Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 594

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10.07.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Vaterschaftsurlaub
Volltext
SEV fordert Elternzeit – und eine bessere Regelung der Teilzeitarbeit. Das sagten Vertreter/innen von SGB und SGB-Gewerkschaften am Dienstag an einer Medienkonferenz. So wird die Unia, im kommenden Lohnherbst neben Mindestlöhnen von 4000 Franken (x13) in Branchen mit hohem Frauenanteil generell faire Löhne für Frauen fordern. Auch mehr Zeit und Respekt werden die Gewerkschaften verlangen. Zum Beispiel beim Verkehrspersonal, wo der SEV laut Vizepräsidentin Barbara Spalinger „18 Wochen Mutterschaftsurlaub und 10 bis 20 Tage Vaterschaftsurlaub, wie wir sie mit der SBB vereinbart haben, in allen Unternehmen des öffentlichen Verkehrs“ fordern wird. Spalinger betonte auch, dass eine Elternzeit „überfällig“ ist: „Die Schweiz ist das letzte Land Europas, das sie nicht kennt, das ist ein Armutszeugnis für Politik und Wirtschaft. Wir werden diese Diskussion aktiv mitgestalten.“ Kämpfen will Spalinger zudem für Verbesserungen für Teilzeitarbeitende: „Frauen, die nur kleine Pensen haben, sind dreifach benachteiligt: 1. Ihre Karriere wird gebremst oder verhindert, was sich auf den Lohn auswirkt. 2. Die finanzielle Absicherung im Alter ist völlig ungenügend. Und 3. liegt die grossmehrheitliche Last von Haushalt und Kinderbetreuung damit ‚natürlicherweise‘ bei der Frau. Studien haben nachgewiesen, dass Mütter, die höhere Pensen arbeiten, glücklicher sind, da sich ihre Partner mehr im Haushalt und bei der Kinderbetreuung engagieren, und da diese Frauen gleichzeitig eine höhere finanzielle Unabhängigkeit haben.“
SEV, 10.7.2019.
SEV > Vaterschaftsurlaub. SEV, 2019-07-10.
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01.07.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Jubiläum
SEV
Volltext
Der SEV, Gewerkschaft des Verkehrspersonals, wird 100 Jahre alt. Historische Weichenstellungen. Erst 100 Jahre? Die Frage ist berechtigt, denn die Eisenbahnangestellten hatten sich längst vor 191'9 zu Verbänden zusammengeschlossen. Der Landesstreik brachte die Einheit. Der VPOD gratuliert der Service-public-Schwester herzlich. „Das ist halt historisch so gewachsen.“ Diese Antwort erhält auch im VPOD häufig, wer Sinn oder Unsinn von Strukturen und Ritualen anspricht. Auch der SEV, Gewerkschaft des Verkehrspersonals, ist eine Traditionsgewerkschaft. Vorläuferorganisationen bestanden schon seit den 1870er Jahren. Erst 1919 fanden sich vier Verbände zusammen. In dieser Vorgeschichte liegt etwa auch die Erklärung dafür, dass auch noch im heutigen SEV die Unterverbände ein starkes Eigenleben besitzen. Vergiftetes Geschenk. Zwischen einem Lokführer und einem Rangierarbeiter, zwischen dem Stationsvorstand und dem Heizer bestanden in der Frühzeit der Eisenbahn gewichtige Rang- und Milieuunterschiede - allein schon darin, wie schmutzig die Hände und Hemden bei der Arbeit wurden. Daher brauchte es mehrere Anläufe und letztlich die kollektive Erfahrung des Landesstreiks, (fast) alle Bähnler in einem Verband zusammenzubringen. Denn (fast) alle hatten in jenen Novembertagen 1918 dazu beigetragen, dass die Schweiz stillstand. Die zentrale Figur für die Einigung und für den Beitritt des SEV zum SGB war Emil Düby, Als SP-Vertreter sass Düby ab 1917 in drei(…).
Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.7.2019.
Personen > Schlatter Christoph. SEV. Jubilaeum. VPOD-Magazin, 2019-07-01.
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26.06.2019 Indien
Syrien
Landwirtschaft
SEV Schweiz

Chemie
Nahrungsmittel
Volltext
„Zurück zur Natur“. Interview mit der indischen Wissenschaftlerin und Aktivistin Vandana Shiva anlässlich einer Konferenz der „Libreria delle donne“ in der Fabbrica del Vapore (Dampffabrik) in Mailand. Shiva weiss was man tun kann, um wieder gute Lebensmittel zu produzieren indemzugleich die Armut überwunden und das Gespenst des Klimawandels auf Distanz gehalten wird. Das globale Produktionssystem ist in den Händen von multinationalen Unternehmen. Ist es möglich, gute Lebensmittel zu produzieren ohne Einsatz von Chemie? Es existieren zwei ganz verschiedene Landwirtschaftssysteme: ein echtes, bei dem man sich um die Erde kümmert und sie bewahrt, wie es die kleinen Produzenten tun. Und dann gibt es das industrielle, das sich überhaupt nicht um die Erde kümmert, ihr im Gegenteil Gewalt antut. Beschleunigtes Artensterben, übermässiger Ressourcenverbrauch und der Klimawandel sind die Folgen davon. Das alles hängt mit dieser Produktionsweise zusammen: Wir müssen davon wegkommen, hin zu einer Produktion, die frei ist von fossiler Energie und giftiger biochemischer Produkte. Einer Produktionsweise, die nicht auf globalem Handel basiert, der nährstoffarme, künstliche Lebensmittel voller krankmachender Chemie hervorbringt. Wir benötigen ein System, das auf dem echten Nahrungsmittel basiert, von dem wir genau wissen, wie es produziert wurde. Und das uns wirklich ernährt. Ist biologische Landwirtschaft die Lösung? Die Zukunft besteht darin, gemäss den Gesetzen von Mutter Erde zu produzieren. Das bedeutet im (…).
SEV, 26.6.2019.
SEV > Landwirtschaft. Nahrungsmittel. SEV, 2019-06-26.
