Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 39

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
15.11.1995 Schweiz
Frauen
GDP
Helvetische Typographia
Personen
Denise Chervet
Frauen
Volltext
GDP-Frauenkommission. Sitzung vom 20. Oktober 1995. Visionen unserer Zukunft. An ihrer Sitzung vom 20. Oktober 1995 hat die Frauenkommission zuerst die verschiedenen Veranstaltungen auf gewerkschaftlicher und frauenspezifischer Ebene zur Kenntnis genommen, an denen sie teilnimmt - sei's mit der Abordnung einer Delegation oder durch aktive Unterstützung der Teilnehmerinnen. 1. Zum 50. Geburtstag des Verfassungsartikels zur Mutterschaftsversicherung am 25. November 1995 werden in der Schweiz verschiedene Kundgebungen stattfinden, unter anderem auch in Bern. Dieses Datum sollten sich alle Männer und Frauen, die jetzt - und nicht erst in zehn oder 20 Jahren - eine Mutterschaftsversicherung wollen, in der Agenda reservieren. 2. Am 19., 20. und 21. Januar 1996 wird in Bern der 5. Frauenkongress zum Thema „Visionen unserer Zukunft“ abgehalten. Dieser Kongress wird Frauen aus allen politischen und kulturellen Lagern vereinigen. Wir wünschen uns sehr, dass von gewerkschaftlicher Seite viele aufmarschieren werden, um den Forderungen der Arbeiterinnen Gehör zu verschaffen und um unsere Überlegungen zur Arbeitsteilung, zur AHV, zu den Sozialversicherungen usw. zu propagieren. Die Gewerkschaft wird die Teilnahmegebühr übernehmen. Die Anmeldefrist läuft am 18. November 1995 ab. Interessierte melden sich bei Denise Chervet Marshall auf dem Zentralsekretariat der GDP. (…).
Denise Chervet MarshalI.
Helvetische Typographia, 15.11.1995.
Personen > Chervet Marshall Denise. GDP-Frauenkommission, 20.10.1995. HT, 1995-11-15.
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18.10.1995 Schweiz
Frauen
Helvetische Typographia
Bettina Kurz
Frauenkongress
Programm
Volltext
Aufruf zum Schweizerischen Frauenkongress. Frauen, geht hin! Vom 19. bis 21. Januar 1996 findet in Bern der 5. Schweizerische Frauenkongress statt. Zu diesem Grossereignis werden mehr als tausend Frauen erwartet. Traditionellerweise war der Schweizerische Frauenkongress eine Veranstaltung der bürgerlichen Frauenbewegung. Nach dem Eklat rund um den 4. Frauenkongress 1975, zu dem die Neue Frauenbewegung einen Gegenkongress veranstaltete, ist nun für den bevorstehenden 5. Frauenkongress eine breite Trägerschaft gefunden worden, und Gewerkschafterinnen sind aktiv an den Vorbereitungsarbeiten beteiligt. Frauenpolitik der Zukunft. Schon frühere Frauenkongresse hatten konkrete politische Auswirkungen. So ist der Gleichstellungsartikel in der Bundesverfassung auf den Kongress von 1975 zurückzuführen. Auch am 5. Schweizerischen Frauenkongress sollen Schwerpunkte für die Frauenpolitik der Zukunft gelegt werden. Die Teilnahme von Gewerkschafterinnen an einem der achtzig Workshops, an den Diskussionen in den Foren und an den Abstimmungen über die Resolutionen ist deshalb sinnvoll und erwünscht. Neben dem politischen Teil bietet der Kongress ein reiches Frauen-Kultur-Programm und Begegnungsmöglichkeiten (siehe unten). Fotowettbewerb für Frauen. Programm: (…).  Bettina Kurz.
Helvetische Typographia, 18.10.1995.
Personen > Kurz Bettina. Frauenkongress 1996. HT, 1995-10-18.
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29.03.1995 Schweiz
Frauen
GDP
Helvetische Typographia

