Gewerkschaftschronik
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14.06.2021 Schweiz
Frauen
Löhne
SGB

Frauenlöhne
SGB
Volltext
Respekt! Mehr Lohn, mehr Rente. Steigende Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen, andauernde Diskriminierungen und die skandalöse Frauenrentenlücke: Zwei Jahre nach dem historischen Frauenstreik sind wir von einer echten Gleichstellung noch weit entfernt. Und mit AHV 21 plant das Parlament sogar einen Rückschritt und will eine Rentenreform auf Kosten der Frauen durchdrücken. Deshalb gehen am 14. Juni auch die Gewerkschafterinnen wieder auf die Strasse. An über 40 Protestaktionen, Kundgebung und Demos fordern die Frauen: Respekt! Mit besseren Löhnen und besseren Renten. Frauenrentenlücke. Die tieferen Löhne, Teilzeitpensen und unbezahlte Arbeit führen zur skandalös schlechten Rentensituation der Frauen – Frauen haben rund ein Drittel weniger Rente als Männer. Geht alles so weiter wie bisher, schliesst sich diese Lücke erst in 80 Jahren. Die Ren-tenlücke spiegelt die ungleiche Verteilung der Erwerbschancen der Frauen. Und solange wir in der Altersvorsorge nichts ändern, führt die typi-sche Erwerbskarriere der Frauen auch in Zukunft zu unwürdig tiefen Renten. Viele Frauen erreichen deshalb nach der Pensionierung kaum je finanzielle Unabhängigkeit, ihre tiefen Renten reichen nicht zum Leben. Trotzdem richtet sich die Rentenreform AHV 21 gegen die Frauen. Die Erhöhung des Frauenrenten-alters wird deshalb auf erbitterten Wi-derstand stossen. „So nicht“: Die Bekämpfung dieser Rentenreform auf Kosten der Frauen steht im Mittelpunkt vieler Mobilisierungen an diesem 14. Juni. Tiefere Löhne und Diskriminierung In Branchen und Berufen mit hohem Frauenanteil sind die Löhne am tiefsten: Frauen müssen doppelt so häufig mit einem Tieflohn durchkommen wie Männer. Die Corona-Pandemie hat sehr deutlich gezeigt, dass die Arbeit von Frauen weder angemessen anerkannt noch korrekt entlöhnt wird. Viele Frauen arbeiten unter- oder unbezahlt: Um Kinder oder kranke Angehörige zu betreuen, verzichten sie auf Erwerbseinkommen. Und Frauen, die diese Arbeit beruflich in Kitas, Spitälern oder Pflegeheimen verrichten, leiden unter tiefen Löhnen und schwierigen Arbeitsbedingungen. Das macht es umso unerträglicher, dass die Lohndiskriminierung zwischen 2014 und 2018 gestiegen ist, obschon die Frauen in dieser Zeit in der Bildung weiter aufgeholt haben. Auf diesen grösser werdenden Missstand werden gewerkschaftliche Aktionen um 15.19 Uhr an vielen Orten hinweisen. Ab dieser Zeit werden Frauen nicht mehr bezahlt – 5 Minuten früher als noch 2019. Der Kampf gegen Ungleichheit ist daher aktueller denn je. Mit über 40 dezentralen Aktionen, Kundgebungen und Demonstrationen fordern Frauen im ganzen Land konkrete und schnelle Schritte für mehr Gleichstellung. Eine Übersicht der geplanten Aktionen ist auf www.14juni.ch zusammengestellt.
Auskünfte: Regula Bühlmann, Zentralsekretärin SGB, zuständig für Gleichstellung
Urban Hodel, Co-Leiter Kommunikation SGB
SGB, Medienmitteilung. SGB, 14.6.2021.
SGB > Frauen. Löhne. SGB, 2021-06-14
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14.04.2021 Schweiz
1. Mai Schweiz
SGB

1. Mai Schweiz
SGB
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Aufruf des SGB zum 1. Mai 2021. Die Corona-Pandemie schüttelt die Welt und den Arbeitsmarkt durch. Die Jahrhundert-Krise wird soziale und wirtschaftliche Narben hinterlassen. Hunderttausende waren und sind von Entlassungen betroffen oder müssen Angst um ihren Arbeitsplatz haben. Kolleginnen im Verkauf, im Service oder im Tourismus wurde über Monate ein Teil des Einkommens gestrichen. Während in den Villen die Einkommen durch Aktiengewinne weiter sprudeln, haben die tiefsten Einkommen am stärksten gelitten. Gleichzeitig haben sich viele Arbeitsverhältnisse prekarisiert. Arbeitnehmende im boomenden privaten Online-Handel werden mit Stress, Gratisstunden und temporären Verträgen abgestraft. Doch diesen Frühling verbinden wir auch mit der Hoffnung, dass es aufwärts gehen wird und eine soziale Wende möglich ist. Unverrückbar geglaubte Muster wurden durch die Krise auf den Kopf gestellt. Diese Krise weckt den Mut der sozialen Bewegungen, schlecht bezahlte Berufe endlich aufzuwerten und neue soziale Sicherheiten einzuführen. Damit können wir die ungerechte Einkommensverteilung offensiv bekämpfen. Die Kosten der Pandemie dürfen nicht die Arbeiterinnen und Arbeiter tragen. Der Weg aus der Krise kann nur mit Perspektiven und finanzieller Sicherheit für alle gelingen. Solidarität hat eine neue Aktualität erhalten und damit auch der Kampf für Veränderung nach Jahrzenten der neoliberalen Vorherrschaft. Es braucht einen Aufschwung für die Arbeiterinnen und Arbeiter – mit Vollbeschäftigung, besseren Löhnen und einer sozialeren Altersvorsorge. Es ist Zeit für die soziale Wende! Weitere infos und das Programm für den 1. Mai 2021 finden sich in Kürze auf www.mai2021.ch.
SGB, Medienmitteilung. SGN, 13.4.2021,
SGB > 1. Mai 2021. Aufruf SGB. SGB, 2021-04-13
08.03.2021 Schweiz
Frauen
Frauentag
SGB

8. März
SGB
Volltext
8. März: internationaler Frauenkampftag – jetzt erst recht. Der diesjährige Weltfrauentag ist speziell: Physische Treffen sind nur eingeschränkt möglich, an grosse Mobilisierungen ist gar nicht zu denken. Doch der Kampfgeist der Gewerkschaftsfrauen ist nach einem Jahr Corona grösser denn je. Deshalb bietet der SGB zusammen mit dem gewerkschaftlichen Bildungsinstitut Movendo ab dem 8. März eine feministische Kurswoche an – um bereit zu sein für die Zeit, in der Mobilisierungen draussen wieder möglich sind. Am 8. März 2020 kamen die Frauen noch auf Strassen und Plätzen zusammen, um gemeinsam den internationalen Tag der Frau zu begehen. Kurze Zeit später mussten sie versuchen, im Homeoffice Beruf und Kinderbetreuung unter einen Hut zu bringen. Oder sie riskierten ihre Gesundheit, während sie schlecht geschützt im Tieflohnbereich die Gesellschaft am Laufen hielten, sei es als Lebensmittelverkäuferinnen, als Kinderbetreuerinnen oder in Gesundheitsberufen. Kitas mussten zwar offen bleiben, doch mehr finanzielle Unterstützung für den Betrieb unter sehr schwierigen Bedingungen sprach die Politik erst auf Druck der vom SGB gegründeten Koalition Kinderbetreuung. Corona hat deutlich gezeigt: Die bürgerliche Schweizer Politik tut sich schwer, die unentbehrliche Arbeit, die Frauen unbezahlt oder schlecht bezahlt leisten, anzuerkennen. Statt längst fällige Lohnerhöhungen für die Frauen in systemrelevanten Berufen gab es Applaus vom Balkon und allenfalls noch einen Kugelschreiber oder 100 Franken Einmalprämie als Dank für den Einsatz in der Pandemiebekämpfung. Doch Frauen wollen Löhne, die ihrer Verantwortung und der Belastung durch ihre Arbeit entsprechen. Sie wollen faire Arbeitsbedingungen und Rahmenbedingungen, welche die Vereinbarkeit von Beruf und Familienarbeit ermöglichen, ohne dass dabei die eigene Gesundheit auf der Strecke bleibt. Dafür kämpfen die Gewerkschaften am 8. März – und an allen anderen Tagen. Dieser Kampf kann zurzeit nicht draussen stattfinden. Deshalb bieten der SGB und das gewerkschaftliche Bildungsinstitut Movendo ab dem 8. März mit einer feministischen Kurswoche einen virtuellen Raum an, in dem sich Frauen* zu den Themen Altersvorsorge, Arbeit, Auswirkungen von Covid 19 auf Frauen, sexualisierte Gewalt und starke Vorbilder in der Gewerkschafsarbeit informieren und austauschen können. Damit sie diese Themen auf die Strasse tragen können, wenn Mobilisierungen wieder möglich sind. Das Kursangebot findet sich unter www.movendo-digital.ch/frauen
Auskünfte:
Regula Bühlmann, Zentralsekretärin SGB zuständig für Gleichstellung,
Urban Hodel, Co-Leiter Kommunikation SGB
SGB, Medienmitteilung, 8.3.2021.
SGB > Frauentag 2021. SGB, 2021-03-08
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09.04.2020 Schweiz
SGB

Medienkonferenz
SGB
Volltext
Medieneinladung: Lage und Perspektiven der Arbeitnehmenden in der Corona-Krise. Sehr geehrte Medienschaffende. Gerne laden wir Sie ein zur (Video-)Medienkonferenz des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zu Lage und Perspektiven der Arbeitnehmenden in der Corona-Krise. Die Lage für die Arbeitnehmenden ist extrem angespannt. Obwohl der Bundesrat mit den Sozialpartnern wichtige Instrumente zur Abfederung der Auswirkungen der Corona-Krise auf die Arbeitnehmenden eingeführt hat, um Löhne und Arbeitsplätze zu garantieren, spitzt sich die Situation auf dem Arbeitsmarkt dramatisch zu. Gleichzeitig sind Hundertausende Eltern einer stressigen Doppelbelastung ausgesetzt. Es besteht die reale Gefahr, dass die Arbeitnehmenden den höchsten Preis für diese Krise bezahlen müssen. Und nicht zuletzt besteht in vielen Branchen nach wie vor eine Unsicherheit bezüglich der Umsetzung des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz; besonders gefährdete Erwerbstätige warten noch immer vergeblich auf ihren dringend notwendigen Schutz. Der SGB präsentiert eigene Berechnungen der neusten Entwicklung der Arbeitslosenzahlen und dringend notwendige Massnahmen, um die Lage der Arbeitnehmenden in dieser schwierigen Situation zu verbessern. Die Medienkonferenz findet statt am Mittwoch, 15. April 2020, um 11.00 Uhr mit Onlinezugang: https://call.lifesizecloud.com/1988397. (Anleitung unten und im Anhang). Es nehmen teil: (…).
SGB, Medieneinladung, 9.4.2020.
SGB > Coronavirus. Medieneinladung. SGB, 2020-04-09.
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01.02.2020 Schweiz
Personen
SGB
VPOD-Magazin
Daniel Lampart
Programm
SGB
Volltext
SGB -Jahresmedienkonferenz präsentiert Jahresschwerpunkte 2020. Solidarität als Voraussetzurig . Die zunehmend wirtschaftsliberale Ausrichtung der Schweizer Sozial- und Wirtschaftspolitik seit dem Mauerfall h-at die Schweiz entsolidarisiert. Daniel Lampart hat seine Analyse an der SGB-Jahrespresse-Konferenz vorgestellt. Ein gutes Jahrzehnt nach Ausbruch der Finanzkrise entwickelt sich die Wirtschaft wieder fragil. Dahinter stehen ähnliche soziale und ökonomische Ungleichgewichte, wie sie seinerzeit schon wesentlich zur Finanzkrise beigetragen haben. Wie beispielsweise der damalige IWF-Chefökonom Raghuram Rajan früh erkannte, waren die wirtschaftsliberale Doktrin und die Verschlechterungen, die damit für grosse Teile der US-Bevölkerung verbunden waren, ein wichtiger Treiber der Krise. Diese Probleme sind bis heute nicht ausgeräumt. Mittlerweile kommt der IWF auch für Deutschland und die Schweiz zum Schluss, dass die ungenügende Lohnentwicklung und das Anhäufen von Gewinnen in den Firmen schwer auf der Wirtschaft lasten - trotz Verbesserungen beim Mindestlohn. Auch ist heute weitgehend unbestritten, dass derartige ökonomische Probleme rechtspopulistische Strömungen befördern. Weihnachtsessen anno dazumal Die neoliberale Wirtschaftsdoktrin hinterliess auch in der Schweiz ihre Spuren, wenn auch weniger stark als in den USA oder in Deutschland. (…).
Daniel Lampart.
VPOD-Magazin, 1.2.2020.
Personen > Lampart Daniel. SGB. Programm. VPOD-Magazin, 2020-02-01.
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17.01.2020 Schweiz
Personen
SGB
Work
David Gallusser
Mitgliederbewegung
SGB
Volltext
Organisationsgrad: Sinkend bei Männern, konstant bei Frauen. Der Organisationsgrad gibt an, wie viel Prozent aller Arbeitnehmenden Mitglied einer Gewerkschaft sind. Ist der Organisationsgrad hoch, können Gewerkschaften für mehr Beschäftigte sprechen und bessere Arbeitsbedingungen aushandeln. Wie in vielen anderen Ländern sinkt auch in der Schweiz der Organisationsgrad. Vor allem Männer sind heute weniger gut organisiert als früher. Mit jeder Generation treten weniger Männer einer Gewerkschaft bei und bleiben Mitglied. So war zum Beispiel in den Jahrgängen 1937 bis 1951 noch jeder dritte ein Gewerkschafter, als diese 2002 zwischen 50 und 64 Jahre alt waren (siehe Grafik). In der nächsten Generation mit den Jahrgängen 1952 bis 1967 war im gleichen Alter im Jahr 2017 nur noch jeder vierte Mitglied.. Der Organisationsgrad gibt an, wie viel Prozent aller Arbeitnehmenden Mitglied einer Gewerkschaft sind. Ist der Organisationsgrad hoch, können Gewerkschaften für mehr Beschäftigte sprechen und bessere Arbeitsbedingungen aushandeln. Wie in vielen anderen Ländern sinkt auch in der Schweiz der Organisationsgrad. Vor allem Männer sind heute weniger gut organisiert als früher. Mit jeder Generation treten weniger Männer einer Gewerkschaft bei und bleiben Mitglied. So war zum Beispiel in den Jahrgängen 1937 bis 1951 noch jeder dritte ein Gewerkschafter, als diese 2002 zwischen 50 und 64 Jahre alt waren (siehe Grafik). In der nächsten Generation mit den Jahrgängen 1952 bis 1967 war im gleichen Alter im Jahr 2017 nur noch jeder vierte Mitglied.(…). David Gallusser.
Work online, 17.1.2020.
Personen > Gallusser David. SGB. Mitgliederbewegung. Work online, 2020-01-17.
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09.01.2020 Schweiz
SGB
VPOD Schweiz

Programm
SGB
Volltext
Nur Solidarität hat Zukunft. Die zunehmend wirtschaftsliberale Ausrichtung der Sozial- und Wirtschaftspolitik in den letzten 30 Jahren hat in der Schweiz zu einer Entsolidarisierung geführt. Das ist das Ergebnis der heute veröffentlichten SGB-Analyse. Die wirtschafts- und sozialpolitischen Auseinandersetzungen der letzten 30 Jahre haben in der Politik, in den Sozialwerken und in den Betrieben schmerzhafte Spuren hinterlassen. Die an den Hochschulen ausgebildeten Bankangestellten beispielsweise sind heute ökonomisch wie gesellschaftlich noch weiter von den Hauswarten oder ReinigungsmitarbeiterInnen entfernt als je zuvor – auch weil die Firmen viele Tätigkeiten an Subunternehmen ausgelagert haben. Teile des Sozialstaates kamen unter Druck, sei es über einen bewussten Abbau von Leistungen (Invaliden- und Arbeitslosenversicherung) oder schleichende Leistungsverschlechterungen (Altersvorsorge). In der Steuer- und Abgabenpolitik wurden die Steuern für höhere Einkommen gesenkt, statt die Verbilligungen der Krankenkassenprämien für untere und mittlere Einkommen zu erhöhen. Als Gewerkschaft des öffentlichen Dienstes befinden wir uns zudem seit etlichen Jahren in Abwehrkämpfen. Der politische Grundkonsens wird durch Abbaupolitik, Privatisierung sowie gezielte Initiativprojekte von rechts in Frage gestellt. Vieles davon zielt auf eine Zerschlagung und Privatisierung des Service public hin. (…).
VPOD Schweiz, 9.1.2020.
VPOD Schweiz > SGB. Programm. VPOD Schweiz, 2020-01-09.
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15.11.2019 Schweiz
Personen
SGB
Work
Marie-Josée Kuhn
Pierre-Yves Maillard
Interview
SGB
Volltext
Sechs Monate SGB-Chef Pierre-Yves Maillard: Eine Zwischenbilanz . „Wir können nach dem Frauenstreik doch nicht mit Frauenrentenalter 65 kommen!“ Die Überbrückungsrente für Ausgesteuerte angestossen, den BVG-Kompromiss aufgegleist und ein Treffen mit dem Obergegner des Schweizer Lohnschutzes organisiert: Das und mehr hat SGB-Präsident Pierre-Yves Maillard schon vorzuweisen. Work: Pierre-Yves Maillard, wie gefällt Ihnen Ihr Job als SGB-Chef? Pierre-Yves Maillard: Am Anfang musste ich mich, ich gestehe es, ein wenig daran gewöhnen, dass ich jetzt nicht mehr im Zehnminutentakt Entscheide fällen muss. So wie vorher als Regierungsrat. Entscheidungen beim SGB treffen wir gemeinsam, nach intensiven Diskussionen. Das bedeutet, ich habe jetzt weniger Stress als vorher und mehr Zeit für Gespräche. Ich reise viel an Delegiertenversammlungen der lokalen Sektionen, und wir haben auch die Kontakte mit den europäischen Gewerkschaften intensiviert. Jetzt komme ich grad aus Paris, wo wir bei CGT, CFDT und FO waren. Es ist eine spannende Arbeit. Sie werden auch Zeit brauchen für Ihr Nationalratsmandat. Im Kanton Waadt haben Sie das beste Resultat gemacht, vor allen Bürgerlichen. Warum sind Sie so beliebt? Es stimmt eben nicht, was gewisse Medien nach den Wahlen behauptet haben, dass Gewerkschafter unpopulär seien! Ich habe sicher auch deshalb so gut abgeschnitten, weil ich fünfzehn Jahre lang Waadtländer Gesundheits- und Sozialminister war und unter mir die Krankenkassenprämien für 100‘ 000 Leute sanken, weil wir die Prämienverbilligung erhöhten. Der Kanton Waadt ist (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 15.11.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Maillard Pierre Yvest. Interview. Work online, 2019-11-15.
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24.05.2019 Schweiz
Personen
SGB
Daniel Lampart
DV
SGB
Volltext
SGB-Delegierte fordern soziale Schweiz in sozialem Europa. 298. SGB-Delegiertenversammlung. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) setzt sich ein für eine soziale Schweiz in einem sozialen Europa. Dazu forderten die SGB-Delegierten in einer Resolution, dass rasch über die SVP-Kündigungsinitiative abgestimmt wird, um den Bilateralen Weg zu konsolidieren. Sie erinnerten daran, dass diese Initiative den für die Schweiz insgesamt positiven Bilateralen Weg an die Wand fahren würde. Das darf nicht geschehen. Denn aus Sicht der Arbeitnehmenden haben die Bilateralen gekoppelt an die auf Druck der Gewerkschaften eingeführten Flankierenden Massnahmen zum Schutz der Löhne und der Arbeitnehmerrechte sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt gebracht und das menschenunwürdige Kontingentssystem der Saisonniers beendet. Die SGB-Delegierten begrüssten, dass der Bundesrat die Vorschläge der Sozialpartner zur Verbesserung der Lage der älteren Arbeitnehmenden umsetzen und so dafür sorgen will, dass Leute ab 58 nach Stellenverlust und Aussteuerung nicht mehr in die Sozialhilfe abgedrängt werden und dabei auch noch vorzeitig ihr Alterskapital anzapfen müssen. Die Delegierten hielten gleichzeitig klar fest, dass sie das vorliegende Rahmenabkommen ablehnen und die Lohnschutzmassnahmen nicht verhandelbar sind. Der SGB wird die Flankierenden verteidigen, wenn nötig mit dem Referendum. (…). Daniel Lampart.
SGB, 24.5.2019.
Personen > Lampart Daniel. SGB. DV. SGB, 2019-05-24.
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24.04.2019 Schweiz
Personen
SGB
Syndicom-Zeitung
Pierre-Yves Maillard
Interview
SGB
Volltext
Fragen an den neuen SGB-Präsidenten. Pierre-Yves Maillard, Verteidiger des Service public. Pierre-Yves Maillard wird am 6. Mai Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Er ist überzeugt, dass sich Lohngleichheit nur über „effektive öffentliche Kontrolle“ erreichen lässt. Die grosse Herausforderung der Gewerkschaften in den nächsten 20 Jahren bilden die vor allem von Frauen besetzten, prekären Arbeitsplätze im Bereich der Betreuung älterer Menschen oder von Menschen mit Behinderung. Die Zahl dieser Stellen wird künftig noch wachsen. „Wenn wir unsere Kräfte bündeln, können wir hier eine sehr nötige Wirkung erzielen“, hofft der neue SGB-Präsident. Man kennt dich als Sozialdemokrat, dem der Service public besonders wichtig ist und der dessen Abbau stets bekämpft hat. Was sagst du zur schleichenden Schliessung von Bahnhofschaltern und Poststellen? Pierre-Yves Maillard: Dies bestätigt leider die Analyse, die einige von uns zu Beginn dieser Entwicklung in den 1990er-Jahren gemacht hatten. Schon vor der erfolgreichen Referendumsabstimmung von 2002 gegen die Liberalisierung des Strommarktes gehörte ich 1996 zu den Wenigen, die die Liberalisierung des Post- und Telecom-Marktes zu verhindern versuchten, jedoch erfolglos, weil unsere Unterschriftensammlung keine Unterstützung fand. Damals galt es plötzlich als überholt, Service-public-Aufgaben einem öffentlichen, integrierten Monopolbetrieb anzuvertrauen, und diese Idee fand durch Indoktrination den Weg in alle Köpfe, sogar in linken Parteien und in Gewerkschaften. Zu dieser Tendenz trug auch die europäische Integration über (…).
Syndicom-Magazin, 24.4.2019.
Personen > Maillard Pierre-Yves. SGB. Interview. Syndicom-Zeitung, 2019-04-24.
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16.04.2019 Schweiz
Löhne
Personen
SGB
Thomas Fastermann
Lohnrechner
SGB
Volltext
Zuverlässige Orientierung für Angestellte und Arbeitssuchende in der Schweiz: Der SGB-Lohnrechner in neuem Kleid. Beliebtes Serviceangebot des SGB startet heute neu. Ist mein Lohn eigentlich angemessen? Was würde ich wohl verdienen, wenn ich in Zürich arbeite? Oder: Was kann ich im Vorstellungsgespräch verlangen? Vor solchen und ähnlichen Fragen stehen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer immer wieder – ob auf Arbeitssuche oder auch, wenn sie schon fest im Sattel sitzen. Denn das Lohnsystem in der Schweiz ist sehr komplex. Gute Antworten und eine zuverlässige Orientierung liefert seit 14 Jahren der SGB-Lohnrechner. Er wird Tag für Tag von Arbeitnehmenden, Personalbüros und Gewerkschaften rege genutzt und verzeichnet täglich rund 2000 Aufrufe. Nun hat das Angebot des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds eine vollständige Überarbeitung erfahren. Wesentlicher Kern sind die aktuellsten verfügbaren Daten aus der Schweizerischen Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamts für Statistik. Neben den aktuellsten Lohndaten gibt es auf www.lohnrechner.ch auch neue, praktische Funktionen, eine komfortablere Bedienung und eine universelle Erreichbarkeit. Neben einem zeitgemässen Erscheinungsbild ist die Benutzerführung optimiert worden. So gelangt man in wenigen Schritten zum Vergleichslohn. Die Auswahl von Beruf, Branche, Ausbildung, Alter und Erfahrung genügt, so dass der SGB-Lohnrechner in Sekundenschnelle aus zigtausenden vorhandenen Lohndaten die ortsüblichen (…). Thomas Fastermann.
SGB, 16.4.2019.
Personen > Fastermann Thomas. Lohnrechner. SGB, 2019-04-16.
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01.02.2019 Schweiz
Frauen
Personen
SGB
Pierre-Yves Maillard
Interview
SGB
Volltext
„Gewerkschaftliche Organisation der prekären frauendominierten Branchen – die Aufgabe für den SGB“ Pierre-Yves Maillard wird am 6. Mai Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes. Bereits jetzt redet er Klartext: «Ohne Kontrollmechanismus bleibt das Gleichstellungsgesetz ein Papiertiger.» Die grosse Herausforderung der Gewerkschaften in den nächsten 20 Jahren bilden die hauptsächlich von Frauen besetzten, prekären Arbeitsplätze im Bereich der Betreuung älterer Menschen oder von Menschen mit Behinderung. Deren Zahl dürfte künftig noch wachsen. Mit ihrem gut ausgebauten Service-public-Netz könnte die Post auch hier eine neue Rolle übernehmen. Syndicom Magazin: Was sagst du als Sozialdemokrat, dem besonders viel am Service public liegt und der gegen den Abbau bei der Post gekämpft hat, dazu, dass jeden Tag mindestens eine Poststelle verschwindet? Es ist passiert, was wir Ende der 90er-Jahre gesagt hatten. Diese Reformen hätten dank mehr Wettbewerb auch mehr Qualität bringen sollen. Aber der Service public ist schlechter, und die Preise sind weder bei Post noch Swisscom tief. Kantonal werden Privatisierungen bei Abstimmungen Regelmässig abgelehnt. Der Bund aber hat sich daran gewöhnt, Einnahmen zu erzielen, und macht Druck, damit die Gewinne noch steigen. Zudem erfolgt die Aufteilung der Kosten und Einnahmen, so zwischen Post und PostFinance, ohne Kontrolle und ohne Garantie. Anhand einer externen Überprüfung sollte festgestellt werden, was das Poststellennetz der PostFinance bringt, denn dieses ist nicht einfach nur ein Kostenfaktor. (…).  Sylvie Fischer.
Syndicom, 1.2.2019.
Personen > Maillard Pierre-Yves. SGB. Frauen. Interview. Syndicom, 2019-02-01.
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14.12.2018 Schweiz
Personen
SGB
Work
Marie-Josée Kuhn
Pierre-Yves Maillard
Präsident
SGB
Volltext
SGB-Präsidium: Noch selten gab es eine derart hitzige Wahl. Der kleine Unterschied und seine grossen Folgen. Gysi oder Maillard? Frau oder Mann? Schon früh im Wahlkampf lief die Debatte um die Nachfolge von SGB-Präsident Paul Rechsteiner auf der Gender-Schiene. Dabei spielte die West-Ost-Schiene eine mindestens ebenso wichtige Rolle. Pierre-Yves Maillard ist der neue oberste Gewerkschafter im Land. Er erreichte das absolute Mehr im ersten Wahlgang knapp mit 115 Stimmen. Gegenkandidatin Barbara Gysi erhielt 82 Stimmen, ein gutes Resultat und gleichzeitig eine Warnung an Maillard: Sollten er und der SGB mit der Gleichstellung innerhalb und ausserhalb der Gewerkschaftsbewegung jetzt nicht mit doppelter Kraft vorwärtsmachen, gibt es Krach. Noch mehr Krach als im Wahlkampf. Frau und Mann. Als Nachfolge für Paul Rechsteiner kandidierten Barbara Gysi und Pierre-Yves Maillard. Hier die Präsidentin des Bundespersonalverbands (PVB), SP-Nationalrätin und Chefin des St. Galler Gewerkschaftsbundes. Dort der Waadtländer Gewerkschafter und SP-Regierungsrat. Sie wurde nominiert vom Bundespersonalverband und unterstützt vom VPOD und der SGB-Frauenkommission. Er wurde nominiert von der Unia und der Bähnlergewerkschaft SEV und unterstützt von der Gewerkschaft Medien und Kommunikation Syndicom. Hier also die Frau. Dort der Mann. Und sehr bald stand nur noch diese eine Frage im Raum: Frau oder Mann? Dass es endlich Zeit sei für eine Frau. Dass eine Frau andere Sensibilitäten (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Pierre-Yves Maillard. SGB-Praesident. Work online, 2018-12-14.
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05.12.2018 Schweiz
Personen
SGB
Pierre-Yves Maillard
Giorgio Tuti
Präsident
SGB
Volltext
Der SGB ist bereit. Es spricht für unsere Gewerkschaftsbewegung, dass sich für Paul Rechsteiners Nachfolge zwei sehr gute Kandidaten beworben haben. Sowohl Barbara Gysi als auch Pierre-Yves Maillard hatten das ideale Profil, um den SGB zu präsidieren. Bevor ich auf die künftigen Herausforderungen unseres Dachverbandes eingehe, möchte ich kurz auf Paul Rechsteiners Präsidentschaft zurückblicken. 20 Jahre lang hat er den SGB mit Fingerspitzengefühl, Weitsicht und absoluter Integrität geführt. Er wusste die Politik in den Dienst der Gewerkschaften zu stellen, um die Lebensbedingungen der Beschäftigten und Pensionierten zu verbessern. Dass der SGB heute ein wichtiger politischer Akteur ist, ist auch Paul Rechsteiners Wirken in den letzten 20 Jahren zu verdanken. Dazu gehörte diesen Sommer sein entschiedenes Nein zur Teilnahme an einem runden Tisch über ein Rahmenabkommen mit der Europäischen Union auf Kosten des Lohnschutzes. Die Kämpfe, die ich an Paul Rechsteiners Seite ausgefochten habe, gehen mit Pierre-Yves Maillard weiter. In seiner ganzen Wahlkampagne für das SGB-Präsidium hat unser Waadtländer Kollege immer wieder unterstrichen, wie wichtig Gewerkschaftsarbeit bei der Basis und in den Betrieben ist. Diese Botschaft war ihm aufgrund seiner Erfahrung als Gewerkschaftssekretär beim SMUV wichtig. Unermüdlich hat er gewerkschaftliche und politische (…).
Giorgio Tuti, Präsident SEV und Vizepräsident SGB
SGB, 5.12.2018.
Personen > Tuti Giorgio. SGB. Präsident. SGB, 2018-12-05.
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03.12.2018 Schweiz
Personen
SGB
Syndicom
Pierre-Yves Maillard
Präsident
SGB
Volltext
SGB beschliesst Projekte zur Stärkung der Kaufkraft – Neuer Präsident gewählt. Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes haben an ihrem 56. Kongress den Waadtländer SP-Regierungsrat Pierre-Yves Maillard zum SGB-Präsidenten gewählt. Er folgt auf Paul Rechsteiner, der nach 20 Jahren sein Amt abgab und von den Delegierten mit langanhaltendem Applaus verabschiedet wurde. Thematisch im Zentrum des zweitägigen Kongresses standen der Kampf für die Gleichstellung von Mann und Frau sowie verschiedene Positionspapiere und Resolutionen, die zum Ziel haben, die Kaufkraft der Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen oder Renten zu stärken. (SGB) Einstimmig beschlossen die Delegierten, mit der aktiven Unterstützung des Frauenstreiks am 14. Juni 2019 die Gleichstellung zu einem gewerkschaftlichen Hauptschwerpunkt der nächsten Zeit zu machen. In einer Resolution beschlossen sie zudem, ein Massnahmenpaket gegen die Lohn- und andere Diskriminierungen auszuarbeiten und einer Delegiertenversammlung zu unterbreiten. Zentrales Element der Gewerkschaftsarbeit ist auch der Kampf für anständige Renten. Die Delegierten beauftragten die SGB-Organe, eine Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente zu planen. Eine Erhöhung der AHV-Renten ist der einzige sinnvolle Weg, die stetig sinkenden Pensionskassenrenten der künftigen Rentnergenration auszugleichen. Denn die AHV hat das beste Preis-Leistungsverhältnis der Schweizer Altersvorsorge: Über drei Viertel der Versicherten erhalten mehr (…).
Syndicom, 3.12.2018.
Personen > Maillard Pierre-Yves. SGB. Präsident. Syndicom, 2018-12-03.
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01.12.2018 Schweiz
Funke, Der
SGB

Programm
SGB
Volltext
Neues SGB-Präsidium: Nehmen wir den Kampf auf! Paul Rechsteiner, ein regelrechter Politdinosaurier, tritt nach 20 Jahren an der Spitze des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) zurück. Seit 32 Jahren im Bundesparlament, steht er mehr für den Schweizer Konsens und den Arbeitsfrieden als die meisten Patrons. Der Wechsel an der Spitze wird allerdings keinen Wechsel im Kurs des SGB mit sich bringen, so dringend dies auch nötig wäre! Werdegang mit Zug nach rechts. Zwischen 2008-2011 verkörperte Rechsteiner die reformistische Hoffnung auf eine linke Perspektive gegen die Krise. Rechsteiner hatte einen grossen Einfluss auf die Einführung der Flankierenden Massnahmen (FlaM), eine wichtige, wenn auch ungenügende Errungenschaft. 2008 kritisierte er die UBS-Rettung per Notrecht - von einem juristischen Standpunkt aus. 2011 gewann er die Wahl in den Ständerat gegen SVP-Präsident Toni Brunner. Während seiner Amtszeit lancierte der SGB zwei Mindestlohninitiativen sowie die „AHV- plus“- Initiative. Keine wurde angenommen. Doch das Scheitern lag jedes Mal weit vor dem Urnengang. Keine der Kampagnen wurde genutzt, um die Gewerkschaften in den Betrieben zu verankern. Seine Taktik für AHV-plus, mit der Initiative Druck auf den Bundesrat zu machen für eine bessere Rentenreform, schlug fehl. Rechsteiner erstickte den Enthusiasmus, der während der Sammelphase aufkam, gleich selbst wieder. Er wendete sich pessimistisch von der Basis ab und suchte einen Minimalkompromiss mit der (…). 
Der Funke, Nr. 76, Dezember 2018.
Funke, Der > SGB. Programm. Der Funke, 2018-12-01.
Ganzer Text
01.12.2018 Schweiz
Personen
SGB
Pierre-Yves Maillard
Präsident
SGB
Volltext
Pierre-Yves Maillard ist neuer SGB-Präsident. Mit 115 Stimmen im ersten Wahlgang gewählt. Die Entscheidung ist gefallen: Mit absolutem Mehr der Stimmen haben die Delegierten des 56. Kongresses des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) Pierre-Yves Maillard im ersten Wahlgang zum neuen Präsidenten gewählt. Er steht die nächsten vier Jahre an der Spitze der grössten Arbeitnehmervertretung in der Schweiz. Er löst Paul Rechsteiner ab, der nach 20 Jahren SGB-Präsident feierlich verabschiedet wurde. An der Wahl nahmen 212 Delegierte teil. 82 stimmten für Barbara Gysi, 115 für Pierre-Yves Maillard, 15 Delegierte enthielten sich. In seiner Bewerbungsrede vor den rund Delegierten plädierte er für eine starke Gewerkschaftsbewegung. Diese zeichne sich durch Vielfalt aber auch durch Einigkeit aus. Er erinnerte zudem den Bundesrat, bei den Flankierenden Massnahmen Wort zu halten und keinen „europaweiten Lohnwettbewerb“ zu betreiben. Der 50-Jährige ist seit 2004 Waadtländer SP-Regierungsrat. Er steht dem Departement für Gesundheit und Soziales vor. Er studierte an der Universität Lausanne und arbeitete als Oberstufenlehrer, bevor er Regionalsekretär der Gewerkschaft SMUV (Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeiterverband) wurde. Pierre-Yves Maillard wird als Regierungsrat zurücktreten und sein Amt als SGB-Präsident zwischen Mai und Juni 2019 antreten. Bis dahin leiten die Vizepräsidentin Vania Alleva und der Vizepräsident Giorgio Tuti den SGB. (…).
SGB, 1.12.2018.
Personen > Maillard Pierre Yves. Präsident. SGB. SGB, 2018-12-01.
Ganzer Text
01.12.2018 Schweiz
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Kongress
SGB
Volltext
SGB beschliesst Projekte zur Stärkung der Kaufkraft – Neuer Präsident gewählt. Die Delegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes haben an ihrem 56. Kongress den Waadtländer SP-Regierungsrat Pierre-Yves Maillard zum SGB-Präsidenten gewählt. Er folgt auf Paul Rechsteiner, der nach 20 Jahren sein Amt abgab und von den Delegierten mit langanhaltendem Applaus verabschiedet wurde. Thematisch im Zentrum des zweitägigen Kongresses standen der Kampf für die Gleichstellung von Mann und Frau sowie verschiedene Positionspapiere und Resolutionen, die zum Ziel haben, die Kaufkraft der Menschen mit tiefen und mittleren Einkommen oder Renten zu stärken. Einstimmig beschlossen die Delegierten, mit der aktiven Unterstützung des Frauenstreiks am 14. Juni 2019 die Gleichstellung zu einem gewerkschaftlichen Hauptschwerpunkt der nächsten Zeit zu machen. In einer Resolution beschlossen sie zudem, ein Massnahmenpaket gegen die Lohn- und andere Diskriminierungen auszuarbeiten und einer Delegiertenversammlung zu unterbreiten. Zentrales Element der Gewerkschaftsarbeit ist auch der Kampf für anständige Renten. Die Delegierten beauftragten die SGB-Organe, eine Volksinitiative für eine 13. AHV-Rente zu planen. Eine Erhöhung der AHV-Renten ist der einzige sinnvolle Weg, die stetig sinkenden Pensionskassenrenten der künftigen Rentnergenration auszugleichen. Denn die AHV hat das beste Preis-Leistungsverhältnis der Schweizer Altersvorsorge: Über drei Viertel der Versicherten erhalten mehr Rente als sie einzahlen mussten. Nur dank höheren AHV-Renten kann der (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 1.12.2018.
Personen > Zimmermann Thomas. SGB. Kongress. SGB, 2018-12-01
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30.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
Work
Elisabeth Soucek
Anne-Sophie Zbinden
Biografien
SGB
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Der letzte Kongress. Seit 37 Jahren arbeitet Elisabeth Soucek als Assistentin für die Gewerkschaften. Bereits zum vierten Mal hat sie den SGB-Kongress organisiert. Doch dieses Mal ist alles etwas anders. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Begonnen haben sie schon vor einem Jahr. Aber jetzt, so seit ungefähr drei Wochen, lebe sie eigentlich nur noch für den Kongress, träume auch schon davon, sagt Elisabeth Soucek, Leiterin Assistenz beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB). Am Kongress, der alle vier Jahre stattfindet, bestimmen die 16 Verbände die grossen Linien des SGB und wählen das Präsidium. Für Soucek ist es bereits das vierte Mal, dass sie diese administrative Meisterleistung bewältigt: den geeigneten Termin und die Lokalität für 350 Leute findet, Einladungen verschickt, den Kongressordner in drei Sprachen zusammenstellt, die Sitzordnung bestimmt, die Helfer und Helferinnen instruiert, die Spezialgäste betreut und im ganzen Tohuwabohu die Übersicht nicht verliert. Soucek sagt: „Ich mag diese Hektik vor dem Kongress.“ Und hektisch bleibt es, auch wenn der Ablauf der Kongresse immer gleich ist. „Meine Liste, die ich mir für den ersten Kongress gemacht habe, könnte ich auch heute noch verwenden, da wurde nichts verändert.“ So ist sie beispielsweise per Statuten gezwungen, die Kongressunterlagen noch immer mit der Post zu versenden, kiloweise Papier. „Das hätte ich gerne noch geändert!“ Aber das geht nun leider nicht mehr. Denn dieser Kongress ist in vielerlei Hinsicht einzigartig: Nach 20 Jahren wird ein neuer Präsident oder eine Präsidentin gewählt. Es ist die erste Kampfwahl seit (...(. Anne-Sophie Zbinden.
Work online, 30.11.2018.
Personen > Zbinden Anne-Sophie. Elisabeth Soucek. SGB-Sekretariat. Work online, 2018-11-30.
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30.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
WOZ
Pierre-Yves Maillard
Kaspar Surber
Präsident
SGB
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Der „Macher“ setzt sich durch. Der Gewerkschaftsbund ruft zum Frauenstreik auf und wählt doch einen Mann zum neuen Präsidenten. Ohne Quoten geht es auch in der Linken nicht vorwärts mit der Gleichberechtigung. Sieben Minuten hat Pierre-Yves Maillard Zeit, um im Berner Kursaal für sich zu werben. Es hört sich an wie eine Verteidigungsrede. Es gehe heute nicht um die Wahl zwischen einem Mann und einer Frau, sagt Maillard. Zuerst seien sie hier alle Gewerkschafter: „Wir kämpfen gegen jede Ungerechtigkeit, ob wir selbst davon betroffen sind oder nicht!“ Nach sieben Minuten wird Maillard - er ist gerade daran zu erklären, dass er trotz seines Spitznamens kein „Bulldozer“ sei - von einer Delegierten unterbrochen, seine Redezeit sei um. Maillard ignoriert den Zwischenruf, fährt fort: Ganz der Bulldozer halt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) wählt an diesem Samstag eine neue Spitze. Verbände und Parteien in der Schweiz bestimmen ihre PräsidentInnen häufig nach internen Ausmarchungen per Akklamation. Dass es beim SGB zu einer demokratischen Wahl kommt, zeigt alleweil die Lebendigkeit der Gewerkschaftsbewegung. Immer diese Zuschreibungen. Maillard, SP-Regierungsrat in der Waadt, ist als Favorit ins Rennen gestartet, er wurde von der mächtigen Einzelgewerkschaft Unia nominiert. Doch der Druck ist hoch, dass eine Frau den SGB präsidieren sollte. Vor Maillard hat Barbara Gysi gesprochen, SP-Nationalrätin aus St. Gallen, Kandidatin des kleineren VPOD. In den letzten Wochen (…). Kaspar Surber.
WOZ, 30.11.2018.
Personen > Surber Kaspar. SGB. Präsidium. WOZ, 2018-11-30.
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29.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
WOZ
Martin Germann
Sarah Schmalz
Präsidium
SGB
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Der Mann als lieb gewonnene Gewohnheit. Pierre-Yves Maillard galt von Anfang an als Favorit für das Präsidium des Gewerkschaftsbunds. Viele Gewerkschafterinnen sind wütend darüber. Wenn am Samstag die 237 Kongressdelegierten des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) die Nachfolge von Paul Rechsteiner bestimmen, steht das Resultat arithmetisch bereits fest. Das zumindest hat die Unia-Zeitung „Work“ im Wahlkampf berechnet. Die Rechnung ist einfach: Neben der zahlenmässig grössten Gewerkschaft Unia sprechen sich offiziell auch die Gewerkschaft des Verkehrspersonals (SEV) und die Syndicom für Pierre-Yves Maillard aus. Die drei Gewerkschaften stellen zusammen 125 der 237 Delegierten und damit die Mehrheit. Barbara Gysi sei also chancenlos. Widerstand an der Basis. Das Fazit der Unia-Zeitung steht symptomatisch für einen Wahlkampf, bei dem der Sieger schon vor der Debatte gekürt war. Support erhielt der wirkungsstarke Waadtländer SP-Staatsrat Pierre-Yves Maillard nicht nur von drei der mächtigsten Gewerkschaften, auch die Presse schrieb ihn zum Favoriten hoch. Ausser Acht gelassen wurden dabei zwei Tatsachen: Erstens präsentiert sich die Ausgangslage weitaus komplexer, als sie im Vorfeld herbeigeschrieben wurde. Denn am Kongress entscheiden nicht die Zentralvorstände der Gewerkschaften, sondern die Delegierten, und das in einer geheimen Wahl, bei der sich sicher nicht alle an die Empfehlung ihrer Gewerkschaft halten werden. (…). Martin Germann, Sarah Schmalz.
WOZ, 29.11.2018.
Personen > Germann Martin. SGB. Praesidium. WOZ, 2018-11-29.
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16.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
Work
Marie-Josée Kuhn
Pierre-Yves Maillard
Interview
Präsidium
SGB
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SGB-Präsidium: Das hat Kandidat Pierre-Yves Maillard zu bieten. „Ich bin für eine politische Praxis, die sich am Resultat orientiert“. Streik, Rente, Lohn, Service public & Gleichstellung: Das will der ehemalige Regiochef der Metallgewerkschaft SMUV und heutige Waadtländer Gesundheitsminister erreichen, wenn er gewählt wird. Pierre-Yves Maillard, machen Sie bitte einen kurzen Werbespot in eigener Sache: Warum sollen die Delegierten Sie am SBG-Kongress wählen? Pierre-Yves Maillard: Ich habe Erfahrung mit Gewerkschaftsarbeit. Als ehemaliger Regioleiter der Metallgewerkschaft SMUV führte ich Verhandlungen, ich legte mich mit dem politischen Gegner an, mit den Patrons, ich organisierte Protestpausen und Streiks. Und ich entwickelte dabei eine politische Praxis, die sich am Resultat orientiert. Die Leute zahlen nicht Mitgliederbeiträge, damit einer vor die Mikrophone tritt und jammert und ideologisiert. Sie zahlen, weil sie konkrete Verbesserungen wollen. Ich will etwas erreichen für die Arbeitnehmenden. Wann haben Sie zuletzt einen GAV verhandelt? Das war der Verkäuferinnen-GAV in Lausanne, wir hatten damals erreicht, dass er allgemeinverbindlich erklärt wurde. Coop oder Migros hatten schon vorher einen GAV gehabt, aber all die Modeboutiquen nicht. Das war ein Meilenstein. Die Stadt wollte die Ladenöffnungszeiten aufweichen, jeden Abend länger arbeiten lassen. Doch wir machten Druck. Schliesslich erreichten wir diesen Vertrag gegen eine Stunde länger offen am Samstag. Mit diesem GAV erreichten wir auch (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 16.11.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Pierre-Yves Maillard. Interview. Work online, 2018-11-16.
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16.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
Work
Barbara Gysi
Ralph Hug
Interview
Präsidium
SGB
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SGB-Präsidium: Das hat Kandidatin Barbara Gysi zu bieten. „Die Bewegung muss breiter werden“ Für Barbara Gysi ist die Gewerkschaftsbewegung zu einseitig aufgestellt und nur in gewissen Branchen stark. Etwa bei der Eisenbahn oder in der Industrie. Das möchte sie ändern, wenn sie gewählt wird. Work: Barbara Gysi, machen Sie bitte einen kurzen Werbespot in eigener Sache: Warum sollen Sie die Delegierten am SGB-Kongress wählen? Barbara Gysi: Weil ich mich mit aller Kraft für eine überzeugende Gewerkschaftspolitik für alle Lohnabhängigen in diesem Land einsetze. Ich will bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne erreichen. Sehr am Herzen liegt mir die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Ich bringe 25 Jahre politische und gewerkschaftliche Erfahrung mit und bin in Bundesbern sehr gut vernetzt. Das ist wichtig, weil es sich beim SGB-Präsidium ja auch um eine politische Aufgabe handelt. Und ich möchte die Leute in den politischen Prozess einbinden. Viele an der Basis sagten mir, dass sie dies in den letzten Jahren etwas vermisst hätten. Und natürlich hat für mich die Frauen- und Lohngleichheitsthematik einen wichtigen Stellenwert. Als Frau habe ich hier einen breiteren Blick, und ich kann diese Aufgabe besser wahrnehmen. In bisher gewerkschaftlich schlecht abgedeckten Bereichen wie der Pflege und der Care-Arbeit habe ich ein grosses Repertoire, das ich einsetzen kann. Was meinen Sie denn mit Repertoire? Ich bin ausgebildete Sozialpädagogin und habe im (…). Ralph Hug.
Work online, 16.11.2018.
Personen > Hug Ralph. Barbara Gysi. Interview. Work online, 2018-11-16.
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16.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
Work
Vania Alleva
Pierre-Yves Maillard
Präsidium
SGB
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Unia-Chefin Vania Alleva zur Nachfolge Rechsteiner: „Deshalb hat sich die Unia für Maillard entschieden“. Nach zwanzig Jahren als SGB-Präsident tritt Paul Rechsteiner auf den kommenden SGB-Kongress Ende November von seinem Amt zurück. Für seine Nachfolge stehen mit Barbara Gysi und Pierre-Yves Maillard zwei valable Kandidaturen zur Verfügung. Der Unia-Zentralvorstand hat sich für die Nominierung von Pierre-Yves Maillard entschieden. Für eine klare Mehrheit des Unia-Zentralvorstands fielen insbesondere seine lange Verbundenheit mit der Gewerkschaftsbewegung und seine Erfahrungen ins Gewicht. Als SMUV-Regionalsekretär hat er in der Waadt mehrere erfolgreiche Bewegungen eingeleitet. Er hat auch wichtige politische Aktionen initiiert, so etwa das äusserst erfolgreiche Referendum gegen die Liberalisierung des Elektrizitätsmarktes von 2002. Für Malliard sprach ebenso der Vertretungsanspruch der Romandie. Im Präsidialausschuss des SGB stammt gegenwärtig nur eine von neun Personen aus der Romandie. Dies wird der bewegungspolitischen Bedeutung der lateinischen Schweiz in keiner Weise gerecht. Frauenanliegen sind für die Unia sehr wichtig, auch in unserer eigenen Organisation. Das beweisen wir mit unserem grossen Engagement für die Gleichstellung und die Frauenrechte. Wir erhöhen den Frauenanteil in unserer Mitgliedschaft kontinuierlich, wir haben eine Geschlechterquote in den Führungsgremien, und das Geschlecht ist bei der Besetzung von (...). Vania Alleva.
Work, 16.11.2018.
Unia Schweiz > SGB-Präsidium. Work, 2018-11-16.
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07.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
Fritz Reimann
Thomas Zimmermann
Nachruf
SGB
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Der SGB trauert um Fritz Reimann. Mit Reimann geht einer der prägendsten Gewerkschafter seiner Generation. Fritz Reimann, ehemaliger Präsident des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds SGB, ist heute in Thun im Alter von 94 Jahren gestorben, wie seine Familie mitteilte. Damit verliert der SGB einen der prägendsten Gewerkschafter der 1970er bis 90er Jahre. Der 1924 in Oberhof (Fricktal) geborene Fritz Reimann arbeitete nach seiner Lehre als Werkzeugmacher in seinem Beruf und war im Schweizerischen Metall- und Uhrenarbeiterverband (SMUV) organisiert. 1951 wurde er Berufsgewerkschafter, 1973 SMUV-Zentralsekretär, und von 1980-1988 wirkte er als SMUV-Präsident. In diese Jahre fällt auch seine Tätigkeit als SGB-Präsident (1982-1990). Politisch war Fritz Reimann in der SP zuhause, die er von 1979 bis 1991 im Nationalrat vertrat. Fritz Reimann repräsentiert eine ganze Generation Schweizer Gewerkschafter, die in den „goldenen Jahren" der Schweizer Gewerkschaftsgeschichte für den Glauben in Vertragspolitik, Sozialpartnerschaft und die Sicherung steten materiellen Fortschritts der Arbeiterklasse standen. Der SGB trauert um Fritz Reimann und spricht dessen Familie sein Beileid aus. Mit Foto. (…).
Thomas Zimmermann.
SGB, 7.11.2018.
Personen > Reimann Fritz. Praesident SGB. SGB, 2018-11-07.
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