Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > Travail.Suisse
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 113

1 2 3 4 5
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
20.11.2019 Schweiz
Stromversorgung
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Energieversorgung
Volltext
Keine vollständige Strommarktöffnung ohne Begleitmassnahmen für das Personal in der Elektrizitätswirtschaft! Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, ist nicht grundsätzlich gegen die vollständige Öffnung des Strommarktes; allerdings lehnt sie die Revision des Stromversorgungsgesetzes ab, weil diese keine Begleitmassnahmen zugunsten des Personals in der Elektrizitätswirtschaft vorsieht. Bedingung für die vollständige Strommarktöffnung ist zudem die Inkraftsetzung des Stromabkommens mit der Europäischen Union (EU). Der Revisionsentwurf des Stromversorgungsgesetzes (StromVG) – die Vernehmlassung dazu endet Ende Monat - entspricht den von Travail.Suisse formulierten Bedingungen nicht. Mit der vollständigen Öffnung des Strommarktes wird sich die Konkurrenz verschärfen und auf die Margen der Elektrizitätsversorgungsunternehmen (EVU) drücken. Die EVU gehören zu 90 Prozent der öffentlichen Hand, die Löhne und Arbeitsbedingungen des Personals sind deshalb meist eher gut. „Eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen kommt nicht in Frage“, unterstreicht Denis Torche. „Das beste Mittel, um die Arbeitsbedingungen im Falle einer vollständigen Öffnung des Strommarktes zu erhalten, ist die Stärkung der Sozialpartnerschaft. Im Gesetz muss deshalb der Grundsatz eines Branchengesamtarbeitsvertrags für die Stromwirtschaft verankert werden“. Das neue Stromversorgungsgesetz muss zudem einen Artikel enthalten, der die Bildung und Weiterbildung des  (…).
Travail.Suisse, 29.1.2019.
Travail.Suisse > Strommarkt. Arbeitsbedingungen. Travail.Suisse, 2019-01-29.
Ganzer Text
13.11.2019 Schweiz
Kinder
Travail.Suisse

Adoption
Volltext
Adoptionsurlaub: Die Minimalversion ist wieder auf dem Tisch. Die Sozialkommission des Nationalrates (SGK-N) wird ab morgen über den bezahlten Adoptionsurlaub diskutieren und entscheiden. Der Bundesrat hat sich überraschenderweise für diese bescheidene, aber für eine echte Familienpolitik zwingende Vorlage der nationalrätlichen Kommission ausgesprochen. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst die Unterstützung der Landesregierung und fordert die zuständigen Parlamentskommissionen auf, den bezahlten Adoptionsurlaub endlich zu verabschieden. 2013 hatte der Tessiner Christdemokrat Marco Romano eine parlamentarische Initiative zugunsten eines bezahlten Adoptionsurlaubs eingereicht. Der Weg dieses Vorstosses im Parlament war steinig: Der Grundsatz wurde zwar in einem ersten Schritt von beiden Kommissionen gutgeheissen. Danach liess die Sozialkommission des Nationalrats aber die Fristen verstreichen. Im Frühling des laufenden Jahres wies der Nationalrat dann den Vorschlag der Kommission, den Vorstoss abzuschreiben, zurück. Im Sommer schliesslich machte sich die Sozialkommission des Nationalrates endlich an die Arbeit und arbeitete einen Minimalvorschlag aus. Dieser Vorschlag sieht statt der zu Beginn geforderten 12 Wochen Urlaub noch zwei Wochen vor. Morgen und am Freitag wird die Kommission erneut über den Adoptionsurlaub diskutieren, diesmal allerdings im Wissen, dass der Bundesrat den Urlaub für Adoptiveltern befürwortet. Dies hatte die Landesregierung am 30. Oktober 2019 beschlossen. (…).
Travail.Suisse, 13.11.2019.
Travail.Suisse > Kinder. Adoption. Travail.Suisse, 2019-11-13.
Ganzer Text
11.11.2019 Schweiz
Arbeit
Travail.Suisse

Arbeitsbedingungen
Volltext
Arbeitsbedingungen haben sich verschlechtert. Die Arbeitnehmenden in der Schweiz sind unzufriedener mit ihrem Einkommen, sie sorgen sich zunehmend um ihren Arbeitsplatz, der Stress und die psychosozialen Belastungen am Arbeitsplatz nehmen zu. Ausserdem fehlt einem Teil der Arbeitnehmenden eine echte Unterstützung bei ihren Weiterbildungsbemühungen, wie die diesjährige Ausgabe des „Barometer Gute Arbeit“ zeigt. Der „Barometer Gute Arbeit“ ist ein Kooperationsprojekt von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, und der Berner Fachhochschule und bewertet seit 2015 repräsentative Ergebnisse zur Qualität der Arbeitsbedingungen in der Schweiz und deren Veränderungen. Die Ergebnisse der fünften Durchführung des „Barometer Gute Arbeit“ zeigen eine kontinuierliche Verschlechterung in der Bewertung der Arbeitsbedingungen. 2019 wird lediglich eines von 20 Kriterien positiver beurteilt als im Vorjahr – mehr als die Hälfte der Kriterien erzielen gar die tiefsten Werte der letzten fünf Jahre. „Der Druck auf die Arbeitnehmenden wird immer höher und psychosoziale Belastungen wie Stress oder emotionale Erschöpfungszustände nehmen zu“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Durch die Flexibilisierung der Arbeitszeiten verlieren die Arbeitnehmenden die Hoheit über ihre Arbeitszeiten und die Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben wird zusätzlich erschwert. Gleichzeitig führt die Lohnstagnation der letzten Jahre zu abnehmender Lohnzufriedenheit und konjunkturelle Entwicklung sowie digitaler Strukturwandel verstärken die Sorgen (…).
Travail.Suisse, 11.11.2019.
Travail.Suisse > Barometer Gute Arbeit. Travail.Suisse, 2019-11-11.
Ganzer Text
11.11.2019 Schweiz
Personen
Travail.Suisse
Adrian Wüthrich
Arbeitsbedingungen
Volltext
Die Weiterbildung systematischer fördern. Mit der fünften Ausgabe des „Barometer Gute Arbeit“ misst Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, erneut den Druck auf dem Arbeitsmarkt. Die Bewertungen fielen in diesem Jahr so schlecht aus wie noch nie seit der Lancierung 2015. Der Stress wird von den Arbeitnehmenden als grosse Belastung wahrgenommen. Gleichzeit nimmt die Lohnzufriedenheit ab. Beim Schwerpunktthema Weiterbildung zeigt sich, dass viel gemacht wird, aber weitere Anstrengungen im Sinne des lebenslangen Lernens nötig sind. Auf Basis der Erkenntnisse will Travail.Suisse Verbesserungen anstreben: Weniger Stress, mehr Lohn und mehr Weiterbildung.Die Berner Fachhochschule und Travail.Suisse haben gemeinsam das „Barometer Gute Arbeit“ entwickelt und verfeinert und die Auswertung der fünften Umfragewelle vorgenommen. Das Barometer zeigt in den drei Dimensionen Motivation, Sicherheit und Gesundheit wie die Arbeitnehmenden die Qualität ihrer Arbeitsbedingungen bewerten. Die Resultate der fünften Durchführung des Barometers. Gute Arbeit reihen sich in die Vorjahreswerte ein, zeigen aber fast bei allen Kriterien tiefere Werte und über die letzten fünf Jahre eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen. Allerdings werden diese in der Schweiz von den Arbeitnehmenden weiterhin als gut, sinnstiftend und nützlich beurteilt.Der Stress am Arbeitsplatz nimmt zu. Erneut ist der schlechteste Wert aller Kriterien jener der Stressbelastung. Auf die Frage, ob man sich durch die Arbeit gestresst fühlt, antworten 42,3 Prozent mit oft/sehr häufig. (…). Adrian Wüthrich,
Travail.Suisse, Medienkonferenz, 11.11.2019.
Personen > Wuethrich Adrian. Barometer Gute Arbeit. Travail.Suisse, 2019-11-11.
Ganzer Text
06.11.2019 Schweiz
Pensionskasse
Travail.Suisse

Mindestzinssatz
Pensionskassen
Volltext
Richtiger Bundesratsentscheid zum BVG-Mindestzins. Heute hat der Bundesrat beschlossen, den Mindestzins in der beruflichen Vorsorge im nächsten Jahr bei 1 Prozent zu belassen. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist dieser Entscheid richtig. Zwar liegen die Langfristzinsen in diesem Jahr wieder tiefer. Gleichzeitig entwickelte sich aber die Performance der Anlageportfolios der Pensionskassen sehr positiv. Der Bundesrat hat an seiner heutigen Sitzung entschieden, den BVG-Mindestzinssatz bei 1% zu belassen. Er folgt damit der Empfehlung der BVG-Kommission. Der Mindestzinssatz ist von hoher Wichtigkeit für die Arbeitnehmenden. Insbesondere gewinnorientierte Versicherungsgesellschaften schreiben ihren Versicherten häufig nur den vorgeschriebenen Mindestzinssatz gut. Nur eine faire Verzinsung des Alterskapitals führt aber zu anständigen Pensionskassenrenten und zum wichtigen Beitrag des sogenannt dritten Beitragszahlers. Der Mindestzinssatz hat die Aufgabe, diesen Beitrag zu sichern, unter Berücksichtigung der Möglichkeiten, die sich aus der Entwicklung an den Finanzmärkten ergibt. An den Finanzmärkten zeigen sich aktuell zwei gegensätzliche Entwicklungen: Einerseits sind die Langfristzinsen – beispielsweise die Renditen auf 10-jährigen Staatsanleihen – weiter gesunken. Andererseits entwickelte sich die Performance von typischen Pensionskassen-Anlageportfolios in diesem Jahr sehr positiv. (…).
Travail.Suisse, 6.11.2019.
Travail.Suisse > Pensionskassen. Mindestzinssatz. Travail.Suisse, 2019-11-06.
Ganzer Text
04.11.2019 Schweiz
Kindertagesstätten
Travail.Suisse

Kindertagesstätten
Volltext
Neue Zahlen zu Familie und Generationen: Es braucht einen Aktionsplan für die Vereinbarkeit. Auch im Jahr 2018 sind Frauen weit stärker durch Familien- und Erwerbsarbeit belastet als Männer. Das zeigt die neue Erhebung zu Familien und Generationen des Bundesamts für Statistik BFS. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert mit seinem Aktionsplan Vereinbarkeit Massnahmen, die dieser Diskriminierung entgegenwirken. Travail.Suisse hat 2018 vom Bund die Verabschiedung eines Aktionsplans mit Massnahmen zugunsten der Vereinbarkeit gefordert. Was das BFS heute mit seinen aktuellen Zahlen bestätigt hat, ist schon länger klar: Die Schweiz ist in der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit ein Entwicklungsland. „Entwickelt sich die Schweiz in diesem Tempo weiter, dann führt uns das in eine Sackgasse – für die Familien wie auch für die Volkswirtschaft“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. „Es braucht Investitionen von rund 5 Milliarden Franken, das heisst jährlich 500 Millionen Franken während mindestens 10 Jahren, um die Versäumnisse der letzten Jahrzehnte auszubügeln“. Die Schweiz muss jetzt in die Familien investieren. Die Erhebung des BFS hat gezeigt, dass Frauen in fast ihrer gesamten Erwerbskarriere durch die Familie benachteiligt werden. 70 Prozent der Frauen befürchten bereits vor der Geburt des ersten Kindes negative Konsequenzen für ihre Karriere. Bekommen sie trotzdem Kinder, so sind sie mehrheitlich alleine für die Hausarbeit zuständig (68,8 Prozent) und bleiben hauptsächlich zu Hause, wenn die Kinder krank sind (73,9 Prozent).  (…).
Travail.Suisse, 4.11.2019.
Travail.Suisse > Kindertagesstaetten Travail.Suisse, 2019-11-04.
Ganzer Text
01.11.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Arbeitsmarkt
Stellenmeldepflicht
Volltext
Stellenmeldepflicht: Die Einführung ist geglückt. Das SECO hat heute den ersten Monitoringbericht zur Einführung der Stellenmeldepflicht veröffentlicht. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, nimmt erfreut zur Kenntnis, dass die Umsetzung weitgehend geglückt ist. Der vollständigen Einführung im nächsten Jahr steht nichts im Wege. Die entscheidende Frage der Wirkung der Stellenmeldepflicht kann damit aber nicht beantwortet werden.Die Stellenmeldepflicht als Umsetzung von Artikel 121a der Bundesverfassung ist seit knapp eineinhalb Jahren in Kraft. Ein erster Monitoringbericht zieht ein mehrheitlich positives Fazit der Umsetzung. „Die Arbeitgeber scheinen ihre offenen Stellen zu melden und die RAVs ihre Vermittlungsmöglichkeiten zu nutzen“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Tatsächlich weist der Bericht im ersten Jahr nach Inkrafttreten beinahe 120‘000 Meldungen mit rund 200‘000 offenen Stellen nach. Dies ist deutlich mehr als im Vorfeld geschätzt wurde und bestätigt die Sinnhaftigkeit der Übergangsphase mit erhöhtem Schwellenwert von 8 Prozent. Bei der Mehrzahl der Stellenmeldungen waren die RAVs in der Lage, mindestens ein passendes Dossier einer arbeitslosen Person den Stellenanbietern zukommen zu lassen. (…).
Travail.Suisse, Medienmitteilung, 2019-11-01.
Travail.Suisse > Stellenmeldung, Travail.Suisse, 2019-11-01.
Ganzer Text
30.10.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Überbrückungsrente
Volltext
Überbrückungsleistung: Ein wichtiger Schritt zur Verhinderung von Altersarmut. Der Bundesrat hat heute die Botschaft zur Einführung einer Überbrückungsleistung für ausgesteuerte Personen über 60 Jahre beschlossen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diesen Schritt. Er verringert die Fallhöhe nach einer langen Erwerbskarriere und wirkt gegen die drohende Altersarmut. Die solide Integration der älteren Arbeitnehmenden in den Arbeitsmarkt hat sich in den letzten Jahren deutlich verschlechtert. Einmal arbeitslos, haben ältere Arbeitnehmende wesentlich grössere Probleme als jüngere, wieder eine Stelle zu finden. Die Folge sind frappant steigende Sozialhilfequoten bei den älteren Arbeitnehmenden seit 2011. Insgesamt hat sich die Zahl der sozialhilfebeziehenden 56-64-Jährigen in den letzten 10 Jahren auf über 30‘000 Personen verdoppelt. Auch aus dem „Barometer Gute Arbeit“ von Travail.Suisse sind Anhaltspunkte für Probleme der älteren Arbeitnehmenden auf dem Arbeitsmarkt ersichtlich. So nehmen ältere Arbeitnehmende ihre Arbeitsmarktfähigkeit im Vergleich mit den jüngeren Kolleg/innen deutlich eingeschränkter wahr. Während bei den 16-29-jährigen jeder Dritte und bei den 30-45-jährigen knapp die Hälfte mit Schwierigkeiten bei einem freiwilligen oder unfreiwilligen Arbeitsplatzverlust rechnet, glauben bei den 46-65 Jährigen rund zwei Drittel nicht oder kaum daran bei Stellenverlust wieder eine vergleichbare Stelle zu finden. (…).
Travail.Suisse, 30.10.2019.
Travail.Suisse > Ueberbrueckungsrente. Travail.Suisse, 2019-10-30.
Ganzer Text
20.10.2019 Schweiz
Personen
Travail.Suisse
Adrian Wüthrich
Nationalratswahlen
Volltext
Eine Legislatur für die Arbeitnehmenden. Bei den Eidgenössischen Wahlen wurden die links-grünen Kräfte gestärkt und FDP und SVP haben im Nationalrat ihre absolute Mehrheit verloren. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, gratuliert allen Gewählten zur Wahl und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Für Travail.Suisse ist klar, dass die Interessen der Arbeitnehmenden in der nächsten Legislatur stärker berücksichtigt werden müssen. In den vergangenen vier Jahren hat das Parlament eine Politik der zaghaften Schritte gemacht. Die hohen Steuereinnahmen der Eidgenossenschaft wurden für den Schuldenabbau und Steuersenkungen genutzt, statt für Investitionen in die Zukunft und eine nachhaltige Sicherung der Sozialwerke. In der kommenden Legislatur muss mehr gestaltet und investiert werden - für eine moderne Schweiz und für mehr Lebensqualität. Die Schweiz braucht endlich eine echte Familienpolitik und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss spürbar verbessert werden. Familienergänzende Kinderbetreuung soll in der ganzen Schweiz als Service public gestaltet werden. Ausserdem muss nach dem Rückzug der Vaterschaftsurlaubs-Initiative eine Elternzeit eingeführt werden. Travail.Suisse prüft die Unterstützung einer entsprechenden Volksinitiative. Ausserdem muss eine weitere Liberalisierung des bereits sehr arbeitgeberfreundlichen Arbeitsgesetzes zwingend gestoppt werden, sonst wird Travail.Suisse mit Verbündeten das Referendum ergreifen. (…).
Adrian Wüthrich.
Personen > Wuethrich Adrian. Nationalratswahlen 2019. Travail.Suisse, 2019-10-20.
Ganzer Text
02.10.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Vaterschaftsurlaub
Volltext
Die Schweiz hat einen Vaterschaftsurlaub! Heute hat das Initiativkomitee der Vaterschaftsurlaubs-Initiative die Initiative bedingt zurückgezogen. Wird kein Referendum ergriffen, so hat die Schweiz in absehbarer Zeit einen Vaterschaftsurlaub. Dieser Erfolg ist unter anderem der über 10-jährigen Arbeit von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, und seiner Verbände zu verdanken. Zwei Wochen Vaterschaftsurlaub sind nicht viel. Es ist der Kompromiss zwischen dem heutigen einen Sondertag und den vier Wochen, die von der Vaterschaftsurlaubs-Initiative gefordert wurden. Doch es ist ein erster Schritt in Richtung einer modernen Familienpolitik. Und dafür setzen sich Travail.Suisse und seine Verbände ein. Ursprung in der Sozialpartnerschaft. Die Verbände von Travail.Suisse arbeiten seit knapp zehn Jahren daran, über die Gesamtarbeitsverträge den Vätern mehr als den einen Tag Vaterschaftsurlaub zu bieten. Doch wer heute keinem GAV untersteht, hat meist nur den einen Tag „Sonderurlaub“. Arno Kerst, der die Initiative eng begleitet hat, sagt heute: „Für unsere Mitglieder und Mitarbeitenden war es eine grosse Motivation, für die Vaterschaftsurlaubs-Initiative Unterschriften zu sammeln. Denn ein Tag Vaterschaftsurlaub ist schlicht zu wenig“. Kerst ist Präsident der zweitgrössten Schweizer Gewerkschaft Syna, die insgesamt ein gutes Drittel der Unterschriften gesammelt hat. „Wir haben lieber jetzt einen Vaterschaftsurlaub auf sicher, als zu pokern. Das Risiko, dass Väter noch jahrelang mit einem (...).
Travail.Suisse, 2.10.2019.
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Travail.Suisse, 2019-10-01.
Ganzer Text
02.10.2019 Schweiz
Initiativen Schweiz
Travail.Suisse

Vaterschaftsurlaub
Volltext
Vaterschaftsurlaubs-Initiative wird bedingt zurückgezogen. Heute hat das Initiativkomitee der Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“ das Volksbegehren bedingt zurückgezogen. Sofern kein Referendum gegen den indirekten Gegenvorschlag zustande kommt, erhalten Väter künftig zwei Wochen Vaterschaftsurlaub. Der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ hat ein wichtiges Ziel erreicht: Die Schweiz hat endlich einen Vaterschaftsurlaub. Der Weg dorthin war lang. Ein langer Weg, ein kleiner Schritt. Nachdem das Parlament im April 2016 eine parlamentarische Initiative für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub abgeschmettert hatte, entschied eine zivilgesellschaftliche Allianz, die Vaterschaftsurlaubs-Initiative zu lancieren. Mit Erfolg: Unter dem Dach des Vereins „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ konnten nur ein Jahr später über 120’000 Unterschriften eingereicht werden. Nachdem der Bundesrat erst die Vaterschaftsurlaubs-Initiative ohne Gegenentwurf ablehnte, erarbeitete das Parlament einen Gegenentwurf für zwei Wochen Vaterschaftsurlaub. Am vergangenen Freitag, 27. September 2019, hat es diesem Gegenentwurf definitiv zugestimmt. Der Bundesrat hingegen lehnt bis heute eine gesetzliche Lösung ab, die über einen Tag „Sonderurlaub“ für frisch gebackene Väter hinausgeht. Er verkennt dadurch die neuen gesellschaftlichen Realitäten. Mit einem Vaterschaftsurlaub von zwei Wochen wird diese gesellschaftliche Veränderung nicht mehr gänzlich ignoriert. Fruchtbare gesellschaftliche Diskussion (…).
Travail.Suisse 2.10.2019.
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Initiative. Travail.Suisse, 2019-10-01.
Ganzer Text
02.10.2019 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Travail.Suisse

Abstimmung
Vaterschaftsurlaub
Volltext
Die vereinigte Bundesversammlung spricht sich für einen Vaterschaftsurlaub aus. National- und der Ständerat haben sich heute anlässlich der Schlussabstimmung klar für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen. Am Mittwoch, 2. Oktober 2019 trifft sich das Initiativkomitee der Volksinitiative „Für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub – zum Nutzen der ganzen Familie“, um über das weitere Vorgehen in Bezug auf die Initiative zu entscheiden. Nach langen Verhandlungen erst im Stände- und anschliessend im Nationalrat hat sich heute die vereinigte Bundesversammlung klar für einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub ausgesprochen. Damit beginnt auch die 10-tägige Rückzugsfrist der Volksinitiative. Von vier auf zwei Wochen halbiert. Obschon der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ der festen Überzeugung ist, dass vier Wochen Vaterschaftsurlaub notwendig, zeitgemäss und bezahl- sowie organisierbar sind, ist er erfreut, dass die nationalen Parlamentarier/-innen mindestens das grundlegende Bedürfnis eines Vaterschaftsurlaubs anerkennen. Dasselbe Parlament, das den Vorschlag eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubs im April 2016 noch klar abgelehnt hatte, scheint jetzt – auch dank dem Druck der Initiative - zur Vernunft gekommen zu sein. Ein solch minimaler Vaterschaftsurlaub ist ein erster, aber längst fälliger Schritt in Richtung einer moderneren Familienpolitik. So geht es weiter. Nach der heutigen Schlussabstimmung hat das Initiativkomitee der Volksinitiative für einen vierwöchigen  (…).
Travail.Suiisse, 2.10.2019.
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Abstimmung. Travail.Suisse, 2010-10-02.
Ganzer Text
27.09.2019 Schweiz
Steuern
Travail.Suisse

Quellensteuer
Volltext
Die Quellensteuerreform darf nicht zu Steuerausfälle führen. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, wird sich gegen eine Reform der Verrechnungssteuer aussprechen, die zu erheblichen Steuerverlusten führen wird. Die Vernehmlassung zur Quellensteuerreform, die im ersten Quartal 2020 eingeleitet wird, prognostiziert einen Rückgang der Einnahmen um schätzungsweise 250 Millionen Franken pro Jahr, was vor allem auf die Abschaffung der Stempelsteuer auf inländische Anleihen zurückzuführen ist. Gemäss Travail.Suisse sind nach der Zustimmung der Bevölkerung zur Steuerreform (STAF) im Mai dieses Jahres die Rahmenbedingungen für den Finanz- und Wirtschaftsstandort bereits sehr attraktiv. Steuerreformen, die den Finanzplatz erneut begünstigen würden, sind nicht erforderlich. Andererseits sind mehr Investitionen in Ausbildung und Forschung sowie die Erneuerung und Entwicklung verschiedener Infrastrukturen (insbesondere öffentlicher Verkehr, Pflege, erneuerbare Energien) unerlässlich, um das langfristige Wohlergehen der Bevölkerung zu gewährleisten und nachhaltige Arbeitsplätze zu schaffen. In diese Richtung muss eindeutig die bestehende finanzielle Flexibilität von Bund und Kantone genutzt werden. Deshalb wird sich Travail.Suisse an der Vernehmlassung für eine Reform der Verrechnungssteuer ohne Steuerverluste beteiligen. (…).
Travail.Suisse, 27.9.2019.
Travail.Suisse > Steuern. Quellensteuer. Travail.Suisse, 2019-09-29.
Ganzer Text
25.09.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Klimawandel
Ständerat
Volltext
CO2-Gesetz: Ein Schritt in die richtige Richtung, aber er genügt noch nicht. Travail.Suisse, die unabhängige Dachorganisation der Arbeitnehmenden, begrüsst die vom Ständerat beschlossenen Massnahmen gegen die Klimaerwärmung. Damit werden Arbeitsplätze erhalten und geschaffen. Diese Massnahmen genügen allerdings nicht, um den CO2-Ausstoss auf null zu reduzieren. Und das ist unumgänglich, wenn die weltweite Klimaerwärmung auf 1.5 Grad begrenzt werden soll. Die Klima-Proteste der jungen Generation haben massgeblich dazu beigetragen, dass sich die Stimmung in der Politik zugunsten des Klimaschutzes verändert hat. Das zeigen auch die Beschlüsse des Ständerats zum CO2-Gesetz. Tatsächlich gehen diese Beschlüsse über die Vorschläge des Bundesrats hinaus. Damit ist ein erster Schritt in die richtige Richtung getan, allerdings genügt dieser noch nicht. Zu den positiven Punkten der ständerätlichen Beschlüsse gehören das Ziel von Null-Treibhausgas-Emission bis 2050, die Einrichtung eines Klimafonds, die Einführung einer Flugticketabgabe und die Massnahmen im Finanzsektor. Die ungenügenden Aspekte betreffen die zu schwache Kompensation des CO2-Ausstosses im Inland, welche die Innovation und die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz bremst, sowie die zu zögerlichen Massnahmen im Strassenverkehr. Das Gebot des gerechten Übergangs für die Arbeitnehmenden nicht vergessen. „ Das Erreichte entspricht dem, was politisch möglich ist, aber noch nicht dem, was nötig ist. (…).
Travail.Suisse, 25.9.2019.
Travail.Suisse > Klimawandel. Staenderat. Travail.Suisse, 2019-09-25.
Ganzer Text
14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Kongress
Volltext
Kongress von Travail.Suisse: Gute Arbeit mitgestalten! Die Delegierten von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, haben an ihrem Kongress in Bern heute ihre Positionen und Forderungen für die kommenden vier Jahre definiert. Am Kongress von Travail.Suisse in Bern haben die Delegierten heute ihr Politprogramm für die Jahre 2019 bis 2023 verabschiedet. Die Positionen und Forderungen von Travail.Suisse stehen unter dem Titel „Gute Arbeit mitgestalten“. Ebenfalls verabschiedet wurden drei Resolutionen. Ältere Arbeitnehmende: Mehr Schutz auf dem Arbeitsmarkt. Die Zahl der arbeitslosen und ausgesteuerten Personen über 50 ist in den wirtschaftlich schwierigen Jahren nach der Finanzkrise spürbar angestiegen. Die Zahl der sozialhilfebeziehenden 56 bis 64-jährigen hat sich seit 2011 sogar verdoppelt. Das „Barometer Gute Arbeit“ von Travail.Suisse zeigt, dass zwei Drittel der 46 bis 65-jährigen nicht oder kaum daran glauben, bei Stellenverlust wieder eine vergleichbare Arbeit zu finden. Es braucht deshalb eine sofortige Verbesserung für die älteren Arbeitnehmenden wie etwa eine funktionierende Weiterbildungspolitik und kostenlose Laufbahnberatungen, eine Analyse der Wirkungen und Effekte der Stellenmeldepflicht und allenfalls Anpassungen, um das Instrument effektiver zu machen. Ausserdem muss das Recht auf eine Rente aus dem Pensionskassensystem erhalten werden, auch bei einer allfälligen Aussteuerung kurz vor dem ordentlichen Pensionsalter. Eine zentrale Bedeutung(…).
Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Kongress 14.9.2019. Travail.Suisse, 2019-09-14.
Ganzer Text
14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Digitalisierung
Volltext
Die Digitalisierung im Sinne der Arbeitnehmenden gestalten. Ein Schwerpunktthema des diesjährigen Kongress von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, war die Digitalisierung. Die Delegierten diskutierten die „Schlaglichter auf die Digitalisierung“ an einem Podiumsgespräch. Die Digitalisierung ist eines der Megathemen der heutigen Zeit. Travail.Suisse hat am heutigen Kongress die „Schlaglichter auf die Digitalisierung“ präsentiert. Im Rahmen eines Podiumsgesprächs mit den Mitgliedverbänden von Travail.Suisse wurden diese Schlaglichter kritisch beleuchtet. Als Abschluss verabschiedeten die Delegierten die Resolution „Digitalisierung gestalten und (Weiter-) Bildung im Sinne des lebenslangen Lernens stärken“. Bildung ist ein zentrales Element für die Arbeitnehmenden. Die Digitalisierung hat Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Völlig unabhängig davon, ob durch neue vernetzte Produktionsprozesse menschliche Arbeit ersetzt wird, oder ob es neue Aufgaben für Arbeitnehmende gibt: Der Arbeitsmarkt verändert sich und das hat Auswirklungen auf die Arbeitnehmenden. Die Arbeitnehmenden müssen ihre Qualifikationen den neuen Gegebenheiten anpassen, um arbeitsmarktfähig zu bleiben. Bildung wird also einen zentralen Stellenwert einnehmen. Es darf allerdings nicht sein, dass die damit verbundenen Investitionen einseitig zulasten der Arbeitnehmenden gehen. Die öffentliche Hand und die Arbeitgeber sind aufgefordert, die Arbeitnehmenden bei der Weiterbildung zeitlich und finanziell massgeblich zu unterstützen. (…).. Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Digitalisierung. Travail.Suisse, 2019-09-14.
Ganzer Text
14.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Präsident
Volltext
Adrian Wüthrich als Präsident von Travail.Suisse bestätigt. Der Kongress von Travail.Suisse, dem unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, hat Adrian Wüthrich heute als Präsidenten wiedergewählt. Am Kongress 2015 wurde Adrian Wüthrich als neuer Travail.Suisse-Präsident gewählt. „Ich freue mich sehr, dass die Delegierten mir ihr Vertrauen für weitere vier Jahre ausgesprochen haben“, sagt Adrian Wüthrich am heutigen Kongress. Adrian Wüthrich ist seit Mai 2018 Mitglied des Nationalrats und hat als solches den Arbeitnehmenden eine starke Stimme verliehen. Als Mitglied der Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur kann er Travail.Suisse in wichtigen Bereichen wie etwa dem Vaterschaftsurlaub vertreten. Mit dem Politprogramm, das von den Delegierten am heutigen Kongress verabschiedet wird, habe sich Travail.Suisse viel vorgenommen, dessen ist sich Adrian Wüthrich bewusst. „Wir werden alles daran setzen, um möglichst viele dieser Ziele zu erreichen“. (…).
Travail.Suisse, 14.9.2019.
Travail.Suisse > Praesident. Travail.Suisse, 2019-09-14.
Ganzer Text
03.09.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Digitalisierung
Volltext
Weiterbildung
Digitaltag: Die Weiterbildung wird beschwört – doch bei der Unterstützung hapert es. Am heutigen Digitaltag hat der Arbeitgeberverband zusammen mit digitalswitzerland die Kampagne lifelonglearning vorgestellt. Die Initiative soll das Bewusstsein für lebenslanges Lernen bei Arbeitnehmenden und Arbeitgebern stärken. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, begrüsst diese Kampagne, denn Weiterbildung ist die zentrale Stellschraube, damit der Strukturwandel erfolgreich gemeistert werden kann. Jetzt müssen den Worten Taten folgen. Die Digitalisierung wird den Arbeitsmarkt verändern. Der Strukturwandel wird in kürzeren zeitlichen Abschnitten neue Berufe hervorbringen und neue Kompetenzen erfordern. Der Erhalt der Arbeitsmarktfähigkeit wird zur zentralen Aufgabe der kommenden Jahre. Dabei kommt der kontinuierlichen Weiterbildung eine zentrale Aufgabe zu. Travail.Suisse begrüsst, dass sich die Arbeitgeber in der heute präsentierten Kampagne der Förderung der Weiterbildung verpflichten. „Gerade bei der zeitlichen und finanziellen Unterstützung der Arbeitnehmenden gibt es beträchtlichen Nachholbedarf“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse. Aus dem Barometer Gute Arbeit von Travail.Suisse ist bekannt, dass rund die Hälfte der Arbeitnehmenden keine oder unzureichende Unterstützung durch ihre Arbeitgeber erhalten. Gerade tiefer Qualifizierte, ältere Arbeitnehmende oder Teilzeitarbeitende werden dabei unterdurchschnittlich unterstützt. „Diese Gruppen müssen massiv mehr durch die Arbeitgeber unterstütz werden – wir werden die Arbeitgeber an ihren Worten messen, denn sie sind durch die Digitalisierung am ehesten von einem Jobverlust bedroht“, so Wüthrich. (…). Travail.Suisse, 3.9.2019.
Travail.Suisse > Digitalisierung. Weiterbildung. Travail.Suisse, 2019-09-03.
Ganzer Text
28.08.2019 Schweiz
AHV
Nationalrat
Travail.Suisse

AHV
Rentenalter
Volltext
AHV 21: Das Parlament muss dringend nachbessern. Der Bundesrat hat heute in seiner Botschaft zu AHV 21 vorgeschlagen, das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen. Eine Sanierung der Altersvorsorge auf dem Buckel der Frauen ist weder fair noch mehrheitsfähig und im Nachgang zum Frauenstreik schlicht unverständlich. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, lehnt deshalb den Vorschlag des Bundesrates ab und fordert das Parlament auf, nachzubessern. Nach der Ablehnung der Altersreform 2020 im vergangenen September, nach dem mehr als mageren Gesetz zur Kontrolle der Lohngleichheit und erst recht nach dem Frauenstreik vom 14. Juni ist klar: Es kann keine erfolgreiche Reform der AHV geben, wenn sie eine Rentenaltererhöhung für Frauen beinhaltet. Frauen-Rentenalter erhöhen als erster Schritt. Die heute vom Bundesrat präsentierte Botschaft zur Reform der AHV beinhaltet einmal mehr eine Rentenaltererhöhung auf 65 Jahre für Frauen. Zwar bietet der Bundesrat eher hohe Kompensationsmassnahmen für die Übergangsgeneration, der Spareffekt bleibt dafür umso kleiner. Auch die Finanzierungsmassnahmen über die Mehrwertsteuer sind mit 0.7% sehr bescheiden. Travail.Suisse schlägt schon länger vor, ein Baby-Boomer Mehrwertsteuerprozent einzuführen. „Mit diesem Modell könnte man auf Rentenaltererhöhung und auf die dazugehörigen Kompensationsmassnahmen verzichten“, sagt Thomas Bauer, Leiter Sozialpolitik.
Travail.Suisse, Mobile
Travail.Suisse, 28.8.2019.
Travail.Suisse > Rentenalter. AHV. Travail.Suisse, 2019-08-28.
Ganzer Text
28.08.2019 Schweiz
Travail.Suisse
Wirtschaftspolitik

Freihandelsabkommen
Volltext
Travail.Suisse begrüsst den Verzicht auf die vereinfachte Genehmigung von Freihandelsabkommen. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, ist der Meinung, dass die Freihandelsabkommen (FHA) grundsätzlich immer dem fakultativen Referendum unterstellt werden müssen. In diesem Sinne ist der Entscheid des Bundesrats, auf eine vereinfachte Genehmigung von Freihandelsabkommen zu verzichten, zu begrüssen. Travail.Suisse fordert, dass alle Freihandelsabkommen dem fakultativen Referendum unterstellt werden. Tatsächlich würde die selbständige Genehmigung von Abkommen, die inhaltlich mit früher abgeschlossenen, nicht mit dem Referendum bekämpften Abkommen vergleichbar sind und keine wichtigen zusätzlichen Verpflichtungen für die Schweiz schaffen, zu erheblichen Auslegungsproblemen führen und den Volksrechten widersprechen. Der Inhalt der FHA ist heute für die Gesellschaft von grosser Bedeutung. Die FHA sind heute mehr denn je dem fakultativen Referendum zu unterstellen, da sie für die Gesellschaft aufgrund von Bestimmungen bezüglich Arbeitsrecht, Umwelt, Konsumentenschutz oder Service public von Bedeutung sind und nicht mehr ausschliesslich rein kommerzielle Bestimmungen (in erster Linie bezüglich Zollermässigungen) enthalten, wie das in den ersten FHA der Fall gewesen war. Die jüngsten, vor der Unterzeichnung stehenden (Mercosur mit der Problematik der Abholzung, der Viehzucht und der Verdrängung von Kleinbauern) oder sich im Ratifizierungsprozess befindlichen Abkommen (FHA mit Indonesien mit der Problematik (…).
Travail.Suisse, 28.8.2019.
Travail.Suisse > Freihandelsabkommen. Travail.Suiisse, 2019-08-28.
Ganzer Text
20.08.2019 Schweiz
Ständerat
Travail.Suisse

Meinungsumfrage
Stress
Volltext
Alarmierende Signale zum Stress in der Arbeitswelt. Stress und psychosoziale Risiken im Arbeitsmarkt nehmen zu. Die heute publizierte Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017 des Bundesamtes für Statistik zeigt, dass Stress und psychosoziale Risiken in der Arbeitswelt immer mehr zur Belastung werden. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, fordert ein besseres Monitoring, einen stärkeren Gesundheitsschutz für die Arbeitnehmenden und insbesondere einen Verzicht auf die weitere Ausdehnung der täglichen und wöchentlichen Höchstarbeitszeit, wie es der Ständerat vorschlägt. Die Schweizerische Gesundheitsbefragung 2017 zeigt eine deutliche Zunahme von Stress und psychosozialen Risiken in der Arbeitswelt. Im Jahr 2017 litten 21% der Erwerbstätigen sehr oft unter Stress – fünf Jahre zuvor waren es noch 18%. Ein hohes Stresslevel im Arbeitsprozess verschlechtert den Gesundheitszustand generell und erhöht das Burn-out-Risiko. So vermeldete der Krankenversicherer Swica seit 2012 eine starke Zunahme der Krankheitsfälle insgesamt und der psychischen Erkrankungen im Speziellen. „Der zunehmende Stress in der Arbeitswelt wird mehr und mehr zu einem Gesundheitsrisiko für die Arbeitnehmenden und produziert hohe volkswirtschaftliche Folgekosten“, sagt Gabriel Fischer, Leiter Wirtschaftspolitik bei Travail.Suisse. Ein dichteres Monitoring zur Entwicklung von Stress und psychosozialen Risiken in der Arbeitswelt scheint unabdingbar. Doch stattdessen gibt es politische Vorstösse für eine Revision des Arbeitsgesetzes. Damit sollen nicht nur die täglichen und (…).
Travail.Suisse, 20.8.2019.
Travail.Suisse > Stress. Meinungsumfrage. Travail.Suisse, 2019-08-20.
Ganzer Text
15.08.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Vaterschaftsurlaub
Volltext
Die Zeit für einen Vaterschaftsurlaub ist überfällig! Heute hat die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Nationalrats (WBK-N) über die Volksinitiative für einen vernünftigen Vaterschaftsurlaub und ihren Gegenentwurf beraten. Sie lehnt die Initiative ab, hält aber – wie bereits die Sozialkommission des Ständerats (SGK-S) – am Gegenentwurf für 10 Tage Vaterschaftsurlaub fest. Dass die WBK-N das Bedürfnis der Familien nach einem Vaterschaftsurlaub endlich anerkennt, wertet der Verein «Vaterschaftsurlaub jetzt!» als positives Zeichen für die Zukunft. Die Schweiz hat als einziges Land in Europa noch immer keinen Vaterschaftsurlaub – weder einen bezahlten noch das Recht auf einen unbezahlten. Heute hat die WBK-N entschieden, die Vaterschaftsurlaubs-Initiative abzulehnen, die 20 Tage flexibel innert dem ersten Lebensjahr des Kindes beziehbaren Vaterschaftsurlaub fordert. Die Kommission hält hingegen am Gegenentwurf für 10 Tage Vaterschaftsurlaub fest und anerkennt damit grundsätzlich die Notwendigkeit eines Vaterschaftsurlaubs. Der Verein „Vaterschaftsurlaub jetzt!“ bedauert den Entscheid gegen die Vaterschaftsurlaubs-Initiative. (…).
Travail.Suisse, 15.8.2019.
Travail.Suisse > Vaterschaftsurlaub. Travail.Suisse, 2019-08-15.
Ganzer Text
13.08.2019 Schweiz
Löhne
Travail.Suisse

Lohnerhöhungen
Volltext
Jetzt müssen die Löhne um mindestens 2 Prozent steigen. Obwohl die Wirtschaft erfreulich erfolgreiche Jahre hinter sich hat, sind die Löhne der Arbeitnehmenden kaum gestiegen. Im Gegenteil: Durch die anziehende Teuerung mussten die Arbeitnehmenden zwei Jahre in Folge Reallohnverluste hinnehmen. Für Travail.Suisse, den unabhängigen Dachverband der Arbeitnehmenden, ist deshalb klar, dass die Arbeitnehmenden endlich wieder mehr Geld ins Portemonnaie bekommen müssen. Um einen weiteren Kaufkraftverlust zu verhindern, sollten in der diesjährigen Lohnrunde die Löhne um mindestens zwei Prozent erhöht werden. Die Arbeitnehmenden haben mit viel Einsatz und grosser Flexibilität mitgeholfen, den jetzigen Wirtschaftsboom zu ermöglichen. In den letzten zwei Jahren ist die Wirtschaft um 4.2 Prozent gewachsen und auch dieses Jahr deuten die Prognosen auf ein stabiles Wachstum von 1.2 Prozent. Dieser Wirtschaftsaufschwung ist bisher an den Arbeitnehmenden vorbeigezogen. Die Lohnerhöhungen blieben äusserst bescheiden und wurden von der Teuerung weggefressen. Erstmals seit 10 Jahren, dafür gleich zwei Jahre in Folge waren die Arbeitnehmenden mit Reallohnverlusten konfrontiert. Für Travail.Suisse und seine Mitgliedverbände Syna, transfair und Hotel&Gastro Union ist klar, dass es einen Nachholbedarf bei den Löhnen gibt und dass in der kommenden Lohnrunde den meisten Arbeitnehmenden Lohnerhöhungen von mindestens zwei Prozent gewährt werden müssen. Nur generelle Massnahmen erhalten die Kaufkraft aller Arbeitnehmenden. (…). Travail.Suisse, 13.8.2019.
Travail.Suisse > Lohnerhoehungen. Travail.Suisse. 2019-08-13.
Ganzer Text
06.08.2019 Schweiz
Travail.Suisse

Lohnverhandlungen
Volltext
Lohnherbst 2019: Es braucht zwingend namhafte Lohnerhöhungen für 2020. Sehr geehrte Damen und Herren. Die Wirtschaftslage in der Schweiz präsentiert sich gut und auch die Aussichten sind solid, das BIP ist in den letzten beiden Jahren um 4.3 Prozent gewachsen. Aufgrund der Stagnation bei den Löhnen und der anziehenden Teuerung haben die Arbeitnehmenden aber trotzdem Reallohnverluste erlitten, was jetzt auch die Konsumentenstimmung dämpft. Für Travail.Suisse und seine Mitgliedsorganisation ist klar, dass in den letzten Jahren zu stark auf die Lohnbremse getreten wurde. Reallohnverluste trotz guter Wirtschaftslage und bescheidener Teuerung sind nicht akzeptabel. Es besteht eindeutig ein Nachholbedarf bei den Löhnen. Gerne präsentieren Ihnen Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, und die Mitgliedorganisationen Syna, Hotel & Gastro Union und transfair an einer Medienkonferenz die branchenspezifischen Lohnforderungen für den Lohnherbst 2019. Dazu laden wir Sie zu einer Medienkonferenz ein, die am Dienstag, 13. August 2019, 9.30 Uhr, im Vatter Business Center (Saal „Lischetti“, 2. Stock), Bärenplatz 2, Bern stattfinden wird. Es nehmen teil: (…).
Travail.Suisse, Medienmitteilung, 6.8.2019.
Travail.Suisse > Lohnverhandlungen 2019. Travail.Suisse, 2019-08-06.
Ganzer Text
03.07.2019 Schweiz
AHV
Regierung Schweiz
Travail.Suisse

Regierung Schweiz
Rentenalter
Volltext
AHV: Bundesratsvorschlag ist weder fair noch mehrheitsfähig. Der Bundesrat hat heute vorgeschlagen, das Rentenalter der Frauen auf 65 Jahre zu erhöhen. Er sieht für eine Übergangsgeneration zwar Kompensationsmassnahmen vor, diese sind aber bei weitem nicht ausreichend. Eine Sanierung der Altersvorsorge auf dem Buckel der Frauen ist weder fair noch mehrheitsfähig und im Nachgang zum Frauenstreik schlicht unverständlich. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, lehnt deshalb den Vorschlag des Bundesrates ab. Tiefere Renten und tiefere Löhne für Frauen, aber eine Rentenaltererhöhung auf 65 - diese Rechnung geht nicht auf. Frauen haben bereits ein um 37% tieferes Rentenniveau als Männer, um knapp 20% tiefere Löhne, wobei 8% nicht durch objektive Faktoren erklärt werden können (Lohndiskriminierung). Nun will der Bundesrat das Rentenalter der Frauen dem der Männer anpassen. „Diese Rechnung geht nicht auf. Es braucht dringend ernsthafte gleichstellungs- und familienpolitische Massnahmen, welche die Lage der Frauen derjenigen der Männer auf dem Arbeitsmarkt gleichstellt“, sagt Adrian Wüthrich, Präsident von Travail.Suisse und Nationalrat. „Ausserdem hat der Bundesrat vorgeschlagen, die Übergangsgeneration auf neun Jahre zu beschränken. Das wäre sogar dann zu kurz, wenn griffige gleichstellungs- und familienpolitische Massnahmen ergriffen würden, was weder bei der Lohngleichheit, noch bei anderen familienpolitischen Massnahmen wie etwa dem Vaterschaftsurlaub der Fall ist“. (…). Travail.Suisse, 3.7.2019
Travail.Suisse > Regierung Schweiz. Rentenalter. Travail.Suisse, 2019-07-03.
Ganzer Text
1 2 3 4 5


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden