Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 17

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
22.01.2014 Schweiz
Personen
SGB
SGB-Frauenkommission
VHTL Schweiz
Rita Gassmann
Martin Meyer
Nekrolog
Volltext

Rita Gassmann. Zum Gedenken an die ehemalige VHTL-Zentralsekretärin und SGB-Vizepräsidentin. Am 22. Januar 2014 verstarb in Zürich die profilierte Gewerkschafterin und Sozialdemokratin Rita Gassmann im 79. Altersjahr. Rita arbeitete während Jahrzehnten für die Gewerkschaft VHTL*. Sie bekleidete auch im SGB Spitzenpositionen. Rita Gassmann ist in einer Eisenbahnerfamilie im Kanton Glarus aufgewachsen und profitierte von einem offenen Elternhaus, das ihr Leben nach eigenen Angaben nachhaltig prägte. Sie absolvierte eine kaufmännische Lehre. 1956 kam sie als junge Angestellte ins Zentralsekretariat VHTL und gehörte dort zum Mitarbeiterstab von Hermann Leuenberger, dem unvergesslichen VHTL- und SGB-Präsidenten. Nach drei Jahren wechselte sie in die Privatwirtschaft. Daraufhin trat sie in die Dienste des Kantons Zürich und war dort viele Jahre als Adjunktin bei der Jugendanwaltschaft tätig. 1977 wurde Rita Gassmann als Nachfolgerin von Maria Zaugg-Alt zur Zentralsekretärin der Gewerkschaft VHTL gewählt. Sie war in dieser Funktion nicht wie ihre Vorgängerin ausschliesslich für die Gleichstellungsarbeit zuständig, sondern von Anfang an wie ihre männlichen Kollegen auch in der Bewegungsarbeit tätig. (...).Martin Meyer.

SGB, 28.1.2014.
Personen > Gassmann Rita. Nekrolog. Martin Meyer. SGB. 2014-01-28.

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03.01.2011 Zürich
Personen
SP Zürich
Rita Gassmann
Agnes Guler
Vreni Hubmann
Emilie Lieberherr
Todesfall
Volltext

Im Gedenken an Emilie Lieberherr. Mit Bedauern haben wir erfahren, dass SP alt-Stadträtin Emilie Lieberherr am Montag 3. Januar 2010 im Alter von 86 Jahren verstorben ist. Emilie Lieberherr wurde 1970 als erste Frau in die Zürcher Stadtregierung gewählt und stand bis zu ihrem Rücktritt 1994 dem Sozialdepartement vor. Während ihrer Amtszeit etablierte und erweiterte sie in ihrem Departement die Alters-, Jugend- und Frauenpolitik und leistete in vielen Bereichen Pionierleistungen. So führte sie die Alimentenbevorschussung ein, war für die Einrichtung zahlreicher Jugend-Treffpunkte verantwortlich und gestaltete das vier Säulenmodell der Drogenpolitik entscheidend mit. (...).

 

Medienmitteilung SP Zürich, 4.1.2011.

 

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01.02.1993 Schweiz
Personen
SGB-Frauenkommission
Rita Gassmann
SGB-Frauenkommission
"Doch, wir haben einiges verändert!". Ende März trat Rita Gassmann von ihrem Amt als Präsidentin der SGB-Frauenkommission zurück. Für die "Gewerkschaftliche Rundschau" ein Anlass, Rückblick und Ausblick auf eine Etappe Frauengeschichte im SGB zu halten. Interview. Mit Foto. Gewerkschaftliche Rundschau 2/1993
01.02.1993 Schweiz
Frauen
Personen
SGB-Frauenkommission
VHTL Schweiz
Rita Gassmann
Frauen
SGB-Frauenkommission
"Doch, wir haben einiges verändert!". Ende März trat Rita Gassmann von ihrem Amt als Präsidentin der SGB-Frauenkommission zurück. Für die "Gewerkschaftliche Rundschau" ein Anlass, Rückblick und Ausblick auf eine Etappe Frauengeschichte im SGB zu halten. Interview. Mit Foto. Gewerkschaftliche Rundschau Schweiz, Nr. 2/1993
18.03.1992 Grenchen
Schweiz
SO Kanton
ILO
Personen
SGB
SMUV Grenchen
VHTL Schweiz
Rita Gassmann
Arbeitsgesetz
Frauenarbeit
Nachtarbeit
Volltext

Nachtarbeitsverbot für Frauen. Der Weg ist nicht frei. Als der Bundesrat vor zwei Wochen das Abkommen Nr. 89 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) liquidierte, versicherte er, Nachtarbeit für Frauen werde nicht von heute auf morgen eingeführt. Und zwar deshalb nicht, weil die Kündigung des Übereinkommens erst nach einem Jahr in Kraft trete, also erst Ende Februar 1993. Der Bundesrat sicherte zu, zunächst die Revision des Arbeitsgesetzes an die Hand zu nehmen, damit der Schutz aller in der Nacht beschäftigten Frauen und Männer verbessert wird. Und was passiert? Wenige Tage nach dem Grundsatzentscheid des Bundesrates setzt sich  der  Kanton  Solothurn über das Verbot hinweg. Solothurn erteilte der Swatch-Produzentin ETA in Grenchen eine vorübergehende Bewilligung für beschränkte Frauennachtarbeit. Das Machtspiel  der Arbeitgeber beginnt. Sie setzen sich über geltendes schweizerisches Recht hinweg, und die Regierung von Solothurn hilft kräftig mit. (...). Rita Gassmann.

 

VHTL-Zeitung, 18.3.1992.
Personen > Gassmann Rita. Nachtarbeit. 18.3.1992.doc.

