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Anzahl gefundene Artikel: 13

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10.03.2018 Berlin
Frauen
Junge Welt

Frauentag
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Frauentag in der Hauptstadt. Mehrere tausend Menschen demonstrierten am Nachmittag des 8. März in Berlin. Die afghanische Politikerin und Frauenrechtlerin Malalai Joya war mit Abstand die bekannteste Rednerin der Demonstration unter dem Motto "Frauen wollen Revolution" am Donnerstagnachmittag am Schlesischen Tor in Berlin. Fast 17 Jahre nach Beginn der NATO-Intervention in ihrem Land widersprach sie einmal mehr der Begründung, es gehe in diesem Krieg auch um die Freiheit der Frauen. Nach ihren Worten gibt es in Afghanistan keinen Fortschritt auf diesem Gebiet, der das Leid der Zivilbevölkerung unter den Kampfhandlungen aufwiegen könnte. Ausser Terroristen sei niemand in Afghanistan sicher. Zu der Demonstration »gegen Patriarchat, Krieg, Rassismus und Faschismus« am Frauenkampftag hatten zahlreiche feministische und internationalistische Gruppen aufgerufen – darunter kurdische, lateinamerikanische und koreanische Fraueninitiativen sowie eine von Romnija und mehrere Organisationen geflüchteter Frauen. Das Sternchen nach "Frauen" im Aufruf stand dafür, dass alle »FLTI«, also Frauen/Lesben, Trans- und Intersexuelle eingeladen waren, sich zu beteiligen. Eine Rednerin des kurdisch-deutschen Frauenrats Dest-Dan verurteilte die strengen Polizeikontrollen, mit denen verbotene Symbole aussortiert werden sollten, etwa solche der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). (…).
Junge Welt, 10.3.2018.
Junge Welt > Frauentag 2018. Junge Welt, 2018-03-10.
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15.01.2018 Berlin
Junge Welt
Personen
Karl Liebknecht
Rosa Luxemburg
Demonstration
Gedenkfeier
Volltext
Luxemburg, Liebknecht und die „Freiheit der Andersdenkenden“. Tausende Menschen zog es auch in diesem Jahr zur Gedenkstätte der Sozialisten. Gedenken heisst kämpfen. Luxemburg, Liebknecht und die „Freiheit der Andersdenkenden“. Tausende Menschen zog es auch in diesem Jahr zur Gedenkstätte der Sozialisten. Die Gedenkstätte der Sozialisten im Berliner Stadtteil Friedrichsfelde ist auch nach fast einem Jahrhundert ein magischer Ort. Denn mehr als zehntausend Menschen zog es auch am Sonntag zu dem Friedhof, auf dem Karl Liebknecht, Rosa Luxemburg und zahlreiche weitere deutsche Arbeiterführer ihre letzte Ruhestätte fanden. 99 Jahre nach ihrer Ermordung am 15. Januar 1919 gedachten sie der beiden Führer der damals neugegründeten Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). Getrennt oder vereint? Wie in den Jahren zuvor war das Erinnern geteilt. Bei der traditionellen Gedenkdemonstration vom Frankfurter Tor im Stadtteil Friedrichshain zum Zentralfriedhof Friedrichsfelde marschierten alte und junge Kommunisten, Aktivisten antifaschistischer Gruppen und Vertreter verschiedener Gliederungen der Partei Die Linke gemeinsam. Andere Menschen zog es direkt zur Gedenkstätte, die ein Teil des Friedhofs ist. Dort wurden von vielen Teilnehmern Kränze und rote Nelken niedergelegt. Auch Spitzenpolitiker der Linkspartei gedachten der von Freikorps-Söldnern umgebrachten Arbeiterführer, darunter die Bundestagsfraktionschefs Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch, die Parteivorsitzenden Katja Kipping und Bernd Riexinger. (…).
Junge Welt, 15.1.2018.
Junge Welt > Luxemburg Rosa. Gedenkfeier. Junge Welt, 2018-01-15.
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24.11.2017 Berlin
Flughafen
Junge Welt

Eröffnung
Flughafen
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Stabilitätsanker des Tages: Flughafen BER. Es gibt wenig, das so verlässlich ist wie der Flughafen Berlin-Brandenburg, besser bekannt unter seinem internationalen Kürzel BER, obwohl dort noch nie jemand gestartet oder gelandet ist. Er wird verlässlich nicht eröffnet, am heutigen Freitag hätte er bereits seit zweitausendundeinem Tag in Betrieb sein sollen. Das schont die Umwelt und die Anwohner in der Einflugschneise des Hauptstadtflughafens. Er wird verlässlich immer teurer. Laut Informationen des Berliner „Tagesspiegels“ (Donnerstagausgabe) hat sich allein der Auftrag an die Firma Siemens von vereinbarten 9,7 Millionen Euro für „Ausführungsleistungen Gebäudeautomatisation“ mittlerweile fast verzehnfacht und beträgt 95‘469‘367,34 Euro. Das kurbelt die heimische Wirtschaft an. Durch Ergänzungsvereinbarungen sind mittlerweile auch keine Sanktionen bei Verzögerungen mehr vorgesehen, das entlastet die Gerichte, weil keine Verfahren zu erwarten sind. Also auch in diesem Punkt ist auf die Macher des BER Verlass. Ausserdem können wir uns darauf verlassen, dass deutsche Sachverständige die bestausgebildeten sind und bleiben. Sie haben schliesslich das grösste Schulungsgelände für technische Mängel, das ausgebildete Handwerker bauen können. Tests des TÜV Rheinland zeigen nach Angaben des „Tagesspiegels“, dass nach fünfjähriger Sanierung des BER-Terminals selbst solche Systeme nicht richtig funktionieren, die fertig schienen. In drei Wochen will Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup einen neuen Eröffnungstermin (…).
Junge Welt, 24.11.2017.
Junge Welt > Flughafen Berlin. Junge Welt, 2017-11-24.
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30.10.2017 Berlin
Junge Welt
Personen
Karl Liebknecht
Rosa Luxemburg
Gedenkfeier
Verbot
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Berliner Behördenschikane. Polizei und Bezirksamt attackieren traditionelle Veranstaltung zum Gedenken an Luxemburg und Liebknecht. Angeblich Sicherheitsbedenken. Geht es nach dem Bezirksamt von Berlin-Lichtenberg, wird die Luxemburg-Liebknecht-Ehrung, die im kommenden Jahr am 14. Januar stattfinden soll, nicht mehr in gewohnter Form veranstaltet werden dürfen. Im Zusammenhang mit dem traditionellen Gedenken an die beiden Begründer des Spartacus-Bundes und der KPD, Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht, am zweiten Januarwochenende in Berlin gibt es offenbar Repressalien seitens der Behörden. So liegt „Junge Welt“ ein Schreiben des Bezirksamtes Berlin-Lichtenberg vor, in dem auf „wichtige Änderungen ab 2018“ hingewiesen wird. „Aufgrund der aktuellen Entwicklungen und aufgestockter Sicherheitskonzepte wird auch diese traditionelle Veranstaltung ab 2018 in geänderter Form stattfinden“, heisst es darin. Das Amt wird von Bezirksbürgermeister Michael Grunst (Die Linke) geführt. Demnach sollen „nur noch reine Informationsstände“ vor der Gedenkstätte der Sozialisten in Friedrichsfelde zulässig sein. Solche, an denen Essen und Trinken angeboten werden, sind fortan untersagt. Auch jene mit Bekleidung oder antiquarischen Büchern. Informationstische sollen nur noch direkt auf dem Friedhofsvorplatz aufgebaut werden dürfen. Mehreren Initiativen und Verlagen, die sich seit Jahren am Gedenken an die beiden Arbeiterführer beteiligen, wurde bereits vom Bezirksamt mitgeteilt, dass sie für 2018 keine Genehmigung erhalten werden. (…).
Junge Welt, 30.10.2017.
Personen > Liebknecht Karl. Gedenkfeier. Junge Welt, 2017-10-30.
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30.10.2017 Berlin
Junge Welt

Redaktion
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Gegendarstellung: Regina Sommer. Als Regina Sommer bei Junge Welt anfing, schrieb sich diese noch mit einem grossen J und erschien in einem anderen Staat. Im September 1976 begann sie beim damaligen „Zentralorgan der Freien Deutschen Jugend“ ein Volontariat. Der Verlag Junge Welt residierte damals noch in einem grossen schönen Haus in der Berliner Mauerstrasse. Nach ihrem Journalistikstudium kehrte Regina 1981 zur JW zurück. Für die Zeitung notierte sie „Erfahrungen mit dem FDJ-Studienjahr“ im VEB Kranbau Eberswalde oder berichtete von einer Begegnung mit Offiziersschülern im Bezirk Rostock. 1984 übernahm Regina das Ressort Leserpost, das damals noch so personalstark war, dass jeder ankommende Brief beantwortet werden konnte. Regina war auch mitverantwortlich für den von Junge Welt mitorganisierten Solibasar der Journalistinnen und Journalisten auf dem Berliner Alexanderplatz. Mitte der 80er Jahre wuchs die Leserschaft – zeitweise auf über vier Millionen. Auch die sogenannte Wendezeit erlebte Regina in der Redaktion. Der Zeitung erging es in den Jahren nach 1990 wie vielen anderen Presseerzeugnissen der DDR. Verkauf, Ausplünderung und zeitweilige politische Orientierungslosigkeit gingen einher mit dramatisch sinkender Auflage. Anfang April 1995 verkündete der Eigentümer den Konkurs. Ein Einschnitt, den die Zeitung nur überleben konnte, weil Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (…). Verlag und Redaktion.
Junge Welt, 30.10.2017.
Junge Welt > Redaktion. Junge Welt, 2017-10-30.
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26.10.2017 Berlin
Junge Welt
Mietwesen

Obdachlosigkeit
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Wohnungsnot
Ohne Dach überm Kopf. Berliner Medien und Politiker bauschen ein altes Thema auf: Prostitution im Tiergarten. Obdachlose sollen aus dem Park vertrieben werden. Hintergrund: Wohnungsnot. Vor allem in deutschen Grossstädten droht immer mehr Menschen der Verlust ihrer Wohnung. Während die Mieten in Metropolen wie Berlin, Köln, Hamburg und München ins Unermessliche steigen, können immer mehr Menschen die Kosten dafür nicht mehr aufbringen. Mangels öffentlicher und jährlich erhobener Statistiken ist die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe auf Schätzungen angewiesen. In ihren letzten Veröffentlichungen heisst es, dass im Jahr 2014 ca. 172‘000 Haushalte (2012: 144‘000) unmittelbar betroffen gewesen seien. Zwar sei es in rund 50 Prozent der Fälle gelungen, die Wohnung durch präventive Massnahmen zu erhalten, doch habe es „insgesamt 86.000 neue Wohnungsverluste in 2014, davon ca. 33‘000 (38 Prozent) durch Zwangsräumungen und ca. 53‘000 (62 Prozent) sogenannte kalte Wohnungsverluste“, gegeben. Beim „kalten“ Wohnungsverlust kommt es nicht zur Zwangsräumung, sondern die Mieter, vor allem Alleinstehende, „verlassen“ die Wohnung ohne Räumungsverfahren oder vor dem Zwangsräumungstermin, erläutert die BAG Wohnungslosenhilfe. Zugleich warnt der Zusammenschluss, dass ein ausschliesslicher Blick auf die Zwangsräumungszahlen „das Ausmass neu entstehender Wohnungslosigkeit“ verkenne. Als Ursache für den dramatischen Anstieg der Wohnungslosenzahlen, (...).
Junge Welt, 26.10.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Junge Welt, 2017-10-26.
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24.07.2017 Berlin
Junge Welt
Mietwesen

Mietzinse
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„Fast jede zweite Neumiete ist zu hoch“. Studie belegt, dass in Berlin massenhaft gegen die Mietpreisbremse verstoßen wird. Der Staat bleibt untätig. Gespräch mit Marcel Eupen, ist zweiter Vorsitzender sowie Pressesprecher des Alternativen Mieter- und Verbraucherschutzbunds (AMV). Die gesetzliche Mietpreisbremse wirkt nicht. Das hat Ihr Verband, der Alternative Mieter- und Verbraucherschutzbund, am Freitag mit Verweis auf eine neue Studie des Forschungsinstituts Empirica erklärt. Für einen Grossteil der in Berlin angebotenen Wohnung würden demnach zu hohe Mieten verlangt. Es handelt sich hier nicht um die einzige Studie zum Thema, aber um die erste, für die nicht nur die neu verlangten Mieten, sondern auch die Vormieten betrachtet wurden. Und das für mehr als 3‘000 angebotene Wohnungen. Das Ergebnis der Untersuchung ist, dass in 81 Prozent der Fälle Beträge verlangt wurden, die mehr als zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete laut Mietspiegel lagen. Nun ist das noch nicht gleichbedeutend mit einem Verstoss gegen die Mietpreisbremse, da sie viele Ausnahmeregelungen enthält. Beträge, die mehr als zehn Prozent über den ortsüblichen Mieten liegen, dürfen bei einer Neuvermietung zum Beispiel gefordert werden, wenn bereits die Vormiete entsprechend hoch war. Rechnet man diese Wohnungen heraus, dann wird noch immer in 62 Prozent der Fälle zuviel verlangt. In einigen der Inserate wurde allerdings auf eine bereits erfolgte Renovierung oder Sanierung hingewiesen. Auch das würde Ausnahmen zulassen. (…).
Junge Welt, 24.7.2017.
Junge Welt > Mietwesen. Mietzinse. Junge Welt, 2017-07-24.
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17.07.2017 Berlin
Junge Welt
Universitätsspital

Privatisierung
Universitätsspital
Verstaatlichung
Volltext
„Wir erfuhren davon durch die Presse“. Die Servicegesellschaft der Uniklinik Charité soll wieder zu 100 Prozent dem Land Berlin gehören. Ein Gespräch mit Kalle Kunkel, Gewerkschaftssekretär bei Verdi. Es ist die Geschichte einer Auslagerung: Seit Jahren ringt die Belegschaft der Charité Facility Management, auch CFM genannt, darum, nach demselben Tarifvertrag bezahlt zu werden wie jene Kollegen, die direkt im Berliner Uniklinikum Charité angestellt sind. Seit 2016 hat der Arbeitskampf an Fahrt aufgenommen. Am vergangenen Mittwoch beschloss der Aufsichtsrat der Charité die Einführung eines Grundlohns in der CFM. Dieser soll elf Euro betragen. Wäre das ein großer Sprung für die Kolleginnen und Kollegen? Das wäre zumindest ein erster Schritt. Für die Beschäftigten in den unteren Entgeltgruppen würden elf Euro in der Stunde eine Verbesserung bedeuten. Im Sicherheitsbereich liegt der Stundenlohn derzeit bei 9,45 Euro, in der Logistik bei 9,75 Euro und in der Reinigung bei 10,00 Euro. Doch das Niveau des Tarifvertrags für öffentlichen Dienst, TVöD, wäre mit diesem Grundlohn noch nicht erreicht. Deshalb irritiert uns der Entscheid des Aufsichtsrats auch: Über einen Stufenplan, der festlegt, wann wir das Level des TVöD erreichen, wurde offenbar nicht geredet. Dabei hatte der Regierende Bürgermeister, Michael Müller – er sitzt im Aufsichtsrat der Charité –, öffentlich mehrfach angekündigt, dass es eine Angleichung geben soll. Auch im Koalitionsvertrag der Regierungsparteien ist das enthalten. Bleiben wir kurz bei dem Begriff (…).
Junge Welt, 17.7.2017.
Junge Welt > Uniklinik Berlin. Privatisierung. Junge Welt, 2017-07-17.
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01.02.2017 Berlin
Junge Welt
Wohnungsbau

Obdachlosigkeit
Volltext
Obdachlose zählen nicht. Alles wird in der BRD dokumentiert. Aber nicht, wie viele ohne Wohnung sind. Dabei müssen immer mehr in der Kälte schlafen. Obdachlosigkeit ist nichts, wovon die Regierenden etwas wissen wollen. Sie machen das, was so viele machen, wenn ihnen ein Bettler begegnet: Sie gucken weg. Entsprechend kommt das Problem in der offiziellen Statistik gar nicht erst vor. Bis heute existiert dazu keine bundeseinheitliche Berichterstattung auf gesetzlicher Grundlage, lediglich Nordrhein-Westfalen erhebt von Amts wegen Daten. Allein an Rhein und Ruhr lebten demnach 2015 mehr als 20‘000 wohnungslose Personen. Deutschlandweit sind es nach Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAGW) über 335‘000. Und es werden immer mehr. Bis 2018 rechnet der Verband mit 536‘000 Betroffenen. Berlin gilt gemeinhin als „Hauptstadt der Obdachlosen“. Das Thema kocht dort seit Jahren immer dann hoch, wenn es bitterkalt ist. Aktuell üben die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) Druck auf den Senat aus, ausreichend Notquartiere für Menschen einzurichten, die vor dem Frost Schutz suchen. Im Rahmen der „Berliner Kältehilfe“, eines von Wohlfahrtsverbänden, Kirchen und Landesregierung getragenen Programms, werden derzeit rund 800 Schlafplätze angeboten, im Februar sollen rund 100 dazukommen. Den Bedarf deckt das nicht annähernd. In der Hauptstadt könnten bis zu 20‘000 Menschen ohne festen Wohnsitz leben. Nach Angaben des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) fristeten davon 3‘000 dauerhaft ein Dasein auf der Strasse. Am Montag schlug die BVG Alarm, weil immer mehr Zufluchtsuchende (…). Ralf Wurzbacher.
Junge Welt, 1.2.2017.
Junge Welt > Obdachlosigkeit. Berlin. Junge Welt, 2017-02-01.
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01.05.1972 Berlin
Bildungsarbeit
Personen
Wagenbach-Verlag
Otto Böni
Produktion
Volltext
Wagenbach-Verlag
Klassenkampf gross geschrieben. Ungefähr vor drei Jahren startete der Berliner Wagenbach Verlag mit den „Rotbüchern“ seine zweite Buchreihe. Inzwischen sind über 30 Titel, die ausschliesslich der Neuen Linken und der ausserparlamentarischen Opposition gewidmet sind, erschienen. Wie in allen Buchreihen finden sich auch hier grosse Qualitätsunterschiede, neben Wertvollem wurde auch Fragwürdiges publiziert, allen Titeln gemeinsam ist jedoch das klassenkämpferische Anliegen und ein direkter oder indirekter Aufruf zum Kampf gegen die derzeitigen Gesellschaftssysteme in Ost und West. Dass diese „Kampfansage“ nicht auf die leichte Schulter genommen wird, davon zeugen die verschiedenen gegen den Verlag gerichteten Polizeiaktionen. Zu den neuesten „Rotbüchern“ gehören vier Titel, in denen das Wort Klassenkampf ganz besonders gross geschrieben wird. In Band 27 behandeln unter der Ueberschrift „Der erzwungene Kapitalismus“ die Autoren Schmidt und Fichter die Klassenkämpfe in den Westzonen in den Jahren 1945 bis 1948. Sie weisen, allerdings auf etwas zu wenig differenzierte Art nach, dass die Ursache für die Entpolitisierung der deutschen Arbeiterklasse nach 1945 nicht der Faschismus, sondern die von den Westmächten erzwungene Rekonstruktion des Kapitalismus war. In Band 32 wird ein Thema behandelt, das allgemein zu wenig Beachtung findet. Bernard Lambert versucht unter dem Titel „Bauern im Klassenkampf“ die Proteste der Bauern begreiflich zu machen und sie in einen politischen Zusammenhang zu stellen. Arbeitsplatz“. (…).
Otto Böni.
Bildungsarbeit, Heft 3, Mai 1972.
Bildungsarbeit > Wagenbach-Verlag. Bildungsarbeit, Mai 1972.
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01.05.1971 Berlin
Bildungsarbeit
Personen
Wagenbach-Verlag
Otto Böni
Rotbücher
Volltext
Wagenbach-Verlag
Eine provozierende Buchreihe. „Wir gelangen nur selten anders als durch Extreme zur Wahrheit - wir müssen den Irrtum... zuvor erschöpfen, ehe wir zu dem schönen Ziele der ruhigen Weisheit gelangen.“ Friedrich Schiller. Im Verlagsprogramm des in Westberlin domizilierten Wagenbach-Verlages dürften neben den mehr Iiterarischen „Quartheften“ die sehr preiswerten „Rotbücher“, die zur Veröffentlichung theoretischer Arbeiten über den Sozialismus geschaffen wurden, die wichtigste Rolle spielen. Dabei muss diese Themenumschreibung etwas präzisiert wenden; Wagenbach publiziert leider in seinem Verlagsprogramm nur .ganz bestimmte sozialistische Theorien. Es sind, um ein Schlagwort zu gebrauchen, nur die Theoretiker der „Neuen Linken“, die hier zu Worte kommen, also die geistigen Wortführer jenes Personenkreises, der zwischen der offiziellen Sozialdemokratie und dem Sowjetkommunismus steht. Bisher sind 23 „Rotbücher“ erschienen, deren Autoren entweder vorwiegend in der weltweiten, direkten politischen Auseinandersetzung (Mao Tse-tung und Guevara) oder als Theoretiker und Wissenschafter (Bettelheim, Korsch, Mandel, Sweezy und andere) wirkten und lehrten. Praktisch ausschliesslich bekennen sich die Verfasser der „Rotbücher“ zum Marxismus, eine Ausnahme bilden die Autoren der auch bei uns viel gelesenen und umstrittenen „Schülerschule“, bei denen eine emotionelle, eher religiös-soziale Komponente mitspielt. Alle Bücher dieser Reihe sind bewusst provozierend. (…). Otto Böni.
Bildungsarbeit, Heft Nr. 3, Mai 1971.
Bildungsarbeit > Wagenbach-Verlag. Bildungsarbeit, Mai 1971.
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01.05.1926 Berlin
Schweiz
1. Mai Schweiz
Öffentlicher Dienst
Personen
August Bebel
1. Mai Schweiz
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Bebel über den 1. Mai. So leicht wie heute feierten die Arbeiter vor Jahrzehnten ihren 1. Mai nicht. Wenn es auch heute noch nicht zur gänzlichen Arbeitsruhe gekommen ist, der 1. Mai noch nicht zum gesetzlichen Feiertag wurde und sehr viele Arbeiter den 1. Mai noch nicht feiern wollen, so ist aber trotzdem die Wucht der heutigen Welt-Maifeiertage nicht mit den Maifeiern um die Wende des Jahrhunderts vergleichbar. (...).

Der öffentliche Dienst, 1.5.1926.
Personen > Bebel August. 1. Mai. 1.5.1926.doc.

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08.05.1916 Berlin
Deutschland
Personen
Karl Liebknecht
Antimilitarismus
Klassenkampf
Sozialismus
Volltext

Das Bekenntnis eines internationalen Sozialisten. Aus den Akten des Prozesses Lieknecht.* Berlin, den 8. Mai 1916. An das Königliche Kommandanturgericht Berlin. In der Untersuchungssache gegen mich bedürfen die Protokolle über meine Aussagen folgender Verdeutlichung: 1. Die deutsche Regierung ist nach ihrem gesellschaftlichen und geschichtlichen Wesen ein Instrument zur Unterdrückung und Ausbeutung der arbeitenden Massen, sie dient im Innern und nach aussen den Interessen des Junkertums, des Kapitalismus und des Imperialismus. (...). Karl Liebknecht.

Der öffentliche Dienst, 1.5.1925.
Personen > Liebknecht Karl. Bekenntnis. 3.5.1916.doc.

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