Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 264

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19.03.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gewinnbeteiligung
SBB
Volltext
Gute Leistung und Gewinnsteigerung der SBB im 2018. SEV fordert Gewinnbeteiligung des Personals. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV erwartet von der SBB-Spitze nicht nur verbales Lob für die ausgezeichnete Leistung des Personals im vergangenen Jahr, sondern eine substanzielle finanzielle Beteiligung am erwirtschafteten Gewinn. Der SEV freut sich über die positiven Bilanzzahlen der SBB im 2018. Der Konzern hält in seiner Medienmitteilung explizit fest, dass zur Steigerung seines Gewinns um 42,5% auf 568 Millionen auch das «Effizienzprogramm RailFit2030» beigetragen hat. In der Tat ist die Zahl der Vollzeitstellen um 446 bzw. 1,4% auf 32'309 gesunken. Die SBB schreibt ausdrücklich, dass der Kostendeckungsgrad des Regionalverkehrs dank höherer Produktivität verbessert wurde. Besonders positiv ist die Rückkehr von SBB Cargo in die schwarzen Zahlen, wofür ebenfalls Sanierungsmassnahmen nötig waren. Erfreulich sind auch die Passagierzunahme um 0,8%, der Angebotsausbau, die Rekordmengen an Infrastrukturunterhalt (was zur leichten Verschlechterung der Pünktlichkeit beitrug) und der Anstieg der Kundenzufriedenheit im Personen- und im Güterverkehr. Gewinnbeteiligung nicht nur für die Kundschaft. Die SBB betont, dass sie einen Teil des Gewinns im 2019 an die Kundschaft zurückgeben will, indem sie 216 Mio. Franken gezielt für besseren Service und günstigere Billette einsetzt, insbesondere mehr als 100 Mio. für Sparbillette. „Der SEV begrüsst diese Beteiligung der Kundschaft am Gewinn, fordert aber auch eine angemessene Beteiligung des Personals“, sagt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. (…).
SEV, 19.3.2019.
SEV > SBB. Gewinnbeteiligung. SEV, 2019-03-19.
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13.03.2019 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Reinigung
SBB
Volltext
Juan José Grau vom RPV Zürich präsentiert das neue System Clean 4.0, das am 1. Januar 2019 in Kraft trat. Clean-Tagung geht den vielen Problemen nach. Am 2. Februar fand in Rothenburg die erste Cleantagung statt, organisiert von der RPV-Sektion Zürich, um die Probleme bei Clean ausführlich zu diskutieren. Daniel Purtschert, Co-Präsident RPV Zürich, konnte 22 Mitglieder begrüssen sowie als Gäste Hanspeter Eggenberger, Zentralpräsident RPV und Manuel Avallone, Vizepräsident SEV. Beisitzer Juan José Grau präsentierte das neue System Clean 4.0, das am 1. Januar in Kraft trat. Dieses Reinigungssystem sorgt leider noch für diverse Probleme, weil man in den Regionen ganz anders reinigt. Zudem muss der Schichtleiter Clean entscheiden, was gereinigt wird und wie viel Zeit dafür gemäss Arbeitsplan zur Verfügung steht. Die Stimmung ist schlecht. Es gab sogar Diskriminierungen, indem nur gewisse Mitarbeiter für eine höhere Funktion gefördert werden und andere nicht. Ein guter Schichtleiter wurde abgesetzt und ein weniger qualifizierter Mitarbeiter gezwungen, diese Funktion zu übernehmen – was dazu führte, dass der SEV-Rechtsschutz eingeschaltet werden musste. Auch bei der Ausbildung gibt es gewaltige Unterschiede. Die SBB hat mit den Gewerkschaften vereinbart, dafür zu sorgen, dass die Anzahl der beschäftigten Temporärarbeitenden den Anteil von 4% an Festanstellungen (FTE) auf Stufe Konzern nicht überschreitet. Problematisch ist auch, dass Temporärmitarbeitende (…). Ludwig Reyer/Red.
SEV, 13.3.2019.
SEV > SBB. Reinigung. SEV, 2019-03-13.
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20.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Urs Huber
Arbeitsbedingungen
Referate
SBB
Volltext
Kommentar von Urs Huber. Lasst uns doch einfach mal arbeiten! Sie toben sich wieder aus, die obersten SBB-Kader. Sie können es nicht lassen, wie auch. Denn offensichtlich sehen sie die Kernaufgabe ihres Jobs nicht darin, den Kunden eine möglichst störungsfreie, effiziente Dienstleistung zu bieten und dazu vielleicht auch etwas ans Personal zu denken. Nein, man gewinnt den Eindruck, sie sind nur am Reorganisieren interessiert, am Verschieben, Zerschneiden, dann wieder Zusammenführen. Im Kleinen, fast im Monatsrhythmus, und jetzt kommen noch die grossen Kisten. WEP Weiterentwicklung Personenverkehr und Infrastruktur 2.0 etc. Und immer haben sie eine gute Begründung parat. Dumm nur, dass das Ganze selten mehr als drei Jahre hält, dann kommt die nächste Reorg, natürlich auch die mit einer guten Begründung. Ausbaden darf diese Reorganisationsmanie das Personal, und oft auch die Kundschaft. Und genau diese Kombination tut den Eisenbahnern und Eisenbahnerinnen am meisten weh. Selber zahlen sie den Preis für die Dauer-Reorgs, aber es wird ja nicht mal besser, für die Kunden, für den Betrieb. Die aktuelle Störungsanfälligkeit des Systems scheint auch nicht besonders zu stören. Die obersten Chefs reden nur noch von 4.0, von der Bahn der Zukunft etc. Sie vergessen nur zu gerne: Um in die Zukunft zu gelangen, muss man erst mal die Gegenwart überstehen! (…).
Urs Huber.
SEV, 20.12.2018.
SEV > SBB. Arbeitsbedingungen. SEV, 2018-12-20.
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18.12.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Personenverkehr
SBB
Volltext
SBB-Projekt „WEP“: Hohes Tempo schadet der Qualität. Mit der neusten Phase im Projekt „Weiterentwicklung Personenverkehr“ (WEP) will die SBB diverse Geschäftsbereiche zusammenlegen oder auftrennen. Für mindestens 400 Mitarbeitende soll der Arbeitsort ändern. Obwohl manche Versetzungen aus SEV-Sicht nicht wirklich oder nicht sofort nötig sind, werden sie mit Hochdruck und etlichen Pannen vorangetrieben, was die Betroffenen verärgert und verunsichert. Einige haben schon gekündigt. Um die Abwanderung von Knowhow abzuwenden und die vielen offenen Fragen zu klären, fordert der SEV einen Marschhalt, bis die neuen Strukturen klar sind. Mehr Zeit ermöglicht bessere Lösungen für die von Arbeitsortwechseln Betroffenen. Der SEV und seine Partner der gewerkschaftlichen Verhandlungsgemeinschaft (VG) wurden von der SBB am 9. Oktober über die Phase 2 im Projekt WEP der Aufbauorganisation P-O informiert. Diese „Riesen-Kiste“ betrifft Hunderte von Mitarbeitenden in den Bereichen Geschäftsentwicklung, Rollmaterial, Lok-, Zug-, Rangier- und Reinigungspersonal inklusive Personaleinteilung und Steuerung/Lenkung sowie Ereignismanagement. Sie alle sollen im Bereich „Bahnproduktion“ zusammengelegt werden, um Schnittstellen zu eliminieren und Synergien zu erreichen. Zum Beispiel sollen die Bereiche Fahrzeugindustrie, Materiallogistik und Instandhaltung Zugbereitstellung (ZBS) im „Unterhalt Rollmaterial“ zusammengeführt werden. Das erachtet die VG in  (…). Markus Fischer.
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-12-18.
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18.12.2018 Belfort
Biel
SBB
SEV Schweiz

Bahnlinie
SBB
Volltext
Delle–Belfort wiedereröffnet. Jurassische Eisenbahner als Pioniere. Ohne den jahrelangen Kampf jurassischer Eisenbahner mit Denis Schaffner an der Spitze wäre die Linie Delle–Belfort am 6. Dezember nicht wiedereröffnet worden. Als 1992 die Linie Delle–Belfort geschlossen wurde, konnte sich Rangierarbeiter Denis Schaffner, der damals die SEV-RPV-Sektion Jura präsidierte, nicht damit abfinden. Sofort gründete er zusammen mit seinen Kollegen das Komitee „Für die Wiedereröffnung der Linie Delle-Belfort“. Im Dezember 2000 übergaben die Eisenbahner der Regierung des Kantons Jura eine Petition mit 6‘000 Unterschriften für die Wiederbelebung der Linie. „Es war die grösste Unterschriftensammlung, die es in unserem Kanton je für die Bahn gegeben hat“, sagt Pierre Kohler, der damals jurassischer Regierungspräsident und Verkehrsminister war. Aktionen zur Entfernung des Gestrüpps. Denis Schaffner ist ein Mann der Tat und beschloss deshalb, mehr zu machen als die Petition. Zusammen mit seinen Kollegen lancierte er eine Aktion zur Entfernung des Gestrüpps auf den Gleisen des französischen Grenzbahnhofs Delle. Diese verfehlte die beabsichtigte symbolische Wirkung nicht, fand sie doch die Unterstützung der Kantonsregierung und von Raymond Forni, der damals nicht nur die Gemeinde Delle präsidierte, sondern auch die französische Nationalversammlung. Die Aktion wurde fünfmal wiederholt, von den Medien bestens abgedeckt und fand Beachtung bis Bern und Paris. Den jurassischen (…).
SEV, 18.12.2018.
SEV > SBB. Biel-Belfort. Bahnlinie. SEV, 2018-12-18.
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01.12.2018 Schweiz
Mieter- und Mieterinnen-Verband
Personen
SBB
Ralph Hug
Liegenschaften
SBB
Volltext
Die SBB und ihre Goldgruben. Die SBB scheffelt Millionen mit Immobilien. Niklaus Scherr hat nachgerechnet. Die SBB ist zum zweitgrössten Immobilienkonzern der Schweiz herangewachsen. Sie macht das Geld mit Grundstücken, die sie einst für ein Butterbrot der Öffentlichkeit abgekauft hat. Den bisher grössten Profit zog sie aus der Zürcher Europaallee. Allein die UBS musste dort für ihr Grundstück im Baufeld C 199 Mio. Franken auf den Tisch legen: Das sind 26'930 Franken pro Quadratmeter. Die SBB-Vorgängerin Nordostbahn hatte für das Land vor 150 Jahren noch 10 Franken pro Quadratmeter bezahlt. Noch viel mehr holte die Bundesbahn im Baufeld G heraus. Dort stehen heute 46 superteure Eigentumswohnungen. Bei einem geschätzten Erlös von 95 Mio. Franken ergibt sich ein exorbitanter Quadratmeterpreis von 70'000 Franken. „Die Euopaallee ist die SBB-Goldgrube par excellence“, sagt Niklaus Scherf. Der ex-Geschäftsleiter des MV Zürich hat nachgerechnet. Und zwar gegen den Willen der SBB. Diese rückt, wenn überhaupt, nur höchst ungern Zahlen zu ihren Immobiliendeals heraus. Scherr hat jetzt seine umfangreiche Recherche in einem sehr erhellenden Bericht publiziert.* Dieser bestätigt die Kritik, dass die SBB auf Höchstrenditen aus ist. Dadurch entstehen vorwiegend teure Büros und Appartements. Nur unter Druck willigen die SBB-Manager ein, auch preisgünstige Wohnungen für die breite Bevölkerung zu bauen. Die Bahn verteidigt sich mit dem Argument, sie müsse mit den Gewinnen (…). Ralph Hug.
Mieter- und Mieterinnenverband, Nr. 6, Dezember 2018.
Personen > Hug Ralph. SBB. Liegenschaften. M+W, 2018-12-01.
