Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 430

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05.06.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Niklaus Meienberg
Buchbesprechung
Volltext
Effekte statt Experimente. Die zum ersten Mal vollständig online veranstalteten 42. Solothurner Literaturtage setzten das Programm der Privatisierung von gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und politischen Problemen erfolgreich fort. Erinnerungen an politischere Zeiten und an Niklaus Meienberg, Journalist und Schriftsteller, der dieses Jahr 80 Jahre alt geworden wäre. Monika Helfer gewann mit ihrem aktuellen Roman „Die Bagage» den Literaturpreis der 2iteraturtage 2020. Sie schreibt so, wie es Verlage, Medien und eine breite Leserschaft wünschen. Sie frönt der apolitischen Sensibilität und Innerlichkeit. Beschreibt im Roman Familienschicksale, moralische und gesellschaftliche Enge auf dem Land, Konkurrenz, Prüderie, Diskriminierung und Ausgrenzung zu Beginn des 20.Jahrhunderts. Die etablierte Literatur, das machten die Online-Literaturtage einmal mehr sichtbar, meidet die heutigen, neuen Formen dieser Zustände in Stadt und Land. Politische Stoffe werden nur behandelt, wenn sie verjährt in der Vergangenheit liegen wie der Zweite Weltkrieg oder die Verfolgung der Fahrenden in der Schweiz. Man blendet öffentliche Auseinandersetzungen mit realen Widersprüchen aus, man beschäftigt sich viel lieber mit besser verkäuflichen Familiengeschichten, mit Persönlichkeitsentwicklung, Heimatsuche, Flucht aus dem Alltag, mit Emotionen, Atmosphären, Kriminalgeschichten und Frauenbiografien. Phantasie und Fiktion Auch (…).
Damian Bugmann.
Vorwärts, 5.6.2020.
Personen > Bugmann Damian. Niklaus Meienberg. Vorwaerts, 2020-06-06.
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03.06.2020 Schweiz
Personen
Syndicom
Vorwärts
Damian Bugmann
Homeoffice
Volltext
„Dringender Handlungsbedarf“. Im Auftrag der Gewerkschaft Syndlcom führte das Forschungsinstitut gfs Bem eine repräsentative U'mfrage zur Situation der Arbeitnehmenden Im Homeoffice während des Lockdowns In der Schweiz durch. Syndlcom stellt auf Grund der Umfrage Forderungen für die Ausgestaltung von Homeoffice. Befragt wurden zu ihrer Arbeitssituation 3‘500 Beschäftigte der Schweizer Telecombranche, die im März und April mindestens einen Tag pro Woche im Homeoffice gearbeitet hatten. „Die Resultate zeigen, dass Homeoffice vor dem Durchbruch steht, wenn die Unternehmen gute Rahmenbedingungen schaffen“, ist Syndicom-Geschäftsleitungsmitglied Giorgio Pardini überzeugt. „Dafür sprechen die höhere Arbeitszufriedenheit und die bessere Vereinbarkeit von Privat- und Berufsleben“ Handlungsbedarf sieht der Leiter Sektor Telekommunikation und IT (ICT) hingegen in Bezug auf informelle Kontakte und Isolation, auf Arbeitszeitgestaltung und Arbeitsplatz-ausstattung sowie auf Auslagen für Homeoffice. Unternehmen sparen Kosten. Für die zu Hause Arbeitenden fallen zusätzliche Kosten vor allem für Material und Infrastruktur an. 45 Prozent der Patrons haben die Dreistigkeit, gar keine Kosten zu übernehmen, nur neun Prozent übernehmen die vollen Kosten. 71 Prozent der Befragten beklagen die fehlenden informellen Kontakte und 49 Prozent die mangelhafte Ergonomie. Pardini: (…). 
Damian Bugmann,
Vorwärts, 5.6.2020.
Personen > Bugmann Damian. Homeoffice. Vorwaerts, 2020-06-03.
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23.05.2020 Deutschland
ADAV Arbeiterverein
Vorwärts

ADAV Arbeiterverein
Gründung
Volltext
23. Mai 1863. Gründung des ADAV: Die erste Partei für den Arbeiterstand. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit – Schriftzug auf der Breslauer Lassalle-Fahne des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins aus dem Jahr 1873. Der ADAV war zehn Jahre zuvor in Leipzig gegründet worden. Um der Arbeiterschaft im Deutschen Bund politische Vertretung zu ermöglichen, gründen Ferdinand Lassalle und Arbeiter-Delegierte aus elf Städten am 23. Mai 1863 in Leipzig den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein (ADAV). Er wird zur Keimzelle der SPD. Alles ist wohl vorbereitet an diesem 23. Mai 1863. Der Ballsaal im „Pantheon“, einem bekannten Leipziger Vereinslokal in der Dresdner Strasse 20, ist festlich geschmückt. Ein Fotograf ist bestellt, der den wichtigen Augenblick festhalten soll. Für den Abend sind einige Hundert Leipziger Arbeiter eingeladen, um das Ereignis in gebührendem Rahmen feiern zu können. Nach und nach treffen am Nachmittag die Delegierten aus elf Städten ein. Leipzig, Hamburg, Harburg, Köln, Düsseldorf, Elberfeld, Barmen, Solingen, Frankfurt a.M., Mainz und Dresden. Sie werden von dem Chemiker Otto Dammer, dem Zigarrenarbeiter Friedrich Wilhelm Fritzsche und dem Schumacher Julius Vahlteich empfangen, die die Versammlung organisiert haben. Schliesslich trifft auch der Journalist und begnadete Redner Ferdinand Lassalle ein, der intellektuelle Kopf des Ganzen. Arbeiterbildungsvereine als Wurzel der SPD. (…).
Vorwärts, 23.5.2020.
Vorwärts > ADAV. Gruendung. Vorwaerts, 2020-05-23.
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22.05.2020 Kuba
Schweiz
USA
Cler-Bank
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Boykott
Cler-Bank
Coronavirus
Volltext
Neue Eskalation. Immer mehr Schweizer Banken führen keine Inlandzahlungen mehr durch, die einen Bezug zu Kuba haben. Konkret: Mitgliederbeiträge und Spenden an Solidaritätsorganisationen werden verweigert. Es Ist die Umsetzung der Verschärfungen der US-Blockadle gegen Kuba hier bei uns.
„Die Abwicklung von Zahlungen mit Bezug zu Kuba sind aufgrund des US-Sanktionsregimes grösstenteils nicht mehr möglich. Der Konzern BKB hat sich deshalb entschieden, keine Zahlungen mit Bezug zu Kuba mehr auszuführen“, schreibt am 4. Mai die Bank Cler der Vereinigung Schweiz-Cuba Zürich (VSC). Drei Tage später folgt der definitive Nackenschlag. Bezugnehmend auf die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen» teilt die Bank der VSC schriftlich mit, dass „wir die mit ihnen geführten Geschäftsbeziehungen per sofort kündigen“ Keine Vorinformation, keine Rechtsmittelbelehrung, per sofort geht einfach gar nichts mehr. Punkt. Aus. Ende. Kein Geld für Kuba. „Was sich im letzten September abzuzeichnen begann, als auch die Postfinance den Auslandszahlungsverkehr zu Kuba einstellte, erfahrt nun eine weitere Eskalation“, hält Rene Lechleiter der VSC Zürich gegenüber dem Vorwärts fest. Was Lechleiter zurecht als Eskalation bezeichnet, ist folgende Tatsache: Neu werden auch Inlandzahlungen verweigert, die in irgendeiner Form mit Kuba zusammenhängen, wie zum Beispiel die Überweisung von Mitgliederbeiträgen an der VSC. lt. (…).
Siro Toresan.
Vorwärts, 22.5.2020.
Personen > Toresan Siro. Cler-Bank. Vorwaerts, 2020-05-22.
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22.05.2020 Schweiz
USA
Partei der Arbeit
Personen
Uno
Vorwärts
Denis De la Reussille
Siro Torresan
Nationalrat
Uno
Volltext
PdA-Nationalrat fordert di.e Suspendierung der USA in der UNO. Die Tnlmp-Regierung hat ihre Zahlungen für eine Vielzahl von Organisationen der Vereinigten Nationen (UNO) eingestellt oder stark zusammengestrichen. Trotzdem bleibt die USA im UN-Sicherheltsrat und macht weiterhin von ihrem Vetorecht Gebrauch. Eine surreale Situation, findet der PdA-Nationalrat Denis de la Reussille und stellte dem Bundesrat Fragen. Ab 2017 schränkte die USA ihre Zahlungen an die UNO stark ein, stellte sie für einige UN-Organisationen gar ganz ein. Diese Tatsache einfach hinnehmen, so tun, als nichts wäre? Auf keinen Fall meint der PdA-Nationalrat Denis de la Reussille und reichte in der ausserordentlichen Session des Nationalrats Anfang Mai eine entsprechende Interpellation ein. Darin fordert er den Bundesrat auf, sich durch Ignazio Cassis, Vorsteher des Eidgenössischen Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA) , einzuschalten und „die Suspendierung der USA in allen betroffenen Organen und Organisationen zu verlangen, bis die fälligen Beiträge wieder vollumfänglich geleistet werden.“ Keine billige, antiamerikanische Propaganda. Auf den ersten Blick mag die Forderung als reine propagandistische Provokation erscheinen. Doch beim genaueren Betrachten, zeigt sich die Relevanz der Thematik. So wurden beispielsweise die Beiträge für die Weltgesundheitsorganisation WHO sowie für die Agentur für die palästinensischen Flüchtlinge (UNWRA) gestrichen. (…). Siro Torresan.
Vorwärts, 22.5.2020.
Personen > Torresan Siro. USA. UNO. Vorwaerts, 2020-05-22.
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22.05.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Hans-Peter Gansner
Jean Ziegler
Flüchtlnge
Publikation
Volltext
Schande! In seinem neuen Buch „Die Schande Europas“, prangert der nie müde Kämpfer Jean Ziegler die unakzeptable Flüchtlingspolitik der EU an. Eine wuchtige StImme In der gegenwärtigen Krise der Migrationspolitik. Wegen des Corona-Virus ist der grosse Schandfleck der europäischen Flüchtlingspolitik beinahe etwas in Vergessenheit geraten. Und dies, obwohl diese armen Flüchtlinge „auf den Klippen des Abgrunds“ (Karl Marx) noch mehr darunter leiden als allen andern Menschen dieser Erde und sich wegen dem Virus eine noch grössere, unvorstellbare Tragödie ihren Lauf nimmt. Im Mai 2019 reiste der Schweizer Soziologe Jean Ziegler in seiner Funktion als Vizepräsident des Beratenden Aus-schusses des UN-Menschenrechtsrats in das Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. Er war entsetzt von der humanitären Katastrophe, die er vorfand. In dem Lager, das für 3000 Bewohner gedacht war, lebten damals schon 18000 Menschen - über die Hälfte Kinder, viele von ihnen unbegleitete Minderjährige ohne jeglichen Schutz. Sein Buch legt Zeugnis ab von dem moralischen Verfall, auf den Europa zusteuert, und ist ein eindringlicher Appell an. die zuständigen PolitikerIinnen in Brüssel und an die Zivilgesellschaft, der Praxis des „Push-Backs“ und der unmenschlichen Realität der Hotspots ein Ende zu machen - denn sie sind die Schande Europas. (…).  Hans Peter Gansner.
Vorwärts, 22.5.2020.
Personen > Gansner Hans-Peter. Jean Ziegler. Vorwaerts, 2020-05-22.
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10.05.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Maria Weidtmann
Klimawandel
Volltext
Krisenzeiten. Mit dem Aktionstag „Challange For Future“ wird am 15.Mai daran erinnert, dass die Klimakrise immer noch enorme Gefahr für uns alle darstellt. Unter anderem soll um 11.59 Uhr viel Lärm von den Balkonen gemacht werden, denn es ist bereits eins vor zwölf. Momentan erleben wir alle hautnah die unterschiedlichsten Folgen einer Krise. Einige von uns müssen gerade mehrere Vollzeitjobs gleichzeitig erledigen, die Erwerbsarbeit und die Kinderbetreuung. Andere wiederum sind auf Kurzarbeit angewiesen. Von den fast 190‘000 Unternehmen, die für insgesamt 1,9 Millionen Arbeitnehmende Kurzarbeit anmelden mussten, gehört die Mehrheit dem Tieflohnsektor an. Einige verlieren ihre Arbeit sogar. Gleichzeitig unterstützt der Bundesrat den Schweizer Finanzplatz mit gigantischen Hilfspaketen, mit denen beispielsweise der Wiederaufbau der Flugbranche gesichert werden soll. Was dabei vergessen geht? Das Milliardenpaket für die Swiss heizt die menschengemachte Erderwärmung zusätzlich an und trägt damit erheblich dazu bei, dass die Covid-19-Krise uns geradewegs in die nächste Krise führt. Klimastreik prüft daher, ob das Referendum dagegen ergriffen werden soll. Die entscheidende Frage Allerdings ist diese Krise alles andere als neu. Schon seit Jahrzehnten untersucht die Wissenschaft die Folgen des Anstiegs der Treibhausgasemissionen, die wir Menschen durch unsere Art zu leben verursachen. Sie ist sich dabei so einig wie selten: Der Klimawandel ist real und – im Gegensatz zur Covid-19-Krise – menschengemacht. (…).
Maria Weidtmann.
Vorwärts, 10.5.2020.
Personen > Weidtmann Maria. Klimawandel. Vorwaerts, 2020-05-10.
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08.05.2020 Sowjetunion
Personen
Vorwärts
W. I. Lenin
Kapitalismus
Volltext
Die Krise heisst Kapitalismus. 1870, vor 150 Jahren wurde Wladimir Ililjtsch Uljanow, genannt Lenin, geboren. In einer Rede an der Kommunistischen Internationale vor 100 Jahren beschreibt er die kapitalistische Krise und kritisiert die Bourgeoisie des Jahrs 1920. Eine Kritik, die auch auf die heutige Bourgoisie , und eine Beschreibung, die auch auf das KriIsenjahr 2020 zutrifft. Das Jahr 2019 endete mit einer Reihe von Angriffen deutscher Konzerne auf die Arbeiterklasse. Nicht nur Automobilkonzerne drohen mit Entlassungen, Schliessungen, Verlagerungen der Produktion. Die Krise dauert seit 2007 an, sie ist keinesfalls überwunden. Das deutsche Kapital hat es bisher lediglich verstanden, die Folgen weitgehend auf andere Länder abzuwälzen. Dies konnte keine dauerhafte Lösung sein. Vor 100 Jahren, im Alter von fünfzig Jahren, legte Wladimir Iljitsch Lenin er in seinem Referat auf dem II. Kongress der Kommunistischen Internationale dar, die Krise des Kapitalismus führe leider nicht zu einer Art Selbstzerstörung. sondern im Gegenteil zur Abwälzung der Lasten auf die arbeitende Bevölkerung durch eine Bourgeoisie, die sich benehme wie „ein frech gewordener Räuber, der den Kopfverloren hat“. Verschärfte Lage, beschleunigter Untergang. (…).

Vorwaerts,, 8.5.2020.
Personen > Lenin I.W. Kapitalismus. Vorwaerts, 2020-05-08.
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07.05.2020 Schweiz
Arbeitszeit
Vorwärts

Umkleidezeit
Volltext
Umkleiden ist Arbeitszeit. Seit Oktober 2019 führte die VPOD-Region Basel. in den Gesundheitseinrichtungen der Region eine Umfrage zum Thema „Umkleiden ist Arbeitszeit“ durch. Nun liegen die Ergebnisse vor. Sie sind erschreckend und offenbaren grobe Missstände, denn die Umkleidezeit ist nur die Spitze des Eisbergs. Zusammen mit der restlichen nicht erfassten Arbeitszeit wird den Mitarbeitenden jährlich eine Zeitgutschrift oder Lohn von bis zu einem Monat vorenthalten. Laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO gilt Umkleiden gemäss Arbeitsgesetz als Arbeitszeit. Doch in den allermeisten Betrieben wird diese Zeit nicht erfasst und folglich auch nicht abgegolten. Den Mitarbeitenden wird so jährlich eine Zeitgutschrift oder Lohn von bis zu einem halben Monat vorenthalten. Der vpod region basel ist deshalb dabei, die Einhaltung des Arbeitsgesetzes einzufordern und fordert eine Umsetzung, welche nicht auf Kosten des Personal erfolgt. In diesem Zusammenhang hat er in den Gesundheitseinrichtungen der Region eine Umfrage mit rund 420 Teilnehmern durchgeführt. Die wichtigsten Erkenntnisse daraus für nahezu alle Betriebe sind: Grosse Zeitunterschiede bei der Umkleidezeit (…).
Vorwärts, 7.5.2020.
Vorwaerts > Umkleidezeit. Vorwaerts, 2020-05-07.
Ganzer Tag
27.04.2020 Schweiz
1. Mai Schweiz
Vorwärts

1. Mai Schweiz
Volltext
Eine schwierige, aber wichtige Maifeier. Die Covid-19-Pandemie hat enorme Auswirkungen auf die internationale Arbeiter*innenklasse. Die Zeche für die Krise, in die das Kapital schlittert, soll von den Prolet*innen gezahlt werden. Umso wichtiger Wege zu finden, den Kampftag unserer Klasse dennoch gemeinsam zu begehen. Eine Demonstration? Unter den gegenwärtigen Umständen? Tausende Menschen, die nah beisammen stehen, rufen, diskutieren und für ihre Interessen kämpfen? Im Moment kaum denkbar. Die Massnahmen des Bundes anlässlich der Pandemie des Coronavirus sollen zwar ab dem 26.April schrittweise gelockert werden. Die Maifeiern im ganzen Land sind aber trotzdem vom Gewerkschaftsbund abgesagt worden. Doch ein 1.Mai ganz ohne alles? Ohne rote Fahnen, ohne Demoparolen und Reden? Das geht für viele nicht. Und so formieren sich vor der diesjährigen Maifeier an unterschiedlichen Orten politische Menschen, damit doch noch etwas läuft. Ein guter Moment um sich zu fragen, was es braucht, damit der 1.Mai eben der 1.Mai ist, was dieser Tag für unsere Bewegung bedeutet. Ein Tag für den Kampf „Sötted ihr am erschte Mai nöd gschiider goge schaffe?“, ist so ein Spruch, den man oft von Bürgerlichen hört, die besonders von ihrem überlegenen Intellekt überzeugt sind. Tatsächlich begann der 1.Mai aber mit einem Streik, mit der kollektiven Arbeitsniederlegung von Chicagoer Arbeiter*innen, um den 8-Stunden-Tag zu erkämpfen. Am 1.Mai 1886 begann der Arbeitskampf. Bei der Streikkundgebung am Haymarket explodierten aber Bomben. Durch die Explosion starben sieben Polizisten. (…).
