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Anzahl gefundene Artikel: 159

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31.05.2019 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
David Gallusser
Arbeitslosigkeit
Volltext
Arbeitslosigkeit: Darum täuscht die „Quote“. Die Zeiten sind vorbei, in denen sich die Schweiz mit ihrer tiefen Arbeitslosigkeit brüsten konnte. Die hiesige Erwerbslosenquote pendelte sich in den letzten Jahren nach jedem Abschwung auf einem höheren Niveau ein und erreichte 2018 im Jahresdurchschnitt 4,9 Prozent (siehe Grafik). Im europäischen Vergleich ist die Schweiz damit ins Mittelfeld abgerutscht. Deutschland, die Niederlande, aber auch Polen oder Ungarn haben heute eine tiefere Erwerbslosigkeit. Neben den Erwerbslosen ist auch die Zahl der Beschäftigten, die unfreiwillig Teilzeit arbeiten, laufend gestiegen. Zuletzt waren insgesamt 12 Prozent aller Personen im Erwerbsleben entweder arbeitslos oder unterbeschäftigt. Das ist alles andere als ein Spitzenwert. Beschönigende Quote. Trotz der beunruhigenden Werte behaupten einige Ökonomen, wir hätten Vollbeschäftigung. Sie stützen sich dabei auf die Zahl der Arbeitslosen, die bei einem Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) gemeldet sind. Die so berechnete Arbeitslosenquote betrug nämlich „bloss“ 2,6 Prozent im Jahr 2018. Allerdings greift es zu kurz, nur Arbeitslose beim RAV zu zählen. Viele Arbeitslose können oder wollen keine Leistungen der Arbeitslosenversicherung beziehen, weil sie zum Beispiel bereits eine IV-Teilrente erhalten, ausgesteuert sind oder sich den Auflagen nicht unterordnen wollen. Die erstgenannte Erwerbslosenquote kann diese Arbeitslosen dank einer breit angelegten Umfrage mit berücksichtigen. Sie kommt deshalb auf einen höheren und weniger beschönigenden Wert. Kaum Lohnwachstum. Ein klares (…). David Gallusser.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Gallusser David. Arbeitslosigkeit. Work online, 2019-05-31.
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29.11.2018 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
Armut
Volltext
Arm trotz Arbeit. Beschäftigtenquote der BRD bei 79 Prozent. Linke kritisiert prekäre Verhältnisse. Deutschland hat EU-weit die zweithöchste Erwerbstätigenquote nach Schweden. 79 Prozent der 20- bis 64jährigen gehen einer bezahlten Tätigkeit nach, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. 2007 waren es noch 73 Prozent. Im EU-Durchschnitt stieg die Quote binnen zehn Jahren nur um zwei Punkte auf 72 Prozent. Spitzenreiter ist Schweden mit aktuell 82 Prozent. „Vor allem die Erwerbsbeteiligung von Frauen hat in den vergangenen Jahren zugenommen“, erklärten die Statistiker. In Deutschland erhöhte sie sich von 67 auf 75 Prozent. Im EU-Durchschnitt gehen rund 78 Prozent der Männer, aber nur 66 Prozent der Frauen einer Arbeit nach. Am häufigsten berufstätig waren Frauen in Schweden (80 Prozent) und Litauen (76 Prozent). Deutschland lag mit 75 Prozent an dritter Stelle. Dabei war hierzulande fast jede zweite erwerbstätige Frau teilzeitbeschäftigt. Die Industriestaaten-Organisation OECD sieht Handlungsbedarf in Deutschland, um mehr Frauen zu einem Arbeitsplatz zu verhelfen. „Durch den Ausbau qualitativ hochwertiger Kinderbetreuung für Kleinkinder aus ungünstigeren sozioökonomischen Verhältnissen und die Ausweitung des Ganztagsangebots an Grundschulen wird das Kompetenzniveau der Bevölkerung auf lange Sicht angehoben“, heisst es im aktuellen Wirtschaftsausblick (Siehe JW vom 22. November). Gleichzeitig könnte dadurch insbesondere Müttern erleichtert werden, Familie und längere Arbeitszeiten miteinander zu vereinbaren. Die Beamten der Bundesagentur für Arbeit sind (…).
Junge Welt, 29.11.2018.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. Armut. Junge Welt, 2018-11-29.
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28.11.2018 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Unia Schweiz

Arbeitslosenkasse
Volltext
Unia Arbeitslosenkasse lanciert Online-Kalkulator. Entschädigung in zwei Minuten berechnet. Die Arbeitslosenkasse der Unia setzt neue Service-Massstäbe für ihre Kunden. Die grösste Arbeitslosenkasse der Schweiz lanciert mit ohne-arbeit.ch eine neue Website, die in der Branche einmalig ist. Das Besondere daran: In Sekunden berechnen Versicherte ihre Entschädigung aufgrund ihrer eigenen Angaben. Wenn es um die Servicequalität gegenüber ihren Kunden geht, setzt die Arbeitslosenkasse der Unia immer wieder neue Akzente. Jetzt setzt die Kasse noch einen obendrauf und hat mit ohne-arbeit.ch eine neue Website lanciert. Der Clou: Kunden können gemäss ihren eigenen Angaben dank des Kalkulators mit nur wenigen Klicks ihre Entschädigung berechnen. Und dies bequem online und in wenigen Sekunden, jedoch ohne Gewähr. Dass der neue Online-Auftritt sämtliche Anforderungen an ein Design, welches State of the Art ist, versteht sich dabei fast schon von selbst. Nebst dem Kalkulator ermöglicht die neue Website dem Besucher zudem, sich zum Thema Arbeitslosigkeit mit nur wenigen Klicks die wichtigsten Informationen zu holen. Natasa Radisavljevic, Kommunikationsverantwortliche bei der Unia Arbeitslosenkasse, meint zur heutigen Lancierung ihres neuen Webauftritts: «Für die Unia Arbeitslosenkasse ist die Zufriedenheit und der Servicegedanke ihrer Kunden gegenüber zentral. Dass wir mit den guten Resultaten der kürzlich durchgeführten Umfrage auf dem richtigen Weg sind, hat uns darin bestärkt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 28.11.2018.
