Gewerkschaftschronik
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03.04.2020 Schweiz
Taxibranche
Unia Schweiz

Coronavirus
Taxibranche
Volltext
Nach Bundesrats-Ankündigung zu Hilfe für Einzelunternehmen. Taxibranche einstellen, Taxifahrer/innen unterstützen. Die vom Bundesrat letzten Mittwoch angekündigte Unterstützung für Einzelunternehmen (Selbständige) und Haushaltsangestellte ist nötig und überfällig. Es braucht jetzt eine rasche Umsetzung. Unverständlich ist, dass der Bundesrat der Forderung der Taxiverbände und der Gewerkschaft Unia nicht nachkommt, die Taxibranche per Verordnung einzustellen. Der Schutz vor einer Covid-19-Ansteckung kann im Taxi nicht garantiert werden. Zudem sind Taxifahrer/innen wirtschaftlich existentiell bedroht. Die Unia hat diese Woche zusammen mit Verbänden der Taxichauffeur/innen aus sechs Schweizer Städten (zusammengeschlossen in der Schweizer Taxiunion) beim Bundesrat interveniert. Seit der Erklärung der ausserordentlichen Lage am 16. März haben die Taxifahrten um mindestens 90 Prozent abgenommen. Die Taxifahrer/innen, die noch unterwegs sind, können unmöglich kostendeckend arbeiten. So sind rund 10'000 Chauffeur/innen akut in ihrer Existenz gefährdet, da oft keinerlei Reserven vorhanden sind. Für sie braucht es dringend Unterstützungsmassnahmen, sonst droht einer ganzen Branche der Ruin. Schutzmassnahmen können im Taxi nicht eingehalten werden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 3.4.2020.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Unia%20Schweiz/Coronavirus.%20Taxibranche.%20Unia%20Scweiz,%202020-04-03.pdf
24.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Covid-19: Gefährliche Aufweichung des Arbeitsgesetzes. Corona-Krise darf nicht zulasten der Arbeitsbedingungen gehen. Der Bundesrat hat letzten Freitag wichtige Entscheide zugunsten der Beschäftigten getroffen. Doch er hat auch in verschiedenen Bereichen den Schutz der Arbeitnehmenden gelockert. Die Gewerkschaft Unia hält klar fest, dass die gegenwärtige Pandemie nicht missbraucht werden darf, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Der Bundesrat hat insbesondere in der Logistik- und Transportbranche sowie bei Kurierdienstleistungen massgebliche Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes ausser Kraft gesetzt. Das ist problematisch, zumal die Arbeitnehmenden und ihre Gewerkschaften in keinem Fall konsultiert wurden. Deregulierungen sind nicht zulässig, ausser es gibt eine nachweisbare Notwendigkeit in absolut essenziellen Bereichen (Grundversorgung), die Sozialpartner werden einbezogen, stimmen geschlossen zu (Ausnahmebewilligung) und es gibt klare kompensatorische Massnahmen für die Arbeitnehmenden. Ausnahmen müssen zeitlich sehr beschränkt sein und sofort aufgehoben werden, sobald die Situation sich entschärft. Transport: Chauffeur/innen am Limit. Für Chauffeur/innen wurden die Ruhezeitbestimmungen massiv gelockert: Innert zwei aufeinanderfolgenden Wochen sollen sie künftig bis zu 112 Stunden (statt 90) fahren, die vorgeschriebenen wöchentlichen Ruhezeiten werden von 45 auf 36 Stunden reduziert. Diese Massnahmen entstammen direkt dem Wunschzettel der grossen Detailhändler (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 23.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus.. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-03-23.
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23.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Coronavirus
Volltext
Aufweichung des Arbeitsgesetzes: Corona-Krise darf nicht zulasten der Arbeitsbedingungen gehen. Der Bundesrat hat letzten Freitag wichtige Entscheide zugunsten der Beschäftigten getroffen. Doch er hat auch in verschiedenen Bereichen den Schutz der Arbeitnehmenden gelockert. Die Gewerkschaft Unia hält klar fest, dass die gegenwärtige Pandemie nicht missbraucht werden darf, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern. Der Bundesrat hat insbesondere in der Logistik- und Transportbranche sowie bei Kurierdienstleistungen massgebliche Schutzbestimmungen des Arbeitsgesetzes ausser Kraft gesetzt. Das ist problematisch, zumal die Arbeitnehmenden und ihre Gewerkschaften in keinem Fall konsultiert wurden. Deregulierungen sind nicht zulässig, ausser es gibt eine nachweisbare Notwendigkeit in absolut essenziellen Bereichen (Grundversorgung), die Sozialpartner werden einbezogen, stimmen geschlossen zu (Ausnahmebewilligung) und es gibt klare kompensatorische Massnahmen für die Arbeitnehmenden. Ausnahmen müssen zeitlich sehr beschränkt sein und sofort aufgehoben werden, sobald die Situation sich entschärft. Transport: Chauffeur/innen am Limit. (…).
Unia Schweiz, 23.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2020-03-23.
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20.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Arbeiten in nicht-essentiellen Bereichen einstellen – Schutz in exponierten Branchen durchsetzen! Die Massnahmen des Bundes sollen die Verbreitung des Covid-19 Virus verlangsamen. In den letzten Tagen wurde aber klar: Sie werden in vielen Betrieben nicht eingehalten – und die Behörden setzen die Massnahmen nicht durch. Das ist inakzeptabel und inkohärent. Jetzt gilt es die Konsequenzen zu ziehen und die Arbeiten in nicht-essentiellen Bereichen einzustellen. Unternehmen sollen nachweisen müssen, dass sie die Tätigkeit im Rahmen der behördlichen Schutzvorgaben weiterführen können. Der Bundesrat hat Verhaltensregeln und weitgehende Einschränkungen des Alltagslebens beschlossen, um die Ausbreitung des Covid-19 Virus zu verlangsamen. Ziel: Menschenleben retten und den Zusammenbruch des Gesundheitssystems verhindern. Diese Regeln gelten auch für die Arbeitswelt. Viele Unternehmen mussten bereits schliessen. Alle anderen müssen jetzt mit ausserordentlichen Massnahmen zum Schutze ihrer Beschäftigten ebenfalls ihren Beitrag zur Eindämmung der Pandemie leisten. Verweigerungshaltung auf Arbeitgeberseite – Vollzugsnotstand bei den Behörden. Die Unia wird von Anfragen besorgter, verzweifelter und empörter Arbeitnehmenden überschwemmt. (…).
Unia Schweiz, 20.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2020-03-20.
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18.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Volltext
Too many to fail! Die Vorgaben des Bundesrates sind ohne Wenn und Aber einzuhalten: Abstand halten, Hände waschen, Gruppen vermeiden. Das gilt auch im Arbeitsalltag und auf dem Arbeitsweg. In der Realität drücken sich unzählige Arbeitgeber um diese Vorschriften: Im Verkauf, auf Baustellen, in der Produktion, in Firmenbussen. Jetzt sind die Behörden gefordert. Sie müssen den Vollzug der Massnahmen unverzüglich garantieren. Wo die Vorgaben nicht umgesetzt werden, muss die Arbeit eingestellt werden. Gleichzeitig müssen sie die Löhne aller Arbeitnehmenden sichern, damit sie nicht in finanzielle Not geraten. Gemeinsame Anreise in vollen Firmenbussen, Kopf an Kopf arbeiten in der Industrie, dicht gedrängt im Uhrenatelier, bedrängt von rücksichtlosen Hamsterkäufern, Pause in engen Baracken oder zu kleinen Räumen, keine Möglichkeiten zum Händewaschen, verdreckte Toiletten: So sieht heute die Arbeitsrealität von Hundertausenden von Arbeitnehmenden aus Vom geforderten „Ruck durch das Land“ ist nichts zu spüren. Bundes- und Kantonsbehörden schweigen und schauen untätig zu. Wo Schutzvorgaben nicht erfüllt werden, muss die Arbeit eingestellt werden. (…).
Unia Schweiz, 18.3.2020.
Unia Schweiz > Coronsvirus. Unia Schweiz, 2020-03-18.
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17.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Volltext
Covid-19-Pandemie: Seco muss seine Verantwortung wahrnehmen. Gesundheitsschutz und Lohnfortzahlungen: jetzt die Massnahmen umsetzen!. Der Bundesrat empfiehlt eine Reihe von Gesundheitsschutz-Massnahmen, um die Verbreitung des Covid-19 Virus zu verlangsamen. Die Unia unterstützt diese Bemühungen. Jetzt ist es wichtig, dass die Massnahmen auch in der Arbeitswelt umgesetzt werden. Aufgrund zahlreicher Rückmeldungen aus Baustellen und Betrieben, insb. des Detailhandels, stellen wir fest, dass dies vielerorts nicht oder nur ungenügend der Fall ist. Das ist nicht akzeptabel. In solchen Fällen müssen die Unternehmen die Arbeit bei voller Lohnfortzahlung einstellen, bis sie die Umsetzung der Schutzmassnahmen sicherstellen können. Das Seco muss jetzt sofort sicherstellen, dass die betroffenen Unternehmen die dabei anfallenden Lohnkosten über die Kurzarbeit-Versicherung abrechnen können. Die Verhinderung der Ausbreitung von Corona ist eine gemeinsame Herausforderung. Das BAG hat dazu eine Reihe von Verhaltensempfehlungen erlassen und eindringlich aufgefordert, diese einzuhalten. Nebst den allgemeinen Verhaltensregeln – Hände waschen, ins Taschentuch niessen, bei Krankheit zu Hause bleiben, nicht Händeschütteln und Abstand zu anderen Menschen halten – hat das BAG ein spezielles Merkblatt mit Massnahmen für Arbeitgeber publiziert (Link). Unternehmen müssen Arbeit einstellen, bis die Schutzmassnahmen umgesetzt werden können. Diese betrieblichen Massnahmen müssen selbstverständlich umgesetzt werden. Das ist jedoch vielerorts nicht der Fall.(…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Unia Schweiz, 2020-03-17.
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15.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Lohnzahlung
Volltext
Corona-Krise: Löhne müssen gesichert werden. Nachdem der Bundesrat zur Eindämmung der Covid-19-Krise am Freitag die sofortige Schliessung der Schulen beschlossen hat, versuchen nun zahlreiche Unternehmen die damit einhergehenden Kosten auf die Arbeitnehmenden abzuwälzen. Die Unia hält fest: Die Rechte der Arbeitnehmenden sind unbedingt zu wahren. Kündigungen, Lohnkürzungen oder Zwangsferien sind unzulässig. In der aktuellen Krisenlage vergrössern sie zudem die Verunsicherung, schaffen soziale Härten und unterlaufen die Bemühungen der Behörden zur Eindämmung der Pandemie. Der Bundesrat ist gefordert, dem illegalen Treiben sofort ein Ende zu setzen und Massnahmen für die Sicherung der Löhne der betroffenen Eltern zu beschliessen. Die Unia-Sekretariate werden zurzeit mit Anfragen von besorgten Arbeitnehmenden zu den Folgen der Covid-19-Notstandsmassnahmen überschwemmt: Eine Bäckereiangestellte im Stundenlohn sorgt sich um ihr Einkommen, wenn sie keine Betreuung für ihr Kind organisieren kann. Ein Angestellter bei Manor fragt, wie sich die beantragte Kurzarbeit auf seinen Lohn auswirkt. Ein Transportunternehmen droht seinen Schulbusfahrern mit Lohnkürzungen, wenn der Betrieb aufgrund der Schulschliessung eingestellt werden muss. Mitarbeitende einer Catering-Unternehmen werden vom Chef zum Lohnverzicht aufgefordert. Lohnfortzahlung ist geschuldet. (…).
Unia Schweiz, 15.3.2020
Unia Scjhweiz > Coronavirus. Lohnzahlung. Unia Schweiz, 2020-03-15.
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13.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Kurzarbeit
Volltext
Konsequenzen der Covid-19-Krise erfordert rasches Handeln der Behörden. Vier Milliarden und fünf Forderungen für die Arbeitnehmenden in der Schweiz. Löhne der Arbeitnehmenden und Liquidität der Firmen sichern, Entlassungen verhindern, soziale Sicherheit gewährleisten, Konjunktur stabilisieren und Mitsprache der Arbeitnehmende beim Gesundheitsschutz – dieses Massnahmenpaket fordert die Unia und verlangt vom Bundesrat die Schaffung eines Fonds von mindestens vier Milliarden Franken. Mit der Covid-19-Pandemie ist der Bundesrat nicht nur gesundheitspolitisch, sondern auch arbeits-, sozial- und wirtschaftspolitisch gefordert. Die ausserordentliche Lage erfordert auch in diesen Bereichen ausserordentliche Massnahmen, die zudem auch kantonsübergreifend und gesamtschweizerisch koordiniert werden müssen. Für die Unia als grösste Gewerkschaft der Schweiz steht dabei das Wohl der beinahe fünf Millionen Arbeitnehmenden und ihrer Angehörigen im Vordergrund. Besonders gefährdet sind prekär Beschäftigte und schlecht entlöhnte Angestellte in Dienstleistungsberufen. Die Krise und ihre Bewältigung darf nicht auf ihrem Buckel ausgetragen wird. Um sie zu schützen, muss die öffentliche Hand die richtigen Massnahmen ergreifen und die nötigen Mittel zu ihrer Finanzierung bereitstellen. Und zwar sofort. Konkret fordert die Unia ein Bündel von Massnahmen, welches die Auswirkung der Krise begrenzen und soziale Härte vermeiden soll. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 13.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Kurzarbeit. Unia Schweiz, 2020-03-13.
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09.03.2020 Schweiz
Baumeisterverband
Unia Schweiz

Baumeisterverband
Rentenalter
Volltext
Überbrückungsrente nützt auch den Bauarbeitern. Unnötiges Säbelrasseln der Baumeister. Der Schweizerische Baumeisterverband (SBV) hat heute kommuniziert, die Überbrückungsrente für ältere Arbeitnehmende sei ein Angriff auf die Rente mit 60 auf dem Bau. Das ist in mehrfacher Hinsicht falsch. Ein Entscheid der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates SGK-S stösst dem Schweizerischen Baumeisterverband (SBV) sauer auf: Im Gegensatz zum Nationalrat verzichtete die SGK-S zu Recht darauf, im Bundesgesetz über Überbrückungsleistungen Branchen mit weitergehenden sozialpartnerschaftlichen Leistungen von der Finanzierung auszuklammern. Da Bauarbeiter laut den Baumeistern nicht von der geplanten Überbrückungsrente profitieren könnten, greife die SGK-S damit direkt die Bau-Rente ab 60 an. Nur, die Überbrückungsrente würde sehr wohl vielen Bauarbeitern zugutekommen. Denn die Hürde, um als Bauarbeiter mit 60 in Rente gehen zu können, liegt hoch: Man muss 15 Jahre im Bauhauptgewerbe gearbeitet haben, die letzten sieben Jahre ununterbrochen. Ausserdem werden immer mehr ältere Bauarbeiter ab 55 Jahre entlassen. Die Folgen: Sie sind gezwungen, als Temporärbeschäftigte weiterzuarbeiten und verlieren zum Teil ihr Anrecht auf die Rente mit 60. Unter Umständen schuften sie unter prekären Arbeitsbedingungen und gesundheitlich angeschlagen bei Wind und Wetter bis 65 weiter. (…).
Unia Schweiz, 9.3.2020.
Unia Schweiz > Baumeisterverband. Rentenalter. Unia Schweiz, 2020-03-09.
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03.03.2020 Schweiz
Bundesgericht
Unia Schweiz

Arbeitslosentaggeld
Arbeitslosenversicherung
Volltext
Wegeweisender Bundesgerichtsentscheid stützt die Unia. Schwangere Frau zu Unrecht um Arbeitslosengelder gekommen. Die Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit (DIHA) in Sitten hat einer schwangeren Frau zu Unrecht den Anspruch auf Arbeitslosengelder abgesprochen. Zu diesem Entscheid kommt das Bundesgericht in einem Fall, bei dem die Unia die betroffene Frau vertreten hat. Der Sieg vor Bundesgericht ist ein wichtiger Entscheid im Namen der Gleichstellung. Die Unia hat eine junge Frau vertreten, der in der Schwangerschaft der Anspruch auf Arbeitslosentaggelder verneint worden war. Die Erklärung der zuständigen Behörde: Sie sei nicht vermittlungsfähig. Zusammen mit der Unia hat die Frau geklagt – und in diesem Fall, der von den Behörden bis ans Bundesgericht gezogen wurde – schliesslich Recht bekommen! Der Fall im Detail. Die junge Frau hatte während 10 Jahren in einem Hotel in Zermatt gearbeitet, jeweils befristet während der Sommer- und Wintersaison. Weil die voraussichtliche Geburt ihres Kindes fast zeitgleich auf den Beginn der Wintersaison fiel, wurde sie nach Ablauf ihres befristeten Sommersaisonvertrages Mitte Oktober 2018 aufgrund ihrer Schwangerschaft für die darauffolgende Wintersaison nicht mehr angestellt. Fristgerecht meldete sie sich für die Zeit ab Mitte Oktober bei der Regionalen Arbeitsvermittlung (RAV). Daraufhin hat die übergeordnete Dienststelle für Industrie, Handel und Arbeit (DIHA) in Sitten entschieden, sie sei nicht vermittlungsfähig. Begründung: Kein Arbeitgeber wolle doch eine schwangere Frau einstellen. (…).
Unia Schweiz, Medienmtteilung, 3.3.2020.
Unia Schweiz > Arbeitslosenversicherung. Bundesgericht. Unia Schweiz, 2020-03-03.
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02.03.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Coronavirus
Volltext
Corona-Virus: Bundesrat muss auch wirtschaftspolitische Verantwortung übernehmen. Kosten nicht auf Arbeitnehmende abwälzen. Die zuständigen Behörden haben rasch ausserordentliche Massnahmen ergriffen, um die Ausbreitung der Corona-Epidemie einzudämmen oder wenigstens zu verlangsamen. Diese gesundheitspolitisch motivierten Massnahmen sind aber keine Antwort auf die absehbaren Folgen der Epidemie für Wirtschaft und Arbeitswelt. Die Unia fordert deshalb dringende Massnahmen im Interesse der Arbeitnehmenden. Die mittel- und langfristigen Auswirkungen der Epidemie auf die Konjunktur sind von vielen Faktoren abhängig und derzeit schwierig abzuschätzen. Aber schon jetzt reagieren die Finanzmärkte heftig auf Schwierigkeiten in internationalen Waren- und Produktionsketten. Zumindest kurzfristig ist mit einem konjunkturellen Einbruch in besonders exponierten Branchen zu rechnen. In der Schweiz rechnen zahlreiche Unternehmen – namentlich aus der Tourismusbranche oder der Exportindustrie – mit Einbussen wegen Krankheitsabwesenheiten und Lieferengpässen. Gleichzeitig leiden diese Branchen besonders unter dem weiter erstarkenden Franken. Erste Unternehmen stellen Anträge auf Kurzarbeit. Temporärarbeitnehmende berichten von der Auflösung von Einsatzverträgen. (…).
Unia Schweiz, 2.3.2020.
Unia Schweiz > Coronavirus. Unia Schweiz, 2020-03-02.
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27.02.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Asbest
Verbot
Volltext
30 Jahre Asbestverbot in der Schweiz. Tödliche Faser Asbest: Seit 30 Jahren verboten, nach wie vor Handlungsbedarf. Vor 30 Jahren, am 1. März 1990, trat in der Schweiz das Asbestverbot in Kraft – als einem der ersten Länder weltweit. Zu verdanken ist das nicht zuletzt der aktiven Kampagne der Gewerkschaften und ihrer Verbündeten. Das Asbestverbot ist ein Meilenstein in der Bewältigung der Asbestkatastrophe – doch es bleibt viel zu tun. In einem aktuellen Bericht schaut die Unia zurück und stellt zukunftsgerichtete Forderungen. Am 1. März 1990 trat in der Schweiz das Asbestverbot in Kraft. Nach einigen skandinavischen Ländern gehörte die Schweiz damit zu den ersten Ländern, die diesen Schritt vollzogen – was nicht selbstverständlich war: Immerhin war die Schweiz Standort eines der grössten Produzenten von asbesthaltigen Produkten, der Eternit AG. Lange verkannte Gefahr. Bis Ende der 1970er Jahre waren die Gesundheitsrisiken von Asbest fast nur unter Fachleuten ein Thema. Die Asbestlobby der Industrie sorgte dafür, dass die Gefahren lange unter dem Deckel blieben. Und da es sehr lange dauert, bis asbestbedingte Erkrankungen ausbrechen, war auch das Bewusstsein in der breiten Bevölkerung kaum vorhanden. Erfolgreiche gewerkschaftliche Kampagne. In den 1980er-Jahren lancierten die Gewerkschaften mit Hilfe von Ärzten und Umweltkreisen offensiv eine mehrjährige Kampagne für das Asbestverbot. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.2.2020.
Unia Schweiz > Asbest. Verbot. Unia Schweiz, 2020-02-27.
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25.02.2020 Schweiz
Bauwirtschaft
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Meinungsumfrage
Volltext
Termin- und Zeitdruck sind eine wachsende Gefahr – Bauarbeiter sagen Stopp! Der steigende Termindruck auf den Baustellen ist eine Gefahr. Die Gesundheit der Bauarbeiter leidet unter dem zunehmenden Stress, die Qualität der Arbeit nimmt ab, die Arbeitssicherheit kommt zu kurz. Das zeigen die Ergebnisse einer grossen Umfrage, welche die Unia letzten Herbst bei über 12'000 Bauarbeitern durchgeführt und heute an einer Medienkonferenz vorgestellt hat. Zusammen mit der Unia wollen die Bauarbeiter daraus nun konkrete Forderungen entwickeln. Der schweizerischen Bauwirtschaft geht es ausgezeichnet. Es wird gebaut wie nie zuvor, und die Auftragsbücher sind auch prall gefüllt. Die Firmen machen rekordhohe Umsätze. „Doch das ist nur ein Teil der Realität im Bauhauptgewerbe“, so Nico Lutz, Bau-Verantwortlicher bei der Gewerkschaft Unia: „Es gibt ein wesentliches Problem: Die Zahl der Beschäftigten ist in den letzten Jahren tendenziell gesunken, insbesondere bei den festangestellten Bauarbeitern, die Arbeit dafür ist gestiegen.“Die Arbeit auf dem Bau wird gefährlicher. Die Arbeit auf dem Bau ist heute schon gefährlich. Jeder sechste Bauarbeiter verunfallt pro Jahr und mehr als 120 Bauarbeiter sind in den letzten zehn Jahren bei der Arbeit gestorben. Zwar haben die Unfälle auf dem Bau insgesamt erfreulicherweise abgenommen, doch die Zahl der schweren und Schwerstunfälle ist in den letzten zehn Jahren deutlich gestiegen. Im Bauhauptgewerbe sind die Unfallzahlen dreimal höher als der Durchschnitt, und Todesfälle bei der Arbeit kommen mehr als sechsmal so häufig vor, Tendenz steigend. Doch trotz der Risiken verlangen immer mehr Bauherren immer knappere Termine. Chris Kelley, Co-Sektorleiter Bau bei der Unia sagt: (…).  Unia Schweiz, 25.2.2020.
Unia Schweiz > Meinungsumfrage. Gesundheit. Unia Schweiz, 2020-02-25.
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24.02.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
SGB
Unia Schweiz
VPOD Schweiz

Volltext
Gute Jobs und Löhne verteidigen! NEIN zur SVP-Kündigungsinitiative.. Gewerkschaftskomitee gegen die SVP-Kündigungsinitiative. Die SVP-Kündigungsinitiative will den Lohnschutz aufweichen, die Arbeitsbedingungen verschlechtern und die Schweiz isolieren. Die Arbeitnehmerverbände sagen dazu klar NEIN. Sie werden eine Gegenkampagne machen, um die grossen Gefahren für die Berufstätigen in der Schweiz aufzuzeigen. Die Kündigungsinitiative schadet den Arbeitnehmenden in der Schweiz. Weil sie den Lohnschutz in Frage stellt. Weil sie zu prekären Arbeits- und Aufenthaltsbedingungen führt. Und weil sie die Schweiz isoliert, indem sie die Bilateralen Verträge kündigt. Nichts von alldem trägt zur Lösung der realen Probleme in der Schweiz bei; wie beispielsweise die zu tiefen Einkommen, die Kaufkraftprobleme oder die teilweise schlechten Arbeitsbedingungen. Im Gegenteil: Die Kündigungsinitiative verschärft die Probleme. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse sagen deshalb zusammen klar NEIN zur Kündigungsinitiative der SVP, im Interesse aller Arbeitnehmenden.Die Einführung der Bilateralen Verträge hat den Arbeitnehmenden in der Schweiz spürbare Verbesserungen gebracht. Dank den Flankierenden Massnahmen werden die Löhne und die Arbeitsbedingungen systematisch durch die Sozialpartner kontrolliert, in Schweizer und in ausländischen Firmen. Die Dumpingfirmen unter den Arbeitgebern werden nicht nur gebüsst, sondern sie werden auch aufgefordert, die geschuldeten Löhne nachzubezahlen. In Branchen mit Lohndruck können Bund und Kantone Mindestlöhne einführen. (…).
SGB, 24.2.2020.
SGB > Kuendigungsinitiative. SGB, 2020-02-20.
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18.02.2020 Schweiz
Unia Schweiz

Bauarbeiter
Meinungsumfrage
Volltext
Resultate der grossen Bauarbeiter-Umfrage. Termin- und Zeitdruck auf dem Bau gefährden die Gesundheit und Qualität . Medienkonferenz der Gewerkschaft Unia. Dienstag, 25. Februar 2020, 10.00 Uhr Hotel Kreuz – Zeughausgasse 41, 3011 Bern . Sehr geehrte Medienschaffende. Der steigende Termindruck ist eine Gefahr. Die Gesundheit der Bauarbeiter leidet unter immer mehr Stress, die Qualität der Arbeit nimmt ab, die Arbeitssicherheit kommt zu kurz. Und: Die Arbeit auf dem Bau ist heute schon gefährlich. Jeder sechste Bauarbeiter verunfallt pro Jahr, rund zwanzig Bauarbeiter verlieren jährlich ihr Leben auf Schweizer Baustellen. Doch trotz der Risiken verlangen immer mehr Bauherren immer knappere Termine. Es wird gebaut und gebaut, mit immer weniger Leuten und in immer kürzerer Zeit. In einer gross angelegten Umfrage zu Termin- und Zeitdruck auf dem Bau wollte die Gewerkschaft Unia wissen: Wie haben sich die die Verhältnisse in den letzten Jahren verändert? Welches sind die Auswirkungen auf die Bauarbeiter? Wo besteht Handlungsbedarf? Das Thema bewegt: Von Juni bis Oktober 2019 haben rund 12'000 Bauarbeiter an der Befragung teilgenommen. Das sind rund 15 Prozent aller Bauleute in der Schweiz. An einer Medienkonferenz präsentiert die Unia die eindrücklichen Umfrage-Resultate und informiert über die geplanten nächsten Schritte. Referenten: (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, 18.2.2020.
Unia Schweiz > Meinungsumfrage Bau. Unia Schweiz, 2020-02-18.
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04.02.2020 Schweiz
Holcim AG
Löhne
Unia Schweiz

Holcim AG
Lohnerhöhungen
Volltext
Erfolgreiche Lohnverhandlung bei Holcim. Letztes Jahr waren die Lohnverhandlungen bei Holcim gescheitert. Für 2020 konnten sich die Sozialpartner nun auf eine Lohnerhöhung von 1.2 Prozent einigen.Für Mitarbeitende und Basiskader wurde eine generelle Lohnerhöhung von 0.5 Prozent festgelegt. Weitere 0.5 Prozent der Gesamtlohnsumme werden für individuelle Lohnerhöhungen eingesetzt. Aufholbedarf bei Frauen und Jungen. Für alle Mitarbeitenden stehen ausserdem 0.2 Prozent der Lohnsumme für ausserordentlicher Lohnanpassungen zur Verfügung. Davon profitieren insbesondere Frauen und Junge, die nach der Lehre in der Firma aufgestiegen sind, beim Lohn aber hinterherhinken. Generelle Lohnerhöhungen nötig. Schliesslich gibt es für Mitarbeitende und Basiskader ohne Bonusbestandteil im Lohn eine einmalige Sonderprämie von 400 Franken. Dieser Lohnabschluss ist zufriedenstellend. Trotzdem ist die Arbeitnehmendendelegation enttäuscht, dass die Konzernleitung nicht bereit war, einen höheren generellen Anteil zu geben. Einsatz der Angestellten entlöhnen 2019 war für Holcim Schweiz ein erfolgreiches Jahr. Das ist nicht zuletzt dem grossen Einsatz der Mitarbeitenden zu verdanken. Entsprechend ist es nichts als richtig, sie anständig am Erfolg zu beteiligen. (…).
Unia Schweiz, 4.2.2020.
Unia Schweiz > Holcim AG. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2020-02-04.
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29.01.2020 Winterthur
Rieter AG
Unia Schweiz

Betriebsschliessung
Rieter AG
Volltext
Schliessung der Montage bei Rieter. Deindustrialisierung stoppen. Die heute vom Spinnmaschinen-Hersteller Rieter angekündigte Aufgabe der Montage am Hauptsitz bedeutet eine Zäsur in 225 Jahren Winterthurer Industriegeschichte. Die Unia fordert eine Konsultation der Arbeitnehmenden auf europäischer Ebene und kämpft weiterhin für nachhaltige Arbeitsplätze in der Schweizer Industrie. Seit über zwei Jahrhunderten baut der heutige Industriekonzern Rieter Spinnmaschinen in Winterthur. Nachdem bereits 2015 zu Gunsten einer reinen Profitlogik die Fertigung geschlossen wurde, will Rieter mit der heute kommunizierten Schliessung der Montage und dem damit einhergehenden Abbau von 87 Arbeitsplätzen der industriellen Produktion in Winterthur definitiv ein Ende setzen. Das Beispiel zeigt einmal mehr auf, dass der Schweiz eine eigentliche Deindustrialisierung droht. Das Know-how und der Industrieplatz müssen geschützt werden. Die Unia wird weiterhin für einen starken Industrieplatz Schweiz und für die Arbeitsstellen in den Betrieben kämpfen. Konsultation braucht mehr Zeit. Unia fordert, dass im Rahmen des Konsultationsverfahren Lösungen für den Erhalt von möglichst vielen der betroffenen 87 Arbeitsplätze gefunden werden müssen, die nach China und Indien verlagert werden sollen. Für die zahlreichen älteren Mitarbeitenden braucht es zudem grosszügige Frühpensionierungslösungen. Ebenso erwartet die Unia, dass Rieter seinen Lernenden nahtlose Anschlusslösungen organsiert. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.1.2020.
Unia Schweiz > Rieter AG. Betriebsschliessung. Unia Schweiz, 2020-01-29.
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22.01.2020 Schweiz
Isoliergewerbe
Löhne
Unia Schweiz

Isoliergewerbe
Lohnerhöhungen
Volltext
GAV-Erneuerung Isoliergewerbe. Mehr Lohn für alle – neue Mindestlöhne für Lernende. Der Cleantech-Beruf Isolierspengler/in wird für Lernende attraktiver: Der Branchenverband ISOLSUISSE und die Gewerkschaft Unia haben sich erstmals auf einen verbindlichen Mindestlohn für Lernende geeinigt. Der GAV, der am 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist, bringt aber auch weitere Verbesserungen für alle, z.B. Lohn- und Spesenerhöhungen. Der GAV schützt rund 2'000 Isolierspengler/innen. Die Vertragspartner des Gesamtarbeitsvertrages im Schweizerischen Isoliergewerbe – der Branchenverband ISOLSUISSE und die Gewerkschaft Unia – haben sich erstmals auf einen verbindlichen Mindestlohn für Lernende geeinigt. Lernende haben durch diese Verbesserung bereits in der frühen Phase ihres Berufslebens Gewissheit, wie viel sie während der Lehre im Isoliergewerbe mindestens verdienen werden: stolze 54'600 Franken in drei Jahren (zuzüglich Spesen)! Die Mindestlöhne für Lernende, die im Jahr 2020 ihre Lehre beginnen im Detail: 1. Lehrjahr: 1'000 Franken/Monat. 2. Lehrjahr: 1'350 Franken/Monat. 3. Lehrjahr: 1'850 Franken/Monat. (…).
Unia Schweiz, 22.1.2020.
Unia Schweiz > Isolsuisse. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2020-01-22.
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17.01.2020 Schweiz
Unia Schweiz
WEF

Demonstration
Klimawandel
Volltext
WEF
World Economic Forum in Davos. Die Unia unterstützt WEF-Protestwanderung im Zeichen der Klimagerechtigkeit. Die Gewerkschaft Unia unterstützt die eindringlichen Appelle der Klimajugend an die Regierungschefs, die sich nächste Woche am WEF in Davos treffen. Die Unia kritisiert das Stelldichein der Privilegierten hinter verschlossenen Türen und ruft zur Beteiligung an der WEF-Protestwanderung auf. Wie jedes Jahr treffen sich nächste Woche unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Wirtschaftseliten dieser Welt am WEF in Davos. Sie besprechen Themen, die weitreichende Auswirkungen auf Politik, Gesellschaft und Wirtschaft haben; Themen, von denen Arbeitnehmende speziell betroffen sind. Diese dürfen aber weder mitdiskutieren, noch werden sie angehört. Stelldichein der Privilegierten. Das WEF ist Teil einer neoliberalen (Wirtschafts-)Politik, die Arbeitnehmende schamlos ausbeutet: Statt reale Massnahmen zu treffen, um Abzockerlöhnen den Riegel zu schieben, Lohndiskriminierung zu bekämpfen oder neue Technologien zum Nutzen aller einzuführen, kolportieren die Regierungschef hinter verschlossenen Türen ein von Profit getriebenes Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell, das geradewegs in die Umwelt- und soziale Katastrophe führt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 17.1.2020.
Unia Schweiz > WEF. Klimawandel. Unia Schweiz, 2020-01-17.
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19.12.2019 Schweiz
ISAB
Unia Schweiz

GAV
ISAB
Volltext
Informationssystem Allianz Bau (ISAB) . Decken- und Innenausbaubranche neu auch auf ISAB . Mit dem Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für das Schweizerische Gewerbe für Decken- und Innenausbausysteme wird eine weitere Branche des Ausbaugewerbes Teil des Bau-Kontrollsystems. Weitere Branchen werden im 1. Quartal 2020 folgen. ISAB stellt für das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe national einheitliche Daten betreffend GAV-Vollzug zentral und unter Einhaltung der geltenden Normen in Sachen Datenschutz zur Verfügung. Hinter ISAB stehen die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes, welche gemeinsam den Paritätischen Verein Informationssystem Allianz Bau (ISAB) gegründet haben. Neun Monate nach dem Start können bereits über 10'000 GAV-unterstellte Firmen das Bau-Kontrollsystem nutzen. Das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) verbessert und modernisiert den Vollzug von allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen in der ganzen Baubranche. Kernstücke des neuen Instrumentes für die bessere Durchsetzung der Gesamtarbeitsverträge sind das ISAB-Portal, die ISAB GAV-Bescheinigung und die ISAB Card. Das neue ISAB-System ist in seiner Grösse und Komplexität einmalig für die Schweizer Vollzugslandschaft. Bisher haben das Bauhauptgewerbe, der Holzbau sowie Mitte Dezember die Decken- und Innenausbaubranche ihre Daten auf ISAB eingespeist. Weitere Branchen werden im 1. Quartal 2020 folgen. (…).
Unia Schweiz,19.12.2019.
Unia Schweiz > ISAB. GAV. Unia Schweiz, 2019-12-19.
Ganzer Text
17.12.2019 Schweiz
Gerüstbau
Unia Schweiz

GAV
Gerüstbauer
Volltext
Zeitgemässer Gesamtarbeitsvertrag für den Gerüstbau. Die Sozialpartner haben einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für den schweizerischen Gerüstbau ausgehandelt. Dieser anerkennt die eingetragene Partnerschaft, sieht einen Vaterschaftsurlaub vor, schiebt dem Lohndumping einen Riegel und fördert die Berufsbildung, Der GAV, auf den sich die Gewerkschaften Unia und Syna mit dem Schweizerischen Gerüstbau-Unternehmer-Verband (SGUV) geeinigt haben, tritt Anfang April 2020 in Kraft. Innovativ in Sachen Gleichstellung. Der neue Vertrag ist in gendergerechter Sprache redigiert, um die in der Branche arbeitenden Frauen einzubeziehen. Ausserdem gewährt er gleichgeschlechtlichen Paaren mit eingetragener Partnerschaft im Todesfall die gleiche Anzahl Urlaubstage. Die Sozialpartner haben auch beschlossen, einen Vaterschaftsurlaub von fünf Tagen einzuführen. Dieser gilt ab 1. April 2020 - unabhängig von einem Referendums beziehungsweise bis zum Inkrafttreten des entsprechenden Gesetzes. Anerkennung der Berufserfahrung. Um die Berufserfahrung besser anzuerkennen, sieht der GAV vor, dass Angestellte nach drei Jahren Branchentätigkeit und Abschluss einer von den Sozialpartnern angebotenen Ausbildung zwingend von der Lohnkategorie C in die Kategorie B2 hochgestuft werden. Damit will man nicht nur die Sicherheit auf den Baustellen verbessern, sondern auch Lohndumping einen Riegel schieben. GAV-Vollzug verbessert. (…).
Unia Schweiz, 17.12.2019
Unia Schweiz > Geruestbau. GAV. Unia Schweiz, 2019-12-17.
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07.12.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Klimaschutz
Klimawandel
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Delegiertenversammlung der Unia tagte in Bern. Für einen wirksamen Klimaschutz. Die Delegiertenversammlung der Unia stand heute ganz in Zeichen des Klimastreiks vom 15. Mai 2020. Die Delegierten rufen dazu auf, dass sich die Mitglieder der Unia am Arbeitsplatz und bei den öffentlichen Mobilisierungen des Aktionstages engagieren und unterstützen entsprechende Aktivitäten. Weiter beschlossen die Delegierten die Ja-Parole zum Anti-Diskriminierungsgesetz. Das Gesetz bringt konkrete Verbesserungen für den Schutz vieler LGB-Menschen; Verbesserungen, die auch am Arbeitsplatz bitter nötig sind. Die Klimakrise stand an der heutigen Delegiertenversammlung der Unia im Zentrum der Debatten. Die globale Klimaerwärmung nimmt zunehmend katastrophale Ausmasse an und sie erfordert sofortiges Handeln. Angesichts der Fakten ist es kaum möglich, die künftig drohenden Folgen der Klimaerwärmung zu überzeichnen. Und dennoch bewegt sich die Politik nur quälend langsam in Richtung einer Trendwende. Dank der Klimajugend steht der Klimanotstand nun weltweit oben auf der politischen Agenda. Die Unia steht seit ihrer Gründung für den ökosozialen Umbau der Gesellschaft ein. Wir fordern Investitionen in einen ökologisch nachhaltige Produktions- und Bauweise, die Schaffung von Arbeitsplätzen in der „Green Economy“, eine Energiewende mit dem Ziel der CO2-Neutralität und die Stärkung des Service Public insbesondere im Verkehr und Transportwesen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 7.12.2019.
Unia Schweiz > Klimawandel. Umweltschutz. Unia Schweiz, 2019-12-07.
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28.11.2019 Schweiz
Uber
Unia Schweiz

Medienkonferenz
Uber
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Plattform-Arbeit: So müssen die Behörden die „Uberisierung“ stoppen. Medienkonferenz: Dienstag, 3. Dezember 2019, 9.30 Uhr, Welle 7, Schanzenstrasse 5, 3008 Bern (Raum-Nr. auf Screen im Eingangsbereich). Sehr geehrte Medienschaffende. Das Auftreten von Plattformen-Unternehmen hat einschneidende Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Plattform-Beschäftigte arbeiten oft, wie z.B. bei Uber, als Scheinselbständige ohne Versicherungsschutz – mit gravierenden Auswirkungen. Die Medienkonferenz am 3. Dezember bietet Hintergründe zu arbeits- und sozialversicherungsrechtlichen Fragen rund um die Plattform-Beschäftigung. Erfahren Sie, welche Behörden von Gesetzes wegen aktiv werden müssten, um der „Uberisierung“ Einhalt zu gebieten, und wie der Schutz der Arbeitnehmenden verbessert werden kann. Prof. Kurt Pärli, Professor für soziales Privatrecht an der Universität Basel, stellt seine neue Publikation „Arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Fragen der Sharing Economy“ (Schulthess Verlag) vor. Er umreisst die Auswirkungen einer Einstufung von Plattform-Beschäftigten als Selbständige oder Unselbständige und zeigt, dass sowohl Beschäftigte als auch Sozialversicherungen ein grosses Interesse an der Einstufung von Plattform-Arbeitenden als Unselbständige bzw. Angestellte haben. Unia-Präsidentin Vania Alleva analysiert die neuen Erkenntnisse aus gewerkschaftlicher Sicht. (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, 28.11.2019.
Unia Schweiz > Uber. Medienkonferenz. Unia Schweiz, 2019-11-28.
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27.11.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Hauslieferdienst
Konsultationsverfahren
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Einstellung des Dumping-Lieferdienstes „Amigos“. „Amigos“: Migros darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen. Die Migros will ihren Dumping-Lieferdienst „Amigos“ per 11. Dezember einstellen. Dies teilte sie heute ihren „Bringern“ (so heissen die Lieferant/innen) mit. Die Unia begrüsst die Einstellung des Dienstes, der auf scheinselbständiger Arbeit und Dumpinglöhnen beruht. Die Migros darf sich aber nicht aus der Verantwortung stehlen. Sie schuldet den Lieferant/innen Löhne, Auslagenersatz für die Nutzung privater Geräte und Sozialversicherungsbeiträge. Zudem muss die Migros ein Konsultationsverfahren einleiten, da es sich um eine Massenentlassung handelt.Seit eineinhalb Jahren lässt die Migros mit der Plattform „Amigos“ scheinselbständige „Bringer“ Einkäufe ausliefern. Diese erhalten einen Dumpinglohn von 7.90 Franken pro gelieferte Einkaufstasche und sind ohne Unfall-, Krankentaggeld- oder Altersversicherung unterwegs. Die Einstellung dieses Dienstes beendet einen unhaltbaren Zustand. Migros muss nachbezahlen. Für die Migros ist die Geschichte aber nicht erledigt, wenn sie den Dienst einstellt. Sie schuldet den Lieferant/innen auch rückwirkend die Differenz zu einem anständigen Lohn (Richtwert muss der GAV-Lohn der Migros sein), Auslageersatz für die Nutzung privater Geräte (Mobiltelefon) und Fahrzeuge sowie AHV-Beiträge, sofern die Lieferant/innen die Einkommensschwelle von 2'300 Franken pro Jahr überschreiten oder die Entrichtung von Beiträgen wünschen. Gesetz schreibt Konsultationsverfahren vor. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.11.2019.
Unia Schweiz > Migros. Hauslieferdienst. Unia Schweiz, 2019-11-27.
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18.11.2019 Rheinfelden
Feldschlösschen AG
Unia Schweiz

Feldschlösschen AG
Lohnerhöhungen
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Unia und Feldschlösschen einigen sich bei Lohnverhandlungen. Feldschlösschen erhöht erneut die Löhne. Feldschlösschen hat sich mit der Unia und der Betriebskommission im Rahmen der jährlichen Lohnverhandlungen in einem konstruktiven Dialog geeinigt: Anfang 2020 steigt die Lohnsumme bei Feldschlösschen um 0,75 Prozent. Die Nominallohnerhöhungen erfolgen individuell. Der Mindestlohn steigt um 100 Franken. Der Mutterschaftsurlaub wird ab dem 3. Dienstjahr um zwei Wochen erhöh. Die Lohnsumme für die rund 600 Mitarbeitenden, die dem Feldschlösschen-Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind, wird per 1. Januar 2020 um 0,75 Prozent erhöht und wird für individuelle Lohnerhöhungen zur Verfügung gestellt. Anpassungen beim Mindestlohn, Mutterschaftsurlaub und Pensionskassen-Sparbeiträgen. Bei den diesjährigen Lohnverhandlungen wurde die Thematik des Mindestlohnes und eine weitere Verbesserung des Mutterschaftsurlaubs diskutiert. Die Unia und Feldschlösschen einigten sich darauf, den Mindestlohn von heute 4'100 Franken auf neu 4'200 Franken anzuheben. Neu haben Mitarbeiterinnen ab dem 3. Anstellungsjahr Anspruch auf 16 Wochen Mutterschaftsurlaub. Beide Änderungen treten ab 1. Januar 2020 in Kraft. Für die Pensionskasse werden ab 1. Januar 2020 die Sparbeiträge um 10 Prozent erhöht. Die Erhöhung wird entsprechend der generellen Beitragsaufteilung zu 60 Prozent vom Unternehmen getragen. (…).
ikation Feldschlösschen,
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 18.11.2019.
Unia Schweiz > Feldschloesschen. Lohnerhoehungen. Unia Schweiz, 2019-11-18.
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