Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 172

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12.09.2019 Schweiz
Berner Tagwacht
Frauengewerkschaft

Frauengewerkschaft
Tagung
Volltext
Arbeitstagunq der Frauengewerkschaft in Bern. Grenzen der Realität überwinden? Obwohl zahlreiche Feste sowie das schöne Wetter Bernerinnen und Berner zu Vergnügungen in die Stadt lockten, versammelten sich rund 70 Frauen der inzwischen 300 Mitglieder zählenden Frauengewerkschaft FGS im Wylerhus, Bern, zu einer Arbeitstagung.n Diskutiert wurden im Wylerhus die Ergebnisse der seit fünf Monaten bestehenden Arbeitsgruppen (Gesellschaftspolitische Fragen, Neue Technologien/Ökologie, Beziehungen zur 3. Welt, Arbeitswelt, Taktik und Strategie der FGS). Bis zum nächsten Frühling soll nun daraus ein Standpunkt- und Aktionsprogramm erarbeitet werden. Die Frage, wie die Frauengewerkschaft überhaupt in der gesellschaftlichen Landschaft stehe, beschäftigte die Anwesenden ebenfalls. Will sie die Grenzen der vorwiegend von Männern bestimmten „Realität“ akzeptieren? Oder mit ihren Utopien diese Grenzen überwinden und so ein gleichberechtigtes Zusammenleben verwirklichen? Weiter wurde der Begriff „Gewerkschaft“ hinterfragt. Dabei wurden die grundsätzlichen Unterschiede der Frauengewerkschaft zu den traditionellen Gewerkschaften hervorgehoben: Die Frauengewerkschaft gehe von der „Frauenbiographie“ aus, die meist nicht so gradlinig wie die männliche verlaufe (über 30 Jahre 100prozentige Arbeitszeit), sowie von der Doppelbelastung der Frauen durch Haus- und Erziehungsarbeit. Die flexible Arbeitszeit schien auch vielen unter den Nägeln zu brennen; einerseits wird sie als Chance wahrgenommen – „jede Frau kann nach ihren Bedürfnissen die Stundenzahl der Arbeit bestimmen“ -, allerdings stellt sie auch eine Gefahr dar:(…)..
Berner Tagwacht, 12.9.1988.
Berner Tagwacht > Frauengewerkschaft. Tagung. TW, 1988-09-12.
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25.07.2019 Genf
Arbeit
Berner Tagwacht

Sklavenarbeit
Volltext
Sklaverei in Genf. 18 Rappen die Stunde. Skandalöse Praktiken in Genf: Die Gewerkschaft SIT hat gestern einen „Fall von Sklaverei“ öffentlich gemacht. Eine junge Frau aus Sierra Leone sei von einem Libanesen gekauft worden, um in Genf für 18 Rappen pro Stunde im Haushalt zu arbeiten. Die Gewerkschaft schaltete die Justiz ein. Die Frau habe während sechs Monaten tagtäglich von sechs bis 23 Uhr gearbeitet, erklärten Vertreter der SIT an einer Pressekonferenz. Anrecht auf Ruhetage hatte sie nicht. Die Frau war auch Demütigungen ausgesetzt, betonten die Gewerkschaftsvertreter. So durfte sie sich zum Beispiel nicht setzen. Anfang Juli flüchtete sie. Laut José Maria Hans von der SIT war die Frau von einem libanesischen Geschäftsmann für die Dauer von vier Jahren „gekauft“ worden. Ihre Familie habe als Gegenleistung einen Sack Reis im Wert von 20 Dollar pro Monat erhalten. Nach vier Jahren sollte der Frau vom Arbeitgeber ein Salär von 2‘130 Franken ausbezahlt werden. Die Gewerkschaft SIT reichte Strafanzeige ein und schaltete gleichzeitig auch das Arbeitsgericht ein. Sie verlangt vom Libanesen für die sechsmonatige Arbeit ein Salär von 48'300 Franken und einen Schadenersatz. Der Arbeitgeber verlangt von der Familie der Frau laut SIT eine Entschädigung wegen Vertragsbruch. Der Geschäftsmann teilte der Familie der Frau nach Gewerkschaftsangaben mit, ihre Tochter habe sich in der Schweiz prostituiert und habe gestohlen. Sie könne deshalb erst wieder nach Hause zurückkehren, wenn sie von den Verleumdungen reingewaschen sei. (…).
Berner Tagwacht, 25.7.1997.
Berner Tagwacht > Sklavenarbeit. TW, 1997-07-25.
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18.01.2003 Burgdorf
Berner Tagwacht
Kornhaus

Eröffnung
Ein schönes, teures Haus für die kulturelle Mehrheit. Festliche Eröffnung des Kornhauses. Mit Fotos. Berner Tagwacht 24.8.1991
05.01.2003 BE Kanton
Berner Tagwacht
Personen
SP BE Kanton
Margrit Meier
Lohn
34'000 Franken sind uns nicht genug. Margrit Meier, SP-Grossrätin. Berner Tagwacht 8.2.1988
12.11.1997 Schweiz
Berner Tagwacht
Löhne

Lohnerhebung
Volltext
Kaufkraftverlust für Beschäftigte zum fünften Mal seit 1990. Lohne: Nominal nach oben, real nach unten. 1998 werden die Beschäftigten in der Schweiz erneut eine Reallohneinbusse verkraften müssen. Dies geht aus der jüngsten Lohnumfrage der Schweizerischen Bankgesellschaft (UBS) hervor. Leistungs- und verantwortungsbezogene Lohnkomponenten treten demnach immer stärker anstelle genereller Lohnerhöhungen. Die Grundlöhne der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden 1998 im gesamtschweizerischen Durchschnitt nominal um 0,6 Prozent ansteigen, wie die UBS aufgrund ihrer Umfrage bei Verbänden und Unternehmungen aus 16 Branchen errechnete. Allerdings werde unter dem Strich eine Reallohneinbusse resultieren. Denn die UBS schätzt die Teuerung für 1998 auf 0,8 Prozent. Falls die Umfrageergebnisse der Wirklichkeit entsprechen, werden die Beschäftigten in der Schweiz im kommenden Jahr zum fünften Mal seit 1990 real weniger in der Lohntüte haben. Überdurchschnittliche Lohnerhöhungen dürften laut der Umfrage die Beschäftigten in der Versicherungsbranche (+1,8%), im Informatik- und Bankensektor (je +1,5%) sowie in der Chemiebranche (+1,2%) erwarten. Am unteren Ende der Branchenskala rangierten die Bauwirtschaft und das Gastgewerbe, wo im Durchschnitt mit einer Nullrunde gerechnet werde. (…).
Berner Tagwacht, 12.11.1997.
Berner Tagwacht > Lohnerhebungen 1998. TW, 1997-11-12.
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03.04.1997 Schweiz
Berner Tagwacht
Personen
Verwaltungsreform
Regine Aeppli
NPM
New Public Management und das Primat der Politik. "NPM", ein Ufo vor dem Hintergrund der Krise. Grosse Worte, zurückhaltende Taten: Das ist bisher der Output des NPM. Trotzdem wäre es verfrüht, NPM als untauglich zu bezeichnen. Aber: Das Primat der Politik muss ins Zentrum der NPM-Diskussion gerückt werden. Sonst läuft das Kundinnen-freundliche Verwaltungsmodell unter anderem Gefahr, zur Vorzugsbehandlung von mächtigen Lobbies zu werden. Regine Aeppli. 
Berner Tagwacht 3.4.1997
03.04.1997 Nidau
Berner Tagwacht
SP Nidau
Stadtrat

Stadtpräsidentenwahl
Volltext

Stadtrat Nidau. SP sucht Ersatz. Keine Nachrutschenden Der erst seit Anfang Jahr amtierende Stadtratspräsident von Nidau, Thomas Frutschi, zieht aus dem Grafenstädtchen bei Biel weg und muss deswegen per Ende April demissionieren. Weil seine Partei, die SP, keine Ersatzleute mehr auf der Liste hat, gelangt eine Spezialbestimmung zur Anwendung. Wie es gestern in einer Mitteilung hiess, ist das Potential an Nachrutscherinnen und Nachrutschern auf der SP-Liste der Gemeindewahlen 1993 erschöpft. Deshalb werden nach dem Rücktritt Frutschis die seinerzeitigen UnterzeichnerInnen des SP-Wahlvorschlags aufgefordert, innert 30 Tagen einen Ersatzvorschlag einzureichen. (...).

Berner Tagwacht. Donnerstag, 3.4.1997.
SP Nidau > Stadtrat. Ersatzwahl. 3.4.1997.doc.