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25.06.2019 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
SBB-Cargo
Stellenabbau
Volltext
SBB-Cargo – Phase 2 der Reorganisation. Konsultation erst Ende August. Bekanntlich hat SBB Cargo im Frühjahr 2018 angesichts ihrer roten Zahlen im 2017 eine tiefgreifende Reorganisation mit Abbau eines Drittels aller Stellen lanciert. Bis 2020 will Cargo 300 Arbeitsplätze abbauen und im Wagenladungsverkehr (WLV) 35 Bedienpunkte im Berner Oberland und Jurabogen überprüfen, sowie in einer zweiten Phase bis 2023 weitere 400 Arbeitsplätze und die Hälfte der total ca. 340 Bedienpunkte. Zur Phase 1 wurden die Sozialpartner konsultiert, wie es der von SBB und Sozialpartnern vereinbarte Leitfaden zu den Reorganisationen vorsieht. Der SEV lehnte den erneuten Abbau im WLV ab, weil ein solcher die positiven Auswirkungen des neuen Gütertransportgesetzes und der Reorganisation „WLV 17“ (nach ihrem missglückten Start) nicht berücksichtigt, Entwicklungschancen des Unternehmens beeinträchtigt und die Option einer neuen Strategie durch einen neu zusammengesetzten Verwaltungsrat hintergeht. Dennoch begann SBB Cargo den Abbau umzusetzen. Trotz positivem Betriebsergebnis im Jahr 2018 löste SBB Cargo im Februar 2019 Phase 2 aus, ohne die Sozialpartner zu konsultieren, und verstiess damit klar gegen den Leitfaden. Zudem kündigte Cargo an, die 140 betroffenen Bedienpunkte schon 2019 zu überprüfen und mit den Kunden vereinbarte Massnahmen schon per Fahrplanwechsel 2019/2020 umzusetzen. Der SEV protestierte scharf und verlangte eine Aussprache mit Cargo-CEO Nicolas Perrin. Diese fand am 20. Mai statt. (…). Markus Fischer. SEV, 25.6.2019.
Personen > Fischer Markus. SBB-Cargo. Stellenabbau. SEV, 2019-06-25.
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25.06.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Nick Raduner
Jubiläum
Pensionierte
Volltext
„Ihr seid das Gewissen und die Geschichte der Gewerkschaft“. Der PV hat seine 100 Jahre am 13. Juni an Bord der „MS Oberland“ gefeiert. Die über 270 Eingeladenen erlebten eine Gourmetfahrt auf dem Thunersee, umrahmt von Ansprachen und Musik. Am Hafen von Thun ist es 15 Uhr. Per Handschlag verabschiedet Zentralpräsident Roland Schwager nach den Feierlichkeiten jeden Gast, der von Bord geht. Allein diese Geste symbolisiert den Geist, der bei den Pensionierten vorherrscht. Er schliesst sich damit den Bemerkungen an, die SEV-Präsident Giorgio Tuti zuvor an Bord der „MS Oberland“ gemacht hat: „SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man diese Freundschaft und Kollegialität im SEV spüre. Wir sind eine grosse Familie und das soll so weitergehen. Wir haben das Privileg, dass wir auf die Unterstützung der Pensionierten zählen können. Euer Engagement ist immens. Die Pensionierten haben das Potenzial, Veranstaltungen zu organisieren, die begrüssenswert sind. Das macht stolz! Die Pensionierten sind ein Leben lang SEV-Mitglied“. Glückwünsche haben auch Andreas Menet (Zentralpräsident ZPV) und Gilbert d’Allessandro (Zentralpräsident VPT) im Namen aller Unterverbände überbracht: „Es ist wertvoll, mit Pensionierten zusammen zu arbeiten, die ihre Interessen entschlossen vertreten“, betonte Menet. D’Allessandro seinerseits hat das Lächeln beim heutigen Wiedersehen hervorgehoben. Für diesen Anlass hatte der grösste Unterverband des SEV mit seinen 13‘000 Mitgliedern keinen Aufwand gescheut. (…). Vivian Bologna, Übersetzung Nick Raduner
SEV, 25.6.2019.
SEV > Pensionierte. Jubilaeum. Ausflug. SEV, 2019-06-25.
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12.06.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Chantal Fischer
Kongress
SEV
Volltext
80. SEV-Kongress: Nach der Feier, die Arbeit. Nach der würdigen Jubiläumsfeier am Vorabend, geht es am 4. Juni arbeitsam weiter: Kongresspräsident Danilo Tonina eröffnet den 80. SEV-Kongress, der mit zahlreichen Anträgen und Positionspapieren für einen vollbepackten Tag sorgt. Danilo Tonina findet zur Eröffnung des Kongresses klare Worte: „Die Digitalisierung darf nicht enthumanisieren. Wir müssen auch in Zukunft unsere Löhne schützen, für soziale Arbeitsbedingungen und Gerechtigkeit und für die Gleichbehandlung von Männern und Frauen kämpfen.“ Nach organisatorischen Belangen und dem Gedenken an die Verstorbenen bringt SEV-Präsident Giorgio Tuti mit einer flammenden Rede die aktuellen und künftigen Herausforderungen auf den Punkt, respektive auf seine üblichen drei Punkte: Grosswetterlage: Das institutionelle Rahmenabkommen mit der EU beschäftigt die Schweiz nun seit beinahe einem Jahr. Die Gewerkschaften kämpfen insbesondere gegen den Plan, den bewährten Lohnschutz in der Schweiz aufzuweichen und im Zusammenhang mit staatlichen Beihilfen den Europäischen Gerichtshof bei Klagen im Rahmen von Wettbewerbssituationen entscheiden zu lassen. Sollte dieses Abkommen so verabschiedet werden, ergreift der SEV in Zusammenarbeit mit dem SGB das Referendum! Ein weiteres zentrales Thema, das den SEV in diesem Jahr speziell beschäftigt, sind die Löhne. Einerseits konkret die Lohngleichheit zwischen Männern und (…). Chantal Fischer.
SEV, 12.6.2019.
Personen > Fischer Chantal. SEV-Kongress 2019. SEV, 2019-06-12.
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12.06.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Berufsbildung
Lokomotivführer
Volltext
Lokführermangel. Es fehlt an Nachwuchs. Die SBB muss bis 2024 rund 1000 Lokführer ersetzen. Denn bis dahin verabschieden sich zahlreiche Mitarbeiter aus den «einstellungsreichen» Jahren in Pension. Dies war letzte Woche ein grosses Thema in den Medien, nachdem der „Blick“ vorletzte Woche mehrfach über den Ausfall von je 25 Zügen morgens und abends in der Region Zürich wegen Lokführermangels berichtet hatte. Für den SEV LPV und seinen Zentralpräsidenten Hansruedi Schürch hat die SBB diese Entwicklung verschlafen. „Tiefe Löhne, unregelmässige Arbeitszeiten, kaum planbare Freizeit, schwierige Vereinbarkeit mit der Familie und beschränkte Karrieremöglichkeiten: Was früher der Traumberuf vieler Buben war, ist heute für Einsteiger/innen einfach nicht mehr attraktiv“, sagt Schürch. Beruf hat an Attraktivität verloren. „Viel zu lange hat sich die SBB auf das Traumberuf-Image verlassen und zu wenig Lokführer ausgebildet.“ Doch bei einem Ausbildungslohn von 45‘000 Franken brutto könnten zum Beispiel junge Familienväter kaum mehr angelockt werden. Zumal auch der Lohnaufstieg nicht befriedigend sei. „Dazu kommen Aussagen über führerlose Züge von SBB-Chef Andreas Meyer. Das verunsichert potenzielle Kandidaten weiter.“SBB-Sprecher Schärli betont, dass der Beruf des Lokführers trotz der laufenden Automatisierung Zukunft habe. Denn Fachleute würden auch bei selbstfahrenden Zügen benötigt, vor allem in „ausserordentlichen Betriebslagen“. Zur Zeit beschäftigt die SBB rund 3‘500 Lokführerinnen und Lokführer. Wegen des Ausbaus des Bahnangebotes würden aber mehr benötigt, sagt Schärli. (…). Vivian Bologna.
SEV-Zeitung, 12.6.2019.
Personen > Bologna Fivian. Lokführer. Ausbildung. SEV-Zeitung, 2019-06-01.
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12.06.2019 Genf
CGN Genf
Personen
SEV Schweiz
Yves Sancey
CGN Genf
Volltext
Vorstand
Auf den Spuren von Brigitte Rohr, Direktionssekretärin. Direktionssekretärin bei der CGN und seit April im Sektionsvorstand: Brigitte Rohr wahrt die Distanz zwischen ihrem Beruf und ihrer Tätigkeit als Gewerkschafterin, Politikerin und Feministin. Als ich beim Empfang der Genfersee-Schifffahrt CGN eintreffe, begrüsst mich Brigitte Rohr mit einem breiten Lächeln. Die jugendliche, flotte Frau in den Sechzigern ist voller Energie, und häufig platzt ihr frohes Lachen in unsere Unterhaltung. In der Cafeteria erzählt sie mir ihren Werdegang. Als Einzelkind ist sie oberhalb von Lausanne aufgewachsen. Eine glückliche Kindheit: „Wir sind in den Wäldern geschlittelt und haben den alten Metrotunnel erkundet. Ich war eher eine Draufgängerin!“. Schmuck, Strassen, Schiffe. Als Jugendliche träumt sie davon, Schmuckdesignerin zu werden. „Aber mein Vater wollte, dass ich einen ‹richtigen Beruf› lerne. Ich bedaure nichts, es haben sich andere Möglichkeiten ergeben.“ Sie absolviert die Sekretariatsschule Bénédict und bekommt eine Stelle bei Sarer und Colas, die Bitumen für den Strassenbau herstellen. Mit 22 Jahren heiratet sie und hat eine Tochter, die inzwischen Psychiaterin ist und eine Klinik leitet. Sie wechselt als Sekretärin zu einer Firma für Heizung und Lüftung, wo sie 19 Jahre eine kleine Gruppe führt. Bis sie 1998 wegen einer Umstrukturierung die Stelle verliert. Spontan bewirbt sie sich auf neue Stellen, genau in (…).
Yves Sancey/, Übersetzung Peter Moor.
SEV, 12.6.2019.
Personen > Sancey Yves. VPT-CGN-Lac Léman. Vorstand. SEV, 2019-06-12.
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07.06.2019 Solothurn
SEV Schweiz

Jubiläum
Volltext
SEV feiert 100. Geburtstag in Solothurn. Im RBS-Bahndepot Solothurn hat am Freitagabend die RBS-Sektion der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ihren 100. Geburtstag gefeiert, im Beisein von SEV-Präsident Giorgio Tuti und Fabian Schmid, Direktor des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS). „Vor 100 Jahren, am 30. November 1919 in Bern, schlossen sich die zum Teil schon seit vielen Jahren bestehenden, aber in einzelne Organisationen aufgeteilten Gewerkschaften der Verkehrsangestellten zum Schweizerischen Eisenbahner-Verband SEV zusammen“, sagte SEV-Präsident Giorgio Tuti in seiner Ansprache. „Dies nach der Not der Arbeiterschaft im 1. Weltkrieg und der schmerzlichen Erfahrung des Landesstreiks vom November 1918 mit drei Toten in Grenchen SO. Die Einheitsgewerkschaft SEV mit ihren Sektionen in den einzelnen Verkehrsbetrieben wurde für deren Direktionen zum starken, unausweichlichen Ansprechpartner. Die Solidarität der Verkehrsangestellten aller Betriebe und Branchen zahlte sich aus, denn sie erreichten über die Jahre in zähen Verhandlungen und wo nötig auch mit Arbeitskämpfen Senkungen der Arbeitszeit, Verbesserungen der Löhne, Fahrvergünstigungen für das Personal (FVP) und weitere Errungenschaften.“ Von der Lohnsystematisierung zum GAV-Zeitalter. Für das Personal der Konzessionierten Transportunternehmen (KTU) wie dem Regionalverkehr Bern–Solothurn RBS war insbesondere die „Lohnsystematisierung“ wichtig, die auf dem Eisenbahngesetz von 1957 basierte: Artikel 58 sah vor, dass die KTU zur Deckung ihrer Defizite Bundeshilfe beantragen konnten, wobei der SEV (…).
SEV, Medienmitteilung, 7.6.2019.
SEV > Jubiläum 100 Jahre. SEV, 2019-06-07.
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27.05.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Verkauf
Volltext
Grosser Ärger beim Verkaufspersonal. Das SBB-Personal erlebt es seit Jahren: Der frühere Bundesbetrieb setzt alles daran, um Billettkäufe online zu fördern. Aber seit einigen Wochen stellt die Bahn in der Werbung ihr Verkaufspersonal schlicht als unnütz dar. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV hat die Sujets nun „richtiggestellt“ und informiert diesen Montag, 27. Mai, die Reisenden und das betroffene Personal in mehreren Bahnhöfen, so in der Deutschschweiz unter anderem in Biel, Bern und Zürich HB. Für den SEV ist klar, dass Verkauf und Kundenberatung eine Zukunft haben. Er hat deshalb seine Gegenkampagne unter das Motto „Qualitativ hochstehender Service public dank dem Personal“ gestellt. Und die Botschafterin des digitalen Verkaufs der SBB, Yvette Michel, erweist endlich den Verkäuferinnen und Verkäufern die Ehre. „Sie benötigen kein Handy, um das richtige Ticket zu lösen, denn kompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kümmern sich am Bahnschalter um Ihr Anliegen.“Die humorvolle Aktion kann aber den Ärger des Verkaufspersonals nicht verbergen: „Die SBB schliesst laufend Schalter mit dem Argument, dass die Online-Verkäufe zunehmen. Das Personal ist jedoch überzeugt, dass die Schalter eine Zukunft haben, denn die Reisenden wünschen sich persönliche Beratung. Mit dieser Art Werbung folgt die SBB ihrer Absicht, die Bahnhöfe noch weiter zu entmenschlichen“, kritisiert Manuel Avallone, Vizepräsident des SEV. Er ergänzt: „Es ist eine Grundsatzfrage des Service public. Auch wenn die digitalen Verkäufe (…).
SEV, 27.5.2019.
SEV > Billett-Verkauf. SBB. SEV, 2019-05-27.
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15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Textilmuseum
Françoise Gehring
Aktionstag
Clean Clothes
Volltext
Tödliche Arbeit. Die dunkle Seite der Mode. Neue Jahreszeit, neue Kleider. Die Frühlings- und Sommerkleider machen sich breit, denn die grossen Modeketten haben schon vor Monaten mit der Werbeschlacht begonnen, um Kundinnen und Kunden zur Erneuerung der Garderobe aufzufordern. Mithilfe der digitalen Medien folgen sich Schlag auf Schlag „einmalige“ Angebote – wenn du nicht sofort kaufst, hast du die Gelegenheit verpasst – „Spezialpreis“ und „Sonderangebot“. Es hebe die Hand, wer noch nie darauf reingefallen ist. Aber es gibt eine Alternative. Denn man kann als Konsumentin und Konsument kritisch und bewusst sein. Hinter der glitzernden Modewelt befindet sich eine düstere Welt der Ausbeutung und der Missachtung von Menschenrechten, mit den weltweiten Modeketten als Komplizen. Die Tragödie von Rana Plaza in Bangladesh ist noch in Erinnerung: Am 23. April 2013 stürzte ein Gebäude ein und begrub unterbezahlte Textilarbeiterinnen und -arbeiter unter sich. 1138 Personen kamen ums Leben. Vor einem Monat ging die Meldung durch die Medien, dass sich die Regierung von Bangladesh mit allen Mitteln gegen die Umsetzung der Vereinbarung zur Sicherheit der Arbeitskräfte wehrt, die die Arbeiterinnen und Arbeiter vor Bränden und Einstürzen schützen soll. Die Regierung behauptet, dass sie die Kapazität hat um die 1688 Fabriken zu kontrollieren. Eine Recherche zeigt etwas anderes: Clean Clothes Campaign, (…).
Françoise Gehring.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Gehring Francoise. Clean Clothes. Aktionstag. SEV, 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Peter Moor
Porträt
SEV
Visiteur
Volltext
Auf den Spuren von Sandro Kälin, technischer Kontrolleur Cargo. Neben der Schichtarbeit im Bahnhof Lupfig nimmt sich Sandro Kälin viel Zeit für den SEV: Er ist Vizezentralpräsident des Unterverbands TS und auch der Sektion Zürich. Daneben verbringt Sandro Kälin am liebsten Zeit mit seiner Familie und spielt nebenbei noch begeistert Fussball. Seit 35 Jahren arbeitet Sandro Kälin bei der SBB und 34 Jahre ist er Mitglied des SEV, aber noch viel länger, nämlich seit 48 Jahren, ist er lizenzierter Spieler des FC Brugg. „Das ist einsamer Rekord: der nächste hat die Lizenz ‚nur‘ seit 22 Jahren“, schmunzelt er. Familie, Beruf und Sport sind seine Lebensschwerpunkte. Sein Berufsleben begann Sandro Kälin mit einer Lehre als Maschinenschlosser bei der damaligen BBC. Dann zog es ihn zur Bahn. Zuerst schnupperte er in der Hauptwerkstätte Zürich, was ihn aber nicht ansprach. „Als mir dann die Ausbildung zum Visiteur angeboten wurde, hatte ich gefunden, wonach ich suchte“, erinnert sich Sandro Kälin. Heute heisst die Funktion Technischer Kontrolleur Cargo, TKC, die Aufgaben sind aber weitgehend die gleichen geblieben: Für die Cargoteams Lupfig, Aarau und Suhr kontrolliert er Güterwagen und Güterzüge, verteilt auf eine grosse Region. Sein Dienstort ist in Lupfig im Aargauer Birrfeld, direkt neben dem Terminal des Kombiverkehrsspezialisten Bertschi, dem Lager des Papierhändlers Antalis und dem Stützpunkt des (…). Peter Moor.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Moor Peter. SEV. Cargo. Visiteur. SEV, 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Kongress
Volltext
SEV-Kongress 2019. Eine Rede und viel Arbeit. Am 4. Juni findet im Kursaal Bern der 80. ordentliche SEV-Kongress mit über 400 Teilnehmenden statt. Geleitet wird er vom Präsidium des SEV-Vorstandes, Danilo Tonina und Peter Käppler. Die SEV-Zeitung sprach mit ihnen über diesen wichtigen Tag, aktuelle Herausforderungen für den SEV und ihre Unterverbände RPV und AS sowie den 100. Geburtstag des SEV. Was sind die Höhepunkte des diesjährigen eintägigen Kongresses? Danilo Tonina: Ein Höhepunkt ist sicher die Rede des SEV-Präsidenten. Sonst konzentrieren wir uns auf das geschäftliche Business, zumal an der 100-Jahr-Feier am Vorabend vor ähnlichem Publikum schon mehrere Reden geplant sind. Peter Käppler: Der eigentliche Höhepunkt sind die Delegierten und ihre Beiträge. Das ist der Sinn des Kongresses als „SEV-Parlament“. Das Spannende ist, dass das nicht planbar ist. D. Tonina: Ja, der Kongress lebt wesentlich von den aktiven Beiträgen der Delegierten zu Kongressanträgen, Positionspapieren usw. Was wird diesmal zu diskutieren geben? D. Tonina: Ich denke wie immer diejenigen Anträge, die der Vorstand zur Ablehnung empfohlen hat. Vielleicht gibt es auch Opposition zu Änderungen der Statuten und Reglemente. Werdet ihr wegen der beschränkten Zeit Diskussionen einschränken müssen? P. Käppler: Nein. Eine Kongressregel ist, dass zu unbestrittenen Sachen das Wort nicht ergriffen werden soll. Auch die Redezeit und die Anzahl Wortmeldungen sind beschränkt. Das sieht auf den ersten (…). Markus Fischer.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Fischer Markus. SEV-Kongress 4.6.2019. SEV. 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
MOB
SEV Schweiz

MOB
Vertragsverhandlungen
Volltext
GAV MOB. Abstimmung suspendiert. Die GAV-Verhandlungsdelegation des SEV hat beschlossen, die Konsultation der Mitglieder des VPT MOB zum neuen GAV zu suspendieren und zuerst Auskünfte zu den Grauzonen im neuen Lohnsystem einzuholen. Die Unklarheiten betreffen die Beträge des Lohnaufstiegs der Lohnklassen A und B. Dazu gingen die Meinungen der Verhandlungsdelegationen von SEV und Unternehmung auseinander, als sie eine Übersicht der GAV-Änderungen erstellten. Um diesen offenen Punkt zu klären, fand am 10. Mai ein Treffen mit der Leitung der Montreux–Berner Oberland-Bahn (MOB) statt. Bisher ist man sich noch nicht einig geworden. Deshalb wird die Konsultation der SEV-Basis verschoben, bis es im Lohnsystem keine Unklarheiten mehr gibt. Ziel ist, den neuen Gesamtarbeitsvertrag der MOB per 1. Juli in Kraft setzen zu können. Sobald keine Grauzonen mehr vorhanden sind, wird die SEV-Delegation allen (aktiven) Mitgliedern des VPT MOB das Abstimmungsmaterial mit einer Anleitung zum Abstimmen zukommen lassen. Mit Foto.
SEV, 15.5.2019.
SEV > MOB. Vertragsverhandlungen. SEV, 2019-05-15.
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15.05.2019 Schweiz
1. Mai Schweiz
SEV Schweiz
SGB

1. Mai Schweiz
Referate
Volltext
1. Mai. Mehr zum Leben! „Mehr zum Leben!“ forderten die SGB-Gewerkschaften am diesjährigen 1.Mai an rund 60 Kundgebungen und Feiern im ganzen Land. Die grösste Kundgebung fand mit 16‘000 Teilnehmenden in Zürich statt. MEHR, so führten die Rednerinnen und Redner aus, das heisst mit Blick auf das Rahmenabkommen Schweiz-EU mehr Lohnschutz statt Abbau der flankierenden Massnahmen. Das heisst mit Blick auf die schlechte Lohnrunde 2018 mehr Lohn, besonders für die Frauen, die trotz Verfassungs- und Gesetzesauftrag nicht nur immer noch deutlich weniger verdienen als Männer, sondern auch immer noch das Gros der Haus-, Betreuungs- und Pflegearbeit leisten und sexueller und sexistischer Gewalt ausgesetzt sind. Sie fordern mehr Lohn, Zeit und Respekt und werden dies am 14. Juni mit dem Frauenstreik deutlich machen. MEHR meint aber auch mehr Rente, also eine stärkere AHV, und mehr Krankenkassenprämienverbilligung, wie es die vom SGB unterstützte Prämien-Entlastungs-Initiative verlangt. Es heisst aber auch mehr Schutz und Sicherheit am Arbeitsplatz, statt Angriffe auf das Arbeitsgesetz, die Ruhe- und Arbeitszeiten. Also mehr Zeit für uns selber. In Olten nannte der neue SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard „drei Gründe sich weiterhin und noch mehr für soziale Gerechtigkeit und eine zivilisierte Welt einzusetzen“: Klima, Soziales und Gleichstellung. „Der Kampf gegen den Klimawandel und der Kampf für soziale Gerechtigkeit können nicht getrennt werden.“ (…).
SEV, 15.5.2019.
SEV > 1. Mai 2019. Referate. SEV, 2019-05-15.
Ganzer Text
15.05.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Umweltschutz
Volltext
Giorgio Tuti antwortet. Was sagt der SEV zum Klima? Könnte sich der SEV zur aktuellen Klimadebatte einbringen? Am Billettschalter in Zürich HB haben wir viel mehr Kunden, die nach Spanien oder Nordeuropa per Zug verreisen möchten. Leider sind die IT-Systeme und Zugverbindungen oft so dürftig, dass Kunden wieder auf das Flugzeug wechseln… Wäre es möglich, diese Fragen an europäische Zusammenkünfte mitzunehmen? Die Bahn ist sicher umweltschonender als der motorisierte Individualverkehr und als das Flugzeug, zumindest über kurze und mittlere Distanz. Dennoch haben alle drei Verkehrsträger ihre Berechtigung. Der SEV organisiert bei allen Dreien Mitglieder und setzt sich seit Jahren für den Bahnausbau ein. Schlechte IT-Systeme und Verbindungen bzw. gar keine Nachtzüge mehr sind natürlich nicht kundenfreundlich und beim Verkauf ein Handicap. Und sie werden nicht besser, wenn man im Namen des freien Marktes die Konkurrenz zwischen den Bahnen mehr fördert als ihre Kooperation. Die Bahnen müssen hier besser zusammenarbeiten, statt sich zu bekämpfen. Natürlich wäre die Bahn konkurrenzfähiger, wenn auf Flugbenzin ebenfalls Klimaabgaben erhoben würden wie auf den übrigen Treibstoffen. Und wenn sich Billig-Airlines und Flughafendienstleister nicht mit Lohn- und Sozialdumping auf Kosten der Mitarbeitenden und der anständigen Arbeitgeber Wettbewerbsvorteile verschaffen würden. Dies bekämpft der SEV vehement und überall. Grundsätzlich wäre es für das Klima (...). Mit Foto. Giorgio Tuti.
SEV, 15.5.2019.
Personen > Tuti Giorgio. Klimaschutz. SEV, 2019-05-1.15
Volltext
15.05.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

SBB
Temporärarbeit
Volltext
Personalverleih auf dem Vormarsch. Temporärarbeit muss schärfer reguliert werden. Das Phänomen Temporärarbeit hat in der Schweiz beunruhigende Ausmasse angenommen: Seit 1995 hat sich der Anteil dieser potenziell prekären Beschäftigungsform am gesamten Arbeitsvolumen auf 2,6 Prozent verfünffacht. Obwohl es 2012 gelungen ist, mit einem Gesamtarbeitsvertrag für die temporär Angestellten wichtige Fortschritte zu erzielen, ist die Zunahme der Temporärarbeit besorgniserregend. Denn Temporärangestellte sind gegenüber Festangestellten nach wie vor deutlich benachteiligt. Sie verdienen oft weniger, sind einem höheren Unfallrisiko ausgesetzt und ihre beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten sind schlechter als bei einer festen Anstellung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass das Gros der Temporärangestellten eigentlich eine Festanstellung sucht. Das zeigt das SGB-Dossier zur Temporärarbeit. „Ob Migrantinnen, Uber-Taxifahrer oder Temporärangestellte: Allen Arbeitnehmenden müssen die gleichen sozialen Rechte gewährt werden und sie müssen für die gleiche Arbeit am gleichen Ort den gleichen Lohn erhalten“, fordert SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard. Aus diesem Grund muss Temporärarbeit eingedämmt werden, weil sie auf Löhne und Arbeitsbedingungen drückt. SEV-Präsident Giorgio Tuti zeigte die Situation im schweizerischen Service public auf: „Die Post beschäftigt aktuell rund 1000 temporäre Mitarbeitende, mit sehr starken Erhöhungen in Spitzenzeiten wie Weihnachten und Ostern. Bei der Swisscom beträgt der Anteil Temporäre durchschnittlich 8,5% und bei der SBB durchschnittlich 3,6%. Mit Foto. (…).
SEV, 15.5.2019.
SEV > Temporaerarbeit. SBB. SEV, 2019-05-15.
Ganzer Text
01.05.2019 Langenthal
1. Mai
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
1. Mai
Referate
Volltext
Den Untersten nimmt man weg und den Obersten wird gegeben: Nicht mit uns! 1. Mai-Rede von Giorgio Tuti. Hauptbotschaften der 1. Mai-Rede von Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB, in Langenthal. Zum Rahmenabkommen Schweiz-EU. Als wir im vergangenen Sommer das Verhandlungsresultat zum Rahmenabkommen CH-EU sahen, kündigten wir sofort anlässlich einer Pressekonferenz an, dass wir jeglichen Abbau beim Lohn- und Arbeitnehmerschutz bekämpfen würden. Und das gilt noch heute. Denn im Rahmen der Verhandlungen zum Rahmenabkommen opferte man unnötig den Lohnschutz, indem man die Voranmeldepflicht kürzte, die Kautionsregeln verschlechterte und die Anzahl der Lohnkontrollen drastisch senkte. Das akzeptieren wir nicht! Bis heute schützen wir in der Schweiz unsere Löhne, ohne jemanden zu diskriminieren, und das soll auch so bleiben. Wir werden nie akzeptieren, dass man dem Lohndumping Tür und Tor öffnet. Wir brauchen geregelte Verhältnisse mit der EU, wir brauchen aber auch geregelte Verhältnisse in der Schweiz. Und dabei ist und bleibt der Lohnschutz ein zentrales Element. Zu den Löhnen. Es ist einfach ungeheuerlich! Seit 1981 ist die Lohngleichheit in der Verfassung verankert und seit 1996 im Gesetz, und doch beträgt die Lohndiskriminierung der Frauen, d.h. der unerklärte Lohnunterschied bei gleichwertiger Arbeit, nach wie vor 8,4 Prozent. Oder anders ausgedrückt bedeutet das, dass bei gleichwertiger Tätigkeit eine Frau alleine …). Mit. Foto. Giorgio Tuti.
SEV, 1.5.2019.
Personen > Tuti Giorgio. Referat. 1. Mai Langenthal. SEV, 2019-05-01.
Ganzer Text
24.04.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Jugend
Volltext
Auf den Spuren von Mélissa Farine und die SEV-Jugend. Der SEV-Nachwuchs ist im Anmarsch: Neue aktive Mitglieder stärken der Jugendkommission den Rücken. Unter ihnen ist die 19-jährige Powerfrau Mélissa Farine. Mittwoch, 27. März: Wir treffen Mélissa Farine, als sie voller Energie und mit einer Fahne der SEV-Jugend in den Händen durch die Strassen von Brüssel marschiert – es ist die Demo der ETF für anständige Arbeits- und Lebensbedingungen und gegen Dumping (siehe SEV-Zeitung 4/19). Einen Tag später finden wir sie in einem kleinen Restaurant wieder, an einem Tisch zusammen mit der restlichen Delegation der SEV-Jugend, die in die belgische Hauptstadt gereist ist. Zwischen Apéro und Hauptgang bietet sich Gelegenheit, die Zugbegleiterin – oder Kundenbegleiterin, wie man heute sagen muss – aus Saint-Imier im Berner Jura besser kennenzulernen: „Jordi D’Alessandro hat mich an die letzte Kommissionssitzung im 2018 eingeladen, nachdem ihm eine Kollegin, die mit mir in der Ausbildung in Freiburg war, von mir erzählt hatte. Die Atmosphäre hat mir sehr gefallen! Anfang Jahr nahm ich dann am Jugendweekend in Österreich teil, zu dem uns die Jugend der österreichischen Gewerkschaft Vida eingeladen hatte. Auch dort beeindruckte mich die familiäre Stimmung. Man wurde aufgenommen, als kenne man sich schon seit Jahren!“ Mélissas Enthusiasmus bleibt nicht lange unbemerkt: Die Jugendverantwortliche Xenja Widmer sieht sie bereits als mögliche Delegierte der SEV-Jugend für die GAV-Konferenz SBB. Doch nach einer kurzen Suche in unserer Datenbank stellt Xenja fest: Mélissa ist (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: Katrin Taglang.
SEV > Jugend. SEV, 2019-04-24.
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24.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Manuel Avallone
Markus Fischer
Gewinnbeteiligung
SBB
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Erneut musste das SBB-Personal die Abfederung einer PK-Rentensenkung teuer erkaufen, wie bereits 2016, was zu Protest führte. Doch die SBB verkauft ihre Garantie als Gewinnbeteiligung. Keine Gewinnbeteiligung für das SBB-Fussvolk? SBB: Wasser predigen und Wein trinken? 568 Mio. Franken Gewinn hat die SBB 2018 erzielt. Ein solches Resultat war nur dank Mitarbeitenden möglich, die den Erfolg mit ihrem Engagement und unter Inkaufnahme zusätzlicher Belastungen durch Sparprogramme und Produktivitätssteigerungen erarbeitet haben. Als Dankeschön sollen sie leer ausgehen. Denn der Personalchef behauptet keck, sie hätten ihren Anteil schon bekommen – was überhaupt nicht stimmt. „Unsere Mitarbeitenden profitieren sehr wohl vom guten Ergebnis – und zwar nachhaltig“, beteuert HR-Leiter Markus Jordi im SBB-Intranet. Das gute Jahresergebnis 2018 habe sich bereits im letzten Quartal 2018 abgezeichnet und die Konzernleitung habe dann „intensiv diskutiert“, wie die vier Anspruchsgruppen Kundschaft, Eigner, Besteller und Mitarbeitende ausgewogen daran beteiligt werden könnten. „Beim Personal war uns wichtig, kein Strohfeuer zu veranstalten und nicht einfach Geld zu verteilen. Das wirkt lediglich kurzfristig und hat mit eigentlicher Wertschätzung nichts zu tun“, erklärt Jordi. Darum habe die Konzernleitung vier Massnahmen zugunsten der Mitarbeitenden „definiert“. „Dieses Verb ist klug gewählt, denn all diese Massnahmen wurden schon vorher aufgegleist, unabhängig vom Jahresergebnis“, entgegnet SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…). Markus Fischer.
SEV, 24.4.2019.
Personen > Fischer Markus. SBB. Gewinnbeteiligung. Interview. SEV, 2019-04-24.
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24.04.2019 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
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Vorstandssitzung
Die Finanzierung der AHV und die Digitalisierung standen im Zentrum der Vorstandssitzung. STAF: Stimmfreigabe. Der SEV-Vorstand entschied sich an seiner Sitzung vom 12. April für die Stimmfreigabe zur STAF-Vorlage, die am 19. Mai vors Volk kommt. Die Vorlage zur Steuerreform und AHV-Finanzierung (STAF) ist ein heikles Thema bei den Gewerkschaften des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB), der seinen Mitgliedern Stimmfreigabe erteilte. Auch der SEV stellte sich die Frage, wie er mit der Vorlage verfahren soll. Der Vorstand entschied knapp, keine Stimmempfehlung abzugeben, um keine internen Spannungen zu provozieren. Erklärung des Inhalts der Vorlage und Argumente pro und kontra auf den Seiten 4 und 8 dieser Zeitung. Der SEV empfiehlt hingegen wie der SGB, die zweite Abstimmungsvorlage vom 19. Mai zum Waffengesetz anzunehmen. Anlässlich der Vorstandssitzung hat die Geschäftsprüfungskommission des SEV ihren Jahresbericht vorgestellt. Ihr Präsident Kurt Wüger lobte den gut funktionierenden Betrieb des SEV. Insbesondere hob er die gute Arbeit des SEV bei den GAV-Verhandlungen mit der SBB hervor. Auch dank der Mobilisierung der Mitglieder konnte eine massive Verschlechterung des Vertrags verhindert werden. Der GPK-Präsident unterstrich auch den Erfolg der letztjährigen Bildungstagung der Frauenkommission zum Thema „Veränderung – Digitalisierung – Flexibilisierung“, an welcher über 132 Frauen teilnahmen. Zwei Studien zur Digitalisierung. (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: chf.
SEV, 24.4.2019.
Personen > Bologna Vivian. Vorstand SEV 12.4.2019. SEV, 2019-04-24.
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24.04.2019 EU
SEV Schweiz

Anstellungsbedingungen
Chauffeure, Chauffeusen
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Gewerkschaften setzen sich durch. Das EU-Parlament will der Ausbeutung von LKW-Fahrerinnen und -Fahrern in der EU Grenzen setzen. So will es bei internationalen Transporten höhere Löhne durchsetzen. „Der Beschluss des EU-Parlaments ist eine gute Nachricht für den Schweizer Lohnschutz, weil er den Lohnschutz in ganz Europa stärkt“, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti. Künftig soll auch für Fahrer/innen die Regel gelten, dass im Land des Auf- und Ablads für die Lohnhöhe der Ort der erbrachten Leistung massgebend ist. Ausgerechnet bei den Fuhrleuten hatte in der EU bislang noch das Herkunftslandprinzip gegolten. Entscheidend für die Lohnhöhe war, in welchem Land jemand angestellt ist. Dies führte vor allem bei Fahrern aus Osteuropa zu extremem Lohndumping. Laden Fuhrleute zum Beispiel in Deutschland auf oder ab, sollen sie bei internationalen Transporten den deutschen Mindestlohn erhalten, in Frankreich den französischen, usw. Fahren sie nur durch ein Land, erhalten sie aber weiterhin den Lohn aus ihrem Herkunftsland. Um die neue Regel durchzusetzen, müssen die EU-Mitgliedstaaten spätestens fünf Jahre nach Inkrafttreten des Mobilitätspaketes die Transportfirmen auf digitale Fahrtenschreiber verpflichten, rund zehn Jahre früher als geplant. Lohndumping an der Tagesordnung. Das EU-Parlament verabschiedete zudem verschärfte Regeln zur Kabotage. Auch bei den Fahrt- und Ruhezeiten setzte sich die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) weitgehend durch. (…). Daniela Karst.
SEV, 24.4.2019.
SEV > EU. Chauffeure. Anstellungsbedingungen. SEV, 2019-04-24.
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16.04.2019 Schweiz
BLS
SEV Schweiz

BLS
Jahresrechnung
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Bei der Reorganisation der BLS-Schifffahrt darf es keine Entlassungen geben! Ein Stellenabbau soll nicht im Vordergrund stehen und muss zwingend über die ordentliche Fluktuation erfolgen. BLS-Jahresergebnis 2018: Wo bleibt das Personal? Die BLS hat heute ihr Jahresergebnis 2018 kommuniziert und in allen vier Geschäftsfeldern einen Gewinn ausgewiesen. Die Mitarbeitenden haben zu diesem positiven Resultat wesentlich beigetragen. Die BLS dankt es ihnen aber – leider nicht zum ersten Mal – mit keinem Wort. Hingegen will die BLS nun auch in der Sparte Schiff noch mehr Personal abbauen. Sowohl im Passagier- als auch im Güterverkehr konnte die BLS 2018 stark zulegen. Sie erwirtschaftete in ihren vier Geschäftsfeldern Güterverkehr, Infrastruktur, Personenmobilität und Immobilien ein positives Ergebnis. Dieses wird allerdings getrübt durch die Kompensation aufgelaufener Zinsdifferenzen und Wertberichtigungen im Bereich Schifffahrt. Die BLS schreibt deshalb 2018 ein negatives Konzernergebnis von -12,6 Mio. Franken. Personal wertschätzen. Nicht zuletzt dank ihren Mitarbeitenden ist die BLS so erfolgreich. Die BLS findet es allerdings nicht nötig, ihrem Personal für den geleisteten Einsatz im vergangenen Jahr zu danken. Im Gegenteil: Es soll durch Sparmassnahmen weiter abgebaut werden. So kommunizierte die BLS mit dem Geschäftsergebnis auch gleich ein zusätzliches Paket im Rahmen von «Best Way» bei der Schifffahrt. Die Flotte und damit auch der Personalbestand sollen verkleinert (…).
SEV, Medienmitteilung, 16.4.2019.
SEV > BLS. Jahresrechnung 2018. SEV, 2019-04-16.
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01.04.2019 Brüssel
Demonstration
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Arbeitsbedingungen
Demonstration
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Volle Strassen in Brüssel für „fair transport“. Am 27. März haben tausende Arbeiterinnen und Arbeiter für anständige Arbeits- und Lebensbedingungen sowie gegen Dumping demonstriert – darunter auch der SEV. „Was haben uns Wettbewerb und Liberalisierung in der Transportbranche gebracht?“ Diese Frage stellte Giorgio Tuti, Präsident des SEV und der europäischen Eisenbahner/innen, den mehreren tausend Demonstrierenden im Herzen Brüssels. „Nichts als schlechtere Arbeitsbedingungen. Heute herrschen vielerorts unhaltbare Bedingungen: Regelungen zu Arbeitszeit und Pausen werden missachtet, die Löhne sind tief.“ Mit der Kampagne „Fair Transport Europe“ kämpft die Europäische Transportarbeiterföderation (ETF) gegen Sozialdumping in der europäischen Transportbranche. Diese Demonstration zielte unter anderem auf die anstehenden EU-Wahlen im Mai ab. „Wir müssen der Liberalisierung einen Riegel schieben, und zwar indem wir Parteien und Politiker wählen, die sich für korrekte Arbeits- und Lebensbedingungen einsetzen und sich ein soziales Europa ohne Dumping wünschen“, beharrte Giorgio Tuti. Die ETF fordert während der nächsten Amtsperiode der Europäischen Gremien (2019-2024) die Schaffung von 250‘000 neuen, fairen Stellen. Arbeitsplätze, die aufgrund der Digitalisierung und Automatisierung verschwinden würden, sind mithilfe von Umschulungen zu retten. Ausserdem braucht es höhere Löhne: Im Jahr 2015 lebten 10% der Arbeiter/innen in den 28 EU-Mitgliedsstaaten am Rande (…).
Vivian Bologna, Übersetzung: Katrin Taglang.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Bologna Vivian. Demo. Arbeitsbedingungen. Bruessel. SEV, 2019-04-01.
01.04.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Infrastruktur
SBB
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„Das pure Chaos! So kann man einfach nicht arbeiten“, sagen die Mitarbeitenden dem SEV. SBB Infrastruktur: Totaler Fehlstart bei NORS. SBB Infrastruktur Instandhaltung I-IH hat per 1.1.2019 mit NORS (Neuorganisation Organisationsmodell Region Süd) eine tiefgreifende Reorganisation in Betrieb genommen. Wie zu befürchten war, kam es zu einem totalen Fehlstart. Die erste Umfrage unter dem Personal mit einem sagenhaften Rücklauf von 80% ergab folgendes Bild: Die Arbeitsabläufe und Zusammenarbeit mit anderen Teams funktionieren noch nicht gut genug und noch nicht reibungslos. Die NORS-Veränderungen sind noch nicht für alle nachvollziehbar. Die Einsatzplanung ist nicht verlässlich, es bestehen Herausforderungen in der Arbeitsplanung und der Disposition. Das VP-Tool ist noch nicht genügend benutzerfreundlich und der Überblick ist noch zu verbessern. VPGO ist noch zu wenig benutzerfreundlich. Fahrzeuge sind nicht gut auf die Teams zugeteilt. Ständig ändernde Teams führen zu einer gewissen Unzufriedenheit. Der Austausch in beiden Landessprachen ist teilweise eine Herausforderung. Die aufgeführte Wortwahl stammt von der Projektleitung NORS. Dem SEV sagen die Mitarbeitenden: „So kann man einfach nicht arbeiten, das pure Chaos!“ So ist auch das Problem der Zweisprachigkeit ein typisch selbstverursachtes Eigengoal, dass man nicht einfach wegdiskutieren kann. Praktisch alle Punkte hat der SEV im Leitfadenverfahren vor dem Start und seit Beginn 2019 schon angesprochen und moniert. Wieder einmal hat es ein SBB-Bereich fertig gebracht, sein Personal zu demotivieren und gleichzeitig seine Produktivität in den Boden zu fahren. Nächste Regionen nicht vor (…).
Urs Huber, Gewerkschaftssekretär SEV.
SEV, 1.4.2019.
Personen > Huber Urs. SBB. Infrastruktur. SEV, 2019-04-01.
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