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27.11.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Digitalisierung
SBB
Volltext
Schweizweit erster Digitalisierungsfonds. Die SBB will zusammen mit den Sozialpartnern einen Fonds gründen, welcher sich mit den langfristigen Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung beschäftigt. Das Unternehmen speist den Fonds mit zehn Millionen Schweizer Franken. SBB und Sozialpartner warfen gestern Abend anlässlich der formellen Unterzeichnung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) einen Blick in die Arbeitswelt der Zukunft. CEO Andreas Meyer will die Herausforderungen der Digitalisierung anpacken: „Wir befinden uns in einem digitalen Wandel, welcher Chancen und Risiken für die SBB, ihre Arbeitsplätze und unsere Mitarbeitenden birgt. Wir gehen diesen digitalen Wandel unternehmerisch und sozialpartnerschaftlich an und blicken dabei weit über den Horizont des neuen Gesamtarbeitsvertrags hinaus“. Zu diesem Zweck initiieren die SBB zusammen mit den Gewerkschaften und Verbänden SEV, transfair, KVöV und VSLF einen gemeinsamen Fonds, den die SBB mit zehn Millionen Schweizer Franken speist. Die SBB und die Sozialpartner beabsichtigen, sich gemeinsam und ohne Verhandlungsdruck mit den langfristigen Herausforderungen der Digitalisierung auseinanderzusetzen und aus den Erfahrungen zu lernen. Aus dem Digitalisierungsfonds heraus werden einerseits Studien und Projekte lanciert, welche die unternehmerischen Chancen und Herausforderungen für die Arbeitswelt und Arbeitsplätze der SBB analysieren und entsprechende Massnahmen aufzeigen. Eine erste Studie soll konkret aufzeigen, wie sich die Berufsbilder verändern, wo Arbeitsplätze entstehen oder wegfallen und welche Kompetenzen in (…).
SEV, Medienmitteilung, 27.11.2018.
SEV > Digitalisierung. Fonds. SEV, 2018-11-27.
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14.11.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Personenverkehr
SBB
Volltext
SBB Personenverkehr riskiert Eigentor. Der SBB Personenverkehr hat heute Mittwoch eine weitere Reorganisation angekündigt. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV beurteilt diese kritisch: 400 Mitarbeitende müssen den Arbeitsort wechseln. Das ist für sie keine Motivationsspritze. Es besteht die Gefahr, dass Mitarbeitende abspringen und mit ihnen Knowhow verloren geht. Die SBB unterläuft damit das eigene Ziel, die Qualität zu steigern. „Diese neue Reorganisation kommt in einem Moment, in dem die vorhergehende noch nicht einmal umgesetzt ist“, kritisiert SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. „Es handelt sich um eine weitere Zentralisierung. Zahlreiche Mitarbeitende sollen künftig an einem andern Ort arbeiten. Damit müssen sie längere Arbeitswege und finanzielle Einbussen in Kauf nehmen. Die Gefahr ist gross, dass Mitarbeitende demotiviert werden. Die SBB geht wissentlich das Risiko ein, dass erfahrene Mitarbeitende das Unternehmen verlassen. Dies ist dem eigentlichen Ziel, den Service für die Kundinnen und Kunden zu verbessern, nicht dienlich.“ Der SEV erwartet von der SBB, dass sie die Bedenken, die er während des Konsultationsverfahrens vorgebracht hat, stärker berücksichtigt. Der SEV fordert vor allem bessere Bedingungen für die vom Dienstortwechsel betroffenen 400 Mitarbeitenden. «Die Bedingungen müssen besser sein als das im GAV garantierte Minimum», betont Jürg Hurni. „Das ist im Interesse der Mitarbeitenden und des Unternehmens.“
SEV, Medienmitteilung, 14.11.2018.
SEV > SBB. Personenverkehr. SEV, 2018-11-14.
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24.07.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

GAV
SBB
Volltext
Vereinbarungen zur Arbeitszeit unterzeichnet. Im Rahmen der GAV-Verhandlungen haben die SBB und die Verhandlungsgemeinschaft zwei Vereinbarungen unterzeichnet. Die beiden Vereinbarungen betreffen die Revision des Arbeitszeitgesetzes. Diese Revision wirkt sich auf die Anstellungsbedingungen der SBB aus. Seit Januar 2018 verhandeln die SBB und die Verhandlungsgemeinschaft der Sozialpartner (VG) einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Die Verhandlungen befassen sich unter anderem auch mit dem Nachvollzug der Revision des Arbeitszeitgesetzes (AZG). 2016 verabschiedete nämlich das eidgenössische Parlament eine Teilrevision des Arbeitszeitgesetzes. Diese Teilrevision wirkt sich auch auf die Anstellungsbedingungen des SBB Personals aus. Um die gesetzlichen Anpassungen fristgerecht umsetzen zu können, haben die SBB und die VG im Juli zwei Vereinbarungen unterzeichnet. Zu vielen anderen Themen laufen die Verhandlungen voraussichtlich noch bis September 2018. Anpassungen in den Anhängen 4 und 5 des GAV. Je nach Funktion gilt für die SBB Mitarbeitenden das Arbeitszeitgesetz (AZG) oder das Arbeitsgesetz (ArG). Grob gesagt untersteht das Verwaltungspersonal dem Arbeitsgesetz, das operative Personal dem Arbeitszeitgesetz. Die Konzernweisung K 134 regelt, welche Funktionen der SBB dem AZG und welche dem ArG zugeordnet sind. Im Gesamtarbeitsvertrag (GAV) sind in zwei Anhängen weitergehende Arbeitszeitregelungen festgehalten: Anhang 4 für Mitarbeitende, die dem AZG (…).
SEV, 24.7.2018
SEV > SBB. GAV. SEV, 2018-07-24.
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26.06.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Bahnhofläden
Betriebsschliessungen
Volltext
Schliessung von SBB-Verkaufsstellen. Enthumanisierung der Bahn geht weiter. Der Service public in der Schweiz leidet. Auch wegen der Schliessung von SBB-Schaltern an diversen Standorten in der ganzen Schweiz. Der Bundesrat wird nun einige Fragen dazu beantworten müssen. Im laufenden Jahr sind es neun – vermeintlich unrentable – Verkaufsstellen, welche die SBB schliessen will. Interessant dabei: Diejenige in Palézieux wird von den Freiburger Verkehrsbetrieben TPF übernommen. So unrentabel kann sie also wohl nicht sein. Für die betroffenen Angestellten an allen Standorten konnten immerhin akzeptable Lösungen gefunden werden, was der SEV sehr begrüsst. Fragen an den Bundesrat. Nun widmet sich die Politik dieser Problematik. SP-Nationalrat Mathias Reynard (VS) hat in der Sommersession eine Interpellation eingereicht, welche die Schliessungen thematisiert. Unter dem Titel „Schliessung von Bahnhofsschaltern: Abbaustrategie der SBB?“fragt Reynard unter anderem danach, welche Standorte im 2019 und später geschlossen werden sollen und nach welchen Kriterien diese ausgewählt werden. Reynard merkt an, dass viele Kampagnen der SBB darauf abzielen, die Kundinnen und Kunden auf die Online-Dienste zu bringen, statt an den Schalter. Dies zum Beispiel dadurch, dass gewisse Dienstleistungen am Schalter kostenpflichtig sind, im Internet oder in der App hingegen nicht. Die Interpellation zielt auch darauf ab, dass der Service-public-Auftrag der SBB durch den Abbau der Verkaufspunkte gefährdet (…). Chantal Fischer
SEV, 26.6.2018.
SEV > Bahnhofschalter SBB. SEV, 2018.06-26.
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15.05.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Gütertransport
Volltext
SEV hat Vorbehalte zur Schienengüterverkehr-Strategie des VöV. Einzelwagenladungsverkehr bleibt volkswirtschaftlich wichtig. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV unterstützt das Hauptziel der heute vorgestellten Strategie des Verbandes öffentlicher Verkehr (VöV) zum Schienengüterverkehr, für letzteren «faire Rahmenbedingungen» zu schaffen. Auch die vom VöV geförderte Zusammenarbeit zwischen Bahn und Kunden im Rahmen der IG WLV findet der SEV grundsätzlich richtig. Jedoch darf diese Interessengemeinschaft nicht in erster Linie das betriebswirtschaftliche Ziel verfolgen, die Effizienz und Rentabilität des Wagenladungsverkehrs für den Monopolisten SBB Cargo zu erhöhen. Sondern die IG muss auch dafür sorgen, dass der Wagenladungsverkehr (WLV) seine volkswirtschaftlichen Ziele erfüllt – wofür es weiterhin einen flächendeckenden Einzel-WLV braucht. Auf die Frage, ob der VöV mit seiner Strategie einen weitgehenden Abbau des Zustellnetzes des Einzel-WLV unterstütze, antwortete Direktor Ueli Stückelberger, es brauche Anpassungen an die geänderten Rahmenbedingungen, relativierte aber, dass SBB Cargo Lösungen mit den Kunden suche. SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn hält dazu fest: „Auch wenn der Bund den Betrieb von SBB Cargo im Moment nicht mehr direkt subventionieren will, sondern Eigenwirtschaftlichkeit fordert, verlangt er von SBB Cargo trotzdem weiterhin, dass sie im (…).
SEV, Medienmitteilung, 15.5.2018.
SEV > Gütertransport. SBB. SEV, 2018-05-15
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04.04.2018 Zürich
SBB
SEV Schweiz

Dienstpläne
SBB
Volltext
SBB-Zugbereitstellung: Standort Zürich-Herdern will Jahreseinteilung kippen. Monatsplanung weder nötig noch legal. Wegen unerwartet vieler Personalabgänge will die Instandhaltung Zürich-Herdern ab Mai die Jahresplanung durch die Monatsplanung ersetzen. Damit wird das Recht des Personals auf eine frühe, sichere Freizeitplanung übertrieben eingeengt, denn die von der SBB angegebenen Gründe rechtfertigen dies nicht. Deshalb geht der SEV dagegen vor. Am 5. März teilte der Produktionsleiter der Instandhaltung Zürich den Mitarbeitenden in Herdern mit, dass ab 1.Mai die Jahresplanung durch eine Monatsplanung ersetzt werden müsse. Dies wegen Personalabgängen und dem damit verbundenen "Mangel an diversen Kompetenzen in folgenden Tätigkeiten: Ultraschallkontrolle UT, Arbeiten an den ICE der DB-Flotte, Wartungs- und Reparaturarbeiten an den ETCS-Systemen". Um diese Kompetenzen wieder zu erlangen sei eine Ausbildungsplanung nötig. Weitere Gründe seien der verspätete Einsatz des neuen Doppelstock-Fernverkehrszugs von Bombardier und daher ein Instruktionsrückstand auf diesem Zugtyp sowie zusätzliche Nachtumläufe der IC2000. Kein valabler Grund für Verzicht auf die Jahresplanung. "Letztere zwei Probleme waren schon länger bekannt, sodass sie planbar waren", sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni. "Auch Personalabgänge sind zu bewältigen, denn die Kündigungsfrist lässt Zeit für die Anstellung neuer Mitarbeiter, die notfalls vorübergehend auch Temporärangestellte (…). Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > SBB. Dienstpläne. SEV, 2018-04-04.
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20.03.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Direktion
Volltext
Andreas Meyer kann nicht lesen! Ein bisschen Sorgen um die Gesundheit des CEO SBB muss man sich machen: Sagte er doch heute am Radio SRF, ihm werde schwindlig ab den Forderungen der Gewerkschaften. Die Forderungen zählte er dann auf: Die 35-Stunden-Woche. Lohnerhöhungen von 30%. Man muss schon ziemlich erschöpft sein, um unsere Forderungen so zu lesen. Zur Erinnerung hier noch einmal die wichtigsten Punkte, die wir wollen: Schnellerer Aufstieg beim Lohn, vor allem für Junge. Gesundheitsschutz im Zusammenhang mit neuen digitalen Arbeitsformen. Keine Aufhebung der Lohngarantien. Kündigungsschutz nicht verhandelbar. Bessere Work-Life-Balance. Es ist wirklich Zeit, dass Andreas Meyer eine Auszeit nimmt. Er wolle sich weiterbilden, sagte er. Das können wir nur unterstützen. Unser Video zeigt, woher Meyers Ideen kommen. Schön daran: Er liest unsere Zeitung. Traurig: Er kann nicht lesen.
SEV, 20.3.2018.
SEV > SBB. Direktion. SEV, 2018-03-20.
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14.03.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Transport-Polizei
Volltext
Unzufriedenheit bei der Transportpolizei (TPO). Die SBB muss jetzt handeln. Bei der TPO besteht Handlungsbedarf, das zeigt eine Umfrage des SEV. In der Romandie ist die Personalzufriedenheit auf einen Tiefstwert gesunken. Beim SEV waren seit einiger Zeit Meldungen über Missstände bei der Transportpolizei eingegangen. Um zu ergründen, ob es sich um ein allgemeines Problem oder "nur" die Unzufriedenheit Einzelner handelt, führte der SEV eine Umfrage in der ganzen Schweiz durch. Es wurden gegen 200 Fragebögen verteilt mit einem sehr guten Rücklauf von rund 60 Prozent. Das überraschende Ergebnis: die Zufriedenheit mit den Betriebsabläufen ist regional völlig ungleichmässig verteilt. Zufriedene Tessiner. Denn die Auswertung wurde für die einzelnen Sprachregionen separat vorgenommen, was sicherlich Sinn macht, wenn man weiss, dass die Transportpolizei in Regionen organisiert ist. Die Mitarbeitenden im Tessin zeigten sich dabei bezüglich der Klarheit der Arbeitsanweisungen, der gut organisierten Arbeitsabläufe, der Korrektheit der Toureneinteilungen usw. mehrheitlich oder völlig zufrieden, während die Werte in der Deutschschweiz schlechter und in der Romandie katastrophal waren. Mit der Gesamtsituation im Beruf waren alle Antwortenden im Tessin zufrieden, drei Viertel aus der Romandie dagegen unzufrieden. Begründete Unzufriedenheit. (…).
Peter Anliker.
SEV, 14.3.2018.
Personen > Anliker Peter. Transportpolizei. Arbeitsbedingungen. SEV, 2018-03-14.
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23.02.2018 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

GAV
Lohnkürzungen
Volltext
GAV SBB 2019. Die SBB-Führung provoziert ihr Personal. Die Neuverhandlung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) SBB/SBB Cargo hat begonnen. Die Forderungen des Unternehmens enthalten Lohnsenkungen, eine Erhöhung der Arbeitszeit und vereinfachte Kündigungen. Das Personal arbeitet unermüdlich, um Betriebsprobleme wie beispielsweise Sopre zu lösen. Es garantiert zudem tagtäglich die Qualität der Schweizer Eisenbahn. Gleichzeitig ist die Führung mit vielen «Baustellen» eingedeckt. Das Unternehmen müsste also jedes Interesse haben, Konflikte mit seinen Mitarbeitenden zu vermeiden. Doch die Führung macht das Gegenteil und provoziert das Personal. Für die Gewerkschaften und Verbände SEV, transfair, KVöV und VSLF ist es unmöglich, ernsthaft über einen GAV zu verhandeln, solange die Gegenseite ausschliesslich das Ziel hat, die Arbeitsbedingungen massiv zu verschlechtern. „Die Verhandlungsdelegation der SBB kommt mit einem Forderungskatalog, der ein reines Sparpaket ist: Erhöhung der Arbeitszeit, Senkung der Löhne und Vereinfachung der Kündigungen. Nicht zu vergessen die Streichung von Ferientagen. Und dann ist sie noch so dreist, von einer Entwicklung des GAV zu sprechen“, sagt Manuel Avallone, Vizepräsident des SEV, im Namen von SEV, transfair, KVöV und VSLF. „Mit diesem Verhandlungspaket will die SBB-Führung den Druck an das Personal weitergeben. Sie lebt in einem andern Universum, wenn sie glaubt, dass das Personal sich so behandeln lasse!“, ergänzt Manuel Avallone. (…).
SEV, 23.2.2018.
SEV > SBB. GAV. SEV, 2018-02-23.
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30.01.2018 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Jürg Hurni
Betriebsschliessung
RailFit
Volltext
Railfit20/30 lässt grüssen. Schliessung von SBB-Vertriebsstellen. Fünf SBB-Vertriebsstellen werden geschlossen. Was die SBB mit dem „veränderten Kundenbedürfnis“. begründet, ist für den SEV ein weiterer Schritt zur Enthumanisierung des öV. Am 15. Januar informierte die SBB das Personal über die Schliessung von fünf Verkaufsstellen per 1. Juli 2018. Betroffen sind die Standorte Basel Euroairport, Turgi, Zürich, Tiefenbrunnen, St-Maurice und Küssnacht am Rigi. Die gute Nachricht: Für alle direkt betroffenen Mitarbeitenden gibt es, dank dem GAV SBB, gute Anschlusslösungen. Die meisten von ihnen haben bereits jetzt per Vertrag einen anderen Arbeitsort, da es sich bei den meisten Standorten um Filialen handelt, die von anderen Standorten aus geleitet werden oder als Doppelfilialen organisiert sind. Für die meisten Betroffenen ändert sich demnach nicht viel. Marktpräsenz ist zentral. Die schlechte Nachricht: Fünf weitere geschlossene Verkaufsstellen bedeuten weitere Geisterbahnhöfe. „Mit der Schliessung jeder einzelnen Filiale treibt die SBB die Enthumanisierung des öffentlichen Verkehrs voran“, kritisiert Jürg Hurni, SEV-Gewerkschaftssekretär. „Die Marktpräsenz ist ein zentrales Element einer Unternehmung im öffentlichen Verkehr“, erklärt er weiter. „Deshalb ist der SEV gegen die Schliessung von Verkaufsstellen.“ Eine Folge von Railfit20/30. Hinter der Schliessung steckt nichts anderes als das laufende Sparprogramm namens Railfit20/30. Ausserdem argumentiert die SBB mit dem „Bedürfnis nach vermehrter (...=. Karin Taglang. .
SEV, 30.1.2018.
Personen > Hurni Jürg. SBB. Stellen. SEV, 2018-01-30.
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21.11.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Peter Anliker
Vivian Bologna
GAV
SBB
Volltext
„Der GAV SBB, unser Leitstern“ Die Verhandlungen über den GAV SBB/SBB Cargo standen im Zentrum der Vorstandssitzung vom 17. November. Dem wichtigsten Geschäft des SEV im nächsten Jahr ist auch unser Edito gewidmet. Der Leiter der Verhandlungsdelegation GAV SBB/SBB Cargo, Manuel Avallone, rief in Erinnerung, dass der SEV im Moment in der Fläche unterwegs ist, um das Personal für die GAV-Verhandlungen des nächsten Jahres zu sensibilisieren: „Diese Präsenz in der Fläche kommt bei den Angestellten sehr gut an. Die von uns überbrachte Botschaft ist dabei klar: Der GAV fällt nicht vom Himmel.“ Manuel Avallone erinnerte daran, dass es nicht in Frage kommt, zwei verschiedene GAV für SBB und SBB Cargo zu verhandeln. Präsident Giorgio Tuti haute in die gleiche Kerbe, indem er die Wichtigkeit des GAV SBB/SBB Cargo mit diesen Worten charakterisierte: „Er ist der Leitstern unserer Vertragspolitik. Wir müssen alle für dieses Dossier mobilisieren, das unser Thema Nummer eins im Jahr 2018 sein wird. Vom Personal des SEV über die Unterverbände bis zu den Sektionen müssen wir alle Kräfte für diese überaus wichtigen Verhandlungen bündeln, denn sie beeinflussen die GAV in andern Transportunternehmungen.“ Gilbert D’Alessandro, Präsident des Unterverbandes VPT, sekundierte: „Bei den Transports publics fribourgeois werden wir den GAV 2020 verhandeln. Der Tenor des GAV SBB spielt dabei eine extrem wichtige Rolle. Der VPT ist deshalb absolut solidarisch mit den SBB-Verbänden und (…). Vivian Bologna, Peter Anliker.
SEV, 21.11.2017.
SEV > SBB. GAV. SEV. 2017-11-21.
Ganzer Text
16.11.2017 Schweiz
Personen
SBB
Work
Marie-Josée Kuhn
Präsidentin
SBB
Volltext
Der Ribar-Witz. Der Witz geht so: Wird ein Mann vom Wildhüter gestellt und gefragt: „Was haben Sie denn da auf Ihrer Schulter?“ Der Mann tut völlig erstaunt, schaut hinunter zur Schulter und ruft entsetzt: „Uii, ein Reh!“ Es ist ein richtiger Monika-Ribar-Witz: Auf ihr Angola-Abenteuer bei der Firma des Zuger Finanzjongleurs Jean- Claude Bastos angesprochen, verstand die oberste SBB-Chefin wieder einmal die Aufregung nicht. Die Managerin mit den vielen VR-Mandaten (Sika, Lufthansa usw.) sagte, sie habe das Mandat damals „sorgfältig geprüft“. Und: Das Hafenprojekt habe schliesslich Arbeitsplätze gebracht. Wo also, bitte, sei das Problem? 5 nach 12. Genau dort, wo es auch beim Skandäli um Ribars Parkplatz am Bahnhof Rüschlikon ZH lag. Die Frau sammelt Privilegien, stellt sich naiv und verkauft uns für dumm. Seit sie SBB-Präsidentin ist, parkiert sie ihren Maserati Quattroporte gratis. Quasi über Nacht verwandelten die SBB extra für sie einen zuvor öffentlichen Parkplatz in einen privaten. Und von wegen, sie habe ihr Angola-Ding sorgfältig geprüft: Wäre dem so, wäre alles nur noch schlimmer. Dann hat sich die HSG-Absolventin nämlich wissend in die Afrika- Sache gestürzt. Sie hat gewusst, dass Jean-Claude Bastos, der seine Geschäfte von Zug aus kommandiert, 2011 wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung verurteilt worden war. Sie hat gewusst, dass Angola der zweitgrösste Ölproduzent des Kontinents ist, aber 40 Prozent der Kinder an Hunger leiden. Dass die schmale angolanische Oberschicht um die Familie Dos Santos jeden (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 16.11.2017.
Personen > Kuhn Marie-Josée. SBB-Präsidentin. Work online, 2017-11-16.
Ganzer Text
16.11.2017 Schweiz
Personen
SBB
Work
Oliver Fahrni
Paradise Papers
Verwaltungsrat
Volltext
5 nach 12 für Monika Ribar. SBB-Präsidentin im Strudel der Paradise Papers. In Angola herrschen Hunger und eine korrupte Oberschicht. Dennoch beriet die oberste Bahnchefin den Zuger Finanzjongleur Jean-Claude Bastos dort bei einem Hafenprojekt. Und kassierte. Das Mandat fliegt ihr jetzt um die Ohren. Monika Ribar, die Verwaltungsratspräsidentin der SBB, verstand wieder einmal nicht, was alle Welt von ihr will. Wie damals, als sie einen der wenigen Parkplätze am Bahnhof Rüschlikon ZH für ihren Maserati privatisierte, nur ein paar Hundert Meter von ihrem Wohnsitz entfernt. Dass die Leute das hässig machte, verstand sie nicht. Heute taucht die gut vernetzte Geschäftsfrau, Ex-Konzernchefin des Logistikunternehmens Panalpina und fleissige Sammlerin von Verwaltungsratsmandaten (Sika, Lufthansa usw.) in den Paradise Papers auf. Als Verwaltungsrätin der Firma Capoinvest auf den britischen Jungferninseln. Ja klar, sagt die 58jährige Toggenburgerin, habe sie Capoinvest und deren Chef Jean-Claude Bastos bei der Planung eines Tiefseehafens in Angola beraten. 100‘000 Franken habe sie für ein paar Sitzungen kassiert, steht in den Paradise Papers. Das war 2015 und 2016, damals war sie schon Vizepräsidentin im SBB-Verwaltungsrat. Sie stehe weiter zu diesem Angola-Projekt sagt Ribar jetzt, schliesslich habe sie ihr Mandat zuvor einer „sorgfältigen Prüfung“ unterzogen. Auf den Vorhalt, dass sie den Bundesrat vor ihrer Wahl zur SBB-Präsidentin nicht über das neue Mandat informiert habe, sagt sie zwar: „Das war in (…). Oliver Fahrni.
