Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 383

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31.05.2019 Schweiz
Steuern
Vorwärts

Steuerreform
Volltext
Zu schön, um wahr zu sein? Eine Gesetzesvorlage will das Steuersystem revolutionieren: Würde der enorm angewachsene elektronische Zahlungsverkehr automatisch mikrobesteuert, könnten dadurch alle anderen Steuern ersetzt werden. Vier Wirtschaftsspezialisten erklären, dass es Zeit wird, den Immens gewordenen Geld-fluss Ins Visier zu nehmen. Hinter dem revolutionären Steueranliegen stehen vier Akademiker, die sich seit einigen Jahren intensiv damit beschäftigen: Der Finanzunternehmer Felix Bolliger, Wutschaftsprofessor Marc Chesney (UZH), Professor für Elektrotechnik, Anton Gunzinger (ETH) sowie Alt-Vizekanzler Oswald Sigg (SP): Nicht mehr die einzelne (natürliche oder juristische) Person soll besteuert werden, weder für ihre Arbeit, noch ihr Kaufverhalten, sondern neu soll lediglich der gesamte elektronische Zahlungsverkehr besteuert werden. Eine solche automatische Mikrosteuer ist einfach zu verstehen und zu erheben. In der Verfassung soll stehen: „Der Bund erhebt auf dem bargeldlosen Zahlungsverkehr eine Mikrosteuer mit einem einheitlichen Satz auf jeder Belastung und jeder Gutschrift“ (BV Art. 128a, Abs. 1. Gemäss diesem Gesetzesvorschlag würde also bei der Verbuchung jeglicher Zahlung automatisch ein einheitlicher Mini-Betrag abgezogen. Die Initianten meinen, dass damit die Stempelsteuer und bald darauf genauso die Mehrwertsteuer und die direkte Bundessteuer ersetzt werden könnten. Die Mikrosteuer sei so ergiebig, dass sie sogar alle Steuern ersetzen könnte. Das Leben würde für die meisten Bürger*innen (…).
Vorwärts, 31.5.2019.
Vorwärts > Steuern. Reform. Vorwaerts, 2019-05-31.
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31.05.2019 Schweiz
Vorwärts

Ergänzungsleistungen
Reform
Volltext
Eine Reform mit Schwächen. Die im März vom Parlament verabschiedete Reform der Ergänzungsleistungen soll 2021 in Kraft treten. Sie verfolgt drei Ziele: Den Erhalt des Leistungsniveaus, die stärkere Verwendung der Eigenmittel und die Verringerung der Schwelleneffekte. Was wurde erreicht? Die Renten der AHV und IV haben den verfassungsmässigen Auftrag, die Existenz der Rentenberechtigten angemessen zu decken. Seit deren Einführung in .den Jahren 1948 respektive 1960, konnte dieses Versprechen trotz diverser Revisionen und Ausbau des 3-Säulen-Prinzips nicht eingelöst werden. 1966 wurden die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV (EL) eingeführt. Sie sind als Bedarfsleistungen ausgestaltet. Ähnlich wie bei der Sozialhilfe werden genau bezeichnete Ausgaben den Einnahmen gegenübergestellt. Bei einem Ausgabenüberschuss wird die Differenz in Form von EL ausgerichtet. In bis anhin drei grösseren Revisionen wurden die EL immer weiter ausgebaut: Sie haben die Funktion einer Pflegeversicherung übernommen sowie Leistungsreduktionen bei der AHV und der IV aufgefangen. Dies führte zu massiven Kostensteigerungen, die vor allem die Budgets von Bund, Kantonen und Gemeinden belasteten. Ein weiterer Kostentreiber sind die Babyboomer, welche zu einem Zuwachs der Altersrentenberechtigung führten. Mehr Geld für Mieten aber nicht für alle. Seit 2014 beschäftigen sich Bundesrat und Parlament mit der Reform der EL. Sie soll drei Ziele verfolgen: (…). Uwe Koch.
Vorwärts, 31.5.2019.
Vorwärts > Ergaenzungsleistungen. Vorwaerts, 2019-05-31.
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31.05.2019 Zürich
Frauen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Frauenstreik
Interview
Volltext
Trage rot am Freitag. Erkennungszeichen haben eine unglaublich grosse Wirkung und unterstützen den Frauen*streik. Im Sinne eines Countdowns bis zum 14. Juni lancierte das Streikkomitee „Bildung“ und der VPOD. Zürich eine spannende Kampagne. Anna-Lea Imbach vom VPOD erklärt die Aktion. Der Aufruf fand sich in den „sozialen Medien“ rund um den Prauen*streik: „Um mit Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen und uns als Streikunterstützer-innen zu outen, tragen wir ab sofort jeden Freitag rot. Unterstütze auch du den Frauen*streik. Zeige dich am Freitag in rot und poste dein Foto unter #frauenstreik2019 und #roterfreitag. Wirklich fanden sich bald viele Fotos im Netz, wo Frauen und Männer sich mit roten Schals, Shirts oder Pullovern und so weiter Solidarität zeigten. Sichtbarkeit schaffen. Doch was genau steht hinter der Kampagne? Warum zeigen sich viele Aktivist*innen mit roten Kleidern? Anna-Lea Imbach vom VPOD erklärt es in einem Kurzinterview: Jeden Freitag rote Kleider tragen: um was geht es bei der Kampagne? Die Aktion ist beim zweiten Treffen des Streikkomitees Bildung am 14. Januar entstanden. Wir hatten Dana Blanchard zu Besuch. Sie ist ehemalige Lehrerin und Aktivistin in den Lehrer*innenstreiks in den USA. Wir haben sie am 11. und 12. Januar im Volkshaus getroffen, wo sie im Rahmen einer Veranstaltung am Anderen Davos einen Workshop leitete. Spontan luden wir sie ein, an unsere Sitzung des Streikkomitees Bildung zu kommen, um von ihren Streikerfahrungen zu berichten. Hier ein Auszug (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 31.5.2019.
Vorwärts > Frauenstreik. Vorwaerts, 2019-05-31.
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16.05.2019 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Peter Heiniger
Betriebsschliessungen
Poststelle
Volltext
K.O. für die Poststellen. Nachdem die PTT (Post, Telefon, Telegramm) zur halbprivatisierten Post CH AG geworden ist, schreckt sie vor keinen Einsparungsmöglichkeiten mehr zurück. Der Poststellenabbau kommt einem Kahlschlag gleich. In vielen Gemeinden befinden sich keine Poststellen mehr, oder wenn überhaupt, so genannte Agenturen. Diese Agenturen bieten zudem nur ein reduziertes Angebot gegenüber einer ordentlichen Poststelle und schlechtere Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer*innen. Der Poststellenabbau betrifft alle, Kund*innen wie Angestellte. Eine Reduktion des Service Public ist zudem nicht verfassungskonform. In der Verfassung heisst es denn auch in Artikel 43a: „Leistungen der Grundversorgung müssen allen Personen in vergleichbarer Weise offenstehen.“ Die Gewährleistung dieser Grundversorgung wird von der Post unterlaufen. Immer weitere Wege müssen in Kauf genommen werden, um an eine ordentliche Poststelle zu gelangen. Gerade für Leute mit reduzierten Mobilitätsmöglichkeiten bedeutet dies eine grosse Erschwernis ihres alltäglichen Lebens. Nun kommt auch Biel dran: Die Poststellen Mett, Gurzelen und Neumarkt sollen bis 2020 geschlossen werden. Später eventuell Bözingen oder Madretsch. Werden drei Poststellen geschlossen, ist dies ist eine massive Reduktion des Angebots um 50 Prozent. Am Ende des Abbaus verbleiben auf dem Stadtgebiet bloss noch zwei Postfilialen! Die Begründung des ehemaligen Staatsbetriebs ist, dass durch die Schliessungen (…). Pesche Heiniger.
Vorwärts, 16.5.2019.
Personen > Heiniger Peter. Poststellen. Betriebsschliessung. Vorwaerts, 2019-05-16.
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16.05.2019 Schweiz
Nestlé
Vorwärts

Nestlé
Trinkwasser
Volltext
Flaschenwasserindustrie hängen lassen! Der weltweite Konsum von Flaschenwasser steigt Immer weiter an. Konzerne verkaufen das unbezahlbare Gut als ein In Plastik gehülltes Lifestyle-Produkt. MultiWatch sensibilisiert mit ihrer Kampagne für die Problematik des Konsums von Flaschenwasser. Sie wollen sich gesund ernähren? Jung bleiben? Abnehmen? Klar, Wasser hilft! Doch Wasser ist in erster Linie ein Recht! Mit der Kampagne „Lasst die Flaschenwasserindustrie hängen!“. möchte MultiWatch die Öffentlichkeit auf die Privatisierung von Wasser und besonders die Problematik des weltweiten Konsums von Flaschenwasser in der Flaschenwasserindustrie aufmerksam machen. Konzerne wie Nestlée versprechen den „unbeschwerten Geschmack“, während sie teils in Komplizenschaft mit Regierungen Wasser rund um die Welt privatisieren. Wasser gehört aber der Allgemeinheit und muss demokratisch verwaltet werden. Die Schweiz ist für ihre Expertise in der öffentlichen Wasserversorgung bekannt, dennoch unterstützt sie über die Entwicklungszusammenarbeit multinationale Unternehmen wie Nestlée oder Coca-Cola, die ihre Gewinne durch den Verkauf von Wasser maximieren. Das wirtschaftliche Wachstumsmodell jedoch ist mit dem Recht auf Wasser für alle Menschen .weltweit nicht vereinbar, sondern verschärft die Wasserkrise. Wasser ist ein Recht, kein Geschäft! (…). www.flaschenwasser.ch.
Vorwärts, 16.5.2019.
Vorwärts > Trinkwasser. Nestle. Vorwaerts, 2019.05-16.
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16.05.2019 Schweiz
Nestlé
Novartis
Vorwärts

Nestlé
Volltext
Wasser
Schweizer Giftkartell in Brasilien. Die Schweiz gilt mit Ihren glitzernden Bergseen gerne als Wasserschloss Europas. Dabei sind Schweizer Multis Weltmeister in der Wasserprivatisierung und -Vergiftung, etwa mit Atrazine, und verkaufen gleich auch noch die passenden Medikamente. Nirgends zeigt sich das so deutlich wie in Brasilien. Zwischen der industriellen Landwirtschaft, der Agrochemie-Industrie und der Pharma-Industrie gibt es, so die indische Ökofeministin Vandana Shiva, ein richtiges Giftkartell. Die Pharma-Industrie verkauft Medikamente gegen die von der Fast-Food- und Pestizidwirtschaft verursachten Krankheiten. Agrochemie und Pharma haben eine gemeinsame Herkunft, weiss Vandana Shiva. Und die liegt am Rheinknie. Einen grossen Anteil an diesem Kartell haben die Basler Konzerne Novartis und Syngenta. Giftiges Wasser für die Armen. Dem Kartell gehört aber auch noch ein anderer Schweizer Grosskonzern mit Hauptsitz in Vevey an. Nestlée setzt zunehmend auf die Karte der Wasserprivatisierung. Nestlée verkauft dort Flaschenwasser, wo die bessergestellten Mittelschichten kein Vertrauen in das öffentliche Trinkwasser haben. Je schlechter die Qualität des öffentlichen Trinkwassers, desto grösser die Motivation, das Wasser von Nestlèe zu kaufen. Das vergiftete Wasser wird dann jenen überlassen, die sich die Wasserflaschen nicht leisten können. Syngenta, Novartis und Nestlée schaffen so wundervolle Synergien, die die zukünftigen Profite ihrer Aktionäre sichern sollen. Nirgends (…). Ueli Gähler, Multiwatch.
Vorwärts, 16.5.2019.
Vorwärts > Wasser. Nestle. Vorwaerts, 2019-05-16.
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15.05.2019 Schweiz
Nestlé
Vorwärts