Kurs
Sprache
Volltext
Rednerkurs der GDP-Frauenkommission vom 23./24. Februar 1995. Ich stehe auf und ergreife das Wort. Das klingt ja so einfach, aber was da alles dahintersteckt an Herzklopfen, Angstschweiss, Hemmungen usw., das kann man sich nur vorstellen, wenn man dabei war! Aber beginnen wir von vorne. Besammlung war am Donnerstagmorgen, 23. Februar 1995, im schönen Emmental. Das Kurs- und Tagungszentrum Schloss Hünigen in Stalden war für zwei Tage unser Zuhause. In einer angenehmen Atmosphäre versuchten wir, uns gleich in Redestimmung zu versetzen. Barbara Gurtner, Erwachsenenbildnerin, begrüsste uns zehn Kursteilnehmerinnen in einem der „Schonräume“ des Schlosses. Doch von Schonung war nicht die Rede, denn wir mussten uns als erstes vor laufender Videokamera ohne Vorwarnung vorstellen. Da kamen rote Ohren, nervöses Hin- und Hertreten, An-die-Decke-Schauen, Versagen des Durchhaltewillens und ein unbändiges Herzklopfen zum Vorschein. Als wir uns dann auf dem Fernsehbildschirm sahen, drückte manche vor Scham die Augen zu. Man gefiel sich überhaupt nicht: Schiefe Lippen, unmögliche Postur, roter Kopf waren nur einige Bemerkungen. Es fielen viele positive Bemerkungen zur Aufmunterung von Barbara Gurtner und den lieben Kolleginnen, aber auch knallharte Kritik. Es war beruhigend, dass alle, ohne Ausnahme, gelitten hatten. Die einen mehr, die anderen weniger. Nach diesem ersten Schreck durften wir ein ausgezeichnetes (…). Silvia Einfalt, Marianne Lehmann.
Helvetische Typographia, 29.3.1995.
GDP > Frauenkommission. Redekurs. HT, 29.3.1995.
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19.10.1994 Schweiz
GDP
Helvetische Typographia
Personen
Udo Göckler
Frauenkonferenz
GDP
Resolution
Volltext
GDP-Frauenkonferenz, 1.10.1994. Resolution. Die Teilnehmerinnen kritisieren heftig die verschiedenen Versuche wirtschaftlicher und politischer Kreise, die gewerkschaftlichen Errungenschaften zu entwerten und zu zerschlagen. Sie fordern insbesondere, dass rasch ein akzeptabler GAV zwischen dem Schweizerischen Verband Grafischer Unternehmen (SVGU) und den Gewerkschaften abgeschlossen wird. Die vom SVGU gemachten Vorschläge bedeuten eine unannehmbare Verschlechterung des Vertrages. Die Konferenzteilnehmerinnen stellen sich auch gegen die vom SVGU beabsichtigte Herabsetzung der Mindestlöhne. Eine solche Massnahme würde die Schwächsten treffen. nämlich diejenigen, deren Löhne den Mindestansatz nicht überschreiten: Frauen, die Teilzeit arbeiten, Arbeitslosem Hilfspersonal. Ausserdem darf eine Flexibilisierung nur einhergehen mit einer Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Ausserdem erwarten sie von Arbeitgebern und Gewerkschaften klare Zeichen, dass diese bereit sind, Diskriminierungen zu bekämpfen, unter denen Frauen oft leiden: ungleiche Löhne. sexuelle Belästigung usw. Die GDP-Frauenkonferenz weist nochmals mit Nachdruck auf die Gefahren bin, die von einer landesweiten Politik der Deregulierung ausgehen. Sollte diese in die Tat umgesetzt werden, würde das zu einer Zunahme der Armut in der Schweiz beitragen, was zu sozialen Unruhen führen könnte. (…).
Udo Goeckler.
Helvetische Typographia, 19.10.1994.
Personen > Goeckler Udo. GDP-Frauenkonferenz. Resolution. HT, 1994-10-19.
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16.02.1994 Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
Rieder
Arbeitszeitverkürzung
Volltext
Ein Bonus für Arbeitszeitverkürzungen. Vor einem Jahr hat der ABB-Konzernchef Percy Barnewick in einem Moment der Weitsicht die Viertagewoche als Antwort auf die Beschäftigungskrise vorgeschlagen und damit eine breite Diskussion ausgelöst. In der Schweiz wurde allerdings bald klar, dass die hiesigen Unternehmer diese Idee nicht einmal für Sonntagsreden würdig finden: „Wenn schon, dann braucht es längere Arbeitszeiten“, behaupten sie steif und stur. Zur Therapie der Beschäftigungskrise lassen sie nur ein Mittel gelten: ein Wirtschaftswachstum, das durch Deregulierungen stimuliert werden soll. Doch: Das Wachstum wird zu spät kommen und zu klein sein, um die Massenerwerbslosigkeit wesentlich abzubauen. Auch bürgerliche Prognostiker rechnen für 1994 nur mit einem Prozent Wachstum, ab 1995 mit zwei. Weil aber gleichzeitig die Produktivität zunimmt, steigt die Arbeitslosigkeit 1994 weiter an. Ab 1995 wird sie dann jährlich nur, um etwa 10‘000 Personen abnehmen. Das macht es für die Gewerkschaften um so dringlicher, die Perspektive der Arbeitszeitverkürzung zu verfolgen. Das VW-ModelI hat gezeigt, dass massive Verkürzungen zur Verhinderung von Massenentlassungen realisierbar sind. In Italien ist Olivetti dem Beispiel gefolgt. In der Schweiz sind verschiedenenorts solche Lösungen angesagt. (…).
Andi Rieger.
Helvetische Typographia, 16.2.1994.
Personen > Rieder Andi. Arbeitszeitverkürzung. HT, 1994-02-16.
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19.05.1993 Kosovo
Helvetische Typographia


Friedensarbeit für ein Leben nach dem Krieg. Anti-Kriegskräfte im ehemaligen Jugoslawien. Roland Brunner, HT 19.5.1993
23.01.1991 Schweiz
Personen
Helvetische Typographia
Gewerkschaftspresse
Beatrice Weber

Vorschläge. Studie über die Verbandspresse (3). Die Kommission "Gut" empfiehlt am Schluss ihres Berichts spürbare kurz-, mittel- und langfristige Änderungen, welche mit etwas gutem Willen absolut realisierbar sind. Unsere reichliche und dritte Zusammenfassung hält die wesentlichsten der konkreten Vorschläge fest. Beat Weber (Beauftragter der Kommission Gut". HT 23.1.1991
16.01.1991 Schweiz
Personen
Helvetische Typographia
Gewerkschaftspresse
Beatrice Weber

Reminiszenzen. Studie über die Verbandspresse (2). Beim Durchsehen der jährlichen Sammlungen der beiden Zeitungen "Typ" und "Gut" erscheint augenfällig der Wille zum Dialog, der Schutz der Berufe, die Sozialversicherung und die gemeinsamen Forderungen. Es ist paradox, dass ein Gewerkschaftsorgan älter ist, als die Gewerkschaft selbst. Am 15.12.1857 erschien die erste Nummer der "Typ" als Versuch, am 13.2.1858 begann die definitive Erscheinung, also 6 Monate vor der Gründung des deutschschweizerischen Verbandes. Beat Weber. HT 16.1.1991
31.10.1990 Zürich
GDP
Helvetische Typographia
Layoutsatz AG

Entlassungen
Layoutsatz AG
Volltext
Skandalöse Frauenentlassungen bei der Layoutsatz AG in Zürich. Ein Schlag ins Gesicht sind für uns Frauen diese Entlassungen. Drei Entlassungen, eine letzte Verwarnung für die Stiftin. Der Grund: Angebliche dauernde Provokationen und ein einmaliges Zuspätkommen! Wo und wie diese Provokationen stattfanden, ist uns auch nach mehrmaligem Nachfragen unklar. Klar ist, dass wir Layout-Frauen uns sehr gut verstehen. Wir arbeiten, oder leider arbeiteten, gerne da. Wir haben unsere gewerkschaftlichen Rechte wahrgenommen, zum Beispiel Informationen bei GAV-Unklarheiten, Aufhängen von GOP-Informationen. Diese Informationen wurden mit aussergewöhnlicher Regelmässigkeit wieder entfernt. Einen Monat nach der Kündigung wurde uns offiziell verboten, Aushänge ans Anschlagbrett anzubringen. Wir sind der Meinung, dass das Anschlagbrett für alle da ist! Dass wir uns alltäglichen, bekannten Provokationen, auch sexistischen, durch Humor, Ironie und Nichtbeachten entzogen, ist demnach Provokation. In der Layoutsatz AG kommen täglich Männer zu spät. Ohne Folgen, weil dies für den Betrieb, je nach Arbeitsanfall, auch günstiger ist. Diese schriftliche Kündigungsbegründung ist also lächerlich, entbehrt jeglicher Grundlage und verdeckt wirkliche Gründe, unter anderem auch wirtschaftliche. An diesem schwarzen 10. September hatten wir nach Erscheinen am Arbeitsplatz keine Arbeit (oder) für eine Frau gab's sehr wenig. Wieder einmal erleben wir, dass gleiches Recht nicht für alle, sprich Frauen, gilt. (…).
Astrid, Carmen, Christine und Petra. Helvetische Typographia, 31.10.1990.
Typographia Schweiz > Layoutsatz AG. Entlassungen. HT, 1990-10-31.
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10.10.1990 Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
SGB
Christine Goll
Präsidium
SGB
Volltext
Ein frauenförderliches SGB-Präsidium. Hearing der SGB-Frauenkommission. Die Führung des 5chweizersichen Gewerkschaftsbundes (SGB) lag bisher in Männerhänden; die Wahlen erfolgten meist kampflos. Ende Oktober haben die Delegierten am SGB-Kongress nun die Wahl zwischen Tiziana Mono, Walter Renschler und Ernst Leuenberger. ln einem Hearing hat sich die SGB-Frauenkommission angehört, wie die drei sich für die Anliegen der Gewerkschafterinnen einzusetzen gedenken. Zum ersten Mal kandidiert eine Frau für das Präsidium des SGB, das Ende Oktober in Interlaken bestellt wird: Grund genug für die SGB-Frauenkommission, erstmals ein Hearing zu frauenspezifischen Fragen durchzuführen. Rita Gassmann, Präsidentin der SGB, Frauenkommission, eröffnete die kurze Selbstdarstellung der drei Kandidierenden mit den Worten: „Wir Frauen sind ungeduldig geworden. Wir möchten gleichberechtigt mitentscheiden und nicht nur Beschlüsse mittragen“. Mona: erste Frau. Tiziana Mona ergriff die Gelegenheit, für einmal ihre Anliegen in französischer Sprache zu vertreten, weil diese ihre Muttersprache Italienisch näherliege. Mit ihrer Kandidatur wolle sie ein jahrzehntealtes Ritual durchbrechen, begann sie. Tatsächlich ist sie nicht nur die erste Frau, die sich für dieses Amt bewirbt, sondern auch die erste Nichtfunktionärin. Ihre gewerkschaftliche Arbeit hat sie immer neben ihrer Berufstätigkeit, „als Hobby“, geleistet. In ihrem langjährigen Engagement sei sie oft „wütend, zuweilen auch gelangweilt“ gewesen. (…).
Christine Goll.
Helvetische Typographia, 10.10.1990.
Helvetische Typographia > SGB. Praesidium. HT, 1990-10-10.
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12.09.1990 Schweiz
GDP
Helvetische Typographia
Personen
Erika Trepp
GDP
Lohnklage
Volltext
Zur „Frauenklage“ gegen die GDP. Klappt es nun doch noch? Die meisten Leute, mit denen wir darüber diskutieren, freuen sich, dass wir mit unserer Klage einen Weg gefunden haben, das Gericht, stellvertretend für den Staat, zu einer Stellungnahme zu zwingen. Verwirrt jedoch, genau genommen sogar undurchschaubar, war das bisherige Verhalten der Verantwortlichen innerhalb der GDP. Wurde uns „vorne durch“ bestätigt, wir hätten mit unserer Klage inhaltlich mehr als recht, schürten unsere Funktionäre hintenherum den Widerstand gegen uns Frauen und erzählen, uns gehe es nicht um die Sache, sondern darum, uns zu profilieren und die Gewerkschaft zu zerstören. Wir blieben ruhig und unsere Geduld schien zu fruchten: Im Sommer beschloss das Zentralkomitee, den GDP-Anwalt zu beauftragen, die Klageantwort beim Gericht auf ein Minimum zu beschränken und auf keinen Fall zum Schaden der betroffenen Frauen zu argumentieren. Doch was dann wirklich passierte, war genau das Gegenteil. Der GDP-Anwalt reichte eine Klageantwort ein, die reaktionärer nicht sein konnte. Es würde zu weit führen, hier all die abstrusen Argumentationen aufzuführen. Eine Kostprobe sei immerhin stellvertretend für alle wiedergegeben: Der GDP-Anwalt bestreitet, dass es überhaupt nötig sei, gleiche Löhne im Gesamtarbeitsvertrag zu verankern. In der Schweiz herrsche nämlich zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften das Prinzip von Treu und Glauben. Die GDP habe also keinen Grund, anzunehmen, dass sich die Arbeitgeberseite (…). Erika Trepp.
Helvetische Typographia, 12.9.1990.
Personen > Trepp Erika. GDP. Lohnklage. HT, 1990-09-12.
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15.08.1990 Schweiz
GDP
Helvetische Typographia

