Gewerkschaftschronik
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Anzahl erfasste Artikel: 43032
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20.10.2019 Schweiz
Personen
Travail.Suisse
Adrian Wüthrich
Nationalratswahlen
Volltext
Eine Legislatur für die Arbeitnehmenden. Bei den Eidgenössischen Wahlen wurden die links-grünen Kräfte gestärkt und FDP und SVP haben im Nationalrat ihre absolute Mehrheit verloren. Travail.Suisse, der unabhängige Dachverband der Arbeitnehmenden, gratuliert allen Gewählten zur Wahl und freut sich auf eine konstruktive Zusammenarbeit. Für Travail.Suisse ist klar, dass die Interessen der Arbeitnehmenden in der nächsten Legislatur stärker berücksichtigt werden müssen. In den vergangenen vier Jahren hat das Parlament eine Politik der zaghaften Schritte gemacht. Die hohen Steuereinnahmen der Eidgenossenschaft wurden für den Schuldenabbau und Steuersenkungen genutzt, statt für Investitionen in die Zukunft und eine nachhaltige Sicherung der Sozialwerke. In der kommenden Legislatur muss mehr gestaltet und investiert werden - für eine moderne Schweiz und für mehr Lebensqualität. Die Schweiz braucht endlich eine echte Familienpolitik und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie muss spürbar verbessert werden. Familienergänzende Kinderbetreuung soll in der ganzen Schweiz als Service public gestaltet werden. Ausserdem muss nach dem Rückzug der Vaterschaftsurlaubs-Initiative eine Elternzeit eingeführt werden. Travail.Suisse prüft die Unterstützung einer entsprechenden Volksinitiative. Ausserdem muss eine weitere Liberalisierung des bereits sehr arbeitgeberfreundlichen Arbeitsgesetzes zwingend gestoppt werden, sonst wird Travail.Suisse mit Verbündeten das Referendum ergreifen. (…).
Adrian Wüthrich.
Personen > Wuethrich Adrian. Nationalratswahlen 2019. Travail.Suisse, 2019-10-20.
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18.10.2019 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Daniel Lampart
AHV
Existenzgrundlage
Volltext
Dank AHV: Berufstätige haben viel mehr Geld zum Leben. Die AHV hat in den letzten zwanzig Jahren kein zusätzliches Geld gebraucht. Aller Schwarzmalerei zum Trotz reichte das 1999 eingeführte zusätzliche Mehrwertsteuerprozent bis heute. Weil die Babyboomer in Rente gehen, ist in den kommenden Jahren wieder eine Finanzspritze nötig. Gemäss den Schätzungen des SGB wäre die AHV aber 2030 mit rund 4,7 statt wie heute 4,2 Lohnprozenten (Anteil der Arbeitnehmenden) weiterhin bestens finanziert. Die Banken und Versicherungen verunsichern hingegen die Bevölkerung mit Schreckensmeldungen. Wegen der „Schieflage“ der Altersvorsorge, sei „Eigeninitiative momentan der einzig gangbare Weg“, so die Credit Suisse. Diese Propaganda-Offensiven sind mehr als durchsichtig. Die Banken und Versicherungen wollen möglichst viele Produkte der dritten Säule verkaufen. Denn damit machen sie Geld. An der AHV verdienen sie hingegen nichts. Im Gegenteil: Die Topverdiener in den Teppichetagen der Banken zahlen viel mehr in die AHV ein, als sie je an Rente erhalten werden. Damit die Normalverdiener und Normalverdienerinnen mehr Rente haben. Weil das Leben teurer geworden ist, müssen die Renten wieder steigen. Der SGB schlägt eine 13. AHV-Rente vor. Diese ist für Normalverdienende viel günstiger als eine dritte Säule. Weil die Topverdiener und die Arbeitgeber die AHV-Renten der Malerin und des Verkäufers mitfinanzieren. In der dritten Säule sind sie hingegen ganz auf sich alleine gestellt. Sie müssen alle Beiträge selber zahlen. Und die Banken machen mit der dritten Säule Gewinne. (…).  Daniel Lampart.
Work, 18.10.2019.
Personen > Lampart Daniel. AHV. Existenzgrundlage. Work, 2019-10-18.
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19.10.2019 Schweiz
Maler-Gipser
Unia Schweiz

GAV
Maler-Gipser
Volltext
Landsgemeinde Maler-Gipser. Für eine farbige Zukunft: Über 1'500 Maler-Gipser fordern von den Arbeitgebern Verbesserungen im GAV. Heute trafen sich in Zürich um die 100 Unia-Delegierte an der Landsgemeinde Maler-Gipser. Im Rahmen der laufenden Verhandlungen für einen neuen Gesamtarbeitsvertrag (GAV) fordern sie gemeinsam mit über 1'500 Unterzeichnenden einer Petition für bessere Arbeitsbedingungen die Arbeitgeber dazu auf, die Zukunft der Branche besser zu schützen und für fortschrittliche und für würdige Arbeits- und Lohnbedingungen einzustehen: „Den Schutz der Maler-Gipser aus- statt abbauen!“ lautet ihre klare Botschaft an den Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV). Aktuell wird der GAV Maler- und Gipsergewerbe für die Deutschschweiz, den Kanton Jura und die Maler/innen im Kanton Tessin neu verhandelt. Im Rahmen dieser Verhandlungen will der Schweizerische Maler- und Gipserunternehmer-Verband (SMGV) nun die Arbeits- und Lohnbedingungen in der Branche verschlechtern. Er fordert unter anderem einen Lohnstopp. Das heisst konkret: mehrere Jahre keine Reallohnerhöhung. Zudem will er die Arbeitszeiten ohne Entschädigung verlängern. Nein zu Verschlechterungen im GAV. An der heutigen Landsgemeinde Maler-Gipser der Unia machten die Anwesenden in aller Deutlichkeit klar: Das ist ein absolutes No-Go! (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. Unia Schweiz, 19.10.2019.
Unia Schweiz > Maler und Gipser. GAV. Unia Schweiz, 2019-10-19.
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18.10.2019 Martigny
Adatis SA
Personen
Work
Christian Egg
Adatis SA
Mindestlöhne
Volltext
Wallis: Autozulieferer Adatis zahlt Monatslöhne von 2‘670 Franken netto. Arbeitsbedingungen wie aus anderen Zeiten. Die Autozuliefererfirma Adatis bezahlt lausige Löhne. Die Unia macht das publik, Adatis antwortet prompt mit einem Strauss von Klagen. Gerade mal 3‘000 Franken brutto für eine Vollzeitstelle. Ergibt netto 2‘670 Franken. Ausserdem kein 13. Monatslohn und nur vier Wochen Ferien. Zu diesen Bedingungen müssen 15 Mitarbeitende im Wallis Plasticteile für die Autoindustrie herstellen. Vor allem Frauen sind von den Tieflöhnen betroffen. Ihr Arbeitgeber ist die Firma Adatis. Fürs Ansiedeln der Fabrik mit 60 Arbeitsplätzen erhielt sie vor knapp 20 Jahren Steuererleichterungen von der Gemeinde Martingy und vom Kanton. Schon im April machte die Unia diese Löhne publik (Work berichtete). Nichts passierte. Deshalb informierte die Unia den deutschen Industriekonzern Bosch. Er ist einer der wichtigsten Abnehmer von Adatis. Jetzt reagiert Adatis. Aber nicht etwa mit besseren Löhnen. Sondern mit einer Strafklage gegen die Unia. Gleich einen ganzen Strauss von Strafartikeln präsentieren die Firmenjuristen: Ehrverletzung, Verleumdung. unlauterer Wettbewerb. Nötigung. Blaise Carron von der Unia Wallis musste deswegen kürzlich bei der . Polizei antraben. Er kann über das Vorgehen der Firma nur den Kopf schütteln: „Wer solche Löhne zahlt. hätte doch Besseres zu tun, als zu klagen.“ Mundtot machen lässt er sich sowieso nicht. Im Gegenteil: Er kritisiert den Druckversuch der Firma umgehend in einem weiteren Mediencommuniqué. (…). Christian Egg.
Work, 18.10.2019.
Personen > Egg Christian. Adatis SA. Arbeitsbedingungen. Work, 2019-10-18.
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18.10.2019 JU Kanton
Autobusbetrieb
Syndicom

Ausgliederung
Autobusbetriebe
Privatisierung
Volltext
Im Jura drängen ausländische Unternehmen in den Öffentlichen Verkehr. Der Kanton Jura hat alle konzessionierten Buslinien ausgeschrieben. Danach sah sich die Regierung mit einer von 4‘000 Jurassiern unterzeichneten Petition, einer angenommenen Motion im jurassischen Parlament und einer Aussprache mit den Gewerkschaften konfrontiert. Dennoch verzichtete sie bei der Ausschreibung darauf, wirksame Vorgaben zum Schutz der Arbeitsbedingungen und Löhne zu machen. Der Kanton Jura hat alle konzessionierten Buslinien ausgeschrieben. Danach sah sich die Regierung mit einer von 4‘000 Jurassiern unterzeichneten Petition, einer angenommenen Motion im jurassischen Parlament und einer Aussprache mit den Gewerkschaften konfrontiert. Dennoch verzichtete sie bei der Ausschreibung darauf, wirksame Vorgaben zum Schutz der Arbeitsbedingungen und Löhne zu machen. Bis zum 28. November können Unternehmen, die die Buslinien im Jura übernehmen wollen, ihr Angebot abgeben. Die FahrerInnen berichten, dass sie während der Fahrt von Vertretern der ausländischen Unternehmen angegangen wurden. Sie wurden während der Fahrt fotografiert, gefilmt und ausgefragt. Die FahrerInnen fühlen sich ausgestellt, bedrängt und zum Verkauf an den günstigste Anbieter freigegeben. (…).
Syndicom, 18.10.2019.
Syndicom > Autobusbetriebe Jura Kanton. Symdicom, 2019-10-18.
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08.10.2019 Schweiz
SEV Schweiz

Internet
Volltext
So zeigt sich der SEV neu im Netz. Mit dem Redesign der SEV-Webseite ist ein erster grosser Schritt in der Umsetzung der digitalen Strategie getan: Seit drei Wochen präsentiert sich unser Internetauftritt nicht nur im frischen „Look“, sondern auch mit verbesserter und vereinfachter Informationsarchitektur. Die Webseite ist die digitale Visitenkarte des SEV und die erste Anlaufstelle für alle Zielgruppen: Mitglieder und an einer Mitgliedschaft Interessierte, Medien sowie die allgemeine Öffentlichkeit. Und der Internetauftritt gewinnt immer noch an Relevanz, wie ein Blick in die Zahlen zeigt: In den letzten drei Jahren haben sich die Besuche der SEV-Webseite mehr als verdoppelt, im Schnitt surfen jeden Monat fast 1‘5000 Nutzer/innen auf sev-online.ch. Zudem erfolgt mittlerweile rund die Hälfte der Neueintritte online. Während der letzten Monate hat das SEV-Kommunikationsteam deshalb an einer Neugestaltung der Webseite gearbeitet. Ziel war es, den Internetauftritt ansprechend zu gestalten und ans neue CI/CD des SEV anzupassen. Damit die Nutzer/innen die relevanten Inhalte leicht finden, wurde die Struktur der Seite überarbeitet und die Navigation wesentlich vereinfacht. Da heute fast die Hälfte der Zugriffe über Smartphone oder Tablet erfolgen, war es wichtig, die Webseite auch für mobile Geräte zu optimieren. Eine weitere Neuerung: Auf sev-online.ch/gav kann man die über 70 vom SEV verhandelten Gesamt- und Firmenarbeitsverträge runterladen. Vor drei Wochen wurde die Seite im neuen Design und mit der überarbeiteten (…).
SEV, 8.10.2019.
SEV > Internet. SEV, 2019-10-08.
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18.10.2019 Kurdistan
Personen
Work
Patricia D Incau
Armee-Einsätze
Völkerrecht
Volltext
Völkerrechtswidriger Angriffskrieg der Türkei gegen kurdische Gebiete. Wirtschaft und Bundesrat sehen nur das Geschäft. Die Schweizer Industrie ist mit der Türkei dick im Geschäft. Sie lieferte und liefert Bosporus-Diktator Recep Tayyip Erdog an Maschinen, Chemie – und Waffen. Während türkische Bomben in Nordsyrien Hunderte Menschen töten, Kinder verstümmeln und Spitäler zerstören, macht sich Economie¬suisse-Mann Jan Atteslander Sorgen ums Geschäft. Am 13. Oktober forderte er im „Tages-Anzeiger“: Die Schweiz soll mit der Türkei im Dialog bleiben. Und meinte damit: Der Bundesrat soll jetzt das Freihandelsabkommen mit der Türkei ratifizieren. Dieses hatten die beiden Länder letztes Jahr neu ausgehandelt. Der Gewerkschaftsbund und linke Parteien lehnen es ab. Und fordern griffige Massnahmen zum Schutz der Menschenrechte. Bis 2017 versorgte die Schweiz die Türkei mit Bomben, Torpedos, Raketen, Flugkörpern & Co. Maschinen, Pharma, Waffen. Diese Kritik wird jetzt wieder laut. Schliesslich verletzt die Türkei mit dem Angriffskrieg in Syrien das Völkerrecht. Doch für die Schweizer Wirtschaft ist das offenbar kein Problem. Sie ist der Türkei nämlich schon jetzt eine wichtige Stütze: 2017 investierte sie dort 2,6 Milliarden Franken und belegte damit Platz acht der wichtigsten ausländischen Financiers. Zuletzt betrieben die Türkei und die Schweiz Handel im Wert von rund 5,2 Milliarden Franken. (…).  Patricia D'Incau.
Work online, 18.10.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Kurdistand. Tuerkei. Work online, 2019-10-18.
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17.10.2019 Europa
Schweiz
ETF Europ. Transport-Föderation
Frauen
SEV Schweiz

ETF Europ. Transport-Föderation
Gleichstellung
Volltext
Europäischer sozialer Dialog im Sektor Bahn. Frauenförderung bei den Bahnen auf EU-Ebene. Seit dem 16. Oktober 2019 verhandeln die Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF) und die Gemeinschaft der Europäischen Bahnen (CER) über eine Vereinbarung auf EU-Ebene mit dem Ziel, die Beschäftigung von Frauen im Eisenbahnsektor zu fördern. Der Frauenanteil liegt bei den Bahnmitarbeitenden unter 20% und damit weit unter dem Anteil von 46% im gesamten Arbeitsmarkt der EU. In einigen Bahnberufen ist der Frauenanteil sogar noch tiefer. Eisenbahnunternehmen und Gewerkschaften sind davon überzeugt, dass die Situation geändert werden muss, um den wertvollen Beitrag der Frauen nicht zu verpassen, um die Vielfalt der Beschäftigten zu fördern und um die Situation im Eisenbahnsektor jener in der gesamten Gesellschaft anzunähern, wie sie für die Bahnkundschaft normal ist. CER und ETF haben im letzten Jahrzehnt bereits mehrere Initiativen zur Erhöhung des Frauenanteils ergriffen und haben den Frauenanteil in den letzten sechs Jahren auch statistisch erhoben. Weil dieser nur beschränkt zugenommen hat, haben CER und ETF beschlossen, sich auf diesem Gebiet verstärkt zu engagieren und deshalb eine sozialpartnerschaftliche Vereinbarung auf EU-Ebene zur Frauenförderung bei den Bahnen abzuschliessen. (…).
SEV, 17.10.2019.
SEV > Frauen. ETF. SEV, 2019-10-17.
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18.10.2019 Schweiz
Venezuela
Personen
Work
Jean Ziegler
Boykott
Volltext
Ignazio Cassis: Aufwachen! Kürzlich läutete bei mir in Russin GE an einem Sonntagabend das Telefon. Am Apparat Felix Peña Ramos, der venezolanische Botschafter beim Uno-Menschenrechtsrat. „Compañero Professor, ich muss Sie unbedingt sprechen…nein, nicht am Telefon, sondern direkt, persönlich.“Die Unterwerfung des Bundesrats unter Trumps Sanktionen ist skandalös – und für Genf höchstgefährlich.Schweizer Boykott Venezuelas. Zwei Tage später trafen wir uns mittags in einer diskreten Ecke des Cafés Le Lyrique. Peña zog einen Brief der UBS aus einer Mappe. Die Grossbank teilte der venezolanischen Botschaft mit, dass sie ab sofort keine Zahlungsanweisungen mehr von venezolanischen Behörden ausführen werde. Die Löhne, die Miete und die sonstigen Ausgaben der Mission Venezuelas am europäischen Uno-Sitz in Genf können damit nicht mehr aus Caracas überwiesen werden. Ich riet zum Wechsel zur Postbank, die im Besitz der Eidgenossenschaft ist. Doch auch sie lehnte ab. Wenig später traf ich den venezolanischen Aussenminister Jorge Arreaza. Seine Frage: „Wie kann eure Regierung eine solche Verletzung des Völkerrechts stillschweigend hinnehmen?“ Arreaza hat recht: Die Wiener Verträge, welche die Beziehungen zwischen dem Gastland Schweiz und der Uno regeln, verpflichten unser Land, „befriedigende“ Arbeitsbedingungen für die in Genf akkreditierten Missionen zu garantieren. (…).
Jean Ziegler.
Work online, 18.10.2019.
Personen > Ziegler Jean. Venezuela. Boykott. Work online, 2019-10-18.
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18.10.2019 Schweiz
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Jonas Komposch
Giorgio Tuti
Frauen
Gleichstellung
Volltext
Noch immer ist die Eisenbahnwelt eine Männerwelt. Das soll sich nun ändern. Giorgio Tuti und neun Frauen stellen die Bähnlerwelt auf den Kopf. SEV-Chef Giorgio Tuti ist auch oberster EU-Bahngewerkschafter. Mit Kolleginnen -zusammen hat er jetzt einen gewieften Gleichstellungsplan ausgeheckt. Jetzt geht Giorgio Tuti (55) auf tutti, deshalb ist er nach Brüssel gefahren. Aber nicht alleine. Neun Frauen begleiten den obersten Bähnlergewerkschafter der Schweiz und der EU. Sie alle sind kampferprobte Bahngewerkschafterinnen aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, Belgien, England, Kroatien und Bulgarien. Tuti, der Hahn im Korb? Ja, aber die Gründe für die Frauen-Entourage sind hochpolitisch. Schliesslich sind weibliche Bahnangestellte in ganz Europa eine Seltenheit. Auch bei den SBB: Nur gerade 2,8 Prozent der Triebfahrzeugführenden der SBB sind Frauen. Das sind keine 100 Lokführerinnen. Nur wenig besser sind die ¬Gesamtzahlen der SBB: Bloss 17,3 Prozent der Belegschaft sind weiblich – Tendenz zwar steigend, aber nur um magere zwei Promille pro Jahr. Dieses Schneckentempo bei der Gleichstellung gibt Giorgio Tuti schon lange zu denken. Er sagt: „So kann es nicht weitergehen!“ Das findet auch die 700’000 Mitglieder starke Eisenbahnsektion der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF). Und die präsidiert seit zwei Jahren der Schweizer Tuti. Ihm kam daher die Aufgabe zu, eine Verhandlungsdelegation zusammenzustellen. Und eines, (…). Jonas Komposch.
Work online, 18.10.2019.
Personen > Komposch Jonas. SEV. Frauen. Work online, 2019-10-18.
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18.10.2019 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Klimawandel
Volltext
Avanti popolo! Die Debatte ist eröffnet I. In der letzten Ausgabe präsentierte Work exklusiv den grossen ökosozialen Klima-Umbauplan in 19 Schautafeln. Er zeigt ganz konkret auf, technisch und politisch, dass eine CO2-neutrale Schweiz möglich ist. Und zwar nicht erst ab 2050, wie das der Bundesrat will. Sondern schon ab 2030. Mit dieser Pionierleistung haben wir der Klimadebatte Schub verliehen. Das zeigen auch die engagierten Reaktionen unserer Leserinnen und Leser. Und wir befeuern sie in dieser Nummer noch, indem wir Rot-Grün in den Klima-Schwitzkasten nehmen. Pünktlich zum Wahlwochenende stellen wir Grünen-Chefin Regula Rytz und SP-Chef Christian Levrat 10 heisse Fragen zum ökosozialen Umbau der Schweiz, den die Grünen etwas schneller haben möchten als die Roten. Die CO2-Netto-Null fordert Rytz ab 2030. Levrat „so bald wie möglich, aber allerspätestens 2050“. Die Debatte ist eröffnet II. Die Klimakrise ist untrennbar mit der sozialen Frage verbunden. Das sagt nun auch ganz offiziell die Klimabewegung. Weil die Ausbeutung des Menschen und die Ausbeutung der Erde in ein und derselben auspresserischen Wirtschaftslogik betrieben werde. „System Change, not Climate Change!“ heisst denn auch einer ihrer pointiertesten Slogans: Kapitalismusschmelze statt Gletscherschmelze. Und dafür hätten die Klimabewegten nun gerne die Unterstützung der Gewerkschaften. Für einen gemeinsamen Massenstreik am 15. Mai 2020. Schliesslich trifft die Klimakrise zuerst die Lohnarbeitenden: (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 18.10.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Klimawandel. Work online, 2019-10-18.
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09.06.1989 BE Kanton
Oeffentlicher Dienst, Der
Personen
VPOD BE Kanton
Markus Angehrn
Reallohnerhöhung
Regierungsrat
Volltext
Kleinliche Lohnerhöhung. Am 1. Juli 1989 und 1. Januar 1990 erhalten das bernische Staatspersonal und die Lehrerschaft die Iangersehnte Reallohnerhöhung. Diese Reallohnerhöhung gleicht aus Sicht der beglückten Beamtinnen und Beamten und der Personalverbände nach 16 Jahren eher einem Almosen, Sie beträgt durchschnittlich 4,94 Prozent. Die personalfeindliche Finanzdirektion war aber nicht bereit gewesen, auf die weitergehenden und berechtigten Forderungen der Personalverbände einzutreten. Die Löhne des Staatspersonals und der Lehrerschaft werden ein erstes Mal auf den 1. Juli 1989 um einen „Sockelbetrag“ von 100 Franken pro Monat (1‘200 Franken pro Jahr) sowie um ein Prozent real erhöht. Auf den 1. Januar 1990 werden sie nochmals um zwei Prozent angehoben. Die Kinderzulagen werden auf den 1. Juli 1989 auf Fr. 115.- im Monat erhöht. Dieser Ansatz entspricht jenem Betrag, der durch Dekret den privaten Arbeitgebern im Kanton Bern als Minimum vorgeschrieben wird. Die grossrätliche SVP-Fraktion und die Finanzdirektion versuchten mit allen Mitteln, die überfällige Reallohnerhöhung noch bis Januar 1990 hinauszuschieben. Bürgerliche Bremser. (…).
Markus Angehrn.
Der öffentliche Dienst, 9.6.1989.
Personen > Angehrn Markus. Reallohnerhoehung. Regierungsrat. OeD, 1989-06-09.
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09.05.1989 Thun
Berner Tagwacht

Dienst- und Besoldungsordnung
Volltext
Mehr Lohn für die Thuner Gemeinderäte. Nebenamtliche besser gestellt. Am 1. Juli dieses Jahres tritt für das Thuner Gemeindepersonal das neue Personal- und Besoldungsreglement in Kraft. Gegen die vom Stadtrat verabschiedete Vorlage, über welche in der Berner Tagwacht berichtet wurde, ist kein Referendum ergriffen worden. In einer zweiten Runde sollen nun die Entschädigungen für die haupt- und nebenamtlichen Gemeinderäte neu festgesetzt werden. Darüber wird der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung zu befinden haben. Der Gemeinderat hat darauf verzichtet, in eigener Sache Antrag zu stellen und die Neuregelung der für die Besoldungsrevision eingesetzten stadträtlichen Spezialkommission überlassen. Falls deren Anträge vom Plenum übernommen und auch diesmal kein Referendum ergriffen wird, ergeben sich folgende Ansätze: 178‘900 Franken für den Stadtpräsidenten, 171‘560 Franken für einen hauptamtlichen Gemeinderat, 57‘186 Franken für einen nebenamtlichen Gemeinderat. Dem Stadtpräsidenten wird zusätzlich eine Repräsentationszulage von 10‘000 Franken zugesprochen, dem Vizestadtpräsidenten eine solche von 4‘000 Franken. Zudem erhalten alle Gemeinderäte eine jährliche, pauschale Spesenvergütung von 2‘400 Franken. Damit sind alle Spesen abgegolten, die im Einzelfall 20 Franken nicht übersteigen. Höhere Auslagen werden speziell vergütet. Eine besondere Zulage ist für Verpflichtungen an Wochenenden vorgesehen, und zwar 100 Franken für einen (…). Hans-Ueli Bähler.
Berner Tagwacht, 9.5.1989.
Berner Tagwacht > Dienst- und Besoldungsordnung. TW, 1989-05-09.
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17.10.2019 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Christine Flitner
Elvira Wiegers
Betreuungsarbeit
Haushalthilfen
Volltext
Betreuung zu Hause: Normalarbeitsvertrag reicht nicht aus. Die Verordnung über den Normalarbeitsvertrag Hauswirtschaft soll verlängert und der Mindestlohn ab Januar 2020 angehoben werden. Dazu macht das Staatssekretariat für Wirtschaft derzeit eine Vernehmlassung. Die Vorschläge sind bei Weitem nicht ausreichend, denn der Lohn ermöglicht nach wie vor kein existenzsicherndes Einkommen und entscheidende Fragen bleiben ungeklärt. Tausende von Frauen arbeiten als BetreuerInnen in Privathaushalten. Sie tun dies oft unter prekären Arbeitsbedingungen und Löhnen. Der VPOD fordert deshalb – im Einklang mit dem internationalen, von der Schweiz ratifizierten ILO-Übereinkommen 189 zur Gleichstellung von Hausangestellten – eine Unterstellung unter das Arbeitsgesetz ArG. Der Bund hat stattdessen eine Regulierung über nicht verbindliche kantonale Normalarbeitsverträge (NAV) in Ergänzung zum NAV Hauswirtschaft des Bundes gewählt. Davon betroffen sind unter anderem zahlreiche Carearbeiterinnen aus Osteuropa, welche in privaten Haushalten die Betreuung von alten und kranken Menschen übernehmen. Der Normalarbeitsvertrag schreibt zwar Mindestlöhne zwingend vor, doch reicht diese Bestimmung alleine bei weitem nicht aus, um diesen immer wichtiger werdenden Bereich der Langzeitpflege angemessen zu regulieren. Er ist geprägt von grossen kantonalen Unterschieden und (…).
Elvira Wiegers, Christine Flitner.
VPOD Schweiz, 17.10.2019.
Personen > Wiegers Elvira. Betreuungsarbeit. VPOD Schweiz, 2019-10-17.
Ganzer Text
17.10.2019 Schweiz
Medien
Personen
Syndicom
Marco Geissbühler
Stephanie Vonarburg
Presseförderung
Volltext
Medienförderung für die Zukunft. Ohne starke und kritische Medien gibt es keine Demokratie. Sie kontrollieren die Mächtigen, informieren die Bevölkerung und tragen so zur Meinungsbildung bei. Diese Funktion der Medien ist in Gefahr. Früher finanzierten Verlage den Journalismus mit gedruckten Inseraten. Heute wandern die Werbeetats ins Internet. Davon profitieren monopolähnliche Medienkonzerne wie Tamedia oder Ringier mit ihren Online-Marktplätzen – und in weitaus grösseren Rahmen Techgiganten wie Google, Amazon und Facebook. Zeitungen und Zeitschriften strichen seit 2011 jede fünfte Stelle. Über 3‘400 Arbeitsplätze gingen verloren. Viele Medienschaffende wechselten in die Kommunikationsabteilungen von Unternehmen und Verwaltung. Wirtschaft und Politik kontrollieren die News – statt umgekehrt. Diese Trends wollen die Medienschaffenden bei Syndicom wenden. In einem ersten Schritt haben sie jetzt im Branchenvorstand ein Grundsatzpapier zu den notwendigen Weichenstellungen in der Medienförderung erarbeitet. Öffentliche Fördergelder müssen in den Journalismus fliessen und dürfen nicht in den Taschen der Aktionäre versickern. Nur Medienhäuser, die für ihre Redaktionen einen GAV abgeschlossen oder über ihren Branchenverband einem GAV angeschlossen sind, sollen Medienförderung erhalten. Dies die zentrale Forderung des Papiers. Ein GAV garantiert faire Löhne, anständige Arbeitsbedingungen und hohe (…).
Marco Geissbühler, Stephanie Vonarburg.
Syndicom, 17.10.2019
Syndicom > Medienfoerderung. Symdicom, 2019-10-17.
16.10.2019 Schweiz
Allianz gegen Stress und Gratisarbeit
Arbeitszeit
Syndicom

Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Breite Front gegen längere Arbeitszeiten, notfalls mit Referendum. 67-Stunden Woche, Nacht- und Sonntagsarbeit als Pflicht – all das droht denjenigen, die das Pech haben, als „leitende“ Angestellte oder „Fachspezialisten“ zu gelten. So will es die parlamentarische Initiative Graber. Dagegen wehrt sich die Allianz gegen Stress und Gratisarbeit, notfalls mit dem Referendum. (SGB) Wird die parlamentarische Initiative „Teilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes und Erhalt bewährter Arbeitszeitmodelle“ des abtretenden Luzerner CVP-Ständerats Konrad Graber angenommen, würde das Schweizer Arbeitsrecht praktisch ausgehöhlt: Die Gummibegriffe „Leitende Arbeitnehmerin“ und „Fachspezialist“ würden dem Missbrauch Tür und Tor öffnen – und das weiss der Initiant auch. Denn möglichst viele Arbeitnehmende sollen unter diese Kategorien fallen, um so vom Arbeitgeber bei Mehrarbeit ganz nach Gusto eingesetzt werden zu können: eben bis zu 67 Stunden pro Woche, Sonntage inklusive! Donnerstag/Freitag, 17./18. Oktober, wird sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) mit der Vorlage befassen, und selten war die Ausgangslage so klar: Die parlamentarische Initiative wurde von allen Seiten zerzaust: die kantonalen Arbeitsinspektorate lehnen das Ansinnen ebenso ab wie die Landeskirchen und andere Mitglieder der Sonntagsallianz. ÄrztInnen und ArbeitsmedizinerInnen warnen vor dessen verheerenden Folgen. (…).
Syndicom, 16.10.2019.
Syndicom > Arbeitszeitverlaengerung. Syndicom, 2019-10-16.
Ganzer Text
16.10.2019 Schweiz
Allianz gegen Stress und Gratisarbeit
Arbeitszeit
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Arbeitszeitverlängerung
Volltext
Breite Front gegen längere Arbeitszeiten, notfalls mit Referendum. Gemeinsame Mitteilung der Allianz gegen Stress und Gratisarbeit. 67-Stunden Woche, Nacht- und Sonntagsarbeit als Pflicht – all das droht denjenigen, die das Pech haben, als „leitende“ Angestellte oder „Fachspezialisten“ zu gelten. So will es die parlamentarische Initiative Graber. Dagegen wehrt sich die Allianz gegen Stress und Gratisarbeit, notfalls mit dem Referendum. Wird die parlamentarische Initiative „Teilflexibilisierung des Arbeitsgesetzes und Erhalt bewährter Arbeitszeitmodelle“ des abtretenden Luzerner CVP-Ständerats Konrad Graber angenommen, würde das Schweizer Arbeitsrecht praktisch ausgehöhlt: Die Gummibegriffe „Leitende Arbeitnehmerin“ und „Fachspezialist“ würden dem Missbrauch Tür und Tor öffnen – und das weiss der Initiant auch. Denn möglichst viele Arbeitnehmende sollen unter diese Kategorien fallen, um so vom Arbeitgeber bei Mehrarbeit ganz nach Gusto eingesetzt werden zu können: eben bis zu 67 Stunden pro Woche, Sonntage inklusive! Donnerstag/Freitag, 17./18. Oktober, wird sich die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerats (WAK-S) mit der Vorlage befassen, und selten war die Ausgangslage so klar: Die parlamentarische Initiative wurde von allen Seiten zerzaust: die kantonalen Arbeitsinspektorate lehnen das Ansinnen ebenso ab wie die Landeskirchen und andere Mitglieder der Sonntagsallianz. ÄrztInnen und ArbeitsmedizinerInnen warnen vor dessen verheerenden Folgen. Sie alle (…). Luca Cirigliano.
SGB, 16.10.2019.
Personen > Cirigliano Luca. Arbeitszeitverlaengerung. SGB, 2019-10-16.
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17.02.1989 Thun
Berner Tagwacht

Dienst- und Besoldungsordnung
Volltext
Für Thuner Stadtangestellte. Neue Besoldungsordnung spruchreif. Bei der Behandlung des Finanzplanes erklärte Stadtpräsident Ernst Eggenberg irn Thuner Stadtrat, auf dern Rücken des Personals werde keine Finanzpolitik betrieben. Das hiess im Klartext, zugunsten grosszügiger Investitionen lasse er es nicht zu, bei der neuen Besoldungsordnung Sparübungen zu betreiben. Der Entwurf zum neuen Personal- und Besoldungsreglement liegt nun vor und wurde der Presse vorgestellt. Die bisherige Einteilung in 23 Besoldungsklassen wurde beibehalten und der Rahmen wie folgt festgelegt: Bei den Minimalbesoldungen (Bruttobesoldungen ohne Alters- und sonstige Zulagen, aber inkl. 13. Monatslohn) zwischen 32‘722 Franken und 107‘895 Franken, bei den Maximalansätzen zwischen 430‘357 Franken und 142‘960 Franken. In diesen Ansätzen sind die bisherigen Teuerungszulagen eingebaut. Mit der neuen Ordnung ist eine Reallohnerhöhung zwischen 2,8 Prozent bis 5,5 Prozent verbunden, wobei der höhere Ansatz für die unteren Lohnkategorien vorgesehen ist. Für die Beamten in leitenden Funktionen sollen über den festgelegten Besoldungsrahmen hinaus bei besonderen „Arbeitsmarktverhältnissen“ und bei besonders guten Leistungen Zulagen gewährt werden, die nach dem Willen der stadträtlichen Kommission gesamthaft 33 Prozent des Mindestansatzes der betr. Besoldungsklasse nicht überschreiten dürfen. (…).
Berner Tagwacht, 17.2.1989.
Berner Tagwacht > Dienst- und Besoldungsordnung Thun. TW, 1989-02-17.
Ganzer Text
20.06.1989 Schweiz
Berner Tagwacht
Löhne

Lohnerhebung
Volltext
Reallöhne 1988 um 1,7 Prozent gestiegen. Zuwachsrate leicht erhöht. Die Löhne haben sich im letzten Jahr nominal um 3,4 und real um 1,7 Prozent erhöht, Die Zuwachsrate lag damit höher als 1987, als die Nominallöhne um 2,4 und die Reallöhne um 0,4 Prozent stiegen, wie das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (Biga) mitteilte. Das Biga führt die Beschleunigung der Zuwachsrate auf das Zusammenwirken dreier Faktoren zurück: auf die gute Wirtschaftslage, den Arbeitskräftemangel und die Teuerungszunahme. Seine Zahlen beruhen auf der jährlich im Oktober durchgeführten Lohn- und Gehaltserhebung. Ausgewertet wurden die Löhne von 1,23 Millionen Arbeitnehmern aus rund 54‘000 Betrieben. Die Löhne in der Industrie, im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor zeigten den gleichen Anstieg von jeweils 3,3 Prozent. Im Baugewerbe wurde indes ein Zuwachs um 4,3 Prozent festgestellt. Dieses Resultat beeinflusste die Zuwachsrate der Arbeiterlöhne erheblich, die mit 3,7 Prozent über jener der Angestellten von 3,1 Prozent lag. Die Löhne der Frauen entwickelten sich erneut schnellet als jene der Männer (3,7 Prozent gegenüber 3,4 Prozent), was einer schon seit einigen Jahren festgestellten Tendenz entspricht. Der stärkste Zuwachs, nämlich 5,6 Prozent, wurde in der Reinigung und Kaminfegerei festgestellt. Über 4prozentige Zunahmen verzeichneten neben dem Baugewerbe das Graphische Gewerbe, die Forstwirtschaft, die Tabakbranche, die Textil-, Bekleidungs- und Schuhindustrie, die Uhrenindustrie, Gross- und Einzelhandel und das Reparaturgewerbe. (…). Berner Tagwacht, 20.6.1989.
Berner Tagwacht > Lohnerhebung 1988. TW, 1989-06-20.
07.04.1989 Schweiz
Löhne
Solothurner AZ

Einkommensverhältnisse
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Die Einkommensunterschiede in der Schweiz werden von vielen als zu gross empfunden. Kratzer im Lack der Harmonie. Die Einkommensverteilung In der Schweiz wird von der Bevö1kerung mehrheitlich als ungerecht empfunden. Nach einer am Donnerstag der Presse vorgestellten Studie des Soziologischen Instituts der Universität Zürich zielt die Mehrheit der schweizerischen Wohnbevölkerung aber nicht auf eine grundlegende Veränderung der Strukturen und Aufstiegsmechanismen ab, sondern auf die Verringerung der materiellen Unterschiede. Gut zwei Drittel der schweizerischen Wohnbevölkerung beurteilt die Unterschiede zwischen hohen und tiefen Einkommen als zu gross, und gut die Hälfte empfindet diese Verteilung als ungerecht. Gute Ausbildung, harte Arbeit und Ehrgeiz werden als wesentlichste Faktoren für einen gesellschaftlichen Aufstieg wahrgenommen. Dies sind die wichtigsten Resultate einer Repräsentativbefragung zum Thema „Wahrnehmung sozialer Ungleichheit in der Schweiz", die im Herbst 1987 durchgeführt und gestern den Medien vorgestellt wurde. Subjektive Einschätzung. Ungleichheiten in der Verteilung von Einkommen und Vermögen lassen sich einerseits mittels Erhebung der entsprechenden Daten objektiv feststellen. Die Soziologie beschäftigt sich anderseits aber auch mit der subjektiven Einschätzung dieser Ungleichheiten und sucht Antworten auf die Fragen: Wie nimmt ein Individuum die Unterschiede wahr? Als wie gerecht oder ungerecht beurteilt es diese? Wie interpretiert es die gesellschaftlichen Strukturen? (…). SoAZ, 7.4.1989.
SoAZ > Einkommensverhältnisse. SoAZ, 1989-04-07.
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04.10.2019 Schweiz
Gartenbau
Unia Schweiz
Vorwärts

JardinSuisse
Lohnerhöhungen
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Eine Vielzahl untypischer Aktionen. Starke Euphorie war spürbar, aber es brauchte viel Anstrengung und Mut. Ohne aktive Gärtner*lnnen-Gruppen, die Themen aufs Tapet gebracht hatten, um dann Druck auf Arbeltgeber*innen auszuüben, hätten keine Verbesserungen der Arbeitsbedlngungen stattgefunden. Ein Bericht. Gärtnerin" und Gärtner" zu sein, ist ein schöner Beruf. Doch er bedeutet auch tiefe Löhne, lange Tage und wenig Ferien. Mit Tausenden von Mitgliedern ist die Unia die grösste Vertretung von Arbeitnehmenden in der grünen Branche. Gemeinsam mit den Gärtner*innen will die Unia deren Arbeitsbedingungen verbessern. Di; Hauptforderungen sind: Faire Löhne, fünf Wochen Ferien und die Möglichkeit zur Frühpensionierung. Am Frauenstrelk dabei. Mit diesen Forderungen waren Gärtner*innen am Frauen "streik präsent. Bereits im Vorfeld nahmen einige Frauen aus unserer Gruppe extra frei, um die Gewerkschaftssekretär*innen beim Aussendienst zu begleiten und spezifisch ihre Arbeitskolleg*innen für den Frauenstreik zu mobilisieren. Einige Gärtner" aus unserer Gruppe wiederum beteiligten sich bei der Kinderbetreuung in der Lorraine, um den Müttern die Gelegenheit zu geben, sich an den verschiedenen Aktionen und Umzügen während des Tages zu beteiligen. Am Abend des Frauenstreiks solidarisierten sich natürlich noch weitere Gärtner=innen und nahmen an der Kundgebung teil. Einige unserer Arbeitskolleg*innen machten dafür extra früher Feierabend.  (…). Gruppe Gartenbau Unia Bern.
Vorwaerts, 4.10.2019.
Vorwärts > Gartenbau. Lohnerhoehungen. Vorwaerts, 2019-10-04.
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04.10.2019 Schweiz
FDP
Initiativen Schweiz
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
FCB
Konzernverantwortungs-Initiative
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Blockade im Stöckli. Im Ständerat sollte diskutiert werden, ob Schweizer Konzerne für Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Ausland haftbar gemacht werden sollen. Der Ratsrechten kam der Zeitpunkt der Debatte aber ungelegen. Der freisinnige Ständerat Ruedi Noser ist einer, der sich sein Unternehmertum besonders gross auf die Fahne schreibt. Besonders jetzt im Wahlkampf. Sich selber beschreibt Noser auf seiner Homepage als „erfahrenen Macher“, der für „pragmatische Lösungen ohne Scheuklappen“ stände. Jetzt ist Noser aber selber in die Ideologiefalle getappt: Eine Initiative, die Unternehmen an die Leine nehmen will, die international Menschenrechte brechen und die Umwelt zerstören, beschreibt der Ständerat als „Extremforderungen“. Partei des grünen Mäntelchens. Konkret zielen die „Extremforderungen“ der Konzernverantwortungsinitiative darauf, dass Schweizer Unternehmen und deren Tochtergesellschaften in Fällen von Menschenrechtsverletzungen (wie Kinderarbeit, der Vergiftung von Angestellten durch Pestizide) sowie Verschmutzung und Zerstörung von Natur auch juristisch belangt werden können. Es war also klar, dass Noser gegen die Initiative kämpfen würde, wenn sie in seiner Kammer besprochen wird. Nun ist ihm aber ein Streich gelungen, der nicht nur mit dem Kampf gegen die Haftbarmachung von skrupellosen Konzernen, sondern vor allem auch mit den Wahlen zu tun haben wird. Die Freisinnigen üben sich in den letzten Wochen - mässig erfolgreich - darin, sich ein grünes Image zu verpassen. (…). Florian Sieber. Vorwärts, 4.10.2019.
Personen > Sieber Florian. Konzernverantwortungs-Initiative. Vorwaerts, 2019-10-04.
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14.10.2019 Schweiz
Holcim AG
Unia Schweiz

Arbeitsvertrag
Holcim AG
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Holcim Schweiz. Neuer KAV bringt Verbesserungen in der Gleichstellung. Die Holcim (Schweiz) AG und die Gewerkschaften Unia und Syna haben sich bei den Verhandlungen zum Kollektivarbeitsvertrag (KAV) geeinigt. Der neue Vertrag enthält Verbesserungen für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zusätzlich ist neu das Commitment der Holcim zur Entwicklung ihrer Mitarbeitenden schriftlich festgehalten. Im Frühling wurde der Kollektivarbeitsvertrag (KAV), der die Arbeitsbedingungen von 570 Arbeitnehmenden des Unternehmens regelt, durch die Holcim (Schweiz) AG gekündigt. Nach intensiven Verhandlungen haben sich die Vertragspartner auf einen neuen Kollektivarbeitsvertrag geeinigt. Verbesserungen bei der Gleichstellung. Der neue Vertrag sieht Verbesserungen bei der Gleichstellung vor. In einem Zusatz wird festgehalten, dass die Holcim (Schweiz) AG die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördert und die Arbeitszeitmodelle entsprechend attraktiv gestaltet. Zudem wird der Vaterschaftsurlaub verbessert: Im bisher gültigen Vertrag wurde die zweite Woche nur zu 80 Prozent vergütet. Neu werden beide Wochen zu 100 Prozent bezahlt. „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist ein zentraler Punkt für die Gleichstellung. Die neue Regelung ist deshalb ein wichtiger Schritt nach vorne“, sagt Lena Frank, Verhandlungsleiterin der Arbeitnehmendenseite. In die Zukunft der Mitarbeitenden investieren. Der KAV enthält zudem neu einen Artikel zur Entwicklung der Mitarbeitenden. Diese war bisher nicht im KAV geregelt. Die Holcim (…).
Unia Schweiz, 14.10.2019.
Unia Schweiz > Holcim Schweiz AG. Arbeitsvertrag. Unia Schweiz, 2019-10-14.
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13.10.2019 Schweiz
Migros
Unia Schweiz

Hauslieferdienst
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Lieferservice Amigos. Migros muss ihre „Freunde“ anstellen. Seit eineinhalb Jahren lässt die Migros mit der Plattform „Amigos“ scheinselbständige „Bringe“ Einkäufe ausliefern. Nun hält die AHV-Ausgleichskasse des Kantons Zürich fest: Die „Bringer“ sind Angestellte der Migros. Die Unia fordert die Migros auf, unverzüglich alle Amigos-Lieferant/innen ordentlich anzustellen und zu versichern. Zudem muss die Migros auch die Löhne, Versicherungsbeiträge und Berufsauflagen rückwirkend bezahlen. Wie die SonntagsZeitung berichtet, hat die AHV-Ausgleichskasse des Kantons Zürich in einem wegweisenden Entscheid einen „Bringer“ als unselbständig, also als Angestellten der Migros eingestuft. Diese Entscheidung klärt die Rechtsunsicherheit über den Status dieser Lieferant/innen. Illegale Scheinselbständigkeit. Die Migros wollte die „Bringer“ bisher nicht anstellen, sondern liess sie als Scheinselbständige arbeiten. Das heisst, die Lieferant/innen arbeiteten ohne fixen Lohn, ohne Unfall-, Arbeitslosen- und Krankentaggeldversicherung sowie ohne Altersvorsorge. Die Unia hat dieses Modell vehement kritisiert und die Uberisierung von Dienstleistungen bei der Migros denunziert. Jetzt gibt die Ausgleichskasse der Gewerkschaft Recht. Migros in der Pflicht. Die Unia fordert die Migros auf, unverzüglich alle Amigos-Lieferant/innen ordentlich anzustellen und zu versichern. Für die vergangenen eineinhalb Jahre muss die Migros den „Bringer/innen“ zudem Löhne, Sozialversicherungsbeiträge und Auslageersatz etwa für den Einsatz von privaten (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 13.10.2019.
Unia Schweiz > Hauslieferdienst. Unia Schweiz, 2019-10-13.
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24.09.2019 Schweiz
SRG
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

SRG
Stellenabbau
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Weitere Sparmassnahmen SRG: SRG-Personal… die „Zitrone ist ausgepresst“ … Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM nimmt die von der SRG zusätzlich beschlossenen Sparmassnahmen im Rahmen von 50 Millionen Franken*, um der Erosion der Werbeeinnahmen zu begegnen, mit grosser Sorge zur Kenntnis. Für die allgemein erodierenden Werbeeinnahmen, welche die gesamte Medienbranche betreffen, kann zwar die SRG als Arbeitgeberin nicht verantwortlich gemacht werden, aber noch weniger das SRG-Personal, bei welchem die Zitrone, im wahrsten Sinne des Wortes, ausgepresst ist. Obwohl sich das Stimmvolk letztmals am 04. März 2018 klar zu einem starken medialen Service-Public bekannte. Ein starker und guter medialer Service Public ist jedoch nur möglich, wenn die SRG-Mitarbeitenden auch genügend Zeit für ihre Arbeit haben. Die Mitarbeitenden der SRG sind jedoch in den letzten Jahren durch verschiedene Sparpakete massiv unter Druck geraten und die Grenzen der Belastbarkeit sind erreicht. Eine weitere Erhöhung der Produktivität des SRG-Personals ist schlichtweg nicht mehr möglich, ohne dass das Angebot und die Qualität der SRG-Produktionen darunter leiden. Die konkreten Massnahmen über dieses weitere 50-Millionen-Sparkpaket sind derzeit noch nicht bekannt. Die SRG plant, den Sozialpartner in die kommenden Schritte einzubinden. Das SSM nimmt die SRG-Führung beim Wort. Das SSM wird zusammen mit den Angestellten Alternativen zum Stellenabbau ausarbeiten und der SRG-Führung unterbreiten. (…).
SSM, 24.9.2019.
SSM > SRG. Stellenabbau. SSM, 2019-09-24.
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