Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 515

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18.01.2019 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Philipp Hadorn
Gütertransport
SBB-Cargo
Volltext
SBB Cargo muss Kahlschlag sistieren. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV begrüsst den Entscheid der SBB, ihrer Cargo-Tochter eine eigenständige Führung zu geben. „Damit werden die konzerninternen Interessenkonflikte endlich minimiert und der politische Wille umgesetzt“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn. „Allerdings gesteht die SBB damit auch ein, dass SBB Cargo unter der gegenwärtigen Konzernführung nicht in der Lage war, den Güterverkehr erfolgreich zu entwickeln.“ Neben der neuen Führungsstruktur hat die SBB heute auch kommuniziert, dass sich SBB Cargo in den letzten Monaten finanziell positiv entwickelt hat. „Die Ergebnissituation liegt wieder in akzeptablen Bandbreiten“, stellt Philipp Hadorn fest. „Damit wird deutlich, dass der Kahlschlag, den Andreas Meyer als Verwaltungsratspräsident von SBB Cargo im Februar 2018 ankündigt hat, unverhältnismässig war.“ Dieser sah vor, bis zum Jahr 2023 von 2200 Cargo-Vollzeitstellen (Stand März 2018) 800 Stellen abzubauen sowie von 344 Bedienpunkten 170 zu „überprüfen“ bzw. zu schliessen. „Andreas Meyer reagierte mit diesem Kurzschluss auf ein Krisenjahr mit Special effects und löste damit bei SBB Cargo eine unnötige Hysterie aus. Offensichtlich hat sich die finanzielle Lage im 2018 schon wieder beruhigt, bevor die angekündigten Massnahmen eine wesentliche Wirkung entfalten konnten.“ Der SEV warnte bereits im März 2018, dass die einschneidenden Reorganisationsmassnahmen kaum abschätzbare Folgen für die zukünftige Entwicklung und Positionierung von SBB Cargo haben würden. Und er verlangte die sofortige Sistierung der (…).
SEV, Medienmitteilung, 18.1.2019.
SEV > SBB-Cargo. Gütertransport. SEV, 2019-01-18.
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20.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Arbeitsbedingungen
Referate
SBB
Volltext
Kommentar von Urs Huber. Lasst uns doch einfach mal arbeiten! Sie toben sich wieder aus, die obersten SBB-Kader. Sie können es nicht lassen, wie auch. Denn offensichtlich sehen sie die Kernaufgabe ihres Jobs nicht darin, den Kunden eine möglichst störungsfreie, effiziente Dienstleistung zu bieten und dazu vielleicht auch etwas ans Personal zu denken. Nein, man gewinnt den Eindruck, sie sind nur am Reorganisieren interessiert, am Verschieben, Zerschneiden, dann wieder Zusammenführen. Im Kleinen, fast im Monatsrhythmus, und jetzt kommen noch die grossen Kisten. WEP Weiterentwicklung Personenverkehr und Infrastruktur 2.0 etc. Und immer haben sie eine gute Begründung parat. Dumm nur, dass das Ganze selten mehr als drei Jahre hält, dann kommt die nächste Reorg, natürlich auch die mit einer guten Begründung. Ausbaden darf diese Reorganisationsmanie das Personal, und oft auch die Kundschaft. Und genau diese Kombination tut den Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen am meisten weh. Selber zahlen sie den Preis für die Dauer-Reorgs, aber es wird ja nicht mal besser, für die Kunden, für den Betrieb. Die aktuelle Störungsanfälligkeit des Systems scheint auch nicht besonders zu stören. Die obersten Chefs reden nur noch von 4.0, von der Bahn der Zukunft etc. Sie vergessen nur zu gerne: Um in die Zukunft zu gelangen, muss man erst mal die Gegenwart überstehen! (…).
Urs Huber.
SEV, 20.12.2018.
SEV > SBB. Arbeitsbedingungen. SEV, 2018-12-20.
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18.12.2018 Lugano
NLM Lugano
SEV Schweiz

GAV
NLM Lugano
Volltext
Lago Maggiore: Auf Kurs mit einem GAV. Der GAV wurde nach unzähligen Verhandlungsrunden mit der Direktion der SNL (Società navigazione del lago di Lugano), einem eintägigen Warnstreik und fünf Sitzungen vor dem kantonalen Einigungsamt unter dem Vorsitz von Staatsrat Christian Vitta paraphiert. Nach einstimmiger Annahme durch das Personal und den SNL-Verwaltungsrat kann der Vertrag nun am1. Januar 2019 in Kraft treten. Er gilt für drei Jahre und kann verlängert werden. Sagen wir es gleich: Wir haben nicht alles erreicht, was wir wollten, aber mehr war objektiv betrachtet nicht zu erreichen. Das wissen die Mitarbeitenden der Ex-NLM (Navigazione Lago Maggiore) selber am besten. Als sie den GAV einstimmig annahmen, waren sie sich bewusst, dass der Vertrag durch ein Einigungsverfahren und nicht durch normale sozialpartnerschaftliche Verhandlungen erzielt wurde. Und ein Nein hätte für das Personal allzu nachteilige Folgen, nämlich die Anwendung des auf dem Luganersee geltenden Firmenreglements sowie einen Ausschluss der Gewerkschaften aus dem sozialpartnerschaftlichen Dialog. Geschlossenheit der Schiffsleute. Zu diesem vielmonatigen Arbeitskampf gilt es rückblickend ein paar Dinge festzuhalten. Erstens war es nur dank der Geschlossenheit der ehemaligen NLM-Angestellten möglich zu erreichen, dass dieses Jahr für all jene, die bleiben wollten, weiterhin ein Arbeitsplatz garantiert war, und zwar zum bisherigen Lohn für das ganze Jahr 2018. Zweitens hat die ungebrochene Solidarität (…). Angelo Stroppini.
SEV, 18.12.2018.
SEV > NLM Lugano. GAV. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Lugano
NLM Lugano
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
NLM Lugano
Personalkommission
Volltext
Auf den Spuren von... Mimmo Ferrazzo, Kapitän. Sein Taufname ist Domenico, aber alle nennen ihn Mimmo, Kapitän auf dem Lago Maggiore. Der künftige Präsident der Personalkommission war eines der Gesichter des historischen Streiks auf dem Lago Maggiore im Sommer 2017 und Mitglied der Verhandlungsdelegation, die den neuen GAV SNL verhandelt hat, der am 1. Januar in Kraft tritt. Grüne Augen, buschiger Bart, kräftiger Händedruck: Im Herzen hat er etwas von Corto Maltese (legendäre Romanfigur aus dem 19. Jahrhundert, geschaffen von Hugo Pratt), der seinen Hang zum Abenteuer nährt. Denn hinter dem ruhigen, gelassenen Mann versteckt sich einer, der offen ist für neue Horizonte, offen für die Welt und die Menschen. Mimmo Ferrazzo ist grosszügig und oft selbstironisch. Er lebt am Ufer des Lago Maggiore, seit er als Vierjähriger von Kalabrien hergezogen ist. Er ist mit dem See aufgewachsen, und nach einem Umweg als Plattenleger folgte er seiner Berufung. Er landete bei der NLM als Hilfsmatrose, wurde Matrose-Billetteur und schrittweise Schiffsführer. Er bestand die Prüfungen und arbeitete ab 2000 fest als Kapitän auf den Schiffen des Lago Maggiore. Mimmo war eine zentrale Figur beim Streik von 2017. Und das war wirklich ein Abenteuer, im Guten wie im Schlechten. «Die Ankündigung der Massenentlassung der damaligen NLM kam wie eine kalte Dusche. Die Gewerkschaften haben sofort mobilisiert und das Personal vom ersten Streiktag an unterstützt.» Es waren berauschende und gleichzeitig (…).
SDEV, 18.12.2018.
SEV > NLM Lugano Personalkommission. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Manuel Avallone
Vivian Bologna
Volltext
Vorstandssitzung
Manuel Avallone gibt Vizepräsidium ab. Manuel Avallone wird anlässlich des Kongresses vom 4. Juni das SEV-Vizepräsidium abgeben. Dies hat er am 7. Dezember einem überraschten Vorstand mitgeteilt. Den SEV verlässt er hingegen nicht. „Ich arbeite nach wie vor gerne beim SEV, aber nach zehn Jahren als Vizepräsident ist die Zeit gekommen, um mein Mandat abzugeben. Ich habe in diesem intensiven Zeitraum drei GAV SBB/SBB Cargo verhandelt. Ich glaube, es ist der richtige Moment, um zu gehen“, erklärt Manuel Avallone am 7. Dezember vor den Mitgliedern des SEV-Vorstands. Seit zehn Jahren besteht die Gewerkschaftsspitze aus Präsident Giorgio Tuti, Vizepräsidentin Barbara Spalinger und Vizepräsident Manuel Avallone. „Die Zusammenarbeit und die Kollegialität während dieser zehn Jahre war hervorragend“, fügt Giorgio Tuti an. Seit Februar 2012 gehört der Geschäftsleitung SEV Aroldo Cambi als Leiter Finanzen an. Der Rücktritt von Manuel Avallone fügt sich ein in die Logik der Veränderungen und Neuerungen beim SEV. Wer soll auf ihn folgen? Der Vorstand hat eine Arbeitsgruppe gegründet, welche die interne Ausschreibung des Postens – beim SEV-Personal und im Milizbereich – vorbereitet. Die Ausschreibung erfolgt Anfang 2019. Der Vorstand hat sich auf einige Kernpunkte im Profil der Kandidatin oder des Kandidaten geeinigt. So sind Kandidaturen aus der Romandie besonders willkommen, nachdem diese zehn Jahre lang nicht mehr in der GL vertreten war. Die gesuchte Person sollte (…). Vivian Bologna/chf.
SEV, 18.12.2018.
SEV > Vorstands-Sitzung 7.12.2018. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Personenverkehr
SBB
Volltext
SBB-Projekt „WEP“: Hohes Tempo schadet der Qualität. Mit der neusten Phase im Projekt „Weiterentwicklung Personenverkehr“ (WEP) will die SBB diverse Geschäftsbereiche zusammenlegen oder auftrennen. Für mindestens 400 Mitarbeitende soll der Arbeitsort ändern. Obwohl manche Versetzungen aus SEV-Sicht nicht wirklich oder nicht sofort nötig sind, werden sie mit Hochdruck und etlichen Pannen vorangetrieben, was die Betroffenen verärgert und verunsichert. Einige haben schon gekündigt. Um die Abwanderung von Knowhow abzuwenden und die vielen offenen Fragen zu klären, fordert der SEV einen Marschhalt, bis die neuen Strukturen klar sind. Mehr Zeit ermöglicht bessere Lösungen für die von Arbeitsortwechseln Betroffenen. Der SEV und seine Partner der gewerkschaftlichen Verhandlungsgemeinschaft (VG) wurden von der SBB am 9. Oktober über die Phase 2 im Projekt WEP der Aufbauorganisation P-O informiert. Diese „Riesen-Kiste“ betrifft Hunderte von Mitarbeitenden in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Rollmaterial, Lok-, Zug-, Rangier- und Reinigungspersonal inklusive Personaleinteilung und Steuerung/Lenkung sowie Ereignismanagement. Sie alle sollen im Bereich „Bahnproduktion“ zusammengelegt werden, um Schnittstellen zu eliminieren und Synergien zu erreichen. Zum Beispiel sollen die Bereiche Fahrzeugindustrie, Materiallogistik und Instandhaltung Zugbereitstellung (ZBS) im „Unterhalt Rollmaterial“ zusammengeführt werden. Das erachtet die VG in  (…). Markus Fischer.
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Chur
Personen
Rhätische Bahn
SEV Schweiz
Peter Peyer
Firmenvertrag
Rhätische Bahn
Volltext
Firmenarbeitsvertrag RhB erneuert: die Eckpunkte stehen. Nicht ganz so lange wie bei der SBB, aber ebenfalls intensiv und kontrovers sind die Diskussionen zur Erneuerung des Firmenarbeitsvertrages (FAV) zwischen SEV, Transfair und der RhB gelaufen. Doch nun haben sich die Vertragspartner geeinigt und das Werk kann am 1. April 2019 in Kraft treten. Es bringt insbesondere eine Reduktion der Jahresarbeitszeit, einen beschleunigten Lohnanstieg für jüngere Mitarbeitende und die Möglichkeit, sich mehr Freizeit zu gönnen. Eine Gesamtversammlung des SEV zu Beginn der Verhandlungen, drei FAV-Konferenzen, drei Verhandlungsrunden, zahlreiche Arbeitsgruppensitzungen und ebenso zahlreiche Sektions- und Gruppenversammlungen hat es gebraucht, damit der erneuerte FAV RhB zustande gekommen ist. Insgesamt hat sich der SEV fast ein Jahr lang darum bemüht, ein Verhandlungsresultat zu erreichen, das die Anstellungsverhältnisse seiner Mitglieder bei der RhB weiter verbessert und gleichzeitig bei allen Vertragsparteien mehrheitsfähig ist. Das mittlerweile von den Sektionsversammlungen und vom Verwaltungsrat der RhB abgesegnete Paket sieht folgende zentralen Punkte vor: Die Anpassungen aus der Revision des Arbeitszeitgesetzes (AZG) werden mit dem neuen FAV auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2019 umgesetzt. Die Zuschläge für Auswärtspausen in den ersten 60 Minuten fallen weg. Für Auswärtspausen gilt neu ab der 61. Minute ein Zuschlag von 50% bzw. ab der (…). Peter Peyer
SEV, 18.12.2018.
SEV > Rhätische Bahn. Arbeitsvertrag. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Italien
Nahrungsmittel
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Betriebsunfälle
Gesundheitsschutz
Nahrungsmittel
Todesfall
Volltext
Der bittere Preis der Tomaten. Wie die italienische Wochenzeitung L’Espresso schreibt, sind in den letzten sechs Jahren über 1500 Erntehelfer ums Leben gekommen. In der allgemeinen Gleichgültigkeit. Die Werbung für Tomaten und Tomatensaucen ist schmeichelhaft und überzeugend; sie zeigt idyllische Bilder von glücklichen Familien, die um einen Tisch sitzen, während nebenan in der Küche der süssrote Sugo spritzig blubbert. Die warme Frucht der Erde, die an lange Sommerabende erinnert, hat aber eine brutale Kehrseite: Es sind die Menschen – ausländische wie italienische –, die an der Ausbeutung zugrunde gehen. Die Tomatenernte, aber auch jene der Clementinen, rechnet sich in Toten. Personen, getötet von der Hitze, der Erschöpfung, der Verzweiflung. Aber auch von jenen, die es nicht zulassen, dass die Erntehelfer sich für sich selbst und andere einsetzen. Der malische Gewerkschafter Soumayla Sacko wurde am 2. Juni 2018 in Kalabrien umgebracht, weil er für die Rechte dieser Arbeiter kämpfte. Derweil der Kameruner Jean Pierre Yvan Sagnet – diplomiert am Politechnikum Turin und 2017 von Staatspräsident Sergio Mattarella mit dem Verdienstzeichen geehrt – eine Bewegung gegen die illegale Anwerbung von Landarbeitern im Umfeld des Gutshofs Boncuri angeführt hat, die zur Festnahme von 16 Personen führte. Sie gehörten einer kriminellen Organisation an, die in der Gegend von Rosarno, Nardò und andern Orten in Apulien aktiv war. Der Fernsehsender „Arte“ hat seiner Geschichte einen Dokumentarfilm gewidmet: (…). 
SEV, 18.12.2018.
SEV > Betriebsunfälle. Gesundheitsschutz. SEV, 2018-12-18.
Ganzer Text
18.12.2018 Schweiz
SEV Schweiz
SOB Südostbahn

GAV
SOB Südostbahn
Volltext
SOB: GAV- und Lohnverhandlungen gescheitert. Bei der Südostbahn (SOB) drehten sich die diesjährigen GAV-Verhandlungen um die Revision des Arbeitszeitgesetzes (AZG) und der AZG-Verordnung. Die SOB forderte deren Nachvollzug im GAV, wo die bisherigen Bestimmungen von AZG und AZGV relativ explizit festgehalten sind. Neue Arbeitszeitregelungen können deshalb nur im Einverständnis mit SEV, VSLF und Transfair eingeführt werden. Der folgenreichste Vorschlag der SOB betraf die Pausen. Neu wären nur noch Arbeitsunterbrechungen bis 29 Minuten Dauer bezahlt gewesen. Gemäss bisherigem GAV gelten alle Pausen unter 50 Minuten als Arbeitszeit. Das Personal (vor allem das fahrende) hätte dadurch massive Zeitverluste in Kauf nehmen müssen. Die SOB aber hätte Produktivitätsgewinne von mehreren Arbeitstagen pro Mitarbeiter/in erzielen können. Die Gewerkschaften verlangten deshalb Kompensationen, u.a. eine Erhöhung der Sonntagszulage von 13 auf 16 Franken pro Stunde wie bei der SBB. Doch die SOB lehnte Kompensationen ab und offerierte bloss individuelle Lohnerhöhungen gemäss GAV. Eine generelle Erhöhung, wie von den Gewerkschaften gefordert, lehnte sie ebenso ab und versuchte die Verschlechterungen bei der Arbeitszeit durchzudrücken, obwohl die Gewerkschaften warnten, dass diese die Rekrutierung von Lok- und Zugpersonal für die neuen SOB-Fernverkehrslinien Chur-Zürich- Bern und über die Gotthard-Bergstrecke behindern würden. So blieben die GAV- und die Lohnverhandlungen (…).
SEV, 18.12.2018.
SEV > SOB Südostbahn. GAV. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Belfort
Biel
SBB
SEV Schweiz

Bahnlinie
SBB
Volltext
Delle–Belfort wiedereröffnet. Jurassische Eisenbahner als Pioniere. Ohne den jahrelangen Kampf jurassischer Eisenbahner mit Denis Schaffner an der Spitze wäre die Linie Delle–Belfort am 6. Dezember nicht wiedereröffnet worden. Als 1992 die Linie Delle–Belfort geschlossen wurde, konnte sich Rangierarbeiter Denis Schaffner, der damals die SEV-RPV-Sektion Jura präsidierte, nicht damit abfinden. Sofort gründete er zusammen mit seinen Kollegen das Komitee „Für die Wiedereröffnung der Linie Delle-Belfort“. Im Dezember 2000 übergaben die Eisenbahner der Regierung des Kantons Jura eine Petition mit 6‘000 Unterschriften für die Wiederbelebung der Linie. „Es war die grösste Unterschriftensammlung, die es in unserem Kanton je für die Bahn gegeben hat“, sagt Pierre Kohler, der damals jurassischer Regierungspräsident und Verkehrsminister war. Aktionen zur Entfernung des Gestrüpps. Denis Schaffner ist ein Mann der Tat und beschloss deshalb, mehr zu machen als die Petition. Zusammen mit seinen Kollegen lancierte er eine Aktion zur Entfernung des Gestrüpps auf den Gleisen des französischen Grenzbahnhofs Delle. Diese verfehlte die beabsichtigte symbolische Wirkung nicht, fand sie doch die Unterstützung der Kantonsregierung und von Raymond Forni, der damals nicht nur die Gemeinde Delle präsidierte, sondern auch die französische Nationalversammlung. Die Aktion wurde fünfmal wiederholt, von den Medien bestens abgedeckt und fand Beachtung bis Bern und Paris. Den jurassischen (…).
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Biel-Belfort. Bahnlinie. SEV, 2018-12-18.
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17.12.2018 AI Kanton
AB Appenzeller Bahnen
SEV Schweiz

AB Appenzeller Bahnen
Lohnverhandlungen
Volltext
Appenzeller Bahnen / Frauenfeld–Wil-Bahn. Lohnverhandlungen gescheitert: Das Personal will nicht nur Brosamen! Die Lohnverhandlungen zwischen den beiden Bahnunternehmen AB und FWB und der Gewerkschaft SEV haben zu keiner Einigung geführt. Zu mickrig waren die Angebote der Verwaltungsräte. Gemäss Firmen-GAV entfällt damit die Friedenspflicht per sofort. Das Personal macht seinen Unmut nun öffentlich. Die Appenzeller Bahnen (AB) stecken mitten in einem Modernisierungsprozess: Neue Fahrzeuge, Durchmesserlinie, neuer Tunnel, und so weiter. Es wird mit grosser Kelle angerichtet. Nur beim Personal wird geknausert. Und das obschon es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, die mit ihrem tagtäglichen Einsatz und einem hohen Mass an Flexibilität sicherstellen, dass der Betrieb reibungslos funktioniert und die Kundinnen und Kunden zufrieden an ihr Reiseziel gelangen. Seit sechs Jahren haben die Appenzeller Bahnen keine generelle Lohnerhöhung mehr gewährt. Im Jahr 2018 beträgt die Teuerung voraussichtlich 1,0%. Nicht einmal diesen Nettolohnverlust will der Verwaltungsrat der AB ausgleichen, sondern lediglich 1,0% für individuelle Anstiege gemäss Lohnsystem bereitstellen.Ähnlich ist die Ausgangslage bei der Frauenfeld–Wil-Bahn (FWB). Auch dort wurde in den letzten Jahren – erfreulicherweise – in Infrastruktur und Rollmaterial investiert, beim Personal aber gespart: Die Dienstpläne des Personals wurden gestrafft und die Belastung durch eine dünne Personaldecke massiv (…).
SEV, Medienmitteilung, 17.12.2018.
SEV > Appenzeller Bahnen. Lohnverhandlungen. SEV, 2018-12-17.
Ganzer Text
04.12.2018 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Chantal Fischer
BLS
Stellenabbau
Volltext
SEV bi de lüt. Lieber Cello streichen als Arbeitsplätze. Die BLS setzt auf ihre Unternehmensfitness und will in den nächsten Jahren bis zu 200 Vollzeitstellen streichen. Das Sparprogramm heisst „Best Way“ und stösst auf breite Kritik. Die Mitarbeitenden sind indes verunsichert und wollen Klarheit. Der SEV war am 4. Dezember im Hauptsitz der BLS und hat sich mit ihnen ausgetauscht. Das Thema bewegt die Mitarbeitenden im Hauptsitz der BLS in Bern sichtlich. Zu wenig konkret sind die Informationen des Unternehmens und zu ungewiss die Zukunft der treuen Mitarbeitenden. Die beiden zuständigen Gewerkschaftssekretäre, Michael Buletti und Stefan Marti, und der Vorstand der VPT-Sektion BLS sind vor Ort – „bi de Lüt“ eben. Sie bekommen die Unsicherheiten hautnah mit und führen viele intensive Gespräche. Um die inakzeptablen Sparmassnahmen zu bekämpfen, braucht der SEV vor allem eines: Mitglieder, die einen anderen Weg einschlagen und mit dem SEV gegen den Abbau antreten. BLS-Mitarbeitende, die bis Ende März 2019 dem SEV beitreten, erhalten die ersten drei Monatsbeiträge ab Beitritt geschenkt. Es lohnt sich! (…).
Chantal Fischer
SEV, 4.12.2018.
SEV > BLS. Stellenabbau. SEV, 2018-12-04.
Ganzer Text
04.12.2018 Genf
Personen
SEV Schweiz
TPG Genf
Yves Sancey
Arbeitszeit
Frauen
Volltext
Martine Paccard fährt Busse und Trams, Tag und Nacht. Gerne hätte sie geregeltere Arbeitszeiten. Auf den Spuren von... Martine Paccard, „Voltigeuse“ bei den TPG. Ihr Herz schlägt für Freiheit und Solidarität. Und so hat sich die Bus- und Tramführerin Martine Paccard den Weg freigekämpft, um ihren fünf Kindern eine Zukunft zu bieten und sich für ihre Kolleginnen und Kollegen einzusetzen. Martine Paccard wirkt unscheinbar. Sie spricht leise und einfach. Gewiss bemerkt man ihre schwarzen Haare, die grossen Ohrringe und den intensiven Blick, und man spürt viel Überzeugung und Bestimmung in ihr. „Wenn wir in Verhandlungen mit der Direktion der Genfer Verkehrsbetriebe TPG sind, wo sie als Tram- und Busfahrerin arbeitet und Vorstandsmitglied des SEV-TPG ist, nimmt man sie erst kaum wahr“, sagt Gewerkschaftssekretärin Valérie Solano. „Aber wenn der Moment gekommen ist und sie eine Schwachstelle entdeckt, ergreift sie das Wort. Ihre Argumente überzeugen. Sie erklärt, weshalb es fast unmöglich ist, das Familien- und Sozialleben zu organisieren, wenn man seinen Dienstplan erst vier Tage im Voraus erfährt.“ In den zehn Jahren, die sie bei den TPG arbeitet, war sie fast immer eine sogenannte „Voltigeuse“, eine Springerin, die keinen festen Dienstplan hat, sondern Lücken füllt, die durch den Ausfall kranker Kollegen entstehen. Ihr wurde versprochen, das sei vorübergehend. Einige Jahre am Anfang, danach werde es sicherer... Die Jahre vergingen, ohne dass sich etwas änderte. (...). Yves Sancey. 
