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Anzahl gefundene Artikel: 129

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30.08.2019 Schweiz
Sizilien
Emigranten
Personen
Work
Ralph Hug
Publikationen
Saisonarbeit
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Textverzeichnisse/tabid/183/ctl/EditArticle/mid/72Journalist Concetto Vecchio war einst ein Saisonnierkind in der Schweiz: „Schwarzenbach war der erste europäische Rechtspopulist“. Baracken, Fremdenhass und Überwachung: Das erlitten Concetto Vecchios Eltern in der Schweiz. Sohn Vecchio geht ihrem Schicksal in seinem neuen Buch nach und zieht Parallelen zur fremdenfeindlichen Politik von heute. Work: Concetto Vecchio, Ihr Buch sorgt in Ita¬lien derzeit für grosses Aufsehen. Sie erzählen darin die Geschichte Ihrer Eltern, die als arme Arbeiter in die Schweiz kamen. Als Saisonniers. Warum dieses Buch gerade jetzt? Concetto Vecchio: Nach Jahrzehnten sass ich wieder einmal in Zürich auf dem Sechseläutenplatz. Da hörte ich eine Mutter, die auf italienisch mit ihrem Kind sprach. Das erinnerte mich spontan an meine eigene Kindheit in der Schweiz. Und daran, wie wenig ich eigentlich von der Geschichte meiner Eltern wusste. Mein Vater war einst aus dem Dorf Linguaglossa bei Catania in die Schweiz eingewandert, auf der Suche nach einem Job. Als ich 14 war, beschlossen meine Eltern, nach Sizilien zurückzukehren. Und ich musste mit ihnen mit. Dann sind Sie sozusagen „in „umgekehrter Emigrant“: ein Italienerkind, das in der Schweiz geboren wurde und dann nach Italien auswanderte. Ja. Ich weiss, was Emigration heisst, weil ich sie am eigenen Leib erfahren habe. Ich bin gleichzeitig ein Italiener und ein Schweizer, der immer noch Mundart spricht. Der Entscheid zur Rückkehr nach Italien war für mich hart. Denn ich hatte alle Freunde in Lenzburg AG, wo ic (…). Ralph Hug.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Hug Ralph. Vecchio Concetto. Saisonnier. Work online, 2019-08-30.
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01.10.2018 Schweiz
Emigranten
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Einwanderung
Saisonnierstatut
Volltext
Die Schweiz und ihre ausländischen Arbeitskräfte. „Quer durch die Arbeiterschaft“. Von 1914 bis zur Jahrtausendwende versuchte die Schweiz, die Zuwanderung nach ihren wirtschaftlichen Bedürfnissen zu steuern - ohne Rücksicht auf Menschenwürde. In diese „Barackenschweiz“ kann niemand zurückwollen. „Gegen die Zuwanderung von Ausländern gibt es nichts einzuwenden. Dies allerdings unter der Voraussetzung, dass sie sich nicht in der Schweiz niederlassen wollen.“ Was der Bundesrat 1924 schrieb, war im Wesentlichen bis in die 1990er Jahre eine Konstante der schweizerischen Politik. Bis zum Beginn des Ersten Weltkriegs waren Europas Grenzen offen gewesen. Nach 1918 blieb die kriegsbedingte Abschottung bestehen, später unterstützt von der Weltwirtschaftskrise und von nationalistischen und faschistischen Strömungen. Auch als nach dem Zweiten Weltkrieg ein beispielloser Wirtschaftsaufschwung die Schweiz erfasste, wollte man keine dauerhafte, sondern eine „rotierende“ Zuwanderung, die zugleich, wie dann in der Krise der 1970er Jahre, als Konjunkturpuffer diente. Hier arbeiten, nicht hier leben. Ausländische Arbeitskräfte sollten ins Land kommen: zum Arbeiten, nicht zum Leben. Integration wurde unterbunden, namentlich durch das unselige Saisonnierstatut. Dieses war schon 1934 „erfunden“ worden, es entfaltete seine Wirkung aber vor allem zwischen 1951 und 1970, als insgesamt 3 Millionen Saisonnierbewilligungen ausgestellt wurden. Die Zuwanderer, mehrheitlich Männer, kamen aus Italien, später vermehrt auch aus Spanien, Portugal, aus dem damaligen Jugoslawien (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, 1.10.2018.
Personen > Schlatter Christoph. Einwanderung. VPOD-Magazin, 2018-10-01.
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16.07.2018 Schweiz
Emigranten
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Ausländerpolitik
Volltext
Festlegung der Höchstzahlen für das Jahr 2019. Stellungnahme des SGB zur Teilrevision der Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit. Der SGB setzt sich für sichere Löhne und Arbeitsverhältnisse in der Schweiz ein, was wirksame Kontrollen der Löhne und Arbeitsbedingungen sowie stabile Anstellungsbedingungen voraussetzt. Personen ohne Schweizer Pass mit unbefristeten Arbeitsverträgen können sich besser gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Willkür durch die Arbeitgebenden zur Wehr setzen als solche mit befristeten Verträgen. Der SGB hat deshalb schon in den Vernehmlassungen der vergangenen Jahre die Ansicht geäussert, dass grössere Kontingente für die Aufenthaltsbewilligungen (B) nötig sind, die Höchstzahlen für die Kurzaufenthaltsbewilligungen (L) jedoch auf tieferem Niveau bleiben können. Wir sind erfreut, dass diese Anliegen zumindest teilweise bei der Kontingentfestlegung für das Jahr 2018 aufgenommen worden sind. Für den SGB können sich die Höchstzahlen für 2019 im gleichen Rahmen bewegen wie 2018. Keinesfalls erhöht werden sollen aus obengenannten Gründen die Zahlen für Kurzaufenthaltsbewilligungen, mit einer Erhöhung der Aufenthaltsbewilligungen wäre der SGB einverstanden. Regula Bühlmann.
SGB, 16.7.2018
Personen > Bühlmann Regula. Ausländerpolitik. SGB, 2018-07-16.
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17.02.2017 Bern
Emigranten
Unia Schweiz

Ausstellung
Fotos
Volltext
Eingewandert.ch. Wie wichtig ist die Nationalität von Menschen? Eine Fotoausstellung zum Thema Immigration, Integration, Identität im Museum für Kommunikation in Bern. Vom 17. Februar bis 26 März 2017. Akzeptanz im Alltag. Migration ist ein vielschichtiges und hochaktuelles Thema. Wie wichtig ist die Nationalität von Menschen und was entscheidet neben ihrer Herkunft über die Akzeptanz im Alltag? Interaktive Fotoausstellung. Sechs Fotografen und eine Fotografin setzen sich in einer interaktiven Fotoausstellung mit unterschiedlichen Facetten der Einwanderung in die Schweiz auseinander. Kann ich Schweizerinnen und Einwanderer auseinander halten? Wie viel Migration steckt in mir? Die Migrationskommission der Unia hat die Ausstellung unterstützt. Museumsnacht. Museum für Kommunikation, Helvetiastrasse 16, Bern. Rahmenprogramm. (alle Anlässe in deutscher Sprache). Workshop: Mehr als Knispen. Filmzyklus in der Cinématte Bern.
Unia Schweiz, 17.2.2017.
Unia Schweiz > Emigranten. Fotoausstellung. Unia Schweiz, 2017-0217.
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12.02.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Emigranten
SGB

Abstimmung
Einbürgerung
Volltext
Genugtuung über Ja zur dritten Generation. Das Ja zur erleichterten Einbürgerung der dritten Generation stärkt die Integration der Enkelgeneration. Mit Genugtuung nimmt der Schweizerische Gewerkschaftsbund davon Kenntnis, dass künftig Grosskinder von Zugewanderten erleichtert eingebürgert werden können. Dieser Schritt war überfällig. Profitieren davon können nur rund 3000 Personen pro Jahr. Für alle anderen Einbürgerungswilligen gelten weiterhin sehr hohe Anforderungen. Vielenorts gelten schärfere Bedingungen. Die deutlichen Ja-Mehrheiten in Kantonen wie Basel-Stadt, Graubünden, Waadt und Wallis mit heute relativ hohen Hürden langen Wohnsitzfristen für eine Einbürgerung lassen darauf schliessen, dass die Bevölkerung diese Hürden als allgemein zu restriktiv einschätzt. Die Regierungen dieser Kantone aber auch der Gemeinden müssen dort administrative Hürden senken, etwa spezielle kantonale und kommunale Wohnsitzfristen abschaffen oder hohe Gebühren senken. Denn die Einbürgerung ist ein wichtiger Motor für die Integration.
SGB, 12.2.2017.
SGB > Einbürgerung. Abstimmung Schweiz. SGB, 2017-02-12.
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04.02.2017 Schweiz
Emigranten
VPOD Schweiz

Einbürgerung
Resolution
Volltext
Selbstverständlich Ja! Resolution der VPOD-Migrationskommission. Olten, 4. Februar 2017. Am 12. Februar 2017 stimmen wir ab über die erleichterte Einbürgerung für Grosskinder von Eingewanderten. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind stark mit der Schweiz verbunden, sie sind hier zuhause. Eine Annahme der Verfassungsänderung sollte deshalb selbstverständlich sein. Dass wir überhaupt über so eine Vorlage abstimmen müssen, offenbart, dass den Migrantinnen und Migranten, die seit Generationen in unserem Land leben, arbeiten und Steuern zahlen, bis jetzt Anerkennung und Mitbestimmung verweigert werden. Die aktuelle Plakatkampagne aus dem SVP-Umfeld schürt Ängste und Islamophobie, indem sie uns suggeriert, dass die erleichterte Einbürgerung der Enkelkinder von Zugewanderten eine Gefahr der Überfremdung und ein Sicherheitsrisiko darstelle. Dies ist typisch für die rechtspopulistische Instrumentalisierung von Migrationsfragen, die von den realen politischen Problemen ablenken soll: vor allem von der Spar-, Abbau- und Steuersenkungspolitik, die bürgerliche und rechtspopulistische Parteien gemeinsam betreiben. Das Einbürgerungsverfahren soll gemäss dem zur Abstimmung stehenden Bundesbeschluss ohnehin nur für eine kleine Minderheit vereinfacht werden: Das entsprechende Umsetzungsgesetz sieht weiterhin strenge Auflagen vor, was die kulturelle und sprachliche Integration sowie die finanzielle Selbständigkeit betrifft. Von der erleichterten Möglichkeit zur Einbürgerung würden (...).
VPOD Schweiz, 4.2.2017.
VPOD Schweiz > Emigranten. Einbürgerung. Resolution. VPOD Schweiz, 2017-02-04.
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03.02.2017 ZH Kanton
Emigranten
Gewerkschaftsbund ZH Kanton

Einbürgerung
Volltext
Das Burka-Sujet der SVP überrascht mich nicht. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Als mich der Kollege vom kantonalen Gewerkschaftsbund vor zwei Wochen gefragt hat, ob ich bereit wäre eine Kolumne über die Initiative zur erleichterten Einbürgerung zu schreiben, bin ich erst einmal in Deckung gegangen. Warum sollte ausgerechnet ich diese Kolumne schreiben? Ich habe doch den Schweizer Pass seit meiner Geburt! Warum kann das nicht einer meiner beiden Bürokollegen übernehmen? Schon klar, denen sieht man den Migrationshintergrund nicht an, mir hingegen schon. Ja, genau: Ich geniesse das Privileg mehr als eine Kultur und mehr als ein Land sehr gut zu kennen. Deshalb bezeichne ich mich auch viel lieber als Schweizer mit Migrationsvorteil. Am besten gefällt mir jedoch Citoyen du Monde (Weltenbürger) – auch wenn wir mit all den Trumps, Höckes, Le Pens, Blochers, Orbans und all den neuen Mauern noch meilenweit von einem echten Völkerbund entfernt sind. Als selbsternanntem Weltenbürger ist es für mich natürlich nicht ganz einfach über die erleichterte Einbürgerung zu schreiben, da ich mir doch eine Welt ganz ohne Grenzen wünsche. Wer gewisse Bedingungen erfüllt, soll die Staatsbürgerschaft von mir aus schon nach zwei oder drei Jahren Aufenthalt in der Schweiz beantragen können. Aber kommt mir jetzt bitte nicht mit Integration: Ich hasse dieses Wort! (…).
Idris Djelid, Gewerkschaftssekretär Syndicom.
GBKZ, 3.2.2017.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Emigranten. Einbürgerung. GBKZ, 2017-02-03.
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02.02.2017 Schweiz
Emigranten
SGB

Einbürgerung
Volltext
Einbürgerungs-Hürden für Kinder der 3. Generation jetzt senken. Gefordert ist auch der liberale Freisinn. Hätten die Stimmberechtigten vor ein paar Wochen abgestimmt, wäre die erleichterte Einbürgerung für Personen der dritten Ausländergeneration deutlich angenommen worden. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Schliesslich sind die Betroffenen als Grosskinder von Zugewanderten hier geboren und damit schon lange Berner, Luzerner, St. Galler oder Schwyzer. Die unsägliche Burka-Kampagne bedroht nun das Selbstverständliche. Die neuste Umfrage der SRG zeigt zwar nach wie vor eine hohe Zustimmungsrate von 66%. Gegenüber der ersten Umfrage ging der Anteil jener, die bestimmt oder eher Ja stimmen wollen jedoch um 8% zurück. Das dürfte immer noch für ein Volksmehr reichen. Ob jedoch auch eine Mehrheit der Kantone Ja stimmt, ist bei diesem Trend fraglich. Die Detailauswertung der Umfrage bietet viele interessante Erkenntnisse. Etwa, dass sich der Nein-Anteil bei den Anhängerinnen und Anhängern der FDP gegenüber der ersten Umfrage verdreifacht hat. Hier ist der liberale Freisinn gefordert, diesen Trend zu kehren und der fremdenfeindlichen Kampagne von SVP-Glarner die Stirn zu bieten, so wie es die FDP bereits bei der Durchsetzungsinitiative geschafft hat. Einhalt gebieten muss sie insbesondere der Argumentation, dass sich der Bund nicht in die Kompetenz der Kantone einmischen dürfe. Denn Fakt ist, dass die Kantone auch bei der erleichterten Einbürgerung für Grosskinder von Zugewanderten angehört werden und Einspruch erheben können. (…). SGB, 2.2.2017.
SGB > Emigranten. Einbürgerung. SGB, 2017-02-02.
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30.01.2017 Schweiz
Emigranten
Personen
SGB
Ewald Ackermann
Einbürgerung
Volltext
Einbürgerung: Der Fall Kopp oder was Wohnsitzfristen auslösen. Pendeln – um nicht wieder von vorne beginnen zu müssen. Junge Erwachsene stellt das Einbürgerungsverfahren vor spezielle Probleme: Mit einem Bein in der Ausbildung, mit dem anderen im Beruf, sollen sie vor allem eines: mobil sein. Doch die langen kantonalen und kommunalen Wohnsitzfristen und das föderalistische Tohuwabohu machen ihnen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Wie zum Beispiel Daniel Kopp. Daniel Kopp arbeitet heute als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der ETH Zürich. Anfang 2011 verlegt der Deutsche, seit 21 Jahren in der Schweiz, seinen Wohnsitz berufshalber von Zürich nach Bern. Sein (normales) Einbürgerungsgesuch, schon lange geplant und wegen Aktuellerem stets verschoben, stellt er nach Abwarten der zweijährigen Wohnsitzfrist im Sommer 2013. Nach über zwei Jahren erst (!) beginnt das Prozedere zu rollen. Kopp aber hat inzwischen sein neues berufsbegleitend angepacktes Studium in Bern fertig – und eine neue gute Stelle in Zürich. Nun aber muss er seinen Wohnsitz in Bern behalten. Denn in Zürich müsste er das Einbürgerungsverfahren von vorne starten. Und erst noch zwei Jahre warten, weil dieser Kanton vor dem Einreichen des Gesuchs einen mindestens so langen ununterbrochenen Aufenthalt in einer Zürcher Gemeinde vorschreibt. Für Kopp folgen mehrere Monate erzwungenes Pendeln von Bern nach Zürich, bis die Einbürgerung unter Dach und Fach ist: erst nach fast drei Jahren, denn das Gesuch wurde verschlampt. (…). Ewald Ackermann. SGB, 30.1.2017.
Personen > Ackermann Ewald. Emigranten. Einbürgerung. SGB. 2017-01-30.
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25.01.2017 Schweiz
Emigranten
Personen
SGB
Paul Rechsteiner
Einbürgerung
Volltext
Einbürgerung: Ein Herz für Grosskinder. Ja zu einem bescheidenen Projekt. Welche Gefühle haben Sie für Ihre Grosseltern? Welche für Ihre Grosskinder? Die Einbürgerungsvorlage vom 12. Februar ist ein sehr bescheidenes Projekt. Fast beschämend bescheiden. Wenn die Grosseltern in die Schweiz kamen, vor langer Zeit, sollen die Enkel neu die Möglichkeit für eine erleichterte Einbürgerung erhalten. Nur am Rande: Auch der Grossvater von Donald Trump kam seinerzeit aus Deutschland in die USA. Erleichterte Einbürgerung heisst nicht etwa automatische Einbürgerung. Wer erleichtert eingebürgert werden will, muss noch immer alle Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen. Es braucht ein Gesuch, die Integration muss gelungen und die Steuern müssen bezahlt sein. Sind diese Voraussetzungen aber erfüllt, dann besteht neu von Bundesrechts wegen ein Anspruch auf Einbürgerung. So wie dies heute beispielsweise für Ehegattinnen oder Ehegatten von Schweizerinnen oder Schweizern gilt. Gibt es einen Grund dafür, die Enkel schlechter zu behandeln als Ehegatten von Schweizerinnen oder Schweizern? Trotzdem erleben wir derzeit, wie ein SVP-Komitee mit Burka-Plakaten gegen die Einbürgerungsvorlage hetzt. Mit dem Inhalt der Abstimmungsvorlage hat die Burka null und nichts zu tun. Die hetzerische Kampagne ist somit auch ein Test dafür, für wie dumm das SVP-Komitee die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger verkaufen kann.
Bei der Integration der vor langem hier eingewanderten Menschen ist die Schweiz (...). Paul Rechsteiner.
SGB, 25.1.2017.
Personen > Rechsteiner Paul. Einbürgerungen. SGB, 2017-01-25.
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13.01.2017 Kuba
USA
Emigranten
Granma

Emigration
Volltext
Erklärung der Revolutionären Regierung zur Migration. Kuba und die Vereinigten Staaten unterzeichnen ein Abkommen, das eine geregelte, sichere und geordnete Migration garantieren soll. Mit dieser Vereinbarung werden die Politik der „trockenen Füsse - nassen Füsse“ und das Programm zur vorläufigen Zulassung für kubanische Gesundheitsfachkräfte (Parole) beseitigt. Ein wichtiger Schritt zum Fortschritt bei den bilateralen Beziehungen fand an diesem 12. Januar mit der Unterzeichnung eines Abkommens zwischen den Regierungen Kubas und der Vereinigten Staaten statt, das am selben Tag in Kraft getreten ist und eine geregelte, sichere und geordnete Migration garantieren soll. Mit diesem Abkommen wird die allgemein unter dem Namen „trockene Füsse - nasse Füsse“ bekannte Politik und das Programm zur vorläufigen Zulassung für kubanische Gesundheitsfachkräfte (Parole) beseitigt, das Washington in Drittländern angewendet hat. Seit einigen Jahren war die Regierung Kubas ständig daran interessiert, ein neues Migrationsabkommen mit den Vereinigten Staaten zu beschliessen, um die schwerwiegenden Probleme zu lösen, die weiterhin, trotz der Existenz von bilateralen Abkommen in diesem Bereich, die Migrationsbeziehungen beeinträchtigten. Zum ersten Mal formalisierte Kuba diesen Vorschlag im Jahr 2002; er wurde aber vom damaligen Präsidenten George W. Bush zurückgewiesen. Es legte 2009 einen neuen Vorschlag für ein Migrationsabkommen vor, welcher 2010 aktualisiert und am 30. November 2015 erneut präsentiert wurde. (…).
Granma13.1.2017.
Granma > Emigration. USA. Granma, 2017-01-13.
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13.01.2017 Kuba
USA
Emigranten
Granma

Emigration
Volltext
Gemeinsame Erklärung der Regierungen Kubas und der Vereinigten Staaten. Die Republik Kuba und die Vereinigten Staaten von Amerika haben eine Übereinkunft erzielt, einen wichtigen Schritt in der Normalisierung der Migrationsbeziehungen zu tun, um eine regulierte, sichere und geordnete Einwanderung zu garantieren. Motiviert vom Interesse, die bilateralen Beziehungen zu normalisieren auf der Basis der Beachtung der geheiligten Vorsätze und Prinzipien der Charta der Vereinten Nationen einschliesslich derer, die mit der souveränen Gleichheit der Staaten, der Lösung der internationalen Kontroversen mit friedlichen Mitteln, dem Respekt vor der territorialen Integrität und der politischen Unabhängigkeit der Staaten, dem Respekt vor der Gleichstellung der Rechte und der Selbstbestimmung der Völker, der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten der Staaten und der Förderung und Stimulierung des Respekts vor den Menschenrechten und den fundamentalen Freiheiten aller in Beziehung stehen, Ermutigt durch die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen am 20. Juli 2015 auf der Basis des gegenseitigen Respekts und des politischen Willens, die bilateralen Beziehungen zu stärken und ein neues Verständnis zu verschiedenen Themen von gemeinsamem Interesse zu etablieren. Bewusst der Notwendigkeit, die geregelte Migration zu erleichtern, die beiden Ländern nützt und die irreguläre Einwanderung unattraktiv zu machen, Verpflichtet der Verhütung irregulärer Migration durch Verhinderung der riskanten Ausreisen (…).
Granma, 13.1.2017.
Granma > Emigration. USA. Granma, 2017-01-13-1.
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11.01.2017 Schweiz
Emigranten
Personen
VPOD Schweiz
Johannes Gruber
Einbürgerung
Emigranten
Volltext
Ja, sie gehören zu uns! Am 12. Februar 2017 stimmen wir ab über die erleichterte Einbürgerung für Grosskinder von Eingewanderten. Die betroffenen Kinder und Jugendlichen sind stark mit der Schweiz verbunden, sie sind hier zuhause. Eine Annahme der Verfassungsänderung sollte deshalb selbstverständlich sein. Kinder und junge Erwachsene, deren Grosseltern in die Schweiz eingewandert sind, gehören zu uns. Sie sind in der Schweiz geboren und bestens integriert. Mit der neu vorgesehenen Möglichkeit einer erleichterten Einbürgerung für diese tragen wir lediglich einer schon heute gelebten Realität Rechnung. Mit der Abstimmung am 12. Februar über den «Bundesbeschluss über die erleichterte Einbürgerung von Personen der dritten Ausländergeneration» soll die Verfassungsgrundlage für ein bereits im National- und Ständerat verabschiedetes Gesetz geschaffen werden, das jungen Ausländerinnen und Ausländern den Weg einer erleichterten Einbürgerung ermöglicht, ähnlich wie dies bereits heute für die Ehepartnerinnen und -partner von Schweizer Staatsangehörigen möglich ist. Das Einbürgerungsverfahren soll dabei nur vereinfacht werden: Das entsprechende Gesetz sieht weiterhin strenge Auflagen vor, was die kulturelle und sprachliche Integration sowie die finanzielle Selbständigkeit betrifft. Einbürgerungen erfolgen weiterhin nur auf Antrag. Die antragsberechtigte Personengruppe ist stark eingegrenzt: Die Person darf nicht älter als 25 Jahre sein, muss in der Schweiz geboren sein, hierzulande mindestens fünf Jahre eine obligatorische Schule besucht haben und eine Niederlassungsbewilligung besitzen. (…). Johannes Gruber.
VPOD Schweiz online, 11.1.2016.
VPOD Schweiz > Emigranten. Einbürgerung. VPOD Schweiz, 2017-01-11.
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05.01.2017 Schweiz
Emigranten
Personen
WOZ
Meriém Strupler
Einbürgerung
Volltext
Überfällig, aber mutlos. Am 12. Februar wird erneut über die vereinfachte Einbürgerung von AusländerInnen der dritten Generation abgestimmt. Es muss ein Ja werden. Welche Sportart wird offiziell nur in der Schweiz ausgeübt? Wer sich im Kanton Aargau einbürgern lassen will, muss das wissen. Ein Einbürgerungsverfahren ist aufwendig, kostet zwischen mehreren Hundert und 2000 Franken und hängt von den richtigen Antworten auf patriotische Fragen ab. Die konkreten Abläufe variieren dabei je nach Kanton und Gemeinde. Als Kind oder EhepartnerIn eines Schweizers oder einer Schweizerin kann man sich vereinfacht einbürgern lassen - das ist günstiger, und der allfällige Einbürgerungstest und eine allfällige Befragung der Bürgerkommission entfallen. Ob sich bald auch junge AusländerInnen der dritten Generation vereinfacht einbürgern lassen können, darüber wird am 12. Februar abgestimmt. Das Parlament hat für die Initiative „Ja zur dritten Generation“ einen entsprechenden Gesetzesentwurf ausgearbeitet. Dabei muss man glaubhaft machen können, dass mindestens ein Grosselternteil hier geboren wurde oder ein Aufenthaltsrecht besass. Zudem muss ein Elternteil in der Schweiz geboren sein und mindestens fünf Jahre hier die Schule besucht haben. Die Person selbst muss ebenfalls hier geboren sein, mindestens fünf Jahre zur obligatorischen Schule gegangen sein und unter 25 Jahre alt sein - damit sie, falls verpflichtet, keinesfalls den Militär- oder Zivildienst umgehen kann. Tritt das Gesetz in Kraft, dürfen aber während fünf Jahren auch die unter 35-Jährigen ein Gesuch stellen. (…). Meriém Strupler.
WOZ, 5.1.2017.
Personen > Strupler Meriém. Einbürgerungen. WOZ, 2017.01-05.
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12.12.2016 Schweiz
Emigranten
Unia Schweiz

Masseneinwanderungs-Initiative
Volltext
Umsetzung der Zuwanderungsinitiative. Neue Diskriminierungen verhindert, aber Arbeitnehmerschutz muss verbessert werden. Die Gewerkschaft Unia ist vom Beschluss des Parlaments zur Umsetzung der Zuwanderungsinitiative nur teilweise befriedigt. Positiv ist, dass keine neuen Kontingente eingeführt werden. Sie hätten zu Diskriminierungen auf dem Arbeitsmarkt, noch mehr Lohndruck und prekären Arbeitsverhältnissen geführt. Leider hat es das Parlament aber verpasst, die Umsetzung mit wirksameren Massnahmen zum Schutz der Arbeitnehmenden zu verknüpfen. Die Gewerkschaft Unia begrüsst, dass das Parlament bei der Umsetzung von Art. 121a der Bundesverfassung auf die Einführung von Kontingenten verzichtet hat. Die Unia hatte deren Wiedereinführung von Anfang an bekämpft. Denn Kontingente hätten die Personenfreizügigkeit in Frage gestellt und auf dem Arbeitsmarkt zu neuen Diskriminierungen für ganze Arbeitnehmergruppen und zu prekären Arbeitsverhältnissen geführt. Sie würden ausbeuterischen Missbräuchen, Lohndruck und Schwarzarbeit Tür und Tor öffnen. Keine Verbesserung beim Arbeitnehmendenschutz. Das knappe Ja zur Zuwanderungsinitiative kam wegen der Angst vieler Menschen um ihre Löhne, Arbeitsbedingungen und Arbeitsplätze zustande. Als einzige Altersgruppe stimmte ihr jene der 50- bis 59-Jährigen zu, die auf dem Arbeitsmarkt unter besonderem Druck steht. Das Parlament hat es verpasst, diesen Ängsten Rechnung zu tragen und den Schutz aller in der Schweiz tätigen Arbeitnehmenden und ihrer Arbeitsbedingungen zu verbessern. (…). Unia Schweiz, Medienmitteilung, 12.12.2016.
Unia Schweiz > Zuwanderungs-Initiative. Unia Schweiz, 2016-12-12.
Ganzer Text
01.12.2016 Schweiz
Emigranten
Unia Schweiz

Einwanderung
Stellenbewerbung
Volltext

Umsetzung der Zuwanderungsinitiative durch den Ständerat. Weitere Schutzmassnahmen bleiben nötig. Die Vorschläge des Ständerats zur Umsetzung der Zuwanderungsinitiative sind ungenügend. Die vorgesehene Pflicht für Arbeitgeber, vom RAV vermittelte Stellen¬suchende einzuladen und eine Ablehnung zu begründen, führt zwar zu einem gewissen „Arbeitslosenvorrang“. Dieser muss aber dringend mit weiteren Schutzmassnahmen kombiniert werden, insbesondere einem griffigen Kündigungsschutz. Die Gewerkschaft Unia begrüsst es, dass sowohl der National- wie der Ständerat bei der Umsetzung von Art. 121a der Bundesverfassung auf Kontingente verzichten. Die Unia hat diese von Anfang an bekämpft. Denn sie hätten die Personenfreizügigkeit und damit die bilateralen Beziehungen zur EU in Frage gestellt und zu neuen Diskriminierungen und prekären Verhältnissen auf dem Arbeitsmarkt geführt. Positiv ist zudem, dass die kleine Kammer die vom Nationalrat beschlossene Ausnahmeregelungen für Kurzaufenthalter bis neun Monate gekippt hat. Diese hätten prekäre Anstellungen massiv gefördert und zu einer neuen Form von Saisonnierstatut geführt. Beide Räte tragen aber den Sorgen der Arbeitnehmenden zu wenig Rechnung und haben es bisher versäumt, die in der Schweiz geltenden Arbeitsbedingungen wirksamer zu schützen. (Zu) kleine Verbesserungen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, Unia Schweiz, 2016-12-01.
Unia Schweiz > Emigranten. Einwanderung. Unia Schweiz, 2016-12-01.
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01.12.2016 Schweiz
Emigranten
SGB

Arbeitsmarkt
Volltext
SGB begrüsst die Stossrichtung des Ständerates – weitere Massnahmen nötig. SGB-Kommentar zum Ständerats-Entscheid zum Masseneinwanderungsartikel. Der SGB begrüsst den Entscheid des Ständerates zur Umsetzung des Art. 121a BV ("Masseneinwanderungs-Initiative"), eine nichtdiskriminierende Stellenmeldepflicht bzw. einen Arbeitslosenvorrang einzuführen. Eine Umsetzung des Masseneinwanderungsartikels muss mit den Bilateralen kompatibel sein. Sonst steigt der Druck auf die Löhne und die Arbeitsplätze. Ein Kontingentssystem ist nur schon deshalb keine Lösung. Doch auch unabhängig davon sind Kontingente abzulehnen. Sie führen zu Schwarzarbeit, prekären Arbeitsbedingungen und Lohndruck wie die Analysen des alten Kontingentssystems zeigen. Die Stellenmeldepflicht geht auf einen Vorschlag der Gewerkschaften zurück. Sie wird vor allem dazu führen, dass heute bei der Stellensuche benachteiligte Personen (ältere Arbeitnehmende, Wiedereinsteigerinnen u.a.) bessere Chancen erhalten. Bereits heute arbeiten in vielen Kantonen die Regionalen Arbeitsvermittlungszentren RAV mit den Arbeitgebern bei der Stellenvermittlung zusammen (z.B. in Zürich oder im Aargau). Die Erfahrungen sind mehrheitlich positiv - für alle Beteiligten. Keinem RAV-Vermittler käme es in den Sinn, den meldenden Arbeitgebern Stellensuchende vorzuschlagen, die für die Stellen nicht infrage kommen. Denn das würde die Akzeptanz der RAV-Vermittlung bei allen Beteiligten - bei den Arbeitgebern und den Stellensuchenden - rasch untergraben. (…). SGB, 1.12.2016.
SGB > Emigranten. Stellenmarkt. SGB, 2016-12-01.
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28.11.2016 Schweiz
Emigranten
Vorwärts

Einbürgerung
Volltext
Ja zur dritten Generation. Junge Menschen ohne Pass, die in der dritten Generation in der Schweiz leben, sollen erleichtert – nicht automatisch – eingebürgert werden. Der Abstimmungskampf dürfte trotz starker Verwässerung der Vorlage hart werden. Ein Ja, zu dem auch die Partei der Arbeit (PdA) aufruft, ist Pflicht. Noch bevor die jüngste Abstimmungsrunde vergangen war, wurde vom Komitee „Ja zur dritten Generation“ bereits die Kampagne für die nächste wichtige Abstimmung eröffnet. Am 12. Februar im nächsten Jahr sollen AusländerInnen der dritten Generation leichter eingebürgert werden können: Menschen, die in der Schweiz geboren und aufgewachsen sind – so wie mindestens ein Elternteil von ihnen – und die noch keinen Schweizer Pass besitzen, soll eine erleichterte Einbürgerung ermöglicht werden. Das überparteiliche Komitee bis nach rechts zur FDP fordert, dass „AusländerInnen der dritten Generation nicht mehr gleich behandelt werden dürfen wie solche der ersten Generation“. „Föderalistischer Unsinn“. Kommenden Februar wird über eine kleine Änderung des Artikels 38 der Bundesverfassung, der über den Erwerb und Verlust der Bürgerrechte bestimmt, entschieden. Das geltende Bundesrecht sieht bisher keine Einbürgerungserleichterungen für Kinder ausländischer Eltern vor. Der Verfassungsartikel hält fest, dass der Bund den Erwerb und den Verlust der Bürgerrechte durch Abstammung, Heirat und Adoption selbst regelt. Die Kompetenz zur Einbürgerung von AusländerInnen hingegen überlässt er weitgehend den Kantonen und beschränkt sich diesbezüglich auf den Erlass von Mindestvorschriften. (…). PdA Schweiz, 28.11.2016.
PdA > Emigranten. Einbürgerungen. PdA Schweiz, 2016-11-28.
Ganzer Text
22.11.2016 Schweiz
Emigranten
SGB

Einbürgerung
Volltext
Ein überzeugtes Ja zur „Enkelgeneration". Breite Allianz und Aufruf für die erleichterte Einbürgerung der dritten Generation. Nicht nur sie selbst, auch ihre Eltern sind bereits in der Schweiz geboren und aufgewachsen, schon ihre Grosseltern haben hier gelebt: die Schweiz ist ihre Heimat. Und dennoch müssen sie für eine Einbürgerung dieselben Hürden überwinden als wären sie selbst immigriert. Doch diese Absurdität soll bald der Vergangenheit angehören: Am 12. Februar 2017 stimmen wir über die erleichterte Einbürgerung der Enkelgeneration ab. Nach acht Jahren Beratung hat sich eine breite Mehrheit des Parlaments hinter das Anliegen gestellt, Ausländerinnen und Ausländern der Enkelgeneration, den Ausländerinnen und Ausländern der dritten Generation, die Einbürgerung zu erleichtern. Diese breite parteiübergreifende Allianz ist sich einig, dass Menschen, deren Eltern und Grosseltern bereits hier gelebt haben, zur Schweiz gehören und den Schweizer Pass einfacher erhalten sollen. Auch die Gewerkschaften, mit ihren zahlreichen ausländischen Mitgliedern die grösste Organisation von Migrantinnen und Migranten der Schweiz, unterstützen das Anliegen. Einen Antrag zur Einbürgerung wird es auch künftig noch brauchen – automatisch wird niemand eingebürgert. Aber die Hürden, die die Betroffenen vom Recht auf Mitbestimmung ausschliessen, werden deutlich gesenkt. (…).
SGB, 22.11.2016.
SGB > Emigranten. Einbürgerungen. SGB, 2016-11-22.
Ganzer Text
21.11.2016 Schweiz
Emigranten
VPOD Schweiz

Einbürgerung
Volltext
SGB-Einbürgerungsoffensive unterstützen! Kantone und Gemeinden sollen über Verschärfungen des Bürgerschaftsgesetzes informieren und zur Einbürgerung einladen. Die Verbandskommission Migration unterstützt die Einbürgerungsoffensive des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes – gerade angesichts einer fortgeschrittenen Entrechtung der Migrationsbevölkerung und einer weiterhin bedenklichen Stimmung gegenüber Zugewanderten. Es schadet unserem Land, dass Männern und Frauen, die offensichtlich zu uns gehören, grundlegende Rechte vorenthalten werden. Bereits seit 1. Oktober dieses Jahres ist die Umsetzungsgesetzgebung zur „Ausschaffungsinitiative“ in Kraft getreten, die schon bei geringfügigen Delikten einen Landesverweis für MigrantInnen vorsieht. Schon aus Gründen des Selbstschutzes ist für viele eine Einbürgerung sinnvoll. Ab 1. Januar 2018 werden die Kriterien für die Einbürgerung von armutsbetroffenen MigrantInnen verschärft. Die VPOD Migrationskommission fordert Kantone und Gemeinden auf, über die bevorstehenden Verschärfungen der Einbürgerungsgesetzgebung zu informieren und potentielle EinbürgerungskandidatInnen zur Einbürgerung einzuladen. Das bedeutet auch, ihnen verstehen zu geben, dass sie zu uns gehören und ihre Teilnahme am politischen Geschehen erwünscht ist. 2012 hat die Eidgenössische Kommission für Migrationsfragen geschätzt, dass 900‘000 hiesige „Ausländerinnen“ und „Ausländer“ die Anforderungen für eine Einbürgerung erfüllen. (…).
VPOD Schweiz, 21.11.2016.
VPOD Schweiz > Emigranten. Einbürgerungen. Initiative. VPOD, 2016-11-21.
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09.11.2016 Schweiz
Emigranten
SGB

Kontingentssystem
Saisonnierstatut
Volltext
Kontingentsystem war unmenschlich und wirtschaftlich schädlich. SGB-Broschüre liefert Fakten zu Ausländerkontingenten und Saisonnierstatut. Erbärmliche Unterkünfte, Ghettoisierung, demütigende Gesundheitskontrollen bei der Einreise, erpressbar durch den Arbeitgeber, weil Stellenwechsel nicht erlaubt war: Eine neue SGB-Broschüre beschreibt die menschliche Härte des 1934 eingeführten Saisonnierstatuts. Dazu gehörte auch das Verbot des Familiennachzugs, dessen Folge versteckte, weil illegale Kinder waren. Sie wurden zwar vornehm als “Gastarbeiter" bezeichnet, doch gefragt an den Gästen war nur ihre Arbeitskraft. "Wir riefen Arbeiter, und es kamen Menschen", formulierte 1965 Max Frisch. Da war der Begriff “Fremdarbeiter" ehrlicher, er brachte diese Reduktion immigrierter Menschen auf ihre Arbeitskraft auf den Punkt. In der Broschüre legen drei von Ralph Hug befragte ehemalige Saisonniers Zeugnis ab. Gleichzeitig belegen Daniel Lampart und Franziska Bender in der Publikation auch den wirtschaftlichen Schaden der Kontingentierung: Die Saisonniers waren deutlich schlechter bezahlt. Lohndumping war toleriert, wenn nicht gewollt. Mit den bekannten Folgen, vor allem: Druck auf alle Löhne. Trotz oder vielmehr gerade wegen der Kontingente gab es viel Schwarzarbeit, insbesondere in der Landwirtschaft, im Bau- und Ausbaugewerbe. Das staatliche Rotationsprinzip, das eine Integration der Saisonniers verhindern wollte, verhinderte primär eine Kontinuität in der Arbeitsorganisation, blockte Teamgeist ab, schränkte Innovation ein und führte zu Produktivitätsrückständen. (…). SGB, 9.11.2016.
SGB > Saisonnierstatut. Kontingente. SGB, 2016-11-09.
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22.09.2016 Schweiz
Emigranten
Nationalrat
Unia Schweiz

Einwanderung
Personenfreizügigkeit
Volltext
Unia begrüsst den Verzicht auf Kontingente bei der Umsetzung der Zuwanderungsinitiative. Arbeitnehmende müssen besser geschützt werden. Der heutige Beschluss des Nationalrats zur Umsetzung der Zuwanderungsinitiative ist nur zum Teil befriedigend. Zu begrüssen ist, dass er auf diskriminierende Kontingente verzichtet, wie dies die Gewerkschaften schon immer forderten. Es fehlen aber Vorschläge, wie die Arbeitnehmenden besser vor Missbräuchen geschützt werden können. Hier muss der Ständerat dringend nachbessern. Der Verzicht des Nationalrates auf Kontingente ist ein Schritt in die richtige Richtung. Denn Kontingente, dies zeigt die Vergangenheit, haben zu Diskriminierung, Schwarzarbeit und prekären Arbeitsbedingungen geführt. Zudem sind sie nicht vereinbar mit der Personenfreizügigkeit und den Bilateralen Verträge. Sie vergrössern die Abhängigkeit der betroffenen Arbeitnehmenden von ihrem Arbeitgeber, öffnen damit Missbräuchen erst recht Tür und Tor und setzen die Arbeitsbedingungen und Löhne aller unter Druck. Meldepflicht als Feigenblatt. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 22.9.2016.
Unia Schweiz > Einwanderung. Kontingente. Unia Schweiz, 2016-09-22.
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21.06.2016 VD Kanton
Emigranten
Regierungsrat
Unia VD Kanton

Einbürgerung
Regierungsrat
Volltext
Einbürgerung von Migrant/innen. „Partizipationskultur“: Kanton Waadt geht mit gutem Beispiel voran. Anfang 2018 tritt das neue Bürgerrechtsgesetz in Kraft. Im Hinblick darauf hat der Regierungsrat des Kantons Waadt alle Einwohner/innen ohne Schweizer Pass, welche die Voraussetzungen erfüllen, eingeladen, noch vorher Einbürgerungsgesuche zu stellen. Nach der Basler und der Genfer manifestiert damit auch die Waadtländer Regierung eine Partizipationskultur gegenüber Migrant/innen, von denen auch andere Kantone lernen könnten. In der Schweiz leben rund 900‘000 Menschen, die sich einbürgern lassen könnten, weil sie schon über 12 Jahre hier leben. Rund 180‘000 sind hier geboren, rund 120‘000 sind als Kinder oder Jugendliche in unser Land gekommen. Sie prägen unsere Gesellschaft und sind Teil von ihr. Es müsste im ureigensten Interesse der Schweiz liegen, möglichst viele von ihnen als mündige, aktive Bürger und Bürgerinnen zu gewinnen. Dazu aber braucht es eine Partizipationskultur, die den Migrant/innen vermittelt, dass sie willkommen sind, zur Schweiz gehören und ihre Einbürgerung erwünscht ist. Das hat jetzt auch der Bundesrat in seiner Antwort zu einer Interpellation von Ständerat Paul Rechsteiner Ende Mai bestätigt: „Der Bundesrat hat ein generelles Interesse daran, dass sich alle hier lebenden Personen mit der Schweiz und ihren Institutionen verbunden fühlen (…). Der Bundesrat begrüsst es, wenn die zuständigen Behörden der Gemeinden, der Kantone sowie des Bundes die ausländische Bevölkerung über die Möglichkeit zur Einbürgerung informieren.“ Kantone als Vorreiterinnen. (…).
Unia VD Kanton, Medienmitteilung, 21.6.2016.
Unia VD Kanton > Einbürgerungen. Regierungsrat VD Kanton. Unia VD Kanton, 2016-06-21.
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01.04.2016 Schweiz
Emigranten
VPOD-Magazin

Einbürgerung
Secondo
Volltext
SGB fordert Secondas und Secondos zur Einbürgerung auf. Den Pass anpassen? Nach dem Erfolg gegen die Durchsetzungsinitiative ruft der SGB die Secondas und Secondos ohne Schweizer Pass auf, sich jetzt ernsthaft mit einer Einbürgerung auseinanderzusetzen. Für all jene, die ohne Schweizer Pass in der Schweiz leben, hätte die Durchsetzungsinitiative eine eigentliche Entrechtung bedeutet. Das ist vom Tisch. Doch auch so ist die Lage ungemütlich. Auch ohne Durchsetzungsinitiative droht Secondas und Secondos mit ausländischer Staatsangehörigkeit im Fall der Fälle neben der strafrechtlichen Verurteilung eine Zusatzstrafe: die Ausweisung in ein Land, das sie womöglich gar nicht kennen. Deshalb fordert der SGB die Betroffenen dazu auf, sich jetzt zum Thema Einbürgerung Gedanken zu machen. SGB-Präsident Paul Rechsteiner rief die Eltern ohne Schweizer Pass dazu auf, „alles in ihrer Möglichkeit Stehende zu tun, damit ihre Kinder das Schweizer Bürgerrecht erwerben, sobald sie die Voraussetzungen dafür erfüllen“. Er forderte die Städte und Gemeinden auf, entsprechende Aktionen durchzuführen. Laut Unia-Präsidentin Vania Alleva liegt es im ureigenen Interesse einer Demokratie, möglichst die gesamte Bevölkerung als mündige, aktive Bürgerinnen und Bürger zu gewinnen. Dieser Stärkung der Zivilgesellschaft stünden allerdings die strengen Einbürgerungsregeln und unterschiedliche Verfahren entgegen. (…). SGB.
VPOD-Magazin, April 2016.
VPOD-Magazin > Einbürgerungen. Secondos. VPOD-Magazin, 2016-04-01.
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03.03.2016 Brig
Emigranten
Personen
Work
Sabine Reber
Saisonnierstatut
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Gianni Infantino (45) hat es ganz nach oben geschafft: Vom Migranten-Bub zum Fifa-Boss. Die Geschichte des obersten Fussballers der Welt beginnt am Briger Bahnhof. Auf Perron 1. Dort, wo einst die Saisonniers aus Italien ausstiegen. Für die berüchtigte grenzsanitarische Untersuchung. Gianni Infantino kam im März 1970 in Brig zur Welt. Drei Monate später, im Juni, stimmte die Schweiz über die fremdenfeindliche Schwarzenbach-Initiative ab. Diese wollte den Ausländeranteil auf zehn Prozent senken. 300‘000 Menschen hätten ausreisen müssen. Es hätte auch die Infantinos treffen können. Koffer gepackt. Giannis Eltern, Maria und Vincenzo, waren beide 1952 unabhängig voneinander in die Schweiz eingereist, auf der Suche nach Arbeit. Mamma Maria Infantino (81) erinnert sich. Alle Ausländer in Brig hätten damals ihre Siebensachen gepackt gehabt: „Da haben wir wirklich gezittert. Wir haben uns riesige Sorgen um unsere Zukunft gemacht.“ Umso grösser sei dann die Erleichterung gewesen, als die Initiative abgelehnt worden sei. 54 Prozent der Schweizer Bevölkerung hatten damals Nein gestimmt. Und auch die Infantinos konnten bleiben. Die Saisonniers trafen sich am Abstimmungsabend beim Bahnhof Brig und feierten. Auf dem Perron 1. Mamma Maria: „Oh, das war ein Fest. Wir waren so froh, dass wir bleiben durften!“ Auf dem Perron 1. Auf dem Perron 1 kamen sie damals an, die Saisonniers aus Italien. Dort mussten sie den grenzsanitarischen Dienst passieren. Kolonnen von Männern mit nackten Oberkörpern mussten (…). Sabine Reber.
Work online, 3.3.2016.
Personen > Reber Sabine. Sport. Fifa-Präsident. Work online, 2016-03-03.
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