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13.10.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Hauslieferdienst
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Lieferservice Amigos. Migros muss ihre „Freunde“ anstellen. Seit eineinhalb Jahren lässt die Migros mit der Plattform „Amigos“ scheinselbständige „Bringe“ Einkäufe ausliefern. Nun hält die AHV-Ausgleichskasse des Kantons Zürich fest: Die „Bringer“ sind Angestellte der Migros. Die Unia fordert die Migros auf, unverzüglich alle Amigos-Lieferant/innen ordentlich anzustellen und zu versichern. Zudem muss die Migros auch die Löhne, Versicherungsbeiträge und Berufsauflagen rückwirkend bezahlen. Wie die SonntagsZeitung berichtet, hat die AHV-Ausgleichskasse des Kantons Zürich in einem wegweisenden Entscheid einen „Bringer“ als unselbständig, also als Angestellten der Migros eingestuft. Diese Entscheidung klärt die Rechtsunsicherheit über den Status dieser Lieferant/innen. Illegale Scheinselbständigkeit. Die Migros wollte die „Bringer“ bisher nicht anstellen, sondern liess sie als Scheinselbständige arbeiten. Das heisst, die Lieferant/innen arbeiteten ohne fixen Lohn, ohne Unfall-, Arbeitslosen- und Krankentaggeldversicherung sowie ohne Altersvorsorge. Die Unia hat dieses Modell vehement kritisiert und die Uberisierung von Dienstleistungen bei der Migros denunziert. Jetzt gibt die Ausgleichskasse der Gewerkschaft Recht. Migros in der Pflicht. Die Unia fordert die Migros auf, unverzüglich alle Amigos-Lieferant/innen ordentlich anzustellen und zu versichern. Für die vergangenen eineinhalb Jahre muss die Migros den „Bringer/innen“ zudem Löhne, Sozialversicherungsbeiträge und Auslageersatz etwa für den Einsatz von privaten (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 13.10.2019.
Unia Schweiz > Hauslieferdienst. Unia Schweiz, 2019-10-13.
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12.04.2019 Schweiz
Migros
Personen
Work
Christian Egg
Amigo
Hauslieferdienst
Volltext
Die Migros lässt Leute für ein Sackgeld arbeiten. Der orange Amigo-Kapitalismus. Der neue Migros-Lieferdienst Amigos macht auf Nachbarschaftshilfe. Work hat ihn getestet und zeigt, was wirklich dahintersteckt. Bananen, Hackfleisch, Papiertaschentücher: Mit einem Klick landet alles im Warenkorb. Die neue Einkaufsplattform der Migros unterscheidet sich auf den ersten Blick nicht von anderen Webshops. Die Einkäufe liefert aber nicht ein Paketdienst nach Hause oder ein Migros-Fahrer, sondern ein Amigo, ein Freund. So persönlich heisst denn auch die Plattform: Amigos, Freunde. Seit knapp einem Jahr läuft das Pilotprojekt in den Kantonen Bern und Zürich. Die Migros schreibt dazu wohlklingend, im Vordergrund stehe nicht das Geld, sondern „das Bestreben, Migros-Kundinnen und -Kunden einander näherzubringen“. Die Gebühr für die Lieferung komme voll und ganz den „Bringern“ zugute: „Die Migros erzielt keinen Gewinn.“ Sie bemüht sogar ihren Gründer Gottlieb Duttweiler und sein Engagement für das Gemeinwohl: „So lebt auch Amigos vom sozialen Gedanken, dass die Leute füreinander da sind und sich gegenseitig unterstützen können.“ „Social Shopping“ sagt die Migros dem. Die Amigos erhalten keinen regulären Lohn, sondern nur ein „Taschengeld“ – wie der orange Riese wörtlich schreibt. Es sei auch „nicht die Idee, dass jemand Amigos als Nebenjob nutzt“. Viele Bringer würden die Auslieferung «mit dem eigenen Einkauf verbinden» oder „machen sie in der Freizeit“. 30 bis 40 Minuten betrage der Zeitaufwand pro Lieferung, so die Migros. So weit die orange Eigenwerbung. Aber wie sieht die Wirklichkeit aus? (…). Christian Egg.
Work online, 12.4.2019.
Personen > Egg Christian. Migros. Amigo. Work online, 2019-04-12.
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