Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > SEV Schweiz
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 643

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
03.04.2020 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
SBB-Cargo
Volltext
WEKO genehmigt Beteiligung an SBB Cargo. SBB-Cargo muss Personal einstellen. Für die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV muss die Zustimmung der Wettbewerbskommission zum Zusammenschluss der vier Strassentransporteure bei SBB Cargo zu einem Fortschritt führen. „Wir erwarten vom neuen Minderheitsaktionär, dass er SBB Cargo zusätzliche Transportaufträge bringt und sich im Verwaltungsrat für eine Wachstumsstrategie einsetzt“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn. „Wir erwarten zudem, dass SBB Cargo die Arbeitsplätze erhalten oder sogar ausbauen wird. Die Coronavirus-Krise darf nicht als Vorwand für den Abbau von Arbeitsplätzen benutzt werden“. „Wir hoffen insbesondere, dass der neue Minderheitsaktionär dazu beiträgt, dass das phantasielose Streichen von Zustellpunkten und Schrumpfen des Einzelwagenladungsverkehrs, wie bisher praktiziert, endlich aufhören“, präzisiert Philipp Hadorn. „Denn wenn das Unternehmen laufend Zustellpunkte mit der dazugehörenden Infrastruktur abbaut und weitere Kunden vergrault, bringt es sich um die nötigen Voraussetzungen, um am prognostizierten Wachstum des Schienengüterverkehrs in den nächsten Jahren angemessen teilhaben zu können.“Gute Sozialpartnerschaft ist notwendig. „«So erwarten wir uns vom neuen Minderheitsaktionär einen Beitrag zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze“, führt Philipp Hadorn weiter aus. (…).
SEV, Medienmitteilung, 3.4.2020.
SEV > SBB-Cargo. Gesundheitsschutz. SEV, 2020-04-03.
Ganzer Text
10.03.2020 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Solides Jahresergebnis 2019 der SBB. Mitarbeitende müssen endlich angemessen honoriert werden! Der Gewinn der SBB bleibt hoch – auch 2019 erzielte das Bahnunternehmen ein gutes Resultat. Der SEV will mit dem Unternehmen nun über eine angemessene Beteiligung des Personals am erwirtschafteten Gewinn verhandeln. «Denn es kann nicht sein, dass die Mitarbeitenden nach ihren Höchstleistungen im Pannenjahr 2019 leer ausgehen!», betont SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger. Der SEV nimmt Kenntnis vom soliden Jahresergebnis der SBB und freut sich über die Zunahme der Anzahl Reisender und den deutlichen Anstieg der Billettverkäufe. Wir deuten dies nicht zuletzt auch als positives Signal in der laufenden Umweltdebatte. Auch die weiterhin schwarzen Zahlen der SBB Cargo wertet der SEV positiv. Personal als Erfolgsfaktor. Auch 2020 will die SBB ihren Kundinnen und Kunden mit rund 100 Millionen Franken Rabatte zur Verfügung stellen, was der SEV sehr begrüsst. „Wie die Jahre zuvor vergisst die SBB aber neben ihrer Kundschaft die Honorierung ihrer Mitarbeitenden, dem Gesicht des Unternehmens“, gibt SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger zu bedenken. „Das Personal stand und steht auch weiterhin unter grossem Druck und ist vermehrt Aggressionen ausgesetzt. Es hat im letzten Jahr unter widrigen Umständen – Pannen, sich häufende Verspätungen, schlechte Personalplanung und knappe personelle und materielle Ressourcen – Grossartiges geleistet. Das stabile Konzernergebnis von 463 Millionen Franken ist zu einem grossen Teil auch den SBB-Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus allen Bereichen zu verdanken. Es kann deshalb nicht sein, dass sie leer ausgehen.“ (…).  SEV, Medienmitteilung, 10.3.2020.
SEV > SBB. Gewinnverteilung. SEV, 2020-03-10.
Ganzer Text
10.03.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
VPT
Markus Fischer
Digitalisierung
Kurs
Volltext
VPT-Branchentagung Bahn&Touristik. Digitalisierung: Personal braucht Unterstützung. Von allen grossen und vielen kleineren Bahnen kamen am 3. März 70 Milizgewerkschafter/innen nach Olten an die jährliche Tagung der Branche Bahn und Touristik, des SEV-Unterverbands VPT (Personal privater Transportunternehmen). Hauptthema war die Digitalisierung, doch zur Sprache kamen auch die SEV-Mobilisierungen im 2020 – z.B. für die Fahrvergünstigungen des Personals (FVP) – die Mitgliederwerbung und die SEV-Jugendkommission. „70 Teilnehmende, das ist phänomenal!“, beglückwünschte VPT-Zentralpräsident Gilbert D’Alessandro die Kolleg/innen des Branchenvorstands, welche die Tagung organisierten. Der Branchenvorstand wurde für die Jahre 2021–24 neu gewählt: Ein Thema, das sich von selber einlud, war das Coronavirus. „Wer hätte vor zwei Wochen gedacht, dass deswegen viele Veranstaltungen abgesagt werden müssen“, sagte Mitorganisator Laurent Juillerat. „Viele von euch leben mit einem besonderen Ansteckungsrisiko: Zug- und Schalterpersonal, Mitarbeitende der Bahnrestauration usw. Betroffen sind aber letztlich alle, und die Folgen der Epidemie sind nicht absehbar.“ SEV-Vizepräsident Christian Fankhauser gestand: „Wie die Politiker leide auch ich unter dem Verbot, beim Begrüssen die Hand zu geben, das ist für uns ungewohnt…“ (…).
Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 10.3.2020.
Personen > Fischer Markus. Digitalisierung. VPT. SEV-Zeitung, 2020-03-10.
