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Anzahl gefundene Artikel: 11

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31.10.2019 Schweiz
Busbetrieb
SEV Schweiz

Autobusbetriebe
Konzession
Volltext
Das BAV darf keine neuen Konzessionen. für Fernverkehrsbusse mehr vergeben. Eurobus-Swiss Express hat angekündigt, auf ihre Konzession für Fernverkehrsbusse zu verzichten. Das zeigt, dass das Bedürfnis dafür in der Schweiz nicht gegeben ist. „Obwohl die Arbeits- und Lohnbedingungen weit ungenügend sind, ist das Geschäft nicht lebensfähig. Das Bundesamt für Verkehr darf keine neue Konzession für inländischen Busfernverkehr mehr vergeben“, fordert Christian Fankhauser, Vizepräsident der Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV. Der SEV hatte es schon vor dem Start von Eurobus-Swiss Express auf dem Schweizer Markt betont: Es gab keine aussagekräftigen Studien, die den Bedarf nach einem Fernverkehrs-Busnetz in der Schweiz auswiesen. „Das war reine Ideologie, und heute bestätigen es die Tatsachen. Bevor Eurobus-Swiss Express ganz auf die Konzession verzichtet hat, wollte sie diese reduzieren lassen“, gibt Christian Fankhauser zu bedenken. „Diese absurde Konkurrenz zur Bahn ist ein Unsinn, zumal der Bund Milliarden in die Eisenbahn investiert.“Der SEV fordert deshalb vom BAV, dass es auf jegliche neuen Konzessionen für den Busfernverkehr im Inland verzichtet.
SEV. Medienmitteilung. SEV, 31.10.2019.
SEV > Autobusbetriebe. Konzessionen. SEV, 2019-10-31.
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18.10.2019 JU Kanton
Autobusbetrieb
Syndicom

Ausgliederung
Autobusbetriebe
Privatisierung
Volltext
Im Jura drängen ausländische Unternehmen in den Öffentlichen Verkehr. Der Kanton Jura hat alle konzessionierten Buslinien ausgeschrieben. Danach sah sich die Regierung mit einer von 4‘000 Jurassiern unterzeichneten Petition, einer angenommenen Motion im jurassischen Parlament und einer Aussprache mit den Gewerkschaften konfrontiert. Dennoch verzichtete sie bei der Ausschreibung darauf, wirksame Vorgaben zum Schutz der Arbeitsbedingungen und Löhne zu machen. Der Kanton Jura hat alle konzessionierten Buslinien ausgeschrieben. Danach sah sich die Regierung mit einer von 4‘000 Jurassiern unterzeichneten Petition, einer angenommenen Motion im jurassischen Parlament und einer Aussprache mit den Gewerkschaften konfrontiert. Dennoch verzichtete sie bei der Ausschreibung darauf, wirksame Vorgaben zum Schutz der Arbeitsbedingungen und Löhne zu machen. Bis zum 28. November können Unternehmen, die die Buslinien im Jura übernehmen wollen, ihr Angebot abgeben. Die FahrerInnen berichten, dass sie während der Fahrt von Vertretern der ausländischen Unternehmen angegangen wurden. Sie wurden während der Fahrt fotografiert, gefilmt und ausgefragt. Die FahrerInnen fühlen sich ausgestellt, bedrängt und zum Verkauf an den günstigste Anbieter freigegeben. (…).
Syndicom, 18.10.2019.
Syndicom > Autobusbetriebe Jura Kanton. Symdicom, 2019-10-18.
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01.11.2018 Schweiz
Post
Syndicom

