigte durchsetzen. „Die Beschäftigten wollen ihre Arbeitszeit wieder stärker selbst bestimmen“, erklärte der Leiter der Tarifabteilung, Stefan Schaumburg, am Dienstag zum Auftakt einer Gewerkschaftskonferenz mit mehr als 800 Teilnehmern in Mannheim. Konkrete Forderungen für die zum Jahresende anstehenden Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte sollten auf der Konferenz entwickelt werden. Bislang hat die Gewerkschaft eine „verkürzte Vollzeit“ für Beschäftigte in bestimmten Lebensphasen wie der Erziehung von kleinen Kindern oder der Pflege von Angehörigen diskutiert. Sie sollen einen von den Arbeitgebern zu finanzierenden Entgeltausgleich erhalten, wenn sie ihre Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden reduzieren. Ein ähnliches Modell wird auch für Schichtarbeiter vorgeschlagen, deren Arbeit gesundheitlich belastender sei. Berechnungsgrundlage soll die im Westen tariflich vereinbarte 35-Stunden-Woche sein. Tatsächlich wird auch in vielen tariflich gebundenen Betrieben wegen der sehr guten Auftragslage mehr gearbeitet. Im Osten der Republik müssen die Metallarbeiter ohnehin immer noch drei Stunden pro Woche länger ran, weil es 2003 in einem – auf Initiative massgeblicher Betriebsräte der Branche im Westen abgebrochenen – Streik nicht gelungen war, die (…).
Junge Welt, 28.6.2017.
Junge Welt > IG Metall. Arbeitszeit. Junge Welt, 2017-06-28.
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