Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 150

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31.05.2019 Frankreich
Italien
Österreich
Schweiz
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Nationalismus
Volltext
Europas Rechtsnationale haben eine dicke Kriminalakte. Testosteron und Lug und Trug. Korruptheit ist ihr Markenzeichen. Betrug ihr Alltag. Dennoch werden die Ultrarechten immer wieder gewählt. Beinahe hätte der österreichische Rechtsradikale die Falle gewittert. Heinz-Christian Strache fielen die schmutzigen Fussnägel der angeblichen russischen Oligarchen-Nichte auf. Sie behauptete, eine Viertelmilliarde Euro Schwarzgeld in Österreich investieren zu wollen. Doch man lümmelte sich auf dem Sofa einer Luxusfinca auf Ibiza, und Testosteron vernebelte den Blick. Die Gockelei vor der langmähnigen Blonden übernahm wieder das Kommando. Sechs Stunden lang redete sich der Führer der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) in eine strahlende Zukunft. Wenn die Russin den Rechtsextremen zum Wahlsieg verhelfe, werde er ihr enorme Staatsaufträge, Casino-Lizenzen und Firmen zuhalten, versprach Strache. Auf Kosten österreichischer Unternehmen. Legal, illegal, scheissegal. Vorbild SVP. Unbemerkt solle die reiche Russin die grosse österreichische „Kronen-Zeitung“ kaufen, um ihn zu ¬„pushen“, schlug Strache vor. Und weil es so schön war, lästerten Strache und sein Begleiter noch eine Weile über die Sexaffären der politischen Gegner. Pech, dass dies irgendjemand mitschnitt. Das ¬Video zeigt die Ultrarechten in ihrer ganzen Pracht: prahlerisch, grossmannssüchtig und von brutalem Gemüt. Nur wenige Monate nach diesem Geheimtreffen stieg Strache in Wien zum stellvertretenden Regierungschef auf. Die Koalition von Volkspartei (ÖVP) und FPÖ ging sogleich daran, die 60-Stunden-Arbeitswoche einzuführen. (…). Oliver Fahrni.
Work online, 31.5.2019.
Personen > Fahrni Oliver. Europa. Faschismus. Work online, 2019-05-31.
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16.03.2018 Italien
Personen
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Volltext
Wahlen
Italien: Zwei Drittel haben rechts gewählt. Mamma mia! Europa rutscht scharf nach rechts, der neue Nationalismus ist auf dem Vormarsch. Nun auch in Italien. Stunde null in Italien. Das Land ist am 4.März politisch weit nach rechts gerutscht. Die Antipolitikbewegung der Cinque Stelle ist mit 33 Prozent zur stärksten Partei aufgestiegen. rechts aussen hat der Rassist und Europafeind Matteo Salvini von der Lega den langjährigen Regierungschef Silvio Berlusconi überflügelt. Die heute regierende linke (Demokratische Partei. PD), die bei den letzten Europawahlen noch 40 Prozent der Stimmen gemacht hatte, wurde brutal geschlagen (18 Prozent). Und der Versuch, eine systemkritische Linke zu lancieren (LEU), ist gescheitert. Italien ist nach den Wahlen dreigeteilt aufgewacht: In der Lombardei und im übrigen Norden macht die Lega die rechte Musik, in Zentralitalien widersteht die PD, im Süden hat sich die arbeitslose Jugend mit dem Votum für Cinque Stelle gerächt. Jetzt zittern die Demokraten Europas vor einer Machtergreifung Salvinis. Der Mann, der mit Marine Le Pen vom Front national befreundet ist, hat an einer Demo in Mailand schon mal provokativ einen Amtseid abgelegt. Damit drohte er, die Macht notfalls auch mit undemokratischen Mitteln zu ergreifen. Denn die Lega hat faktisch nur etwa halb so viel Stimmen gemacht wie Cinque Stelle. Keine Regierungsmehrheit mehr. In Italien ist immer mal wieder Stunde null. Es ist das politische. Labor Europas. So kam hier der Faschismus an die Macht, lange vor den Nationalsozialisten (…). Oliver Fahrni.
Work, 16.3.2018.
Personen > Fahrni Oliver. Italien. Wahlen. Work online, 2018-03-16.
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16.02.2018 Schweiz
Personen
Work
Christoph Blocher
Marie-Josée Kuhn
Faschismus
SVP
Volltext
Wille & Wahn. Wir haben die AHV und die IV. Wir haben die Proporzwahl bei den Nationalratswahlen. Wir haben die 5-Tage-Woche. Und wir haben das Frauenwahl- und -stimmrecht. All diese Errungenschaften gehören heute fest zur Schweiz, so wie Ricola und Matterhorn. Sie erlebten ihre Geburtsstunde am Generalstreik von 1918. Es ist Winter, es ist Hunger, es ist Krieg. Wer ins Militär muss, bekommt keinen Lohnausfall. Arbeiterfamilien darben. Nur die Reichen, die leben gut. Unternehmer und Aktionäre streichen sagenhafte Renditen ein. Schieber und Spekulanten feiern Hochkonjunktur. Die Verbitterung der Arbeiterinnen und Arbeiter ist ein Pulverfass. Am 9. November explodiert es: Das Oltener Aktionskomitee ruft den Landesstreik aus. Arbeiterführer Robert Grimm übernimmt. 250’000 Menschen streiken. Und fordern eine AHV, das Frauenstimmrecht, die 6-Tage-Woche usw. Ein Volksaufstand. Doch General Ulrich Wille sieht rot. Er schickt die Armee aus. In Grenchen töten sie drei junge Männer. Zwei davon mit einem Schuss in den Hinterkopf. Grossvater. Und jetzt kommt SVP-Führer Christoph Blocher und will feiern. Nein, nicht die Geburtsstunde der sozialen Schweiz. Sondern jene, die sie partout verhindern wollten. Blocher will Wille würdigen – und dessen Anpfiff zum Blutbad. Wille, diesen grossbürgerlichen Militärkopf. Wille, diesen glühenden Bewunderer des deutschnationalistischen Kaisers Wilhelm II. Wille, der auch den Grossvater von Historiker und Journalist Stefan Keller gegen die Büezer losschickte. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 16.2.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Blocher Christoph. Faschismus. Work online, 2018-02-16.
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10.11.2017 Deutschland
DGB
Faschismus

Ausstellung
Faschismus
Volltext
Holocaustgedenken. Hoffmann: Erinnerung lebendig halten. Ausstellung „Gegen das Vergessen“ in Berlin eröffnet. Die eindrücklichen grossformatigen Porträts von Holocaust-Überlebenden des Fotografen Luigi Toscano sind nun auch in Berlin zu sehen. Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender, sagte bei der Eröffnung der Ausstellung „Gegen das Vergessen“: „Wir alle tragen eine gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung lebendig zu halten und uns gegen das Vergessen zu engagieren. ‚Gegen das Vergessen' gibt der Geschichte des Holocaust ein Gesicht. Statt abstrakter Zahlen und Fakten werden die Opfer des Nationalsozialismus in den Vordergrund gerückt. Sie ist persönlich (…) Erinnerung ist nicht nur der Blick in die Vergangenheit. Erinnerung richtet unseren Blick auch auf das Hier und Jetzt. Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 26. November auf dem Gelände der Sophienkirche, Grosse Hamburger Strasse 29-30 in Berlin-Mitte, zu sehen. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften GEW, ver.di, IG Metall und IG BCE unterstützen die Ausstellung in Berlin. Gegen das Vergessen – über die Ausstellung. „Gegen das Vergessen“ ist ein Projekt des Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Ein Jahr lang traf Toscano dafür Verfolgte des Nationalsozialismus, die heute in Deutschland, den USA, der Ukraine, Israel und Russland leben. (…).
DGB, 10.11.2017.
DGB > Faschismus. Ausstellung. DGB, 2017-11-10.
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10.11.2017 Deutschland
DGB
Faschismus

Ausstellung
Faschismus
Volltext
Holocaustgedenken. Hoffmann: Erinnerung lebendig halten. Ausstellung „Gegen das Vergessen“ in Berlin eröffnet. Die eindrücklichen grossformatigen Porträts von Holocaust-Überlebenden des Fotografen Luigi Toscano sind nun auch in Berlin zu sehen. Reiner Hoffmann, DGB-Vorsitzender, sagte bei der Eröffnung der Ausstellung „Gegen das Vergessen“: „Wir alle tragen eine gemeinsame Verantwortung, die Erinnerung lebendig zu halten und uns gegen das Vergessen zu engagieren. ‚Gegen das Vergessen' gibt der Geschichte des Holocaust ein Gesicht. Statt abstrakter Zahlen und Fakten werden die Opfer des Nationalsozialismus in den Vordergrund gerückt. Sie ist persönlich (…) Erinnerung ist nicht nur der Blick in die Vergangenheit. Erinnerung richtet unseren Blick auch auf das Hier und Jetzt. Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus dürfen keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.“ Die Ausstellung ist noch bis zum 26. November auf dem Gelände der Sophienkirche, Grosse Hamburger Strasse 29-30 in Berlin-Mitte, zu sehen. Der DGB und seine Mitgliedsgewerkschaften GEW, ver.di, IG Metall und IG BCE unterstützen die Ausstellung in Berlin. Gegen das Vergessen – über die Ausstellung. „Gegen das Vergessen“ ist ein Projekt des Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Ein Jahr lang traf Toscano dafür Verfolgte des Nationalsozialismus, die heute in Deutschland, den USA, der Ukraine, Israel und Russland leben. (…).
DGB, 10.11.2017.
DGB > Faschismus. Ausstellung. DGB, 2017-11-10.
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28.09.2017 Deutschland
Personen
Wahlen
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Volltext
Letzte Wahl. In Marseille hoben am Nebentisch ein paar französische Grüne und SP-Politiker ihr Glas auf den Wahlsieg der CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Une grande dame“, sagte eine Sozialistin, „sie hat uns mit den Flüchtlingen gezeigt, was uns auch in Frankreich gut angestanden hätte.“ Die „grosse Frau“ der europäischen Politik hat ihre wohl letzte Wahl gewonnen. Ein guter Grund, sie auf die Work-Titelseite zu stellen. Fata morgana. Merkels Wahl riecht jedoch nach Niederlage. Nicht nur, weil nun mehr als 90 pöbelnde Rechtsradikale ins Parlament einziehen. Ein Schock, 72 Jahre nach dem Dritten Reich. Angela Merkel ging unterwegs auch die SPD verloren, die treue Gehilfin ihres falschen Wirtschaftswunders, das massenhaft arbeitende Arme produziert, wie Work- Redaktor Michael Stötzel aufzeigt. In Deutschland können 16 Prozent nicht mehr von ihrer Arbeit leben. Das schafft Verheerung in den Köpfen und ist einer der Gründe für den Aufstieg der AfD. Der andere ist das Fehlen einer starken kulturellen und politischen Alternative. Eigentlich wäre dies der Part der Sozialdemokratie. Doch die Sozis schielten nur auf den Soziussitz hinter Merkel. Danach war dem SPD Kandidaten Martin Schulz die Erleichterung anzumerken, dass er wenigstens noch vor der AfD gelandet war. Blick nach Portugal. Merkel wird nun mit der scharf neoliberalen FDP ein Bündnis suchen. Dann wird undenkbar, was Europa dringend brauchte und sogar der Internationale Währungsfonds empfiehlt: die Erhöhung der deutschen Löhne. Deutschland rückt nach rechts. (…). Oliver Fahrni.
Work online, 28.9.2017.
Personen > Fahrni Oliver. Faschismus. Europa. Work, 2017-09-28.
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28.09.2017 Deutschland
Personen
Wahlen
Work
Michael Stötzel
Faschismus
Populismus
Volltext
Deutschland liebt „Mutti“ Merkel immer noch. Tendenz: abnehmend. Zwölf Jahre an der Macht: Bundeskanzlerin Angela Merkel ist ein Phänomen. Aber jetzt ist sie auch „die Mutti“ der Rechtsradikalen. Die Verwirrung nach den deutschen Bundestagswahlen ist gross. Zum Beispiel bei den Dampfplauderern aus der Ökonomenzunft. Am Morgen danach erklärte der Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher: „Bessere Bildung und Qualifizierung, gezieltere Leistungen des Sozialstaates und eine stärker auf die Zukunft ausgerichtete Wirtschaftspolitik sind die richtigen Antworten auf das Erstarken des Populismus.“ Er reagierte damit auf die Tatsache, dass die rechtsradikale Partei AfD zur drittstärksten Partei Deutschlands aufgestiegen ist. Hinter CDU/CSU und SPD. Fratzschers Rezept gegen den Aufstieg der Rechtsradikalen hatte im Wahlkampf auch Martin Schulz vertreten. Der Bundeskanzlerkandidat der SPD und Merkels Konkurrent. Und war dafür bitter bestraft worden. Die SPD schreibt das schlechteste Wahlresultat ihrer Geschichte. Verlorene Jahre. Vergleichbare Rezepte gegen rechts hatte auch Kanzlerin Angela Merkel geäussert. Womit beide, SPD und CDU, immerhin eins zugaben: In den bisher zwölf Merkel-Jahren, davon acht Jahre mit der SPD als Juniorpartnerin, haben sie beide die nach ihrer Ansicht entscheidenden Fragen verschlafen. Das belegen offizielle Statistiken. Trotz stetig wachsender Wirtschaftsleistung ist die Armutsquote in Deutschland hoch wie nie. Knapp 16 Prozent der Bevölkerung, (…). Michael Stötzel.
Work online, 28.9.2017.
Personen > Stötzel Michael. Bundestagswahlen. Faschismus. Work, 2017-09-28.
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30.03.2017 VS Kanton
Personen
SVP
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Regierungsratswahlen
Volltext
Oskar over & out. Darum wählte das Wallis Freysinger wirklich ab. Systematisch machte sich SVP-Staatsrat Oskar Freysinger Milieu um Milieu zum Feind. Ein Abgesang. Er lümmelt grimmig herum. Er wäre so gerne der Alpen-Trump geworden. Jetzt ist er hässig. Zeigt, dass ihn dies alles nichts mehr angeht. Dabei hatte Oskar Freysinger solche Momente wie die Vereidigung der neuen Walliser Polizistinnen und Polizisten in der Kathedrale von Sitten immer genossen. Samt Fanfare, alten Waffen und beleibten Klerikern. Doch im März hat ihm das Volk Böses angetan. Es hat den SVP-Staatsrat, den Vizepräsidenten der mächtigsten Partei des Landes, abgewählt. Es hat den Retter des Wallis, der Schweiz und des Abendlandes ans Kreuz genagelt. Den „Menschenjäger“, der im Ulk-Film die „Grüezini“ (Rest-Schweizer) vor die Flinte nahm, hat es unter Schimpf und Schande aus dem Amt gejagt. Vorhang für den Bänkelsänger und Pissoirpoeten. Das unverdaute Trauma. Sorgen muss sich Freysinger (57) deswegen keine machen. Er kassiert eine Regierungsratsrente von über 80‘000 Franken pro Jahr. Lebenslang. Plus, in ein paar Jahren, AHV und die zweite Säule der Lehrer-Pensionskasse. Das ist fürstlich: Der Zürcher Justizminister Martin Graf (Grüne) etwa musste sich nach der Abwahl im Jahr 2015 mit 14 Monatslöhnen begnügen. Aber Freysingers Flop ist eine Ohrfeige für die SVP. Sie hat nun in der Romandie keinen Regierungsmann mehr. Das Trauma der Abwahl von Christoph Blocher aus dem Bundesrat (2007) bekommt neues Futter. (…). Oliver Fahrni.
Work online, 30.3.2017.
Personen > Fahrni Oliver. Oskar Freysinger, SVP. Work online, 2017-03-30.
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21.03.2017 Türkei
Faschismus
Lehrkräfte
VPOD Schweiz

Faschismus
Lehrkräfte
Volltext
Schluss mit der Verfolgung von Lehrpersonen in der Türkei! Seit der Einführung des Ausnahmezustandes im vergangenen Sommer wurden in der Türkei mehr als 33'000 Lehrpersonen entlassen oder suspendiert. Zahlreiche Personen wurden inhaftiert. Der VPOD verfolgt die zunehmende Represssion in tiefer Besorgnis und fordert, dass die Rechte der Bevölkerung auf freie Meinungsäusserung respektiert werden. Unter anderem wurden über 1’400 Mitglieder der Gewerkschaft der Lehrpersonen Egitim Sen entlassen und über 11’700 Mitglieder dieser Gewerkschaft suspendiert sowie 3000 Mitglieder der KESK (Dachverband von Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in der Türkei) entlassen. Mit Repressionen wie Streik- und Demonstrationsverboten und dem Verbot, Medienmitteilungen zu veröffentlichen, werden die Kolleginnen und Kollegen daran gehindert, auf ihre Situation aufmerksam zu machen und ihre Kritik am Vorgehen der Regierung zu äussern. Auch politische Betätigung im Hinblick auf die kommende Volksabstimmung über die Einführung eines autoritären Präsidialsystems (am 16. April 2017) wird verhindert, so dass nur regierungsnahe Positionen öffentlich verbreitet werden. Die beiden Verbände werden in die Illegalität abgedrängt, es wird Druck auf ihre Mitglieder ausgeübt, und neue Lehrpersonen müssen sich in mündlichen Befragungen zum Regime bekennen, wenn sie eine Stelle wollen. Gleichzeitig wird der Ausbau von religiösen Schulen gefördert, und Unterrichtsinhalte, die religiösen Dogmen widersprechen (…).
VPOD Schweiz, 21.3.2017.
VPOD Schweiz > Türkei. Lehrkräfte. VPOD Schweiz, 2017-03-21.
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13.03.2017 Türkei
Junge Welt
Regierung

Faschismus
Volltext
Solider Erdogan. Ankara kann sich auf Berlin verlassen. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan ist ein Massenmörder und Terrorpate – und wird von Angela Merkel unterstützt. Die Mainstreammedien beschweigen das. Sie befassen sich gern mit seiner Rhetorik, reden aber ungern von den Massakern, die seine „Sicherheitskräfte“ im Osten der Türkei unter der kurdischen Bevölkerung anrichten. Von den gemeinsam geführten Kriegen in Syrien und im Nordirak ganz zu schweigen. Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte bescheinigte Ankara am vergangenen Freitag, von Juli 2015 bis Dezember 2016 bis zu 500‘000 Menschen dort zu Vertriebenen gemacht, ganze Gemeinden niedergewalzt, mit Folter und Mord ein Schreckensregime errichtet zu haben. Am Sonntag war das in den meisten Medien hierzulande vergessen. Es galt, sich über Erdogans Krawallbrüder und -schwestern aufzuregen, die in westeuropäischen Städten Fahnen schwenkten. Das von den Vereinten Nationen ausgestellte Zertifikat für Mord passt nicht zu der auf solidem Militarismus basierenden Kumpanei des türkischen Muslimbruders und der christlich frömmelnden und „Werte“ anbetenden deutschen Kanzlerin. Ihr strategisches Bündnis ist mit Blut getauft, mit deutschen Panzern und Gewehren, mit gestiegenem Waffenexport und mit der Stationierung von Hunderten Bundeswehrsoldaten in der Türkei besiegelt. Das ist das Fundament des gemeinsam seit 2011 verübten Staatsterrors der NATO-Mitgliedsländer gegen Syrien, der den dschihadistischen am Boden einschloss – der zeitigte „Antworten“ in Form der Attentate in Westeuropa. (…). Arnold Schölzel.
Junge Welt, 13.3.2017.
Junge Welt > Türkei. Faschismus. Regierung. Junge Welt, 2017-03-13.
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17.02.2017 Frankreich
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Faschismus
Volltext
Wahlen
Wird die Grande Nation bald von einer Neofaschistin regiert? Marine Le Pen marschiert. Für ihre Favoritenrolle im Wahlkampf musste die Führerin des Front national nicht mal viel tun. Dafür sorgten die anderen. Im Nordosten von Paris entbrannte 2005 der grosse Aufstand der Vorstädte. Seither werden die Verhältnisse nur schlimmer. Vor zwei Jahren schloss Autobauer Citroën in Aulnay-sous-Bois seine Fabrik mit 3000 Jobs. Anfang Februar prügelten die Polizisten hier wieder einmal mit rassistischem Geschrei auf die Jugendlichen ein. Dabei vergewaltigten sie Théo (22) mit einem Schlagstock, den sie ihm tief in den Anus stiessen, und verletzten ihn dabei schwer. „Knüppel raus!“ hat die sozialdemokratische Regierung zuletzt immer wieder befohlen. Gegen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter, gegen Umweltschützer, gegen Secondos in der Banlieue. Doch diesmal empörte sich die Politik, von rechts bis links. Théo ist ein guter Junge, einer, der älteren Damen die Einkäufe nach Hause trägt. Und Wahlen stehen an. Präsident François Hollande eilte, von Kameras begleitet, an Théos Spitalbett. Eine Politikerin aber warf den Prügelpolizisten Handküsse zu und versprach „prinzipielle Unterstützung“: die Neofaschistin Marine Le Pen. Sie will am 7. Mai Frankreichs Präsidentin werden. Hollands Ausnahmezustand. Das könnte sie schaffen. In den Umfragen liegt Le Pen derzeit an erster Stelle. So wollen zum Beispiel 52 Prozent der Polizisten und Militärs sie wählen. Die Grande Nation von einer Faschistin regiert? Ein Desaster. Mit rassistischem Zungenschlag plant sie „null Prozent Ausländer“ und die Todesstrafe. Unter anderem. (…). Oliver Fahrni.
Work, 17.2.2017.
Personen > Fahrni Oliver. Frankreich. Faschismus. Work, 2017-02-17.
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09.02.2017 Deutschland
Gewerkschaften
Junge Welt

Faschismus
Gewerkschaften
Interview
Volltext
„Da trifft Fremdenhass auf Chauvinismus“. Gewerkschaften müssen sich auf verschiedenen Ebenen mit Angriffen von rechts auseinandersetzen. Gespräch mit Detlef Fendt. Detlef Fendt arbeitete 46 Jahre bei Daimler und war dort Vertrauenskörperleiter. Sie sind aktiver Gewerkschafter und engagieren sich gegen rechts. Vor kurzem wurde ihr Auto abgefackelt. Wird es wieder gefährlich in Deutschland? Der Anschlag auf mein Auto ist zum einen eine individuelle Bedrohung. Aber es war hier im Umfeld auch der achte Übergriff auf Personen, die sich politische gegen rechts engagieren. Ich bin Rentner. Während des Landtagswahlkampfs im vergangenen Jahr habe ich mich mit Genossen immer wieder vor Infoständen der NPD postiert. Da wir immer mit meinem Auto gefahren sind, denke ich, dass die Neonazis es daher identifizieren konnten. Die NPD hat bei der kommenden Bundestagswahl ja nun wenig Chancen, die AfD aber sehr wohl. Sind die Folgen der „Agenda 2010“ der Grund für den Zulauf bei den Rechtspopulisten? Es ist klar, dass es bestimmte Veränderungen geben musste im sozialen Bereich, aber es hätte nicht diese Agenda sein müssen. Man hätte das Geld anders nutzen müssen. Dann hätten die Menschen nicht rechts gewählt. Aber die Gründe sind vielschichtiger – was im Moment passiert, liegt an der Hilflosigkeit der Menschen, geht aber auch tiefer: Da trifft Fremdenhass auf Chauvinismus. Was sind die Hauptgründe? Die Leute haben das Gefühl, dass sie wieder etwas abgeben müssen, was sie (…). Interview: Carmela Negrete.
Junge Welt, 9.2.2017.
Junge Welt > Faschismus. Gewerkschaften. Interview. Junge Welt, 2017-02-09.
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07.02.2017 Türkei
Faschismus
Junge Welt

Demokratie
Faschismus
Volltext
In Sachen Sultanat. Widerstand gegen Diktatur in der Türkei: Eine Podiumsdiskussion mit JW-Autor in Frankfurt am Main. „Die Türkei: Entsteht ein neues Sultanat am Bosporus – ist Demokratie noch möglich“ war der Titel der Konferenz am Samstag im Gewerkschaftshaus in Frankfurt am Main. Angesichts der verschärften Situation sei die Frage umzuformulieren, befanden dort Podiumsdiskutanten. Es gehe darum, ob Widerstand gegen die AKP-Regierung auf dem Weg in die Diktatur noch möglich sei. Der Konflikt verlagere sich in die Bundesrepublik, wo etwa 3,5 Millionen türkischstämmige Menschen leben. Das für Anfang April geplante Verfassungsreferendum, mit dem Präsident Recep Tayyip Erdogan seinen bisherigen Machtmissbrauch legalisieren wolle, wirke sich hier aus. Der Historiker und Junge Welt-Autor Nick Brauns berichtete, er habe unlängst eine Veranstaltung unter Polizeischutz erleben müssen, zu der er vom AStA der Technischen Universität (TU) Berlin und dem „Verband der Studierenden aus Kurdistan“ (YXK) als Referent eingeladen worden sei. Selbst der Verfassungsschutz beobachte mittlerweile die Spionagetätigkeiten des türkischen Geheimdienstes MIT hierzulande, mit dem paradoxerweise zugleich der deutsche Auslandsgeheimdienst die Zusammenarbeit intensiviere. Der AKP-gesteuerte Moscheedachverband DITIB lehre unter Staatsvertrag an deutschen Schulen; der Boxklub „Osmanen Germania“ wandle sich zum türkisch-nationalistischen Schlägertrupp. Was also tun, um hierzulande demokratische, linke Kräfte aus der Türkei und insbesondere den kurdischen Gebieten zu schützen? (…). Gitta Düperthal.
Junge Welt, 7.2.2017.
Junge Welt > Türkei. Faschismus. Junge Welt, 2017-02-07.
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17.11.2016 USA
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Faschismus
Präsident
Volltext
Die Trump-Granate. Editorial von Marie-Josée Kuhn, Chefredaktorin Work. Einer hat’s vorausgesagt: Michael Moore. Trump werde siegen, sagte der linke US-Filmemacher einen Tag vor der Wahl. Denn der milliardenschwere Baulöwe aus New York sei „der menschliche Molotowcocktail“, auf den so viele Globalisierungsverlierer gewartet hätten. „Die menschliche Handgranate, die sie legal ins System schmeissen können, das ihnen ihr Leben geraubt hat.“ Erst verlieren sie den Job, dann das Haus – und nach der Scheidung ziehen auch noch Frau und Kinder aus. Gleichzeitig sieht der kleine weisse Mann, wie die „Davos-Klasse“ wächst (Globalisierungskritikerin Naomi Klein). Er sieht, wie die Banken- und IT-Milliardäre schamlos abzocken. Und niemand bremst sie, auch Hillary Clinton nicht. Die Wut steigt. Fast alles ist verloren, doch das Wahlrecht ist noch da. Am 8. November werfen die kleinen, wütenden weissen Männer ihre Trump-Granate dem Establishment mitten ins Gesicht. Und helfen so einem Präsidenten zum Sieg, der selber zum Establishment gehört. Fatale Fehler. Die Zahlen sprechen für sich: Bei den untersten Einkommen legten die Republikaner im Vergleich zu 2012 um 10 Prozent zu. In den kriselnden Industriestaaten des mittleren Westens sogar um 17 bis 20 Prozent. Der Rostgürtel ist traditionell zwar Demokraten- Land, doch Hillary Clinton geht unter. All die verlorenen Jobs interessieren sie nicht. Ganz anders ihren Links-Konkurrenten Bernie Sanders. Der alte Kempe hatte in den Vorwahlen (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 17.11.2016.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Donald Trump. Work, 2016-11-17.
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15.07.2016 FR Kanton
Faschismus
Vorwärts

Faschismus
Konzert
Volltext
Ungestörtes Nazitreiben in Freiburg. Anfang Juli fand im Kanton Freiburg ein Neonazikonzert statt. Organisiert wurde das rechtsextreme Schaulaufen von der Crew 38, die aus dem Umfeld der Schweizer Hammerskins (SHS) stammt. Die Hammerskins bemühen sich seit Jahren darum, sich dem Blick der Öffentlichkeit zu entziehen. Dennoch sind sie in der Schweiz nach wie vor sehr aktiv. Am Abend des 2. Juli 2016 fand im beschaulichen Dorf Villarimboud im Kanton Freiburg ein Neonazikonzert mit international bekannten Bands statt. Das Konzert wurde bereits im Frühling dieses Jahres auf einschlägigen Internetseiten angekündigt. Auf dem Flyer wurde ein Konzert mit den Rechtsrock-Bands Legittima Offesa (I), Blindfolded (NL) und Lemovice (F) in der Westschweiz beworben. Am Konzertabend wurden die Anreisenden von Joël Moret „Pouppi“ und einem weiteren langjährigen Hammerskin über einen Schleusungspunkt bei Estavayer au Lac (VD) an den eigentlichen Veranstaltungsort im Freiburger Hinterland geleitet. Alle drei Bands, die die BesucherInnen im Gemeindesaal von Villarimboud erwarteten, sind eindeutig der Neonaziszene zuzuordnen. So gibt etwa die Band Legittima Offesa ihre Lieder gerne vor einer White-Power-Fahne zum Besten und Lemovice huldigt in ihren Texten unverhohlen dem „Führer“: „Je vous inspire la terreur, je suis au service du Führer“. Crew 38 und Hammerskins. Organisiert wurde das Konzert im freiburgischen Villarimboud von der Crew 38, die zum Umfeld der verdeckt organisierten Schweizer Hammerskins zählt. Die SHS existiert seit mehr als 25 Jahren und sind Teil einer (…). Redaktion Vorwärts.
Vorwärts, 15.7.2016.
Vorwärts > Faschismus. Konzerte. Vorwärts, 2016-07-15.
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04.05.2016 Schweiz
Personen
Work
Oliver Fahrni
Bürgerblock
Faschismus
Volltext
Die grosse Abbauschlacht der Rechten hat begonnen. Abhacken! Abstimmen! Die Sieger der letzten Wahlen nehmen alles für sich und ihre Klientel. Und sie tun dies kühl, effizient und rasend schnell. Steuern zahlen sollen die anderen. Nicht einmal von den Verdingkindern können sie die Finger lassen. Der Nationalrat sollte den Überlebenden der Schweizer Kindersklaverei eine Wiedergutmachung zusprechen. Eine Initiative wollte 500 Millionen. Der Bundesrat bot 300. Rund 20 000 Franken pro Person. Wenig für ein zerstörtes Leben. Zu viel für den Zürcher SVPler Claudio Zanetti. Der Kommunikationsberater, Klimaleugner und Verbreiter von Neonazi-Tweets (sinngemäss „Der weisse Mann ist heute der Neger“, Hashtag „White-Genocide“) tönt in seiner ganzen Herrlichkeit: „Initiative wie Gesetz sind abzulehnen. Wir dürfen nicht bezahlen. Eine grosse Mehrheit der SVP lehnt das ab.“ Neben mir beginnt eine Frau leise zu weinen. Ein früheres Verdingkind. Jahrelang missbraucht. Einige von ihnen sind an diesem Tag in die Wandelhalle des Bundeshauses gekommen. Ein Mann trägt einen dicken roten Pinselstrich auf der Stirn. Das Stigma der römischen Sklaven. Tempo Teufel. SVP und FDP spüren sich nicht mehr, seit sie ihre rechts-rechte Mehrheit im Bundeshaus haben. Siegestrunken räumen sie alles ab, was auch nur ein wenig nach Gerechtigkeit oder sozialer Sicherheit aussieht. Schutz vor Sonntags- und Nachtarbeit: Weg damit! Zwei Wochen Vaterschaftsurlaub? Niemals! Mindestruhezeiten und Arbeitszeitbegrenzung: Abschaffen! AHV-Alter 65? Automatisch rauf, auf 67. Mindestens! Nichts zu klein, um nicht gestrichen zu sein. 70 Franken Erhöhung bei (…). Oliver Fahrni.
Work online, 4.5.2016.
Personen > Fahrni Oliver. Faschismus. Bürgerblock. Work online, 2016-05-04.
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04.05.2016 Oberwil-Lieli
Personen
SVP
Work
Sabine Reber
Faschismus
SVP
Volltext
Ist es Wahnsinn, oder hat es System? Der „Erdo-Glarner“ von Oberwil-Lieli. Jetzt, wo Dorfkönig und SVP-Scharfmacher Andreas Glarner an der Urne gewonnen hat, lässt er seine Hosen ganz runter. Mit einem Stacheldrahtzaun müsse man die Schweiz abriegeln. Das fordert neuerdings der Gemeindeammann von Oberwil-Lieli, Andreas Glarner (im „Tages-Anzeiger“-Interview). Wegen all der Flüchtlinge, die seiner Meinung nach gar keine sind. Eigentlich seien nur Syrer asylberechtigt, behauptet er, „und genaugenommen nicht einmal die“. 1899 Kilometer Stacheldraht, um das Land dichtzumachen? Dass es wegen der Grenzschliessung zum wirtschaftlichen Kollaps käme, möchte der Rollator- und Krückenfabrikant aber nicht. Man müsse halt „Triage“ machen. 1996 wurde er vom Aargauer Obergericht wegen ungetreuer Geschäftsführung zu einer Gefängnisstrafe von 20 Tagen verurteilt. Jetzt ist er neuer Asylchef der SVP und behauptet, die Medien würden Bilder von „angeblich dramatischen Fluchtszenen“ fälschen. Zensur und Ausgrenzung. Martin Uebelhart von der IG Solidarisches Oberwil-Lieli ist empört. Er und seine IG haben soeben an der Urne gegen Glarner verloren. Hauchdünn: Mit 54 Stimmen mehr hat sich die reichste Gemeinde des Kantons Aargau (300 Millionäre auf 2216 Einwohnerinnen und Einwohner) mit dem tiefen Steuerfuss hinter ihren Ammann gestellt. Dieser will lieber zahlen als zehn Asylbewerber aufnehmen. Es sei ein sehr ungleicher Kampf gewesen, erzählt Martin Uebelhart Work. Glarner habe das ganze Dorf für seine fremdenfeindliche Politik missbraucht. Uebelhart: „Wir von der IG Solidarität wurden (…). Sabine Reber.
Work online, 4.5.2016.
Personen > Reber Sabine. Faschismus. SVP. Oberwil-Lieli. Work online, 2016-05-04.
Ganzer Text
01.03.2016 Schweiz
Funke, Der
SVP

Faschismus
Volltext
Weltwoche
Köppels braune Busenfreunde. Der Vorzeigesaugoof der Schweizer Medienlandschaft. Schmierblätter der Bourgeoisie hat's in der Schweiz viele. Doch selbst Sprachrohre der finstersten Reaktion, wie die Baz oder die vom ehemaligen Haus- und Hofrassisten der SVP, Ulrich Schlüer, gegründete „Schweizerzeit“ kommen beim Brechreizfaktor nicht an die Weltwoche ran. Grund genug, mal einen Blick in des Eidgenossen liebsten braunen Seiten zu werfen. Er sei weder ein Monster noch ein Teufel gewesen. So schrieb vor ein paar Wochen der SVP- Nationalrat Roger Köppel über Hermann Göring im Editorial der Weltwoche. Geht es nach Köppel, war Göring viel eher ein Gentleman, der halt leider von Hitler um den Finger gewickelt wurde, wie übrigens Millionen andere Deutsche auch. Dass Göring an der Gründung der Gestapo und der ersten KZs massgeblich beteiligt war, bleibt natürlich unerwähnt. Die Frage, ob man noch schlechter hätte Entnazifizieren können als die Westalliierten, die zahlreiche NS-Grössen nach dem Untergang des Hitlerfaschismus in Ruhe liessen, wäre damit aber auch geklärt: Köppel hätte gekonnt. Nach dem Motto „alles Mitläufer ausser dem Führer“ hätten sich vielleicht auch Goebbels oder Himmler über Verteidigungsschriften von Köppel freuen dürfen. Die Schmierenkomödie ging im Editorial aber noch gleich ein Stück weiter. So hätte Hitlers braune Seilschaft gar nicht mit Absicht den grössten Weltenbrand der Geschichte entfacht. Angeblich soll Köppel ja mal Geschichte studiert haben, aber bei so einem historischen (…). Flo.
Der Funke, März 2016.
Funke, Der > Faschismus. SVP. Der Funke, 2016-03-01.
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22.10.2015 Schweiz
Bürgerblock
Nationalratswahlen
Work

Faschismus
Nationalratswahlen
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Köppelland, aufgewacht! 5 Gründe zu gehen - 5 Gründe zu bleiben. 5 Gründe zu gehen: Grund 1. Rechtsaussen hat übernommen. Die SVP ist die stärkste Partei in Luzern, in Schwyz, in Nidwalden, in Zug, in Freiburg, in Bern, in Solothurn, in Basel-Land, im Thurgau, in Appenzell Ausserrhoden, in St. Gallen, in Graubünden. In Schaffhausen marschieren schon 45,3 Prozent der Wählenden mit Christoph Blocher. In Uri sind es 44, in Schwyz 42,6 und im Aargau 38 Prozent. Und Roger Köppel holt den Schweizer Rekord: 178‘090 Stimmen wählten den „Weltwoche“-Besitzer, der nach wie vor verschweigt, wer seine Geldgeber im Hintergrund sind. Im Nationalrat hat die SVP nun fast doppelt so viele Sitze wie der Freisinn. Als Juniorpartnerin bleibt der FDP also nur noch die Unterwerfung. Genauso wie dem neuen, strammen NZZ-Chefredaktor Eric Gujer. Den Rechtsrutsch nennt er „Rückkehr zur Normalität.“ Nichts wie weg! Grund 2. Das SVP-Grüselkabinett. Neu für die stärkste Partei ins Bundeshaus ziehen vor allem Schweiztümler, Linkenfresser, Islamhasser, Frauenfeinde und Bankenfreunde. Z. B. Blocher-Zögling Roger Köppel (gegen Abtreibung, gegen Frauenquoten, gegen Kinderkrippen). Er sagt: „Frauen sind geübt darin, Geld auszugeben, das andere zuvor verdient haben.“ Z. B. Bulldozer-Chefin Magdalena Martullo-Blocher. Ihre Ems-Manager staucht sie wie die Hurlibueben und peitscht die Büezer. 43 Arbeitsstunden pro Woche sind ihr zu wenig: „Wenn man Arbeit hat, soll man schaffen.“ (…).
Work online, 22.10.2015.
Work > Nationalratswahlen. Bürgerblock. Rechtsrutsch. Work, 22.10.2015.
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03.09.2015 Schweiz
Personen
SVP
Work
Jean Ziegler
Faschismus
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Zunehmender Irrsinn. Ich bin fast nie mit Markus Somm einverstanden. Der Chef der „Basler Zeitung“ ist ein brillanter Historiker, aber eben auch ein überzeugter Vertreter der absurden nationalkonservativen Ideologie, die - via SVP - den helvetischen Diskurs verwüstet. Am 22. August räsonierte er in seinem Blatt über die Folgen der Asylpolitik des Bundesrates. Titel: „Exodus ins Nirgendwo“. Untertitel: „Der zunehmende Irrsinn“. Der Irrsinn nimmt tatsächlich rasant zu. Erster Irrsinn: Am Freitag, dem 29. August, veröffentlichte der Bundesrat seinen Budgetvorschlag für 2016. Der Rahmenkredit für Entwicklungshilfe wird um 100 Millionen Franken gekürzt. Die Weltsicht der bürgerlichen Mehrheit des Bundesrates grenzt an Schizophrenie: Einerseits weiss der Bundesrat, dass seit 2009 an den Süd- und Ostgrenzen der Festung Europa über 50‘000 Flüchtlinge ertrunken oder erstickt sind. Andererseits kürzt er die Gelder für Projekte, die Fluchtgründe vermindern könnten. Zweiter bernischer Irrsinn: 5000 syrische Verfolgte sollten laut Versprechen des Bundesrates sofort aufgenommen werden. Erst ein paar Hundert sind bis anhin eingelassen worden. Denn die dumpfen Bürokraten vom Geheimdienst wollen überprüfen, ob unter den Verfolgten Islamisten seien… vierzehn Monate lang. Dritter Irrsinn: Nationalrat Toni Brunner und seine unsägliche SVP verlangen einen „Asylstopp“. Wenn nötig mit der Sicherung der Grenzen durch die Armee. Das erinnert schauerlich an die Jahre 1942 und 1943. (…). Jean Ziegler.
Work online, 3.9.2015.
Personen > Ziegler Jean. SVP. Rassismus. Work online, 3.9.2015.
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08.01.2015 Zürich
Charlie Hebdo
Demonstrationen Zürich
Syndicom

Anschlag
Charlie Hebdo
Faschismus
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Blutbad bei „Charlie Hebdo“. Die Mediengewerkschaft Syndicom spricht der Redaktion und den Angehörigen all jener, die beim Anschlag auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ ums Leben gekommen sind, ihr tiefstes Beileid aus. Syndicom verurteilt diesen Angriff auf die Pressefreiheit aufs Schärfste. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, dass fundamentalistische VertreterInnen einer Religion oder Ideologie unliebsame MedienvertreterInnen angreifen und jetzt sogar töten, weil sie mit deren Meinung nicht einverstanden sind. Aussagen wie diejenige von Bundesrätin Doris Leuthard („Satire ist kein Freipass“) sind in diesem Zusammenhang nicht akzeptabel. Die Ermordung unserer KollegInnen - denn nichts anderes sind die zeichnenden JournalistInnen mit ihrer spitzen Feder - war nicht nur ein Angriff auf ein Satiremagazin, sie war auch ein Angriff auf die zentralen Werte unsere Gesellschaft: auf die Freiheit und die Demokratie. Die Meinungs- und Informationsfreiheit - die Pressefreiheit! - muss verteidigt werden, denn sie ist das Fundament einer freien Gesellschaft, in der verschiedene Meinungen geäussert werden dürfen. Das Schwert ist nur dann mächtiger als die Feder, wenn sich unsere Gesellschaft von solchen Angriffen in die Knie zwingen lässt. (…).
Kundgebungen vom Donnerstag 8. Januar:
18:30 Uhr Zürich, Bürkliplatz, 18:30 Uhr, St. Gallen, Bahnhof (beim Lämmlerbrunnen)
Syndicom. Branchenvorstand Presse und elektronische Medien, 8.1.2015.
Syndicom > Charlie Hebdo. Attentat. Syndicom, 2015.01-08.
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07.01.2015 Paris
Charlie Hebdo
Faschismus
SSM Schweizer Syndikat Medienschaffender

Anschlag
Charlie Hebdo
Faschismus
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Angriff auf Charlie Hebdo und Aufruf zum Trauermarsch heute in Bern. Das Schweizer Syndikat Medienschaffender SSM zeigt sich tief bestürzt über den Angriff auf das Personal und die Redaktion der Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ in Paris. Wir sprechen den Angehörigen der Opfer unser tiefstes Beileid aus und wünschen den Arbeitskolleginnen und -kollegen die nötige Kraft um diesen Verlust zu verarbeiten. Wie zahlreiche Angriffe davor wird auch diese Tragödie nicht verhindern können, dass sich in Zukunft Journalistinnen und Journalisten für eine offene und kritische Berichterstattung einsetzen werden. Aufruf: Trauermarsch heute (7. Januar 2015), 18.30 Uhr, Bundesplatz Bern. Die Schweizer Journalistinnen und Journalisten (SSM, Impressum und Syndicom) treffen sich zum Trauermarsch: „Je suis Charlie“. Damit drücken sie ihre Trauer für die getöteten Kolleginnen und Kollegen von „Charlie Hebdo“ in Paris aus. SSM, 7.1.2015.
SSM > Charlie Hebdo. Attentat. Trauermarsch. SSM, 2015-01-07.
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28.11.2014 Zürich
Vorwärts

Faschismus
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Neonazi-Angriff in Zürch. Hellenie Student Association of Zurich. Am 6. November haben Neonazis in der Zürcher Bahnhofstrasse eine Gruppe von jungen Griechinnen angegriffen. Eines der Opfer musste mit einer Augenverletzung ins Spital gebracht werden. Am Donnerstag, 6. November, um etwa 23 Uhr stieg eine vierköpfige Gruppe von GriechInnen in ein Tram an der Haltestelle Rennweg. Die zwei Männer und die zwei Frauen arbeiten oder studieren alle in Zürich. Im Tram befand sich bereits eine Gruppe von drei jungen Männern, die Lärm machte und Nazi-Hymnen sang. Nazi-Hymnen und Slogans. Nachdem die Neonazis feststellten, dass die neu zugestiegene Gruppe aus Griechenland kommt, provozierten sie die GriechInnen mit Slogans zur Unterstützung der „Goldenen Morgenröte“, der griechischen Neonazi-Partei, und mit Nazi-Parolen, die Adolf Hitler verherrlichten. Als die GriechInnen dagegen protestierten, griffen die Neonazis die zwei Männer der Gruppe an, schlugen auf sie ein und stiessen auch eine der Frauen weg. Der Kampf ging an der Tramhaltestelle Bahnhofstrasse weiter, obwohl die GriechInnen versuchten, ihn zu beenden. Erst als die Polizei gerufen wurde und einige Passanten eingriffen, war er zu Ende. Einer der Griechen musste mit einer Augenverletzung ins Spital gebracht werden. Einer der Neonazi wurde verhaftet, die zwei anderen konnten entkommen. Der Verhaftete ist identifiziert und wird angeklagt. (…).
Vorwärts, 28.11.2014.
Vorwärts > Faschismus. Zürich. Vorwärts, 2014-11-28.
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08.05.2014 Schweiz
FdP
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Faschismus
FdP Schweiz
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Wer bremst die FdP? Die FdP wirbt mit einem ganzseitigen Inserat in der Sonntagspresse gegen die Mindestlohninitiative der Gewerkschaften. Darauf zeigt sie einen Unia-Mann als hässliche Fratze, dunkelhäutig, schwitzend und bösartig. Mit Hakennase, kurzum, der Fremde (Bedrohliche), der die Schweiz durch den Fleischwolf dreht. Typ Araber oder Jude. Jedenfalls mit eindeutig antisemitischen Stereotypen des „Juden-Bolschewismus“. Historiker wie etwa der Lausanner Geschichtsprofessor Hans Ulrich Jost oder der Basler Rassismusforscher Erik Petry sind entsetzt. Ihr Urteil ist eindeutig: So etwas geht überhaupt nicht! Work deckt auf: So zeichnete einst auch das nationalsozialistische Hetzblatt „Der Stürmer“. Der Work-Artikel schlägt Wellen. Die „Basler Zeitung“ doppelt nach. Jetzt schaltet sich auch Martine Brunschwig Graf ein, die Präsidentin der Eidgenössischen Kommission gegen Rassismus. Sie ist selber Freisinnige und pfeift ihre Partei zurück. Es steht in allen Medien. Und wie reagiert die FdP-Spitze jetzt auf diesen Rüffel? Parteichef Philipp („18 Prozent“) Müller findet die Kritik „unsinnig“ und die Karikatur nach wie vor „lustig“. Dreister noch sein Generalsekretär Stefan Brupbacher: „Ich weiss nicht, was antisemitisch ist“, gibt der 46jährige Jurist Work zu Protokoll. (…). Marie-Josée Kuhn. Editorial Work, 8.5.2014.
Work online,8.5.2014.
Personen > Kuhn Marie-Josée. FdP. Faschismus. Work online, 8.5.2014.
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08.05.2014 Schweiz
FdP
Personen
Work
Marco Geissbühler
Faschismus
FdP Schweiz
Rassismus
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Sind der FdP die Sicherungen durchgebrannt? Work brachte es an den Tag: Die FdP kämpft mit einem antisemitischen Inserat gegen die Mindestlohninitiative. Und stellt sich trotz Rüffel dreist dumm. Hässlich grinst er. Gemein seine Augen. Schwitzend dreht er am Fleischwolf. Der Unia-Mann, wie ihn die FdP sieht: Hakennase, grosse Ohren und dunkle Hautfarbe. In ihrem ganzseitigen Inserat gegen die Mindestlohninitiative bedient sich die FdP antisemitischer Bildsprache. Das kritisieren Historiker scharf. Work deckte auf: So hat auch das nationalsozialistische Wochenblatt „Der Stürmer“ gezeichnet. Der Work-Artikel schlug Wellen. Die „Basler Zeitung“ doppelte nach. Und die Eidgenössische Kommission gegen Rassismus griff ein. Deren Präsidentin Martine Brunschwig Graf, ebenfalls FdP-Mitglied, hat ihre Partei nun zurückgepfiffen. Begründung: Das Inserat „enthält Elemente, die man als judenfeindlich interpretieren kann“. FdP-Präsident Philipp Müller gab persönlich grünes Licht für das Sujet. Wie reagiert er auf diesen Rassismus-Rüffel aus den eigenen Reihen? Gegenüber der „Basler Zeitung“ bezeichnet er den Hakennasen-Mann mit der dunklen Haut als „eine lustige Karikatur“. (…). Marco Geissbühler.
Work online, 8.5.2014.
Personen > Geissbühler Marco. FdP. Faschismus. Work, 8.5.2014.
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