Autobusbetriebe
Direktion
Interview
Volltext
Drei Fragen an Christian Plüss, den neuen CEO von PostAuto AG. Syndicom: Sie betonen in ihrer Antrittsrede vor den Medien, dass für sie vertrauensbildende Massnahmen für die Mitarbeitenden höchste Priorität geniessen – was planen sie genau? Christian Plüss: In der kommenden Woche machen wir mit der Geschäftsleitung eine Tour de Suisse. Wir besuchen alle Regionen von PostAuto. Die Mitarbeitenden sind zum Gespräch eingeladen, ja gar aufgefordert. Das Vertrauen in die Marke PostAuto und in die Führung von PostAuto wiederherstellen, betrachte ich als meine erste grosse Aufgabe. Zuerst werden wir – das neue Management und ich – uns persönlich in den Regionen und somit beim Personal vorstellen. Anschliessend sind wir offen für einen Dialog mit den Mitarbeitenden. Syndicom: Was erwarten Sie vom Personal? Christian Plüss: Ich bin sehr gespannt, was uns das Personal vortragen wird. Ich vertraue auf die Offenheit der Mitarbeitenden. Sie sollen mir ihre Anliegen mitteilen. Ich will wissen: was läuft gut, was weniger, wo braucht es Veränderung. Meine Erfahrung ist: Wenn man zuhört und vor allem zuhören will, dann hört man sehr viel. Syndicom: Es liegen Forderungen des Fahrpersonals aus der Vergangenheit auf dem Tisch. Dabei geht es um die Rückzahlung von Zulagen und Spesen. Herr Baur hatte versichert, diesen Sachverhalt aufzuarbeiten. Können sie dem Personal garantieren, dass dieses Versprechen eingelöst werden? Christian Plüss: Ich kann nichts versprechen, ohne dass ich den Sachverhalt und die (…).
Syndicom, Medienmitteilung, 1.11.2018.
Syndicom > Postautobetriebe, Direktion. Interview. Syndicom 2018-11-01.
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12.09.2017 Deutschland
Autobusbetrieb
Junge Welt

Arbeitszeit
Autobusbetriebe
Löhne
Volltext
Outgesourcte wehren sich. Münchner Nahverkehr: Beschäftigte wollen mehr Lohn statt längerer Arbeitszeit. Zwei Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde im seit Juni laufenden Tarifkonflikt bei der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) wollten die Beschäftigten noch mal ein deutliches Zeichen setzen. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) hatte deshalb die bei der MVG angestellten Bus- und Tramfahrer am Montag erneut zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Nachdem sich am ersten, auf den Busbereich beschränkten, Streik Ende Juli bereits etwa 140 Busfahrer der MVG beteiligt hatten (siehe junge Welt vom 21. Juli) traten gestern nach Angaben von Verdi rund 160 Bus- und Tramfahrer in den Ausstand. Verdi-Verhandlungsführer Franz Schütz wertete dies gegenüber Junge Welt als Erfolg. Damit hätten »die betroffenen Kollegen zu fast 100 Prozent« am Streik teilgenommen. Etwa 25 Prozent der Fahrzeuge seien ausgefallen. In der Auseinandersetzung geht es um einen neuen Tarifvertrag für die bei der MVG beschäftigten Bus-, Tram- und U-Bahnfahrer. Für die so genannten Alt-Fahrer, die noch direkt bei der Muttergesellschaft Stadtwerke München angestellt sind, und für die Mitarbeiter der mit der MVG kooperierenden privaten Busunternehmen gelten hingegen jeweils eigene Tarifverträge. Bei der MVG handelt es sich um ein seit dem Jahr 2002 ausgelagertes 100prozentiges Tochterunternehmen der Stadtwerke. Verdi fordert für die MVG-Beschäftigten eine Lohnerhöhung um 120 Euro, eine weitere Anhebung um fünf (…).
Junge Welt, 12.9.2017.
Junge Welt > Autobusbetriebe. Löhne. Junge Welt, 2017-09-12.
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13.01.2017 Deutschland
Autobusbetrieb
Löhne
Neues Deutschland
Personen
Günter Wallraff
Autobusbetriebe
Löhne
Volltext
Niedriglöhner hinterm Steuer. Mancher Busfahrer bekommt weniger als 4 Euro Stundenlohn. Mit seiner jüngsten RTL-Reportage „Billigtrend Fernbusse - Wo Sicherheit auf der Strecke bleibt“ hat das Team um den Kölner Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff eine neue Debatte über Arbeitsbedingungen und Zustände rund um private Verkehrsunternehmen ausgelöst. Und die Anfang dieser Woche ausgestrahlte Sendung dürfte auch manchen Fahrgast der mit Kampfpreisen um Marktanteile kämpfenden Busunternehmen nachdenklich machen. Der in Frankfurt am Main angesiedelte gewerkschaftsnahe Verein Mobifair sieht sich in seinem Argwohn bestätigt, dass die oftmals extrem niedrigen Fernbus-Fahrpreise nur auf dem Rücken miserabler Löhne und Arbeitsbedingungen der Fahrer möglich sind, die vielfach über Subunternehmen angeheuert werden. Mobifair hat sich den „Schutz von Beschäftigten und Verbrauchern vor unseriösem, sittenwidrigem und kriminellem Verhalten“ im Verkehrsbereich auf die Fahnen geschrieben und prangert Verstöße an. In einer Erklärung zur Lage vieler Fernbusfahrer spricht der Verein von unzureichenden Fahrplänen, die notwendige Vor- und Nacharbeitszeiten der Fahrer nicht berücksichtigten. Es entstehe „ein Zeitdruck, der nicht selten die vorgeschriebenen Pausen und Ruhezeiten aushebelt“. Viele Fahrer hätten weite Anfahrtszeiten, die nicht auf die Arbeitszeit angerechnet würden. Mit solchen „Grauzonen“ sparten sich die Firmen auch Kosten für notwendige Übernachtungen oder einen zweiten (…). Hans-Gerd Öfinger.
Neues Deutschland, 13.1.2017.
Neues Deutschland > Löhne. Autobusbetriebe. Neues Deutschland, 2017-01-13.
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08.12.2016 Schweiz
Autobusbetrieb
SEV Schweiz

Autobusbetriebe
Fahrpreise
Volltext
Trittbrettfahrer stoppen. Billiger Bus, tiefer Lohn. Der SEV hat heute Donnerstag, 8. Dezember in Zürich im Beisein zahlreicher Journalisten eine Aktion gegen die „Dumpingbusse“ durchgeführt. Es ging darum, die unlautere Konkurrenz der Billigbus-Unternehmen anzuprangern – in erster Linie von Flixbus. Der SEV verlangt vom Bundesamt für Verkehr, vermehrte Kontrollen mit schärferen Sanktionen gegen diese Unternehmen durchzuführen, die sich nicht ans Gesetz halten. Flixbus hält sich nicht ans Kabotage-Verbot und kann Billigbillette anbieten, weil es Sozial- und Lohndumping betreibt und weil es zu lächerlichen Preisen von der Schweizer Infrastruktur profitiert. Deshalb hat der SEV heute Donnerstag in Zürich den von Konstanz kommenden Flixbus auf der Reise nach Lyon erwartet. Ziel war es, die Passagiere wie die Fahrer über die Dumpingpraktiken des deutschen Unternehmens zu informieren, das diese Linien an Unterakkordanten vergibt. „Dieses Unternehmen kann es sich erlauben, Billette zu unschlagbaren Preisen zu verkaufen, da die Arbeitsbedingungen seiner Chauffeure und Chauffeusen klar unterdurchschnittlich sind“, sagte SEV-Vizepräsidentin Barbara Spalinger. „In der Schweiz verdient das fahrende Personal der Busse mindestens 4500 Franken monatlich. In Deutschland dagegen zahlen die Billig-Busse ihrem Personal durchschnittlich 1967 Euro. In Frankreich liegen die Löhne bei 1500 Euro. Das Personal ist in der Schweiz ausserdem dem Arbeitszeitgesetz unterworfen. Es sorgt für Pausen während des Fahrens. Das ist nicht nur für die Fahrer/innen wichtig, sondern auch für die Sicherheit der Passagiere.“ (…). SEV, kontakt, 8.12.2016.
SEV > Autobus-Betriebe. Dumping-Preise. SEV, 2016-12-08.
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23.10.2014 Schweiz
Autobusbetrieb
Personen
SEV-Zeitung
Giorgio Tuti
Autobusbetriebe
Liberalisierung
Volltext
Kein Bedarf nach Fernbussen in der Schweiz. Strassenlobby zielt ins Leere. Die Busunternehmen wollen eine „Liberalisierung“ des Fernverkehrs, Infrastrukturkosten der Allgemeinheit anlasten und auf rentablen Linien Rosinen picken. Der Vorstoss der Strassenlobby zielt ins Leere: Sie ist mit ihrer Forderung nach Fernbussen in der Schweiz völlig allein. Und dies aus gutem Grund, denn der Bedarf besteht schlicht nicht. Der SEV fordert die zuständigen Stellen auf, die bisherige erfolgreiche Verkehrspolitik nicht zu untergraben. Zurzeit machen sich in der Schweizer Verkehrspolitik die Liberalisierer stark bemerkbar. Nachdem das Bundesamt für Verkehr im Sommer seine fragwürdige Strategie publiziert hat, folgt ihm nun die Strassenlobby. Die Forderung nach der Zulassung von Fernbussen schwappt aus Deutschland in die Schweiz über, unbesehen der völlig unterschiedlichen Ausgangslage. „Das einzigartige Bahnangebot der Schweiz ist der tragende Pfeiler der Verkehrspolitik“, hält SEV-Präsident Giorgio Tuti fest. Mit dem Ja des Schweizer Volks zu Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur FABI wurde ein klares Zeichen gesetzt, dass die Bahn das zentrale Verkehrsmittel bleiben soll. (…). SEV.
SEV-Zeitung, 2.10.2014.
SEV-Zeitung > Autobusbetriebe. Liberalisierung. SEV-Zeitung, 23.10.2014.
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18.03.2014 Schweiz
Autobusbetrieb
Personen
SEV Schweiz
Peter Krebs
Autobusbetriebe
Liniennetz
Volltext

Der Bus hat eine grosse Zukunft. Viele Busnetze brauchen eine Aufwertung. In den Schweizer Städten und Agglomerationen gibt es viel mehr Buslinien als Trams. Ihr Ausbau erfolgt aber oft nur punktuell und pragmatisch. Verkehrsfachleute fordern jetzt einen erhöhten Standard. Dieser drängt sich auch auf, weil die kommerzielle Geschwindigkeit abnimmt. Eine Umfrage von kontakt.sev bei den städtischen Verkehrsunternehmen zeigt es: Die Busse in den Städten und Agglomerationen werden im Mittel langsamer. Die fahrplanmässige Geschwindigkeit habe in den letzten Jahren «um einige Kilometer pro Stunde abgenommen, bestätigt Valérie Maire, Mediensprecherin der Lausanner Verkehrsbetriebe TL. Grund sei die Verkehrszunahme auf einzelnen Achsen. Ähnlich die Befunde aus Winterthur und Zürich: „Wir werden tendenziell langsamer», sagt die Mediensprecherin der Verkehrsbetriebe Zürich VBZ, Daniela Tobler. Auch hier gab das Verkehrswachstum den Ausschlag und zudem die „Rückeroberung der Verkehrsflächen für den Langsamverkehr“. Da das Tram insgesamt über mehr Eigentrassen verfügt und bei Fussgängerübergängen Vorfahrt hat, scheint es weniger stark betroffen zu sein. Dennoch wird es von der Entwicklung nicht verschont. In Zürich zum Beispiel ist das Durchschnittstempo der Trams in den letzten zwanzig Jahren von 17 auf 16 km/h gesunken. Bedenklich und teuer. (…). Peter Krebs.

SEV Schweiz, 18.3.2014.

SEV Schweiz > Autobusbetriebe. Liniennetze. SEV. 2014-03-18.

