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Anzahl gefundene Artikel: 7

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
29.11.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Feminismus
Sprache
Volltext
Antifeminismus mittet Ideologien ein. Antifeminismus wie auch Anti-Gender-Rhetoriken spielen eine wichtige Rolle bei der Normalisierung rechter Ideologien. Menschenfeindliche Denkweisen werden Mainstream, ohne dass deren rechte Setzung erkannt wird. An einer Veranstaltung in Bern stellte Franziska Schutzbach Ihre Arbeit dazu vor. Zwar ging es bei der Veranstaltung vom 14. November 2019 im Frauenraum in Bern um die Lage der Gender Studies in Europa, doch durch die Referentin und Geschlechterforscherin Franziska Schutzbach gab es eine aktuelle Einschätzung zur feministschen Bewegung und deren Gegnern aus dem rechten Lager. Schutzbach meinte, dass in den vergangenen Jahren - trotz allen Erfolgen bezüglich Frauenbewegung - Kritik gegenüber der Gender-Theorie, Gleichberechtigung und Feminismus stark zugenommen habe. Dieser Trend steht in einem Zusammenhang mit der globalen Erstarkung von rechtspolitischen Kräften, geht aber auch einher mit der Emanzipation der Frauen. Ausgehend von ihrem 2018 publizierten Buch „Die Rhetorik der Rechten. Rechtspopulistische Diskursstrategien im Überblick“ beschäftigte sich Schutzbach mit der Rolle von Antifeminismus und Anti-Gender-Rhetorik, die wichtig ist bei der Normalisierung rechter Ideologien. Hier stellen rechte Aktivistinnen und Aktivisten' grundlegende Rechte für alle in Frage, respektive lehnen sie vehement ab. Durch die Vielzahl der Aussagen beispielsweise in den Medien (…). Sabine Hunziker.
Vorwärts, 29.11.2019.
Personen > Hunziker Sabine. Sprache. Feminismus. Vorwaerts, 2019-11-29.
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29.11.2019 Schweiz
Personen
Vorwärts
Sabine Hunziker
Feminismus
Sprache
Volltext
Feministische Schreibweise ist Kosmetik . Sprache spiegelt gesellschaftliche Machtverhältnisse und Unterdrückungsformen wider: Dazu geh6ren Sexismus und die erzwungene Binarität der Geschlechter. Spätestens seit dem Frauen*strelk wird mit unterschiedlichen Schreibiweisen experimentiert. Kann eine Feminisierung der Sprache zur Emanzipation der Frauen* beitragen? Kürzlich wurde auf der Infoplattform „Barrikade“ die Übersetzung des Textes „Befreit die Feminisierung die Frauen?“ von Maria Desmers heiss diskutiert. Desmers hinterfragt, ob die Herrschaft des Maskulinums in der Sprache in einem derart direkten Verhältnis mit der „Männerherrschaft“ im realen Leben steht. Könnte ein Kräfteausgleich des Geschlechterverhältnisses in der Sprache zu einem Kräfteausgleich in existierenden Geschlechterverhältnissen führen? Fakt ist, dass auf der symbolischen Ebene die Herrschaft dieser Welt auf der Seite der „Männlichkeit“ steht. Die Zweiteilung der Menschen in herkömmliche Geschlechter trägt dazu bei, diese symbolische Herrschaft effektiver zu machen. Historischer Schritt? Die Ausbeutungssituation ist auf unakzeptable Art und Weise von GeschlechterrolIen geprägt, doch kann man heute nicht behaupten, dass „Männer“ die „Fraue“ ausbeuten - so meint Desmers. Vielmehr beuten Chefs Männer und Frauen aus. Dieser Umstand wird in keinerlei Weise berücksichtigt. Vielmehr findet die Feminisierung der Sprache mit Hilfe der Durchsetzung der sogenannten (…).  Sabine Hunziker . .
Vorwärts, 29-11-2019.
Personen > Hunziker Sabine. Sprache. Vorwaerts, 2019-11-20.
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28.09.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Demonstrationen Bern
Feminismus
Lohngleichheit
Volltext
Oben ohne. Die junge Frau mit dem „Vulva“-Schriftzug auf der Brust stand einfach da. Und erhob ihre Faust. Auf ihrem selbstgemalten Plakat stand: „Das Geld kennt kein Geschlecht.“ An die 20’000-Menschen-Demo war sie gekommen, weil es jetzt reicht, weil es Lohngleichheit braucht. Als Minimum! Neben ihr tanzten sechs barbusige Girls, sie lachten und strahlten vor Lebensfreude. Und verlangten nichts weniger als das „Ende der Schnäbi-Diktatur“ (Seiten 8-11). Es war keine geplante Aktion, sie hatten sich nicht einmal gekannt vorher. Doch Mut und Leichtigkeit sind ansteckend: „Es war extrem schön, befreiend und verbindend“, sagte eine von ihnen. Selbst ist die Frau. Marianne und Hannah. Oben ohne protestierte schon die Marianne, die französische Helvetia. Auf dem Gemälde von Eugène Delacroix, auf dem sie das Volk mit wehendem Busen in die Julirevolution von 1830 führt. Sie ist göttlich, und sie ist so frei, sich von Normen und Obrigkeit zu befreien. Wie Hannah Weitemeier. Ihre Obrigkeit war der Frankfurter Philosophie- und Soziologieprofessor Theodor W. Adorno. Radikal in seiner Theorie, in der politischen Praxis aber nicht so sehr. Als er 1969 den Hörsaal betritt, kommt ihm die Studentin entgegen. Sie trägt eine Jacke, aber nichts darunter. Die Aktion geht als „Busenattentat“ in die Geschichte der feministischen Protestkultur ein. Körper und Politik. Körperpolitik ist eng mit der Frauenbefreiungsbewegung verbunden. Sie ist ein grundlegendes Moment der Emanzipation: „Mein Körper gehört mir!“ Selbst ist die Frau. Dazu gehört auch die Idee, den nackten Körper als Waffe einzusetzen. So, wie dies die Femen-Frauen tun, (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 28.9.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Feminismus. Lohngleichheit. Work online, 2018-09-28.
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29.03.2018 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Tamara Funiciello
Marie-Josée Kuhn
Feminismus
Volltext
Hexenhammer. "Wir sind die Enkelinnen der Hexen, die ihr nicht verbrennen konntet": Von den USA bis nach Polen ertönt inzwischen dieser feministische Kampfruf. Auch bei Tamara Funiciello ist er beliebt. Überhaupt empfiehlt sich die Juso-Chefin gerne als Hexenkind, zuletzt nach ihrer Wahl ins Berner Kantonsparlament: "Die Hexen kommen", postete sie fröhlich. Und 499 likten diese Drohung (Stand 27. März). Drohung? Ja, Funiciello will dem Kapitalismus und dem Patriarchat den Garaus machen. Donald Trump nennt sie einen "rassistischen, sexistischen orangen Trottel". Und über die Juso sagt sie: "Wir sind der Dorn im Arsch der SP. Dieser Dorn darf ruhig ab und zu etwas wehtun." Anal, fäkal, scheissegal! Mit ihrer erfrischenden Provo erntet Funiciello auch viel Hass. Hatespeech auf Facebook und anderswo. Und ¬Drohungen. Früher, so sagt sie, hätte man sie sicher als Hexe verbrannt. Tönt ziemlich eitel, ist wohl aber nicht falsch. Jetzt ist Marielle tot. Starke Frauen. 400 Jahre lang brannten in Europa die Scheiterhaufen. Die Hexenverfolgung war eine Frauenverfolgung. Und der "Hexenhammer" das Handbuch der Hexenprozesse. Es erschien 1487 und predigte blutigen Frauenhass: "Klein ist die Bosheit gegen die Bosheit des Weibes." Die Frau sei das defekte, unreine und unrein machende Wesen. Sie gehöre gefoltert, verdammt und verbrannt. Insbesondere im Visier der (kirchlichen) Inquisition standen damals (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 29.3.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Tamara Funiciello. Work online, 2018-03-29.
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02.11.2017 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Patricia D Incau
Natascha Wey
Feminismus
Volltext
„Wir müssen weg vom reinen Gleichstellungs-Feminismus!“. Mit Gewerkschafterin Natascha Wey an der Spitze weht bei den „SP Frauen“. Erst 15 Monate im Amt – und schon hat die neue Co-Chefin der „SP Frauen“ ein feministisches Manifest durchgebracht, das sich sehen lässt. Work: Natascha Wey, Sie haben sich während Ihres Studiums an der Uni unter den Linken unwohl gefühlt. Warum? Natascha Wey: An der Uni sind in der Tendenz Leute, deren Eltern auch einen höheren Bildungsgrad haben. Ich hatte das nicht. Ich hatte als erste in meiner Familie die Möglichkeit zu studieren. Es kann einschüchternd sein, wenn man mit so einem Hintergrund an die Uni kommt und auf Personen trifft, vor allem Männer, die Marx gelesen haben und all die grossen linken Denker kennen. Die eloquenter sind und mit einem völlig anderen Selbstverständnis Texte diskutieren. Nach dem Motto: Wer länger schnorret, und das möglichst kompliziert, ist der Gescheitere. Ich war dem nicht so gewachsen. Also probierten Sie es mit den Rechten, mit der NZZ, und machten da ein Volontariat? Ich habe meine NZZ-Zeit in guter Erinnerung. Ich wollte schreiben und musste irgendwie mein Studium finanzieren. Die NZZ war die einzige Zeitung, die damals für ein Volontariat 3‘000 Franken bezahlte. Ich mag es übrigens nicht, wenn man immer so tut, à la: „Was, du warst bei der NZZ? Das ist erstaunlich für eine Linke.“ Was soll denn das? Gibt es vielleicht einen Prototyp der idealen linken Biographie? Muss ich einen Kurs machen, damit ich eidgenössisch diplomierte Trotzkistin bin? ? (…). Patricia D’Incau.
Work, 2.11.2017.
Personen > D’Incau Patricia. Feminismus. Interview. Work, 2017-11-02.
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08.07.2011 Bern
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Tanja Walliser
Feminismus
Gleichstellung
Leserbrief
Männer
Volltext

Gleichstellung: Replik von Unia-Gewerkschafterin und SP-Politikerin Tanja Walliser. „Der maternalistische Ton nervt“ Im letzten Work schrieb Chefredaktorin Marie-Josée Kühn einen offenen Brief an Tanja Walliser. Die Berner Jungpolitikerin und ihre Mitstreiterinnen schiessen scharf gegen die „Altfeministinnen“ und behaupten, der Geschlechterkampf sei out. Jetzt antwortet „Jungfeministin“ Walliser „Altfeministin“ Kuhn. (...). Mit Foto von Tanja Walliser. Tanja Walliser.

Work. Freitag, 8.7.2011.
Frauen > Gleichstellung. Tanja Walliser. 8.7.2011.doc.

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23.06.2011 Schweiz
Frauen
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Tanja Walliser
Feminismus
Gleichstellung
Männer
Volltext

Böse Mädchen kommen überall hin. Brief von Marie-Josée Kuhn (Chefredaktorin Work) an Jungfeministin und Unia-Gewerkschafterin Tanja Walliser und ihre Mitstreiterinnen für einen „modernen Feminismus“ - 23.6.2011. Liebe Tanja, Muttermord ist eine gute Sache. Auch der politische. Ich meine jenen Befreiungsschritt, mit dem wir uns von unseren Vorkämpferinnen absetzen. Du und Deine Mitstreiterinnen haben ihn soeben begangen. Ihr stellt euch gegen die «Altfeministinnen» der SP. Wollt den «bisherigen Gleichstellungsdiskurs» und die SP-Frauenstrukturen über Bord werfen. Gut, dass sich endlich ein paar junge Frauen trauen, die nicht zurück zur alten Männerordnung wollen. Wie all die Hutters & Ricklis dieser SVP-Welt. Denn wir Mittel- bis Älterfeministinnen könnten einen kleinen Adrenalinschub gut gebrauchen. Das hat der Aktionstag am 14. Juni gezeigt. Aktivdiensttreffen sind zwar schön, aber auch ein wenig erschreckend: Immer noch dieselben violetten Ballone und Pijama-T-Shirts. „Bella Ciao“ zum Tausendsten und Vera Kaa again. Ästhetik des Widerstandes: Ist denn in den letzten zwanzig Jahren rein gar nichts passiert? (...). Ich wünsche euch Mut und Glut.
Herzlich Marie-Josée Kuhn.

Work. Freitag, 23.6.2011.
Frauen > Gleichstellung. Marie-Josée Kuhn. 23.6.2011.

Gleichstellung. Marie-Josée Kuhn. 23.6.2011.pdf

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