Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 292

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
02.07.2020 BE Kanton
Arbeitszeit
Referendum
Unia BE Kanton

Referendum
Sonntagsarbeit
Volltext
Referendum: Nein zu mehr Sonntagsarbeit. Solidarität mit den Verkäuferinnen! Ohrfeige fürs Verkaufspersonal: Arbeitszeit wird weiter aufgeweicht, statt die Arbeit der Beschäftigten tatsächlich aufzuwerten. Das Berner Kantonsparlament hat entschieden, dass Läden zwei zusätzliche Sonntage im Jahr geöffnet haben dürfen. Die Gewerkschaft Unia sagt Nein zu diesem neuen Angriff auf die Arbeitsbedingungen im Detailhandel und hat das Referendum ergriffen. Die Ausdehnung der Sonntagsarbeit fällt in die Zeit der Corona-Krise. Das Personal im Detailhandel, namentlich im Food-Bereich, konnte in schwierigen Zeiten die Versorgung der Bevölkerung aufrechterhalten. Dafür erhielten die Angestellten in dieser essentiellen Branche viel Applaus. Doch der Grosse Rat des Kantons Bern verpasst dem Verkaufspersonal eine schallende Ohrfeige. Auf Druck der grossen Detailhändler dereguliert er die Arbeitszeit, statt die Arbeit der Beschäftigten tatsächlich aufzuwerten. Sonntag ist Ruhetag. Die Unia wehrt sich gegen eine weitere Aufweichung der Sonntagsruhe. Der Sonntag ist der Familientag. Er dient der Erholung und der Entspannung sowie der Pflege sozialer Kontakte. Das soll auch in Zukunft so sein – gerade für Verkäufer/innen! (…).
Unia Schweiz, 2.7.2020.
Unia Schweiz > Sonntagsarbeit. Referendum. Unia Schweiz, 2020-07-02.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Arbeitszeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Kurzarbeit
Volltext
Wichtige Verlängerung der Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze. Der SGB zu den Bundesratsbeschlüssen. Der SGB begrüsst die Verlängerung der Kurzarbeit von 12 auf 18 Monate. Damit können Arbeitsplätze gesichert werden. Weitere Corona-Entlassungen müssen um jeden Preis verhindert werden. In den Branchen mit tiefen Löhnen ist der Anteil Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit am höchsten. Die damit verbundenen Einkommensausfälle von 20 bis 30 Prozent sind für die Betroffenen nur schwer verkraftbar. Die Leistungen der Kurzarbeit und der Arbeitslosenversicherung reichen hier nicht aus. Hier braucht es 100 Prozent Lohnersatz. Einkommenssicherung für Selbständigerwerbende und Kulturschaffende stärken; Lücken für Härtefälle identifizieren. Durch die Verlängerung und Ausdehnung des Corona-Erwerbsersatzes für Selbständige im Veranstaltungsbereich hat der Bundesrat endlich Klarheit geschaffen. Gerade Kulturschaffende sind dringend auf diese Verlängerung angewiesen, weil der Kulturbereich nach wie vor stark eingeschränkt ist und dies voraussichtlich noch länger bleiben wird. Auch anerkennt der Bundesrat mit seinen Beschlüssen, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, damit Härtefälle im Rahmen der Coronakrise erkannt und gemildert werden können. Absicherung der Freizügigkeitsguthaben bei der Auffangeinrichtung BVG. (…).
GB, Medienmitteilung, 1.7.2020.
SGB > Kurzarbeit. SGB, 2020-07-01.
Ganzer Text
01.07.2020 Schweiz
Arbeitszeit
SGB
Syndicom

Kurzarbeit
Volltext
Wichtige Verlängerung der Kurzarbeit sichert Arbeitsplätze. Der SGB zu den Bundesratsbeschlüssen. (SGB) Der SGB begrüsst die Verlängerung der Kurzarbeit von 12 auf 18 Monate. Damit können Arbeitsplätze gesichert werden. Weitere Corona-Entlassungen müssen um jeden Preis verhindert werden. In den Branchen mit tiefen Löhnen ist der Anteil Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit am höchsten. Die damit verbundenen Einkommensausfälle von 20 bis 30 Prozent sind für die Betroffenen nur schwer verkraftbar. Die Leistungen der Kurzarbeit und der Arbeitslosenversicherung reichen hier nicht aus. Hier braucht es 100 Prozent Lohnersatz. Einkommenssicherung für Selbständigerwerbende und Kulturschaffende stärken; Lücken für Härtefälle identifizieren. Durch die Verlängerung und Ausdehnung des Corona-Erwerbsersatzes für Selbständige im Veranstaltungsbereich hat der Bundesrat endlich Klarheit geschaffen. Gerade Kulturschaffende sind dringend auf diese Verlängerung angewiesen, weil der Kulturbereich nach wie vor stark eingeschränkt ist und dies voraussichtlich noch länger bleiben wird. Auch anerkennt der Bundesrat mit seinen Beschlüssen, dass weitere Anstrengungen notwendig sind, damit Härtefälle im Rahmen der Coronakrise erkannt und gemildert werden können. (…).

Syndicom, 1.7.2020.
Syndicom > Kurzarbeit. Coronavirus. Syndicom, 2020-07-01.
Ganzer Text
07.05.2020 Schweiz
Arbeitszeit
Vorwärts

Umkleidezeit
Volltext
Umkleiden ist Arbeitszeit. Seit Oktober 2019 führte die VPOD-Region Basel. in den Gesundheitseinrichtungen der Region eine Umfrage zum Thema „Umkleiden ist Arbeitszeit“ durch. Nun liegen die Ergebnisse vor. Sie sind erschreckend und offenbaren grobe Missstände, denn die Umkleidezeit ist nur die Spitze des Eisbergs. Zusammen mit der restlichen nicht erfassten Arbeitszeit wird den Mitarbeitenden jährlich eine Zeitgutschrift oder Lohn von bis zu einem Monat vorenthalten. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO gilt Umkleiden gemäss Arbeitsgesetz als Arbeitszeit. Doch in den allermeisten Betrieben wird diese Zeit nicht erfasst und folglich auch nicht abgegolten. Den Mitarbeitenden wird so jährlich eine Zeitgutschrift oder Lohn von bis zu einem halben Monat vorenthalten. Der vpod region basel ist deshalb dabei, die Einhaltung des Arbeitsgesetzes einzufordern und fordert eine Umsetzung, welche nicht auf Kosten des Personal erfolgt. In diesem Zusammenhang hat er in den Gesundheitseinrichtungen der Region eine Umfrage mit rund 420 Teilnehmern durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus für nahezu alle Betriebe sind: Grosse Zeitunterschiede bei der Umkleidezeit (…).
Vorwärts, 7.5.2020.
Vorwaerts > Umkleidezeit. Vorwaerts, 2020-05-07.
Ganzer Tag
31.01.2020 Schweiz
Arbeitszeit
Coop
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Arbeitszeit
Ladenöffnungszeiten
Volltext
Laden des Lächelns. Coop verstösst regelmässig gegen das Arbeitsgesetz. Und wird nicht gebüsst. Das enthüllte der „Blick“, und Work zeigt das interne Dokument, das den Skandal belegt. Und auch wenn Coop-Personalchef Luc Pillard nun alles runterspielt („Wir bewegen uns auf tiefem Niveau“), bleibt es doch ein Skandal. Denn Work weiss: Bereits 2014 machte Coop in derselben Sache Negativschlagzeilen. Und versprach damals, künftig „Nulltoleranz“ walten zu lassen. Offenbar ein leeres Versprechen. Mehr noch: Solche Verstösse werden wohl noch zunehmen. Nicht nur bei Coop. Denn die Ladenöffnungszeiten im Detailhandel werden immer länger, aber der Personalbestand wächst nicht mit. Unia-Mann Arnaud Bouverat sagt im Work-Interview: „Es ist offensichtlich: Die Coop-Verantwortlichen kalkulieren mit zu wenig Personal.“ Feudal geht es im Detailhandel zu. Lächeln, lächeln, lächeln, auch wenn Arbeitslast und Zeit drücken. Das verlangen die Chefs von den Verkäuferinnen. Auf der schiefen (Konkurrenz-)Bahn gegen den Onlinehandel gebe es schliesslich keinen Halt. Dann sollen sie halt auch noch die andere Backe hinhalten, wenn die Kundschaft flucht und tobt! Und das tut sie häufig, wie ein neuer Forschungsbericht der Uni Bern belegt (rebrand.ly/forschungs¬bericht). Kein Respekt, kein Anstand, nicht mal ein Gruss, weil Mann und Frau selbst an der Kasse die Soundstöpsel nicht rausnehmen. Als wären die Verkäuferinnen gar nicht da. (…).
Marie-Josée Kuhn.
Work online, 31.1.2020.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Coop. Arbeitszeit. Work online,, 2020-01-31.
Ganzer Text
05.12.2019 Schweiz
Arbeitszeit
SBB-Cargo
SEV Schweiz

Arbeitszeit
SBB-Cargo
Volltext
Gute, sozialpartnerschaftliche Lösung. Neue Arbeitszeitbestimmungen bei SBB/SBB Cargo. Für Mitarbeitende der SBB, die dem Arbeitszeitgesetz (AZG) unterstellt sind, treten per 15. Dezember 2019 und 1. Januar 2020 neue Arbeitszeitbestimmungen in Kraft. Diese hat die SBB heute kommuniziert – siehe Beilage. Der SEV ist mit der neuen Regelung der Zeitguthaben zufrieden. Die Zeitzuschläge für auswärtige Pausen wurden aufgrund der Revision des AZG bereits im Jahr 2018 im Rahmen der GAV-Verhandlungen neu geregelt und kommuniziert. Die Bestimmungen zu den Zeitguthaben und deren Übertragung am Jahresende hingegen wurden von den Sozialpartnern – SBB und Verhandlungsgemeinschaft der Gewerkschaften (VG) – erst 2019 überprüft und angepasst. Anlass dazu war die Aufforderung des Bundesamts für Verkehr (BAV) als Aufsichtsbehörde an die SBB, diese Bestimmungen zu ändern. Dies deshalb, weil es die bisher praktizierte Umwandlung von Jahresarbeitszeit in Überzeit mit nachfolgender Auszahlung unmöglich machte zu kontrollieren, ob der Artikel 4 des AZG eingehalten wird. Dieser besagt, dass die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit innerhalb eines Jahres nicht mehr als sieben Stunden betragen darf. Zu viel gearbeitete Zeit kann in arbeitsfreien Tagen bezogen werde. (…).
SEV, 5,12,2019.
SEV > Arbeitszeit. SBB-Cargo. SEV, 2019-12-05.
Ganzer Text
16.10.2019 Schweiz
Allianz gegen Stress und Gratisarbeit
Arbeitszeit
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Breite Front gegen längere Arbeitszeiten, notfalls mit Referendum. Gemeinsame Mitteilung der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit. 67-Stunden Woche, Nacht- und Sonntagsarbeit als Pflicht – all das droht denjenigen, die das Pech haben, als „leitende“ Angestellte oder „Fachspezialisten“ zu gelten. So will es die parlamentarische Initiative Graber. Dagegen wehrt sich die Allianz gegen Stress und Gratisarbeit, notfalls mit dem Referendum. Wird die parlamentarische Initiative „Teilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes und Erhalt bewährter Arbeitszeitmodelle“ des abtretenden Luzerner CVP-Ständerats Konrad Graber angenommen, würde das Schweizer Arbeitsrecht praktisch ausgehöhlt: Die Gummibegriffe „Leitende Arbeitnehmerin“ und „Fachspezialist“ würden dem Missbrauch Tür und Tor öffnen – und das weiss der Initiant auch. Denn möglichst viele Arbeitnehmende sollen unter diese Kategorien fallen, um so vom Arbeitgeber bei Mehrarbeit ganz nach Gusto eingesetzt werden zu können: eben bis zu 67 Stunden pro Woche, Sonntage inklusive! Donnerstag/Freitag, 17./18. Oktober, wird sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) mit der Vorlage befassen, und selten war die Ausgangslage so klar: Die parlamentarische Initiative wurde von allen Seiten zerzaust: die kantonalen Arbeitsinspektorate lehnen das Ansinnen ebenso ab wie die Landeskirchen und andere Mitglieder der Sonntagsallianz. ÄrztInnen und ArbeitsmedizinerInnen warnen vor dessen verheerenden Folgen. Sie alle (…). Luca Cirigliano.
SGB, 16.10.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Arbeitszeitverlaengerung. SGB, 2019-10-16.
Ganzer Text
16.10.2019 Schweiz
Allianz gegen Stress und Gratisarbeit
Arbeitszeit
Syndicom

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Breite Front gegen längere Arbeitszeiten, notfalls mit Referendum. 67-Stunden Woche, Nacht- und Sonntagsarbeit als Pflicht – all das droht denjenigen, die das Pech haben, als „leitende“ Angestellte oder „Fachspezialisten“ zu gelten. So will es die parlamentarische Initiative Graber. Dagegen wehrt sich die Allianz gegen Stress und Gratisarbeit, notfalls mit dem Referendum. (SGB) Wird die parlamentarische Initiative „Teilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes und Erhalt bewährter Arbeitszeitmodelle“ des abtretenden Luzerner CVP-Ständerats Konrad Graber angenommen, würde das Schweizer Arbeitsrecht praktisch ausgehöhlt: Die Gummibegriffe „Leitende Arbeitnehmerin“ und „Fachspezialist“ würden dem Missbrauch Tür und Tor öffnen – und das weiss der Initiant auch. Denn möglichst viele Arbeitnehmende sollen unter diese Kategorien fallen, um so vom Arbeitgeber bei Mehrarbeit ganz nach Gusto eingesetzt werden zu können: eben bis zu 67 Stunden pro Woche, Sonntage inklusive! Donnerstag/Freitag, 17./18. Oktober, wird sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) mit der Vorlage befassen, und selten war die Ausgangslage so klar: Die parlamentarische Initiative wurde von allen Seiten zerzaust: die kantonalen Arbeitsinspektorate lehnen das Ansinnen ebenso ab wie die Landeskirchen und andere Mitglieder der Sonntagsallianz. ÄrztInnen und ArbeitsmedizinerInnen warnen vor dessen verheerenden Folgen. (…).
Syndicom, 16.10.2019.
Syndicom > Arbeitszeitverlaengerung. Syndicom, 2019-10-16.
Ganzer Text
27.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
FDP
Personen
Work
Clemens Studer
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Arbeitszeiterfassung & Arbeitnehmendenschutz: FDP-Angriff abgewehrt. Der Ständerat beerdigt einen Vorstoss, der die Arbeitszeiterfassung radikal aufweichen wollte. Doch der nächste Angriff auf die Gesundheit der Arbeitnehmenden rollt bereits. Die neuste Gesundheitsbefragung des Bundesamtes für Statistik zeigt Erschreckendes: Mehr als jede fünfte Person steht während der Arbeit „meistens oder immer» unter Stress. Noch 2012 waren es erst 18 Prozent. Sogar für 27,1 Prozent ist der Stress bereits im „kritischen Bereich“ angelangt (Work berichtete www.rebrand.lyjworkstress). Trotzdem wollen rechte Parteien und Wirtschaftsverbände den Arbeitnehmendenschutz weiter aufweichen. Jetzt ist immerhin der erste der beiden aktuellsten Angriffe am Widerstand von Gewerkschaften und von Arbeitsmedizinerinnen und Arbeitsmedizinern gescheitert. Eine parlamentarische Initiative der früheren FDP-Ständerätin Karin Keller-Sutter - heute Justizministerin - wollte für weitere Teile der Arbeitnehmenden die Arbeitszeiterfassung abschaffen. Dieses Geschäft hat der Ständerat in der laufenden, Session endlich beerdigt, 67-Stunden-Woche. Weiter auf der Traktandenliste steht allerdings ein gesundheitsgefährdender Vorstoss des abtretenden Luzerner CVP-Ständerats Konrad Graber. In der aktuellsten Formulierung will dieser für einen Drittel der Arbeitnehmenden die wöchentliche Höchstarbeitszeit abschaffen. 67-Stunden-Arbeitstage erlauben, das Sonntags-Arbeitsverbot noch mehr aufweichen und die 67-Stunden-Woche einführen. (…).
Clemens Studer.
Work, 27.9.2019.
Personen > Studer Clemens. Arbeitszeiterfassung. Work, 2019-09-27.
Ganzer Text
26.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Ausbaugewerbe
Unia Schweiz

Arbeitszeitgesetz
Ausbaugewerbe
Volltext
Ausbaugewerbe Westschweiz: Wegen Kaufkraftverlust verzichten zwei Drittel auf Freizeitaktivitäten. Die Angestellten im Westschweizer Ausbaugewerbe wollen dieses Jahr eine Lohnerhöhung. Zum Start der Lohnverhandlungen im Westschweizer Ausbaugewerbe hat die Unia eine grosse Lohnumfrage in der Branche durchgeführt. Die Ergebnisse sind alarmierend. Die Unia hat eine Lohnumfrage bei über 1’500 Arbeitnehmenden im Westschweizer Ausbaugewerbe (Schreinerei, Zimmerei, Gipserei, Malerei, Glaserei, Bodenverlegung usw.) durchgeführt. Die Ergebnisse sind alarmierend: Zwei Drittel geben an, auf Freizeitaktivitäten oder Urlaub verzichten zu müssen, weil das Geld nicht reicht. 17 Prozent der Befragten sagen gar, dass sie Ende Monat nicht alle Rechnungen zahlen können. Lediglich ein knappes Fünftel ist der Ansicht, einigermassen anständig von der Arbeit leben zu können. Schneller arbeiten ohne faire Entschädigung. Die Arbeitsproduktivität ist gestiegen. Diese Steigerung erklärt sich durch die immer knapperen Fristen, welche die Arbeitgeber – oft auf Kosten der Gesundheit der Angestellten – verlangen. Die gesteigerte Arbeitsleistung wird den Angestellten aber nicht über eine anteilmässige Lohnerhöhung weitergegeben. Im Gegenteil: Die Beschäftigten profitieren nicht von der Produktivitätssteigerung. Die Lohnbremse ist auch deswegen stossend, weil verwandte Branchen im Baugewerbe bereits wohlverdiente Lohnerhöhungen gewährt haben, etwa bei den Maurern oder den Elektriker/innen. Grosse Erwartungen auf den Baustellen. (…).
Unia Schweiz, 26.9.2019.
Unia Schweiz > Ausbaugewerbe. Arbeitszeit. Unia Schweiz, 2019-09-26.
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18.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Erfolgreicher Widerstand gegen längere Arbeitszeit. Medienmitteilung der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit. Der Widerstand der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit gegen eine Aushöhlung des Arbeitsgesetzes zeigt endlich Wirkung: Der Ständerat verzichtet darauf, die Arbeitszeiterfassungspflicht für weite Kreise der Arbeitnehmenden abzuschaffen. Damit bleibt ein zentrales Instrument erhalten, das die Arbeitnehmenden vor Gratisarbeit und überlangen Arbeitszeiten schützt. Mit dem Entscheid, eine parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zu beerdigen, räumt der Ständerat ein, dass die Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen und auf breiten Widerstand von Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und Kantonen stossen. Die Umsetzung der Initiative Keller-Sutter hätte mit der Arbeitszeiterfassungspflicht das Instrument zerstört, das überhaupt erst die Kontrolle der Höchstarbeitszeiten und Überzeit erlaubt. Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26 Prozent der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Dieser Schritt reicht der Allianz aus Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und AssistenzärztInnen aber noch lange nicht. Jetzt müssen der Ständerat und die zuständige Wirtschaftskommission auch die Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufz(…).
Luca Cirigliano.
SGB, 18.9.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Arbeitszeit. SGB, 2019-09-18.
Ganzer Text
18.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Syndicom

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Erfolgreicher Widerstand gegen längere Arbeitszeit. Widerstand der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit gegen eine Aushöhlung des Arbeitsgesetzes zeigt endlich Wirkung: Der Ständerat verzichtet darauf, die Arbeitszeiterfassungspflicht für weite Kreise der Arbeitnehmenden abzuschaffen. Damit bleibt ein zentrales Instrument erhalten, das die Arbeitnehmenden vor Gratisarbeit und überlangen Arbeitszeiten schützt. Mit dem Entscheid, eine parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zu beerdigen, räumt der Ständerat ein, dass die Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen und auf breiten Widerstand von Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und Kantonen stossen. Die Umsetzung der Initiative Keller-Sutter hätte mit der Arbeitszeiterfassungspflicht das Instrument zerstört, das überhaupt erst die Kontrolle der Höchstarbeitszeiten und Überzeit erlaubt. Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26 Prozent der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Dieser Schritt reicht der Allianz aus Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen und AssistenzärztInnen aber noch lange nicht. Jetzt müssen der Ständerat und die zuständige Wirtschaftskommission auch die Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufzuweichen. Deshalb muss auch die entsprechende parlamentarische Initiative von Ständerat Konrad Graber beerdigt werden. In Zeiten, in denen Studien eine stetige (…).
Syndicom, 18.9.2019.
SGB > Arbeitszeit. Syndicom, 2019-09-18.
Ganzer Text
02.09.2019 Schweiz
Arbeitszeit
SGB
Syndicom

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Etappensieg der Gewerkschaften gegen längere Arbeitszeiten. Der Widerstand der Gewerkschaften und von ArbeitsmedizinerInnen gegen längere Arbeitszeiten zeigt endlich zählbare Resultate: In dem die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) die parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zur Abschreibung empfiehlt, räumt die Kommission ein, dass ihre Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen. Die Initiative verlangte einen weitgehenden Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung. (SGB). Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26% der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Ihnen wäre das Instrument entzogen worden, das überhaupt erst erlaubt zu kontrollieren, ob die Höchstarbeitszeiten eingehalten werden und ob Überzeit geleistet wird. Es ist höchste Zeit, dass der Ständerat nun der Kommission folgt und diesen Abbau des Arbeitnehmendenschutzes beerdigt. Dieser Schritt reicht aber noch lange nicht. Die Kommission muss auch die auf eine Initiative von Ständerat Konrad Graber zurückgehenden Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufzuweichen. In Zeiten, in denen Studien eine stetige Zunahme des Stresses in der Arbeitswelt feststellen und in denen immer mehr Menschen ein Burn-out erleiden, braucht es mehr Schutz für die Arbeitnehmenden statt weniger, wie von der WAK nach wie vor geplant. Der Ständerat wäre gut beraten, den grundsätzlichen Widerstand von Gewerkschaften, ArbeitsmedizinerInnen, Kirchen und (…).
Syndicom, 2.9.2019.
Syndicom > Arbeitszeitverlaengerung. Syndicom, 2019-09-02.
Ganzer Text
30.08.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Arbeitszeit
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Etappensieg der Gewerkschaften gegen längere Arbeitszeiten. Angriff der Wirtschafskommission aufs Arbeitsgesetz gebremst. Der Widerstand der Gewerkschaften und von ArbeitsmedizinerInnen gegen längere Arbeitszeiten zeigt endlich zählbare Resultate: In dem die Wirtschaftskommission des Ständerats (WAK-S) die parlamentarische Initiative der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter zur Abschreibung empfiehlt, räumt die Kommission ein, dass ihre Pläne für eine weitgehende Deregulierung des Arbeitsgesetzes quer in der Landschaft stehen. Die Initiative verlangte einen weitgehenden Verzicht auf die Arbeitszeiterfassung. Gemäss der Schweizerischen Arbeitskräfteerhebung SAKE wären mindestens 26% der Arbeitnehmenden betroffen gewesen. Ihnen wäre das Instrument entzogen worden, das überhaupt erst erlaubt zu kontrollieren, ob die Höchstarbeitszeiten eingehalten werden und ob Überzeit geleistet wird. Es ist höchste Zeit, dass der Ständerat nun der Kommission folgt und diesen Abbau des Arbeitnehmendenschutzes beerdigt. Dieser Schritt reicht aber noch lange nicht. Die Kommission muss auch die auf eine Initiative von Ständerat Konrad Graber zurückgehenden Pläne aufgeben, die Wochen-Höchstarbeitszeit zu erhöhen und das Sonntags-Arbeitsverbot weiter aufzuweichen. In Zeiten, in denen Studien eine stetige Zunahme des Stresses in der Arbeitswelt feststellen und in denen immer mehr Menschen ein Burn-out erleiden, braucht es mehr Schutz für die Arbeitnehmenden statt weniger, wie von der WAK nach wie vor geplant. (…). Luca Cirigliano.
SGB, 30.8.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Arbeitszeit. SGB, 2019-08-30.
Ganzer Text
20.08.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
SGB
Ständerat
Yvonne Zimmermann
Meinungsumfrage
Stress
Volltext
Stress am Arbeitsplatz nimmt zu: Kommen Ständeräte endlich zur Vernunft? Geplante Arbeitsgesetz-Revision würde Stress erhöhen und ist zu stoppen - Konsequenzen aus der Gesundheitsbefragung 2017 ziehen. Der Stress am Arbeitsplatz hat zugenommen. Dies zeigt die Schweizer Gesundheitsbefragung 2017, die heute vom Bundesamt für Statistik veröffentlicht wurde. Statt dagegen Massnahmen zu ergreifen, wollen bürgerliche Politiker die Situation mit einer Revision des Arbeitsgesetzes verschlimmern. Sie wollen u.a., dass viele Arbeitnehmenden länger und neu auch an Sonntagen arbeiten müssen. Der Ständerat, der die Gesetzesrevision in der Herbstsession beraten wird, muss nun endlich zur Vernunft kommen und die Vorlage beerdigen. Die Gesundheitsbefragung 2017 spricht eine klare Sprache: 2017 litten 21 Prozent der vom Bundesamt für Statistik befragten Erwerbstätigen an ihrem Arbeitsplatz sehr oft unter Stress. 2012 waren es 18 Prozent gewesen. Die Hälfte von ihnen fühlt sich bei der Arbeit emotional erschöpft und sind damit einem höheren Risiko ausgesetzt, ein Burn-Out zu erleiden. Statt, wie es Arbeitsmediziner und Gewerkschaften verlangen, stressbedingte Krankheiten als Berufskrankheiten anzuerkennen und die wöchentlichen Arbeitszeiten zu reduzieren, wollen die Mehrheiten in den Wirtschaftskommissionen der Eidg. Räte die Lage auf Vorschlag von Ständerat Konrad Graber und der früheren Ständerätin Karin Keller-Sutter noch verschärfen. So sollen die wöchentliche Höchstarbeitszeit auf 67,5 Stunden und die maximale tägliche Überzeitarbeit erhöht und sogar das Sonntagsarbeitsverbot (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 20.8.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Stress. Meinungsumfrage. SGB, 2019-08-20.
Ganzer Text
16.08.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Kathrin Ziltener
Arbeitspause
Ratgeber
Volltext
Darf ich für den Spitalbesuch früher gehen? Ich arbeite Im zweiten Lehrjahr als Hotel-Kommunikationsfachmann. Meine feste Freundin Ist schwer erkrankt und liegt seit längerer Zeit Im Spital. Ich habe meine Chefin gefragt, ob Ich einmal pro Woche ein bis zwei Stunden früher gehen könne, um sie zu besuchen. Die Chefin sagte, das gehe leider nicht. Kann Ich noch etwas machen? „Leider ist die Entscheidung zulässig. Das Schweizer Arbeitsrecht ist nicht sehr alltagsfreundlich: Selbst wenn du ein krankes Kind zu Hause hast, kannst du meist maximal drei Tage freinehmen. Wärst du mit einer Freundin verheiratet oder würdet ihr in eingetragener Partnerschaft leben, wäre die Chance grösser: Die Gerichte bejahen heute den Anspruch auf zusätzliche Freizeit für den Besuch kranker Familienangehöriger im Spital. Ich würde dir empfehlen, noch einmal mit deiner Chefin zu reden und ihr den Ernst der Lage klarzumachen. Ausserdem könntest du ihr anbieten, an dem Tag, an dem du früher gehen möchtest, auch früher mit der Arbeit zu beginnen. Ich wünsche dir und deiner Freundin in dieser anstrengenden Zeit auf jeden Fall alles Gute“
Hast auch du eine Frage an die Unla-Jugendsekretärin? Schreib an lehre unla.ch.
Kathrin Ziltener.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Ziltener Kathrin. Arbeitspausen. Ratgeber. Work online, 2019-08-1.
Ganzer Text
16.08.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Igor Zoric
Arbeitspause
Ratgeber
Volltext
Arbeitszeit: Darf ich nur in der Pause auf die Toilette? Ich arbeite in einem Kiosk am Bahnhof. Den ganzen Vor- und Nachmittag bin Ich allein Im Kiosk. Nur für die Mittagspause werde Ich vertreten. Wenn Ich auf die Toilette gehen möchte, muss ich also bis zur Mittagspause oder bis zum Abend warten, da ich den Kiosk nicht verlassen und schliessen darf. Dies bereitet mir oft Probleme. Bereits einige Male habe ich meine Kündigung riskiert, weil ich einen meiner Stammkunden gebeten habe, kurz auf den Kiosk aufzupassen, um auf die öffentliche Toilette eilen zu können. Habe Ich kein Recht, auch während der Arbeitszeit auf die Toilette zu gehen? Igor Zoric: Doch, dieses Recht haben Sie. Ihre Firma muss den Arbeitsablauf so gestalten, dass Sie jederzeit auf die Toilette gehen können. Wie dies in der Praxis umgesetzt wird, muss die Firma in einem Reglement oder in einer schriftlichen Anweisung festhalten und Sie darüber informieren. Wenn Sie den Kiosk nicht schliessen können, muss sich Ihre Firma entsprechend organisieren. Sie muss eine Vertretung organisieren, die auch kurzfristig eintreffen kann, oder gemeinsam mit den umliegenden Geschäften eine Lösung finden, die es Ihnen ermöglicht, auch während der Arbeitszeit zur Toilette zu gehen. Stehen Ihnen nur öffentliche, kostenpflichtige Toiletten zur Verfügung, so muss Ihre Firma die Kosten dafür übernehmen.
Igor Zoric.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Zoric Igor. Arbeitspause. Toilette. Work online, 2019-08-16.
Ganzer Text
16.08.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Igor Zoric
Arbeitspause
Ratgeber
Volltext
Arbeitszeit: Muss ich die Pause am Arbeitsplatz verbringen? Ich arbeite in Vollzeit den ganzen Tag über allein Im Verkaufslokal eines Einkaufszentrums. Den Laden darf Ich auch für die Mittagspause nicht schliessen und muss während der gesamten Öffnungszeit Kundinnen und Kunden bedienen. Ich darf Im Laden nichts essen. Deshalb esse ich, wenn überhaupt, nur auf dem Weg zur Toilette etwas Kleines. Mein Chef zieht mir dafür eine Stunde Pause pro Tag ab. Ist dies erlaubt? Igor Zoric: Nein. Das ist nicht erlaubt. Die Firma muss Ihre Arbeit so organisieren, dass Sie Ihren Arbeitsplatz für die Pause verlassen können, auch wenn Sie allein arbeiten. Deshalb muss Ihr Chef die Pausen im Dienstplan festhalten und entweder eine Vertretung organisieren oder die Öffnungszeiten anpassen. Wenn Sie Ihren Arbeitsplatz für die Pause nicht verlassen dürfen, muss Ihre Firma Ihnen dies immer als Arbeitszeit verbuchen. Die Pause gilt dann jedoch speziell im Detailhandel als nicht bezogen. Nur in absoluten Einzelfällen wird der Bezug der Pausen am Arbeitsplatz ausnahmsweise toleriert. Und nur dann, wenn innerhalb der Verkaufsfläche ein ruhiger, sauberer und abgetrennter Pausenort existiert, an dem Sie sich verpflegen und tatsächlich ausruhen können. Dieser muss sämtlichen Anforderungen des Gesundheitsschutzes entsprechen und mindestens Trinkwasser, die Sicht ins Freie und eine Sitzgelegenheit bieten. All dies ist in Ihrem Fall nicht gegeben. Es ist deshalb so, dass Sie eigentlich gar keine Pausen bezogen haben!  lgor Zoric.
Work online, 16.8.2019.
Personen > Zoric Igor. Arbeitspause. Work online, 2019-08-16-1.
Ganzer Text
01.04.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
VPOD-Magazin
Elvira Wiegers
Umkleidezeit
Volltext
Umkleidezeit wird Arbeitszeit - die VPOD-Kampagne gewinnt an Fahrt. Ganz in Weiss. Die Forderung des VPOD, dass Umkleiden bezahlte Arbeitszeit ist, wird inzwischen nicht mehr bestritten. Einige Betriebe haben bereits mit der Umsetzung begonnen. Das Geschäft mit der Gesundheit brummt. Hunderte von Millionen von Franken werden in Neubauten mit todschicken Inneneinrichtungen gepumpt. Hier ein neues Bettenhaus, dort ein Ambulatorium. Das Geld dafür scheint in Hülle und Fülle vorhanden zu sein. Fehlen tut es dann an einem anderen Ort, nämlich in den Taschen des Personals. Hier wird gespart und geschmürzelt, ungeachtet der Tatsache, dass fast 40 Prozent des Gesundheitspersonals wieder aus dem Beruf aussteigen und dass permanenter Personalmangel für immer mehr Stress bei jenen sorgt, die den Bettel noch nicht hingeschmissen haben. Der berühmte Tropfen. Das Gesundheitspersonal hat die kontinuierliche Verschlechterung seiner Arbeitsbedingungen in der Vergangenheit meist ohne Murren hingenommen - bis der berühmte Tropfen das Fass zum Überlaufen brachte. Im Fall des Universitätsspitals Zürich (USZ) war es die Ankündigung eines neuen Garderobensystems, das zu noch längeren Umkleide- und Wegzeiten führen wird. Im USZ hat denn auch im vergangenen September die Kampagne „Umkleidezeit ist Arbeitszeit“ ihren Anfang genommen. Das grosse und anhaltende Medienecho hat dazu beigetragen, dass die Kampagne relativ schnell auch in anderen Regionen lanciert werden konnte:(…).
Elvira Wiegers.
VPOD-Magazin, 1.4.2019.
Personen > Wiegers Elvira. Umkleidezeit. VPOD-Magazin, 2019-04-01.
