Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 491

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06.11.2018 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellinzona
Stellenabbau
Volltext
Officine Bellinzona. Arbeitsplätze verteidigen. Die Mitarbeitenden der Officine fordern mit einer Resolution den Erhalt der Arbeitsplätze und Arbeitsvolumen. Und sprechen ihrer Personalkommission volles Vertrauen aus. In der Malerei der Officine ist der Platz eng: Über 300 Personen sind der Einladung der Personalkommission gefolgt. Peko-Präsident Ivan Cozzaglio erklärt einleitend den Zweck der Versammlung: Das Personal der Officine soll über deren Zukunft mitreden können und eine Resolution verabschieden, die der erweiterten Personalkommission ein Mandat für das weitere Vorgehen erteilt. Die Position der Peko umreisst Cozzaglio so: „Niemand von uns ist gegen die Bereitstellung von 120 Millionen für den Umzug der Officine, wie euch einige Vorgesetzte glauben machen wollen. Doch unser Hauptziel bleibt der Erhalt der Arbeitsplätze. Ein Projekt, das mehr als die Hälfte der Stellen streichen will, können wir nicht akzeptieren. Heute entscheiden wir nicht über die Zukunft der Officine, aber wir wollen mit euch diskutieren, welche Linie wir fahren wollen.“ Arbeitsplätze im Mittelpunkt. Gianni Frizzo, Präsident des Vereins „Giù le mani dall’Officina“, hält einleitend zu seiner Präsentation der acht Resolutionspunkte fest, dass die Resolution den bisherigen Kampf für die Zukunft der Officine weiterführe und die Haltung des Personals aufzeige. Kernforderung der Resolution sei die Sicherung der Arbeitsplätze. „Der geplante Stellenabbau resultiert aus der Streichung des Geschäftsbereichs Güterverkehr. Das haben nicht wir erfunden, sondern das hat die SBB selber gesagt“, stellt Frizzo klar. (…). Pascal Fiscalini, Markus Fischer.
SEV, 6.11.2018.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Stellenabbau. SEV, 2018-11-06.
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06.11.2018 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
Gütertransport
SBB-Cargo
Volltext
SBB Cargo: Wagenladungsverkehr. Wie kommen die Gespräche über die Zukunft des Wagenladungsverkehrs im Rahmen der Interessengemeinschaft WLV voran? Der Verband der verladenden Wirtschaft lobt SBB Cargo für ihr offenes Ohr. Im März kündigte SBB Cargo an, die Hälfte ihrer noch 340 Zustellpunkte des Einzelwagenladungsverkehrs (EWLV) zu überprüfen, weil deren Auslastung von durchschnittlich zwei Wagen pro Tag für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht genüge. Man müsse mit den Kunden über Zusammenlegungen oder flexible, nicht mehr tägliche Bedienung auf Bestellung sprechen. Zu diesem Zweck wurde die Interessengemeinschaft Wagenladungsverkehr (WLV) gegründet, bestehend aus SBB Cargo, dem Verband der Verlader, Anschlussgleis- und Wagenbesitzer VAP und dem VöV als Vertreter aller Verkehrsunternehmen. Eine positive Zwischenbilanz dieser Gespräche zogen VAP-Generalsekretär Frank Furrer und Hans-Peter Hadorn, Präsident der Kommission Güterverkehr des VöV, vor den Bahnjournalisten Schweiz an deren Inforeise zum Güterverkehr am 25. Oktober im Swissterminal in Frenkendorf (BL). Rahmenbedingungen verbessern. Frank Furrer ging zuerst auf den ständigen Rückgang des EWLV in den letzten Jahren ein. Als Gründe nannte er einerseits die allgemein schwierigen Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr wegen fehlender Netzkapazitäten und Anlagen. Sowie wegen seiner Benachteiligung gegenüber dem Personenverkehr nicht nur bei den Trassen, sondern z.B. auch bei den vom Bund finanzierten Agglomerationsprogrammen: (…). Markus Fischer.
SEV, 6.11.2018.
SEV > SBB-Cargo. Warentransport. SEV, 2018-11-06.
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06.11.2018 Schweiz
Migranten
Personen
SEV Schweiz
Karin Taglang
Rassismus
Tagung
Volltext
„Ich bin kein Rassist, aber…“. „Ich bin nicht rassistisch, aber…“. Wir alle haben schon solche Sätze gehört. Vielleicht haben wir sie sogar selbst gesagt. An der diesjährigen SEV-Migrationstagung, die am 26. Oktober in Olten stattfand, befassten sich die Teilnehmer/innen mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit. Nach mehreren Inputreferaten zum Thema wurde man im Rahmen eines Workshops mit den eigenen Vorurteilen und Privilegien konfrontiert. Rückblick auf eine erfolgreiche und anregende Tagung. Zehn Frauen und Männer stehen mitten im Raum nebeneinander auf einer Linie. Am einen Ende der Reihe hängt ein Blatt Papier mit einem roten Plus, auf der anderen Seite prangert ein Minus – es handelt sich um die sogenannte „Schweizer/innenskala“. Rechts stehen diejenigen Teilnehmenden, die sich am schweizerischsten fühlen, links jene mit dem geringsten Anteil „Swissness“. Kriterien gibt es keine, die Teilnehmenden haben sich dem eigenen Gefühl nach aufgestellt. „Warum stehst du in der Mitte der Skala?“, fragt Lelia Hunziker von Integration Aargau, die den Workshop leitet. Die junge Teilnehmerin erklärt: „Meine Eltern kommen zwar beide aus der Schweiz, aber ich bin trotzdem nicht die typische Schweizerin.“ Ein Teilnehmer stellt sich zuerst ans schweizerischste Ende der Skala, verschiebt sich dann jedoch zurück in Richtung Mitte. „Ich selbst fühle mich zu 100% als Schweizer“, sagt er, „aber andere sehen mich wegen meiner Hautfarbe vielleicht nicht so“. (K)ein Alltagsproblem? Wer fremd ist und wer nicht – diese (…). Karin Taglang.
SEV, 6.11.2018.
SEV > Rassismus. Tagung. SEV, 2018-11-06.
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06.11.2018 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Frauenstreik
Volltext
Unterstützung des Frauenstreiks. Der SEV-Vorstand unterstützt den Frauenstreik vom 14. Juni 2019. Er empfiehlt ausserdem ein deutliches Nein zur Überwachung von Versicherten und zur SVP-Initiative, über die am 25. November abgestimmt wird. Der Frauenstreik vom 14. Juni 1991 sitzt mit seinen über 500‘000 Teilnehmerinnen noch tief im Gedächtnis. „Es war ein historischer Moment“, betont Lucie Waser am 26. Oktober vor dem SEV-Vorstand. 2019, 28 Jahre später ist wiederum am 14. Juni ein Frauenstreik geplant. Der Vorstand hat entschieden, dass sich der SEV aktiv und finanziell daran beteiligen wird. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund wird seinen formellen Beschluss anlässlich seines Kongresses Ende November fassen. „Trotz dem starken Signal, das am 22. September 20‘000 Personen in Bern für die Lohngleichheit ausgesendet haben, hat sich unter der Bundeshauskuppel nichts bewegt. Wir müssen weiter mobilisieren“, präzisierte die Gleichstellungsverantwortliche des SEV. „Der nächste Streik wird anders sein als bisherige“, führte SEV-Präsident Giorgio Tuti aus. „Dieser Streik ist politischer Natur. Es geht darum, den Behörden und der Gesellschaft die inakzeptable Situation aufzuzeigen und ein starkes Zeichen zu setzen!“ Lucie Waser hat dem Vorstand in Erinnerung gerufen, dass die Frauen an unterschiedlichen Fronten kämpfen: Lohngleichheit, soziale Gleichheit, gleichberechtigte Aufteilung der Hausarbeit. „Es gab zwar Verbesserungen hinsichtlich diesem letzten Punkt, (…). Vivian Bologna, chf
SEV, 6.11.2018.
SEV > Frauenstreik. SEV, 2018.11-06.
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24.10.2018 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz

GAV
SBB-Cargo
Volltext
GAV SBB/SBB Cargo: zurück zur Basis. Nach langen Monaten zäher Verhandlungen, bei denen die Mobilisierung der Basis eine entscheidende Rolle spielte, ist der neue SBB-GAV unter Dach. Er tritt am 1. Mai 2019 in Kraft und kann frühestens auf den 30. April 2022 gekündigt werden. In den letzten Tagen war der SEV vor und in Bürogebäuden, Werken, Unterhaltsanlagen, Depots und weiteren Personalräumen präsent, um den Mitgliedern für ihr Engagement zu danken. Die SEV-Vertreter/innen stellen das Verhandlungsresultat mit Flugblättern und Exemplaren der SEV-Zeitung vor, verteilen Schokoherzchen und -taler, beantworten Fragen und nehmen Feedbacks entgegen. Die Reaktionen der Basis sind grösstenteils sehr positiv. Viele Mitglieder geben den Dank an die Verhandlungsdelegation zurück und loben die Arbeit des SEV. Gerade junge Kolleg/innen sind zufrieden und durchaus stolz auf ihre Gewerkschaft und finden deren Arbeit nötig und sinnvoll. Das haben diese Verhandlungen, „bei denen die SBB mit dem Mähdrescher auffuhr“, wie es ein Mitglied ausdrückt, einmal mehr klar gezeigt. Die Präsenz von Gewerkschaftsprofis, Unterverbands- und Sektionsverantwortlichen vor Ort wird sehr geschätzt: die Kolleg/innen schütteln ihnen die Hand, geben sich als Mitglieder zu erkennen, schildern die Situation in ihren Teams und nennen spezifische Anliegen ihrer Berufsgruppen. Viele sind besorgt über die laufende Steigerung der Produktivität, der Anforderungen ans Personal und dessen Belastung. Besonders schwer haben es die Temporären. Viele fürchten weitere Reorganisationen und die Folgen der Digitalisierung. (…). Yves Sancey, Markus Fscher.
SEV, 24.10.2018.
SEV > SBB. GAV, 2018-10-24.
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23.10.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Logo
Volltext
Die Weichen für die Einführung des neuen Logos ab 1. November sind gestellt. Visuelles Erscheinungsbild. Ein Lifting zum 100. Geburtstag. Das neue SEV-Logo soll am 1. November flächendeckend eingeführt werden. Es ist somit an der Zeit, es offiziell zu enthüllen, auch wenn einige von euch bereits einen Blick darauf werfen konnten. Der „Allerheilige“ als Einführungsdatum für ein neues Logo mag vielleicht erstaunen. Das Datum wurde aber nicht zufällig gewählt, denn die Produktion der neuen Mitgliederkarten für 2019 hat begonnen. Wir sind stolz darauf, dieses neue Logo nun präsentieren zu können, denn es war mit grossen Herausforderungen verbunden und hat seine Zeit gedauert. Ein gutes Jahr, vom Anfang des Prozesses bis heute. Das gewählte Grafikbüro entwickelte zuerst ein Logo mit den Buchstaben des SEV und einem Pfeil, der die Mobilität symbolisierte und gegen rechts – in die Zukunft – wies. Sehr schnell war klar, dass dieser erste Wurf mit einer anderen roten Variante ergänzt werden sollte. Ohne die rote Farbe hätte der SEV nicht dieselbe Würze. Das neue Logo wurde im Vorstand und bei den Mitarbeitenden mehrfach diskutiert. Wieso etwas ändern? Natürlich wurde auch die Frage nach dem Beibehalten des Status Quo besprochen. Schnell war man sich aber über die Notwendigkeit einer Veränderung einig. „Wir müssen unbedingt das Interesse der jüngeren Generationen wecken. Damit das gelingt, braucht unser Image eine Auffrischung“, betont SEV-Präsident Giorgio Tuti. Auch das (…). Vivian Bologna.
SEV, 23.10.2018.
SEV > Logo. SEV, 2018-10-23.
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18.10.2018 Schweiz
Gata
Personen
SEV Schweiz
Swiss Airline
Philipp Hadorn
Lohnerhöhungen
Swiss Airlines
Volltext
Mitarbeitende profitieren von der Erfolgsphase. 1,9 % mehr Lohn für Swiss-Mitarbeitende im 2019. Die Swiss International Airlines AG ist auf Erfolgskurs. Den Gewerkschaften gelang auch dieses Jahr ein akzeptabler Lohnabschluss für das Jahr 2019: Das Bodenpersonal der Swiss profitiert von einer generellen Anpassung der Löhne um 80 Franken pro Monat (inkl. 13. Monatslohn, bei Vollzeitpensum) und von 0,6% für individuelle Lohnerhöhungen. Während variable, einmalige Lohnanteile noch immer Hochkonjunktur feiern, zeigt sich SEV-GATA zufrieden mit dem Ergebnis der Lohnverhandlungen mit der Swiss. „Jährliche Lohnanpassungen mit Ausgleich der Teuerung, Anteil an der Produktivitätssteigerung und Anhebung der Lohnbänder sind ein Schlüssel fairer Lohnpolitik“, hält SEV-GATA-Präsident Philipp Hadorn fest. In harten aber fairen Verhandlungen konnte mit der Swiss eine Partizipation am Erfolg der Unternehmung ausgehandelt werden, die nachhaltig ist und der Unternehmung beim anhaltenden Rekrutierungsbedarf auch auf dem Arbeitsmarkt hilft. SEV-GATA erwartet, dass die Lohnpolitik der prosperierenden Airline dem hektischen Alltag der Mitarbeitenden auch in Zukunft mit entsprechenden jährlichen Lohnmassnahmen gerecht wird. „Eine regelmässige Anhebung der Lohnbänder und voll versicherte Lohnbestandteile sind Eckpfeiler sozialer Sicherheit, die auch für die Renten relevant sind“, hält Hadorn weiter fest, der sich auch als Nationalrat im Parlament für soziale Absicherung einsetzt. (…).
Philipp Hadorn, Nationalrat, SEV-GATA-Präsident/Gewerkschaftssekretär
SEV, 18.10.2018.
Personen > Hadorn Philipp. Swiss. Lohnerhöhungen. SEV, 2018-10-18.
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09.10.2018 Schweiz
Nationalrat
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Lohngleichheit
Nationalrat
Volltext
Lohngleichheit: Wieder ein Affront. Der Nationalrat hat entschieden, auf eine abgeschwächte Revision des Gleichstellungsgesetzes einzutreten. Doch bis sich beide Kammern darüber einig sind, wie die Lohngleichheit zu behandeln ist, müssen wir uns noch bis zur Wintersession gedulden – wieder einer der unzähligen Angriffe auf die Frauen! Beträfe das Gleichstellungsgesetz nur Männer, wäre es schon längst umgesetzt. Seit 22 Jahren ist das Gleichstellungsgesetz in Kraft, doch wird es bis heute mit Füssen getreten. Gemäss dem „Global Gender Gap Report 2017“ steht die Schweiz auf Platz 21, hinter den nordischen Ländern, Frankreich, Deutschland und sogar Ruanda. Doch diese Zahlen, die jährlich am Equal Pay Day publiziert werden, interessieren den Grossteil des Nationalrats nicht. Im Gegenteil: Die grosse Kammer scheint das Problem gar nicht erst anerkennen zu wollen, geschweige denn eine Lösung zu finden. Dabei gibt es noch mehr interessante Zahlen: Alle Schweizer Frauen zusammen verdienen jährlich 7,7 Milliarden Franken weniger als die Männer, wovon 2,9 Milliarden auf reiner Diskriminierung basieren. Damit arbeiten Frauen im Schnitt an 44 Tagen im Jahr gratis. Peanuts, oder? Zumindest für die bürgerliche Mehrheit, die so tut, als gäbe es das Gesetz nicht, als wäre die Verfassung und die darin verankerte Gleichstellung nur ein Stapel Altpapier. Zwei Tage nach der imposanten Lohngleichheitsdemo erhalten wir Frauen eine Kriegserklärung aus dem Bundeshaus. In Island wurde ein Gesetz akzeptiert, das die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen bis 2020 aus (…). Françoise Gehring, Katrin Taglang.
SEV, 9.10.2018.
SEV > Nationalrat. Lohngleichheit. SEV, 2018-10-09.
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26.09.2018 England
Personen
Ryanair
SEV Schweiz
Karin Taglang
Ryanair
Streik
Volltext
Streik hier, Streik dort: Was ist los bei Ryanair?. Am 15. Dezember 2017 versprach Ryanair, die europäischen Pilotengewerkschaften anzuerkennen, um einen Streik zu verhindern. Am 19. September 2018 schaltete sich die EU-Verkehrskommission ein, die Piloten fordern ein neues Management und am 28. September will das Kabinenpersonal erneut streiken. Wie kam es zu dieser Eskalation?. Bei Ryanair wurde in diesem Jahr viel gestreikt, immer wieder und in verschiedenen europäischen Ländern. Mal waren es die Flugbegleiter/innen, mal die Pilot/innen – sie alle kämpfen gemeinsam um bessere Anstellungsbedingungen und die Anerkennung ihrer Gewerkschaften. Der lange Anerkennungskampf. 1. Januar 2017: Die irische Billigairline Ryanair startet als grösste europäische Airline ins neue Jahr. 2016 überholt sie zum ersten Mal die deutsche Lufthansa. Ein Grund zur Freude für den Ryanair-CEO Michael O’Leary, nicht aber für sein Personal, denn bisher scheint die Ausbeutung der Angestellten fast schon ein Grundpfeiler der Unternehmensphilosophie zu sein. 15. Dezember 2017: Ein Hoffnungsschimmer für das Personal? Ryanair schreibt einen Brief an die Pilotengewerkschaften mehrerer europäischer Staaten und verspricht, sie als offizielle Vertretung ihrer Pilotinnen und Piloten anerkennen zu wollen. «Gewerkschaften anzuerkennen wird für uns eine grosse Umstellung sein, aber wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir auch mit radikalen Veränderungen umgehen können», sagt O’Leary in einer Mitteilung. Langsam organisiert sich auch das Kabinenpersonal. 18. Juli 2018: Ryanair anerkennt die Vereinte (…). Karin Taglang.
SEV, 26.9.2018.
SEV > Ryanair. Streik. SEV, 2018-08-26.
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25.09.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Barbara Gysi
Pierre-Yves Maillard
Präsidium
SGB
Volltext
Rennen ums SGB-Präsidium: SEV nominiert Maillard. Für die Wahl des Präsidiums des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) hat der SEV-Vorstand Pierre-Yves Maillard nominiert. Die Wahl findet am SGB-Kongress vom 1. Dezember statt. Am Freitag, 21. September hatte der SEV-Vorstand die Gelegenheit, die beiden Kandidierenden für das SGB-Präsidium, Barbara Gysi und Pierre-Yves Maillard, anzuhören. Allen war klar, dass der Entscheid zwischen diesen Persönlichkeiten mit gleichfalls überzeugenden Leistungsausweisen nicht einfach sein würde. Die sozialdemokratische Nationalrätin hob ihre berufliche und politische Erfahrung für den Service public hervor. Zu den Prioritäten des SGB merkte sie an: „Der SGB muss sich mit mehr Nachdruck gegen die Lohndiskriminierungen einsetzen.“ In der Lohnpolitik gehe es darum, «im öffentlichen und privaten Sektor angemessene Löhne zu verteidigen“. Als Trumpf rief sie ihre Mitarbeit in der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates in Erinnerung: „Dort werden Geschäfte behandelt, die für die Gewerkschaften besonders wichtig sind.“ Von Mitgliedern des SEV-Vorstandes nach den Herausforderungen für die Gewerkschaftsbewegung befragt, betonte sie: „Gewinne, die dank neuer Technologien erwirtschaftet werden, müssen den Angestellten zugutekommen. Die Verbesserungen, die im GAV SBB zu diesem Thema erzielt wurden, sind beispielhaft dafür.“ Und wie will sie dem Mitgliederschwund beim SGB entgegenwirken? „Der Fokus muss vor allem auf die Frauen gerichtet werden, die noch unzureichend gewerkschaftlich organisiert sind“, hielt die(…).
SEV, 25.9.2018.
Personen > Maillard Pierre-Yves. SEV, 2018-09-25.
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24.09.2018 Schweiz
BLS
SEV Schweiz

BLS
Lohnerhöhungen
Volltext
SEV fordert generelle Lohnerhöhung bei der BLS. Die SEV-Sektionen bei der BLS wollen bei den Lohnverhandlungen im Herbst eine generelle Lohnerhöhung für alle BLS-Mitarbeitenden erreichen. Darauf wartet das Personal nun bereits seit sieben Jahren! Das Argument der Negativteuerung, das die BLS-Führung in den vergangenen Jahren immer wieder vorgebracht hat, wenn es darum ging, über generelle Lohnerhöhungen zu verhandeln, greift in diesem Jahr nicht mehr: Im 2018 verzeichnen wir eine steigende Teuerung (siehe auch Lohnforderungen SGB). Dazu kommen die seit Jahren steigenden Mieten und Krankenkassenprämien. Ganz abgesehen von der guten wirtschaftlichen Lage des Unternehmens, das im ersten Halbjahr 2018 ein Konzernergebnis von 19,1 Millionen Franken ausweisen konnte, was eine Zunahme von einem knappen Drittel im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Es ist nun an der Zeit, die Leistung der Mitarbeitenden, die nicht zuletzt zu diesem guten Resultat massgeblich beitragen, mit dem Teuerungsausgleich, aber auch mit einer Reallohnerhöhung zu würdigen. Neuer GAV insgesamt gut. Die SEV-Sektionen bei der BLS haben ihre Lohnforderung bereits Anfang September an der Sitzung ihres Zentralvorstandes (ZV) beschlossen. Dabei kam auch der GAV BLS noch einmal zur Sprache, der im Juni durch die GAV-Konferenz genehmigt wurde. Der ZV würdigte die konstruktiven Verhandlungen. Auch wenn einige kritische Stimmen zu vernehmen waren, wurde das Resultat insgesamt als gut beurteilt. Nach den GAV-Verhandlungen steht mit den Lohnverhandlungen nun aber bereits die nächste Herausforderung (…).
SEV, 24.9.2018.
SEV > BLS. Lohnerhöhungen. SEV, 2018-09-24.
Ganzer Text
28.08.2018 EU
Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Flankiierende Massnahmen
Interview
Volltext
Europäische Union und flankierende Massnahmen. „Rote Linien“ nicht antasten. Die Gewerkschaften werden an den Verhandlungen mit der EU zu den Flankierenden Massnahmen für den freien Personenverkehr nicht teilnehmen. Erläuterungen von Giorgio Tuti, Präsident SEV. Aus welchem Grund lehnen es die Gewerkschaften ab, an den Verhandlungen zu den Flankierenden Massnahmen (FlaM) teilzunehmen? Giorgio Tuti: Der Abbau des Arbeitnehmerschutzes ist nicht verhandelbar! Der Bundesrat hat bei der Frage der FlaM immer eine „rote Linie“ als nicht verhandelbar deklariert. Und auf einmal erklärt Aussenminister Ignazio Cassis im Juni, dass er für eine Lockerung dieser Massnahmen einsteht. Im Anschluss haben wir ein Arbeitsdokument von Johann Schneider-Ammanns Wirtschaftsdepartement (WBF) erhalten, das den Lohnschutz gesamthaft infrage stellt. Natürlich ist die EU eine Liberalisierungsmaschinerie, doch es sind diese beiden FDP-Bundesräte, die nun an den Flankierenden Massnahmen rütteln. Wer die „rote Linie“ zerstört, betreibt Verrat an unseren Arbeitnehmenden. Der Lohnschutz ist nicht mehr garantiert. Das ist indiskutabel! Der SGB nimmt deshalb nicht an den Verhandlungen teil. Um welche Massnahmen handelt es sich konkret? Es gibt die besagte „8-Tage-Regel“, die nun hinterfragt wird. Diese verpflichtet ausländische Unternehmen, ihre in der Schweiz tätigen Mitarbeitenden acht Tage vor deren Einsatz zu melden. Diese Frist braucht es, (…). Yves Sancey, chf.
SEV, 28.8.2018.
Personen > Tuti Giorgio. Flankierende Massnahmen. SEV. 2018-08-28.
Ganzer Text
28.08.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Gesundheitsschutz
Interview
Volltext
Interview mit der Psychologin Liala Cattaneo, Spezialistin für psychosoziale Beschwerden am Arbeitsplatz. Wenn die Arbeit zum Leiden wird. Zahlreiche nationale und europäische Studien bestätigen es: Am Arbeitsplatz kommt es zu immer schwereren gesundheitlichen Beschwerden, als Folge von Stress, Burnout, Konflikten und psychologischen Belastungen. Eine Studie des Seco, die am 21. Juni erschienen ist, bestätigt die Ernsthaftigkeit von psychosozialen Risiken am Arbeitsplatz. Was sehen Sie in Ihrem beruflichen Alltag? Aufgrund der Studie des Seco und anderer Untersuchungen, die in den letzten Jahren in der Schweiz und ganz Europa durchgeführt wurden, kann ich nur bestätigen, dass sich auch in unseren Breitengraden immer stärker psychosomatische Beschwerden zeigen, die auf Stress, Burnout, Konflikte und psychologische Belastungen zurückzuführen sind. Die psychische und physische Gesundheit hängt von vielen persönlichen und sozialen Kriterien ab. Die Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil unseres Alltags hinsichtlich der persönlichen Entwicklung, der Selbstverwirklichung und der Befriedigung der eigenen Bedürfnisse. Allerdings hat eine Reihe von wichtigen Veränderungen im sozio-ökonomischen Bereich in den letzten Jahrzehnten dazu geführt, dass gewisse Arbeitsumstände unser Wohlbefinden und die Gesundheit belasten. Übertriebene Arbeitsbelastung, hoher Rhythmus, Arbeitsplatzunsicherheit, variable Einsatzzeiten, wenig persönlicher Spielraum und Konflikte sind nur einige der Faktoren, denen (…). Françoise Gehring
SEV, 28.8.2018.
Personen > Gehring Françoise. Gesundheitsschutz. SEV, 2018-08-28.
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08.08.2018 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
Lohndumping
Transport
Volltext
Kein Abbau der Flankierenden Massnahmen zum Schutz der Schweizer Löhne! GAV und Kontrollen gegen Dumping: Beispiel Strassentransport. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) hat am 8. August an einer Medienkonferenz klargestellt, dass er an den von Bundesrat Schneider-Ammann geplanten Verhandlungen zu den Flankierenden Massnahmen nicht teilnehmen wird. Denn Schneider-Ammann ist offenbar bereit, den Schweizer Lohnschutz nicht nur zu schwächen, sondern der EU-Kommission und dem Europäischen Gerichtshof eine Mitsprache dabei einzuräumen. Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB, erklärte, warum der Lohnschutz zum Beispiel beim Strassentransport auf keinen Fall geschwächt werden darf. Redetext von Giorgio Tuti an der SGB-Medienkonferenz (es gilt das gesprochene Wort): Im Strassengütertransport herrscht international ein erbitterter Wettbewerb. Umso wichtiger, dass die in der Schweiz geltenden Schutzbestimmungen dort nicht aufgeweicht werden. Nur so können einheimische Transport- und Logistikunternehmen auf dem Markt bestehen, ohne ihre Mitarbeitenden auszubeuten. Ein Blick hinter die Kulissen des liberalisierten Europäischen Verkehrsmarkts enthüllt, dass es in ganz Europa bei den Sozial- und Arbeitsstandards abwärts geht. Grenzenlose Mobilität führt zu grenzenloser Ausbeutung. Die Entwicklungen in der Transportwirtschaft sind ein bitteres Beispiel dafür, welche Konsequenzen uneingeschränkter Wettbewerb und eine fehlende soziale Integration für die
SEV > Lohndumping. Strassenransport. SEV, 2018-08-08.
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24.07.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

GAV
SBB
Volltext
Vereinbarungen zur Arbeitszeit unterzeichnet. Im Rahmen der GAV-Verhandlungen haben die SBB und die Verhandlungsgemeinschaft zwei Vereinbarungen unterzeichnet. Die beiden Vereinbarungen betreffen die Revision des Arbeitszeitgesetzes. Diese Revision wirkt sich auf die Anstellungsbedingungen der SBB aus. Seit Januar 2018 verhandeln die SBB und die Verhandlungsgemeinschaft der Sozialpartner (VG) einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Die Verhandlungen befassen sich unter anderem auch mit dem Nachvollzug der Revision des Arbeitszeitgesetzes (AZG). 2016 verabschiedete nämlich das eidgenössische Parlament eine Teilrevision des Arbeitszeitgesetzes. Diese Teilrevision wirkt sich auch auf die Anstellungsbedingungen des SBB Personals aus. Um die gesetzlichen Anpassungen fristgerecht umsetzen zu können, haben die SBB und die VG im Juli zwei Vereinbarungen unterzeichnet. Zu vielen anderen Themen laufen die Verhandlungen voraussichtlich noch bis September 2018. Anpassungen in den Anhängen 4 und 5 des GAV. Je nach Funktion gilt für die SBB Mitarbeitenden das Arbeitszeitgesetz (AZG) oder das Arbeitsgesetz (ArG). Grob gesagt untersteht das Verwaltungspersonal dem Arbeitsgesetz, das operative Personal dem Arbeitszeitgesetz. Die Konzernweisung K 134 regelt, welche Funktionen der SBB dem AZG und welche dem ArG zugeordnet sind. Im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sind in zwei Anhängen weitergehende Arbeitszeitregelungen festgehalten: Anhang 4 für Mitarbeitende, die dem AZG (…).
SEV, 24.7.2018
SEV > SBB. GAV. SEV, 2018-07-24.
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16.07.2018 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
Philipp Hadorn
Interview
SBB-Cargo
Stellenabbau
Volltext
„Dieser Abbau kann und muss gestoppt werden“. Am 29. Juni informierte SBB Cargo die Sozialpartner im Begleitausschuss über den Stand des im Februar vom SBB-Verwaltungsrat abgesegneten Abbaus von Arbeitsplätzen und Bedienpunkten: Die Zahl der Mitarbeitenden soll von rund 2200 im Februar 2018 auf noch rund 1400 im Jahr 2023 fallen. Und von den aktuell übrig gebliebenen rund 340 Bedienpunkten soll die Hälfte überprüft werden. Kontakt.sev hat beim zuständigen SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn nachgefragt, wo der Abbau zurzeit steht und ob sich dieser noch stoppen lässt. Kontakt.sev: Welche Infos hat SBB Cargo dem Begleitausschuss vom letzten Freitag zum Abbau gegeben? Haben schon Mitarbeitende die Stelle verloren oder sind über den Verlust ihrer Stelle orientiert worden? Philipp Hadorn: Das Reorganisationsprogramm Struko (Reduktion der Strukturkosten) ist aus Sicht von SBB Cargo auf Kurs. Von 674,5 Vollzeitstellen (FTE) 2015 sind Ende April 2018 noch 474,6 ordentlich besetzt. Bis Ende Jahr folge noch der Abbau von weiteren knapp 23 FTE. Ebenfalls für 23 Mitarbeitende konnte keine geeignete Lösung gefunden werden. Sie wurden ans Arbeitsmarktcenter (AMC) übergeben. Auch Frühpensionierungslösungen mussten erarbeitet werden. Die Überprüfung der Bedienpunkte im Hinblick auf erste Schliessungen auf den Fahrplanwechsel 2018/2019 ist in voller „Talfahrt“, was wohl der „Rückzugs- und Optimierungspolitik“ von SBB Cargo entspricht. (…). Fragen: Markus Fischer
SEV, 16.7.2018.
Personen > Hadorn Philipp. SBB-Cargo. Stellenabbau. SEV, 2018-08-16.
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10.07.2018 Schweiz
Eurobus
SEV Schweiz

Eurobuas
GAV
Volltext
Fernbusse. Erste Kontaktaufnahme. Am 6. Juli wurde der SEV von Eurobus empfangen. Beim offenen Informationsaustausch ging es auch um einen GAV. Treffen fand auf Anfrage des SEV statt. Die Diskussionen zwischen SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger, SEV Bus-Koordinator Christian Fankhauser sowie Andreas Meier, Geschäftsführer Eurobus Gruppe, und Roger Müri, Leiter Fernbus, verliefen in freundlicher Atmosphäre und hatten einen ersten offenen Informationsaustausch zum Ziel. Die SEV-Delegation zeigte ihr Interesse an den aktuellen Löhnen der Chauffeure und am Personalreglement. Denn das Unternehmen hat bisher keinen GAV. Der SEV hat deshalb auch angekündigt, bald einen GAV für die Fernbus-Branche verhandeln zu wollen. Die Eurobus-Führung will dazu erst in ein paar Monaten Stellung nehmen, wenn sie die Zukunftsfähigkeit ihrer drei konzessionierten Linien besser kennt. Demnach kann frühestens im Januar 2019 ein nächstes Treffen stattfinden, um darüber zu diskutieren. Die Türen für GAV-Verhandlungen stehen also offen. Der SEV hat Eurobus auch darüber informiert, wie beim BAV in Bezug auf die Branchenüblichkeit vorgegangen werden kann. Denn es braucht eine Abgrenzung der Fernbuslinien in Bezug auf die vom BAV empfohlenen Mindestlöhne. Die Erteilung der Fernbus-Konzessionen im Februar erfordert eine neue Regelung mit eigenen Mindestlöhnen. Eurobus schätzt ihre Löhne höher ein und zeigte sich gelassen. (…). Yves Sancey, chf
SEV, 10.7.2018.
SEV > Eurobus. GAV. SEV, 2018-07-10.
Ganzer Text
04.07.2018 Biel
Generalstreik
Personen
SEV Schweiz
Ernst Jakob
Biografien
Volltext
Ernst Jakob – im Herzen rot. Der Generalstreik von 1918 hatte mehrere Epizentren, darunter die Stadt Biel. Deren Anführer: Der Eisenbahner und Gewerkschafter Ernst Jakob (1879 bis 1950). „Als 17-jähriger Lehrling hatte ich das seltene Glück, am 16. Februar 1896 in Aarau an der ersten Landsgemeinde der Eisenbahner dabei zu sein. (...) Zehn Jahre später, als junger Chauffeur, war ich mitten in der Gewerkschaftsbewegung.“ So sprach Ernst Jakob in einem Zeugenbericht, den seine Urenkelin Gabriela Neubaus, eine Historikerin, veröffentlicht hat. Vor 100 Jahren war der Seeländer eine der Speerspitzen des Generalstreiks von 1918. Jakob kam aus bescheidenen Verhältnissen. Sein Vater stirbt 1882 an Tuberkulose. Seine Mutter beschliesst, mit dem 3-jährigen Ernst und seiner kleinen Schwester nach Lyss zu ziehen. Die Mutter findet eine Stelle in einer Uhrenfabrik mit einem Monatsgehalt von 116 Franken. Der kleine Ernst ist ein guter Schüler. Sein Traum: Lokomotiv-Mechaniker zu werden. 1900 zieht er nach Port und heiratet Bertha Nickles aus Jens. Sie werden fünf Kinder haben. Im selben Jahr wird er Lokomotivführer - vier Jahre später Mechaniker. Hungerrevolte. Herbst 1918. Der erste Weltkrieg ist zu Ende. In vier Jahren Kriegswirtschaft wird die Kluft zwischen Arm und Reich immer grösser. In mehreren Städten, besonders in Biel, organisieren die Menschen Hungerdemonstrationen. Als der Bundesrat beschliesst, Truppen gegen die Demonstranten und Streikenden aufzubieten, eskaliert die Situation. Die Truppen (…). Mohamed Hamdaoui.
Biel-Bienne, 4.7.2018.
Personen > Jakob Ernst. Biografie. Biel-Bienne, 2018-07-04.
Ganzer Text
03.07.2018 Lugano
NLM Lugano
SEV Schweiz

Löhne
NLM Lugano
Streik
Volltext
Das Personal der ehemaligen NLM streikt für seinen Lohn. Im Schweizer Becken des Langensees fahren heute nur die ersten Morgen- und letzten Abendkurse. Damit ist der Transport der Pendler aus der Region Gambarogno garantiert. Während des restlichen Tages verkehren die Schiffe nicht. Das haben die Angestellten der ehemaligen NLM entschieden, nachdem sie die Resultate der Verhandlungen über ihren künftigen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) evaluiert haben und bemerkten, dass ihre Löhne ab 1. Januar 2019 massiv sinken sollen. Schlicht und einfach eine Lohndumping-Geschichte, die noch schlimmer wird dadurch, dass das Unternehmen finanzielle Unterstützung vom Kanton erhält. Das Personal der ehemaligen NLM wusste sehr wohl, dass ihre Löhne den schwierigsten Verhandlungspunkt im neuen GAV bilden würden. Sie waren und sind noch heute bereit, dieses heikle Thema zu diskutieren. In vier Verhandlungsrunden haben die Gewerkschaften SEV, UNIA und OCST zusammen mit einer Personaldelegation denn auch fortwährend dagegen gekämpft, dass die Löhne ab 1. Januar 2019 an die Lohnskala der SNL angepasst werden, was eine Reduktion von rund 15 % und mehr bedeuten würde. Dieses Szenario ist inakzeptabel, umso mehr, da das Unternehmen dank dem Streik vom Kanton wesentlich finanziell unterstützt wird. Die Sturheit der SNL-Führung wird noch unverständlicher, wenn man den mehrfach präsentierten Businessplan betrachtet, (…).
SEV, 3.7.2018.
SEV > NLM. Streik. SEV, 2018-07-03.
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26.06.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Bahnhofläden
Betriebsschliessungen
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Schliessung von SBB-Verkaufsstellen. Enthumanisierung der Bahn geht weiter. Der Service public in der Schweiz leidet. Auch wegen der Schliessung von SBB-Schaltern an diversen Standorten in der ganzen Schweiz. Der Bundesrat wird nun einige Fragen dazu beantworten müssen. Im laufenden Jahr sind es neun – vermeintlich unrentable – Verkaufsstellen, welche die SBB schliessen will. Interessant dabei: Diejenige in Palézieux wird von den Freiburger Verkehrsbetrieben TPF übernommen. So unrentabel kann sie also wohl nicht sein. Für die betroffenen Angestellten an allen Standorten konnten immerhin akzeptable Lösungen gefunden werden, was der SEV sehr begrüsst. Fragen an den Bundesrat. Nun widmet sich die Politik dieser Problematik. SP-Nationalrat Mathias Reynard (VS) hat in der Sommersession eine Interpellation eingereicht, welche die Schliessungen thematisiert. Unter dem Titel „Schliessung von Bahnhofsschaltern: Abbaustrategie der SBB?“fragt Reynard unter anderem danach, welche Standorte im 2019 und später geschlossen werden sollen und nach welchen Kriterien diese ausgewählt werden. Reynard merkt an, dass viele Kampagnen der SBB darauf abzielen, die Kundinnen und Kunden auf die Online-Dienste zu bringen, statt an den Schalter. Dies zum Beispiel dadurch, dass gewisse Dienstleistungen am Schalter kostenpflichtig sind, im Internet oder in der App hingegen nicht. Die Interpellation zielt auch darauf ab, dass der Service-public-Auftrag der SBB durch den Abbau der Verkaufspunkte gefährdet (…). Chantal Fischer
SEV, 26.6.2018.
SEV > Bahnhofschalter SBB. SEV, 2018.06-26.
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12.06.2018 Schweiz
Arbeit
Personen
SEV Schweiz

Digitalisierung
Interview
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Zukunft der Arbeit. „Ich bin wachsam“. Die SEV-Frauenbildungstagung 2018 nimmt mit dem Thema „Veränderung – Digitalisierung – Flexibilisierung“ eine aktuelle Debatte auf. kontakt.sev hat sich bereits im Voraus mit Referentin Ute Klotz über die Zukunft der Arbeit unterhalten. Was die Forschung klar macht: wir wissen etwas, aber wenig Genaues, was viel Unsicherheit und Ängste hervorruft. Auch der Grundtenor von Prof. Klotz ist zurückhaltend. Kontakt.sev: Sie forschen insbesondere zum Thema Arbeit und Digitalisierung. Was sind die Schwerpunkte und wo liegen die wichtigsten Erkenntnisse? Prof. Ute Klotz: Das Forschungsthema heisst „Zukunft der Arbeit“. Ein grosses Thema ist beispielsweise die Flexibilisierung, dann auch Homeoffice-Themen. Aber auch die ganze Entwicklung von einzelnen Berufen, das interessiert uns alle. Was erst neu dazukommt, ist die virtuelle Schwarzarbeit. Arbeiten Sie über Plattformen, auf selbständiger Basis, dann zahlen Sie möglicherweise keine Steuern oder Sozialabgaben. Wir reden hier zwar von minimen Kleinbeträgen – diese summieren sich aber. Und die Gesellschaft muss möglicherweise dann auch für die Sozialversicherungen stärker aufkommen. Die Meinungen gehen hier stark auseinander und sind teils noch nicht gemacht. Denn das Thema wird erst langsam aktuell; mit den ganzen Geschäftsmodellen wie Airbnb, Uber oder Crowdworking. Ein neues Projekt sind die Arbeitsformen. Wie und in welchem Angestelltenverhältnis arbeiten wir künftig? Was bedeutet das für (…). Chantal Fischer.
SEV, 12.6.2018.
Personen > Fischer Chantal. Interview Ute Klotz. Digitalisierung. SEV, 2018-06-12.
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15.05.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gütertransport
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SEV hat Vorbehalte zur Schienengüterverkehr-Strategie des VöV. Einzelwagenladungsverkehr bleibt volkswirtschaftlich wichtig. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV unterstützt das Hauptziel der heute vorgestellten Strategie des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) zum Schienengüterverkehr, für letzteren «faire Rahmenbedingungen» zu schaffen. Auch die vom VöV geförderte Zusammenarbeit zwischen Bahn und Kunden im Rahmen der IG WLV findet der SEV grundsätzlich richtig. Jedoch darf diese Interessengemeinschaft nicht in erster Linie das betriebswirtschaftliche Ziel verfolgen, die Effizienz und Rentabilität des Wagenladungsverkehrs für den Monopolisten SBB Cargo zu erhöhen. Sondern die IG muss auch dafür sorgen, dass der Wagenladungsverkehr (WLV) seine volkswirtschaftlichen Ziele erfüllt – wofür es weiterhin einen flächendeckenden Einzel-WLV braucht. Auf die Frage, ob der VöV mit seiner Strategie einen weitgehenden Abbau des Zustellnetzes des Einzel-WLV unterstütze, antwortete Direktor Ueli Stückelberger, es brauche Anpassungen an die geänderten Rahmenbedingungen, relativierte aber, dass SBB Cargo Lösungen mit den Kunden suche. SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn hält dazu fest: „Auch wenn der Bund den Betrieb von SBB Cargo im Moment nicht mehr direkt subventionieren will, sondern Eigenwirtschaftlichkeit fordert, verlangt er von SBB Cargo trotzdem weiterhin, dass sie im (…).
SEV, Medienmitteilung, 15.5.2018.
SEV > Gütertransport. SBB. SEV, 2018-05-15
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02.05.2018 Schweiz
SEV Schweiz

Gewalt
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SEV verurteilt Attacke von Fans auf Bahnpersonal aufs schärfste. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV fordert nach der Attacke von GC-Fans auf das Bahnpersonal ihres Extrazuges in der Nacht auf letzten Sonntag griffige Massnahmen zum Schutz des Personals. Indem Fans nicht mehr nur Züge, sondern auch das Bahnpersonal attackieren, erreicht ihre sinnlose Gewalt ein neues, unerträgliches, nicht tolerierbares Mass. Die Clubs und die Swiss Football League sollen diesen Vorfall nicht nur verurteilen, sondern müssen endlich ihre Verantwortung wahrnehmen. „Nach unserer Meinung sind die Fussballclubs direkt verantwortlich dafür, was ihre Fans in den Extrazügen tun“, sagt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. „Sie müssen nun insbesondere dazu verpflichtet werden, mit eigenen Sicherheitsdiensten für Ordnung bei den Fans in den Extrazügen zu sorgen. Das hat sich bei einzelnen Clubs, die dies schon heute tun, bewährt.“ „Der SEV legt Wert darauf, nicht alle Fans in einen Topf zu werfen“, betont Manuel Avallone. „Bisher sind nur wenige Einzeltäter für Vandalismus und Gewalt verantwortlich und schaden mit ihrem kriminellen Verhalten den Clubs und allen anderen Fans, die sich korrekt verhalten. Umso grösser müsste das Interesse der Clubs und der Swiss Football League sein, der Gewalt mit wirksamen Massnahmen einen Riegel zu schieben.“ (…).
SEV, Medienmitteilung, 2.5.218
SEV > Gewalt. SEV, 2018-05-02.
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01.05.2018 St. Gallen
1. Mai
Personen
SEV Schweiz
Giorgio Tuti
1. Mai
Referate
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1. Mai-Rede von Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB, in St. Gallen. (Es gilt das gesprochene Wort.). Liebe Kolleginnen und Kollegen. Der internationale Tag der Arbeit ist der Tag der Mobilisierung der Arbeitnehmenden und der ganzen Bevölkerung. Der Tag, an dem wir unsere Stimmen laut werden lassen für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen und gegen die zunehmenden Attacken auf die bisherigen Errungenschaften der Arbeiterbewegung. Worum geht es mir heute? Zum Beispiel um die Bekämpfung der Lohndiskriminierung der Frauen. Seit über dreissig Jahren steht die Gleichstellung der Geschlechter in der Bundesverfassung. Seit über zwanzig Jahren ist die Lohngleichheit ausdrücklich im Gleichstellungsgesetz vorgeschrieben. Und doch verdienen Frauen nach wie vor gut 18% weniger als Männer. Fast die Hälfte davon, nämlich 7,4%, sind reine Lohndiskriminierung. Das ist schlicht und einfach ein Skandal! Wie immer, wenn es um die Beseitigung einer für viele kommoden Diskriminierung geht, setzt die bürgerliche Politik auf Freiwilligkeit. Freiwilligkeit heisst, dass niemand muss. Das Resultat: Nur die wenigsten Firmen haben sich am freiwilligen Lohngleichheitsdialog beteiligt. Geändert hat sich punktuell etwas, der Rest bleibt ein Skandal. Nun hat selbst der Bundesrat gesehen, dass das nicht viel bringt. Aber seine Massnahme ist wiederum nur ein kleines Schrittchen. Grosse Unternehmen (…). Giorgio Tuti.
SEV, 1.5.2018
Personen > Tuti Giorgio. 1. Mai 2018. Referat. SEV, 2018-05-01.
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04.04.2018 Zürich
SBB
SEV Schweiz

Dienstpläne
SBB
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SBB-Zugbereitstellung: Standort Zürich-Herdern will Jahreseinteilung kippen. Monatsplanung weder nötig noch legal. Wegen unerwartet vieler Personalabgänge will die Instandhaltung Zürich-Herdern ab Mai die Jahresplanung durch die Monatsplanung ersetzen. Damit wird das Recht des Personals auf eine frühe, sichere Freizeitplanung übertrieben eingeengt, denn die von der SBB angegebenen Gründe rechtfertigen dies nicht. Deshalb geht der SEV dagegen vor. Am 5. März teilte der Produktionsleiter der Instandhaltung Zürich den Mitarbeitenden in Herdern mit, dass ab 1.Mai die Jahresplanung durch eine Monatsplanung ersetzt werden müsse. Dies wegen Personalabgängen und dem damit verbundenen "Mangel an diversen Kompetenzen in folgenden Tätigkeiten: Ultraschallkontrolle UT, Arbeiten an den ICE der DB-Flotte, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den ETCS-Systemen". Um diese Kompetenzen wieder zu erlangen sei eine Ausbildungsplanung nötig. Weitere Gründe seien der verspätete Einsatz des neuen Doppelstock-Fernverkehrszugs von Bombardier und daher ein Instruktionsrückstand auf diesem Zugtyp sowie zusätzliche Nachtumläufe der IC2000. Kein valabler Grund für Verzicht auf die Jahresplanung. "Letztere zwei Probleme waren schon länger bekannt, sodass sie planbar waren", sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. "Auch Personalabgänge sind zu bewältigen, denn die Kündigungsfrist lässt Zeit für die Anstellung neuer Mitarbeiter, die notfalls vorübergehend auch Temporärangestellte (…). Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > SBB. Dienstpläne. SEV, 2018-04-04.
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