Gewerkschaftschronik
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15.06.2021 Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Petitionen
Volltext
DPD-FahreIinnen fordern in Petition endlich Gespräche. Petitions-Übergabe und Point de presse: Donnerstag, 17. Juni 2021, 10.00 Uhr, Hauptsitz von DPD (Schweiz) AG, Mülibachstrasse 41, 8107 Buchs ZH
Sehr geehrte Medienschaffende
Im Februar wurden gravierende Missstände beim Paketlieferdienst DPD publik. Trotz der grossen öffentlichen Aufmerksamkeit hat sich seither wenig verbessert. DPD streitet in Medienberichten jede Verantwortung ab und verweist auf die Subunternehmen, die jedoch de facto komplett von DPD abhängig sind. Die Beschäftigten der DPD-Subunternehmen wenden sich deshalb mit einer Petition an DPD-CEO Tilmann Schultze. Darin fordern sie:
die Erfassung und Bezahlung aller geleisteten Arbeitsstunden, auch in der Vergangenheit;
sofortige Verhandlungen mit den Fahrer*innen und der Gewerkschaft Unia über den bereits im Februar bei DPD deponierten Forderungskatalog;
den Respekt der Gewerkschaftsrechte und das Ende der Drohungen gegen aktive Beschäftigte.
Wir laden Sie ein, der Übergabe der Petition an DPD beizuwohnen und darüber zu berichten. Anlässlich der Übergabe informieren wir Sie an einem Point de presse über die wichtigsten Entwicklungen im Konflikt bei DPD seit Februar.

Für Rückfragen: Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia

Unia Schweiz, Medieneinladung, Unia Schweiz, 2021-06- 15
Unia Schweiz > DPD. Petition. Unia Schweiz 2021-06-15
21.05.2021 Schweiz
Uber
Unia Schweiz

Gastgewerbe
Löhne
Volltext
Gutachten zur GAV-Anwendung bei Uber Eats. KurierInnen von Uber Eats: Löhne und Arbeitszeit nach L-GAV des Gastgewerbes. Ein neues Gutachten zeigt, dass für die Kurierinnen des Essenslieferanten Uber Eats die Löhne und Arbeitszeiten des Landes-Gesamtarbeitsvertrags des Gastgewerbes (L-GAV) gelten müssen. Das Genfer Verwaltungsgericht hat am 29. Mai 2020 in einem Urteil festgehalten, dass Uber Eats Personalverleih betreibt, indem die Kurier*innen an Restaurants verliehen werden. Damit bestätigte das Gericht eine Verfügung des Genfer Arbeitsamtes vom 11. Juni 2019. Die Kurier*innen sind somit als Arbeitnehmende mit allen damit verbundenen Rechten zu betrachten. Die Uber-Mär von der angeblichen «Selbständigkeit» der KurierInnen ist also längst hinfällig. Am 10. Dezember 2020 verfügte zudem die Eidgenössische Postkommission (PostCom) im Zusammenhang mit Uber Eats, dass die Uber Portier B.V. als meldepflichtige Anbieterin von Postdienstleistungen gelte und die branchenüblichen Arbeitsbedingungen einhalten müsse. Damit verbunden ist die Pflicht, geltende Gesamtarbeitsverträge anzuwenden oder mit den Sozialpartnern über einen GAV zu verhandeln. Gutachten: Es gelten Löhne und Arbeitszeit des Gastgewerbes. In einem neuen Gutachten zeigt der Prof. Kurt Pärli von der Universität Basel auf, was diese Konstellation für die Anwendbarkeit von Gesamtarbeitsverträgen und somit für die Löhne und Arbeitsbedingungen der Kurier*innen von Uber Eats bedeutet. Pärli kommt zum Schluss, dass für die Kurier*innen der allgemeinverbindliche GAV Personalverleih (GAV PV) und der ebenfalls allgemeinverbindliche Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes (L-GAV) anwendbar sind. Bei den Löhnen und Arbeitszeiten gelten aufgrund von Art. 3 GAV PV die Bestimmungen des L-GAV des Gastgewerbes. Das bedeutet konkret einen Stundenlohn von über 23 Franken (inkl. Anteile für 13. Monatslohn, Ferien und Feiertage) und eine Höchstarbeitszeit von 42 Stunden pro Woche. Genfer Modell von Uber Eats wohl illegal. Als Reaktion auf das Urteil des Genfer Verwaltungsgerichts hat Uber Eats im letzten September seine Kurier*innen über die Drittfirma Chaskis SA anstellen lassen. Weil laut rbeitsvermittlungsverordnung (AVV) der Weiterverleih von Personal verboten ist, muss diese Konstellation von Uber, Chaskis und den Restaurants als Einsatzbetrieben als illegal betrachtet werden. Uber muss seine Verantwortung als Arbeitgeber selber wahrnehmen bzw. von den Behörden dazu gezwungen werden.
Für Rückfragen:
Véronique Polito, Mitglied Geschäftsleitung Unia und Verantwortliche Personalverleih
Mauro Moretto, Verantwortlicher Gastgewerbe Uni
Roman Künzler, Verantwortlicher Logistik & Transport Unia
Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 21.5.2021
Unia Schweiz > Uber. Löhne. Unia Schweiz, 2021-05-21.
Ganzert Text
21.05.2021 Schweiz
Unia Schweiz

Strike for future
Volltext
Die Unia am Strike for Future. Zeit für den ökosozialen Umbau! Ökologischer Umbau kann nur zusammen mit einem gesellschaftlichen Umbau für mehr soziale Gerechtigkeit funktionieren. Dafür gehen heute Klima-Aktivist*innen und Gewerkschafter*innen gemeinsam auf die Strasse. Der sich zuspitzende Klimanotstand ist das Resultat einer ungezügelten, erdölbasierten Profitwirtschaft. Und er ist Ausdruck extremer Ungleichheit: Die reichsten 10 Prozent der Welt verursachen über die Hälfte aller Treibhausgasemissionen. Umgekehrt leiden die Menschen in den ärmeren Ländern sowie die einfachen Arbeitnehmenden und die sozial Schwächeren in Ländern wie der Schweiz am meisten unter den Folgen: Fernab von klimatisierten Büros sind Arbeitende z.B. auf dem Bau, im Gartenbau oder im Gastgewerbe der zunehmenden Hitze zuvorderst ausgesetzt. Niemand wird zurückgelassen. An einem Umbau der Wirtschaft in Richtung nachhaltige Produktion und Mobilität führt darum kein Weg vorbei. Dieser Umbau darf aber auf keinen Fall auf Kosten der sozial Schwächeren gehen. Wer heute schon wenig verdient und in prekären Arbeitsverhältnissen um die Existenz kämpfen muss, darf sicher nicht auch noch mit unsicheren Zukunftsperspektiven und Arbeitsplatzverlust den Preis für die Klimawende bezahlen. Ökologischer Umbau kann nur zusammen mit einem gesellschaftlichen Umbau für mehr soziale Gerechtigkeit funktionieren. Deswegen fordert die Unia heute am Strike for Future gemeinsam mit der Klimastreikbewegung:Investitionen in die die Schaffung von nachhaltigen, gesunden und stabilen Arbeitsplätzen in der „Green Economy“.Eine Stärkung des Service public, insbesondere im Transportwesen und im Energiesektor. Eine Verkürzung der Arbeitszeit bei vollem Lohnausgleich für die unteren und mittleren Einkommen: So reduzieren wir unseren ökologischen Fussabdruck und steigern zugleich die Lebensqualität um ein Vielfaches. Niemand wird zurückgelassen: Ökosozialer Umbau heisst Überwindung der Arbeitslosigkeit mit Aus- und Weiterbildungsoffensiven und einem öffentlich finanzierten Angebot für sinnvolle, grüne Jobs. Unia-Aktionen in der ganzen Schweiz. Die Unia ist an Mobilisierungen des Strike for Future in der ganzen Schweiz dabei. In Neuchâtel und in Fribourg sprechen im Anschluss an den Klima-Alarm um 11.59 Uhr Unia-Mitglieder (Place Georges-Python in Fribourg und Place Pury in Neuchâtel) und in Bern zeigen in der Unia organisierte GärtnerIinnen, was sie in ihrem Beruf für eine klimagerechte und nachhaltige Zukunft leisten – und wie wir alle mitmachen können: „Der beste Zeitpunkt einen Baum zu pflanzen, war vor 20 Jahren. Der nächstbeste ist jetzt!“ (Bahnhof Bern beim Baldachin, ab 11Uhr). Bereits im Vorfeld des Strike for Future haben Klimastreikende in Begleitung der Unia Baustellen besucht und sind mit den ArbeiterIinnen in Gespräche getreten über die Verbindung ökologischer und sozialer Kämpfe. «Diese Begegnungen waren sehr interessant. Die Klimastreikenden haben ein ausgeprägtes Bewusstsein für soziale Fragen und verstehen die besonderen Herausforderungen der Arbeitswelt. Und die Bauarbeiter sind von der Klimakrise direkt betroffen und nehmen diese sehr ernst. Das ist eine gute Grundlage für eine verstärkte Zusammenarbeit, auch über den 21. Mai hinaus», sagt François Clément, Co-Regionalsekretär der Unia Fribourg.
a
Unia Schweiz, Medienmitteilung, Unia Schweiz, 2021-05-21
Unia Schweiz > Strike for future.. Unia, 2021-05-21
Ganzer Text
12.05.2021 Schweiz
Personen
Pflegepersonal
Unia Schweiz
Véronique Polito
Aktionstag
Pflegepersonal
Volltext
Internationaler Tag der Pflege.. Pflegende setzen ein starkes Zeichen für bessere Arbeitsbedingungen. Pflegende in der ganzen Schweiz fordern heute mit Strassenaktionen und „Walks of Care“ bessere Arbeitsbedingungen in ihrer Branche. Ein Jahr nach dem Applaus hat sich noch immer nichts verändert. Die Unia fordert endlich einen verstärkten Gesundheitsschutz, Investitionen ins Personal und eine solidarische, faire Pflegefinanzierung, die gute Arbeitsbedingungen und eine gute Pflege überhaupt ermöglicht. Mehr als ein Jahr dauert die Corona-Pandemie nun schon an. Spätestens seitdem ist allgemein bekannt: Die Pflegenden sind überlastet, es herrscht akuter Personalmangel, viele werden krank und steigen aus dem Beruf aus. Probleme, die bereits lange vor der Pandemie bestanden und sich nun noch zuspitzen. Vor einem Jahr hat die Bevölkerung fleissig auf den Balkonen geklatscht und dem Pflegepersonal ihre Dankbarkeit ausgedrückt. Eine schöne Geste, aber geändert hat das am Berufsalltag der Pflegenden nichts Höchste Zeit für gute Arbeitsbedinngunge. «Seit Jahren wissen wir, dass fast die Hälfte der Pflegenden wegen den schwierigen Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Problemen den Beruf wieder verlassen. Es ist ein Skandal, dass die Politik es immer wieder verpasst hat, konkrete Massnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen zu beschliessen!», so Véronique Polito, Geschäftsleitungsmitglied Unia. Die Pflegenden stehen deshalb am heutigen Internationalen Tag der Pflege erneut auf der Strasse und fordern gemeinsam mit der Unia: Einen verstärkten Gesundheitsschutz über die Krise hinaus. Investitionen ins Personal: höhere Stellenschlüssel und mehr Lohn. Eine solidarische, faire Pflegefinanzierung, die gute Arbeitsbedingungen und eine gute Pflege überhaupt ermöglicht. Die Umsetzung der Pflegeinitiative. Aktionen und“Walks of Care“ in der ganzen Schweiz. In der ganzen Schweiz finden heute Aktionen statt, mit denen die Pflegenden auf ihre Anliegen aufmerksam machen. Dies selbstverständlich unter Einhaltung der geltenden Corona-Bestimmungen. In vielen Regionen wurden diese auch im Bündnis «Gemeinsam mit dem Gesundheitspersonal» zusammen mit VPOD, SBK und Syna sowie mit dem Verein Pflegedurchbruch organisiert, mit welchen die Unia bereits am 31. Oktober letzten Jahres auf die schwierige Situation in den Pflegeberufen aufmerksam gemacht hatte.
Für Rückfragen:
Véronique Polito, Geschäftsleitungsmitglied Unia
Samuel Burri, Co-Branchenverantwortlicher Pflege Unia
Silja Kohler, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, Unia, 12.5.2021.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Aktionstag. Unia, 2021-05-12.
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10.05.2021 Schweiz
Jugend
Unia Schweiz