Vorwärts, 27.4.20204.7.2020.
Vorwaerts > 1. Mai 2020. Vorwaerts, 2020-04-27.
24.04.2020 Biel
Personen
Vorwärts
Rolf Zbinden
Strassenbau
Volltext
WestAst
Auf die Pfoten hauen! Unter der Bedingung von Krise und Notrecht kann die Versuchung für Exekutiven aller Ebenen verlockend sein, demokratische Prozeduren zu verschlanken und die politische Willensbildung zu kanalisieren. Deshalb muss die demokratische Kontrolle von ganz unten beginnen: In den Gemeinden. In Biel und Nidau, den beiden Städten am unteren Ende des Bielersees, befinden sich zwei mehr als fragwürdige Bauvorhaben in einer heissen Phase: Agglolac und Westast. Während das Autobahnprojekt Westast in einem „Dialogprozess“ perspektivisch auf einen faulen Kompromiss zu manövriert wird (Fortsetzung folgt'), könnten sich bei Agglolac - dem luxuriösen Überbauungsprojekt für bisher brach liegende und damit unverwertete Bereiche des Bielersee-Strands durch den auch in Zürich bestens bekannten Immobilienkonzern „Mobimo“ - die Dinge sogar überstürzen. Auch wenn aktuell daran gezweifelt werden muss, dass die Abstimmungsbotschaft für die Volksabstimmung vom 28. Juni 2020 vorgängig im Stadtrat (Legislative) parlamentarisch sauber verhandelt werden kann, dürfen wir auch den schlimmsten Fall nicht ausschliessen: dass unter Rückgriff auf Notrecht die parlamentarische Debatte eingeschränkt und der öffentliche Abstimmungskampf zur Farce wird. In diesem Fall würden sich nur noch die finanzkräftigen und polit-ökonornisch bestens vernetzten Interessen mit „kontaktunabhängiger“ Medienpropaganda einbringen und durchsetzen können. Dem rotgrün dominierten Bieler Gemeinderat (Exekutive) kann leider in diesem Fall nicht über den Weg getraut werden. (…). Rolf Zbinden. Vorwärts, 24.4.2020.
Personen > Zbinden Rolf. Westast. Vorwaerts, 2020-04-24.
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02.04.2020 Schweiz
Vorwärts

Coronavirus
Gesundheitsschutz
Volltext
Gesundeit vor Profit? Die Schweiz muss die Gesundheit der Arbeitnehmerinnen schützen! Für die Ratifizierung des ILO-Übereinkommens „Förderungsrahmen für den Arbeitsschutz“. Angesichts der Covid-19-Pandemie hat der Bundesrat immer noch nicht den Beschluss gefasst, auf den die Arbeiterinnen ungeduldig warten: die Schliessung der Baustellen, der Fabriken sowie generell die Einstellung der nichtessentiellen Produktion. Gar das Gegenteil ist der Fall: Die Regierung befürwortet die Fortsetzung der wirtschaftlichen Tätigkeit zu Lasten des Gesundheitsschutzes der Arbeiter*innen, da nur eine Minderheit auf Homeoffice umstellen kann. Für die PdAS darf das Streben nach Gewinn keinesfalls Vorrang haben vor dem Recht der Arbeiter*innen auf Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Es ist höchste Zeit, dass unsere Regierung und unser Parlament die notwendigen Verpflichtungen gegenüber den arbeitenden Klassen unseres Landes eingehen! Getreu ihrer unsozialen Tradition hat die Schweizer Regierung bisher nur sehr wenige Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) unterzeichnet. Unter anderem hat sie sich geweigert, das Übereinkommen Nr. 187 über den „Förderungsrahmen für den Arbeitsschutz“ von 2006 zu ratifizieren. Es handelt sich um einen verbindlichen Vertragstext, der von 49 Ländern, darunter Österreich, Belgien, Deutschland sowie Kanada, ratifiziert wurde und unter anderem Folgendes vorsieht: (…).
Vorwaerts, 2.4.2020.
Vorwaerts > Coronavirus. Gesundheitsschutz. Vorwaerts, 2020-04-02.
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02.04.2020 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Initiativen Schweiz
Rüstungsexporte
Volltext
Planwirtschaft als Lösung. Die Frühlingssession dauerte nur zwei Wochen, dann kam es zum Abbruch wegen des Coronavirus. PdA-Nationalrat Denis de la Reussille äusserte sich zur Kriegsgeschäfts-Initiative und forderte in einer Interpellation eine „Schwarze Liste“ für Ärztinnen. Alle nach Hause! Auch die Frühlingssession des National- und Ständerats fiel dem Coronavirus zum Opfer. Immerhin konnte unter der Kuppel des Bundeshauses zwei Wochen lang debattiert werden. Am 13.März stand die Diskussion über die Volksinitiative „Für ein Verbot der Finanzierung von Kriegsmaterialproduzenten“ auf dem Programm. Dabei meldete sich auch PdA-Nationalrat Denis de la Reussille zu Wort. Zu Beginn seiner Rede erinnerte er daran, dass die Schweiz im Jahr 2019 Kriegsmaterial im Wert von 728 Millionen Franken in 71 Länder exportierte, was einer Steigerung von 43 Prozent gegenüber 2018 entspricht. „Obwohl das Staatssekretaritat für Wirtschaft, Seco, dies begrüsst, halten wir im Gegensatz dazu deutlich fest, dass dies ein zweifelhafter, ja sogar beschämender Handel ist“, unterstrich Genosse Denis vom Rednerinnenpult aus.Es sei im bewusst, dass der Anteil der Schweiz an diesem unmoralischen Handel weltweit mehr als minimal sei. Doch: „Es bleibt die Tatsache, dass unser Land zum Unglück von Millionen von Zivilistinnen in der ganzen Welt beiträgt.“ Der Grossteil des Handels mit Waffen findet mit europäischen Staaten statt. (…).
Siro Torresan.
Vorwärts, 2.4.2020.
Personen > Torresan Siro. Ruestungsindustrie. Initiative. Vorwaerts, 2020-04-02.
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27.03.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Volltext
Wirtschaftskrise
Mit einem Fuss in der Depression. Massenhafte Entlassungen, Kursstürze, riesige Soforthilfepakete: Die Covid-19-Pandemie reisst die Schweiz wieder in die Realität der Krise, in der wir uns seit 2008 befinden. Was dies für die Situation der Massen bedeutet, scheint erst nach den Interessen der Wirtschaft Priorität zu haben. 2019 schien ein mehr oder weniger gutes Jahr fürs Kapital zu werden. Vor allem liefen die Geschäfte. Von Dezember 2018 bis Februar 2020 stiegen die Kurse auf dem Schweizerischen Indexmarkt (SMI) von 8400 Punkten auf 11 110. Diese Zeit ist endgültig vorbei. Innerhalb von nur drei Wochen wurden die Gewinne des ganzen Jahres vernichtet. Grundsätzlich ist die Entwicklung an den Börsen nicht repräsentativ dafür, was in der Wirtschaft geschieht. Die Vorstellung, dass steigende Börsenkurse für eine brummende Wirtschaft stehen, ist falsch – sie stehen für Profitmöglichkeiten für Gutbetuchte. So steigen Kurse, wenn Betriebe massenhaft Arbeiterinnen entlassen. Doch in diesem Fall stehen tatsächlich grosse Teile der Wirtschaft für einen längeren Zeitraum still, Lieferketten sind unterbrochen und es kommt zu Massenentlassungen. Hauptsache weiter schuften. Besonders betroffen sein wird wohl die Schweizer Baubranche, wenn es endgültig zum Knall kommt, wenn das Vertrauen so stark sinkt, dass Anleger*innen von den Grossbanken ihr Geld zurückverlangen und diese wegen Zahlungsunfähigkeit entweder dicht machen müssen oder wie die UBS vor dem selbstverschuldeten Ruin mit Staatsgeldern (...). Florian Sieber.
Vorwärts, 27.3.2020.
Personen > Sieber Florian . Wirtschaftskrise. Vorwaerts, 2020-03-27.
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13.03.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Franziska Genitsch-Hofer
Aenni Goldschmidt-Michel
Nachruf
In Gedenken an Aenni. In der Nacht vom 23. zum 24. Januar schlief Anne Goldschmidt-Michel im stolzen Alter von 99 Jahren friedlich ein. Sie war Gründungsmitglied der PdA, erhielt den Nationalpreis der DDR und setzte sich nach ihrer Rückkehr in die Schweiz für die Frauen* und den Frieden ein. Aenni wurde am 8. November 1920 in Bolligen als viertes Kind von Anna Grossenbacher und Adolf Michel geboren. Sie wuchs in Bern auf und besuchte dort die Schulen. Neben der Schule nahm sie Tanzunterricht. Später wurde sie zur professionellen Ausbildung als Tänzerin und Pädagogin für tänzerische Gymnastik angenommen. Nach der Ausbildung wurde sie fre-schaffend, wobei sie einerseits pädagogisch tätig war, um den Lebensunterhalt zu bestreiten, andererseits jedoch als Tänzerin im Genre des modernen Kammertanzes auftrat. Dem Ruf der Jungen DDR gefolgt. Seit 1938 betätigte sie sich politisch in den Reihen der revolutionären Arbeiterbewegung der Schweiz. 1938 war sie an der Gründung einer Berner Sektion der Sozialistischen Jugend der Schweiz beteiligt. Anfang 1940 trat sie der illegalen Kommunistischen Partei bei. 1944 wurde die Partei der Arbeit der Schweiz (PdA) gegründet, der sie bis zu ihrem Tode angehörte. In der Partei lernte Aenni dann auch den Musikkritiker und Musikwissenschaftler Harry Goldschmidt 4 kennen. Es wurde bald, 1947, geheiratet. Das Klima für Antifaschisten und Sowjetfreunde, insbesondere wenn sie noch dazu in der PdA waren, wurde zusehends rauer, das politische Klima frostig und der Kalte Krieg begann. Harry hatte es immer schwerer, bezahlte Aufträge zu bekommen, (…). Franziska Genitsch-Hofer.
Vorwärts, 13.3.2020.
Vorwärts > Goldschmidt-Michel Aenni. Nachruf Franziska Genitsch-Hofer. Vorwaerts, 2020-03-13.
Ganzer Text
13.03.2020 Schweiz
Coiffeurgeschäfte-Verband
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Coiffeure/Coiffeusen
GAV
Volltext
CoiffeurInnen-GAV in Gefahr. Damit der neu verhandelte Generalarbeitsvertrag Im ColtfeurIlnnengewerbe rechtskräftig werden kann,. muss, es bis Im FrOhling zu einer Einigung kommen. Nun warf ein GerIchtsurteIl die Verhandlungen zurück. Durch den Beschluss droht der vertragslose Zustand In der bereits schon sehr prekären Branche. Am 14. Februar waren es gerade noch fünf Tage, bevor die nächste Verhandlungsrunde zwischen Unia, Syna und Coiffure Suisse losgehen sollte. Doch aus der Runde wurde nichts - ein eingeschriebener Brief informierte die beteiligten Parteien, dass die Verhandlungen bei Strafandrohung .von 10‘000 Franken verboten wurden. Verantwortlich für den Entscheid war die Zürcher SVP- Bezirksrichterin Erika Stoffel. Da der Vertrag bis Ende Jahr für allgemeingültig erklärt werden muss, damit es nicht zu einem vertragslosen Zustand kommt (letztes Mal hatte man bei der Regierung für die Anerkennung des GAV acht Monate gebraucht), könnte das Gerichtsurteil dafür sorgen, dass der sowieso schon ungenügende Schutz der CoiffeuI=innen weiter ausgehöhlt wird. Anlass zu der Verfügung: die Vereinigung Schweizer Coiffeur-Unternehmen (VSCU) will mitverhandeln. „Mir Ist nichts Vergleichbares bekannt. Die VCSU, die seit erst einem Jahr existiert, hatte sich auf Dringlichkeit berufen. Auf die Gewerkschaften offiziell zugegangen sei die Gruppe hingegen laut einem Artikel in der Zeitung „Work“ hingegen nicht. Einzig einen Anruf drei Tage vor Gerichtsverfügung habe es gegeben. Dafür hätte die VSCU mit der Unternehmerseite Verbindung aufgenommen. Für den emeritierten HSG-Arbeitsrechtprofessor Thomas Geiser ist dies ein „weltfremder“ Entscheid, wie er im Interview gegenüber Work sagt: (…). Florian Sieber. Vorwärts, 13.3.2020.
Personen > Sieber Florian. Coiffeure. GAV. Vorwaerts, 2020-03-13.
Ganzer Text
13.03.2020 Biel
Personen
Post
Vorwärts
Peter Heiniger
Betriebsschliessungen
Poststellen
Volltext
Post CH AG vs.PdA. Die PdA setzt sich gegen die Schliessungen von Poststellen in der Schweiz ein. Dieser Einsatz ist offenbar unserem ehemaligen Staatsbetrieb zu Ohren oder auch zu Augen gekommen. Nach unserer Intervention im Bieler Stadtrat, mit vorgängiger Aktion und diversen Medienberichten, meldete sich Frau Antoinette Feh, Medienverantwortliche der Post CH AG für die Deutschschweiz, bei mir. Mein Erstaunen war doch recht gross. Hat da die PdA einen wunden Punkt getroffen? Auf jeden Fall fand am 24. Februar ein Trefffen mit Frau Feh und mir statt. Vorgängig muss ich erwähnen, dass dieses Gespräch grundsätzlich sehr angenehm – von Seiten der menschlichen Ebene betrachtet - war. Frau Feh ist natürlich eine ausgewiesene Kommunikationsspezialistin. Nun, das Gespräch drehte sich um die von der PdA aufgegriffenen Punkte. Die Dienstleistungen, die in den zu Agenturen umgewandelten Poststellen reduziert sind. Da ist vor allem eine dieser Dienstleistungen hervorzuheben: Die Ein- und Auszahlungen bar sind in diesen Agenturen aufgrund des schweizerischen Geldwäschegesetzes nicht möglich. Geldtransfer ins Ausland werden nicht verarbeitet. Frau Feh sagte, 97 Prozent der ursprünglichen Dienstleistungen seien gewährleistet. Ganz scnwerwlegende und schliesslich auch wichtigste Gründe für unseren Protest sind die Anstellungsbedingungen der MitarbeiterInnen in den Agenturen. (…).
Peter Heiniger.
Vorwaerts, 13.3.2020.
Personen > Heiniger Peter. Post. Poststellen. Vorwaerts, 2020-03-13.
Ganzer Text
13.03.2020 Schweiz
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Coronavirus
Volltext
Wieder soll‘ns die BüezerInnen tragen. Der Coronavlrus hat den Bund zu einer Reihe von ausserordentlichen Massnahmen veranlasst. Besonders fällt aber auf, dass wie bei jeder Krise, vor allem eine Bevölkerungsgruppe die Negativfolgen tragen soll: Die ArbeiterInnenklasse. Hände waschen, in den Ellenbogen husten, Abstand halten und Grossanlässe vermeiden - das sind einige der Massnahmen, die der Bund empfohlen hat, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen. Neben nett gemeinten, aber oft ziemlich weltfremden Empfehlungen wie etwa der Rat an Pendlersinnen im Zug nicht zu nah aufeinander zu sitzen, gab es von der Regierung aber auch handfeste Massnahmen. Medial am ehesten besprochen, wurde die Absage der Fasnacht und die Beendigung des Spielbetriebs in mehreren Sportarten. Weiterhin kann eingekauft (und gehamstert) werden, weiterhin müssen die Leute arbeiten und setzen sich, je nachdem von wo nach wo sie pendeln, ähnlich grossen Menschenmengen aus, wie bei manchen grösseren Veranstaltungen, die verboten sind. Gleichzeitig nutzen Bürgerliche die Situation aus, um Stimmung gegen das Recht auf freie Versammlung zu machen. So hiess es in der NZZ, dass der Aufruf zu einer Demonstration am internationalen Frauenkampftag „unsolidarisch“ sei. Es sei störend, dass „selbsternannte Feministinnen“ den Tag „instrumentalisieren“ würden, um sich selbst zu inszenieren. (…).
Vorwäts, 13.3.2020.
Vorweärts > Coronavirus. Profite. Vorwaerts, 2020-03-13.
Ganzer Text
14.02.2020 Genf
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts

Nachruf
Volltext
Gemeinsames Agieren. Anna Spillmann. Nelly Wicky, ab 1971 eine der ersten Nationalrätinnen nach der Einführung des Frauenstimmrechts, starb am 27. Januar 2020. Sie setzte sich nachhaltig ein für die Rechte der Frauen In Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und in ihrer Partei, der Partei der Arbeit. Geboren 1923, war sie das zweite Kind von Robert und Helene Rosset. Sie bewunderte ihren Vater, den SBB-Angestellten und überzeugten Sozialisten. Unter den Jungen, die Kontakt mit den Rossets hatten, war auch der Sanitärinstallateur-Lehrling Robert Wicky, Nelly studierte Pädagogik. Robert Rosset blieb Sozialdemokrat nach der Spaltung der Partei 1939 und der Gründung der Sozialistischen Föderation der Schweiz, die 1941 verboten wurde. Der „Nicolist“ Robert Wicky war 1944 unter den GründerIinnen der Partei der Arbeit. Nach der Diplomierung 1946 lehrte Nelly während dreissig Jahren an Primarschulen der ArbeiterIinnenquartiere des Kantons Genf. Sie pflegte guten Kontakt mit den Eltern ihrer SchülerIinnen und kannte die Lebensbedingungen der Familien mit geringem Einkommen. Dies ermöglichte ihr, später gezielte Vorstösse im Genfer Gemeinderat zu lancieren. Ab 1963 gehörte sie während drreissig Jahren diesem Parlament an.· Ihre berufliche und politische Verantwortung wurde nicht beeinträchtigt durch die Geburt ihrer zwei Söhne. Vier NationalrätInnen. (…).
Vorwärts, 14.2.2020
Personen > Wycky Nelly. Nachruf. Vorwaerts, 2020-02-14.
Ganzer Text
14.02.2020 BS Kanton
Kommunistische Jugend
Lehrlingswesen
Vorwärts

Lehrlingswesen
Petition
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Mehr Lehrlingsrechte! Die Kommunistische Jugend (KJ) Basel sammelt Unterschriften für eine Petition, die die Stärkung der Rechte von Lehrlingen im Kanton verlangt. Die Lehre wird viel gelobt, unter anderem da sie im Vergleich zu anderen Bildungssystemen zu einer geringeren Arbeitslosenquote im Jugendalter führt. Gerade in den letzten Jahrzehnten ist aber auch für Personen mit einer abgeschlossenen Lehre das Arbeitslosenrisiko gestiegen und die Chance, nach dem Abschluss in schlechten Beschäftigungsverhältnissen zu landen. Aber auch schon während der Lehre sind viele Lernende mit Stress konfrontiert. Überstunden, ausbildungsfremde Arbeit, geringer Lohn und geringe Wertschätzung gehören für viele Lehrlinge zum Alltag. Ebenso sind sexuelle Belästigung und Mobbing am Ausbildungsplatz keine Seltenheit, wie eine Umfrage der Unia-Jugend vor kurzem aufgezeigt hat. Recht auf feste Anstellung. „Das darf so nicht sein! Lehrlinge brauchen eine gute Ausbildung, die sie auf das spätere Erwerbsleben vorbereitet. Das Recht auf eine gute Ausbildung muss geschützt und erweitert werden. Die Lehrlinge müssen über ihre Rechte aufgeklärt werden, und zwar mittels der Gewerkschaften, damit sie sich gegen widrige Arbeitsverhältnisse zur Wehr setzen können“, sagt Seyhan Karakuyu, Sprecherin der KJ Basel und ergänzt: „Die Wenigsten in der Lehre wissen Bescheid darüber, was Gewerkschaften sind. Dabei sind das die wichtigsten Organisationen der Arbeitnehmenden am Arbeitsplatz. Je mehr Leute in den Gewerkschaften organisiert sind, desto leichter können bessere Arbeitsverhältnisse und bessere Löhne erkämpft werden“ (…).  Vorwärts, 14.2.2020.
Vorwärts > Lehrlingswesen. Petition. Vorwaerts, 2020-02-14.
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14.02.2020 Schweiz
Juso
Nachrichtendienst
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Nachrichtendienst
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Auskunftspflicht verkommt zur Farce. Die Schweizer JungsozialistIinnen (Juso) fordern die Abschaffung des Nachrichtendiensts des Bundes (NDB) und neue gesetzliche Grundlagen für staatliche und private Schnüffele. Der Schweizer Geheimdienst NDB verstösst beim Datensammeln gegen das Gesetz und verletzt damit die Rechte einer unbekannten Anzahl EinwohneIinnen massiv. Die JungsozialisrIlnnen (Juso) äusserten bereits am 27. September des vergangenen Jahres Vermutungen, dass Mitglieder der Klimastreikbewegung ungerechtfertigt überwacht werden und forderten dazu auf, Auskunft über die eigene Überwachung anzufordern. Die Rückmeldungen des Nachrichtendiensts, welche die Juso daraufhin erreichten, reihen sich in den jüngsten Skandal ein. GesuchsteIlende werden systematisch vertröstet mit dem Hinweis auf fehlende Kapazitäten. Nun fordert die Jungpartei einschneidende Konsequenzen. Nur die halbe Wahrheit. Im Rahmen des jüngsten Skandals rügte die parlamentarische Oberaufsicht auch unvollständige Auskünfte an GesuchsteIlende. Die Juso gehen deswegen davon aus, dass auch die Auskunftsschreiben nur die halbe Wahrheit wiedergeben, falls die Gesuche denn überhaupt beantwortet werden. Dabei ist klar: Auch mit der fehlenden Beantwortung von Gesuchen kommt der Geheimdienst seiner Pflicht nicht nach und lässt die Bevölkerung im Dunkeln tappen. Für Juso-Präsidentin Ronja Tansen ist klar: „Die Auskunftspflicht des Nachrichtendienstes verkommt zur Farce, wenn die entsprechenden (…).
Quelle: Medienmittelung Juso.
Vorwärts, 14.2.2020.
Vorwärts > Juso. Nachrichtendienst. Vorwaerts, 2020-02-14.
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31.01.2020 Davos
Demonstration
Vorwärts
WEF

Demonstrationen WEF
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WEF
Beruhigtes Hinterland . Seit Jahrzehnten wird gegen das WEF protestiert, seit Jahrzehnten verhallen die Proteste mehrheitlich Im Getöse der Berichterstattung über den KapitallistInnnentreffen im Tiefschnee selbst Dabei stehen die Protestformen In einem schwierigen Spannungsverhältnis. Zwischen den Erwartungen linker Bewegungen und der Öffentlichkeit.. Wenn sich die Reichen und Mächtigen in Davos zum World Economic Forum (WEF) treffen, drehen die Schweizer Medien immer ein bisschen durch. Da erfährt man in der PendlerInnenzeitung „20 Minuten“, welche Davoser Bäckerei vielleicht den Hamburger für Trump zubereitet hat (kein Witz!), wegen welcher Gesundheitsprobleme Greta Thunberg ihre Teilnahme am Protestmarsch nach Davos absagen musste. Und der Winterthurer Lokalzeitung, dem Landboten, ist es eine Titelgeschichte mit grossem Bild der Oberwinterthurer Autobahnausfahrt wert, wenn Trump irgendwo neben der Eulachstadt durchgefahren ist. Angesichts der Anwesenheit der ganzen schwerreichen CEOs und den PräsidentIinnen der mächtigsten imperialistischen Staaten einmal pro Jahr geben sich die Medien hierzulande gierig der Illusion von eigener Grandeur hin. Millionen für den Reichentreff. Dabei wurde auch dieses Jahr protestiert. Kundgebungen und Demos fanden in Davos selber, in Ber , in Zürich statt. Ein Protestmarsch führte gar von Landquart bis nach Davos. Doch ebenso beim Marsch, wie in Davos selber machten Polizei und Kanton Auflagen: (…).
