Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Person > Susan Boos
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 42

1 2
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
12.07.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
Wahlen
WOZ
Susan Boos
E-Voting
Volltext
Dann sehen einfach alle, was alle anderen stimmen“. Der Zürcher Datenschutzbeauftragte Bruno Baeriswyl warnt vor E-Voting und E-Government. Er verlangt Risikofolgenabschätzungen - eine Art digitale Umweltberichte. WOZ: Herr Baeriswyl, acht Kantone haben das E-Voting bereits eingeführt. Nun treibt auch die Zürcher Regierung dessen Einführung voran. Was halten Sie als Datenschützer davon? Bruno Baeriswyl: Eigentlich ist E-Voting eine alte Geschichte, vieles wurde schon vor Jahren diskutiert. Aus meiner Sicht kommt es jetzt wieder auf, weil die Post eine E-Voting-Lösung entwickelt hat, die sie verkaufen will. Da steckt viel Lobbyarbeit dahinter. Würden nicht mehr Junge abstimmen, wenn es digital einfach machbar wäre? Das bezweifle ich. Es gibt Untersuchungen, die zeigen, dass das elektronische Abstimmen keine höhere Stimmbeteiligung bringt. Das Papiersystem funktioniert gut, man ist zufrieden - mit dem E-Voting lädt man sich viele Probleme auf. Könnten Sie das ausführen? Beispielsweise punkto Sicherheit. Es ist ein eigenartiges Spiel zwischen Bund und Kantonen: Verantwortlich für die E-Voting-Systeme sind die Kantone, sie müssen die Sicherheit gewährleisten. Wenn es aber darum geht, wie sie das machen wollen, verweisen sie immer auf den Bund und sagen: Die Bundeskanzlei macht Vorgaben und zertifiziert die Systeme, wir halten uns daran. Das genügt aber nicht, denn die Systeme müssen in die bestehende Infrastruktur der Kantone sicher eingebunden werden. Warum sind die Systeme aus Ihrer (…). Interview: Susan Boos.
WOZ, 12.7.2018.
Personen > Boos Susan. E-Voting. Interview. WOZ, 2018-07-12.
Ganzer Text
05.07.2018 Schweiz
Personen
WOZ
Susan Boos
Abstimmung
E-Voting
Volltext
Wahlen
Es wird garantiert gehackt. Der Bund treibt das E-Voting voran. Gleichzeitig formiert sich Widerstand. Es lohnt sich, den GegnerInnen zuzuhören. E-Voting ist sicher. E-Voting ist modern. Deshalb braucht die Schweiz möglichst bald ein Gesetz, das erlaubt, flächendeckend ein digitales Abstimmungs- und Wahlsystem einzuführen. Das war die Botschaft, die Bundeskanzler Walter Thurnherr vergangene Woche an einer Pressekonferenz in Bern verkündete. Mit dabei war auch Barbara Schüpbach, Staatsschreiberin von Basel-Stadt. Sie sagte, mit E-Voting gebe es keine ungültigen Stimmen mehr und es liesse sich Geld sparen. Heute haben acht Kantone bereits ein E-Voting-System im Einsatz (AG, BS, BE, FR, GE, LU, NE, SG). Bei einigen können es nur die AuslandschweizerInnen nutzen, bei anderen wie dem Kanton St. Gallen soll es bald in allen Gemeinden zur Verfügung stehen. Vier weitere Kantone sind daran, E-Voting einzuführen (GL, GR, TG, VD). Doch es gibt Opposition. Mitte Juni wurde die Website stop-evoting.ch aufgeschaltet. Darauf wird eine Volksinitiative zur Debatte gestellt, die die elektronische Stimmabgabe verbieten will. Getragen wird die vorgeschlagene Initiative unter anderem vom Luzerner SVP-Nationalrat und Internetunternehmer Franz Grüter. Massgeblich betreut wird die Website von Hernani Marques vom Chaos Computer Club Schweiz, einem Linken. Als Mitte Juni das St. Galler Kantonsparlament über die definitive Einführung von E-Voting debattierte, war die SVP geschlossen dagegen, (…). Susan Boos.
WOZ online, 5.7.2018.
Personen > Boos Susan. E-Voting. Wahlen. WOZ online, 2018-07-05.
Ganzer Text
18.01.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Susan Boos
Abstimmung
No Billag
Volltext
No-Billag-Argumentarium. Verführerisch und hochgiftig. Das Argumentarium der No-Billag-Initianten besteht aus einem giftigen Gebräu von Reizwörtern, das jede und jeden direkt anspricht. Eine Zerpflückung. Im Kern transportieren die Urheber der No-Billag-Initiative folgende Botschaft: Das Schweizer Radio und Fernsehen knechtet euch! Frech werden Begriffe verdreht und neu besetzt. Dadurch verschieben sich in der öffentlichen Debatte Wahrnehmungen zu solchen, die bleiben, selbst wenn die Initiative gebodigt wird. Es lohnt sich, das anhand zentraler Schlagwörter im Detail anzuschauen. Selbstbestimmung. „Jeder weiss selbst am besten, wie er sein hart erarbeitetes Geld verwenden möchte. Indem allen eine Radio- und Fernsehgebühr von jährlich über 450 Franken aufgezwungen wird, nimmt man den Menschen das Recht auf Selbstbestimmung und raubt ihnen damit Lebensqualität.“ Aus dem Argumentarium der No-Billag-Initiative. In den zwei Sätzen steckt eine krude Botschaft: Befreit euch endlich, und ihr bekommt dafür 450 Franken. So redet man Menschen zurecht. Das Versprechen wirkt wie der pawlowsche Reflex: Der Hund bekommt ein Würstchen, gleichzeitig läutet ein Glöckchen. Zwei-, dreimal wiederholt, wird der Hund zu sabbern beginnen, sobald er das Glöckchen hört, auch wenn es längst keine Wurst mehr gibt. Der Gedanke wird festgezurrt: Die Befreiung von der Knechtschaft wird mit 450 Franken belohnt. Das ist gefährliche Polemik jenseits der Fakten. Die Wahrheit jedoch dringt kaum mehr durch, weil nüchterne Argumente (…). Susan Boos.
WOZ, 18.1.2018.
Personen > Boos Susan. No-Billag. Argumentarium. WOZ, 2018-01-18.
Ganzer Text
21.12.2017 Schweiz
Personen
SDA Schweizerische Depeschenagentur
WOZ
Susan Boos
Fusion
Keystone
Sda
Volltext
Schweizerische Depeschenagentur. Nachrichten fallen nicht vom Himmel. Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) versorgt das Land zuverlässig und nüchtern mit Nachrichten. Nun soll sie – in Zeiten sinkender Einnahmen – zur Dividendenmaschine umgebaut werden. RedaktorInnen warnen vor Risiken und Nebenwirkungen. Noch steht die SDA für zuverlässige, nüchterne Information im Zeitalter von Fake News. Könnte sich das bei der Fusion mit der Bildagentur Keystone ändern? Wo ist Berni? Das fragen sich die JournalistInnen der Schweizerischen Depeschenagentur (SDA) Anfang Oktober. Zuerst denken sie, er sei in den Ferien. Im Präsenzplan steht aber „abwesend“. Die MitarbeiterInnen beginnen zu rätseln. Erst Wochen später, Ende Oktober, informiert die SDA-Geschäftsleitung offiziell: „SDA und Keystone fusionieren zum multimedialen Medienunternehmen.“ Der langjährige Chefredaktor Bernard Maissen begrüsse die Fusion, „scheidet aber aus dem Unternehmen aus“. Der Verwaltungsrat danke ihm für den sehr grossen Einsatz. Klingt nach einer gemeinsam vereinbarten, einvernehmlichen Trennung – war aber eine Kündigung. Die Fusion. Wenn der Deal von der Wettbewerbskommission abgesegnet ist, soll die Fusion im Frühjahr vollzogen werden. Die SDA versorgt die Medienhäuser, den Bund, aber auch Private mit Nachrichten aus den Regionen, der Schweiz und dem Ausland. Keystone ist die führende Fotoagentur in der Schweiz. Grundsätzlich ist es sinnvoll, Bild und Text zusammenzubringen. Maissen hat das (…). Susan Boos.
WOZ online, 21.12.2017.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Personen/Boos%20Susan.%20sda.%20Keystone.%20WOZ%20online,%202017-12-21.pdf
11.05.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Susan Boos
Abstimmung
Energieversorgung
Volltext
Abstimmung Energiegesetz. Ein Ja, das verpflichtet. Plötzlich sind sich Linke nicht mehr sicher, ob sie zur Energiestrategie 2050 respektive zum Energiegesetz (EnG) Ja sagen sollen. Das ist gut so. Denn es zwingt zu einer Diskussion, die überfällig ist. Das richtet sich insbesondere an jene Linken, die sich für Sozialpolitik, aber nicht für Energiepolitik interessieren, weil sie glauben, das sei etwas für FröschlischützerInnen, Ökofundis oder Solarfreaks. Sie irren, es hat viel mit Sozialpolitik zu tun. Aber dazu nachher. Es gibt zwei gewichtige Gründe, am 21. Mai Ja zu stimmen: Der Bau von Atomkraftwerken wird verboten – und ebenso die Wiederaufbereitung von Uranbrennstoff. Es ist noch keine zehn Jahre her, da waren im Mittelland drei neue Reaktoren geplant. Die Nuklearkatastrophe von Fukushima und der liberalisierte Strommarkt haben die Pläne zunichtegemacht. Heute sind die grossen Energiekonzerne dankbar, dass sie nicht mit dem Bau der AKWs begonnen haben, es wären Milliardengräber geworden. Doch die Verhältnisse können sich schnell ändern. Deshalb ist es gut, dass es künftig gesetzlich verboten ist, neue AKWs zu bauen. Beim zweiten Punkt muss man etwas ausholen: Der Begriff „Wiederaufbereitung“ dürfte den wenigsten etwas sagen. Dabei wird aus abgebranntem Uranbrennstoff Plutonium gewonnen; die Nuklearbranche nennt es beschönigend „Recycling“. Die entsprechenden Fabriken stehen in Frankreich und Britannien und verseuchen das Meer. Die Schweiz hat ihre Brennstäbe dorthin geschickt und einen (…). Susan Boos.
WOZ, 11.5.2017.
Personen > Boos Susan. Energieversorgung. Abstimmung. WOZ, 2017-05-11.
Ganzer Text
22.09.2016 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
WOZ
Susan Boos
Dinu Gautier
Personalkommission
Volltext
WOZ
Angst in der Unia. Unia-Präsidentin Vania Alleva verspricht eine neue Betriebskultur – und setzt auf Leute, die für die alte stehen. Sexuelle Belästigung, Machtmissbrauch, Vertuschungsversuche – am vergangenen Freitag, einen Tag nachdem die WOZ ausführlich über interne Missstände berichtet hatte, wurde der Druck zu gross: Unia-Präsidentin Vania Alleva stellte sich den Medien. Sie räumte Fehler im Umgang mit dem Fall Roman Burger ein, verkündete dessen Freistellung und sagte Entscheidendes: „Die Kritik hat viel mit der Unternehmenskultur zu tun, hier müssen wir über die Bücher.“ Meint es Alleva ernst – und selbst kritische Leute der Unia-Basis nehmen ihr das ab –, erwartet sie viel Arbeit. Die grösste Herausforderung steckt in der Machtfrage. Eine Organisation, die auf charismatische Führungsfiguren setzt und eine starke Machtkonzentration begünstigt, ist extrem verletzlich – einerseits weil Macht missbraucht werden kann, andererseits weil man vor Ruinen steht, wenn der Machthaber weg ist. Ein solches Modell hat keine emanzipatorische Strahlkraft. Vielmehr zersetzt es die Glaubwürdigkeit. Das bekommt die Unia jetzt zu spüren. Die eigenen Widersprüche lassen sich nicht länger wegretuschieren: Die GewerkschafterInnen sollen in den Betrieben die Beschäftigten befähigen, Widerstand von unten zu bilden, während sie selber unter einem strengen Top-down-Regime stehen. Alleva will nun mit der Unia-eigenen Personalkommission (Peko) eine Charta für Führungskultur ausarbeiten. (…). Dinu Gautier, Susan Boos.
WOZ, 22.9.2016.
Personen > Gautier Dinu. WOZ. Peko. WOZ, 2016-09-22.
Ganzer Text
22.09.2016 Schweiz
Personen
SVP
WOZ
Susan Boos
Yves Wegelin
Kapitalismus
SVP
Volltext
Die Partei des Geldes. Die SVP hat unter ihren WählerInnen den Ruf, sich für die kleinen Leute einzusetzen. Derzeit tagt in Bern das Parlament – Zeit für den Faktencheck. Die WOZ war dieses Jahr vom Dorf Rohrbach eingeladen worden, die Rede zum 1. August zu halten. SVP-Anteil in der Berner Gemeinde bei nationalen Wahlen: rund fünfzig Prozent. Auf die Frage, warum SVP, war die Antwort in Rohrbach immer die gleiche: Sie sei die Partei, die für die kleinen Leute einstehe. Was ist dran? Die SVP, die in erster Linie aus der Anfang der 1920er Jahre gegründeten Berner „Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei“ hervorging, war nie die Partei der einfachen Angestellten. Wie ihr ursprünglicher Name verrät, war sie zunächst allerdings die Partei der BäuerInnen und teilweise der Gewerbetreibenden. Zudem stellte sie sich zu Beginn klar gegen „die Grossindustrie und multinationale Unternehmen“, wie der Historiker Damir Skenderovic von der Uni Fribourg schreibt. Unter der Führung von Christoph Blocher und seiner Zürcher SVP-Sektion driftete die Partei ab den achtziger Jahren nach rechts. Das neue Motto: gegen „Ausländer“, „Europa“ – und in jüngster Zeit gegen die Personenfreizügigkeit. Damit stieg sie zur wählerstärksten Kraft im Land auf. Unter Blocher hat sich die SVP jedoch in einer weiteren Hinsicht gewandelt, die weit weniger wahrgenommen wird: Sie wurde zur knallharten Wirtschaftspartei. Nach dem EWR-Nein 1992 fing sie viele GewerblerInnen auf, die sich von der FDP abwandten, weil diese ihnen zu europafreundlich (…). Yves Wegelin, Sarah Schmalz.
WOZ, 22.9.2016.
Personen > Wegelin Yves. SVP. Kapitalismus. WOZ, 2016-09-22.
Ganzer Text
30.06.2016 England
EU
Personen
WOZ
Susan Boos
Abstimmung
EU
Volltext
Nach dem Brexit. Für Vereinigte Staaten von Europa. Man kann Weltoffenheit nicht in die Menschen reinprügeln. Man kann niemanden zwingen, die EU zu lieben. Man muss aber fragen, warum das Gebilde so verhasst ist. Denn nicht der Brexit ist bedrohlich, sondern die Dynamik, die er auslöst. Die NeonationalistInnen Europas triumphieren. Der Rest redet sich selber Mut zu. Die EU-RepräsentantInnen scheinen keinen Plan zu haben, wie sie all jene zurückgewinnen können, die sich von der EU bedroht fühlen. Es waren nicht nur blindwütige FremdenfeindInnen, die für den Brexit gestimmt haben. Es waren auch viele, die den sozialen Abstieg fürchten oder schon erleben, wie der britische Politologieprofessor Matthew Goodwin analysiert. Er nimmt als Beispiel die Hafenstadt Boston im englischen Nordosten, in der überdurchschnittlich viele osteuropäische MigrantInnen leben. Am vergangenen Donnerstag haben 76,5 Prozent der Bostoner Abstimmenden für den Brexit votiert. Das deutlichste Verdikt landesweit. Das mittlere Jahreseinkommen liegt bei bescheidenen 17‘000 Pfund (aktuell umgerechnet 22 000 Franken). JedeR dritte Einheimische hat keine Ausbildung. Diese Leute entkommen der Armut nicht so schnell. Als Gegenpol nimmt Goodwin den Londoner Stadtbezirk Lambeth. Dort haben 78 Prozent gegen den Brexit gestimmt. Das mittlere Einkommen ist hier um 10‘000 Pfund höher als in Boston. In Lambeth leben vor allem top ausgebildete junge Leute. Für sie ist die EU ein freier Raum, der Entfaltung verspricht. (…). Susan Boos.
WOZ online, 30.6.2016.
WOZ > England. EU. Abstimmung. Susan Boos. WOZ, 2016.06.30.
Ganzer Text
16.07.2015 Schweiz
Personen
WOZ
Susan Boos
Volltext
WOZ
WOZ-Recherchier-Fonds
30 Jahre Experimente, Recherchen und Geschichten, die Geschichte schrieben. „Die Antwort kommt zögernd. Es sind Leute, die nicht oft gefragt werden.“ Alexander Grass hat mit ihnen geredet und beginnt damit seine Reportage über die ArbeiterInnen von Mariveles. Darin steckt alles, was der Recherchierfonds je wollte und noch will: einen Journalismus fördern, der tief gräbt, raus geht und den Menschen zuhört. Vor über dreissig Jahren darbte die WOZ. Sie hätte nicht überlebt, wenn nicht 1984 der Förderverein ProWOZ gegründet worden wäre. Er sammelte Geld und steht der Zeitung seither finanziell bei. 1985 richtete der Förderverein ProWOZ den Recherchierfonds ein. Mit dem Fonds sollten aufwendige Geschichten, die sich die WOZ alleine nie hätte leisten können, finanziert werden. Die brillante Reportage von Alexander Grass - der damals unter dem Namen Urs Zwicky schrieb - über die Slums der philippinischen ArbeiterInnenstadt war der erste Beitrag, der dank Recherchierfondsgelder zustande kam. Der Förderverein agiert unabhängig von der WOZ, doch sitzen jeweils zwei WOZ-Macherlnnen im Vorstand. Jeder und jede kann Mitglied des Vereins werden und auch gezielt den Recherchierfonds unterstützen. Auch wenn der Förderverein der Redaktion nicht dreinreden darf, ist er kein Klub von StatistInnen. Alle AutorInnen, die Geld vom Recherchierfonds möchten, müssen ihre Rechercheprojekte vom ProWOZ-Vorstand bewilligen lassen. Das bringt Qualität und Feedback. (…). Susan Boos, Redaktionsleitung WOZ.
WOZ 16.7.2015
Personen > Boos Susan. WOZ-Recherchier-Fonds. WOZ, 16.7.2015.
Ganzer Text
16.07.2015 Schweiz
Personen
WOZ
Zeitungen
Susan Boos
Arbeiterpresse
SP-Presse
Volltext
Ausgestorbene Arten. Linke Blätter in der Schweiz hatten es schwer. Aber es gibt auch erfolgreiche Neugründungen - sogar gedruckt. Der Schweizer Pressewald war einst schön bunt. Da gab es das „Rote Einhorn“, den „Steibock“ und den „Roten Bären“ neben dem „Kolibri“, dem „Maiglöggli“ oder dem „Maulwurf“. Sie alle sind ausgestorben. Kaum mehr jemand kann sich erinnern, dass es sie gab. Eine umfassende Geschichte der linken und alternativen Medien der Schweiz ist noch nicht geschrieben. Doch wo überhaupt beginnen? Bei der „Appenzeller Zeitung“ vielleicht? Im Jahr 1828 vom Arzt Johannes Meyer gegründet, schrieb sie mutig gegen die Zensur an und kämpfte für mehr Demokratie. Erst 1848 wurde die Pressefreiheit in der Verfassung verankert. Die erste linke Presse. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts gründeten Gewerkschaften und SozialdemokratInnen landauf, landab Tageszeitungen. Sie trugen selbstbewusste Titel wie „Volksrecht“ (Zürich), „Volksstimme“ (St. Gallen), „Tagwacht“ (Bern), „Freier Aargauer“ oder „Das Volk“ (Olten). Damals war es noch üblich, dass man in eine Partei hineingeboren wurde und mit dem Parteiblatt aufwuchs. Die KatholikInnen lasen das CVP-Blatt, die Reformierten das der FdP, und die SozialdemokratInnen hatten ihre Arbeiterzeitung. Wirklich bunt und vielfältig wurde es aber erst mit der 68er-Bewegung. (…). Susan Boos.
WOZ, 16.7.2015.
Personen > Boos Susan. Alternativ-Zeitungen. WOZ, 16.7.2015.
Ganzer Text
09.02.2014 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Emigranten
Personen
WOZ
Susan Boos
Einwanderung
Rassismus
Saisonnierstatut
Volltext

Nach der Zäsur. Mit tausend Ideen gegen die Angst. Die Abschottungsinitiative katapuliert uns in eine Schockstarre. „Uns“ meint von links bis bürgerlich alle - mit oder ohne Schweizer Pass -, die nicht in einer Schweiz ohne Ausland leben wollen. Sicher gehören auch noch Tausende dazu, die Ja gestimmt haben, aber gar nicht wollten, dass die Initiative angenommen wird. Sie haben auf Fragen geantwortet, die nicht zur Abstimmung standen. Fragen wie: Wollen wir ungehemmtes Wachstum, masslose Zersiedelung, Lohndumping? Alle, die die Paragrafen gelesen haben, bevor sie ihren Stimmzettel ausfüllten, wussten, dass es eine zutiefst fremdenfeindliche Initiative ist. Die SVP hat sie zudem so schludrig formuliert, dass sie die nächsten Jahre die Politik damit vor sich hertreiben kann. Egal welche Lösungsvorschläge gemacht werden, die SVP wird stets nachbeissen und behaupten, sie entsprächen nicht ihrer Initiative. Es kommen harsche Jahre. Doch die Bürgerlichen müssen nicht klagen. Sie haben mitgetan. Allen voran der Freisinn, der sich von einem Mann führen lässt, der als Fremdenfeind in die nationale Politik gespült wurde. FdP-Präsident Philipp Müller hatte Ende der Neunziger die 18-Prozent-Initiative lanciert. Nun nannte er die SVP-Abschottungsinitiative einen Schildbürgerstreich und rief halbherzig dazu auf, Nein zu stimmen. Er selber hatte einst dasselbe gefordert, nur rigider. Seine Initiative verlangte, „dass der Anteil der ausländischen Staatsangehörigen an der Wohnbevölkerung der Schweiz 18 Prozent nicht übersteigt“.
Susan Boos.

WOZ, 13.2.2014.
WOZ > Einwanderung. Abstimmung. WOZ. 2014-02-13.

Ganzer Text

07.06.2012 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Auns
Personen
WOZ
Susan Boos
Aussenpolitik
Staatsvertrag
Volltext

Initiative „Staatsverträge vors Volk“. Die nächste Sau für den Souverän. Kaum jemand kann im Detail sagen, was in der Initiative „Staatsverträge vors Volk“ steht, über die wir am 17. Juni abstimmen. Es reicht eigentlich zu wissen, dass sie aus der Küche der Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz (Auns) stammt, um dagegen zu sein; alt Bundesrat Christoph Blocher hat die Auns in den achtziger Jahren als Kampftruppe gegen den Beitritt zur Uno gegründet. (...). Susan Boos.

WOZ. Donnerstag, 7.6.2012.
WOZ > Staatsverträge. Abstimmung 17.6.2012.doc.

Ganzer Text

02.04.2011 Biel
Bieler Tagblatt
Personen
Susan Boos
AKW Mühleberg
Atomenergie
Atomkraftwerke
"Alle sollten möglichst viel für Strom zahlen". Susan Boos fordert eine ganz neuartige Struktur der Stromversorgung. Die Autorin eines Buches über Tschernobyl und von "Strahlende Schweiz" stellt sich den GAU aber lieber auch nicht vor. (...). Interview. Mit Foto von Susanne Boos. Tobias Graden. Bieler Tagblatt. Samstag, 2.4.2011.
23.09.2010 Schweiz
Mieter- und Mieterinnen-Verband
Nationalrat
Personen
Susan Boos
Anita Thanei
Mietrecht
Ein neuer, starker, einziger Dachverband muss her! Die Revision des Mietrechts ist gescheitert. Damit wurde vermieden, dass Mieterverbände öffentlich gegen Mieterverbände antreten. Doch die MieterInnen brauchen endlich eine tragfähige, gesamtschweizerische Organisation zur Vertretung ihrer Anliegen. (...). Mit Foto. Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 23.9.2010
09.09.2010 Zürich
Personen
WOZ
Susan Boos
Stefan Keller
Redaktion
Volltext

Werkstattgespräche. Mit Susan Boos. In der WOZ sind weitreichende Veränderungen angesagt. Was für welche? WOZ-Leute berichten: Was ist los auf der WOZ? Susan Boos, Redaktionsleitung: So viel, dass man gar nicht mehr weiss, wo einem der Kopfsteht. Was macht man dagegen? Man versucht, den Überblick zu behalten, und man erinnert sich daran, dass es bisher immer gut gekommen ist - aus irgendwelchen Gründen. Die WOZ ist in ihrer 29-jährigen Geschichte immer pünktlich herausgekommen. Ja, und es hatte nie weisse Löcher drin! (...). Stefan Keller. WOZ. Donnerstag, 9.9.2010.

 

Ganzer Text

01.07.2010 Schweiz
IV
Personen
Regierung Schweiz
Susan Boos
IV-Renten
Rentenklau
Vernehmlassung
Falsch gespart. Revision Invalidenversicherung. "Arbeit vor Rente" klingt gut, solange die Idee nicht missbraucht wird, um die Renten zu kürzen. Aber genau das will der Bundesrat mit seiner sechsten IV-Revision, die soeben in die Vernehmlassung ging. Reicht eine Zweidrittelsrente aus? Geht es nach den Plänen des Bundesrates, sollen auch bestehende IV-Renten gekürzt werden. (...). Mit Foto. Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 1.7.2010
01.07.2010 Schweiz
IV
Personen
Regierung Schweiz
Susan Boos
IV-Renten
Rentenklau
Vernehmlassung
Volltext

Revision Invalidenversicherung - Falsch gespart. «Arbeit vor Rente» klingt gut, solange die Idee nicht missbraucht wird, um die Renten zu kürzen. Aber genau das will der Bundesrat mit ­seiner sechsten IV-Revision, die soeben in die Vernehmlassung ging. Ein Rettungsboot schaukelt auf hoher See, es sitzen zu viele Leute drin, und ein Loch hat es auch. Das Boot wird untergehen, wenn man nicht schleunigst einige Leute über Bord schickt – die könnten schwimmen, wenn sie nur wollten. Dies ist das Bild, das entsteht, wenn man den Bericht zur sechsten Revision des Invalidengesetzes (IVG) liest.Richtig ist, dass die Invalidenversicherung (IV) jährlich ein Defizit von 1,1 Milliarden Franken ausweist. Das ist viel, aber doch nicht so viel, wenn man bedenkt, dass für die Rettung der UBS 68 Milliarden aufgebracht wurden. (...). Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 1.7.2010.

 

Ganzer Text

29.04.2010 Schweiz
Islam
Susan Boos

Religion macht besoffen. Das Spektakel der Fanatiker - mit und ohne Bart. Es knallt unterhaltsam, wenn Fanatiker mit Fanatikern rangeln. Am Freitagabend standen sich ein Mann im langen weissen Gewand und ein Mann mit Rossschwänzchen und Lederjacke in der Fernsehsendung "Arena" gegenüber: Oskar Freysinger, der Dichter und SVP-Mann aus dem Wallis (berüchtigt für seine sexistischen Reime), versus Nicolas Blancho vo,m Islamischen Zentralrat, echter Berner und Kovertit (der sich nicht von der Steinigung von Frauen distanziert. Dazwischen stand der frühere Fernsehmann Erich Gysling, der differenzieren sollte, aber nichts zu melden hatte. (...). Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 29.4.2010

22.04.2010 Schweiz
Personen
Wasserwirtschaft
Susan Boos
Umweltschutz
Die Jagd nach dem letzten wilden Bach. Wasserkraftfieber. Die Schweiz will umweltfreundlichen Strom fördern. Subventionen in der Höhe von 340 Millionen Franken stehen bereit. Doch weshalb werden mit dem Geld nun zahlreiche Wasserkraftprojekte gefördert, die vor allem Schaden anrichten? (...). Mit Foto. Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 22.4.2010
18.03.2010 Zürich
Personen
WOZ
Susan Boos
Fotos
Wenn man mehr sieht, als zu sehen ist. Das Jahrhundert der Bilder. Es gibt Fotos, die sich ins kollektive Gedächtnis eingegraben haben. Zwei schwere Bände gehen der Geschichte dieser Superbilder nach. Gerhard Paul beschäftigt sich mit Bildern, die die Welt bewegen. Der Geschichtsprofessor aus Flensburg ist wohl einer der wichtigsten Vertreter der Visual History. Er hat das gigantische zweibändige Werk "Das Jahrhundert der Bilder" herausgegeben - eine Art Lexikon der Bilder in unserem Kopf. (...). Mit Fotos. Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 18.3.2010
11.03.2010 Saint-Ursanne
Nagra
Personen
Susan Boos
Abfall
Der Berg tut nie, was man von ihm erwartet. Endlagersuche in der Schweiz. Die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) möchte den strahlenden Müll im Mittelland in einer Tonschicht vergraben. Theoretisch eine nachvollziehbare Idee - praktisch eine Lösung, die viele unangenehme Überraschungen bereithält. Ein Besuch im Versuchslabor Mont Terri. In diesem Gestein, das aussieht wie Schiefer und im Hügel hinter Saint-Ursanne zu finden ist, lebt es: ein kleines Bakterium, wild entschlossen, zu existieren - auch ohne Luft und ohne Licht. Ein französischer Wissenschaftler hat die Spezies im Felslabor Mont Terri entdeckt. (...). Fotos von Ursula Häne. Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 11.3.2010
25.02.2010 Finnland
Atomenergie
Personen
Susan Boos
Atomkraftwerke
Pfusch am Sklavenreaktor. Atomkraft. In Finnland wird das erste neue Atomkraftwerk Europas hochgezogen. Gravierende Probleme führen zu Verzögerungen und immer höheren Kosten. Nun berichten polnische Arbeiter, wie es auf der Baustelle zugeht. (...). Mit Foto. Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 25.2.2010
25.02.2010 Döttingen
AKW Beznau
Atomenergie
Personen
Susan Boos
Umweltschutz
Sauber falsch gerechnet. Das AKW Beznau und das Klima. Das Energieunternehmen Axpo hat eine Umweltbilanz publiziert, die belegen soll, wie umweltfreundlich das AKW Beznau ist. Der Ökobilanzierer Gabor Doka zersaust das Projekt. Das Klimaargument verunsichert sogar atomkritische Kreise. Die Atomlobby setzt deshalb mit voller Kraft auf dieses Argument. Auf ihrem Internetportal www.kernenergie.ch steht zum Beispiel unter dem Bild eines schmelzenden Gletschers: "Klimawandel: die Kernenergie ist Teil der Lösung". (...). Mit Foto. Susan Boos. WOZ. Donnerstag, 25.2.2010
04.02.2010 Schweiz
Pensionskasse
Personen
WOZ
Susan Boos
Rentenklau
Lasst die anderen schuften. Pensionskassen. Am 7. März wird über Rentenberechnungen und ökonomische Mechanismen abgestimmt, die die wenigsten verstehen. Die wichtigen Fragen, die unsere Altersvorsorge betreffen, bleiben allerdings ausgeklammert. Die Gewerkschaft Unia hat einen einfachen Rentenklau-Rechner hergestellt. Er sieht aus wie eine Parkscheibe. Auf der einen Seite können die Frauen berechnen, was ihnen gestohlen wird, auf der anderen die Männer. Mit einem Kartonrädchen gibt man sein Alter ein und sieht, was sie einem wegnehmen, falls der Umwandlungssatz gesenkt wird. Bei einer Vierzigjährigen, die 3500 Franken verdient, wäre es insgesamt 21'000 Franken - würde sie 8500 Franken verdienen, wären es 83'000 Franken. (...). Mit Foto. Susan Boos. WOZ 4.2.2010
07.01.2010 Mühleberg
AKW Mühleberg
Personen
Susan Boos
Sicherheit
Bewilligt gefährlich. Atomkratwerk Mühleberg. Das Berner AKW erhält eine unbefristete Betriebsbewilligung. Aber erst in einem Jahr wird man wissen, wie der marode Meiler sicher werden soll. Es war ein schlauer Schachzug, die Neuigkeit im Festtagsstrudel zu versenken. Das Atomkratwerk Mühleberg erhält eine unbefristete Betriebsbewilligung. Moritz Leuenbergers Umwelt- und Energiedepartement (Uvek) hatte dies am 17. Dezember beschlossen, doch publiziert wurde der Entscheid erst am Montag vor Weihnachten, als viele schon in den Ferien weilten oder hektisch Christbäume suchten. (...). Mit Foto. Susan Boos. WOZ 7.1.2010
1 2


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden