Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 194

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14.06.2019 Schweiz
Löhne
Syndicom

Lohngleichheit
Volltext
Die Sozialpartner unternehmen konkrete Schritte zur Lohngleichheit. Lohngleichheitsanalysen in der Grafischen Industrie. Die traditionell männlich geprägte Druckbranche hat sich gewandelt. Zwar ist der Frauenanteil in der Druckbranche noch immer unterdurchschnittlich. Dennoch ist eine Zunahme des Frauenanteils festzustellen. Der Frauenanteil an den Beschäftigten beträgt mittlerweile rund 35%. Gleichzeitig nimmt in der Branche die Lohnungleichheit nicht im gewünschten Ausmass ab. Die Branche weist seit Jahren eine Lohnungleichheit von bis zu 18% aus, wie die Strukturerhebungsanalysen des Büro BASS aufzeigen. Um dieser Ungleichheit entgegenzuwirken und die Attraktivität der Branche für Frauen zu steigern, haben die Sozialpartner mit dem Abschluss des neuen Gesamtarbeitsvertrags (GAV) vereinbart, Lohngleichheitsanalysen in den GAV unterstellten Betrieben einzuführen. Die Sozialpartner Syndicom, Syna und Viscom haben sich zum Ziel gesetzt, dass bis Ende 2021 10% der dem GAV unterstellten Betriebe in der grafischen Industrie sich auf Lohngleichheit prüfen lassen. Der Bund stellt zu diesem Zweck die Software „Logib“ zur Verfügung, die sich für Unternehmen mit mehr als 100 Mitarbeitenden eignet. Die Sozialpartner möchten aber, dass möglichst alle Unternehmen an den Lohngleichheitsanalysen teilnehmen können. Der Start findet deshalb mit der Einführung des neuen Systems „Argib“ statt, das zurzeit vom Eidgenössisches Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) entwickelt wird und (…).
Syndicom, 14.6.2019.
Syndicom > Lohngleichheit. Grafische Industrie. Syndicom, 2019-06-14.
Ganzer Text
14.06.2019 Schweiz
Frauen
Löhne
Syndicom

Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Lohn. Zeit. Respekt! Frauen*streik 2019. Der Karriereverlauf von Frauen ist anders. Frauen arbeiten eher Teilzeit. Mit tiefen Pensen. Sie übernehmen die Hauptverantwortung bei der Kinderbetreuung und im Haushalt. Später dann kommt die Pflege der Angehörigen. Insgesamt übernehmen Frauen so 2/3 der unbezahlten Arbeit. Die Folge sind starke Mehrfachbelastung, tiefere Einkommen und später tiefe Renten. Damit Frauen die gleichen Karrierechancen haben, müssen die Rahmenbedingungen gegeben sein. Das bedingt eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie mit ausreichend Kinderbetreuungsangeboten, mit finanzieller Unterstützung, mit Job-Sharing- und Teilzeitmodellen in Führungspositionen und mit guten Absenzenregelungen bei Betreuungsaufgaben. Gerade die Digitalisierung bietet hier Chancen. Faire Löhne und Lohngleichheit. Die Lohngleichheit muss in allen Betrieben erfüllt werden. Damit alle Frauen den ihnen zustehenden Lohn erhalten. Denn der Lohnunterschied liegt noch immer bei rund 20%. Hinzu kommt: Frauen haben im Alter eine durchschnittlich 40% tiefere Rente als die Männer. Darum fordern wir Lohnanalysen mit Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten. Gesamtarbeitsverträge in Branchen mit hohem Frauenanteil und anständige AHV-Renten ohne Rentenaltererhöhung. Mehr Zeit und Geld für Betreuungsarbeit. Der „Gender Time Gap“ bezeichnet die Kluft der Arbeitszeit zwischen Frauen und Männern. Frauen arbeiten zumeist in Teilzeitanstellungen, weil sie mit Familie und Haushalt doppelt (…).
Syndicom, 14.6.2019.
Syndicom > Frauenstreik. Lohngleichheit. Syndicom, 2019-06-14.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Bernhard Degen
Herman Greulich
Frauenstimmrecht
Lohngleichheit
Volltext
Historiker Bernard Degen hat's erforscht: Greulich forderte schon 1869 Lohngleichheit. Schon vor 150 Jahren forderte der: spätere Arbeiterführer Herman Greulich Lohngleichheit zwischen Mann und Frau. Auf dem Kongress der Ersten Internationale in Basel. 11. September 1869: Am letzten Tag, einem Samstag, stand die „Gewerkschaftsfrage“ auf der Traktandenliste. Der 4.Kongress der Internationalen Arbeiter-Assoziation (IAA), heute bekannter als Erste Internationale, versammelte damals 78 Delegierte mit Mandaten aus neun Ländern, davon über die Hälfte aus Frankreich und der Schweiz. Man tagte im heutigen Café Spitz am Kleinbasler Brückenkopf der Mittleren Brücke. Zwar existierte der Begriff „Gewerkschaftsfrage“ in den beiden wichtigsten Verhandlungssprachen Deutsch und Französisch noch gar nicht. Man sprach von „Gewerksgenossenschaften“ beziehungsweise „socieétés de résistance“. Einzig im Englischen hatte sich die Bezeichnung Trade Unions (Gewerkschaften) bereits eingebürgert. Aber der Stand der Arbeiterbewegung gab viel zu diskutieren. Seiner Zeit voraus. Da meldete sich ein junger Buchbinder aus Schlesien, der auf seiner Wanderschaft in Zürich angekommen war, zu Wort. Sein Name: Herman Greulich. Sein Votum ist leider nur schlecht überliefert. Klar sind aber zwei von ihm formulierte Postulate. Erstens: Es soll nicht versucht werden, Frauenarbeit zu verhindern! Und zweitens: Frauen (...). Bernhard Degen.
Work online, 14.6.2019.
Personen > Degen Bernhard. Herman Greulich. Frauen. Work online, 2019-06-14.
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20.03.2019 Schweiz
Löhne
Ständerat
Travail.Suisse

Arbeitsplatzkontrolle
Lohngleichheit
Volltext
Ständerat verweigert den Kantonen die Möglichkeit zur Lohnkontrolle. Die Standesinitiative des Kantons Genf forderte die Kompetenz ein, die Umsetzung des revidierten Gleichstellungsgesetzes kantonal und in Zusammenarbeit mit den Sozialpartnern zu überprüfen. Der Ständerat hat diesen Antrag heute abgelehnt. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, sieht sich damit in seiner Absicht bestätigt, die Einhaltung der neu im Gleichstellungsgesetz verankerten Lohnanalysen genau zu überprüfen. Der Kanton Genf hat mit seiner im Mai 2018 eingereichten Standesinitiative beantragt, den Kantonen die Kompetenz zu übertragen, die Einhaltung des Grundsatzes der Gleichstellung von Mann und Frau insbesondere punkto Lohn zu überprüfen. In der Zwischenzeit hat das Parlament eine minimalistische Revision des Gleichstellungsgesetzes beschlossen. Der neue Text schreibt eine Lohnselbstkontrolle für Unternehmen mit mehr als 100 Beschäftigten vor, obschon eine Kontrolle ab 50 Beschäftigten empfohlen wurde. Damit sind 99,1% der Unternehmen und 54% der Arbeitnehmenden von dieser neuen Regelung ausgenommen. Darüber hinaus enthält das überarbeitete Gesetz weder offizielle Kontrollmechanismen noch Sanktionsmöglichkeiten bei Verstössen. Die Handlungsbereitschaft der Kantone ist verständlich und legitim und wird von Travail.Suisse voll und ganz geteilt. Travail.Suisse bedauert, dass der Ständerat die Genfer Initiative abgelehnt hat. Für Valérie Borioli Sandoz, Leiterin der Gleichstellungspolitik, bedeutet diese Entscheidung, „dass es nun an uns liegt, die effektive Anwendung des Gesetzes (...). 
Travail.Suisse, 20.3.2019.
Travail.Suisse > Lohngleichheit. Staenderat. Travail.Suisse, 2019-03-20.
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01.03.2019 Schweiz
Frauen
VPOD-Magazin

Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Die fehlenden Fortschritte bei der Lohngleichheit sind ein Grund für den Frauenstreik. Der grosse Unterschied. Von wegen „kleiner Unterschied“: Die Differenz zwischen Männerlöhnen und Frauenlöhnen will nicht weggehen. Unter anderem darum rufen die Gewerkschaften mit vielen weiteren Organisationen für den 14. Juni zum Frauenstreik (oder: „Frauen=streik“) auf. Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern halten sich hartnäckig. Dass Frauen, die die Männer bezüglich Bildung inzwischen überholt haben, immer noch rund einen Fünftel weniger verdienen als diese, ist skandalös. Es braucht dringend griffige Massnahmen gegen die Diskriminierung der Frauen im Erwerbsleben. Dafür wird auch am 14. Juni gekämpft. 2016 haben Frauen im privaten Sektor gemäss der soeben veröffentlichten Lohnstrukturerhebung 19,6 Prozent weniger verdient als Männer. Auch der „erklärbare“ Unterschied ist inakzeptabel: Frauen sind im Tieflohnbereich übervertreten, sie wählen Teilzeitjobs und prekäre Beschäftigungen, um Zeit für unbezahlte Care-Arbeit zu haben - während Männer die Lohnleiter hochklettern. Nötig sind darum unter anderem existenzsichernde Mindestlöhne, eine generelle Verkürzung der Lebens-, Jahres- und Wochenarbeitszeit sowie Investitionen in den Service public - damit die unbezahlte Arbeit nicht mehr grösstenteils auf den Frauen lastet. Ankommen im 21. Jahrhundert. (…). SGB.
VPOD-Magazin, 1.3.2019.
VPOD-Magazin > Frauenstreik. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2019-03-01.
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26.02.2019 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Anne Fritz
Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Lohn. Zeit. Respekt! Frauen*streik 2019. Vier Monate vor dem Frauen*streik am 14. Juni 2019 laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Vier Monate vor dem Frauen*streik laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Überall in der Schweiz sind regionale Komitees am Werk. Und unter dem Motto „Lohn. Zeit. Respekt! Frauen*streik 2019“ haben der SGB und seine Verbände vor kurzem Forderungen verabschiedet, mit denen die Gleichstellung in der Arbeitswelt vorangetrieben werden soll. In der Luft liegt der Frauenkampftag schon lange. Im Sommer 2017 unterbreitet der Bundesrat dem Parlament eine Revision des Gleichstellungsgesetzes. Endlich. Bereits drei Jahre vorher hatte er den gesetzgeberischen Handlungsbedarf in Sachen Lohngleichheit offiziell festgestellt. Frauenorganisationen und Gewerkschaften mussten grossen Druck aufbauen, damit Justizministerin Sommaruga trotz der starken Widerstände in der Vernehmlassung konkrete Massnahmen vorschlagen konnte. Die Vorlage war durchzogen – weder eine Kontrollpflicht für alle Firmen noch Sanktionen waren vorgesehen. Und es war absehbar, dass die Vorlage von der rechten Mehrheit entweder weiter geschwächt oder gar versenkt würde. Das Schneckentempo und der Krebsgang in Sachen Lohngleichheit, kombiniert mit dem Streit um die Erhöhung des Frauenrentenalters sowie dem wieder viel lauter werdenden Sexismus im Alltag schürte den Unmut vieler Frauen. Erste Stimmen für einen neuen Frauen*streik wurden laut. (…). Anne Fritz.
SGB, 26.2.2019.
Personen > Fritz Anne. Lohngleichheit. Frauenstreik. SGB, 2019-02-26.
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31.01.2019 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohngleichheit
Volltext
Die Lohndiskriminierung der Frauen nimmt zu: Kontrollen sind nötig! Die heute vom Bundesamt für Statistik (BFS) veröffentlichte Lohnungleichheitsanalyse gibt Anlass zur Sorge: Der nicht erklärbare Teil der Lohndifferenz ist um zwei Punkte gestiegen, obwohl die Lohnungleichheit zwischen Frau und Mann landesweit stabil ist. Kurz: Die Lohndiskriminierung der Frauen hat zugenommen. Leider wird die jüngste Revision des Gleichstellungsgesetzes (GlG) diese negative Entwicklung nicht stoppen. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, erachtet weitere Massnahmen als unerlässlich, um die Unternehmen zum Handeln zu veranlassen. Je nach Branche gibt es grosse Schwankungen bei der Lohndiskriminierung, wie die vom Bundesamt für Statistik durchgeführte detaillierte Analyse der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung 2016 zeigt. Den traurigen Rekord des grössten unerklärbaren Teils der Lohndifferenzen hält proportional immer noch die Hotellerie/Gastronomie: Über 80% der Lohnungleichheit lassen sich nur durch das Geschlecht erklären. Die nächsten Plätze belegen der Detailhandel und die Maschinenindustrie, mit steigenden Anteilen (65,4 und 52,5 %). In den Bereichen Finanzen und Versicherungen liegt der Anteil der Diskriminierung noch bei 30,6%, d.h. unter dem schweizerischen Durchschnitt von 42,9%. Durch diese Diskriminierung fehlen im Portemonnaie der Frauen, die in diesen Branchen arbeiten, jeden Monat 327 bis 1291 Franken. (…).
Travail.Suisse, 31.1.2019.
Travail.Suisse > Lohngleichheit. Travail.Suisse, 2019-01-31.
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31.01.2019 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Lohngleichheit
Volltext
Keine Fortschritte bei der Lohngleichheit. Lohnstrukturerhebung. Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern halten sich hartnäckig. Dass Frauen, die die Männer bezüglich Bildung inzwischen überholt haben, immer noch rund ein Fünftel weniger verdienen als diese, ist skandalös. Es braucht dringend griffige Massnahmen gegen die Diskriminierungen der Frauen im Erwerbsleben. Deshalb ruft der SGB für den 14. Juni gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen und Kollektiven zum Frauen*streik auf. 2016 haben Frauen im privaten Sektor gemäss der vom Bundesamt für Statistik am Donnerstag veröffentlichten Lohnstrukturhebung 19.6% weniger verdient als Männer – der geschlechtsspezifische Lohnunterschied stagniert auf hohem Niveau. Es ist inakzeptabel, dass Frauen trotz guter Ausbildung immer noch übervertreten sind in Berufen mit tiefen Löhnen. Sie wählen Teilzeitstellen und prekäre Beschäftigungen, um Zeit für die unbezahlte Care-Arbeit freizuschaufeln, während Männer Karriere machen und die Lohnleiter hochklettern. Für die Frauen im Tieflohnbereich braucht es dringend existenzsichernde Mindestlöhne. Ebenfalls nötig sind generelle Arbeitszeitverkürzungen und Investitionen in den Service Public, damit die unbezahlte Arbeit nicht mehr grösstenteils auf den Frauen lastet. Nicht nur stagniert, sondern sogar gestiegen ist der diskriminierende Anteil des Lohnunterschieds: 2016 konnten 42.9% der Lohndifferenz nicht mit Ausbildung, Verantwortung oder Alter erklärt werden, 2014 waren es noch 39.1%. Schon junge Berufsfrauen müssen einen beträchtlichen Frauenmalus in Kauf nehmen: Je jünger (…). Regula Buhlmann.
SGB, 31.1.2019.
Personen > Buehlmann Regula. Lohngleichheit. SGB, 2019-01-31.
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31.01.2019 Schweiz
Löhne
Syndicom

Lohngleichheit
Volltext
Keine Fortschritte bei der Lohngleichheit. Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern halten sich hartnäckig. Dass Frauen, die die Männer bezüglich Bildung inzwischen überholt haben, immer noch rund ein Fünftel weniger verdienen als diese, ist skandalös. Es braucht dringend griffige Massnahmen gegen die Diskriminierungen der Frauen im Erwerbsleben. Deshalb ruft der SGB für den 14. Juni gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen und Kollektiven zum Frauen*streik auf. (SGB) 2016 haben Frauen im privaten Sektor gemäss der vom Bundesamt für Statistik am Donnerstag veröffentlichten Lohnstrukturhebung 19,6% weniger verdient als Männer – der geschlechtsspezifische Lohnunterschied stagniert auf hohem Niveau. Es ist inakzeptabel, dass Frauen trotz guter Ausbildung immer noch übervertreten sind in Berufen mit tiefen Löhnen. Sie wählen Teilzeitstellen und prekäre Beschäftigungen, um Zeit für die unbezahlte Care-Arbeit freizuschaufeln, während Männer Karriere machen und die Lohnleiter hochklettern. Für die Frauen im Tieflohnbereich braucht es dringend existenzsichernde Mindestlöhne. Ebenfalls nötig sind generelle Arbeitszeitverkürzungen und Investitionen in den Service Public, damit die unbezahlte Arbeit nicht mehr grösstenteils auf den Frauen lastet. Nicht nur stagniert, sondern sogar gestiegen ist der diskriminierende Anteil des Lohnunterschieds: 2016 konnten 42.9% der Lohndifferenz nicht mit Ausbildung, Verantwortung oder Alter erklärt werden, 2014 waren es noch 39.1%. Schon junge Berufsfrauen müssen einen beträchtlichen Frauenmalus in Kauf nehmen: Je jünger die (…).
Syndicom, 31.1.2019.
Syndicom > Lohngleichheit. Syndicom, 2019-01-31.
Ganzer Text
31.01.2019 Schweiz
Löhne
VPOD Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Keine Fortschritte bei der Lohngleichheit. (SGB). Die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern halten sich hartnäckig. Die jüngsten Zahlen des Bundesamt für Statistik zeigen, dass Frauen immer noch rund ein Fünftel weniger verdienen als Männer. Das ist skandalös. Deshalb ruft der VPOD zusammen mit den anderen SGB-Gewerkschaften am 14. Juni 2019 zu einem Frauenstreiktag auf. 2016 haben Frauen im privaten Sektor gemäss der jetzt veröffentlichten Lohnstrukturhebung 19.6% weniger verdient als Männer – der geschlechtsspezifische Lohnunterschied stagniert auf hohem Niveau. Im öffentlichen Sektor (Bund, Kantone, Gemeinden) lag der Lohnunterschied zwischen Frauen und Männern 2016 durchschnittlich bei 16,7% (2014: 16,6%). Riesige Unterschiede gibt es auch bei der Verteilung von Männern und Frauen nach Lohnklasse. Arbeitsstellen im privaten Sektor mit Löhnen unter 4000 Franken sind zu über 60% von Frauen besetzt, bei Stellen mit einem Bruttolohn von über 16000 Franken pro Monat beträgt der Frauenanteil nur 18%. Die Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern sind teilweise auf strukturelle Faktoren zurückzuführen, die gleichzeitig mit persönlichen Merkmalen (Alter, Ausbildung, Dienstjahre), mit den Merkmalen der im Unternehmen besetzten Stelle und mit dem ausgeübten Tätigkeitsbereich zusammenhängen. Das gilt als erklärbarer Anteil des Lohnunterschied. Im gesamten öffentlichen Sektor (Bund, Kantone und Gemeinden) entsprach der unerklärte Anteil der Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern 34,8% (522 Fr. pro Monat). (…).
VPOD Schweiz, 31.1.2019.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. VPOD Schweiz, 2019-01-31.
Ganzer Text
31.01.2019 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Lohnklau an den Frauen nimmt zu. Freiwillige Lohnanalysen gescheitert. Die heute vom BfS publizierten Zahlen zur Lohngleichheit sind alarmierend: Der diskriminierende Anteil bei der Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern stieg von 39,1% (2014) auf 42,9 (2016). Das sind durchschnittlich 7‘680 Franken pro Jahr. Die Unia verlangt von allen Betrieben, dass sie 2019 – dem Jahr der Frauen – endlich Lohnanalysen durchführen. Fehlbare Betriebe müssen zwingend Massnahmen treffen, um die Frauenlöhne nach oben anzupassen. Die Zeit der freiwilligen Massnahmen ist vorbei. Sie sind offensichtlich gescheitert. Lohnunterschiede, die nicht mit Ausbildung oder Verantwortung erklärt werden können, bilden den unerklärbaren, das heisst diskriminierenden Lohnunterscheid zwischen den Geschlechtern. 2014 betrug die Differenz 39.1%. Bis 2016 ist sie auf 42.9% gestiegen. Fazit: Die Lohndiskriminierung wächst, statt dass sie endlich sinkt. Die Analyse des Bundesamts für Statistik (BfS) zeigt, dass der diskriminierende Anteil umso grösser ist, je jünger die Angestellten sind. Heisst: Frauen werden bereits bei der Erstanstellung beim Lohn diskriminiert, nur weil sie Frauen sind. Und nicht, weil sie im Verlauf ihres Berufslebens Familien gründen oder freiwillig auf Karriere verzichten, wie das bürgerliche Männer immer wieder gern behaupten. Diese Diskriminierung ist inakzeptabel! Betriebe in der Pflicht. Das revidierte Gleichstellungsgesetz verpflichtet Betriebe ab 100 Mitarbeitenden, die Löhne regelmässig zu überprüfen. Die heutigen Zahlen zeigen, wie ungenügend diese Massnahmen und wie gross ein Affront der Politik und der Arbeitgeber gegenüber (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 31.1.2019.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2019-01-31.
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14.12.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Lohngleichheit
Volltext
Wichtiger Schritt Richtung Lohngleichheit – Weitere Schritte sind nötig. Revision des Gleichstellungsgesetzes passiert die Schlussabstimmung. Das Parlament hat in der Schlussabstimmung ein Zeichen für die Lohngleichheit gesetzt und die Revision des Gleichstellungsgesetzes verabschiedet - dies auch dank dem hartnäckigen Einsatz der Gewerkschaften. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB begrüsst, dass mit der Gesetzesrevision endlich verbindliche Massnahmen gegen die fortwährende Lohndiskriminierung geregelt sind, erachtet die nun beschlossen Verbesserungen jedoch als zu schwach. Der Frauen*streik vom 14. Juni 2019 wird Druck für die kompromisslose Umsetzung machen. Es war ein langes Ringen um die Massnahmen zur Bekämpfung der Lohndiskriminierung, die das Parlament am 14. Dezember beschlossen hat. Für den SGB ist es empörend, dass die bürgerliche Mehrheit den Vorschlag des Bundesrates auf jede nur erdenkliche Art und Weise abgeschwächt hat. Sie hat damit verhindert, dass die Arbeitgeber endlich vollumfänglich in die Verantwortung genommen werden, wie es die Verfassung verlangt. Kontrollen und Sanktionen wären nötig. Und es ist falsch, die neuen Bestimmungen nach 12 Jahren wieder aus dem Gesetz zu streichen. Trotzdem: gegen vehementen Widerstand haben die Gewerkschaften und die Frauen einen Fortschritt erkämpft. Sie haben sich jahrzehntelang unermüdlich für Verbesserungen bei der Lohngleichheit eingesetzt, zuletzt an der Kundgebung (…). Regula Bühlmann.
SGB, 14.12.2018.
Personen > Buehlmann Regula. Lohngleichheit. SGB, 2018-12-14.
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14.12.2018 Schweiz
Nationalrat
Syndicom

Lohngleichheit
Nationalrat
Volltext
Revision des Gleichstellungsgesetzes. Wichtiger Schritt Richtung Lohngleichheit – Weitere Schritte sind nötig. Das Parlament hat in der Schlussabstimmung ein Zeichen für die Lohngleichheit gesetzt und die Revision des Gleichstellungsgesetzes verabschiedet – dies auch dank dem hartnäckigen Einsatz der Gewerkschaften. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB begrüsst, dass mit der Gesetzesrevision endlich verbindliche Massnahmen gegen die fortwährende Lohndiskriminierung geregelt sind, erachtet die nun beschlossen Verbesserungen jedoch als zu schwach. Der Frauen*streik vom 14. Juni 2019 wird Druck für die kompromisslose Umsetzung machen. Es war ein langes Ringen um die Massnahmen zur Bekämpfung der Lohndiskriminierung, die das Parlament am 14. Dezember beschlossen hat. Für den SGB ist es empörend, dass die bürgerliche Mehrheit den Vorschlag des Bundesrates auf jede nur erdenkliche Art und Weise abgeschwächt hat. Sie hat damit verhindert, dass die Arbeitgeber endlich vollumfänglich in die Verantwortung genommen werden, wie es die Verfassung verlangt. Kontrollen und Sanktionen wären nötig. Und es ist falsch, die neuen Bestimmungen nach 12 Jahren wieder aus dem Gesetz zu streichen. Trotzdem: gegen vehementen Widerstand haben die Gewerkschaften und die Frauen einen Fortschritt erkämpft. Sie haben sich jahrzehntelang unermüdlich für Verbesserungen bei der Lohngleichheit eingesetzt, zuletzt an der Kundgebung #Enough18 vom 22. September. Dank ihnen haben sich (…).
Syndicom, 14.12.2018.
Syndicom > Nationalrat. Lohngleichheit. Syndicom, 2018-12-14.
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02.11.2018 Schottland
Frauen
Personen
Work
Peter Stäuber
Lohngleichheit
Volltext
Glasgow: Grösste Lohngleichheits-Demo seit Jahrzehnten. Enough von diesem Shit, sagen die Schottinnen. Das öffentliche Lohnsystem im schottischen Glasgow diskriminiert Frauen. Jetzt gehen sie auf die Strasse. „Eigentlich ist es eine Schande, dass wir hier stehen müssen“, sagt Ingrid Bain. Die 50jährige Gewerkschafterin ist seit sechs Uhr früh im schottischen Glasgow unterwegs, sie geht von einem Streikposten zum nächsten, um ihre Kolleginnen zu unterstützen. Im Hintergrund hupen die Autos, signalisieren so ihre Zustimmung. „Die Solidarität, die wir hier sehen, ist phantastisch“, sagt Bain – aber sie findet es bedauerlich, dass sie überhaupt streiken müssen: „Dass wir im Jahr 2018 noch immer für einen fairen Lohn für Frauen kämpfen müssen, ist doch Scheisse.“ Der Streik in der schottischen Metropole war der grösste seit Jahrzehnten: Über 8‘000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtbehörde, Glasgow City Council, haben für 48 Stunden die Arbeit niedergelegt. Sie wollen damit erreichen, dass eine jahrelange Auseinandersetzung um unfaire Bezahlung von Frauen endlich endet. Gewerkschafterin Bain erklärt: „Im Kern geht es darum, dass sogenannte Frauenjobs nicht gleich bezahlt werden wie Männerjobs.“ Denn Arbeit, die mehrheitlich Frauen erledigen, wird von der Stadtbehörde tiefer bewertet als Arbeit, in denen mehrheitlich Männer arbeiten. Systematisch diskriminiert. 2006 führte die Stadt ein neues Lohnsystem ein, das dafür sorgen sollte, dass Frauen und Männer für gleichwertige ¬Arbeit den gleichen Lohn erhalten. Aber gerade dieses ¬System verstärkte die Diskriminierung gegenüber (…). Peter Stäuber.
Work online, 2.11.2018.
Personen > Staeuber Peter. Schottland. Lohngleichheit. Work online, 2018-11-02.
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02.11.2018 JU Kanton
Initiative
Personen
Work
Patricia D Incau
Initiative
Lohngleichheit
Volltext
Im Kanton Jura steht die erste Lohngleichheits-Initiative. Die Frauen machen Dampf. Per Volksabstimmung kann der Kanton Jura nun endlich die Lohngleichheit durchsetzen. Auch in der übrigen Schweiz weht ein frischer Frauen-Wind. Es geht vorwärts für die Frauen im Jura. Am 24. Oktober hat die Regierung bestätigt: Die kantonale Lohngleichheitsinitiative ist zustande gekommen. Damit hat die jurassische Stimmbevölkerung die Chance, die Lohngleichheit endlich durchzusetzen. Erstmals in der Schweiz! 23 Prozent weniger Lohn. Lanciert wurde die Initiative von der Unia im Jura, Die Gewerkschafterinnen fordern, dass der Kanton festlegt, wie die Lohngleichheit in den Betrieben kontrolliert und die Frauenlöhne an die Männerlöhne angeglichen werden sollen. Das ist auch bitter nötig: Denn obwohl die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau bereits seit 37 Jahren in der Bundesverfassung steht, ist sie bis heute nicht umgesetzt. Schweizweit verdienen Frauen nach wie vor rund zwanzig Prozent weniger als Männer. Im Kanton Jura beträgt die Lohndifferenz sogar 23 Prozent. Der Frauenstreik kommt. Das Ziel der Initiative ist deshalb: ein kantonales Gesetz, welches das nationale Gleichstellungsgesetz ergänzt. Dieses wird gerade revidiert. Eigentlich sollte es griffiger werden, aber: National- und Ständerat bewegen sich nur mit Mini-Schrittchen. Und trotzdem laufen SVP und FDP Sturm dagegen. Vorläufiges Fazit: ein zahnloser Beschluss, der Lohnanalysen nur für Betriebe mit über 100 Angestellten vorschreibt. (…). Patricia D’Incau.
Work, 2.11.2018.
Personen > D‘Incau Patricia. Lohngleichheit. Jura Kanton. Work, 2018-11-02.
Ganzer Text
02.11.2018 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Christian Egg
Ärzte
Lohngleichheit
Volltext
Nach ihrem Sieg vor Gericht fordert die Ärztin Natalie Urwyler: „Spitäler, lasst eure Löhne durchleuchten!“ Ärztinnen verdienen systematisch weniger als Ärzte, zeigt eine neue Studie. Und zwar fast einen Drittel. Nur dank der Prahlerei der Männer merkte die Ärztin Natalie Urwyler, dass sie deutlich weniger verdiente als ihre männlichen Kollegen. Das erste Mal vor 15 Jahren, als Assistenzärztin am Berner Inselspital. „Beim Feierabendbier merkte ich: Ein Kollege, der gleich alt war und gleich qualifiziert, verdiente mehrere Hundert Franken mehr pro Monat.“ Lohnklage. Als sie beim Spital nachfragte, stellte sich heraus: Sie war irrtümlicherweise zwei Lohnklassen zu tief eingeteilt worden. Das Spital zahlte ihr den Lohn nach. Alles gut also? Nein, sagt Urwyler. Denn später habe sie wieder weniger verdient als ihre Kollegen. Die heute 44jährige errang kürzlich einen Durchbruch: Das Berner Obergericht hob ihre Kündigung durch das Inselspital auf (Work beichtete rebrand.lyjSiegfuerdieFrauen). Noch hängig ist der zweite Teil von Urwylers Klage gegen das Spital. Wegen Lohndiskriminierung. „Die habe ich erlebt und kann sie auch beweisen.“ Jetzt bestätigt eine Studie des Bundesamts für Gesundheit: Ärztinnen verdienen systematisch weniger als Ärzte. Und zwar im Schnitt 29 Prozent, also fast einen Drittel. Auch der Verband der Assistenz- und Oberärztinnen und -ärzte VSAO stellt fest: „Innerhalb der Lohnbänder. wie es sie in vielen Spitälern gibt, bestehen oft Unterschiede, die nicht erklärbar sind.“ (…). Christian Egg.
Work, 2.11.2018.
Personen > Egg Christian. Aerzte. Lohngleichheit. Work, 2018-11-02.
Ganzer Text
09.10.2018 Schweiz
Nationalrat
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Lohngleichheit
Nationalrat
Volltext
Lohngleichheit: Wieder ein Affront. Der Nationalrat hat entschieden, auf eine abgeschwächte Revision des Gleichstellungsgesetzes einzutreten. Doch bis sich beide Kammern darüber einig sind, wie die Lohngleichheit zu behandeln ist, müssen wir uns noch bis zur Wintersession gedulden – wieder einer der unzähligen Angriffe auf die Frauen! Beträfe das Gleichstellungsgesetz nur Männer, wäre es schon längst umgesetzt. Seit 22 Jahren ist das Gleichstellungsgesetz in Kraft, doch wird es bis heute mit Füssen getreten. Gemäss dem „Global Gender Gap Report 2017“ steht die Schweiz auf Platz 21, hinter den nordischen Ländern, Frankreich, Deutschland und sogar Ruanda. Doch diese Zahlen, die jährlich am Equal Pay Day publiziert werden, interessieren den Grossteil des Nationalrats nicht. Im Gegenteil: Die grosse Kammer scheint das Problem gar nicht erst anerkennen zu wollen, geschweige denn eine Lösung zu finden. Dabei gibt es noch mehr interessante Zahlen: Alle Schweizer Frauen zusammen verdienen jährlich 7,7 Milliarden Franken weniger als die Männer, wovon 2,9 Milliarden auf reiner Diskriminierung basieren. Damit arbeiten Frauen im Schnitt an 44 Tagen im Jahr gratis. Peanuts, oder? Zumindest für die bürgerliche Mehrheit, die so tut, als gäbe es das Gesetz nicht, als wäre die Verfassung und die darin verankerte Gleichstellung nur ein Stapel Altpapier. Zwei Tage nach der imposanten Lohngleichheitsdemo erhalten wir Frauen eine Kriegserklärung aus dem Bundeshaus. In Island wurde ein Gesetz akzeptiert, das die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen bis 2020 aus (…). Françoise Gehring, Katrin Taglang.
SEV, 9.10.2018.
SEV > Nationalrat. Lohngleichheit. SEV, 2018-10-09.
Ganzer Text
01.10.2018 Schweiz
Frauen
VPOD-Magazin

Frauenstreik
Lohngleichheit
Volltext
Demonstration für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung: 20‘000 Frauen haben genug! Auftakt zum Frauenstreik 2019. 20‘000 Personen haben in Bern für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung demonstriert - Frauen, aber auch solidarische Männer. Ein gelungener Auftakt zum Frauenstreik 2019. Auch wenn Berufe kein Geschlecht haben, bleibt die Arbeitswelt doch segregiert. In der Kinderbetreuung arbeiten beispielsweise zu 90 Prozent Frauen: Die Qualifikationen werden nicht wirklich anerkannt, die Löhne sind niedrig und der Sektor steht unter einem starken Druck, die Kosten weiter zu senken. „Wir wollen mehr Wertschätzung der Frauenberufe und ein Ende der Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt“, sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber. Frauen verdienen im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel weniger als die Männer. Diese Differenz ist auf der Grundlage eines Vollzeitjobs berechnet. Da die meisten Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie neben der Erwerbsarbeit zwei Drittel der unbezahlten Arbeit schultern, beträgt der durchschnittliche Unterschied auf der Lohnabrechnung 32 Prozent. Diese Lohnungleichheit muss endlich behoben werden - denn sie hat Folgen für die Rentenbildung. Die Renten der Frauen liegen 37 Prozent unter denjenigen der Männer. „Damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auf anständige Renten zu kommen, braucht es höhere Löhne, nicht ein höheres Rentenalter, und endlich auch echte Vereinbarkeit“, fordert Christine Flitner, VPOD-Sekretärin und zuständig für die Frauenkommission. Dies bedeutet eine Reduktion der Vollarbeitszeit und mehr (…). Mit Fotos.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
VPOD-Magazin > Frauenstreik. Lohngleichheit. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
Ganzer Text
28.09.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Demonstrationen Bern
Feminismus
Lohngleichheit
Volltext
Oben ohne. Die junge Frau mit dem „Vulva“-Schriftzug auf der Brust stand einfach da. Und erhob ihre Faust. Auf ihrem selbstgemalten Plakat stand: „Das Geld kennt kein Geschlecht.“ An die 20’000-Menschen-Demo war sie gekommen, weil es jetzt reicht, weil es Lohngleichheit braucht. Als Minimum! Neben ihr tanzten sechs barbusige Girls, sie lachten und strahlten vor Lebensfreude. Und verlangten nichts weniger als das „Ende der Schnäbi-Diktatur“ (Seiten 8-11). Es war keine geplante Aktion, sie hatten sich nicht einmal gekannt vorher. Doch Mut und Leichtigkeit sind ansteckend: „Es war extrem schön, befreiend und verbindend“, sagte eine von ihnen. Selbst ist die Frau. Marianne und Hannah. Oben ohne protestierte schon die Marianne, die französische Helvetia. Auf dem Gemälde von Eugène Delacroix, auf dem sie das Volk mit wehendem Busen in die Julirevolution von 1830 führt. Sie ist göttlich, und sie ist so frei, sich von Normen und Obrigkeit zu befreien. Wie Hannah Weitemeier. Ihre Obrigkeit war der Frankfurter Philosophie- und Soziologieprofessor Theodor W. Adorno. Radikal in seiner Theorie, in der politischen Praxis aber nicht so sehr. Als er 1969 den Hörsaal betritt, kommt ihm die Studentin entgegen. Sie trägt eine Jacke, aber nichts darunter. Die Aktion geht als „Busenattentat“ in die Geschichte der feministischen Protestkultur ein. Körper und Politik. Körperpolitik ist eng mit der Frauenbefreiungsbewegung verbunden. Sie ist ein grundlegendes Moment der Emanzipation: „Mein Körper gehört mir!“ Selbst ist die Frau. Dazu gehört auch die Idee, den nackten Körper als Waffe einzusetzen. So, wie dies die Femen-Frauen tun, (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 28.9.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Feminismus. Lohngleichheit. Work online, 2018-09-28.
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22.09.2018 Schweiz
Demonstrationen Schweiz
Frauen
SGB

Demonstrationen Schweiz
Lohngleichheit
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Deutliches Signal an das Parlament: Rund 20'000 demonstrieren für Lohngleichheit. Ein unüberhörbares Signal an den Nationalrat hat die grosse und breit abgestützte Kundgebung auf dem Bundesplatz gesandt. Ein Bündnis von Gewerkschaften, Frauen- und Gleichstellungsorganisationen sowie Parteien hatte dazu aufgerufen, die Lohngleichheit einzufordern. Enough: Rund 20'000 Personen haben am 22. September an einer grossen und breit abgestützten Kundgebung auf dem Bundesplatz die Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern eingefordert. Ein breites Bündnis von Gewerkschaften, Frauen- und Gleichstellungsorganisationen sowie Parteien schickt damit ein deutliches Signal an den Nationalrat, damit er nächste Woche endlich wirksame Massnahmen gegen die Lohndiskriminierung beschliesst. Ein Bündnis von über 40 Organisationen hat zur nationalen Kundgebung für Lohngleichheit und gegen Diskriminierung aufgerufen. Denn obwohl die Bundesverfassung seit 37 Jahren garantiert, dass Frauen für gleichwertige Arbeit auch gleich viel Lohn erhalten, wie die Männer, sind die Lohnunterschiede immer noch gross. So verdienen Frauen im Schnitt immer noch fast ein Fünftel weniger als ihre Kollegen, eine Differenz von über sieben Prozent ist durch objektive Faktoren nicht erklärbar und diskriminierend. Dieser Lohnklau an den Frauen beträgt im Schnitt jeden Monat 590 Franken. Jedes Jahr entgehen den Frauen so aufgrund ihres Geschlechts fast 10 Milliarden Franken. (…).
SGB, 22.9.2018.
SGB > Lohngleichheit. Demo Bern. SGB, 2018-09-22.
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22.09.2018 Schweiz
Demonstrationen Bern
Löhne
VPOD Schweiz

Demonstrationen Bern
Lohngleichheit
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Streik liegt in der Luft! Wir Frauen haben genug! 20’000 Frauen und Männer demonstrierten am Samstag in Bern für Lohngleichheit und gegen sexistische Diskriminierung. Lohndiskriminierung, niedrige Löhne in den „typischen“ Frauenberufen und Teilzeitarbeit führen nach wie vor zu eklatanter ökonomischer Benachteiligung. Die Gewerkschaftsfrauen haben genug: Die Kundgebung war für den VPOD zugleich ein sichtbarer Auftakt zum geplanten Frauenstreik 2019. Auch wenn Berufe kein Geschlecht haben, bleibt die Arbeitswelt doch segregiert. In der Kinderbetreuung arbeiten beispielsweise zu 90 % Frauen: Die Qualifikationen werden nicht wirklich anerkannt, die Löhne sind niedrig und der Sektor steht unter einem starken Druck, die Kosten weiter zu senken. „Wir wollen mehr Wertschätzung der Frauenberufe und ein Ende der Geschlechtertrennung am Arbeitsmarkt“, sagt VPOD-Präsidentin Katharina Prelicz-Huber. Frauen verdienen im Durchschnitt ungefähr ein Fünftel weniger als die Männer. Diese Differenz ist auf der Grundlage eines Vollzeitjobs berechnet. Da die meisten Frauen Teilzeit arbeiten, weil sie neben der Erwerbsarbeit zwei Drittel der unbezahlten Arbeit schultern, beträgt der durchschnittliche Unterschied auf der Lohnabrechnung ca. 32%. Diese Lohnungleichheit muss endlich behoben werden – denn sie hat Folgen für die Rentenbildung. Die Renten der Frauen liegen 37% unter denjenigen der Männer. „Damit Frauen überhaupt die Möglichkeit haben, auf anständige Renten zu kommen, braucht es höhere Löhne, nicht ein höheres Rentenalter, und endlich auch echte Vereinbarkeit“, fordert Christine Flitner, VPOD-Sekretärin (…).
VPOD Schweiz, 22.9.2018.
VPOD Schweiz > Lohngleichheit. Demo Bern. VPOD Schweiz, 2018-09-22
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21.09.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Demonstrationen Bern
Lohngleichheit
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Für Lohn und Wertschätzung. Auch 27 Jahre nach dem ersten Frauenstreik der Schweiz besteht noch immer Lohndiskriminierung zwischen den Geschlechtern. Der Kampf der Frauen für Gleichheit geht weiter: am 22. September in Bern. Die Rechnung zur Lohngleichheit ist noch offen: PolitikerInnen und UnternehmerInnen interessiert es nicht, dass der Inhalt der Lohntüten Ende Monat bei gleicher Arbeit unterschiedlich ist. Seit 1981 gibt es den Grundsatz für Gleichberechtigung und 1996 trat das Gleichstellungsgesetz in Kraft, das auf die Beseitigung von Benachteiligungen der Frauen im Erwerbsleben wie geringe Löhne oder ungleiche Anstellungschancen hinzielt. In der Bundesverfassung heisst es im Artikel 8: „Mann und Frau sind gleichberechtigt.“ Das gilt für rechtliche und tatsächliche Gleichstellung in Familie, Ausbildung und Arbeit. Und: „Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.“ 10‘000 Franken pro Jahr. Es ist also durch die Bundesverfassung und das Gleichstellungsgesetz eindeutig verboten, wenn Frauen für gleichwertige Arbeit weniger erhalten. In der Praxis wird dieses Verbot missachtet. Auch Jahre später verdienen Frauen 20 Prozent weniger als Männer in einer vergleichbaren Position. Eine Rechnung zeigt, um welche Beträge Frauen hier von den Unternehmen betrogen werden: Verdient der Mann 4500 Franken, so erhält die Frau bei gleichwertiger Arbeit nur 3600 Franken. Zusammengerechnet bedeutet dies eine Einbusse von rund 10 000 Franken (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 21.9.2018.
Vorwärts > Frauen. Lohngleichheit. Vorwärts, 2018-09-21.
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05.09.2018 Schweiz
Unia Schweiz

Lohngleichheit
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Lohngleichheit. Ein fiktives Stellenangebot enthüllt die Lohnungleichheiten. Trotz 20 Prozent Lohnunterschied ist die Beseitigung der Lohnungleichheit nach wie vor kein Thema bei der Mehrheit der Politikerinnen und Politiker. Um auf diesen ungeheuerlichen Missstand aufmerksam zu machen, hat die Unia ein fiktives Stellenangebot auf diversen Jobportalen mit einem geringeren Salär für die Kandidatin als den Kandidaten geschaltet. „Meyer Info, ein in der Informatik und Bürotechnik spezialisiertes Unternehmen, bietet Ihnen die Möglichkeit, sich in einem dynamischen Umfeld zu entfalten und Ihr Talent in den Dienst unserer Kunden zu stellen. Salär: Assistent HR: 75‘000 Franken/Jahr. - Assistentin HR: 56‘250 Franken/Jahr „. Diese provokante Anzeige der Gewerkschaft Unia ist auf verschiedenen Online-Jobportalen erschienen, um die Aufmerksamkeit auf die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen in der Schweiz zu lenken. Auch 37 Jahre nach der Verankerung in der Verfassung ist der Grundsatz der Lohngleichheit noch immer nicht umgesetzt. Die Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen betragen im Durchschnitt noch immer rund 20%. Mit dem fiktiven Inserat trägt die Unia dazu bei, die Lohnunterschiede in vielen Unternehmen transparent und bewusst zu machen. Entschärfte Revision. Der Nationalrat diskutiert demnächst über die Revision des Gleichstellungsgesetzes (GlG). Die bürgerliche Mehrheit ist darum bemüht, die ohnehin schon sehr moderate Vorlage weiter abzuschwächen und zu entschärfen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.9.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2018-09-05.
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03.09.2018 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Medienkonferenz
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Medienkonferenz Lohngleichheit. Aktionen und Kampagne der Unia für Lohngleichheit. Die Gewerkschaft Unia lädt Sie ein zur Medienkonferenz am Dienstag, 11. September, um 9.00 Uhr, im Vatter Business-Center, Bärenplatz 2, Bern. Gleichentags findet eine spektakuläre Aktion für Lohngleichheit statt um 7.30 Uhr auf dem Bundesplatz Bern. Liebe Medienvertreterinnen und –vertreter. Im Parlament wird momentan über die Revision des Gleichstellungsgesetzes beraten. Es geht darum, dass die in der Verfassung seit 37 Jahren verankerte Lohngleichheit zwischen Mann und Frau endlich durchgesetzt wird. Doch der Vorlage wurde im Laufe der Beratung die meisten Zähne gezogen, inhaltlich ist sie inzwischen völlig unzureichend Die Bürgerlichen unternehmen alles, um die Wirkungskraft der Revision so gering wie möglich zu halten. Die Unia ruft daher alle auf, am 22. September in Bern auf die Strasse zu gehen und ein Zeichen gegen die Lohnungleichheit zu setzen! Mit einer Medienkonferenz und einer spektakulären Aktion im Vorfeld der Demo präsentiert die Gewerkschaft Unia am 11. September ihre Kampagne für Lohngleichheit. Referentinnen sind: Corinne Schärer, Geschäftsleitungsmitglied Unia, Virginie Pilault, Mediensprecherin Unia. Wir freuen uns, Sie bei diesem Anlass begrüssen zu dürfen. Gerne laden wir Sie auch zu unserer grossen Kundgebung für Gleichstellung und gegen Diskriminierung ein, die am 22. September in Bern stattfindet (Beginn: 13.30 Uhr auf der Schützenmatte). (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, Unia Schweiz, 3.9.2018.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Medienkonferenz. Unia Schweiz, 2018-09-03.
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31.08.2018 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Lohngleichheit
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Eins, zwei Schadenfälle. Für die NZZ sind flankierende Massnahmen ein „Kollateralschaden“ der Personenfreizügigkeit. Für die NZZ sind mehr Lohnschutz und mehr Gesamtarbeitsverträge also Schadenfälle. Und sie belegt das mit Fake News: „Zusammen mit den arbeitsmarktlichen Regelungen sind nämlich auch Gesamtarbeitsverträge wie Pilze aus dem Boden geschossen. Die vertraglich fixierten Löhne, die in der Regel mit zunehmender Berufserfahrung und dem Alter automatisch steigen, tragen dazu bei, einheimische Arbeitskräfte zu verdrängen.“ Ein schlechter Witz, sagt dazu Unia-Chefökonom Beat Baumann. Denn GAV würden in der Regel Anfangslöhne fixieren, aber praktisch nie Lohnanstiege nach zehn Berufsjahren vorschreiben. Warum also meldet die Alte Tante von der Zürcher Falkenstrasse solchen Hafenkäse? Weil ihr mehr Lohnschutz und mehr Mindestlöhne ebenso ein (marktradikaler) Dorn im Auge sind, wie sie es Ems-Milliardärin Martullo-Bocher & Co. sind. Auch sie attackieren die Flankierenden frontal. Es sind Attacken auf ein Erfolgsmodell, wie Work-Autor Clemens Studer im Work-Schwerpunkt über die Personen¬freizügigkeit aufzeigt. Europäische Werte. Beim Streit um die flankierenden Massnahmen geht es also nicht um „die Schweiz gegen die EU“, denn die Gegnerinnen und Gegner von mehr Lohnschutz und mehr Rechten für Arbeitnehmende hocken hüben wie drüben. In Domat/Ems ebenso wie in Süddeutschland. Und ihre Befürworterinnen und Befürworter ebenfalls. Es geht (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 31.8.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Lohngleichheit. Work online, 2018-08-31.
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