Informatik
Volltext
Weiterbildung
Ganzheitliches Lernen. Informatik ganzheitlich lernen mit Suggestopädie. Dass Computer lernen auch Spass machen kann, haben Kolleginnen an einem eigens für Frauen organisierten Kurs Ende Mai in Bern-Wabern erfahren. Der von der GDP-Frauenkommission empfohlene Kurs „Informatik ganzheitlich lernen mit Suggestopädie“ war denn auch ausgebucht, so dass weitere interessierte Kolleginnen auf eine Wiederholung des Kurses vertröstet werden mussten. Mit den folgenden Berichten möchten zwei begeisterte Teilnehmerinnen zum weiteren Kursbesuch anregen und die GDP-Verantwortlichen auffordern, diese Kursreihe fortzusetzen (z.B. „Word 5.0 Textverarbeitung“). Auch unsern Kollegen wollen wir ganzheitliches Lernen ohne Konkurrenz- und Leistungszwang wärmstens empfehlen. Was hat das Backen einer Omelette mit dem Computer zu tun? Ohne Pfanne und Rezept keine Omelette - ohne CPU und Programm kein Output! Dieser Informatikkurs mit Suggestopädie führt auf spielerische Weise in die Computerwelt ein. Mit Kreuzworträtsel, Memory, Anfassen des Computer-Innenlebens, Spass, Musik und Entspannung kann man/frau auf vergnügliche Weise lernen. In zweieinhalb Tagen kann eine Schwellenangst überwunden werden. In angenehmer, entspannter Atmosphäre, wird vermittelt, dass Informatik keine Hexerei und für jedermann/!jedefrau zugänglich ist. Dieser Kurs richtet sich an (…). Maya Fritz, Elfy Schneider.
Helvetische Typographia, 15.8.1990.
Typographia Schweiz > Informatik. Weiterbildungskurs. HT, 1990-08-15.
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04.07.1990 Europa
EWR
Helvetische Typographia
Personen
Arnold Isler
EWR
Frauen
Volltext
Europäischer Zusammenschluss. Für Frauen ein Gewinn. Margrit Meier, Frauen- und Wirtschaftssekretärin beim Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), machte es am diesjährigen Frauenaktionstag an der Universität Bern deutlich: Schweizerinnen können durch einen Beitritt der Schweiz zum Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) viel gewinnen. In den siebziger Jahren hätten die Frauen eine Einrichtung der Europäischen Gemeinschaft (EG) entdeckt, die ihnen in der Folge viel geholfen habe: den EG-Gerichtshof in Luxemburg. Da in den EG-Verträgen der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche Arbeit“ verankert sei, hätten die Frauen begonnen, die Richter mit Lohngleichheitsprozessen zu beschäftigen. Folge davon: Der EG-Gerichtshof in Luxemburg sei zu einem Pionier der Gleichberechtigung in Lohnfragen geworden. Auch in anderen Bereichen sei die EG-Rechtssprechung bedeutend frauenfreundlicher als die schweizerische, betonte Fachfrau Margrit Meier, die vor ihrer Wahl zur SGB-Sekretärin au1 den 1. Mai dieses Jahres im Eidgenössischen Departement für Auswärtige Angelegenheiten (EDA) im Integrationsbüro sich intensiv mit Europafragen befasste. In den EG-Richtlinien seien zum Beispiel festgeschrieben: die gesetzliche Gleichstellung von Mann und Frau in der sozialen Sicherheit (AHV, Pensionskassen, Krankenversicherung) ; ein Kündigungsschutz für Frauen, die wegen Lohngleichheit klagen; ein Diskriminierungsverbot für Frauen im Arbeitsleben, so beim Zugang zur Beschäftigung, bei Ausbildung und Aufstieg, (…). Arnold Isler.
Helvetische Typographia, 4.7.1990.
Personen > Isler Arnold. EWR. Frauen. HT, 1990-07-04.
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09.05.1990 Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
SGB
Beat Kappeler
Löhne
Teuerung
Volltext
„Lohn-Preis-Spirale“: Wie bitte? Wo bitte? Alte Gewohnheiten sterben nicht so rasch. Die Bankgesellschaft spricht in ihrem neuesten Konjunkturbericht von der Lohn-Preis-Spirale, die noch bis Mai nach oben gehen dürfte, Dabei hat die gegenwärtige Inflationsperiode mit aller Deutlichkeit gezeigt, dass wir in einer ausgesprochenen Preislohn-Spirale stecken: Zu Beginn letzten Jahres begannen die Zinsen zu steigen, weil das Geld ins Ausland gezogen wurde und der Franken fiel. Dann stiegen die Importpreise. Hernach erhöhten die Banken die Hypothekarzinsen. Sodann zogen die Vermieter mit den Mieten nach. Schliesslich begannen auch die Güter und Dienstleistungen aufzuschlagen und im September/Oktober, als die Löhne verhandelt wurden, war die Inflation auf 3,5 Prozent angelangt. Als die Lohnrunde fast fertig war, aber immer noch die alten Löhne bezahlt wurden, schnellte die Teuerung im November-Index auf über 5 Prozent hoch. Diese Inflation hat nachträglich sogar die etwa zwei Prozent Reallohnerhöhungen aufgefressen. Und da kommen uns die Konjunkturexperten einer Grossbank mit einer „Lohn-Preis-Spirale“! Die ETH belegte übrigens in einer kürzlichen Untersuchung, dass die Löhne in der Schweiz viel schwächer anstiegen als in den meisten Konkurrentenländern. Vielleicht nehmen auch die Banken zur Kenntnis, dass unsere jetzt viel höhere Inflation, als sie Frankreich oder Deutschland kennen, durch Mechanismen des Finanzplatzes und der Geldpolitik in Gang gesetzt worden ist.(...). Beat KappeIer.
Helvetische Typographia, 9.5.1990.
Personen > Kappeler Beat. Teuerung. HT, 1990-05-09.
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09.05.1990 Schweiz
GDP
Helvetische Typographia
Löhne

