Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 6

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
13.09.2019 Zürich
Personen
Reinigung
Streik
Work
Michael Stötzel
Hotellerie
Reinigung
Streik
Volltext
Sheraton Zürich: Nach Reinigungsstreik lenkt Hoteldirektion ein. Ganz unten, aber nicht wehrlos. Sieben Frauen und ein Mann des Putzteams im Hotel Sheraton in Zürich streikten für mehr Respekt und bessere Arbeitsbedingungen. Das Sheraton an der Pfingstweidstrasse im Quartier Zürich West erlebte am 30. August Ausserordentliches: Mehr als die Hälfte seines Putzteams trat in den Warnstreik. Eine der acht Streikenden, nennen wir sie Isabella (29), Portugiesin, sagte den Journalisten: „Ich kann einfach nicht mehr, jetzt muss sich etwas ändern. Wir werden täglich ausgenutzt, wir müssen zu zweit regelmässig 50 bis 60 Zimmer reinigen. Und dann werden wir auch noch absolut respektlos behandelt. Ich bin total am Anschlag und werde am Schluss noch von meiner Chefin angeschrien.“ „Manchmal müssen wir die Gläser mit dem gleichen Material reinigen, mit dem wir das Klo putzen.“ (*Fabienne, Renaissance Zürich Tower Hotel, Juni 2018). Die Chefin nennt sie „Portugiesin“ oder gleich „Scheiss-Portugiesin“. Zum Streik lässt sich Lorraine Burkhard, die Geschäftsleiterin der Reinigungsfirma Burkhard & Partner, von der „Südostschweiz am Wochenend“ zitieren, die Vorwürfe – zu hohe Arbeitsbelastung, kein fester Arbeitsplan, grauenhafte hygienische Bedingungen – träfen alle nicht zu. Einzelne von „der Gewerkschaft aufgestachelte Querulanten“ hätten die Aktion angezettelt. Ihre Firma habe den Auftrag zur Zimmerreinigung im Sheraton seit fünf Jahren, und noch nie habe es Probleme gegeben. Doch genau sie (…). Michael Stötzel.
Work online, 13.9.2019.
Personen > Stoetzel Michael. Reinigung. Streik. Work online, 2019-09-13.
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30.08.2019 Spanien
Personen
Reinigung
Work
Julia Macher
Hotellerie
Reinigung
Volltext
Spanien: Der Aufstand der Hotel-Zimmerfrauen. „Wir waren viel zu lange still!“. Mit einem landesweit ersten Streik und Demonstrationen protestieren Spaniens Hotelangestellte dagegen, dass sie sich „wortwörtlich kaputtarbeiten müssen“. Zufrieden rollt Milagros Carreño (52) das Transparent ein und meint: „Wir haben gesagt, was ist – und das war dringend notwendig!“ Die Spanierin hat Ende August auf Ibiza den landesweit ersten Streik der Zimmerfrauen organisiert. 2‘000 Hotelangestellte – das sind etwa ein Drittel – liessen Putzmittel und Bettzeug im Schrank und zogen stattdessen protestierend durch die Strassen der Ferieninsel. Auch in 14 anderen Städten Spaniens demonstrierten die Zimmerfrauen, weil sie die Nase voll haben. Carreño sagt es so: „Wir arbeiten uns wortwörtlich kaputt und waren viel zu lange still.“ Las Kellys: Jetzt reicht’s! Neben der Anerkennung von mehr Berufskrankheiten und dem Recht auf vorzeitige Pensionierung fordern die spanischen Kellys auch die Modifikation des Artikels 42 des spanischen Arbeitnehmerstatuts. Dadurch soll verboten werden, dass Unternehmen ihre Kernkompetenzen an Zweitfirmen auslagern. Da die Arbeit der Zimmerfrauen wesentlich für die Qualität des Hotels ist, müssten sie fest angestellt werden. Externen Dienstleistern wäre der Zugang zum Markt versperrt. Die linke Partei Podemos und die so¬zialdemokratische PSOE des amtierenden ¬Ministerpräsidenten Pedro Sánchez unterstützen das Vorhaben zwar. Doch da sich seit den Wahlen im April noch keine Regierung gebildet hat, liegt die parlamentarische Tätigkeit derzeit brach – und die Reform seit (…).  Julia Macher.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Macher Julia. Spanien. Reinigung. Streik. Work online, 2019-08-30
29.08.2019 Zürich
Reinigung
Streik
Unia Zürich

Hotellerie
Reinigung
Streik
Volltext
Streik der Reiniger/innen im Hotel Sheraton in Zürich. Die Hotelreiniger/innen wollen endlich Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen. Seit heute früh streiken die Reiniger/innen im Hotel Sheraton in Zürich. Sie ertragen den massiven Stress, enorme Arbeitsbelastung, Beschimpfungen und verspätete Lohnzahlungen nicht mehr. Seit über einem Jahr fordern die Reiniger/innen vom Hotelmanagement und dem mit der Reinigung betrauten Subunternehmen menschenwürdige Arbeitsbedingungen. Statt einer Verbesserung hat sich die Lage zunehmend verschlimmert. Aktuell muss ein Zweierteam von Reiniger/innen beispielsweise bis zu 75 Zimmer pro Tag putzen – eine nicht zu bewältigende Aufgabe. Stress, Demütigungen und zuletzt auch Kündigungen sind an der Tagesordnung. Hotel Sheraton ist in der Pflicht. Die Probleme wurden in einer Reihe von Gesprächen durch die Hotelleitung anerkannt und Besserung versprochen. Allerdings bleibt es seit Monaten bei Absichtserklärungen und leeren Versprechungen. Die Angestellten können und wollen so nicht mehr und haben deshalb heute ihre Arbeit niedergelegt. Sie fordern eine Anstellung direkt beim Hotel statt bei weiteren Subunternehmen. Damit würde das Hotel endlich die Verantwortung für die Hotelreiniger/innen und deren Arbeitsbedingungen übernehmen statt sich hinter Subunternehmen zu verstecken. Kein Einzelfall. Die Arbeiter/innen im Zürcher Hotel Sheraton sind mit ihren Problemen nicht allein. (…).
Unia Zürich, 29.8.2019
Unia Zürich > Reinigung. Hotel Sheraton. Streik. 2019-08-29.
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28.06.2019 Luzern
Personen
Reinigung
Work
Jonas Komposch
Reinigungspersonal
Streik
Volltext
Frauenstreik-Erfolg in Luzerner Reinigungsfirma. Blockade zwingt Macho-Chef in die Knie. Am 14. Juni blockierten streikende Reinigungsfrauen ihre Firma. Mit Erfolg! Der Chef habe sie beschimpft und zu Gratisarbeit gezwungen. Mitten in einer grauen Wohnblocksiedlung gleich neben dem Luzerner Verkehrshaus sitzt die Reinigungsfirma A&M Durães GmbH. Von hier rücken jeden Tag um 7 Uhr 45 die Putzteams aus, um den Villen, Büros und Hotels am Vierwaldstättersee zu neuem Glanz zu verhelfen. Aber nicht heute: Es ist Frauenstreik! Und gerade beginnt die Aktion, die Unia-Sekretärin Ana Pica begleitet. Punkt eine Minute vor Schichtbeginn öffnen sich wie auf Kommando die Türen von vier parkierten Autos. Frauen steigen aus. Sofort bilden sie eine Kette und blockieren die Zufahrt zum firmeneigenen Fuhrpark. Der Putzbetrieb ist damit komplett stillgelegt. -Unter den frühmorgendlichen Blockierenden sind zehn streikende sowie einige ehemalige Arbeiterinnen der Durães GmbH, Unia-Leute und Unterstützerinnen vom Luzerner Frauenstreikkollektiv. Die Arbeiterinnen blockieren die Zufahrt und legen den Betrieb damit komplett still. Wie ihr Chef Albino Durães stammen auch die streikenden Frauen allesamt aus Portugal. Sie leben meist erst seit kurzem in der Schweiz. Kämpferisch sehen sie aus mit ihren Sonnenbrillen und verhüllten Gesichtern. Doch die Verhüllung hat mit ihrer Angst vor Repressalien ihres Chefs zu tun. Der habe sich nämlich schon früher unmöglich aufgeführt, sagen die Frauen.  (…). Jonas Komposch.
Work online, 28.6.2019.
Personen > Komposch Jonas. Reinigung. Streik. Work online, 2019-06-28.
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14.06.2019 Luzern
Reinigung
Unia Zentralschweiz

Frauenstreik
Gratisarbeit
Volltext
Frauen*streik mit erstem konkreten Erfolg. Reinigungsfrauen streiken erfolgreich gegen Gratisarbeit in Luzern. Mit einem rund dreistündigen Streik haben sich Mitarbeiterinnen der A&M Duraes Reinigung+Hauswartung GmbH gegen Gratisarbeit, unbezahlte Reisezeit und ein schlechtes Betriebsklima gewehrt. Ihr gemeinsamer Kampf war ein voller Erfolg: In der Zwischenzeit konnte mit dem Inhaber eine Lösung vereinbart werden. Die A&M Duraes Reinigung+Hauswartung GmbH sei laut Eigenwerbung „eines der beliebtesten Reinigungsunternehmen der Zentralschweiz“. Weniger beliebt ist die Unternehmung aber bei ihren Mitarbeiterinnen: Gratisarbeit, unbezahlte Reisezeiten sowie ein Betriebsklima, in dem Belästigung und Beleidigungen zum Alltag gehören, prägen die Luzerner Unternehmung. Die rund 24 Mitarbeiterinnen müssen jeweils je eine Viertelstunde unbezahlt das für den Tag nötige Material vor- und nachbereiten und Aufträge ausserhalb von Luzern werden erst bezahlt, wenn die Mitarbeiterinnen vor Ort angekommen sind. Die Reisezeit – obwohl im Auftrag der Unternehmung – bleibt unbezahlt. Anlässlich des heutigen Frauen*streiks sind deshalb heute Morgen die Mitarbeiterinnen der Luzerner Unternehmung in Streik getreten. Gemeinsam mit der Gewerkschaft Unia forderten sie ein Ende der Gratisarbeit, bezahlte Reisezeit nach Arbeitsgesetz sowie ein Betriebsklima, das von gegenseitigem Respekt geprägt ist. Streik zeigt Wirkung. (…).
Unia Zentralschweiz, 14.6.2019
Unia Zentralschweiz > Reinigung. Frauenstreik. Unia Zentralschweiz, 2019-06-14.
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01.02.2019 Genf
Personen
Reinigung
UBP Genf
Work
Christian Egg
Kündigungen
Reinigungspersonal
UBP Genf
Volltext
Genf: Reinigungsangestellte wehren sich für ihren Job. Der Chefschasst und verreist. Streiken statt die Büros der Privatbanker zu putzen: In Genf protestieren IS Putzleute gegen ihre Entlassung. Jeden Abend um sechs wird es laut an der Rue du Rhône in Genf, Sitz der umstrittenen Privatbank UBP. Für einmal geht es nicht um die Finanzskandale, in welche die Bank immer wieder verwickelt war. Es sind rund 15 Putzfrauen und -männer, die lautstark protestieren. Der Chef hat sie entlassen und tut jetzt alles, um zu verhindern, dass sie eine neue Stelle finden. Perfides Verbot. Aber der Reihe nach. 200 Millionen Gewinn hat die UBP im abgelaufenen Jahr gemacht. Offenbar noch nicht genug. Denn sie kündigt den langjährigen Vertrag mit der Putzfirma Orgapropre. Die Bank will sich nach einer günstigeren Offerte umsehen. Daraufhin kündigte die Orgapropre im vergangenen November allen Angestellten, die bei der Bank putzen. Besonders perfid: Eine Klausel im Orgapropre-Vertrag verbietet der Bank UBP und dem neuen Putzinstitut, ehemalige Orgapropre-Mitarbeitende weiter die Bankbüros reinigen zu lassen. Merita Elezi von der Genfer Gewerkschaft SIT unterstützt die Streikenden. Sie sagt zu Work: „Die UBP wäre bereit, die verhängnisvolle Klausel fallenzulassen. Aber Orgapropre-Chef Pascal Masson weigert sich,“ Sieben Wochen lang hat die SIT versucht, mit Masson zu verhandeln. Ohne Resultat. Deshalb beschlossen die Reinigungsangestellten am 16.Januar den Streik. Seither streiken sie jeden Abend. Seit zwei Wochen herrscht (…). Christin Egg.
Work, 1.2.2019.
Personen > Egg Christian. UBP. Reinigung. Entlassungen. Work, 2019-02-01.
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