Gewerkschaftschronik
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21.10.2019 Schweiz
Vorwärts

Nationalratswahlen
Volltext
Die Partei der Arbeit ist weitere vier Jahre im Nationalrat vertreten. Die Partei der Arbeit der Schweiz (PdAS) hat ihr primär angestrebtes Ziel erreicht: Mit Denis de la Reussille wird sie weitere vier Jahre im Nationalrat vertreten sein. Der Dank geht daher an die Genoss*innen in Neuenburg, die mit einem engagierten Wahlkampf den Sitz für die PdAS verteidiget haben. Mit 12,06 Prozent erreichte die Partei im Kanton Neuenburg ein sehr gutes Ergebnis. Hervorragend ist das Resultat in Le Locle, der Heimatstadt von Denis de la Reussille, wo die Partei mit 37 Prozent deutlich die stärkste Kraft ist. Auch in La-Chaux-de-Fonds ist die PdA mit 25,8 Prozent an erste Stelle der Wähler*innengunst. Erfreut ist die PdAS auch über die Wahl von Jocelyne Haller aus Genf vom Bündnis Ensemble à Gauche, in dem sich auch die PdA-Genf engagierte. Das Ziel einer antikapitalistischen Fraktion links der SP und der Grünen wurde jedoch nicht erreicht. In den Kantonen Zürich, Waadt und Tessin wurden die angestrebten Sitzgewinne leider verpasst. Wir hoffen, dass mit der neuen Zusammensetzung des Parlaments soziale und ökologische Veränderungen deutlich gefördert werden. Die Grüne Partei, die dank der „grünen Welle“ 17 Sitze im Nationalrat dazu gewonnen hat, muss nun zeigen, dass sie die Ursachen der ökologischen Krise konkret angeht und sich gleichzeitig für mehr soziale Gerechtigkeit einsetzen wird. (…).
Vorwärts online, 21.10.2019.
Vorwärts > Nationalratswahlen. Vorwaerts online, 21.10.2019.
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18.10.2019 Schweiz
AVIVO
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
AVIVO
Geschichte
Volltext
Gegen Diskriminierung und Demütigung. Avivo, Vereinigung für Seniorinnen und Senioren, Invalide, Witwen und . Waisen, wurde vor siebzig Jahren ins Leben gerufen, 1949, im gleichen Jahr wie die AHV. Das Ziel einer existenzsichernden AHV, festgehalten in der Bundesverfassung, Ist auch heute noch nicht erreicht. Die Arbeit von Avivo bleibt deshalb wichtig und nötig. Die AHV, eine der Forderungen des Landesstreiks von 1918, wurde erst nach dem Zweiten Weltkrieg eingeführt. Die ersten Renten betrugen damals lediglich 40 Franken für Alleinstehende beziehungsweise 70 Franken für ein Ehepaar. Junge politische Aktivisten gründeten damals die Avivo. Vereinigung für Seniorinnen und Senioren, Invalide, Witwen und Waisen, die den Kampf um höhere Renten aufnehmen sollte und inzwischen 31 Sektionen mit über 20‘000 Mitgliedern zählt. Das Ziel einer existenzsichernden AHV ist auch heute noch nicht erreicht, obwohl das laut der Bundesverfassung eigentlich der Fall sein müsste! Mit der Jubiläumsveranstaltung will Avivo bisher Erreichtes feiern, doch werden sie sich weiterhin für ein Alter frei von finanziellen Sorgen, für anständige Invalidenrenten und, solange diese Renten zusammen mit Ergänzungsleistungen nicht existenzsichernd sind, auch für den Ausbau der EL einsetzen. Generationen-Solidarität. (…).
Damian Bugmann.
Vorwärts, 18.10.2019.
Personen > Bugmann Damian. AVIVO. Geschichte. Vorwaerts, 2019-10-18.
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18.10.2019 Schweiz
Nestlé
Personen
Vorwärts
Siro Torresan
Nestlé
Regierung Schweiz
Volltext
Confoederatio Nestlé. Schon fast klammheimlich wurde Ex-Nestlé-Mann Christian Frutiger als Vizedirektor beim Departement für Entwicklung und Zusammenarbeit eingesetzt. Es ist ein weiterer Schritt, der den Einfluss des Weltkonzerns innerhalb der Regierung festigt und Steuergelder für die Wasserprivatisierung sichert. Wie verwandelt man Wasser in Geld, in sehr viel Geld? Es gibt insbesondere eine Firma, die diese Alchemie bestens beherrscht: Nestlé. Der Schweizer Multi verkauft weltweit abgefülltes Trinkwasser. Unter den über 70 Marken befinden sich Henniez, San Pellegrino, Perriers und Vittel. Im Jahr 2018 erzielte Nestlé weltweit einen Umsatz von rund 7,4 Milliarden Franken mit Wasserprodukten. Dies ist bekannt. Weit weniger bekannt ist die Tatsache, dass Nestlé einen immer stärkeren politischen Einfluss mit gütiger Unterstützung der Schweizer Regierung bekommt. Der letzte Beweis dafür ist die Ernennung von Christian Frutiger als Vizedirektor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza). Zuvor war Frutiger Vizepräsident und Global Head of Public Affairs (Verantwortlicher öffentlicher Angelegenheiten) von Nestlé. Doch der Reihe nach – es lohnt sich. Es begann am WEF. Auf Initiative von Nestlé, Coca-Cola und Pepsi, alle drei Weltkonzerne sind fett im Trinkwassergeschäft, entstand am Word Economic Forum (WEF) 2008 in Davos die Water Resource Group (WRG). Sie begann „eine neue Denkweise zu entwickeln“, und zwar, «erstens über Wasser als Ressource mit enormen wirtschaftlichen Auswirkungen und zweitens über die Rolle des Privatsektors als Teil der Lösung und nicht nur als Teil des Problems“. (…). Siro Torresan.
Vorwärts, 18.10.2019.
Personen > Torresan Siro. Nestlé. Wasser. Vorwaerts, 2019-10-18.
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18.10.2019 Schweiz
Personen
Steuern
Vorwärts
Damian Bugmann
Steuern
Volltext
Steuergeschenke für reiche Familien. National- und Ständerat beschlossen Ende September eine starke Erhöhung der Steuerabzüge für Kinder. Die Vorlage zu den Kinderabzügen könnte vor das Vlk kommen: Die SP kündigte das Referendum an, die PdA Ist wahrscheinlich auch dabei. National- und Ständerat erhöhten den Steuerabzug für die externe Betreuung von Kindern von 10‘100 Franken auf maximal 25‘000 Franken. Tiefere Kinderbetreuungskosten sollen es gut ausgebildeten Frauen erleichtern, eine Arbeit aufzunehmen. Die Steuerausfälle dafür werden auf 35 Millionen für Bund und Kantone geschätzt. Der Nationalrat packte auch noch eine Erhöhung des allgemeinen Kinderabzugs von 6‘500 auf 10‘000 Franken in die Vorlage. Die Kosten belaufen sich auf 350 Millionen Franken. Davon profitieren vor allem mittlere und hohe Einkommen. Im Ständerat kam erst auf Antrag der Einigungskonferenz eine knappe Mehrheit zustande. Die kleine Kammer hatte vor allem darum Vorbehalte, weil die Kantone dazu nicht angehört worden waren. Sehr grosse Ausfälle. „Diese Reform wurde klar für sehr hohe Einkommen gemacht, ich stimmte dagegen“, kommentiert PdA-Nationalrat Denis de la Reussille auf Anfrage. „Sehr grosse Steuerausfälle wären die Folge“. Er ist dafür, das SP-Referendum zu unterstützen und Unterschriften dafür sammeln, „natürlich immer im Rahmen der Möglichkeiten unserer Partei,“ Sogar die alte liberale NZZ findet: von diesem Ausbau würden vor allem Gutverdiener profitieren. Die Eidgenössische Steuerverwaltung erwartet daraus kurzfristig Einnahmeneinbussen von 350 Millionen Franken pro Jahr, wovon 70 Prozent (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 18.10.2019.
Personen > Bugmann Damian. Steuern. Vorwaerts, 2019-10-18.
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18.10.2019 Schweiz
Nationalrat
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Nationalratswahlen
Volltext
Torschlusspanik beim Bürgertum. Das Ende dieser Legislative ist in den Parlamenten von schweren Angriffen der Bürgerlichen geprägt. Dabei scheinen die Fraktionen von FDP und SVP ein besonderes Interesse daran zu haben noch schnell Verschlechterungen umzusetzen, bevor Ihre Mehrheit gebrochen wird. Ein Kommentar. So hat sich das die FDP-Präsidentin Petra Gössi mit ihrem trendigen Schwenk in Sachen Umweltpolitik sicher nicht vorgestellt: Gerade einmal zehn Tage bevor ein neues Parlament gewählt wird, stürzen ihre Freisinnigen in den Umfragen ab. Insgesamt 1,2 Prozentpunkte wird sie in der Wählergunst verlieren, wenn die neuste Umfrage vom SRG-Wahlbarometer recht behält. Anstatt leichte Zugewinnen zu verzeichnen, würde die FDP sich damit auch in die lange Reihe der VerlierIinnen bei diesen Wahlen einreihen: Bei der erfolgsverwöhnten SVP sieht es nicht besser aus. Ihr droht der Absturz von 29,4 auf 27,3 Prozent. Und auch alle anderen im Nationalrat vertretenen bürgerlichen Parteien werden mit Verlusten rechnen müssen. Einzig die Grüniberalen werden wohl Gewinne (2,7 Prozent plus) feiern können. Links der Mitte werden vor allem die Grünen zulegen. Mit 3,6 Prozent Zuwachs bei den Stimmen, würden sie als Gewinner aus diesen Wahlen hervorgehen. Die Sozialdemokratie wird weniger Federn lassen müssen als die bürgerliche Konkurrenz, so dass die Verluste nach der Wahl als „Aufhalten des Abwärtstrends“ oder „Stagnation“ erkauft werden können. (…). Florian Sieber.
Vorwärts, 18.20.2019.
Personen > Sieber Florian. Nationalratswahlen 2019. Vorwaerts, 2019-10-18.
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18.10.2019 Genf
Mieter- und Mieterinnen-Verband
Vorwärts
Wohnungsbau

Initiativen
Mietwesen
Volltext
Wohnungen für aIIe! In Genf reichte der Mieter*innenverband eine Gesetzesvorlage ein, um den Zugang zu billigen Wohnungen zu erleichtern. Christian Dandrès arbeitet in der Rechtsabteilung der Genfer Sektion und erläutert im Kurzinterview das Vorhaben. Anfang Oktober legte der Mieter*innenverband (MV) dem Parlament einen Gesetzentwurf vor, der den Genfer Bürger"innen den Zugang zu Wohnungen erleichtern soll. Was beinhaltet der Vorschlag? Der Staat kann heute nur noch 20 Prozent des sozialen Wohnungsbaus allein vergeben. Er hat keine Entscheidungsbefugnis über Miet- oder Eigentumswohnungen. Die Besitzer'tnnen können machen, was sie wollen. So werden die Wohnungen oft mit Vitamin B vergeben, heisst also, an jenen Personen, die gute Beziehungen und Kontakte zu den Eigentümer=in oder zur Bauherrschaft haben. Der Bedarf an Wohnraum ist jedoch akut. Mehr als 8‘000 Menschen befinden sich auf der Warteliste von Stadt und Kanton Genf. Die Schwierigkeiten bei der Wohnungssuche sind für alle Kategorien von Arbeitnehmer=innen von Bedeutung, mit Ausnahme der wenigen, deren Einkommen aussergewöhnlich hoch ist. Mit unserem Gesetzentwurf wollen wir, dass der Staat in Entwicklungszonen 20 Prozent der Mietwohnungen und 20 Prozent der Eigentumswohnungen vergeben kann. Dies auf der Grundlage objektiver Kriterien, die sich aus einer Priorisierung des Bedarfs ergeben. Dieses Gesetz würde die angenommen Initiative aus dem Jahr 2016 ergänzen, die eine Spekulation in den städtischen Entwicklungszonen untersagt, sprich der grassierenden Spekulation mit (…). Joel Depommier.
Vorwärts, 18.10.2019.
Vorwärts > Wohnungsbau. Mietwesen. Vorwaerts, 2019-10-18.
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04.10.2019 Schweiz
FDP
Initiativen Schweiz
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
FCB
Konzernverantwortungs-Initiative
Volltext
Blockade im Stöckli. Im Ständerat sollte diskutiert werden, ob Schweizer Konzerne für Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung im Ausland haftbar gemacht werden sollen. Der Ratsrechten kam der Zeitpunkt der Debatte aber ungelegen. Der freisinnige Ständerat Ruedi Noser ist einer, der sich sein Unternehmertum besonders gross auf die Fahne schreibt. Besonders jetzt im Wahlkampf. Sich selber beschreibt Noser auf seiner Homepage als „erfahrenen Macher“, der für „pragmatische Lösungen ohne Scheuklappen“ stände. Jetzt ist Noser aber selber in die Ideologiefalle getappt: Eine Initiative, die Unternehmen an die Leine nehmen will, die international Menschenrechte brechen und die Umwelt zerstören, beschreibt der Ständerat als „Extremforderungen“. Partei des grünen Mäntelchens. Konkret zielen die „Extremforderungen“ der Konzernverantwortungsinitiative darauf, dass Schweizer Unternehmen und deren Tochtergesellschaften in Fällen von Menschenrechtsverletzungen (wie Kinderarbeit, der Vergiftung von Angestellten durch Pestizide) sowie Verschmutzung und Zerstörung von Natur auch juristisch belangt werden können. Es war also klar, dass Noser gegen die Initiative kämpfen würde, wenn sie in seiner Kammer besprochen wird. Nun ist ihm aber ein Streich gelungen, der nicht nur mit dem Kampf gegen die Haftbarmachung von skrupellosen Konzernen, sondern vor allem auch mit den Wahlen zu tun haben wird. Die Freisinnigen üben sich in den letzten Wochen - mässig erfolgreich - darin, sich ein grünes Image zu verpassen. (…). Florian Sieber. Vorwärts, 4.10.2019.
Personen > Sieber Florian. Konzernverantwortungs-Initiative. Vorwaerts, 2019-10-04.
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04.10.2019 Schweiz
Gartenbau
Unia Schweiz
Vorwärts

JardinSuisse
Lohnerhöhungen
Volltext
Eine Vielzahl untypischer Aktionen. Starke Euphorie war spürbar, aber es brauchte viel Anstrengung und Mut. Ohne aktive Gärtner*lnnen-Gruppen, die Themen aufs Tapet gebracht hatten, um dann Druck auf Arbeltgeber*innen auszuüben, hätten keine Verbesserungen der Arbeitsbedlngungen stattgefunden. Ein Bericht. Gärtnerin" und Gärtner" zu sein, ist ein schöner Beruf. Doch er bedeutet auch tiefe Löhne, lange Tage und wenig Ferien. Mit Tausenden von Mitgliedern ist die Unia die grösste Vertretung von Arbeitnehmenden in der grünen Branche. Gemeinsam mit den Gärtner*innen will die Unia deren Arbeitsbedingungen verbessern. Di; Hauptforderungen sind: Faire Löhne, fünf Wochen Ferien und die Möglichkeit zur Frühpensionierung. Am Frauenstrelk dabei. Mit diesen Forderungen waren Gärtner*innen am Frauen "streik präsent. Bereits im Vorfeld nahmen einige Frauen aus unserer Gruppe extra frei, um die Gewerkschaftssekretär*innen beim Aussendienst zu begleiten und spezifisch ihre Arbeitskolleg*innen für den Frauenstreik zu mobilisieren. Einige Gärtner" aus unserer Gruppe wiederum beteiligten sich bei der Kinderbetreuung in der Lorraine, um den Müttern die Gelegenheit zu geben, sich an den verschiedenen Aktionen und Umzügen während des Tages zu beteiligen. Am Abend des Frauenstreiks solidarisierten sich natürlich noch weitere Gärtner=innen und nahmen an der Kundgebung teil. Einige unserer Arbeitskolleg*innen machten dafür extra früher Feierabend.  (…). Gruppe Gartenbau Unia Bern.
Vorwaerts, 4.10.2019.
Vorwärts > Gartenbau. Lohnerhoehungen. Vorwaerts, 2019-10-04.
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20.09.2019 Biel
Personen
Vorwärts
Damian Bugmann
Peter Heiniger
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„35 Stunden arbeiten und mit 60 in Rente“. Zwölf Männer und zwölf Frauen stellen sich im Kanton Bern für die Partei der Arbeit zur Wahl. Der. Bieler Berufsschullehrer Peter Heiniger ist einer von Ihnen. Er schätzt es, als Mitglied des Stadtrats in Biel einer Partei ohne Regierungsbeteiligung unabhängig operieren zu können. Genosse Peter im Gespräch mit dem Vorwärts. Skizziere kurz dein politisches Engagement. Ich setze mich für eine gerechte Gesellschaft ein. Eine Gesellschaft, in der alle den gleichen Zugang zu Ressourcen haben. Dazu gehört natürlich auch die Gleichberechtigung, die nach wie vor nicht umgesetzt wurde, obwohl sie seit Generationen eingefordert wird. Zudem ist mir eine intakte Umwelt sehr wichtig. Denn nur in einer gesunden Umwelt kann eine gesunde Gesellschaft leben. Das heisst, dass ich mich für Massnahmen einsetze, welche die C02-Emissionen reduzieren, Projekte im Bereich erneuerbare Energien unterstütze und Einfluss auf die Verkehrspolitik zu nehmen versuche, indem ich fordere den motorisierten Individualverkehr stark einzuschränken. Im Grundsatz setze ich mich für eine gerechte Gesellschaft in einer intakten Umwelt ein! Was gefällt dir an parlamentarischer Politik, was stört dich? Meist ist es spannend, Argumente anderer Parlamentarier*innen anzuhören. Die Unterschiede rausfinden und auch an meinen Argumenten basteln. Meine Aufgabe ist es allerdings nicht, zu Mehrheiten beizutragen, vielmehr andere Parlamentarier*innen von unseren Argumenten zu überzeugen. Mitunter gelingt (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 20.9.2019.
Personen > Bugmann Damian. Peter Heiniger. Interview. Vorwaerts, 2019-09-20.
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20.09.2019 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Rolf Zbinden
Interview
Nationalratswahlen
Volltext
„Zückerlipolitik für die Frauen* ist passée“. Acht Jahre Im Amt als Stadtrat In Bern liegen hinter Rolf Zbinden - nun geht er für die PdA bei den Nationalratswahlen ins Rennen. Der Kandidat arbeitete bei Themen Immer eng mit der ausserparlamentarischen Basis zusammen und verfügt dank zlg Jahren Aktivismus über viel Erfahrung. „Wahlen sind kein Selbstzweck, sondern ein Mittel, um wahrgenommen zu werden und der arbeitenden Bevölkerung eine Stimme zu geben“ - das schreibt die PdA Bern auf ihrer Seite. Was denkst du dazu? Es ist offensichtlich, dass die Lösung der drängendsten Fragen nicht an Parlamente delegiert werden kann - erst recht nicht an Regierungen. Lassen wir uns von Wahlversprechen nicht einlullen! Von oben herab sind wir noch nie beglückt worden - es braucht eine laute Stimme und heftig Dampf von unten. Der Titel des Wahlprogramms 2019 lautet: „Es braucht einen radikalen Wechsel“. Kannst du mehr darüber erzählen? Der Raubbau an unseren natürlichen Lebensgrundlagen und die Ausplünderung der gesamten Erde zeigen uns auf, dass ein „weiter so“ nicht mehr verantwortet werden kann. Mit einem „Green New Deal“ und ein bisschen „Entwicklungshilfe“ können wir uns nicht freikaufen. Der Wandel muss so radikal sein, dass wir nicht auf altbackene Rezepte zurückgreifen können. Dieser Wandel ist aber nicht zu machen auf der Basis der Profitwirtschaft. Du kandidierst für den Nationalrat: Welche besonderen Arbeiten stehen jetzt für dich persönlich als Kandidat an? Es gibt Flugblätter, Plakate und das (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 20.9.2019.
Personen > Hunziker Sabine. Rolf Zbinden. interview. Vorwaerts, 2019-09-20.
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06.09.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Rita Torcasso
Freihandelsabkommen
Volltext
Die Diktatur der Konzerne stoppen. Die Efta-Staaten mit der Schweiz an vorderster Front haben mit den südamerikanischen Mercosur-Ländern ein Freihandelsabkommen unterzeichnet. Wie bei all diesen Abkommen ist der Sinn und Zweck die komplette Liberalisierung der Wirtschaft und die Zementierung der Macht der Grosskonzerne. Widerstand ist Pflicht. „Die Schweiz und die Efta-Partner feiern mit dem Abschluss eines Handelsabkommens mit dem südamerikanischen Wirtschaftsraum Mercosur einen aussenpolitischen Erfolg“, frohlockt die NZZ am 24.August. Diese schon fast kindliche Freude macht stutzig und führt zur simplen Frage: Erfolg für wen? Efta-Staaten unter Zugzwang. Nach zwanzig Jahren Verhandlungen unterzeichneten im Juni dieses Jahrs die Europäische Union (EU) und die Mercosur-Länder (Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay) ein Freihandelsabkommen. Je näher dieser Abschluss rückte, desto grösser wurde der Druck auf die Nicht-EU-Staaten, sprich die Efta-Staaten Schweiz, Norwegen, Island und Lichtenstein, um ihren Unternehmen den gleichen oder ähnlichen Zugang zum südamerikanischen Markt zu verschaffen. Besonderes Interesse daran hatte die Schweiz, denn 86 Prozent der Efta-Exporte kommen aus der Schweiz, vor allem Pharma- und Chemieprodukte, Maschinen sowie optische Geräte. 2017 begannen die Gespräche, und gerade mal neun Verhandlungsrunden abwechslungsweise in Genf und Buenos Aires waren nötig, um das vorliegende Resultat zu erzielen. Dieses rasante Tempo ist ein klarer Beweis dafür, dass der Efta-Freihandelsvertrag
Vorwärts, 6.9.2019.
Personen > Torresan Siro. Freihandelsabkommen. Vorwaerts, 2019-09-06.
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06.09.2019 La Chaux-de-Fonds
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Alain Bringolf
Anjuska Weil
Nachruf
Volltext
In Gedenken an Genosse Alain Bringolf. Am Abend des 26. August ist Alain Bringolf von uns gegangen - so wie er gelebt hatte, friedlich und in Würde, ohne Aufheben um seine Person. Während acht Jahren hatte er dem Krebsleiden getrotzt, dann waren seine Kräfte aufgebraucht. Geboren am 22. Januar 1940 als Sohn eines Arbeiters in der Uhrenindustrie hatte der kleine Alain schon am Familientisch viel über soziale Missstände mitbekommen. Seit er im Alter von 24 Jahren der POP (so heisst die PdA im Kanton Neunburg) beigetreten war, verstand Alain sich als Kommunist. Dabei war ihm das .commun" wichtig, das Gemeinschaftliche. Gemeinsam für soziale Gerechtigkeit, für eine bessere Welt zu kämpfen, dafür engagierte er sich bis zuletzt. Alain erlernte zunächst an der Kunstschule den Beruf des Graveurs, wechselte aber - nachdem er in Lausanne die Ausbildung an der Fachhochschule für Sozialpädagogik abgeschlossen hatte - in diesen Beruf, der ihm besser entsprach. Während 13 Jahren arbeitete er im nahe seines Wohnorts gelegenen Jugendheim und vermittelte den Jugendlichen Halt und Werte. 1977 wurde er in den Stadtrat, die Exekutive von La Chaux-de-Fonds gewählt, wo er bis 1995 für das Baudepartement verantwortlich war. Im Kantonsparlament wirkte er während 36 Jahren, zuletzt bei den Sessionseröffnungen als dessen Alterspräsident. Von der partizipativen Demokratie sprach Alain nicht nur, er lebte diese. Das können alle bezeugen, die mit ihm zusammengearbeitet haben, sei dies in seinem(…). Anjuska Weil.
Vorwaerts, 6.9.2019.
Personen > Weil Anjuska. Alain Bringolf. Nachruf. Vorwaerts, 2019-09-06.
Ganzer Text
06.09.2019 Schweiz
Syngenta
Vorwärts

Pestizide
Petition
Syngenta
Volltext
Dicke Post für Syngenta. Publlc Eye hat Syngenta eine Petition übergeben, In der 37‘816 Unterzeichnende den Agrochemiekonzern auffordern, seine giftigsten Pestizide vom Markt zu nehmen. Am 22.August zog ein ungewöhnlicher Kunsttransport durch die Strassen von Basel zu Syngenta, dem weltweit grössten Pestizidproduzenten. In Schutzkleidung übergaben. Mitglieder von Public Eye dem Schweiz-Chef Roman Mazzotta dort ein Paket mit der von fast 38‘000 Menschen unterschriebenen Petition, in der Syngenta aufgefordert wird, Produktion und Verkauf von hochgefährlichen Pestiziden wie Atrazin, Glyphosat und Paraquat sofort einzustellen. Um diesem Anliegen ein Gesicht zu geben, wurden vor den Büros des Unternehmens mit pestizidbelastetem Wasser gemalte Porträts brasilianischer Aktivistinnen platziert. Sie prangern damit die Schäden an Gesundheit und Umwelt an, die diese Giftstoffe in ihrem Land verursachen. Krebs und Geburtsschäden. Brasilien ist der weltweit grösste Nutzer von Pestiziden und folglich Syngentas wichtigster Absatzmarkt. Recherchen von Public Eye zeigten, dass dort Millionen von Menschen einem Pestizid-Cocktail in ihrem Trinkwasser ausgesetzt sind, dessen langfristige Effekte längst nicht absehbar sind. Die zusammen mit Reporter Brazil publizierten Enthüllungen verursachten eine Welle der Empörung im Land, auch weil zahlreiche Wissenschaftler in diesem Zusammenhang vor der Zunahme von Krebs, Geburtsschäden und anderen Krankheiten warnen. In mehreren der besonders betroffenen (…).
Vorwärts, 6.9.2019.
Vorwärts > Syngenta, Pestizide. Petition. Vorwaerts, 2019-09-06.
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23.08.2019 Zürich
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Marius Käch
Hitzewelle
Nationalratswahlen
Volltext
Todesursache: Hitzeschlag. Jeden Morgen um 6:50 Uhr stehe ich vor der Baracke und warte auf den Arbeitsbeginn um 7 Uhr. Für viele Menschen bedeutet der Sommer Strand, Badi, Ferien. Doch, wenn man auf dem Bau arbeitet, bedeutet sonniges Wetter Arbeitstage von mindestens neun Stunden, Stress und erdrückende Hitze. Arbeiten bei Temperaturen über 30°C kann man am besten als warm bis heiss bezeichnen. Wirklich unangenehm wird es, wenn es gegen die 35°C-Marke geht. Man muss viel trinken und schauen, dass man keinen Sonnenbrand bekommt. Die Hitze ist unerträglich und es wird gefährlich für die Gesundheit. So war kürzlich in der Zeitung Work der Gewerkschaft zu lesen, dass Ende Juli ein Gartenbauer während der Arbeit zusammengebrochen ist, ins Spital eingeliefert wurde, doch jede Hilfe kam zu spät! Todesursache: Hitzeschlag. Im Landesmantelvertrag (LMV) des Bauhauptgewerbes regelt, dass die Arbeit bei gesundheitsgefährdenden Wetterbedingungen eingestellt werden soll. Dass Hitzewellen eine reale Gefahr sind, beweist der tragische Tod des Garbenbaukollegen. Die Partei der Arbeit wie auch die Gewerkschaft Unia fordern die Schliessurig der Baustellen bei Temperaturen von über 35°C. Denn Gesundheit geht vor Profit. Aber das entspricht nicht den herrschenden Umständen. Ab 35°C bekommen wir auf der Baustelle lediglich gratis Wasser. (…).
Marius Käch, Nationalratskandidat der PdA Zürich.
Vorwärts, 23.8.2019.
Personen > Kaech Marius. PdA. Nationalratswahlen. Vorwaerts, 2019-08-23.
Ganzer Text
23.08.2019 Schweiz
Pensionskasse
Personen
Vorwärts
Florian Sieber
Pensionskassen
Reform
Volltext
Die alte Leier. Mit ihrer Niederlage bei der Abstimmung über die Reform der Renten 2017 erhielten die grossen Parteien einen Denkzettel. Gewerkschaften und Wirtschaftsorganisationen wurden von Bundesrat Berset beauftragt, einen Vorschlag für eine Reform der Pensionskassen auszuarbeiten. Dieser liegt nun auf dem Tisch. Für die AHV kündigt Berset selber heftige Einschnitte an. Weniger kosten sollen sie. Und die Wirtschaft nicht so stark belasten - der Druck auf die Renten ist gross und die Reformwunschzettel der Bürgerlichen lang. Kaum eine Frage hat in der Schweiz in den letzten Jahren derart umgetrieben, wie die Reform der Altersvorsorge. Dabei reichen die Renten oft nicht für ein würdiges Überleben im Alter. Wegen der ungenügenden Renditen war 2018 das schlechteste Jahr der Pensionskassen seit Beginn der Krise. Das Rentensystem in der Schweiz ist in Schieflage geraten. Und die Bürgerlichen wollen die Gunst der Stunde nutzen, um Konterreformen in der Altersvorsorge durchzusetzen. Die immer gleichen Angriffe. Angriffe auf das Rentenalter der Frauen, Erhöhungen bei der Mehrwertsteuer, Senkung des Umwandlungssatzes, die meisten angepeilten Verschlechterungen konnten in den letzten Jahren erfolgreich bekämpft werden. Doch sie kommen immer wieder. Anfang Juli kündigte Bundesrat Berset bei einer Pressekonferenz an, dass das Rentenalter der Frauen auf 65 erhöht werden soll. Auch eine Erhöhung der Mehrwertsteuern um 0,7 Prozent hat die Regierung im Sinn. Zusammen mit einer Senkung des Mindestumwandlungssatzes entspricht der Aktionsplan des Bundesrats ziemlich (…). Florian Sieber.
Vorwärts, 23.8.2019.
Personen > Sieber Florian. Pensionskassen. Reform. Vorwaerts, 2019-08-23.
Ganzer Text
31.05.2019 Schweiz
Steuern
Vorwärts

Steuerreform
Volltext
Zu schön, um wahr zu sein? Eine Gesetzesvorlage will das Steuersystem revolutionieren: Würde der enorm angewachsene elektronische Zahlungsverkehr automatisch mikrobesteuert, könnten dadurch alle anderen Steuern ersetzt werden. Vier Wirtschaftsspezialisten erklären, dass es Zeit wird, den Immens gewordenen Geld-fluss Ins Visier zu nehmen. Hinter dem revolutionären Steueranliegen stehen vier Akademiker, die sich seit einigen Jahren intensiv damit beschäftigen: Der Finanzunternehmer Felix Bolliger, Wutschaftsprofessor Marc Chesney (UZH), Professor für Elektrotechnik, Anton Gunzinger (ETH) sowie Alt-Vizekanzler Oswald Sigg (SP): Nicht mehr die einzelne (natürliche oder juristische) Person soll besteuert werden, weder für ihre Arbeit, noch ihr Kaufverhalten, sondern neu soll lediglich der gesamte elektronische Zahlungsverkehr besteuert werden. Eine solche automatische Mikrosteuer ist einfach zu verstehen und zu erheben. In der Verfassung soll stehen: „Der Bund erhebt auf dem bargeldlosen Zahlungsverkehr eine Mikrosteuer mit einem einheitlichen Satz auf jeder Belastung und jeder Gutschrift“ (BV Art. 128a, Abs. 1. Gemäss diesem Gesetzesvorschlag würde also bei der Verbuchung jeglicher Zahlung automatisch ein einheitlicher Mini-Betrag abgezogen. Die Initianten meinen, dass damit die Stempelsteuer und bald darauf genauso die Mehrwertsteuer und die direkte Bundessteuer ersetzt werden könnten. Die Mikrosteuer sei so ergiebig, dass sie sogar alle Steuern ersetzen könnte. Das Leben würde für die meisten Bürger*innen (…).
Vorwärts, 31.5.2019.
Vorwärts > Steuern. Reform. Vorwaerts, 2019-05-31.
Ganzer Text
31.05.2019 Schweiz
Vorwärts

Ergänzungsleistungen
Reform
Volltext
Eine Reform mit Schwächen. Die im März vom Parlament verabschiedete Reform der Ergänzungsleistungen soll 2021 in Kraft treten. Sie verfolgt drei Ziele: Den Erhalt des Leistungsniveaus, die stärkere Verwendung der Eigenmittel und die Verringerung der Schwelleneffekte. Was wurde erreicht? Die Renten der AHV und IV haben den verfassungsmässigen Auftrag, die Existenz der Rentenberechtigten angemessen zu decken. Seit deren Einführung in .den Jahren 1948 respektive 1960, konnte dieses Versprechen trotz diverser Revisionen und Ausbau des 3-Säulen-Prinzips nicht eingelöst werden. 1966 wurden die Ergänzungsleistungen zur AHV/IV (EL) eingeführt. Sie sind als Bedarfsleistungen ausgestaltet. Ähnlich wie bei der Sozialhilfe werden genau bezeichnete Ausgaben den Einnahmen gegenübergestellt. Bei einem Ausgabenüberschuss wird die Differenz in Form von EL ausgerichtet. In bis anhin drei grösseren Revisionen wurden die EL immer weiter ausgebaut: Sie haben die Funktion einer Pflegeversicherung übernommen sowie Leistungsreduktionen bei der AHV und der IV aufgefangen. Dies führte zu massiven Kostensteigerungen, die vor allem die Budgets von Bund, Kantonen und Gemeinden belasteten. Ein weiterer Kostentreiber sind die Babyboomer, welche zu einem Zuwachs der Altersrentenberechtigung führten. Mehr Geld für Mieten aber nicht für alle. Seit 2014 beschäftigen sich Bundesrat und Parlament mit der Reform der EL. Sie soll drei Ziele verfolgen: (…). Uwe Koch.
Vorwärts, 31.5.2019.
Vorwärts > Ergaenzungsleistungen. Vorwaerts, 2019-05-31.
Ganzer Text
31.05.2019 Zürich
Frauen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Frauenstreik
Interview
Volltext
Trage rot am Freitag. Erkennungszeichen haben eine unglaublich grosse Wirkung und unterstützen den Frauen*streik. Im Sinne eines Countdowns bis zum 14. Juni lancierte das Streikkomitee „Bildung“ und der VPOD. Zürich eine spannende Kampagne. Anna-Lea Imbach vom VPOD erklärt die Aktion. Der Aufruf fand sich in den „sozialen Medien“ rund um den Prauen*streik: „Um mit Kolleg*innen ins Gespräch zu kommen und uns als Streikunterstützer-innen zu outen, tragen wir ab sofort jeden Freitag rot. Unterstütze auch du den Frauen*streik. Zeige dich am Freitag in rot und poste dein Foto unter #frauenstreik2019 und #roterfreitag. Wirklich fanden sich bald viele Fotos im Netz, wo Frauen und Männer sich mit roten Schals, Shirts oder Pullovern und so weiter Solidarität zeigten. Sichtbarkeit schaffen. Doch was genau steht hinter der Kampagne? Warum zeigen sich viele Aktivist*innen mit roten Kleidern? Anna-Lea Imbach vom VPOD erklärt es in einem Kurzinterview: Jeden Freitag rote Kleider tragen: um was geht es bei der Kampagne? Die Aktion ist beim zweiten Treffen des Streikkomitees Bildung am 14. Januar entstanden. Wir hatten Dana Blanchard zu Besuch. Sie ist ehemalige Lehrerin und Aktivistin in den Lehrer*innenstreiks in den USA. Wir haben sie am 11. und 12. Januar im Volkshaus getroffen, wo sie im Rahmen einer Veranstaltung am Anderen Davos einen Workshop leitete. Spontan luden wir sie ein, an unsere Sitzung des Streikkomitees Bildung zu kommen, um von ihren Streikerfahrungen zu berichten. Hier ein Auszug (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 31.5.2019.
Vorwärts > Frauenstreik. Vorwaerts, 2019-05-31.
Ganzer Text
16.05.2019 Biel
Partei der Arbeit
Personen
Vorwärts
Peter Heiniger
Betriebsschliessungen
Poststelle
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K.O. für die Poststellen. Nachdem die PTT (Post, Telefon, Telegramm) zur halbprivatisierten Post CH AG geworden ist, schreckt sie vor keinen Einsparungsmöglichkeiten mehr zurück. Der Poststellenabbau kommt einem Kahlschlag gleich. In vielen Gemeinden befinden sich keine Poststellen mehr, oder wenn überhaupt, so genannte Agenturen. Diese Agenturen bieten zudem nur ein reduziertes Angebot gegenüber einer ordentlichen Poststelle und schlechtere Arbeitsbedingungen für die Arbeitnehmer*innen. Der Poststellenabbau betrifft alle, Kund*innen wie Angestellte. Eine Reduktion des Service Public ist zudem nicht verfassungskonform. In der Verfassung heisst es denn auch in Artikel 43a: „Leistungen der Grundversorgung müssen allen Personen in vergleichbarer Weise offenstehen.“ Die Gewährleistung dieser Grundversorgung wird von der Post unterlaufen. Immer weitere Wege müssen in Kauf genommen werden, um an eine ordentliche Poststelle zu gelangen. Gerade für Leute mit reduzierten Mobilitätsmöglichkeiten bedeutet dies eine grosse Erschwernis ihres alltäglichen Lebens. Nun kommt auch Biel dran: Die Poststellen Mett, Gurzelen und Neumarkt sollen bis 2020 geschlossen werden. Später eventuell Bözingen oder Madretsch. Werden drei Poststellen geschlossen, ist dies ist eine massive Reduktion des Angebots um 50 Prozent. Am Ende des Abbaus verbleiben auf dem Stadtgebiet bloss noch zwei Postfilialen! Die Begründung des ehemaligen Staatsbetriebs ist, dass durch die Schliessungen (…). Pesche Heiniger.
Vorwärts, 16.5.2019.
Personen > Heiniger Peter. Poststellen. Betriebsschliessung. Vorwaerts, 2019-05-16.
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16.05.2019 Schweiz
Nestlé
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Nestlé
Trinkwasser
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Flaschenwasserindustrie hängen lassen! Der weltweite Konsum von Flaschenwasser steigt Immer weiter an. Konzerne verkaufen das unbezahlbare Gut als ein In Plastik gehülltes Lifestyle-Produkt. MultiWatch sensibilisiert mit ihrer Kampagne für die Problematik des Konsums von Flaschenwasser. Sie wollen sich gesund ernähren? Jung bleiben? Abnehmen? Klar, Wasser hilft! Doch Wasser ist in erster Linie ein Recht! Mit der Kampagne „Lasst die Flaschenwasserindustrie hängen!“. möchte MultiWatch die Öffentlichkeit auf die Privatisierung von Wasser und besonders die Problematik des weltweiten Konsums von Flaschenwasser in der Flaschenwasserindustrie aufmerksam machen. Konzerne wie Nestlée versprechen den „unbeschwerten Geschmack“, während sie teils in Komplizenschaft mit Regierungen Wasser rund um die Welt privatisieren. Wasser gehört aber der Allgemeinheit und muss demokratisch verwaltet werden. Die Schweiz ist für ihre Expertise in der öffentlichen Wasserversorgung bekannt, dennoch unterstützt sie über die Entwicklungszusammenarbeit multinationale Unternehmen wie Nestlée oder Coca-Cola, die ihre Gewinne durch den Verkauf von Wasser maximieren. Das wirtschaftliche Wachstumsmodell jedoch ist mit dem Recht auf Wasser für alle Menschen .weltweit nicht vereinbar, sondern verschärft die Wasserkrise. Wasser ist ein Recht, kein Geschäft! (…). www.flaschenwasser.ch.
Vorwärts, 16.5.2019.
Vorwärts > Trinkwasser. Nestle. Vorwaerts, 2019.05-16.
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16.05.2019 Schweiz
Nestlé
Novartis
Vorwärts

Nestlé
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Wasser
Schweizer Giftkartell in Brasilien. Die Schweiz gilt mit Ihren glitzernden Bergseen gerne als Wasserschloss Europas. Dabei sind Schweizer Multis Weltmeister in der Wasserprivatisierung und -Vergiftung, etwa mit Atrazine, und verkaufen gleich auch noch die passenden Medikamente. Nirgends zeigt sich das so deutlich wie in Brasilien. Zwischen der industriellen Landwirtschaft, der Agrochemie-Industrie und der Pharma-Industrie gibt es, so die indische Ökofeministin Vandana Shiva, ein richtiges Giftkartell. Die Pharma-Industrie verkauft Medikamente gegen die von der Fast-Food- und Pestizidwirtschaft verursachten Krankheiten. Agrochemie und Pharma haben eine gemeinsame Herkunft, weiss Vandana Shiva. Und die liegt am Rheinknie. Einen grossen Anteil an diesem Kartell haben die Basler Konzerne Novartis und Syngenta. Giftiges Wasser für die Armen. Dem Kartell gehört aber auch noch ein anderer Schweizer Grosskonzern mit Hauptsitz in Vevey an. Nestlée setzt zunehmend auf die Karte der Wasserprivatisierung. Nestlée verkauft dort Flaschenwasser, wo die bessergestellten Mittelschichten kein Vertrauen in das öffentliche Trinkwasser haben. Je schlechter die Qualität des öffentlichen Trinkwassers, desto grösser die Motivation, das Wasser von Nestlèe zu kaufen. Das vergiftete Wasser wird dann jenen überlassen, die sich die Wasserflaschen nicht leisten können. Syngenta, Novartis und Nestlée schaffen so wundervolle Synergien, die die zukünftigen Profite ihrer Aktionäre sichern sollen. Nirgends (…). Ueli Gähler, Multiwatch.
Vorwärts, 16.5.2019.
Vorwärts > Wasser. Nestle. Vorwaerts, 2019-05-16.
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15.05.2019 Schweiz
Nestlé
Vorwärts

Nestlé
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Wasser
Widerstand gegen Nestlé. Der lokalen Bevölkerung In Vlttel (Frankreich) wird die Lebensgrundlage entzogen. Ein ähnliches Schicksal erleiden die Menschen rund um die Welt. Dem global tätigen Konzern, der 10,5 Prozent des weltweiten Wassermarktes kontrolliert, muss zwingend ein globaler Widerstand entgegengesetzt werden - auch hier in der Schweiz. Nestlés Flaschenwasser-Marke Vittel „erweckt die Vitalität in Ihnen“, verspricht die Werbung des Schweizer Multi. Gleichzeitig wird jedoch ausgeblendet, dass der lokalen Bevölkerung in Vittel, in den Vogesen im Osten Frankreichs, aus deren Grundwasserquellen das Flaschenwasser stammt, die Lebensgrundlage entzogen wird. Denn der Wasserspiegel in dem Gebiet sinkt jährlich um 30 Zentimeter. Die Quelle droht zu versiegen. Vom Kampf ums Wasser In Vlttel… Nestlé verfügt in Vittel praktisch über ein Monopol auf eine Ressource, die niemandem gehören sollte, ausser der lokalen Bevölkerung, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen. So lautet die Kritik vom Collectif Eau 88 (ein Zusammenschluss von Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen). Nestlé pumpt seit 1992 jedes Jahr 950‘000 Kubikmeter Wasser. Mittlerweile stellt sich heraus, dass spätestens 2050 die Quelle einen kritischen Stand erreichen wird. Mit wachsender Kritik senkt Nestlé im Jahr 2017 den Wasserverbrauch auf 750‘000 Kubikmeter - Kritiker'innen relativieren diese Senkung, Nestlé habe bloss an einer anderen (…).
Vorwärts, 16.5.2019.
Vorwärts > Nestle. Wasserquellen. Vorwaerts, 2019-05-15.
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26.04.2019 Schweiz
Personen
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Siro Torresan
Steuersenkungen
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Dort ist die Tür! Die Mitarbeiter*in der Kinderkrippe geht zur Leitung und fordert: „Ich will einen Stundenlohn von 37.50 Franken, sieben Wochen bezahlte Ferien, die 35-Stunden-Woche, selbstverständlich ohne Lohneinbusse, sowie einen garantierten 13. und 14. Monatslohn.“ Und sie fügt unmissverständliche hinzu: Falls meine Forderungen nicht erfüllt werden, gehe ich! „ Absurde Vorstellung, nicht wahr? Absurd, weil die Machtverhältnisse klar gegen unsere Hortmitarbeiter*in sprechen. So liegt die Antwort der Geschäftsleitung auf der Hand: Gehen Sie doch, dort ist die Tür! Die Moral dieser Geschichte? Nur wer an der Macht sitzt, kann fordern und drohen - und verfügt über die Mittel, das zu bekommen, was sie oder er will. Bestes Beispiel und Beweis dafür ist die Steuervorlage und AHV-Finanzierung (STAF), über die am 19. Mai abgestimmt wird: Alte Steuerprivilegien werden durch neue ersetzt und im Zuge dieser Reform werden die Steuern für die Unternehmen auf kantonaler Ebene gesenkt. Somit profitieren alle Unternehmen. Es gibt schon einige Beispiele dafür, denn die Kantone Waadt und Basel-Stadt haben im vorauseilenden Gehorsam ihre Steuersätze für Unternehmen von 22 auf.13 Prozent gesenkt. Beide Kantone rechnen mit Steuerausfällen von bis zu 200 Millionen Franken. Der Kanton Zürich hat eine Senkung angekündigt, die zu Einnahmenausfällen von über einer halben Milliarde Franke führen wird. Und wie werden diese Ausfälle in der Staatskasse kompensiert? Richtig, mit „Sparpaketen“. Die konkrete (…).Siro Torresan.
Vorwärts, 26.4.2019.
Personen > Torresan Siro. Steuersenkungen. Vorwaerts, 2019-04-26.
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04.04.2019 BE Kanton
Abstimmungen Bern
Personen
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Damian Bugmann
Abstimmung
Sozialhilfe
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Strukturelle Ausbeutung. Den Krieg gegen die Bedürftigen will die Sozialhilfegesetz-Vorlage des bernischen Grossrats mit der Senkung des Grundbedarfs und einem Anreizsystem intensivieren, der Volksvorschlag will diese unheilvolle Entwicklung stoppen und „Chancen statt Anreize“ bieten. Am 19. Mal hat das Stimmvolk die Wahl zwischen den beiden Vorlagen. Die Neoliberalen unternehmen ständig neue Anstrengungen, um Bedürftige noch stärker abzustrafen. Auf deren politischen Druck musste die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS die Ansätze für den Grundbedarf bereits senken. Auch der letzte Coup, die unkontrollierte Überwachung von Versicherten, ist gelungen. Die Bedürftigen werden unter Generalverdacht gestellt, die Reichen und grossen Unternehmen dagegen mit Steuergeschenken belohnt. Jetzt arbeiten Bürgerliche in den Kantonen daran, die Sozialhilfe generell um einen Prozentbetrag zu kürzen. Wer „kooperiert“, ist dann Kandidatin für den Trostpreis und kann einen Teil des gekürzten Betrags doch noch bekommen. Pakten statt Vorurteile. Im Kanton Bern soll die Sozialhilfe mit der Gesetzesvorlage des Grossrats gekürzt werden. Der Grundbedarf für den Lebensunterhalt soll um 8 bis 30 Prozent gesenkt werden. Die Kürzungen treffen alle, Alleinerziehende, Kranke und Behinderte und Kinder, die fast einen Drittel der Beziehenden ausmachen. Das Komitee „Wirksame Sozialhilfe“ reichte die notwendigen Unterschriften ein für den Volksvorschlag und führt die Kampagne. Im Komitee sind neben der PdA die Parteien Grüne, SP, EVP und ihre Jungparteien vertreten, ebenso wie (…). Damian Bugmann.
Vorwärts, 4.4.2019.
Personen > Bugmann Damian. Sozialhilfe. Abstimmung. Vorwaerts, 2019-04-04.
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02.04.2019 Schweiz
Friedensbewegung
Personen
Vorwärts
Martin Schwander
Louise Stebler
Nachruf
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Louise Stebler und die SFB. Die Welt bewahren. Gut vernetzt: Louise Stebler; am Dreiländer Friedensfest 2002. Foto D. Herrmann. Am 12. Februar 2019 ist unsere Friedensfreundin Louise Stebler im 95. Lebensjahr gestorben. Ein Leben im Dienste des Friedens, der Solidarität, der sozialen Gerechtigkeit und der Völkerfreundschaft ist zu Ende gegangen. Die Ideale, die Louise Stebler Zeit ihres Lebens hochgehalten hat, bleiben Richtschnur für uns alle. Louise ist in einem widerständigen, antifaschistischen Haus aufgewachsen. Als Mädchen schon strikte sie Socken für das repuplikanische Spanien und als junge Frau beteiligte sie sich aktiv an Sabotageaktionen gegen die Schreckensherrschaft der Nationalsozialisten. 1945 schwiegen in Europa zwar endlich die Waffen, ihr Geklirr aber hallte nach und nahm wenig später an Lautstärke wieder zu. Louise war sich deshalb bewusst: Um den Frieden muss täglich neu gerungen werden. Und sie hatte klare Vorstellungen darüber, dass Frieden und soziale Gerechtigkeit einhergehen. Für sie hatte der Friedenskampf auch den Kampf gegen soziale und rassistische Unterdrückung einzuschliessen, gegen Ausbeutung, für die Gleichberechtigung aller Menschen, für die Freiheit, für die Menschenwürde. Mit Joe Stebler, ihrem Ehemann und Kampfesgenossen an allen Fronten, beteiligte sie sich deshalb in den ersten Nachkriegsjahren aktiv an der Organisation „Frieden durch Aufbau“ und opferte Freizeit und Ferien, um 1947 mit anderen Jugendlichen im kriegsversehrten Jugoslawien eine Eisenbahnstrecke wieder herzustellen. Viele dieser Mitstreiter traf Louise zwei (…). Martin Schwander.
Unsere Welt, Nr. 2, 2019-02-04.
Personen > Stebler Louise. Nachruf Martin Schwander. Unsere Welt, Nr, 2019-04-02.
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