Strike for future
Volltext
Unia Jugend und Strike for Future: wir kämpfen gemeinsam! Unia Jugend und Strike for Future: Wir kämpfen gemeinsam! Die Jugendkonferenz der Unia hat sich pandemiebedingt online getroffen. Im Zentrum stand ein neues Positionspapier zum Strike for Future. Die Gewerkschaftsjugend fordert darin eine aktive Rolle von Arbeitnehmenden und ihren Gewerkschaften bei der Bewältigung der Klimakrise und solidarisiert sich mit dem Strike for Future.Keine individualistischen Lösungen Die Wirkung von Lösungsansätzen, die allein das individuelle Verhalten im Blick haben, ist beschränkt. Laut der Unia Jugend braucht es einen Wandel des politischen und wirtschaftlichen Systems, um den Verheerungen der Klimakrise zu begegnen: «Öko-Kapitalismus ist keine Option». So wie im kapitalistischen Alltag der Widerspruch zwischen Lohnarbeitenden und Besitzenden verlaufe, so entwickle sich auch die Klimakrise entlang dieser Trennlinie. Wer ökonomisch abhängig und sozial diskriminiert ist, ist auch von den Folgen der Klimakrise tendenziell stärker betroffen. Volle Unterstützung für den Strike for Future. Der Streik ist ein wichtiges Mittel der Gewerkschaftsarbeit. Es ist erfreulich, dass die Klimabewegung den Streik als Aktionsform für sich entdeckt hat. In diesem Sinne zielt die Unia Jugend auf eine zunehmende Verbindung gewerkschaftlicher und klimabewegter Aktionen. Nur mit permanentem Druck und Kampf von unten können die dringend notwendigen Massnahmen gegen die Klimakrise durchgesetzt werden – Massnahmen, die sich gegen die Interessen des Kapitals wenden müssen. Klimakampf ist Klassenkampf. Der Strike for Future ist in den Augen der Unia Jugend eine «wichtige Etappe im Kampf um eine intakte und lebenswerte Welt». Die Arbeitnehmenden und die Gewerkschaften sollen dabei eine zentrale Rolle spielen. Denn nur mit dem kollektiven Kampf der Beschäftigten könne der Kampf um unsere Zukunft gewonnen werden.
Unia Schweiz, 10.5.2021.
Unia Schweiz > Jugend. Strjke for future. Unia Schweiz, 2021-05-10.
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10.05.2021 Schweiz
Jugend
Unia Schweiz

Strike for future
Volltext
Strike for Future am 21. Mai! Medienkonferenz vom 10. Mai 2021 zum Strike for Future, Ende. nächster Woche ist es soweit und wir gehen am Aktions- und Streiktag Strike for Future für Klimagerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft auf die Strasse – schweizweit, dezentral, vielfältig! An einer Medienkonferenz haben verschiedene Vertreter*innen der Strike for Future-Bewegung das Programm vorgestellt. Natürlich war auch die Unia mit dabei. Denn: ökologische und soziale Krisen haben gemeinsame Ursachen und müssen zusammen angegangen werden! Ökosozialer Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft. Ein nachhaltiger Umgang mit natürlichen Ressourcen und ein Wirtschaftssystem, das die Interessen der Arbeitenden und nicht einiger weniger Aktionäre in den Vordergrund stellt, gehören zu den Grundanliegen der Gewerkschaft Unia. Die Unia setzt seit ihrer Gründung für den ökosozialen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft ein. Arbeitnehmende von Klimaerhitzung besonders betroffen. Die Klimaerhitzung trifft die Menschen auch in der Schweiz höchst unterschiedlich: Arbeitende auf dem Bau, im Gartenbau oder im Gastgewerbe sind der zunehmenden Hitze zuvorderst ausgesetzt; sie arbeiten nicht in klimatisierten Büros. Und wer wenig Geld hat, kann sich nicht in gekühlte Wohnungen und lauschige Gärten zurückziehen. Unsicherer Zukunftsperspektiven. Auch eine Politik, die die Klimakrise einfach passieren lässt, bedroht die Arbeitnehmenden zuerst. Sie lässt die Menschen allein zurück mit unsicheren Zukunftsperspektiven, mit der Angst vor zunehmend gefährlicher Arbeit oder vor dem Verlust des Arbeitsplatzes. Dieser Probleme müssen wir uns als Gewerkschaft annehmen. Packen wir die grosse Chance! Die neue Klimabewegung, die vor rund zwei Jahren auf den Plan getreten ist, hat das Ziel die Rettung des Klimas von Beginn weg mit dem Kampf um ein würdiges Leben für alle verbunden. Gerade jetzt, wo wir durch die Corona-Krise massiv erschüttert wurden, gilt es, die Kräfte zu bündeln und auf eine solidarische und nachhaltige Zukunft hinzuarbeiten. Alle an den Strike for Future! Deshalb ist klar: Die Unia unterstützte den Strike for Future und ist am 21. Mai mit verschiedenen regionalen Aktionen dabei!
Unia Schweiz, 10..5.2021.
Unia Schweiz > Jugend. Streike for Future. Unia, 2021-05-10-1
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01.05.2021 Schweiz
1. Mai Schweiz
Unia Schweiz

1. Mai Schweiz
Volltext
Mai 2021: Die Antwort heisst soziale Sicherheit und Solidarität Zeit für die soziale Wende. Die Covid-Pandemie ist keine soziale «Gleichmacherin». Im Gegenteil: Während die Börsen boomen und Kapitalgewinne regelrecht explodieren, drohen breite Schichten zu verarmen. Darum braucht es jetzt einen Plan für soziale Gerechtigkeit. Auch in der Schweiz. Dafür sind wir am heutigen 1. Mai unterwegs. Sozial schlechter gestellte Menschen haben ein höheres Infektions- und Sterberisiko und erleiden wirtschaftlich umso grössere Einbussen, je weniger Einkommen sie haben. Das zeigt sich in Tausenden von Beratungsgesprächen in den Sekretariaten der Unia, und das belegen inzwischen mehrere wissenschaftliche Studien auch für die Schweiz. Corona-Krise trifft Arbeitnehmende hart Besonders hart ist die Lage für jene mit einem Einkommen unter 4'000 Franken: Sie haben im Schnitt einen Fünftel ihres Einkommens eingebüsst. Allein in Gastgewerbe und Hotellerie sind zehntausende Arbeitsplätze akut gefährdet, und jeder 5. Betrieb rechnet damit, die nächsten Monate nicht zu überleben. Gesundheitsrisiken und wirtschaftliche Einbussen führen bei sozial Schwächeren auch zu grösseren psychischen Belastungen. Je länger die Krise dauert, umso sozial schlechter geht es ihnen. Aber auch Arbeitnehmende in vermeintlich Covid-sicheren Jobs in sogenannt essenziellen Berufen leiden unter besonderen Belastungen. Als die Pandemie im Frühling vergangenen Jahres einen ersten Höhepunkt erreichte und sich die Intensivstationen füllten, leisteten die Beschäftigten in der Pflege, im Verkaufs und der Logistik ohne Murren Überstunden, damit unser Leben weitergehen konnte. Dafür ernteten sie viel Applaus. Applaus und sonst – mit Ausnahme einiger mickriger Prämien im Gesundheitswesen und im Verkauf: nichts. Auch diese vermeintlichen „Held*innen“ der ersten Stunde sind Corona-Opfer, über die Arbeitgeber und Behörden lieber nicht reden wollen. Voller Lohnersatz, mehr GAV und Mieterlasse für geschlossene Betriebe Die Covid-Pandemie hat sich bisher nicht als grosse Gleichmacherin entwickelt, sondern im Gegenteil als soziale Spalterin. Politik und Sozialpartner müssen dem nun entschieden entgegenwirken. Wir fordern: Mehr sozialen Ausgleich: Die Unia fordert eine Aufstockung des Lohnersatzes bei Kurzarbeit auf 100% für Löhne bis 5'000 Franken netto. Der vom Parlament beschlossene Lohnersatz nur bis 3'470 Franken brutto und bloss 80% ab 4'340 Franken ist einfach zu wenig.  Mehr allgemeinverbindliche Branchen-Gesamtarbeitsverträge, mit anständigen Mindestlöhnen und erträglichen Arbeitsbedingungen - besonders in den kaum regulierten «essenziellen» Berufen des Dienstleistungssektors. Mieterlasse für geschlossene Betriebe. Die Immobilienbranche bereichert sich heute auf Kosten der aufgrund der Pandemie geschlossenen Betriebe und des Steuerzahlers; den Betrieben droht währenddessen der Konkurs, den Angestellten die Entlassung. Das Parlament muss auf seinen Entscheid zurückkommen und die Immobilienbranche zu Mieterlassen von mindestens 33% verpflichten. Es ist alles nur eine Frage politischen Willens. Von guten Arbeitsbedingungen und solidarischen Massnahmen profitieren letztlich auch die Unternehmen. Und Geld für die Finanzierung des dringend nötigen sozialen Ausgleichs wäre in der Schweiz mehr als genug vorhanden.
Weitere Informationen: ind Vania Alleva, Präsidentin Unia
Serge Gnos, Leiter Kommunikation
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 1.5.2021.
Unia Schweiz > 1. Mai 2021. Unia Schweiz, 2021-05-01.
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01.05.2021 Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
DPD
Volltext
1. Mai: DPD-Fahreinnen versammeln sich in Bern. Am heutigen Tag der Arbeit haben sich zahlreiche Fahrerinnen von DPD in Bern versammelt. Sie bekräftigen ihre Forderungen: Bezahlung aller Überstunden, Schluss mit dem übermässigen Stress und ein Ende der Repression. An der Versammlung der nationalen Arbeitnehmenden-Komitees „Respect@DPD“ war die Entschlossenheit gross: Die Fahrerinnen aus allen Landesteilen der Schweiz wollen endlich fair behandelt und bezahlt werden. Sie planen weitere Aktivitäten für die nächsten Wochen. Missstände bleiben, Fahrerinnen organisieren sich. Nach wie vor leisten DPD-Fahrer*innen unzählige Überstunden, ohne dass sie dafür bezahlt werden. Auch weitere Missstände wie krankmachende Belastung, Überwachung, Verstösse bei Nachtarbeit und Ruhezeiten und die Verletzung von Gewerkschaftsrechten bestehen immer noch. DPD weigert sich bisher, mit den Arbeitnehmenden und der Unia über eine Lösung zu verhandeln. Doch heute sind immer mehr Fahrer*innen in der Gewerkschaft organisiert und nicht mehr bereit, dies alles hinzunehmen. Grosse Unterstützung der Öffentlichkeit. Nachdem die Unia im Februar die skandalösen Arbeitsbedingungen im «System DPD» öffentlich gemacht hat, ist der Paketdienst unter Druck. Mitte Februar wendeten sich 100 Persönlichkeiten in einem offenen Brief an DPD-CEO Tilmann Schultze und forderten die sofortige Behebung der Missstände. Die Fahrerinnen freuen sich: «Diese öffentliche Unterstützung gibt uns Mut, weiterzukämpfen», sagt Samir, ein Chauffeur.
Unia Schweiz, 1.5.2021
Unia Schweiz > DPD Arbeitsbedingungen. . Unia Schweiz, 2021-05-01.
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28.04.2021 Schweiz
Löhne
Migros
Unia Schweiz

Aktionstag
Lohnerhöhungen
Volltext
Migros-Aktionstag: Personal verdient höhere Löhne und einen GAV für alle. Das Migros-Motto „einfach gut leben“ muss auch für die Mitarbeitenden gelten!. Seit Beginn der Pandemie arbeitet das Migros-Personal hart, um die Grundversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Die Migros hat die Früchte dieser Arbeit geerntet: Im Jahr 2020 ist ihr Gewinn deutlich gestiegen! Doch die Löhne steigen weniger als anderswo, die Arbeit ist zunehmend stressig und immer weniger Menschen sind durch den Migros-GAV geschützt. Deshalb fordern die Migros-Angestellten gemeinsam mit der Unia heute an einem Aktionstag höhere Löhne und einen guten GAV für alle Mitarbeitenden. Dank des unerschöpflichen Einsatzes der Mitarbeitenden in den Migros-Filialen, in der Logistik und in der Produktion hat die Migros im Jahr 2020 ein gutes Ergebnis erzielt. Dank dem Personal ist die Versorgung der Bevölkerung gesichert. Hinzu kommt, dass das Migros-Personal dieses Kunststück mit immer weniger Kolleg*innen geschafft hat: Im vergangenen Jahr wurden in den Genossenschaften rund 1500 Arbeitsplätze gestrichen. Dadurch wird für das verbleibende Personal der Arbeitsalltag immer hektischer und stressiger. Einsatz des Personals wird kaum belohnt. Der Dank der Migros an ihr Personal lässt zu wünschen übrig: Die Lohnerhöhungen sind seit Jahren die niedrigsten im Lebensmittelsektor. Die Höhe der Corona-Prämie entspricht weder dem grossen Einsatz des Personals noch dem Umsatz der Migros. Immer mehr Angestellte werden vom Schutz des Migros-GAV ausgeschlossen und haben prekäre Arbeitsverträge. Einfache und klare Forderungen. Für die Unia muss das Migros-Motto «einfach gut leben» auch für die Mitarbeitenden gelten! Es braucht daher: • Höhere Löhne für alle. Einen guten GAV, der alle Mitarbeitenden schützt. 100 Prozent Lohnentschädigung bei Kurzarbeit. Prekarisierung stoppen: Stopp Franchising und Auslagerung von Dienstleistungen. Stopp Kündigungen. Aktionen in Migros-Filialen und –Unternehmen. Heute ist „International Workers’ Memorial Day“. Er soll auch daran erinnern, dass es die am schlechtesten bezahlten Mitarbeitenden waren, die das Unternehmen während der Pandemie am Laufen hielten. Anlässlich dieses Tages war die Unia in ca. 50 Filialen in der ganzen Schweiz präsent. Sie verteilte Handcremes mit dem Slogan: „Wir wollen mehr als kosmetische Verbesserungen!“ an die Verkäuferinnen und lud die Kundschaft ein, sich online mit den oben genannten Forderungen zu solidarisieren. Es braucht bei der Migros endlich höhere Löhne und einen GAV für alle!
Unia, 28.4.2021
Unia > Migros. Löhne. Aktionstag. Unia, 2021-04-28
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15.04.2021 Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
DPD
Volltext
Wegen Missständen bei Paketdienst: 100 Persönlichkeiten fordern: Respekt für DPD-Kurierinnen. Die Arbeitsbedingungen der Paketzusteller*innen von DPD sind miserabel. Das hat der Unia-Report «Das System DPD» im Februar aufgezeigt. Jetzt wenden sich 100 Schweizer Persönlichkeiten an den CEO von DPD Schweiz und fordern Respekt für die Kurier*innen. Die Unia verlangt von DPD sofortige Verhandlungen. Die Missstände bei DPD sind massiv: überlange Arbeitstage, unbezahlte Überstunden, riesiger Stress. Gesetzliche Bestimmungen werden reihenweise nicht eingehalten. Obwohl Hunderte Fahrer*innen von DPD Verhandlungen gefordert haben, weigert sich das Unternehmen, mit den Arbeitnehmenden und der Gewerkschaft Unia an einen Tisch zu sitzen. Stattdessen schiebt DPD die Verantwortung auf die Dutzenden Subunternehmen, die im «System DPD» die direkten Arbeitgeber der Fahrer*innen sind. Ein breiter gesellschaftlicher Aufruf. Jetzt schalten sich rund 100 Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport ein. Sie unterstützen das nationale Komitee der DPD-Fahrer*innen und Logistiker*innen und richten einen offenen Brief an DPD-CEO Tilmann Schultze. Sie fordern, dass der Paketdienst die Gesetze einhält und DPD mit den Kurier*innen und ihrer Gewerkschaft über faire Arbeitsbedingungen verhandelt. Ihre Botschaft ist deutlich: „Gerne nutzen wir die Dienste von DPD, um Pakete nach Hause geliefert zu bekommen. Doch wir wollen, dass die Kurier*innen für ihre Arbeit korrekt entlöhnt und fair behandelt werden.“. Kein Profit mit Dumping. Die Einhaltung der Gesetze, Verhandlungen mit der Gewerkschaft und ein Ende der Repression gegen die Arbeitnehmenden seien «das absolute Minimum, das die Paket-Lieferanten und Logistikerinnen zurecht erwarten», sagt Unia-Präsidentin Vania Alleva, die den offenen Brief initiiert hat. DPD, ein Tochterunternehmen der französischen Post, dürfe nicht mit unlauteren Dumpingmethoden Profite einfahren, bekräftigt Pierre-Yves Maillard, Präsident des Schweizerischen Gewerkschafsbundes und Nationalrat, der Ende März im Parlament eine Interpellation zu den Missständen bei DPD eingebracht hat. Gregor, ein Paketkurier vom Komitee „Respect@DPD“, fügt hinzu: „Momentan können wir uns als Gewerkschafterinnen bei DPD nicht zu erkennen geben, wenn wir unseren Job behalten wollen. Zuerst zahlen sie während Corona hunderttausende von Überstunden nicht – und jetzt will die DPD-Geschäftsleitung nicht einmal mit uns reden? Wir sind dankbar für die öffentliche Unterstützung, und werden uns weiterhin für unsere Rechte einsetzen» Verhandlungen jetzt!. Die Gewerkschaft Unia ist erfreut über den grossen gesellschaftlichen Rückhalt, den die Anliegen der Paketzusteller*innen haben. Sie verlangt von DPD unverzügliche Gespräche darüber, wie die Gesetzesverletzungen beendet werden können. Zudem müssen die Löhne für die in der Vergangenheit geleistete Gratisarbeit den Fahrer*innen nachbezahlt werden.
Für Rückfragen:
Roman Künzler, Verantwortlicher Logistik und Transport Unia
Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.4.2021
Unia Schweiz > DPD. Arbeitsbedingungen. Unia, 2021-04-15
10.04.2021 Schweiz
EU
Unia Schweiz

EU
Migranten
Volltext
„Wir alle sind Migrantinnen“ konstatierte die Unia schon 2016. An dem hat sich nichts geändert. Unia-Migrationskonferenz: Für ein Europa der sozialen Gerechtigkeit. Die Pandemie macht die rechtliche, wirtschaftliche und soziale Verletzlichkeit vieler Migrant*innen sichtbar. An der Unia-Migrationskonferenz fordern die Delegierten von der Politik, die sozial Schwächsten zu schützen, statt zu stigmatisieren. Sie lehnen ausserdem die geplanten Verschärfungen im Ausländergesetz ab und unterstützen die Petition «Armut ist kein Verbrechen». Zudem bekräftigen sie die Forderung nach guten Beziehungen zur EU mit einem starken Lohnschutz. Die Pandemie zeigt, wie entscheidend die Arbeit von Migrant*innen für unsere Grundversorgung ist. Doch sei es in der Pflege, im Verkauf oder in der Logistik: Ihre Löhne sind schon zu normalen Zeiten tief und sie leben vielfach unter prekären Bedingungen. Auch ihre Aufenthaltssicherheit steht permanent unter Beschuss. Anerkennung? Fehlanzeige!. Armut statt Arme bekämpfen. Geraten Menschen ohne Schweizer Pass in eine finanzielle Notlage, kann das für sie drastische Folgen haben: Im Extremfall droht ihnen gar der Verlust des Aufenthaltsrechts. In einer Resolution fordert die Unia-Migrationskonferenz das Ende dieser diskriminierenden Praxis und unterstützt einstimmig die Petition „Armut ist kein Verbrechen“. Statt Migrant*innen zu stigmatisieren brauchen sie einen Zugang zu den Sozialversicherungen ohne Angst vor Sanktionen. Niemand soll Sozialhilfe beziehen müssen – und befürchten, dies auch noch mit dem Verlust von Rechten zu bezahlen. Lohnschutz: gleiche Rechte für alle Arbeitnehmenden. Die Delegierten lehnen die geplanten Verschärfungen im Ausländergesetz ab und bekräftigen ihre Forderung nach guten Beziehungen mit der EU. In Hinblick auf ein Rahmenabkommen hat der Schutz der Löhne und der Arbeitsbedingungen Priorität. Es braucht starke Arbeitnehmendenrechte – für alle!
Unia Schweiz, 10.5.2021
Unia Schweiz > Migration. EU. Unia Schweiz, 2021-05-10.
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26.03.2021 Schweiz
Unia Schweiz

Aktionstag
Pflegepersonal
Volltext
Am 12. Mai ist internationaler Tag der Pflege. Pflegende am Limit: Am 31. Oktober 2020 trafen sich Pflegende auf dem Bundesplatz zu einer grossen gemeinsamen Protest-Aktion. Die Probleme sind spätestens seit der Pandemie allen bekannt: Es herrscht akuter Personalmangel, ihr seid überlastet, werdet krank und viele steigen aus dem Beruf aus. Eure Löhne entsprechen nicht der hohen Verantwortung und Leistung, die ihr täglich erbringt. Macht mit beim Tag der Pflege! Zeigen wir Politik und Arbeitgebern, dass es höchste Zeit ist für gute Arbeitsbedingungen. Auch in Pflegeheimen! Sicherheit, Respekt, Solidarität! Die Pflegenden erwarten jetzt Einen verstärkten Gesundheitsschutz über die Krise hinaus. Investitionen ins Personal: mehr bezahlte Weiterbildungen auf allen Stufen, höhere Stellenschlüssel und mehr Lohn. Eine solidarische, faire Pflegefinanzierung, die gute Arbeitsbedingungen und damit eine gute Pflege überhaupt ermöglicht. Ein klares Ja zur Pflegeinitiative! Mach mit bei der Pflege-Aktion in deiner Region In verschiedenen Regionen der Schweiz organisiert die Unia gemeinsam mit anderen Gewerkschaften und Verbänden Pflege-Aktionen. Natürlich werden wir ein Schutzkonzept einhalten, deshalb können nur angemeldete Personen mitmachen.
Unia Schweiz, 26.3.2021.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Aktionstag. Unia. 2021-03-26.
Gamzer Text
23.03.2021 Schweiz
Enics Schweiz AG
Unia Schweiz

Enics Schweiz AG
Entmachtung
Volltext
Medienmitteilung der Gewerkschaften Unia und Syna, von Angestellte Schweiz, des Kaufmännischen Verbands sowie der Personalkommission der Enics Schweiz AG. Entlassungen in der Elektro-Industrie. Enics Schweiz verlagert Produktion ins Ausland. Enics Schweiz AG hat heute bekannt gegeben, dass sie ihren Aargauer Standort aufgeben und die Produktion ins Ausland verlagern will. Bis zu 125 Mitarbeitende verlieren ihre Stelle. Die Arbeitnehmenden-Organisation des Gesamtarbeitsvertrags der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie (GAV MEM) haben von der Absicht der Enics Schweiz AG mit Sitz in Turgi (AG) Kenntnis genommen, die Produktion ins Ausland zu verlagern. Mit der Schliessung des Aargauer Produktionsstandortes bis 2022 verlieren bis zu 125 qualifizierte Arbeitnehmende mit langjähriger Betriebszugehörigkeit ihre Stelle. Darüber hinaus würden 9 Ausbildungsplätze wegfallen. Das kommt auch einer weiteren Schwächung des Industriestandorts Aargau gleich. Echtes Konsultationsverfahren nötig. Im Konsultationsverfahren, welches in den nächsten Tagen beginnt, wird sich die Personalkommission (PeKo) mit der Unterstützung der Arbeitnehmenden-Organisation dafür einsetzen, die Schliessung des Werks zu verhindern und die Arbeitsplätze zu retten. Gerade in der aktuellen Pandemie-Situation ist es entscheidend, dass das Konsultationsverfahren lang genug angesetzt wird, um eine echte Mitsprache der Betroffenen sicherzustellen (mindestens bis zum 31. Mai 2021). Die Gewerkschaften, die Angestelltenverbände und die Personalkommission appellieren auch an die kantonalen Behörden, sich entschieden für die bedrohten Arbeitsplätze und den Industriestandort Aargau einzusetzen.
Für Rückfragen:
Unia: Matteo Pronzini, Mitglied Sektorleitung Industrie
Syna: Nico Fröhli, Zentralsekretär
Angestellte Schweiz: Wera Wollenmann, Sozialpartnerschaft
Kaufmännischer Verband Schweiz: Kommunikation
PeKo: personalvertretung.turgi@enics.com
Unia Schweiz, Medienmitteilungen 23.3.2021.
Unia Schweiz > Enics Schweiz AG. Entlassungen. . Unia, 2021-03-23.
Ganzer Text
22.03.2021 Schweiz
Gerüstbau
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Gerüstbauer
Volltext
Gerüstbauer gemeinsam für gute Arbeitsbedingungen. Gerüstbau: Neu mit Weiterbildungsprämie. Die Sozialpartner der Gerüstbaubranche führen eine Weiterbildungsprämie von 400 Franken ein. Sie fördern mit ihrer innovativen Vereinbarung die Berufsbildung und anerkennen die Anstrengungen des Personals während der Pandemie. Nach mehreren Verhandlungsrunden trafen die Sozialpartner eine Vereinbarung bezüglich der Lohnbedingungen im Gerüstbausektor für das Jahr 2021. Angesichts des aussergewöhnlichen, durch die Covid-19-Krise geprägten Jahres 2020 und der grossen Ungewissheit für 2021 strebten sie nach einer innovativen Branchenlösung. Weiterbildung im Fokus. Die Angestellten im Gerüstbau werden ausserdem mit einem festgelegten Katalog zur Weiterbildung ermutigt. Diese Weiterbildung wird von der paritätischen Berufskommission (PBK) bis zu einem Höchstbetrag von 500 Franken pro Person finanziert. Mit einer Abschlussbescheinigung erhalten die Gerüstbauer vom Arbeitgeber eine Prämie im Wert von 400 Franken in Form einer Geldleistung, als Ferien oder kombiniert. Der Einsatz der Angestellten wird belohnt. Diese innovative Lösung fördert die Weiterbildung in der Branche und stärkt die Unternehmen durch kompetenteres Personals. Zudem soll diese finanzielle Beteiligung das Personal unterstützen und die Angestellten für die Anstrengungen während der Covid-19-Krise belohnen.
Unia Schweiz, 22.3.2021.
Unia Schweiz > Gerüstbau. Arbeitsbedingungen. Unia. 2021-03-22.
Ganzer Text
09.03.2021 Schweiz
Jugend
Unia Schweiz

Coronavirus
Unia Schweiz
Volltext
Keine verlorene Covid-19-Generation!Jugendliche leiden besonders unter der Corona-Pandemie. Die Jugendkommission der Unia fordert weitere Massnahmen zum Schutz der Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Die Jugendarbeitslosigkeit muss verringert und die Zukunft der Lernenden, Studierenden und Arbeitnehmenden sichergestellt werden. Es darf keine verlorene Covid-19-Generation geben!Die Entwicklung der Lebensumstände und Arbeitsrealität der Jugendlichen und jungen Erwachsenen in der Schweiz sind besorgniserregend. Die Zukunftsaussichten für junge Lernende und Arbeitnehmende wie auch für Studierende sind in der Corona-Krise ungewiss. Viele fühlen sich wegen mangelnden Sicherheitsvorkehrungen an den Berufsschulen, schulischen Lücken und Einsamkeit im Homeoffice und Homeschooling allein gelassen. Mitspracherecht für Lernende. In den vergangenen Monaten gab es viele Diskussionen darüber, wie der Berufsschulunterricht und die Abschlussprüfungen für die diesjährigen Lehrabgänger*innen organisiert werden sollen. Viele Berufsschüler*innen möchten die Entscheide, die ihre Sicherheit und Zukunft betreffen, mitgestalten. Die Jugendkommission der Unia fordert mehr Demokratie an den Berufsschulen, damit die Bedürfnisse, Wünsche und Anliegen der Jugendlichen gehört werden. Denn nur wenn Lösungen das Ergebnis eines partizipativen Prozesses sind und auf die Betroffenen zugeschnitten sind, werden sie auch von allen mitgetragen. Jugendarbeitslosigkeit verringern, Lehrstellen sichern. Die Jugendarbeitslosenquote ist immer noch hoch. In vielen Branchen ist es fraglich, ob im kommenden Sommer genügend Lehrstellen angeboten werden. Zudem werden 70'000 Jugendliche ihre Berufslehre abschliessen. Deshalb braucht es im Hinblick auf den Sommer 2021 finanzielle Unterstützung vom Bund, damit Betriebe den Lernenden, Lehrabgänger*innen und jungen Arbeitnehmer*innen eine Perspektive bieten können. Psychologische Unterstützung intensivieren. Erschwerend kommt hinzu, dass Jugendliche und junge Erwachsene, die sich einsam fühlen, zu oft keine psychologische Unterstützung bekommen. Dies obwohl psychische Probleme im jungen Alter schwerwiegende Folgen haben können.Deshalb braucht es auch dringend eine Intensivierung des psychologischen Angebots für Jugendliche und junge Erwachsene in allen Kantonen. Die Unia-Jugendkommission fordert deshalb, dass die Kantone die Angebote der Jugendsozialarbeit dringend ausbauen und niederschwellige psychologische und soziale Begleitung anbieten.
Unia Schweiz, 9.3.2021.
Unia Schweiz > Coronavirus. Jugend. Unia Schweiz, 2021-03-09.
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08.03.2021 Schweiz
Frauen
Frauentag
Unia Schweiz

8. März
Unia Schweiz
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Internationaler Frauenkampftag. Bürgerlicher Pandemiepolitik den Riegel schieben: Feminismus notwendiger denn je! Die Corona-Krise trifft Frauen besonders hart. Während sie weiterhin den Grossteil der unbezahlten Arbeit zu Hause erledigen, sind sie gleichzeitig an vorderster Front in den essentiellen Berufen tätig. Anerkennung? Fehlanzeige! Mehr denn je ist es an der Zeit, die essentiellen Frauenberufe aufzuwerten und dem bürgerlichen Angriff auf die Frauenrechte den Riegel zu schieben. 8. März: Internationaler Frauentag – doch von Wertschätzung der Frauen weit gefehlt. Bürgerliche Parlamentarier*innen betreiben Pandemiepolitik auf Kosten der Frauen: mit den Bestrebungen nach liberalisierten Ladenöffnungszeiten und höherem Frauenrentenalter. Damit greifen sie die heute schon prekären Arbeits- und Lebensrealitäten der Frauen frontal an. Sie sagen Nein zu 100% Kurzarbeitsentschädigung und treten damit gegen jene, die schon in regulären Zeiten tiefe Löhne haben und schauen müssen, wie sie über die Runde kommen – insbesondere Frauen und Migrant*innen. Feministisch aktiv – trotz Pandemie. Trotz Pandemie sind die Unia-Frauen auch dieses Jahr aktivistisch unterwegs – coronakonform, versteht sich: In Neuenburg wird gemeinsam mit dem Frauenstreikkollektiv ein Gleichstellungsschaufenster eingeweiht, in Luzern für Frauenrechte demonstriert und in der ganzen Schweiz gegen noch mehr Sonntagsarbeit mobilisiert. Ausserdem sammelt die Unia für die Initiative AHVx13. Denn eine 13. AHV-Rente kommt zwar allen, aber insbesondere Frauen zugute. Darüber hinaus haben die Gewerkschaften eine feministische Online-Kurswoche organisiert. 14. Juni: Der Countdown läuft!. 30 Jahre nach dem ersten Frauenstreik – zwei Jahre nach dem fulminanten Frauenstreik von 2019 wird die Unia auch dieses Jahr am 14. Juni wieder auf der Strasse sein. Denn gerade das letzte Jahr hat klar gemacht, dass ohne Feminismus nichts geht! Im Januar haben rund 500 Feminist*innen, darunter auch Unia-Vertreterinnen, an einem online-Treffen einen Frauenstreik- und aktionstag beschlossen. Schliesslich gilt es, die Angriffe auf Frauenrechte abzuwehren und Ungleichheiten zu beenden!
Für Rückfragen:
Aude Spang, nationale Gleichstellungssekretärin Unia
Leena Schmitter, Mediensprecherin Uni
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 8.3.2021.
Unia Schweiz > Frauentag 2021. Unia Schweiz, 2021.03-08
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04.03.2021 Schweiz
Detailhandel
Frauen
Unia Schweiz

Detailhandel
Sonntagsarbeit
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Ständerat berät Liberalisierung der Sonntagsverkäufe. Affront gegenüber Frauen: Bürgerliche Politik gegen Verkäufer*innen. Die Wirtschaftskommission des Ständerates greift den Arbeitnehmerschutz frontal an und schlägt via Covid-Gesetz neu 12 Verkaufsdonntage pro Jahr vor. Die Unia erwartet, dass der Ständerat heute diesen inakzeptablen Antrag ablehnt: Es braucht eine Aufwertung der Arbeit im Verkauf statt weitere Liberalisierungen auf Kosten der Angestellten. Bis zu 24 Sonntage sollen Verkäufer*innen bis Ende 2022 zusätzlich arbeiten. Das ist inakzeptabel – gerade in der «Frauenbranche» Detailhandel. Bereits jetzt wird von den Verkäufer*innen ein Maximum an Flexibilität erwartet: Fast alle stehen schon sechs Tage pro Woche zur Verfügung und arbeiten am Samstag – sie leisten an einem Tag Spät- und am nächsten Frühdienst. Seit der Covid-Krise sind unendliche Überstunden an der Tagesordnung. Das alles bei Tiefstlöhnen. Und jetzt sollen sie das ganze Wochenende im Laden stehen und Familien- und Sozialleben ganz opfern? Es reicht! Frauen und Familien leiden besonders. Von noch mehr Sonntagsarbeit sind vor allem Frauen betroffen, die Vereinbarkeit zwischen Berufs- und Privatleben leidet. Frauen sind es, die den Verkauf massgeblich am Leben erhalten – sie sind es aber auch, die zu Hause Kinder betreuen. Applaus bekamen sie zwar, real honoriert werden sie aber nicht: Statt Respekt und Solidarität gegenüber dem Personal zu zeigen, will das bürgerliche Lager seine liberale Agenda durchzusetzen. Sie schlagen sich damit auf die Seite der Krisengewinner. Absurder Antrag jenseits wirtschaftlicher Realitäten im Verkauf. Der Antrag Noser ist wirtschaftspolitisch absurd. Noser erzählt die Mär einer serbelnden Branche, doch das Gegenteil ist wahr: Die Umsätze sind 2020 rekordverdächtig hoch, profitiert haben v.A. Grossverteiler. Also jene, die jetzt die treibende Kraft hinter der Liberalisierung der Sonntagsverkäufe sind. Denn sie wissen es: Längere Ladenöffnungszeiten bringen kaum zusätzlichen Umsatz, sondern mehr Kosten. Die kleinen Läden können da nicht mithalten. Nicht nur die Angestellten, sondern auch die kleinen Läden haben das Nachsehen. Sie wären mit Mietzinserlassen besser bedient als mit unfairen Wettbewerbs-Rahmenbedingungen. Mehr Zeit und Lohn statt mehr Sonntagsarbeit. Statt einer Liberalisierung der Arbeitszeiten im Verkauf braucht es dringend bessere Arbeitsbedingungen für die Verkäufer*innen. Einer Arbeit, die – wie letztes Jahr besonders sichtbar wurde – essentiell für die Sicherung der Grundversorgung ist. Das muss sich zeigen in höheren Löhnen, die zum Leben reichen und Arbeitszeiten, die ein Sozialleben ermöglichen und nicht krank machen Für Rückfragen:
Véronique Polito, Geschäftsleitung Unia unf Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.3.2021
Unia Schweiz > Detailhandel. Sonntagsarbeit. Unia, 2021-03-04.
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04.03.2021 Schweiz
Detailhandel
Frauen
Sonntagsarbeit
Unia Schweiz

Detailhandel
Sonntagsarbeit
Ständerat
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Ständerat gegen mehr Sonntagsverkäufe. Etappensieg des Verkaufspersonals! Gemäss Ständerat dürfen die Kantone dieses und nächstes Jahr die Läden nicht 12 Sonntage öffnen. Das ist ein grosser Erfolg fürs Verkaufspersonal – und richtig und wichtig: Nun liegt es am Nationalrat, den entsprechenden Antrag ebenfalls abzulehnen. Jede Ausdehnung der Ladenöffnungszeiten erfordert eine Erhöhung oder Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Angestellten. Diese hat der Ständerat heute abgelehnt. Er sagt Nein zu einer Erhöhung der Sonntagsarbeit im Verkauf von heute max. 4 auf 12 Tage! Das ist ein grosser Erfolg fürs Verkaufspersonal. Erst heute Morgen hat die Unia gemeinsam mit Verkäufer*innen vor dem Parlament gefordert: „Stopp noch mehr Sonntagsarbeit für Verkäufer*innen!“ Der Einsatz hat sich gelohnt. Am nächsten Montag befindet der Nationalrat über die Sache. Die Unia fordert ihn auf, der kleinen Kammer zu folgen und das Geschäft abzulehnen. Nur so kann Stress, Druck und einseitiger Flexibilisierung der Arbeitszeiten der Riegel geschoben werden! Für Rückfragen: Véronique Polito, Geschäftsleitung Unia ind Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 4.3.2021.
Unia Schweiz > Detailhandel. Sonntagsarbeit. Unia,. 2021-03-04. 1
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02.03.2021 Frankreich
Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
DPD
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Eskalierender Konflikt bei DPD. Gewerkschaften fordern in Paris Gerechtigkeit für DPD-Chauffeur*innen. Heute Morgen hat die Unia gemeinsam mit den französischen Gewerkschaften CGT und SUD vor dem Hauptsitz von DPD Europa und der Muttergesellschaft GeoPost protestiert. Sie fordern, dass die Ausbeutung der DPD-Fahrer*innen gestoppt wird und die Gewerkschaftsrechte der Beschäftigten respektiert werden. Nachdem die Unia letzte Woche haarsträubende Missstände bei den Arbeitsbedingungen der DPD-Fahrer*innen in der Schweiz bekannt gemacht hat, folgt heute der Protest bei den Verantwortlichen in Paris. GeoPost ist die Muttergesellschaft der nationalen DPD-Ableger und gehört ihrerseits der französischen Le Groupe La Poste, in letzter Instanz also dem französischen Staat. Unterstützung von französischen Gewerkschaften. Die Unia und die französischen Gewerkschaften CGT und SUD übergaben den Verantwortlichen heute den umfangreichen Report zum «System DPD», in dem die grassierenden Missstände in der Schweiz dargelegt werden. Sie verwiesen auf die Tatsache, dass eine Firma, welche der französischen Post (und in letzter Instanz den französischen Steuerzahler*innen) gehört, die Arbeitsbedingungen im Schweizer Postmarkt prekarisiert und den sozialen Frieden gefährdet. Die französischen Besitzer von DPD (Schweiz) AG müssen ihre Verantwortung übernehmen und die unverantwortliche Verweigerungshaltung des lokalen Managements beenden. Gewerkschaftsrechte respektieren. Die Unia, CGT und SUD fordern gemeinsam, dass das internationale Abkommen der Gewerkschaften mit GeoPost umgesetzt wird, welches die Gewerkschaftsrechte der Beschäftigten garantiert und Verhandlungen mit repräsentativen Gewerkschaften vorsieht. DPD (Schweiz) AG verweigert bisher solche Verhandlungen mit der Unia, obwohl diese von vielen Fahrer*innen und Depot-Angestellten mandatiert wurde. Die Unia fordert von DPD die unverzügliche Aufnahme von Verhandlungen diese Woche. Aktionen der Chauffeur*innen gehen weiter. Die Unia hat letzte Woche gemeinsam mit Fahrer*innen mehrere Protestversammlungen bei den DPD-Depots durchgeführt. Die Unterstützung von Fahrer*innen und Depot-Angestellten ist riesig. Sie wollen dafür kämpfen, dass endlich jede gearbeitete Minute bezahlt, der physische und psychische Stress bei der Arbeit reduziert und der Gesundheit- und Pandemieschutz eingehalten wird. Falschangaben von DPD. DPD wischt bisher die Beschwerden mit unhaltbaren Argumenten vom Tisch. Die Firma behauptet, dass Lieferdaten im Betriebssystem «Predict» nicht einzelnen Chauffeuren zugeordnet werden, so dass die Arbeitszeit damit nicht festgestellt werden könne. Das ist nachweislich falsch. Die Fahrer*innen müssen jetzt sofort Zugang zu ihren Daten erhalten. Die während der Corona-Pandemie und zuvor geleistete unbezahlte Arbeit muss jetzt bezahlt werden! DPD behauptet weiter, dass es für die Branche einen geltenden Gesamtarbeitsvertrag gebe, obwohl dieser seit Anfang 2021 nicht mehr in Kraft ist. Fahrer*innen befürchten weiteren““Bschiss“ bei der Arbeitszeit. Aus mehreren DPD-Depots berichten Mitglieder der Unia, dass sie unter Druck Dokumente unterschreiben sollen, welche bezeugen, dass in der Vergangenheit keine Überstunden geleistet wurden. Die Unia geht diesen Berichten nach. Statt endlich den Dialog zu suchen und eine Wiedergutmachung für die Gratisarbeit der Chauffeur*innen anzustreben, stecken DPD und die Subunternehmen weiterhin den Kopf in den Sand. So ist bisher nicht bekannt, dass Überstunden nachbezahlt oder illegale Lohnabzüge (Sanktionen) zurückbezahlt wurden. Report: „Das System DPD“ und Unterlagen zur Medienkonferenz zum „System DPD“ vom 23.2.2021
Für Rückfragen: Roman Künzler, Verantwortlicher Logistik und Transport Unia ubd Philipp Zimmermann, Mediensprecher Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 1.3.2021.
Unia Schweiz > DPD. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2021-03-01.
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25.02.2021 Schweiz
Armut
Unia Schweiz

Armut
Coronavirus
Löhne
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Die Covid-Pandemie trifft die sozial Schwächeren hart. Vor dem Coronavirus sind nicht alle gleich. Mehrere Studien belegen jetzt auch für die Schweiz: Die soziale Lage der Menschen spielt eine grosse Rolle. Die Pandemie trifft nämlich die wenig Verdienenden ungleich härter als die Wohlhabenden – sowohl gesundheitlich als auch wirtschaftlich. Die Pandemie trifft Menschen mit tiefen Löhnen und prekären Arbeitsverhältnissen überdurchschnittlich hart. Tausende von Anfragen und Unterstützungsgesuchen von Mitgliedern in Notlage sind für die Unia bereits seit einem Jahr ein deutlicher Beleg dafür. Sozialmedizinische Studien des Basler und des Genfer Unispitals – letztere in Zusammenarbeit mit Forscher*innen der Universität Genf und der ETH Lausanne – liefern jetzt auch den wissenschaftlichen Beweis. Erhöhtes Infektionsrisiko in ärmeren Quartieren. Sowohl in Genf als auch in Basel lag die Infektionsrate in Quartieren mit niedrigen Einkommen und beengten Wohnverhältnissen höher als in bessergestellten Wohngegenden. Die Genfer Studie zeigt auch, dass die Ansteckungscluster in benachteiligten Quartieren länger virulent blieben. Die Basler Studie weist zudem nach, dass wenig Verdiendende oft nicht im Homeoffice arbeiten können und dadurch einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Die Unia fordert seit Ausbruch der Pandemie die strikte Umsetzung und Kontrolle von Schutzkonzepten am Arbeitsplatz. Hier besteht nach wie vor grosser Handlungsbedarf. Die Behörden müssen nun endlich die Ressourcen ausbauen und die Kontrollorgane der Sozialpartner mit einbeziehen. Angesichts der neuen Erkenntnisse fordert die Unia zudem: Personen in Isolation oder Quarantäne müssen über ein eigenes Zimmer verfügen; wenn nötig von den Behörden zur Verfügung gestellt. Die Impfstrategie muss sozio-ökonomische Faktoren einbeziehen; für die Bevölkerung in exponierten Wohnlagen braucht es rasch Impfangebote. Sozial Schwächere stehen am Abgrund. Unabhängig vom Infektionsrisiko trifft die Pandemie die Menschen umso härter, je weniger sie verdienen. Das belegt eine diese Woche publizierte Studie der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Besonders hart ist die Situation für Personen aus Haushalten mit einem Einkommen unter 4’000 Franken: Sie haben im Durchschnitt einen Fünftel ihres Einkommens eingebüsst. Nicht weniger als 27% der Menschen in dieser Einkommenskategorie mussten Kurzarbeitsgeld beziehen; 8% wurden gar arbeitslos, was im Schnitt zu einer Halbierung ihrer Einkommen führte. Auch ihre Ersparnisse sind deutlich gesunken und jede/r Neunte musste sich verschulden, um überleben zu können. Demgegenüber konnten die einkommensstärksten Haushalte mehr Geld ansparen. Kein Wunder, sind auch die psychischen Belastungen ungleich verteilt: Je ärmer, desto schlechter der subjektive Gemütszustand seit Ausbruch der Pandemie. Nur eine Strategie der Solidarität kann verhindern, dass aus der Gesundheitskrise eine akute soziale Krise wird. Politische Entscheide müssen sich stärker auf sozio-ökonomische Expertisen abstützen. Die Unia fordert: 100% Lohnersatz bei Kurzarbeit bis zu einem Nettolohn von 5'000 Fr. Sozialhilfebezug darf unabhängig vom Aufenthaltsstatus keinesfalls zu Nachteilen führen. Rückverteilung der zunehmenden sozialen Ungleichheit, z.B. mit einer Solidaritätsabgabe auf Kapitalgewinne.
Für Rückfragen:
Vania Alleva, Präsidentin Unia
Christine Michel, Fachsekretärin Gesundheitsschutz Unia
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 25.2.2021.
Unia Schweiz > Armut. Coronavirus. Unai, 2021-02-25.
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24.02.2021 Schweiz
Arbeitszeit
Detailhandel
Unia Schweiz

Arbeitszeitverlängerung
Sonntagsarbeit
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Erhöhung Sonntagsarbeit von max. vier auf zwölf Tage. Bürgerlichen Kahlschlag auf die Arbeitszeiten im Verkauf stoppen!. Die Bürgerlichen kennen auch während einer Krise kein Pardon. Mit ihrer Pandemiepolitik treten sie jene, die schon zu normalen Zeiten unter ausufernden Arbeitszeiten und Stress leiden. Mit dem Antrag Noser im Covid-19-Gesetz für mehr Sonntagsarbeit demaskieren sie sich selbst: Sie sind auf einem Frontalangriff gegen den Schutz der Arbeitnehmenden. Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates muss den Vorschlag nach mehr Sonntagsarbeit jetzt deutlich ablehnen, sonst droht ein gefährlicher Präzedenzfall. Der bürgerliche Kahlschlag gegen den Schutz der Arbeitnehmenden macht auch während der globalen Pandemie nicht halt: Auf Kosten der Arbeitnehmenden machen sie Pandemiepolitik gegen jene, die schon in regulären Zeiten tiefe Löhne und ausufernde Arbeitszeiten haben. Besonders sichtbar wird das beim Thema Sonntagsarbeit: In mehreren Kantonen laufen Bestrebungen, um die Verkäufer*innen noch mehr arbeiten zu lassen. „Einige 22Tage mehr schaden doch niemandem», so der Tenor. Spätestens jetzt aber demaskieren sich 2ie Bürgerlichen selbst: Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates stimmte dem Antrag Noser zum Covid-19-Gesetz zu, der eine Erhöhung der jährlichen Sonntagsarbeit von vier auf zwölf Tage verlangt. Begründet wird dies mit der Pandemie. Sind in der Krise also alle ungleich? Frauen besonders betroffen. Noch mehr Sonntagsarbeit führt zu noch mehr Stress, schadet der Gesundheit und macht der Vereinbarkeit zwischen Berufs- und Privatleben einen dicken Strich durch die Rechnung. Gerade Frauen sind also vom Antrag Noser betroffen. Eine 24-Stunden-Gesellschaft im Verkauf schadet sowohl den Angestellten als auch kleinen Läden: Von noch mehr offenen Sonntagen profitieren höchstens die grossen Player – die kleinen Läden haben das Nachsehen. Brandgefährlichen Präzedenzfall jetzt abwenden. Die Unia verlangt von der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates in aller Klarheit, den Antrag abzulehnen. Dessen Annahme ist brandgefährlich: Er schafft einen Präzedenzfall und ist ein weiteres Rädchen in der Salamitaktik der Bürgerlichen, die weit über die Krise hinaus fatale Folgen für die Angestellten haben wird. Denn es geht um weitaus mehr, als eine befristete, pandemiebedingte Liberalisierung: Es ist ein Frontalangriff gegen den Schutz der Arbeitnehmenden, der jetzt abgewendet werden muss!
Für Rückfragen:
Véronique Polito, Geschäftsleitung Unia
Anne Rubin, Mitglied Sektorleiterin Tertiär
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 24.2.2021.
Unia Schweiz > Sonntagsarbeit. Arbeitszeit. Unia, 2021-02-24.
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22.02.2021 Schweiz
Coop
Unia Schweiz

Coop
GAV
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Hoch hinaus mit dem neuen Coop-Gesamtarbeitsvertrag! Heute beginnen die Verhandlungen zur Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages (GAV) bei Coop. Die Unia erwartet, dass der gute Umsatz des Detailhandelsriesen auch den Angestellten zugutekommt und sich im GAV wiederspiegelt. Gemäss einer Unia-Umfrage wünschen sich die Coop-Mitarbeitenden Verbesserungen bei den Löhnen, beim Gesundheitsschutz, bei der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben sowie bei den Weiterbildungen. Über 2'000 Coop-Mitarbeitende haben zwischen November 2020 und Januar 2021 an der Unia-Umfrage zur Verbesserungen des GAV teilgenommen. Wenig überraschend wünschen sich die Angestellten höhere Löhne, einen besseren Gesundheitsschutz und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben sowie weniger Stress. Aufbauend auf diesen Rückmeldungen haben die Delegierten der Unia Coop-Konferenz folgenden Forderungskatalog aufgestellt:
• Erhöhung der Mindestlöhne und die Berücksichtigung des Dienstalters sowie der Verantwortlichkeiten bei der Lohneinstufung
• Besserer Gesundheitsschutz, insbesondere Massnahmen zur Stressreduktion
• Bessere Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben: Längerer Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub sowie des Child Care, mehr garantierte freie Tage/Abende, Vermeidung zu langer oder zu kurzer Tage
• Erweiterung des betrieblichen Geltungsbereiches des GAV
• Einen niederschwelligen Zugang zu Weiterbildungen, unabhängig von Geschlecht, Alter, Qualifikation oder Pensum
• Verbesserung des Mitspracherechts der Mitarbeitenden
Der Coop-Konzern konnte seinen Gewinn 2020 auf eine gute halbe Milliarde Franken steigern. Das war nur möglich dank des unermüdlichen Einsatzes der Mitarbeitenden in den Supermärkten, den Fachmärkten, in der Logistik, im Online-Handel und in der Produktion. Das Coop-Personal verdient - in der Corona-Pandemie erst recht - einen besseren GAV. Dafür setzt sich die Unia gemeinsam mit ihren Mitgliedern ein. Der GAV Coop gilt für rund 38'000 Angestellte und wird im ersten Halbjahr 2021 neu verhandelt. Die Änderungen werden am 1. Januar 2022 in Kraft treten. Der GAV regelt die Arbeitsbedingungen und Löhne der Angestellten im Verkauf, in der Produktion und in der Logistik.
Unia Schwiz, 22.2.2021..
Unia Schweiz > Coop. GAV. Unia Schweiz, 2021-02-22
19.02.2021 Schweiz
DPD
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
DPD
Medienkonferenz
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Missstände bei Paketlieferdienst. Schlechte Arbeitsbedingungen: DPD-Fahrer*innen fordern Verhandlungen. Medienkonferenz: Dienstag, 23. Februar 2021, 10.00 Uhr, Hotel Kreuz (Saal Bovet), Zeughausgasse 41, 3011 Bern (Platzzahl beschränkt, Anmeldung siehe unten), Oder per Stream: Link. Sehr geehrte Medienschaffende, beim Paketlieferdienst DPD gibt es Probleme: Viele Fahrer*innen, die – über Subunternehmen angestellt – für DPD Pakete ausliefern, klagen über Missstände. Die Vorwürfe betreffen verbreitete Unregelmässigkeiten bei Löhnen, Spesen, Arbeitszeiten, Nachtarbeit, Überwachung, Gesundheitsschutz und Fahrzeugsicherheit sowie die Verletzung von Gewerkschaftsrechten. DPD muss mit Fahrer*innen und Gewerkschaft verhandeln. Nun haben sich Fahrer*innen und Depot-Angestellte (diese sind direkt bei DPD angestellt) bei der Unia organisiert und verlangen von DPD Verhandlungen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern. Das Unternehmen blockt bisher ab und verschärft die Repression. Deshalb wird die Gewerkschaft Unia an einer Medienkonferenz die Forderungen der Fahrer*innen öffentlich vorstellen. Das „System DPD“ kurz erklärt: Der Verdacht liegt nahe, dass die erwähnten Missstände keine Einzelfälle sind, sondern mit dem „System DPD“ zu tun haben: Die Fahrer*innen treten im DPD-Look und mit DPD-Autos auf, ihr Arbeitsvolumen und der Arbeitstakt wird von DPD vorgegeben, doch angestellt werden sie über zahlreiche Subunternehmen. An der Medienkonferenz wird dieses System beleuchtet und aufgezeigt, wie es schlechte Arbeitsbedingungen fördert. Wir laden Sie herzlich ein, die Medienkonferenz zu verfolgen und über das Thema zu berichten. Die Platzzahl im Saal ist beschränkt. Für die Teilnahme vor Ort ist eine Anmeldung erforderlich (an philipp.zimmermann@unia.ch).
Für Rückfragen:
Philipp Zimmermann, Mediensprecher der Gewerkschaft Unia
Unia Schweiz, Medieneinladung, 19.2.2021.
Unia Schweiz > DPD. Arbeitsbedingungen. Unia, 2021-02-19.
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19.02.2021 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

DV
Gleichstellung
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Unia-Delegiertenversammlung Sektor Gewerbe. DV für Frauenmehrheit in Unia-GL: Bruna Campanello nominiert. An ihrer heutigen Delegiertenversammlung haben die Unia-Mitglieder aus dem Sektor Gewerbe Bruna Campanello, Co-Leiterin des Sektors, für die Unia-Geschäftsleitung nominiert. Die Delegierten verabschiedeten weiter zwei Resolutionen: Sie fordern ein Vorruhestandsmodell im Deutschschweizer und Tessiner Schreinergewerbe sowie das Ende des vertragslosen Zustands. Ausserdem fordern sie saubere und sichere Baustellen, schliesslich hat die Corona-Krise die bereits bestehenden Gesundheits- und Sicherheitsprobleme auf den Baustellen verschärft. Die Unia-Delegiertenversammlung Sektor Gewerbe besteht aus Unia-Mitgliedern aus der ganzen Schweiz, die in Gewerbeberufen tätig sind. Versammlung fand wegen der geltenden Schutzmassnahmen dezentral statt. Schreiner*innen kämpfen für ihren GAV. Letzten Sommer hatte sich die Unia mit dem Verband Schweizerischer Schreinermeister und Möbelfabrikanten (VSSM) auf einen neuen GAV und die Einführung eines Vorruhestandsmodells geeinigt. Später krebste der VSSM zurück und liess das Verhandlungspaket platzen: Trotz vorgängiger Einigung der Sozialpartner auf das Paket, liess der VSSM einzeln über GAV und Vorruhestandsmodell abstimmen und provozierte bewusst eine Ablehnung. Dieser Wortbruch stürzt die Branche in einen vertragslosen Zustand; Lohndumping ist nun Tür und Tor geöffnet. Für die Delegierten ist klar: Die Arbeitgeber müssen zu ihrem Wort stehen. Die Schreiner*innen in der Deutschschweiz und im Tessin haben einen GAV mit Vorruhestandsmodell verdient – so wie es die Welschen Schreiner*innen seit über fünfzehn Jahren kennen. Es ist höchste Zeit, dass Schreiner*innen in Würde und bei guter Gesundheit in Pension gehen können. Die Delegierten verlangen, dass der VSSM seinen Entscheid überdenkt. Sichere und saubere Baustellen jetzt!. Laut einer Unia-Umfrage unter Gewerbe-Angestellten aus der ganzen Schweiz sind für 84 Prozent der Befragten die Sauberkeits- und Hygienesituation auf den Baustellen problematisch. Zu den Problemen gehören: Ungeheizte Toiletten und Pausenräume, schwere Lasten, die über mehrere Stockwerke ohne Hilfsmittel getragen werden müssen, Fehlplanung und schlechte Organisation. Durch die Pandemie hat sich die Situation weiter verschlechtert. Diese Zustände fördern Stress, Arbeitsunfälle und bergen Infektionsrisiken und haben schwerwiegende gesundheitliche Folgen. Gemäss Arbeitsgesetz ist klar, dass die Arbeitgeber für die Einhaltung von Gesundheits-, Sicherheits- und Organisationsstandards verantwortlich sind. Die Delegierten fordern, dass die Unternehmen endlich ihre gesetzliche Pflicht erfüllen und die kantonalen Arbeitsinspektorate mehr Kontrollen durchführen. Bruna Campanello als Kandidatin für Unia-Geschäftsleitung nominiert. Der bisherige Vertreter in der Unia-Geschäftsleitung, Co-Sektorleiter Aldo Ferrari, hat auf den Unia-Kongress hin seinen Rücktritt eingereicht. Die Delegiertenversammlung des Gewerbesektors schlägt Bruna Campanello als seine Nachfolgerin in der GL vor. Campanello arbeitet seit fast 20 Jahren bei der Unia. Die 45-jährige Zürcherin ist seit vielen Jahren für den Sektor Gewerbe tätig und ist seit 2018 dessen Co-Leiterin. Sie absolvierte eine kaufmännische Lehre und bildete sich später im Bereich Betriebswirtschaft weiter. Zum ersten Mal in der Geschichte der Unia stellen sich neben Präsidentin Vania Alleva drei Frauen für die Unia-Leitung zur Verfügung. Bei sieben Mitgliedern in der Geschäftsleitung würden die Frauen damit erstmals in der Geschichte der Unia die Mehrheit stellen. Die Wahl der Unia-Geschäftsleitung erfolgt am Unia-Kongress im Juni 2021. Aldo Ferrari möchte sich bis zu seiner Pensionierung auf die Co-Leitung des Sektors Gewerbe sowie auf die Bereiche Vertragspolitik, GAV-Vollzug und Berufliche Vorsorge konzentrieren.
Für Rückfragen:
Bruna Campanello, Co-Leiterin Sektor Gewerbe
Aldo Ferrari, Vizepräsident Unia, Co-Leiter Sektor Gewerbe
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 19.2.2021
Unia Schweiz > Frauen. Gleichstellung. Unia, 2021-02-19.
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15.02.2021 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Unternehmerverbände
Vania Alleva
Coronavirus
Volltext
Hobby-Epidemiologie der Arbeitgeberverbände. Für eine Strategie der Solidarität. Seit einem Jahr kämpft die Welt darum, die Zahl der Covid-Ansteckungen und Toten nicht explodieren zu lassen. Doch jetzt naht offenbar Rettung. Die Hobby-Epidemiologen von economiesuisse haben einen „Paradigmenwechse“ in „vier Phasen“ ausgeheckt. Ein klassischer Fall von Wunschdenken. Die Wirtschaftsverbände meinen, den Stein der Weisen entdeckt zu haben. Unter dem Titel „Wieder mehr Eigenverantwortung!“ veröffentlichten sie gestern Sonntag ihre Exit-Strategie aus der Covid-19-Pandemie: Bereits am 1. März seien erste Lockerungen zu beschliessen. Sobald die Risikogruppen geimpft seien, solle die Home-Office-Empfehlung gelockert und stärker auf «Selbstverantwortung» gesetzt werden. Wenn Impfstoffe für alle verfügbar seien, könnten Anlässe ohne Schutzkonzepte durchgeführt werden. Und schliesslich, wenn „Herdenimmunität“ bestehe, seien die verbliebenen Restriktionen aufzuheben. Die Viren werden sich von „mehr Eigenverantwortung“ kaum beeindrucken lassen. Der Bundesrat hoffentlich auch nicht. Er tut besser daran, die Pandemiebekämpfung auf der Basis gesicherter wissenschaftlicher Erkenntnisse zu organisieren. Es braucht keine weitere Welle mit Tausenden von vermeidbaren Toten, um das sicherzustellen. Die Lobbyisten von Economiesuisse haben mit ihrem Schlachtr“«Nie wieder Lockdown“ im letzten Herbst schon einmal die rechtzeitige Eindämmung der „zweiten Welle“ behindert. Das darf sich nicht weiderholen. . undheitsschutz am Arbeitsplatz stärken Der „Eigenverantwortungs-Plan“ will die Unternehmen von der Pflicht befreien, für die Umsetzung der Pandemiemassnahmen am Arbeitsplatz zu sorgen. Damit würde auch der dringend nötige Schutz der besonders gefährdeten Arbeitnehmenden geschwächt und Tausende, die heute von der Arbeit freigestellt sind, unabsehbaren Gesundheitsrisiken ausgesetzt. Das ist inakzeptabel. Die Gesundheitsschutz-Massnahmen am Arbeitsplatz dürfen keinesfalls gelockert werden. Sie müssen vielmehr verstärkt, besser kontrolliert und seriöser durchgesetzt werden, so wie es die Unia seit Beginn der Pandemie von den zuständigen Behörden fordert. Konkret heisst das: 1Der Schutz der besonders gefährdeten Arbeitnehmenden muss bestehen bleiben. Die Homeoffice-Pflicht ist beizubehalten. Alle Betriebe weisen ein Schutzkonzept aus. Dazu werden das Personal und ihr gewerkschaftliche Vertretung vorgängig angehört Es braucht endlich mehr Kontrollen zur Durchsetzung des Gesundheitsschutzes. Weil die Kantone und die Suva zu wenig Ressourcen haben, müssen die Kontrollorgane der Sozialpartner mehr Aufgaben übernehmen. Soziale Spaltung verhindern. Mehr strategische Perspektiven muss der Bundesrat bieten, wenn es um die Bewältigung der sozialen Folgen der Pandemie geht. Denn sie trifft einzelne Branchen und ihre Beschäftigten sowie wenigverdienende Arbeitnehmende und prekäre Bevölkerungsgruppen übermässig hart. Wenn Regierung und Parlament nicht entschiedenere Massnahmen ergreifen, droht die Pandemie die soziale Ungleichheit massiv zu verstärken und die gesellschaftliche Solidarität zu untergraben. Es braucht eine Strategie der Solidarität. Konkret verlangen wir, dass sich der Bundesrat endlich zu den folgenden Zielen bekennt: 100% Lohnersatz bei Kurzarbeit bis zu einem Nettolohn von 5’000 Franken für alle Arbeitnehmenden und Verlängerung auf 24 Monate. . Verlängerung der ALV-Bezugsberechtigung, um eine pandemiebedingte Zunahme der Aussteuerungen zu vermeiden. Keine Nachteile beim Bezug von Sozialhilfe unabhängig vom AufenthaltsstatusPlafonierung der A-fonds-perdu-Beiträge pro Betrieb (und nicht pro Unternehmen) um Arbeitsplatzverluste zu verhindern.
Für Rückfragen:
Vania Alleva, Präsidentin Unia
Leena Schmitter, Mediensprecherin Unia
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.2.2021.
Personen > Alleva Vania. Unternehmerverbände. Coronavirus. s, Unia, 2021.02-15.
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