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24.01.2009 Frenkendorf
SP

Autobusbetriebe
Die SP fordert attraktive Busverbindungen. Mit einer Petition fordert die SP Frenkendorf, die Busverbindungen - insbesondere nach Liestal - zu überprüfen und zu verbessern. Das Regionalbus-Angebot sei für Frenkendorf seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 deutlich schlechter geworden, schreibt die Ortspartei in einer Medienmitteilung. So seien die direkten Busverbindungen vom Dorfzentrum nach Liestal ganz weggefallen. Denn die Buslinie 76 verkehre nur noch bis zum Gemeindezentrum. Dort bestünden zwar Anschlüsse an den Bus vom Bahnhof ins Dorfzentrum, dohh sei der Wechsel zur entsprechenden Haltestelle vor allem für ältere Leute und Kinder "mühsam und nicht ungefährlich". Die SP fordert im weiteren, dass die Benützerinnen und Benützer des Regionalbusses rechtzeitig in die Gestaltung des Angebots einbezogen werden. Basellandschafltiche Zeitung 24.1.2009
24.01.2009 Frenkendorf
SP

Autobusbetriebe
Die SP fordert attraktive Busverbindungen. Mit einer Petition fordert die SP Frenkendorf, die Busverbindungen - insbesondere nach Liestal - zu überprüfen und zu verbessern. Das Regionalbus-Angebot sei für Frenkendorf seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2008 deutlich schlechter geworden, schreibt die Ortspartei in einer Medienmitteilung. So seien die direkten Busverbindungen vom Dorfzentrum nach Liestal ganz weggefallen. Denn die Buslinie 76 verkehre nur noch bis zum Gemeindezentrum. Dort bestünden zwar Anschlüsse an den Bus vom Bahnhof ins Dorfzentrum, dohh sei der Wechsel zur entsprechenden Haltestelle vor allem für ältere Leute und Kinder "mühsam und nicht ungefährlich". Die SP fordert im weiteren, dass die Benützerinnen und Benützer des Regionalbusses rechtzeitig in die Gestaltung des Angebots einbezogen werden. Basellandschafltiche Zeitung 24.1.2009
25.11.1992 England
Autobusbetrieb
Föderativverband

Autobusbetriebe
Privatisierungen
Volltext
Versorgungsauftrag. Erschütternd seien die Erfahrungen in Grossbritannien mit der totalen Deregulierung und Privatisierung der Busbetriebe im Agglomerationsverkehr (ohne den Grossraum London) erklärte Georges Eggenberger an der Delegiertenversammlung des Föderativverbandes. Nach sechs Jahren dereguliertem und privatisiertem Busdienst habe folgende Bilanz gezogen werden müssen: Die Fahrplandichte nehme ab, die Fahrgastzahl sinke, die Auslastung sinke, die Wagenkilometer sänken, die Löhne des Personals sänken; aber es gebe auch Elemente, die stiegen, nämlich die Kosten, die Fahrpreise und die Subventionen, Die privaten Unternehmer könnten ihre Wagenparks nicht mehr erneuern, der Kundschaft würden die Klapperkisten und der dünne Fahrplan verleiden, sie würden das Privatauto benutzen, Und den Letzten würden bekanntlich die Hunde beissen: Bus-Hersteller Volvo habe mangels Aufträgen seine Chassis-Produktion in Grossbritannien schliessen müssen, die Belegschaft verlor die Arbeitsplätze, Das sei keine Geschichte aus dem Gruselkabinett, meinte Eggenberger, sondern eine wahre Begebenheit aus dem Kabinett der Lady Thatcher und des Mister Major. Nicht ein Staat nach alter Väter Sitte sei gefragt, sondern ein bürgerfreundlicher Staat, der zur Lösung der heutigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Probleme beitrage. (…).
Berner Tagwacht, 25.11.1992.
Föderativverband > England. Autobusbetriebe Privatisierung. TW, 1992-11-25.
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