Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > Kinder
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 59

1 2 3
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
28.06.2019 Schweiz
Kinder
Personen
Work
Patricia D Incau
Fürsorgerischer Freiheitsentzug
Volltext
Gewalt, Missbrauch, Zwangsarbeit: Das taten die Schweizer Behörden Zehntausenden an. „Wie konnte ein ganzes Volk einfach zuschauen?“ Über Jahrzehnte hat die Schweiz Kinder und Jugendliche unschuldig weggesperrt. Gabriela Pereira (55) ist eine von ihnen. Work erzählt sie ihre Geschichte. Das Foto ist über fünfzig Jahre alt: Eine Frau sitzt in einem Bett. Sie lehnt sich an ein Kissen, in den Armen hält sie ein kleines Bündel Mensch. Auf dem nächsten Bild liegt das Baby an der Brust eines schlanken Mannes. Liebevoll drückt er es an sich. Er strahlt. Das Neugeborene ist Gabriela Pereira, geboren am 3. Februar 1964 in Wohlen AG. Es sind Szenen einer glücklichen Familie. Der Ausblick auf ein Leben, wie es hätte sein können – wenn nicht die Schweizer Behörden es zerstört hätten. Denn wenige Monate nach der Geburt wird Gabriela ihren Eltern entrissen. Sie wird in ein Waisenhaus gebracht und staatenlos gemacht. Weil die Mutter und der Vater, eine Portugiesin und ein Schweizer, nicht verheiratet sind. Und weil es das Schweizer Recht jahrzehntelang erlaubte, ohne Gerichtsentscheid über Menschen zu verfügen und sie wegzusperren. Durst und Kälte. Wenn Gabriela die Fotos zeigt, überkommen sie Schmerz, Trauer, Wut. Sie sagt: „Fast ausnahmslos wird behauptet, dass die Kinder, die damals weggesperrt wurden, aus zerrütteten Familien kämen.“ Sie weiss: „Das ist nicht einmal die halbe Wahrheit.“ Die Akten bestätigen das. (…).
Patricia D'Incau.
Work online, 28.6.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Fürsorgerischer Freiheitsentzug. Work online, 2019-06-28.
Ganzer Text
31.08.2018 Schweiz
Kinder
Personen
Work
Christian Egg
Verdingkinder
Volltext
Bund beschleunigt Verfahren für die Opfer. Verdingkinder sollen schneller ihre Entschädigung erhalten. Endlich: Der Bund setzt jetzt mehr Personal ein, damit Verdingkinder möglichst rasch zu ihrem Geld kommen. Sie wurden aus ihrer Familie gerissen und in ein Heim gesteckt. Oder in eine Strafanstalt. Oder auf einen Bauernhof als billige Arbeitskraft. Sie wurden geschlagen, vergewaltigt, sterilisiert. Über 300‘000 Menschen gelangten im Lauf der Jahrzehnte ins grausame System der „fürsorgerischen Zwangsmassnahmen“ und wurden zu Verdingkindern. Jetzt will der Bund dafür sorgen, dass die Überlebenden rasch die Wiedergutmachung von 25‘000 Franken bekommen, die ihnen das Parlament zugesprochen hat. 9‘000 von ihnen haben bis Ende März 2018 ein Gesuch eingereicht. Aber das Bundesamt für Justiz hat bisher nur gut 2‘300 Gesuche geprüft und nur etwa 2‘000 Menschen die Entschädigung ausbezahlt. Damit es schneller geht, wolle man jetzt mehr Personal einsetzen, um die Dossiers zu bearbeiten, so das Amt gegenüber Radio SRF. Das ist dringend nötig, sagt Work-Kolumnist Jean Ziegler. Er hat mehrfach den Umgang von Politik und Verwaltung mit den Opfern kritisiert, zuletzt in einem eindringlichen Appell am 29.Juni im Work (rebrand.ly/workziegler). „Es ist eine traurige Tatsache, dass die meisten Opfer dieser Verbrechen alt und krank sind“, so Ziegler. „Sie brauchen das Geld dringend, bevor sie sterben“. Jetzt ist Ziegler vorsichtig optimistisch, dass es rascher vorwärtsgeht: (…).
Work, 31.8.2018.
Work > Verdingkinder. Entschädigungen. Work, 2018-08-31.
Ganzer Text
01.07.2018 Burkina Faso
Kinder
VPOD-Magazin

Kinderarbeit
Volltext
Burkina Faso: Kinder sollten zur Schule gehen - und nicht lebensgefährliche Arbeit in Minen verrichten. Gold, das .arm macht. In Burkina Faso schürfen Menschen in 500 Minen auf eigene Faust Gold. Auch viele Kinder schuften dort unter prekärsten Bedingungen. Solidar arbeitet daran, sie zum Schulbesuch oder zur Lehre zu bewegen. „Ich lebe seit vier Jahren in der Goldmine. Hier sammle ich liegengelassene Eisenstücke ein und verkaufe sie. Damit verdiene ich 300 Francs (50 Rappen) im Tag“, erzählt der 14-jährige Ibrahim. Wir befinden uns in der Goldmine Silmiougou nördlich der Hauptstadt Ouagadougou. Mitten in der Einöde steht ein improvisiertes Zeltdorf rund um Erdlöcher von mehreren Dutzend Metern Tiefe. Tausende von Menschen versuchen sich hier ihr mageres Einkommen zu verdienen: Sie graben nach Gold in den Stollen, sie handeln, kochen, bauen Gemüse an oder holen Wasser. Am Rand des Areals befindet sich das Bordel. In Silmiougou gibt es auch viele Kinder. Wegen der Armut oder wegen Problemen in der Familie verlassen sie die Schule, um in der Mine zu arbeiten. Mit leerem Blick seilen sich die jungen Mineurinnen und Mineure ab. Neben fast unerträglicher Hitze und stundenlanger Beklemmung drohen ihnen Unfälle, die in den ungesicherten Gruben regelmässig vorkommen. „Vor ein paar Monaten wurde ein Kind bei einer Sprengung schwer verletzt“, erzählt man uns. Trotzdem ist es schwierig, die Kinder zum Verlassen der Mine zu bewegen. Gefahr und erbärmliche Lebensbedingungen zählen weniger als die (…). Lionel Frei.
VPOD-Magazin, Juli 2018.
VPOD-Magazin > Burkina Faso. Kinderarbeit. VPOD-Magazin, 2018-07-01.
Ganzer Text
06.06.2017 Deutschland
Junge Welt
Kinder