Nestlé
Volltext
Wasser
Widerstand gegen Nestlé. Der lokalen Bevölkerung In Vlttel (Frankreich) wird die Lebensgrundlage entzogen. Ein ähnliches Schicksal erleiden die Menschen rund um die Welt. Dem global tätigen Konzern, der 10,5 Prozent des weltweiten Wassermarktes kontrolliert, muss zwingend ein globaler Widerstand entgegengesetzt werden - auch hier in der Schweiz. Nestlés Flaschenwasser-Marke Vittel „erweckt die Vitalität in Ihnen“, verspricht die Werbung des Schweizer Multi. Gleichzeitig wird jedoch ausgeblendet, dass der lokalen Bevölkerung in Vittel, in den Vogesen im Osten Frankreichs, aus deren Grundwasserquellen das Flaschenwasser stammt, die Lebensgrundlage entzogen wird. Denn der Wasserspiegel in dem Gebiet sinkt jährlich um 30 Zentimeter. Die Quelle droht zu versiegen. Vom Kampf ums Wasser In Vlttel… Nestlé verfügt in Vittel praktisch über ein Monopol auf eine Ressource, die niemandem gehören sollte, ausser der lokalen Bevölkerung, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. So lautet die Kritik vom Collectif Eau 88 (ein Zusammenschluss von Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen). Nestlé pumpt seit 1992 jedes Jahr 950‘000 Kubikmeter Wasser. Mittlerweile stellt sich heraus, dass spätestens 2050 die Quelle einen kritischen Stand erreichen wird. Mit wachsender Kritik senkt Nestlé im Jahr 2017 den Wasserverbrauch auf 750‘000 Kubikmeter - Kritiker'innen relativieren diese Senkung, Nestlé habe bloss an einer anderen (…).
Vorwärts, 16.5.2019.
Vorwärts > Nestle. Wasserquellen. Vorwaerts, 2019-05-15.
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04.04.2019 BE Kanton
Abstimmungen Bern
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Abstimmung
Sozialhilfe
Volltext
Strukturelle Ausbeutung. Den Krieg gegen die Bedürftigen will die Sozialhilfegesetz-Vorlage des bernischen Grossrats mit der Senkung des Grundbedarfs und einem Anreizsystem intensivieren, der Volksvorschlag will diese unheilvolle Entwicklung stoppen und „Chancen statt Anreize“ bieten. Am 19. Mal hat das Stimmvolk die Wahl zwischen den beiden Vorlagen. Die Neoliberalen unternehmen ständig neue Anstrengungen, um Bedürftige noch stärker abzustrafen. Auf deren politischen Druck musste die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS die Ansätze für den Grundbedarf bereits senken. Auch der letzte Coup, die unkontrollierte Überwachung von Versicherten, ist gelungen. Die Bedürftigen werden unter Generalverdacht gestellt, die Reichen und grossen Unternehmen dagegen mit Steuergeschenken belohnt. Jetzt arbeiten Bürgerliche in den Kantonen daran, die Sozialhilfe generell um einen Prozentbetrag zu kürzen. Wer „kooperiert“, ist dann Kandidatin für den Trostpreis und kann einen Teil des gekürzten Betrags doch noch bekommen. Pakten statt Vorurteile. Im Kanton Bern soll die Sozialhilfe mit der Gesetzesvorlage des Grossrats gekürzt werden. Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt soll um 8 bis 30 Prozent gesenkt werden. Die Kürzungen treffen alle, Alleinerziehende, Kranke und Behinderte und Kinder, die fast einen Drittel der Beziehenden ausmachen. Das Komitee „Wirksame Sozialhilfe“ reichte die notwendigen Unterschriften ein für den Volksvorschlag und führt die Kampagne. Im Komitee sind neben der PdA die Parteien Grüne, SP, EVP und ihre Jungparteien vertreten, ebenso wie (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 4.4.2019.
Personen > Bugmann Damian. Sozialhilfe. Abstimmung. Vorwaerts, 2019-04-04.
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02.04.2019 Schweiz
Friedensbewegung
Personen
Vorwärts
Martin Schwander
Louise Stebler
Nachruf
Volltext
Louise Stebler und die SFB. Die Welt bewahren. Gut vernetzt: Louise Stebler; am Dreiländer Friedensfest 2002. Foto D. Herrmann. Am 12. Februar 2019 ist unsere Friedensfreundin Louise Stebler im 95. Lebensjahr gestorben. Ein Leben im Dienste des Friedens, der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit und der Völkerfreundschaft ist zu Ende gegangen. Die Ideale, die Louise Stebler Zeit ihres Lebens hochgehalten hat, bleiben Richtschnur für uns alle. Louise ist in einem widerständigen, antifaschistischen Haus aufgewachsen. Als Mädchen schon strikte sie Socken für das repuplikanische Spanien und als junge Frau beteiligte sie sich aktiv an Sabotageaktionen gegen die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. 1945 schwiegen in Europa zwar endlich die Waffen, ihr Geklirr aber hallte nach und nahm wenig später an Lautstärke wieder zu. Louise war sich deshalb bewusst: Um den Frieden muss täglich neu gerungen werden. Und sie hatte klare Vorstellungen darüber, dass Frieden und soziale Gerechtigkeit einhergehen. Für sie hatte der Friedenskampf auch den Kampf gegen soziale und rassistische Unterdrückung einzuschliessen, gegen Ausbeutung, für die Gleichberechtigung aller Menschen, für die Freiheit, für die Menschenwürde. Mit Joe Stebler, ihrem Ehemann und Kampfesgenossen an allen Fronten, beteiligte sie sich deshalb in den ersten Nachkriegsjahren aktiv an der Organisation „Frieden durch Aufbau“ und opferte Freizeit und Ferien, um 1947 mit anderen Jugendlichen im kriegsversehrten Jugoslawien eine Eisenbahnstrecke wieder herzustellen. Viele dieser Mitstreiter traf Louise zwei (…). Martin Schwander.
Unsere Welt, Nr. 2, 2019-02-04.
Personen > Stebler Louise. Nachruf Martin Schwander. Unsere Welt, Nr, 2019-04-02.
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21.03.2019 Zürich
Demonstrationen Zürich
Vorwärts

Demonstration
Frauentag
Volltext
Frauen*-Demonstration in Zürich. Wir nahmen uns auch dieses Jahr kämpferisch, laut und mit über 2000 Frauen" die Strassen. In unserem Kampf gegen die soziale Ungleichheit innerhalb der Gesellschaft, gegen die Schere zwischen oben und unten, sehen. wir die Unterdrückung der Frau" als zentrales Moment. Das Patriarchat und der Kapitalismus sind seit jeher eng miteinander verschränkt. Der Kapitalismus macht die Frauen* zu Objekten. Lautstark, bunt und wütend versammelten wir uns auf dem Hechtplatz. Wir zogen übers Limmatquai Richtung Bahnhof und bogen am Limmatplatz in die Langstrasse ein. Auf dem Weg gab es zahlreiche Reden zur internationalen Solidarität, zu Militanz von Prauen", zum anstehenden Frauenstreik am 14. Juni, zur Sexarbeit, zu Leyla Güven im Hungerstreik, sowie eine Grussbotschaft aus Berlin zum gestrigen internationalen Frauenstreik. In der Unterführung an er Langstrasse verschönerten wir die Stadt. Bei der Piazza Cella gab es eine Aktion zum kommenden Frauenstreik am 14. Juni. Es wurde ein riesiges Transparent „Frauen streiken weltweit - Heraus zum 14. Juni“ von einem Baugerüst heruntergelassen und mit Rauchpetarden und Parolen gefeiert. Symbolisch wurden die Besen niedergelegt und Einkaufswagen hingestellt und zur Barrikade verkettet. Dabei wurden alle Frauen" dazu aufgerufen, die bezahlte und unbezahlte Arbeit am 14. Juni niederzulegen. In Ankara, Barcelona, Buenos Aires, Manila und vielen anderen Städten besetzten die Prauen" die Plätze und Strassen im Streik. Während weltweit die (...).
Vorwärts, 21.3.2019.
Vorwärts > Frauentag. Demonstration. Vorwaerts, 2019-03-21.
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21.03.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Ergänzungsleistungen
Volltext
Sparen auf Kosten der Ärmsten. Weitere dreiste Machtdemonstrationen in den Eidgenössischen Parlamenten: Die Mehrheitsvertretung des Kapitals gefällt sich Im rücksichtslosen, repressiven Sparwahn bei Ergänzungsleistungen und Krankenkassenfranchisen. Widerstand ist angesagt. Nicht nur bei der neusten IV-Revision wird gekürzt und geknausert. In den eidgenössischen Räten wurde soeben die Erhöhung der Krankenkassen-Franchisen beschlossen. Der Sparhammer wird auch bei den Ergänzungsleistungen (EL) angesetzt. Über 300‘000 betagte und behinderte Menschen sind in der Schweiz auf Ergänzungsleistungen angewiesen. In letzter Zeit wurden die EL in vielen Kantonen bereits gesenkt. Aber genug ist für die Reichen und Mächtigen nicht genug: Bald werden die Bedürftigen mit noch weniger Geld auskommen müssen. Das heisst konkret: Parlamentarier*innen vor allem der Parteien SVP und FDP, die in der Regel im Rat und privat sehr gut verdienen und in den Genuss von Steuergeschenken kommen, spielen sich machtvoll als Sparenthusiasten auf Kosten der Ärmsten auf. Im Nationalrat stimmten sie mit ihrer absoluten Mehrheit geschlossen für die drastischen Reduktionen aus. Der definitive Entscheid bezüglich EL fällt Ende März, das Referendum ist bereits angekündigt. Franchisen sollen steigen. Bereits beschlossen wurde im Nationalrat die Erhöhung des Franchisen-Minimums von 300 auf 350 Franken. Die stetige und unbegrenzte Steigerung der Franchisen parallel zur Kostenentwicklung im Gesundheitswesen wurde im letzten Moment fallengelassen, wahrscheinlich mit Blick auf das (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 21.3.2019.
Personen > Bugmann Damian. Ergaenzungsleistungen. Vorwaerts, 2019-03-21.
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21.03.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Martin Schwander
Louise Stebler
Nachruf
Volltext
Im Gedenken an Louise Stebler . Martin Schwander. Ein Leben Im Dienste des Friedens, der Solidarität, der sozia¬len Gerechtigkeit und der V61kerfreundschaft Ist am 12. Februar 2019 im Alter von 94 Jahren zu Ende gegangen. Die Ideale, die Louise Stebler Zelt Ihres Le¬bens hochgehalten hat, diese Ideale aber bleiben Richtschnur für uns alle. Louise ist in einem widerständigen. antifaschistischen Haus aufgewachsen. Als Mädchen schon strickte sie Socken für das republikanische Spanien und als junge Frau beteiligte sie sich aktiv an Sabotageaktionen gegen die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. 1945 schwiegen in Europa zwar endlich die Waffen, ihr Geklirr aber hallte nach und nahm wenig später an Lautstärke wieder zu. Louise war sich deshalb bewusst: Um den Frieden muss täglich neu gerungen werden. Und sie hatte klare Vorstellungen darüber, dass Frieden und soziale Gerechtigkeit einhergehen. Für sie hatte der Friedenskampf auch den Kampf gegen soziale und rassistische Unterdrückung einzuschliessen, gegen Ausbeutung, für die Gleichberechtigung aller Menschen, für die Freiheit, für die Menschenwürde. Mit Joe Stebler, ihrem Ehemann und Kampfesgenossen an allen Fronten, beteiligte sie sich deshalb in den ersten Nachkriegsjahren aktiv an der Organisation „Frieden durch Aufbau“ und opferte Freizeit und Ferien, um 1947 mit andern Jugendlichen im kriegsversehrten Jugoslawien eine Eisenbahnstrecke wieder herzustellen. Viele dieser Mitstreiter traf Louise zwei Jahre später abermals, als es um die Gründung einer breiten schweizerischen Friedensbewegung ging. (…). Martin Schwander.
Vorwärts, 21.3.2019.
Personen > Stebler Louise. Nachruf Martin Schwander. Vorwaerts, 2019-03-21.
Ganzer Text
21.02.2019 Zürich
Kapitalismus
Vorwärts

Kapitalismus
Volltext
Wohnungsbau
Es herrscht Wohnungsnot An der Mitgliederversammlung der PdA Zürich vom 11. Februar wurde lebhaft darüber diskutiert, wie innerhalb des herrschenden kapitalistischen Systems bezahlbare Wohnungen ermöglicht werden können. Eröffnet wurde der Abend mit einem Vortrag von Marco Medici. Ausgehend von einem Blick in die Geschichte und auf den aktuellen Wohnungsmarkt zeigte er notwendige und realistische Forderungen auf. In den Debatten anlässlich der neuen Bundesverfassung, die im Jahr 2000 in Kraft trat, hatten die Bürgerlichen vehement abgelehnt, das Recht auf Wohnen in der Bundesverfassung zu verankern. Stattdessen begnügte man sich mit der Formulierung eines „Sozialziels“. So heisst es in Artikel 41: „Bund und Kantone setzen sich in Ergänzung zu persönlicher Verantwortung und privater Initiative dafür ein, dass Wohnungssuchende für sich und ihre Familie eine angemessene Wohnung zu tragbaren Bedingungen finden können.“ Jedoch ist dies lediglich ein nicht-einklagbares Sozialziel, sozusagen ein frommer Wunsch, wie Medici klarstellt. Zudem entspricht dies nicht internationalen Abmachungen: Im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (UNO-Pakt) vom 16. Dezember 1966 ist das Recht auf eine „angemessene Unterbringung“ festgehalten. Wohnungsmangel. Dies ist jedoch ein schwacher Trost für die vielen Menschen, die verzweifelt eine Wohnung suchen. Gemäss offiziellen Berechnungen weist die Schweiz einen Leerwohnungsbestand von 1.62 Prozent auf. (…). Fabian Perlini.
Vorwärts, 21.2.2019.
Vorwärts > Wohnungsbau. Kapitalismus. Vorwaerts, 2019-02-21.
Ganzer Text
07.02.2019 Peru
Zug
Glencore
Konzerne
Vorwärts

Glencore
Menschenrechte
Volltext
Glencore vertreibt Bäuerinnen. Glencore gehört zu den weltweit grössten Rohstoffkonzernen und hat den Hauptsitz im Kanton Zug. Immer wieder sorgt der Konzern für negative Schlagzeilen. Zuletzt mit einem Fall in Peru: Über Weihnachten hat Glencore-Sicherheitspersonal hier Indigene Bäuerinnen attackiert. Auch wir in der Schweiz müssen und können dagegen was tun! Videoaufnahmen vom 29. Dezember zeigen, wie Sicherheitsleute von Glencore indigene Bäuerinnen mit Steinen attackieren. Eine Frau wird von einem Glencore-Angestellten zu Boden gerissen. Die betroffenen Bäuerinnen, die im Video zu Wort kommen, sehen sich ihrer Lebensgrundlage beraubt und sind verzweifelt ob ihrer Machtlosigkeit gegenüber dem Riesenkonzern Glencore. Die Aufnahmen hat ein peruanischer Journalist gemacht. Der Hintergrund: Glencore will die Kupfermine Antapaccay vergrössern, koste es was es wolle. Dafür schreckt der Konzern auch nicht davor zurück, Menschen von ihrem Land zu vertreiben. Regelmässige Menschenrechtsverletzungen. Schon im letzten Frühling hat die Organisation Comundo über ähnliche Vorfälle berichtet: Am 3. April, wurde dieselbe indigene Gemeinde in der peruanischen Region Espinar von Angestellten des Bergbaukonzerns Glencore in Begleitung der peruanischen Nationalpolizei angegriffen. Indigene, die trotz der Drohungen ihr Land nicht verlassen wollten, wurden bedroht und verletzt. In die Übergriffe waren damals rund 40 Polizisten und Glencore Angestellte involviert. (…). Saraina Patzen.
Vorwärts, 7.2.2019.
Vorwärts > Glencore. Menschenrechte. Vorwaerts, 2019-02-07.
Ganzer Text
07.02.2019 Burkina Faso
Winterthur
Solidar Suisse
Vorwaerts

Kinderarbeit
Petition
Volltext
Kinderarbeit stoppen! Redaktion. Von der illegalen Kinderarbeit auf den Baumwollfeldern in Burkina Faso profitieren auch die Schweizer Händler Reinhart AG in Wlnterthur und Louis Dreyfus In Genf. In einer Petition fordert Solldar Sulsse die belden Händler auf, sich sofort für die Abschaffung der prekären Kinderarbeit in Ihrer Lleferkette einzusetzen. In Burkina Faso arbeiten 250‘000 Kinder auf den Baumwollfeldern. Von dieser illegalen Praxis profitieren auch Schweizer Baumwollhändler. Solidar Suisse dokumentiert in einem Bericht das Ausmass dieser illegalen Tätigkeit und zeigt auf, dass Kinder von 5 bis 17 Jahren auf den Baumwollfeldern unter misslichen Bedingungen arbeiten. Beim Pflügen, der Aussaat, dem Düngen, Behandeln und Ernten der Baumwolle sind sie erheblichen Gefahren ausgesetzt. Ohne Schuhe und Schutzausrüstung können sie von Schlangen gebissen oder von Skorpionen gestochen werden. Schlimmer noch ist das Sprühen von Pestiziden - die hochgiftigen Chemikalien machen sowohl unmittelbar als auch langfristig krank und potenziell unfruchtbar. Manche Kinder gehen wegen der Arbeit nicht zur Schule, andere nur unregelmässig oder völlig übermüdet. Unmissverständliche Forderungen. Von diesem Missstand profitieren das Familienunternehmen Reinhart AG aus Winterthur und der Multi Louis Dreyfus SA in Genf. Sie kaufen bedeutende Mengen Rohbaumwolle aus Burkina Faso und verkaufen sie weiter in alle Welt. Über ihre wirtschaftliche Tätigkeit sind sie direkt verbunden mit der Kinderarbeit (…).
Vorwärts, 7.2.2019.
Vorwärts > Burkina Faso. Kinderarbeit. Petition. Vorwaerts, 2019-02-07.
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07.02.2019 BL Kanton
BS Kanton
Spitäler
Vorwaerts

Fusion
Universitätsspital
Volltext
Gesundheitswesen gleich AG? Sollen die Spitäler von Basel-Stadt und Basel-Land fusionieren und damit rechtlich zu einer Aktiengesellschaft zusammengeschlossen werden? Das Gesundheitswesen leidet unter der neoliberalen Politik so sehr, dass nun privatisiert werden soll. So ein Witz! Auch in der Nordwestschweiz möchte die neoliberale Politik wieder ihre arbeitsfeindlichen Strategien im Gesundheitswesen durchsetzen. Am nächsten Abstimmungswochenende kommen in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Land zwei Gesetze zur Abstimmung: Die Vorlagen „Staatsvertrag Gesundheitsversorgung» und „Staatsvertrag Universitätsspital Nordwest AG und Beteiligungsgesetz USNW“. Die SP Basel-Stadt ist dagegen, die SP Basel-Land liess sich von den bürgerlichen Massnahmen mitreissen. Drohung Spitalschliessung. Der „Staatsvertrag Gesundheitsversorgung“, der für eine gemeinsame Planung, Aufteilung und Kontrolle der Spitäler und Krankheitsfälle die Rahmenbedingungen im stationären und ambulanten Bereich sorgen soll, steht im linken Spektrum als annehmbar da. Der „Staatsvertrag Universitätsspital Nordwest AG“ sieht vor, an den Standorten Basel, Bruderholz, Liestal und Laufen klare Kernaufgaben zu konzentrieren. Der Zusammenschluss zu einer Aktiengesellschaft werde zwar den Kanton als „Besitzer“ sichern, doch das restliche Drittel der Aktien soll dem „öffentlichen Zweck“ dienen. Wieder einmal sind es Vorlagen mit komplizierten Aspekten, die den WählerInnen die Wahl erschweren soll. Als drohendes Argument hört man, dass im Falle einer Nichtannahme der Standort Bruderholz geschlossen werden (…). Seyhan Karakuyu.
Vorwärts, 7.2.2019.
Vorwärts > Spita BS Kanton. Fusion. Vorwaerts, 2019-02-07.
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24.01.2019 Schweiz
Kultur und Volk
Vorwaerts

Kultur und Volk
Neugründung
Volltext
Die Wiederherstellung von „Kultur und Volk“. Die Vereinigung „Kultur und Volk“ blickt auf eine lange Geschichte zurück: Seit 1935 geht es den Mitgliedern darum, Kunst und Kultur auch den Arbeiterinnen zugänglich zu machen. Älteren wird die Vereinigung „Kultur und Volk“ noch in guter Erinnerung sein, Jüngere werden kaum ihren Namen kennen, denn „Kultur und Volk“ ist vor etlichen Jahren eingeschlafen - nicht infolge Mitgliederschwundes oder Desinteresses, sondern mangels Aktivität des Vorstandes. Was ist das für eine Organisation? „Kultur und Volk“ wurde nicht, wie manchmal angenommen, nach dem zweiten Weltkrieg gegründet, sondern schon 1935, und zwar von Mathilde Danegger und Wolfgang Langhoff. Die berühmte österreichische Schauspielerin Mathilde Danegger war bis 1933 am Deutschen Theater Berlin tätig. 1933 flüchtete sie vor den Nazis in die Schweiz und arbeitete hier beim Schauspielhaus in Zürich. 1947 zog sie in die Deutsche Demokratische Republik um. Dort war sie zuerst beim Berliner Ensemble und danach beim Deutschen Theater in Berlin (DDR) tätig. Zugleich half sie beim Aufbau der Filmproduktion der DDR mit. Wolfgang Langhoff war zuerst am Schauspielhaus Düsseldorf, danach bis 1933 an den Städtischen Bühnen Düsseldorf tätig, bis ihn die Nazis verhafteten, folterten, ins Zuchthaus und danach ins Konzentrationslager Börgermoor steckten. 1934 floh er in die Schweiz. Hier war er bis 1945 am Schauspielhaus in Zürich als Schauspieler und Regisseur tätig. Im Konzentrationslager (…). Ueli Schlegel.
Vorwärts, 24.1.2019.
Vorwärts > Kultur und Volk. Neugründung. Vorwaerts, 2019-01-24.
Ganzer Text
24.01.2019 Biel
Strassenbau
Vorwaerts

Volltext
WestAst
A5-Westast, wie weiter? Über das grosse Autobahnprojekt in Biel wird schon seit. Jahrzehnten diskutiert. Ein Rückblick auf diese leidige Geschichte und ein alternativer Vorschlag mit Spareffekt In unbekannten MillIonenbeträgen. Es ist schon eine Krux, diese leidige Geschichte. Da wurde schon über Jahrzehnte darüber geschrieben, geplant, diskutiert und sogar demonstriert. Und was hat es gebracht? Die reine Konfusion. Dabei waren schon sehr viele Varianten auf Plänen und in Schubladen von Behörden und PlanerInnen. Aber auch in den Köpfen derjenigen, die sich zutrauten, etwas von der Materie zu verstehen. Da ich vor Jahren (1968) die Lehre als Strassenbauer machte, gehöre ich auch zu dieser Gattung, welche denkt: Was wäre wohl für Biel das ideale Projekt? Die erste Variante, über die damals geredet wurde, wäre irgendwie von der Bernstrasse zum Schüsskanal geleitet worden und danach mittels einer Brücke über dem Kanal nach Bözingen, Also, mitten über und durch die Stadt! Der reine Wahnsinn, aber eben doch mal so angedacht. Nachfolgende Möglichkeiten wären dann von Solothurn nach Biel, dann bei Bözingen in den Berg und in Vingelz zum See. Von da aus wurde dann nicht mehr nur geplant, sondern einfach schon mal mit dem Bauen begonnen. So entstand der „Tatzelwurm“, welcher nun nicht gerade das beste Beispiel vom Schönen ist. Und mittlerweile soviel Reparaturkosten verursacht, wie damals für den Neubau bezahlt wurde! Welch ein Stuss! Oder die Variante über das „Plateau“ nach la Neuveville (…). Ueli Schärrer.
Vorwärts, 24.1.2019.
Vorwärts > WestAst. Vorwaerts, 2019-01-24.
Ganzer Text
20.12.2018 Schweiz
Personen
Vorwaerts
Hans-Peter Gansner
Alexander J. Seiler
Nachruf
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Adios y Salud, Xandi Seiler! Das letzte Buch von Alexander J. Seiler war wie ein Testament der Schweizer Linken. Er verstarb 90-Jährlg am 22. November 2018. Er wurde als Freund und Genosse sehr geschätzt. Es ist bestimmt dem Filmemacher und Kinotheoretiker Georg Radanowicz, einem langjährigen Freund von Seiler, zu verdanken, dass der über 300-seitige Reader „Daneben geschrieben“, der als Manuskript ursprünglich das dreifache Volumen aufwies, noch vor seinem Tod in dieser perfekten, handlichen Form im Verlag „Hier + Jetzt“ herauskommen konnte. Daneben geschrieben. ist dabei aber nur die bildliche Ausdrucksweise für die Tatsache, dass Xandi Seiler das Schreibhandwerk eigentlich nie, nämlich seit er die alte, unbenutzte Underwood im Zimmer seiner Mutter entdeckte, als Hauptberufung betrachtete, sondern immer „à part“, oder wie die EngländerInnen sagen „by the way“, geschrieben hat: Denn die Texte, seien es Essays, Interviews, Reden, Aufsätze usw. sind literarisch äusserst präzis und treffen politisch immer ins Schwarze. Grosser Denker und Dichter. Die Anthologie, die ein halbes Jahrhundert Publizistik umfasst, bildet zudem für den Filmspezialistinnen und Schweizer Linken wie einen Rahmen um seine grossen filmischen Werke, welche das politische Klima der Schweiz eingefangen und auch tief geprägt haben: „Siamo Italiani. Die Italiener“ (1964), die Zeit, in der wir Wohlstandskinderchen eben in die Vorort-Einfamilienhäuschen. „aui glych“, eingezogen sind, dann „Die Früchte der Arbeit“ (…). Hans Peter Gansner.
Vorwärts, 20.12.2018.
Personen > Gansner Hans Peter. Alexander J. Seiler. Nachruf. Vorwaerts, 2018-12-20.
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20.12.2018 Schweiz
Baumeisterverband
Personen
Vorwaerts
Alain Seger
Bauarbeiter
Landesmantelvertrag
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Bauarbeiterinnen stimmen LMV zu. Viel stand auf dem Spiel beim Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes. Am Ende hat die BauarbeiterInnenkonferenz der Gewerkschaft Unia dem Verhandlungsresultat fast einstimmig zugestimmt. Der Frontalangriff der Baumeister wurde abgewehrt, es gibt eine Lohnerhöhung, ein Sieg ist es trotzdem nicht. Eine Reportage. Samstag, 15. Dezember, 8.00 Uhr, beim Treffpunkt am Hauptbahnhof in Zürich. Alle KollegInnen sammeln sich bei. der roten Fahne der Gewerkschaft Unia. Es ist ein schöner, wenn auch kalter Morgen. Wir alle haben einen harten Arbeitskampf hinter uns und heute steht die Entscheidung an. Mit dem Zug fahren wir nach Bern. In Bern schliessen sich immer mehr Kumpels uns an. In der Nähe des Helvetiaplatzes fragt ein Passant auf Französisch: „Na sag mal, was ist denn hier los?“ Ein Kollege aus Portugal antwortet: „Wir sind Bauarbeiter und mit der Gewerkschaft unterwegs. Die Patrons wollen uns nicht richtig zahlen und uns sogar noch länger arbeiten lassen!“. Der Passant: „Das geht doch nicht! Ich wünsche euch viel Glück!“ Heftiger Arbeitskampf. Die Baukonferenz, sprich das Parlament der Bauarbeiterinnen der Unia, beginnt. Zur Begrüssung wird allen Bauarbeitern gedankt, die sich dieses Jahr so stark engagiert haben. „Es war ein hartes Jahr“ , hält Nico Lutz, Leiter Sektor Bau, fest und fügt hinzu: „Ihr habt aber auch einen harten und gefährlichen Job! Jedes Jahr sterben 20 Kollegen bei der Arbeit. Um ihnen zu gedenken, legen wir eine (…). Alain Seger.
Vorwärts, 20.12.2018.
Personen > Seger Alain. Bauarbeiter. Landesmantelvertrag. Vorwaerts, 2018-12-20.
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20.12.2018 Schweiz
Generalstreik
Oltener Aktionskomitee
Vorwaerts

Generalstreik
Interview
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Früchte für die Zukunft? Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs fand vom 12. bis 14. November 1918 auf Veranlassung des Onener Komitees der einzige Generalstreik in der Schweizer Geschichte statt. Ein Gespräch mit dem Dozenten für Zeitgeschichte an der Universität Zürich, Pierre Eichenberger, der das Ereignis erforscht • Was sind die internationalen und nationalen Gründe, die zum Landesstreik geführt haben? Pierre Eichenberger: Der Hauptgrund für den Ausbruch dieses Generalstreiks ist auf die massive Verarmung eines grossen Teils der Bevölkerung während des Ersten Weltkriegs zurückzuführen. Die Preise stiegen schneller als die Löhne. Damit sank der Reallohn gegenüber der Vorkriegszeit um rund dreissig Prozent. Während die Versorgung der Schweiz sowohl durch die Kräfte der Entente (Frankreich, England, das zaristische Russland) als auch durch die Mittelmächte (Deutschland, Österreich-Ungarn und Italien) stark eingeschränkt war, organisierten der Bundesrat und die Kantone bis 1917 keine Lebensmittelrationierung, um den Schwarzmarkt und die steigenden Preise einzudämmen. Die Armut wurde noch verschärft durch die Tatsache, dass die Männer, die vom Militär aufgeboten wurden, keine Kompensation für ihren Arbeitslohn bekamen. Ihr Sold - der bloss dazu reichte, um eine Schachtel Zigaretten oder ein Bier zu bezahlen - erlaubte es ihnen nicht, ihre Familien zu unterstützen. Die Frauen ihrerseits, die die Männer in den Fabriken oder Werkstätten ersetzten, erhielt (…). Joel Depommier.
Vorwärts, 20.12.2018.
Vorwärts > Generalstreik. Bundesrat. Vorwaerts, 2018-12-20.
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20.12.2018 Bern
Generalstreik
Personen
Vorwaerts
Damian Bugmann
Generalstreik
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Militär besetzt Druckerei. Mit Informativen Texttafeln und zahlreichen zeitgenössische Plakaten, Fotografien, Zeitungsseiten und Schriftstücken gibt das Kornhausforum Bern ein Bild der Novembertage und der Hauptstadt Im frühen 20. Jahrhundert von der Landesausstellung in Bern 1914 bis zur neuen Epoche von Sozialpartnerschaft und sozialem Frieden. Es war relativ ruhig in Bern in diesen bewegten Tagen. Das Militär zeigte Präsenz in Strassen und auf Plätzen, die Bevölkerung sah sich die Behelmten auf Pferden an und posierte für Fotografen. Trotz grossflächiger militärischer Besetzung von Bundeshaus und Hotel Bellevue, wo sich die hohen Offiziere wichtig machten, bis zum Botanischen Garten jenseits der Lorrainebrücke, war es friedlich in der Hauptstadt im November 1918. Andernorts, im Kanton Zürich oder im Kanton Solothurn etwa, dominierte die Linke in der Sozialdemokratischen Partei. Im Bezirk Lebern zwischen. Bellach. und Grenchen war die solothurnische Linke besonders aktiv. Bürgerliche und ihre Zeitungen hatten im Vorfeld Gerüchte gestreut, wonach zum Jahrestag der Oktoberrevolution ein bolschewistischer Umsturzversuch stattfinden solle. In Solothurn sei sogar der Regierungsrat abgesetzt worden, es herrsche Chaos und in Grenchen eine Sowjetdiktatur. Deshalb sah sich das Militär berufen, in Zürich (ein Toter) und Grenchen (drei) besonders hart gegen die vermeintlichen PutschistInnen vorzugehen. „Arbeiterunion hat Leute in der Hand. Ein Eindruck der moderaten, (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 20.12.2018.
Personen > Bugmann Damian. Generalstreik Bern. Vorwaerts, 2018-12-20.
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29.11.2018 Schweiz
Generalstreik
Personen
Vorwaerts
Fritz Brupbacher
Generalstreik
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Man wollte handeln. Was geschah nach dem Landesstreik von 1918? Frltz Brupbacher erzählt, wie es in Zürich und Basel zu weiteren Generalstreiks kam. Die Geschichte des Landesstreiks aus Sicht von Fritz Brupbacher aus dem Jahr 1928, zweiter Tell. Redaktion Vorwärts. Nach dem Landesstreik merkte mit Ausnahme der revolutionären FührerInnen kaum jemand, dass die breiten Schichten der Arbeiterschaft wohl noch voll Unwillen und Wut waren, dass aber der frohe Glauben an die nahe soziale Revolution Unwillen und Wut nicht mehr stützen. Diesen festen Glauben hatte der Abbruch des Landestreikes gebrochen; er lebte freilich noch weiter in der ziemlich zahlreichen proletarischen Avantgarde und speziell in den zürcherischen und baslerischen Gewerkschaften. Der Reallohn der ArbeiterInnen erreichte Ende 1918 und Anfang 1919 fast den Tiefstand. Dazu begann schon Ende 1918 eine steigende Arbeitslosigkeit, und im Januar 1919 fand eine Protestversammlung in Zürich statt in Sachen Arbeitslosenunterstützung. Zudem steigerte sich die Wohnungsnot. Immer noch waren Fett, Reis, Mais, Teigwaren, Hafer, Gerste rationiert. Im März erfolgte eine weitere bundesrätliche Einschränkung des Fleischkonsums. Der Milchpreis wurde erhöht. Nirgends trat der erhoffte Preisabbau ein. Bürgerwehr und StreikbrecherInnen. Das Bürgertum bezeugte eine unbändige Freude über den Ausgang des Landesstreiks und begann nun Bürgerwehren zu organisieren. Das Militär blieb noch ein gutes Jahr in und um Zürich. Jeden Augenblick wurde provokatorisch mobilisiert, den Dragonern scharfe Munition verabreicht. (…). Fritz Brupbacher.
Vorwärts, 29.11.2018.
Personen > Brupbacher Fritz. Generalstreik. Vorwaerts, 2018-11-29.
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15.11.2018 Schweiz
Streik
Vorwaerts

Bauarbeiter
Streik
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„Mit sechzig sind das alles Krüppel“. Am 6. November haben die Protesttage vom Bauhauptgewerbe gegen den Frontalangriff des Baumeisterverbands ihren Höhepunkt gefunden. Nach Streiks in der ganzen Schweiz war nun auch der Kanton Zürich an der Reihe: 4000 BauarbeiterInnen streikten. Eine Reportage. „Buongiorno! Bon dia! Guete Morge“ Fast die komplette Mannschaft hat sich morgens um sieben Uhr auf der Baustelle versammelt. Doch anstelle des Poliers sind VertreterInnen der Gewerkschaft Unia da. Bei uns hört man keine Hammerschläge und auch kein Kran dreht sich. Nur von der anderen Strassenseite ist ein Spitzhammer zu hören. Allen ist klar: Da wird gearbeitet! Während der Bus der Gewerkschaft bei uns einfährt, stehen wir bereits bei der Nachbarsbaustelle und rufen: „Hey, es ist Streik! Hört auf zu arbeiten!“. Die GewerkschafterInnen verhandeln mit deren Polier und wir versuchen, die Kumpels zu überzeugen: „Es geht um eure Rechte, es geht um unsere Rente mit sechzig. Uns drohen bis zu Zwölf-Stunden-Arbeitstage.“ Mitkommen wollen sie, das sieht man ihnen in ihren Augen. Gleichzeitig sieht man ihnen aber auch die Angst an; die Angst vor Entlassung, die Angst vor Repression. Diese Baustelle können wir leider nicht knacken. „Mit sechzig sind das alles Krüppel“, so ein anderer, älterer Maurer zu mir. „Wir Schweizer haben eine Chance auf einen anderen Beruf, wir können ins Büro. Die Handlanger sind schon Jahre vor der Rente hinüber.“ Handlanger sind BauarbeiterInnen ohne Fachausbildung, oft (…). Alois Seger.
Vorwärts, 15.11.2018.
Vorwaerts > Bauarbeiter. Streik. Vorwaerts, 2018-11-15.
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15.11.2018 Schweiz
Easyjet
Vorwaerts

Arbeitsbedingungen
Easyjet
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Stress am Flughafen. Das Personal des Billigfliegers Easyjet kündigte Kampfmassnahmen für den Dezember an. Gespräch mit Jamshid Pouranpir, VPOD-Gewerkschaftssekretär. In einem Kommunique habt ihr erklärt, dass der Sommer 2018 der schlimmste gewesen sei, der das Personal von Easyjet erlebt hat. Was sind die Gründe dafür? Jarnshid Pouranpir: Während des Sommers waren die Hauptprobleme Stornierungen und Verspätungen bei der Ankunft von Flügen und die Umleitung an Flughäfen wie Lyon oder Mailand aufgrund des nächtlichen Flugverbots in Genf oder Basel. Diese Vorfälle haben einen Einfluss auf die Passagiere, aber auch auf die Arbeitsverhältnisse der Angestellten. Deren Arbeitstag wird dadurch verlängert. Die Angestellten, die ihre Arbeit normalerweise um 23.00 Uhr beenden, mussten im Ausland bleiben oder frühmorgens in die Schweiz zurückkehren und dann manchmal am gleichen Tag wieder um 17.00 Uhr zur Arbeit gehen. In dieser Branche ist es aus Sicherheitsgründen sehr wichtig, dass sich die Beschäftigten gut ausruhen können. Eine mögliche Lösung wäre, mehr Personal einzustellen. Haben die Beschäftigten des Unternehmens in der Schweiz weitere Schwierigkeiten? Wir verurteilen auch die tiefen Löhne, die unter dem Schweizer Niveau liegen. Neu Angestellte müssen für einen Lohn von unter 4000 Franken arbeiten. Der Pünktlichkeits-Bonus für die Beschäftigten ist seit mehreren Jahren gestrichen wegen der vielen Verspätungen und annullierten Flügen. Ihr Gehalt können die (…). Joel Depommier.
Vorwärts, 15.11.2018.
Vorwaerts > Easyjet. Arbeitsbedingungen. Vorwaerts, 2018-11-15.
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