SP Nidau. Stadtrat. Ersatzwahl. 3.4.1997.pdf

06.02.1997 Burgdorf
Berner Tagwacht
Freie Liste

Ökologie
Ökologie als Markenzeichen. Die Freie Liste weist den Entwurf zum regionalen Richtplan zurück und beantragt dem Planungsverband Region Burgdorf, die Arbeiten nicht weiterzuführen. (...). Berner Tagwacht 6.2.1997
23.01.1997 Bern
Berner Tagwacht
Verwaltung Bern
Ursula Hirt
Sozialpolitik
Verwaltungsreform
Volltext
Neue Stadtverwaltung Bern. Der sozialpolitische Bumerang. Der „Neuen Stadtverwaltung Bern (NSB)“ weht von allen Seiten ein warmer Wind der Anerkennung entgegen. Ein Postulat von Ursula Hirt (GB) fordert heute im Stadtrat jedoch wider die Bise des freien Wettbewerbes den Einbau von sozialpolitischen und ökologischen „Sicherungen“. In einer Kinderkrippe können Sprösslinge aus vermögendem Haus auf der Warteliste gegen Entgelt die Überholspur nehmen. In diesem fiktiven Beispiel hätten die übereifrigen Leiterinnen der Krippe gewinnorientiert und somit betriebswirtschaftlich geschickt gehandelt. Die neue Verwaltungsführung fordert von den Angestellten der drei Pilotprojekte (Strasseninspektorat, Berufsfeuerwehr und Jugendamt) bekanntlich vor allem ein kostenbewussteres Denken. Könnte der nahe Mutterschaftsurlaub der neuen Mitarbeiterin das Produktebudget nicht etwas zu fest belasten? Ist die Rücksichtnahme auf ökologische Kriterien nicht zu kostspielig? Sozialverträglich Leistungskriterien. „Im Projekt NSB ist ein gewisses Gefahrenpotential vorhanden», erklärt Ursula Hirt (GB), „dass Frauenanliegen, soziale und ökologische Massnahmen und Errungenschaften bei der Annäherung der Verwaltung an die Privatwirtschaft auf der Strecke bleiben.“ (…).
Samuel Reber.
Berner Tagwacht, 23.1.1997.
Berner Tagwacht > Verwaltung Bern. Verwaltungsreform. Sozialpolitik. TW, 1997-01-23.
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23.01.1997 Bern
Berner Tagwacht
Verwaltung Bern
Ursula Hirt
Sozialpolitik
Verwaltungsreform
Volltext
Neue Stadtverwaltung Bern. Der sozialpolitische Bumerang. Der „Neuen Stadtverwaltung Bern (NSB)“ weht von allen Seiten ein warmer Wind der Anerkennung entgegen. Ein Postulat von Ursula Hirt (GB) fordert heute im Stadtrat jedoch wider die Bise des freien Wettbewerbes den Einbau von sozialpolitischen und ökologischen „Sicherungen“. In einer Kinderkrippe können Sprösslinge aus vermögendem Haus auf der Warteliste gegen Entgelt die Überholspur nehmen. In diesem fiktiven Beispiel hätten die übereifrigen Leiterinnen der Krippe gewinnorientiert und somit betriebswirtschaftlich geschickt gehandelt. Die neue Verwaltungsführung fordert von den Angestellten der drei Pilotprojekte (Strasseninspektorat, Berufsfeuerwehr und Jugendamt) bekanntlich vor allem ein kostenbewussteres Denken. Könnte der nahe Mutterschaftsurlaub der neuen Mitarbeiterin das Produktebudget nicht etwas zu fest belasten? Ist die Rücksichtnahme auf ökologische Kriterien nicht zu kostspielig? Sozialverträglich Leistungskriterien. „Im Projekt NSB ist ein gewisses Gefahrenpotential vorhanden», erklärt Ursula Hirt (GB), „dass Frauenanliegen, soziale und ökologische Massnahmen und Errungenschaften bei der Annäherung der Verwaltung an die Privatwirtschaft auf der Strecke bleiben.“ (…).
Samuel Reber.
Berner Tagwacht, 23.1.1997.
Berner Tagwacht > Verwaltung Bern. Verwaltungsreform. Sozialpolitik. TW, 1997-01-23.
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15.01.1997 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Privatisierung
Verwaltungsreform
Volltext
Öffentliche Unternehmen - weniger Politik, mehr Unternehmertum. Unternehmertum von Staates wegen. Es naht das Ende der Staatsbetriebe: Der Bund will seine öffentlich-rechtlichen Unternehmen von politischen Fesseln befreien und ihnen mehr Raum für unternehmerisches Denken geben. Nicht mehr altgediente ParteienvertreterInnen sollen in den Leitungsgremien Einsitz nehmen, sondern Fachleute. Die politische Kontrolle soll für den „service public“ aber trotzdem gewährleistet sein. Wer kennt sie nicht, die vielen altgedienten Politikerlnnen, welche in PTT und SBB-Verwaltungsräten, kantonalen Bankräten oder den Verwaltungsräten der halbstaatlichen Energiekonzerne sitzen? Sie beziehen dicke Sitzungsgelder und sind für Schönwetterlagen gerade gut. Kommen die Konzerne jedoch in Schräglage, sind die viel zu grossen Verwaltungsräte für das Krisenmanagement zu träge und es fehlt das Know-How. Oder aber: Die halbstaatlichen Betriebe haben auch bei gutem Management die Freiräume zum unternehmerischen Handeln nicht. Hautnah erleben dies die Krisenbetriebe SBB, Swissair und die Post, aber auch kantonale Unternehmungen wie Privatbahnen und Energieproduzentlnnen. Kurz: die Zeiten der „bhäbigen“ gemischtwirtschaftlichen Unternehmen sind vorbei, neue Führungs- und Strukturmodelle sind gefragt. Aus diesen Gründen geht der Bund - federführend ist da Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement (EVED - nun in die Offensive: (…). Berner Tagwacht, 15.1.1997.
Berner Tagwacht > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. Privatisierung. TW, 1997-01-15.
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20.12.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Bundesämter
Verwaltungsreform
Volltext
Vorschläge zur Reorganisation der Bundesverwaltung. Adolf Ogis EMD soll zum Sicherheitsdepartement werden. Das „grüne“ Bundesamt soll von Ruth Dreifuss zu Moritz Leuenberger wechseln, Adolf Ogi ein Sicherheitsdepartement erhalten, Dies sind zwei der Expertenvorschläge zur Reorganisation der Bundesverwaltung. Erste Entscheide des Bundesrates sind bis Ende März 1997 zu erwarten. Mit der Verwaltungsreform will der Bundesrat die Effizienz der Aufgabenerfüllung steigern und Kosten sparen. Die Strukturen der Departemente sollen besser den Kriterien der Ausgewogenheit, Homogenität und Führbarkeit genügen, wie Bundeskanzler François Couchepin bei der Vorstellung der Expertenvorschläge am Donnerstag in Erinnerung rief. Für eine erste Phase schlägt die Beratungsfirma Arthur Andersen in drei Varianten eine Neuzuordnung bestimmter Aufgaben an die Departemente vor. Nach Auskunft ihres Schweizer Leiters Andreas Bürge kann diese Strukturverbesserung mit dem erwünschten Sparpotential von fünf Prozent innert 12 bis 24 Monaten umgesetzt werden, sofern der Bundesrat mit der Neuauflage des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (RVOG) die erforderlichen Kompetenzen erhält. Auch ohne Sport „zivileres“ EMD. (…). sda.
Berner Tagwacht, 2012.1996.
Berner Tagwacht > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. Bundesämter. TW, 1996-12-20.
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07.12.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Verwaltungsreform
Volltext
New Public Management beim Bund: Meteorologische Anstalt und Landestopographie als Pilotprojekte. Hoffen auf mehr Effizienz. Der Bund erprobt das New Public Management (NPM): Als erste Bundesämter werden die Schweizerische Meteorologische Anstalt (SMA) und die Landestopographie (L+T) ab 1997 mit Leistungsauftrag und Globalbudget geführt. Damit verbunden ist ein Sparauftrag. Weitere Ämter sollen 1998 und 1999 folgen. Die vom Bundesrat gutgeheissenen Leistungsaufträge der SMA und der L+T gelten für 1997 bis 1999. Im Rahmen der vorgegebenen Ziele und Strategien erhalten die beiden Bundesämter mehr unternehmerischen Spielraum, um ihre Aufgaben effizienter und kundennäher zu erfüllen. Gleichzeitig müssen sie ihre Ausgaben in den ersten beiden Jahren um fünf Prozent und bis Ende 2000 um weitere fünf Prozent senken. Die SMA hat den Auftrag, die dem Bund übertragenen meteorologischen und klimatologischen Aufgaben als nationaler Wetterdienst und Kompetenzzentrum der Schweiz zu erfüllen. Ihr Angebot wird in fünf Produktegruppen gegliedert, nämlich in die Grundinformationen (inkl. militärischer Wetterdienst), den Flugwetterdienst, die Warnungen, die Unterstützung der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) und die kommerziellen erweiterten Dienstleistungen. (…).(sda).
Berner Tagwacht, 7.12.1996.
Berner Tagwacht > Meteorologische Anstalt, Verwaltungsreform. TW, 7.12.1996.
Ganzer Text
13.11.1996 TG Kanton
Berner Tagwacht
Freiheitspartei

Freiheitspartei
Rassismus
FPS-„Sozialrambo“. Bezirksgericht Bischofszell: Weinfelder Fürsorger darf „Sozialrambo“ genannt werden. Berner Tagwacht 13.11.1996
11.10.1996 Nidau
Berner Tagwacht
Gemeinderat
Personen
SP Nidau
Stadtrat
Peter Rolli
Austritte
Volltext

Nidauer SP. Spaltung. Aderlass Der rechte Flügel der SP Nidau spaltet sich von der Mutterpartei ab und gründet eine eigene Gruppierung, die „Vereinigung Pro Nidau“ (VPN). Vier von elf Nidauer SP-Stadträten und einer der sozialdemokratischen Gemeinderäte gehören zu den ÜberläuferInnen. Der frischgebackene Präsident der Nidauer SP, Peter Rolli, erst seit zehn Tagen im Amt, bestätigte gestern einen Bericht des „Bieler Tagblatts“. „Erst heute habe ich einige der Austrittsschreiben erhalten“, erklärte der überraschte Rolli gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Er wolle nun mit einigen der Beteiligten noch Gespräche führen. Von einer dramatischen Schwächung der SP im Stadtparlament des Grafenstädtchens bei Biel mag der Parteipräsident indes nicht sprechen. Zwar schrumpft seine Fraktion von elf auf sieben Mitglieder, doch sei die SP im freisinnig dominierten 30köpfigen Stadtrat ohnehin in der Minderheit gewesen. (...).

Berner Tagwacht. Freitag, 11.10.1996.
SP Nidau > Austritte. 11.10.1996.doc.

SP Nidau. Austritte. 11.10.1996.pdf

14.09.1996 Schweiz
Antifaschismus
Berner Tagwacht
Personen
Surava Peter
Antifaschismus
Volltext
Zum Fall Surava. Referenzen an eine Unperson. In den 40er Jahren kannte man Peter Surava als engagierten Journalisten und Kämpfer gegen Faschismus und soziales Elend. Ein Sammelband ehrt den Verfolgten und Verfehmten. Als 1991 Peter Hirsch seinen autobiographischen Bericht „Er nannte sich Surava“ veröffentlichte, trauten manche kaum ihren Augen. Da erzählte einer, der in den 40er Jahren als antifaschistisches Gewissen der Nation galt, wie er mit übelsten Mitteln zu Anfang des Kalten Krieges kalt abserviert wurde, und wie er sich nur mühsam mit unzähligen Pseudonymen wieder eine Existenz als Journalist und Schriftsteller aufbauen konnte. Nach dem Medienrummel um sein Buch und vor allem um den Film von Erich Schmid 1995 wurde Surava mit Ehrungen überhäuft und auch von der Politik rehabilitiert. Ein unrühmliches Kapitel der neueren Schweizer Geschichte wurde so in der Folge des Fichenskandals endlich aufgerollt. Das persönliche Schicksal des Peter Hirsch/Surava zeigte zu deutlich, wie weit Antisemitismus, Anpassertum, Nazifreundlichkeit, Kommunistenhatz, politische Zensur und selbstherrliches Gebaren die Innenpolitik der 40er und 50er Jahre mitprägte. So ist in den 22 Beiträgen, die Erich Schmid im Band „Abschied von Surava“ gesammelt hat, nicht selten das Erstaunen darüber zu erkennen, dass einer, der zu den gewichtigsten Stimmen im Land gehörte, der Öffentlichkeit einfach abhanden kommen kann, ohne dass sich jemand wundert, wo er denn geblieben ist. (…). Elio Pellin
Abschied von Surava. Eine Dokumentation. Hrsg. Erich Schmid. Wolfbachverlag, 255 Seiten.
Berner Tagwacht, 14.9.1996.
Personen > Surava Peter. Antifaschist. TW, 1996-09-14.
Ganzer Text
05.09.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Regierung Schweiz