Kinder
Überwachung
Volltext
Kinderüberwacher des Tages: Joachim Herrmann. Schwer zu glauben, aber im Oktober könnten wir uns vielleicht schon nach Thomas de Maizière zurücksehnen. Denn dann könnte ein Mann sein Nachfolger als Bundesinnenminister werden, gegen den der CDU-Politiker geradezu wie ein Hüter bürgerlicher Freiheiten erscheint: Joachim Herrmann von der CSU, zur Zeit noch Innenminister Bayerns. Am Wochenende hat der Franke demonstriert, was uns blühen könnte. Gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe ventilierte er einen Vorschlag, der den Begriff „Big Brother“ in einem neuen Licht erscheinen lässt: Der Verfassungsschutz solle Kinder im »islamistischen Umfeld« beobachten, die Altersgrenze für eine Überwachung müsse bundesweit fallen. Das klingt erst mal lustig und reizt zu Überlegungen, wie man der Idee grössere Wirkung verleihen kann. Warum also nicht V-Kinder in der Kita anwerben? Die Kleinen können gar nicht früh genug lernen, dass die „freiheitlich-demokratische Grundordnung“ auf Ausschnüffeln und Mobben der Mitmenschen beruht. „Der Leon spielt immer mit der Elif und isst kein Schweinefleisch mehr“ – so ein Hinweis an die Erzieherin könnte verhindern, dass der Leon mit sieben Jahren sein Bündel schnürt, um sich in Syrien dem „Islamischen Staat“ anzuschliessen. Im Ernst: Wie wäre es, wenn der Staat sich erst mal um die Kinder kümmert, die in Neonazifamilien aufwachsen? Folgt man der jüngsten „Studie zu Rechtsextremismus“ der Ostbeauftragten, muss man davon ausgehen: In Neufünfland lernen schon Vierjährige, wie man jemandem den Arm umdreht und dass Arier bessere (…). Kristian Stemmler.
Junge Welt, 6.6.2017.
Junge Welt > Kinder. Überwachung. Junge Welt, 2017-06-06.
Ganzer Text
12.05.2017 Deutschland
Junge Welt
Kinder

Armut
Kinder
Volltext
Gefährdetes Kindeswohl. Studie: Bundesregierung mitverantwortlich für wachsende Armut der Jüngsten. Parlamentarische und gesellschaftliche Initiativen dringend notwendig. Kein Kino, kein Fahrrad, nie eine Urlaubsreise: In Deutschland wächst die Kinderarmut. Seit Jahren kommen Forscher zu diesem Resultat. Zuletzt warnte im April das Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung des DGB: Ein Fünftel der Minderjährigen lebt inzwischen auf dem Niveau der Grundsicherung. „Kinderarmut in einem der reichsten Länder der Welt kommt nicht aus dem Nichts, sondern ist direkte Folge politischer Entscheidungen“, resümiert nun Michael Klundt von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Der Sozial- und Geschichtsforscher hat für das „Netzwerk gegen Kinderarmut“ Ursachen des gesellschaftlichen Desasters analysiert. Am Donnerstag stellte er seine Studie unter dem Titel „Ene, mene, muh, und raus bist du? Kinderarmut und Reichtum in Deutschland“ gemeinsam mit den Bundestagsabgeordneten der Partei Die Linke Dietmar Bartsch und Dagmar Enkelmann in Berlin vor. Ziel sei es, Empfehlungen zur Bekämpfung der wachsenden Kinderarmut auf bundes-, landes- und kommunalpolitischer Ebene zu erarbeiten, erklärte er. Zwar erlitten Kinder in der Bundesrepublik kaum absolutes Elend oder bedrohlichen Hunger, so Klundt. Verglichen mit dem durchschnittlichen Lebensstandard seien die Betroffenen jedoch mit grossen Entbehrungen konfrontiert, würden benachteiligt und ausgegrenzt. „Lebensqualität, Bildung, Gesundheit und Zukunftschancen sind durch das Aufwachsen in Armut massiv beeinflusst“, konstatierte der Autor. (…).
Junge Welt, 12.5.2017.
Junge Welt > Armut. Kinder. Junge Welt, 2017-05-12.
Ganzer Text
11.05.2017 Schweiz
Kinder
Personen
Work
Ralph Hug
Armut
Kinder
Volltext
Unicef-Bericht zeigt schockierenden Befund: Krise stürzt Kinder ins Elend. In grossen Teilen Europas wächst die Kinderarmut. Und zwar vor allem dort, wo neoliberale Sparpolitiker am stärksten abbauten. Unicef, das Kinderhilfswerk der Uno, benennt in einer Studie die wahren Opfer der Finanzkrise: die Kinder armer Familien. Im Jahr 2008 fuhren spekulierende Banken beinahe das globale Finanzsystem an die Wand. Die Staaten mussten Geldhäuser mit Abermilliarden an Steuergeldern retten. Auch die Schweiz stützte per Notverordnung die wankende UBS mit 68 Milliarden Franken. Danach fehlte viel Geld in den Staatskassen. Die Folgen waren Sparprogramme mit unsozialen Kürzungen. Tief im Spekulationssumpf. Die Kinderarmut nahm in der Folge drastisch zu, zeigt die neue Unicef-Studie. Sechs Jahre nach der Finanzkrise lebten in den dreissig europäischen Ländern sowie in Japan und den USA fast 2,6 Millionen mehr Kinder in Armut. Insgesamt sind über 76 Millionen Kinder betroffen. In zwei Dritteln der Länder Europas nahm die Kinderarmut zwischen 2008 und 2014 zu. Der Ländervergleich macht den Zusammenhang zwischen neoliberaler Sparpolitik und Familiennot klar: Wo die Staaten ihre Sozialleistungen am stärksten abbauten. stürzten am meisten Familien ins Elend. Griechenland ist das Paradebeispiel. Der Mittelmeerstaat, den eine korrupte Elite heruntergewirtschaftet hatte, war unter dem Diktat der EU zu besonders drastischen Kürzungen gezwungen. Das Bruttoinlandprodukt stürzte um 26 Prozent ab. (…). Ralph Hug.
Work online, 11.5.2017.
Personen > Hug Ralph. Kinder. Armut. Work online, 2017-05-11.
Ganzer Text
03.05.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Kinderbetreuung
Volltext
Finanzhilfen Kinderbetreuung: Was lange währt, wird endlich gut. Nationalrat stellt Weichen richtig. Nach dem Ständerat hat nun auch der Nationalrat grünes Licht gegeben: Der Bund wird über die nächsten fünf Jahre 100 Millionen Franken in die familienergänzende Kinderbetreuung investieren. Ein zukunftsorientierter Entscheid der Grossen Kammer. Lange hat das Parlament die Vorlage beraten, die in der Vernehmlassung nahezu unbestritten war. Oft schien sie zum Scheitern verurteilt, denn Economiesuisse und ihre politischen Gehilfen wollten berufstätige Eltern partout nicht entlasten. Am 2. Mai hat nun aber auch der Nationalrat den Vorschlag des Bundesrates gutgeheissen, über die nächsten fünf Jahre 100 Millionen Franken in die familienergänzende Kinderbetreuung zu investieren. Unsere Argumente überzeugten auch bürgerliche PolitikerInnen. Insbesondere in der FDP-Fraktion haben etliche sich durch Vernunft statt durch Ideologie leiten lassen. Schweizer Eltern zahlen zuviel. Der Grossteil des gesprochenen Geldes soll die Kantone darin unterstützen, die in der Schweiz massiv zu hohe Elternbeteiligung an der Finanzierung zu reduzieren. Dazu ist es höchste Zeit. Denn die Eltern tragen in der Schweiz im Schnitt zwei Drittel der (international vergleichbaren) Vollkosten, die im europäischen Umland rund einen Drittel. Kein Wunder, entscheiden sich in der Schweiz immer mehr Frauen gegen Kinder oder dann gegen eine berufliche Karriere. Die vorgesehene Investition ist ein wichtiges Signal, aber immer noch meilenweit vom einen (…). Regula Bühlmann.
SGB, 3.5.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kinderbetreuung. Nationalrat. SGB, 2017-05-03.
Ganzer Text
24.04.2017 Schweiz
Kinder
VPOD Schweiz

