Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 1259

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05.07.2019 Schweiz
Elektroindustrie
Unia Schweiz

Elektroindustrie
GAV
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Textverzeichnisse/tabid/183/ctl/EditArticle/mid/728Einigung der Sozialpartner. Neuer GAV für die Elektrobranche. Im gemeinsamen Interesse für die Elektrobranche haben sich die Sozialpartner auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag geeinigt. Er soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten. Die Mitglieder der Gewerkschaften haben den Vertrag bereits genehmigt. Die Delegierten der Arbeitgeberseite entscheiden im September 2019 über seine Ratifizierung. Seit 2018 führten Vertreter der Arbeitgeber und der Gewerkschaften Verhandlungen für die Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) des schweizerischen Elektro- und Telekommunikations-Installationsgewerbes. Dabei wurden die aktuellen Herausforderungen der Elektrobranche berücksichtigt, namentlich die zunehmende Abwanderung junger qualifizierter und erfahrener Berufsleute. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen einigten sich die Sozialpartner auf eine Flexibilisierung der Arbeitsorganisation, die Anhebung der Löhne, eine Verbesserung des Schutzes der Lernenden sowie auf eine Erweiterung des Weiterbildungsangebots. Die Mitglieder der Gewerkschaften Unia und Syna haben der Vereinbarung bereits zugestimmt. Die Delegierten von EIT.swiss entscheiden am 12. September 2019 über die Ratifizierung des neuen GAV. Im gemeinsamen Interesse für die Zukunft der Branche. Der neue GAV bringt sowohl für Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende Verbesserungen. Die Arbeitgeberseite profitiert unter anderem von der Einführung eines Karenztages (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, EIT.swiss, Unia und Syna, 5.7.2019
Unia Schweiz > Elektrobranche. GAV. Unia Schweiz, 2019-07-05.
Ganzer Text
05.07.2019 Schweiz
Elektroindustrie
Unia Schweiz

Elektroindustrie
GAV
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Textverzeichnisse/tabid/183/ctl/EditArticle/mid/728Einigung der Sozialpartner. Neuer GAV für die Elektrobranche. Im gemeinsamen Interesse für die Elektrobranche haben sich die Sozialpartner auf einen neuen Gesamtarbeitsvertrag geeinigt. Er soll am 1. Januar 2020 in Kraft treten. Die Mitglieder der Gewerkschaften haben den Vertrag bereits genehmigt. Die Delegierten der Arbeitgeberseite entscheiden im September 2019 über seine Ratifizierung. Seit 2018 führten Vertreter der Arbeitgeber und der Gewerkschaften Verhandlungen für die Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) des schweizerischen Elektro- und Telekommunikations-Installationsgewerbes. Dabei wurden die aktuellen Herausforderungen der Elektrobranche berücksichtigt, namentlich die zunehmende Abwanderung junger qualifizierter und erfahrener Berufsleute. Zur Bewältigung dieser Herausforderungen einigten sich die Sozialpartner auf eine Flexibilisierung der Arbeitsorganisation, die Anhebung der Löhne, eine Verbesserung des Schutzes der Lernenden sowie auf eine Erweiterung des Weiterbildungsangebots. Die Mitglieder der Gewerkschaften Unia und Syna haben der Vereinbarung bereits zugestimmt. Die Delegierten von EIT.swiss entscheiden am 12. September 2019 über die Ratifizierung des neuen GAV. Im gemeinsamen Interesse für die Zukunft der Branche. Der neue GAV bringt sowohl für Arbeitgebende als auch Arbeitnehmende Verbesserungen. Die Arbeitgeberseite profitiert unter anderem von der Einführung eines Karenztages (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, EIT.swiss, Unia und Syna, 5.7.2019
Unia Schweiz > Elektrobranche. GAV. Unia Schweiz, 2019-07-05.
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05.07.2019 Schweiz
Suva
Uber
Unia Schweiz

Anstellungsbedingungen
Uber
Volltext
Suva stuft Uber-Fahrer/innen erneut als unselbständig ein. Bestätigt: Uber ist ein normaler Arbeitgeber und muss Fahrer/innen anstellen. Die Schweizerische Unfallversicherungsanstalt Suva hat Uber-Fahrer/innen erneut als Unselbständigerwerbende und somit als Angestellte des US-Konzerns eingestuft. Der Entscheid bestätigt, was die Gewerkschaft Unia schon lange fordert: Uber muss seine Fahrer/innen ordentlich anstellen und alle seine Arbeitgeberpflichten wahrnehmen. Laut einem Bericht von SRF.ch bestätigt die Suva in ihrer Verfügung, dass Uber-Fahrer/innen als Unselbständigerwerbende und Uber als ihr Arbeitgeber anzusehen sind. Dafür führt die Suva eine Vielzahl von hinlänglich bekannten Kriterien an: Uber legt die Preise fest, betreibt das Inkasso, gibt Weisungen zum einzuschlagenden Weg und zum Verhalten der Fahrer/innen aus und gibt ein Bewertungssystem vor. Die Suva spricht von einem klaren „arbeitsorganisatorischen Abhängigkeitsverhältnis“ der Fahrer/innen zu Uber. Fahrer/innen sind Angestellte von Uber. Die Suva steht mit ihrer Einschätzung nicht allein. Kürzlich entschied das Lausanner Arbeitsgericht, dass ein Fahrer als Angestellter von Uber einzustufen sei. Auch das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), die Arbeitsbehörde des Kantons Genf und zahlreiche Rechtsgutachten kommen zum Schluss, dass die Fahrer/innen als Unselbständige, ergo Angestellte, für Uber arbeiten. Die Einstufung als Angestellte macht einen Unterschied. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.7.2019
Unia Schweiz > Uber. Anstellungsverhältnisse. Unia Schweiz 2019-07-05.
Ganz > er Text
28.06.2019 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Work
Vania Alleva
Lohnverhandlungen
Unia Schweiz
Volltext
Nach dem Frauenstreik: Gewerkschaften machen vorwärts. Für Lohngleichheit • Gegen Tieflöhne • Gegen Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. Im Herbst stehen die Lohnverhandlungen an. Die Unia hat beschlossen, diese ganz im Zeichen der Frauenl6hne zu führen. Und nicht nur das. Die grosse Wucht des Frauenstreiks habe allen progressiven Kräften Energie gegeben. Für die überfälligen Veränderungen in Arbeitswelt und Gesellschaft weiterzukämpfen. Das sagt Unia-Chefin und SGB-Vizepräsidentin Vania Alleva. Und erklärt konkret. wie: Frauenlöhne. Die Unia hat beschlossen. die kommenden Lohnverhandlungen ganz im Zeichen der Frauenlöhne zu führen. Es braucht eine substantielle Lohnerhöhung für Frauen und eine Aufwertung der sogenannten Frauenberufe. Denn heute arbeiten mehr als doppelt so viele Frauen in der Schweiz zu einem Tieflohn als Männer. Rund 53 Prozent der Frauen verdienen netto weniger als 4‘000 Franken im Monat. 70 Prozent weniger als 5‘000 Franken. Gleichzeitig fordern wir griffige Sanktionen gegen jene Unternehmen, die sich nicht an die Lohngleichheit halten. Tieflohnbranchen. In den letzten Jahren haben besonders die Löhne von Frauen stagniert, die in Tieflohnbranchen arbeiten. Und dort arbeiten sehr viele Frauen. Im Detailhandel etwa, der grössten Branche des Privatsektors, war die Lohnentwicklung sehr viel schwächer als in den übrigen Wirtschaftszweigen. Gleichzeitig stieg die Arbeitsproduktivität ständig. mit der (…). Unia Schweiz.
Work online, 28.6.2019.
Personen > Alleva Vania. Lohnverhandlungen 2019. Work, 2019-06-28.
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27.06.2019 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Corinne Schärer
Geschäftsleitung
Volltext
Renate Schoch in die Geschäftsleitung der Unia gewählt. Mit grossem Mehr wählte die Delegiertenversammlung vom vergangenen Samstag 22. Juni Renate Schoch neu in die Geschäftsleitung der Unia. Die Kommunikationsexpertin wechselt von PostFinance zur grössten Gewerkschaft der Schweiz. Sie wird ihr Amt am 1. Oktober antreten. Die 54-jährige Kommunikationsexpertin hat nach einem Studium der Germanistik in Zürich zuerst 17 Jahre bei Nichtregierungsorganisationen gearbeitet: die ersten zehn Jahre als Geschäftsführerin in einer Mitgliederorganisation im Bereich der Friedensarbeit (GSoA). Anschliessend war Renate Schoch sieben Jahre bei einem Hilfswerk tätig (Stiftung Terre des hommes). Nach einer Weiterbildung wollte sie ein anderes Arbeitsumfeld kennenlernen und hat für zwei Jahre die Verantwortung für die Kommunikation eines Branchenverbands (Seilbahnen Schweiz) übernommen. Die letzten 10 Jahre war sie schliesslich bei PostFinance in der Kommunikation beschäftigt. Renate Schoch, die seit 11 Jahren in Bern lebt, sagt von sich selbst, sie sei eine offene Person, die sich schnell in neue Themen einarbeiten und klare Meinungen vertreten kann. Sie überzeuge gern, werde aber auch gern überzeugt, wenn sie erkenne, dass ihr Gegenüber Recht hat. Ihr Credo sei Transparenz und Fairness. Sie schätzt offene und konstruktive Auseinandersetzungen. „Für mich ist es selbstverständlich, dass eine Gesellschaft starke Gewerkschaften braucht. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.6.2019.
Unia Schweiz > Geschaeftsleitung. Unia Schweiz, 2019-06-27.
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27.06.2019 Schweiz
Baumeisterverband
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Hitzewelle
Volltext
Hitze auf dem Bau. Gesundheit vor Abgabetermin: Arbeitgeber und Bauherren müssen jetzt handeln! Die aktuelle Hitzewelle gefährdet die Gesundheit der Arbeitnehmende auf dem Bau. Die Unia fordert die Arbeitgeber und Bauherren dazu auf, jetzt zu handeln, Baustellen zu schliessen und die Arbeitszeiten anzupassen. Termin- und Zeitdruck darf nicht die Gesundheit der Arbeitnehmenden gefährden, auch wenn das einzelnen Bauherren nicht passt. Die Unia unterstützt die Arbeitnehmenden auf den Baustellen bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Die Hitzewelle hält an. Besonders gefährlich ist sie für Arbeitnehmende, die draussen arbeiten und zusätzlich zur Hitze auch der Sonne direkt ausgesetzt sind. Die Unia fordert deshalb Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmenden auf den Baustellen. Nun müssen die Arbeitgeber und die Bauherren handeln. Gesundheit geht vor Abgabetermin. Die Unia fordert, dass die Arbeitszeiten angepasst und besonders exponierte Baustellen geschlossen werden. Viele Firmen schliessen ihre Baustellen jedoch nicht, da sie unter Termindruck stehen. Die Gesundheit der Arbeitnehmenden muss jedoch klar an erster Stelle kommen – vor der Einhaltung der sowieso oft zu knapp berechneten Terminen. Insbesondere die öffentlichen Bauherren, wie das ASTRA, die SBB oder Kantone, Städte und Gemeinden müssen nun ihre Abgabetermine verschieben. Mit der Unia zu ihrem Recht. Die Unia unterstützt die Arbeitnehmenden auf den Baustellen dabei, ihre Rechte wahrzunehmen, um ihre Gesundheit zu schützen. Auch dann, (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 27.6.2019.
Unia Schweiz > Hitzewelle. Arbeitszeit. Unia Schweiz, 2019-06-27.
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27.06.2019 Schweiz
Sicherheitsbranche
Unia Schweiz

GAV
Sicherheitsdienste
Volltext
Die Unia verteidigt Sicherheitsmitarbeitende. Sicherheitsbranche: Verlängerung und Verbesserungen im GAV. Die Mobilisierung und die Entschlossenheit der Sicherheitsmitarbeitenden zahlen sich aus: Der allgemeinverbindliche GAV wurde verlängert und tritt am 1.1.2020 in verbesserter Form in Kraft. Parallel dazu finden Ende 2019/anfangs 2020 Lohnverhandlungen statt. Der Bundesrat hat der Verlängerung der Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) des Gesamtarbeitsvertrages für den Bereich der privaten Sicherheitsdienstleistungen zugestimmt. Damit wird eine Lücke der AVE, welche die Arbeitsbedingungen in dieser Branche ernsthaft beeinträchtigt hätte, vermieden. Die Verhandlungen mit dem Verband Schweizerischer Sicherheitsdienstleistungsunternehmen (VSSU) war in den letzten Jahren schwierig. Und die Unia-Branchenkonferenz der Sicherheitsmitarbeitenden hatte den Vorschlag des VSSU vom letzten Jahr abgelehnt. Dies alles führte zu Verzögerungen. Verbesserter GAV ab 1.1.2020. Die Unia hat mit dem VSSU eine Vereinbarung zur Verbesserung des GAV ab 1.1.2020 abgeschlossen. Die Verbesserungen betreffen im Wesentlichen die folgenden Punkte: Gezielte Erhöhung der Einstiegslöhne: Je nach Kategorie zwischen 0,5% und 1% (leichte Reduzierung der Lohnunterschiede zwischen den Kategorien). Arbeitszeitbegrenzung durch eine Zulage bei Wiederholung langer Arbeitswochen und Kontrolle der Arbeits- und Ruhezeit pro Tag. Zuschlag für das Tragen von Schusswaffen (2 Fr./Stunde bis max. 150 Fr./Monat). Unia Schweiz, 27.6.2019.
Unia Schweiz > Sicherheitsbranche. GAV. Unia Schweiz, 2019-06-27.
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26.06.2019 Schweiz
Uhrenindustrie
Unia Schweiz

GAV
Uhrenindustrie
Volltext
Nach dem Frauen*streik. Forderungskatalog für die Uhrenindustrie: Respekt – mehr Lohn – mehr Zeit! Ein im Rahmen des Frauenstreiks vom 14. Juni erarbeiteter Forderungskatalog wurde beim Arbeitgeberverband der schweizerischen Uhrenindustrie offiziell eingereicht. Dieser Katalog hat eine Gruppe von Frauen der Uhrenindustrie, die Mitglieder der Unia sind, erarbeitet und erstmals im Vallée de Joux präsentiert. Er verlangt Lohnerhöhungen, eine bessere Arbeitszeitgestaltung und mehr Respekt. Die Kommission der Uhrenindustrie der Unia hat die Forderungen verabschiedet und beschlossen, sie gemeinsam zu unterstützen. In den Monaten vor dem Frauenstreik unterstützte die Unia die Erarbeitung von konkreten Forderungen um die Situation der Frauen in der Uhrenindustrie (wo rund 25’000 Frauen arbeiten) zu verbessern und noch immer bestehende Ungleichheiten zu beseitigen. Die Mitglieder der Kommission der Uhrenindustrie der Unia haben an ihrer Sitzung vom vergangenen Donnerstag in Neuenburg beschlossen, die im Vallée de Joux vorgestellten Forderungen zu unterstützen. Die Löhne müssen erhöht werden. 2019 reichen die Mindestlöhne für ungelernte Personen, darunter viele Frauen, nicht aus, um mit einem oder mehreren unterhaltsbedürften Kindern ein würdiges und selbstbestimmtes Leben zu führen. Das Bruttolohngefälle zwischen Frauen und Männern beträgt in der Uhrenindustrie 24,8 Prozent. Das ist noch mehr als in der Privatwirtschaft im Allgemeinen! Zusammen mit der Unia fordern die Angestellten der Uhrenbranche deshalb eine unabhängige Kontrolle, um die Lohnungleichheiten zu ermitteln und zu (…).
e Gnos, Leiter Kommunikation und Kampagnen Unia Schweiz 26.6.2019.
Unia Schweiz > Uhrenindustrie. GAV. Unia Schweiz, 2019-06-26.
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25.06.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Meinungsumfrage
Stress
Volltext
Unia startet Umfrage zu Stress und Gesundheit in der Pflege. Die Unia lanciert eine Umfrage zu Stress und Gesundheit in der Pflege. Laut der Umfrage der Unia vom letzten Winter sehen sich 47 Prozent der Angestellten in der Langzeitpflege nicht bis zur Pensionierung im Beruf. Die Gründe: die Arbeitsbedingungen und die eigene Gesundheit. Diese Situation ist besorgniserregend. Die Unia will den Ursachen der Probleme auf den Grund gehen und führt deshalb eine Umfrage mit dem Fokus Stress und Gesundheit in der Pflege durch. Bei der letzten Pflege-Umfrage, mit über 2‘800 Beteiligten, wurde klar: Die Gründe für die fehlende berufliche Perspektive in der Pflege sind eine zu hohe Belastung durch schwierige Arbeitsbedingungen sowie eigene gesundheitliche Probleme infolge der Arbeitsbelastung. Mehr als 60 Prozent der Befragten waren unter 30 Jahre alt und fast die Hälfte hatte weniger als sechs Jahre in der Pflege gearbeitet. Das sind dramatische Aussichten, gerade für eine Branche, in der es an Personal mangelt. Teufelskreis. 70 Prozent der Befragten gaben an, während der Arbeit unter Stress zu stehen, 86 Prozent fühlen sich müde und ausgebrannt und 72 Prozent haben körperliche Beschwerden. Dies führt zu einem Teufelskreis: Krankheitsbedingte Ausfälle verstärken den Personalmangel, das führt zu unfairen Dienstplänen, einer unausgeglichenen Work-Life-Balance, mehr Stress und schliesslich zu noch mehr Krankheitsfällen. Und wegen des fehlenden Personals leidet auch die Pflegequalität insgesamt. Dies bestätigten 92 Prozent in der letzten Pflege-Umfrage. (…). Unia Schweiz, 25.6.2019.
Unia Schweiz > Meinungsumfrage. Stress. Unia Schweiz, 2019-06-25.
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24.06.2019 Schweiz
Baumeisterverband
Unia Schweiz

Gesundheitsschutz
Hitzewelle
Volltext
Gefährliche Hitze: Arbeitgeber und Bauherren stehen in der Pflicht. Der Sommer schlägt diese Woche mit voller Kraft zu: es werden Temperaturen von bis zu 40°C erwartet. Die Hitze ist für Arbeitnehmende auf den Baustellen gefährlich. Die Arbeitgeber haben die Verantwortung für die Gesundheit und müssen deshalb besondere Schutzmassnahmen ergreifen: bis hin zur Schliessung von Baustellen. Die Unia fordert die Bauherren dazu auf, bei Verzug kulant zu sein, damit die Schutzmassnahmen auch wirklich umgesetzt werden. Termin- und Zeitdruck darf nicht die Gesundheit der Arbeitnehmenden gefährden! Endlich ist es soweit, der Sommer ist da, die Temperaturen steigen diese Woche auf bis zu 40 Grad. Was viele während der Ferienzeit freut, stellt eine grosse Gefahr für die Gesundheit der Arbeitnehmenden auf den Baustellen dar. Dehydrierung, ein Sonnenstich oder Hitzeschlag können schwerwiegende Folgen für die Betroffenen haben und gar zum Tod führen. Jedes Jahr erkranken etwa 1’000 Arbeitnehmende an Hautkrebs, weil sie bei der Arbeit der brennenden Sonne direkt ausgesetzt sind. In Hitzeperioden mehren sich auch Unfälle, es sind 7 Prozent mehr als sonst. Arbeitgeber haben die Verantwortung. Die Arbeitgeber sind für den Gesundheitsschutz ihrer Mitarbeitenden verantwortlich. Bei grosser Hitze müssen sie deshalb besondere Massnahmen ergreifen. „Auf den Baustellen muss Sonnenschutz und genügend Trinkwasser zur Verfügung stehen. Die Arbeitszeiten müssen auch so angepasst werden, dass während der heissesten Zeit nicht  (…).
Unia Schweiz, 24.6.2019.
Unia Schweiz > Hitzewelle. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2019-06-24.
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24.06.2019 Schweiz
Hotel Marriott
Unia Schweiz

Arbeitsbedingungen
Hotel Marriott
Volltext
Mehr Rechte für Arbeitnehmende in Marriott-Hotels. statt PR bei EDA und IOM! Unter dem Titel „Bekämpfung von Menschenhandel und Ausbeutung im Hotelgewerbe“ laden EDA und die internationale Organisation für Migration (IOM) zur Veranstaltung im Kursaal Bern und geben u.a. einem Vertreter der Marriott International die Möglichkeit, sich im besten Licht darzustellen. Derweil weigert sich Marriott International mit der IUF (Internationale Gewerkschaft der Nahrungsmittelarbeiter) an den Tisch zu sitzen und über Massnahmen gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz zu verhandeln. Auch in der Schweiz leistet Marriott keinen Beitrag, um die Rechte von Arbeitnehmenden konsequent durchzusetzen. Marriott ist mit Abstand das grösste Hotelunternehmen der Welt. Damit setzt es in einer ganzen Branche Standards und ist - im Guten, wie im Schlechten - Vorbild für Arbeitsbedingungen in der Hotellerie. Der Alltag für Arbeitnehmende, insbesondere in der Hotelreinigung, in den Häusern der Marriott-Gruppe ist hart. In den meisten Fällen wird die Hotelreinigung an Subunternehmen ausgelagert. Dies führt zu unrealistische Zeitvorgaben und eine zu dünne Personaldecke in der Zimmerreinigung: Immer weniger Personal muss immer mehr und immer schneller putzen. Statt in diesem Bereich Verantwortung zu übernehmen, handelt Marriott nicht. (…).
Unia Schweiz, 24.6.2019.
Unia Schweiz > Marriott International. Arbeitsbedingungen. Unia Schweiz, 2019-06-24.
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22.06.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Lohnschutz
Mindestlöhne
Volltext
Delegiertenversammlung der Unia tagt in Bern. Frauen zum Rabattpreis: Es reicht! Die Delegiertenversammlung der Unia stand heute ganz in Zeichen des Frauenstreiks. Dank einer breiten Lohnkampagne in den „typischen Frauenbranchen" wie beispielsweise dem Detailhandel sollen Tieflöhnen und prekären Arbeitsbedingungen schrittweise ein Ende gesetzt werden. Weiter verurteilten die Delegierten die Kündigungsinitiative in einer Resolution als massiven Angriff auf den Lohnschutz und die KollegInnen ohne Schweizer Pass.Der Frauenstreik vom 14. Juni stand auch an der heutigen Delegiertenversammlung der Unia im Zentrum der Debatten. Die Bewegung vom 14. Juni sei so bedeutend, dass sie noch für längere Zeit nicht abschliessend bilanziert werden könne, hielten die Delegierten fest. Umso stossender, dass Frauen bis heute im Schnitt 660 Franken pro Monat weniger verdienen als Männer. Das sind 10 Milliarden, die den Frauen in der Schweiz jedes Jahr entzogen werden. Diesem Missstand will Unia mit zwei Massnahmen endlich den Riegel schieben. Einerseits forderten die Delegierten als Sofortmassnahme gegen Lohnungleichheit am Arbeitsplatz systematischen Kontrollen in den Betrieben und griffige Sanktionen gegen fehlbare Unternehmen. Und andererseits sollen dank einer breiten Lohnkampagne in den „typischen Frauenbranchen" wie beispielsweise dem Detailhandel Tieflöhnen und prekären Arbeitsbedingungen schrittweise ein Ende gesetzt werden. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 22.6.2019.
Unia Schweiz > Mindestlohn. Lohnschutz. Unia Schweiz, 2019-06-22.
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18.06.2019 Schweiz
Maler-Gipser
Malerinnen-Gipserinnen
Unia Schweiz

GAV
Maler-Gipser
Malerinnen-Gipserinnen
Volltext
Maler-Gipser: Gemeinsam für eine Zukunft mit einem besseren GAV! Maler/innen und Gipser/innen fordern faire Arbeitsbedingungen. Die Verhandlungen für den neuen GAV im Maler- und Gipsergewerbe Deutschschweiz und Tessin sind voll im Gange. Die Maler/innen und Gipser/innen verdienen Wertschätzung und fortschrittliche Arbeitsbedingungen. Dazu läuft ab heute eine Petition mit den Hauptforderungen der Maler/innen und Gipser/innen. Der neue GAV betrifft die Maler/innen und Gipser/innen in der Deutschschweiz und im Jura, sowie die Maler/innen im Tessin. Die Forderungen an die Arbeitgeber haben die Maler/innen und Gipser/innen bereits an ihrer grossen Berufskonferenz vom November 2018 festgelegt: Mehr Lohn für alle, 300 Franken pro Monat Mittagspauschale für alle, Besserer Kündigungsschutz für ältere Arbeitnehmende, Reisezeit muss bezahlte Arbeitszeit sein – für alle, Lernende: Attraktiver Mindestlohn und 13. Monatslohn für alle. Die Petition dazu kann auch online unterzeichnet werden. Sie läuft bis Ende September und wird anschliessend den Arbeitgebern übergeben. Mehr Arbeit für weniger Geld? Die Maler/innen und Gipser/innen widersetzen sich vehement den Angriffen der Arbeitgeber. Diese haben ein inakzeptables Abbaupaket geschnürt: Keine Reallohnerhöhungen über mehrere Jahre und keinen Lohnzuschlag für die ersten 120 Überstunden Ende Jahr (bisher 25%). Ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung. (…).
Unia Schweiz, 18.6.2019.
Unia Schweiz > Maler-Gipser. GAV. Unia Schweiz, 2019-06-18.
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17.06.2019 Baden
Birr AG
General Electric
Unia Schweiz

General Electric
Stellenabbau
Volltext
General Electric kündigt weiteren Stellenabbau an. Die Gewerkschaft Unia weist die Pläne von General Electric (GE), weitere 450 Stellen in Birr und Baden zu streichen, in aller Form zurück. Es braucht von GE endlich ein klares Bekenntnis zum Werkplatz Schweiz und eine langfristige Strategie für ihre hiesigen Niederlassungen. Nach 2016 (900 Stellen) und 2018 (rund 1‘200 Stellen) wäre dies bereits der dritte massive Abbau bei GE innert vier Jahren. Die Unia hat von Beginn an die Zerschlagung der Schweizer Produktionseinheiten und die Zerstörung des industriellen Know-how an den Aargauer Standorten kritisiert. Die Unia wird im anstehenden Konsultationsverfahren alles daransetzen, die Stellen in Birr und Baden zu erhalten. Industriepolitische Versäumnisse. Eine Mitverantwortung an diesem Debakel trifft auch die Politik, die bei der Übernahme von Alstom durch GE keine konkreten Garantien verlangt hat. Damals hat es Bundesrat Schneider-Ammann versäumt, sich von GE klare Garantien für die bestehenden Schweizer Produktionsstandorte geben zu lassen. Seither hat der US-Konzern Tausende Stellen vernichtet. Von den ursprünglich rund 5300 Stellen würden innert vier Jahren nur noch die Hälfte bleiben. Es braucht eine Industriepolitik. Die politischen Behörden müssen bei GE endlich konkrete Zusagen einfordern. Es hat sich gezeigt, dass Lippenbekenntnisse von GE, wie sie anlässlich der letzten Massenentlassung 2018 gegeben wurden, nichts wert sind. Der Fall zeigt, dass eine Politik des «Laissez-faire» zur Deindustrialisierung führt. In erster Linie der Bundesrat muss sich für eine moderne Industriepolitik entscheiden, welche den Werkplatz Schweiz dauerhaft sichert. (…). Unia Schweiz, 17.6.2019.
Unia Schweiz > General Electric. Stellenabbau. Unia Schweiz, 2019-06-17.
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14.06.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Volltext
Vom Detailhandel über die Uhrenindustrie bis auf die Strasse: Die Schweiz bebt! Schweiz steht nicht still. Die Schweiz bebt! Von Le Locle und Le Sentier über Wangen und Winterthur bis hin nach Genf und Grenchen haben bis heute Mittag bereits unzählige Frauen in Betrieben überdeutlich gezeigt: „Wir wollen mehr. Wir haben mehr verdient. Mehr Respekt – mehr Lohn – und mehr Zeit!“. Der Frauen*streik ist in vollem Gang. Bis jetzt haben bereits unzählige Frauen mit vielfältigen Streikaktionen in den Betrieben auf der Strasse diesen Tag zu einem historischen Tag gemacht. Das ist überwältigend! Die Frauen setzen heute ein mächtiges Zeichen: Es braucht Schub bei der Gleichstellung. Es braucht Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit. Überall in der Schweiz laufen Streiks, Streikpausen sowie verlängerte Mittagpausen und unzählige Aktionen. Allen gemeinsam ist, dass die Frauen Anerkennung, Wertschätzung und mehr Lohn verlangen. Etwa am historischen Vallée de Joux, dem Herz der schweizerischen Uhrenindustrie, wo der Frauenstreik 1991 seinen Anfang nahm. Hier haben heute über 500 Frauen in einer verlängerten Mittagspause mehr Respekt und mehr Zeit verlangt. In der Berner Altstadt haben 500 Verkäuferinnen um 11 Uhr ihre Arbeit unterbrochen und auf der Marktgasse für die Anerkennung ihrer Arbeit, mehr Lohn und Ladenöffnungszeiten, die eine Vereinbarkeit von Beruf und Familie erlauben, demonstriert. Walk-Outs und verlängerte Mittagspausen gab es ausserdem bei der Swatch-Gruppe Nivarox in Le Locle. Und einen (…).
Unia Schweiz, 14.6.2019.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Unia Schweiz, 2019-06-14.
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11.06.2019 Schweiz
Ems-Chemie
Personen
Unia Schweiz
Christoph Blocher
Vermögen
Volltext
Blochers kassieren mehr Dividenden als alle 3'075 Mitarbeitenden zusammen verdienen. Der Unterschied zwischen dem tiefsten und höchsten Lohn (Lohnschere) in den grössten Unternehmen der Schweiz verharrt 2018 mit 1:134 auf sehr hohem Niveau. Neben den CEOs und Geschäftsleitungen kassieren besonders die Aktionäre: Insgesamt 56.5 Mia. Franken wurden an sie ausgeschüttet. Die Blochers sahnen am meisten ab: Sie zahlten sich selbst 301.6 Mio. Franken an Dividenden aus – 57.6 Mio. Franken mehr, als ihre weltweit 3'075 Mitarbeitenden bei der EMS-Chemie zusammengerechnet verdienten. Die Unia hat das Verhältnis der tiefsten zu den höchsten Löhnen in den 36 grössten Unternehmen der Schweiz untersucht. Die Lohnschere ging 2018 zwar minim zurück, betrug jedoch immer noch 1:134 (1:136 im Vorjahr). Am weitesten klaffen die Löhne bei der UBS auseinander, wo Abzocker-Spitzenreiter Sergio Ermotti mit einem Bruttolohn von 13.9 Mio. Franken 267 Mal mehr verdient als seine Mitarbeiterin mit dem tiefsten Lohn. Aktionäre kassieren, Angestellte verlieren. Allein in den untersuchten 32 börsenkotierten Unternehmen profitierten die Aktionäre 2018 von Ausschüttungen über 56.5 Mia. Franken. Ganz im Gegensatz dazu die Mitarbeitenden: Nestlé und Novartis, zwei der Unternehmen, die 2018 Dividenden in Milliardenhöhe auszahlten und grosse Aktien-Rückkauf-Projekte durchführten, kündigten im gleichen Jahr einen Abbau von 550 bzw. von über 2’000 Stellen an. EMS Chemie: Familie Blocher zockt ab. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 11.6.2019,
Personen > Blocher Christoph. Einkommen. Unia Schweiz, 2019-06-11.
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11.06.2019 Schweiz
Ems-Chemie
Personen
Unia Schweiz
Christoph Blocher
Ems-Chemie
Vermögen
Volltext
EMS-Chemie: Verdienst des Personals vs. Ausschüttungen an die Familie Blocher 2018 in Franken. Die Lohnschere verharrt 2018 mit 1:134 auf sehr hohem Niveau. Am weitesten klaffen die Löhne bei der UBS auseinander, wo Abzocker-Spitzenreiter Sergio Ermotti mit einem Bruttolohn von 13.9 Mio. Franken 267 Mal mehr verdient als sein/e Mitarbeiter/in mit dem tiefsten Lohn. Die Unia untersucht in ihrer jährlichen Lohnschere-Studie den höchsten und tiefsten Lohn in den 36 grössten Schweizer Unternehmen (Lohnschere). 2018 ging die Lohnschere nur minim zurück, von 1:136 auf 1:134. Die Entschädigungen der Geschäftsleitungsmitglieder stiegen in den untersuchten Konzernen auf insgesamt fast 1 Mia. Franken, diejenigen aller CEOs zusammen auf 181.8 Mio. Franken. Im gleichen Jahr sanken die Reallöhne in der Schweiz um 0,4 Prozent! Aktionäre kassieren, Angestellte verlieren. Allein in den 32 untersuchten börsenkotierten Unternehmen profitierten die Aktionäre 2018 von Ausschüttungen über 56.5 Mia. Franken. Ganz im Gegensatz dazu die Mitarbeitenden: Nestlé und Novartis, zwei der Unternehmen, die 2018 Dividenden in Milliardenhöhe auszahlten und grosse Aktien-Rückkauf-Projekte durchführten, kündigten im gleichen Jahr einen Abbau von 550 bzw. über 2’000 Stellen an. EMS-Chemie: Familie Blocher zockt ab.n Bei drei Unternehmen, EMS-Chemie, Partners Group und Swiss Re, waren die Ausschüttungen an die Aktionäre 2018 höher, als die Löhne aller Mitarbeitenden zusammen. Besonders grotesk ist dies bei der EMS-Chemie: (…). Unia Schweiz, 11.6.2019.
Personen > Blocher Christoph. Einkommen. Vermoegen. Unia Schweiz, 2019-06-11.
Ganzer Text
07.06.2019 Schweiz
Seco
Unia Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Die rote Linie Lohnschutz muss weiterhin gelten. Rahmenabkommen: Die „Rote Linie Lohnschutz“ gilt. Der Entscheid des Bundesrates, den vorliegenden Entwurf nicht zu unterzeichnen, macht den Weg frei für ein gutes institutionelles Rahmenabkommen mit der EU, das die „Rote Linie Lohnschutz“ respektiert. Zuerst gilt es nun aber, den Frontalangriff der SVP auf Personenfreizügigkeit und Flankierende Massnahmen abzuwehren. Die Personenfreizügigkeit mit der EU und starke Flankierende Massnahmen (FlaM) gehören untrennbar zusammen. Sie sind die Basis dafür, dass Arbeitnehmende in der Schweiz nicht auf Grund ihrer Herkunft diskriminiert und gegeneinander ausgespielt werden können. Und sie ermöglichen ganz praktisch die Kontrolle und Durchsetzung von guten Gesamtarbeitsverträgen, Mindestlöhnen und Arbeitsbedingungen für alle Arbeitnehmende. Rahmenabkommen muss Lohnschutz respektieren. Der bestehende Entwurf zum Rahmenabkommen hätte diese Errungenschaften gefährdet. Ohne wirksame FlaM käme das ganze Lohngefüge ins Rutschen - mit unabsehbaren Folgen für alle Lohnabhängigen. Die Unia hat immer klargemacht: Das Prinzip „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort“ darf nicht verletzt werden. Die Flankierenden Massnahmen sind nicht verhandelbar. Sie müssen gestärkt, nicht geschwächt werden. Signal für Arbeitnehmerrechte. Das heutige Bekenntnis des Bundesrates für einen eigenständigen Lohnschutz trägt dem Rechnung. Die Unia versteht es als Signal für die Rechte der (…).
Unia Schweiz, 7.6.2019.
Unia Schweiz > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Unia Schweiz, 2019-06-07.
Ganzer Text
05.06.2019 Kosovo
Nationalrat
Unia Schweiz

Nationalrat
Sozialversicherungsabkommen
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Nationalrat für Sozialversicherungsabkommen mit Kosovo. Zeit der Gerechtigkeit für Kosovar/innen! Der gewerkschaftliche Druck trägt Früchte: Heute hat der Nationalrat endlich das Abkommen mit Kosovo über soziale Sicherheit zugestimmt. Damit wird den kosovarischen Arbeitnehmenden ermöglicht, ihre Rente auch im Ausland zu beziehen und ihren wohlverdienten Ruhestand in ihrem Land zu geniessen. Die Unia begrüsst den Entscheid des Nationalrates, fordert aber nun auch Lösung, wie Ansprüche aus der Zeit, in der es kein Abkommen gab, abgegolten werden können. Kosovo ist der einzige Nachfolgestaat Jugoslawiens, mit dem die Schweiz seit dem 1. April 2010 keine vertraglichen Beziehungen im Sozialversicherungsbereich unterhält. Seit jenem Zeitpunkt wird die Rente nur an in der Schweiz wohnhafte kosovarische Staatsangehörige ausbezahlt. Das Sozialversicherungsabkommen koordiniert insbesondere die Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge der Vertragsstaaten und regelt die Auszahlung von Renten ins Ausland. Hoher Preis der Diskriminierung. Für die Betroffenen war die Situation schwierig. Sie fühlten sich von beiden Staaten im Stich gelassen und der Preis dieser Diskriminierung war hoch: Vielen AHV-Bezüger/innen wurde die Auszahlung der Rente in den Kosovo verweigert. Auch mit dem neuen Abkommen ist nicht restlos geklärt, wie sie diese Ansprüche rückwirkend geltend machen können. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 5.6.2019.
Unia Schweiz > Kosovo. Sozialversicherungsabkommen. Unia Schweiz, 2019-06-05.
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29.05.2019 Schweiz
Uber
Unia Schweiz

Sozialversicherungen
Uber
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Absurde Versicherungs-Praktiken von Uber. Uber muss Fahrer/innen ordentlich anstellen und versichern. Der Dumping-Fahrdienst Uber (und der Essenslieferdienst Uber Eats) will seinen Fahrer/innen eine „Versicherung“ anbieten, die gewisse Leistungen bei Krankheit, Unfall, Mutter- und Vaterschaft vorsieht. Dieses Versicherungskonstrukt ist unsinnig und nutzlos. Uber muss stattdessen seine Fahrer/innen endlich ordentlich anstellen, damit sie den Versicherungsschutz geniessen, der ihnen als Arbeitnehmende von Gesetzes wegen zusteht. Das Geschäftsmodell des US-Konzerns Uber beruht darauf, dass seine Fahrer/innen zur Arbeit als Scheinselbständige gezwungen werden. Obwohl die Suva, das Seco, mehrere Rechtsgutachten und kürzlich das Lausanner Arbeitsgericht die Fahrer/innen als unselbständig Erwerbende bzw. Angestellte von Uber qualifizieren, verweigert der Dumping-Fahrdienst ihnen eine ordentliche Anstellung. Die Fahrer/innen haben deswegen keinerlei Versicherungsschutz. Auch orts- und branchenübliche Löhne bzw. kantonale Mindestlöhne werden nicht eingehalten. Dasselbe Modell wendet Uber auch auf die Kurier/innen des Essenslieferdienstes Uber Eats an, wo zudem der allgemeinverbindliche Landes-Gesamtarbeitsvertrag des Gastgewerbes (L-GAV) zur Geltung kommen müsste. Keine Alibi-Übungen, sondern Gesetze einhalten. Vor diesem Hintergrund ist die Ankündigung von Uber, man wolle den „selbständigen Partner-Fahrern und –Kurieren“ in Partnerschaft mit einer (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 29.5.2019.
Unia Schweiz > Uber. Sozialversicherungen. Unia Schweiz, 2019-05-29.
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23.05.2019 Schweiz
Seco
Unia Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
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FlaM-Bericht 2018 des Seco. Flankierende Massnahmen sind im Kampf gegen Lohndumping wichtiger denn je. Die Zahl der meldepflichtigen Kurzaufenthalter/innen hat nochmals zugenommen, insbesondere in der Temporärbranche. Die paritätischen Kommissionen fanden 2018 bei jedem vierten Schweizer Betrieb und bei jedem fünften Entsendebetrieb Verstösse. Dies zeigt, dass die Flankierenden Massnahmen (FlaM) von grösster Wichtigkeit sind und keinesfalls abgebaut werden dürfen. Die Herausforderungen für die Kontrolle des Arbeitsmarktes in der Schweiz wachsen weiter: Die Zahl der meldepflichtigen Kurzaufenthalter/innen, die weniger als 90 Tage in der Schweiz arbeiten und so unter die Dienstleistungsfreiheit mit der Europäischen Union fallen, hat nochmals zugenommen. 2018 wurde mit 244'707 Personen ein neuer Rekordwert erreicht. Beim Start der Personenfreizügigkeit vor 15 Jahren waren weniger als 100'000 meldepflichtige Kurzaufenthalter/innen zu verzeichnen. Im internationalen Vergleich nimmt die Schweiz mit 113’512 Entsandten und selbständigen Dienstleistungserbringern aus dem EU-Raum nach wie vor einen Spitzenplatz ein. In absoluten Zahlen liegt die Nettobilanz (Entsendungen in die Schweiz abzüglich Entsendungen aus der Schweiz) nur in Deutschland und Belgien höher. Unsichere Temporärarbeit nimmt zu – insbesondere bei Kurzaufenthalter/innen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 23.5.2019.
Unia Schweiz > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Unia, 2019-05-23.
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23.05.2019 Schweiz
Personen
Seco
Unia Schweiz
Thomas Zimmermann
Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
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Wo kontrolliert wird, werden Lohnverstösse aufgedeckt. SECO-Bericht zeigt: Flankierende Massnahmen wichtiger denn je! Der heute veröffentlichte Bericht zu den Flankierenden Massnahmen zeigt: Die Flankierenden sind wichtiger denn je! Wo kontrolliert wird, werden Verstösse aufgedeckt. Insbesondere bei Firmen, die Kurz- und Kürzestaufenthalter oder Temporärarbeitskräfte beschäftigen. Die Kontrolleure der Gesamtarbeitsverträge (GAV) finden in jedem vierten Schweizer Betrieb und bei jedem fünften Entsendebetrieb Verstösse. Rund 6500 Betriebe mit zu tiefen Löhnen. Im vergangen Jahr haben die Kontrolleure über 40‘000 Firmen kontrolliert. Dabei haben sie bei rund 16 Prozent oder 6‘500 Betrieben zu tiefe Löhne oder Scheinselbständigkeit aufgedeckt. In Branchen mit GAV-Mindestlöhnen sind die Verstossquoten etwas höher (über 20 Prozent), weil der Dumping-Tatbestand durch diese Mindestlöhne klar definiert ist. In den übrigen Branchen erlauben die Kantone teilweise Abweichungen von den üblichen Löhnen gegen unten, so dass ein Teil der Firmen mit zu tiefen Löhnen den Kontrolleuren entgeht. Die Verstossquoten betragen 15 Prozent (Entsendefirmen) bzw. 13 Prozent (Schweizer Arbeitgeber). Die Hälfte der Schweizer Arbeitgeber weigert sich, Löhne zu korrigieren. In Branchen mit verbindlichen Mindestlöhnen in GAV oder in Normalarbeitsverträgen (NAV) werden Arbeitgeber mit zu tiefen Löhnen gebüsst. Wenn keine Mindestlöhne vorliegen, fordern die Kantone die Firmen auf, die (…). Thomas Zimmermann.
