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Anzahl gefundene Artikel: 21

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30.08.2019 Brasilien
Landwirtschaft
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Faschismus
Präsident
Volltext
Die Brandstifter. In Brasilien lodert der Amazonas-Regenwald. Nicht etwa wegen Trockenheit und Dürre, sondern wegen illegaler Brandrodungen. Wenn er Präsident werde, prahlte Jair Bolsonaro im Wahlkampf, werde es „keinen einzigen ¬Quadratzentimeter mehr“ Umweltschutzgebiet geben. Und Bolsonaro wurde Präsident. Ein lärmiger, hemdsärmeliger und zulangender Präsident. Jetzt können Agrar- und Bergbauunternehmen wieder leichter Wälder abholzen. Denn Bolsonaro hat die einst vorbildliche Überwachung des Regenwaldes aus dem All finanziell ausgehungert und den Chef der Behörde entlassen. Die Abholzung hat sich fast verdoppelt. Eine Bedrohung für die ganze Welt.Erst gegen Frauen, Farbige und Fremde, dann gegen den Regenwald. Derweil in den USA: Seit zwanzig Jahren darf man im „Tongass National Forest“ in Alaska keine Bäume mehr fällen. Die Umweltschutzgesetze verbieten in diesem riesigen Regenwald auch Strassen-, Bergbau- und Energieprojekte. Doch nun will Donald Trump das ändern. Und den Wald für Holzfirmen öffnen. Auch Trump ist ein lärmiger, hemds¬ärmeliger und zulangender Präsident. Wie Bolsonaro sonnt er sich in seiner Vergewaltigermentalität. Er könne die Frauen sogar zwischen den Beinen grapschen, prahlte er. Und Bolsonaro erklärte einer linken Kongressabgeordneten, er würde sie nie vergewaltigen, sie sei zu hässlich. Zuerst holzen sie gegen Frauen, Farbige und Fremde, dann fackeln sie die Wälder ab. Trump & Bolsonaro: Schon erstaunlich, wie sich hartrechte bis rechtsextreme Politiker ähneln. Sie sind hemmungslose Sexisten und Rassisten.  (…).  Marie-Josée Kuhn.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Brasilien. Landwirtschaft. Work online, 2019-08-30.
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30.08.2019 Brasilien
Personen
Regierung Schweiz
Work
Clemens Studer
Freihandelsabkommen
Volltext
Der Amazonas-Regenwald brennt - doch SVP-Wirtschaftsminister Guy Parmelin will trotzdem Freihandel mit Brasilien. Gute Geschäfte mit dem Brandstifter Bolsonaro. Brasiliens rechtsextremer Präsident Jair Bplsonaro ist verantwortlich für die verheerenden Regenwaldbrände. Wirtschaftsminister Guy Parmelin stört das nicht, er will einfach Geschäfte machen. Die ganze Welt macht sich Sorgen um den Amazonas-Regenwald. Dort wüten die schlimmsten Brände seit Jahren. Viele versursacht durch brandrodene Farmer. Die fühlen sich ermuntert, weil der seit diesem Januar amtierende Präsident Jair Bolsonaro nichts von Umweltschutz hält. Bolsonaro ist ein Rassist, ein Sexist, homophob und offen faschistisch. Work hat das schon mehrfach belegt, zum Beispiel hier: rebrand.lyjroter-tepplch. Und er machte bereits im Wahlkampf kein Hehl daraus, dass er - einmal an der Macht - Umweltgesetze und den Regenwaldschutz schleifen werde. Er hielt Wort. Die einst vorbildliche Überwachung des Regenwaldes aus dem All hat er finanziell ausgehungert, den Chef der Behörde entlassen, zusätzliche enorme Rodungen für Soyaplantagen zugelassen. Der neue brasilianische Präsident und sein Regime sind direkt verantwortlich für die laufende Katastrophe in Amazonien. Parmelins Liebling. Doch Regenwaldbrände hin, Rechtsextremismus her: Bolsonaro ist der neuste Lieblingsgeschäftspartner von SVP-Bundesrat und Wirtschaftsminister Guy Parmelin. Bereits im Januar am Davoser WEF scharwenzelte Parmelin gemeinsam mit Bundespräsident Ueli Maurer (auch SVP) und Aussenminister Ignazio Cassis (FDP, aber von der SVP (…). Clemens Studer.
Work online, 30.8.2019.
Personen > Studer Clemens. Brasilien. Freihandelsabkommen. Work online, 2019-08-30.
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29.08.2019 Brasilien
Schweiz
Personen
WOZ
Sarah Schmalz
Freihandelsabkommen
Volltext
Mercosur-Freihandelsabkommen. Der helvetische Schurkendeal. Guy Parmelin setzte eine zufriedene Miene auf, als er am Samstag vor die Medien trat. Doch dass der Wirtschaftsminister ausgerechnet jetzt über den Abschluss eines Freihandelsabkommens der Efta mit den Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay informieren musste, dürfte ihm nicht gefallen haben. Der Amazonas brennt. Hunderttausende Hektaren Regenwald stehen in Flammen, die grüne Lunge der Welt ist in Gefahr. Das Timing war denkbar schlecht für Parmelin. Die Brände wurden wohl vielfach von BäuerInnen entfacht. Der rechtsextreme brasilianische Präsident Jair Bolsonaro hat sie mit seiner versprochenen Lockerung von Umweltschutzmassnahmen und ausbleibenden Kontrollen regelrecht dazu eingeladen und lehnt nun jede Hilfe von aussen ab. Das Freihandelsabkommen, das die Efta-Staaten Schweiz, Island, Norwegen und Liechtenstein ausgehandelt haben, befeuert die Zerstörung des RegenwaIds weiter, weil es Zollsenkungen für Soja- und Fleischimporte aus den Mercosur-Staaten vorsieht. Und es spielt Bolsonaro in die Hände, der den Regenwald als wirtschaftliche Ressource betrachtet und sich einen Deut um das Klima oder die Rechte von Indigenen und KleinbäuerInnen schert. Die Schweizer Regierung bekommt nun heftigen Gegenwind. Eine Onlinepetition mit dem Titel „Kein Schweizer Freihandelsabkommen mit Amazonas-Zerstörer Bolsonaro!“ wurde innerhalb kürzester Zeit über 60‘000 Mal unterschrieben. Linke und grüne Organisationen, Hilfswerke sowie die Verbände der BäuerInnen haben ihren (…). Sarah Schmalz.
WOZ, 29.8.2019.
Personen > Schmalz Sarah. Freihandelsabkommen. WOZ, 2019-08-29.
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01.02.2019 Brasilien
Faschismus
Personen
Work
Patricia D Incau
Volltext
Brasiliens neuer Präsident auf Schweiz-Visite. Roter Teppich für den braunen Bolsonaro. In Brasilien verbreitet der Ultrarechte Jair Bolsonaro Angst. Am WEF warb er um reiche Investoren. Und bekam drei ergebene Bundesräte. Gleich drei Bundesräte tanzen in Davos an, um Brasiliens neuem Präsidenten den Hof zu machen. Jair Bolsonaro – ultrarechts, ultrareligiös und ein Fan der Militärdiktatur – hatte am WEF seinen ersten Auslandstermin. Und wo er war, waren sie nicht weit: Wirtschaftsminister Guy Parmelin (SVP), Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) und Bundespräsident Ueli Maurer (SVP). Ungeniert scharwenzelten die drei um den Rechtsextremen herum. Ihr Ziel: Geschäfte machen. Brasilien ist Mitglied von Mercosur, einem Wirtschaftsbündnis südamerikanischer Länder. Seit Jahren schon versuchen die EU und die Schweiz, diesen 2,5 Billionen Franken schweren Markt zu kapern. Am WEF sollten die Freihandelsgespräche wieder Schwung bekommen. Hurtig versuchte Ueli Maurer deshalb noch, den braunen Bolsonaro reinzuwaschen. Zu „20 Minuten“ sagte er: Man dürfe ihn nicht „zum Bösewicht“ machen. Offen faschistisch. Millionen von Brasilianerinnen und Brasilianern sehen das anders. Seit Bolsonaro Anfang Jahr vereidigt wurde, leben sie in Angst. Vor allem Frauen, Schwarze, Homosexuelle und Linke hat der Ex-Militär im Visier. Sein Motto: „Gott über alles“. Seine Ansichten: rassistisch, sexistisch – und offen faschistisch. Bolsonaro sagt Sätze wie: „Hitler war ein grosser Stratege“ und „Ja, ich bin für die Diktatur“. Gerne garniert mit seinem liebsten Handzeichen: die Daumen und Zeigefinger zur (…). Patricia D'Incau.
Work online, 1.2.2019.
Personen > D’Incau Patricia. Brasilien. Faschismus. Work online, 2019-02-01.
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13.12.2018 Brasilien
Personen
Syngenta
WOZ
Bettina Dyttrich
Landarbeiter
Syngenta
Volltext
Ein Mord in Brasilien. Kürzlich sorgte Syngenta für Empörung. Der Basler Chemie- und Saatgutkonzern hatte vor zwei Jahren eine Gewinnbeteiligung versprochen: In der Schweiz sollte 2017 jeder und jede Angestellte 1‘200 Dollar bekommen. Das war kurz vor der Übernahme durch die chinesische Chemchina, die inzwischen vom Staatskonzern Sinochem geschluckt wurde. Auf das versprochene Geld warten die Angestellten noch heute. Eine andere Neuigkeit fand hingegen keine Beachtung: Ende November hat ein brasilianisches Gericht in einem Zivilprozess Syngenta zweitinstanzlich als verantwortlich für Mord und Mordversuch zu Schadenersatz verpflichtet. Keine einzige Deutschschweizer Zeitung berichtete bisher darüber. Die Verbrechen geschahen 2007 und sind gut dokumentiert. Damals besass Syngenta ein Gelände im Bundesstaat Paranä, nur vier Kilometer vom lguacu-Nationalpark mit seinen berühmten Wasserfällen entfernt. 2005 entdeckten BäuerInnen, dass Syngenta dort mit Gentechsoja experimentierte - was so nahe am Nationalpark illegal war. Die brasilianische Umweltbehörde büsste den Konzern. Doch Syngenta weigerte sich zu bezahlen. Bald stellte sich heraus, dass auch Versuche mit Gentechmais stattfanden. Nun besetzte die Landlosenbewegung MST mehrmals das Gelände. Auf die dritte Besetzung im Herbst 2007 reagierte Syngenta brutal: Sie liess die Miliz N.F. Seguranca auffahren, die sofort zu schiessen begann. Die Pistoleros richteten den Aktivisten Valmir Mota de Oliveira (…). Bettina Dyttrich.
WOZ, 13.12.2018.
Personen > Dyttrich Bettina. Brasilien. Syngenta. WOZ, 2018-12-13.
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26.04.2018 Brasilien
Nestlé
Vorwärts

Nestlé
Privatisierung
Volltext
Wasser
Run aufs blaue Gold. In Brasilien treibt der Schweizer Grosskonzern Nestle die Wasserprivatisierung voran. Gespräch mit dem brasilianischen Aktivisten Franklin Frederick, der sich für den Kampf gegen die Wasserprivatisierung engagiert. Eine Handvoll AktivistInnen haben in Lausanne eine Aktion gegen Nestle durchgeführt, vor dem Gebäude, in dem die Generalversammlung des Grosskonzerns stattfand. Sie verurteilten die Versuche Nestles, Wasser zu privatisieren. Hinter der Aktion stand Multiwatch, ein Bündnis von NGOs, Parteien und Gewerkschaften. Was bezweckt diese Aktion? Franklin Frederick: Multiwatch will den seltsamen Widerspruch innerhalb der Schweizer Wasserwirtschaft aufzeigen. Einerseits das Modell der Wasserversorgung durch den Service public, das auch ein Modell für Brasilien und andere Länder ist, weil es an ein Wunder grenzt, dass man Leitungswasser trinken kann. Andererseits fördert die Schweiz via der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (Deza) die Wasserprivatisierung. Sie unterstützt die Water Resources Group, eine öffentlich-private Partnerschaft, die auf Initiative von Nestle gegründet wurde. Stattdessen könnte die Schweiz doch ihre Staatsunternehmen dazu bringen, mit öffentlichen Wasserversorger in Brasilien zusammenzuarbeiten. Aber sie unterstützt Nestle. Nestle hat keine Kompetenzen in der öffentlichen Wasserversorgung; es weiss nur wie man Wasser abzapft, in  (…).
Vorwärts, 26.4.2018.
Vorwärts > Wasser. Privatisierung. Nestlé. Vorwärts, 2018-04-27.
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29.03.2018 Brasilien
Nestlé
Vorwärts

Hausbesetzung
Nestlé
Volltext
Wasser
Frauen besetzen Nestlé-Hauptquartier. Der Hauptsitz von NestIé Im brasilianischen Sao Lourenço Ist am 20. März von 600 Frauen besetzt worden. Die Aktivistinnen von der Landlosenbewegung MST protestierten gegen die Privatisierung von Wasser und verurteilten die Wasserlieferungen an internationale Konzerne. "Stellen Sie sich vor, Sie sind gezwungen, das Wasser in Flaschen zu kaufen, um den Durst zu stillen. Niemand würde das ertragen. Genau das wollen aber die Unternehmen in diesem Moment bei diesem Forum", erklärte Maria Gomes de Oliveira von der MST-Leitung. "Es ist sehr schlimm, ein internationales Forum für die Vermarktung unserer Wasserreserven zu schaffen. Sie sind nicht da, um das Management von irgendetwas zu diskutieren, sie machen eine Aktion, um das Land zum Preis von Bananen zu verkaufen", sagte sie weiter. Im Januar dieses Jahres trafen sich Staatspräsident Temer und Nestlé-Chef Paul Bulcke, um über die Ausbeutung des Guarani-Wasservorkommens zu diskutieren. Das Reservat umfasst vier Länder. Nach den Siegen der Konservativen in Argentinien und den parlamentarischen Staatstreichen in Paraguay und Brasilien könne nur Uruguay die Privatisierung verhindern. "Je mehr der Putsch sich vertieft, desto deutlicher wird der Einfluss grosser Wirtschaftsgruppen auf die Politik und ihr Interesse an der Ausbeutung unserer natürlichen Reichtümer", so Oliveira. Die Frauen der (…).
Vorwärts, 29.3.2018.
Vorwärts > Nestlé. Hausbesetzung. Wasser. Vorwärts, 2018-03-29.
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19.02.2018 Brasilien
Gewerkschaften
Junge linke Alternative

Altersrente
Streik
Volltext
Montag blaumachen. Streiks in ganz Brasilien gegen geplante Rentenkürzung durch Temer-Regierung. Die startet in Rio eine Militärintervention als Ablenkungsmanöver. Bereits zehnmal verschoben ist nicht aufgehoben. Oder doch? Ab Dienstag sollten im Unterhaus des Kongresses in Brasília die Beratungen über tiefe Einschnitte in die Sozialversicherung beginnen. Die Beschlussfassung über die Verfassungsänderung war für den 28. Februar vorgesehen. Es handelt sich um eines der zentralen Projekte der Regierung von Michel Temer und ihres Lagers im Kongress. Damit sollen vor allem die Ausgaben für Renten gedrückt werden. Weil es bisher nicht gelang, die dafür nötigen 308 Abgeordneten zusammenzutrommeln, geriet das Vorhaben zur Hängepartie. Damit es doch noch über die Bühne geht, wurde gefeilscht, wurden Details der Novelle frisiert. Und mit einer kostspieligen Werbekampagne wurde landesweit die „Reforma da Previdência“ als Ei des Kolumbus angepriesen. Es ginge bei ihr doch nur, wurde propagiert, um das Abschneiden alter Zöpfe im System. Das Vorhaben treffe lediglich Schmarotzer, die sich nach einem kurzen Arbeitsleben früh in eine üppige Pension verabschiedeten. Doch um das Image der Sparpläne steht es weiter schlecht, die grosse Mehrheit der Bevölkerung lehnt sie nach Umfragen ab. Ausgerechnet dieses Establishment soll sich an ungerechtfertigten Privilegien stören – das nimmt der Brasilianer auf der Strasse ohnehin nicht für bare Münze. Was mit der Notwendigkeit begründet wird, die Kassen zu sanieren, würde für Millionen (…).
Junge Welt, 19.2.2018.
Junge Welt > Brasilien. Streik. Altersrente. Junge Welt, 2018-02-19.
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29.04.2017 Brasilien
Gewerkschaften
Junge Welt

Streik
Volltext
Brasilien schreibt Geschichte. Millionen folgten Aufrufen der Gewerkschaften zu einem landesweiten Ausstand gegen die Regierung von Michel Temer und den Abbau sozialer Rechte. Es war ein schwarzer Freitag für Brasiliens Machtinhaber: Gewerkschaften, Oppositionsparteien und soziale Bewegungen machten ihr Versprechen wahr, das Land für 24 Stunden stillstehen zu lassen. Der erste nach 21 Jahren wurde der wahrscheinlich grösste Generalstreik in der brasilianischen Geschichte. Nach Gewerkschaftsangaben beteiligten sich 35 bis 40 Millionen Menschen an diesem Akt kollektiver Empörung gegen neoliberale Reformen, mit denen die Rechtsregierung von Präsident Michel Temer das Arbeitsrecht schleifen und die Renten kürzen will. Der öffentliche Nahverkehr in den grossen Städten war weitgehend paralysiert, öffentliche und private Schulen blieben ebenso geschlossen wie Banken und Behörden. Krankenhäuser beschränkten sich auf eine Notversorgung von Patienten. Auch in vielen industriellen Sektoren wurde die Arbeit niedergelegt. Eine grosse Beteiligung am Streik zeigten die Beschäftigten des Ölsektors und die Metaller der Automobilindustrie im Grossraum von São Paulo, wo kein Fahrzeug mehr vom Band lief. Ihrer Arbeit fern blieben am Streiktag auch die meisten Abgeordneten und Senatoren des Nationalkongresses in Brasília. Bereits am Donnerstag hatten diese sich in ein langes Wochenende verabschiedet und das Weite gesucht, bevor die grossen Flughäfen ihren Dienst einstellen oder von Demonstranten blockiert würden. Anders als den Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes wird ihnen dafür allerdings nicht das (…). Peter Steiniger.
Junge Welt, 29.4.2017.
Junge Welt > Brasilien. Gewerkschaften. Junge Welt, 2017-04-29.
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17.03.2017 Brasilien
Junge Welt

Altersrente
Demonstration
Volltext
Die Wut explodiert. Brasilien: Zehntausende gehen gegen Rentenkürzung und Einschränkung von Arbeitsrecht auf die Strasse. Finanzministerium gestürmt. Am Dienstag beantragte Brasiliens Generalstaatsanwalt Rodrigo Janot im Korrup¬tionsskandal um das Bauunternehmen Odebrecht Strafermittlungen gegen 83 Personen. Laut Medienberichten sind darunter fünf aus dem inneren Kreis der Regierung von Michel Temer, der nach einem parlamentarischen Putsch gegen die rechtmässige Präsidentin Dilma Rousseff seit Sommer 2016 an der Macht ist. Am Mittwoch (Ortszeit) explodierte die Wut grosser Teile der Bevölkerung in vielen Städten des Landes. Nach vielen zunächst isolierten Protestaktionen in den vergangenen Monaten kam es zum ersten Mal zu einer koordinierten landesweiten Bewegung in 19 von 26 Bundesstaaten. Spektakulär stürmten etwa 1‘500 Demonstranten das Finanzministerium in der Hauptstadt Brasília. „Wir werden so lange bleiben wie nötig, weil wir nicht die Absicht haben, zu verhandeln und Fotos mit ihnen vor Büroschränken zu machen. Wir wollen der Regierung die Nachricht hinterlassen, dass wir auf keinen Fall bereit sind, irgendeine Einschränkung unserer Rechte zu akzeptieren“, erklärte der Chef der Bewegung der Landlosen, Marcos Baratto, dazu dem Internetportal „G1“. Vor dem Gebäude des Ministeriums demonstrierten etwa 10‘000 Menschen während der Besetzung, die gegen 17 Uhr Ortszeit beendet wurde. Auch in anderen grossen Städten des Landes gingen Zehntausende (…). Arnold Schölzel.
Junge Welt, 17.3.2017.
Junge Welt > Brasilien. Altersrente. Demonstrationen. Junge Welt, 2017-03-17.
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17.05.2016 Brasilien
Granma
WGO

Parlament
Putschismus
Volltext
WGO

Weltgewerkschaftsbund verurteilt parlamentarischen Putsch in Brasilien. Die Organisation unterstützt die breite Ablehnung und Entrüstung, die sich in den Strassen unter dem Ruf „ Nein zum Putsch und Temer raus“ manifestiert. Der Weltgewerkschaftsbund (WGB) in Amerika, verurteilt im Namen aller Mitgliedsorganisationen des Kontinents den parlamentarisch-gerichtlichen Staatsstreich gegen die rechtmässig gewählte Präsidentin Brasiliens Dilma Rousseff und weist die Aberkennung der 54 Millionen Stimmen zurück, die die Brasilianer der Regierungsschefin gegeben haben. In der Erklärung unterstützt der WGB die breite Ablehnung und Entrüstung, die sich in den Strassen durch das Volk, das sich um die kämpferische Gewerkschaftsbewegung und andere soziale Organisationen schart und sich mit dem Ruf „ Nein zum Putsch und Temer raus“ manifestiert. Die internationale Organisation der Arbeiterklasse klagt an, dass die wahrhaft Schuldigen dieser verabscheuenswerten Vorfälle die Vertreter der brasilianischen Oligarchie im Komplott mit der reaktionären Presse und der offenen Unterstützung der Transnationalen der Kommunikation und des Imperialismus seien. Die Botschaft, die allen Arbeiterorganisationen, Progressiven und Freunden der Welt übermittelt wurde, enthüllt als wahre Absichten des parlamentarisch-gerichtlichen Staatsstreichs, den demokratischen Prozess Brasiliens anzugreifen und wichtige soziale Programme abzubauen, die spürbare Auswirkungen auf den ärmsten Teil der Bevölkerung haben. (…).
Granma, 17.5.2016.
Granma > Brasilien. Parlament. WEG. Granma, 2016-05-17.
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22.10.2015 Brasilien
Banken
Personen
Work
Jean Ziegler
Erdöl
Geldwäscherei
Volltext
Ewige Straflosigkeit. Cristina Tardáguila ist eine junge, elegante Frau. Sie ist die Starreporterin der grössten Tageszeitung Lateinamerikas, der in Rio de Janeiro erscheinenden „O Globo“. Cristina ist hochkompetent und eine unerbittliche Recherchierjournalistin. Nur leider kennt sie die internationalen Zeitzonen nicht. Vergangenen Montag, zwei Uhr nachts in der Schweiz, früher Abend in Rio: Das Telefon klingelt in meinem Schlafzimmer in Russin GE. Am Apparat Cristina. „Guten Tag, wie geht es Ihnen, mein Herr?“ Ich knurre zurück: „Cristina, lass mich schlafen. Es ist zwei Uhr nachts!“ Ich lege den Hörer auf. Wenige Minuten später wieder Cristina: „Ich brauche unbedingt eine Auskunft, es geht um die Rolle der Schweizer Banken im Petrobras-Skandal…“. Petrobras ist weltweit der viertgrösste Erdölkonzern. Er gehört dem Staat Brasilien. Minister, Abgeordnete und hohe Beamte haben den Konzern über die Jahre um Hunderte von Millionen Dollar geplündert. Es ist der grösste Korruptionsskandal in der Geschichte des Landes. Die Popularitätswerte von Staatschefin Dilma Rousseff liegen derzeit unter 10 Prozent. Das Land steckt tief in der Krise: Im letzten Jahr ist die Wirtschaft um drei Prozent eingebrochen. Jetzt folgt Streik auf Streik, Massendemonstration auf Massendemonstration. Und wie könnte es anders sein: Das gestohlene Geld liegt auch in der Schweiz. Schlaue Schweizer Banquiers schleusten es nach Zürich und Genf. Sérgio Moro, der Generalstaatsanwalt des brasilianischen Bundesstaates Paraná, leitet die fünf Kontinente umspannenden (…). Jean Ziegler.
Work online, 22.10.2015.
Personen > Ziegler Jean. Banken. Geldwäscherei. Work online, 22.10.2015.
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22.10.2015 Brasilien
Erdölindustrie
Personen
Work
Jean Ziegler
Erdölindustrie
Geldwäscherei
Volltext
Ewige Straflosigkeit. Cristina Tardáguila ist eine junge, elegante Frau. Sie ist die Starreporterin der grössten Tageszeitung Lateinamerikas, der in Rio de Janeiro erscheinenden „O Globo“. Cristina ist hochkompetent und eine unerbittliche Recherchierjournalistin. Nur leider kennt sie die internationalen Zeitzonen nicht. Vergangenen Montag, zwei Uhr nachts in der Schweiz, früher Abend in Rio: Das Telefon klingelt in meinem Schlafzimmer in Russin GE. Am Apparat Cristina. „Guten Tag, wie geht es Ihnen, mein Herr?“ Ich knurre zurück: „Cristina, lass mich schlafen. Es ist zwei Uhr nachts!“ Ich lege den Hörer auf. Wenige Minuten später wieder Cristina: „Ich brauche unbedingt eine Auskunft, es geht um die Rolle der Schweizer Banken im Petrobras-Skandal…“. Petrobras ist weltweit der viertgrösste Erdölkonzern. Er gehört dem Staat Brasilien. Minister, Abgeordnete und hohe Beamte haben den Konzern über die Jahre um Hunderte von Millionen Dollar geplündert. Es ist der grösste Korruptionsskandal in der Geschichte des Landes. Die Popularitätswerte von Staatschefin Dilma Rousseff liegen derzeit unter 10 Prozent. Das Land steckt tief in der Krise: Im letzten Jahr ist die Wirtschaft um drei Prozent eingebrochen. Jetzt folgt Streik auf Streik, Massendemonstration auf Massendemonstration. Und wie könnte es anders sein: Das gestohlene Geld liegt auch in der Schweiz. Schlaue Schweizer Banquiers schleusten es nach Zürich und Genf. Sérgio Moro, der Generalstaatsanwalt des brasilianischen Bundesstaates Paraná, leitet die fünf Kontinente umspannenden (…). Jean Ziegler.
Work online, 22.10.2015.
Personen > Ziegler Jean. Banken. Geldwäscherei. Work online, 22.10.2015.
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10.06.2014 Brasilien
Juso
Personen
Sport
Fabian Molina
Fussball
Offener Brief
Volltext
Menschenrechte statt FIFA-Diktatur. In zwei Tagen beginnt in Brasilien die Fussball-Weltmeisterschaft. Für die Menschen in Brasilien ist die WM ein regelrechter Albtraum: Korruption, miese Arbeitsbedingungen, Verdrängung und Armut. Für ihre Milliardengewinne wirft die FIFA und deren Chef Sepp Blatter die universellen Menschenrechte über Bord. Die Juso Schweiz hat heute mit einem Sit-in vor dem FIFA-Hauptsitz in Zürich gegen die Missachtung der Menschenrechte rund um die Fussball-WM protestiert. In einem offenen Brief forderten wir eine Entschädigung der Menschen in Brasilien und Katar sowie den Rücktritt von FIFA-Boss Sepp Blatter. Der offene Brief: Sehr geehrter Herr Blatter. (…).Im Namen der JUSO Schweiz, Fabian Molina, Präsident Juso Schweiz.
Juso Schweiz, 10.6.2014.
Juso Schweiz > Sport. Fussball. Offener Brief. Juso 10.6.2014.
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05.06.2014 Brasilien
Personen
Sport
Work
Marco Geissbühler
Fussball
Volltext
Brasiliens Ex-Stürmerstar Romario über Brasiliens Fussball-WM. „Der grösste Raubzug der Geschichte!“ Als Fussballstar half Romário (48) mit, die WM nach Brasilien zu holen. Als Linkspolitiker ist er heute einer ihrer schärfsten Kritiker. Ex-Weltfussballer Romário kann seine Enttäuschung kaum verbergen: „Wir hätten die beste WM aller Zeiten machen können.“ Doch dann seien die Feinde des Fussballs gekommen und hätten alles ruiniert, sagte er gegenüber dem Sportfernsehsender ESPN Brasil. Fussballfeinde, das sind für Ex-Stürmerstar Romário Leute wie der Fifa-Präsident Sepp Blatter („ein korrupter Dieb“) oder der Fifa-Generalsekretär Jérôme Valcke („ein Erpresser“). Nur ums Geld gehe es dem Weltfussballverband und seinen Sponsoren. Es sei ihnen egal, was sie in Brasilien hinterliessen: „Diese WM ist der grösste Raubzug in unserer Geschichte.“ Die Fifa schweigt zu diesen Vorwürfen. Romários Worte haben Gewicht in Brasilien. Er ist ein Fussballheld, Star der WM-Mannschaft 1994. Mit fünf Toren schoss er damals die Seleção in den USA zum Titel. Und sich direkt in die Herzen der Fans. Den 1,69 Meter grossen Mann riefen sie „O Baixinho“ („den Kurzen“). Heute macht „O Baixinho“ in Brasilien Politik. Er ist Kongressabgeordneter der Sozialisten, die mit einem Minister in Dilma Rousseffs Linksregierung sitzen. Romário: „Ich bin dunkelhäutig und aus den Favelas. Ich weiss, was es heisst, arm zu sein.“ Deshalb sei er jetzt Sozialist. (…). Marco Geissbühler.
Work online, 5.6.2014.
Personen > Geissbühler Marco. Sport. Fussball. Work online, 5.6.2014.
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17.01.2014 Brasilien
Davos
Personen
Vorwärts
WEF

Volltext
WEF

WEF in Davos. Trotz Krise und anhaltenden sozialen Protesten, reist die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff erstmals ans World Economic Forum (WEF) in Davos. Die gegenseitige Abneigung der vergangenen Jahre scheint verflogen. Rousseff verfolgt damit einen klaren Plan. Genau zwei Jahre ist es her, seit Dilma Rousseff in einer Rede am Sozialforum in Porto Alegre die europäische Krisenpolitik als «neoliberal» und «konservativ» geisselte. Im Gegensatz dazu habe die eigene Regierung „progressiv“ und „demokratisch“ auf die anhaltende Finanzkrise reagiert. Die wiederholte Absage an Davos verärgerte nicht nur Investoren, sondern ermöglichte es auch, dass Rousseff durchaus Sympathie in der eigenen Basis gewinnen konnte. Zwei Jahre später herrscht jedoch diejenige Ernüchterung, auf welche kritische AktivistInnen und UmweltschützerInnen schon in Porto Alegre aufmerksam machen wollten. Rousseff und die brasilianische Regierung sind trotz ihrer linken Rhetorik Teil der herrschenden Logik. (...).Jonas Frick.

Vorwärts, 17.1.2014.
Vorwärts > WEF. Brasilien. Vorwärts. 2014-01-17.

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07.10.2013 Brasilien
Schweiz
ILO
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Hausarbeit
Haushalthilfen
Volltext

Schweiz soll ILO-Abkommen über menschenwürdige Arbeit von Hausangestellten ratifizieren! Der SGB zum 6. Welttag für menschenwürdige Arbeit. Am Welttag für menschenwürdige Arbeit mobilisieren sich die Gewerkschaften überall auf der Welt. Der SGB verlangt in diesem Zusammenhang eine schnelle Ratifikation des ILO-Übereinkommens Nr. 189 über menschenwürdige Arbeit für Hausangestellte.  Besonders in Schwellenländern wie Brasilien oder arabischen Boomwirtschaften werden die Rechte der Hausangestellten, insbesondere der Frauen, mit Füssen getreten: (...).Cirigliano Luca.

SGB online, 7.10.2013.
SGB > ILO. Hausarbeit. SGB. 2013-10-07.

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06.07.2012 Brasilien
China
Russland
Schweiz
Personen
SGB
Vermögen
Marco Kistler
Besitzverhältnisse
Statistik
Vermögen
Volltext

Schweizer Millionäre auf dem Vormarsch. Anteil der Millionäre 2011 um fast 6% gewachsen. Der Club der Millionäre ist 2011 weltweit gewachsen während das weltweite Privatvermögen geschrumpft ist. Und der Club wird Multikulti: In China, Brasilien und Russland wächst die Zahl der Millionäre weiter – und massiv in der Schweiz. Zeit, die Privilegien der Millionäre zu stutzen. Der Club der Millionäre ist 2011 zwar (nach einem Wachstum von über 8% im 2010) nur um knapp 1% gewachsen. In den angelsächsischen Ländern, Australien oder Indien hat er sogar Mitglieder verloren. Aber er wird dem Global Wealth Report 2012 zufolge Multikulti: In China, Brasilien und Russland wächst die Zahl der Millionäre weiter – und in der Schweiz. 2011 gab es in der Schweiz bereits 32.9 Dollar-Millionäre pro 1000 Einwohnern - ein Anstieg von fast 6% - und das mitten in der Krise. (...). Marco Kistler.

Kommunikation SGB, 6. Juli 2012.
SGB > Vermögen. 6.7.2012.doc.

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17.11.2011 Brasilien
Katar
Russland
Schweiz
BHI
IGB Internationaler Gewerkschaftsbund
Personen
Sport
Unia Schweiz
Work
Hans Hartmann
Vasco Pedrina
Arbeitsbedingungen
Fussball
Volltext

Ohne Arbeitnehmerrechte keine Fussball-WM. Protestaktion bei der Fifa bringt konkrete Ergebnisse.
Immer noch nichts? Wo bleiben die nur? Draussen, im gleissenden Wintersonnenschein hoch über dem vernebelten Zürich, warteten vor dem Fifa-Hauptsitz am 17. November gegen fünfzig Gewerkschafterinnen  und Gewerkschafter. Unia-Aktivistinnen und Aktivisten sowie Vertreter der Bau-und Holzarbeiter-Internationale (BHI) und des Internationalen Gewerkschaftsbundes (IGB) mit Fahnen und Transparenten. Harte Forderungen. (...). Mit Foto. Hans Hartmann.

Work. Freitag, 2011-12-02.
Unia Schweiz > Fussball-WM. 2011-12-02.doc.

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30.04.2009 Brasilien
Zürich
Personen
WOZ
Silvia Süess

Nun grasen dort die Rinder. "Birdwatchers". Der chilenisch-italienische Regisseur Marco Bechis bricht in seinem bildgewaltigen Film mit der kolonialistisch geprägten Darstellung von indianerInnen. Meistens schweigen sie. Sie blicken ernsthaft in die Welt, wirken nicht wahnsinnig intelligent, aber doch irgendwie edel: IndianerInnen werden in Filmen meistens einseitig und völlig klischiert dargestellt -seit Jahrzehnten. (...). Silvia Süess. WOZ 30.4.2009
01.04.2009 Brasilien
Schweiz
Comedia-Magazin
Personen
Geri Krebs

Schrei eines geschundenen Volkes. Der in Venedig preisgekrönte Spielfim "Birdwatchers" von Marco Bechis stellt die Guarani-Kaiowa aus dem Amazonasbecken ins Zentrum und erzählt so bildgewaltig wie klischeefrei von einem schleichenden Völkermord. (...). Mit Foto. Geri Krebs. Comedia-Magazin Nr. 4, April 2009
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