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Anzahl gefundene Artikel: 174

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02.11.2018 Schottland
Frauen
Personen
Work
Peter Stäuber
Lohngleichheit
Volltext
Glasgow: Grösste Lohngleichheits-Demo seit Jahrzehnten. Enough von diesem Shit, sagen die Schottinnen. Das öffentliche Lohnsystem im schottischen Glasgow diskriminiert Frauen. Jetzt gehen sie auf die Strasse. „Eigentlich ist es eine Schande, dass wir hier stehen müssen“, sagt Ingrid Bain. Die 50jährige Gewerkschafterin ist seit sechs Uhr früh im schottischen Glasgow unterwegs, sie geht von einem Streikposten zum nächsten, um ihre Kolleginnen zu unterstützen. Im Hintergrund hupen die Autos, signalisieren so ihre Zustimmung. „Die Solidarität, die wir hier sehen, ist phantastisch“, sagt Bain – aber sie findet es bedauerlich, dass sie überhaupt streiken müssen: „Dass wir im Jahr 2018 noch immer für einen fairen Lohn für Frauen kämpfen müssen, ist doch Scheisse.“ Der Streik in der schottischen Metropole war der grösste seit Jahrzehnten: Über 8‘000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbehörde, Glasgow City Council, haben für 48 Stunden die Arbeit niedergelegt. Sie wollen damit erreichen, dass eine jahrelange Auseinandersetzung um unfaire Bezahlung von Frauen endlich endet. Gewerkschafterin Bain erklärt: „Im Kern geht es darum, dass sogenannte Frauenjobs nicht gleich bezahlt werden wie Männerjobs.“ Denn Arbeit, die mehrheitlich Frauen erledigen, wird von der Stadtbehörde tiefer bewertet als Arbeit, in denen mehrheitlich Männer arbeiten. Systematisch diskriminiert. 2006 führte die Stadt ein neues Lohnsystem ein, das dafür sorgen sollte, dass Frauen und Männer für gleichwertige ¬Arbeit den gleichen Lohn erhalten. Aber gerade dieses ¬System verstärkte die Diskriminierung gegenüber (…). Peter Stäuber.
Work online, 2.11.2018.
Personen > Staeuber Peter. Schottland. Lohngleichheit. Work online, 2018-11-02.
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02.11.2018 JU Kanton
Initiative
Personen
Work
Patricia D Incau
Initiative
Lohngleichheit
Volltext
Im Kanton Jura steht die erste Lohngleichheits-Initiative. Die Frauen machen Dampf. Per Volksabstimmung kann der Kanton Jura nun endlich die Lohngleichheit durchsetzen. Auch in der übrigen Schweiz weht ein frischer Frauen-Wind. Es geht vorwärts für die Frauen im Jura. Am 24. Oktober hat die Regierung bestätigt: Die kantonale Lohngleichheitsinitiative ist zustande gekommen. Damit hat die jurassische Stimmbevölkerung die Chance, die Lohngleichheit endlich durchzusetzen. Erstmals in der Schweiz! 23 Prozent weniger Lohn. Lanciert wurde die Initiative von der Unia im Jura, Die Gewerkschafterinnen fordern, dass der Kanton festlegt, wie die Lohngleichheit in den Betrieben kontrolliert und die Frauenlöhne an die Männerlöhne angeglichen werden sollen. Das ist auch bitter nötig: Denn obwohl die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau bereits seit 37 Jahren in der Bundesverfassung steht, ist sie bis heute nicht umgesetzt. Schweizweit verdienen Frauen nach wie vor rund zwanzig Prozent weniger als Männer. Im Kanton Jura beträgt die Lohndifferenz sogar 23 Prozent. Der Frauenstreik kommt. Das Ziel der Initiative ist deshalb: ein kantonales Gesetz, welches das nationale Gleichstellungsgesetz ergänzt. Dieses wird gerade revidiert. Eigentlich sollte es griffiger werden, aber: National- und Ständerat bewegen sich nur mit Mini-Schrittchen. Und trotzdem laufen SVP und FDP Sturm dagegen. Vorläufiges Fazit: ein zahnloser Beschluss, der Lohnanalysen nur für Betriebe mit über 100 Angestellten vorschreibt. (…). Patricia D’Incau.
Work, 2.11.2018.
Personen > D‘Incau Patricia. Lohngleichheit. Jura Kanton. Work, 2018-11-02.
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02.11.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Christian Egg
Ärzte
Lohngleichheit
Volltext
Nach ihrem Sieg vor Gericht fordert die Ärztin Natalie Urwyler: „Spitäler, lasst eure Löhne durchleuchten!“ Ärztinnen verdienen systematisch weniger als Ärzte, zeigt eine neue Studie. Und zwar fast einen Drittel. Nur dank der Prahlerei der Männer merkte die Ärztin Natalie Urwyler, dass sie deutlich weniger verdiente als ihre männlichen Kollegen. Das erste Mal vor 15 Jahren, als Assistenzärztin am Berner Inselspital. „Beim Feierabendbier merkte ich: Ein Kollege, der gleich alt war und gleich qualifiziert, verdiente mehrere Hundert Franken mehr pro Monat.“ Lohnklage. Als sie beim Spital nachfragte, stellte sich heraus: Sie war irrtümlicherweise zwei Lohnklassen zu tief eingeteilt worden. Das Spital zahlte ihr den Lohn nach. Alles gut also? Nein, sagt Urwyler. Denn später habe sie wieder weniger verdient als ihre Kollegen. Die heute 44jährige errang kürzlich einen Durchbruch: Das Berner Obergericht hob ihre Kündigung durch das Inselspital auf (Work beichtete rebrand.lyjSiegfuerdieFrauen). Noch hängig ist der zweite Teil von Urwylers Klage gegen das Spital. Wegen Lohndiskriminierung. „Die habe ich erlebt und kann sie auch beweisen.“ Jetzt bestätigt eine Studie des Bundesamts für Gesundheit: Ärztinnen verdienen systematisch weniger als Ärzte. Und zwar im Schnitt 29 Prozent, also fast einen Drittel. Auch der Verband der Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte VSAO stellt fest: „Innerhalb der Lohnbänder. wie es sie in vielen Spitälern gibt, bestehen oft Unterschiede, die nicht erklärbar sind.“ (…). Christian Egg.
Work, 2.11.2018.
Personen > Egg Christian. Aerzte. Lohngleichheit. Work, 2018-11-02.
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09.10.2018 Schweiz
Nationalrat
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Lohngleichheit
Nationalrat
Volltext
Lohngleichheit: Wieder ein Affront. Der Nationalrat hat entschieden, auf eine abgeschwächte Revision des Gleichstellungsgesetzes einzutreten. Doch bis sich beide Kammern darüber einig sind, wie die Lohngleichheit zu behandeln ist, müssen wir uns noch bis zur Wintersession gedulden – wieder einer der unzähligen Angriffe auf die Frauen! Beträfe das Gleichstellungsgesetz nur Männer, wäre es schon längst umgesetzt. Seit 22 Jahren ist das Gleichstellungsgesetz in Kraft, doch wird es bis heute mit Füssen getreten. Gemäss dem „Global Gender Gap Report 2017“ steht die Schweiz auf Platz 21, hinter den nordischen Ländern, Frankreich, Deutschland und sogar Ruanda. Doch diese Zahlen, die jährlich am Equal Pay Day publiziert werden, interessieren den Grossteil des Nationalrats nicht. Im Gegenteil: Die grosse Kammer scheint das Problem gar nicht erst anerkennen zu wollen, geschweige denn eine Lösung zu finden. Dabei gibt es noch mehr interessante Zahlen: Alle Schweizer Frauen zusammen verdienen jährlich 7,7 Milliarden Franken weniger als die Männer, wovon 2,9 Milliarden auf reiner Diskriminierung basieren. Damit arbeiten Frauen im Schnitt an 44 Tagen im Jahr gratis. Peanuts, oder? Zumindest für die bürgerliche Mehrheit, die so tut, als gäbe es das Gesetz nicht, als wäre die Verfassung und die darin verankerte Gleichstellung nur ein Stapel Altpapier. Zwei Tage nach der imposanten Lohngleichheitsdemo erhalten wir Frauen eine Kriegserklärung aus dem Bundeshaus. In Island wurde ein Gesetz akzeptiert, das die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen bis 2020 aus (…). Françoise Gehring, Katrin Taglang.
SEV, 9.10.2018.
SEV > Nationalrat. Lohngleichheit. SEV, 2018-10-09.
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01.10.2018 Schweiz
Frauen
VPOD-Magazin

Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Demonstration für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung: 20‘000 Frauen haben genug! Auftakt zum Frauenstreik 2019. 20‘000 Personen haben in Bern für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung demonstriert - Frauen, aber auch solidarische Männer. Ein gelungener Auftakt zum Frauenstreik 2019. Auch wenn Berufe kein Geschlecht haben, bleibt die Arbeitswelt doch segregiert. In der Kinderbetreuung arbeiten beispielsweise zu 90 Prozent Frauen: Die Qualifikationen werden nicht wirklich anerkannt, die Löhne sind niedrig und der Sektor steht unter einem starken Druck, die Kosten weiter zu senken. „Wir wollen mehr Wertschätzung der Frauenberufe und ein Ende der Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt“, sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber. Frauen verdienen im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel weniger als die Männer. Diese Differenz ist auf der Grundlage eines Vollzeitjobs berechnet. Da die meisten Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie neben der Erwerbsarbeit zwei Drittel der unbezahlten Arbeit schultern, beträgt der durchschnittliche Unterschied auf der Lohnabrechnung 32 Prozent. Diese Lohnungleichheit muss endlich behoben werden - denn sie hat Folgen für die Rentenbildung. Die Renten der Frauen liegen 37 Prozent unter denjenigen der Männer. „Damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auf anständige Renten zu kommen, braucht es höhere Löhne, nicht ein höheres Rentenalter, und endlich auch echte Vereinbarkeit“, fordert Christine Flitner, VPOD-Sekretärin und zuständig für die Frauenkommission. Dies bedeutet eine Reduktion der Vollarbeitszeit und mehr (…). Mit Fotos.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
VPOD-Magazin > Frauenstreik. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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28.09.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Demonstrationen Bern
Feminismus
Lohngleichheit
Volltext
Oben ohne. Die junge Frau mit dem „Vulva“-Schriftzug auf der Brust stand einfach da. Und erhob ihre Faust. Auf ihrem selbstgemalten Plakat stand: „Das Geld kennt kein Geschlecht.“ An die 20’000-Menschen-Demo war sie gekommen, weil es jetzt reicht, weil es Lohngleichheit braucht. Als Minimum! Neben ihr tanzten sechs barbusige Girls, sie lachten und strahlten vor Lebensfreude. Und verlangten nichts weniger als das „Ende der Schnäbi-Diktatur“ (Seiten 8-11). Es war keine geplante Aktion, sie hatten sich nicht einmal gekannt vorher. Doch Mut und Leichtigkeit sind ansteckend: „Es war extrem schön, befreiend und verbindend“, sagte eine von ihnen. Selbst ist die Frau. Marianne und Hannah. Oben ohne protestierte schon die Marianne, die französische Helvetia. Auf dem Gemälde von Eugène Delacroix, auf dem sie das Volk mit wehendem Busen in die Julirevolution von 1830 führt. Sie ist göttlich, und sie ist so frei, sich von Normen und Obrigkeit zu befreien. Wie Hannah Weitemeier. Ihre Obrigkeit war der Frankfurter Philosophie- und Soziologieprofessor Theodor W. Adorno. Radikal in seiner Theorie, in der politischen Praxis aber nicht so sehr. Als er 1969 den Hörsaal betritt, kommt ihm die Studentin entgegen. Sie trägt eine Jacke, aber nichts darunter. Die Aktion geht als „Busenattentat“ in die Geschichte der feministischen Protestkultur ein. Körper und Politik. Körperpolitik ist eng mit der Frauenbefreiungsbewegung verbunden. Sie ist ein grundlegendes Moment der Emanzipation: „Mein Körper gehört mir!“ Selbst ist die Frau. Dazu gehört auch die Idee, den nackten Körper als Waffe einzusetzen. So, wie dies die Femen-Frauen tun, (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 28.9.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Feminismus. Lohngleichheit. Work online, 2018-09-28.