Lohnklage
Urabstimmung
Volltext
Die Gewerkschaft Druck und Papier. darf den GAV Buchbinder-Kartonage nicht unterzeichnen! Anlässlich der Urabstimmung vom 9. März 1990 habt Ihr dem Verhandlungsergebnis zur Erneuerung des Gesamtarbeitsvertrages in der Buchbinderbranche bei einer Stimmbeteiligung von 40 Prozent und einem Ja-Stimmen-Anteil von 70,4 Prozent die Zustimmung erteilt. Wie aus dem damals beigelegten Abstimmungsmaterial ersichtlich war, hat Euch die GDP-Frauenkommission im Gegensatz zum Zentralkomitee GDP die Nein-Parole zum Verhandlungsergebnis empfohlen. Dies vor allem darum, weil bei den Mindestlohnansätzen für ungelernte Arbeitnehmerinnen der in der Bundesverfassung verankerte Gleichstellungsartikel nicht erfüllt ist. Da die Frauenkommission befürchtet, dass der GAV Buchbinder nach der Urabstimmung sofort in Kraft gesetzt würde, hat sie durch richterlichen Beschluss die Urabstimmung als nichtig erklären lassen. Dieses Vorgehen hat zur Folge, dass es der Gewerkschaft Druck und Papier unter Androhung von Rechtsfolgen bis auf weiteres verboten ist, den GAV Buchbinder rechtsgültig zu unterzeichnen. Mit dieser durch die GDP-Frauenkommission veranlassten Verfügung soll erreicht werden, dass die Gewerkschaft Druck und Papier gezwungen wird, mit dem Unternehmerverband VBS neue Verhandlungen über die Lohngleichstellung der ungelernten Arbeitnehmerinnen zu führen. (…).
Gewerkschaft Druck und Papier.
Helvetische Typographia, 9.5.1990.
Helvetische Typographia > Lohnklage. Urabstimmung. HT, 1990-05-09.
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09.05.1990 Deutschland
Schweiz
GDP
Helvetische Typographia
IG Medien

IG Medien
Vertragsverhandlungen
Volltext
Tarifauseinandersetzung in der BRD. Kaum begonnen, wurden die Verhandlungen über Lohn, Gehalt und Arbeitszeitverkürzung auf 35 Stunden in der Druckindustrie Deutschland ohne eine wirkliche Eintretensdebatte zum Scheitern gebracht. Auf inhaltliche Verhandlungen haben sich die Vertreter des Bundesverbandes Druck nicht eingelassen. Im Gegenteil: Sie liessen die Verhandlungen über Fort- und Weiterbildung sowie die übrigen Forderungen scheitern. Dies ist für die Kolleginnen und Kollegen der Industriegewerkschaft Medien eine ungeheuerliche Provokation, denn in diesen Tarifbereichen ist aufgrund der glänzenden Wirtschaftslage eine dringende Anpassung überfällig. Dieser Angriff der Druckunternehmer auf die berechtigten Forderungen passt in die allgemeine politische Landschaft und die Industriegewerkschaft Medien sieht in diesem Verhalten eine gezielt geplante Verschärfung des Tarifkonflikts. Die Verhandlungskommission kam nach der 4. Verhandlungsrunde am 3. Mai .1990 zu der Einschätzung, dass der Bundesverband Druck einen scharfen Angriff auf die Beschäftigten in der Druckindustrie vorbereitet. Die Kolleginnen und Kollegen der Industriegewerkschaft Medien sind nun nicht mehr an die Friedenspflicht gebunden. Mit einem Streik in der Druckindustrie muss also nun gerechnet werden. Die Gewerkschaft Druck und Papier der Schweiz wird deshalb alles tun, was in ihren Kräften steht, um eventuelle Auslagerungsversuche der deutschen Unternehmer in Betriebe in der Schweiz zu (…).
Helvetische Typographia, 9.5.1990.
Helvetische Typographia > Deutschland. IG Medien. Vertragsverhandlungen. HT, 1990-05-09.
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31.01.1990 Schweiz
Arbeitsgesetz
Helvetische Typographia
Personen
Ewald Ackermann
Arbeitsgesetz
Frauen
Revision
Volltext
Frauenorganisationen wehren sich gegen den Entwurf des Arbeitsgesetzes. In der Nacht macht frau keine Karriere. Die Opposition gegen den Entwurf zur Revision des Arbeitsgesetzes wächst. Nach den Gewerkschaften haben nun auch massgebende Organisationen, die ein weites Spektrum der frauenpolitischen Landschaft abdecken, vehement gegen den Revisionsentwurf Stellung bezogen. Wen wundert's - wird doch in diesem Entwurf unter dem Deckmantel der Gleichstellung genau diese demontiert. „Da wird die Gleichstellung pervertiert“, sagte Marie-Therese Sautebin vom Komitee „14. Juni: für eine wirkliche Gleichstellung“. – „Es geht den Arbeitgebern nur darum, aus der Tatsache, dass Frauen tiefe Saläre haben, weniger mobil sind und weniger qualifiziert werden, noch mehr Profit zu schlagen“, meinte Marianne Ebel vom Komitee „Arbeit und Gesundheit“. – „Wir haben genug davon, nur als Sonderfälle und als Anhängsel des Mannes behandelt zu werden“, äusserte sich Sabine Steiger-Sackmann vom Schweizerischen katholischen Frauenbund. – „Wo Bestimmungen gegen sexuelle Belästigungen stehen sollten, gähnt nur ein Loch“, stellte Guite Theurillat-Aubry von der jurassischen Vereinigung der christlichen Gewerkschaften fest. An der Pressekonferenz der „Frauen für Gleichstellung im Arbeitsgesetz“ fielen deutliche und harte Worte. Verschiedene gewichtige Frauenorganisationen haben sich zu diesem Komitee zusammengefunden, um gegen den Vernehmlassungsentwurf zum neuen Arbeitsgesetz zu protestieren. Die Revision sei gestartet worden, um den Frauen in der Arbeitswelt endlich zur (…). Ewald Ackermann.
Typographia Schweiz, 31.1.1990.
Personen > Ackermann Ewald. Arbeitsgesetz. Revision. Frauen. HT, 1990-01-31.
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24.01.1990 Schweiz
Frauenlöhne
Helvetische Typographia
Personen
Erika Trepp
Ursi Urech
Frauenlöhne
GAV
Volltext
GDP-Frauenkommission, 10. Januar 1990. An die Geschäftsleitung der GDP. An die Verhandlungsdelegation GDP/SGG. Für einen neuen GAV Buchbinderinnen. Geschätzte Kollegen. Am kommenden Freitag werden die Verhandlungen mit dem VBS neu aufgenommen. Es liegt uns deshalb sehr daran, Euch folgende Punkte nochmals zur Kenntnis zu bringen: 7. Es ist unserer Meinung nach unverantwortlich, wenn die Gewerkschaften bei der Gleichstellungsfrage der Hilfsarbeiterinnen auf eine Stufenlösung mit jährlichen Erhöhungen von Fr. 50.- eintreten bzw. eine solche gar noch selber vorschlagen. Dies unabhängig davon, ob die erste Lohn-Stufe bei Fr. 2‘200.oder Fr. 2‘300.- angesetzt ist. 2. Allein die Tatsache, dass bald keine Wohnung mehr unter Fr. 1000.- zu finden ist, ist Argument genug, um an einem Minimallohn von Fr. 2‘600.- plus Teuerung festzuhalten. Doch bekanntlich steht uns noch ein anderes Argument zur Verfügung, der Bundesverfassungsartikel 4. Es gibt in jeder grösseren Buchbinderei Hilfsarbeiter, die mit dem Besen herumlaufen oder sonstwie einfache Arbeit machen. Ihr Mindestlohn war in der Vergangenheit nicht strittig. Das allein genügt, um die Gleichwertigkeit der Arbeit auf der untersten Qualifikationsstufe nachzuweisen. 3. Der Betrug mit dem Bundesverfassungsartikel hat Zehntausende von Frauen, aber auch viele Männer sensibilisiert. Das Gleiche gilt für den Umstand, dass in unserem Land (…). GDP-Frauenkommission  Erika Trepp, Uschi Urech.
Helvetische Typographia, 24.1.1990.
Typographia Schweiz > GDP-Frauenkommission. Offener Brief. HT, 1990-01-24.
Ganzer Text
21.06.1989 Schweiz
GDP
Helvetische Typographia
ILO
Personen
Ursi Urech
Frauenarbeit
Gesundheitsschutz
Nachtarbeit
Volltext

Frauen-Nachtarbeit – Von Ursi Urech. Internationales Arbeite- oder Profitamt? Im Juni begann in Genf die Internationale Arbeitskonferenz, die sich mit dem Abkommen Nr. 89 befasste. Das Abkommen 89 verbietet die Nachtarbeit für Frauen in der Industrie. Wie üblich hat sich der Bundesrat auf die Seite der Arbeitgeberorganisationen gestellt, die die Frauen-Nachtarbeit wieder einführen wollen: Zuerst soll die Nachtarbeit für Frauen in der Industrie zugelassen werden, indem man das Abkommen aufkündigt. Danach soll das Arbeitsrecht entsprechend revidiert werden. Achtung: Das ist ein Rückschritt in die Sklaverei! Die zentrale Vereinigung der Schweizerischen  Arbeitgeberorganisationen drückt sich deutlich aus: „Die Flexibilität in der Organisation der Arbeitszeit ist ausschlaggebend für die Wettbewerbsfähigkeit. Grössere Konkurrenz, teure Arbeitskräfte, verkürzte Arbeitszeit,  neue  Marktbedingungen, neue technische und soziale Faktoren, all dies lässt keinen Zweifel daran, dass die Nachtarbeit in Zukunft immer unumgänglicher wird.“ (...). Ursi Urech.

Helvetische Typographia, 21.6.1989.
GDP > Nachtarbeit. Frauen. 21.6.1989.doc.

