Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 1221

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23.03.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Migros
Sozialpartnerschaft
Volltext
Wahl der neuen Migros-Präsidentin. Unia verlangt von Ursula Nold ein Engagement für echte Sozialpartnerschaft und für Lohngleichheit. Die Gewerkschaft Unia begrüsst die Wahl einer Frau zur Präsidentin des grössten privaten Arbeitgebers der Schweiz. Die Unia fordert sie auf, sich aktiv für Lohngleichheit und für eine Sozialpartnerschaft mit allen relevanten Gewerkschaften des Detailhandels einzusetzen. Unia, die grösste Gewerkschaft des Detailhandels, wünscht Ursula Nold viel Erfolg! Die neue Migros-Präsidentin steht vor grossen Herausforderungen. Als Präsidentin der Delegiertenversammlung des Migros-Genossenschafts-Bundes (MGB) kennt Ursula Nold die Probleme der Migros-Gruppe sehr gut. Wir erwarten, dass sie mögliche Reformen mit Rücksicht auf den grossen Druck, unter dem das Personal steht, begleitet. Sie gibt an, immer eine vorbildliche Personalpolitik unterstützt zu haben. Die Unia nimmt sie beim Wort und fordert, dass allfällige Veränderungen nicht zu Lasten des Personals gehen. Die Gewerkschaft erwartet auch, dass sich Ursula Nold zu einer echten Sozialpartnerschaft mit den relevanten Gewerkschaften des Detailhandels verpflichtet. Die Unia und das Personal der Migros hoffen, dass sich die neue Präsidentin noch stärker für die Gleichstellung der Geschlechter einsetzen wird. Obwohl die Migros in vielen Punkten in diesem Bereich fortschrittlich ist, hat sie sich bisher immer geweigert, ihre Löhne überprüfen zu lassen. In diesem Jahr der Frauenmobilisierung könnte der grösste Arbeitgeber der Schweiz den vielen Frauen, die im Detailhandel angestellt sind, entgegenkommen und eine Lohngleichheits (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 23.3.2019
Unia Schweiz > Migros. Sozialpartnerschaft. Unia Schweiz, 2019-03-23.
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18.03.2019 EU
Schweiz
Unia Schweiz

Europaparlament
Volltext
Wahlen
Europa braucht ein sozialeres Parlament. Die Wahlen für das EU-Parlament finden zwischen dem 23. und dem 26. Mai statt. Zwischen den 23. und 26. Mai werden die EU–Bürger/innen ihre Abgeordnete für das EU-Parlament wählen. Auch EU-Bürger/innen, die in der Schweiz leben, können daran teilnehmen. Die Unia lädt alle ein, progressive Kräfte, die sich für die Rechte der Arbeitnehmenden einsetzen, zu wählen. Das EU-Parlament spielt eine entscheidende Rolle bei die Gesetzgebung in der EU. Alle relevanten Vorschiften benötigen die Zustimmung des Parlaments. Die EU-Abgeordneten entscheiden über die Finanzen und über die Zusammensetzung der EU-Kommission (quasi die Regierung der EU). Diese Wahl wird darüber entscheiden, in welche Richtung sich die EU in den nächsten fünf Jahren entwickeln wird. Besorgniserregende Entwicklung. Die aktuelle politische Entwicklung gibt leider Grund zur Sorge. Überall in der EU werden radikale Kräfte stärker. Sie betrachten soziale Errungenschaften wie Sozialversicherungen und Rechte der Arbeitnehmenden als Bedrohung. Sie schüren Angst vor Migrant/innen und vertreten eine nationalistische und egoistische Politik. So bezeichnen sie beispielsweise die Gleichberechtigung der Geschlechter als einen «Angriff auf traditionelle Werte». Deswegen ist es wichtig, für diejenigen abzustimmen, die für die Rechte der Arbeitnehmenden und ein soziales Europa kämpfen. Für ein sozialeres Europa stimmen gehen. (…).
Unia Schweiz, 18.3.2019.
Unia Schweiz > EU. Europaratswahlen. Unia Schweiz, 2019-03-18.
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14.03.2019 Schweiz
ISAB
Unia Schweiz

Gründung
ISAB
Volltext
Start des Informationssystems Allianz Bau (ISAB). Ein grosser Schritt für eine bessere Durchsetzung der Mindestarbeitsbedingungen auf dem Bau. Firmen, welche die Mindestarbeitsbedingungen nicht einhalten, schaden dem Grossteil der korrekten Betriebe und ihren Mitarbeitenden. Darum haben die Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes den Paritätischen Verein Informationssystem Allianz Bau (ISAB) gegründet, dessen System im März online geht. ISAB stellt für das Bauhaupt- und Ausbaugewerbe national einheitliche Daten im Bereich GAV-Vollzug auf eine datenschutzkonforme Art und Weise zentral zur Verfügung. Heute Donnerstag wurde ISAB erstmals den Medien an einer Pressekonferenz in Bern vorgestellt. Das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) verbessert und modernisiert den Vollzug von allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen in der ganzen Baubranche. Kernstücke des neuen Instrumentes für die bessere Durchsetzung der Gesamtarbeitsverträge sind das ISAB-Portal, die ISAB GAV-Bescheinigung und die ISAB Card. Mit diesen drei Modulen schafft ISAB die Voraussetzung, dass zum ersten Mal branchen- und regionsübergreifend Informationen zur Verfügung stehen, welche Firmen, welchem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind, ob sie kontrolliert wurden und ob allfällig notwendige Nachzahlungen geleistet wurden. ISAB fördert einen fairen Wettbewerb. (…).
Unia Schweiz, 14.3.2019.
Unia Schweiz > ISAB. Gruendung. Unia Schweiz, 2019-03-14.
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10.03.2019 Biel
Frauen
Unia Schweiz

Frauenstreik
Organisation
Volltext
Die Berner Delegation am nationalen Treffen zur Streikkoordination. Über 500 Frauen treffen sich zur Frauen*streik-Vorbereitung. Mehr als 500 Frauen, darunter viele Unia-Aktivistinnen, haben sich in Biel zur nationalen Frauen*streik-Koordination getroffen. In einem gemeinsamen Appell fordern sie mehr Lohn, angemessene Renten, die Aufwertung der Frauenarbeit und eine Verkürzung der Arbeitszeiten. Am 22. September 2018 gingen 20'000 Menschen für gleichen Lohn und gegen Diskriminierung auf die Strasse. Seither ist die nationale Mobilisierung zum Frauen*streik in der ganzen Schweiz ungebremst – dies wurde am ersten nationalen Treffen besonders sichtbar. Auch die Unia-Frauen sind mit von der Partie: Sie sind aktiv in den regionalen Komitees und präsent in den Betrieben. Sie werden am 14. Juni in der ganzen Schweiz am Frauen*streik und -aktionstag teilnehmen und sich gemeinsam mit anderen Frauen für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit einsetzen!
Unia Schweiz, 10.3.2019.
Unia Schweiz > Frauenstreik. Koordination. Unia Schweiz, 2019-03-10.
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08.03.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauentag
Volltext
Internationaler Frauentag 8. März. Frauen*streik: jetzt geht’s los! Der heutige Frauentag ist ein starker Auftakt für den Frauen*streik- und Aktionstag vom kommenden 14. Juni. In allen Regionen der Schweiz beteiligen sich Frauen an Aktionen und Kundgebungen. Auch die Unia ist in der ganzen Schweiz in Betrieben und auf der Strasse für den Frauen*streik präsent. Auf frau-streikt.ch können Frauen und solidarische Männer ab heute den Frauen*streik unterstützen. Die Mobilisierungsdynamik unter den Frauen ist gross: Im Rahmen des heutigen Frauentages beteiligen sich hunderte Frauen in der ganzen Schweiz an Aktionen und Kundgebungen. Die Unia ist in Verkaufsläden und anderen Betrieben sowie und auf der Strasse präsent und informiert über den Frauen*streik und -aktionstag vom kommenden Juni. Respekt – mehr Lohn – mehr Zeit! Der 8. März als Gradmesser zeigt: Die Frauen haben genug – oder eben gerade nicht. Die Lohndiskriminierung ist nach wie vor gross, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben ist ein Hürdenlauf und weltweit stehen Frauenrechte durch reaktionäre Politiker unter Druck. Das macht Frauen in der Schweiz zu Recht wütend. Sie sind bereit, für Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit zu kämpfen! Frauen*streik online unterstützen. Auf der Unia-Kampagnenseite frau-streikt.ch haben Frauen und solidarische Männer die Möglichkeit, mit einem Foto und Testimonial den Frauen*streik zu unterstützen. Ziel ist es, die Vielfalt und Breite der Bewegung sowie Forderungen sichtbar zu machen. Gerade im Jahr (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 8.3.2019.
Unia Schweiz > Frauentag. Unia Schweiz, 2019-03-08.
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06.03.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Coiffeure/Coiffeusen
GAV
Volltext
Coiffeurgewerbe: Intensivierter Kampf gegen Lohndumping. Die Sozialpartner ziehen insgesamt eine positive Bilanz des GAV. Angesichts des weit verbreiteten Lohndumpings haben die Sozialpartner beschlossen, in den Coiffeursalons vermehrt unangemeldete Kontrollen durchzuführen. Ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) ziehen sie insgesamt eine positive Bilanz. 2018 wurden in den Coiffeurgeschäften der Schweiz rund 200 Kontrollen zur Einhaltung des GAV durchgeführt. Das Resultat: Verstösse gegen die Lohnvorschriften in 55 Prozent der Betriebe. 250 zusätzliche unangemeldete Kontrollen. Angesichts dieser grossen Zahl von Zuwiderhandlungen gegen den GAV und der vielen neuen Akteur/innen auf dem Markt, die die Preise drücken, werden die Sozialpartner Kontrolltätigkeit verstärken. Unangemeldete Kontrollen sind ein wirksames Mittel mit präventiver Wirkung. Insgesamt positive Bilanz des GAV. Ein Jahr nach Inkrafttreten des Gesamtarbeitsvertrags ziehen die Sozialpartner insgesamt eine positive Bilanz. Der GAV wurde vom Bundesrat allgemeinverbindlich erklärte und führt Mindestlöhne ein insbesondere für angelernte Arbeitnehmende und Angestellte ohne Ausbildung. Ausserdem werden die Weiterbildungen gefördert. Diese Massnahmen tragen zur Verbesserung des Images und der Attraktivität des Coiffeurberufs bei.
Unia Schweiz, 6.3.2019.
Unia Schweiz > Coiffeure-Coiffeusen. GAV. Unia Schweiz, 2019-03-06.
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06.03.2019 Schweiz
Bauhauptgewerbe
Baunebengewerbe
ISAB
Unia Schweiz

Baugewerbe
Gründung
ISAB
Volltext
Start des Informationssystems Allianz Bau (ISAB): Die Vertragsparteien machen gemeinsam einen grossen Schritt für eine bessere Durchsetzung der Mindestarbeitsbedingungen. Pressekonferenz: Donnerstag, 14. März, 10.15 Uhr, Kongresszentrum Kreuz Bern. Sehr geehrte Medienschaffende. Unseriöse Firmen, welche die Mindestarbeitsbedingungen nicht einhalten, schaden dem Grossteil der korrekten Betriebe. Und auch die Mitarbeitenden haben ein hohes Interesse, dass die Mindestarbeitsbedingungen durchgesetzt werden. Zu diesem Zweck haben praktisch alle Arbeitgeber- und Arbeitnehmerorganisationen des Bauhaupt- und Ausbaugewerbes den Paritätische Verein Informationssystem Allianz Bau (ISAB) gegründet. Im März geht das Informationssystem Allianz Bau (ISAB) online. ISAB verbessert und modernisiert den Vollzug von allgemeinverbindlich erklärten Gesamtarbeitsverträgen in der ganzen Baubranche. ISAB schafft die Voraussetzung, dass zum ersten Mal branchen- und regionsübergreifen Informationen zur Verfügung, welche Firmen, welchem Gesamtarbeitsvertrag unterstellt sind, ob sie kontrolliert wurden und ob allfällig notwendige Nachzahlungen geleistet wurden. Eine derart breite Allianz von Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden der Bauwirtschaft ist so noch nie dagewesen – ein historischer „Schulterschluss“ von 16 Branchen des Baugewerbes. Das gemeinsame Ziel ist, den fairen Wettbewerb durch Transparenz über die Einhaltung gesamtarbeitsvertraglicher Mindestarbeitsbedingungen zu sichern. (…).
Unia Schweiz, Medieneinladung, 6.3.2019.
Unia Schweiz > Baugewerbe. ISAB. Gründung. Unia Schweiz, 2019-03-06.
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25.02.2019 Schweiz
EU
Löhne
Unia Schweiz

Flankiierende Massnahmen
Lohnschutz
Volltext
Starke Arbeitnehmerrechte gegen Nationalismus und Lohndumping. Der Aufstieg des Nationalismus, gewerkschaftliche Gegenstrategien und die Verteidigung des Lohnschutzes waren die Themen der diesjährigen Oltener Diskussionstagung*. Europäische Gewerkschafter unterstützten die Haltung der Unia zum Rahmenabkommen mit der EU. Der Präsident des Europäischen Gewerkschaftsbunds (EGB), Rudy de Leeuw, betonte in seinem Referat, dass die Arbeitnehmerrechte überall in Europa gestärkt werden müssen. Der EGB unterstütze aus voller Überzeugung den Kampf der Schweizer Gewerkschaften für die Beibehaltung des Lohnschutzes im Rahmen der Flankierenden Massnahmen (FlaM). Kein Rahmenabkommen, das den Lohnschutz schwächt. Die FlaM seien beispielhaft für den wichtigen Kampf gegen das Lohndumping, denn sie hätten eine Absenkung des Lohnniveaus in der Schweiz verhindert, sagte de Leeuw. Der EGB stehe hinter der Position der Unia und des SGB, die das vorliegende institutionelle Rahmenabkommen mit der EU ablehnen, weil es den Schweizer Lohnschutz frontal angreift. Unterstützung aus Österreich. Christian Fölzer von der österreichischen Gewerkschaft Bau-Holz berichtete von den Erfahrungen in Österreich mit Lohndumping. Bei Kontrollen auf Baustellen seien bei fast der Hälfte der Entsendeunternehmen Verstösse gegen österreichische Gesamtarbeitsverträge festgestellt worden. Umso wichtiger sei es, dass die Gewerkschaften verbindliche Lohnschutzmassnahmen durchsetzen (…).
Unia Schweiz, 25.2.2019.
Unia Schweiz > Lohnschutz. Flankierende Massnahmen. Unia Schweiz, 2019-02-25.
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22.02.2019 Schweiz
Frauen
Unia Schweiz

Frauenlöhne
Frauenstreik
Volltext
NOW! Respekt und mehr Lohn für die Frauen! Heute ist Equal Pay Day. Der Lohnklau muss endlich ein Ende haben! Auf zum Frauen*streik am 14. Juni! 22.2.2019: Equal Pay Day. Das heisst, dass Frauen bis jetzt gratis gearbeitet haben und erst ab jetzt den Lohn erhalten, der ihnen zusteht. Frauen verdienen immer noch rund 20% weniger als Männer. Obwohl sie mindestens gleich viel leisten wie ihre Kollegen. Neuste Untersuchungen zeigen gar: Der Lohnunterschied zwischen Mann und Frau steigt statt zu sinken. Das ist ungerecht und muss sich ändern! Je mehr Frauen in einer Branche arbeiten, desto tiefer sind die Löhne. Die Löhne in so genannten Frauenbranchen, etwa in der Pflege und Betreuung, im Coiffeurgewerbe oder im Detailhandel sind generell tief und reichen oft nicht oder nur knapp zum Leben. Tiefe Frauenlöhne führen auch zu tieferen Frauenrenten. Frauen arbeiten häufiger Teilzeit und haben aufgrund von Familienpflichten häufiger Unterbrüche in der Erwerbsbiographie. Zusätzlich verdienen sie oft zu wenig. Das wirkt sich negativ auf die Frauenrenten aus und die Diskriminierung setzt sich auch im Alter fort. Die Unia verlangt: Lohngleichheit, anständige Löhne, von denen Frauen leben können! Renten für ein würdiges Leben im Alter. Um ihren Forderungen nach Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit Nachdruck zu verleihen, werden die Unia-Frauen am 14. Juni streiken.
Unia Schweiz, 22.2.2019.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Frauenstreik. Unia Schweiz, 2019-02-22.
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20.02.2019 Kosovo
Unia Schweiz

Sozialversicherungsabkommen
Volltext
Sozialversicherungsabkommen mit Kosovo. Ende jahrelanger Diskriminierung in greifbarer Nähe. Gestern hat die Kommission für Soziale Sicherheit und Gesundheit des Ständerates (SGK-S) einstimmig beantragt, das Abkommen mit Kosovo über soziale Sicherheit zu genehmigen. Damit rückt das Inkrafttreten des Abkommens einen Schritt näher. Die Gewerkschaft Unia hat sich seit Jahren für eine rasche Ratifizierung des Abkommens eingesetzt und begrüsst den Entscheid der Kommission, fordert aber eine Lösung, wie auch rückwirkend Sozialversicherungsansprüche abgegolten werden können. Kosovo ist der einzige Nachfolgestaat Jugoslawiens, mit dem die Schweiz seit dem 1. April 2010 keine vertraglichen Beziehungen im Sozialversicherungsbereich unterhält. Seit jenem Zeitpunkt wird die Rente nur an in der Schweiz wohnhafte kosovarische Staatsangehörige ausbezahlt. Das Sozialversicherungsabkommen koordiniert insbesondere die Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge der Vertragsstaaten und regelt die Auszahlung von Renten ins Ausland. Bereits am 18. Oktober 2018 hatte das kosovarische Parlament das Abkommen ratifiziert. Allerdings erst nach der Zustimmung des kosovarischen und Schweizer Parlamentes kann das Abkommen in Kraft treten. Als nächstes wird der Ständerat über das Abkommen abstimmen. Auszahlung der Renten auch rückwirkend sichern. Nach dem gestrigen Entscheid der SGK-S rückt das Ende jahrelanger Diskriminierung und greifbare Nähe. Denn ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens des  (…).
Unia Schweiz, 20.2.2019.
Unia Schweiz > Kosovo. Sozialversicherungen, 2019-02-20.
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19.02.2019 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Samuel Burri
Gesundheitsschutz
Pflegepersonal
Volltext
Pflege gefährdet die Gesundheit. Ein Grossteil der Befragten der Umfrage sieht keine Zukunft in der Pflege. Die stationäre Langzeitpflege ist im Wandel, zum Nachteil der Pflegenden. Stress, Personalmangel, gesundheitliche Beschwerden, sind nur einige Punkte. Viele Pflegende distanzieren sich von ihrem Beruf und wollen ihn verlassen. Dabei gibt es Lösungen – und die braucht es jetzt. „Pflegeberufe werden nicht geschätzt. Wer im Büro arbeitet kann niemanden aufgrund eines falsch verabreichten Medikamentes umbringen, verdient aber mehr als Pflegende. Wir haben wenig Freizeit und gehen psychisch und physisch kaputt.“ Das sind die Worte einer Fachfrau Gesundheit. Auf die Frage, ob sie bis zur Pensionierung in der Pflege arbeiten möchte, antwortet sie: „Nein“. Klingt resigniert? Es kommt noch dicker; die Frau ist erst 20 Jahre alt. Die zitierte Frau hat an unserer Umfrage teilgenommen. Wie über 2800 Pflegende auch – davon 1194 Personen aus der Langzeitpflege, also Angestellte in Alters- und Pflegeheimen. Ihre Antworten auf unsere Fragen rund um ihren Arbeitsalltag verbildlichen, wie schwierig die Arbeitsbedingungen in der Pflege sind. Pflege im Wandel. Mit 87 Prozent ergreifen mehrheitlich Frauen einen Pflegeberuf in Alters- und Pflegeheimen. Meist aus idealistischen Gründen. Sie sind mit Herzblut dahinter und wollen für andere da sein. Oft machen ihnen die Arbeitsbedingungen einen Strich durch die Rechnung. Doch wie kommt es zu derart schlechten Bedingungen? Seit Jahren wandelt sich die stationäre (…). Samuel Burri.
Unia Schweiz, 19.2.2019.
Personen > Burri Samuel. Pflegepersonal. Gesundheitsschutz. Unia, 2019-02-19.
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15.02.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Meinungsumfrage
Pflegepersonal
Volltext
Pflegepersonal unter Druck. Pflege-Umfrage: Ergebnisse sind alarmierend. Eine Umfrage der Gewerkschaft Unia zeigt: Fast die Hälfte der Pflegenden will ihren Beruf aufgeben. Dies aufgrund unzureichender Arbeitsbedingungen und gesundheitlichen Problemen durch die Arbeit. Stress und eine unausgeglichene Work-Life-Balance schlagen auf die Gesundheit. Durch Personalmangel und Spardruck leidet die Pflegequalität. Die Unia fordert deshalb eine faire Pflegefinanzierung und einen Dialog auf Augenhöhe zwischen Arbeitgebern und den Pflegenden und ihren Gewerkschaften. Die wichtigsten Ergebnisse der Umfrage: 47 Prozent der Befragten geben an, voraussichtlich nicht bis zur Pensionierung in der Pflege zu arbeiten, 34 Prozent sind sich unsicher. 86 Prozent fühlen sich regelmässig müde und ausgebrannt. Prozent haben als Folge der Arbeit körperliche Beschwerden. 87 Prozent haben nicht genügen Zeit für die Bewohner/innen. 92 Prozent sind der Meinung, dass die Pflegequalität durch Personalmangel und Spardruck leidet. Die Ergebnisse der Pflege-Umfrage der Unia sind erschreckend. Für fast die Hälfte der rund 1‘200 Befragten der Langzeitpflege ist bereits klar: Sie wollen oder können nicht bis zur Pensionierung in ihrem Beruf bleiben. Die Hauptgründe: zu hohe Belastung durch unzureichende Arbeitsbedingungen und gesundheitliche Probleme durch den Pflegeberuf. Dies ist umso alarmierender, da die Mehrheit der Befragten 30 Jahre oder jünger sind und viele davon erst seit kurzem in der Pflege arbeiten. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.2.2019.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Meinungsumfrage. Unia Schweiz, 2019-02-15.
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15.02.2019 Schweiz
Ständerat
Unia Schweiz

Arbeitsgesetz
Gesundheitsschutz
Volltext
Nein zu den Angriffen aufs Arbeitsgesetz! Im März 2018 fordern rund 1'300 Arbeitnehmende mit einer Petition den Schutz der Arbeitnehmenden. Die Wirtschaftskommission des Ständerates hält an ihrem Frontalangriff auf die Gesundheit und die Arbeitszeiten der Arbeitnehmenden fest. Die Unia verlangt, dass die Angriffe auf das Arbeitsgesetz gestoppt werden! Obwohl die Gewerkschaften, Arbeitnehmerorganisationen, die Mehrheit der Kantone, Verbände des Gesundheitswesens und Kirchen sich massiv gegen die Angriffe aufs Arbeitsgesetz gewehrt haben, zeigt sich die Politik weiterhin fest entschlossen, den Schutz der Arbeitnehmenden aufzuweichen. Die Wirtschaftskommission (WAK-S) des Ständerates hat einen Gesetzesentwurf, der den Gesundheitsschutz weiter aushöhlt, angenommen und dem Bundesrat zur Stellungnahme unterbreitet. Angriffe aufs Arbeitsgesetz sind inakzeptabel. eregelte Arbeitszeiten und die Erfassung der Arbeitszeiten sind das wirksamste Mittel gegen Überlastung am Arbeitsplatz. Diesen Schutz auszuhebeln, macht die Menschen krank. Gemeinsam mit der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit wird die Unia die Änderungen des Arbeitsgesetzes vehement bekämpfen.
Unia Schweiz, 15.2.2019.
Unia Schweiz > Arbeitsgesetz. Gesundheitsschutz. Unia Schweiz, 2019-02-15.
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06.02.2019 Schweiz
Unia Schweiz

Medienkonferenz
Meinungsumfrage
Pflegepersonal
Pressekonferenz
Volltext
Pflegepersonal unter Druck. Ergebnisse der Unia-Umfrage zum Arbeitsalltag in der Pflege. Die Gewerkschaft Unia lädt Sie ein zur Pressekonferenz: Freitag, 15. Februar, 10.00 Uhr im Vatter Business Center, ärenplatz 2, Bern. Sehr geehrte Medienschaffende. Pflege und Betreuung sind im Wandel: Druck und Stress bei der Arbeit nehmen zu. Im Fokus der Politik stehen aber Sparmassnahmen und Kostenoptimierung. Wie es dabei den Pflegenden geht, interessiert die Politik nicht. Eine Umfrage der Unia zu Arbeitsbedingungen, Motivation und Gesundheit von Pflegenden bringt Licht ins Dunkle. Von November bis Januar haben über 2‘800 Angestellte an der Umfrage teilgenommen. Davon arbeiten rund 1200 Personen in der Langzeitpflege. Die Resultate sind alarmierend. Mehr als die Hälfte der Befragten will den Pflegeberuf verlassen. Die Hauptgründe: zu hohe Belastung durch unzureichende Arbeitsbedingungen und gesundheitliche Probleme durch den Pflegeberuf. An der Medienkonferenz werden die Umfrageresultate präsentiert sowie die daraus resultierenden Forderungen und Massnahmen der Unia vorgestellt. Es referieren: Samuel Burri, Branchenverantwortlicher Pflege Unia. Yolande Peisl-Gaillet, Gewerkschaftssekretärin Sektor Tetiär Unia. Eine aktive Pflegende (anonym). Silja Kohler, Mediensprecherin Unia. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 6.2.2019.
Unia Schweiz > Pflegepersonal. Medienkonferenz. Unia Schweiz, 2019-02-06.
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05.02.2019 Schweiz
Holcim AG
Unia Schweiz

Holcim AG
Lohnerhöhungen
Volltext
Knausriger Zementriese: Lohnverhandlungen mit Holcim gescheitert. Trotz guter Geschäftslage keine Reallohnerhöhung bei Holcim. Die Lohnverhandlungen mit Holcim Schweiz sind gescheitert. Trotz gutem Geschäftsgang weigerte sich der Konzern, seinen Angestellten zumindest die laufende Teuerung auszugleichen. Die Arbeitnehmenden-Delegation lehnte das Angebot entschieden ab. Statt einer mehr als verdienten Reallohnerhöhung will der Zementriese de facto einen Reallohnverlust für seine Angestellten durchsetzen. Die zuletzt offerierte Lohnerhöhung hätten nicht einmal die Teuerung ausgeglichen. Das kommt für die Arbeitnehmenden-Vertretung nicht in Frage. Ein Affront. Bei den Arbeitnehmenden stösst das Verhalten von Holcim auf Unverständnis: „Während die Aktionäre den Gewinn einsacken, haben die Angestellten am Ende des Monats weniger im Portemonnaie. Dieser Lohnklau ist inakzeptabel“, sagt Lena Frank von der Gewerkschaft Unia. Reallohneinbusse für die Arbeitnehmenden. Die Teuerung betrug im letzten Jahr 0,9 Prozent. Ausserdem steigen die Kosten für die Krankenkasse stetig an. „Mit dem letzten Angebot von Holcim hätten die Arbeitnehmenden real eine Lohneinbusse“ , sagt Bajram Arifaj von der Gewerkschaft Syna. Die Verhandlungs-Delegation wird nun die Kolleg/innen in den Betrieben konsultieren, um mit ihnen das weitere Vorgehen zu planen.
Unia Schweiz, 5.2.2019.
Unia Schweiz > Holcim. Lohnerhöhungen. Unia Schweiz, 2019-02-05.
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01.02.2019 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Work
Christian Egg
Anna Luisa Ferro Mäder
Hausnummern
Prix Engagement
Reinigung
Volltext
Prix Engagement: Die Unia ehrt eine Pflegerin, eine Putzfrau und zwei Näherinnen. Diese Frauen haben geputzt! Couragiert wehrten sie sich in ihrem Job für sich und für andere – und gewinnen jetzt den Prix Engagement der Unia. Wir gratulieren! Für Alexandra Lino war rasch klar: „Wenn ich nichts mache, passiert nichts.“ Und es musste etwas passieren. Denn die Zustände, welche die 46jährige Putzfrau im Zürcher Fünfsternhotel Marriott erlebte, waren „eine Katastrophe“. Sie und ihre Kolleginnen hatten viel zu wenig Zeit, um die Zimmer gründlich zu reinigen. Mussten zum Beispiel aus Zeitnot die Gläser aus der Minibar und die WC-Bürste zusammen im gleichen Lavabo waschen, mit dem gleichen Putzlumpen. Arbeiteten regelmässig elf, zwölf Stunden am Tag ohne Essenspause. Und hatten ständig die Chefin im Nacken. Putzfrau Lino sagt: „Sie kam oft zu mir ins Zimmer und rief: Bist du fertig? Schnell, schnell! Du hast keine Zeit, mit der Kollegin zu sprechen!“ Also wehrte sie sich. Zuerst kontaktierte sie die Unia. Diese nahm das Problem auf, recherchierte weiter und machte im vergangenen Sommer mit einem Report die Zustände öffentlich (Work berichtete). Der „Blick“ schrieb über den „Ekel-Alarm in Schweizer Hotels“, Alexandra Lino stand mit Foto hin. Marriott musste sich erklären. Für ihren Mut und ihren Einsatz hat Lino jetzt von der Unia den diesjährigen Prix Engagement bekommen, zusammen mit drei anderen starken Frauen. Der Preis wird seit 2018 vom Dienstleistungssektor der Unia vergeben und zeichnet (…). Christian Egg, Anna Luisa Ferro.
Work online, 1.2.2019.
Personen > Egg Christian. Reinigung. Preisverleihung. Work, 2019-02-01.
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31.01.2019 Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Lohngleichheit
Volltext
Lohnklau an den Frauen nimmt zu. Freiwillige Lohnanalysen gescheitert. Die heute vom BfS publizierten Zahlen zur Lohngleichheit sind alarmierend: Der diskriminierende Anteil bei der Lohnungleichheit zwischen den Geschlechtern stieg von 39,1% (2014) auf 42,9 (2016). Das sind durchschnittlich 7‘680 Franken pro Jahr. Die Unia verlangt von allen Betrieben, dass sie 2019 – dem Jahr der Frauen – endlich Lohnanalysen durchführen. Fehlbare Betriebe müssen zwingend Massnahmen treffen, um die Frauenlöhne nach oben anzupassen. Die Zeit der freiwilligen Massnahmen ist vorbei. Sie sind offensichtlich gescheitert. Lohnunterschiede, die nicht mit Ausbildung oder Verantwortung erklärt werden können, bilden den unerklärbaren, das heisst diskriminierenden Lohnunterscheid zwischen den Geschlechtern. 2014 betrug die Differenz 39.1%. Bis 2016 ist sie auf 42.9% gestiegen. Fazit: Die Lohndiskriminierung wächst, statt dass sie endlich sinkt. Die Analyse des Bundesamts für Statistik (BfS) zeigt, dass der diskriminierende Anteil umso grösser ist, je jünger die Angestellten sind. Heisst: Frauen werden bereits bei der Erstanstellung beim Lohn diskriminiert, nur weil sie Frauen sind. Und nicht, weil sie im Verlauf ihres Berufslebens Familien gründen oder freiwillig auf Karriere verzichten, wie das bürgerliche Männer immer wieder gern behaupten. Diese Diskriminierung ist inakzeptabel! Betriebe in der Pflicht. Das revidierte Gleichstellungsgesetz verpflichtet Betriebe ab 100 Mitarbeitenden, die Löhne regelmässig zu überprüfen. Die heutigen Zahlen zeigen, wie ungenügend diese Massnahmen und wie gross ein Affront der Politik und der Arbeitgeber gegenüber (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 31.1.2019.
Unia Schweiz > Lohngleichheit. Unia Schweiz, 2019-01-31.
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28.01.2019 Schweiz
Unia Schweiz

DV
Tertiärsektor
Volltext
Delegiertenversammlung des Sektors Tertiär. Respekt, mehr Lohn und mehr Zeit für die Frauen! An ihrer heutigen Versammlung in Bern haben die Delegierten des Sektors Tertiär der Gewerkschaft Unia eine Resolution zur Unterstützung des Kampfs der Frauen verabschiedet. Sie brachten ihren Unmut über die ungenügende Revision des Gleichstellungsgesetzes zum Ausdruck. Deshalb unterstützen die Delegierten den Frauenstreik vom 14. Juni 2019. Zudem wurde der „Prix Engagement“ an vier Frauen verliehen, die sich durch ihr mutiges Handeln ausgezeichnet haben. Die rund 60 heute in Bern versammelten Delegierten des Sektors Tertiär der Unia haben eine Resolution mit der Forderung nach echter Gleichstellung und zur Unterstützung des Frauenstreiks verabschiedet. Angesichts der enttäuschenden Revision des Gleichstellungsgesetzes, die nur ungenügende Massnahmen für eine wirksame Bekämpfung der Lohnungleichheit vorsieht, machten die Delegierten deutlich, dass der Kampf der Frauen weitergeführt werden muss. Sie verurteilten den in unserer Gesellschaft immer noch vorherrschenden patriarchalen Geist: Sexismus, Ungleichheiten und Gewalt gegen Frauen halten sich in der Schweiz hartnäckig, mit der Folge, dass Gleichberechtigung und Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern keineswegs gewährleistet sind. Respekt, Lohn und Zeit. Zur Schaffung einer echten Gleichstellung fordern die Delegierten: gerechten Lohn für die geleistete Arbeit, ungeachtet des Geschlechts. sichere und stabile Arbeitsbedingungen für alle. echte Chancengleichheit. Anerkennung der Erziehungs- und (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 28.1.2019.
Unia Schweiz > Tertiaer. DV. Unia Schweiz, 2019-01-28.
Ganzer Text
15.01.2019 EU
Schweiz
Löhne
Unia Schweiz

Bundesgericht
EU
Löhne
Volltext
Euro-Löhne in der Schweiz. Das Bundesgericht weigert sich, das tatsächliche Problem anzugehen. Die oberste Justizbehörde weigert sich, das tatsächliche Problem der Bezahlung von Euro-Löhnen durch Schweizer Firmen anzupacken. Das Bundesgericht geht in seinem Urteil nicht auf die diskriminierenden Aspekte dieser Praxis ein, die kantonale Gerichte in Schaffhausen und im Jura festgestellt hatten. Die Unia kritisiert das Bundesgericht dafür, dass es die Verantwortung auf die schwächste Partei im Arbeitsverhältnis, die Angestellten, überträgt. Bevor sie politische Schlüsse zieht, wartet die Unia die Urteilsbegründung ab. Das Bundesgericht verzichtet darauf, das Grundproblem der Bezahlung von Euro-Löhnen in der Schweiz anzugehen: diskriminierende Lohnkürzungen für Mitarbeitende eines Schweizer Unternehmens, die ihren Wohnsitz in der Europäischen Union haben. Gleichzeitig weist es die Ansprüche von Arbeitnehmenden zurück, die ihre Rechte nicht unverzüglich geltend gemacht haben. Ein Angriff auf die Schwächsten. Indem das Bundesgericht die Mitarbeitenden dafür verantwortlich macht, Löhne in Euro akzeptiert zu haben, ignoriert es die Realitäten in der Arbeitswelt. Tatsächlich sehen sich die Angestellten aus Angst vor Arbeitsplatzverlust oft gezwungen, eine Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen hinzunehmen. Das Bundesgericht überwälzt die Verantwortung für die ungleiche Behandlung zwischen im In- und im Ausland wohnhaften Angestellten ganz auf die Mitarbeitenden selber. Es stellt in keiner Weise die diskriminierende Praxis der Unternehmen in Frage, Löhne in Euro zu zahlen. Dies, obwohl die Kantonsgerichte in (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.1.2019.
Unia Schweiz > EU. Loehne. Bundesgericht. Unia Schweiz, 2019-01-15.
Ganzer Text
15.01.2019 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Vania Alleva
Programm
Unia Schweiz
Volltext
Arbeitnehmendenrechte stärken - Gleichstellung durchsetzen. Wie Unia-Präsidentin Vania Alleva an der Jahresmedienkonferenz des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) das Jahr 2019 sieht. Die Gewerkschaften in der Schweiz blicken auf ein kämpferisches Jahr 2018 zurück. Mit einer grossen Demo zur Lohngleichheit haben sie ein starkes Zeichen für Gleichstellung gesetzt. Und Dank einer eindrücklichen Mobilisierung der Bauarbeiter wurden der Landesmantelvertrag (LMV) und die Frühpensionierung mit 60 auf dem Bau ohne Abstriche verteidigt. „Unsere Kampagnen und Mobilisierungen sind aber auch bitter nötig“, sagt Vania Alleva. Trotz solidem Wirtschaftswachstum habe die Schweiz den Pfad des sozialen Ausgleichs verlassen. Arbeitnehmerrechte stärken statt Lohnschutz abbauen. Die Gewerkschaften werden demnach entschlossen gegen jeden Abbau der Flankierenden Massnahmen und damit für den Lohnschutz in der Schweiz kämpfen. Das Bekenntnis der Unia zum Lohnschutz richtet sich aber nicht gegen Europa. Im Gegenteil: Gemeinsam mit den Gewerkschaften in anderen Ländern kämpft sie für die Stärkung der Arbeitnehmerrechte für alle Arbeitnehmenden unabhängig von ihrer Herkunft. Hausaufgaben: Lohnentwicklung und Lohngleichheit. Trotz solider Gewinne sind die Unternehmen mehrheitlich nicht bereit, ihren Erfolg mit den Beschäftigten, die massgeblich dazu beigetragen haben, zu teilen. Die definitive Bilanz der Lohnverhandlungen steht zwar noch aus, doch nach zwei Jahren Lohnstagnation ist angesichts der Teuerung für das Jahr 2019 eine Reallohneinbusse absehbar. Das ist sozial ungerecht und (…).
Unia Schweiz, 15.1.2019.
Personen > Alleva Vania. Unia. Programm 2019. Unia Schweiz, 2019-01-15.
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19.12.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Unia Schweiz

Bauarbeiter
Baumeisterverband
Landesmantelvertrag
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Kämpfen lohnt sich: Vertragsabschluss im Bau! Kämpfen lohnt sich – 18‘000 Bauarbeiter an der grossen Demo im Zürich für die Rente mit 60, gegen einen Abbau beim LMV und für eine anständige Lohnerhöhung. 20 Verhandlungsrunden und ein intensiver Arbeitskampf waren nötig – doch nun steht fest: Auf 1. Januar 2019 tritt der neue Landesmantelvertrag für das Bauhauptgewerbe in Kraft, die Rente mit 60 ist gesichert und die Bauarbeiter bekommen eine anständige Lohnerhöhung. Nach zähen Verhandlungen und einer engagierten Protestbewegung während des ganzen Jahres – mit den Höhepunkten Bau-Demonstration im Juni und den Protesttagen im Herbst – haben sich die Gewerkschaften Unia und Syna und der Baumeisterverband geeinigt. Das Resultat in Kürze. Die Rente mit 60 ist gesichert und der Landesmantelvertrag wird mit wenigen Verbesserungen erneuert. Und die Bauarbeiter bekommen endlich die längst verdiente Lohnerhöhung: Die Löhne im Bauhauptgewerbe steigen 2019 und 2020 um je 80 Franken pro Monat. Druck der Bauarbeiter hat gewirkt. Kämpfen lohnt sich – das haben die Bauarbeiter dieses Jahr eindrücklich unter Beweis gestellt. Den Auftakt zu den grossen Bau-Mobilisierungen machte die Demo in Zürich: Tausende von Bauarbeitern aus der ganzen Schweiz gingen auf die Strasse und demonstrierten lautstark für ihre Rechte. Für die Würde und Rechte der Arbeitnehmenden. Zuvor hatte die Baumeister während Monaten Verhandlungen über die Sicherung der Rente mit 60 verweigert. (…).
Unia Schweiz, 19.12.2018.
Unia Schweiz > Bauarbeiter. Landesmantelvertrag. Unia Schweiz, 2018-12-18.
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17.12.2018 Schweiz
Personalverleih-Branche
Unia Schweiz

GAV
Personalverleih
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Neuer GAV Personalverleih gilt ab 1. Januar 2019. Gleicher Lohn für Temporärangestellte wie für Festangestellte ab 2021. Der Bundesrat hat den GAV Personalverleih für allgemeinverbindlich erklärt. Der GAV gilt damit für alle Personalvermittler der Schweiz: Ihm sind über 360‘000 Arbeitnehmende unterstellt. Der Gesamtarbeitsvertrag (GAV) garantiert Temporärarbeitenden auch weiterhin verbindliche Minimalstandards für Lohn- und Arbeitsbedingungen, moderne Regelungen für die berufliche Vorsorge, einer Branchenlösung für die Krankentaggeld-Versicherung und einen eigenen Weiterbildungsfonds. Er gilt bis Ende 2020. Höhere Mindestlöhne und Equal Minimum Pay. Die Sozialpartner einigten sich darauf, die Mindestlöhne bis Ende 2020 um jeweils 60 bis 75 Franken zu erhöhen. Ab 2021 soll zudem das Equal Minimum Pay-Prinzip im GAV Personalverleih umgesetzt werden. Damit würden für Temporärarbeitende dieselben Mindestlöhne wie für Festangestellte gelten – auch in Branchen und Unternehmen, deren GAV nicht allgemeinverbindlich erklärt sind. In Branchen mit einem allgemeinverbindlichen GAV gelten schon heute dieselben Mindestlöhne für Temporärarbeitende und Festangestellte.
Unia Schweiz, 17.12.2018.
Unia Schweiz > Personalverleih. GAV. Unia Schweiz, 2018-12-17.
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15.12.2018 Schweiz
Syna
Unia Schweiz

Baumeisterverband
Landesmantelvertrag
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Bau-Konferenzen der Gewerkschaften Syna und Unia. Gewerkschaften stimmen Lösung zu. Heute haben 150 Delegierte an der Baukonferenz der Unia in Bern sowie 60 Delegierte der Baukonferenz der Syna in Olten dem Verhandlungsergebnis im Baukonflikt zugestimmt. Dieses war am 3. Dezember nach 20 Verhandlungsrunden und einem harten Arbeitskonflikt im Bau von den Verhandlungsdelegationen ausgehandelt worden. Nach 20 Verhandlungsrunden, einer Demonstration mit 18‘000 Bauarbeitern im Juni sowie Protesttagen im Oktober und November, an denen sich über 15‘000 Bauarbeiter beteiligten, kam es am 3. Dezember in den Verhandlungen zum Durchbruch. Die Verhandlungsdelegationen des Baumeisterverbandes und der Gewerkschaften einigten sich auf ein Lösung: Die Rente mit 60 ist gesichert, die Bauarbeiter bezahlten dafür höhere Beiträge. Der Landesmantelvertrag wird mit einigen Verbesserungen für beide Seiten erneuert und die Löhne im Bauhauptgewerbe werden auf 2019 und 2020 um je 80 Franken pro Monat erhöht. Damit dieses Ergebnis möglich war, mussten beide Seiten von ihren Maximalforderungen abrücken. Die Delegierten der Gewerkschaften stimmten dem Verhandlungsergebnis heute mehrheitlich zu. Das Ergebnis stelle ein realistisches Ergebnis dar und eine Lösung des Konfliktes sei im Interesse der gesamten Branche, war der Grundtenor in den Gewerkschaftsversammlungen. Nächsten Mittwoch beschliessen die Delegierten des Baumeisterverbandes über das Resultat. Dann (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.12.2018.
Unia Schweiz > Baukonferenz. Landesmantelvertrag. Unia Schweiz, 2018-12-15.
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14.12.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Personen
Unia Schweiz
Ralph Hug
Baumeisterverband
Landesmantelvertrag
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Neuer Bau-Vertrag noch im alten Jahr: Geschafft? Für die Bauleute hat sich der intensive Kampf gelohnt: ein erneuerter Landesmantelvertrag, mehr Lohn und eine sichere Rente mit 60 – darauf haben sich die Verhandlungsdelegationen geeinigt. Die definitiven Entscheide fallen demnächst. Es brauchte noch eine Extra-Sitzung. Doch dann, in der 20. Verhandlungsrunde, war der Durchbruch da. Die Gewerkschaften und der Baumeisterverband einigten sich im Verhandlungsmarathon um Lohn, Rente und einen neuen Landesmantelvertrag (LMV) auf ein gemeinsames Resultat. Und so sieht es aus: Rente 60. Die wichtigste Errungenschaft der Bauleute bleibt erhalten. Und zwar ohne Abstriche: Es gibt keine Erhöhung des Rentenalters und auch keine Rentenkürzungen. Um die finanzielle Belastung durch die in Rente gehende Generation der Babyboomer aufzufangen, steigen die Beiträge der Arbeitnehmenden vorübergehend an: im 2019 um 0,5 Lohnprozent und im 2020 nochmals um 0,25 Lohnprozent. Der flexible Altersrücktritt (FAR) steht damit in Zukunft auf einer sicheren Grundlage. Landesmantelvertrag: Der LMV wird erneuert, mit einigen Verbesserungen für beide Seiten. So muss ein Patron ältere Bauarbeiter vor einer Entlassung zwingend anhören. Neu gilt der LMV auch bei Asbestsanierungen. Und künftig können die paritätischen Berufskommissionen die Arbeitnehmenden über geldwerte Verstösse von fehlbaren (…). Ralph Hug.
Work online, 14.12.2018.
Personen > Hug Ralph. Bauhauptgewerbe. LMV. Work online, 2018-12-14.
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11.12.2018 Schweiz
Bürgerblock
Unia Schweiz

Menschenrechte
Migrationspakt
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UNO-Migrationspakt. Gemeinsame Verantwortung für Menschenrechte wahrnehmen! Heute hat der Nationalrat entschieden, dass der UNO-Migrationspakt dem Parlament zur Verabschiedung vorgelegt wird. Die Unia begrüsst, dass sich der Nationalrat nicht gegen eine Unterzeichnung ausgesprochen hat und fordert das Parlament nun auf, der Unterzeichnung des Paktes zuzustimmen. Im Juli 2018 haben sich die Mitgliedsstaaten der Vereinten Nationen (UNO) zum ersten Mal auf ein globales Übereinkommen geeinigt, das einen Kooperationsrahmen für die Regulierung von Migration schafft. Der Migrationspakt wurde gestern in Marrakesch angenommen. Vorletzte Woche hatte der Ständerat entschieden, die Entscheidkompetenz betreffend Unterzeichnung des Migrationspaktes dem Parlament zu übertragen. Heute hat der Nationalrat diesen Entscheid gestützt. Obwohl die Schweiz bei seinem Ausarbeiten eine führende Rolle hatte, wollen rechtsbürgerliche Kreise im In- und Ausland seine Unterzeichnung verhindern und benutzen ihn, um Ängste vor Migration zu schüren. Nein zu Ausbeutung und Diskriminierung. Der Pakt basiert auf der Souveränität der Staaten und der gemeinsamen Verantwortung für die Umsetzung der Menschenrechte und gegen Diskriminierung. Ziel ist es, die Menschenrechte und Grundfreiheiten der Migrant/innen zu gewährleisten. Die Staaten bleiben hinsichtlich ihrer nationalen Migrationspolitik souverän und regeln die Zuwanderung von Arbeitsmigrant/innen selbständig. Sie verpflichten sich allerdings dazu, Migrant/innen vor (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 11.12.2018
Unia Schweiz > Migrationspakt. Menschenrechte. Unia Schweiz, 2018-12-11.
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