Ganzer Text
18.01.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Mirjam Brunner
Gesundheitsschutz
Nachtarbeit
Ratgeber
Volltext
Schwierigkeiten mit Nachtarbeit: Soll ich zum Arzt? In unserem Betrieb laufen die Maschinen Tag und Nacht, und wir arbeiten Schicht. Deshalb arbeite ich regelmässig in der Nacht. In letzter Zeit bereitet mir die Nachtarbeit immer mehr Mühe. Ich schlafe schlecht und habe Verdauungsprobleme. Zudem habe ich das Gefühl, an den andern vorbeizuleben: Wenn sie Feierabend haben, gehe ich zur Arbeit, und wenn sie aufstehen gehe ich schlafen. Soll ich mich von einer Fachperson beraten lassen? Mirjam Brunner: Ja, eine medizinische Untersuchung und Beratung ergibt in Ihrem Fall Sinn. Es gibt zahlreiche Studien zu den körperlichen und sozialen Belastungen bei Nachtarbeit. Regelmässige Nachtarbeit ist mit Risiken verbunden, da der Mensch aus biologischen Gründen auf Aktivität am Tag und Ruhe in der Nacht programmiert ist. Eine Umstellung dieses Rhythmus ist nur begrenzt möglich. Was Sie erleben, ist unter Nachtarbeitenden weit verbreitet. Deshalb sieht das Arbeitsgesetz eine regelmässige Untersuchung des Gesundheitszustandes von Nachtarbeitenden bei einem spezialisierten Arzt vor. Dazu gehört auch, dass der Einfluss auf die Wohn- und Familiensituation, auf die Freizeit und die Ernährung besprochen wird. Weiter können Sie sich von dieser Fachperson beraten lassen, wie die mit der Arbeit verbundenen Probleme vermindert werden können. Ihre Firma muss die Möglichkeit einer solchen Untersuchung und Beratung in regelmässigen Abständen anbieten, und der Arzttermin muss während der Arbeitszeit (...). Mirjam Brunner vom Service Arbeitszeit beantwortet Fragen zu Arbeitszeit und Arbeitszeiterfassung.
Work online, 18.1.2019.
Personen > Brunner Mirjam. Nachtarbeit. Gesundheitsschutz. Ratgeber. Work online, 2019-01-18.
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17.01.2019 Schweiz
Arbeitszeit
Travail.Suisse

Teilzeitarbeit
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Teilzeitarbeit auf dem Vormarsch – Diskriminierungen bleiben. Das Bundesamt für Statistik hat heute die neusten Zahlen zur Entwicklung der Teilzeiterwerbstätigkeit veröffentlicht. Teilzeitarbeit hat in den letzten Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert die Politik auf, die Diskriminierungen der Teilzeitarbeitenden zu bekämpfen und Teilzeitarbeit der Vollzeitarbeit gleichzustellen. 1,7 Millionen Arbeitnehmenden arbeiten in der Schweiz in einem Teilzeitpensum. Dies entspricht einem Anteil von 36,8 Prozent und damit einer Zunahme von 8‘4 Prozent in den letzten 20 Jahren. Auch wenn eine gewisse Anpassung zwischen den Geschlechtern feststellbar ist, ist der Anteil der Frauen in Teilzeitarbeit immer noch mehr als dreimal so hoch wie bei den Männern (59% gegenüber 17,6%). Besonders ausgeprägt ist der Geschlechterunterschied bei Haushalten mit kleinen Kindern. „Dies zeigt, dass immer noch der Grossteil der Familienarbeit von den Frauen geleistet wird“, betont Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Im Zuge des zunehmenden Wandels zur Dienstleistungsgesellschaft und der fortschreitenden Digitalisierung wird Teilzeitarbeit weiter zunehmen. „Die Politik ist dringend gefordert, Teilzeitarbeit als Realität auf dem Arbeitsmarkt anzuerkennen und die Diskriminierung der Teilzeiterwerbstätigen zu stoppen“, so Fischer weiter. Eine Diskriminierung von Teilzeitarbeitenden ortet Travail.Suisse insbesondere in folgenden Bereichen: In den Sozialversicherungen hindern Eintrittsschwelle und Koordinationsabzug einen gleichberechtigen Rentenaufbau in der (…).
Travail.Suisse, 17.1.2019.
Travail.Suisse > Teilzeitarbeit. Travail.Suisse, 2019-01-17.
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04.09.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Unia Schweiz

Arbeitszeitverlängerung
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Arbeitsgesetz: Nein zur 70-Stundenwoche! Die Arbeitnehmenden sagen nein zur Sonntagsarbeit, nein zur 70-Stundenwoche! Die Wirtschaftskommission des Ständerats hat die Vernehmlassung zur Aushöhlung des Arbeitsgesetzes eröffnet. Damit sollen die gefährlichen und schädlichen Vorstösse von Karin Keller-Sutter (FDP/SG) und Konrad Graber (CVP/LU) umgesetzt werden. Die Unia wehrt sich vehement gegen diese Angriffe auf den Gesundheitsschutz der Arbeitnehmenden! Mit der Umsetzung der Initiative von Karin Keller-Sutter werden grosse Beschäftigtengruppen faktisch vom Schutz des Arbeitsgesetzes ausgenommen. Personen mit Vorgesetztenfunktion und Fachspezialist/innen sollen ihre Arbeitszeit nicht mehr erfassen müssen. Damit werden alle Regelungen zu den Arbeits- und Ruhezeiten faktisch ausser Kraft gesetzt. Arbeiten ohne Limit. Mit der Umsetzung der Initiative von Konrad Graber wird gleichzeitig ein Jahresarbeitszeitmodell verankert, welches die 70-Stundenwoche und mehr autorisiert. Die Bestimmungen zur wöchentlichen Höchstarbeitszeit und zur Überzeit werden damit ausser Kraft gesetzt. Dies obwohl aus arbeitsmedizinischer Sicht überlange Arbeitszeiten ganz klar gesundheitsschädigend sind. Schutz aufrecht erhalten. Für die Unia ist klar, dass die Vorlage komplett überdreht ist. (…).
Unia Schweiz, 4.9.2018.
Unia Schweiz > Arbeitszeitverlängerung. Unia Schweiz, 2018-09-04.
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27.04.2018 Schweiz
Arbeitszeit
Personen
Work
Christian Egg
Temporärarbeit
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Immer mehr Temporäre. Neueste Zahlen zeigen: Temporärarbeit nimmt stark zu. Besonders bei Menschen über vierzig. Seit 2010 ist der Anteil der Temporärangestellten um einen Fünftel gestiegen (von 1,1 auf 1,3 Prozent). Das zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik. Besonders bedenklich ist die Zunahme bei den über 40jährigen: In der Altersgruppe 40 bis 54 Jahre hat sich der Anteil von 0,6 auf 1,2 Prozent verdoppelt. Auch in der Altersgruppe 55 bis 64 stieg er von 0,5 auf 0,8 Prozent. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch höher liegen. Denn viele Temporärangestellte sind Grenzgängerinnen oder Kurzaufenthalter - und die tauchen in der Statistik des Bundes nicht auf. Über den ganzen Arbeitsmarkt gesehen, beschleunigt sich die Entwicklung. Der Temporärarbeitgeberverband Swissstaffing jubelt, in den letzten 12 Monaten hätten die Einsatzstunden „erstmals“ um mehr als zehn Prozent zugenommen. Kritische Lage. Veronique Polito von der Unia-Geschäftsleitung sieht diese Zahlen dagegen mit Sorge. „Temporärarbeitende haben kein gesichertes Einkommen“, sagt sie. Und: „Sie werden nur bezahlt, wenn sie zu einem Einsatz geschickt werden.“ Oftmals hätten Temporäre Verträge mit mehreren Büros, um ihre Chancen auf einen Einsatz zu erhöhen. Dennoch sind sie zwischen den Einsätzen arbeitslos und zahlen etwa keine Pensionskassenbeiträge, was im Alter zu tieferen Renten führt. Unter (…). Christian Egg.
Work, 27.4.2018.
Personen > Egg Christian. Temporärarbeit. Work, 2018-04-27.
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15.03.2018 Deutschland
Arbeitszeit
Junge Welt

Arbeitszeitverlängerung
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Der Sieben-Stunden-Vorteil. Knorr-Bremse will 42 statt 35 Stunden in der Woche arbeiten lassen. Die Gewerkschaft soll draussen bleiben – aber die Arbeiter wehren sich. Soll man, soll man lieber nicht? Um kurz vor 9 Uhr herrscht bei den Kollegen des Industriebetriebs Knorr-Bremse Powertech noch ein wenig Ratlosigkeit. Geplant war für den heutigen Mittwoch ein Warnstreik, im Autokorso wollte man dann durch Berlin fahren. Doch das Management des Konzerns legte sich mächtig ins Zeug. Am Tag zuvor berichtete es von einer Einigung im Konflikt und verunsicherte damit viele Kollegen. Nun steht nur ein Dutzend Arbeiter vor ihrem Werk im Berliner Stadtteil Tegel. Es nieselt. Andererseits: Einige hocken schon in ihren Autos; und einfach aufgeben? "Ihr müsst das entscheiden", erklärt ein Sekretär der IG Metall. Noch ein Überlegen, dann der Entschluss, ein Betriebsrat fällt ihn: "Wir fahren." 32 Autos setzen sich in Bewegung. In ihnen gut 50 Arbeiter, die ihrem Konzern zeigen wollen, dass sie sich Tarifflucht und unbezahlte Arbeitszeitverlängerung nicht gefallen lassen. Der Arbeitskampf bei der Knorr-Bremse AG ist am Mittwoch in eine neue Runde gegangen. Beschäftigte der Tochterfirma Powertech – sie produziert Energieversorgungssysteme für Schienenfahrzeuge – legten die Arbeit nieder. Hintergrund des Warnstreiks ist die Tarifflucht des Unternehmens und dessen Versuch, die Arbeitszeiten heraufzusetzen. Warum es gerade 42 Stunden sind, weiss auch ein Betriebsrat von KB Powertech nicht. "Richtig (…). 
Junge Welt, 15.3.2018.
Junge Welt > Arbeitszeit. Junge Welt, 2018-03-15.
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02.03.2018 Deutschland
Arbeitszeit
Junge Welt

Arbeitszeit
Publikation
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Diebstahl fremder Arbeitszeit. Vorabdruck. Vom „Lohnsklaven“ zum „Arbeitskraftunternehmer“. Der historische und strukturelle Wandel kapitalistischer Ausbeutung. In diesen Tagen erscheint Heft 113 der Zeitschrift Marxistische Erneuerung. Wir veröffentlichen daraus vorab und leicht gekürzt den Aufsatz „Vom Lohnsklaven zum ‚Arbeitskraftunternehmer‘. Der historische und strukturelle Wandel kapitalistischer Ausbeutung“. Der Autor Harald Werner ist Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift. Das neue Heft kann unter www.zeitschrift-marxistische-erneuerung.de bestellt werden. (JW) Der Lohnsklave des 19. Jahrhunderts war zwar kein Sklave, und der „Arbeitskraftunternehmer“ von heute ist kein Unternehmer, doch die beiden Metaphern markieren Ausgangs- und bisherigen Höhepunkt des strukturellen Wandels von Lohnarbeit und ihrer ideologischen Verschleierung. Zwar brauchte es zu Marx Zeiten keine theoretische Erklärung, um Lohnarbeit als Ausbeutung zu erkennen, doch es bedurfte einer theoretischen Analyse, um der gängigen Illusion eines »gerechten Lohnes« entgegenzutreten und begreifbar zu machen, dass jede Ware, somit auch die Ware Arbeitskraft, im Durchschnitt zu ihrem wirklichen Wert verkauft wird. Das „scheint paradox und der alltäglichen Beobachtung widersprechend“, schreibt Marx und fügt gleich hinzu: „Könnt ihr den Profit nicht unter dieser Voraussetzung erklären, so könnt ihr ihn überhaupt nicht erklären“. Deshalb auch hat er es im ersten Band des „Kapital“ nicht an konkreten Beispielen fehlen lassen, um zu (…).
Junge Welt, 2.3.2018.
Junge Welt > Arbeitszeit, Publikation. Junge Welt, 2018-03-02.
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