SGB, 23.5.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. SGB, 2019-05-23.
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17.05.2019 Schweiz
ILO
Unia Schweiz

ILO
Kündigungsschutz
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Gewerkschaftsrechte: Schweiz auf schwarzer Liste. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) hat die Schweiz auf eine schwarze Liste von Ländern gesetzt, welche die Gewerkschaftsrechte nicht ausreichend respektieren. Die IAO kritisiert den ungenügenden Kündigungsschutz für Vertreter/innen der Arbeitnehmenden. Dieses Jahr wird die ILO, die ihren Sitz in Genf hat, 100 Jahre alt. Die Schweiz wird das Präsidium für die im Juni stattfindende ILO-Jubiläumskonferenz innehaben. Ausgerechnet in diesem Jahr findet sich die Schweiz auf einer Liste von 40 Ländern wieder, welche internationale Abkommen der ILO nicht einhalten. Aus Europa werden neben der Schweiz nur Belarus und Griechenland gelistet. Schutz von Gewerkschafter/innen stärken. Der Grund für die Listung ist der ungenügende Kündigungsschutz für in den Betrieben aktive Gewerkschafter/innen, Personalvertreter/innen und Mitglieder der Stiftungsräte von Pensionskassen. Das Schweizer Obligationenrecht sieht heute nur eine Entschädigung von maximal 6 Monatslöhnen bei missbräuchlicher Entlassung vor. In der Realität werden von den Gerichten meist nur Strafen von 2-3 Monatslöhnen ausgesprochen. Das sind Peanuts. Die Schweiz muss ihre Verpflichtungen erfüllen. Seit 2004 verlangt die ILO, dass die Schweiz in ihren Gesetzen die internationalen Normen bezüglich Kündigungsschutz verankert, die sie in ILO-Abkommen ratifiziert hat. Doch die hiesigen Arbeitgeber wehren sich beharrlich. Angesichts der Untätigkeit der Schweiz verstärkt die ILO nun den (…).
Unia Schweiz, 17.5.2019.
Unia Schweiz > Kuendigungsschutz. ILO. Unia Schweiz, 2019-05-17.
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10.05.2019 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
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PeKo-Tagung der Industrie zum EU-Rahmenabkommen. An der diesjährigen Unia-Tagung für Mitglieder der Personalkommissionen aus der Industrie stand der Rahmenvertrag zwischen der Schweiz und der EU zur Debatte. Über 100 Teilnehmende diskutierten die Auswirkungen des vorliegenden Entwurfs des Rahmenabkommens für die Arbeitnehmenden der Industrie. Er würde den Schweizer Lohnschutz massiv verschlechtern. Die Kontrolle der Löhne und Arbeitsbedingungen wäre kaum noch möglich. Und der EU-Gerichtshof könnte den Lohnschutz jederzeit aushebeln. Prominent besetztes Podium. An einer Podiumsdiskussion widmeten sich Nationalrat und Unia-Sektorleiter Industrie, Corrado Pardini, SGB-Chefökonom Daniel Lampart, Swissmem-Direktor Stefan Brupbacher und die Freiburger Professorin für Europarecht Astrid Epiney dem Thema. Personenfreizügigkeit und Lohnschutz gehören zusammen. Aus den Wortmeldungen aus dem Publikum wurde klar: Die Unia verteidigt die Personenfreizügigkeit. Gute, offene Beziehungen zur EU sind gerade für die Industrie notwendig. Doch dazu gehört untrennbar ein starker Lohnschutz. Sonst gewinnen die rechten, fremdenfeindlichen Nationalisten, die unser Land in die Isolation führen wollen: ohne Bilaterale, ohne Personenfreizügigkeit, ohne Schutz der Löhne und Arbeitsbedingungen.
Unia Schweiz, 10.5.2019.
Unia Schweiz > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Unia Schweiz, 2019-05-10.
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07.05.2019 Genf
Solidar Suisse
Unia Schweiz

Asbest
Verbot
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Mit einer Aktion fordern Gewerkschaften und „Solidar“ Suisse Russland zum Handeln auf. Für ein weltweites Asbestverbot. Internationalen Aktivist/innen fordern ein weltweites Verbot von Asbest. Jedes Jahr sterben über 220‘000 Menschen an asbestbedingten Krankheiten. Betroffen sind insbesondere Arbeitnehmende in ärmeren Ländern. Mit einer Aktion auf dem Platz der Nationen in Genf setzten sich heute der Genfer Gewerkschaftsbund und „Solidar Suisse“ zusammen mit internationalen Aktivist/innen für ein weltweites Verbot des gefährlichen Stoffes ein. In der Schweiz ist Asbest seit 30 Jahren verboten. Aber noch immer sterben bei uns jährlich 120 Personen an den Spätfolgen des stark krebserregenden Materials. Viele Länder kennen jedoch noch kein Verbot – dort wird Asbest völlig bedenkenlos verwendet. Zusammen mit „Solidar Suisse“ und den internationalen Gewerkschaftsorganisationen Industriall und BHI (Bau und Holz-Internationale) setzt sich die Unia deshalb für ein weltweites Verbot von Asbest ein. Russland verhindert Fortschritt. Vom 7. bis 10. Mai findet in Genf die Konferenz der Rotterdamer Konvention statt. Durch die Aufnahme von Asbest auf die Liste der gefährlichen Chemikalien könnten die Staaten den internationalen Handel endlich drastisch einschränken. Das Listing muss aber einstimmig beschlossen werden, doch Russland blockiert seit Jahren jede Möglichkeit, den Handel mit Asbest zu begrenzen. Grund: Russland ist für rund die Hälfte der weltweiten Asbest-Produktion verantwortlich und hat somit ein grosses wirtschaftliches Interesse daran, die Gesundheit von Millionen von Menschen zu gefährden. Geschäft (…).
Unia Schweiz, 7.5.2019.
Unia Schweiz > Asbest. Verbot. Unia Schweiz, 2019-05-07.
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