Gewerkschaftschronik
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01.01.1924 Langenthal
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Pensionskasse

Gründung
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Sozialer Fortschritt in Langenthal. Am 26. Januar 1920 ernannte der hiesige Gemeinderat eine Spezialkommission, welcher der Auftrag zuteil wurde, die notwendigen Vorarbeiten zu veranlassen, eine Alters-, Hinterbliebenenversicherung für die Beamten, Angestellten und Arbeiter der Gemeinde Langenthal zu gründen. (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-26.
Langenthal >  Pensionskasse > Gründung 1924-01-01.doc.

 

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21.12.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
Charles-Louis Phillipe
Arbeiter
Erzählung
Volltext
Ein Leben. Novelle von Charles-Louis Philippe. Als Vater Bonnet vierzig Jahre alt war, fragte man ihn wohl noch manchmal: „Warum habt Ihr eigentlich nicht geheiratet, Bonnet?" Er antwortete: „loh habe immer sagen hören, dass man bleiben soll, was man ist, wenn's einem halbwegs gut geht." Dies war der Grund, weshalb er ein für allemal auf das Vergnügen verzichtete, für sich ganz allein eine Frau zu haben. Auch die Kinderfrage hatte ihm zu denken gegeben. Kinder sind zu nichts gut. Er hatte Lomet, den Holzschuhmacher, gekannt, der eine Tochter grossgezogen und dann verheiratet hatte. Als ihn auf seine alten Tage der Rheumatismus packte und er nicht mehr seiner Arbeit nachgehen konnte, wollte er sich doch nicht von seinem Schwiegersohn ernähren lassen. Er war ins Wasser gegangen. Mathieu, der Maurer, der einen Sohn besass, hatte sich aufgehängt. Sein Sohn war Zimmermann in Paris und hatte dort nur sein knappes Auskommen. Kinder kosten viel Geld, weil man sie grossziehen muss. Wenn sie erwachsen sind, haben sie ihrerseits wieder Kinder und können daher den Eltern Ihre Ausgaben nicht zurückerstatten. Entschlossen schlug Bonnet den Weg der Arbeit ein, denn dies ist der einzige, auf dem man mit Sicherheit vorankommt. Beim Arbeiten verliert man nichts; man kommt sogar so weit, dass man zu leben hat. Und dann kam da noch etwas in Betracht. Ein Arbeiter, der zu sparen versteht, braucht weder Krankheit noch Alter zu fürchten; er kann bis zur Todesstunde dem Leben so fest ins Auge sehen, wie die Gutspächter den Spitzbuben, vor denen treue Hunde sie schützen. Bonnet führte dieses. Leben (…). Charles-Louis Philippe.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 21.12.1923.
Personen > Philippe Charles-Louis. Ein Leben. Novelle. Gemeindearbeiter, 1923-12-21.
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21.12.1923 Deutschland
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
Hans Falk
Reise
Volltext
Studienreise nach Deutschland durchgeführt vom Schweiz. Arbeiterbildungsausschuss. Schöne Kirchen, wobei das Münster besonders erwähnt werden muss, alte Brunnen und Durchgänge, wie wir sie in Bern und Zürich (Rathaus) auch finden. Allegorisch dargestellte Denkmäler bildeten die weiteren Besichtigungsobjekte. Die ganze Besichtigung musste rasch durchgeführt werden, denn an der Peripherie der Stadt erwarteten uns schon die Mitglieder des Bockenheimer Kleingartenbauvereins (Familiengärten), die uns ihre ausgedehnten Anlagen zu zeigen wünschten. Der Kleingartenbau, wie er bei uns in der Schweiz eigentlich erst durch die Ernährungsschwierigkeiten während des Krieges durchgeführt wurde, besteht in Frankfurt in einer gut durchgeführten Organisation schon seit Jahren. Die Verdrängung nicht nur von Feld und Garten, von Baum und Strauch, sondern auch von Licht und Sonne aus den Behausungen des Stadtproletariats erweckte unter diesem ein mächtiges Bedürfnis, der Natur mit ihren herrlichen Genüssen wieder ein Stück näherzukommen. In der Bebauung und Pflege eines Stückes Land soll der Arbeiter Abwechslung und Befriedigung, seine Kinder Freude und Liebe zur Natur finden und so den Gefahren des gedrängten Zusammenlebens entzogen werden. Das waren auch die Beweggründe dieser Bockenheimer Genossen, deren Gärten - in denen fast ausschliesslich Obst- und Beerenkultur besteht - zur Verschönerung des umliegenden Geländes wesentlich beitragen. Wie alle (…). Hans Falk.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 21.12.1923.
Personen > Falk Hans. Deutschland. Studienreise. Gemeindearbeiter, 1923-12-21.
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14.12.1923 Deutschland
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
Hans Falk
Arbeiterbildungszentrale
Reise
Volltext
Studienreise nach Deutschland durchgeführt vom Schweiz. Arbeiterbildungsausschuss. Der folgende Tag war wieder ein Genossenschaftstag, während der Mittwoch, 9. Mai, der letzte Hamburgertag. einer Ostseereise, die dann glücklich verregnet wurde und uns deshalb zur raschen Umkehr veranlasste, gewidmet war. Vorträge über das Hamburger Bildungswesen und die Entwicklung der Konsum-, Spar- und Baugenossenschaft „Produktion" füllten die Zeit nützlich aus. Eine Führung durch das Gewerkschaftshaus, durch das Hamburger Rathaus, durch die Altstadt und auf den Turm der Michaeliskirche, das Wahrzeichen des deutschen Seemanns, von dem man sagt, dass der deutsche Seemann beim Verschwinden dieses Kirchturmes von Heimweh übernommen werde, boten eine Menge ' Sehenswertes. Die Besichtigung der Konsumgenossenschaft „Produktion" vermochte gegenüber dem Berliner Unternehmen nicht viel Neues zu zeigen, ausgenommen ihre Grossschlächterei und Konservenfabrik, die nebst ihrem Export von Konserven nach überseeischen Ländern in Hamburg und Umgebung 60 Schlächterläden unterhält. Dem ausgedehnten Landwirtschaftsbetrieb der „Produktion" ist eine Abteilung Viehmästerei angegliedert, die Schlachtware für die Metzgerei zu liefern hat. Ausserdem werden Verträge mit privaten Viehmästern abgeschlossen, wobei die „Produktion" einen Teil der nötigen Futtermittel liefert. (…).
Hans Falk.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, 14.12.1923.
Personen > Falk Hans. Deutschland. Studienreise. Gemeindearbeiter, 1923-12-14.
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07.12.1923 Deutschland
Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
Hans Falk
Arbeiterbildungszentrale
Reise
Volltext
Studienreise nach Deutschland durchgeführt vom Schweiz. Arbeiterbildungsausschuss. Programmässig verlief auch der 5. Mai. Diesmal galt die Besichtigung der Grosskonsumgenossenschaft Berlin und Umgebung in Berlin-Lichtenberg, einem Vorort. Hier finden wir die Verbesserungen und Neuerungen der Technik, die für die Leistungs- und Konkurrenzfähigkeit moderner Konsumbetriebe erforderlich ist, in Anwendung. Jedenfalls einzig steht die mit allen modernen Maschinen, einer mächtigen mechanischen Mehlsieberei und allen notwendigen Vorrichtungen eingerichtete Konsumbäckerei und Konditorei da, deren .Leistungsfähigkeit ins UnglaubIiche geht. An 76 Doppelöfen arbeiten zirka 200 Bäcker mit einer Tageshöchstleistung von 100‘000 Broten. Ebenfalls sehr gut eingerichtet und funktionierend steht ihre Grosskaffeerösterei da, die zwar heute weniger Kaffeebohnen als Gerste und Roggen zu rösten hat. Eine grossangelegte Limonadefabrik hat für die durstige Jahreszeit zu sorgen; es werden bis zu einer Million Tagesflaschen hergestellt. Der Rundgang führt uns Treppe auf, Treppe ab durch die Verwaltungsgebäude, Lager- und Speditionsräume, die sich hauptsächlich durch ihre Ausmasse von unsern Betrieben unterscheiden. Am Schluss der Runde sitzen wir im Saale des Verwaltungsrates, wo wir bei Kaffee und Gebäck einem Vortrag des Betriebsleiters zuhören, der über die Entstehung, den Fortgang und über die zu überwindenden Schwierigkeiten im Betriebe spricht. Von hier aus erreichen wir kurz vor Arbeitsschluss die Vorwärtsdruckerei, wo wir Gelegenheit haben, der Drucklegung des zweiten (…). Hans Falk.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 7.12.1923.
Personen > Falk Hans. Deutschland. Studienreise, Gemeindearbeiter, 1923.12-07.
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30.11.1923 Deutschland
Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
Hans Falk
Arbeiterbildungszentrale
Reise
Volltext
Studienreise nach Deutschland durchgeführt vom Schweiz. Arbeiterbildungsausschuss. Der Vormittag des 4. Mai galt einer Besichtigung der Allgemeinen Elektrizitätsgesellschaft (A.E.G.) Berlin. Die A.E.G. ist einer jener Grossbetriebe der Elektrizitätsbranche, der mit seinen weitverzweigten Armen nach allen Ländern greift, um dort Zweiggeschälte zu errichten, Finanzierungen anzuknüpfen, Kaufs- und Verkaufsmöglichkeiten zu schaffen. Ein Teil des zur Verarbeitung gelangenden und für die Verarbeitung notwendigen Rohmaterials (Eisen, Kohle) wird von der A.E.G. in eigenen Werken gefördert. Alle Erzeugnisse, die auf dem Gebiete der Elektrizität Vierwendung finden, werden hier produziert und verlassen täglich auf eigenem Bahnmaterial diese riesige Produktionsstätte. Auf ihrer in den Fabrikhöfen angelegten Bahnanlage, die nur 7 ½ km misst, werden eigene Rangiermeister beschäftigt. Eine Menge elektrisch betriebener Schubkarren, auf welchen kleine schwenkbare Krane montiert sind, durchkreuzen unter .Abgabe von Glockensignalen die Fabrikhöfe und bewältigen den Transport von Halle zu Halle. 14‘000 Arbeiter und Angestellte finden in der A.E.G. - selbstverständlich wie überall - mager bezahlte Arbeit. Dagegen haben sie den Vorteil, ihre aufs äusserste zergliederte und durchdachte Arbeit in Räumen zu verrichten: die durch ihre gefällige Bauart, praktische Einteilung und Reinhaltung direkt auffielen. (…). Hans Falk.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 30.11.1923.
Personen > Falk Hans. Deutschland. Studienreise,. Gemeindearbeiter, 1923-11-30.
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30.11.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Streik
Verwaltung Schweiz
VPOD Bundespersonal

Bundespersonal
Gewerkschaftsrechte
Gewerkschaftsverbot
Streikrecht
Volltext

Unannehmbar. Eine langjährige Forderung des eidgenössischen Personals scheint endlich in Erfüllung zu gehen: das neue Besoldungsgesetz, das schon 1918 vom Bundesratstisch aus versprochen worden war und gegen dessen systematische Verschleppung das Personal wiederholt protestiert hatte, soll nun endlich den Räten zur Behandlung zugehen. Nach den Veröffentlichungen (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-11-30.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Gewerkschaftsrechte. Bundespersonal. 1923-11-30.doc.

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23.11.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
SABZ
Hans Falk
Reise
Volltext
Studienreise nach Deutschland, durchgeführt vom Schweiz. Arbeiterbildungsausschuss. Jedenfalls mit den besten Vorsätzen ausgerüstet sind die diesjährigen 40 Reiseteilnehmer. meistens Gewerkschaftsfunktionäre, unter der Führung von Genosse Reinhard, Sekretär der Schweiz. Arbeiterbildungszentrale, am Vormittag des 3. Mai in Berlin angekommen. Schon bei der Einfahrt in die Vororte Berline erschienen die ersten Vorboten eines grossstädtischen, zu äusserster Bedürfnislosigkeit heruntergedruckten Proletariats. An Fenstergesimsen und Balkongeländern schmutzjger Häuser hängen graue, abgetragene Wäschestücke, die vergebens nach bleichender Sonne Umschau halten. Der Anhalter Bahnhof ist von zahlreichen, meistens ergrauten, abgearbeiteten Dienstmännern umlagert, die, grösstenteils in einen alten Militärmantel eingehüllt, recht mitgenommen und bedauernswert aussehen. Womöglich noch bedenklicher sehen die nebenan aufgestellten Droschkenführer aus, und auch ihre alten Freunde, die eckigen Gäule, an denen das zerlumpte Geschirr wie an einem Geschirrbock herunterhängt, erwecken Mitleid. Nicht viel besser ergeht es dem Schaffner der Strassenbahn; auch er muss sich mit einem ausgefransten Rock und mit stark zugesetzten und verflickten Hosen begnügen. Im Gegensatz zu diesen Merkmalen einer äussern Verelendung trafen wir überall, wenn auch durchaus keine kampfgestimmte, so doch innerlich noch regsame, auf dem Gebiete der geistigen und (…). Hans Falk.
Der Gemeinde-d und Staatsarbeiter, 23.11.1923.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Arbeiterbildungsausschuss. Gemeindearbeiter, 1923-11-23.
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23.11.1923 Deutschland
Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
SABZ
Hans Falk
Reise
Volltext
Studienreise nach Deutschland, durchgeführt vom Schweiz. Arbeiterbildungsausschuss. Jedenfalls mit den besten Vorsätzen ausgerüstet sind die diesjährigen 40 Reiseteilnehmer. meistens Gewerkschaftsfunktionäre, unter der Führung von Genosse Reinhard, Sekretär der Schweiz. Arbeiterbildungszentrale, am Vormittag des 3. Mai in Berlin angekommen. Schon bei der Einfahrt in die Vororte Berline erschienen die ersten Vorboten eines grossstädtischen, zu äusserster Bedürfnislosigkeit heruntergedruckten Proletariats. An Fenstergesimsen und Balkongeländern schmutzjger Häuser hängen graue, abgetragene Wäschestücke, die vergebens nach bleichender Sonne Umschau halten. Der Anhalter Bahnhof ist von zahlreichen, meistens ergrauten, abgearbeiteten Dienstmännern umlagert, die, grösstenteils in einen alten Militärmantel eingehüllt, recht mitgenommen und bedauernswert aussehen. Womöglich noch bedenklicher sehen die nebenan aufgestellten Droschkenführer aus, und auch ihre alten Freunde, die eckigen Gäule, an denen das zerlumpte Geschirr wie an einem Geschirrbock herunterhängt, erwecken Mitleid. Nicht viel besser ergeht es dem Schaffner der Strassenbahn; auch er muss sich mit einem ausgefransten Rock und mit stark zugesetzten und verflickten Hosen begnügen. Im Gegensatz zu diesen Merkmalen einer äussern Verelendung trafen wir überall, wenn auch durchaus keine kampfgestimmte, so doch innerlich noch regsame, auf dem Gebiete der geistigen und (…). Hans Falk.
Der Gemeinde-d und Staatsarbeiter, 23.11.1923.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Arbeiterbildungsausschuss. Gemeindearbeiter, 1923-11-23.
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07.11.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der

Überwachung
Volltext
Polizeiliche Ueberwachung. Vor einiger Zeit waren die Zürcher Behörden (Stadtrat und Regierungsrat) interpelliert worden darüber, ob sie es als zulässig erachteten, dass Arbeiterversammlungen bespitzelt würden. Wenn man auch erwarten konnte, dass diese ihre Untergebenen in Schutz nehmen würden, so war man doch einigermassen überrascht über die Selbstverständlichkeit, mit welcher sie das Recht beanspruchten, die Versammlungen durch Geheimpolizisten überwachen zu lassen; bis jetzt wahrten die bürgerlichen Behörden doch meist noch den Schein der Demokratie, die die Meinungs- und Versammlungsfreiheit garantiert. Indessen stehen die Zürcher Regierungsmänner nicht allein. Sie können sich bei ihrem verfassungswidrigen Treiben auf die Bundesbehörden stützen! „Il Ferroviere", das Gewerkschaftsblatt der italienisch sprechenden Eisenbahner, hatte anfangs Oktober. eine Mitteilung über die Verhandlungen des Tessiner Regierungsrates gebracht, wonach die Staatsanwaltschaft auf Veranlassung eidgenössischer Behörden hin der Kantonspolizei den Auftrag erteilt habe, die Eisenbahner zu überwachen, damit diese weder einen Streik noch die passive Resistenz vorbereiten können. Diese] Mitteilung ist nicht widerrufen worden, so dass angenommen werden darf, sie entspreche den Tatsachen." Und es ist in diesem Fall wohl selbstverständlich, dass nicht nur die Tessiner Eisenbahner, sondern diejenigen der ganzen Schweiz, ja das Verkehrspersonal überhaupt bespitzelt werden. (…).
Der Gemeinde-ö und Staatsarbeiter, 2.11.1923.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Uberwachung. SEV. Gemeindearbeiter, 1923-11-07.
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02.11.1923 TI Kanton
Zürich
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Polizei
Staatsschutz

Überwachung
Versammlungsfreiheit
Volltext

Polizeiliche Überwachung. Vor einiger Zeit waren die Zürcher Behörden (Stadtrat und Regierungsrat) interpelliert worden darüber, ob sie es als zulässig erachteten, dass Arbeiterversammlungen bespitzelt würden. Wenn man auch erwarten konnte, dass diese ihre Untergebenen (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-11-02.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Überwachung. 1923-11-02.doc.

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26.10.1923 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Regierung Schweiz

Arbeitslosenversicherung
Volltext
Der Bundesrat zur Arbeitslosenversicherung. Der Bundesrat unterbreitet der Bundesversammlung eine Botschaft über die Förderung der Arbeitslosenversicherung. Die Botschaft bietet einleitend einen Ueberblick über den Stand der Dinge und einen historischen Rückblick. Sie zeigt vor allem, dass die Versicherungsfrage seit 30 Jahren „erdauert" wurde, ohne zu einem befriedigenden Resultat zu gelangen. Erst die Folgeerscheinungen des Krieges brachten eine entscheidende Wandlung. Da zeigte sich eindringlich, wie gänzlich unvorbereitet Staat und Wirtschaft den Krisenerscheinungen gegenüberstanden. Mit Ausnahme von Basel, Genf . und St. Gallen bestanden nirgends Institutionen zur Unterstützung der Arbeitslosen. Am 24. März 1917 erfolgte ein Bundesbeschluss betreffend Schaffung eines Fonds für Arbeitslosenfürsorge aus einem Teil der Kriegsgewinnsteuer. Am 19. Dezember 1917 wurden den bestehenden gewerkschaftlichen und öffentlichen Arbeitslosenkassen zum ersten mal, und zwar für die Jahre 1915 und 1916, Subventionen aus Bundesmitteln zugesprochen, und zwar in der Höhe von 25 Prozent ihrer Auszahlungen. Diese Beträge wurden 1919 auf 331/3 Prozent erhöht. Sie sind seither in gleicher Weise ausgerichtet worden. Leider ist aus ganz unverständlichen Gründen für 1923 eine Reduktion auf 80 Prozent in Vorschlag gebracht. Wir hoffen, dass sich Bundesrat und Bundesversammlung vor der Beschlussfassung noch davo0n überzeugen lassen, dass diese Reduktion in keiner Weise (…).
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 26.10.1923.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Arbeitslosenversicherung. Gemeindearbeiter, 1923-10-26.
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19.10.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Streik

Streikbrecher
Volltext
Streikbrecher. Nachdem der Bundesrat seine Untergebenen „verwarnt" hatte, kommt nun auch noch hintendrein ein „Schweizerischer Vaterländischer Verband", von dem man bisher nicht viel mehr weiss, als dass er vom Gelde der Banken und Unternehmer lebt - wie das berüchtigte Mittelpressebureau in Bern, um am Eisenbahnerverband die dreckigen Schuhe abzuwischen. Was aber in der Resolution, die an einer anfangs Oktober abgehaltenen Tagung verfasst und der Presse zugestellt wurde, steht, interessiert ausser dem Personal der S.B.B. auch weitere Kreise von Arbeitern und Angestellten, denen es „vergönnt" ist, in öffentlichem Dienst zu stehen. Wir wollen daher, wenn unterdessen auch schon einige Zeit verstrichen ist, doch noch den Text der „Feststellungen" hier wiedergeben. „Die eidgenössische Kommission des Schweizerischen vaterländischen Verbandes stellt fest, dass die Drohungen, Werbearbeiten und Vorbereitungen, die durch. Streiks oder passive Resistenz den Betrieb der Bundesbahnen stören wollen, in krassem Widerspruch stehen zu den Pflichten des im eidgenössischen Dienste stehenden Personals, im Widerspruch zu Recht und Gesetz, im Widerspruch zum bodenständigen Schweizersinn für Ordnung, Arbeit und Landesfrieden. Die eidgenössische Kommission des S.V.V. ist überzeugt, im Namen der überwiegenden Mehrheit des Schweizervolkes zu sprechen, wenn sie gegen die Machenschaften schärfste. Verwahrung einlegt. Sie gibt ihrer Genugtuung Ausdruck, dass Bundesrat und (…).
Der Gemeinde-und Staatsarbeiter, 19.10.1923.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Streikbrecher. Kreuzwehr. Gemeindearbeiter, 1923-10-19.
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19.10.1923 Schweiz
Faschismus
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Streik

Gelbe Gewerkschaften
Kreuzwehr
Streikbrecher
Volltext

Streikbrecher. Nachdem der Bundesrat seine Untergebenen „verwarnt" hatte, kommt nun auch noch hintendrein ein „Schweizerischer Vaterländischer Verband", von dem man bisher nicht viel mehr weiss, als dass er vom Geld der Banken und Unternehmer lebt - wie das berüchtigte Mittelpressebureau in Bern, um am Eisenbahnerverband die dreckigen Schuhe abzuwischen. Was aber in der Resolution, (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-19.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Streikbrecher. 1923-10-19.doc.

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19.10.1923 BS Kanton
Basler Nachrichten
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Holzarbeiterverband
Personen
Franz Reichmann
Streik
Volltext

Nach zwanzig Wochen Kampf. Der Streik der Holzarbeiter und Zimmerleute in Basel ist beendet. Er hat genau 20 Wochen und 2 Tage gedauert - vom 23. Mai bis 11. Oktober -, am 12. Oktober wurde die Arbeit wieder aufgenommen nach Abschluss eines Arbeitsvertrages und eines dramatischen Schlusseffektes über die Wiedereinstellungs-Bedingungen. (...). Franz Reichmann.

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-19.
Holzarbeiter-Verband > Streik. 1923-10-19.doc.

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12.10.1923 Affoltern am Albis
Oerlikon
Schlieren
ZH Kanton
Zürich
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der

Abonnemente
Volltext

An die Sektionsvorstände und Mitglieder Zürichs und der umliegenden Orte. Die Administration des „Gemeinde- und Staatsarbeiters" will im Laufe des Monats Oktober für Zürich und die umliegenden Orte neue Abonnentenverzeichnisse erstellen. In Betracht kämen fürs erste die Orte: (...).
Das Zentralsekretariat.

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-12.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Abonnenten. 1923-10-12.doc.

 

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12.10.1923 St. Gallen
Arbeitszeit
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Löhne
Textiilarbeiterverband

Arbeitszeitverlängerung
Ausbeutung
Kapitalismus
Lohnabbau
Volltext

Moderner Diebstahl. Wir entnehmen der „Stickereipersonalzeitung" das nachstehende Muster kapitalistischer Ausbeutung: Eine stadt-st. gallische Firma hat sich ein neues Gaunerstückchen ersonnen, wie sie ihre Arbeiterschaft über die Ohren hauen könnte. Es scheint, dass gegen eine solche Art „gemeinen Diebstahls" in unseren Gesetzen keine Strafbestimmungen enthalten sind, (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-12.
Textilarbeiterverband >Lohnabbau. 1923-10-12.doc.

Lohnabbau. 1923-10-12.doc

12.10.1923 Biberist
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
GTCP
Papierfabrik Biberist

Mitgliederwerbung
Trittbrettfahrer
Volltext

„Ich bin dann schon dabei, wenn's ernst gilt!“ Diskussionsartikel über das Verhältnis zu den Unorganisierten. Die Worte: „Ich bin dann schon dabei, wenn's ernst gilt", hört man so oft bei den Unorganisierten, wenn man sie anspornt, ebenfalls in die Reihen der Gewerkschaften zu treten. Das sind aber so gern gesprochene Ausreden (...). A. Heri, Biberist (in „Papierarbeiter").

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-12.
GTCP > Mitgliederwerbung. 1923-10-12.doc.

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12.10.1923 Sowjetunion
Arbeiterverein
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der

Arbeitervereine
Volltext
Arbeiterklubs in Russland. Im Leben der russischen Arbeiter spielen die Arbeiterklubs und deren Tätigkeit eine grosse Rolle. In Russland ist seit der Revolution der Arbeiter mit seinem Betrieb aufs engste verwachsen. Es ist nicht wie in Deutschland, wo der Arbeiter und die Arbeiterin nach getaner Arbeit so schnell wie möglich dem Betriebe entflieht und froh ist, die Stätte der Lohnsklaverei hinter sich zu haben. In den schwersten Zeiten, unter den allerschlimmsten Bedingungen haben die Arbeiter in Sovietrussland in fast allen Betrieben Arbeiterklubs gegründet und für die Klubveranstaltungen Räumlichkeiten geschaffen. Die Arbeiter in den kleineren Betrieben haben sich zusammengetan und sich ein gemeinsames Klublokal eingerichtet. Mit viel Mühe und Liebe haben Arbeiter und Arbeiterinnen ihre Klubheims, so gut es die Verhältnisse erlaubten, geschmackvoll ausgestattet. Neben einem grössern Raum für Versammmlungen, Vorträge und Theaterveranstaltungen besitzen meistens die Klubheims kleinere Räume, wie Bibliothek-, Lese-, Unterrichtszimmer usw. Der Aufenthalt im Klub dient nämlich nicht nur der geselligen und künstlerischen Unterhaltung, sondern auch der Belehrung und wissenschaftlichen Schulung. Im Klublokal fühlt sich der russische Arbeiter heimisch. Hier geniesst er mit seiner ganzen Familie die Freuden des geselligen Zusammenseins und die Schönheiten der Kunst. Die Klubheime sind aber auch Stätten, (…). R.G.B.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 12.10.1923.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Sowjetunion. Arbeitervereine. Gemeindearbeiter, 1923-10-12.
Ganzer Text
05.10.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Streik

Streikrecht
Volltext
Um, unser Streikrecht. In der letzten Nummer des „Gemeinde- und Staatsarbeiters" hat Genosse Oprecht bereits den Erlass der Generaldirektion der Schweizerischen Bundesbahnen im Wortlaut angeführt und beleuchtet. wie das „Treueverhältnis", das von den Eisenbahnen gegenüber dem Betrieb verlangt wird, auf der andern Seite gehandhabt wird. Der besondere Fall, der zur Verfügung der Bundesbehörden führte, scheint allerdings erledigt zu sein, nachdem der Vorstand des Eisenbahnerverbandes die von der A.U.T.A. angeordnete. Urabstimmung aufgehoben hat. Aber da es sich um grundsätzliche Fragen handelt, lohnt es sich schon, nochmals kurz darauf zurückzukommen, wobei wir auch auf die Kundgebung des Eisenbahnerverbandes selbst, die wir anderswo abdrucken, verweisen. In theoretischer Beziehung ist die Frage nach dem Streikrecht der Arbeiter und Angestellten der öffentlichen Betriebe (gleich ob staatliche, gemeindliche oder von Privatgesellschaften geleitete) umstritten und wird es solange bleiben, als nicht die sozialistische Gesellschaftsordnung restlos eingeführt ist. Staatsrechtslehrer und Professoren der Sozialwissenschaft haben umfangreiche Abhandlungen darüber geschrieben; erstere, die ja sowieso sich nur mit dem Staatsrecht des bürgerlichen Staates beschäftigen und zudem an gutgefüllten Staatskrippen sitzen, ausserdem auch meist aus wohlhabenden bürgerlichen Kreisen herstammen - welcher Proletarier wird es heute zum Professor an einer juristischen Fakultät bringen? -. verhalten sich natürlich (…).
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 5.10.1923.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Streikrecht. Gemeindearbeiter, 1923-10- 05.
Ganzer Text
05.10.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Gewerkschaften
Verwaltung

Streik
Streikrecht
Volltext

Um unser Streikrecht. In der letzten Nummer des „Gemeinde- und Staatsarbeiters" hat Genosse Hans Oprecht bereits den Erlass der Generaldirektion der Schweizerischen Bundesbahnen im Wortlaut angeführt und beleuchtet, wie das „Treueverhältnis", das von den Eisenbahnern gegenüber dem Betrieb verlangt wird, auf der anderen Seite gehandhabt wird. Der besondere Fall, der zur Verfügung der Bundesbehörden führte, scheint (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-05.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Streikrecht. 1923-10-05.doc.

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05.10.1923 Bern
BS Kanton
Schaffhausen
St. Gallen
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Gewerkschaften
Personen
Martin Meister
Gelbe Gewerkschaften
Volltext

Die „Gelben“ oder „Neutralen“ auf dem Gimpelfang. Mit allen erdenklichen Mitteln versuchen die „Gelben" oder „Neutralen“, oder wie man diese mit der besitzenden Klasse liebäugelnden katzebuckelnden Kreaturen innerhalb der Arbeiterschaft nennen will. Ihre immer mehr zusammenschrumpfenden Organisationen aufzutakeln. (...). Martin Meister.

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-05.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Gelbe Gewerkschaften. 1923-10-05.doc.

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05.10.1923 Schaffhausen
Sowjetunion
Gemeinde- und Staatsarbeiter Schaffhausen
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
Sozialismus
Adolf Sauter
Bildung
Mutterschaftsurlaub
Volltext

Eindrücke aus Sovietrussland. In der Annahme, dass es unsere Verbandsgenossen allgemein interessieren wird, wie es ungefähr in der von der Bourgeoisie so viel verlästerten Hochburg der proletarischen Revolution aussieht, wollen wir in kurzen Zügen die Ausführungen des Genossen Adolf Sauter an der Versammlung der Sektion Schaffhausen vom 15. September 1923 unseren Kollegen übermitteln. Der Referent schickt voraus, dass (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-05.
Personen > Sauter Adolf. Sowjetunion. 1923-10-05.doc.

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05.10.1923 La Chaux-de-Fonds
Le Locle
NE Kanton
Neuenburg
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Löhne
Regierungsrat

Lohnabbau
Volltext

Ein neuer Lohnabbau im Kanton Neuenburg. Dass der Kanton Neuenburg, Kanton wie Gemeinden, unter der Wirtschaftskrisis der Nachkriegszeit besonders stark leidet, ist eine allgemein bekannte Tatsache.  Während des Krieges allerdings, als sich die Munitionsaufträge drängten, da wurde reichlich verdient. (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-10-05.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Lohnabbau NE Kanton. 1923-10-05.doc.

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28.09.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
SEV Schweiz
Hans Oprecht
SBB
Streikrecht
Volltext
Das Recht der Arbeitsverweigerung im öffentlichen Betriebe. Die Generaldirektion der S.B.B. dokumentiert in ihrem jüngsten, vom Bundesrat gebilligten Erlass betreffend den Konflikt mit dem S.E.V. ihre wahrhafte Gesinnung dem eidgenössischen Personal gegenüber. Sie deklariert stolzen Sinnes: „Das Personal der Bundesbahnen steht zur Verwaltung und zum Staat in einem Rechts- und Treueverhältnis, das keinen Streik und keine passive Resistenz zulässt. Jede willkürliche Dienstverweigerung und jede absichtliche Erschwerung oder Störung der normalen Abwicklung des Verkehrs in irgendeiner Form, sowie jede Aufforderung hierzu stellen nicht nur eine schwere Verletzung der Dienstpflicht, sondern auch einen Bruch dieses Rechts- und Treueverhältnisses dar. Wenn Beamte, Angestellte und Arbeiter unserer Verwaltung sich eines Verstosses gegen diese Grundsätze schuldig machen, so sind die Voraussetzungen für ihre sofortige Entlassung erfüllt. Die Kreisdirektionen haben dementsprechende Weisung erhalten." Ein sehr sonderbares Rechts- und Treueverhältnis wird da von der Generaldirektion der S.B.B. verkündigt. Es gilt nur einseitig, für das Personal der S.B.B. allein nämlich, und nicht auch für die andere Seite, für den Staat und die ihn beherrschende Klasse. Die Treue: Wo liegt die Treue der im Bunde herrschenden Klasse begraben, die dem Personal vor Jahren schon die Revision des Besoldungsgesetzes versprach, das Versprechen bisher aber nie erfüllte? Das Recht: Welches Recht brachte die (…). Hans Oprecht.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 28.9.1923.
Personen > Oprecht Hans. Streikrecht. SBB. Gemeindearbeiter, 1923-09-28.
Ganzer Text
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