Gassmann Rita. Nachtarbeit. 18.3.1992.pdf

01.11.1989 Schweiz
Personen
Rita Gassmann

Das Verkaufspersonal will Feierabend. VHTL-Umfrage zeigt: längere Ladenöffnungszeiten werden abgelehnt. Noch länger, wenn möglich rund um die Uhr, sollen die Läden offen bleiben. Der Kunde ist König, er soll dann einkaufen können, wenn es ihm passt, sagen die Vertreter des Detailhandels. Eine Umfrage der Gewerkschaft VHTL zeigt aber: die Verkäuferinnen sehen das anders. Mit Fotos. Rita Gassmann. Gewerkschaftsjugend 11/1989
06.05.1988 Afrika
Asien
Frauenarbeit
Kinderarbeit
Oeffentlicher Dienst, Der
Personen
Rita Gassmann
Frauenarbeit
Kinderarbeit
Volltext
IBFG-Frauenseminar: Frauen aller Länder diskutierten Probleme der Gewerkschafterinnen. innerhalb der Organisation. Gleichberechtigung auch in der Gewerkschaft. Über 70 Gewerkschafterinnen aus 40 Ländern trafen sich im März 1988 in Albury-Wodonga zu einem Seminar vor Beginn des Weltkongresses des Internationalen Bundes Freier Gewerkschaften (IBFG) in Melbourne (Australien). Frauen aus Afrika, Asien, aus dem pazifischen Raum, aus Lateinamerika, der Karibik, aus Nordamerika, Australien und aus Europa diskutierten drei Tage lang Probleme der erwerbstätigen Frauen sowie die Probleme der Gewerkschafterinnen innerhalb der Gewerkschaftsorganisationen. Farbenfroh waren nicht nur die Teilnehmerinnen, farbig waren auch ihre Voten. Schilderungen über die Stellung der Frauen in den verschiedenen Ländern, über die Situation, in der Frauen und deren Kinde leben oder leben müssen, hinterliessen grosse und zum Teil erschütternde Eindrücke. Unwürdige Arbeitsbedingungen für Frauen – Kinderarbeit. Von unwürdigen Arbeitsbedingungen und miserabler Entlöhnung berichteten die Teilnehmerinnen vor allem aus Entwicklungsländern. So erzählte eine indische Kollegin, dass die Landarbeiterinnen im Monat 250 Rupien verdienen, das sind ungefähr 30 Dollar, also etwas mehr als 40 Franken im Monat. Tabakpflückerinnen erhalten im Monat 10 Dollar „Lohn“, und sie erzählte, dass etwa 20 Millionen Kinder arbeiten. Eine unter arbeitenden Kindern in Indien durchgeführte Untersuchung habe ergeben, dass 24,7 Prozent der Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren, 48,4 (…). Rita Gassmann.
Der öffentliche Dienst, 6.5.1988.
Personen > Gassmann Rita. Frauenarbeit. Kongress. OeD, 1988-05-06.
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03.12.1986 Schweiz
Personen
SGB
VHTL-Zeitung
Rita Gassmann
Peter Werner Küng
Präsidium
SGB
Volltext
Unsere Rita im Präsidium des SGB. Einstimmig und mit kräftigem Applaus ist Kollegin Rita Gassmann vom Kongress zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) gewählt worden. Ich gratuliere Rita zu dieser ehrenvollen Wahl aufs herzlichste und wünsche ihr für diese wichtige Aufgabe viel Kraft, Glück und Erfolg. Wir sind mächtig stolz darauf, dass nun im SGB-Präsidium ein VHTL-Mitglied Einsitz nimmt. Das war seit den Zeiten von Kollege Männi Leuenberger nicht mehr der Fall. Mit Rita Gassmann ist nicht einfach eine Frau gewählt worden. Sie ist bekanntlich Zentralsekretärin unserer Gewerkschaft VHTL mit allen Rechten und Pflichten. Sie führt Lohn- und Vertragsverhandlungen, und mancher Arbeitgeber weiss wohl ein Lied über ihre Standhaftigkeit und über ihr Durchsetzungsvermögen zu singen. Entscheidende Durchbrüche in der Vertragspolitik kann sie als ihr Verdienst buchen: 1980 gelang ihr bei Coop Schweiz die Einführung von 4 Wochen Ferien für alle. In den diesjährigen Verhandlungen mit dem Migros-Genossenschafts-Bund konnte sie (in zwei Stufen) die (?)-Stunden-Woche mit vollem Lohnausgleich durchsetzen! Die Betreuung der Frauen in unserer Gewerkschaft ist ihr als zusätzliche Aufgabe überbunden. Auch hier zeigen sich Erfolge. Seit Jahren wächst der Anteil der weiblichen Mitglieder kontinuierlich. Zurzeit stehen wir bei rund 25 Prozent. Zweifelsohne wird der Frauenanteil in der Gewerkschaft VHTL weiterhin steigen. Betrachtet man unser Rekrutierungsfeld, dann drängt sich die Feststellung geradezu auf, die Zukunft liege bei den Frauen. (…). Peter W. Küng, Zentralpräsident.
VHTL-Zeitung, 3.12.1986.
Personen > Kueng Peter W. Rita Gassmann. SGB. VHTL-Zeitung, 1986-12-03.
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05.11.1986 Schweiz
Personen
VHTL Schweiz
Rita Gassmann
Handel
Ladenöffnungszeiten
Volltext
Erste Weltkonferenz der Handelsangestellten. 13.-15.Oktober 1986 in Genf. Der Internationale Bund der Privatangestellten (FlET) führte zum ersten Mal eine Welthandelskonferenz der Handelsangestellten durch. Der FlET sind 109 Gewerkschaften in 73 Ländern angeschlossen. Sie vertritt 3,3 Millionen Mitglieder; davon sind 1,7 Millionen. oder 52 Prozent Frauen. Die Gewerkschaft VHTL, Mitglied der FlET, war an dieser wichtigen Handelskonferenz dabei. Besonders interessant war der Erfahrungsaustausch in bezug auf Ladenöffnungszeiten, neue Technologien, die Entlöhnung der HandeIsangestellten, die Arbeitszeitpolitik der Arbeitgeber, das Verhalten der multinationalen Unternehmen, die Beschäftigungsaussichten im Handel. Die Schlussfolgerungen haben auch für die Schweiz Bedeutung. Die wichtigsten Schlussfolgerungen. Handelsangestellte stehen vor schweren Beschäftigungsproblemen, stellte die Konferenz fest. Immer mehr Handelsangestellte sind auf der ganzen Welt von der Arbeitslosigkeit hart betroffen. Schuld daran seien Investitionen in aufwendigen Neuanlagen, krass überzogene Werbung und weit über den normalen Konsumentenbedarf hinaus verlängerte Ladenöffnungszeiten. Festgestellt wurde auch, dass Unternehmensentscheidungen ausschliesslich von kurzfristigen Überlegungen zur Einsparung von Arbeitskosten ausgehen. Verkaufspersonal grösstenteils sehr schlecht entlöhnt. (…).
Rita Gassmann.
VHTL-Zeitung, 5.11.1986.
Personen > Gassmann Rita. Handelsangestellte. VHTL-Zeitung, 1986-11-05.
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13.10.1986 Genf
Schweiz
FIET
Personen
VHTL Schweiz
Rita Gassmann
Arbeitsbedingungen
Ladenöffnungszeiten
Löhne
Volltext
Weiterbildung

Verkaufspersonal. Erste Weltkonferenz der Handelsangestellten 13.-15. Oktober 1986 in Genf. Der Internationale Bund der Privatangestellten (FIET) führte zum ersten Mal eine Welthandelskonferenz der Handelsangestellten durch. Der FIET sind 109 Gewerkschaften in 73 Ländern angeschlossen. Sie vertritt 3,3 Millionen Mitglieder; davon sind 1,7 Millionen, oder 52 Prozent Frauen. Die Gewerkschaft VHTL, Mitglied der FIET, war an dieser wichtigen Handelskonferenz dabei. Besonders interessant war der Erfahrungsaustausch in bezug auf Ladenöffnungszeiten, neue Technologien, die Entlöhnung der Handelsangestellten, die Arbeitszeitpolitik der Arbeitgeber, das Verhalten der multinationalen Unternehmen, die Beschäftigungsaussichten im Handel. Die Schlussfolgerungen haben auch für die Schweiz Bedeutung. Die wichtigsten Schlussfolgerungen. (...). Rita Gassmann.

VHTL-Zeitung, 1986-11-05.
VHTL > FIET. Weltkonferenz 1986-10-13.doc.

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01.05.1986 Schweiz
1. Mai Schweiz
Gewerkschaften
Personen
VHTL Schweiz
Rita Gassmann
Hermann Greulich
Arbeiterkultur
Arbeitszeit
Frauenarbeit
Volltext

Gedanken zum 1. Mai. Der 1. Mai ist der Tag der Arbeit. Arbeit ist für die Menschen etwas Alltägliches. Alltägliches müsste man eigentlich nicht feiern. Trotzdem feiern die Gewerkschaften auf der ganzen Welt den 1. Mai. Die Gewerkschaften haben eine kulturelle Aufgabe sagte einmal in einer Rede Herman Greulich. Zuerst gelte es die materielle Lage der Arbeiterklasse zu verbessern. Damit würden sich auch die sittlichen und geistigen Kräfte der Arbeiterschaft heben. Aber erst in der Gemeinschaft, sagte Hermann Greulich – beginnt für den Arbeiter ein höheres Leben. Gewerkschaften sind die zentrale gestaltende Kraft in der Geschichte der Schweiz. Die Schweiz als moderne Industrienation ist nicht zu trennen von den Kämpfen und Forderungen ihrer Arbeiterschaft: Soziale Sicherheit, Wohlstand und politische Gerechtigkeit waren unsere Forderungen. Leistungen, die heute als selbstverständlich gelten, mussten gegen Bürgertum und Arbeitgeber hart erkämpft werden. Unser heutiger Staat wäre ohne die freien Gewerkschaften nicht möglich. Heute aber müssen wir darum kämpfen, Erreichtes zu bewahren. Überall sind Bestrebungen im Gang, unsere sozialen Einrichtungen zu beschneiden. (...). Rita Gassmann.

VHTL-Zeitung, 23.4.1986.
1. Mai Schweiz > Gassmann Rita. 23.4.1986.doc.

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31.01.1986 Schweiz
Personen
SGB
SGB-Frauenkommission
Rita Gassmann
Fotos
Volltext
Rita Gassmann neue Präsidentin der Frauenkommission des SGB. Die Delegierten des Frauenkongresses des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) haben in Bern Rita Gassmann, Gewerkschaftssekretärin des VHTL, zur neuen Präsidentin der SGB-Frauenkommission gewählt. Unser Bild zeigt die neue Präsidentin Rita Gassmann (r.) zusammen mit der scheidenden Vorsitzenden, Helga Kohler. Mit Foto.
Der öffentliche Dienst, 31.1.1986.
Personen > Gassmann Rita. Frauenkommission. OeD, 1986-01-31.
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06.03.1984 Bern
Jelmoli AG
Personen
VHTL Bern
Rita Gassmann
Entlassungen
Löhne
Resolution
Versammlung
Volltext

Jelmoli-Personal in Bern protestiert. Über 150 Verkäuferinnen und Verkäufer kamen zu einer VHTL-Veranstaltung. Nötigung zur Kündigung, Entlassungen, Dequalifikationen, Leistungsdruck, das Jelmoli-Prämiensystem waren Grund genug, weshalb sich am 6. März 1984 im Hotel Bern in Bern über 150 Verkäuferinnen und Verkäufer zu einer Protestversammlung einfanden. Spontan erklärten zugereiste Jelmoli-Angestellte aus anderen Städten sich mit dem Personal in Bern solidarisch. Seit der Übernahme des ehemaligen Warenhauses Oscar Weber durch die Firma Jelmoli AG fühlt sich das Personal verunsichert, weshalb es an uns gelangte und uns bat, mit der Jelmoli-Direktion Verhandlungen aufzunehmen. (...). Rita Gassmann.

VHTL-Zeitung. Mittwoch, 1984-03-14.
VHTL > Jelmoli. Veranstaltung 1984-03-06.doc.

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29.02.1984 Grenchen
Marin
Biga
Personen
VHTL-Zeitung
Rita Gassmann
Biga
Nachtarbeit
Volltext
Weitere Ausbeutung der Frauen? Nachdem bekannt wurde, dass das BIGA das Nachtarbeitsverbot für Frauen in industriellen Betrieben (in Dienstleistungsbetrieben gilt das Nachtarbeitsverbot nicht) lockern will, war Nachtarbeit wieder ständiges Thema bei den weiblichen Gewerkschaftsmitgliedern . Am 10. Januar 1984 reichte die Uhrenfirma ETA (Groupes de Fabriques d'Ebauches) beim BIGA eine Bewilligung zur Nachtarbeit für Frauen ein. Dies war für die Frauenkommission VHTL Anlass, die Sekretärin für Frauenfragen beim SMUV, Francesca Hauswirth, zu unserer Sitzung vom 8. Februar 1984 einzuladen, um uns die Situation aufzuzeigen. Die VHTL-Frauenkommission hat sich klar gegen Nachtarbeit für Frauen ausgesprochen. In der Uhrenfirma Ebauches in Marin und Grenchen werden mikroelektronische Schaltungen bzw. Quarzmodule hergestellt. Beide sind technologische Spitzenprodukte, beide werden von der ausländischen Konkurrenz insbesondere den Japanern, hart bedrängt. Es wurde geschrieben, in Japan werde an 340 Tagen im Jahr während jeweils 24 Stunden gearbeitet (in Japan herrscht für Frauen ein Nachtarbeitsverbot. Die Red.), in Marin bzw. Grenchen nur 220 Tage zu 16 Stunden. Deshalb wollen die beiden Betriebe von 2 auf 3 Schichten umstellen. Vorerst genügten 20 bis 30 Leute, später 40 bis 50. Ein Arbeitsplatz, so wird gesagt, koste die Unternehmer 1 Mio. Franken, zudem seien die Maschinen in 2 bis 4 Jahren veraltet. Mit dem 3-Schichten-Betrieb könnten die Kapitalkosten pro Schicht von 144 000 auf 89 333 Franken gesenkt werden. Diese Einsparung sei unerlässlich, um die …). Rita Gassmann.
VHTL-Zeitung, 29.2.1984.
Personen > Gassmann Rita. Nachtarbeit. BIGA. VHTL-Zeitung, 1984-02-29.
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29.02.1984 Schweiz
Frauen
Personen
VHTL-Zeitung
Rita Gassmann
Gleichberechtigung
Volltext
„Wir können nicht nur Kartoffeln dämpfen, wir werden auch für unsere Rechte kämpfen“. Dies sagten deutsche Gewerkschafterinnen an einer Kundgebung für Frauen. Sie sind stolz, sie wissen was sie können, und sie wissen, was sie wollen. So empfand ich den Spruch auf dem Transparent der Gewerkschafterinnen. Sie lassen sich nicht unterkriegen. Frauen mussten immer kämpfen und müssen immer mehr kämpfen: für ihr Recht auf Arbeit, für gleichen Lohn bei gleichwertiger Arbeit, für Partnerschaft in der Gesellschaft, für ihre persönliche Anerkennung. Den Anspruch der Frauen auf Arbeit nimmt man heute weniger ernst, ja oft wird er abgetan damit, Frauen würden nur für den Luxus arbeiten. In Zeiten, wo tagtäglich von Entlassungen und neuen Arbeitslosenzahlen zu lesen ist, wird der Ruf wieder laut „Doppelverdienerinnen gehören ins Haus“. Man frägt nicht mehr danach, weshalb Frauen arbeiten wollen oder arbeiten müssen. Die Kindererziehung findet erneut unerahnte Aufwertung (wie wenn berufstätige Mütter ihren Pflichten nicht nachkämen!), ja die Ideologie der neuen „Mütterlichkeit“ soll dazu dienen, arbeitslose Frauen mit der Arbeitslosigkeit zu versöhnen. Die in der Verfassung verankerte Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau wird so interpretiert, dass bei den Frauen das AHV-Alter heraufgesetzt werden soll, statt dasjenige der Männer zu senken. Angesichts des immer kleiner werdenden Arbeitsvolumens wäre dieser Schritt wohl eher sinnvoll. In diesem Jahr kommt die Initiative für einen wirksamen Mutterschutz zur Abstimmung. Es ist vorauszusehen, dass die von vielen Frauenorganisationen getragene Initiative (…). Rita Gassmann.
VHTL-Zeitung, 29.2.1984.
Personen > Gassmann Rita. Gleichberechtigung. Frauentag. VHTL-Zeitung, 1984-02-29.
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06.10.1978 Schweiz
Personen
VHTL Schweiz
Rita Gassmann
Kongress
Referate
Teilzeitarbeit - Fluch oder Segen? Es ist nicht das erstemal, dass wir uns an einem Verbandstag mit dem Problem Teilzeitarbeit befassen. Bereits im Jahre 1966 verabschiedeten die Kongressdelegierten eine Entschliessung folgenden Inhalts: "Der VHTL verfolgt aufmerksam die Situation auf dem Arbeitsmarkt und stellt die auch in seinem Tätigkeitsgebiet in Verkauf und Industrie zunehmende Zahl von Teilzeitbeschäftigten, vornehmlich Frauen, fest. Der Kongress gibt seiner Besorgnis darüber Ausdruck, dass diese Arbeitnehmerkategorie bei ungenügender gewerkschaftlicher Erfassung einen hemmenden Einfluss auf die gewerkschaftliche Interessenvertretung der Erwerbstätigen ausüben kann. (…)". Referat von Rita Gassmann am 21. ordentlichen Kongress des VHTL vom 6.-8. Oktober 1978. Rita Gassmann. Gewerkschaftliche Rundschau Schweiz, Nr. 2, Februar 1979
01.03.1975 Schweiz
Frauen
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Rita Gassmann
Frauen
Volltext
Gesellschaftspolitische Vorstellungen und Forderungen der Frauen. Eigentlich müsste ich diesen vorgegebenen Titel für meine nachfolgenden Ausführungen ablehnen in der Meinung und Überzeugung, dass schon diese Überschrift ein Widerspruch zu unseren gewerkschaftlichen und sozialdemokratischen Zielsetzungen darstellt. Es ist deshalb notwendig, auf den Stellenwert und das Selbstverständnis der Frauenorganisationen in der Arbeiterbewegung einzutreten und kurz ihre Aufgaben und Ziele darzustellen. Befreiung aus Abhängigkeit und die Gleichstellung aller war und ist für die Arbeiterbewegung kein „Frauenproblem“ oder gar eine typische Forderung der Frauen. Sogenannte Frauenfragen treffen und betreffen immer die gesamte Gesellschaft, - sie müssen gemeinsam mit den Männern gelöst werden, es geht letztlich um Lebensqualität und Menschenwürde für alle. Das Leitbild der sozialdemokratischen Bewegung findet dafür eine treffende Formulierung: „Das Ziel der sozialdemokratischen Bewegung ist die Überwindung jeder Form der Unterdrückung und Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Ihr Leitbild ist eine Gesellschaft, in der sich der Mensch nach seinen Neigungen und Fähigkeiten frei zu entfalten vermag.“ In der Verwirklichung dieser grossartigen Zielvorstellung gibt es gewisse Aufgaben, die vorerst von Frauen noch besser gelöst werden können: ich denke da hauptsächlich an die geistige und seelische Mobilisierung der heute noch uninteressierten und politisch nicht engagierten Frauen, die sich (…). Rita Gassmann.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 3-4, März-April 1975
Personen > Gassmann Rita. Frauen. Gewerkschaftliche Rundschau, März-April 1975.
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