Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 395

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05.06.2019 Schaffhausen
Hirslanden AG
VPOD Schaffhausen
Kurt Altenburger
Entlassungen
Hirslanden AG
Volltext
Hirslandenklinik Belair vor dem Aus – 120 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Hirslandenklinik Belair soll geschlossen werden. Dies gab die Unternehmensleitung am 4. Juni überraschend bekannt. Diese Nachricht ist ein harter Schlag für die rund 120 Angestellten. Der VPOD fordert das Ausarbeiten eines grosszügigen Sozialplanes seitens der Hirslandenklinik und bietet den Angestellten seine volle Unterstützung an. Auch der Kanton, zuständig für die Gesundheitsversorgung, ist in der Pflicht. Er soll dafür besorgt sein, dass das gut qualifizierte Personal gute Anschlusslösungen findet bzw. dass die Schaffhauser Gesundheitsinstitutionen nun in einem ersten Schritt konsequent sämtliche offenen Stellen besetzen. Der VPOD Schaffhausen wird am 20. Juni in einer Medienkonferenz vertieft Stellung nehmen zur Gesundheitsversorgung und -politik im Kanton Schaffhausen. Mehr Informationen: Kurt Altenburger.
Altenburger Kurt.
VPOD Schaffhausen, 5.6.2019.
VPOD Schaffhausen > Hirslanden AG. Entlassungen. VPOD Schaffhausen, 2019-06-05.
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31.05.2019 Bern
Hirslanden AG
Personen
Work
Christian Egg
Entlassungen
Hirslanden AG
Volltext
Hirslanden stellt Reinigungsfachfrauen auf die Strasse. Null Verständnis bei den Chefs. In der Hirslanden-Klinik Permanence in Bern soll das Putzpersonal fast rund um die Uhr einsatzbereit sein. Wer das nicht will, wird geschasst. Seit 13 Jahren putzt Dragana T. (41) in der Hirslanden-Klinik Permanence in Bern die Zimmer. Sie arbeitet 70 Prozent, immer montags und mittwochs schaut sie zu ihren zwei Teenagern und der zweijährigen Tochter. Null Verständnis. Doch im Januar teilte Hirslanden allen Teilzeit-Putzkräften mit: Man könne keine Rücksicht mehr nehmen auf Betreuungspflichten. Fixe Tage oder andere Sonderwünsche seien nicht mehr möglich. Für Dragana T. ein Problem: Zwar hat sie für die Kinder eine Tagesmutter organisiert, wenn sie arbeitet. Aber die hat am Montag und Mittwoch eine andere Verpflichtung. T. geht es deshalb wie vielen Eltern: „Rund um die Uhr flexibel, das geht mit Kindern nicht.“ Doch die Chefin habe dafür „null Verständnis“ gehabt, sagt T. Sondern den sieben Teilzeit-Putzkräften eine Änderungskündigung ausgesprochen: Sie können einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, laut dem sie für jeden Dienst zur Verfügung stehen müssen. Oder sie können gehen. „Ich hätte nur geben müssen und nichts bekommen.“ Auch Kathrin Grünig (62) bekam eine Änderungskündigung. Nach mehreren Operationen ist sie gesundheitlich angeschlagen, bekommt eine Teilrente der IV. Trotzdem hat sie 50 Prozent in der Permanence-Klinik geputzt, jeden Tag von 6 bis kurz nach 10 Uhr. Das habe die Chefin nicht mehr akzeptieren wollen, sagt Grünig. Neu hätte sie auch die Abend-Putzschicht im (…). Christian Egg.
Work online. 31.5.2019.
Personen > Egg Christian. Hirslanden. Entlassungen. Work online, 2019-05-31.
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09.05.2019 BS Kanton
Nestlé
Unia Nordwestschweiz

Entlassungen
Nestlé
Volltext
Nestlé will in Basel 100 Stellen streichen. Nestlé: Keine Massenentlassung für den Profit der Aktionäre! Nestlé will in Basel rund 100 Beschäftigte entlassen. Das ist weit über die Hälfte der Mitarbeitenden an diesem Standort. Die Gewerkschaft Unia weist die Pläne energisch zurück. Denn sie haben keine produktionsbezogene Grundlage, sondern sind allein durch Profitmaximierung und die Aussicht auf Gewinne für die Aktionäre motiviert. Die angekündigte Massenentlassung würde rund 100 der 177 Kolleg/innen am Nestlé-Standort Basel betreffen. Dort werden Mayonnaise, Senf und andere Produkte wie Saucen, Dips und Kaffee hergestellt. Mit Ausnahme der Thomy-Produkte (Mayonnaise, Senf) sollen laut Nestlé die Produktionslinien ins Ausland ausgelagert oder verkauft werden. Entlassungen sind nicht akzeptabel. Die Gewerkschaft Unia weist die Pläne von Nestlé energisch zurück. Die Entlassung von über der Hälfte der Mitarbeitenden lässt sich nicht durch wirtschaftliche Argumente rechtfertigen, da es sich um rentable Produktionslinien handelt. Grossaktionäre geben den Takt vor. Vielmehr dürften überrissene Profitforderungen von Aktionären eine Rolle spielen: So übt der Hedgefonds „Third Point“ des US-Milliardärs Dan Loeb seit längerem Druck auf Nestlé aus, die Konzernmarge zu erhöhen und weniger profitable Produkte abzuspalten. Nestlé-CEO Ulf Mark Schneider will so die operative Konzernmarge auf 18,5 Prozent erhöhen. Die geplante Auslagerung und der Verkauf eines Teils der Produktion in Basel ist Folge dieser zerstörerischen Strategie. Profitieren würden vor allem Grossaktionäre, denn mit dem (…).
Unia Nordwestschweiz, Medienmitteilung, 9.5.2019.
Unia Nordwestschweiz > Nestle, Entlassungen. Unia Schweiz, 2019-05-09.