Regierungsreform
Volltext
Bundesrat will neue Vorlage zum Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetz. Neuer Anlauf ohne Sekretäre. Dann eben ohne Staatssekretäre: Der Bundesrat will dem Parlament wenn möglich schon im Winter ein „entschärftes“ Regierungs- und Verwaltungsorganisatiosgesetz (RVOG) vorlegen. Die Diskussion über eine Vergrösserung des Kollegiums und ein neues Regierungsmodell folgt später. Das Nein zum RVOG in der Referendumsabstimmung vom 9. Juni dieses Jahres galt klar den neuartigen Staatssekretärinnen und Staatssekretären, die Führungs- und Vertretungsfunktionen zur Entlastung der Regierungsmitglieder hätten übernehmen' sollen. Zahlreiche andere Neuerungen blieben unbestritten und fanden sogar die ausdrücklich Unterstützung der RVOG-Gegner. Dies gilt namentlich für die Organisationskompetenz des Bundesrates und für die Einführung neuer Methoden der Verwaltungsführung (Stichwort New Public Management). Bei dieser Ausgangslage beschloss der Bundesrat am Mittwoch, unverzüglich eine Neuauflage des RVOG mit den unbestrittenen Elementen vorzubereiten. Laut Bundeskanzlei sollte diese Vorlage für die Wintersession bereit sein. Auf die neuen Staatssekretäre wird verzichtet. Stattdessen will der Bundesrat die Regelung des geltenden Verwaltungsorganisationsgesetzes (VwOG) für die Titular-Staatssekretäre übernehmen. (…). (sda).
Berner Tagwacht, 5.9.1996.
Berner Tagwacht > Regierungsreform. Staatssekretäre. TW, 5.9.1996.
Ganzer Text
08.08.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Personen
SBB
SEV Schweiz
Michael Kaufmann
Lohnkürzungen
SBB
Volltext
Kampf gegen Lohnsenkungen – vor allem, wenn sie nichts bringen. Gewerkschaften auf dem Bundesplatz. Lohnsenkungen beim öffentlichen Personal sind das Thema dieses Herbstes. Die Gewerkschaften treten dagegen an. Heute sind es die Eisenbahnerinnen, im Oktober folgen alle Angestellten des öffentlichen Dienstes. Die Forderung ist umstrittenes Politikum, die Gewerkschaften wollen sie auf dem Verfahrensweg zur Strecke bringen. SBB-Chef Benedikt Weibel stiess am 21. Juni in ein Wespennest, als er SBB-Lohnkürzungen in Aussicht stellte. Um „keinen Preis“ hiess es auf gewerkschaftlicher Seite - das Eisenbahn-und Verkehrspersonal angeführt von der Gewerkschaft SEV - blies zum Gegenangriff. Heute findet in Bern ein ausserordentlicher SEV-Kongress statt, die anschliessende Kundgebung der Eisenbahner wird von vielen Gewerkschaften und Angestelltenverbänden mitunterstützt. Hauptforderung: „Finger weg vom Lohn“. Verhandlungsbereitschaft ist nicht vorhanden, die Gewerkschaften sind sauer, dass die SBB-Rechnung auf dem Buckel der Mitarbeiterinnen saniert werden soll. Sie schütteln den Kopf darüber, dass keine soziale Abfederung zugunsten unterer Einkommensklassen eingebaut wurde und die Übung nicht wenigstens mit weiteren Arbeitszeitreduktionen kompensiert wird. Grundsätzlich ist man beim SEV gegen Lohnkürzungen. Bescheidener Beitrag. Der SBB-Verwaltungsrat sprach vorerst von 2 bis 4 Prozent Lohnkürzungen, ging dann aber in zwei Aussprachen mit den SEV-Leuten (…). Michael Kaufmann.
Berner Tagwacht, 8.8.1996,
Personen > Kaufmann Michael. SBB. Lohnkürzungen. TW, 1996-08-08.
Ganzer Text
02.08.1996 ZG Kanton
Berner Tagwacht
Verwaltung

NPM
Verwaltungsreform
Volltext
Zentralschweiz setzt auf „New Public Management“. Zug hält nichts von „Modeströmung“. Die Idee des „New Public Management“ ist auch in die Zentralschweiz vorgedrungen. Nicht in allen Kantonen ist die Begeisterung allerdings gleich gross. Der Kanton Zug tanzt gar aus der Reihe: Dort erachten Regierung und Parlament NPM als untauglich zur Lösung der konkret anstehenden Fragen. Effizient und bürgernah verwalten, insbesondere aber Kosten sparen: Das verspricht „New Public Management“ (NPM) - auf deutsch zumeist „Wirkungsorientierte Verwaltung“. Der schuldengeplagte Kanton Luzern stieg denn auch als erster in der Zentralschweiz auf den NPM-Zug auf. Ab 1997 arbeiten versuchsweise zehn Dienststellen nach dem NPM-System mit den drei Hauptsäulen Leistungsauftrag, Globalkredit und Controlling. Ziel ist ein massgeschneidertes Modell für ein „kundenorientiertes Dienstleistungsunternehmen Kanton Luzern“. Allerdings blieb Luzern auf halbem Weg stehen. Zwar wurden das Organisationsrecht und die Verwaltungsrechtspflege reformiert. Doch die Revision der Staatsverfassung, die Volk und Parlament die gegenüber einer NPM-gestärkten Regierung und Verwaltung notwendigen Rechte und Einflussmöglichkeiten sichern könnte, wurde auf die lange Bank geschoben: (…). (sda). Gaby Gerteis.
Berner Tagwacht, 2.8.1996.
Berner Tagwacht > Verwaltungsreform ZG Kanton. TW, 2.8.1996.
Ganzer Text
04.06.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
SBB

Bahnreform
Vernehmlassung
Volltext
Bahnreform in der Vernehmlassung. Den Service public erhalten. Die Schweizer Bahnen sollen ab 1998 neu organisiert und mit mehr unternehmerischem Spielraum in eine finanziell bessere Zukunft fahren. Die öffentliche Hand übernimmt nur noch Kosten, die zuvor vereinbart wurden. Der Bundesrat hat gestern die Bahnreform in die Vernehmlassung geschickt. „Von der Bahnreform darf man keine Wunder erwarten“, meinte Verkehrsminister Moritz Leuenberger gestern in Bundeshaus lakonisch. Ein flächendeckendes öffentliches Verkehrsangebot werde auch in Zukunft mit beträchtlichen Kosten verbunden sein. Die Politik müsse entscheiden, welche Leistungen zu welchem Preis erbracht werden sollen. Wieviel die öffentliche Hand dank der Reform sparen könne, sei nicht bezifferbar. Erster Schritt einer grossen Reform. Die bis Ende August in die Vernehmlassung geschickte Vorlage bildet ein erstes Reformpaket. Im Sinne einer „rollenden Reform“ sollen weitere Schritte folgen. Die Bahnreform sei Teil einer koordinierten Verkehrspolitik und stehe in engem Zusammenhang mit Vorhaben wie der Alpeninitiative, dem Transitabkommen mit der EU oder der Bahn 2000, sagte Leuenberger. Gewisse Neuerungen betreffen alle Bahnen, andere nur die SBB. Alle Bahnunternehmungen müssen ihre Bereiche Infrastruktur (Schiene, Fahrplan) und Betrieb (Verkehr) trennen. Damit soll die für den Wettbewerb notwendige Transparenz erreicht werden. Grundsätzlich darf jedes Transportunternehmen gegen Bezahlung die Infrastruktur einer (…).
Berner Tagwacht, 4.6.1996.
Berner Tagwacht > Bahnreform. TW, 1996-06-04.
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11.05.1996 Bern
Berner Tagwacht

Konzept
Redaktion
Volltext

Vor 14 legen erschien Berner Tagwacht - Die Neue. Blitzstart für einen Marathon. Berner Tagwacht - die Neue hat eingeschlagen. Vierzehn Tage nach dem Start stellt das BT-Team bei den Leserinnen und Lesern durchwegs gute Reaktionen fest. Die Zeitung sei lesbarer  und  übersichtlicher geworden, die Titelseite sei frech, spreche an und lade zum Lesen ein. Die BT ist zum Gespräch geworden: Die Leute haben in den Medien von unserem Frühlingsschwung gelesen oder konnten sich eine Woche lang jeden Morgen im Berner Bahnhof mit einem Exemplar eindecken; Viele liessen sich von der Aktion „10für10“ überzeugen und lesen jetzt die BT 10 Wochen lang auf Probe. Das für bescheidene 10 Franken. Über 500 ProbeleserInnen sind es bereits, welche den Sprung gewagt haben und die täglich den Vergleich mit anderen Medien machen. Uns freut dieser Zuzug sehr. (...).

Berner Tagwacht. Samstag, 11.5.1996.doc.

Die Neue. Redaktion. 11.5.1996.pdf

30.04.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Verwaltungsreform
Volltext
Kaspar Villiger zur RVOG-Abstimmung. Ein Ja zum Reformkurs. Ein Nein zum RVOG würde laut Bundesrat Kaspar Villiger nicht nur die Staatssekretäre bodigen, sondern der ganzen Verwaltungsreform den Schwung nehmen. Noch sieht der Finanzminister allerdings eine Siegeschance. Im Februar jedenfalls war im Volk die Unwissenheit klar grösser als der Widerstand. Den Gegnern zufolge wird es nach einer Ablehnung des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (RVOG) am 9. Juni ein Leichtes sein, die unbestrittenen Elemente - die vermehrte Organisationsfreiheit des Bundesrates und die Grundlage für das „New Public Management“ - neu aufzulegen und ohne Referendum über die Bühne zu bringen. An einem Informationsgespräch warnten Bundesrat Villiger und Bundeskanzler François Couchepin am Montag in Bern vor dieser Erwartung. Keine problemlose Neuauflage. Nicht nur seien die Staatssekretäre als neue Führungsfiguren ein wichtiges Element der Verwaltungsreform, sagte Villiger: Wenn das RVOG scheitere, nehme dies den ganzen Bestrebungen für eine effizientere Administration ihren Schwung. (…).
Berner Tagwacht, 30.4.1996.
Berner Tagwacht > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. TW, 1996-04-30.
Ganzer Text
12.03.1996 BE Kanton
Bern
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

FdP
Privatisierung
Verwaltungsreform
Volltext
HIV mochte Verwaltung beraten. Der Handels- und Industrieverein (HIV) Sektion Bern begrüsst zwar die laufenden Versuche einer effizienteren Verwaltungsführung, hat aber auch Bedenken. Der Grund: Die effiziente Verwaltung könnte zur unliebsamen Konkurrenz der Wirtschaft werden. Die Verwaltungen von Stadt und Kanton Bern werden auf Effizienz und Bürgerinnen-Nähe getrimmt - mit New Public Management (NPM). Unter dem Strich soll NPM auch finanziell etwas einfahren, da die Amtsstellen zu Profit-Centers werden. NPM gedeiht zwar auf dem Boden der rosa Parteien besonders gut; angesichts der Mischung von Effizienz und Spareffekt fällt es aber auch bei der Rechten auf fruchtbaren Boden. Aber zumindest deren Gewerbeflügel stellt sich mit NPM offenbar ein Problem: Die effiziente Verwaltung darf mit ihren „Produkten“, wie die Dienstleistungen in NPM-Deutsch heissen, die Privatwirtschaft nicht konkurrenzieren. Die HIV-Sektion Bern bestellte deshalb beim Büro Ecoplan eine Studie über verschiedene Versuche in Stadt und Kanton. Der Auftrag: „Welche Chancen und Gefahren erwachsen der Privatwirtschaft mit dem NPM? Sollen staatliche Stellen überhaupt Leistungen für Dritte erbringen dürfen? Welche Anforderungen sind zu erfüllen, wenn staatliche Stellen am Markt auftreten?“ (…).
Berner Tagwacht, 12.3.1996.
Berner Tagwacht > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. HIV. TW, 1996-03-12.
Ganzer Text
18.01.1996 Schweiz
Auns
Berner Tagwacht
Personen
Richard Müller
Auns
Gründung
Volltext
Ein neuer Blocher-Verein. Die AUNS, die „Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz“ ist vom ehemaligen Direktor des Schweizerischen Gewerbeverbandes , Otto Fischer; ins Leben gerufen worden, um den Beitritt der Schweiz zur UNO mit einem eigenen, nur auf seine persönlichen politischen Ziele ausgerichteten Verein bekämpfen zu können. Der erste Auftritt der AUNS wurde zu einem Totalerfolg: Der UNO-Betritt wurde vom Souverän mit 74 Prozent Nein bachab geschickt. Auch der zweite AUNS-Auftritt gelang: Der EWR-Vertrag wurde verworfen. Nach dem Tode Fischers setzte sich Christoph Blocher an die Spitze der AUNS; er verstand es ebenfalls vortrefflich, diesen sehr finanzkräftig gewordenen Verein den eigenen Interessen dienstbar zu machen und seine SVP direkt unter Druck zu setzen. Die AUNS gibt der Rechten innerhalb der Regierungspartei eigene Strukturen, ohne unter Inkaufnahme der Spaltung, die landesweite SVP-Deckung zu verlieren. Das Doppelspiel gefiel ausgezeichnet. So wurde denn, um den Einfluss in einem anderen Politikbereich zu verstärken, ein neuer Extraverein gegründet: Der Bund der Steuerzahler (BDS), der von einem Zürcher SVP-Mann präsidiert wird. Dieser Bund wird, ferngelenkt von Christoph B., mit Sicherheit künftig zu allen steuerpolitischen Vorlagen Stellung beziehen. Ähnlich wie bei der AUNS können künftig über den BDS die SVP-Parolen zu eidgenössischen Vorlagen determiniert werden. Der neugebackene Bund der Steuerzahler hat bei seiner ersten (…). Richard Müller.
Berner Tagwacht, 18.1.1996.
Personen > Mueller Richard. Auns. Gruendung. TW, 1996-01-18.
Ganzer Text
21.12.1995 Schweiz
Berner Tagwacht
Personen
Richard Müller
Autopartei
Faschismus
Berührungspunkte mit Nazitum. Richard Müller. Berner Tagwacht. 21.12.1995
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