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22.09.2018 Schweiz
Demonstrationen Schweiz
Frauen
SGB

Demonstrationen Schweiz
Lohngleichheit
Volltext
Deutliches Signal an das Parlament: Rund 20'000 demonstrieren für Lohngleichheit. Ein unüberhörbares Signal an den Nationalrat hat die grosse und breit abgestützte Kundgebung auf dem Bundesplatz gesandt. Ein Bündnis von Gewerkschaften, Frauen- und Gleichstellungsorganisationen sowie Parteien hatte dazu aufgerufen, die Lohngleichheit einzufordern. Enough: Rund 20'000 Personen haben am 22. September an einer grossen und breit abgestützten Kundgebung auf dem Bundesplatz die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern eingefordert. Ein breites Bündnis von Gewerkschaften, Frauen- und Gleichstellungsorganisationen sowie Parteien schickt damit ein deutliches Signal an den Nationalrat, damit er nächste Woche endlich wirksame Massnahmen gegen die Lohndiskriminierung beschliesst. Ein Bündnis von über 40 Organisationen hat zur nationalen Kundgebung für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung aufgerufen. Denn obwohl die Bundesverfassung seit 37 Jahren garantiert, dass Frauen für gleichwertige Arbeit auch gleich viel Lohn erhalten, wie die Männer, sind die Lohnunterschiede immer noch gross. So verdienen Frauen im Schnitt immer noch fast ein Fünftel weniger als ihre Kollegen, eine Differenz von über sieben Prozent ist durch objektive Faktoren nicht erklärbar und diskriminierend. Dieser Lohnklau an den Frauen beträgt im Schnitt jeden Monat 590 Franken. Jedes Jahr entgehen den Frauen so aufgrund ihres Geschlechts fast 10 Milliarden Franken. (…).
SGB, 22.9.2018.
SGB > Lohngleichheit. Demo Bern. SGB, 2018-09-22.
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22.09.2018 Schweiz
Demonstrationen Bern
Löhne
VPOD Schweiz

Demonstrationen Bern
Lohngleichheit
Volltext
Streik liegt in der Luft! Wir Frauen haben genug! 20’000 Frauen und Männer demonstrierten am Samstag in Bern für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung. Lohndiskriminierung, niedrige Löhne in den „typischen“ Frauenberufen und Teilzeitarbeit führen nach wie vor zu eklatanter ökonomischer Benachteiligung. Die Gewerkschaftsfrauen haben genug: Die Kundgebung war für den VPOD zugleich ein sichtbarer Auftakt zum geplanten Frauenstreik 2019. Auch wenn Berufe kein Geschlecht haben, bleibt die Arbeitswelt doch segregiert. In der Kinderbetreuung arbeiten beispielsweise zu 90 % Frauen: Die Qualifikationen werden nicht wirklich anerkannt, die Löhne sind niedrig und der Sektor steht unter einem starken Druck, die Kosten weiter zu senken. „Wir wollen mehr Wertschätzung der Frauenberufe und ein Ende der Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt“, sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber. Frauen verdienen im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel weniger als die Männer. Diese Differenz ist auf der Grundlage eines Vollzeitjobs berechnet. Da die meisten Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie neben der Erwerbsarbeit zwei Drittel der unbezahlten Arbeit schultern, beträgt der durchschnittliche Unterschied auf der Lohnabrechnung ca. 32%. Diese Lohnungleichheit muss endlich behoben werden – denn sie hat Folgen für die Rentenbildung. Die Renten der Frauen liegen 37% unter denjenigen der Männer. „Damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auf anständige Renten zu kommen, braucht es höhere Löhne, nicht ein höheres Rentenalter, und endlich auch echte Vereinbarkeit“, fordert Christine Flitner, VPOD-Sekretärin (…).
VPOD Schweiz, 22.9.2018.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. Demo Bern. VPOD Schweiz, 2018-09-22
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21.09.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Demonstrationen Bern
Lohngleichheit
Volltext
Für Lohn und Wertschätzung. Auch 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik der Schweiz besteht noch immer Lohndiskriminierung zwischen den Geschlechtern. Der Kampf der Frauen für Gleichheit geht weiter: am 22. September in Bern. Die Rechnung zur Lohngleichheit ist noch offen: PolitikerInnen und UnternehmerInnen interessiert es nicht, dass der Inhalt der Lohntüten Ende Monat bei gleicher Arbeit unterschiedlich ist. Seit 1981 gibt es den Grundsatz für Gleichberechtigung und 1996 trat das Gleichstellungsgesetz in Kraft, das auf die Beseitigung von Benachteiligungen der Frauen im Erwerbsleben wie geringe Löhne oder ungleiche Anstellungschancen hinzielt. In der Bundesverfassung heisst es im Artikel 8: „Mann und Frau sind gleichberechtigt.“ Das gilt für rechtliche und tatsächliche Gleichstellung in Familie, Ausbildung und Arbeit. Und: „Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“ 10‘000 Franken pro Jahr. Es ist also durch die Bundesverfassung und das Gleichstellungsgesetz eindeutig verboten, wenn Frauen für gleichwertige Arbeit weniger erhalten. In der Praxis wird dieses Verbot missachtet. Auch Jahre später verdienen Frauen 20 Prozent weniger als Männer in einer vergleichbaren Position. Eine Rechnung zeigt, um welche Beträge Frauen hier von den Unternehmen betrogen werden: Verdient der Mann 4500 Franken, so erhält die Frau bei gleichwertiger Arbeit nur 3600 Franken. Zusammengerechnet bedeutet dies eine Einbusse von rund 10 000 Franken (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 21.9.2018.
Vorwärts > Frauen. Lohngleichheit. Vorwärts, 2018-09-21.
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05.09.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Lohngleichheit. Ein fiktives Stellenangebot enthüllt die Lohnungleichheiten. Trotz 20 Prozent Lohnunterschied ist die Beseitigung der Lohnungleichheit nach wie vor kein Thema bei der Mehrheit der Politikerinnen und Politiker. Um auf diesen ungeheuerlichen Missstand aufmerksam zu machen, hat die Unia ein fiktives Stellenangebot auf diversen Jobportalen mit einem geringeren Salär für die Kandidatin als den Kandidaten geschaltet. „Meyer Info, ein in der Informatik und Bürotechnik spezialisiertes Unternehmen, bietet Ihnen die Möglichkeit, sich in einem dynamischen Umfeld zu entfalten und Ihr Talent in den Dienst unserer Kunden zu stellen. Salär: Assistent HR: 75‘000 Franken/Jahr. - Assistentin HR: 56‘250 Franken/Jahr „. Diese provokante Anzeige der Gewerkschaft Unia ist auf verschiedenen Online-Jobportalen erschienen, um die Aufmerksamkeit auf die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Schweiz zu lenken. Auch 37 Jahre nach der Verankerung in der Verfassung ist der Grundsatz der Lohngleichheit noch immer nicht umgesetzt. Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen betragen im Durchschnitt noch immer rund 20%. Mit dem fiktiven Inserat trägt die Unia dazu bei, die Lohnunterschiede in vielen Unternehmen transparent und bewusst zu machen. Entschärfte Revision. Der Nationalrat diskutiert demnächst über die Revision des Gleichstellungsgesetzes (GlG). Die bürgerliche Mehrheit ist darum bemüht, die ohnehin schon sehr moderate Vorlage weiter abzuschwächen und zu entschärfen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.9.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2018-09-05.
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03.09.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Medienkonferenz
Volltext
Medienkonferenz Lohngleichheit. Aktionen und Kampagne der Unia für Lohngleichheit. Die Gewerkschaft Unia lädt Sie ein zur Medienkonferenz am Dienstag, 11. September, um 9.00 Uhr, im Vatter Business-Center, Bärenplatz 2, Bern. Gleichentags findet eine spektakuläre Aktion für Lohngleichheit statt um 7.30 Uhr auf dem Bundesplatz Bern. Liebe Medienvertreterinnen und –vertreter. Im Parlament wird momentan über die Revision des Gleichstellungsgesetzes beraten. Es geht darum, dass die in der Verfassung seit 37 Jahren verankerte Lohngleichheit zwischen Mann und Frau endlich durchgesetzt wird. Doch der Vorlage wurde im Laufe der Beratung die meisten Zähne gezogen, inhaltlich ist sie inzwischen völlig unzureichend Die Bürgerlichen unternehmen alles, um die Wirkungskraft der Revision so gering wie möglich zu halten. Die Unia ruft daher alle auf, am 22. September in Bern auf die Strasse zu gehen und ein Zeichen gegen die Lohnungleichheit zu setzen! Mit einer Medienkonferenz und einer spektakulären Aktion im Vorfeld der Demo präsentiert die Gewerkschaft Unia am 11. September ihre Kampagne für Lohngleichheit. Referentinnen sind: Corinne Schärer, Geschäftsleitungsmitglied Unia, Virginie Pilault, Mediensprecherin Unia. Wir freuen uns, Sie bei diesem Anlass begrüssen zu dürfen. Gerne laden wir Sie auch zu unserer grossen Kundgebung für Gleichstellung und gegen Diskriminierung ein, die am 22. September in Bern stattfindet (Beginn: 13.30 Uhr auf der Schützenmatte). (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, Unia Schweiz, 3.9.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Medienkonferenz. Unia Schweiz, 2018-09-03.
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31.08.2018 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Lohngleichheit
Volltext
Eins, zwei Schadenfälle. Für die NZZ sind flankierende Massnahmen ein „Kollateralschaden“ der Personenfreizügigkeit. Für die NZZ sind mehr Lohnschutz und mehr Gesamtarbeitsverträge also Schadenfälle. Und sie belegt das mit Fake News: „Zusammen mit den arbeitsmarktlichen Regelungen sind nämlich auch Gesamtarbeitsverträge wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die vertraglich fixierten Löhne, die in der Regel mit zunehmender Berufserfahrung und dem Alter automatisch steigen, tragen dazu bei, einheimische Arbeitskräfte zu verdrängen.“ Ein schlechter Witz, sagt dazu Unia-Chefökonom Beat Baumann. Denn GAV würden in der Regel Anfangslöhne fixieren, aber praktisch nie Lohnanstiege nach zehn Berufsjahren vorschreiben. Warum also meldet die Alte Tante von der Zürcher Falkenstrasse solchen Hafenkäse? Weil ihr mehr Lohnschutz und mehr Mindestlöhne ebenso ein (marktradikaler) Dorn im Auge sind, wie sie es Ems-Milliardärin Martullo-Bocher & Co. sind. Auch sie attackieren die Flankierenden frontal. Es sind Attacken auf ein Erfolgsmodell, wie Work-Autor Clemens Studer im Work-Schwerpunkt über die Personen¬freizügigkeit aufzeigt. Europäische Werte. Beim Streit um die flankierenden Massnahmen geht es also nicht um „die Schweiz gegen die EU“, denn die Gegnerinnen und Gegner von mehr Lohnschutz und mehr Rechten für Arbeitnehmende hocken hüben wie drüben. In Domat/Ems ebenso wie in Süddeutschland. Und ihre Befürworterinnen und Befürworter ebenfalls. Es geht (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 31.8.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Lohngleichheit. Work online, 2018-08-31.
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20.08.2018 Schweiz
Nationalrat
Syndicom

Lohngleichheit
Nationalrat
Volltext
Kommission macht kleinen Schritt Richtung Lohngleichheit - Schärfere Massnahmen sind nötig. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK) des Nationalrats ist den Entscheiden des Ständerats gefolgt und empfiehlt, die Massnahmen zur Durchsetzung der Lohngleichheit zu stärken. Die Kommission hat es aber im Rahmen der Revision des Gleichstellungsgesetzes verpasst, die vom Ständerat verwässerten Massnahmen zu verschärfen. Die bürgerliche Kommissionsmehrheit hat sowohl an der unsinnigen Sunsetklausel wie auch an der Befreiung etlicher Unternehmen von der Analysepflicht festgehalten und jegliche Anträge abgelehnt, die dem Reformprojekt zu mehr Wirksamkeit verholfen hätten. (SGB) Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) wertet es dennoch als positiv, dass die Gesetzesrevision nun im Herbst in den Nationalrat kommt. Das Minimum an Transparenz, dass sie böte, ist ein kleiner Schritt in Richtung Lohngleichheit, dem weitere Schritte folgen müssen. Der SGB fordert das Nationalratsplenum auf, diese Schritte schon jetzt einzuschlagen und das Gesetz deutlich zu verschärfen: Die Einhaltung der Massnahmen muss wie in anderen Gesetzen kontrolliert und Zuwiderhandlungen müssen sanktioniert werden. Eine Ausnahme ausgerechnet bei den Frauenrechten ist ein Affront. Eine breite Allianz von Frauenorganisationen und Gewerkschaften wird dem Nationalrat genau auf die Finger schauen und fordert das Parlament auf, der Lohngleichheit endlich zum Durchbruch zu verhelfen. (...).
Syndicom, 20.8.2018.
Syndicom > Lohngleichheit. Syndicom, 2018-08-20.
Ganzer Text
20.08.2018 Schweiz
Nationalrat
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Nationalrat
Volltext
Lohngleichheit: Nationalrat muss Gesetzesvorlage korrigieren! Die Unia ist empört: Die Nationalrats-Kommission hat es versäumt, den Entscheid des Ständerates zu korrigieren und der Lohngleichheit zum Durchbruch zu verhelfen. Umso entschlossener ruft die Unia zur grossen Demo für Lohngleichheit am 22. September auf. Der Entscheid fiel denkbar knapp aus, aber die Kommission leitete die Revision des Gleichstellungsgesetzes an den Nationalrat weiter. Dass ein Stichentscheid nötig war, zeigt, dass Lohngleichheit und Gleichstellung bei den bürgerlichen Politikern nicht ernst genommen werden. Unzureichende Lohngleichheitsanalysen. Die Unia begrüsst die Einführung von obligatorischen Lohngleichheitsanalysen. Doch kritisiert sie scharf, dass der Vorlage die Zähne gezogen wurden. Nur Unternehmen mit über 100 Beschäftigten sollen der neuen Regelung unterstellt werden und alle vier Jahre ihre Löhne analysieren müssen. Dies betrifft bloss ein Prozent der Schweizer Unternehmen - und ist völlig unzureichend. Fehlbare müssen sanktioniert werden. Zudem hat es die Kommission versäumt, Sanktionen gegen fehlbare Unternehmen zu verankern. Somit bleibt die Freiwilligkeit faktisch bestehen. Das ist gegenüber den Frauen, deren Recht auf Lohngleichheit seit 37 Jahren in der Verfassung verankert ist, eine Frechheit. Ein Schlag ins Gesicht der Frauen. Die Pflicht zu Lohngleichheitsanalysen soll ausserdem auf 12 Jahre begrenzt werden. Absolut inakzeptabel: Ein Gesetz von dieser Tragweite kann nicht (…).
Unia Schweiz, 20.8.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2018-08-20.
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17.08.2018 Schweiz
Nationalrat
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes. Unia verlangt vom Nationalrat eine Korrektur und wirksame Bestimmungen, um die Lohngleichheit durchzusetzen! Die Unia ist empört: Die Nationalratskommission hat es heute versäumt, den Entscheid des Ständerates zu korrigieren und der Lohngleichheit zum Durchbruch zu verhelfen. Dass die Kommission dem Ständerat nur äusserst knapp gefolgt ist, zeigt, dass die bürgerlichen Politiker Lohngleichheit und Gleichstellung nicht ernst nehmen. Die Unia ruft umso entschlossener zur grossen Demo für Lohngleichheit vom 22. September auf. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-S) folgte heute nur äusserst knapp dem Ständerat und leitet die Revision des Gleichstellungsgesetzes ans Nationalratsplenum weiter. Dass ein Stichentscheid nötig war, zeigt, dass die Lohngleichheit und die Gleichstellung bei den bürgerlichen Politikern nicht ernst genommen wird. Lohngleichheit ist aber kein Geschenk an die Frauen, sondern ein Verfassungsauftrag! Die Unia begrüsst die Einführung obligatorischer Lohngleichheitsanalysen grundsätzlich. Doch kritisiert sie scharf, dass der Vorlage bereits die meisten Zähne gezogen wurden. Nicht nur hat die WBK-S beschlossen, nur 1 Prozent der Unternehmen der neuen Regelung zu unterstellen und Lohnanalysen zu verlangen. Nur Unternehmen mit 100 und mehr Beschäftigten müssen regelmässig ihre Löhne überprüfen. Zudem hat es die Kommission einmal mehr versäumt, Sanktionen gegen fehlbare Unternehmen zu verankern. (…).
Unia Schweiz, 17.8.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Nationalrat. Unia Schweiz, 2018-08-17.
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15.06.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Patricia D Incau
Lohngleichheit
Rechtsschutz
Volltext
Lohngleichheit: Fast die Hälfte der Klagen scheitern. Richter kennen das Gleichstellungsgesetz nicht. Die Hürden für erfolgreiche Lohnklagen sind riesig. Nicht selten deshalb, weil die Gerichte das Gleichstellungsgesetz zu wenig gut kennen. Und das ganze 22 Jahre nach Inkrafttreten. Es ist eine unendliche Geschichte: Schon seit sechs Jahren kämpft Françoise Robert dafür, dass ihr ehemaliger Arbeitgeber endlich geradestehen muss. Dafür, dass er Frauen schlechter bezahlt als Männer. Nur deshalb, weil sie Frauen sind. Robert arbeitete bis 2012 in einem Westschweizer Luxuswarenhaus. Als gelernte Schneiderin mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis kürzte sie dort Hosenbeine, nahm Röcke ein und änderte Blusen. Alles Arbeiten, die sich praktisch nicht von denen ihrer männlichen Kollegen unterschieden. Doch dann erfuhr Françoise Robert per Zufall: Ihre Kollegen verdienten mehr. Sie sprach ihre Vorgesetzten darauf an. Kurz danach erhielt sie die Kündigung. Robert ging vor Gericht und meldete sich bei der Unia. Der Prozess läuft heute noch. Immerhin bestätigt inzwischen ein Gutachten, dass Robert tatsächlich weniger verdient hat als ihre Kollegen. Und zwar zwischen 24 und 33 Prozent. Das ist ein erster Erfolg, aber noch lange kein Sieg. Steiniger Weg. Die Geschichte von Schneiderin Françoise Robert ist keine Ausnahme. Auch bei der Gewerkschaft VPOD kennt man solche „langen Fälle“. VPOD-Gleichstellungsfachfrau Christine Flitner sagt: Für LohnkIagen braucht es einen (…).  Patricia d’Incau.
Work, 15.6.2018.
Personen > D’Incau Patricia. Lohngleichheit. Klagen. Work, 2018-06-15.

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14.06.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Aktionstag
Lohngleichheit
Volltext
Aktionstag Lohngleichheit. Rote Karte für Frauendiskriminierung! Eine Spezialauswertung des Büro BASS für die Unia zeigt, dass jede Berufsfrau in ihrem Arbeitsleben um volle 303‘000 Franken betrogen wird. Das bedeutet nicht nur weniger Lohn, sondern auch weniger Rente. Die Unia fordert ein anständiges und würdiges Leben heute und im Alter und ist deshalb seit den frühen Morgenstunden auf der Strasse und in den Betrieben mit vielfältigen Aktionen zu Lohngleichheit präsent. Die Frauen sind wütend. Immer, wenn es um Gleichstellung geht, dauert es ewig: 100 Jahre, bis zum Frauenstimmrecht, 60 Jahre bis zur Mutterschaftsversicherung und jetzt bereits 37 Jahre für die Lohngleichheit. Es sind die Arbeitgeber und ihr verlängerter Arm im Parlament, die sich nicht an die Verfassung halten und so bewusst einen Verfassungsbruch begehen. Die Unia fordert deshalb mit Nachdruck den Nationalrat dazu auf, Nägel mit Köpfen zu machen und bei der laufenden Revision des Gleichstellungsgesetzes den Beschluss des Ständerates zu korrigieren. Es braucht endlich griffigere Massnahmen! Jährlicher Lohnklau an Frauen: 10 Milliarden Franken! Eine Spezialauswertung des Büro BASS für die Unia zeigt, dass jede Berufsfrau in ihrem Arbeitsleben um volle 303‘000 Franken betrogen wird (Basis: Letzte aktuellen Zahlen zu den Durchschnittslöhnen gemäss Lohnstrukturerhebung des BfS, 2014). Unerklärter (diskriminierender) Lohnunterschied nach Branchen: (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 14.6.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Aktionstag. Unia Schweiz, 2018-06-14.
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12.06.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Aktionstag
Lohngleichheit
Volltext
„Lohngleichheit ist auch dein Bier“. SGB startet Kampagne für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung. Die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen ist eine Realität. Weltweit. Aber auch in der Schweiz. Obwohl das Prinzip der Lohngleichheit seit 37 Jahren in der Verfassung verankert ist, beträgt die Differenz zwischen Männer- und Frauenlöhnen gemäss Eurostat immer noch 17 Prozent, und damit etwas mehr als im EU-Schnitt. Rund zwei Fünftel dieses Lohnunterschieds lassen sich nicht durch objektive Faktoren wie unterschiedliche Ausbildung, Hierarchiestufen und Aufgabenprofile erklären. Anders als von den Arbeitgebern in den letzten Jahren plötzlich wieder kolportiert, handelt es sich dabei schlicht um Lohndiskriminierung. Insgesamt entgehen den arbeitstätigen Frauen pro Jahr fast 10 Milliarden Franken! Die Lohndiskriminierung geschieht oft unbewusst. Deshalb ist es von entscheidender Bedeutung, dass das Parlament im Rahmen der Revision des Gleichstellungsgesetzes nun vorwärts macht und die Vorlage aus dem Ständerat verbessert. Es braucht nicht nur, wie zurzeit vorgesehen, eine Analysepflicht. Es braucht auch eine „Madame Égalité“, die in Stichproben kontrolliert, ob die Unternehmen ihrer Pflicht nachkommen, und die bei Missachtung auch Sanktionen aussprechen kann. Für den Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen ist nicht allein die Lohndiskriminierung verantwortlich. Studien zeigen vielfältige Gründe für die Lohnlücke. Mutterschaft alleine reicht als Erklärung nicht aus. Entscheidenden (…). Regula Bühlmann.
SGB, 12.6.2018.
Personen > Bühlmann Regula. Lohngleichheit. SGB, 2018-06-12.
Ganzer Text
29.05.2018 Schweiz
Löhne
Ständerat
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes. Unia fordert verbindlichere Bestimmungen zur Umsetzung der Lohngleichheit. Heute hat der Ständerat die Revision des Gleichstellungsgesetzes angenommen und zuhanden Nationalrat verabschiedet. Die Gewerkschaft Unia begrüsst im Grundsatz die Einführung einer obligatorischen Lohnanalyse – kritisiert aber die Entkräftung der Vorlage und die Beschränkung des Gesetzes auf 12 Jahre. Die Unia fordert vom Nationalrat nun massive Verbesserungen: Fehlbare Unternehmen müssen gebüsst und verpflichtet werden, diskriminierende Löhne anzupassen. Dass das heute vom Ständerat angenommene Gesetz eine obligatorische Lohnanalyse festschreibt, ist im Grundsatz richtig und wichtig. Die Unia fordert nun die Grosse Kammer auf, Nägel mit Köpfen zu machen und bei der weiteren Revision des Gleichstellungsgesetzes griffigere Massnahmen zu beschliessen. 1% der Unternehmen zu prüfen, reicht nicht. Der Ständerat hat beschlossen, lediglich 1% der Betriebe der Pflicht zur Lohngleichheitsanalyse zu unterstellen: Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden sind alle vier Jahre dazu verpflichtet, eine Lohnanalyse durchzuführen. Die Kleine Kammer hat sich gegen Sanktionsmassnahmen ausgesprochen und einen Passus zum verbindlicheren Vorgehen nach der Lohnanalyse gestrichen. Das ist eine leidige Entkräftung der Vorlage, die zwischen Kommission und Ständeratsplenum wie eine heisse Kartoffel hin- und hergeschoben wurde. Die Unia fordert (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.5.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Ständerat. Unia Schweiz, 2018-05-29.
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29.05.2018 Schweiz
Personen
SGB
Ständerat
Regula Bühlmann
Lohngleichheit
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Lohngleichheit: Nicht auf halbem Weg stehen bleiben. Nationalrat muss Gleichstellungsgesetz verschärfen. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB begrüsst, dass der Ständerat sich heute doch noch für Massnahmen gegen die Lohndiskriminierung ausgesprochen hat. Er erachtet diese jedoch nur als ersten Schritt in die richtige Richtung, denn der Rat hat alle Minderheitsanträge zur Verschärfung der Vorlage abgelehnt. Um die Wirksamkeit zu erhöhen, braucht es schärfere Massnahmen. Der SGB erwartet vom Nationalrat, der das Geschäft als nächster beraten wird, dass er sich dezidiert für die Lohngleichheit einsetzt und dem Bund mehr Kompetenzen bei ihrer Umsetzung gibt: Es braucht eine „Madame Égalité“ die in Stichproben kontrolliert, ob die Unternehmen die Lohngleichheit einhalten, und bei Missachtung des Gleichstellungsgesetzes auch Sanktionen aussprechen kann. Die heutige Sitzung des Ständerats hat gezeigt, dass die Extrarunde der GlG-Revision durch die Kommission eine unnötige Verzögerung war: Die kleine Kammer hat die Massnahmen verabschiedet, die schon in der Frühlingssession zur Diskussion standen, jedoch durch uneinsichtige Ständeräte an die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S) zurückgeschickt wurden. Dass die WBK-S an ihren ursprünglichen Vorschlägen festhielt, zeigt, dass sie sich schon zuvor seriös mit der Vorlage befasst hatte. Der SGB fordert das Parlament auf, künftig von solchen Verzögerungen abzusehen und den Verfassungsauftrag der (…). Regula Bühlmann.
SGB, 29.5.2018.
Personen > Bühlmann Regula. Lohngleichheit. SGB, 2018-05-29.
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15.05.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Pensionierte
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Unia-Rentner/innen fordern Respekt für Frauen und ältere Arbeitnehmende. Die Rentnerinnen und Rentner der Unia haben an ihrer jährlichen Konferenz eine Resolution verabschiedet, in der sie Respekt und Schutz für ältere Arbeitnehmende fordern. Und sie rufen zum Protest gegen die Lohndiskriminierung der Frauen auf. Einen besonderen Affront gegen ältere Arbeitnehmende stellt die Haltung der Baumeister dar: Sie verweigern den Bauarbeitern längst fällige Lohnerhöhungen und wollen die Arbeitszeiten verlängern. Und sie greifen die Rente mit 60 auf dem Bau frontal an. In der Resolution heisst es: „Wir Rentnerinnen und Rentner wissen, was es heisst, sein Leben lang zu krampfen und endlich im verdienten Ruhestand zu sein. Darum setzen wir uns für die Rente mit 60 ein und rufen dazu auf, zahlreich an der grossen Baudemo am 23. Juni in Zürich teilzunehmen.” Es braucht Massnahmen der Politik. Viele ältere Arbeitnehmende haben grosse Mühe, nach einer Entlassung wieder eine Stelle zu finden. Deshalb braucht es einen stärkeren Schutz gegen Kündigungen und bessere Regelungen in Gesamtarbeitsverträgen. «Wer mit 58 Jahren die Stelle verliert, soll in der bisherigen Pensionskasse verbleiben können», so ein zentraler Vorschlag der Unia-Rentner/innen. Die vorzeitige Pensionierung – wie im Bau – soll in anderen Branchen gefördert werden, besonders in körperlich anstrengenden Berufen. Auf die Strasse für Lohngleichheit. (…).
Unia Schweiz, 15.5.2018.
Unia Schweiz > Pensionierte. Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2018-05-15.
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14.05.2018 Schweiz
Ständerat
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Ständerat
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WBK-S bringt Revision zum Gleichstellungsgesetz ins Ratsplenum zurück. Griffiges Gesetz für Lohngleichheit gefordert. Nach erneuter Beratung hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S) die Revision des Gleichstellungsgesetzes praktisch identisch ins Ratsplenum zurückgewiesen. Die Bekämpfung der Lohndiskriminierung kann so in der Sommersession erneut angegangen werden. Für Unia ein erster Schritt in die richtige Richtung zu einem griffigen Gesetz mit harten Sanktionen. Erst im Februar hat der Ständerat die Revision des Gleichstellungsgesetzes an die vorberatende Kommission zurückgewiesen. Für die Unia damals ein skandalöses Vorgehen, mit dem die Umsetzung weiter hinausgezögert werden sollte. Nun hat nach erneuter Beratung die WBK-S die Revision des Gleichstellungsgesetzes wieder praktisch identisch ins Ratsplenum zurückgegeben. Die Vorlage wird damit am 29. Mai erneut im Ständerat beraten. Schritt in die richtige Richtung. Die Unia begrüsst den heutigen Entscheid, sich von der unseriösen Idee der Selbstdeklaration abzuwenden und fordert systematische Lohnkontrollen. Der Ständerat muss nun zwingend ebenfalls auf die Minderheitsanträge der WBK-S eingehen, welche mehr Verbindlichkeiten fordert. Harte Sanktionen gefordert. Die Unia fordert nach wie vor verbindliche Bestimmungen, damit bei allen Unternehmen – egal wie viele Mitarbeitende diese (…).
Unia Schweiz, 14.5.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Ständerat. Unia Schweiz, 2018-05-14.
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14.05.2018 Schweiz
Löhne
Ständerat
Unia Schweiz

Lohngleichheit
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WBK-S bringt Revision zum Gleichstellungsgesetz ins Ratsplenum zurück. Griffiges Gesetz für Lohngleichheit gefordert. Nach erneuter Beratung hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK-S) die Revision des Gleichstellungsgesetzes praktisch identisch ins Ratsplenum zurückgewiesen. Die Bekämpfung der Lohndiskriminierung kann so in der Sommersession erneut angegangen werden. Für Unia ein erster Schritt in die richtige Richtung zu einem griffigen Gesetz mit harten Sanktionen. Erst im Februar hat der Ständerat die Revision des Gleichstellungsgesetzes an die vorberatende Kommission zurückgewiesen. Für die Unia damals ein skandalöses Vorgehen, mit dem die Umsetzung weiter hinausgezögert werden sollte. Nun hat nach erneuter Beratung die WBK-S die Revision des Gleichstellungsgesetzes wieder praktisch identisch ins Ratsplenum zurückgegeben. Die Vorlage wird damit am 29. Mai erneut im Ständerat beraten. Schritt in die richtige Richtung. Die Unia begrüsst den heutigen Entscheid, sich von der unseriösen Idee der Selbstdeklaration abzuwenden und fordert systematische Lohnkontrollen. Der Ständerat muss nun zwingend ebenfalls auf die Minderheitsanträge der WBK-S eingehen, welche mehr Verbindlichkeiten fordert. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 14.5.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Ständetrat. Unia Schweiz, 2018-05-14.
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01.05.2018 Schweiz
1. Mai Schweiz
Unia Schweiz

1. Mai Schweiz
Lohngleichheit
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1. Mai im Zeichen der Lohngleichheit. Punkt. Schluss! Solidarität statt soziale Spaltung – allein in Zürich kamen rund 13'000 Menschen an die 1. Mai-Kundgebung. In der ganzen Schweiz gingen heute, am Tag der Arbeit, Zehntausende auf die Strasse. Unter dem Motto „Lohngleichheit. Punkt. Schluss!“ forderten sie insbesondere das Ende der skandalösen Lohndiskriminierung! Frauen verdienen rund 20 Prozent weniger als Männer. 37 Jahre nach der Verankerung des Prinzips „gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit“ muss die Lohngleichheit endlich Tatsache werden. Dafür machten wir am 1. Mai Druck: Lohngleichheit. Punkt. Schluss! Solidarität statt soziale Spaltung. Unia-Präsidentin Vania Alleva war Hauptrednerin in Zürich. Sie betonte, dass ausser den Frauen etwa auch Migrant/innen systematisch diskriminiert werden und forderte gleiche Rechte für alle. Alleva: „Wenn wir sagen: ‚Lohngleichheit. Punkt. Schluss!‘, dann geht es, ganz grundsätzlich, um die Wahl zwischen Solidarität und sozialer Spaltung.“ Sozialen Fortschritt durchzusetzen. Auch die Unia-Geschäftsleitungsmitglieder Corinne Schärer, Corrado Pardini, Véronique Polito und Nico Lutz fordern endlich griffige Massnahmen zur Durchsetzung der Lohngleichheit. In ihren Reden hoben sie die Rolle der Gewerkschaften beim sozialen Fortschritt hervor. Zusammen kämpfen. Doch es gilt weiter zu kämpfen: für gute Gesamtarbeitsverträge mit mehr Schutz, faire Löhne, sichere Renten für alle, (...). .
Unia Schweiz, 1.5.2018.
Unia Schweiz > 1. Mai Schweiz 2018. Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2018-05-01.
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30.04.2018 Bern
Demonstrationen Bern
SGB

Demonstrationen Biel
Lohngleichheit
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Nationale Kundgebung für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung #ENOUGH18. Aufruf zur nationalen Kundgebung am 22. September 2018. Das Schneckentempo der Schweiz bei der Gleichstellung von Frauen und Männern ist legendär. Auch weit im 21. Jahrhundert sind in der Schweiz Macht und Geld noch ungleich auf Männer und Frauen verteilt: Frauen sind in Politik und den Führungsgremien der Wirtschaft untervertreten und verdienen für gleichwertige Arbeit im Schnitt monatlich 600 Franken weniger als die Männer. Massnahmen gegen die Diskriminierung von Frauen stossen immer noch auf grossen Widerstand, obschon alle davon profitieren würden. Doch die Lohndiskriminierung löst sich nicht in Luft auf, wenn man sie verleugnet. Weder die Zeit noch der Markt werden es richten. Auch das Stimm- und Wahlrecht für Frauen, das Eherecht und die Mutterschaftsversicherung haben wir weder dem Markt noch der Zeit zu verdanken. Die Fortschritte mussten immer erkämpft werden. Von Frauen und Männern, die sich für diese Verbesserungen eingesetzt haben, den Druck auf die Strasse getragen oder im Parlament für Gleichstellung gekämpft haben. Auch 2018 braucht es Druck. Massnahmen für die Lohngleichheit sind überfällig, doch sie drohen wegen Verhinderungstaktiken in einer parlamentarischen Endlosschlaufe zu verglühen. Mit einer breit abgestützten Demo am 22. September setzen wir ein deutliches (…).
SGB, 30. 4.2018.
SGB > Demonstration. Lohngleichheit. SGB, 2018-04-30.
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