Kinderbetreuung
Praktikum
Volltext
Kita-Praktika müssen endlich abgeschafft werden. 1% vom BIP für die Kinderbetreuung! Vorpraktika in Kitas senken die Betreuungskosten, doch für die Ausbildungswilligen haben sie keinen Nutzen, und sie tragen mit dazu bei, dass viele den Beruf schnell wieder verlassen. Es ist daher höchste Zeit, dass diese Vorpraktika endlich abgeschafft werden. Trotzdem wehren sich manche Arbeitgeber mit Händen und Füssen dagegen, obwohl sie damit dem Beruf schaden. Neun von zehn Ausbildungswilligen im Bereich Betreuung absolvieren vor der Ausbildung ein Praktikum von einem, manchmal sogar zwei Jahren in der Hoffnung, dass sie dann eine Lehrstelle bekommen. Doch das ist nicht garantiert, denn viele Betriebe beschäftigen mehr PraktikantInnen als sie Lehrstellen anbieten. Die Folgen: Jugendliche werden mit Versprechungen hingehalten und das Ansehen des Berufs wird beschädigt. Auch die Qualität der Kita-Betreuung leidet, wenn die Kinder mehrheitlich von unausgebildetem Personal betreut werden, und viele Betreuerinnen verlassen den Beruf bald nach der Ausbildung, weil sie nicht länger eine Arbeit machen wollen, für die es ja angeblich nicht einmal eine Ausbildung braucht. Der Kanton Bern hat daher jetzt Massnahmen ergriffen und verlangt, dass nach einem halben Jahr Praktikum ein Lehrvertrag vorliegen muss, wenn das Praktikum länger dauern soll. Falls kein Vertrag vorliegt (und nur dann) muss bei einer Fortsetzung des Arbeitsverhältnisses ein (immer noch jämmerlicher) Mindestlohn von Fr. 3000.- gezahlt werden. Andere Kantone unterstützen (…).
VPOD Schweiz, 24.4.2017.
VPOD Schweiz > Kinderbetreuung. Praktikum. VPOD Schweiz, 2017-04-24.
Ganzer Text
04.04.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Kindererziehugn
Volltext
Finanzhilfen für Kinderbetreuung vor letzter Hürde. Kleiner, aber wegweisender Schritt ist möglich. Wer die Geschlechtergleichstellung fördern und den Fachkräftemangel bekämpfen will, muss sich für mehr familienergänzende Kinderbetreuung einsetzen. Der SGB erwartet dieses Engagement vom Nationalrat. Die grosse Kammer wird das Geschäft "Finanzhilfen für Familienergänzende Kinderbetreuung" am 2. Mai beraten. Es war eine Zangengeburt. Erst nach langem Hin und Her hat sich der Ständerat in der Frühlingssession zu den Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung bekannt. Der Bundesrat will mit den dafür vorgesehenen 100 Mio. Franken einerseits die Elternbeiträge an die familienergänzende Kinderbetreuung senken, andererseits die Angebote besser auf die Bedürfnisse der Familien abstimmen. Eine sinnvolle Idee, wenn auch massiv mehr Geld nötig wäre dafür: OECD und UNO empfehlen, mindestens 1 Prozent des BIP in die familienergänzende Kinderbetreuung zu investieren - die Schweiz ist noch weit davon entfernt. Trotzdem hat die Kommission des Nationalrates die Vorlage nur knapp mit 13 zu 11 Stimmen angenommen, und eine bedeutende Minderheit will das vorgesehene Budget auch noch halbieren. Doch wenn es dem Nationalrat ernst ist mit der Fachkräfteinitiative, muss er auf die Vorlage einsteigen und sie ausbauen statt abbauen. Krippenkosten bei uns viel höher. Ein grosser Stolperstein für Frauen, die ihr Pensum aufstocken wollen, sind die hohen Krippenkosten. (…). Regula Bühlmann.
SGB, 4.4.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kindererziehung. Gleichstellung. SGB, 2017-04-04.
Ganzer Text
04.04.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Gleichstellung
Kinderbetreuung
Volltext
Finanzhilfen für Kinderbetreuung vor letzter Hürde. Kleiner, aber wegweisender Schritt ist möglich. Wer die Geschlechtergleichstellung fördern und den Fachkräftemangel bekämpfen will, muss sich für mehr familienergänzende Kinderbetreuung einsetzen. Der SGB erwartet dieses Engagement vom Nationalrat. Die grosse Kammer wird das Geschäft „Finanzhilfen für Familienergänzende Kinderbetreuung" am 2. Mai beraten. Es war eine Zangengeburt. Erst nach langem Hin und Her hat sich der Ständerat in der Frühlingssession zu den Finanzhilfen für familienergänzende Kinderbetreuung bekannt. Der Bundesrat will mit den dafür vorgesehenen 100 Mio. Franken einerseits die Elternbeiträge an die familienergänzende Kinderbetreuung senken, andererseits die Angebote besser auf die Bedürfnisse der Familien abstimmen. Eine sinnvolle Idee, wenn auch massiv mehr Geld nötig wäre dafür: OECD und UNO empfehlen, mindestens 1 Prozent des BIP in die familienergänzende Kinderbetreuung zu investieren - die Schweiz ist noch weit davon entfernt. Trotzdem hat die Kommission des Nationalrates die Vorlage nur knapp mit 13 zu 11 Stimmen angenommen, und eine bedeutende Minderheit will das vorgesehene Budget auch noch halbieren. Doch wenn es dem Nationalrat ernst ist mit der Fachkräfteinitiative, muss er auf die Vorlage einsteigen und sie ausbauen statt abbauen. Krippenkosten bei uns viel höher. Ein grosser Stolperstein für Frauen, die ihr Pensum aufstocken wollen, sind die hohen Krippenkosten. Dieser Umstand (…). Regula Bühlmann.
SGB, 4.4.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kinderbetreuung. Gleichstellung. SGB, 2017-04-04.
Ganzer Text
09.01.2017 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Regula Bühlmann
Kinderbetreuung
Volltext
Neues Unterhaltsrecht: halbherzige Verbesserungen Mütter und Kinder nach wie vor benachteiligt. Seit dem 1.1.2017 ist ein neues Unterhaltsrecht in Kraft. Es bringt zwar ein paar Verbesserungen, kommt jedoch nicht über Symptombekämpfung hinaus. Kinder brauchen finanzielle Sicherheit, Betreuung und verlässliche Bezugspersonen. Dafür sind die Eltern verantwortlich - auch wenn sie sich getrennt haben. Trotzdem ist eine solche Trennung für Kinder immer noch ein grosses Armutsrisiko: Die Armutsquote von Einelternfamilien liegt bei fast 15%, gut ein Viertel der Einelternfamilien sind armutsgefährdet. Bei der Gesamtbevölkerung betragen diese Werte 6,6, resp. 13,5% (vgl. Armut und materielle Entbehrung von Kindern. Erhebung über die Einkommen und Lebensbedingungen (SILC) 2014, BFS 2016). Um diesen Missstand zu beheben, wollte das Justizdepartement das Unterhaltsrecht gemeinsam mit dem Sorgerecht revidieren. Es sollte nicht soweit kommen, unter Druck von Männer- und Väterorganisationen hat es das Sorgerecht bevorzugt behandelt. Die gemeinsame elterliche Sorge ist seit dem 1. Juli 2014 auch bei geschiedenen und unverheirateten Eltern der Regelfall. Finanzielle Sicherheit und stabile Betreuung als Anspruch des Kindes. Zweieinhalb Jahre später ist nun auch ein neues Unterhaltsrecht in Kraft getreten. Es soll den Anspruch von Kindern auf finanzielle Sicherheit und eine stabile Betreuung verbessern, und dies unabhängig davon, ob die Eltern verheiratet sind oder waren. Neu gilt die Betreuung als Anspruch des Kindes und somit als Teil des Kindesunterhalts. Damit anerkennt das revidierte Recht, dass Kinder neben finanzieller Sicherheit, (…). Regula Bühlmann.
SGB, 9.1.2017.
Personen > Bühlmann Regula. Kinder. Kinderbetreuung. SGB, 2017-01-09.
Ganzer Text
01.10.2015 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Daniel Lampart
Kinderbetreuung
Löhne
Volltext
Lohnentwicklung im Schneckentempo verstärkt Fachkräftemangel in der Kinderbetreuung. Im Betreuungsbereich gibt es in der Schweiz einen Mangel an Fachkräften. Gemäss einer Studie im Auftrag des Dachverbandes Savoirsocial ist die Kinderbetreuung (Horte, Krippen) einer der besonders betroffenen Bereiche. Eine Ursache für den Personalmangel ist die Fluktuation. In der Stadt Zürich dürften 35 Prozent der Gruppenleitungen und 45 Prozent der Miterziehenden weniger als zwei Jahre an der bisherigen Stelle arbeiten, wie eine Studie der Uni Zürich zeigt. Das ist im gesamtwirtschaftlichen Vergleich eine sehr hohe Fluktuationsrate. Unklar ist, wie viele Personen den Arbeitgeber wechseln und wie viele generell aus dem Beruf aussteigen. Die Fluktuation hängt wesentlich mit den Arbeitsbedingungen zusammen. Nur rund 60 bis 70 Prozent sind zufrieden damit. Dabei kann ein Teufelskreis entstehen. Wenn ein Teil des Personals kündigt, steigt die Belastung für die Verbliebenen, was weitere Kündigungen auslösen kann. Besonders schlecht fällt die Beurteilung der Lohnsituation aus. Angesichts der soeben erschienenen Lohnerhebung 2014 der Stadt Zürich ist das wenig überraschend. Von 2003 bis 2014 stiegen die Durchschnittslöhne der Fachangestellten Betreuung FABE nur um rund 4.6 Prozent. Im selben Zeitraum erhöhte sich der Lohnindex des BFS für alle Branchen um 13,7 Prozent (Frauen +14,5 Prozent). Das entspricht einer Wachstumsdifferenz von rund 10 Prozentpunkten. (…). Daniel Lampart.
SGB, 1.10.2015.
Personen > Lampart Daniel. Kinderbetreuung. Löhne. SGB, 1.10.2015.
Ganzer Text
21.05.2015 Schweiz
Kinder
SGB

Kinderbetreuung
Volltext
SGB begrüsst stärkere Unterstützung der familienergänzenden Kinderbetreuung. Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessern. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) ist erfreut über den Entscheid des Bundesrats, Anreize zu schaffen, damit Kantone, Gemeinden und auch Arbeitgeber mehr in die familienergänzende Kinderbetreuung investieren. Für den SGB ist das ein wichtiger Schritt, damit in der Schweiz Beruf und Familie besser unter einen Hut gebracht werden können. Es ist der Beginn eines Prozesses, in dem nun auch die Kantone, Gemeinden und Arbeitgeber mitziehen müssen. Denn die Schweiz ist im internationalen Vergleich bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Familie keine Musterschülerin: Familie gilt hierzulande immer noch zu oft als Privatsache, die Unterstützung durch den Staat ist vergleichsweise gering. So investiert die Schweiz weniger als 2% des BIP in die Entlastung von Familien, während der OECD-Schnitt 2,55% beträgt und Spitzenreiter wie Irland, Grossbritannien und Dänemark über 4% investieren. Noch eklatanter sind die Unterschiede in der Finanzierung von Kinderbetreuungsangeboten (Quelle: OECD 2011). (…).
SGB, 21.5.2015.
SGB > Kinderbetreuung. SGB, 21.5.2015.
Ganzer Text
01.11.2014 Schweiz
Kinder
SGB
VPOD-Magazin

Illegalität
Saisonnierstatut
Volltext
Versteckte Kinder. Es war einer der emotionalsten Momente des SGB-Kongresses, als sich der Saal für die Projektion eines Filmes mit Zeugnissen ehemaliger versteckter Kinder verdunkelte. Sie waren illegal mit ihren Eltern in die Schweiz gekommen, damals, als das Saisonnierstatut noch galt und den Familiennachzug verbot. Sie verbrachten den Tag versteckt zu Hause und durften nur Spiele spielen, die keinen Lärm machen. Es waren berührende Zeugnisse - und beschämende: für eine offizielle Schweiz, die dieses familien- und lebensfeindliche Statut bis 2002 aufrechterhielt. Die Botschaft des knapp 10-minütigen, im Auftrag des SGB von Karin Bachmann gedrehten Filmes war klar: Es darf keinen Rückfall in diese Zeiten geben! Mit anderen Worten: Kein neues Saisonnierstatut - und damit Nein zu allen Vorhaben, die wieder solche Massnahmen wollen. Klar ist für den SGB auch nach dem Volks-Ja zur SVP-Initiative: (…). (SGB/VPOD).
VPOD-Magazin, 1.11.2014.
VPOD-Magazin > Kinder. Illegalität. VPOD-Magazin, November 2014.
Ganzer Text
03.10.2014 Schweiz
Kinder
Work

Kinderzulagen
Volltext
Zulagen: Habe ich Anspruch auf mehr Kindergeld? Wir wohnen in Solothurn und haben drei Kinder im Alter von drei, sieben und neun Jahren. Meine Frau arbeitet in Solothurn, ich selber in der Stadt Freiburg. Monatlich werden meiner Frau mit ihrem Lohn pro Kind 200 Franken Kinderzulage ausgezahlt, insgesamt also 600 Franken. Ein Freiburger Arbeitskollege von mir hat auch drei Kinder. Er bekommt aber pro Monat mehr als diese 600 Franken Kindergeld. Habe ich also auch Anspruch auf mehr Kinderzulagen? Peter Schmid: Ja, das haben Sie. Ihre Familie hat Anrecht auf eine sogenannte Differenzzahlung: Für die ersten beiden Kinder erhalten Sie pro Monat zusätzlich je 45 Franken und für das dritte Kind 65 Franken monatlich. Aber alles schön der Reihe nach: Anspruch auf Familienzulagen haben alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, alle Selbständigerwerbenden sowie Nichterwerbstätige mit bescheidenem steuerbarem Einkommen. Das eidgenössische Familienzulagengesetz bestimmt, wer diese Zulagen erhält, wenn beide Elternteile erwerbstätig sind. (…). Peter Schmid.
Work, 3.10.2014.
Work > Kinderzulagen. Work, 3.10.2014.
Ganzer Text
19.09.2014 Schweiz
Kinder
Personen
Syndicom-Zeitung
Suleika Baumgartner
Illegalität
Kinder
Saisonarbeit
Saisonnierstatut
Volltext
Die Kinder der italienischen Saisonniers. Wie fühlt sich das an als Kind, die meiste Zeit eingeschlossen daheim und ohne Kontakt zu anderen Kindern? Was macht eine solche Situation mit einer Familie, und wie findet sie trotzdem ihren Weg? Geschichten eines humanitären Skandals. Leben im Schrank. Der dunkelrote Alfa Romeo hält an einem Waldrand an der Strasse von Marchirolo zum Grenzübergang Ponte Tresa. Der Mann steigt vorsichtig aus und öffnet den Kofferraum. Die Frau schiebt das Mädchen, dem die Angst ins Gesicht geschrieben steht, zum Kofferraum, es schlüpft hinein. Die beiden Erwachsenen setzen sich wieder ins Auto und überqueren die Grenze mit versteinerten Mienen, die Normalität markieren sollen. Für das Mädchen aus Florenz beginnt eine weitere Saison im Schrank. „Ich fühle mich moralisch verpflichtet, über meine Erfahrungen als verstecktes Kind zu sprechen“, sagt die 1950 geborene Fotografin und Sozialpädagogin Catia im neuen Buch von Marina Frigerio. Das Saisonnier-Statut wurde 1934 in der Schweiz eingeführt. Es stellte Eltern vor eine schwierige Entscheidung: Entweder hörten sie ihre Kinder am Telefon aufwachsen oder sie brachten sie illegal mit in die Schweiz. In den 1960er- und 70er-Jahren gingen Kinder ohne Aufenthaltsbewilligung in der Regel nicht zur Schule - sie sind es, von denen dieses Buch berichtet. Aber auch von jenen, die nach Como, Novara oder Domodossola in Internate geschickt wurden, wo ihre Eltern sie einmal im Monat besuchen konnten. (…).
Suleika Baumgartner, freie Journalistin.
Syndicom-Zeitung, 19.9.2014.
Syndicom-Zeitung > Saisonarbeit. Kinder. Syndicom-Zeitung, 2014-09-19.
Ganzer Text
01.06.2014 Schweiz
Kinder
Personen
VPOD-Magazin
Christoph Schlatter
Verdingkinder
Volltext
Eine Volksinitiative will Wiedergutmachung für Opfer von behördlichen Zwangsmassnahmen. Des Lebensglücks beraubt. Verdingkinder, Zwangssterilisierte, Opfer administrativer Versorgung: Sie alle fordern Aufarbeitung und (finanzielle) Wiedergutmachung durch einen Fonds. Die VPOD-Verbandskommission Sozialbereich beantragt Unterstützung der Volksinitiative. Das Jahr 1981 markiert das Ende eines düsteren Kapitels der jüngeren Schweizer Geschichte: Bis zu jenem Zeitpunkt wurden Zehntausende Menschen Opfer fürsorgerischer Zwangsmassnahmen, wurden in ihrer Bewegungsfreiheit und in ihren Lebenschancen eingeschränkt, wurden ihrer Eltern oder ihrer Kinder beraubt - oder der Möglichkeit, Kinder zu bekommen. Am bekanntesten sind die Verdingkinder - meist Waisen oder Kin-der aus armen Verhältnissen, die zu Bauernfamilien gegeben wurden, wo sie als billige Arbeitskraft missbraucht wurden - im besten Fall „nur“ das. (…). Christoph Schlatter.
VPOD-Magazin, Juni 2014.
Personen > Schlatter Christoph. Verdingkinder. VPOD-Magazin, Juni 2014.
Ganzer Text
01.06.2014 Pakistan
Kinder
Personen
Solidar Suisse
Katja Schurter
Kinderarbeit
Volltext
Kinderarbeit in Pakistan lässt sich nicht so einfach ausrotten. Schuften statt lernen? In Pakistan dürfen viele Kinder nicht zur Schule gehen: Sie müssen mitverdienen. Ein neues Solider-Projekt will dafür sorgen, dass sie trotzdem zu Schulbildung kommen. „Ja, ich würde gerne zur Schule gehen“, sagt die 8-jährige Naheed. Die gleiche Antwort geben ohne zu zögern Khurram, Sahiba und Dillawar. Sie leben in Ahmed Town und Shahdara, Slums der Millionenstadt Lahore im Nordosten von Pakistan. Statt Lesen und Schreiben und Rechnen zu lernen, arbeiten sie als Metallarbeiter oder Stickerin, bemalen Kämme oder Spardosen. Damit helfen sie ihren Eltern, über die Runden zu kommen. Alltag in Pakistan, wo 60 Prozent der Bevölkerung mit weniger als 2 Dollar pro Tag leben und wo 12 Millionen Kinder arbeiten. Zu hohe Schulgebühren. (…). Katja Schurier.
VPOD-Magazin, Juni 2014.
Solidar Suisse > Kinderarbeit. Pakistan. VPOD-Magazin, Juni 2014.
Ganzer Text
30.04.2014 Schweiz
Kinder
Personen
Work
Ralph Hug
Illegalität
Kinder
Saisonnierstatut
Volltext
Versteckte Kinder in der Schweiz: Ein Buch bringt Licht ins Dunkel. Die verdrängte Tragödie. Sie durften nicht zur Schule gehen und lebten in Angst und Schrecken vor der Fremdenpolizei. Und dies mitten in der Schweiz: die versteckten Kinder der Saisonniers. Die SVP will wieder zurück zum Saisonnierstatut. Dieses regelte bis 2002 die Zuwanderung in die Schweiz. Mit verheerenden Auswirkungen auf die Saisonniers und ihre Kinder: Das Statut verbot ihnen etwa den Familiennachzug. Wer nicht jahrelang getrennt von seinem Kind leben wollte, musste es verstecken. Die Zürcherin Aurora Lama (58) war so ein verstecktes Kind. Im letzten Work hat sie das Schweigen gebrochen: Die gebürtige Spanierin lebte in den 1960ern vier Jahre als verstecktes Kind in Lausanne. Aurora war eines von Tausenden Kindern in der Schweiz, die isoliert aufwuchsen, nicht zur Schule gehen durften, von Ängsten geplagt waren. Die Berner Psychologin und Therapeutin Marina Frigerio widmet diesem wohl dunkelsten Kapitel in der Schweizer Geschichte der letzten fünfzig Jahre nun ein Buch. Sie hat Interviews mit den Betroffenen gemacht, mit heute Erwachsenen, die als Kinder im Untergrund leben mussten, in ständiger Angst vor der Fremdenpolizei, der Frepo, vor Denunziationen, vor Ausweisungen. Und Frigerio zeigt auf, wie diese seelische Pein sie für immer geprägt hat. (…). Ralph Hug.
Work, 30.4.2014.
Personen > Hug Ralph. Kinder. Illegalität. Work. 30.4.2014.
Ganzer Text
03.04.2014 Schweiz
Emigranten
Kinder
Personen
Work
Ralph Hug
Aurora Lama
Illegalität
Saisonnierstatut
Volltext

Die Zürcher Aurora Lama (58) durchbricht das Schweigen: „Ich war ein verstecktes Kind“. Sie durften nicht zur Schule und mussten tagsüber in der Wohnung bleiben: die illegal anwesenden Kinder der Saisonniers. Aurora Lama war eines von ihnen. Die Eltern kommen 1960 als Saisonniers in die Schweiz. Da ist Aurora Lama gerade mal vier Jahre alt. Die Kleine muss bei der Grossmutter im spanischen Galicien bleiben. Das Saisonnierstatut, das bis 2002 die Zuwanderung in die Schweiz regelte, verbietet den Familiennachzug. Aurora wird Vater und Mutter die nächsten sechs Jahre kaum mehr sehen. Warum? Die heute 58jährige schweizerisch-spanische Doppelbürgerin erzählt: „Meine Eltern kehrten nach neun Monaten Saisonarbeit nicht zurück, sondern blieben in der Schweiz - schwarz und mit dem Einverständnis des Arbeitgebers, der sie im Winter weiterbeschäftigte.“ Der Vater arbeitet in Olten auf dem Bau, die Mutter in einem Hotel. Es spielen auch politische Gründe mit, weshalb Auroras Vater nicht mehr nach Spanien zurückkehren will: Als engagierter Gewerkschafter fürchtet er sich vor Diktator Francos Schergen. So zerriss das Saisonnierstatut Auroras Familie. Das war bei vielen Migranten so. „Doch damals hat man nicht darüber gesprochen“, sagt sie. (…). Ralph Hug.

Work online, 3.4.2014.

Personen > Hug Ralph. Kinder Saisonnierstatut. Work. 2014-04-03.

Ganzer Text

21.11.2013 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
SVP
Doris Bianchi
Kinderbetreuung
Kindertagesstätten
Volltext

Verantwortungslos, kurzsichtig und doppelzüngig. Familieninitiative führt Familien in die Armut. Die Familieninitiative der SVP begünstigt Alleinernährer-Familien, also Familien, in denen ein Elternteil – meistens der Vater – das Geld verdient und der andere – meistens die Mutter – zu Kindern und Haushalt schaut. Nur solche Familien könnten neu Steuerabzüge für die Kinderbetreuung geltend machen. Anstatt die verschiedenen Familienmodelle gleichzustellen, schafft die Initiative Anreize, dass Mütter auf eine Erwerbsarbeit verzichten. Dies birgt hohe sozialpolitische Risiken. Während die SVP-Familieninitiative die Alleinernährer-Familien fördern will, weisen neuere Entwicklungen bei den Sozialversicherungen und im Scheidungsrecht in eine andere Richtung. Familien, in denen die Mutter nicht erwerbstätig ist, könnten deswegen bei Scheidung, Tod oder Krankheit zusätzlich benachteiligt werden.(...).Doris Bianchi.

SGB, 21.11.2013.
Personen > Bianchi Doris. Kinderbetreuung. SVP. SGB. 2013-11-21.

Ganzer Text

21.11.2013 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
Doris Bianchi
Erziehungsgutschrift
Kinderbetreuung
Volltext

Erziehungsgutschriften sind für die, die de facto betreuen. Fatale Nebenwirkung der Sorgerechtsrevision. Mit dem gemeinsamen Sorgerecht sollen im Regelfall neu auch die AHV-Erziehungsgutschriften hälftig auf Vater und Mutter verteilt werden. Diese Regel ist völlig praxisfremd und bedeutet für die meisten geschiedenen und ledigen Mütter einen grossen Schritt Richtung Altersarmut. Im Sommer beschloss das Parlament die Revision des Sorgerechts. Damit wurde das gemeinsame Sorgerecht über die Kinder auch bei Scheidung oder bei Unverheirateten als Regelfall eingeführt. Die Revision wirkt sich auch auf die AHV aus. Denn die Gewährung von Erziehungsgutschriften bei der Rentenberechnung knüpft an das Sorgerecht an. Indirekte Diskriminierung der Frauen. (...).Doris Bianchi.

SGB, 21.11.2013.
Personen > Bianchi Doris. Kinderbetreuung. Erziehungsgutschrift. SGB. 2013-11-21.

Ganzer Text

14.11.2013 GE Kanton
SG Kanton
Kinder
Personen
Work
Ralph Hug
Kinderbetreuung
Kindertagesstätten
Volltext

Genf Top, St. Gallen Flop. Je grösser das ausserfamiliäre Betreuungsangebot für Kinder, desto grösser die Bereitschaft der Väter, ihr Arbeitspensum zu reduzieren. Ob Frauen arbeiten oder zu Hause bleiben, hängt auch mit den Betreuungsangeboten für Kinder zusammen. In mehrjähriger aufwendiger Arbeit haben die Büros Infras und das Institut für Empirische Wirtschaftsforschung der Uni St. Gallen im Auftrag des Nationalfonds die Lage bei Horten, Kindertagesstätten, Krippen untersucht sowie an Mittagstischen an Schulen und Tagesschulen. Die Frage war: Welchen Einfluss haben die ausserfamiliären Angebote auf die Erwerbsentscheide von Frauen und Männern in der Schweiz? (...).Ralph Hug.

Work online, 14.11.2013.
Personen >  Hug Ralph. Kinderbetreuung. Work. 2013-11-14.

Ganzer Text

31.10.2013 Schweiz
Kinder
Personen
SGB-Frauenkommission
SVP
Christine Flitner
Kinderbetreuung
Kindertagesstätten
Volltext

Keine Bestrafung berufstätiger Mütter und fürsorglicher Väter. 7 Argumente gegen die SVP-Familieninitiative. Die SVP-Initiative klingt sympathisch, weil sie scheinbar die unbezahlte Betreuungsarbeit aufwerten will. Tatsächlich wird die unbezahlte Arbeit aber nur bei gutgestellten Einverdienerfamilien abgegolten. Die anderen gehen leer aus oder zahlen sogar drauf. 7 Argumente gegen die erneute Umverteilung von unten nach oben. (...).Christine Flitner, Co-Präsidentin SGB-Frauenkommission.

SGB Frauenkommission, 31.10.2013.
SGB-Frauenkommission > Kinderbetreuung. SVP. SGB-Frauenkommission. 2013-10-31.

Ganzer Text

25.10.2013 Schweiz
Kinder
Personen
SGB
SVP
Christina Werder
Kinderbetreuung
Kindertagesstätten
Steuerabzug
Volltext

Reiche profitieren - Rechnung zahlen die anderen. SVP-Familieninitiative will von unten nach oben umverteilen. Wird die SVP-Familieninitiative angenommen, dann gibt es zwei Szenarien. Entweder drohen Bund und Kantonen Steuerausfälle von rund 1,4 Mrd. Franken. Die Rechnung dafür bezahlen wir alle – mit Sparpaketen und dem Abbau staatlicher Leistungen. Oder aber: Familien, in denen beide Elternteile arbeiten müssen, zahlen mehr Steuern. Der SGB weist beide Möglichkeiten zurück und sagt entschieden Nein zu dieser Mogelpackung. Heute können Familien, die ihre Kinder in einer Krippe betreuen lassen, die Kosten dafür bis zu einer gewissen Grenze in ihrer Steuerrechnung geltend machen. Dieser Fremdbetreuungsabzug wurde eingeführt, weil vorher diese Eltern gegenüber Eltern ohne Fremdbetreuung steuerlich schlechter gestellt waren. Die Abzüge setzen den Verfassungsgrundsatz um, dass die Menschen hierzulande nach ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit zu besteuern sind. Die SVP will diese Errungenschaft nun wieder aushebeln. (...).Christina Werder.

SGB, 25.10.2013.
SGB > Kinderbetreuung. SVP. SGB. 2013-10-25.

Ganzer Text

1 2 3


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden