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Anzahl gefundene Artikel: 12

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01.03.2017 Schweiz
Einkommen
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Ergänzungsleistungen
Volltext
Allianz wehrt sich gegen Abbau bei den Ergänzungsleistungen (EL). Quasi eine Pflegeversicherung. Kein Abbau bei den Ergänzungsleistungen (EL): Mit diesem Appell ist eine breit verankerte Allianz an die Öffentlichkeit getreten. Sie wehrt sich gegen Sparübungen auf dem Buckel der Schwächsten. Dringend anpassungsbedürftig sind die Mietzinsmaxima. Ursprünglich waren sie, als sie 1965 beschlossen wurden, als Übergangsinstrument gedacht: Ergänzungsleistungen sollten nur so lange fliessen, bis AHV und IV für alle die Existenzsicherung garantieren. Es kam anders: Trotz erster und zweiter Säule steigen die Ausgaben für die EL an - sie hat für die Älteren die Rolle einer Pflegeversicherung übernommen, zumal seit 1987 auch Heim und Spitex daraus bezahlt werden können. Bei der IV sind es heute schon 45 Prozent, die auf EL angewiesen sind (bei der AHV: I2 Prozent). Die Unterschiede zu einer Versicherung: Die EL sind via Steuern und somit sozial finanziert. Aber es handelt sich um eine Bedarfs-leistung - der Anspruch muss nachgewiesen werden, wenn auch weniger aufwendig als bei der Sozialhilfe. Das festgelegte Mindesteinkommen ist das höchste, das im Schweizer Sozialstaat zur Anwendung kommt. Auf dem Buckel der Schwachen. Die „Allianz Ergänzungsleistungen“ umfasst Behinderten-, Senioren-, Frauen-, Arbeitnehmenden- und Mieterorganisationen. Sie will verhindern, dass die EL, dieser wichtige Pfeiler des Sozialstaats, von dem heute 320‘000 Personen profitieren, geschwächt werden. Deshalb bekämpft sie die in der Revision des Ergänzungsleistungsgesetzes (ELG) vorgesehenen (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin. März 2017.
Personen > Schlatter Christoph. Ergänzungsleistungen. VPOD-Magazin 2017-03-01.
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26.11.2016 Deutschland
Einkommen
Junge Welt

Altersrente
Volltext
Die Armutsrente ist sicher. Arbeitsministerium will Altersbezüge bei 46 Prozent des Nettoeinkommens halten, Ostrenten, sollen auf Kosten der Jüngeren steigen. Eins war lange vor Verkündung der Ergebnisse des Koalitionsgipfels zur Rente am Freitag klar: Das Niveau der gesetzlichen Rente wird weiter absinken, zugleich werden die Beiträge auch künftig nach oben gehen. Ein Ende der fortgesetzten Enteignung der Bürger durch immer neue Rentenkürzungen war nicht zu erwarten. Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) stellte am Freitag in Berlin das in ihrem Haus gemeinsam mit Vertretern von Wirtschaft, Gewerkschaften und Sozialverbänden erarbeitete Rentenkonzept vor, obwohl es beim Treffen der Spitzen der Regierungsparteien nicht komplett akzeptiert worden war. Dem Plan zufolge soll erstens das Rentenniveau bis zum Jahr 2045 nicht unter 46 Prozent sinken. Das Rentenniveau beschreibt, wie hoch eine »Standardrente« nach 45 Beitragsjahren im Verhältnis zum Durchschnittseinkommen der Erwerbstätigen im selben Jahr ist. Zweitens dürfen die Beiträge zur Rentenkasse dem Konzept zufolge nicht 25 Prozent des Einkommens überschreiten. Derzeit liegt das Rentenniveau bei knapp 48 und der Beitragssatz bei 18,7 Prozent. Ein Stopp des Sinkflugs beim Rentenniveau sei aber nicht zum „Nulltarif“ zu haben, sagte Nahles. Daher will sie ab 2030 einen „Demographiezuschuss“ einführen, der aus Steuermitteln gezahlt werden und bis 2040 auf 2,5 Prozent der Rentenausgaben anwachsen soll. (…). Jana Frielinghaus.
Junge Welt, 26.11.2016.
Junge Welt > Einkommen. Altersrente. Junge Welt, 2016-11-26.
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23.09.2016 Deutschland
Armut
Einkommen
Junge Welt

Armut
Existenzgrundlage
Junge Welt
Noch viel mehr Arme. Laut Statistischem Bundesamt steigt die Armutsgefährdungsquote weiter an. Dabei werden etliche Menschen aus der Statistik rausgerechnet. Arm sein ist ganz und gar nicht sexy – auf gegenteilige ¬Ideen können nur hochbezahlte Staatsbedienstete kommen, die alles unter Marketinggesichtspunkten bewerten und für die „Armut“ lediglich ein abstrakter Begriff ist. Wer sich, selbst wenn er mit dem Hauptstadtflughafen BER Deutschlands teuerste Langzeitbaustelle geschaffen hat, keine Sorgen um seine monatlichen Bezüge zu machen braucht wie Klaus Wowereit (SPD), der ehemalige Regierende Bürgermeister von Berlin, dem gehen solche Floskeln leicht über die Lippen. Wer allerdings nach der Anhebung der Hartz-IV-Bezüge um wenige Euro, die am Mittwoch beschlossen wurde, noch immer nicht weiss, wie er am Ende des Monats das Abendbrot bezahlen soll, kann über solche Phrasen nicht mal mehr müde lächeln. Und Deutschland wird immer ärmer, zumindest ein Grossteil der Bevölkerung. Am Donnerstag veröffentlichte das statistische Bundesamt neue Zahlen zur Armutsgefährdung. Diese ist bedenklich gestiegen in den vergangenen zehn Jahren: In Nordrhein-Westfalen galten im vergangenen Jahr 17,5 Prozent der Einwohner als arm – das ist ein Anstieg um 3,1 Prozentpunkte im Vergleich zu 2005. In den Stadtstaaten Berlin und Bremen sieht es sogar noch schlimmer aus: Jeder vierte bis fünfte gilt hier als arm. Und auch die Bundesländer, in denen die Armutsgefährdung überdurchschnittlich gesunken ist, wie Mecklenburg-Vorpommern (21,7 Prozent), Sachsen-Anhalt (20,1 Prozent) oder (…). Claudia Wrobel.
Junge Welt, 23.9.2016.
Junge Welt > Deutschland. Armut. Junge Welt. 2016-09-23.
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16.09.2016 Schweiz
Einkommen
Personen
SGB
Doris Bianchi
AHV
Ergänzungsleistungen
Volltext
Bundesrat verschlechtert Ergänzungsleistungen – Nur höhere AHV-Renten helfen. SGB-Kommentar zum Sparkurs bei den Ergänzungsleistungen. Bund und Kantone wollen auf dem Buckel der ärmsten Rentnerinnen und Rentner fast eine halbe Milliarde Franken sparen. Diese Pläne hat der Bundesrat am Freitag mit der Botschaft zur Reform der Ergänzungsleistungen (EL) dem Parlament vorgelegt. Dort drohen den EL-Bezügerinnen und EL-Bezügern noch härtere Massnahmen. Denn die bürgerlichen Parteien forderten in der Vernehmlassung einen viel schärferen Sparkurs als der Bundesrat nun vorschlägt. Damit wird eine Erhöhung der AHV-Renten umso dringlicher. Sonst kommen die bedürftigsten Rentnerinnen und Rentner immer mehr unter die Räder. Der Bundesrat hat dem Druck der Kantone und der bürgerlichen Parteien nachgegeben und will nun auch bei den EL eine Sparübung durchziehen. Dies wird vor allem die rund 50'000 EL-Bezüger hart treffen, die von den EL die Krankenkassenprämien vergütet erhalten. Denn hier schlägt der Bundesrat Kürzungen der Krankenkassenprämien-Rückerstattung von bis zu 40% vor. Künftig soll nicht mehr die höhere Durchschnittsprämie zurückerstattet werden, sondern der viel tiefere Ansatz der kantonalen Individuellen Prämienverbilligung. (…). Doris Bianchi.
SGB, 16.9.2016.
Personen > Bianchi Doris. Ergänzungsleistungen. Bundesrat. SGB, 2016-09-16.
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17.06.2016 Schweiz
Einkommen
Personen
Vorwärts
Thomas Schwendener
Grundeinkommen
Volltext
Faulenzen und Burnout: Über Lohnarbeit und Arbeitsmoral. Wie zu erwarten war, wurde die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen vom Schweizer Stimmvolk mit fast 80 Prozent abgelehnt. Im Zentrum der Diskussion um das Vorhaben stand die Frage des Zusammenhangs von Arbeit und Einkommen in der kapitalistischen Gesellschaft. Ein Debattenbeitrag zur Senkung der Arbeitsmoral. Darf man einer aktuellen Studie der Universität Oxford glauben schenken, dann wird sich die Ersetzung von menschlicher Arbeitskraft durch Computertechnologie in den nächsten Jahrzehnten nochmals beschleunigen. In zwanzig Jahren wird es Berufe wie TaxifahrerIn, KassiererIn oder BuchhalterIn aller Wahrscheinlichkeit nach nicht mehr geben, so die WissenschaftlerInnen. Allein für die Schweiz mit ihren 4,2 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen prognostiziert die Studie einen Abbau von mehreren 100‘000 Stellen. Man muss kein Apokalyptiker sein, um bei dieser Perspektive zu befürchten, dass ungemütliche Zeiten auf uns zukommen. Doch wieso? Eigentlich wäre es doch eine gute Nachricht, dass in Zukunft Maschinen mühselige Arbeit übernehmen und darum Zeit für sinnvollere Tätigkeiten freimachen könnten. Dummerweise leben wir im Kapitalismus und in diesem stellt Lohnarbeit für die allermeisten Menschen die einzige Einkommensquelle dar. Nur darum ist die Nachricht vom Verschwinden von Jobs eine Schreckensmeldung. Denn unter den herrschenden Bedingungen bedeuten solche Entwicklungen mehr Arbeitslose, mehr Konkurrenz um (…). Thomas Schwendener.
Vorwärts, 17.6.2016.
Vorwärts > Grundeinkommen. Lohnarbeit. Vorwärts, 2016-06-17.
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13.02.2015 Schweiz
Einkommen
Personen
Vorwärts
Thomas Schwendener
Einkommensverhältnisse
Volltext
Umverteilung als Skandal. Eine kürzlich erschienene Studie legt dar, dass in der Schweiz die untersten Einkommen nach der staatlichen Umverteilung mehr Geld zur Verfügung haben als mittlere Saläre. Die Initlantlnnen der Untersuchung wollen den „Mittelstand“ auf Kosten der Ärmsten sanieren. Eine neue Studie der Ökonomin Monika Engler sieht für den in der Schweiz so innig geliebten „Mittelstand“ düstere Zeiten. Diese strebsame und fleissige politische Zielgruppe habe nach dem staatlichen Transfer von Geld und Sachleistungen weniger zur Verfügung als die untersten Einkommensschichten. Nach der staatlichen Umverteilung verfüge eine Person mit einem Jahreslohn von rund 12‘000 Franken über ein Einkommen von 66‘800 Franken und sei damit stärker aufgestellt als eine Person, die ein Einkommen zwischen 35‘000 und 100‘000 Franken erziele. Stark wirke die Umverteilung auch zwischen Teilzeit- und Vollzeitstellen. Ein kinderloser Haushalt mit einem Vollzeitsalär von 105‘000 Franken verfüge über ein Einkommen von 66‘000 Franken, während ein Haushalt mit einem Teilzeitsalär von 32‘000 Franken nach dem staatlichen Eingriff über 72‘000 Franken verfüge. Die Fondation CH2048. In Auftrag gegeben hat die Studie die Fondation CH2048, die sich als Reaktion auf die Abzocker- und die Zuwanderungsinitiative gegründet hat. (…). Thomas Schwendener.
Vorwärts, 13.2.2015.
Vorwärts > Einkommensverhältnisse. Vorwärts, 13.2.2015.
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10.05.2013 Schweiz
Einkommen
Löhne
Personen
SGB
Work
David Gallusser
Ralph Hug
Daniel Kopp
Daniel Lampart
Ausbeutung
Einkommensverhältnisse
Mindestlöhne
Volltext

Neues „rotes Büchlein“ des SGB: Harte Facts zur Ungerechtigkeit. So unsozial ist die Schweiz. Löhne, Steuern und Abgaben: Wer wissen will, wie ungleich die Schweiz geworden ist und weshalb, findet die Antworten in der neuen SGB-Broschüre zur Verteilungsgerechtigkeit. Fakten und nützliche Grafiken über Einkommen, Löhne, Abzockerei und Millionäre, die schamlos zulangen: Die neue Publikation des SGB zur Verteilungsgerechtigkeit bietet knallharte Einsichten auf 70 Seiten. Ziel der Analyse war es, die finanzielle Lage der Arbeitnehmenden zu skizzieren. Das Resultat nennt der SGB „erschreckend“. (...). Ralph Hug.

Work, 10.5.2013.
Personen > Hug Ralph. Einkommensverhältnisse. SGB. 2013-05-10.

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25.02.1997 Schweiz
Einkommen
Neue Gewerkschaft

Existenzgrundlage
Volltext
„Das Existenzmaximum“ - Grundlagen für eine zukunftsfähige Schweiz. Wieviel braucht der Mensch zum Leben? Die Gesellschaften in den Industrieländern haben ihr Existenzmaximum längst überschritten - abspecken tut im globalen Interesse not. So lautet die unbequeme Botschaft eines kürzlich erschienenen Buches. Es ist weniger ein Aufruf zur Askese als vielmehr eine gut aufbereitete, kommentierte Faktenfülle zu Themen wie Umwelt, Arbeit, Nord-Süd-Verhältnis. Fünf Jahre nach dem Uno-Umweltgipfel von Rio tritt die Diskussion um einen nachhaltigen Lebensstil an Ort. 1992 haben die Regierungen der Industrieländer Massnahmen für eine markante Drosselung des C02-Ausstosses und einen verantwortungsvolleren Umgang mit Energie in Aussicht gestellt. Doch die Thematik ist wie vom Tisch: Globalisierung der Weltwirtschaft, Stellenabbau und Arbeitslosigkeit halten die Länder des Nordens in Atem. Um so wichtiger sind in dieser Situation Publikationen wie das Buch „Das Existenzmaximum. Grundlagen für eine zukunftsfähige Schweiz“ von Anna Sax (Erklärung von Bern). Peter Haber und Daniel Wiener (Oekomedia. Basel). Die drei Autorinnen gehen darin der Frage nach, wieviel Wohlstand eigentlich weltverträglich ist. Unzimperlich stellen sie fest. dass ohne einschneidende Veränderungen im Lebensstil des reichsten Viertels der Menschheit die Sicherung einer gemeinsamen. planetaren Zukunft mehr als zweifelhaft ist. Selbst dann nicht, wenn es uns auf individueller Ebene gelingen sollte, noch sparsamer zu leben, noch mehr wiederzuverwerten und noch effizientere Technologien zu entwickeln. (…).
Neue Gewerkschaft, 25.2.1997.
GBI > Existenzmaximum. Buchbesprechung. Neue Gewerkschaft, 1997-02-25.
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13.12.1988 Schweiz
Einkommen
Solothurner AZ

Vermögen
Volkseinkommen
Volltext
Das statistische Volkseinkommen wuchs 1987 etwas langsamer als bisher. Insgesamt 226 Milliarden Franken „verdient“. Das Volkseinkommen ist in der Schweiz im Jahr 1987 verlangsamt gewachsen. Es belief sich nach den Berechnungen des Bundesamtes für Statistik (BfS) auf 226 Milliarden Franken bei einer nominellen Zuwachsrate von noch 4,3 Prozent nach 5,4 Prozent im vorangegangenen Jahr, wie das Amt gestern mitteilte. Der grösste Zuwachs wie auch der grösste absolute Betrag wurden für den Kanton Zug registriert: Das um 5,3 Pro-zent höhere Volkseinkommen ergibt pro Kopf der Zugerinnen und Zuger einen Betrag von 56'600 Franken, was 2,2 mal mehr war als das durchschnittliche Volkseinkommen im Kanton Obwalden mit 26'000 Franken, der am Schluss der Liste rangiert 34'100 im Schnitt. Landesweit wurde das durchschnittliche Volkseinkommen pro Kopf der Bevölkerung mit 34' 100 Franken ermittelt. In diesem Betrag sind alle Entgelte an „Inhaber von Produktionsfaktoren" , das heisst Löhne an Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die ihre Arbeitskraft zur Verfügung stellen, Pachtzinsen und Renten an Bodenbesitzer , die Land anbieten sowie Zinsen und Gewinnanteile an Kapitaleigner, enthalten. Das Einkommen pro Einwohner war 1987 um 1‘200 Franken höher als 1986, wobei jedoch der Einfluss der Inflation nicht eliminiert ist. Anteil der Lohnabhängigen. Der Anteil der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Volkseinkommen betrug mit 68 Prozent etwas mehr als zwei Drittel. 21,5 Prozent entfielen auf (…).
SoAZ, 13.12.1988.
SoAZ > Volkseinkommen. SoAZ, 1988-12-13.
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20.11.1987 Schweiz
Einkommen
Personen
Solothurner AZ
Richard Mueller
Löhne
Vermögen
Volltext
Ungleichheit. Die Übersicht über das Volkseinkommen der Kantone zeigt nur deren Wirtschaftskraft auf, die Rückschlüsse auf die Finanzkraft zulassen; sie geben jedoch nur einen wenig aussagekräftigen Hinweis auf den materiellen Lebensstandard der Kantonseinwohner, noch weniger auf deren Lebensqualität. Zwar steht ein Zuger materiell zweifellos besser da als der durchschnittliche Jurassier. Die in Zug angesiedelten, durch enorme Steuervorteile hingelockten Holdinggesellschaften bringen vor allem der Staatskasse so viel Geld ein, dass die Steuerlasten für die Privaten vergleichsweise viel niedriger sind als in den übrigen Kantonen; es bleibt dort also mehr für den Konsum übrig, was sich in grösseren materiellen Wohlstand umsetzt. Dennoch sind die Wohlstandsunterschiede gesamtschweizerisch nicht so hoch, wie die Statistik es vordergründig ausmacht. In Franken ausgedrückt belief sich nämlich das Pro-Kopf-Volkseinkommen in Zug auf 40‘780 Franken, im Kanton Obwalden jedoch nur auf 24‘441 Franken. Wenn die Erträge der Zuger Holdinggesellschaften abgerechnet werden - sie verteilen sich ja nicht auf jeden Kopf der Bevölkerung, sondern konzentrieren sich beispielsweise auf den Kopf eines Mare Rich - ebnet sich statistisch das aufgezeichnete Gefälle doch etwas ein. (…).
Richard Müller.
SoAZ, 20.11.1987.
Personen > Mueller Richard. Volkseinkommen. SoAZ, 1987-11-20.
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20.11.1987 Schweiz
Einkommen
Solothurner AZ

Löhne
Vermögen
Volkseinkommen
Volltext
Die kantonalen Volkseinkommen. Differenzierte Entwicklung. Die Unterschiede im Volkseinkommen der Kantone haben sich im letzten Jahr leicht vergrössert. Wie das Bundesamt für Statistik (BfS) am Donnerstag mitteilte, beanspruchten Zürich, Bern, Waadt und Genf allein rund die Hälfte des Kuchens; während pro Einwohner Zug wiederum klar den ersten und Obwalden den letzten Platz einnahmen. Das Volkseinkommen ist namentlich einer von verschiedenen Indikatoren für den Finanzausgleichsschlüssel bei Bundessubventionen. Für die ganze Schweiz ergab sich 1986 ein Zuwachs des nominellen Volkseinkommens (Arbeitnehmereinkommen, Geschäftseinkommen der Selbständigerwerbenden, verteilte Einkommen aus Unternehmung und Vermögen) von 5,3 Prozent auf 216,1 Milliarden Franken, gegenüber einem solchen von 6,7 Prozent im Vorjahr. Hinter diesem Rückgang, in dem die Verlangsamung der gesamtwirtschaftlichen Aktivität zum Ausdruck kommt, verbirgt sich auf kantonaler Ebene wiederum ein recht differenziertes Bild, das nach Auskunft des BFS eher auf eine leichte Vergrösserung der Einkommensunterschiede schliessen lässt. Zug weit voraus. Die höchste Zuwachsrate wurde mit 9,2 Prozent erneut im Kanton Zug ermittelt vor Glarus (6,6) und Genf (6,4). Am schwächsten wuchs das Volkseinkommen in den Kantonen Appenzell Innerrhoden (2,4 Prozent) und Jura (2,7 Prozent). Mehr Kantone als 1985 wichen sehr stark vom schweizerischen Durchschnitt ab. Mit Ausnahme des (…).
SoAZ, 20.11.1987.
SoAZ > Volkseinkommen. SoAZ, 1987-11-20.
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01.10.1970 Schweiz
Einkommen
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Oskar Müller
Einkommensverhältnisse
Mitbestimmung
Volkseinkommen
Volltext
Bemerkungen zur Verteilung des Volkseinkommens. Die Verteilung des Volkseinkommens war immer eines der wichtigsten Probleme der Gewerkschaftspolitik. Es sei deshalb die Verteilung des Volkseinkommens in den folgenden Ausführungen unter vier Gesichtspunkten betrachtet, die heute besonders aktuell sind: das Sparen, gewerkschaftliche Lohnpolitik, Investivlohn, Mitbestimmungsrecht. Sparen und Einkommensverteilung. Für die Einkommensverteilung ist entscheidend, wie die Lohn- und Gehaltsempfänger ihr Einkommen in der Hochkonjunktur verwenden. Werden Gehalts- und Lohnerhöhungen hemmungslos verbraucht, so werden sie sofort wieder zu Einkommen der Unternehmer und heizen die Preissteigerung und die Geldentwertung unaufhaltsam an. Lohn- und Gehaltsverbesserungen ändern deshalb an der bestehenden Einkommensverteilung nicht das geringste, wenn sie sofort wieder ausgegeben werden. Sparen hingegen Lohn- und Gehaltsempfänger, so mindern sie zunächst das Unternehmereinkommen zugunsten der eigenen Eigentumsbildung. Dann lösen sie weiter eine Tendenz zur Dämpfung des Preisauftriebes und der Geldentwertung aus. (…). Oskar Müller, Zürich.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 10, Oktober 1970.
Gewerkschaftliche Rundschau > Volkseinkommen. Mitbestimmung. Rundschau, Oktober 1970.
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