SEV, 4.12.2018.
SEV > TPG. Frauen. SEV, 2018-12-04.
Ganzer Text
27.11.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Digitalisierung
SBB
Volltext
Schweizweit erster Digitalisierungsfonds. Die SBB will zusammen mit den Sozialpartnern einen Fonds gründen, welcher sich mit den langfristigen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigt. Das Unternehmen speist den Fonds mit zehn Millionen Schweizer Franken. SBB und Sozialpartner warfen gestern Abend anlässlich der formellen Unterzeichnung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) einen Blick in die Arbeitswelt der Zukunft. CEO Andreas Meyer will die Herausforderungen der Digitalisierung anpacken: „Wir befinden uns in einem digitalen Wandel, welcher Chancen und Risiken für die SBB, ihre Arbeitsplätze und unsere Mitarbeitenden birgt. Wir gehen diesen digitalen Wandel unternehmerisch und sozialpartnerschaftlich an und blicken dabei weit über den Horizont des neuen Gesamtarbeitsvertrags hinaus“. Zu diesem Zweck initiieren die SBB zusammen mit den Gewerkschaften und Verbänden SEV, transfair, KVöV und VSLF einen gemeinsamen Fonds, den die SBB mit zehn Millionen Schweizer Franken speist. Die SBB und die Sozialpartner beabsichtigen, sich gemeinsam und ohne Verhandlungsdruck mit den langfristigen Herausforderungen der Digitalisierung auseinanderzusetzen und aus den Erfahrungen zu lernen. Aus dem Digitalisierungsfonds heraus werden einerseits Studien und Projekte lanciert, welche die unternehmerischen Chancen und Herausforderungen für die Arbeitswelt und Arbeitsplätze der SBB analysieren und entsprechende Massnahmen aufzeigen. Eine erste Studie soll konkret aufzeigen, wie sich die Berufsbilder verändern, wo Arbeitsplätze entstehen oder wegfallen und welche Kompetenzen in (…).
SEV, Medienmitteilung, 27.11.2018.
SEV > Digitalisierung. Fonds. SEV, 2018-11-27.
Ganzer Text
23.11.2018 Schweiz
PostCom
SEV Schweiz
Syndicom
Unia Schweiz

Mindestlöhne
PostCom
Volltext
Viel zu tiefer Mindestlohn des Postregulators Hollenstein (PostCom). Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) und die Gewerkschaftsallianz FAIRLOG fordern als Mindestlohn für die Logistikbranche 22 Franken pro Stunde – gegen Dumping und für eine Digitalisierung, die den Berufstätigen nützt, nicht schadet. Mit seinem Entscheid, in der Logistikbranche einen Mindestlohn von 18.27 Fr./h einzuführen, hat der Postregulator Hans Hollenstein (PostCom) dem Dumping in der Logistikbranche Tür und Tor geöffnet. Der viel zu tiefe Mindestlohn unterläuft nicht nur die gewerkschaftlichen Bestrebungen, den Dumpingwettbewerb in der Schweizer Logistik und im Strassengütertransport zu verhindern. Sondern er steht auch in klarem Widerspruch zum Grundsatz der staatlichen Mindestlohnpolitik, dass der Lohn zum Leben reichen muss. Die gewerkschaftliche Mindestlohnpolitik hat dazu geführt, dass die tiefen Löhne in vielen Branchen deutlich angehoben wurden. Für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer führte das zu einer spürbaren Verbesserung der Lebenssituation. Mit dem positiven Entscheid des Bundesgerichtes zum geplanten Mindestlohn von 20 Franken pro Stunde im Kanton Neuenburg hat der Kampf gegen Tieflöhne eine neue Dynamik gewonnen. 20 Franken seien zwar ein tiefer Lohn, doch orientiere er sich an den Ergänzungsleistungen zur AHV und IV, begründete das Gericht. Wer erwerbstätig sei, solle nicht die Sozialhilfe beanspruchen müssen. Die Logistik hat mit dem Onlinehandel eine neue Bedeutung erhalten. Mit einem landesweiten Mindestlohn von nur 18.27 Fr./h droht ein Druck auf die Löhne in dieser (…).
SEV, 23.11.2018.
SEV > PostCom. Mindestlöhne. SEV, 2018-11-23.
Ganzer Text
20.11.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Sekretariat
Volltext
Denise Engel, Projektassistentin. Als Bahnbetriebsdisponentin hatte Denise Engel mehr Bewegung zwischen Schalter, Stellpult und Perron als heute am PC. Doch auch als Projektassistentin hat sie vielfältige Aufgaben. Sie ist keine Blenderin und Vielrednerin, sondern eine zuverlässige Teamplayerin, die lieber im Hintergrund bleibt. Doch ihre Meinung sagt sie durchaus, auch im SEV. Der SEV-GAV-Konferenz gehört Denise Engel an, seit bei der SBB das GAV-Zeitalter begann, und der Delegiertenversammlung des Unterverbands AS, seit SBV und VPV vor fünf Jahren fusionierten. Vorher schon war sie SBV-Delegierte, zuvor viele Jahre Protokollführerin ihrer SBV-Sektion und Leiterin des SEV-Jugendforums Zürich. Seit sechs Jahren arbeitet sie in der Peko Division Infrastruktur mit (und befürchtet, dass deren Verkleinerung zum Verlust von Knowhow und vermehrtem Koordinationsbedarf führt). Auch an den Kundgebungen und Aktionen des SEV ist sie stets präsent. Trotzdem wundert sie sich über die Interviewanfrage: „Warum gerade ich?“ Einige Tage später treffen wir uns im Westlink-Verwaltungsgebäude der SBB in Zürich-Altstetten. An einem Fenstertisch der Bar im Erdgeschoss, mit Blick auf Hochhäuser und Trams, zeichnet sie ihren Berufsweg nach. Eisenbahnerin von der Pike auf. Nach Schnupperlehren im Hotelfach und bei der Bahn steigt die Zürcherin 1989 in Horgen in die dreijährige Betriebsdisponentenlehre ein. Nach wenigen Wochen wirbt der Bahnhofvorstand-Stellvertreter die 16-Jährige für den SEV: (…). Markus Fischer.
SEV, 20.11.2018.
Personen > Fischer Markus. Sekretariat. Projektassistentin. SEV, 23018-11-20.
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20.11.2018 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Chantal Fischer
BLS
Stellenabbau
Volltext
Mit „Best Way“ auf dem Holzweg. Die BLS will bis 2023 jährlich mindestens 50 Millionen Franken einsparen und bis zu 200 Vollzeitstellen abbauen. Der SEV verurteilt dieses radikale Sparprogramm mit dem Namen „Best Way“ und wird sich mit allen Mitteln gegen Kündigungen wehren, die damit direkt oder indirekt in Verbindung stehen. Was die BLS bereits im Sommer angekündigt hat (SEV-Zeitung Nr. 15), hat sie Mitte November nun vertieft: Um ihre Marktfähigkeit zu erhöhen, ist die „Umsetzung eines Programms zur Neugestaltung von Prozessen und Steigerung der Effizienz“ eine wichtige Massnahme. Um das Ziel von jährlichen Einsparungen von 50 bis 60 Millionen Franken realisieren zu können, will die BLS „grundlegende und nachhaltige Optimierungen quer durchs Unternehmen umsetzen“. Die Verbesserung der Unternehmensfitness macht vor Stellenabbau nicht halt: Bis zu 200 Vollzeitstellen sollen dereinst reduziert werden. In welchen Bereichen diese Stellenreduktionen erfolgen, gibt das Unternehmen noch nicht bekannt. Überhaupt ist die Medienmitteilung der BLS ziemlich vage und löst nach Ansicht des SEV eine grosse Unsicherheit beim Personal aus, bei doch sehr kleinem Informationsgehalt. „Die Mitarbeitenden der BLS sind nun schon seit der Ankündigung dieses Sparprojekts im Sommer verunsichert über ihre Zukunft. Und man lässt sie noch mindestens bis im Februar zappeln. Wir fragen uns schon, weshalb nach der Analysephase nicht bereits mehr Details bekannt gegeben werden können!“ (…). Chantal Fischer.
SEV, 20.11.2018.
Personen > Fischer Chantal. BLS. Stellenabbau. SEV, 2018-11-20.
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20.11.2018 Schweiz
Eurobus
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Eurobuas
GAV
Volltext
Eurobus. GAV ist dringend! Für die einen ist der inländische Fernbusverkehr eher ein Spielzeug für gewinnsuchende Unternehmen, der SEV hingegen bleibt auf Kurs und fordert einen GAV für Personal mit bedenklichen Bedingungen. Anfang November hat der SEV eine Aktion bei den Chauffeuren von Eurobus Swiss Express durchgeführt. „Wir haben mit Betroffenen gesprochen, deren Pausen dies nicht wirklich sind, da sie das Gepäck der wartenden Reisenden vor der Abfahrt einladen müssen, statt sich auszuruhen“, erzählt SEV-Gewerkschaftssekretär Christian Fankhauser, der die Aktion mit fünf Kollegen und Aktivisten vorbereitet hat. „Wir konnten uns ein Bild machen über die Lohnsituation dieser Fahrer. Wir haben festgestellt, dass diese eher bescheiden ist und sich für einige noch verschlechtern könnte, wenn die Arbeitsorte verändert werden, da ihr Unternehmen das Angebot reduzieren will (siehe unten).“ Um ihnen den bestmöglichen Schutz bieten zu können, will der SEV mit Eurobus einen GAV abschliessen. „Wir haben vor den Sommerferien die Direktion getroffen“, hält Barbara Spalinger, Vizepräsidentin SEV, fest. „Aber zurzeit herrscht Funkstille von Seiten Eurobus. Ein GAV ist unabdingbar. Weder das Bundesamt für Verkehr noch wir kennen das Personalreglement von Eurobus Swiss Express. Wir befürchten, dass der Mindestlohn, den das BAV festgelegt hat, nicht eingehalten wird. Und das BAV macht keine Kontrollen!“ Dem Personal seine Rechte erklären. Diese erste nationale SEV-Aktion auf den (…). Vivian Bologna.
SEV, 20.11.2018.
Personen > Bologna Vivian. Eurobus. GAV. SEV, 2018-11-20.
Ganzer Text
20.11.2018 Schweiz
BLS
Personen
SEV Schweiz
Chantal Fischer
BLS
Stellenabbau
Volltext
Mit „Best Way“ auf dem Holzweg. Die BLS will bis 2023 jährlich mindestens 50 Millionen Franken einsparen und bis zu 200 Vollzeitstellen abbauen. Der SEV verurteilt dieses radikale Sparprogramm mit dem Namen „Best Way“ und wird sich mit allen Mitteln gegen Kündigungen wehren, die damit direkt oder indirekt in Verbindung stehen. Was die BLS bereits im Sommer angekündigt hat (SEV-Zeitung Nr. 15), hat sie Mitte November nun vertieft: Um ihre Marktfähigkeit zu erhöhen, ist die „Umsetzung eines Programms zur Neugestaltung von Prozessen und Steigerung der Effizienz“ eine wichtige Massnahme. Um das Ziel von jährlichen Einsparungen von 50 bis 60 Millionen Franken realisieren zu können, will die BLS „grundlegende und nachhaltige Optimierungen quer durchs Unternehmen umsetzen“. Die Verbesserung der Unternehmensfitness macht vor Stellenabbau nicht halt: Bis zu 200 Vollzeitstellen sollen dereinst reduziert werden. In welchen Bereichen diese Stellenreduktionen erfolgen, gibt das Unternehmen noch nicht bekannt. Überhaupt ist die Medienmitteilung der BLS ziemlich vage und löst nach Ansicht des SEV eine grosse Unsicherheit beim Personal aus, bei doch sehr kleinem Informationsgehalt. „Die Mitarbeitenden der BLS sind nun schon seit der Ankündigung dieses Sparprojekts im Sommer verunsichert über ihre Zukunft. Und man lässt sie noch mindestens bis im Februar zappeln. Wir fragen uns schon, weshalb nach der Analysephase nicht bereits mehr Details bekannt gegeben werden können!“ (…). Chantal Fischer.
SEV, 20.11.2018.
Personen > Fischer Chantal. BLS. Stellenabbau. SEV, 2018-11-20.
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20.11.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Generalstreik
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Nie mehr Unrecht wie 1914-1918! Im Zentrum der VPT-Tagung vom 10. November in Dürnten (ZH) stand der Generalstreik vor 100 Jahren. SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger zeigte auf, dass im Ersten Weltkrieg ein Erwerbsersatz für die Soldaten ebenso fehlte wie Massnahmen für eine gerechte Verteilung der knappen Güter. So gerieten viele Arbeiterfamilien in grosse Not. Zudem hatte die Arbeiterschaft wegen dem Majorzwahlsystem und dem Vollmachtenregime kaum noch ordentliche politische Einflussmöglichkeiten. Weil Rationierungen lebenswichtiger Güter erst ab März 1917 eingeführt wurden, kam es bereits 1915 zu massiven Preissteigerungen, die zu Protesten führten. Auf städtischen Märkten taten sich Arbeiterfrauen zusammen, um den Bauern klar zu machen, dass sie keine höheren Preise bezahlen konnten. Es gab auch Streiks für Lohnerhöhungen und gegen die langen Arbeitstage sowie eigentliche Hungerdemonstrationen. Im Juni 1918 lebten von den knapp vier Mio. Schweizer/innen fast 700'000 unter der Armutsgrenze und waren auf Sozialhilfe angewiesen. Vor Suppenküchen und Stellen für Lebensmittelhilfe bildeten sich Schlangen. Die Arbeiter waren zornig, wegen ständigem Aktivdienst ihre Familien nicht mehr ernähren zu können, während Industrielle und Banker gute Kriegsgeschäfte machten und Bauern und Spekulanten von den steigenden Preisen profitierten. Das im Februar 1918 gegründete Oltener Aktionskomitee bestehend aus Sozialdemokraten und (…). Text und Fotos: Markus Fischer
SEV, 20.11.2018.
SEV > Generalstreik. SEV, 2018-11-20.
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20.11.2018 Schweiz
MOB
SEV Schweiz

Bahnhöfe
MOB
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Für lebendige Bahnhöfe. Das Verkaufspersonal der MOB macht sich Sorgen um seine Zukunft und erwartet, dass die Direktion seinen Vorschlägen für Alternativen zur fortschreitenden Schliessung von Schaltern mehr Aufmerksamkeit schenkt. Der SEV startet eine Kampagne zugunsten der Bahnhöfe und Verkaufspunkte auf dem ganzen Netz der Montreux-Oberland-Bahn MOB, sowohl auf deutscher als auch auf welscher Seite. Eine erste Aktion fand am 10.November statt. Gewerkschaftssekretäre und Vorstandsmitglieder des SEV-MOB haben das MOB-Personal in allen Verkaufsstellen besucht. Die Rückmeldungen aus allen Bahnhöfen stimmen überein: Das Personal macht sich grosse Sorgen um seine Zukunft. Auch wenn die Direktion sich überzeugend gibt mit der Aussage, dass „sich die MOB keinesfalls aus den Regionen zurückziehen will“, scheinen alle bereits getroffenen oder zurzeit angedachten Massnahmen auf einen zunehmenden Rückzug hinauszulaufen. An allen besuchten Orten kam es zu intensiven, wertvollen Diskussionen. Tony Mainolfi, SEV-Gewerkschaftssekretär, fasst die weit verbreitete Haltung so zusammen: „Die Umstrukturierungen der Bahnhöfe und Verkaufspunkte der letzten Jahre wurden durchgeführt, ohne die Meinung des Personals einzubeziehen, was häufig zu Situationen geführt hat, die sich jeder Logik entziehen und in die falsche Richtung gehen.“ „Das Vorgehen ist (…). Yves Sancey.
SEV, 20.11.2018.
Personen > Sancey Yves. MOB. Bahnhöfe. SEV, 2018-11-16.
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14.11.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Personenverkehr
SBB
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SBB Personenverkehr riskiert Eigentor. Der SBB Personenverkehr hat heute Mittwoch eine weitere Reorganisation angekündigt. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV beurteilt diese kritisch: 400 Mitarbeitende müssen den Arbeitsort wechseln. Das ist für sie keine Motivationsspritze. Es besteht die Gefahr, dass Mitarbeitende abspringen und mit ihnen Knowhow verloren geht. Die SBB unterläuft damit das eigene Ziel, die Qualität zu steigern. „Diese neue Reorganisation kommt in einem Moment, in dem die vorhergehende noch nicht einmal umgesetzt ist“, kritisiert SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. „Es handelt sich um eine weitere Zentralisierung. Zahlreiche Mitarbeitende sollen künftig an einem andern Ort arbeiten. Damit müssen sie längere Arbeitswege und finanzielle Einbussen in Kauf nehmen. Die Gefahr ist gross, dass Mitarbeitende demotiviert werden. Die SBB geht wissentlich das Risiko ein, dass erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Dies ist dem eigentlichen Ziel, den Service für die Kundinnen und Kunden zu verbessern, nicht dienlich.“ Der SEV erwartet von der SBB, dass sie die Bedenken, die er während des Konsultationsverfahrens vorgebracht hat, stärker berücksichtigt. Der SEV fordert vor allem bessere Bedingungen für die vom Dienstortwechsel betroffenen 400 Mitarbeitenden. «Die Bedingungen müssen besser sein als das im GAV garantierte Minimum», betont Jürg Hurni. „Das ist im Interesse der Mitarbeitenden und des Unternehmens.“
SEV, Medienmitteilung, 14.11.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-11-14.
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06.11.2018 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellinzona
Stellenabbau
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Officine Bellinzona. Arbeitsplätze verteidigen. Die Mitarbeitenden der Officine fordern mit einer Resolution den Erhalt der Arbeitsplätze und Arbeitsvolumen. Und sprechen ihrer Personalkommission volles Vertrauen aus. In der Malerei der Officine ist der Platz eng: Über 300 Personen sind der Einladung der Personalkommission gefolgt. Peko-Präsident Ivan Cozzaglio erklärt einleitend den Zweck der Versammlung: Das Personal der Officine soll über deren Zukunft mitreden können und eine Resolution verabschieden, die der erweiterten Personalkommission ein Mandat für das weitere Vorgehen erteilt. Die Position der Peko umreisst Cozzaglio so: „Niemand von uns ist gegen die Bereitstellung von 120 Millionen für den Umzug der Officine, wie euch einige Vorgesetzte glauben machen wollen. Doch unser Hauptziel bleibt der Erhalt der Arbeitsplätze. Ein Projekt, das mehr als die Hälfte der Stellen streichen will, können wir nicht akzeptieren. Heute entscheiden wir nicht über die Zukunft der Officine, aber wir wollen mit euch diskutieren, welche Linie wir fahren wollen.“ Arbeitsplätze im Mittelpunkt. Gianni Frizzo, Präsident des Vereins „Giù le mani dall’Officina“, hält einleitend zu seiner Präsentation der acht Resolutionspunkte fest, dass die Resolution den bisherigen Kampf für die Zukunft der Officine weiterführe und die Haltung des Personals aufzeige. Kernforderung der Resolution sei die Sicherung der Arbeitsplätze. „Der geplante Stellenabbau resultiert aus der Streichung des Geschäftsbereichs Güterverkehr. Das haben nicht wir erfunden, sondern das hat die SBB selber gesagt“, stellt Frizzo klar. (…). Pascal Fiscalini, Markus Fischer.
SEV, 6.11.2018.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Stellenabbau. SEV, 2018-11-06.
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06.11.2018 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
Gütertransport
SBB-Cargo
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SBB Cargo: Wagenladungsverkehr. Wie kommen die Gespräche über die Zukunft des Wagenladungsverkehrs im Rahmen der Interessengemeinschaft WLV voran? Der Verband der verladenden Wirtschaft lobt SBB Cargo für ihr offenes Ohr. Im März kündigte SBB Cargo an, die Hälfte ihrer noch 340 Zustellpunkte des Einzelwagenladungsverkehrs (EWLV) zu überprüfen, weil deren Auslastung von durchschnittlich zwei Wagen pro Tag für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht genüge. Man müsse mit den Kunden über Zusammenlegungen oder flexible, nicht mehr tägliche Bedienung auf Bestellung sprechen. Zu diesem Zweck wurde die Interessengemeinschaft Wagenladungsverkehr (WLV) gegründet, bestehend aus SBB Cargo, dem Verband der Verlader, Anschlussgleis- und Wagenbesitzer VAP und dem VöV als Vertreter aller Verkehrsunternehmen. Eine positive Zwischenbilanz dieser Gespräche zogen VAP-Generalsekretär Frank Furrer und Hans-Peter Hadorn, Präsident der Kommission Güterverkehr des VöV, vor den Bahnjournalisten Schweiz an deren Inforeise zum Güterverkehr am 25. Oktober im Swissterminal in Frenkendorf (BL). Rahmenbedingungen verbessern. Frank Furrer ging zuerst auf den ständigen Rückgang des EWLV in den letzten Jahren ein. Als Gründe nannte er einerseits die allgemein schwierigen Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr wegen fehlender Netzkapazitäten und Anlagen. Sowie wegen seiner Benachteiligung gegenüber dem Personenverkehr nicht nur bei den Trassen, sondern z.B. auch bei den vom Bund finanzierten Agglomerationsprogrammen: (…). Markus Fischer.
SEV, 6.11.2018.
SEV > SBB-Cargo. Warentransport. SEV, 2018-11-06.
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06.11.2018 Schweiz
Migranten
Personen
SEV Schweiz
Karin Taglang
Rassismus
Tagung
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„Ich bin kein Rassist, aber…“. „Ich bin nicht rassistisch, aber…“. Wir alle haben schon solche Sätze gehört. Vielleicht haben wir sie sogar selbst gesagt. An der diesjährigen SEV-Migrationstagung, die am 26. Oktober in Olten stattfand, befassten sich die Teilnehmer/innen mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Nach mehreren Inputreferaten zum Thema wurde man im Rahmen eines Workshops mit den eigenen Vorurteilen und Privilegien konfrontiert. Rückblick auf eine erfolgreiche und anregende Tagung. Zehn Frauen und Männer stehen mitten im Raum nebeneinander auf einer Linie. Am einen Ende der Reihe hängt ein Blatt Papier mit einem roten Plus, auf der anderen Seite prangert ein Minus – es handelt sich um die sogenannte „Schweizer/innenskala“. Rechts stehen diejenigen Teilnehmenden, die sich am schweizerischsten fühlen, links jene mit dem geringsten Anteil „Swissness“. Kriterien gibt es keine, die Teilnehmenden haben sich dem eigenen Gefühl nach aufgestellt. „Warum stehst du in der Mitte der Skala?“, fragt Lelia Hunziker von Integration Aargau, die den Workshop leitet. Die junge Teilnehmerin erklärt: „Meine Eltern kommen zwar beide aus der Schweiz, aber ich bin trotzdem nicht die typische Schweizerin.“ Ein Teilnehmer stellt sich zuerst ans schweizerischste Ende der Skala, verschiebt sich dann jedoch zurück in Richtung Mitte. „Ich selbst fühle mich zu 100% als Schweizer“, sagt er, „aber andere sehen mich wegen meiner Hautfarbe vielleicht nicht so“. (K)ein Alltagsproblem? Wer fremd ist und wer nicht – diese (…). Karin Taglang.
SEV, 6.11.2018.
SEV > Rassismus. Tagung. SEV, 2018-11-06.
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