Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 13

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18.10.2019 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Daniel Lampart
AHV
Existenzgrundlage
Volltext
Dank AHV: Berufstätige haben viel mehr Geld zum Leben. Die AHV hat in den letzten zwanzig Jahren kein zusätzliches Geld gebraucht. Aller Schwarzmalerei zum Trotz reichte das 1999 eingeführte zusätzliche Mehrwertsteuerprozent bis heute. Weil die Babyboomer in Rente gehen, ist in den kommenden Jahren wieder eine Finanzspritze nötig. Gemäss den Schätzungen des SGB wäre die AHV aber 2030 mit rund 4,7 statt wie heute 4,2 Lohnprozenten (Anteil der Arbeitnehmenden) weiterhin bestens finanziert. Die Banken und Versicherungen verunsichern hingegen die Bevölkerung mit Schreckensmeldungen. Wegen der „Schieflage“ der Altersvorsorge, sei „Eigeninitiative momentan der einzig gangbare Weg“, so die Credit Suisse. Diese Propaganda-Offensiven sind mehr als durchsichtig. Die Banken und Versicherungen wollen möglichst viele Produkte der dritten Säule verkaufen. Denn damit machen sie Geld. An der AHV verdienen sie hingegen nichts. Im Gegenteil: Die Topverdiener in den Teppichetagen der Banken zahlen viel mehr in die AHV ein, als sie je an Rente erhalten werden. Damit die Normalverdiener und Normalverdienerinnen mehr Rente haben. Weil das Leben teurer geworden ist, müssen die Renten wieder steigen. Der SGB schlägt eine 13. AHV-Rente vor. Diese ist für Normalverdienende viel günstiger als eine dritte Säule. Weil die Topverdiener und die Arbeitgeber die AHV-Renten der Malerin und des Verkäufers mitfinanzieren. In der dritten Säule sind sie hingegen ganz auf sich alleine gestellt. Sie müssen alle Beiträge selber zahlen. Und die Banken machen mit der dritten Säule Gewinne. (…).  Daniel Lampart.
Work, 18.10.2019.
Personen > Lampart Daniel. AHV. Existenzgrundlage. Work, 2019-10-18.
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29.11.2018 Griechenland
Armut
Generalstreik
Gewerkschaften

Armut
Existenzgrundlage
Generalstreik
Volltext
Wut auf Armutsdiktat. Griechenland: Generalstreik gegen neuen Haushaltsplan der Regierung. Protest zeigt den wahren Zustand des Landes. Ein Generalstreik legte am Mittwoch das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahm. Der Protest gegen den neuen Haushaltsplan der Regierung unter Alexis Tsipras zeigt, dass sich die Lage der Griechen seit dem in Brüssel mit falschem Optimismus verkündeten Ausstieg aus dem sogenannten Hilfsprogramm der EU-Kommission nicht einen Deut gebessert hat. Die Masse der elf Millionen Griechen steht auch in diesem Winter unter schwerem finanziellen Druck. Die meisten Wohnungen in den Großstädten werden unbeheizt bleiben, für Nahrung und Kleidung werden die Menschen in den kommenden Monaten noch weniger ausgeben können als in den Vorjahren. Zum Widerstand aufgerufen hatten alle Dachverbände der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes und der Privatwirtschaft. Auch die Kommunistische Partei (KKE) sowie der kommunistische Gewerkschaftsverband PAME (Militante Arbeiterfront) forderten die Bevölkerung auf, ihren Zorn auf die Straße zu tragen. Alle öffentlichen Transporte, einschliesslich der Fährschiffe zu den Inseln, stellten ihren Betrieb für 24 Stunden ein. In Athen konzentrierte sich der Protest auf den zentralen Syntagma-Platz vor dem Parlament und den Omonia-¬Platz, wo Tausende Menschen die Anhebung des Mindesteinkommens auf 750 Euro verlangten. Der Mindestlohn war in den vergangenen Jahren im Rahmen des von Brüssel verhängten Massnahmen auf unter 600 Euro im Monat gedrückt worden. (…).
Junge Welt, 29.11.2018.
Junge Welt > Griechenland. Generalstreik. Armut. Junge Welt, 2018-11-29.
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30.12.2017 Kuba
Junge Welt

Existenzgrundlage
Sozialpolitik
Volltext
Im 60. Jahr der Revolution. Soziale Gerechtigkeit und kultureller Fortschritt – in Kuba gibt es jede Menge zu feiern. In Havanna wird das neue Jahr am Sonntag um Mitternacht traditionell mit 21 Salutschüssen von der Festung San Carlos de la Cabaña über der Hafeneinfahrt begrüsst. Kuba feiert am Montag zugleich den 59. Jahrestag des Sieges der Revolution. Die Parteizeitung Granma wird dann mit der Zeile „Año 60 de la Revolución“ im Titel erscheinen. Am 1. Januar 1959 hatte Fidel Castro der kubanischen Bevölkerung vom Balkon des Rathauses von Santiago de Cuba aus versprochen, dass künftig alle ein Recht auf Bildung, Gesundheitsversorgung und Teilhabe am sozialen Leben haben würden. Eine Woche später zog der Revolutionsführer – nach einem Triumphzug über die Insel – an der Spitze der siegreichen Rebellenarmee in der Hauptstadt ein. In den folgenden Jahren setzte die revolutionäre Regierung mit einer Agrarreform, der Alphabetisierungskampagne, dem Bau von Schulen, Universitäten, Kranken- und Kulturhäusern das Versprechen Castros Stück für Stück um. Nach der Revolution hat Kuba sich von einem der rückständigsten Länder der Region, in dem mehr als die Hälfte der Kinder keine Schule besuchten und jedes Jahr Tausende von ihnen an Armut, Hunger und Krankheiten starben, zu einem in vielen Bereichen weltweit anerkannten Vorbild entwickelt. In den UN-Statistiken zur sozialen Entwicklung, der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Versorgung mit Ärzten und medizinischem Personal oder der Verteilung von (…).
Junge Welt, 30.12.2017.
Junge Welt > Kuba. Sozialpolitik. Junge Welt, 2017-12-30.
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15.04.2017 Deutschland
Armut
Junge Welt

Existenzgrundlage
HartzIV
Volltext
Jobcenter bleiben hart. Die Zahl der Hartz-IV-Sanktionen ist minimal zurückgegangen. Milder im Umgang mit ihren Klienten sind Jobcenter aber nicht geworden. Am Dienstag vor Ostern ging die Schlagzeile durch die Medien: „Jobcenter verhängen weniger Sanktionen.“ Danach sei die Zahl der Bestrafungen so niedrig wie zuletzt 2012, weil sich weniger Hartz-IV-Beziehende „geweigert“ hätten, einen Job anzunehmen. Hintergrund ist die neue Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA). Ist also alles gar nicht so dramatisch? Ein Blick auf die Zahlen macht schnell deutlich: Es ist nur die halbe Wahrheit. Laut BA kürzten die 408 Jobcenter im vergangenen Jahr rund 940‘000mal die als Existenzminimum deklarierte Grundsicherung. Das waren 40‘000 Sanktionen weniger als 2015. Ein Viertel der Strafen betraf 15- bis 24jährigen. In knapp jedem zwölften Fall hatten Betroffene ein „Angebot“ für eine Massnahme oder einen Job ablehnt. Ein Jahr zuvor gab es etwa 5‘000 solcher Einzelfälle mehr. Ein weiteres Zehntel der Sanktionierten hatte eine Auflage in der Eingliederungsvereinbarung nicht erfüllt, etwa eine bestimmte Anzahl von Bewerbungen nachzuweisen. Damit sank die Zahl der aus diesem Grund verhängten Strafen um 7‘000 auf 94‘000. Zudem kürzten Jobcenter 20‘500mal Leistungen wegen Abbruchs einer Massnahme oder „unwirtschaftlichen Verhaltens“, etwa so oft wie 2015. Für diese „Pflichtverstösse“ gibt es drei Monate lang einen ersatzlosen Abzug von 30 Prozent. Mehr als drei Viertel der Kürzungen hagelte es erneut wegen (…). Susan Bonath.
Junge Welt, 15.4.2017.
Junge Welt > HartzIV. Existenzminimum. Junge Welt, 2017-04-15.
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03.03.2017 Deutschland
Armut
Neues Deutschland

Armut
Existenzgrundlage
Volltext
Hilfe statt Statistikerstreit. Grit Gernhardt über weiter steigende Armutszahlen in einem reichen Land. Statt sich mit der Bekämpfung der Ursachen zu beschäftigen, wird hierzulande gern über Berechnungsgrundlagen diskutiert. Gilt nun als arm, wer über weniger als 60 Prozent des Medianeinkommens verfügt, oder nur der, der sich nicht jeden Tag ein warmes Essen leisten kann? Ist gesellschaftliche Teilhabe von Schulkindern mit einem kleinen Zuschuss zur Klassenfahrt ermöglicht oder erst, wenn alle Lehrbücher kostenlos bereitgestellt werden? Für die Betroffenen sind diese Fragen keine theoretischen Erwägungen oder politische Verhandlungsmasse, sondern fast unlösbare praktische Probleme. Deswegen ist es umso bedauerlicher, dass sich die Sozialverbände, die den Armutsbericht herausgeben und aktuell wieder steigende Armutszahlen vermelden, jedes Jahr aufs Neue gegen Angriffe wirtschaftsnaher Statistiker und neoliberaler Medien wehren müssen. Die praktischen Vorschläge - Umverteilung von oben nach unten, mehr Geld für Bildung, sozialer Wohnungsbau etc. -, die politische Konsequenzen und vor allem finanziellen Einsatz nach sich ziehen würden, werden dagegen ungern diskutiert. Das wird sich im Bundestagswahljahr aber nicht ganz vermeiden lassen, denn die Union steht unter Druck durch die sich abzeichnende sozialpolitische Kampagne des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Für die Millionen Betroffenen ist zu hoffen, dass auf die Statistikdiskussion endlich konkrete Hilfen folgen. Grit Gernhardt.
Neues Deutschland, 3.3.2017.
Neues Deutschland > Armut. Neues Deutschland, 2017-03-03.
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28.02.2017 Deutschland
Armut
Junge Welt

Existenzgrundlage
HartzIV
Volltext
Verfassungs- und völkerrechtswidrig. Hartz-IV-Sanktionen in Karlsruhe auf dem Prüfstand. Erwerbslosenverein liefert Expertise. Der Sozialverein Tacheles hat in einer Stellungnahme für das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) Hartz-IV-Sanktionen scharf kritisiert. Die Kürzungen des Existenzminimums verstiessen gegen das Grundgesetz, die Behindertenkonvention, die Sozialcharta der Europäischen Union (EU) und das Völkerrecht. Dies habe Tacheles auf 79 Seiten anhand von Beispielen dargelegt, informierte Vorstandsmitglied Harald Thomé am Montag. Das Papier will der Verein in der kommenden Woche auf seiner Internetseite veröffentlichen. Tacheles berät seit vielen Jahren erwerbslose und aufstockende Bezieher von Hartz IV und Sozialhilfe. Die Karlsruher Richter hatten den Wuppertaler Verein für ein aktuell laufendes Verfahren als sachverständigen Dritten bestellt. Stellung beziehen sollte er zu einem Vorlagebeschluss, mit dem sich das Sozialgericht Gotha vergangenes Jahr an das BVerfG gewandt hatte. Die Thüringer Sozialrichter bezeichnen darin Sanktionen ebenfalls als verfassungswidrig. Sie hebelten die Menschenwürde, das Sozialstaatsgebot, das Verbot der Zwangsarbeit sowie die Grundrechte auf körperliche Unversehrtheit und freie Berufswahl aus. Es handelt sich bereits um den zweiten Anlauf des Sozialgerichts in der Sache. Einen ersten Vorlagebeschluss der Kammer hatten die Verfassungsrichter ein Jahr nach dem Einreichen im Mai 2016 aus formellen Gründen abgewiesen. (…). Christina Müller.
Junge Welt, 28.2.2017.
Junge Welt > HartzIV. Existenzgrundlage. Junge Welt, 2017-02-28.
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25.01.2017 Deutschland
Junge Welt

Existenzgrundlage
HartzIV
Volltext
Härte gegen die Schwachen. Hartz-IV-Leistungen ein Grundrecht? Ach was, weniger geht immer. Was aus Tausenden „sanktionierten“ Menschen wird, ist der Regierung egal. Hartz IV sichert die menschenwürdige Existenz gerade noch ab. Zu diesem Schluss kam vor zweieinhalb Jahren das Bundesverfassungsgericht (BVerfG). Zu einem Ende der Sanktionen führte das nicht: Wer nicht pariert, dem wird das „Gerade-noch“-Minimum verwehrt. Laut aktueller Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) waren von Oktober 2015 bis September 2016 jeden Monat im Schnitt 7.300 Menschen sogar vollständig sanktioniert: Weil sie zu wenige Bewerbungen nachgewiesen oder Jobs abgelehnt hatten, erhielten sie ein Vierteljahr lang weder Geld zum Leben noch für Miete und Heizung. Was aus den Betroffenen geworden ist, weiss die Bundesregierung nicht. Das erklärte sie in einer am Wochenende veröffentlichten Antwort. Der Regierung sei offenbar „das Schicksal der Betroffenen völlig egal“, rügte Fragestellerin Katja Kipping (Die Linke). Sozialverbände verweisen seit langem auf Zusammenhänge zwischen steigender Obdachlosigkeit und den repressiven Strafen der Jobcenter. Schätzungen zufolge tendiert die Anzahl der Betroffenen derzeit gen eine halbe Million. Erkenntnisse fehlen der Regierung auch hierzu, wie sie kürzlich einräumte. Sie pocht auf den Erhalt der Strafen. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) rechtfertigte das Vorgehen mehrfach gegenüber JW damit, dass Sanktionierte im Bedarfsfall schliesslich (…). Christina Müller.
Junge Welt, 25.1.2017.
Junge Welt > HartzIV. Existenzgrundlage. Junge Welt, 2017-01-25.
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25.01.2017 Deutschland
Armut
Junge Welt

Armut
Existenzgrundlage
Junge Welt
Volltext
Butterwegge und Schneider gegen Armut. Linke-Präsidentschaftskandidat und Wohlfahrtsverbandschef diskutieren Neoliberalismus. Ulrich Schneider kann auch überraschen. Nein, die 15 Prozent der tatsächlich Armen in der Republik machten ihm noch nicht die grössten Sorgen. Hätten „nur“ die mit der Not zu kämpfen, dann müsste es 85 Prozent der Bevölkerung ja recht gut gehen, so der Chef des Paritätischen Wohlfahrtsverbands. Doch leider sei die Situation in der BRD eine andere. „40 Prozent der Bevölkerung besitzen nichts, oder sie haben Schulden angehäuft. Diese Menschen leben oft von der Hand in den Mund.“ Allerdings werde das von der Presse oder der Politik nur selten wahrgenommen. Lieber berausche man sich an immer neuen ökonomischen Höchstzahlen. „Aber dieses Feiern geht brutal an der Realität vorbei.“ Am Montag abend stellte Schneider sein neues Buch „Kein Wohlstand für alle!?“ in Berlin vor. Unterstützt wurde er vom Politikwissenschaftler Christoph Butterwegge, der als Kandidat der Partei Die Linke für das Amt des Bundespräsidenten antritt. Zwischen beiden entspann sich ein Dialog über die bewusst herbeigeführten Verwerfungen in der Bundesrepublik. Schneider erklärte, es brauche eine „Revolution in den Köpfen“, um wieder zu einer sozialeren Gestaltung der Politik zu kommen. Der Bevölkerung seien „neoliberale Denkschablonen“ eingehämmert worden. „Der Begriff Wettbewerb ist dafür ein Beispiel. Wettbewerb sei immer gut, Wettbewerb trage immer zu höherer Qualität bei. (…). Johannes Supe.
Junge Welt, 25.1.2017.
Junge Welt > Armut. Existenzgrundlage. Junge Welt, 2017-01-25.
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13.12.2016 Schweiz
AHV
Personen
SGB
Doris Bianchi
Existenzgrundlage
Lebenshaltungskosten
Volltext
Altersvorsorge 2020 nur mit AHV-Erhöhung auf Kurs. SGB begrüsst Standhalten des Ständerats. Die Arbeitnehmenden sind in der Schweiz mit Blick auf ihre Altersvorsorge zunehmend verunsichert. Die Frage, ob ihre AHV- und Pensionskassen-Renten für ein anständiges Leben ausreichen werden, bietet immer mehr Anlass zur Sorge. Denn das Rentenniveau der Zweiten Säule ist am Sinken und auch die AHV-Renten halten mit der Lohnentwicklung nicht mehr mit. Der SGB begrüsst es, dass der Ständerat den Provokationen aus dem Nationalrat standgehalten hat und nicht auf die automatische Rentenaltererhöhung auf 67 Jahre eingetreten ist. Positiv ist auch, dass der Ständerat die Sorgen der Arbeitnehmenden im Vergleich zum Nationalrat höher gewichtet und daran festhält, die rückläufigen Pensionskassen-Renten zu einem Teil über bessere AHV-Renten zu kompensieren. Die Anhebung der AHV-Renten um 70 Franken pro Monat sowie die Verbesserung der AHV-Renten der Ehepaare sind angesichts des sinkenden Rentenniveaus in der Zweiten Säule nötig. Beide Massnahmen sind zudem mit 0,3% Lohnbeiträgen effizient und gerecht finanziert. Die Stabilisierung des Rentenniveaus ausschliesslich mittels Massnahmen in der Zweiten Säule, so wie es der Nationalrat wünscht, würde Leute mit tiefen und mittleren Einkommen viel mehr kosten (Sparbeiträge) und vor allem auch Firmen aus Niedriglohnbranchen übermässig belasten. Und das Minderheitsmodell des Ständerats würde den künftigen Rentnerinnen und Rentnern tiefere Renten bringen als das Ständeratsmodell. Und auch hier wäre die Beitragslast deutlich höher. (…). Doris Bianchi.
SGB, Medienmitteilung, 13.12.2016.
Personen > Bianchi Doris. AHV. Lebenshaltungskosten. SGB, 2016-12-13.
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23.09.2016 Deutschland
Armut
Einkommen
Junge Welt

Armut
Existenzgrundlage
Junge Welt
Noch viel mehr Arme. Laut Statistischem Bundesamt steigt die Armutsgefährdungsquote weiter an. Dabei werden etliche Menschen aus der Statistik rausgerechnet. Arm sein ist ganz und gar nicht sexy – auf gegenteilige ¬Ideen können nur hochbezahlte Staatsbedienstete kommen, die alles unter Marketinggesichtspunkten bewerten und für die „Armut“ lediglich ein abstrakter Begriff ist. Wer sich, selbst wenn er mit dem Hauptstadtflughafen BER Deutschlands teuerste Langzeitbaustelle geschaffen hat, keine Sorgen um seine monatlichen Bezüge zu machen braucht wie Klaus Wowereit (SPD), der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, dem gehen solche Floskeln leicht über die Lippen. Wer allerdings nach der Anhebung der Hartz-IV-Bezüge um wenige Euro, die am Mittwoch beschlossen wurde, noch immer nicht weiss, wie er am Ende des Monats das Abendbrot bezahlen soll, kann über solche Phrasen nicht mal mehr müde lächeln. Und Deutschland wird immer ärmer, zumindest ein Grossteil der Bevölkerung. Am Donnerstag veröffentlichte das statistische Bundesamt neue Zahlen zur Armutsgefährdung. Diese ist bedenklich gestiegen in den vergangenen zehn Jahren: In Nordrhein-Westfalen galten im vergangenen Jahr 17,5 Prozent der Einwohner als arm – das ist ein Anstieg um 3,1 Prozentpunkte im Vergleich zu 2005. In den Stadtstaaten Berlin und Bremen sieht es sogar noch schlimmer aus: Jeder vierte bis fünfte gilt hier als arm. Und auch die Bundesländer, in denen die Armutsgefährdung überdurchschnittlich gesunken ist, wie Mecklenburg-Vorpommern (21,7 Prozent), Sachsen-Anhalt (20,1 Prozent) oder (…). Claudia Wrobel.
Junge Welt, 23.9.2016.
Junge Welt > Deutschland. Armut. Junge Welt. 2016-09-23.
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25.02.1997 Schweiz
Einkommen
Neue Gewerkschaft

Existenzgrundlage
Volltext
„Das Existenzmaximum“ - Grundlagen für eine zukunftsfähige Schweiz. Wieviel braucht der Mensch zum Leben? Die Gesellschaften in den Industrieländern haben ihr Existenzmaximum längst überschritten - abspecken tut im globalen Interesse not. So lautet die unbequeme Botschaft eines kürzlich erschienenen Buches. Es ist weniger ein Aufruf zur Askese als vielmehr eine gut aufbereitete, kommentierte Faktenfülle zu Themen wie Umwelt, Arbeit, Nord-Süd-Verhältnis. Fünf Jahre nach dem Uno-Umweltgipfel von Rio tritt die Diskussion um einen nachhaltigen Lebensstil an Ort. 1992 haben die Regierungen der Industrieländer Massnahmen für eine markante Drosselung des C02-Ausstosses und einen verantwortungsvolleren Umgang mit Energie in Aussicht gestellt. Doch die Thematik ist wie vom Tisch: Globalisierung der Weltwirtschaft, Stellenabbau und Arbeitslosigkeit halten die Länder des Nordens in Atem. Um so wichtiger sind in dieser Situation Publikationen wie das Buch „Das Existenzmaximum. Grundlagen für eine zukunftsfähige Schweiz“ von Anna Sax (Erklärung von Bern). Peter Haber und Daniel Wiener (Oekomedia. Basel). Die drei Autorinnen gehen darin der Frage nach, wieviel Wohlstand eigentlich weltverträglich ist. Unzimperlich stellen sie fest. dass ohne einschneidende Veränderungen im Lebensstil des reichsten Viertels der Menschheit die Sicherung einer gemeinsamen. planetaren Zukunft mehr als zweifelhaft ist. Selbst dann nicht, wenn es uns auf individueller Ebene gelingen sollte, noch sparsamer zu leben, noch mehr wiederzuverwerten und noch effizientere Technologien zu entwickeln. (…).
Neue Gewerkschaft, 25.2.1997.
GBI > Existenzmaximum. Buchbesprechung. Neue Gewerkschaft, 1997-02-25.
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01.10.1974 Frankreich
Frauen
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Josef Hermann
Existenzgrundlage
Frauen
Volltext
Frankreichs Frauen im Rentenschatten. Ein Haushalt unter vieren wird in Frankreich von einer Witwe geführt. 300‘000 unter ihnen sind weniger als 50 Jahre alt. Die demographische Entwicklung, die Todeshäufigkeit der Männer, der Umstand dass die Menschen heute viel früher heiraten, bringen es mit sich, dass das Risiko der Frauen, ihre Männer frühzeitig zu verlieren, viel grösser geworden ist als es vor zwei Jahrzehnten noch war. Ist die Witwenschaft ein nationales Problem? Es ist auf jeden Fall ein soziales Problem und im Hinblick auf den Stress des modernen Lebens, den Unfällen an der Arbeitsstelle und im Verkehr, keine Fatalität mehr. Die Lebenserwartung betrug zu Beginn dieses Jahrhunderts 35 Jahre, sie hat sich heute auf 68 Jahre erhöht. Ein Ableben vor dieser Altersgrenze ist also nicht normal. Die Statistik aber berichtet, dass die Todeshäufigkeit der Männer in Frankreich um 30 Prozent höher ist als jene der Frauen und in der Altersgruppe zwischen 35 und 60 Jahren steigt die Differenz sogar auf mehr als 50 Prozent. Viele Frauen finden sich heute also relativ frühzeitig den grossen Schwierigkeiten gegenüber, die der frühzeitige Tod des Gatten mit sich bringt. Anderseits aber haben sich auch die Familienausgaben wesentlich erhöht. Um die Jahrhundertwende war ein Kind mit 12 Jahren wirtschaftlich unabhängig oder fast. Die Witwe wird aber nicht, wie es in früheren Zeiten selbstverständlich war, von der Familie unterstützt. (…). Josef Hermann.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 10, Oktober 1974,
Personen > Hermann Josef. Frankreich. Frauen. Existenzgrundlage. Rundschau, Oktober 1974.
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13.04.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der

Existenzgrundlage
Lebenshaltungskosten
Volltext
Die Lebenshaltung. Als Ergebnis der Haushaltungsstatistik des Schweizerischen Arbeitersekretariats ist im Kommissionsverlag von Hambrecht in Olten kürzlich ein Buch erschienen unter dem Titel „Die Lebenshaltung schweizerischer Arbeiter und! Angestellter vor dem Kriege". „Vor dem Kriege?" werden die meisten Leser fragen. "Was sollen wir jetzt damit anfangen, da die Nachkriegszeit mit ihren hohen Lebensmittelpreisen und einem rücksichtslosen Lohnabbau uns das Leben so schwer macht? Eine solche Publikation zehn Jahre nach der statistischen Erhebung hat nur sehr bedingten Wert, besonders, wenn in diesem Dezennium sich einer der schrecklichsten Weltkriege abgespielt hat, der von einer unerhörten Wirtschaftskrise gefolgt ist, die alle bisher geltenden Lebensbedingungen des Volkes, Löhne und Lebensmittelpreise und damit die ganze Lebenshaltung der Arbeiter von Grund! aus verändert hat." Ein solcher Einwand hat eine gewisse Berechtigung. Derartige Erhebungen sollen ohne Verzug verarbeitet und ihre Resultate veröffentlicht werden, wenn sie nicht ganz bedeutend an Interesse verlieren und zu rein geschichtlichen Dokumenten werden sollen. Genosse Greulich weiss das natürlich so gut wie ein anderer. Er erklärt deshalb im Vorwort des Buches die Gründe, welche die starke Verzögerung der Publikation herbeiführten, und verweist darauf, dass trotz dieser Verzögerung die Erhebung des Schweizerischen Arbeitersekretariats von 1912 wiederholt Arbeiten dienstbar gemacht wurde, welche nicht nur für die (…).
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 13.4.1923.
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der > Lebenshaltungskosten. Gemeindearbeiter, 1923-04- 13.
Ganzer Text
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