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27.03.2019 Schweiz
CH Media
Syndicom

CH Media
Entlassungen
Volltext
CH Media schnürt sein Abbaupaket weiter. Nachdem der fusionierte Grossverlag CH Media erst letzte Woche die Massenentlassung auf den Redaktionen seiner Sonntagstitel eingeleitet hatte, folgt nun der nächste Personalabbau: Der Konzern entlässt mehrere Mitarbeitende im Radio- und Fernsehbereich. Ein publizistisches Ziel dieser Umstrukturierungen ist nicht ersichtlich. Syndicom fordert CH Media dazu auf, zu zeigen, dass der Konzern eine Strategie für die Zukunft hat. CH Media baut beinahe wöchentlich in verschiedenen Abteilungen Personal ab. Weder diese Salamitaktik noch der wohlklingende Projekttitel „Kolumbus“ für die Umstrukturierung können verschleiern, was CH Media im Moment durchführt: eine gigantische Abbauübung, bislang ohne ersichtliches publizistisches Konzept. 200 von 2'000 Stellen will das Unternehmen streichen. Wie das gehen soll, ohne die Qualität und lokale Verankerung zu beeinträchtigen, konnte CH Media bislang nicht aufzeigen. Spannend und aktuell berichten, nah bei den Menschen und Themen in der jeweiligen Region: Das geht nur mit motivierten und kompetenten Mitarbeitenden. Sie sind es, die CH Media ausmachen. Die Konzernleitung muss den Angestellten jene Wertschätzung zukommen lassen, die sie verdienen. Diese Menschen haben ein Recht, zu wissen, wohin die Reise mit „Kolumbus“ gehen soll. CH Media steht hier in der Verantwortung, offen zu kommunizieren. (…).
Syndicom, 27.3.2019.
Syndicom > CH Media. Entlassungen. Syndicom, 2019-03-27.
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07.03.2019 Zürich
Personen
Spitäler
Mattia Mandaglio
Entlassungen
Volltext
Waid-Spital
Massenentlassung im Waidspital. Das Gesundheitsdepartement der Stadt Zürich plant im Waidspital den Abbau von 70 Vollzeitstellen bis Ende 2019. Heute Morgen hat das Gesundheitsdepartement der Stadt Zürich die neue Angebotsstrategie für das Stadtspital Waid und Triemli vorgestellt. Im Rahmen dieser Strategie ist ein Stellenabbau im Stadtspital Waid geplant: 70 Vollzeitstellen (wir rechnen mit mindestens 100 betroffenen Menschen) sollen bis Ende 2019 gestrichen werden. Einmal mehr müssen die Mitarbeitenden der Spitäler der Stadt Zürich die Folgen von Fehlinvestitionen, strategischen Fehlern, Gärtlidenken, etc. tragen. Die heutige Situation des Waidspitals ist zahlenmässig dramatisch. Man muss sich fragen, was davon verwaltungsspezifische Ursachen sind und warum, im Gegensatz zum Triemlispital, die bereits durchgeführten Massnahmen keinerlei Wirkung erzeugen. Die Spitalleitung hat zum Ziel und wird versuchen, keine Entlassungen auszusprechen und den Stellenabbau durch natürliche Fluktuationen, restriktiven Wiederbesetzungen, Versetzungen und Frühpensionierungen durchzuführen. Angesichts der grossen Menge des geplanten Kahlschlags und der gesetzten Frist (31.12.2019) bezweifeln wir die Erreichung des Ziels. Leider wurden uns bis jetzt keine Details zu den Stellen und Tätigkeiten, welche gestrichen werden, mitgeteilt, was zu einem noch grösseren Misstrauen führt.
Mattia Mandaglio.
VPOD Zürich, 7.3.2019.
VPOD Zürich > Waidspital. Entlassungen. VPOD Zürich, 2019-03-07.
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14.02.2019 Schweiz
BLS
SEV Schweiz

Entlassungen
SEV
Volltext
BLS-Sparprojekt „Best Way“. Der SEV verurteilt den Personalabbau bei der BLS. Der SEV steht den heute von der BLS konkretisierten Sparmassnahmen sehr kritisch gegenüber. Insbesondere verurteilt er massiv, dass trotz eines Zeithorizonts von fünf Jahren 45 Mitarbeitende vor die Türe gestellt werden sollen. Für Betroffene besteht immerhin ein hart verhandelter Sozialplan. Mit den Sparmassnahmen im Rahmen des Projekts „Best Way“ stellt die BLS die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung in den Vordergrund und vergisst dabei das Personal. „Dass trotz des langen Zeithorizonts von 5 Jahren über 40 Kündigungen ausgesprochen werden sollen, ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert SEV-Gewerkschaftssekretär Michael Buletti. „In diesem Zeitrahmen muss ein sozialverträglicher Abbau möglich sein“. „Wir verlangen von der BLS weiterhin, dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnimmt und alles daransetzt, den von einer Kündigung betroffenen Mitarbeitenden eine Perspektive innerhalb der Unternehmung anzubieten“. Da Kündigungen aber gemäss BLS unausweichlich sind, haben sich der SEV und die BLS nach langen zähen Verhandlungen auf einen akzeptablen Sozialplan geeinigt. „Mit den darin vorgesehenen Massnahmen werden insbesondere ältere und langjährige Mitarbeitende der BLS geschützt“, so Buletti weiter. Der SEV wird den Abbau und allfällige Entlassungen eng begleiten und in Härtefällen konsequent eingreifen. Durch den geplanten Abbau von insgesamt 170 Stellen wird sich der Druck auf das restliche BLS-Personal weiter verstärken. (…). SEV, 14.2.2019.
SEV > BLS. Entlassungen. SEV, 2019-02-14.
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15.11.2018 Schweiz
CH Media
Syndicom

CH Media
Entlassungen
Volltext
CH Media plant gigantisches Sparprogramm - Syndicom fordert den Einbezug der Personalinteressen. Erst vor sechs Wochen ist CH Media gestartet und schon heute macht das fusionierte Medienunternehmen mit schlechten Nachrichten Schlagzeilen: Es plant einen Stellenabbau von 200 Vollzeitstellen, also 10 Prozent des gesamten Stellenetats, und strebt innert 24 Monaten ein Sparprogramm von 45 Millionen Franken an. Syndicom fordert CH Media auf: dass die Personalinteressen unter Einbezug von Peko und Gewerkschaft respektiert werden, dass der Umfang des Abbaus revidiert und ernsthafte Alternativen gesucht werden, dass der angekündigte Zeitraum von 2 Jahren auch wirklich eingehalten und nicht unterschritten wird. Zu oft haben andere Medienunternehmen anfänglich einen längeren Zeitraum für Sparmassnahmen in Aussicht gestellt und damit versucht, dem schockierten Personal eine Beruhigungspille zu geben. So geschehen Anfang Jahr bei der SDA, die ebenfalls einen Zeitplan von zwei Jahren versprach – und dann drei Wochen später gut 80% der geplanten Entlassungen bereits ausgesprochen hatte. Auch Tamedia löste die Zusicherung, den Abbau im Zusammenhang mit dem Einheitsmantel und den zentralisierten Redaktionen über Fluktuationen abzufedern, nach wenigen Monaten in Schall und Rauch auf. Gebrochene Zusicherungen, Brutalität im Vorgehen, versuchte Verhandlungsverweigerung und unfaire Sozialplanentwürfe haben zu den bekannten kollektiven Arbeitskonflikten in diesem Jahr geführt. (…).
Syndicom, 15.11.2018.
Syndicom > CH Media. Entlassungen. Syndicom, 2018-11-15.
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16.10.2018 Thun
Meyer Burger AG
Unia Berner Oberland

Entlassungen
Meyer Burger AG
Volltext
Meyer Burger kündigt neue Entlassungen an. Berner Regierungsrat muss Task Force zu Meyer Burger reaktivieren. Meyer Burger hat die erneute Streichung von 100 Stellen angekündigt. In Thun würde nur ein Bruchteil der ursprünglichen Arbeitsplätze übrig bleiben. Die Gewerkschaft Unia fordert einen Verzicht auf den Stellenabbau und die langfristige Sicherung des Standorts Thun-Gwatt. Der Regierungsrat des Kantons Bern muss die bisherige Task Force zu Meyer Burger reaktivieren und Garantien für die Beschäftigten einfordern. Meyer Burger will knapp ein Jahr nach der Ankündigung der letzten Massenentlassung erneut rund 100 Stellen abbauen. Dies würde abermals einen grossen Schaden für den Werkplatz bedeuten. Die Unia fordert Meyer Burger auf, auf den Stellenabbau zu verzichten und endlich Massnahmen zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze und des Standorts Thun zu treffen. Affront gegenüber Angestellten. Entgegen jeglicher sozialpartnerschaftlicher Gepflogenheiten wurden die Arbeitnehmervertretung im Vorfeld der heutigen Bekanntgabe der Pläne im besten Fall ungenügend und die Gewerkschaften gar nicht informiert. Die Angestellten mussten heute Morgen sogar aus den Medien von den Abbauplänen erfahren. Dies ist eine Frechheit sondergleichen und ein Zeichen dafür, dass sich die Firma offenbar um die gesetzlichen und gesamtarbeitsvertraglichen Mitwirkungs- und Konsultationsrechte foutiert. Regierungsrat muss Task Force reaktivieren. Die Unia fordert von Regierungsrat Christoph Ammann, die Task Force zu Meyer Burger zu reaktivieren, die bereits nach der letzten (…).
Unia Berner Oberland, Medienmitteilung, 16.10.2018.
Unia Berner Oberland > Meyer Burger. Entlassungen. Unia, 2018-10-16.
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04.10.2018 BS Kanton
Novartis
Personen
Vorwaerts
Tarek Idri
Entlassungen
Novartis
Volltext
Katzbuckeln nützt nichts. Basel macht den Grossunternehmen ein Steuergeschenk nach dem anderen, um sie bei Laune zu hal-ten. Diese kümmert das offenbar nicht: Novartis wird übel' 2000 Arbeitsplätze in Basel und der Schweiz vernichten. Der Pharmariese Novartis will in der Schweiz über 2100 Stellen vernichten. Dabei sollen 1400 Stellen in der Produktion und 700 Stellen im Dienstleistungsbereich gestrichen werden. Der Abbau soll gestaffelt über vier Jahre erfolgen, wie der Pharmakonzern mitteilte. Der Stellenabbau kommt nicht völlig überraschend. Novartis- Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt hatte bereits anfangs September entsprechende Andeutungen gegenüber der „NZZ am Sonntag“ gemacht. Reinhardt kündigte im Interview Rationalisierungen in Produktion und Verwaltung an. Als Vorwand dafür dienen die sinkenden Nettopreise in den USA. Der tatsächliche Grund wurde vom CEO Vas Narasimhan gegenüber der „AZ“ verraten: „Gegenüber unseren Konkurrenten hinken wir hinterher. Einige von ihnen haben eine deutlich höhere operative Gewinnmarge als wir.“ In geheimen Gesprächen wurden die Kantonsbehörden sowie der Bundesrat schon im Vorfeld vom Kahlschlag bei Novartis informiert. Beat Käser, Gemeindeammann von Stein, zeigt sich allerdings vom Umfang des Abbaus überrumpelt. „Mit so vielen Stellen habe ich nicht gerechnet“, gibt er offen zu. Insgesamt werden in Stein 700 Stellen bis 2022 abgebaut. Dass Novartis Umschulungen anbietet und in Stein neue Stellen schaffen will, erinnere ihn an die Redewendung vom „Zuckerbrot und der Peitsche“. Kein gutes Timing? (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 4.10.2018.
Vorwaerts > Novartis. Entlassungen. Vorwaerts, 2018-10-01.
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25.09.2018 Schweiz
Novartis
Unia Schweiz

Entlassungen
Novartis
Volltext
Novartis spielt mit der Existenz von mehr als 2000 Personen. Die Gewerkschaft Unia fordert, dass Novartis ihre Kündigungspläne zurückzieht. Dieses Vorhaben verfolgt einzig und alleine finanzielle Ziele und zwar die Optimierung des Aktienkurses. Es gibt keinen wirtschaftlichen Grund für diesen beispiellosen Abbau. Die Unia verlangt den sofortigen Einsatz einer Kommission mit Vertretungen aus Bund, den betroffenen Kantonen, dem Personal und den Sozialpartnern, um den Stellenabbau zu stoppen. Die Unia wird gemeinsam mit dem Personal über das weitere Vorgehen im Kampf für den Stellenerhalt entscheiden. Die Novartis muss ihren Plan zum Abbau von 2150 Stellen in der Schweiz überdenken. Diese Entscheidung folgt keiner wirtschaftlichen Logik: Der Aktienkurs ist seit 2009 stetig gestiegen und der Reingewinn pro Mitarbeiter/in beträgt 63‘349 US-Dollar, was im Vergleich zu anderen börsenkotierten Unternehmen enorm ist. Der an die Aktionäre ausgeschüttete Gewinn des multinationalen Konzerns betrug 2017 11,765 Milliarden US-Dollar. Es ist schockierend, dass die Arbeitnehmenden nun mit ihrer Existenzgrundlage für diese enormen Profite der Aktionäre bezahlen sollen. Die beteiligten Akteure müssen handeln. Die Gewerkschaft Unia fordert den Einsatz einer tripartiten Kommission, die aus Vertretungen des Wirtschaftsdepartementes des Bundes, der von dem Stellenabbau betroffenen Kantone, des Personals und der Sozialpartner besteht. Die Kommission muss volle Transparenz zu den Gründen fordern, die zu (...). 
Unia Schweiz, 25.9.2018.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/Novartis.%20Entlassungen.%20Unia%20Schweiz,%202018-09-25.pdf
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31.08.2018 Schweiz
Personen
SDA Schweizerische Depeschenagentur
Work
Patricia D Incau
Entlassungen
Redaktion
Volltext
Roboter statt Journis. SDA-Sportredaktion vor dem Aus. Die Nachrichtenagentur SDA beliefert die Schweiz auch mit Sport-News. Der Medienkonzem Tamedia findet nun: Ein Roboter soll übenehmen. Gerade erst hat die Nachrichtenagentur SDA jede vierte Stelle gestrichen (Work berichtete: rebrand.lyjsda-jobs).jetzt platzt schon die nächste Bombe: Die Sportredaktion steht auf der Kippe. 26 Stellen sind bedroht. Der Grund: Der Zürcher Medienkonzern Tamedia will ab nächstem Jahr keine Sportnachrichten mehr bei der SDA einkaufen. Die Redaktionen „Tages-Anzeiger“, „Bund“. „Basler Zeitung“ usw.) sollen ihre Sportseiten künftig alleine füllen - mit der Hilfe eines Roboters. Roboter. „Tadarn“ heisst das Programm. das nun die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten ersetzen soll. Der Roboter durchsucht das Internet automatisch nach Sportresultaten und liefert diese an die Redaktionen. Die meisten Meldungen müssen dort noch immer von Menschen geschrieben werden. dennoch findet die Tarnedia-Leitung. den SDA-Sportdienst brauche es nicht mehr. Unsinnig findet das Marco Geissbühler von der Mediengewerkschaft Syndicom. Er sagt: „Die SDA liefert Analysen, Einordnungen und Hintergründe. Das alles kann ein Roboter nicht.“ Die Entscheidung. den Sportdienst zu künden, haben die Tamedia-Redaktionen offenbar auch nicht ganz freiwillig getroffen. Wie die Basler „Tageswoche“ berichtet. wurde den Verantwortlichen eiskalt gedroht: Wenn sie den SDA-Dienst behielten. müssten sie selber fünf Vollzeitstellen streichen. Für Gewerkschafter (…). Patricia D’Incau.
Work, 31.8.2018.
Personen > D’Incau Patricia. SDA. Redaktion. Work, 2018-08-31.
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17.08.2018 Schweiz
Personen
SDA Schweizerische Depeschenagentur
Work
Patricia D Incau
Entlassungen
SDA
Volltext
SDA-Journalist Mark Theilers Meldung in eigener Sache: „Ich habe meinen Job wieder!“ Massenentlassung, Streik, Schlichtung: Hartnäckig haben sich die Journalistinnen und Journalisten der Nachrichtenagentur SDA gegen den Kahlschlag gewehrt. Mark Theiler (63) ist einer von ihnen. Am 9. Juli wäre mein erster Tag ohne Arbeit gewesen. Der Termin auf dem RAV war schon vereinbart. Doch dann kam der Anruf von der Redaktionskommission. Sie hat die Belegschaft im Schlichtungsverfahren vertreten. Ich erfuhr, dass alle acht Entlassenen über 60 wieder eingestellt werden. Und zwar zum gleichen Lohn, zum gleichen Pensum und am selben Arbeitsort wie vorher. Und: mit Kündigungsschutz. Bis zu unserer Pensionierung können wir Ü60 aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr entlassen werden. Zum Glück bin ich gesessen, als ich das gehört habe. Es hätte mich sonst wohl umgehauen. Eine riesige Überraschung! Erstaunlich. Ich hätte niemals damit gerechnet, wieder eingestellt zu werden. So, wie sich die SDA-Spitze gegenüber dem Personal verhalten hatte. Monatelang mauerten sie. Sie wollten den Kahlschlag ohne Wenn und Aber durchziehen. Warum der Verwaltungsrat bei uns Ü 60 jetzt plötzlich seine Meinung geändert hat? Darüber rätseln wir alle. Vielleicht liegt es daran, dass neben den Entlassenen inzwischen etwa 20 Redaktorinnen und Redaktoren die SDA freiwillig verlassen haben und ein personeller Engpass drohte? Oder daran, dass wir Ältere damit gedroht haben, wegen diskriminierender Kündigung vor Gericht (…). Patricia D'Incau.
Work online, 17.8.2018.
Personen > D’Incau Patricia. sda. Entlassungen. Work online, 2018-08-17.
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08.08.2018 Schweiz
Syndicom
Tamedia

Entlassungen
Tamedia
Volltext
Erneute Massenentlassung im Hause Tamedia: Konsultationsverfahren darf nicht zur Farce verkommen. Die Entlassungswelle im grössten Schweizer Zeitungs- und Onlinemedienverlag der Schweiz reisst nicht ab: Heute Abend gibt Tamedia bekannt, bei den Editorial Services in den Kantonen Zürich und Bern 31 Mitarbeitende entlassen zu wollen. Dabei hatte Tamedia bei der Einführung der Mantelredaktionen versichert, dass keine Entlassungen auf das Personal zukommen. Nun hat das Personal bis am 22. August Zeit, Vorschläge zu machen, wie die Entlassungen vermieden und aufgefangen werden können. Der vorgesehene Abbau von 20% des Personals ist erneut ein harter Schlag für die gebeutelte Belegschaft. Bereits im Juni hatte Tamedia unter den rund 162 Angestellten dieser Abteilung mit sogenannten Aufhebungsangeboten gegenüber einem Dutzend Mitarbeidenden für Verunsicherung und Unmut gesorgt. Tamedia suggerierte der Belegschaft dabei, dass die Abbauziele über „freiwillige“ und über natürliche Abgänge umgesetzt würden. Gleichzeitig hat Tamedia seit der Umstrukturierung Anfang 2018 vom Personal dieser Abteilung eine immense Arbeit und Leistung abverlangt, weil es die neuen Systeme und Abläufe einrichten musste. Zum Dank soll nun ein Fünftel des Personals entlassen werden. Verständlich, dass sich viele nun ausgenutzt und abgeschoben fühlen. Das Konsultationsverfahren jetzt durchzudrücken, heisst das Personal aussen vor zu lassen. Das eröffnete Konsultationsverfahren fällt nun ausgerechnet in die (...).
Syndicom, 8.8.2018.
Syndicom > Tamedia. Entlassungen. Syndicom, 2018-08-08.
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31.07.2018 Argentinien
Medien
Syndicom

Entlassungen
Journalismus
Volltext
Solidarität mit den Entlassenen der Presseagentur TELAM. Protestschreiben von Syndicom an den argentinischen Präsidenten. „Für die Wiedereinstellung aller Entlassenen bei TELAM". Die Besorgnis über die bei TELAM (Nationale Nachrichtenagentur, Argentinien) angekündigten Entlassungen, die Solidarität mit den Entlassenen und die Forderung nach ihrer sofortigen Wiedereinstellung sind die zentralen Punkte eines Schreibens, das Syndicom an Mauricio Macri, Präsident der Argentinischen Republik, mit einer Kopie an die Botschaft dieses südamerikanischen Landes in Bern geschickt hat. Dieses Schreiben hält fest, dass "diese Entlassungen nicht nur gegen die argentinische Gesetzgebung verstossen, sondern auch gegen die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und internationale Konventionen verstossen. Sie stellen eine Bedrohung für die redaktionelle Integrität und Qualität des Journalismus in Argentinien dar. In ihrem Brief an Präsident Macri betont Syndicom, dass die bei TELAM ausgesprochenen Entlassungen „die Integrität und Aufrechterhaltung einer föderalen, pluralistischen und demokratischen Medienlandschaft untergraben". Das Protestschreiben von Syndicom an die argentinische Regierung bezüglich der Situation bei TELAM ist Teil einer Solidaritätsinitiative des Internationalen Journalistenverbandes (IFJ), dessen Sitz sich in Brüssel befindet und dem Syndicom angehört. Die IFJ bringt mehr als 600‘000 Journalisten aus 140 Ländern zusammen. (…). Sergio Ferrari.
Syndicom, 31.7.2018.
Syndicom > Argentinien. TELAM. Entlassungen. Syndicom, 2018-07.31.
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29.06.2018 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Entlassungen
Migros
Volltext
Abbau von 290 Stellen bei Migros. Migros hat die Mittel, um Entlassungen zu verhindern. Die Migros hat eine Umstrukturierung und Entlassungen angekündigt. Angesichts ihrer Grösse hat die Migros die Möglichkeit, die betroffenen Angestellten innerhalb des Unternehmens weiter zu beschäftigen. Die Gewerkschaft Unia verlangt, dass ein Sozialplan mit einer externen und unabhängigen Gewerkschaft ausgehandelt wird. Das ist das Minimum, das vom grössten Arbeitgeber der Schweiz erwartet werden kann. Die Migros-Gruppe hat heute eine Umstrukturierung angekündigt, die zur Streichung von 290 Stellen führen soll. Ein Teil davon soll durch freiwillige Abgänge und Frühpensionierungen erfolgen. Dennoch drohen Entlassungen im Umfang von 70 Vollzeitstellen. Die Gewerkschaft Unia hält fest, dass die Migros mit einem Jahresgewinn von 503 Millionen (2017) über die Mittel verfügt, um Entlassungen zu verhindern, indem den betroffenen Angestellten andere Stellen oder angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung geeignete Weiterbildungen angeboten werden. Migros muss mit einer Gewerkschaft verhandeln. Für die Unia ist unerklärlich, dass der Kaufmännische Verband als einziger externer Sozialpartner der Migros eine solche Anzahl Entlassungen hinnimmt. Sollten sich Entlassungen nicht verhindern lassen, verlangt die Unia, in die Aushandlung eines Sozialplans einbezogen zu werden, der diesen Namen auch verdient. Nur Verhandlungen mit einer externen und unabhängigen Gewerkschaft können sicherstellen, dass die (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.6.2018.
Unia Schweiz > Entlassungen. Unia Schweiz, 2018-06-29.
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26.06.2018 Schweiz
OVS
Unia Schweiz

Entlassungen
OVS
Volltext
Massenentlassung beim Moderiesen OVS. OVS muss dringende Massnahmen sofort umsetzen. Die Gewerkschaft Unia bedauert das Debakel, das OVS in der Schweiz angerichtet hat, zutiefst. Sie hält ihre Forderungen, die sie im Rahmen des Konsultationsverfahren gestellt hat, aufrecht und verlangt, dass dringende Massnahmen endlich und zügig umgesetzt werden. Bis heute hat die Unia keine Rückmeldung auf die gestellten Forderungen. Das verantwortungslose Handeln des Moderiesen OVS mündet in der grössten Massenentlassung im Schweizer Detailhandel. Die Leidtragenden des Debakels, das OVS in der Schweiz angerichtet hat, sind die Mitarbeitenden. Verstoss gegen das Konsultationsverfahren. OVS behauptet, keine Mittel für einen Sozialplan zu haben. Auch hat der Modekonzern auf keine einzige der Forderungen reagiert; auch nicht auf dringende Massnahmen, die schnell und einfach umzusetzen wären. Dass sich OVS jeglicher Kooperation entzieht, ist unhaltbar. Zudem hat der Betrieb das Personal nicht genügend informiert, was ein schwerer Verstoss gegen das Konsultationsverfahren ist. Dringende Forderungen umsetzen. Die Unia wird ihre Forderungen, die sie im Rahmen des Konsultationsverfahrens gestellt hat, aufrecht erhalten. Dazu gehört einerseits ein Sozialplan mit Abgangsentschädigungen nach Alter, Dienstjahren etc., anderseits dringende Massnahmen, die rasch und unkompliziert umzusetzen wären. Darunter fallen etwa zusätzliche Ferientage, um die Gesundheit des schon hart geprüften Personals (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 26.6.2018.
Unia Schweiz > OVS. Entlassungen. Unia Schweiz, 2018-06-26.
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05.02.2018 Schweiz
Personen
SGB
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender
Melanie Berner
Entlassungen
No Billag
Volltext
No Billag: Harter Schlag für 13‘500 Beschäftigte und ihre Familien. Die Folgen eines Ja zu No Billag wären absolut verheerend. Ein Ja zu No Billag hätte nicht nur verheerende staats-, demokratie-, sprach-, regional- und medienpolitische Folgen, es würde auch Medien- und Kulturschaffende existenziell bedrohen, schreibt Melanie Berner, zuständig für Medienpolitik beim Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM: 13'500 Stellen und 1,8 Milliarden Franken stehen auf dem Spiel. Massiv schlechtere Arbeitsbedingungen würden zudem die Qualität der Medien senken. Ein Ja zur No-Billag-Initiative am 4. März wäre das Ende der SRG, wie wir sie heute kennen. Wenn überhaupt, könnte nur ein kleiner Teil der 6000 SRG-Mitarbeitenden ihre Stelle behalten. Ebenso betroffen wären die Angestellten der 34 privaten Lokalradios und Regionalfernsehsender, die aktuell jährlich 67,5 Millionen Franken Gebühren erhalten. Könnten die Privaten nicht innert kürzester Zeit neue Finanzierungsquellen erschliessen, wären weitere 900 Vollzeitstellen existenziell bedroht. Aber auch die Kulturschaffenden kämen mit No Billag massiv unter die Räder. Allein der Filmbranche würden nicht nur die attraktiven Sendeplätze fehlen, sondern jährlich 27,5 Millionen Franken entgehen. Der „pacte de l'audiovisuel", der seit 1997 die Zusammenarbeit zwischen der SRG und der Schweizer Filmbranche regelt, würde hinfällig. Ohne diese Unterstützung würde es künftig keine Schweizer Filme wie „Mein Name ist Eugen" und „Die Herbstzeitlosen" oder TV-Eigenproduktionen (...). Melanie Berner.
SGB, 5.2.2018.
Personen > Berner Melanie. No-Billag. Entlassungen. SGB, 2018-02-05.
Ganzer Text
28.11.2017 Deutschland
Junge Welt
Siemens
Thyssen-Krupp

Entlassungen
Siemens
Volltext
Eigentum verpflichtet. Kahlschlag bei Siemens und Thyssen-Krupp. Im Artikel 14 des Grundgesetzes heisst es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Auch wenn dieser Artikel dem Zeitgeist des vollkommen entfesselten, globalisierten und finanzgetriebenen Kapitalismus widerspricht, hat er noch immer Gültigkeit. Auch für Grosskonzerne wie Siemens und Thyssen-Krupp. Wer, wie Siemens, trotz sprudelnder Gewinne Massenentlassungen durchziehen und ganze Standorte schliessen will, handelt ohne Not gegen das Allgemeinwohl und verstösst damit gegen das Grundgesetz. Er nimmt in Kauf, Tausende in soziale Notlagen zu stürzen und ganze Regionen zu degradieren, nur um die Renditen der Aktionäre noch ein bisschen weiter nach oben zu schrauben. Den gleichen Vorwurf muss sich Thyssen-Krupp gefallen lassen, da der Konzern trotz aller Schwierigkeiten, starker Proteste und deutlichen Widerspruchs der IG Metall seine Fusionspläne mit Tata Steel unbeirrt vorantreibt. Tausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. Es droht das gleiche Szenario wie bei Siemens: Zwar bescherte zuletzt gerade die Stahlbranche dem Konzern satte Gewinne. Dennoch müssen die Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze bangen. Diese Fusion darf es nicht geben, wenn es nicht auch eine Bestandsgarantie für sämtliche Standorte und Arbeitsplätze gibt. Siemens und Thyssen-Krupp sind zwei Beispiele, die eindrucksvoll zeigen, wie weit sich viele Grosskonzerne von ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und dem Grundgesetz (…).
Junge Welt, 28.11.2017.
Junge Welt > Siemens. Entlassungen. Junge Welt, 2017-11-28.
Ganzer Text
17.11.2017 Schweiz
Charles Vögele AG
Personen
Work
Christian Egg
Charles Vögele AG
Entlassungen
Volltext
Anwalt Christoph Häberli vertritt die Entlassenen. „Ein Monatslohn pro Dienstjahr ist fair. Vögele habe die Angestellten billig loswerden wollen, kritisiert Entlassenen-Anwalt Christoph Häberli. Work: Sie verlangen für die Entlassenen einen Monatslohn pro Dienstjahr als Abfindung. Wie kommen Sie auf diese Forderung? Chrlstoph Häberli: Das ist fair und angemessen. Auch das bisher einzige Schweizer Sozialplan-Schiedsgericht verwendete diese Formel. Das war 2015 im Kanton Genf. Vor allem aber ist es das, was Vögele den Beschäftigten in Deutschland zahlt, die jetzt entlassen werden. Ein Teil von ihnen bekommt sogar anderthalb Monatslöhne pro Dienstjahr. Ich sehe nicht ein, warum Angestellte in der Schweiz schlechter gestellt sein sollten. Weshalb wendet Vögele zwei so unterschiedliche Sozialpläne an? In Deutschland sind die Beschäftigten bei Massenentlassungen durch die Gesetze schon lange geschützt. Bei uns ist dagegen eine Sozialplankultur erst am Entstehen, weil die Gesetzesartikel dazu erst seit 2014 gelten. Deshalb dachte die Firma wohl, sie könne das Personal in der Schweiz billig loswerden. Sie fordern die gleiche Entschädigung für die, welche schon eine neue Stelle gefunden haben. Vögele lehnt das ab. Die Abgangsentschädigung ist kein Almosen, das nur Bedürftigen zusteht! Wer entlassen wird, verliert damit auch alle Vorteile, die sich aus dem Dienstalter ergeben. Am neuen Ort müssen die Betroffenen ganz von vorne anfangen. Sie haben also mit der Kündigung viel soziale Sicherheit verloren. (…). Christian Egg.
Work, 17.11.2017.
Personen > Egg Christian. Vögele. Entlassungen. Work, 17-11-2017.
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17.11.2017 Pfäffikon SZ
Charles Vögele AG
OVS
Personen
Work
Christian Egg
Entlassungen
OVS
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Modekette OVS übernahm Vögele: 90 Entlassene wehren sich. Schäbiger Sozialplan – und tschüss. Verena Krebs hat neun Jahre für Vögele gearbeitet - und nun das: Der Sozialplan ist ein Hohn. Das hat jetzt ein Nachspiel. Die 48jährige Ostschweizerin macht sich keine Illusionen: „In meinem Beruf ist es derzeit sehr schwierig, eine Stelle in der Schweiz zu finden.“ Verena Krebs ist seit einem halben Jahr arbeitslos. Die Designerin für Kinderkleider wurde Anfang Jahr bei Charles Vögele auf die Strasse gestellt. Denn die Traditionsfirma ist vom italienischen Modegiganten OVS übernommen worden. OVS war bis 2009 als Oviesse bekannt, ist unterdessen börsenkotiert und war in der Schweiz Anfang der nuller Jahre bereits einmal mit dreissig Filialen vertreten. Diese Woche verschwand der letzte Vögele-Schriftzug. Jetzt hängen in den, Läden die OVS-Kleider. Designerinnen braucht es in der Schweiz keine mehr. Auch Einkauf und Logistik erledigt OVS jetzt von Italien aus. In zwei Wellen haben die neuen Herren rund 260 der 320 Stellen am Vögele-Hauptsitz in Pfäffikon SZ gestrichen. Mit einem Sozialplan, der diesen Namen nicht verdient: Nach knapp neun Jahren bei Vögele bekommt Verena Krebs gerade mal einen Monatslohn als Abfindung. 90 Entlassene haben offiziell Einsprache gegen den Sozialplan erhoben. Jetzt wird ein eigens eingesetztes Schiedsgericht entscheiden - erst zum zweiten Mal in der Schweizer Geschichte. Anwalt Christoph Häberli vertritt im Auftrag der Unia die Entlassenen. Häberli fordert einen deutlich besseren e (…). Christian Egg.
Work, 17.11.2017.
Personen > Egg Christian. OVS. Entlassungen. Work, 2017-11-17.
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28.10.2017 Deutschland
Flughafen
Junge Welt

Entlassungen
Flughafen
Reinigungspersonal
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Reinigungskräfte wehren sich. Gewerkschaft IG BAU organisiert Widerstand gegen geplante Entlassung von 168 Beschäftigten am Düsseldorfer Flughafen. Die 168 von Entlassung bedrohten Reinigungskräfte am Düsseldorfer Flughafen wollen nicht aufgeben. Mit Hilfe der Indus¬triegewerkschaft Bauen, Agrar, Umwelt (IG BAU) und eines Unterstützerkreises machen sie mit Aktionen und Protesten auf ihre Lage aufmerksam. Alle Beschäftigten – die teils seit vielen Jahren an dem Airport arbeiten – sollen auf die Strasse gesetzt werden, weil ihr Unternehmen, die Klüh Service Management GmbH, den Reinigungsauftrag zum Jahreswechsel verlieren wird (siehe JW vom 12. Oktober). „Diese hart arbeitenden Menschen haben viele Jahre für Hygiene und Sauberkeit am Düsseldorfer Flughafen gesorgt“, betonte IG-BAU-Sekretär Mahir Sahin am Freitag gegenüber “Junge Welt“. „Wir wollen nicht zulassen, dass die Konzerne sie einfach auf die Strasse setzen.“ Um dies zu verhindern, setzt die Baugewerkschaft auf Unterstützung in der Öffentlichkeit. Bei Infoständen im Terminal sammeln die Aktivisten Solidaritätsunterschriften für die von der Entlassung bedrohten Reinigungskräfte. Als Erstunterzeichner konnten sie unter anderen Nordrhein-Westfalens IG-Metall-Bezirksleiter Knut Giesler sowie die Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Sarah Wagenknecht, gewinnen. Die Unterzeichner fordern, dass die beteiligten Unternehmen „ihrer sozialen Verantwortung nachkommen“. Der Klüh-Konzern – der nach eigenen Angaben insgesamt fast 50‘000 Menschen (…).
Junge Welt, 28.10.2017.
Junge Welt > Reinigungspersonal. Flughäfen. Junge Welt, 2017-10-28.
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29.09.2017 Rorschach
Froneri AG
Personen
Work
Christian Egg
Entlassungen
Froneri AG
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Das neue Frisco-Personalrezept: Eiskalt abservieren. Nestlé-Tochter Froneri am Bodensee will 55 Stellen abbauen. In den zwei Froneri-Fabriken für Glace und Tiefkühlkost im Kanton St. Gallen soll jede dritte Stelle verschwinden. Jetzt hilft die Unia bei der Suche nach der besten Lösung. Es war ein schwarzer Tag für die Bodenseeregion: Die beiden Froneri-Fabriken für Findus-Plätzli, Friscound Mövenpick-Glace wollen bis zu 55 Stellen abbauen. Das gab das Unternehmen diese Woche bekannt. Vorgesehen seien 35 Entlassungen und 20 Frühpensionierungen. Die Fabrik für Tiefkühlkost in Rorschach SG und die Glacefabrik in der Nachbargemeinde Goldach beschäftigen zusammen 180 Menschen. Vor einem Jahr hat Nestlé die Betriebe mit dem britischen Glacegiganten R&R fusioniert. Seither heisst das Unternehmen Froneri, ist in 20 Ländern tätig und nach eigenen Angaben der drittgrösste Glaceproduzent weltweit. Es gehört zur Hälfte Nestlé, zur Hälfte einem französischen Hedge-Fund namens PAI Partners. Frost und Frust: Ein Jahr nachdem Nestlé einen Miteigentümer ins Boot geholt hat, muss die Glacefabrik am Bodensee untendurch. Knallhartes Spardiktat. Jetzt fordern die Geldgeber: Die Werke am Bodensee müssen mehr Profi t abwerfen. Der Schweizer Geschäftsführer Jouni Palokangas im SRF-Regionaljournal: „Wir haben zwei Optionen bekommen: entweder den Schweizer Standort komplett schliessen oder unsere Konkurrenzfähigkeit verbessern.“Sprich Leute entlassen. Das Abbaudiktat der Froneri-Besitzer trifft (…). Christian Egg.
Work online, 29.9.2017.
Personen > Egg Christian. Froneri AG. Entlassungen. Work, 2017-09-29.
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28.09.2017 Langenthal
Ammann Schweiz AG
Unia Bern

Ammann Schweiz AG
Entlassungen
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Massenentlassung bei der Ammann Schweiz AG in Langenthal. Ammann-Belegschaft stimmt Sozialplan zu. Die Belegschaft von Ammann hat dem von der Personalkommission und der Gewerkschaft Unia mit Vertretern der Geschäftsleitung ausgehandelten Sozialplan mehrheitlich zugestimmt. Damit kann dieser nun unterzeichnet und für die 128 vom Stellenabbau betroffenen Mitarbeitenden angewendet werden. Die Geschäftsleitung der Ammann Schweiz AG um CEO Hans-Christian Schneider lehnte die von der Arbeitnehmerseite Ende Juni im Rahmen des Konsultationsverfahrens eingereichten Vorschläge zum Erhalt der Stellen in Langenthal fast ausnahmslos ab. Weil der Stellenabbau am Standort damit nur von 130 auf 128 Stellen reduziert werden konnte, wurde für das Unternehmen im Besitz der Familie von Bundesrat Johann Schneider-Ammann die Aushandlung eines Sozialplans notwendig. Eckwerte des Sozialplans. Der ausgehandelte Sozialplan umfasst im Wesentlichen folgende Punkte: (…).
Unia Bern, Medienmitteilung, 28.9.2017.
Unia Bern > Ammann Schweiz AG. Entlassungen. Unia Bern, 2017-09-28.
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10.08.2017 Bern
Berner Zeitung
Personen
WOZ
Andreas Fagetti
Berner Zeitung
Entlassungen
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Tamedia plant ein Massaker. Tamedia bereitet den radikalen Umbau ihrer Tageszeitungen vor. Ende August entscheidet der Verwaltungsrat über ein konkretes Abbauprojekt, sagen Insider. Die Belegschaften – besonders in Bern – sind schwer verunsichert. Die Rede ist vom möglicherweise heftigsten Abbau der Pressevielfalt, den die Schweiz je gesehen hat. Und selbst Chefredaktoren würden inzwischen nach den Gewerkschaften rufen: Die Gerüchteküche brodelt, seit der Zürcher Tamedia-Konzern angekündigt hat, Szenarien für den Umbau seiner Tageszeitungsredaktionen auszuarbeiten. Offenbar soll mit dem Halbjahresergebnis am 29. August ein radikaler Abbau bekannt gegeben werden. Eine gut informierte Quelle aus dem Hause „Tages-Anzeiger“ sagt zur WOZ: Der Verwaltungsrat fälle Ende August kurz vor Bekanntgabe des Halbjahresergebnisses einen Entscheid über eine der Um- und Abbauvarianten, die ein Projektteam mit ChefredaktorInnen im Rahmen des sogenannten Projekts 2020 erarbeitete. Vermutlich laufe es auf einen gemeinsamen Mantel für alle Tamedia-Tageszeitungen hinaus. Das würde bedeuten, dass praktisch überall dieselben Texte in den Bereichen Ausland, Wirtschaft und Kultur zu lesen wären. Das Projektteam durfte die Ergebnisse seiner Arbeit dem Verwaltungsrat offenbar nicht selber vorstellen. Der Verwaltungsrat schottet sich ab und berät allein. Von ihm dringt nichts nach aussen. Die Belegschaften der Tamedia-Tageszeitungen „Tages-Anzeiger“, „Bund“, „Berner Zeitung“ („BZ“), (…). Andreas Fagetti.
WOZ, 10.8.2017.
Personen > Fagetti Andreas. Berner Zeitung. Entlassungen. WOZ, 2017-08-10.
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09.08.2017 BS Kanton
Novartis
Unia Nordwestschweiz

Entlassungen
Petition
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Novartis: 1'165 Unterschriften gegen Entlassungen. Die Mitarbeitenden haben genug von ewig neuen Kündigungswellen. Novartis-Mitarbeitende haben heute in Basel der Geschäftsleitung sechs Kisten mit 1'165 Unterschriften überreicht. Die Unterzeichnenden fordern, dass beim geplanten Abbau von 500 Stellen auf jegliche Entlassungen verzichtet wird. Die Novartis-Mitarbeitenden sind nicht mehr bereit, die stetig aufeinanderfolgenden Entlassungswellen schweigend hinzunehmen. Novartis ist aufgrund seiner Grösse und finanziellen Ressourcen ohne weiteres in der Lage, den Stellenabbau sozialverträglich durchzuführen und Rücksicht auf die zum Teil langjährigen Mitarbeitenden zu nehmen. Klarheit schaffen über angeblichen Stellenausbau. Vor einigen Wochen hatte Novartis noch davon gesprochen, 350 neue Stellen zu schaffen. Das hätte es ermöglicht, die meisten betroffenen Mitarbeitenden weiter zu beschäftigten. Jetzt steht die Schaffung dieser Stellen in den Sternen. Das lässt den Verdacht aufkommen, dass die Ankündigung nur zur Beruhigung der Betroffenen gemacht wurde. Die Unia fordert von Novartis, unverzüglich Klarheit zu schaffen. Ablauf der Konsultationsfrist. Die Übergabe der Unterschriften fand kurz vor dem Ende der Konsultationsfrist am kommenden Freitag statt. Während dieser Zeit können die Mitarbeitenden Vorschläge zur Verhinderung des Stellenabbaus einreichen. Unterstützt wurde die Aktion von der Personalvertretung GAV und der Unia Nordwestschweiz.
Unia Nordwestschweiz, 9.8.2017.
Unia Nordwestschweiz > Novartis. Entlassungen. Petition. Unia 2017-08-09.
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