Work online, 16.11.2017.
Personen > Fahrni Oliver. Paradise Papers. Work online, 2017-11-16.
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08.11.2017 Granges-Marnand
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Yves Sancey
Betriebsunfälle
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Der Lokführerfehler allein hätte nicht zum Zusammenstoss führen dürfen. Die SBB hat das Unglück von Granges-Marnand mitverursacht. Der Lokführer, der 2013 die Zugkollision in Granges-Marnand durch Abfahren bei Rot verursacht hat, ist am 31. Oktober zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Auf die Anklagebank hätte aber auch das SBB-Management gehört, weil es das Unglück durch Sparmassnahmen und Inkaufnahme von Sicherheitslücken mitverursacht hat. Das Regionalgericht in Yverdon sprach den Lokführer der fahrlässigen Tötung schuldig, anerkannte aber entlastende Punkte: im Dienstfahrplan der Lokführer sind Kreuzungsstellen nicht mehr enthalten, die Zugabfertigung wird nicht mehr doppelt kontrolliert und das Lokpersonal steht unter hohem Druck. Der erfahrene Lokführer (Jg. 1959) fuhr am 29. Juli 2013 um 18.43 mit seinem Regionalzug bei rotem Signal los, wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in ihrem Bericht schreibt. Sie hält ihm zugute, dass er die Signalfarbe möglicherweise atmosphärisch bedingt nicht gut sah. Den in Gegenrichtung nahenden Regioexpress sah er wegen in der Kurve abgestellter Wagen zuerst nicht, sodass er die Notbremsung zu spät auslöste. Die Frontalkollision tötete den RE-Lokführer (Jg. 1982) und verletzte 25 Passagiere, davon 6 schwer. Die Staatsanwaltschaft klagte nur den (selber leicht verletzten) Regionalzuglokführer an und stellte die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die SBB ein. Für den SEV ist diese aber mitschuldig, weil sie das Unglück durch (…). Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV, kontakt.sev, 8.11.2017.
SEV > Betriebsunfälle. SBB. SEV, 2017-11-08.
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07.11.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Kurs
Personalkommission
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Peko-Tagung des SEV. Viel Skepsis zur neuen Mitwirkung bei der SBB. Rund 90 SEV-Mitglieder, die in SBB-Personalkommissionen aktiv sind, diskutierten am letzten Freitag in Bern über die Veränderungen bei der Mitwirkung, die SBB und Gewerkschaften im Juni vereinbart haben. Die Grundstimmung war sehr kritisch. „Ziel der Tagung ist, Fragen zur neuen Mitwirkung zu beantworten und herauszufinden, wo die grössten Probleme zu erwarten sind. Diese will der SEV an weiteren Veranstaltungen thematisieren, um Lösungen zu finden“, sagte SEV-Vizepräsident Manuel Avallone einleitend. Zur Umsetzung der neuen Mitwirkung hielt er fest, dass diese gemäss Vereinbarung nur in Kraft tritt, falls der GAV SBB/SBB Cargo neu ausgehandelt wird. Liefe der GAV unverändert weiter, bliebe die Mitwirkung unverändert. Wahrscheinlicher sei aber, dass Anfang 2019 ein neuer GAV in Kraft tritt. Dann werden im ersten Semester 2019 alle Peko neu gewählt und starten am 1. Juli 2019. Bis dahin würden die jetzigen Peko nach den jetzigen Regeln weiterarbeiten. Viele Fragen und Sorgen. Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni stellte die Vereinbarung im Plenum vor. Darauf folgte eine Diskussion in Gruppen und die Präsentation der Resultate wieder im Plenum. Viele Mitglieder der Peko befürchten, dass diese durch die Reduktion der Sitzzahl geschwächt werden. Sie forderten, dass die sprachliche und geografische Abdeckung gewährleistet bleibt (wie es die Vereinbarung verlangt) und dass genügend Zeit für die Peko-Arbeit zur Verfügung stehen muss. Jürg Hurni stellte klar, (…). Markus Fischer
SEV, kontakt.sev, 7.22.2017.
Personen > Fischer Markus. Peko. Tagung. SEV, 2017-11-07.
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31.10.2017 Schweiz
SBB
SEV Schweiz

Betriebsunfälle
Prozesse
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Die SBB ist am Drama mitschuldig. Der Prozess gegen den Lokomotivführer, dem die Schuld an der Zugskollision vom 29. Juli 2013 gegeben wurde, ist mit der Verurteilung zu einer bedingten Strafe von 90 Tagessätzen zu Ende gegangen. Der SEV, die Gewerkschaft des Verkehrspersonals, ist der Meinung, dass der Lokomotivführer nicht als Einziger auf die Anklagebank gehört hätte. Zwar hat er ein Rotlicht missachtet; doch wegen Sparmassnahmen und Sicherheitsmängeln hat auch das Management der SBB seinen Anteil am Drama. Das Strafgericht des Bezirks Broye und Waadt-Nord hat heute sein Urteil verkündet. Der Lokomotivführer wird zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen verurteilt. Es ist unbestritten, dass dieser mitverantwortlich für das Drama ist, doch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV ist der Meinung, dass auch die SBB mitverantwortlich sind. Verschiedene Elemente, von denen einige im Dunkel geblieben sind, zeigen, dass die Sparmassnahmen des ehemaligen Bundesbetriebs dieses Drama erst möglich gemacht und nicht verhindert haben. „Trapezkünstler ohne Netz“. Während früher drei Personen an der Abfertigung eines Zuges beteiligt waren, hat die SBB die Kontrolleure mehr und mehr abgeschafft und das Erteilen des Abfahrbefehls dem Stationsvorsteher entzogen. Der SEV geisselt diese „Entmenschlichung der Züge und Bahnhöfe“ seit langem. Während diese Politik der SBB Einsparungen ermöglicht, überlastet sie den Lokomotivführer, der nun allein die Arbeit von drei Personen übernehmen muss. „Man hat sie zu (…).
SEV, Medienmitteilung, 31.10.2017.
SEV > Betriebsunfälle. SBB. SEV, 2017-10-31.
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10.10.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Barbara Lehmann
Konzession
SBB
Volltext
Aufteilung der Fernverkehrskonzession gefährdet das Schweizer Bahnsystem. SEV appelliert an die Kantone. Im Dezember läuft die Fernverkehrskonzession der SBB aus. Die BLS macht ihr bekanntlich mehrere Linien streitig. Das Bundesamt für Verkehr muss entscheiden, ob es die Konzession aufteilen will oder nicht, und führt dazu aktuell eine Konsultation durch. Der SEV fordert deshalb die Kantone in einem Brief auf, gegen die Konzessionsaufteilung Stellung zu nehmen. Im Brief erläutert der SEV, warum bei einer Aufteilung der Fernverkehrskonzession langfristig alle verlieren: die Bahnen, die Kantone, der Bund, die Kundschaft und vor allem auch das Personal der Bahnen: Wettbewerb und Konfrontation bedrohen ein gut funktionierendes System ohne Not. Die Kooperation der Bahnen hat sich in der kleinräumigen Schweiz mit ihrem dicht befahrenen Netz und ihrem bestens ausgebautem Taktfahrplan bisher gut bewährt. Fernverkehr muss wie bisher aus einer Hand geplant, gesteuert und betrieblich koordiniert werden. Eine Aufteilung würde die Komplexität des Betriebs erhöhen, namentlich bei Störungen und Baustellen, deren Zahl eher noch steigen wird. Erfahrungen in andern Ländern, z.B. in Schweden, haben gezeigt, dass Anbieterwettbewerb im Bahnsystem die indirekten Kosten erhöht: bei der Beschaffung und dem Einsatz von Rollmaterial (auch Dispo-Züge), beim Rollmaterialunterhalt, bei den Standorten für Abstell- und Dienstlokale oder beim Personal (Dienstpläne). Die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen (…). Daniela Lehmann, Markus Fischer
SEV, kontakt.sev. 10.10.2017.
SEV > SBB. Konzession. SEV, 2017-10.10.
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28.09.2017 Schweiz
Personen
SBB
SGB
Dore Heim
SBB
Verkauf
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Falschen Elan der Grundversorger zurückbinden. Ständerat schätzt Grundversorgung hoch und kritisiert deshalb Grundversorger. Wenn das Parlament zwei Grossunternehmen wie der Post und den SBB in voller Fahrt ins Lenkrad greift, ist das ein starkes Zeichen! Der Ständerat gab in dieser Session ein solches Zeichen. Das Plenum des Ständerats setzte ein Moratorium gegen die Schliessung von Billett-Drittverkaufsstellen durch die SBB durch. Vergeblich versuchte die Bundespräsidentin, den Ständerätinnen und Ständeräten diesen Eingriff auszureden. Je länger sie argumentierte, desto weniger Verkaufsstellen waren von der Schliessung bedroht, zum Schluss ihres Plädoyers waren es noch ganze zehn strittige Stellen und 0.8% der Billette! Allein, es half alles nichts. Frau Leuthard hat nun den Auftrag, dafür zu sorgen, dass die SBB weitere Schliessungen dieser Verkaufsstellen bis 2020 unterlassen. Und ist sicher gut beraten, sich ernstlich dafür einzusetzen, denn der Unmut über die grossen Grundversorger war in dieser Session mit Händen zu greifen. Post nicht unkontrolliert walten lassen. Der Ständerat griff nämlich auch der Post ins Rad, deren Abbaupolitik bei den Poststellen längst nicht nur in ländlichen Gegenden, sondern auch in den Städten für massiven Ärger sorgt. Die Bundespräsidentin wollte der Kritik zuvorkommen, indem sie vor der Session eine Arbeitsgruppe zur postalischen Grundversorgung zusammenstellte. Diese beliebte schweizerische Methode (man setze eine Arbeitsgruppe ein) hielt den kleinen Rat jedoch nicht  (...). Dore Heim.
SGB, 28.9.2017.
Personen > Heim Dore. SBB. Verkaufsstellen. SGB, 2017-09-28.
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26.09.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
SBB
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Zulagen
Manuel Avallone ist froh, dass Belohnungen einfacher werden. SBB gibt Kadern mehr Spielraum für Belohnungen. Stellvertretungen besser honorieren. SBB-Vorgesetzte haben nun genug Spielraum, um Mitarbeitende, die sie vorübergehend vertreten, angemessen zu entschädigen. Der SEV fordert die Kader auf, diesen Spielraum auch wirklich zu nutzen. „Per sofort können Vorgesetzte über Belohnungen bis maximal 500 Franken für ausserordentliche Leistungen von Mitarbeitenden selber entscheiden“, schreibt die SBB-Konzernleitung im Newsletter „Flash Kader SBB“ vom 11. September. Und für Belohnungen von über 500 bis höchstens 2000 Franken sei nur noch die Zustimmung des nächsthöheren Vorgesetzten nötig. Bisher brauchten die Vorgesetzten für Belohnungen jeglicher Höhe zusätzlich eine Bewilligung durch das HR, die nun bei Belohnungen bis 2000 Franken entfällt. „Der SEV ist sehr erfreut, dass die SBB dem Kader mehr Spielraum für Belohnungen gibt“, sagt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. „Dies deshalb, weil wir immer wieder zu hören bekommen, dass Mitarbeitende, die ihre Vorgesetzten vertreten, während diese in den Ferien, im Militär, krank oder unfallbedingt abwesend sind, nicht angemessen entschädigt werden.“ Stellvertretungen schlecht honoriert, trotz GAV-Artikel 96. Bis 2006 kannte die SBB für die Verwendung in einer höher eingereihten Funktion eine spezielle Zulage, die mit dem GAV 2007 abgeschafft wurde, „unter anderem mit der Begründung, dass die Stellvertreter/innen nicht den ganzen Job ihrer (…). Markus Fischer.
SEV, kontakt.sev, 26.9.2017.
SEV > Zulagen. SBB. SEV, 2017-09-26.
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