Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 6

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
17.12.1997 Schweiz
GBI
Neue Gewerkschaft
Personen
Vererna Bürcher
Arbeitszeit
Landesmantelvertrag
Nachtarbeit
Rentenalter
Volltext

LMV: Die gewerkschaftlichen Berufskonferenzen des Bauhauptgewerbes stimmten einem Kompromiss zu. Einigung im Baugewerbe. Das gewerkschaftliche Minimalziel ist erreicht, der Landesmantelvertrag im Bauhauptgewerbe wurde trotz anhaltend schwieriger Wirtschaftslage in der Bauwirtschaft insgesamt kaum verschlechtert. Doch er enthält auch keine zukunftsgerichteten Verbesserungen, die einen Beitrag zur Beschäftigungssicherung und zur Qualifikation in der krisengeschüttelten Branche leisten. Ein kleiner Schritt vorwärts, ein kleiner zurück - so könnte der LMV-Kompromiss umschrieben werden. In geregelter Form kann die Arbeitszeit auf dem Bau nochmals flexibler werden, dies teilweise kompensiert mit einer kleinen Arbeitszeitverkürzung in den Landgebieten. Massive weitergehende Wünsche der Baumeister konnten abgewendet werden. Doch eine spürbare Arbeitszeitverkürzung für alle als Beitrag zur Beschäftigungssicherung konnten die Gewerkschaften nicht erreichen. Ähnlich beim Lohn: Zwar konnten die Baumeister ihr Abbaupaket nicht durchsetzen. (...). Verena Bürcher.

Neue Gewerkschaft, 17.12.1997.
GBI > Landesmantelvertrag. 17.12.1997.doc.

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17.12.1997 Schweiz
Neue Gewerkschaft
Personen
Hans Schäppi
Nachtarbeit
Volltext
Arbeitsgesetz: Eine Vorlage mit Tücken. Nach dem Abstimmungssieg vom 1. Dezember 1996 formulierte der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) Kriterien für eine rasche Revision des Arbeitsgesetzes, welche den Argumenten im Abstimmungskampf Rechnung trägt Er forderte erstens einen Zeitzuschlag für alle, welche in der Nacht und am Sonntag arbeiten müssen. Zweitens verlangte er einen Verzicht auf die bewilligungsfreien Sonntage, drittens eine massive Reduktion der Überzeiten und viertens keine Verschiebung der Tag-Nachtgrenze auf 23 Uhr. Nachdem in der Eidgenössischen Arbeitskommission kein Kompromiss zwischen den Sozialpartnern möglich war, hat die Wirtschaftskommission (WAK) des Nationalrates einen eigenen Vorschlag entworfen, der bereits am 19. Dezember behandelt werden soll. Was ist davon zu halten? Erste Feststellung: Der Abstimmungssieg vom 1. Dezember 1996 hat seine Wirkung gehabt: Die bewilligungsfreien Sonntage sind vom Tisch, und die WAK-Vorlage enthält den Zeitzuschlag von 10 Prozent für Nachtarbeit, was etwa sechs bis sieben Freischichten entspricht. Die gesetzliche Verankerung des Zeitzuschlags bedeutet einen wichtigen Schritt nach vorn, den die Arbeitgeber mit allen Mitteln und Tricks zu verhindern suchten. Hier zeigt sich, dass das Drängen auf eine rasche Revision richtig war, denn nur so konnte der Abstimmungssieg Wirkung zeigen. Einige Jahre später wäre wohl das Nachtarbeitsverbot für Frauen kompensationslos gefallen. (…).
Hans Schäppi, Vizepräsident GBI.
Neue Gewerkschaft, 17.12.1997.
Personen > Schaeppi Hans. Nachtarbeit. Neue Gewerkschaft, 1997-12-17.
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14.03.1995 Schweiz
Frauen
Neue Gewerkschaft
Personen
Eva Ecoffey
Nachtarbeit
Volltext
Frauennachtarbeit. Blanker Zynismus. Nach wie vor wird in der Schweiz die Gleichstellung von Frau und Mann vor allem dort zügig vorangetrieben, wo sie die Situation der Frauen verschlechtert. So läuft es gegenwärtig in der Revision des Arbeitsgesetzes. In der Industrie sollen Männer und Frauen fortan zu den gleichen Bedingungen Nachtarbeit leisten „dürfen“. Bundesrat und Arbeitgeberlobby argumentieren, dass sich Nacht- und Sonntagsarbeit zwar bedauerlicherweise negativ auf die Gesundheit auswirke, dass dies aber nicht geschlechtsspezifisch sei. Ausserdem arbeiteten ja in den anderen Sektoren bereits heute mehr Frauen als Männer in der Nacht und am Sonntag, so dass die Sonderregelung für Industriearbeiterinnen nicht gerechtfertigt sei. Die Behauptung, die Schädlichkeit der Nachtarbeit sei nicht geschlechtsspezifisch, wird von der gesellschaftlichen Realität widerlegt. Es ist erwiese, dass Nachtschichtarbeiterinnen durchschnittlich weniger Stunden schlafen können als ihre männlichen Kollegen, weil sie rundum Schicht arbeiten. Nachts in der Fabrik und tagsüber zu Hause. Die meisten Frauen, die Nachtschicht arbeiten, wählen ja diese Arbeitsform gerade deshalb, weil sie am Tage zu den Kindern schauen und den Haushalt besorgen müssen. Aus dem gleichen Grund weisen diese Arbeitnehmerinnen auch grössere gesundheitliche Schäden auf als nachtschichtarbeitende Männer. Nachtarbeit in der Industrie ist meistens monotone, unqualifizierte Arbeit. De facto werden Frauen in der Nachtschicht gebraucht, weil sie immer noch weniger verdienen und daher billiger arbeiten. (…). Eva Ecoffey.
Neue Gewerkschaft, 14.3.1995.
Personen > Ecoffey Eva. Nachtarbeit. Frauen. Neue Gewerkschaft, 1995-03-14.
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15.02.1994 Schweiz
Frauen
Neue Gewerkschaft
Personen
Bettina Kurz
Nachtarbeit
Verbot
Volltext
Gravierende Verschlechterungen für Frauen. Die bundesrätliche Vorlage zur Teilrevision des Arbeitsgesetzes bringt zwar einige minimale Verbesserungen für alle in der Nacht Arbeitenden (Gesundheitsvorsorge und Zeitbonus von 10 Prozent) - die Verschlechterungen für die Frauen sind jedoch so gravierend, dass die. Frauenkommission des SGB diese Vorlage entschieden ablehnt. Nachtarbeit und Lohngleichheit. Das Nachtarbeitsverbot für Frauen soll auf Druck der Arbeitgeber aufgehoben werden. Die Gewerkschaften haben sich gegen diese Aufhebung gewehrt und die Befürchtung geäussert, dass Frauen als „billige“ Arbeitskräfte in der Nacht beschäftigt werden sollen. Denn immerhin verdienen Frauen real nach wie vor einen Drittel weniger als Männer. Dass diese Befürchtung nicht grundlos war, zeigt nun die Vorlage des Bundesrates. Er hat es nämlich unterlassen, die Bewilligung von Nachtarbeit an den Nachweis der Lohngleichheit und der Gleichstellung von Frau und Mann zu knüpfen, wie dies der SGB und die Frauenorganisationen gefordert hatten. Schwangerschaft und Mutterschaft. Laut Gesetzesvorlage dürfen schwangere Arbeitnehmerinnen acht Wochen vor der Geburt nicht nachts arbeiten und haben Anspruch auf eine gleichwertige Tagesarbeit oder, wenn dies nicht möglich ist, auf achtzig Prozent des Lohnes. Im Gegensatz dazu haben Nachtarbeiterinnen und Nachtarbeiter, die in dieselbe Situation kommen, Anspruch auf hundert Prozent des Lohnes. Für Wöchnerinnen ist gar ein Arbeitsverbot ohne Einkommensgarantie vorgesehen. Dass das keine Lösung sein kann, weiss auch der SGB. Er verlangt deshalb, (...). Bettino Kurz
Neue Gewerkschaft, 15.2.1994.
Personen > Kurz Bettina, Frauen. Nachtarbeit. Neue Gewerkschaft, 1994-02-15.
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31.08.1993 Schweiz
Neue Gewerkschaft
Personen
Pepo Hofstetter
Nachtarbeit
Volltext
Nachtarbeit für Frauen, bewilligungsfreier Zweischichtbetrieb: Der bundesrätliche Vorschlag für eine Revision des Arbeitsgesetzes enthält viel Sprengstoff. Zankapfel Zeitbonus. Noch bis Ende September können Kantone und interessierte Organisationen SteIlung beziehen zu einem Vorschlag des Bundesrates, das Nachtarbeitsverbot für Frauen in der Industrie zu streichen und dafür eine Zeitgutschrift für alle nachts Arbeitenden einzuführen. Die „Neue Gewerkschaft“ hat sich bei Gewerkschafterinnen und Arbeitgebern umgehört. Neue Runde in der Auseinandersetzung um die Nachtarbeit von Frauen in der Industrie: Auf Ende Februar 1993 hatte der Bundesrat das Übereinkommen Nr. 89 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gekündigt, welches ein striktes Nachtarbeitsverbot für Frauen enthielt. Jetzt will er die Nachtarbeit über eine Revision des Arbeitsgesetzes neu regeln. Viel ist dabei von Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frau und Mann die Rede. Doch dahinter steht vor allem die Absicht, billige, aber handfertige weibliche Arbeitskräfte für die gesundheitsschädliche Arbeit während der Nacht zu rekrutieren. Der bundesrätliche Vorschlag. Der Vorschlag beinhaltet unter anderen folgende Änderungen: Als Nachtarbeit gilt neu die Arbeit zwischen 23 und 6 Uhr (bisher: 20 bis 6 Uhr). Sie bleibt bewilligungspflichtig. Die Arbeit zwischen 6 und 23 Uhr hingegen - und damit neu der Zweischichtbetrieb - ist bewilligungsfrei. Alle Arbeitnehmerlnnen (mit Ausnahme von Schwangeren acht Wochen vor und (…).  Pepo Hofstetter.
Neue Gewerkschaft, 31.8.1993.
Personen > Hofstetter Pepo. Nachtarbeit. Neue Gewerkschaft, 1993-08-31.
Ganzer Text
31.08.1993 Schweiz
Arbeitsgesetz
Frauen
Neue Gewerkschaft
Personen
Catarina Demund
Pepo Hofstetter
Daniel Nordmann
Hans Schäppi
Nachtarbeit
Volltext
Zulagen

Nachtarbeit für Frauen, bewilligungsfreier Zweischichtbetrieb: Der bundesrätliche Vorschlag für eine Revision des Arbeitsgesetzes enthält viel Sprengstoff. Zankapfel Zeitbonus. Noch bis Ende September können Kantone und interessierte Organisationen Stellung beziehen zu einem Vorschlag des Bundesrates, das Nachtarbeitsverbot für Frauen in der Industrie zu streichen und dafür eine Zeitgutschrift für alle nachts Arbeitenden einzuführen. Die „Neue Gewerkschaft“ hat sich bei GewerkschafterInnen und Arbeitgebern umgehört. Neue Runde in der Auseinandersetzung um die Nachtarbeit von Frauen in der Industrie: Auf Ende Februar 1993 hatte der Bundesrat das Übereinkommen Nr. 89 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) gekündigt, welches ein striktes Nachtarbeitsverbot für Frauen enthielt. Jetzt will er die Nachtarbeit über eine Revision des Arbeitsgesetzes neu regeln. Viel ist dabei von Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frau und Mann die Rede. Doch dahinter steht vor allem die  Absicht, billige, aber handfertige weibliche Arbeitskräfte für die gesundheitsschädliche Arbeit während der Nacht zu rekrutieren. (...). Pepo Hofstetter

Neue Gewerkschaft, 31.8.1993.
Personen > Hofstetter Pepo. Nachtarbeit für Frauen, 31.8.1993.doc.

Hofstetter Pepo. Nachtarbeit für Frauen. 31.8.1993.pdf

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