Votwärts. 31.1.2020.
Vorwärts > WEF. Demonstration. Vorwaerts, 2020-01-31.
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31.01.2020 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Mietwesen
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Abstimmung
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Wohnungsmieten
Umverteilung nach oben stoppen. Immobllienfirmen jagen Immer höheren Renditen nach, viele Menschen In der Schweiz finden deshalb keine bezahlbare Wohnung. Die Initiative „Mehr bezahlbare Wohnungen“ will mit der Förderung des gemeinnützigen Wohnungsbaus dafür sorgen, dass künftig mehr Wohnungen der Spekulation entzogen werden. Abstimmung am 9. Februar 2020. Seit Jahren steigen die Mietpreise, die Immobilienfirmen bereichern sich. „Diese Abstimmung ist wegweisend für die Zukunft der Schweizer Wohnpolitik“ , erklärt Carlo Sommaruga, Präsident des Mieterinnen- und Mieterverbands Schweiz (MV). Seit 2005 sind die Mieten um fast 19 Prozent angestiegen. emtgegen verschiedener Meldungen gibt es in der Schweiz bis heute keine Entspannung bei den Mieten. „Schuld daran sind die Immobilien-Spekulanten, welche ohne Skrupel immer höhere Renditen erzielen. Die Initiative will diese fatale Entwicklung stoppen, indem der gemeinnützige Wohnungsbau gefördert wird“. Gemäss Louis Schelbert, Präsident der Wohnbaugenossenschaften Schweiz, löst der Markt die Probleme nicht: „Im Gegenteil, er ist Teil des Problems. Eine Lösung bietet hingegen die Initiative. Denn Gemeinnützigkeit heisst: nicht gewinnstrebig. Dank der Kostenmiete sind gemeinnützige Wohnungen im Schnitt rund 20 Prozent günstiger als konventionelle Mietwohnungen. Die günstigen Genossenschaftswohnungen dämpfen zudem die Mietpreisentwicklung in ihrer Umgebung.“ Wohnungen für den Mittelstand (…). Quelle: Mieterverband.
Vorwärts, 31.1.2020.
Vorwärts > Wohnungsmieten. Abstimmung. Vorwaerts, 2020-01-31.
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17.01.2020 Sowjetunion
Personen
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Damian Bugmann
Oktoberrevolution
Publikation
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Tausend Tote, zweitausend Verwundete. „Blutiger Sonntag“ nennt man das Massaker der zaristischen Armee vor 115 Jahren Im Januar 1905 In Petersburg an streikenden MetaliarbelterIlnnen und vielen Solidarischen, die dem Zaren eine Bittschrift übergeben wollten. Der Blutsonntag war der Auftakt zur Russischen Revolution, die trotz Repression 1917 los ging. Die Industrialisierung Russlands kam in den letzten drei Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts in Gang, später als im übrigen Europa. Richtig zur Sache ging es ab 1890 mit dem Bau des Eisenbahnnetzes, der riesige Mengen an Stahl, Metall, Steinkohle und Erdöl benötigte. Zahlreiche Arbeitsplätze entstanden, in Industriekrisen lebten Hunderttausende in Arbeitslosigkeit und Elend. Die Wohnungsverhältnisse waren schlecht, die ärztliche Versorgung war teuer. Betrug bei den Lohnabrechnungen und Zwang zum Einkauf in den Fabrikläden zu überhöhten Preisen waren Standard. Statt Arbeitsschutz gab es Verstümmelungen und tödliche Unfalle. Streiks kamen häufig vor, während der frühen Streiks zertrümmerten ArbeiterIinnen Maschinen, Fenster, Fabrikläden und Kontore. Arbeiterbünde entstanden, die versuchten, die Interessen der ProletarierIinnen wahrzunehmen, wurden aber bedrängt und oft zerschlagen. Aufstände und Streiks. (…).
Damian Bugmann.
Vorwärts, 17.1.2020.
Personen > Bugmann Damian. Oktoberrevolution. Publikation. Vorwaerts, 2020-01-17.
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17.01.2020 Schweiz
Referendum
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Referendum
Rüstungsreferendum
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eferendum unterschreiben! 2014 hat die Bevölkerung den Kauf neuer Kampfjets für 3,1 Milliarden Franken deutlich abgelehnt. Nun versucht die Rüstungslobby erneut, eine Neubeschaffung von Kampfjets durchzudrücken. Verhindern wir es! Der Bundesrat hat im Mai 2019 seinen definitiven Plan präsentiert: Für sechs Milliarden Franken will er neue Kampfflugzeuge beschaffen. Zudem will er weitere zwei Milliarden Franken für eine neue bodengestützte Luftverteidigung (Bodluv) und weitere sieben Milliarden Franken für neue Bodensysteme (Panzer, Artillerie, etc.) ausgeben. Kurz: ln den nächsten Jahren sollen 15 Milliarden Franken in die militärische Aufrüstung investiert werden - das teuerste Rüstungsprojekt der Schweizer Geschichte. Blankoscheck von 24 Milliarden Franken. Dies geht auch nicht spurlos am Schweizer Bundeshaushalt vorbei: Das Armeebudget, welches heutzutage jährlich fünf Milliarden Franken beträgt, soll jedes Jahr um real 1,4 Prozent erhöht werden. Voraussichtlich beträgt das Armeebudget darum Anfang der 2030er Jahre sechs Milliarden Franken - gleichzeitig wird in anderen Bereichen wie beispielsweise bei den Prämienverbilligungen gespart. Massnahmen gegen die Klimakrise werden von den rechten Kräften genauso als „zu teuer“ verschrien wie eine angemessene Elternzeit oder eine Arbeitszeitverkürzung. Aber bei Aufrüstung verlieren die Bürgerlichen sämtliche Zurückhaltung - da darf es dann auch jederzeit noch ein wenig mehr sein. Da der Bundeshaushalt als Ganzes finanziell begrenzt ist, hat ein Ausgabenwachstum in einem Departement stets auch Abbaupakete in anderen Departementen zur Folge. (…).  Nadia Kuhn.
Vorwärts, 17.1.2020.
Vorwärts > Kampfjet-Referendum. Vorwaerts, 2020-01-17.
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