Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 405

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15.11.2019 Schweiz
Personen
SRI AG
Work
Jonas Komposch
Entlassungen
SRI AG
Volltext
Wirre Kampfansage gegen die Unia hat fatale Folgen: Ein Big Boss fliegt auf. Erst gab’s keine Löhne mehr, dann kündigte die SRI Baumanagement AG der ganzen Belegschaft. Der Verantwortliche führt ein Leben in Saus und Braus. Und versteckt sich hinter einem höchst obskuren Firmengeflecht. Es war ein sehr sonderbares Mail, das am 9. Oktober bei der Unia-Zentrale in Bern eintraf. Da war die Rede vom St. Galler Unia-Sekretär Lukas Auer, der angeblich in „feindlicher“ Art und mit „auffallender Ausdrucksweise“ eine Gruppe „Querulanten aufhetzen“ wolle. Und zwar gegen einen namentlich nicht erwähnten Aktionär der SRI Baumanagement AG. Gegen ihn habe Auer nicht nur eine mediale Hetzkampagne geplant, sondern auch einen „Aufmarsch mit Kameras und Schildern“, direkt vor seinem Haus. Was ist los im wilden Osten? Der Unia-Bausektor klärte sofort ab. Und kam zum Fazit: Nichts von dem stimmte. Doch das Interesse war geweckt. Umso mehr, weil das Mail mit einem dreisten Ultimatum endete: Die angebliche Kampagne sei „sofort zu stoppen“. Und falls die Gewerkschaftszentrale dies nicht bis 14 Uhr bestätige, werde die Polizei gerufen. So polterte ein bis dato unbekannter Thurgauer Treuhänder, der einen heiklen Auftrag gefasst hatte. Der Treuhänder bereitet nämlich die Nachlassstundung für die SRI vor. Eine Firma, die noch bis vor einem Jahr gutes Geld mit Renovationen und Totalsanierungen verdient und schweizweit rund 30 Mitarbeitende beschäftigt hatte. Doch am 27. August wandte sich die Geschäftsleitung per Mail an die Mitarbeitenden: Man müsse die Firma leider „herunterfahren“ und sich von (…).  Jonas Komposch.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Komposch Jonas. SRI Baumanagement AG. Loehne. Work online, 2019-11-15.
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01.11.2019 Genf
Japan Tobbaco
Personen
Work
Jonas Komposch
Entlassungen
Japan Tobbaco
Volltext
Japan Tobacco International ist angeblich „bester Arbeitgeber“ in Genf. Aber: Jetzt schasst der Multi massig und billig. Japan Tobacco International glaubt, in Genf 268 Stellen abbauen und c:Ue Entlassenen mit einem lausigen Sozialplan abspeisen zu können. Doch der Konzern hat die Rechnung ohne seine Belegschaft gemacht. Gut 80 wütende Mitarbeitende von Japan Tobacco International (JTI) versammelten sich am Dienstag, 22. Oktober, vor dem Firmenhauptsitz in Genf. Ihr Zorn galt dem Zigarettenmulti, der jede vierte seiner rund 1‘100 Genfer BürostelIen streichen und nach Polen, Russland oder in die Philippinen auslagern will. Angekündigt hatte JTI diese „Transformation“, wie die Massenentlassung intern genannt wird, am 2. September. Sofort organisierten sich Hunderte der Mitarbeitenden, um mit einem Konsultationsverfahren möglichst viele Stellen zu retten. Auf dem Fuss folgte allerdings auch eine herbe Enttäuschung. Denn der florierende Konzern, den Schweizer Wirtschaftsmagazine schon mehrfach zum „Arbeitgeber des Jahres gekürt hatten, wollte der Belegschaft nur gerade zwei Wochen Bedenkzeit einräumen. Mickriger Sozialplan. Zudem hielt er bis 6 Tage vor dem Ablauf der Konsultationsfrist wichtige Dokumente zurück und verschwieg der Unia als zuständige Gewerkschaft die Namen der Entlassenen. Daher rief das Personal mit der Unia die kantonale Einigungsstelle an und erwirkte ein Schlichtungsverfahren. Doch am 8. Oktober scheiterte selbst dieses. Der Ball liegt deshalb wieder bei der Belegschaft. Sie fordert von JTI einen Sozialplan. der diesen Namen auch verdient. (…). Jonas Komposch.
Work online, 1.11.2019.
Personen > Komposch Jonas. Japan Tobacco. Entlassungen. Work online, 2019-11-‚01.
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08.10.2019 Genf
Japan Tobbaco
Unia Genf

Entlassungen
Japan Tobbaco
Volltext
Abbau von 268 Stellen in Genf. Das Personal von Japan Tobacco International fordert Respekt ein. Am 2. September eröffnete der Tabakmulti Japan Tobacco International mit Sitz in Genf seinem Personal einen Restrukturierungsplan, der den Abbau von 268 der rund 1‘100 festen Stellen vorsieht. Zuversichtlich, dass das mehrfach als „Arbeitgeber des Jahres“ ausgezeichnete Unternehmen seinen Verpflichtungen im Kündigungsverfahren und gegenüber den betroffenen Angestellten nachkommen wird, organisierten sich die Arbeitnehmenden rasch. Während der Konsultation zur Rettung möglichst vieler Stellen in Genf mussten sie jedoch feststellen, dass das Konsultationsverfahren in aller Eile in wenigen Wochen durchgedrückt werden sollte, obwohl die Firma die Umstrukturierung während anderthalb Jahren geplant hatte. Angesichts der unversöhnlichen Haltung der Genfer Direktion und des Scheiterns eines Mediationsversuchs bekräftigen die Angestellten ihre Forderung, die Zahl der Entlassungen zu reduzieren und einen fairen Sozialplan auszuarbeiten. Mit der im Rahmen einer weltweiten Reorganisation der Gruppe erfolgten Ankündigung von CEO Eddy Pirard begann am 2. September die Konsultationsfrist für das Personal in Genf. Gemäss den gesetzlichen Bestimmungen in der Schweiz sind die Angestellten berechtigt, bei der Erarbeitung von alternativen Massnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen mitzuwirken. Hervorragende wirtschaftliche Lage.(…).
Unia Genf, Medienmitteilung, 8.10.2019
Unia Genf > Japan Tobbaco. Entlassungen. Unia Genf, 2019-10-08.
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27.09.2019 Schweiz
Manor
Migros
Personen
Work
Patricia D Incau
Entlassungen
Manor
Migros
Volltext
Fast 800 Stellen weg bei Migros und Manor: Heftiges Erdbeben erschüttert Schweizer Detailhandel. Manor und Migros setzen Hunderte Mitarbeitende vor die Tür. Mit fadenscheinigen Begründungen. 480 Stellen bei. Manor, 300 Stellen bei der Migros Aare: Innerhalb von nur einer Woche haben zwei der grössten Detailhändler der Schweiz einen Mega-Kahlschlag verkündet. Manor schliesst im Januar die Filiale an der Zürcher Bahnhofstrasse. nach einem jahrelangen Streit mit der Vermieterin, der Versicherung Swiss Iife. Die Migros Aare wiederum spricht von „sinkender Rentabilität“ und einer neuen Unternehmensstrategie. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, sagt Anne Rubin (50) im Gespräch mit Work. Sie ist bei der Unia verantwortlich für den Detailhandel. Work: Zwei Massenentlassungen erschüttern den Schweizer Detailhandel. Was ist da los? Anne Rubin: In den letzten 10 Jahren wurden rund 23‘000 Stellen gestrichen. Im Detailhandel läuft ein grosser Strukturwandel. Die Arbeit wird verdichtet, und durch die Digitalisierung werden einerseits bestimmte Arbeiten immer mehr automatisiert. Andererseits ist die Konkurrenz durch Onlinehändler wie Zalando und Amazon grösser geworden. Die Unternehmen in der Schweiz haben die Entwicklung des Onlinehandels aber teilweise verschlafen. Manor zum Beispiel wollte noch vor 12 Jahren kein Wort vom Onlinehandel hören. Die Folgen spüren jetzt die Angestellten. Geht es Mjgros und Manor denn finanziell schlecht? Nein, die Migros ist finanziell solid aufgestellt, auch  (…).  Patricia D’Incau.
Work, 27.9.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Migros. Entlassungen. Work, 2019-09-27.
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23.09.2019 Zürich
Manor
Unia Schweiz

Entlassungen
Manor
Volltext
Stellenabbau Manor Bahnhofstrasse in Zürich. Die Unia akzeptiert keine Massenentlassung. Die grösste Warenhausgruppe der Schweiz hat heute die Schliessung des Standorts Zürich Bahnhofstrasse kommuniziert. Es droht eine Massenentlassung im grossen Ausmass: betroffen sind 480 Mitarbeiter/innen. Die Unia verlangt, dass Manor ihre Verantwortung gegenüber den Angestellten wahrnimmt und Lösungen für ihre Weiterbeschäftigung findet. Die Situation an der Bahnhofstrasse ist nicht neu; die Warenhauskette hätte genug Zeit gehabt, um Alternativen für das Personal zu finden. Wie das Unternehmen heute kommuniziert, plant Manor die Filiale Zürich Bahnhofstrasse per Ende Januar 2020 zu schliessen. Der Streit um das Gebäude ist seit langem bekannt. Es ist nicht nachvollziehbar, dass Manor nun erwägt das Personal zu entlassen. Manor hätte die Situation besser einschätzen müssen, um die androhende Massenentlassung zu verhindern. Die Unia verlangt, dass Manor eine genügend lange Konsultationsfrist vorsieht, damit die Angestellten angehört und ihre Vorschläge berücksichtigt werden können. Gleichzeitig wird sich die Unia dafür einsetzen, dass so viele Stellen wie möglich erhalten bleiben: Die Unia verlangt interne Lösungen für die Weiterbeschäftigung der Angestellten, damit Manor auf die Entlassungen verzichten kann. Straucheln des Unternehmens seit Jahren bekannt. (…).
Unia Schweiz, 23.9.2019.
Unia Schweiz > Manor. Entlassungen. Unia Schweiz, 2019-09-23.
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28.06.2019 BS Kanton
Frauenstreik
Kunstmuseum
Personen
Work
Jonas Komposch
Entlassungen
Frauenstreik
Museum
Volltext
Kunstmuseum muss Frauenstreikerinnen wieder einstellen. Sieg der Frauen-Solidarität. Das Kunstmuseum Basel stellte zwei Frauenstreik-Teilnehmerinnen fristlos auf die Strasse. Doch dieser Schuss ging nach hinten los. Damit haben die Herren aus der Chefetage des Basler Kunstmuseums wohl nicht gerechnet: Als sie nach dem Frauenstreik zwei Aufseherinnen fristlos entliessen, schlug ihnen die geballte Macht der Solidarität entgegen. Zunächst entlud sich im Internet ein regelrechter Shitstorm über die „völlig verstaubte“ Museumsleitung unter Josef Helfenstein und seinem Marketingchef Wolfgang Giese. Dieser hatte den Rausschmiss äusserst unbeholfen verteidigt: Die beiden Mitarbeiterinnen hätten ihre Streikteilnahme einfach zu spät angekündigt und seien halt noch in der Probezeit gewesen, weshalb man „das Vertrauen in sie verloren“ habe. Die Kündigungen waren nach fünf Tagen vom Tisch. Boykott. Solche Aussagen liess sich die Basler Frauenstreikbewegung nicht bieten. Stattdessen forderte sie die sofortige Wiedereinstellung der rausgeworfenen Aufseherinnen. Verschiedene Stimmen verlangten auch den Rücktritt der Museumsleitung und riefen zum Boykott der berühmten Kulturinstitution auf. Das Basler Frauenstreikkollektiv demonstrierte vor dem Museum. Und innert zweier Tage unterschrieben fast 4‘000 Leute eine Onlinepetition für die Rücknahme der Kündigungen. Unter dem Druck der Öffentlichkeit schaltete sich zu guter Letzt auch noch Elisabeth Ackermann ein. Die (…). Jonas Komposch.
Work online, 28.6.2019.
Personen > Komposch Jonas. Kunstmuseum Basel. Frauenstreik. Work, 2019-06-28.
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25.06.2019 Gossau
Migros
Unia Ostschweiz-Graubünden

Entlassungen
Unia Ostschweiz-Graubünden
Volltext
Stellenabbau bei der Migros Ostschweiz. Entlassungen stoppen – Verkaufspersonal stärken! Die Migros schraubt wieder am Personal. Ein Jahr nach dem Migros-Genossenschafts-Bund, ist nun die Betriebszentrale in Gossau (SG) mit 90 Stellen betroffen. Die Unia erwartet vom grössten Arbeitgeber der Schweiz, dass er auf Entlassungen verzichtet und interne Lösungen für das Personal findet. Die Migros muss u.a. in den Stellenausbau beim bereits jetzt ausgelasteten Verkaufspersonal investieren. Wie die Migros Ostschweiz Genossenschaft gestern berichtete, plant sie in der Betriebszentrale in Gossau (SG) den Abbau von 90 Stellen. Dies, obwohl sie finanziell stabil ist: 2018 betrug ihr Gewinn 41,1 Millionen Franken und die Margen waren stabil. Die Unia kann diese Entscheidung daher nicht nachvollziehen. Sie erwartet nun vom grössten Arbeitgeber der Schweiz, der sich ausserdem als besonders sozialverantwortlich bezeichnet, interne Lösungen für die Betroffenen Angestellten zu finden, um Entlassungen zu vermeiden. Investitionen ins Verkaufspersonal vonnöten. Die Arbeitsproduktivität ist bei Migros in den letzten Jahren ständig gestiegen. Dies hat sich allerdings kaum auf die Löhne des Personals ausgewirkt. Vielmehr stagnieren die Löhne seit Jahren auf zu tiefem Niveau. Die Unia befürchtet bei einem weiteren Stellenabbau eine zunehmende Verdichtung der Arbeit für das bleibende Personal. Das heisst auch: Mehr Stress für die bereits jetzt ausgelasteten Angestellten. Der strenge Arbeitsrhythmus wird gerade in der laufenden Umfrage der Unia bei Migros Mitarbeitenden („Sorgenbarometer“) besonders hervorgehoben. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 25.6.2019.
Unia Schweiz > Migros. Entlassungen. Unia Schweiz, 2019-06-25.
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05.06.2019 Schaffhausen
Hirslanden AG
VPOD Schaffhausen
Kurt Altenburger
Entlassungen
Hirslanden AG
Volltext
Hirslandenklinik Belair vor dem Aus – 120 Arbeitsplätze in Gefahr. Die Hirslandenklinik Belair soll geschlossen werden. Dies gab die Unternehmensleitung am 4. Juni überraschend bekannt. Diese Nachricht ist ein harter Schlag für die rund 120 Angestellten. Der VPOD fordert das Ausarbeiten eines grosszügigen Sozialplanes seitens der Hirslandenklinik und bietet den Angestellten seine volle Unterstützung an. Auch der Kanton, zuständig für die Gesundheitsversorgung, ist in der Pflicht. Er soll dafür besorgt sein, dass das gut qualifizierte Personal gute Anschlusslösungen findet bzw. dass die Schaffhauser Gesundheitsinstitutionen nun in einem ersten Schritt konsequent sämtliche offenen Stellen besetzen. Der VPOD Schaffhausen wird am 20. Juni in einer Medienkonferenz vertieft Stellung nehmen zur Gesundheitsversorgung und -politik im Kanton Schaffhausen. Mehr Informationen: Kurt Altenburger.
Altenburger Kurt.
VPOD Schaffhausen, 5.6.2019.
VPOD Schaffhausen > Hirslanden AG. Entlassungen. VPOD Schaffhausen, 2019-06-05.
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31.05.2019 Bern
Hirslanden AG
Personen
Work
Christian Egg
Entlassungen
Hirslanden AG
Volltext
Hirslanden stellt Reinigungsfachfrauen auf die Strasse. Null Verständnis bei den Chefs. In der Hirslanden-Klinik Permanence in Bern soll das Putzpersonal fast rund um die Uhr einsatzbereit sein. Wer das nicht will, wird geschasst. Seit 13 Jahren putzt Dragana T. (41) in der Hirslanden-Klinik Permanence in Bern die Zimmer. Sie arbeitet 70 Prozent, immer montags und mittwochs schaut sie zu ihren zwei Teenagern und der zweijährigen Tochter. Null Verständnis. Doch im Januar teilte Hirslanden allen Teilzeit-Putzkräften mit: Man könne keine Rücksicht mehr nehmen auf Betreuungspflichten. Fixe Tage oder andere Sonderwünsche seien nicht mehr möglich. Für Dragana T. ein Problem: Zwar hat sie für die Kinder eine Tagesmutter organisiert, wenn sie arbeitet. Aber die hat am Montag und Mittwoch eine andere Verpflichtung. T. geht es deshalb wie vielen Eltern: „Rund um die Uhr flexibel, das geht mit Kindern nicht.“ Doch die Chefin habe dafür „null Verständnis“ gehabt, sagt T. Sondern den sieben Teilzeit-Putzkräften eine Änderungskündigung ausgesprochen: Sie können einen neuen Arbeitsvertrag unterschreiben, laut dem sie für jeden Dienst zur Verfügung stehen müssen. Oder sie können gehen. „Ich hätte nur geben müssen und nichts bekommen.“ Auch Kathrin Grünig (62) bekam eine Änderungskündigung. Nach mehreren Operationen ist sie gesundheitlich angeschlagen, bekommt eine Teilrente der IV. Trotzdem hat sie 50 Prozent in der Permanence-Klinik geputzt, jeden Tag von 6 bis kurz nach 10 Uhr. Das habe die Chefin nicht mehr akzeptieren wollen, sagt Grünig. Neu hätte sie auch die Abend-Putzschicht im (…). Christian Egg.
Work online. 31.5.2019.
Personen > Egg Christian. Hirslanden. Entlassungen. Work online, 2019-05-31.
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09.05.2019 BS Kanton
Nestlé
Unia Nordwestschweiz

Entlassungen
Nestlé
Volltext
Nestlé will in Basel 100 Stellen streichen. Nestlé: Keine Massenentlassung für den Profit der Aktionäre! Nestlé will in Basel rund 100 Beschäftigte entlassen. Das ist weit über die Hälfte der Mitarbeitenden an diesem Standort. Die Gewerkschaft Unia weist die Pläne energisch zurück. Denn sie haben keine produktionsbezogene Grundlage, sondern sind allein durch Profitmaximierung und die Aussicht auf Gewinne für die Aktionäre motiviert. Die angekündigte Massenentlassung würde rund 100 der 177 Kolleg/innen am Nestlé-Standort Basel betreffen. Dort werden Mayonnaise, Senf und andere Produkte wie Saucen, Dips und Kaffee hergestellt. Mit Ausnahme der Thomy-Produkte (Mayonnaise, Senf) sollen laut Nestlé die Produktionslinien ins Ausland ausgelagert oder verkauft werden. Entlassungen sind nicht akzeptabel. Die Gewerkschaft Unia weist die Pläne von Nestlé energisch zurück. Die Entlassung von über der Hälfte der Mitarbeitenden lässt sich nicht durch wirtschaftliche Argumente rechtfertigen, da es sich um rentable Produktionslinien handelt. Grossaktionäre geben den Takt vor. Vielmehr dürften überrissene Profitforderungen von Aktionären eine Rolle spielen: So übt der Hedgefonds „Third Point“ des US-Milliardärs Dan Loeb seit längerem Druck auf Nestlé aus, die Konzernmarge zu erhöhen und weniger profitable Produkte abzuspalten. Nestlé-CEO Ulf Mark Schneider will so die operative Konzernmarge auf 18,5 Prozent erhöhen. Die geplante Auslagerung und der Verkauf eines Teils der Produktion in Basel ist Folge dieser zerstörerischen Strategie. Profitieren würden vor allem Grossaktionäre, denn mit dem (…).
Unia Nordwestschweiz, Medienmitteilung, 9.5.2019.
Unia Nordwestschweiz > Nestle, Entlassungen. Unia Schweiz, 2019-05-09.
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27.03.2019 Schweiz
CH Media
Syndicom

CH Media
Entlassungen
Volltext
CH Media schnürt sein Abbaupaket weiter. Nachdem der fusionierte Grossverlag CH Media erst letzte Woche die Massenentlassung auf den Redaktionen seiner Sonntagstitel eingeleitet hatte, folgt nun der nächste Personalabbau: Der Konzern entlässt mehrere Mitarbeitende im Radio- und Fernsehbereich. Ein publizistisches Ziel dieser Umstrukturierungen ist nicht ersichtlich. Syndicom fordert CH Media dazu auf, zu zeigen, dass der Konzern eine Strategie für die Zukunft hat. CH Media baut beinahe wöchentlich in verschiedenen Abteilungen Personal ab. Weder diese Salamitaktik noch der wohlklingende Projekttitel „Kolumbus“ für die Umstrukturierung können verschleiern, was CH Media im Moment durchführt: eine gigantische Abbauübung, bislang ohne ersichtliches publizistisches Konzept. 200 von 2'000 Stellen will das Unternehmen streichen. Wie das gehen soll, ohne die Qualität und lokale Verankerung zu beeinträchtigen, konnte CH Media bislang nicht aufzeigen. Spannend und aktuell berichten, nah bei den Menschen und Themen in der jeweiligen Region: Das geht nur mit motivierten und kompetenten Mitarbeitenden. Sie sind es, die CH Media ausmachen. Die Konzernleitung muss den Angestellten jene Wertschätzung zukommen lassen, die sie verdienen. Diese Menschen haben ein Recht, zu wissen, wohin die Reise mit „Kolumbus“ gehen soll. CH Media steht hier in der Verantwortung, offen zu kommunizieren. (…).
Syndicom, 27.3.2019.
Syndicom > CH Media. Entlassungen. Syndicom, 2019-03-27.
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07.03.2019 Zürich
Personen
Spitäler
Mattia Mandaglio
Entlassungen
Volltext
Waid-Spital
Massenentlassung im Waidspital. Das Gesundheitsdepartement der Stadt Zürich plant im Waidspital den Abbau von 70 Vollzeitstellen bis Ende 2019. Heute Morgen hat das Gesundheitsdepartement der Stadt Zürich die neue Angebotsstrategie für das Stadtspital Waid und Triemli vorgestellt. Im Rahmen dieser Strategie ist ein Stellenabbau im Stadtspital Waid geplant: 70 Vollzeitstellen (wir rechnen mit mindestens 100 betroffenen Menschen) sollen bis Ende 2019 gestrichen werden. Einmal mehr müssen die Mitarbeitenden der Spitäler der Stadt Zürich die Folgen von Fehlinvestitionen, strategischen Fehlern, Gärtlidenken, etc. tragen. Die heutige Situation des Waidspitals ist zahlenmässig dramatisch. Man muss sich fragen, was davon verwaltungsspezifische Ursachen sind und warum, im Gegensatz zum Triemlispital, die bereits durchgeführten Massnahmen keinerlei Wirkung erzeugen. Die Spitalleitung hat zum Ziel und wird versuchen, keine Entlassungen auszusprechen und den Stellenabbau durch natürliche Fluktuationen, restriktiven Wiederbesetzungen, Versetzungen und Frühpensionierungen durchzuführen. Angesichts der grossen Menge des geplanten Kahlschlags und der gesetzten Frist (31.12.2019) bezweifeln wir die Erreichung des Ziels. Leider wurden uns bis jetzt keine Details zu den Stellen und Tätigkeiten, welche gestrichen werden, mitgeteilt, was zu einem noch grösseren Misstrauen führt.
Mattia Mandaglio.
VPOD Zürich, 7.3.2019.
VPOD Zürich > Waidspital. Entlassungen. VPOD Zürich, 2019-03-07.
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14.02.2019 Schweiz
BLS
SEV Schweiz

Entlassungen
SEV
Volltext
BLS-Sparprojekt „Best Way“. Der SEV verurteilt den Personalabbau bei der BLS. Der SEV steht den heute von der BLS konkretisierten Sparmassnahmen sehr kritisch gegenüber. Insbesondere verurteilt er massiv, dass trotz eines Zeithorizonts von fünf Jahren 45 Mitarbeitende vor die Türe gestellt werden sollen. Für Betroffene besteht immerhin ein hart verhandelter Sozialplan. Mit den Sparmassnahmen im Rahmen des Projekts „Best Way“ stellt die BLS die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmung in den Vordergrund und vergisst dabei das Personal. „Dass trotz des langen Zeithorizonts von 5 Jahren über 40 Kündigungen ausgesprochen werden sollen, ist nicht nachvollziehbar“, kritisiert SEV-Gewerkschaftssekretär Michael Buletti. „In diesem Zeitrahmen muss ein sozialverträglicher Abbau möglich sein“. „Wir verlangen von der BLS weiterhin, dass sie ihre soziale Verantwortung wahrnimmt und alles daransetzt, den von einer Kündigung betroffenen Mitarbeitenden eine Perspektive innerhalb der Unternehmung anzubieten“. Da Kündigungen aber gemäss BLS unausweichlich sind, haben sich der SEV und die BLS nach langen zähen Verhandlungen auf einen akzeptablen Sozialplan geeinigt. „Mit den darin vorgesehenen Massnahmen werden insbesondere ältere und langjährige Mitarbeitende der BLS geschützt“, so Buletti weiter. Der SEV wird den Abbau und allfällige Entlassungen eng begleiten und in Härtefällen konsequent eingreifen. Durch den geplanten Abbau von insgesamt 170 Stellen wird sich der Druck auf das restliche BLS-Personal weiter verstärken. (…). SEV, 14.2.2019.
SEV > BLS. Entlassungen. SEV, 2019-02-14.
Ganzer Text
15.11.2018 Schweiz
CH Media
Syndicom

CH Media
Entlassungen
Volltext
CH Media plant gigantisches Sparprogramm - Syndicom fordert den Einbezug der Personalinteressen. Erst vor sechs Wochen ist CH Media gestartet und schon heute macht das fusionierte Medienunternehmen mit schlechten Nachrichten Schlagzeilen: Es plant einen Stellenabbau von 200 Vollzeitstellen, also 10 Prozent des gesamten Stellenetats, und strebt innert 24 Monaten ein Sparprogramm von 45 Millionen Franken an. Syndicom fordert CH Media auf: dass die Personalinteressen unter Einbezug von Peko und Gewerkschaft respektiert werden, dass der Umfang des Abbaus revidiert und ernsthafte Alternativen gesucht werden, dass der angekündigte Zeitraum von 2 Jahren auch wirklich eingehalten und nicht unterschritten wird. Zu oft haben andere Medienunternehmen anfänglich einen längeren Zeitraum für Sparmassnahmen in Aussicht gestellt und damit versucht, dem schockierten Personal eine Beruhigungspille zu geben. So geschehen Anfang Jahr bei der SDA, die ebenfalls einen Zeitplan von zwei Jahren versprach – und dann drei Wochen später gut 80% der geplanten Entlassungen bereits ausgesprochen hatte. Auch Tamedia löste die Zusicherung, den Abbau im Zusammenhang mit dem Einheitsmantel und den zentralisierten Redaktionen über Fluktuationen abzufedern, nach wenigen Monaten in Schall und Rauch auf. Gebrochene Zusicherungen, Brutalität im Vorgehen, versuchte Verhandlungsverweigerung und unfaire Sozialplanentwürfe haben zu den bekannten kollektiven Arbeitskonflikten in diesem Jahr geführt. (…).
Syndicom, 15.11.2018.
Syndicom > CH Media. Entlassungen. Syndicom, 2018-11-15.
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16.10.2018 Thun
Meyer Burger AG
Unia Berner Oberland

Entlassungen
Meyer Burger AG
Volltext
Meyer Burger kündigt neue Entlassungen an. Berner Regierungsrat muss Task Force zu Meyer Burger reaktivieren. Meyer Burger hat die erneute Streichung von 100 Stellen angekündigt. In Thun würde nur ein Bruchteil der ursprünglichen Arbeitsplätze übrig bleiben. Die Gewerkschaft Unia fordert einen Verzicht auf den Stellenabbau und die langfristige Sicherung des Standorts Thun-Gwatt. Der Regierungsrat des Kantons Bern muss die bisherige Task Force zu Meyer Burger reaktivieren und Garantien für die Beschäftigten einfordern. Meyer Burger will knapp ein Jahr nach der Ankündigung der letzten Massenentlassung erneut rund 100 Stellen abbauen. Dies würde abermals einen grossen Schaden für den Werkplatz bedeuten. Die Unia fordert Meyer Burger auf, auf den Stellenabbau zu verzichten und endlich Massnahmen zur langfristigen Sicherung der Arbeitsplätze und des Standorts Thun zu treffen. Affront gegenüber Angestellten. Entgegen jeglicher sozialpartnerschaftlicher Gepflogenheiten wurden die Arbeitnehmervertretung im Vorfeld der heutigen Bekanntgabe der Pläne im besten Fall ungenügend und die Gewerkschaften gar nicht informiert. Die Angestellten mussten heute Morgen sogar aus den Medien von den Abbauplänen erfahren. Dies ist eine Frechheit sondergleichen und ein Zeichen dafür, dass sich die Firma offenbar um die gesetzlichen und gesamtarbeitsvertraglichen Mitwirkungs- und Konsultationsrechte foutiert. Regierungsrat muss Task Force reaktivieren. Die Unia fordert von Regierungsrat Christoph Ammann, die Task Force zu Meyer Burger zu reaktivieren, die bereits nach der letzten (…).
Unia Berner Oberland, Medienmitteilung, 16.10.2018.
Unia Berner Oberland > Meyer Burger. Entlassungen. Unia, 2018-10-16.
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04.10.2018 BS Kanton
Novartis
Personen
Vorwaerts
Tarek Idri
Entlassungen
Novartis
Volltext
Katzbuckeln nützt nichts. Basel macht den Grossunternehmen ein Steuergeschenk nach dem anderen, um sie bei Laune zu hal-ten. Diese kümmert das offenbar nicht: Novartis wird übel' 2000 Arbeitsplätze in Basel und der Schweiz vernichten. Der Pharmariese Novartis will in der Schweiz über 2100 Stellen vernichten. Dabei sollen 1400 Stellen in der Produktion und 700 Stellen im Dienstleistungsbereich gestrichen werden. Der Abbau soll gestaffelt über vier Jahre erfolgen, wie der Pharmakonzern mitteilte. Der Stellenabbau kommt nicht völlig überraschend. Novartis- Verwaltungsratspräsident Jörg Reinhardt hatte bereits anfangs September entsprechende Andeutungen gegenüber der „NZZ am Sonntag“ gemacht. Reinhardt kündigte im Interview Rationalisierungen in Produktion und Verwaltung an. Als Vorwand dafür dienen die sinkenden Nettopreise in den USA. Der tatsächliche Grund wurde vom CEO Vas Narasimhan gegenüber der „AZ“ verraten: „Gegenüber unseren Konkurrenten hinken wir hinterher. Einige von ihnen haben eine deutlich höhere operative Gewinnmarge als wir.“ In geheimen Gesprächen wurden die Kantonsbehörden sowie der Bundesrat schon im Vorfeld vom Kahlschlag bei Novartis informiert. Beat Käser, Gemeindeammann von Stein, zeigt sich allerdings vom Umfang des Abbaus überrumpelt. „Mit so vielen Stellen habe ich nicht gerechnet“, gibt er offen zu. Insgesamt werden in Stein 700 Stellen bis 2022 abgebaut. Dass Novartis Umschulungen anbietet und in Stein neue Stellen schaffen will, erinnere ihn an die Redewendung vom „Zuckerbrot und der Peitsche“. Kein gutes Timing? (…). Tarek Idri.
Vorwärts, 4.10.2018.
Vorwaerts > Novartis. Entlassungen. Vorwaerts, 2018-10-01.
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25.09.2018 Schweiz
Novartis
Unia Schweiz

Entlassungen
Novartis
Volltext
Novartis spielt mit der Existenz von mehr als 2000 Personen. Die Gewerkschaft Unia fordert, dass Novartis ihre Kündigungspläne zurückzieht. Dieses Vorhaben verfolgt einzig und alleine finanzielle Ziele und zwar die Optimierung des Aktienkurses. Es gibt keinen wirtschaftlichen Grund für diesen beispiellosen Abbau. Die Unia verlangt den sofortigen Einsatz einer Kommission mit Vertretungen aus Bund, den betroffenen Kantonen, dem Personal und den Sozialpartnern, um den Stellenabbau zu stoppen. Die Unia wird gemeinsam mit dem Personal über das weitere Vorgehen im Kampf für den Stellenerhalt entscheiden. Die Novartis muss ihren Plan zum Abbau von 2150 Stellen in der Schweiz überdenken. Diese Entscheidung folgt keiner wirtschaftlichen Logik: Der Aktienkurs ist seit 2009 stetig gestiegen und der Reingewinn pro Mitarbeiter/in beträgt 63‘349 US-Dollar, was im Vergleich zu anderen börsenkotierten Unternehmen enorm ist. Der an die Aktionäre ausgeschüttete Gewinn des multinationalen Konzerns betrug 2017 11,765 Milliarden US-Dollar. Es ist schockierend, dass die Arbeitnehmenden nun mit ihrer Existenzgrundlage für diese enormen Profite der Aktionäre bezahlen sollen. Die beteiligten Akteure müssen handeln. Die Gewerkschaft Unia fordert den Einsatz einer tripartiten Kommission, die aus Vertretungen des Wirtschaftsdepartementes des Bundes, der von dem Stellenabbau betroffenen Kantone, des Personals und der Sozialpartner besteht. Die Kommission muss volle Transparenz zu den Gründen fordern, die zu (...). 
Unia Schweiz, 25.9.2018.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/Novartis.%20Entlassungen.%20Unia%20Schweiz,%202018-09-25.pdf
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31.08.2018 Schweiz
Personen
SDA Schweizerische Depeschenagentur
Work
Patricia D Incau
Entlassungen
Redaktion
Volltext
Roboter statt Journis. SDA-Sportredaktion vor dem Aus. Die Nachrichtenagentur SDA beliefert die Schweiz auch mit Sport-News. Der Medienkonzem Tamedia findet nun: Ein Roboter soll übenehmen. Gerade erst hat die Nachrichtenagentur SDA jede vierte Stelle gestrichen (Work berichtete: rebrand.lyjsda-jobs).jetzt platzt schon die nächste Bombe: Die Sportredaktion steht auf der Kippe. 26 Stellen sind bedroht. Der Grund: Der Zürcher Medienkonzern Tamedia will ab nächstem Jahr keine Sportnachrichten mehr bei der SDA einkaufen. Die Redaktionen „Tages-Anzeiger“, „Bund“. „Basler Zeitung“ usw.) sollen ihre Sportseiten künftig alleine füllen - mit der Hilfe eines Roboters. Roboter. „Tadarn“ heisst das Programm. das nun die Arbeit der Journalistinnen und Journalisten ersetzen soll. Der Roboter durchsucht das Internet automatisch nach Sportresultaten und liefert diese an die Redaktionen. Die meisten Meldungen müssen dort noch immer von Menschen geschrieben werden. dennoch findet die Tarnedia-Leitung. den SDA-Sportdienst brauche es nicht mehr. Unsinnig findet das Marco Geissbühler von der Mediengewerkschaft Syndicom. Er sagt: „Die SDA liefert Analysen, Einordnungen und Hintergründe. Das alles kann ein Roboter nicht.“ Die Entscheidung. den Sportdienst zu künden, haben die Tamedia-Redaktionen offenbar auch nicht ganz freiwillig getroffen. Wie die Basler „Tageswoche“ berichtet. wurde den Verantwortlichen eiskalt gedroht: Wenn sie den SDA-Dienst behielten. müssten sie selber fünf Vollzeitstellen streichen. Für Gewerkschafter (…). Patricia D’Incau.
Work, 31.8.2018.
Personen > D’Incau Patricia. SDA. Redaktion. Work, 2018-08-31.
Ganzer Text
17.08.2018 Schweiz
Personen
SDA Schweizerische Depeschenagentur
Work
Patricia D Incau
Entlassungen
SDA
Volltext
SDA-Journalist Mark Theilers Meldung in eigener Sache: „Ich habe meinen Job wieder!“ Massenentlassung, Streik, Schlichtung: Hartnäckig haben sich die Journalistinnen und Journalisten der Nachrichtenagentur SDA gegen den Kahlschlag gewehrt. Mark Theiler (63) ist einer von ihnen. Am 9. Juli wäre mein erster Tag ohne Arbeit gewesen. Der Termin auf dem RAV war schon vereinbart. Doch dann kam der Anruf von der Redaktionskommission. Sie hat die Belegschaft im Schlichtungsverfahren vertreten. Ich erfuhr, dass alle acht Entlassenen über 60 wieder eingestellt werden. Und zwar zum gleichen Lohn, zum gleichen Pensum und am selben Arbeitsort wie vorher. Und: mit Kündigungsschutz. Bis zu unserer Pensionierung können wir Ü60 aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr entlassen werden. Zum Glück bin ich gesessen, als ich das gehört habe. Es hätte mich sonst wohl umgehauen. Eine riesige Überraschung! Erstaunlich. Ich hätte niemals damit gerechnet, wieder eingestellt zu werden. So, wie sich die SDA-Spitze gegenüber dem Personal verhalten hatte. Monatelang mauerten sie. Sie wollten den Kahlschlag ohne Wenn und Aber durchziehen. Warum der Verwaltungsrat bei uns Ü 60 jetzt plötzlich seine Meinung geändert hat? Darüber rätseln wir alle. Vielleicht liegt es daran, dass neben den Entlassenen inzwischen etwa 20 Redaktorinnen und Redaktoren die SDA freiwillig verlassen haben und ein personeller Engpass drohte? Oder daran, dass wir Ältere damit gedroht haben, wegen diskriminierender Kündigung vor Gericht (…). Patricia D'Incau.
Work online, 17.8.2018.
Personen > D’Incau Patricia. sda. Entlassungen. Work online, 2018-08-17.
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08.08.2018 Schweiz
Syndicom
Tamedia

Entlassungen
Tamedia
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Erneute Massenentlassung im Hause Tamedia: Konsultationsverfahren darf nicht zur Farce verkommen. Die Entlassungswelle im grössten Schweizer Zeitungs- und Onlinemedienverlag der Schweiz reisst nicht ab: Heute Abend gibt Tamedia bekannt, bei den Editorial Services in den Kantonen Zürich und Bern 31 Mitarbeitende entlassen zu wollen. Dabei hatte Tamedia bei der Einführung der Mantelredaktionen versichert, dass keine Entlassungen auf das Personal zukommen. Nun hat das Personal bis am 22. August Zeit, Vorschläge zu machen, wie die Entlassungen vermieden und aufgefangen werden können. Der vorgesehene Abbau von 20% des Personals ist erneut ein harter Schlag für die gebeutelte Belegschaft. Bereits im Juni hatte Tamedia unter den rund 162 Angestellten dieser Abteilung mit sogenannten Aufhebungsangeboten gegenüber einem Dutzend Mitarbeidenden für Verunsicherung und Unmut gesorgt. Tamedia suggerierte der Belegschaft dabei, dass die Abbauziele über „freiwillige“ und über natürliche Abgänge umgesetzt würden. Gleichzeitig hat Tamedia seit der Umstrukturierung Anfang 2018 vom Personal dieser Abteilung eine immense Arbeit und Leistung abverlangt, weil es die neuen Systeme und Abläufe einrichten musste. Zum Dank soll nun ein Fünftel des Personals entlassen werden. Verständlich, dass sich viele nun ausgenutzt und abgeschoben fühlen. Das Konsultationsverfahren jetzt durchzudrücken, heisst das Personal aussen vor zu lassen. Das eröffnete Konsultationsverfahren fällt nun ausgerechnet in die (...).
Syndicom, 8.8.2018.
Syndicom > Tamedia. Entlassungen. Syndicom, 2018-08-08.
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31.07.2018 Argentinien
Medien
Syndicom

Entlassungen
Journalismus
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Solidarität mit den Entlassenen der Presseagentur TELAM. Protestschreiben von Syndicom an den argentinischen Präsidenten. „Für die Wiedereinstellung aller Entlassenen bei TELAM". Die Besorgnis über die bei TELAM (Nationale Nachrichtenagentur, Argentinien) angekündigten Entlassungen, die Solidarität mit den Entlassenen und die Forderung nach ihrer sofortigen Wiedereinstellung sind die zentralen Punkte eines Schreibens, das Syndicom an Mauricio Macri, Präsident der Argentinischen Republik, mit einer Kopie an die Botschaft dieses südamerikanischen Landes in Bern geschickt hat. Dieses Schreiben hält fest, dass "diese Entlassungen nicht nur gegen die argentinische Gesetzgebung verstossen, sondern auch gegen die Standards der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und internationale Konventionen verstossen. Sie stellen eine Bedrohung für die redaktionelle Integrität und Qualität des Journalismus in Argentinien dar. In ihrem Brief an Präsident Macri betont Syndicom, dass die bei TELAM ausgesprochenen Entlassungen „die Integrität und Aufrechterhaltung einer föderalen, pluralistischen und demokratischen Medienlandschaft untergraben". Das Protestschreiben von Syndicom an die argentinische Regierung bezüglich der Situation bei TELAM ist Teil einer Solidaritätsinitiative des Internationalen Journalistenverbandes (IFJ), dessen Sitz sich in Brüssel befindet und dem Syndicom angehört. Die IFJ bringt mehr als 600‘000 Journalisten aus 140 Ländern zusammen. (…). Sergio Ferrari.
Syndicom, 31.7.2018.
Syndicom > Argentinien. TELAM. Entlassungen. Syndicom, 2018-07.31.
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29.06.2018 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Entlassungen
Migros
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Abbau von 290 Stellen bei Migros. Migros hat die Mittel, um Entlassungen zu verhindern. Die Migros hat eine Umstrukturierung und Entlassungen angekündigt. Angesichts ihrer Grösse hat die Migros die Möglichkeit, die betroffenen Angestellten innerhalb des Unternehmens weiter zu beschäftigen. Die Gewerkschaft Unia verlangt, dass ein Sozialplan mit einer externen und unabhängigen Gewerkschaft ausgehandelt wird. Das ist das Minimum, das vom grössten Arbeitgeber der Schweiz erwartet werden kann. Die Migros-Gruppe hat heute eine Umstrukturierung angekündigt, die zur Streichung von 290 Stellen führen soll. Ein Teil davon soll durch freiwillige Abgänge und Frühpensionierungen erfolgen. Dennoch drohen Entlassungen im Umfang von 70 Vollzeitstellen. Die Gewerkschaft Unia hält fest, dass die Migros mit einem Jahresgewinn von 503 Millionen (2017) über die Mittel verfügt, um Entlassungen zu verhindern, indem den betroffenen Angestellten andere Stellen oder angesichts der Herausforderungen der Digitalisierung geeignete Weiterbildungen angeboten werden. Migros muss mit einer Gewerkschaft verhandeln. Für die Unia ist unerklärlich, dass der Kaufmännische Verband als einziger externer Sozialpartner der Migros eine solche Anzahl Entlassungen hinnimmt. Sollten sich Entlassungen nicht verhindern lassen, verlangt die Unia, in die Aushandlung eines Sozialplans einbezogen zu werden, der diesen Namen auch verdient. Nur Verhandlungen mit einer externen und unabhängigen Gewerkschaft können sicherstellen, dass die (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.6.2018.
Unia Schweiz > Entlassungen. Unia Schweiz, 2018-06-29.
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26.06.2018 Schweiz
OVS
Unia Schweiz

Entlassungen
OVS
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Massenentlassung beim Moderiesen OVS. OVS muss dringende Massnahmen sofort umsetzen. Die Gewerkschaft Unia bedauert das Debakel, das OVS in der Schweiz angerichtet hat, zutiefst. Sie hält ihre Forderungen, die sie im Rahmen des Konsultationsverfahren gestellt hat, aufrecht und verlangt, dass dringende Massnahmen endlich und zügig umgesetzt werden. Bis heute hat die Unia keine Rückmeldung auf die gestellten Forderungen. Das verantwortungslose Handeln des Moderiesen OVS mündet in der grössten Massenentlassung im Schweizer Detailhandel. Die Leidtragenden des Debakels, das OVS in der Schweiz angerichtet hat, sind die Mitarbeitenden. Verstoss gegen das Konsultationsverfahren. OVS behauptet, keine Mittel für einen Sozialplan zu haben. Auch hat der Modekonzern auf keine einzige der Forderungen reagiert; auch nicht auf dringende Massnahmen, die schnell und einfach umzusetzen wären. Dass sich OVS jeglicher Kooperation entzieht, ist unhaltbar. Zudem hat der Betrieb das Personal nicht genügend informiert, was ein schwerer Verstoss gegen das Konsultationsverfahren ist. Dringende Forderungen umsetzen. Die Unia wird ihre Forderungen, die sie im Rahmen des Konsultationsverfahrens gestellt hat, aufrecht erhalten. Dazu gehört einerseits ein Sozialplan mit Abgangsentschädigungen nach Alter, Dienstjahren etc., anderseits dringende Massnahmen, die rasch und unkompliziert umzusetzen wären. Darunter fallen etwa zusätzliche Ferientage, um die Gesundheit des schon hart geprüften Personals (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 26.6.2018.
Unia Schweiz > OVS. Entlassungen. Unia Schweiz, 2018-06-26.
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05.02.2018 Schweiz
Personen
SGB
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender
Melanie Berner
Entlassungen
No Billag
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No Billag: Harter Schlag für 13‘500 Beschäftigte und ihre Familien. Die Folgen eines Ja zu No Billag wären absolut verheerend. Ein Ja zu No Billag hätte nicht nur verheerende staats-, demokratie-, sprach-, regional- und medienpolitische Folgen, es würde auch Medien- und Kulturschaffende existenziell bedrohen, schreibt Melanie Berner, zuständig für Medienpolitik beim Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM: 13'500 Stellen und 1,8 Milliarden Franken stehen auf dem Spiel. Massiv schlechtere Arbeitsbedingungen würden zudem die Qualität der Medien senken. Ein Ja zur No-Billag-Initiative am 4. März wäre das Ende der SRG, wie wir sie heute kennen. Wenn überhaupt, könnte nur ein kleiner Teil der 6000 SRG-Mitarbeitenden ihre Stelle behalten. Ebenso betroffen wären die Angestellten der 34 privaten Lokalradios und Regionalfernsehsender, die aktuell jährlich 67,5 Millionen Franken Gebühren erhalten. Könnten die Privaten nicht innert kürzester Zeit neue Finanzierungsquellen erschliessen, wären weitere 900 Vollzeitstellen existenziell bedroht. Aber auch die Kulturschaffenden kämen mit No Billag massiv unter die Räder. Allein der Filmbranche würden nicht nur die attraktiven Sendeplätze fehlen, sondern jährlich 27,5 Millionen Franken entgehen. Der „pacte de l'audiovisuel", der seit 1997 die Zusammenarbeit zwischen der SRG und der Schweizer Filmbranche regelt, würde hinfällig. Ohne diese Unterstützung würde es künftig keine Schweizer Filme wie „Mein Name ist Eugen" und „Die Herbstzeitlosen" oder TV-Eigenproduktionen (...). Melanie Berner.
SGB, 5.2.2018.
Personen > Berner Melanie. No-Billag. Entlassungen. SGB, 2018-02-05.
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28.11.2017 Deutschland
Junge Welt
Siemens
Thyssen-Krupp

Entlassungen
Siemens
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Eigentum verpflichtet. Kahlschlag bei Siemens und Thyssen-Krupp. Im Artikel 14 des Grundgesetzes heisst es: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“. Auch wenn dieser Artikel dem Zeitgeist des vollkommen entfesselten, globalisierten und finanzgetriebenen Kapitalismus widerspricht, hat er noch immer Gültigkeit. Auch für Grosskonzerne wie Siemens und Thyssen-Krupp. Wer, wie Siemens, trotz sprudelnder Gewinne Massenentlassungen durchziehen und ganze Standorte schliessen will, handelt ohne Not gegen das Allgemeinwohl und verstösst damit gegen das Grundgesetz. Er nimmt in Kauf, Tausende in soziale Notlagen zu stürzen und ganze Regionen zu degradieren, nur um die Renditen der Aktionäre noch ein bisschen weiter nach oben zu schrauben. Den gleichen Vorwurf muss sich Thyssen-Krupp gefallen lassen, da der Konzern trotz aller Schwierigkeiten, starker Proteste und deutlichen Widerspruchs der IG Metall seine Fusionspläne mit Tata Steel unbeirrt vorantreibt. Tausende Arbeitsplätze sind in Gefahr. Es droht das gleiche Szenario wie bei Siemens: Zwar bescherte zuletzt gerade die Stahlbranche dem Konzern satte Gewinne. Dennoch müssen die Beschäftigten um ihre Arbeitsplätze bangen. Diese Fusion darf es nicht geben, wenn es nicht auch eine Bestandsgarantie für sämtliche Standorte und Arbeitsplätze gibt. Siemens und Thyssen-Krupp sind zwei Beispiele, die eindrucksvoll zeigen, wie weit sich viele Grosskonzerne von ihrer gesellschaftlichen Verantwortung und dem Grundgesetz (…).
Junge Welt, 28.11.2017.
Junge Welt > Siemens. Entlassungen. Junge Welt, 2017-11-28.
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