Ganzer Text
24.02.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
SEV Schweiz

Kündigungsinitiative
Volltext
Gewerkschaftskomitee: Gute Jobs und Löhne verteidigen!. NEIN zur SVP-Kündigungsinitiative. Die SVP-Kündigungsinitiative will den Lohnschutz aufweichen, die Arbeitsbedingungen verschlechtern und die Schweiz isolieren. Die Arbeitnehmerverbände sagen dazu klar NEIN. Sie werden eine Gegenkampagne machen, um die grossen Gefahren für die Berufstätigen in der Schweiz aufzuzeigen. Die Kündigungsinitiative schadet den Arbeitnehmenden in der Schweiz. Weil sie den Lohnschutz in Frage stellt. Weil sie zu prekären Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen führt. Und weil sie die Schweiz isoliert, indem sie die Bilateralen Verträge kündigt. Nichts von alldem trägt zur Lösung der realen Probleme in der Schweiz bei; wie beispielsweise die zu tiefen Einkommen, die Kaufkraftprobleme oder die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen. Im Gegenteil: Die Kündigungsinitiative verschärft die Probleme. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse sagen deshalb zusammen klar NEIN zur Kündigungsinitiative der SVP, im Interesse aller Arbeitnehmenden. Die Einführung der Bilateralen Verträge hat den Arbeitnehmenden in der Schweiz spürbare Verbesserungen gebracht. Dank den Flankierenden Massnahmen werden die Löhne und die Arbeitsbedingungen systematisch durch die Sozialpartner kontrolliert, in Schweizer und in ausländischen Firmen. (…).
SEV, 24.2.2020.
SEV > Kuendigungsinitiative. SEV, 2020-02-24.
Ganzer Text
19.02.2020 Schweiz
BLS
Personen
Schifffahrt
SEV Schweiz
Markus Fischer
BLS
Schifffahrt
Volltext
Der Ausbau der Winterschifffahrt ist eine gute Nachricht für das Personal und den Tourismus. BLS lagert Schifffahrt in Tochter-AG aus. Den GAV verteidigen. Zum neuen Geschäftsmodell für die BLS-Schifffahrt, welches der Verwaltungsrat genehmigt hat, gehört die Auslagerung in ein Tochterunternehmen. Der SEV wird auf keinen Fall zulassen, dass die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen des BLS-Schiffspersonals verschlechtert werden. Mit der geplanten BLS-Tochter will der SEV einen GAV aushandeln, der zum bisherigen GAV mindestens gleichwertig ist. Der SEV begrüsst, dass die BLS mit dem neuen Geschäftsmodell keine Stellen abbauen will. “Dass die BLS das Schifffahrtsangebot auf dem Thuner- und Brienzersee im Winter ausbauen und zu diesem Zweck mittelfristig zusätzliche Stellen schaffen will, ist eine gute Nachricht für das Schiffspersonal und für den Tourismu“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Michael Buletti. „Wir hoffen, dass die dafür nötigen zwei neuen Schiffe mit wenig Tiefgang beschafft werden können, mit Unterstützung des Kantons.“ GAV einhalten und einen neuen aushandeln. Zur geplanten Auslagerung der Schifffahrt in eine Tochterfirma und zur Aussage der BLS in ihrer Medienmitteilung, sie prüfe „die Ausarbeitung von Anstellungsbedingungen, die vom Gesamtarbeitsvertrag der BLS unabhängig sind“, hält Michael Buletti klar fest: „Die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen des Schiffspersonals dürfen nicht schlechter werden. Für die betroffenen Mitarbeitenden gelten die Bestimmungen des GAV BLS weiterhin – auch noch während eines Jahres nach ihrer Übernahme durch die “(…).  Markus Fischer.
SEV-Zeitung, 19.2.2020.
Personen > Fischer Markus. BLS. Schifffahrt. SEV-Zeitung, 2020-02-19.
Ganzer Text
28.01.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Reinigungspersonal
Schmutzzulage
Volltext
Cleantagung. SEV erreicht höhere Schmutzzulage. Am 18. Januar trafen sich in Olten über 30 Cleaning- und Rangiermitarbeitende, die beim Personenverkehr SBB Wagen reinigen. Themen der Tagung waren das Ergebnis der Verhandlungen über die Arbeitserschwerniszulagen und die „bedarfsorientierte Reinigung“ (Projekt “Cleaning 4.0“). SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni rief kurz in Erinnerung, wie die SBB im Frühjahr 2019 die Arbeitserschwerniszulage („Schmutzzulage“) von 1 Franken 45 für das Reinigen von WCs in Reisezugwagen streichen wollte. Sie begründete dies vor allem damit, dass das WC-Reinigen seit Anfang 2018 in den Stellenbeschrieben des Cleaningpersonals erfasst und daher mit dem Lohn abgedeckt sei. Der SEV lehnte diese Einsparung ausgerechnet bei Berufskategorien mit bereits tiefen Löhnen empört ab, und weil das Reinigen von WCs klar eine besonders unangenehme Tätigkeit ist, für die eine Erschwerniszulage gemäss Reglement R113.2 auf jeden Fall gerechtfertigt ist. Und was die Änderung der Stellenbeschriebe betrifft, hatte die SBB diese wie üblich einseitig vorgenommen. Da die SBB an der Streichung festhielt und auch die Erschwerniszulage für das Ablaugen von Graffitis streichen wollte, ging der SEV an die Öffentlichkeit. Bei dieser kam der Angriff auf das bescheidene Einkommen des Reinigungspersonals schlecht an. Die couragierte Protestaktion von Hans Ruh trug das Ihre dazu bei, dass die SBB mit dem SEV eine akzeptable Übergangslösung für 2019 aushandelte und dann im Herbst eine neue Lösung für 2020 und die folgenden Jahre. Summe der Zulagen für (…).  Markus Fischer.
SEV, 28.1.2020.
SEV > Reinigungspersonal. SEV, 2020-01-28.
Ganzer Text
28.01.2020 Schweiz
Personen
Schifffahrt
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Schifffahrt
Volltext
„Der Kapitän ist nichts ohne Mannschaft“. Rund 40 Personen versammelten sich am 22. Januar am Vierwaldstättersee in Luzern zur Branchentagung Schiff. Eine gute Gelegenheit für die Teilnehmenden, sich über die Bedingungen auf den anderen Seen zu informieren, um die eigenen Arbeitsbedingungen besser verteidigen zu können. Welche Rolle haben Unternehmung und Gewerkschaft, wenn Schiffsführer verklagt werden, weil sie das Schiffshorn betätigen? Schon an der letzten Tagung waren die Beschwerden gegen Zürcher Kollegen ein Thema. „Ein Hafenanwohner von Stäfa beschwerte sich beim Bundesamt für Verkehr“, berichtete Barbara Schraner. „Das BAV antwortete ihm, dass die Benützung des Signalhorns rechtmässig sei.“ Dennoch klagte der Nörgler 2018 gegen drei Kapitäne. Weitere Klagen folgten 2019 gegen fünf Kapitäne. Die Justiz antwortete gleich wie das BAV. Der SEV nahm die klare Position ein, dass es für Unternehmen Pflicht sei, den angegriffenen Mitarbeitern Rechtsschutz zu gewähren. Mit Erfolg. Der Fall interessierte die Teilnehmenden. Einige erinnerten daran, dass ein Kapitän strafrechtlich belangt werden kann, wenn er das Horn nicht benutzt, um einen Unfall zu verhindern. Ein weiterer Gesprächspunkt war die Situation der ehemaligen Streikenden des Lago Maggiore. „Die Situation ist speziell“, erläuterte Gewerkschaftssekretär Angelo Stroppini. „Wir haben einen GAV mit der Luganersee-Schifffahrtsgesellschaft SNL für jene Angestellten, die auf dem Lago (…).  Vivian Bologna,.
SEV , 28.1.2020.
Personen > Bologna Vivian. Schifffahrt. SEV, 2020-01-28
28.01.2020 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Elisa Lanthale
Giorgio Tuti
Interview
Volltext
„Wir lassen keinen Abbau bei Lohn und Rente zu“. Zum Jahreswechsel blicken wir mit SEV-Präsident Giorgio Tuti zurück auf ein ereignisreiches Jubiläumsjahr 2019 und sprechen über die Themen und Herausforderungen, die uns 2020 als Gewerkschaft beschäftigen werden. SEV-Zeitung: 2019 feierte der SEV sein 100-jähriges Jubiläums – schon allein deshalb ein ereignisreiches Jahr. Was waren deine schönsten Momente? Giorgio Tuti: 2019 war ein wahnsinnig befrachtetes Jahr. Denn zusätzlich zum Tagesgeschäft, also zusätzlich zu den GAV-Verhandlungen, den vielen Verhandlungen mit Sozialpartnern, den verkehrs- und sozialpolitischen Fragestellungen, kamen noch der Kongress und das 100-jährige Jubiläum. Über Arbeit konnten wir uns dementsprechend nicht beklagen. Es hat die Organisation von der Arbeitslast her ziemlich an ihre Grenzen gebracht. Trotzdem blicken wir voller Genugtuung, Freude und Stolz zurück. Von der Feier am 3. Juni mit Bundesrätin Sommaruga und vielen Gästen, über die Bustour bis hin zum Fest am 30. November: Was hier alles geleistet wurde, und in welcher Qualität, darauf kann man wirklich stolz sein. Ich möchte auch nochmals die Gelegenheit nutzen und den vielen Menschen Danke sagen, die zum Gelingen beigetragen haben. Ein Highlight waren auch die vielen Treffen und Begegnungen mit unseren Mitgliedern auf der Bustour – auch mit solchen, die man sonst weniger sieht. Das hat mich persönlich besonders gefreut. Und hinsichtlich des Tagesgeschäfts: (…).  Elisa Lanthale.
SEV, 28.1.2020.
Personen > Lanthale Elisa. Tuti Giothio. Interview. SEV, 2020-01-28.
Ganzer Text
15.01.2020 Frankreich
Gewerkschaften
SEV Schweiz
Streik

Fotos
Solidarität
Streik
Volltext
Streik in Frankreich. „Euer Kampf, unsere Solidarität“. Euer Kampf, unsere Solidarität: Das ist die Solidaritätsbekundung der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV gegenüber den Eisenbahnerinnen und Eisenbahnern in Frankreich, welche seit dem 5. Dezember gegen die Rentenreform streiken.
SEV, 15.1.2010.
SEV > Frankreich. Streik. SEV, 2020-01-15.
Ganzer Text
09.01.2020 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Patrick Kummer
Immobilien
Liegenschaften
SBB
Volltext
SBB Immobilien. Auf Anstoss des SEV plant SBB Immobilien mehr Zeit für Reorganisation „Silhouette“ein. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erachtete den Zeitplan von „Silhouette“ als zu ambitioniert und forderte von SBB Immobilien genügend Zeit, um Mitarbeitende und Führungskräfte einzubeziehen, anzuhören und ernst zu nehmen. Die Leitung von SBB Immobilien hat sich die Vorschläge des SEV zu Herzen genommen und mehr Zeit eingeräumt. Um die Zusammenarbeit, die Wirkung und die Leistung der Bereiche Bewirtschaftung (BW), Facility Management (FM) und Portfolio Management (PF) bei SBB Immobilien zu verbessern, wird durch die Reorganisation «Silhouette» bei SBB Immobilien eine ganzheitliche Prozesslandschaft angestrebt. Die interne Zusammenarbeit soll vereinfacht und ein durchgängiges und transparentes Laufbahnmodell eingeführt werden. Der SEV hat zur Reorganisation Stellung bezogen. Als Resultat wurde der Go-live Termin verschoben, es steht mehr Zeit für Information und Einbezug der Betroffenen zur Verfügung und GAV-Verträge können behalten werden, auch wenn eine Stelle mit einem OR-Vertrag ausgeschrieben sein sollte.. Das Personal soll aus Sicht des SEV nicht nur frühzeitig auf die anstehenden Veränderungen durch umfassende und angemessene Information vorbereitet, sondern auch in die Gestaltung der Veränderungen mit einbezogen werden. Das forderte der SEV von SBB Immobilien. (…).
SEV, 9.1.2020.
Personen > Kummer Patrick. SBB. Immobilien. SEV, 2020-01-09.
Ganzer Text
19.12.2019 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Karin Taglang
Abstimmung
Antirassismus-Strafnorm
Volltext
„Hass ist keine Meinung“. Am 9. Februar 2020 entscheidet das Volk über die Erweiterung der Rassismus-Strafnorm. Dabei geht es um die Frage, ob künftig auch lesbische, schwule und bisexuelle Menschen gesetzlich vor Hass und Hetze geschützt werden sollen. Der zusätzliche Schutz ist nötig, die Gewerkschaften plädieren für ein klares Ja. Seit 1995 verbietet das Strafgesetzbuch in der sogenannten „Rassismus-Strafnorm“ Diskriminierung sowie öffentliche Aufrufe zu Hass und Hetze aufgrund von Rasse, Ethnie und Religion. Seither werden solche Angriffe strafrechtlich verfolgt. 2013 forderte der Walliser SP-Nationalrat Mathias Reynard in einer parlamentarischen Initiative, dass dieser Artikel auf das Kriterium der sexuellen Orientierung ausgeweitet wird und somit auch lesbische, schwule und bisexuelle Menschen schützen soll. Das Parlament nahm Reynards Initiative an, doch rechtskonservative Kreise um EDU und SVP ergriffen das Referendum. Deshalb kommt die Erweiterung des Anti-Diskriminierungsartikels am 9. Februar 2020 zur Abstimmung. Ungenügender Schutz. Die Erweiterung ist nötig, denn aktuell sind LGBTI-Menschen nicht genug geschützt. Gerade am Arbeitsplatz kommt es immer wieder zu Diskriminierungen aufgrund der sexuellen Orientierung. Laut einer Umfrage der Fédération Genevoise des Associations LGBT werden 30% der homosexuellen Arbeitnehmenden im Erwerbsleben regelmässig diskriminiert. Dank der LGBT-Kommission des SGB und ihrer GAV-Richtlinien enthalten viele GAV, darunter derjenige der SBB, besondere Schutzklauseln, doch auf übergeordneter Ebene – also im Strafrecht – (…).  Karin Taglang.
SEV, 19. 12.2019.
Personen > Taglang Karin. Antirassismus. SEV, 2019-12-19.
Ganzer Text
18.12.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Vivian Bologna
SBB
Sicherheit
Volltext
Auf den Spuren von … Michel Turin, ein rigoroser Kämpfer. Der SEV ist nur so stark wie seine Mitglieder. Eins davon haben wir getroffen: Michel Turin, frisch gewählter Vizepräsident der Sektion BAU Genferseeregion. Turin ist ein rigoroser Mann und erfrischend unverblümt. Sein Credo: „Ich engagiere mich, um unsere Errungenschaften zu verteidigen.“ Es ist Dienstagmorgen, am Bahnhof Lausanne ist es eisig kalt. Wir treffen dort Michel Turin, Qualitätsexperte bei der SBB seit Oktober 2012. Eigentlich war es nie sein Plan, zur SBB zu gehen, denn dort hatten bereits sein Vater, Onkel und Grossvater gearbeitet. „Mein Vater war ständig weg – als Betriebsdisponent war er auch an den Wochenenden und in den Ferien kaum zuhause. Doch 1991, als ich 28 Jahre alt war, machte meine Firma Konkurs. Weil man seiner Familie so etwas nicht gerne am Weihnachtsfest erzählt, habe ich erst im Januar mit meinem Vater darüber geredet. Ein Freund von ihm suchte damals Personal für die Sicherungsanlagen der SBB. So bin ich am 1. Juli 1992 schliesslich doch bei der SBB gelandet.“Davor arbeitete Michel Turin sechs Monate lang nicht. „Das war Absicht: Meine Frau war damals mit unserem zweiten Kind schwanger, der Geburtstermin war im Juni. Also habe ich ein bisschen Papa gespielt“, erzählt er lachend. Auch wenn seine Eisenbahnerkarriere nicht geplant war, schätzt er die nötige Disziplin am Arbeitsplatz. „Man muss es von Anfang an richtig machen, sonst gibt’s Pannen – oder Schlimmeres. Ich war damals dafür verantwortlich, die Sicherungsanlagen einzustellen und anzupassen. Ich konnte viele  (…).  Vivian Bologna, Übersetzung: Karin Taglang.
SEV, 18.12.2019.
Personen > Bologna Vivian. Michel Turin. Portraet. SEV, 2019-12-18.
Ganzer Text
13.12.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Patricia D Incau
Direktion
SBB
Volltext
Neuer SBB-Chef. Juhu, ein Bähnler. Wechsel an der SBB-Spitze: Auf Manager Andreas Meyer folgt der Bähnler Vincent Ducrot. Jetzt ist es raus: Vincent Ducrot (57) wird der neue Mann an der SBB-Spitze. Anfang April wird er den Posten vom bisherigen CEO Andreas Meyer (58) übernehmen. Und damit: viele Baustellen, Denn die Bilanz nach Meyers Manager-Ära (sein aktuelles Jahressalär: 987‘442 Franken) ist desaströs: Der Personalbestand wurde zusammengestrichen, die Fahrpreise nach oben geschraubt, die Infrastruktur bescheiden unterhalten. Und mit dem Zug reibungslos von A nach B kommen: das ist für Pendlerinnen und Pendler immer öfter eher Glückssache. Ducrot solls nun also richten. Immerhin: Service public ist für ihn kein Fremdwort. Schliesslich war er in den letzten acht Jahren Chef der freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF. Und schon vorher arbeitete der Elektroingenieur bei den SBB: 1993 fing er dort in der Informatik an, machte steil Karriere und verliess den Betrieb 2011 als Leiter des Fernverkehrs. Allerdings war Ducrot auch der Mann, der den SBB den „FV-Dosto“-Zug von Bombardier eingebrockt hat. Der Kauf wurde noch unter seiner Leitung vorbereitet - als grösste Flottenbeschaffung in der Schweizer Bahngeschichte. Der Doppelstöcker ist inzwischen als „Pannenzug“ berüchtigt. Vertrauen verloren. (…).
Patricia D’Incau.
Work online, 13.12.2019.
Personen > D’Incau Partricia. SBB. Direktiion. Work online, 2019-12-13.
Ganzer Text
11.12.2019 Schweiz
BLS
SEV Schweiz

BLS
Lohnerhöhungen
Volltext
BLS: Sozialpartner einigen sich auf generelle Lohnerhöhung. Die diesjährigen Lohnverhandlungen der Sozialpartner (Gewerkschaft SEV, Personalverbände transfair und VSLF sowie BLS) sind erfolgreich verlaufen. Die Parteien einigen sich auf eine generelle Lohnerhöhung um 0,5% und eine Einmalzahlung. Insgesamt erhalten BLS-Mitarbeitende, die einem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) unterstellt sind, bei einem Beschäftigungsgrad von 100% im kommenden Jahr maximal 1‘100 Franken mehr Lohn. Diese Summe ergibt sich aus der generellen Lohnerhöhung von 0,5% sowie einer einmaligen Differenzzahlung. Die Einmalzahlung passt sich für Teilzeitangestellte je nach Beschäftigungsgrad an. Darüber hinaus gewährt die BLS systembedingte Lohnanpassungen im Umfang von insgesamt 1,1%. Die Anpassungen erfolgen per 1. April 2020 und gelten für alle Mitarbeitenden, die zu diesem Zeitpunkt bei der BLS beschäftigt sind.„Zufriedenstellendes Ergebnis“. Die BLS stimmte einer generellen Lohnerhöhung um 0,5% zu. Im Gegenzug verzichten die Gewerkschaften und Verbände mit dem vorliegenden Gesamtpaket auf die geforderte generelle Erhöhung um 2%. «Wir haben trotz herausfordernden Verhandlungen ein für beide Seiten zufriedenstellendes Ergebnis erzielt», sagt Michael Buletti, SEV-Gewerkschaftssekretär und Leiter der Verhandlungsdelegation der Gewerkschaften und Verbände. Wichtig ist ihm nach Jahren ohne generelle Lohnanpassung, dass die BLS hier einen Schritt gemacht hat. Wertschätzung der Mitarbeitenden. (…).
SEV, 11.12.2019.
SEV > BLS. Lohnerhoehungen. SEV, 2019-12-11
Ganzer Text
09.12.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Direktion
SBB
Volltext
Vincent Ducrot an der SBB-Spitze. Für den SEV geht diese Wahl. Die Ernennung des derzeitigen Direktors der Freiburgischen Verkehrsbetriebe (TPF), Vincent Ducrot als Leiter der SBB ist nach Ansicht der Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) ein Schritt in die richtige Richtung. „Mit der Wahl eines Eisenbahners als CEO sendet der Verwaltungsrat ein positives Signal an die Mitarbeitenden“, sagt SEV-Präsident Giorgio Tuti. „Der SEV kennt Herrn Ducrot seit Jahren, da ein GAV den SEV und die TPF verbindet. Die Beziehungen sind von gegenseitigem Respekt geprägt. Das geht schon auf die Zeit zurück, als Vincent Ducrot bei der SBB tätig war.“ Mit der Wahl des Eisenbahners Vincent Ducrot als CEO sendet der SBB-Verwaltungsrat ein positives Signal an die Mitarbeitenden. „Herr Ducrot wird jedoch keine leichte Aufgabe haben, da es bei der SBB derzeit viele Probleme gib“, sagt Barbara Spalinger, Vizepräsidentin des SEV und zuständig für SBB-Angelegenheiten. „Für die Mitarbeitenden ist vor allem wichtig, dass sich die SBB wieder auf die Qualität und Sicherheit ihrer Dienstleistungen konzentriert und diese zu einem erschwinglichen Preis anbietet.“Für Giorgio Tuti sind die Beziehungen zwischen dem SEV und Vincent Ducrot von gegenseitigem Respekt geprägt: „Das haben wir in der Sozialpartnerschaft gesehen, die uns mit den Freiburgischen Verkehrsbetrieben verbindet. (…).
SEV, Medienmitteilung, 9.12.2019.
SEV > SBB. Direktion. SEV, 2019-12-09.
Ganzer Text
05.12.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Resolution
Sicherheit
Volltext
Zugspersonal
Zugpersonal übergibt Resolution für die Rückkehr zur Doppelbegleitung. Die SBB muss im Fernverkehr wieder die Doppelbegleitung einführen, die sie Ende 2018 abgeschafft hat. Dies fordert das bei der Verkehrspersonalgewerkschaft SEV organisierte Zugpersonal in einer Resolution, die es gestern an Linus Looser, Leiter Bahnproduktion, und Reto Liechti, Leiter Kundenbegleitung und Cleaning (KBC), übergab. „Die Abschaffung des Prinzips, dass alle Fernverkehrszüge grundsätzlich von einem Zweierteam begleitet werden sollen, war ein Fehle“, erklärt ZPV-Zentralpräsident Andreas Menet. „Denn die Doppelbegleitung hat sich in den zehn Jahren ihrer Existenz bewährt. Sie war ein wichtiger Beitrag zur Sicherheit von Passagieren und Personal. Und sie erlaubte es uns Kundenbegleiterinnen und Kundenbegleitern, unsere Arbeit einigermassen entspannt zu machen und den Reisenden den bestmöglichen Kundendienst zu bieten, als ‚Gesicht der SBB‘. Als Auskunftspersonen gibt es bei der Bahn ja bald nur noch uns, weil im Zuge der Automatisierung und Digitalisierung immer mehr Personal verschwindet. Ein guter Kundenservice ist für uns aber unmöglich, wenn wir alleine in einem langen Zug, womöglich gar einer Doppelkomposition, Hunderte von Reisenden betreuen müssen. Ganz zu schweigen bei Störungen oder gar bei einer Evakuation in einem Tunnel bei einem Zugbrand…“. Die Resolution verweist denn auch speziell auf die Gotthardachse mit dem längsten Bahntunnel der Welt, wo die Züge zudem oft überfüllt sind. (…).
SEV, Medienmitteilung, 5.12.2019.
SEV > Zugpersonal. Sicherheit. Resolution. SEV, 2019-12-05.
Ganzer Text
05.12.2019 Schweiz
Arbeitszeit
SBB-Cargo
SEV Schweiz

Arbeitszeit
SBB-Cargo
Volltext
Gute, sozialpartnerschaftliche Lösung. Neue Arbeitszeitbestimmungen bei SBB/SBB Cargo. Für Mitarbeitende der SBB, die dem Arbeitszeitgesetz (AZG) unterstellt sind, treten per 15. Dezember 2019 und 1. Januar 2020 neue Arbeitszeitbestimmungen in Kraft. Diese hat die SBB heute kommuniziert – siehe Beilage. Der SEV ist mit der neuen Regelung der Zeitguthaben zufrieden. Die Zeitzuschläge für auswärtige Pausen wurden aufgrund der Revision des AZG bereits im Jahr 2018 im Rahmen der GAV-Verhandlungen neu geregelt und kommuniziert. Die Bestimmungen zu den Zeitguthaben und deren Übertragung am Jahresende hingegen wurden von den Sozialpartnern – SBB und Verhandlungsgemeinschaft der Gewerkschaften (VG) – erst 2019 überprüft und angepasst. Anlass dazu war die Aufforderung des Bundesamts für Verkehr (BAV) als Aufsichtsbehörde an die SBB, diese Bestimmungen zu ändern. Dies deshalb, weil es die bisher praktizierte Umwandlung von Jahresarbeitszeit in Überzeit mit nachfolgender Auszahlung unmöglich machte zu kontrollieren, ob der Artikel 4 des AZG eingehalten wird. Dieser besagt, dass die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit innerhalb eines Jahres nicht mehr als sieben Stunden betragen darf. Zu viel gearbeitete Zeit kann in arbeitsfreien Tagen bezogen werde. (…).
SEV, 5,12,2019.
SEV > Arbeitszeit. SBB-Cargo. SEV, 2019-12-05.
Ganzer Text
03.12.2019 Berlin
Demonstrationen Bern
SEV Schweiz

Demonstrationen Bern
Mitbestimmung
Volltext
Über 100 SBB-Angestellte demonstrieren am Hauptsitz. Die laufenden, für den Betrieb schädlichen Reorganisationen bei der SBB müssen gestoppt werden. Das ist die Hauptforderung des SBB-Personals. Gut hundert von ihnen, Mitglieder der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV, haben am Montagnachmittag der Leitung des Unternehmens symbolisch einen Bremsschuh überreicht. Auf einem Transparent wurden sie deutlich: „Macht endlich eure Arbeit – und lasst uns die unsere machen!“. Zur Umsetzung dieser Forderung verlangen sie, dass sie vom Unternehmen gehört und ernst genommen werden und ausreichend Personal eingestellt wird, um Sicherheit und Qualität der Leistungen zu einem tragbaren Preis zu garantieren. Die Leitung der SBB muss das Vertrauen des Personals zurückgewinnen. Dessen Vertrauen in die Führung ist seit 2014 kontinuierlich am Sinken, und auch die soeben veröffentlichten Zahlen bestätigen es: Der Wert ist nochmals um einen Punkt auf 46 gesunken (2014: 52 Punkte). «Das SBB-Personal steht hinter seinem Unternehmen und will von der Führung ernst genommen werden», stellt Barbara Spalinger, Vizepräsidentin des SEV, fest. Gut hundert Personen sind deshalb an den SBB-Hauptsitz gekommen, um der Führung einen Bremsschuh zu übergeben. „Dies ist ein starkes Zeichen gegen die Reorganisationen, die sich eine auf die andere folgen. Das Personal verlangt deshalb heute einen Unterbruch der Reorganisationen, denn diese schaden der Qualität des Betriebs“, ergänzt Spalinger.(…).  SEV, 3.12.2019.
SEV > Demonstration. Mitbestmmung. SEV, 2019-12-03.
Ganzer Text
27.11.2019 JU Kanton
Autobusbetrieb
SEV Schweiz
Syndicom

Autobusbetriebe
Privatisierung
Volltext
Grosser Unmut bei den Chauffeuren von PostAuto und CJ über die Art und Weise, wie die Buslinien im Jura ausgeschrieben werden. Rund 150 Chauffeure und Sympathisanten demonstrierten lautstark vor dem jurassischen Parlament. Die Wut richtete sich gegen die jurassische Regierung und wie sie die Buslinien im Jura ausgeschrieben hat. Sie hat in der Ausschreibung auf verbindliche Kriterien zum Schutz der Arbeitsbedingungen verzichtet. Die Chauffeure von PostAuto und Chemins de fer du Jura befürchten deshalb, dass sie am Ende den Preis für Einsparungen im Service public zahlen sollen. Die Personalkosten stellen nämlich ein grosses Sparpotential dar. Das Unternehmen, das die Linien gewinnt, ist weder . verpflichtet das Personal zu übernehmen noch die gleichen Arbeitsbedingungen anzubieten. Der Unmut der Chauffeure wird von der sturen Haltung der Regierung gespiesen. Trotz einer Petition mit 4‘000 Unterschriften, einer vom jurassischen Parlament angenommenen Motion und diversen Aktionen im Vorfeld, möchte sie das Personal nicht schützen. Sie verweist einzig auf die Richtlinie des BAV, aber dort wird allein ein Mindestlohn definiert, der weit unter den tatsächlichen Löhnen der Chauffeure liegt. Die Chauffeure fühlen sich von der Regierung im Stich gelassen. Internationale, gewinnorientierte Unternehmen drängen in den subventionierten ÖV. (…).
Syndicom, 27.11.2019.
Syndicom > Autobusbetriebe JU Kanton. Syndicom, 2019-11-27.
Ganzer Text
26.11.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Kommunikation
Rangierarbeiter
Volltext
Rangierfunk LISA: Noch immer führen Verbindungsunterbrüche zu gefährlichen Situationen. Probleme mit dem Funk LISA: Rangierer sagen Stopp. Der Zentralausschuss des SEV-Unterverbands des Rangierpersonals (RPV) fordert die SBB-Leitung auf, den Einsatz des Funks LISA sofort zu stoppen, weil Mängel des Geräts die Sicherheit gefährden. Schon seit mehreren Jahren ist der Rangierfunk LISA bei der SBB in der Testphase bzw. seit 2015 im Einsatz. Dennoch kommt es bis heute zu Verbindungsunterbrüchen, die zu Unregelmässigkeiten, Beinahe-Unfällen und Unfällen führen. Dass diese bisher keine Schwerverletzten oder gar Todesopfer gefordert haben, ist ein glücklicher Zufall. So ist es im Oktober im Bahnhof Buchs (SG) wegen einem Verbindungsunterbruch zu einer Flankenfahrt mit grossem Sachschaden gekommen. Ursache des Verbindungsunterbruchs war offenbar ein automatisches Update an einem Gerät. Der SEV-RPV verlangt deshalb, das Arbeiten mit dem Funk LISA sofort einzustellen, bis es keine Sicherheitsrisiken mehr in sich birgt. Die Cargo-Leitung hatte bereits am 30. Oktober 2017 nach einem Vorfall in Rümlang ein generelles Einsatzverbot für den Funk LISA verhängt, dieses aber am 1. Februar 2018 wieder aufgehoben. Nach dem neusten Vorfall ist klar, dass die Probleme weiterbestehen, weshalb es unzumutbar ist, mit LISA weiterzuarbeiten. (…).
SEV, 26.11.2019.
SEV > Rangierpersonal. LISA. SEV, 26.11.2019.
Ganzer Text
21.11.2019 Schweiz
Öffentlicher Verkehr
SEV Schweiz

Fahrvergünstigungen
Volltext
Angriff auf die FVP. FVP: Das BAV schwimmt gegen den Strom. Das Bundesamt für Verkehr (BAV) greift die Fahrvergünstigungen des Personals (FVP) an und will die Leistungen für einen Teil des öV-Personals sowie für die Pensionierten kürzen. Für den SEV ist dies ein inakzeptabler Vorschlag, denn die FVP sind integraler Bestandteil des Lohns und eine wohlverdiente Anerkennung der Pensionierten. In einer Zeit, in der Umweltfragen präsenter sind denn je, schwimmt das BAV mit seinem Vorschlag gegen den Strom. Die Fahrvergünstigungen des Personals sind in einer Vereinbarung zwischen dem Verband öffentlicher Verkehr (VöV) und den Gewerkschaften bzw. Berufsverbänden geregelt. Gespräche mit dem VöV sind angesetzt. Der SEV wird dabei die Interessen der Mitarbeitenden des öffentlichen Verkehrs und der Pensionierten verteidigen und daran erinnern: dass die FVP dem Personal auf unkomplizierte Weise Dienstreisen ermöglichen, dass ohne FVP der administrative Aufwand zur Abrechnung der Dienstreisen und damit die Lohnsumme erheblich steigen würden, dass die FVP kein Geschenk sind, sondern ein Lohnbestandteil, der von den einzelnen Mitarbeitenden sowie den Pensionierten auf ihrer Steuererklärung anzugeben und zu versteuern ist. Weil diese Besteuerung einfach möglich ist, wird sie von den Steuerbehörden auch konsequent durchgesetzt – konsequenter als die Besteuerung anderer Vergünstigungen, dass die Bedingungen für den Bezug des GA-FVP nicht luxuriös sind, sondern den üblichen Fahrvergünstigungen in mittleren und grossen Betrieben entsprechen, dass andere Unternehmen in der Schweiz ihrem  (...). 
SEV, 20.11.2019.
SEV > Fahrverguenstigungen. SEV, 2019-11-20.
Ganzer Text
21.11.2019 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Yves Sancey
Lokomotivführer
Stellenplan
Volltext
Lokpersonalmangel. „Aus weniger mehr machen“ ist gefährlich. Züge werden durch Busse ersetzt, andere fallen einfach aus, manche haben Verspätung und Lokführer/innen leisten Überstunden bis zum Umfallen: Der Lokpersonalmangel schadet den Reisenden und der Gesundheit der Mitarbeitenden. Ursache der Misere ist nebst groben Fehlern bei der Personalplanung hauptsächlich der Sparwahn auf allen Ebenen. Für die Reisenden sind die Unannehmlichkeiten längst Alltag geworden: Verspätungen, defekte Türen, geschlossene Toiletten, überfüllte Wagen, Ersatzbusse, Zugsausfälle… Für das Zugpersonal, das fast allein als Blitzableiter für den Kundenfrust herhalten muss, ist das sehr belastend. Das Lokpersonal, das laufend Überstunden machen und an geplanten freien Tagen für eine Sonderzulage von 80 Franken (SBB) bzw. 100 Franken (BLS) einspringen muss, steht erst recht unter Druck, der auch der Gesundheit und der Sicherheit schadet. Eine Besserung der Situation ist nicht in Sicht. Dramatische Fehlplanung. Bis 2024 werden bei der SBB rund tausend Lokführer/innen in Pension gehen. Diese gilt es zu ersetzen. Dumm nur, „dass Lokführer nicht einfach aus dem 3D-Drucker hüpfen“, wie SEV-Gewerkschaftssekretär René Zürcher es sagt. Ihre Ausbildung dauert 14 bis 16 Monate. Die SBB wirbt zurzeit mit Fahrsimulatoren in den Bahnhöfen und will mit einer Kampagne über 40-jährige Quereinsteiger sowie Frauen für den Beruf gewinnen. Das ist gut, kommt aber spät. Laut SBB werden 240 Lokführer/innen 2020 in Ausbildung sein, und 195 im Jahr darauf. Ab 2022 seien pro Jahr 140 Auszubildende vorgesehen, wobei die Zahl je nach Verkehrsentwicklung (…).
SEV, 21.11.2019.
Personen > Sancey Yves. Lokomotivfuehrer. Stellenplan. SEV, 2019-11—21. Nov. 2019.
Ganzer Text
14.11.2019 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz

Gütertransport
SBB-Cargo
Volltext
Massnahmenpaket des Bundes zur Stärkung der Verkehrsverlagerung. Ein Schritt in die richtige Richtung – aber weitere müssen folgen. „Im Interesse von Klima, Mensch und Verkehrsfluss gilt es dringend die vorliegenden Beschlüsse des Bundesrats umzusetzen“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn. Daneben müssen zwingend und zeitnah ebenfalls Massnahmen für die Verlagerung im Binnenverkehr entwickelt werden. Die Gewerkschaft für Verkehrspersonal SEV begrüsst es, dass der Bundesrat anerkennt, dass weitere Massnahmen zur Erreichung der Verlagerungsziele notwendig sind. Die vorgeschlagenen Massnahmen, die unter anderem die Erhöhung sowie Verlängerung der Laufzeit des Zahlungsrahmens für die Förderung des alpenquerenden Schienengüterverkehrs, die Senkung der Trassenpreise sowie die Anpassung der LSVA vorsehen, beurteilt der SEV als zweckmässig. „Entscheidend ist zudem die Intensivierung der Schwerverkehrskontrollen“, so Philipp Hadorn. Denn die Erkenntnisse aus bisherigen Kontrollen sind erschreckend, was die Einhaltung von Sicherheitsmassnahmen und Arbeitsbedingungen betrifft. „Obwohl der SEV die vom Bundesrat beschlossenen Schritte befürwortet, gehen wir dennoch davon aus, dass zur erfolgreichen Verlagerung gemäss dem Volksverdikt noch weitere Massnahmen notwendig sind“, betont der Gewerkschaftssekretär. (…).
SEV, Medienmitteilung, 14.11.2019.
SEV > SBB-Cargo. Warentransport. SEV, 2019-11-14.
Ganzer Text
05.11.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Volltext
Zugbegleitung
„Auf dem Zug immer zu zweit“. Die Doppelbegleitung muss wieder eingeführt werden. Dies fordert das bei der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV organisierte Zugpersonal in einer Resolution, die es heute Dienstag, 5. November an einer nationalen Tagung in Bellinzona verabschiedet hat. Insbesondere das Zugpersonal, das auf der Gotthardachse arbeitet, verlangt von der SBB-Führung, dass sie ihre Strategie der Zugbegleitung anpasst. Um Sicherheit, Beratung und Service von hoher Qualität bieten zu können, müssen die Mängel behoben werden, die der SEV mehrfach angeprangert hat. 2018 hat die SBB nach rund 10 Jahren Doppelbegleitung entschieden, im Fernverkehr den zweiten Zugbegleiter zu streichen. Gemäss der SBB steht die Reorganisation der Zugbegleitung im Zusammenhang mit der Digitalisierung und geänderten Kundenbedürfnissen. Diese Strategie ist absurd, kurzsichtig und in komplettem Widerspruch zur Realität: Wie kann man auf die Idee kommen, das Personal auf den Zügen zu reduzieren, wenn die Zahl der Reisenden laufend zunimmt? Heute sind täglich 1,3 Millionen Passagiere auf dem SBB-Netz unterwegs. Die Gewerkschaft SEV hat sich immer gegen die Streichung des zweiten Zugbegleiters gewehrt, insbesondere wegen der Sicherheit sowohl der Reisenden als auch des Personals. Die Forderung nach Doppelbegleitung wurde seinerzeit mit der Sicherheit, dem Bedürfnis nach guter Kundenberatung und dem Schutz vor Aggressionen begründet. (…).
SEV Schweiz, 5.11.2019.
SEV Schweiz > Zugpersonal. Sicherheit. Petition. SEV Schweiz, 2019-11-05.
Ganzer Text
01.11.2019 St. Gallen
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
August Fust
Biografien
Gratulation
Volltext
August Fust: 16 Tage älter als der SEV. Am 14. November feierte der Lokführerstamm St.Gallen in der alten Lokremise den 100. Geburtstag von August Fust, SEV-Mitglied seit über 74 Jahren und Lokführer im (unruhigen) Ruhestand seit 1984. Wir sprachen mit dem St.Galler in seiner Wohnung an der Haselstrasse, die er vor 45 Jahren mit seiner Frau nagelneu bezog. Diese ist vor elf Jahren gestorben, doch Gust kann dank der Hilfe seiner beiden Kinder und einer Nachbarin bis heute in seinen vier Wänden wohnen. Sein Blick ist voller Schalk und er hat unzählige Anekdoten auf Lager. Zum Beispiel fuhr er einmal in St. Gallen mit dem „Elefant“ vom Ablaufberg hinunter, als die Bremse am Kohlewagen versagte. „Die Rangierer rannten davon, erst knapp vor dem Prellbock blieb die Lok stehen. Am Bremsgestänge fehlte ein Bolzen. Ich fuhr ins Depot, der Bolzen wurde ersetzt und die Bremse funktionierte wieder“, erzählt er lachend. Franzosen in die Freiheit geführt. Unvergesslich ist für den Bähnler der Gefangenenaustausch vom 1. November 1944. „Ich musste früh am Morgen als Heizer einen Zug mit deutschen Verwundeten und Kranken nach Konstanz führen. Dort lief Marschmusik wie verrückt. Sie luden die Verwundeten auf Tüchern und Bahren aus, darunter viele Bein- und Armamputierte, und steckten ihnen Blümchen an.“ Unterdessen warteten französische Gefangene in einem anderen Zug darauf, in die Schweiz gebracht zu werden. „Sie wurden von der SS bewacht und waren mäuschenstill.“ Den Anstieg nach Kreuzlingen schaffte Gusts Lok wegen schlechter Kohle (Lignit) nur knapp. „In Kreuzlingen gingen die Fester   …).  Markus Fischer.
SEV, 1.11.2019.
Personen > Fischer Markus. Fust August. 100 Jahre. SEV, 2019-11-01.
Ganzer Text
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 ...


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden