Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 162

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01.07.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Vaterschaftsurlaub
Volltext
15 Jahre nach Einführung des Mutterschaftsurlaubs braucht es jetzt einen Vaterschaftsurlaub. 60 Jahre und 7 Anläufe waren nötig, bis 2005 endlich ein bezahlter Mutterschaftsurlaub eingeführt wurde. Das war am 1. Juli vor 15 Jahren. Seit gut 10 Jahren arbeitet Travail.Suisse für einen bezahlten Vaterschaftsurlaub. Über 30 parlamentarische Vorstösse wurden seither abgelehnt. Nun hat die Stimmbevölkerung am 27. September die historische Chance, einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub einzuführen. Sechzig Jahre dauerte es, bis Parlament, Wirtschaftskreise und die Stimmbevölkerung von einem 14-wöchigen Mutterschaftsurlaub überzeugt werden konnten. Einen Vaterschaftsurlaub gibt es noch immer nicht: „Die Schweiz ist familienpolitisch immer noch ein Entwicklungsland. Der 2-wöchige Vaterschaftsurlaub ist ein wichtiger Kompromiss und bietet den Partnern einerseits die Möglichkeit, von Anfang an den Zauber der Familienwerdung mitzugestalten, und andererseits können sie den Müttern eine wichtige Unterstützung sein“, sagt Andrea Weber-Käser, Geschäftsführerin des Schweizerischen Hebammenverband (SHV) „Heute nehmen werdende Väter Anteil an Schwangerschaft und Geburt. Jetzt braucht es dringend eine gesetzlich geregelte Möglichkeit für alle Väter, dies nach der Geburt zu tun“. Zwar haben heute viele Väter grosszügige Arbeitgeber oder einen guten Gesamtarbeitsvertrag, der ihnen etwas Start-Zeit mit der Familie ermöglicht. Für Regula Ott, Geschäftsleiterin des Schweizerischen Katholischen Frauenbundes (SKF) ist aber klar:

Travail.Suisse, Medienmitteilung, 1.7.2029.
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Travail.Suisse, 2020-07-01.
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29.06.2020 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Personenfreizügigkeit: Die flankierenden Massnahmen nützen den Arbeitnehmenden – die Kündigungsinitiative schadet ihnen. Das Seco hat im heute publizierten Observatoriumsbericht ein positives Bild von der Personenfreizügigkeit gezeichnet. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist klar, dass diese positiven Effekte nur dank den flankierenden Massnahmen erreicht werden. Die kontinuierliche Weiterentwicklung der FlaM ist der Königsweg – die Kündigungsinitiative dagegen der worst case für die Arbeitnehmenden. Im Observatoriumsbericht wird ein positives Bild der Personenfreizügigkeit gezeichnet. Die Zuwanderung erfolgte in erster Linie in den Arbeitsmarkt und bewirkte eine positive Wirtschaftsentwicklung. Die Integration von gut ausgebildeten und jüngeren Arbeitnehmenden trägt ausserdem dazu bei, die Finanzlage der Altersvorsorge zu stabilisieren. Von zentraler Wichtigkeit für Travail.Suisse sind die flankierenden Massnahmen. Diese sorgen dafür, dass in der Schweiz tatsächlich Schweizer Löhne bezahlt werden, resp. Unterbietungen der Löhne und Arbeitsbedingungen aufgedeckt und sanktioniert werden. „Die FlaM gehören zur Personenfreizügigkeit und schützen die Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt vor Lohn- und Sozialdumping“, unterstreicht Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. (…).

Travail.Suisse, 29.6.2020.
Travail.Suisse > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Travail.Suisse, 2020-06-29.
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11.06.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Altersrente
Volltext
Travail.Suisse begrüsst Einigung beider Räte bei der Überbrückungsleistung. Nach dem Ständerat hat heute auch der Nationalrat die Plafonierung der Überbrückungsleistung akzeptiert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diese Einigung grundsätzlich - obschon die tiefe Plafonierung eine bittere Pille ist. Die Überbrückungsleistung wird aber auch in dieser Form die Situation der älteren und ausgesteuerten Arbeitnehmenden verbessern. Travail.Suisse hat an der letztjährigen Konferenz der älteren Arbeitnehmenden und in den Verhandlungen mit dem Bundesrat im Rahmen der Massnahmen zur Förderung des inländischen Fachkräftepotenzials die Überbrückungsleistung mit Nachdruck gefordert. „Es ist erfreulich, dass das Parlament die Überbrückungsleistung beschlossen hat. Dies zeigt, dass die Politik die Probleme der älteren Arbeitnehmenden ernst nimmt und Lösungen findet.“, betont Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Der Vorschlag der Einigungskonferenz wurde heute vom Nationalrat ebenfalls akzeptiert. Damit wird die Überbrückungsleistung beim 2.25-fachen des allgemeinen Lebensbedarfs plafoniert. Der Plafond der Überbrückungsleistung beträgt maximal 44‘000 Franken pro Jahr, wobei die Krankheits- und Behinderungskosten in diesem Plafond integriert sind. Ursprünglich vorgesehen waren 58‘350 Franken. Die heutige Leistung ist somit deutlich knapper bemessen als ursprünglich von  (…).

Travail.Suisse, 11.6.2020.
Travail.Suisse > Altersrente. Travail.Suisse, 2020-06-11.
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11.06.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Flankierende Massnahmen schützen die Löhne und Arbeitsbedingungen. Der heute vom SECO präsentierte Bericht zu den flankierenden Massnahmen zeigt, dass die Kontrolle der Löhne und Arbeitsbedingungen funktioniert. Zwar gibt es Lohnunterbietungen, diese werden dank den FlaM aber aufgedeckt und sanktioniert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist überzeugt, dass der Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen wichtig bleibt und lehnt seine Opferung zugunsten der Kündigungsinitiative entschieden ab. Der jährliche Bericht des SECO zu den flankierenden Massnahmen bildet die Kontrollaktivitäten auf dem Arbeitsmarkt und deren Ergebnisse ab. So wurden 2019 insgesamt über 41‘000 Kontrollen der Löhne und Arbeitsbedingungen durch die paritätischen und tripartiten Kommissionen durchgeführt. Dabei wurden bei 11 bis 21 Prozent der kontrollierten Betriebe Lohnunterbietungen gefunden; zudem konnte erfasst werden, dass es sich bei 8 Prozent der Selbständigen um Scheinselbständige handelte. „Dies beweist, dass die FlaM sehr effektive Instrumente zur Aufdeckung von Lohnunterbietungen sind und sie die Löhne und Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmenden in der Schweiz schützen“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse.
Können Lohnunterbietungen nachgewiesen werden, kommt es zu sogenannten Verständigungsverfahren. Dabei sollen Lohnnachzahlungen für die von Lohnunterbietung betroffenen Arbeitnehmenden erreicht ...). 
Travail.Suisse, 11.6.2020
Travail.Suisse > Lohnschutz. Travail.Suisse, 2020-06-11.
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05.06.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Adoption
Volltext
Adoptionsurlaub: Der Nationalrat muss jetzt einen entscheidenden Schritt machen. Der Adoptionsurlaub - das Stiefkind der Familienpolitik - steht kommenden Montag auf der Tagesordnung des Nationalrates. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, unterstützt dieses Anliegen seit langem und hat auch den entsprechenden Vorstoss von CVP-Nationalrat Marco Romano seit dessen Einreichung 2013 immer mitgetragen. Dies obwohl die ursprüngliche Forderung in der Zwischenzeit von den vorberatenden Kommissionen stark zurückgestutzt worden ist. Am Montag wird der Nationalrat noch die verbleibenden Anträge diskutieren. Entscheidend ist, dass er dem Grundsatz des Adoptionsurlaubs endlich zustimmt. Travail.Suisse unterstützt den Grundsatz eines bezahlen Urlaubs für Eltern, die ein Kind von ausserhalb der Familie adoptieren (es darf nicht das Kind des Partners oder der Partnerin sein). Während viele öffentlich-rechtliche Arbeitgeber einen Adoptionsurlaub kennen, gibt es einen solchen auf nationaler Ebene nach wie vor nicht. Um diese Ungleichbehandlung zwischen leiblichen Eltern und Adoptiveltern zu beseitigen, hatte der Tessiner CVP-Nationalrat Marco Romano 2013 eine parlamentarische Initiative eingereicht. Diese wurden von beiden vorberatenden Kommissionen zwei Jahre später gutgeheisssen. (…).

Travail.Suisse, 5.6.2020.
Travail.Suisse > Adoptionsurlaub. Travail.Suisse, 2020-06-05.
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20.05.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Finanzen
Krippen
Volltext
Covid-19: Die Kantone müssen mit Hilfe des Bundes die Krippen unterstützen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, nimmt befriedigt zur Kenntnis, dass der Bundesrat die durch die Corona-Krise gefährdete familienergänzende Kinderbetreuung finanziell unterstützen und damit den Willen des Parlaments rasch umsetzen will. Der Bund wird einen Drittel der Kosten der Kantone übernehmen. Diese werden damit die privaten Krippen entschädigen. Travail.Suisse erinnert daran, dass jetzt auf sozialpartnerschaftlicher Ebene ein nationaler Plan erarbeitet werden muss mit dem Ziel, sich besser auf die Zukunft und eine mögliche zweite Ansteckungswelle vorzubereiten. Im Rahmen der Sondersession hat das Parlament zwei Kommissionsmotionen angenommen im Hinblick auf die Unterstützung von Kinderkrippen, die aufgrund der Corona-Krise in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Travail.Suisse hat den Bundesrat als Mitglied einer Allianz von 40 Organisationen und Vereinen aufgefordert, diese finanzielle Unterstützung in der Höhe von 65 Millionen Franken rasch umzusetzen. Dabei gilt es zu beachten, dass die kantonale Zuständigkeit in dieser Sache zu einem regelrechten Wildwuchs geführt hat. Mit seiner heute veröffentlichten Verordnung übernimmt der Bund einen Drittel der Kosten, welche die Kantone an die Betreuungsinstitutionen überwiesen haben, die einen entsprechenden Antrag gestellt haben. (...).
Travail.Suisse, 20.5.2020.
Travail.Suisse > Krippen. Travail.Suisse, 2020-05-20 .
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Travail.Suisse

Arbeitslosigkeit
Volltext
Coronakrise: Der Arbeitsmarkt vor grossen Herausforderungen. Die Coronakrise stellt auch den Arbeitsmarkt vor historische Herausforderungen, wie die aktuellen Zahlen des SECO zeigen. Knapp 2 Millionen Arbeitnehmende in Kurzarbeit und eine Zunahme von 17‘789 arbeitslosen Personen bis Ende April übersteigen die Dimensionen von frühere Rezessionen bei weitem. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, kommt der Sicherung der Arbeitsplätze grösste Bedeutung zu. Gleichzeitig müssen die Ausgaben der Arbeitslosenversicherung über zusätzliche Bundesmittel finanziert werden, um das Instrument ALV nicht nachhaltig zu schädigen. Die neusten SECO-Zahlen zur Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigen deutlich, wie die Coronakrise auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Die Zahl der arbeitslosen Personen ist alleine im April um über 17‘000 gestiegen. Ende April sind damit 153‘413 Personen in der Schweiz arbeitslos – dies entspricht einer Zunahme von 43 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Arbeitslosenquote ist im April um 0.4 Prozentpunkte auf 3.3 Prozent gestiegen. „Trotz dem Instrument der Kurzarbeit haben bereits mehrere tausend Arbeitnehmende ihre Stelle verloren. Dies zeigt die grosse Herausforderung für den Arbeitsmarkt, deutet aber auch auf vorschnelle Entlassungen durch die Arbeitgeber“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. (…).
Travail,Suisse, 7.5.2020.
Travail.Suisse > Arbeitslosigkeit. Travail.Suisse, 2020-95-07.
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07.05.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Berufsbildung
Task Force
Volltext
Die Task Force zur Stärkung der Berufsbildung steht vor herausfordernden Aufgaben. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst die Einsetzung einer Task Force zur Stärkung der Berufsbildung durch den Bundesrat. Sie hilft mit, die nötigen Voraussetzungen zu schaffen, damit alle interessierten Jugendlichen auf Anfang August eine Lehrstelle finden. Ausserdem sollen Lehrabgänger/-innen eine Anschlusslösung haben. Aktuell ist es alles andere als klar, wie die Situation der Lehrstellensuchenden und der Lehrabgänger/-innen sich in den nächsten Wochen entwickelt. Zu befürchten ist, dass sich die Corona-Krise negativ auf diese Jugendlichen auswirkt. Es ist daher wichtig, dass die Verbundpartner (Bund, Kantone, Organisationen der Arbeitswelt) sich präventiv auf eine schwierige Situation vorbereiten und heute schon mögliche Massnahmen definieren. „Es braucht zwingend ein aussagekräftiges Monitoring für die Task Force. Sie muss möglichst zeitnah über die Entwicklungen auf dem Lehrlings- und Arbeitsmarkt informiert werden“, sagt Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik bei Travail.Suisse. Zudem sind die Lehrpersonen der Abschlussklassen der Sekundarstufe I durch die Kantone zu informieren. Denn sie sollen fähig sein, jene Schülerinnen und Schülern, die noch keine Lehrstelle haben, hilfreich zu beraten und auf jene Massnahmen hinzuweisen, die der entsprechende Kanton anbietet.
Weitere Informationen: Bruno Weber-Gobet, Leiter Bildungspolitik Travail.Suisse.
Travail.Suisse, 7.5.2020.
Travail.Suisse > Berufsbildung. Task fordeTravail.Suisse, 2020-05-07.
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02.05.2020 Schweiz
Nationalrat
Travail.Suisse

Coronavirus
Nationalrat
Volltext
Travail.Suisse-Vorschau Corona-Sondersession. Forderungen von Travail.Suisse zur Öffnungsphase in der Corona-Krise. Vorschau zur ausserordentlichen Corona-Session. Sehr geehrte Frau Nationalratspräsidentin, sehr geehrter Herr Ständeratspräsident,, sehr geehrte Mitglieder von National- und Ständerat Zu Ihrer ausserordentlichen Session übermittle ich Ihnen im Namen von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, unsere Einschätzung zur aktuellen Situation und zu den traktandierten Geschäften. Sozialpartner eng eingebunden. Travail.Suisse hat die Arbeit des Bundesrates seit Beginn der Corona-Pandemie eng verfolgt. Zusammen mit den anderen nationalen Sozialpartnerdachverbänden wurden wir regelmässig informiert und angehört. Mit diesem minimalen Einbezug der Dachverbände der Arbeitnehmenden und Arbeitgeber war eine Interessenvertretung trotz Notrecht möglich und trug zur gegenseitigen Kommunikation bei. Die Verunsicherung in der Bevölkerung war, ist und bleibt aber gross. Erreichten unsere Mitgliedsorganisationen zu Beginn viele Fragen zum Schutz vor dem Virus, sind für die Arbeitnehmenden in den letzten Tagen Fragen rund um den Verlust ihrer Arbeit wichtiger geworden. Gesundheitsschutz an erster Stelle – Kontrollen nötig. Das Virus bringt viel Leid. Mit der Strategie des Bundesrates konnte die Verbreitung eingedämmt und eine Überlastung der Gesundheitsinfrastruktur verhindert werden. Viele Arbeitnehmende mussten trotz Lockdown weiterarbeiten und setzten sich (…).
Adrian Wüthrich, Präsident.
Travail.Suisse, 2.5.2020.
Travail.Suisse > Nationalrat. Sondersession. Travail.Suisse, 2020-05-02.
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01.05.2020 Schweiz
1. Mai Schweiz
Travail.Suisse

1. Mai Schweiz
Volltext
Einsatz für gute Arbeit geht weiter. Der heutige Tag der Arbeit kann nicht wie üblich begangen werden. Die Corona-Krise verunmöglicht die üblichen Versammlungen und Umzüge. Trotzdem will Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, gerade am heutigen Tag daran erinnern, wie wichtig gute Arbeit ist. In vielen Branchen besteht diesbezüglich grosser Nachholbedarf. Der diesjährige 1. Mai kann aufgrund der herrschenden Corona-Krise nicht wie üblich begangen werden: 1.-Mai-Feiern, -Versammlungen und -Umzüge fallen aus Gründen des Gesundheitsschutzes weg. Nicht hinfällig werden das Bedürfnis nach Solidarität und die Forderungen nach sozialer Gerechtigkeit – diese sind vielmehr aktueller denn je. Das unterstreichen auch der Präsident von Travail.Suisse und die Präsidentin und Präsidenten der Travail.Suisse angeschlossenen Verbände in ihren Botschaften zum 1. Mai. In der aktuellen Krise spürten die Menschen, wie wichtig geregelte Arbeitsbedingungen und funktionierende Sozialversicherungen seien, betont Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. „Ohne diese Errungenschaften – meist auf Druck der Gewerkschaften und Arbeitnehmendenverbände eingeführt - wäre die wirtschaftlich schwierige Zeit mit noch existenzielleren Problemen verbunden“. Aber noch gibt es grossen Verbesserungsbedarf, namentlich bei der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und in jenen Branchen, wo die Arbeitnehmenden in den letzten Wochen Grosses geleistet haben. (…).
Travail.Suisse, Medienmitteilung. Travail.Suisse, 1.5.2020.
Travail.Suisse > 1. Mai Schweiz. Travail.Suisse, 2020-05-01.
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29.04.2020 Schweiz
Medien
Travail.Suisse

Medien
Presseförderung
Volltext
Travail.Suisse unterstützt das Massnahmenpaket zugunsten der Medien. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst die heute vom Bundesrat angekündigte Unterstützung der Medien. Diese Unterstützung ist angesichts des durch die Corona-Krise bedingten Einbruchs der Werbeeinnahmen dringend nötig. Sie wird dazu beitragen, einen guten medialen Service public zu gewährleisten, und gleichzeitig viele Arbeitsplätze sichern. Travail.Suisse begrüsst insbesondere die Ausweitung der indirekten Presseförderung auf alle Zeitungstitel mittels Aufhebung der Auflagenobergrenze. Positiv ist auch die Unterstützung der Online-Medien. Diese erhalten damit eine willkommene Hilfe bei der Bewältigung der fortschreitenden digitalen Entwicklung. „Nun muss das Parlament dieses Massnahmenpaket nicht nur unterstützen, sondern es auch sehr rasch verabschieden, damit es so schnell wie möglich in Kraft treten kann", betont Denis Torche, Leiter Service public bei Travail.Suisse. Die Corona-Krise wird die Medienbranche, die bereits vor grossen Herausforderungen steht, zusätzlich beuteln. Handeln tut deshalb mehr als not. Mit der vorgesehenen Unterstützung kann der mediale Service public, der für die Vielfalt und die Demokratie zentral ist, erhalten werden. Zusätzlich werden damit viele Arbeitsplätze gesichert, die sonst ernsthaft bedroht wären (…).
Travail.Suisse, Medienmitteilung,, 29.4.2020
Travail.Suisse > Medien. Pressefoerderung. Travail.Suisse, 2020-04-29.
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28.04.2020 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
Vaterschaftsurlaub
Volltext
Vaterschaftsurlaub – eine Investition in Familien und KMU. Am 27. September stimmt die Schweizer Stimmbevölkerung über einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ab. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist klar: Es ist Zeit für einen Vaterschaftsurlaub – gerade jetzt in der Corona-Krise und darüber hinaus. Am 2. Oktober 2019 hat der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ seine Volksinitiative für vier Wochen Vaterschaftsurlaub zu Gunsten des parlamentarischen Gegenvorschlags mit zwei Wochen zurückgezogen. Knapp und mit zweifelhaften Methoden wurde am 23. Januar 2020 das Referendum eingereicht. Vaterschaftsurlaub – ein erster Schritt zur gemeinsamen Verantwortung. Die Welt verändert sich und mit ihr auch die Rollenbilder. Vor wenigen Jahrzehnten war der Vater Ernährer, und die Mutter kümmerte sich um den Nachwuchs. Diese Rollenteilung gilt heute nicht mehr. Mütter tragen die finanzielle Verantwortung für die Familien mit, während Väter sich aktiv in Erziehung und Betreuung engagieren. Die aktuelle Corona-Krise macht sicher vielen erst bewusst, dass Familie heute eine gemeinsame Aufgabe ist. Dass die Väter künftig in der ersten Zeit nach der Geburt bei ihrem Kind sein können, ist zwar ein kleiner, aber wichtiger Schritt: „Der Vaterschaftsurlaub ist der erste Teil des gemeinsamen Weges als Familie und damit von immenser Bedeutung“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse, 28.4.2020.
Travail.Suisse > Vaterschaftsdurlaub. Travail.Suisse, 2020--04-28.
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23.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Konjunktur
Volltext
Coronakrise: Eine längerfristige Rezession erfordert Gegenmassnahmen. Das Seco hat heute eine erste Anpassung der Konjunkturprognosen aufgrund der Coronakrise präsentiert. Dabei zeichnet sich ein starker Einbruch des BIP für das laufende Jahr ab, der auch im kommenden Jahr nicht vollständig kompensiert werden kann. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, braucht es jetzt neben einer Weiterführung der Instrumente zur Einkommenssicherung der Arbeitnehmenden auch Massnahmen zur Stützung der Konjunktur. Nur so können bei langsamer Erholung zusätzliche Impulse gesetzt und eine längerfristige Rezession bekämpft werden. Das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat heute die Konjunkturprognosen gegenüber März drastisch nach unten korrigiert. Statt eines leichten Einbruchs mit schneller Korrektur wird jetzt ein dramatischer Einbruch mit langsamer Erholung prognostiziert. Die Konjunkturprognosen des Bundes rechnen neu mit einem Einbruch des BIP um 6.7 Prozent für das laufende Jahr, der auch bis Ende 2021 nicht vollständig kompensiert sein wird. Damit wird klar, dass trotz einer bereits eingeleiteten Exit-Strategie aus dem Lockdown eine längerfristige Rezession droht. Um diese zu bekämpfen, sind zwingend Massnahmen zur Stützung der Konjunktur auszuarbeiten, um bei langsamer Erholung zusätzliche Impulse an die Nachfrage geben zu können. (…).
Travail.Suisse, 23.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Konjunktur. Travail.Suisse, 2020-04-23.
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21.04.2020 Schweiz
Bundesamt für Statistik
Löhne
Travail.Suisse

Lohnerhebung
Volltext
Löhne: Stabile Lohnstruktur – Zunahme von intransparenten Boni. Das Bundesamt für Statistik hat heute die ersten Ergebnisse der Lohnstrukturerhebung 2018 präsentiert. Trotz stabiler Lohnstruktur arbeiten über 350‘000 Arbeitnehmende in Tieflohnstellen. Gleichzeitig steigt der Anteil der Boni seit 2014 kontinuierlich an. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert eine faire Lohnverteilung für alle Arbeitnehmenden statt intransparente Boni für wenige Ausgewählte. Die Lohnstrukturerhebung 2018 des Bundesamtes für Statistik zeigt die Lohnverteilung in der Schweiz. 6538 Franken pro Monat beträgt demnach der Medianlohn, 10% der Arbeitnehmenden verdienen aber weniger als 4302 Franken. Gleichzeitig handelt es sich dabei um auf Vollzeitstellen hochgerechnete Löhne. Aufgrund der kontinuierlichen Zunahme der Teilzeitarbeit liegen die ausbezahlten Löhne allerdings deutlich tiefer. 2019 arbeiteten 37.4% der Arbeitnehmenden Teilzeit, eine Zunahme von beinahe 6 Prozentpunkten gegenüber 2004. Erfreulich ist die Stabilität der Lohnstruktur der letzten 10 Jahre. Während die Löhne der am besten bezahlten Arbeitnehmenden in dieser Zeitspanne um 9.1% gestiegen sind, stiegen die Löhne der am schlechtesten bezahlten Arbeitnehmenden gar um 9.6%, lediglich die Mittelschicht blieb mit einem Lohnwachstum von 7.3% etwas zurück. „Ein Abgleiten der tiefsten Löhne konnte dank gewerkschaftlicher Arbeit und dem Engagement für vernünftige Lohnerhöhungen aller Arbeitnehmenden verhindert werden“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. (…).
Travail.Suisse,, 21.4.2020.
Travail.Suisse > Loehne. Lohnerhebung. Travail.Suisse, 2020-04-21.
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16.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Pflegepersonal
Volltext
Coronakrise: Sinnvoller Fahrplan, aber weiterhin hohe Belastung für Arbeitnehmende mit Betreuungspflichten. Der Bundesrat hat heute den Fahrplan für den Ausstieg aus dem Lockdown präsentiert. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst das etappierte Vorgehen bei der Öffnung von Wirtschaft und Gesellschaft unter der Prämisse der gesundheitspolitischen Kontrolle der Epidemie. Unverständlich bleibt ein Verschieben der Öffnung von Schulen und Betreuungsinstitutionen. Damit bleiben nach wie vor Arbeitnehmende in Familienhaushalten übermässig von den Auswirkungen der ausserordentlichen Lage betroffen. In der Coronakrise hat für Travail.Suisse der Gesundheitsschutz oberste Priorität. Entsprechend wird das heute vom Bundesrat präsentierte schrittweise Vorgehen beim Abbau der Lockdown-Massnahmen unter Berücksichtigung der epidemiologischen Eckwerte wie Neuansteckungsrate, Hospitalisierungszahlen und Kapazitäten in den Spitälern begrüsst. Der Arbeitsplatz und der Weg dorthin gehören nach wie zu den grössten Infektionsrisiken. Travail.Suisse ist deshalb erleichtert, dass der Bundesrat auch die besonders gefährdeten Gruppen von Arbeitnehmenden wieder stärker schützen will. Ein Arbeitsdispens, wenn Homeoffice nicht möglich ist - finanziert über die Kurzarbeitsentschädigung - ist für Travail.Suisse ein sinnvolles Vorgehen. „Der Bundesrat anerkennt endlich das individuelle Schutzbedürfnis von besonders gefährdeten Arbeitnehmenden“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik von Travail.Suisse. Zentrales Element in der Exit-Strategie des Bundesrates sind die Schutzkonzepte der betroffenen Branchen. (…). Travail.Suisse. 16.4.2020.
Travail.Suisse > Cooronavirus. Pflegepersonal. Travail.Suisse, 2020-04-16.
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09.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Berufsbildung
Coronavirus
Volltext
Den Kompromiss zugunsten der jungen Berufsleute umsetzen. Heute haben die Verbundpartner der Berufsbildung an einem ausserordentlichen Spitzentreffen ein angepasstes Qualifikationsverfahren für die berufliche Grundbildung infolge Coronavirus (COVID-19) für das Jahr 2020 verabschiedet. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, steht voll und ganz hinter dem gemeinsamen Kompromiss und dankt allen, die intensiv an der Erarbeitung der Richtlinien mitgearbeitet haben. Ziel der Richtlinien ist es, den jungen Berufsleuten unter den schwierigen Bedingungen der Corona-Krise einen Abschluss zu ermöglichen, der einen realen Wert auf dem Arbeitsmarkt hat. Sie betonen daher, dass insbesondere die praktischen Fähigkeiten der jungen Berufsprofis im Qualifikationsverfahren beurteilt werden sollen. So ermöglichen die Richtlinien, dass in allen Berufen, in denen die empfohlenen Schutzmassnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) eingehalten werden können, die zuständige nationale Organisation der Arbeitswelt die Durchführung des Prüfungsteils „Praktische Arbeit“ beantragen kann. Oder dort, wo dies nicht möglich ist, die praktischen Fähigkeiten der jungen Berufsleute zumindest durch den Lehrbetrieb beurteilt werden. Nach langen Diskussionen hat sich diese Lösung als die beste herauskristallisiert. „Jetzt geht es darum“, so betont Travail.Suisse-Präsident Adrian Wüthrich, „den Kompromiss zugunsten der jungen Berufsleute optimal umzusetzen.“(…).
Travail.Suisse, 9.4.2020.
Travail.Ssuisse > Berufsbildung. Coronavirus. Travail.Suisse, 2020-04-09.
Ganzer Text
09.04.2020 Schweiz
Regierung Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Pflegepersonal
Volltext
Covid-19 - Der Bundesrat darf die betreuenden und pflegenden Angehörigen nicht vergessen. Von der Corona-Krise sind auch die betreuenden und pflegenden Angehörigen betroffen, manchmal auf dramatische Art und Weise. Jetzt, wo alle angehalten sind, Abstand zu halten und Kontakte zu meiden, fühlen sich die betreuenden und pflegenden Angehörigen besonders allein gelassen. Viele können ihr Engagement zugunsten ihrer Angehörigen nicht mehr aufrechterhalten, andere können nicht mehr auf die bis anhin gewährten Unterstützungsleistungen zurückgreifen. Die vielen Initiativen der Solidarität sind äusserst erfreulich, aber es ist nun an der Zeit, dass der Bundesrat Massnahmen zugunsten der betreuenden und pflegenden Angehörigen ergreift. Vor Ort kämpfen die Mitgliedsverbände der Interessengemeinschaft Angehörigenbetreuung IGAB jeden Tag dafür, dass die Personen, die Angehörige betreuen oder pflegen, so lange und so gut wie möglich unterstützt werden. Es ist ihnen wichtig, den Personen zu helfen, die selber ihr Engagement nicht aufrechterhalten können, weil sie krank sind oder ihnen die Kraft fehlt. Eines ihrer Ziele ist es, die Angehörigen dabei zu unterstützen, einen Plan B zu entwickeln. Das ist eine sehr schwierige Aufgabe, wenn Tageseinrichtungen oder Heime geschlossen sind und sich jemand rund um die Uhr um eine angehörige Person kümmern muss. Die Suche nach einem Ersatz für Personen, die ihre nicht im gleichen Haushalt wohnenden Angehörigen nicht mehr betreuen können, ist eine Herausforderung. (…).
Travail.Suisse, 9.4.2020.
Travail.Suisse >Coronavirus. Pflegepersonal. Travail.Suisse, 2020-04-09.
Ganzer Text
09.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Konkurs
Volltext
Coronakrise: Gezielte Massnahmen gegen Konkurse und Entlassungen. Der Bundesrat verlängert den Stillstand von Betreibungen nicht Er stellt aber gezielte Massnahmen zur Verhinderung von coronabedingten Unternehmenskonkursen in Aussicht. Für Travail.Suisse, den unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist zentral, dass der Verlust von Arbeitsplätzen durch die Coronakrise minimiert werden kann. Dazu gehört die Verhinderung von unnötigen Konkursen ebenso wie der Verzicht auf vorschnelle Entlassungen. Zu den Massnahmen des Bundesrates gegen negative Auswirkungen der Coronakrise gehört auch ein Fristenstopp für Betreibungen. Diese Massnahme wird nun nicht über den 19. April hinaus verlängert. Begründet wird dies mit der bereits jetzt einsetzenden Abnahme der Zahlungsmoral und der Aufrechterhaltung der Wirtschaftsordnung. Gleichzeitig stellt der Bundesrat aber gezielte Massnahmen gegen coronabedingte Konkurse von Unternehmen und damit zusammenhängenden Entlassungen von Arbeitnehmenden in Aussicht. „Die Coronakrise schlägt bereits jetzt auf den Arbeitsmarkt durch – die Vermeidung von unnötigen Konkursen und damit noch grösseren Arbeitsplatzverlusten ist eine entscheidende Aufgabe bei der Überwindung der Krise“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Im Fokus der heute präsentierten Leitlinien stehen Unternehmen die per Ende 2019 gesund waren und jetzt coronabedingt in ihrer Existenz bedroht sind. Zur Verhinderung von Konkursen soll einerseits mehr Zeit bis zur Deponierung der Bilanz eingeräumt werden und andererseits soll eine (…).
Travail.Suisse, 9.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Konkurse. Travail.Suisse, 2020-04-09.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeit auf Abruf
Coronavirus
Volltext
200‘000 Arbeitnehmende auf Abruf erhalten Kurzarbeit – besonders schutzbedürftige Arbeitnehmende brauchen bei Lockerung mehr Schutz. Der Bundesrat weitet die Kurzarbeit auf die Arbeitnehmenden auf Abruf aus und skizziert ein Ausstiegsszenario. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst die Entscheide und erinnert, dass ein Ausstieg nur funktioniert, wenn sich alle an die Schutzmassnahmen halten. Die präsentierten wirtschaftlichen Szenarien machen klar, dass die wirtschaftlichen Verwerfungen gravierend ausfallen werden und die Arbeitslosenquote bis auf 7 Prozent ansteigen könnte. Der Bundesrat muss die Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden minimieren und die Wirtschaft in die Pflicht nehmen. Travail.Suisse begrüsst den heute vom Bundesrat skizzierten Ausstieg aus der ausserordentlichen Lage. Wenn die Bevölkerung und die Unternehmen die geltenden Distanz- und Hygienevorschriften einhalten, sollte es möglich sein ab dem 26. April die mehrere Wochen dauernde Lockerungsphase zu beginnen. Angesichts des gravierenden Wirtschaftsrückgangs, der viele Arbeitnehmende und Unternehmen vor grosse Schwierigkeiten stellt, darf die Gesundheit der Bevölkerung nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. „Lockerungen müssen mit Bedacht beschlossen werden. Sie müssen von einem wirksameren Schutz der besonders gefährdeten Arbeitnehmenden begleitet werden. (…).
Travail.Suisse, 8.4.2020.
Travail.Suisse > Cpronavirus. Arbeit auf Abruf. Travail.Suisse, 2020-04-08.
Ganzer Text
08.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
200‘000 Arbeitnehmende auf Abruf erhalten Kurzarbeit – besonders schutzbedürftige Arbeitnehmende brauchen bei Lockerung mehr Schutz. Der Bundesrat weitet die Kurzarbeit auf die Arbeitnehmenden auf Abruf aus und skizziert ein Ausstiegsszenario. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst die Entscheide und erinnert, dass ein Ausstieg nur funktioniert, wenn sich alle an die Schutzmassnahmen halten. Die präsentierten wirtschaftlichen Szenarien machen klar, dass die wirtschaftlichen Verwerfungen gravierend ausfallen werden und die Arbeitslosenquote bis auf 7 Prozent ansteigen könnte. Der Bundesrat muss die Auswirkungen auf die Arbeitnehmenden minimieren und die Wirtschaft in die Pflicht nehmen. Travail.Suisse begrüsst den heute vom Bundesrat skizzierten Ausstieg aus der ausserordentlichen Lage. Wenn die Bevölkerung und die Unternehmen die geltenden Distanz- und Hygienevorschriften einhalten, sollte es möglich sein ab dem 26. April die mehrere Wochen dauernde Lockerungsphase zu beginnen. Angesichts des gravierenden Wirtschaftsrückgangs, der viele Arbeitnehmende und Unternehmen vor grosse Schwierigkeiten stellt, darf die Gesundheit der Bevölkerung nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden. „Lockerungen müssen mit Bedacht beschlossen werden. Sie müssen von einem wirksameren Schutz der besonders gefährdeten Arbeitnehmenden begleitet werden. (…).
Travail.Suisse, 8.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Kurzarbeit. Travail.Suisse, 2020-04-08.
Ganzer Text
07.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Volltext
Coronakrise: Vorschnelle Entlassungen verschärfen das Problem. Die Coronakrise schlägt bereits auf den Arbeitsmarkt durch, wie die aktuellen Zahlen des SECO zeigen. Ein Zunahme von 17‘802 arbeitslosen Personen bis Ende März, trotz dem massiv ausgebauten Instrument der Kurzarbeit. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ruft die Arbeitgeber auf, auf vorschnelle Entlassungen zu verzichten, um die Krise nicht unnötig zu verschärfen. Die neusten SECO-Zahlen zur Lage auf dem Arbeitsmarkt zeigen deutlich, wie die Coronakrise bereits auf den Arbeitsmarkt durchschlägt. Die Arbeitslosenquote ist im März um 0.4 Prozentpunkte auf 2.9 Prozent gestiegen. Allein in den Branchen Gastgewerbe, Handel, Baugewerbe und den weiteren Dienstleistungen haben sich über 10‘000 zusätzliche Arbeitslose bei den RAV gemeldet. „Mit vorschnellen Entlassungen wird die wirtschaftliche Krise unnötig verstärkt“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Es gilt jetzt das stark ausgebaute Instrument der Kurzarbeit zu nutzen, um die Arbeitsplätze zu erhalten. Das geschieht aktuell auch in grossem Stil. So ist rund jeder vierte Arbeitnehmenden in der Schweiz zurzeit in Kurzarbeit – dies entspricht rund 1.3 Millionen Erwerbstätigen wie diese Woche bekannt wurde. Das ist ein historischer Höchststand. Selbst in der Hochphase der Finanzkrise im Frühjahr 2009 waren lediglich gut 90‘000 Personen in Kurzarbeit gemeldet. (…).
Travail.Suisse, 7.8.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Abbruch. Travail.Suisse, 2020-04-07.
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03.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kinderbetreuung
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Bundesrat schweigt zur Kinderbetreuung. und den verletzlichen Arbeitnehmenden. Der Bundesrat schweigt zum Handlungsbedarf bei der Kinderbetreuung und bei den besonders gefährdeten Arbeitnehmenden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist enttäuscht und erwartet endlich Schritte für mehr Schutz bei Familien und verletzlichen Arbeitnehmenden. Die Corona-Krise führt dazu, dass Schulen und Kindertagesstätten für die meisten Kinder faktisch geschlossen sind, auch wenn für einzelne Kinder ein minimales Betreuungsangebot aufrechterhalten wird. Die Eltern finanzieren gleichzeitig die Kindertagesstätten weiter. Der Bundesrat sieht weiterhin keinen Handlungsbedarf zur finanziellen Entlastung und zum Schutz der Familien. Erwerbstätige Familien finanzieren weiterhin die Leistungen der Kindertagesstätten ohne Gegenleistung weiter und müssen weiterhin versuchen, Kinderbetreuung und Unterrichtstätigkeit mit dem Beruf zu vereinbaren. Für erwerbstätige Familien mit einem Arbeitspensum über 100% eine äusserst schwierige und gesundheitsschädigende Aufgabe. Travail.Suisse fordert deshalb, dass der Bund die Gebühren für die nicht geleistete familienexterne Betreuung übernimmt. Travail.Suisse fordert zudem reduzierte Arbeitspensen für erwerbstätige Familien, damit Kinderbetreuung, Unterrichtstätigkeit und Beruf vereinbart werden können (vgl. Travail.Suisse-Medienmitteilung vom 2. April 2020 „Mehr Luft für erwerbstätige Familien in der Corona-Krise“). (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > coronavirus.. Kinderbetreuung. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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03.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Elektrizitätsversorgung
GAV
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Keine Öffnung des Strommarktes ohne flankierende Massnahmen für das Personal der Elektrizitätswirtschaft. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden bedauert die Absicht des Bundesrates, den Strommarkt vollständig zu öffnen, ohne gleichzeitig flankierende Massnahmen für die Beschäftigten der Elektrizitätswirtschaft vorzusehen. Travail.Suisse wird bei den zuständigen parlamentarischen Kommissionen darauf hinwirken, dass die Stimme der Beschäftigten der Elektrizitätswirtschaft gehört wird; andernfalls wird sich Travail.Suisse der vollständigen Marktöffnung widersetzen. Für Travail.Suisse ist der derzeitige Strommarkt gut reguliert und bietet ein hohes Mass an Versorgungssicherheit. Eine vollständige Öffnung des Marktes wäre daher nur im Hinblick auf ein Stromabkommen mit der EU sinnvoll, ein solches ist indes nicht in Sicht. Zudem können Travail.Suisse und die angeschlossenen Berufsverbände (der Schweizerische Verband der Personalvertretungen der Schweizerischen Elektrizitätswirtschaft VPE und die Gewerkschaft Syna), die zusammen die Mehrheit der Beschäftigten in der Branche vertreten, nicht akzeptieren, dass die heute in Aussicht gestellte Änderung des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) immer noch keine flankierenden Massnahmen für das Personal vorsieht. Denn eine vollständige Öffnung des Marktes wird starken Druck auf die Arbeitsbedingungen und Löhne ausüben. (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > Energieversorgung. GAV. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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03.04.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Travail.Suisse

Initiativen Schweiz
Umweltschutz
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Klimapolitik: Guter Entscheid des Bundesrates. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst, dass der Bundesrat einen direkten Gegenvorschlag zur Gletscherinitiative ausarbeiten will. Die Corona-Krise darf die Anstrengungen im Bereich der Klimapolitik jetzt nicht verlangsamen, den Preis dafür würden wir später zahlen. Travail.Suisse begrüsst die Absicht des Bundesrates, einen direkten Gegenvorschlag zur Volksinitiative für ein gesundes Klima (Gletscher-Initiative) auszuarbeiten. Die Initiative verlangt, dass das Ziel von Null Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 in der Bundesverfassung verankert wird. "Mit der Verankerung dieses Ziels auf der Verfassungsebene schaffen wir mehr Sicherheit für Investitionen in klimafreundliche Produkte und sensibilisieren gleichzeitig die Öffentlichkeit für die Notwendigkeit, innerhalb von drei Jahrzehnten eine vollständig dekarbonisierte Wirtschaft zu erreichen", sagt Denis Torche, Leiter Umwelt- und Klimapolitik bei Travail.Suisse. Gerechter Übergang ist zentral. Aber technologische Innovation allein reicht nicht aus, denn, so Denis Torche weiter, „um das Ziel von Null Netto-Treibhausgasemissionen bis 2050 zu erreichen, müssen auch arbeitsmarkt- und sozialpolitische Überlegungen angestellt werden, um einen gerechten Übergang zu gewährleisten. Wenn nämlich ein Teil der Arbeitnehmenden, vor allem die Personen mit niedrigen und mittleren Einkommen, unter der Klimapolitik litten, würde das Ziel in seinem Kern in Frage gestellt.“ Es braucht eine für alle Bevölkerungsgruppen gerechte Klimapolitik. (…).
Travail.Suisse, 3.4.2020.
Travail.Suisse > Umweltschutz. Initiative. Travail.Suisse, 2020-04-03.
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02.04.2020 Schweiz
Travail.Suisse

Coronavirus
Kinderbetreuung
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Mehr Luft für Familien in der Corona-Krise. Die Massnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise sind weitgehend und wichtig. Sie übersehen aber ein wesentliches Problem: Wenn Kinder faktisch nicht in die Schule oder die Kindertagesstätte gehen können, brauchen erwerbstätige Familien neben einer Lohngarantie in erster Linie mehr Zeit. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert deshalb kürzere Arbeitspensen und Erwerbsersatz für Familien, die gemeinsam mehr als 100% erwerbstätig sind. Travail.Suisse unterstützt die Massnahmen des Bundesrats zur Bekämpfung der Corona-Krise. Die Gesundheit hat Vorrang. Die Lohnfortzahlung konnte für die meisten Menschen gewährleistet werden. Die Unternehmen sollen dank der Kurzarbeit auf Entlassungen verzichten. Es existiert aber eine Lücke: Der Bundesrat fordert, dass Kinder nicht mehr in die Schule, den Kindergarten und die Kindertagesstätte gehen sollen, sofern dies nicht unbedingt notwendig ist. Sie sollen stattdessen zu Hause betreut und unterrichtet werden. Gleichzeitig wird verlangt, dass das Arbeitsleben weitergehen soll wie bisher – wenn möglich im Homeoffice. Dies ist aber nur möglich, wenn die Eltern zusammen nicht mehr als 100% arbeiten. (…).
Travail.Suisse, 2.4.2020.
Travail.Suisse > Coronavirus. Kinderbetreuung. Travail.Suisse, 2020-04-02.
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