Nachtarbeit. Frauen. 21.6.1989.pdf

10.05.1989 Schweiz
Frauen
Helvetische Typographia

Berufsbildung
Helvetische Typographia
Interview
Volltext
4. Frauenkonferenz der GDP am 20. Mai 1989 in Bern. Bevorzugende Massnahmen für Frauen: Europa: „Bös hintendrein!“ Im vergangenen September hat in Genf ein Soziologlnnen-Kongress stattgefunden. Bei dieser Gelegenheit ist folgendes Interview mit der französischen Professorin Andree Michel vom Centre national de la recherche scientifique über bevorzugende Massnahmen für Frauen entstanden. Andree Michel hat im Auftrag des Europarates eine Studie über „Bevorzugende Massnahmen für Frauen“ verfasst. An der GDP-Frauenkonferenz wird dies ein Thema sein. Können Sie uns erklären, was unter „bevorzugenden Massnahmen“ für Frauen zu verstehen ist? Andree Michel: Gemäss Definition des Europarates geht es dabei um eine Strategie, die der Chancengleichheit wirklich zum Durchbruch verhelfen soll. Wenn die Gleichstellung von Mann und Frau im Gesetz automatisch die Gleichheit mit sich bringen würde, wäre die bevorzugenden Massnahmen nicht nötig. In den meisten Ländern Europas und in den USA ist die Gleichstellung im Gesetz oder in der Verfassung verankert. Aber die Verwirklichung dieser Gleichstellung hinkt bös hintendrein! Die Strukturen sind überall patriarchalisch geblieben. Die Entscheidungsgewalt, ja Macht überhaupt, gehört nach wie vor den Männern. Den in untergeordneten Rollen gefangenen Freuen fehlt oft die Motivation, um sich als gleichwertig mit dem „ersten Geschlecht“ (Simone de Beauvoir) zu behaupten. Viele halten dem entgegen, den Frauen fehle es an Willen. (…).
Helvetische Typographia, 10.5.1989.
Typographia Schweiz > Frauen. Berufsbildung. HT, 1989-05-10.
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22.03.1989 Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
Linda Stibler
Arbeitszeitverkürzung
Volltext
Zeitgeist. „Zeit ist Geld0“. Das ist zwar kein ehrwürdiges Sprichwort, sondern handfester Spruch aus dem 20. Jahrhundert. Umso häufiger wird er benutzt. Viele kennen ihn von Kindsbeinen an. Er bedeutet: „Rühr dich, mach vorwärts; ich habe keine Zeit zu verlieren - denn ich brauche Geld!“ Längstens geht es bei uns nicht mehr ums tägliche Brot, denn das kostet noch einen Bruchteil auch eines bescheidenen Verdienstes. Es geht um die andern materiellen Dinge, die das Leben anscheinend so süss mach, Um die teure Wohnung, die - das ist nicht zu übersehen - viele mangels einer billigen zwangsläufig zu bezahlen haben. Aber es geht auch um anderes: Natürlich braucht der Mensch unserer Zeit auch ein Auto. Und wenn er das hat, ist er mobil und unabhängig. Dann läge wohl auch ein Eigenhelm im Grünen drin - eine billigere Wohnung im Vorort oder doch mindestens ein Wochenendhäuschen. Bald braucht die Familie einen Zweitwagen, weil das Leben sonst zu kompliziert wird. Schliesslich verliert man im Bus oder im Tram nicht gerne seine kostbare Zeit, denn Zeit ist Geld. Und Geld braucht es. Mann und Frau müssen einen vollen Arbeitstag leisten, damit die Kasse stimmt. Nicht bloss acht, sondern achteinhalb, neun Stunden im Tag. Denn der Samstag wird gebraucht, um das Geld auszugeben, die vielen schönen Dinge zu kaufe, die das Leben süss machen. Und sonntags muss man sich erholen von dl Hetze, und endlich etwas vom sauer verdienten Geld zu haben. Da kann ein Spaziergang in der Umgebung natürlich .(…). Linda Stibler.
Helvetische Typographia, 22.3.1989.
Personen > Stibler Linda. Arbeitszeitverkürzung. HT, 1989-03-22.
Ganzer Text
22.03.1989 Schweiz
Frauen
Helvetische Typographia
SGB

Frauenkongress
Resolution
Volltext
SGB- Frauenkongress: Resolutionen. Sieben Resolutionen, die wir nachstehend kurz zusammenfassen, hat der SGB-Frauenkongress verabschiedet. Nicht überwiesen wurde ein Resolutionsentwurf über „Fortpflanzung: Verantwortlichkeit im Zeitalter der Bio-Technologie“, weil das sehr komplexe und bedeutende Problem zunächst eingehend diskutiert werden müsste. Der Kampf für den Mutterschaftsschutz wird fortgesetzt. Hingewiesen wird auf den Skandal, der im Fehlen eines obligatorisch bezahlten Mutterschaftsurlaubes für Lohnverdienerinnen besteht. Die Periode, während der sie einen Lohnanspruch haben, hängt von der Beschäftigungsdauer in ihrem Betrieb und von allfälligen krankheitsbedingten Absenzen ab. Viele Frauen verfügen daher über keinerlei Einkommen, selbst nicht in den acht Wochen nach der Niederkunft, während denen sie freigestellt sind. Die Lohnfortzahlung ist vertraglich festzulegen, zudem muss im Obligationenrecht eine entsprechende Minimalgarantie für alle Arbeitnehmerinnen festgeschrieben werden. Auch die Revision des Arbeitsgesetzes soll einen verstärkten Schutz für schwangere Frauen bringen. Eine Lösung brächte die Annahme der Krankenversicherungsinitiative der SPS und des SGB. Sozialversicherungen den Bedürfnissen der Frauen anpassen und Gleichheit zwischen Männern und Frauen realisieren. Gefordert werden Prämiengleichheit für Männer und Frauen bei der Kranken- und Unfallversicherung sowie die Herabsetzung des (…).
Helvetische Typographia, 22.3.1989.
Helvetische Typographia > SGB-Frauenkongress. Resolutionen. HT, 1989-03-22.
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01.02.1989 Schweiz
Auto-Partei Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
Hans Steiger
Autopartei
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Die Auto-Partei - die Neo-Nazis der Schweiz? Tacho27: Alarmzeichen unübersehbar. Seit es den „Tacho“ als Organ der Auto-Partei gibt und er jeweilen stapelweise im Foyer des Zürcher Kantonsrates offeriert wird, verteile ich gezielt Probenummern in meiner Umgebung als Gag, als Provokation, zur Kenntnisnahme. Ich schickte auch schon Exemplare ins Ausland, weil Leute aus der Umweltbewegung nur aufgrund des Erzählens kaum glauben wollen, dass es so etwas im Musterland für demokratische Kultur wirklich gibt. Das anfängliche Lochen über Slogans wie „Freiheit - Fortschritt - . Lebensfreude“, diesmal unter einem Foto des Matterhorns vor tiefblauem Himmel verging mir allerdings längst. Zuviel blanker Zynismus, Rassismus, Demaqogie und Verhetzung kamen hinzu. Die vor mir liegende Ausgabe erschien in Bern und Schaffhausen vor den Dezember-Wahlen, deren Resultate inzwischen bekannt sind: Fraktionsstärke im ersten Anlauf. Wie andernorts auch. Nationalrat und Redaktionsleiter Michael E. Dreher stellt in seinem Editorial fest, dass man jetzt „eine ernstzunehmende Partei“ sei, die der Konkurrenz nicht mehr oder weniger zufällig Stimmen weggenommen habe: „Wenn sie Erfolg hat, Ist sie eben glaubwürdiger als die andern. So einfach ist das.“ Flurbereinigungen, Parteidisziplin. Allerdings stellen sich nun auch neue Probleme: „In einer jungen, unverkalkten Organisation wie der Schweizer Auto-Partei wurden in der Gründungsphase die kantonalen Führungskräfte in erster Linie aufgrund ihrer (…). Hans Steiger.
Helvetische Typographia, 1.2.1989.
Personen > Steiger Hans. Autopartei. HT, 1989-02-01.
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09.11.1988 EU
Schweiz
Helvetische Typographia
Verkehr

EU
Transitverkehr
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Leserbrief. Eigennutz vor Solidarität? 1992 - so nicht!. Unser Land soll in die Knie gezwungen werden. Die Rede ist von der Forderung der EG-Verkehrsminister nach einem 40-Tonnen-Korridor. Die Dame und die Herren der Ministerrunde, darunter natürlich auch wieder der Verkehrsminister der BRD, der es schon in Interlaken nicht lassen konnte, unserem Land Belehrungen zu erteilen, mischen sich weiterhin recht hemdsärmlig in die innern Angelegenheiten der drei AIpenländer Jugoslawien, Osterreich und der Schweiz. Etwas mehr Zurückhaltung, etwas mehr Respekt vor der Souveränität dieser drei Länder, von denen keines weder der EG noch der Nato angehört, wäre anqebracht - allein schon aus Gründen der Diplomatie. Einen besonders peinlichen Eindruck hinterlässt dabei die grosseuropäische Sprücheklopferei jenes Ministers, dessen Land sich ein halbes Jahrhundert nach einem verlorenen Krieg immer noch nicht wieder intakter Souveränitätsrechte erfreuen darf - hüben wie drüben. Über diese Peinlichkeit vermag auch der Umstand nicht hinwegzutäuschen, dass die Besatzer von gestern jetzt Freunde genannt werden - hüben wie drüben. Und, selbst wenn man grosse, starke Freunde hat, sollte man die kleinen Nachbarn nicht drangsalieren, sollte man gutnachbarliche Beziehungen nicht durch grobklotziges Verhalten gefährden. Beziehungen, die nach dem Kriege nur deshalb wieder einigermassen gut geworden sind, weil da beidseits der Grenze Menschen waren (und noch sind) die sich redlich darum bemühen. Selbstverständlich gibt es auch in den vom sintflutartigen Anschwellen des Transitverkehrs betroffenen AIpenländer Kreise, die aus (…).
Helvetische Typographia, 9.11.1988.
Typographia Schweiz > EU. Transitverkehr. Leserbrief. HT, 1988-11-09.
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19.10.1988 Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
SGB
Karl Aeschbach
Grenzgänger
SGB
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Probleme der Grenzgänger. Vor kurzem haben die Regierungen der 16 Grenzkantone eine „Erklärung von Lausanne“ veröffentlicht, mit der sie ihre Absicht ankündigen, zur Lösung von Grenzgängerfragen eine ständige interkantonale Zusammenarbeit zu verwirklichen. Insbesondere sollen die sozialen Probleme, die mit der Beschäftigung von Grenzgängern zusammenhängen, besser gelöst werden. In den Erläuterungen dazu werden eine Reihe von Problemen aufgegriffen, die auch die Gewerkschaften Interessieren: so die Respektierung der Priorität der einheimischen Arbeitnehmer, Fragen der Mindestlöhne und der übrigen Arbeitsbedingungen, der Temporärarbeit, der Bewilligungsverfahren und der rechtlichen Stellung der Grenzgänger. Der SGB hat in einer ersten Stellungnahme seine Erwartung zum Ausdruck gebracht, dass die Kantone die angekündigten Verbesserungen rasch verwirklichen werden. Die gewerkschaftlichen Forderungen. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund hat Ende April dem Bundesrat eigene Vorschläge zur Lösung der Grenzgängerprobleme unterbreitet. Die Zahl der Grenzgänger hat in den letzten Jahren, als Folge der guten Wirtschaftslage, ständig zugenommen und .beträgt zurzeit rund 144‘000. Dabei bestehen traditionelle Grenzregionen, in denen seit jeher ein erheblicher Teil der Arbeitskräfte aus dem benachbarten Ausland stammt, 'während in manchen anderen Kantonen erst in letzter Zeit vermehrt Grenzgänger beschäftigt wurden. Die Vorschläge des SGB richten sich in erster Linie auf eine vermehrte gewerkschaftliche Mitsprache in der Zulassungspolitik. Angestrebt wird die Bildung (…). Karl Aeschbach.
Helvetische Typographia, 19.10.1988.
Personen > Aescbach Karl. Grenzgaenger. HT, 1988-10-19.
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