Unia Schweiz > Arbeitslosenkasse. Online-Kalkulator. Unia, 2018-11-28
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16.11.2018 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Martin Jakob
Arbeitslosenversicherung
Ratgeber
Volltext
Ausgesteuert: So kommen Sie aus dem Tief. Jeden Monat verlieren über 3‘000 Menschen in der Schweiz den Anspruch auf Taggelder der Arbeitslosenkasse. Wie geht es weiter – finanziell, beruflich und persönlich? Niemand kann ganz sicher sein. Die Aussteuerung trifft Frauen und Männer jeden Alters. Ein harter Schlag, nachdem bereits die Phase, in der zumindest die Taggelder noch flossen, belastend war: Warum erhalte ich nur Absagen auf meine Bewerbungen oder gar keine Antwort? Warum haben die Kurse und Praktika nichts gebracht, die mir das Regionale Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) vermittelt hat? Sind meine Fähigkeiten denn nichts mehr wert? Was gelte ich noch in dieser Gesellschaft, die sich durch Leistung definiert, und was denken meine Familie und meine Freunde von mir? Statistik ist ein magerer Trost für Betroffene. Trotzdem: 5 von 10 Personen finden bereits im ersten Jahr nach der Aussteuerung wieder eine Arbeit, nach fünf Jahren sind es 7 von 10. Nach der gleichen Studie des Bundesamts für Statistik zur Situation der Ausgesteuerten sucht nach fünf Jahren noch 1 von 10 Personen eine Anstellung, 2 von 10 haben sich aus dem Arbeitsmarkt zurückgezogen. Allerdings gelten diese Zahlen für den Gesamtdurchschnitt aller Ausgesteuerten. Menschen über 55 Jahre haben schlechtere Chancen. In dieser Gruppe gelingt nach einer Studie der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) nur etwa einem Drittel der Ausgesteuerten eine teilweise oder vollständige Rückkehr ins Erwerbsleben. (…). Martin Jakob.
Work online, 16.11.2018.
Personen > Jakob Martin. Arbeitslosenversicherung. Ratgeber. Work online, 2018-11-16.
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27.04.2018 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Sina Bühler
Ratgeber
Volltext
Zwscheverdienst
Arbeiten in der Arbeitslosigkeit. Wenn es mit dem Zwischenverdienst harzt. Ein Zwischenverdienst hat für Arbeitslose viele Vorteile. Aber was können Sie tun, wenn Sie den Lohn dafür nicht erhalten? Mario Walser* ist arbeitslos. Er ist beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) angemeldet und erhält Taggelder von der Arbeitslosenkasse. Dann findet er eine Teilzeitstelle in einem Restaurant. Der Zwischenverdienst verbessert seine finanzielle Situation. Walser sagt zu. „Und es machte mir sehr viel Spass“, sagt er, obwohl er schon bald merkte, dass der Lohn ausblieb. Eine erste, unvollständige Zahlung sei nach zwei Monaten gekommen. Auch die Arbeitskollegen beruhigen ihn. „Sie meinten, der Lohn komme schon irgendwann.“ Und die Chefin sei ein gute Seele.“ Walser traut sich nicht, zu starken Druck aufzusetzen. Er ist froh, dass er noch eine berufliche Chance bekommen hat, und glaubt, seine Chefin sei einfach überfordert. Er fühlt sich komplett alleingelassen, bittet immer wieder um Unterstützung, bekommt sie aber nicht. Das Problem. Die Arbeitslosenkasse hat ihm den Verdienst, den er gar nie bekommen hat, von den Taggeldern abgezogen. Auf der Bescheinigung für den Zwischenverdienst, den die Kasse erst nach mehrmaligem Nachfragen von der Restaurantchefin erhalten hat, war ein Lohn ausgewiesen. Die Kasse überprüfte nicht, ob dieser auch ausbezahlt wurde. Das zweite Problem. (…). Sina Bühler.
Work, 27.4.2018.
Personen > Bühler Sina. Zwischenverdienst. Ratgeber. Work, 2018-04-27.
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02.12.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

HartzIV
Leistungen
Volltext
Jobcenter verschieben Milliarden. Behörden stopfen mit Geld für ALG-II-Bezieher Löcher in der Verwaltung. Hartz-IV-Empfänger werden geprellt. Immer mehr Geld, das Beziehern von Arbeitslosengeld II zusteht, fliesst in die Bürokratie der Jobcenter. „Für 2018 droht diese Umschichtungssumme, die dann nicht für die Eingliederung der Arbeitslosen zur Verfügung steht, auf eine Milliarde Euro anzuwachsen“, heisst es in einem Brief von Peter Clever von der Hauptgeschäftsführung des Unternehmerverbands BDA und Annelie Buntenbach vom DGB-Bundesvorstand an führende Politiker der Bundestagsfraktionen, aus dem „dpa“ am Freitag zitierte. Buntenbach und Clever führen auch den Verwaltungsrat der Bundesagentur für Arbeit (BA). Eingliederung in den Arbeitsmarkt geschieht etwa durch Fort- und Ausbildung sowie Trainingskurse. Aus dem Verwaltungsbudget der Jobcenter werden Vermittler bezahlt, aber auch Leistungsabteilungen, die Hartz-IV-Bescheide schreiben. Seit 2005 wurden 3,5 Milliarden Euro aus Eingliederungsmitteln zur Deckung von Verwaltungskosten verwendet, wie aus einer Regierungsantwort auf eine Anfrage der Bundestagsabgeordneten Sabine Zimmermann (Die Linke) hervorgeht, die der „dpa“ vorliegt. Allein 2016 wurden 764 Millionen Euro umgeschichtet – 18,4 Prozent der Leistungen zur Eingliederung. „Seit Jahren reichen die Mittel für die Jobcenter hinten und vorne nicht“, sagte Buntenbach zu „dpa“. „Die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit muss ganz oben auf die Tagesordnung einer neuen Regierung.“ Bei der (…).
Junge Welt, 2.12.2017.
Junge Welt > Hartz-IV. Leistungen. Junge Welt, 2017-12-02.
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03.10.2017 Schweiz
Arbeitslosigkeit
SGB

Stellenmeldepflicht
Volltext
Keine Verwässerung der Stellenmeldepflicht. Umsetzung MEI: Meldepflicht bei 5 Prozent Arbeitslosigkeit. Die im Rahmen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beschlossene Stellenmeldepflicht muss den älteren Arbeitslosen nützen. Deshalb muss sie so ausgestaltet sein, dass den Betroffenen mit der Einführung der Meldepflicht sofort auch tatsächlich Job-Angebote unterbreitet werden. Für den SGB ist es deshalb klar, dass von Beginn weg alle Stellen in Berufen mit einer Arbeitslosenquote von 5 Prozent oder mehr gemeldet werden müssen. Und nicht in einem ersten Schritt nur in Branchen mit einer Quote von 8 Prozent oder mehr. Der 8-Prozent-Vorschlag der Kantone, der gemäss „NZZ am Sonntag" und anderen Medien auch im Bundesrat auf offene Ohren stösst, würde bloss dazu führen, dass die Firmen die Meldepflicht umgehen. Ausserdem führt er zu Rechtsunsicherheit. Die Meldung der Stelle ist für die Firmen mit einem sehr geringen Aufwand möglich (z.B. auf www.job-room.ch). Bei der Wartefrist der Firmen, wie lange die Stellen ausschliesslich in den regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV ausgeschrieben sind, ist Flexibiliät möglich, vor allem in der Einführungsphase. Die RAV sollten den Firmen rasch mitteilen, wenn sie wahrscheinlich keine oder nur wenige passende Stellensuchende haben. Die Wartezeit sollte dann entfallen. Die ausführliche Position des SGB zur Umsetzung der Stellenmeldepflicht lesen Sie hier.
SGB, 3.10.2017.
SGB > Stellenmeldepflicht. SGB, 2017-10-03.
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29.09.2017 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Work

Arbeitslosenunterstützung
Ratgeber
Volltext
Studium: Bekomme ich nach Abschluss meiner Ausbildung Arbeitslosengeld? Ich werde bald ein Masterdiplom in Geschichtswissenschaften auf dem zweiten Bildungsweg abschliessen. Leider habe ich trotz intensiver Stellensuche bis heute keine Anstellung gefunden. Habe ich Anspruch auf Arbeitslosentaggeld? Markus Widmer: Voraussetzung ist, dass Sie im Verlauf der vergangenen zwei Jahre während mehr als zwölf Monaten nicht erwerbstätig sein konnten und Wohnsitz in der Schweiz hatten. Beides ist bei Ihnen der Fall. Sie haben somit Anspruch auf Arbeitslosentaggeld. Dieses beträgt 153 Franken pro Werktag. Davon werden Ihnen 80 Prozent ausbezahlt, abzüglich der Prämien für die obligatorischen Sozialversicherungen. Beachten Sie bitte, dass neben der allgemeinen Wartezeit von 5 Tagen auch noch eine besondere Wartezeit von 120 Tagen gilt. Sie werden somit erstmals nach einer Frist von 125 Werktagen eine Arbeitslosenentschädigung erhalten. Ab diesem Zeitpunkt haben Sie Anspruch auf 90 Taggelder. Um Ihren Anspruch geltend zu machen, empfehle ich Ihnen, sich nach Ende der letzten Prüfungen umgehend beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) zu melden. Sie werden dort eine Liste mit mehreren möglichen Arbeitslosenkassen erhalten. Bei der Auswahl der Arbeitslosenkasse sind Sie frei, und zwar unabhängig davon, ob Sie Mitglied einer Gewerkschaft sind oder nicht. Wir freuen uns, wenn Sie sich für die Unia-Arbeitslosenkasse entscheiden.
Markus Widmer, Arbeitslosenkasse Unia.
Work > Arbeitslosenunterstützung. Ratgeber. Work, 2017-09-29.
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15.08.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Neues Deutschland

HartzIV
Leistungen
Volltext
Jobcenter kürzen wieder häufiger Hartz-IV. Zahl der Sanktionen von Januar bis April im Vergleich zum Vorjahr spürbar gestiegen. ALG-II-Betroffene unter 25 Jahren am häufigsten betroffen. Die Jobcenter kürzen Hartz-IV-Empfängern bei Verstößen wieder häufiger das Geld. In den ersten vier Monaten des laufenden Jahres verhängten die Jobcenter 315‘155 neue Sanktionen gegen erwerbsfähige Leistungsberechtigte, 11‘091 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Nürnberg mitteilte. Allein im April gab es 85.418 neue Strafen, der weitaus grösste Teil (66‘424) wurde wegen Termin-Versäumnissen erlassen. Sanktionen drohen unter anderem auch bei der Verweigerung von Eingliederungsmaßnahmen oder bei unwirtschaftlichem Verhalten. Von den bundesweit rund 4,4 Millionen erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfängern hatten bis April dieses Jahres über 138‘000 bereits einmal eine Sanktion erhalten. Von ihnen trifft es mit fast 68 Prozent vor allem Männer. Am häufigsten von Sanktionen betroffen waren dem Bericht zufolge junge Arbeitslosengeld-II-Empfänger unter 25 Jahren. Im April liefen Sanktionen gegen 3,7 Prozent aller unter 25-jährigen Hartz-Empfänger. Bei den 25- bis 55-Jährigen betrug die Sanktionsquote 3,5 Prozent, bei den über 55-Jährigen nur 0,8 Prozent. Zumeist wird bei den Sanktionen der Betrag gekürzt, aktuell im Schnitt um 109 Euro. Die Jobcenter können aber auch Sperrzeiten verhängen oder die Leistungen ganz streichen. Im April 2017 kürzte das Arbeitsamt 7‘317 Personen die (…).
Neues Deutschland, 15.08.2017.
Neues Deutschland > HartzIV. Leistungen. Neues Deutschland, 2017-08-15.
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15.07.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
HartzIV
Volltext
Einfach wegdefiniert. Weniger „Arbeitslose“, dafür mehr Hartz-IV-Bezieher in prekären Jobs. Erwerbslose in der BRD sind immer länger ohne Job. Diese Negativmeldung der Bundesregierung, die vor einigen Tagen die mediale Runde machte, konnte Springers „Bild“ nicht unerwidert lassen. In Berlin sei das alles anders, schrieb das Blatt am Donnerstag. Die „Hartz-IV-Hauptstadt“ entwickele sich positiv. Das gehe aus derselben Antwort auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor. Demnach mussten Erwerbslose letztes Jahr im bundesdeutschen Durchschnitt 629 Tage von Hartz IV leben, 74 Tage länger als 2011. In Berlin waren Betroffene hingegen im Schnitt „nur“ noch 448 statt 463 Tage erwerbslos. Auch die Zahl der Erwerbslosen sei in der Hauptstadt zurückgegangen, freute sich das Blatt. 2011 hätten dort fast 190‘000 Menschen keinen Job gehabt, fünf Jahre später „nur noch“ 145‘000. Das liege wohl daran, dass Berliner Jobcenter viele Massnahmen anbieten, will „Bild“ erfahren haben. Dass dies mehr Propaganda als Grund zur Freude ist, zeigen Statistiken der Bundesagentur für Arbeit (BA). So leben in Berlin seit Jahren ziemlich konstant 400‘000 erwerbsfähige Hartz-IV-Berechtigte. Hinzu kommen mehr als eine Viertelmillion betroffene Kinder und Jugendliche. Das heisst: Nur gut ein Drittel der erwachsenen Leistungsberechtigten fiel 2016 in die Arbeitslosenstatistik. Bis zum März ist deren Zahl sogar weiter auf 128‘000 gesunken, anders als die der Hartz-IV-Bezieher insgesamt. Bundesweit steigt die Zahl der Hilfebedürftigen seit Monaten sogar nen (…). Junge Welt, 15.7.2017.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. HartzIV. Junge Welt, 2017-07-15.
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20.03.2017 Deutschland
Arbeitslosigkeit
Junge Welt

Arbeitslosigkeit
Arbeitsvermittlung
Volltext
Jobcentern fehlt der Respekt. Mehr laufen, besser essen: Ämter drängen Arbeitslose, ihre Erwerbsfähigkeit zu erhalten. Mit solchen Themen befasste sich der Kongress Armut und Gesundheit. „Übergriffig“ – das Wort benutzt Thomas Steffens oft, wenn er über Jobcenter spricht, die sich der Gesundheit ihrer Klienten angenommen haben. Mit „motivierenden Gesundheitsgesprächen“ würden die Leistungsberechtigten dazu aufgefordert, ihr Verhalten zu ändern. Mehr Sport machen, weniger Fettes essen – alles nach Massgabe des Amts. „Bei einem Beschäftigten wissen wir: Dessen Arbeitgeber hat es nichts anzugehen, ob der Angestellte am Ende des Tags um den See läuft oder sich auf das Sofa legt.“ Den Leistungsberechtigten gegenüber fehle dieser Respekt, sagt Steffens, der bei der Diakonie Deutschlands für medizinische Rehabilitation zuständig ist. Vielmehr handelten die Ämter – „übergriffig“. Die Runde „Arbeitslosigkeit – Kritik gegenwärtiger Gesundheitsstrategien“, bei der Steffens am vergangenen Freitag sprach, war nur eine von über 100 Veranstaltungen, die im Rahmen des diesjährigen Kongresses Armut und Gesundheit stattfanden. Die zweitägige Konferenz (Donnerstag und Freitag) in Berlin zog mehr als 2‘000 Besucher an. Ausgerichtet wurde sie von verschiedenen Sozialverbänden und Krankenkassen; auch staatliche Stellen wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und das Bundesfamilienministerium sind an ihr beteiligt. Zum Umgang der Jobcenter mit Hartz-IV-Berechtigten sprach neben Steffens auch Elene Weber, ebenfalls von der Diakonie. Den Erwerbslosen würden oft Angebote zur Verbesserung ihrer (…). Johannes Supe.
Junge Welt, 20.3.2017.
Junge Welt > Arbeitslosigkeit. Stellenvermittlung. Junge Welt, 2017-03-20.
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11.01.2017 Schweiz
Arbeitslosigkeit
SGB

Arbeitslosigkeit
Stellenbewerbung
Volltext
121a: Arbeitslosenvorrang konsequent umsetzen! SGB-Vorstand bezieht Position. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB hat an seiner Vorstandssitzung vom 11. Januar den vom Parlament im Rahmen der Umsetzung der Masseneinwanderungsinitiative beschlossenen Arbeitslosenvorrang diskutiert. Er befürwortet diese Massnahme. Sie muss jetzt aber konsequent umgesetzt werden, damit die Arbeitslosen künftig rascher eine Stelle finden - unabhängig von der Farbe ihres Passes. Zahlreiche Probleme im Arbeitsmarkt bleiben damit aber vorläufig nicht gelöst. Für langjährige ältere Arbeitnehmende braucht es einen besseren Kündigungsschutz. Ausserdem wurden die Bestimmungen zum Schutz vor Lohndumping nicht genügend verschärft. Die Anhebung der Sanktionen von 5000 auf 30‘000 Fr. sowie die erleichterte Verlängerung von Normalarbeitsverträgen mit Mindestlöhnen sind zwar positiv, reichen aber nicht, um flächendeckend durchzusetzen, dass in der Schweiz Schweizer Löhne bezahlt werden müssen. Der Bund muss dazu die Hürden bei der Allgemeinverbindlicherklärung von Gesamtarbeitsverträgen senken. Es braucht mehr Kontrollen. Und bei offensichtlichen Missbräuchen müssen die Kantone konsequent Arbeitsunterbrüche verfügen. Der SGB-Vorstand begrüsst, dass mit den Beschlüssen des Parlaments die bilateralen Verträge erhalten und keine neuen Diskriminierungen von Arbeitnehmenden eingeführt werden. In der Diskussion wurde festgehalten, dass stabile Beziehungen zur EU, dem grössten Wirtschaftspartner der Schweiz, für die Arbeitnehmenden von grösster Bedeutung sind. Ausserdem ist es für die Arbeitnehmenden wichtig, (…).
SGB, 11.1.2017.
SGB > Arbeitslosigkeit. Arbeitsmarkt. SGB, 2017-01-11.
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20.05.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Work

Arbeitslosenunterstützung
Arbeitslosenversicherung
Ratgeber
Volltext
Nach Konkurs: Warum habe ich mehr Wartetage als mein Kollege? Meine Arbeitgeberin musste Konkurs anmelden. Ich und mein Arbeitskollege haben uns deshalb bei der Unia-Arbeitslosenkasse angemeldet. Als wir dann unsere Abrechnungen von der Arbeitslosenkasse verglichen, stellten wir fest, dass mir 15 Wartetage abgezogen wurden, und ihm nur 10. Da kann doch was nicht stimmen, oder? Und gleich noch eine Frage: Ich habe festgestellt, dass ich nur 70 Prozent des bisherigen Verdienstes erhalte, ein anderer Kollege jedoch 80 Prozent. Er hat Kinder und Ich nicht. Ist das der Grund für die unterschiedliche Verarbeitung? Markus Widmer: Zuerst zu Ihrer ersten Frage: Doch, das stimmt schon, dass Sie eine unterschiedliche Anzahl Wartetage haben. In den ersten Tagen der Arbeitslosigkeit erhalten Sie im Sinne eines „Selbstbehalts“ noch keine Arbeitslosenentschädigung. Ihre Pflichten gegenüber der Arbeitslosenversicherung müssen Sie aber bereits erfüllen. Grundsätzlich hängt die Anzahl einerseits vom versicherten Verdienst ab und andererseits davon, ob Sie Kinder haben, für die Sie Unterhalt zahlen müssen. Kinder gelten bis zum 18. Altersjahr als unterhaltsberechtigt oder bis zum Abschluss einer Erstausbildung. Eine Erstausbildung ist dann abgeschlossen, wenn das Kind seine Lehre oder das Universitätsstudium beendet hat. Die Unterhaltspflicht gilt aber maximal bis zum Erreichen des 25. Altersjahrs. (…). Markus Widmer, Unia-Arbeitslosenkasse.
Work, 20.5.2016
Work > Arbeitslosenversicherung. Taggeld. Ratgeber. Work, 2016-05-20.
Ganzer Text
20.05.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Hans Baumann
Arbeitslosigkeit
Digitalisierung
Volltext
Die Arbeit geht uns trotz Robotern nicht aus. Es gibt Gründe, die für ein bedingungsloses Grundeinkommen sprechen. Das Argument, uns gehe wegen der beschleunigten technologischen Entwicklung („Industrie 4.0“ usw.) bald die Arbeit aus, gehört aber nicht dazu. Umverteilung. Zu Beginn der 1980er-Jahre hatten wir diese Diskussion schon einmal. Damals schwand die Zahl der Arbeitsplätze in der Schweiz tatsächlich dramatisch, die Computer in den Büros verbreiteten sich rasant, und die computergestützte Produktion fegte viele Arbeitende aus den Fabriken. Etliche Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter waren sich damals sicher, dass ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel begonnen hatte. Das Volumen an bezahlter Arbeit, dachte man, würde nun zurückgehen, Arbeitsplätze würden dauerhaft verschwinden. Das Rezept der Gewerkschaft war die Umverteilung der noch vorhandenen Arbeit auf alle. Durch Arbeitszeitverkürzungen. Zunahme. Dass darauf die Wochenarbeitszeit etwas verkürzt und mehr Ferientage ausgehandelt werden konnten, war ein sozialer Fortschritt. Aber die Prognose eines anhaltenden Rückgangs des Arbeitsvolumens erwies sich als falsch. Das Total aller geleisteten und bezahlten Arbeitsstunden in der Schweiz nahm zwar in den Krisenjahren der 1970er und 1990er Jahren ab. Aber über einen längeren Zeitraum gesehen, haben die geleisteten Arbeitsstunden kräftig zugenommen: von 5,5 Milliarden Stunden im Jahr 1950 auf 7,7 Milliarden im Jahr 2014. Eine Zunahme gab es auch in den letzten Jahren. (…). Hans Baumann.
Work, 20.5.2016.
Personen > Baumann Hans. Digitalisierung. Arbeitslosigkeit. Work, 2016-05-20.
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19.05.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Arbeitsvermittlung
Volltext
Alarmierende Zunahme der Erwerbslosigkeit – SGB fordert Gegenmassnahmen, SGB-Kommentar zur Arbeitskräfteerhebung. Die Erwerbslosigkeit in der Schweiz ist im ersten Quartal 2016 auf einen traurigen historischen Höchststand gestiegen. 249'000 Personen suchen Arbeit. Das entspricht einer Erwerbslosenquote von 5,1 Prozent. Fürs erste Quartal 2016 sind noch keine detaillierten Daten zur Erwerbslosigkeit der Personen im Alter von 55+ verfügbar. Klar ist aber: Gerade in dieser Altersgruppe war die Entwicklung im 2015 besonders negativ. Die Spuren der Frankenüberbewertung sind deutlich. Seit dem ersten Quartal 2015 erhöhte sich die Zahl der Erwerbslosen um 37'000. Die Schweiz ist fast das einzige Land in Europa mit steigender Erwerbslosigkeit. In Deutschland liegt die vergleichbare Erwerbslosenquote mittlerweile bei 4.2 Prozent. Das widerspiegelt die unterschiedliche währungsspezifische Ausgangslage in der Schweiz und in Deutschland in aller Deutlichkeit.Die bei der Aufhebung des Mindestkurses von der SNB angekündigte Abwertung ist nicht eingetreten, wie z.B. die entsprechenden realen Wechselkursindizes der Bank für Internationale Zusammenarbeit (BIZ) zeigen. Diese Entwicklung ist alarmierend. Der SGB erwartet, dass die Behörden Gegensteuer geben. Die Beschäftigungssituation muss rasch besser werden. Wer in der Schweiz eine Stelle sucht, soll auch eine finden. Folgende Massnahmen sind prioritär: (…). Daniel Lampart.
SGB, 19.5.2016.
SGB > Arbeitslosigkeit. Arbeitsvermittlung. SGB, 2016-05-19.
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21.04.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Volltext
Es braucht rasch verbindliche Massnahmen gegen steigende Erwerbslosigkeit. Nationale Konferenz zu den älteren Arbeitnehmenden. Die berufliche Lage der älteren Arbeitnehmenden hat sich in den letzten beiden Jahren sichtbar verschlechtert. Insbesondere bei den Männern zwischen 55 und 64 Jahren. Die Erwerbslosenquote ist in dieser Gruppe von rund 3 auf heute fast 5 Prozent gestiegen! Ältere Erwerbslose haben grosse Mühe wieder eine Stelle zu finden - auch wenn sie gute Qualifikationen haben. Es droht die Aussteuerung und die Sozialhilfe. Gründe für diese Entwicklung sind: Die Schlechterbehandlung (Diskriminierung) der Älteren; der Leistungsabbau bei den Sozialversicherungen (2. Säule, IV), wodurch frühere "Notausgänge" bei Problemen am Arbeitsplatz plötzlich versperrt sind, und die Tatsache, dass gewisse Arbeitgeber heute eher bereit sind, ältere Mitarbeiter zu entlassen als früher. Um diese Probleme anzugehen, hat der Bund nun zum zweiten Mal die nationale Konferenz zu den älteren Arbeitnehmenden einberufen. Die Konferenz hat erkannt, dass die Erwerbslosigkeit zunimmt. Sie hat grundsätzlich auch bekräftigt, dass es Massnahmen dagegen braucht. Doch die Vorschläge gehen klar zu wenig weit. (…). Daniel Lampart.
SGB, 21.4.2016.
Personen > Lampart Daniel. Arbeitslosigkeit. Tagung. SGB, 2016-04-21.
Ganzer Text
01.04.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Aussteuerungen
Volltext
Steigende Erwerbslosigkeit bei älteren Arbeitnehmenden - mehr Schutz. Die älteren Arbeitnehmenden machen sich vermehrt Sorgen um ihre Arbeitsplätze. Dass diese Sorgen berechtigt sind, zeigen die neueren Statistiken zur Erwerbslosigkeit. Die Erwerbslosenquote der Altersgruppe 55+ ist im zweiten Halbjahr 2015 markant gestiegen (s. Grafik unten). Dieser Anstieg ist sozialpolitisch besonders besorgniserregend. Wer in diesem Alter erwerbslos wird, hat besonders grosse Mühe, wieder eine Stelle zu finden. Es droht die Aussteuerung. Die Betroffenen müssen zur Sozialhilfe, auch wenn sie ihr Leben lang gearbeitet haben. Und auch wenn sie unzählige Bewerbungen geschrieben haben. Die Sozialhilfequote der 55-64-jährigen ist in den letzten Jahren markant von 1,9 auf 2,7 Prozent gestiegen. Das ist ein hoher Wert, denn viele Betroffene sind darin gar nicht enthalten, weil sie frühpensioniert wurden und von einer teilweise knappen Rente leben. Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter berichten immer wieder, dass in zahlreichen Betrieben die Hemmung gefallen sei, den älteren Mitarbeitenden zu kündigen. Obwohl alle wissen, wie schwierig es ist, wieder eine Stelle zu finden. Hier sieht auch das Bundesgericht ein Problem. Es hat im letzten Jahr die Kündigung eines langjährigen, älteren Mitarbeiters als missbräuchlich erklärt. Der Arbeitgeber hat bei solchen Mitarbeitenden eine besondere Sorgfaltspflicht. (…). Daniel Lampart.
SGB, 1.4.2016.
Personen > Lampart Daniel. Arbeitslosigkeit. Aussteuerung. SGB, 2016-04-01.
Ganzer Text
18.03.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Michael Schweitzer
Arbeitslosentaggeld
Ratgeber
Volltext
Krank geschrieben: Soll ich mich trotzdem arbeitslos melden? Meine Chefin hat mir gekündigt, weil ich lange Zelt arbeitsunfähig war. Ich bin immer noch bis auf weiteres zu 100 Prozent krank geschrieben. Am Ende der Kündigungsfrist wollte ich mich beim Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum (RAV) arbeitslos melden. Zu meinem Erstaunen wurde ich aber nach Hause geschickt mit der Begründung, ich sei nicht vermittlungsfähig und müsse mich nicht anmelden. Unter diesen Umständen bekäme Ich sowieso kein Arbeitslosengeld. Ist das korrekt? Michael Schweizer: Nein. Obwohl Sie derzeit nicht arbeiten können, müssen Sie sich beim RAV melden und der Arbeitslosenkasse Ihre Unterlagen einreichen. Nur so ist sichergestellt, dass diese Ihren Anspruch richtig berechnet. Die Kasse ist verpflichtet, Ihren Anspruch an dem Datum festzulegen, an dem Sie sich anmelden. Und wie viel Taggeld Sie erhalten, hängt unter anderem davon ab, wie viele Monate Sie in den letzten Jahren vor der Anmeldung beim RAV gearbeitet haben. Wenn Sie sich erst anmelden, nachdem Sie nicht mehr krank geschrieben sind, kann es sein, dass Sie Taggelder verlieren. Sollten Sie sich beispielsweise erst acht Monate nach Ende des Arbeitsverhältnisses anmelden, würden Ihnen nur 260 anstatt 400 Taggelder zustehen. Michael Schweizer, Unia Arbeitslosenkasse.
Work, 18.3.2016.
Unia Schweiz > Arbeitslosigkeit. Krankheit. Ratgeber. Unia Schweiz, 2016-03-18.
Ganzer Text
18.03.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Work

Arbeitslosigkeit
Ratgeber
Taggeld
Volltext
Krank während Arbeitslosigkeit: Was passiert mit den Taggeldern? Ich bin seit längerer Zeit arbeitslos und frage mich, was passiert, wenn Ich länger arbeitsunfähig sein sollte wegen einer Krankheit oder eines Unfalls. Hierzu habe Ich Verschiedenes gehört, Insbesondere soll die Arbeitslosenkasse bei Krankheit nur einen Monat lang zahlen. Stimmt das wirklich? Michael Schweizer: Ja, es stimmt, dass die Arbeitslosenkasse nur während eines Monat die Leistungen weiter bezahlt, sollten Sie voll krankgeschrieben sein. Danach bezahlt die Kasse erst wieder, wenn Sie mindestens 20 Prozent arbeiten können. Und die Leistungen entsprechen dem Ausmass, in dem Sie arbeitsfähig sind. Können Sie also maximal 50 Prozent arbeiten, bekommen Sie auch nur die Hälfte der üblichen Taggelder. Sind Sie nach einem Monat weiterhin voll arbeitsunfähig, stehen Sie grundsätzlich ohne Schutz da und müssen sich nach Möglichkeit privat absichern. Die Prämien einer privaten Krankentaggeldversicherung hängen aber von persönlichen Umständen ab, wie zum Beispiel dem Alter. Das kann sehr teuer werden. Viele Versicherte können sich eine private Krankentaggeldversicherung deshalb nicht leisten. In einem solchen Fall bleibt nur der Gang zur Sozialhilfe. Der Versicherungsschutz bei Krankheit und Unfall ist im übrigen unterschiedlich. Sollten Sie während Ihrer Arbeitslosigkeit wegen eines Unfalls arbeitsunfähig sein, sind Sie automatisch bei der Suva versichert und erhalten während der Arbeitsunfähigkeit 80 Prozent des Arbeitslosengeldes. Michael Schweizer.
Work, 18.3.2016.
Unia Schweiz > Arbeitslosigkeit. Taggelder. Work, 2016-03-18.
Ganzer Text
03.03.2016 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Niklaus Ramseyer
Arbeitslosenquote
Volltext
In der Schweiz sind immer mehr Menschen ohne bezahlte Arbeit. Bundesrat Schneider-Ammann schönt Zahlen. Nur 3,8 Prozent Arbeitslosigkeit meldet das Seco. Falsch, sagt das Bundesamt für Statistik: Es sind 4,7 Prozent. Für Unia-Ökonom Beat Baumann ist klar: „Das Seco unterschätzt das Problem der Arbeitslosigkeit massiv.“ Schon nur bei der Statistik der registrierten Arbeitslosen in der Schweiz zeige das Staatssekretariat für Wirtschaft im Departement von Johann Schneider-Amman massiv geschönte Zahlen. Und tatsächlich: Per Januar etwa publizierte das Seco eine Arbeitslosenquote von 3,8 Prozent. Das Statistikamt kam gestützt auf die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) schon Ende 2015 auf 4,7 Prozent. Damals hatte das Seco noch 3,7 Prozent vorgerechnet. Teilzeit wider Willen. Doch sogar die ILO-Zahl sagt nur die halbe Wahrheit. Ökonom Baumann: „Man müsste auch noch jene 6,8 Prozent dazurechnen, die mehr arbeiten möchten, als sie können,“ Etwa die vielen Frauen, die zu Teilzeit gezwungen sind. Insgesamt, so Baumann, sind „11 Prozent der Erwerbstätigen in der Schweiz ganz oder teilweise von Arbeitslosigkeit betroffen“. Inzwischen jagen sich die Meldungen von Massenentlassungen. Die Erwerbslosigkeit steigt, auch wegen des überbewerteten Frankens. In fast allen europäischen Ländern hingegen sinkt die Zahl der Arbeitslosen. Einige deutsche Bundesländer stehen bereits jetzt weit besser da als die Schweiz. Und Unia-Mann Beat Baumann warnt: (…). Niklaus Ramseyer.
Work, 3.3.2016.
Work > Seco. Arbeitslosenstatistik. Work, 2016-03-03.
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11.12.2015 Deutschland
Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosenstatistik
Arbeitslosigkeit
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Warum Deutschland heute eine tiefere Erwerbslosenquote hat als die Schweiz. Erstmals seit ‚Menschengedenken‘ hat Deutschland eine niedrigere Erwerbslosenquote (gemäss ILO) als die Schweiz. Dieser Blog hat bereits darauf hingewiesen. Mittlerweile sind weitere Beobachter auf die Situation aufmerksam geworden und versuchen sich in einer Analyse. In der heutigen NZZ fragt beispielsweise Christoph Eisenring ob Deutschland die bessere Schweiz sei. Die Antwort ist: Nein. Damit hat er in vielerlei Hinsicht Recht: Die Schweiz hat einen höheren Wohlstand pro Kopf, weniger Lohnungleichheit, einen niedrigeren Tieflohnsektor und weniger Teilzeitbeschäftigte, die eigentlich Vollzeit arbeiten wollen. Befremdend ist, dass der Autor eine Art Wettkampf zwischen den beiden Ländern ausruft. Letztlich geht es aber nicht darum, wer besser ist, sondern darum, dass es beiden Ländern gut geht - nicht zuletzt, weil davon alle profitieren. Dennoch ist die Analyse der unterschiedlichen Entwicklungen interessant. Nicht um zu eruieren, wer das Duell um die bessere Wirtschaftsleistung gewinnt, sondern um Erkenntnisse zu gewinnen, auf welche Faktoren die Unterschiede zurückzuführen sind und was für Lehren daraus gezogen werden können. Leider bietet der Artikel diesbezüglich wenig Erhellendes. Die gesunkene Erwerbslosenquote in Deutschland wird mit lediglich zwei Faktoren erklärt: Der Dezentralisierung der Lohnverhandlungen in den 90er Jahren sowie den Hartz-Reformen Anfang der 2000er Jahre. (…). Daniel Lampart.
SGB, 11.12.2015.
Personen > Lampart Daniel. Deutschland. Arbeitslosigkeit. SGB, 11.12.2015.
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20.11.2015 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Work
Sina Bühler
Arbeitslosenunterstützung
Aussteuerungen
Ratgeber
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Kein Job, kein Taggeld und auch kein Einkommen. Aussteuerung: So geht es danach weiter. Eine üble Situation, wenn die Arbeitslosenkasse nicht mehr zahlt. Mit diesen Tipps verhindern Sie Schlimmeres. Die Arbeitslosenversicherung springt ein, wenn Sie Ihre Stelle verlieren. Sofern Sie in den letzten zwei Jahren während mindestens 12 Monaten Beiträge einbezahlt haben, haben Sie Anspruch auf Arbeitslosengeld. Aber nicht für immer: Je nach Alter und familiärer Situation erhalten Sie zwischen 90 und 520 Taggelder. Sind diese aufgebraucht, ohne dass Sie eine neue Stelle gefunden haben, werden Sie „ausgesteuert“. Das heisst, Sie bekommen kein Geld mehr von der Arbeitslosenversicherung. Davon betroffen sind häufig Menschen mit schlechter Ausbildung, Migranten und Alleinerziehende. Falls Ihnen eine solche Situation droht, sollten Sie schnell reagieren. Und zwar am besten einige Zeit, bevor Sie ausgesteuert werden. Das rät Ursula Seiler von der Berner Schuldenberatung. Sie können beispielsweise Stellen annehmen, die Sie früher nicht in Erwägung gezogen hätten: Teilzeitstellen oder solche in einer komplett anderen Branche. Ursula Seiler: „Mit solchen Zwischenverdiensten zahlen Sie wieder Beiträge in die Arbeitslosenversicherung ein. Und das kann eventuell zu einer neuen Rahmenfrist führen.“ Das heisst, dass Ihr Anspruch auf Arbeitslosenversicherung noch einmal von neuem beurteilt wird. Genauere Infos bekommen Sie jederzeit von (…). Sina Bühler.
Work, 20.11.2015.
Personen > Bühler Sina. Arbeitslosenunterstützung. Aussteuerung. Work, 20.11.2015.
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19.11.2015 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Volltext
Wechselkurs
Schweiz hat höhere Erwerbslosenquote als Deutschland. Das hat es seit Menschengedenken noch nie gegeben: Deutschland hat neuerdings eine tiefere Erwerbslosenquote als die Schweiz. Das zeigen die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik BFS. Vor allem ältere Semester dürften sich die Augen reiben. In den 1980er Jahren hatte die Schweiz immer eine Null bei der offiziellen Arbeitslosenquote. Deutschland und Frankreich kämpften hingegen mit Massenarbeitslosigkeit. Dass Deutschland die Schweiz überholt, wäre damals ein wirtschaftspolitischer Skandal gewesen. Diese Erwerbslosenzahlen sind am besten geeignet für einen internationalen Vergleich. Im Gegensatz zur Arbeitslosenstatistik des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco enthalten sie z.B. auch Ausgesteuerte. Die Zahlen beruhen auf einer Haushaltsbefragung und nicht auf den offiziell arbeitslos gemeldeten Personen. Die Umfrage wird überall nach den gleichen Kriterien durchgeführt. Was sind die Ursachen für diese Entwicklung? Erstens die extreme Frankenaufwertung seit Ausbruch der Finanzkrise - von über Fr. 1.60 pro Euro auf unter Fr. 1.10. Die Exportwirtschaft leidet. In der Schweizer Maschinenindustrie gingen über 10 Prozent der Stellen verloren. Die deutsche hingegen hat seit 2007 um 15 Prozent zugelegt. Zweitens die Schrumpfung des Bankensektors. (…). Daniel Lampart.
Work online, 19.11.2015.
Personen > Lampart Daniel. Arbeitslosigkeit. Wechselkurs. SGB, 19.11.2015.
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12.11.2015 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosenquote
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Erstmals seit Menschengedenken höhere Erwerbslosenquote in der Schweiz als in Deutschland. Die heute vom BFS publizierten Erwerbslosenquoten werden wahrscheinlich kaum beachtet. Vor 25 Jahren hätten sie hingegen wohl zu einer mittleren Staatskrise geführt. Denn erstmals seit Menschengedenken ist die Erwerbslosenquote in der Schweiz höher als diejenige Deutschlands. Die heute vom BFS veröffentlichten Septemberzahlen weisen eine Erwerbslosenquote von 4,9 Prozent aus. Gegenüber dem Vorjahr ist sie um 0,1 Prozentpunkte gestiegen. Demgegenüber ist die Erwerbslosenquote in Deutschland innert Jahresfrist von 4.9 auf 4,3 Prozent gesunken. Die Schweiz ist zusammen mit Frankreich und Finnland das einzige Land in Europa mit steigender Arbeitslosigkeit. Für etwas ältere Jahrgänge geschieht damit etwas, was noch bis vor relativ kurzer Zeit als völlig unmöglich betrachtet worden wäre. In den 1980er Jahren war die Schweiz das Land, welches bei der Arbeitslosenquote eine Null vor dem Komma hatte. Deutschland hingegen litt wie Frankreich etc. unter Arbeitslosenquoten im Bereich von bis zu 10 Prozent. Hinter dieser Entwicklung stehen verschiedene Faktoren. (…). Daniel Lampart.
SGB, 12.11.2015.
Personen > Lampart Daniel. Arbeitslosigkeit. SGB, 12.11.2015.
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09.10.2015 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
Vorwärts
Thomas Schwendener
Jugendarbeitslosigkeit
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Jung, proletarisch, arbeitslos. Eine aktuelle Studie konstatiert eine wachsende Arbeitslosigkeit unter jungen Proletarisierten in der Schweiz. Die WissenschaftIerInnen der ETH Zürich warnen vor langfristigen negativen Auswirkungen. Vor ziemlich genau zehn Jahren war das Thema Jugendarbeitslosigkeit in aller Munde. Die SVP forderte, die Schulen sollten wieder mehr auf „Leistungsbereitschaft und Zielstrebigkeit“ trimmen und die Lehrstellensuchenden sich „nicht an Wünschen“ ausrichten. Die SozialdemokratInnen wollten Integrationsprojekte einführen und die Handelszeitung war sich nicht zu schade, Gebühren für Lehrstellen zu fordern; von den potenziellen Lehrlingen versteht sich. Am 5. November 2005 schliesslich gab es in Zürich eine linke Demonstration gegen Jugendarbeitslosigkeit mit einigen hundert TeilnehmerInnen. Laut Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS) ist die Jugendarbeitslosigkeit von 2006 bis August 2015 um etwas über ein Prozent gestiegen. Eine aktuelle Studie der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) kommt gar zum Schluss, dass die Arbeitslosigkeit von 15- bis 24- Jährigen seit den 90er Jahren kontinuierlich steigt. Dennoch scheint sich das Thema nicht mehr allzu grosser Beliebtheit zu erfreuen, längst haben andere Themen die Traktandenliste der etablierten politischen Kräfte abgelöst. Abweichende Zahlen. (…). Thomas Schwendener.
Vorwärts, 9.10.2015.
Vorwärts > Jugendarbeitslosigkeit. Vorwärts, 9.10.2015.
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