Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 29

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
01.02.2019 Frankreich
Faschismus
Personen
Work
Oliver Fahrni
Gilets jaunes
Sozialpolitik
Volltext
Macron untergräbt Frankreichs Sozialsystem. „Irrer Stutz für Leute ohne Bedeutung“. Die Gewalt der Gilets jaunes ist ein Echo auf die Gewalt, die von Präsident Macrons Zerstörung der französischen Gesellschaft ausgeht. Am 5. Oktober sprang ein 51jähriger Angestellter aus der 6. Etage eines Büroturms der französischen Bahnen SNCF in Lyon. Wenige Tage später tat es ihm eine Eisenbahnerin in Nîmes gleich. Am 16. Oktober warf sich ein 35jähriger SNCF-Arbeiter frühmorgens vor den ersten TGV Marseille-Paris. Wenige Wochen später stellte sich ein Zugführer in Charleville-Mézières vor einen ausfahrenden Zug. Seit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seine Eisenbahnreform durchgezogen hat, gegen den Protest von Hunderttausenden, erschüttert eine Selbstmordwelle die SNCF. Das Management versucht, das Ausmass zu kaschieren, und verweigert auch den Gewerkschaften genauere Informationen. 2018 sollen sich mehr als 60 Kolleginnen und Kollegen während des Dienstes umgebracht haben, schätzt ein Arbeitsmediziner der Gewerkschaft Sud-Rail. Suizide sind ein heikles Thema. Aber wenn Zugführer, die in vielen Fällen selbst schockierende Erlebnisse mit Lebensmüden vor ihren Loks hatten, sich unter die eigenen Maschinen werfen, dann sind das mehr als Einzelschicksale. Es ist ein Zeichen für das Mass der Gewalt, das diesen Berufsleuten von der Politik durch die Demontage der sozialen Sicherheit angetan wird. Sehr konkrete Gewalt in Form unmenschlichen Stresses und zerstörter Berufsperspektiven. (…).
Oliver Fahrni.
Work online, 1.2.2.2019.
Personen > Fahrni Oliver. Frankreich. Gilets jaunes. Work online, 2019-02-01.2.
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30.12.2017 Kuba
Junge Welt

Existenzgrundlage
Sozialpolitik
Volltext
Im 60. Jahr der Revolution. Soziale Gerechtigkeit und kultureller Fortschritt – in Kuba gibt es jede Menge zu feiern. In Havanna wird das neue Jahr am Sonntag um Mitternacht traditionell mit 21 Salutschüssen von der Festung San Carlos de la Cabaña über der Hafeneinfahrt begrüsst. Kuba feiert am Montag zugleich den 59. Jahrestag des Sieges der Revolution. Die Parteizeitung Granma wird dann mit der Zeile „Año 60 de la Revolución“ im Titel erscheinen. Am 1. Januar 1959 hatte Fidel Castro der kubanischen Bevölkerung vom Balkon des Rathauses von Santiago de Cuba aus versprochen, dass künftig alle ein Recht auf Bildung, Gesundheitsversorgung und Teilhabe am sozialen Leben haben würden. Eine Woche später zog der Revolutionsführer – nach einem Triumphzug über die Insel – an der Spitze der siegreichen Rebellenarmee in der Hauptstadt ein. In den folgenden Jahren setzte die revolutionäre Regierung mit einer Agrarreform, der Alphabetisierungskampagne, dem Bau von Schulen, Universitäten, Kranken- und Kulturhäusern das Versprechen Castros Stück für Stück um. Nach der Revolution hat Kuba sich von einem der rückständigsten Länder der Region, in dem mehr als die Hälfte der Kinder keine Schule besuchten und jedes Jahr Tausende von ihnen an Armut, Hunger und Krankheiten starben, zu einem in vielen Bereichen weltweit anerkannten Vorbild entwickelt. In den UN-Statistiken zur sozialen Entwicklung, der Gleichstellung von Frauen und Männern, der Versorgung mit Ärzten und medizinischem Personal oder der Verteilung von (…).
Junge Welt, 30.12.2017.
Junge Welt > Kuba. Sozialpolitik. Junge Welt, 2017-12-30.
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01.12.2017 EU
Personen
Work
Andreas Rieger
EU
Sozialpolitik
Volltext
Soziale Rechte. Danke für die Blumen! Jetzt hat der Ministerrat der EU eine „Säule der sozialen Rechte“ beschlossen. Sie beinhaltet zwanzig gute Grundsätze und Empfehlungen. Vom Recht auf einen Lohn, der zum Leben reicht, über die Vereinbarkeit von Beruf und Familie bis zum Recht auf berufliche Aus- und Weiterbildung. Aber all diese schönen Punkte sind leider nur Absichtserklärung. Die europäischen Gewerkschaften reagierten deshalb erst etwas ratlos. Für die einen war diese Absichtserklärung nur warme Luft, die von der Fortführung der bisherigen antisozialen EU-Politik ablenken soll. Die anderen sahen Anknüpfungspunkte für soziale Fortschritte. Immerhin ist der EU-Führung unter Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker bewusst geworden, dass die EU auseinanderbricht, wenn sie ihren 300 Millionen Bürgerinnen und Bürgern nicht zu Arbeit und sozialer Absicherung verhilft. Unter dem neoliberalen Juncker-Vorgänger Manuel Barroso baute die EU soziale Errungenschaften ab. Junckers Absichtserklärung ist, so gesehen, ein Fortschritt. Schliesslich hat der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) reagiert, wie die Feministinnen jeweils am Muttertag reagieren, er sagte sinngemäss: „Danke für die Blumen, aber Rechte wären uns lieber.“ Und legte gleich ein Aktionsprogramm zur Umsetzung der „Säule der sozialen Rechte“ vor. Ganz unrealistisch ist diese Strategie nicht. In einzelnen Punkten ist die EU-Kommission bereit, verbindliche Rechte einzuführen. So möchte sie europaweit eine Mindestdauer von 16 Wochen (…). Andreas Rieger.
Work, 1.12.2017.
Personen > Rieger Andreas. EU. Sozialpolitik. Work 2017-12-01.
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16.11.2017 EU
DGB

EU
Sozialpolitik
Volltext
„Europäische Säule Sozialer Rechte“. Für ein gerechteres Europa – DGB begrüsst soziale Säule. In Göteborg wird morgen, Freitag, ein erster Schritt hin zu einem sozialeren Europa gemacht: Die Mitgliedsstaaten der EU unterzeichnen dort die Proklamation der „Europäischen Säule sozialer Rechte“ (ESSR). Eine solche Proklamation gab es zuletzt im Jahr 2000 bei der Grundrechtecharta der EU. Der DGB begrüsst die Unterzeichnung und fordert die Mitgliedsstaaten auf, diese Säule rasch mit einem ambitionierten Aktionsprogramm zu unterstützen, sie finanziell entsprechend auszustatten und ihr einen rechtsverbindlichen Charakter zu geben. „Es wird höchste Zeit für eine europäische Sozialpolitik, die ihren Namen auch verdient. In den vergangenen 10 Jahren sind europaweit Arbeitnehmerrechte geschleift und missachtet worden, bei Löhnen und Tarifbindung, und bei sozialen Sicherungssystemen. Millionen Menschen wurden dadurch in Arbeitslosigkeit und Armut getrieben – und die rechten Populisten gewannen an Boden. Die ESSR ist die einmalige Chance für eine soziale Wende, weg von dem einseitigen Wettbewerbsverständnis, wonach der billigste Anbieter und beste Ausbeuter gewinnt, hin zu einem Europa, dass sozial investiert und die Rechte seiner Bevölkerung verteidigt und modernisiert“, sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann. „Europa braucht die Säule, damit das Vertrauen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in dieses europäische Einigungs- und Friedensprojekt gestärkt wird.“ Die soziale Säule müsse aber dringend mit Leben (…).
DGB, 16.11.2017.
DGB > EU. Sozialpolitik. DGB, 2017-11-16.
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16.11.2017 EU
DGB

Sozialpolitik
Volltext
Die soziale Erneuerung in Europa voranbringen. Am 17. November soll in Göteborg die „Europäische Säule Sozialer Rechte“ (ESSR) verabschiedet werden. „Die Behauptung der Kritiker, ein sozialeres Europa setze die Wettbewerbsfähigkeit Europas aufs Spiel, zeigt, dass sie die Zeichen der Zeit nicht verstanden haben", sagt der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Ein Beitrag des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann - erschienen in: „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ vom 16. November 2017. Man erinnere sich: am 7. Dezember 2000 wurde die Grundrechtecharta der EU unterzeichnet, die im Dezember 2009 in den Lissabon Vertrag aufgenommen wurde und dadurch rechtlich verbindlich wurde. Darin enthalten sind das Recht auf Tarifverhandlungen und Streiks (Artikel 28), das Recht auf gerechte Arbeitsbedingungen (Artikel 31) und auf soziale Sicherheit und Unterstützung (Artikel 34). Die Erwartungen waren gross, dass sich daraus ein neuer Schub für eine moderne europäische Sozialpolitik entwickelt und der soziale Zusammenhalt in einem solidarischen Europa gestärkt wird. Für Millionen Menschen sind diese Erwartungen bitter enttäuscht worden und der Vertrauensverlust in das europäische Integrationsprojekt ist enorm. Das hat auch der Kommissionspräsident der EU, Jean-Claude Juncker, erkannt, in dem er forderte, dass die EU ein „Triple-A-Rating“ für seine soziale Seite braucht. Am 17. November soll nun mit der „Europäischen Säule sozialer Rechte“ (ESSR) die Grundlage für einen Neubeginn in der (…).
DGB, 16.11.2017.
DGB > Sozialpolitik. EU. DGB, 2017-11-16.
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27.09.2017 Deutschland
DGB
Wahlen

Sozialpolitik
Volltext
Es gibt viel zu tun. Das Ergebnis der Bundestagswahl markiert eine politische Zäsur. Es hat gezeigt: Viele Menschen in Deutschland sind verunsichert und enttäuscht. Für den DGB ist klar, dass es keine lange Hängepartie geben darf. Politische Reformen für eine soziale und gerechte Renten- und Bildungspolitik und Verbesserungen in der Arbeitswelt müssen jetzt dringend kommen. Die beiden Volksparteien CDU und SPD haben klar Stimmenanteile verloren. Die kleinen haben hinzugewonnen – erstmals werden sieben Parteien im Bundestag vertreten sein. Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann sagte in Berlin: „Die Abwahl der grossen Koalition zeigt, dass soziale Konzepte nicht konsequent genug umgesetzt wurden“. Er forderte die Parteien auf, nun die Sorgen und Interessen der WählerInnen aufzunehmen. Das Wahlergebnis sei der Ruf nach mehr sozialem Zusammenhalt, mehr Ordnung auf dem Arbeitsmarkt und mehr Sicherheit für die Zukunft. Mehr soziale Gerechtigkeit. „Soziale Gerechtigkeit“ laute die Antwort auf die aktuellen Entwicklungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Arbeitswelt, stellte Hoffmann klar. Der DGB und die Gewerkschaften erwarten jetzt zügig Konzepte gegen Altersarmut, Perspektiven für prekär Beschäftigte in Minijobs, Teilzeit, Leiharbeit und befristeter Arbeit, mehr bezahlbaren Wohnraum sowie Investitionen in Bildung und Infrastruktur. Das müsste sich – aus Sicht der Gewerkschaften – auch in den Koalitionsverhandlungen widerspiegeln. „Diese Themen sind im Wahlkampf viel zu schwach und mutlos kommuniziert worden“, so Hoffmann. (…).
DGB, 27.9.2017.
DGB > Sozialpolitik. Bundestagswahlen. DGB, 2017-09-27.
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26.07.2017 Kuba
Granma
Wirtschaft

Sozialpolitik
Volltext
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Granma/Sozialpolitik.%20Wirtschaft.%20Granma,%202017-07-26.pdfDie Wirtschaft stellt die wesentliche Aufgabe dar, denn sie ist die Grundlage für die Erhaltung aller Errungenschaften der Revolution. José R. Machado Ventura, Zweiter Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Kubas und Vizepräsident des Staats- und des Ministerrats, hielt die zentrale Rede auf der Festveranstaltung aus Anlass des 64. Jahrestages des Angriffs auf die Kasernen Moncada und Carlos M. de Céspedes, in Pinar del Río, 26. Juli 2017, “59. Jahr der Revolution”. „Der 26. Juli war maßgeblich für die Geschichte Kubas und löst in uns eine Mischung von Emotionen, Gefühlen und Ideen der Verpflichtung gegenüber Fidel und all jenen aus, die ihr Blut für die Unabhängigkeit unseres Landes gaben, und den Stolz, Söhne dieses Volkes zu sein.“ Das waren die Worte von José Ramón Machado Ventura, Zweiter Sekretär des Zentralkomitees der Partei und Stellvertretender Vorsitzender des Staats- und des Ministerrates, während des Feierlichen Akts zum Tag der Nationalen Rebellion, der an diesem Morgen in Pinar del Río stattfand. „Fidel hat nicht aufgehört, bei diesem Volk zu sein, das bereit ist, in seinem täglichen Leben konsequent gegenüber mit dem Konzept der Revolution zu sein, das er uns hinterlassen hat“, sagte er. Er fügte hinzu, dass mit nur wenigen Zahlen zu belegen sei, wie sehr sich Pinar del Río seit dem Sieg der Revolution verändert hat. „Vor 1959“,führte er an, „verfügte diese Provinz über knapp 248 Ärzte, 25 Zahnärzte und 50 Krankenschwestern. Gegenwärtig gibt es hier jedoch 626 Familienarztpraxen, (…).
Granma, 26.7.2017.
Granma > Sozialpolitik. Wirtschaft. Granma, 2017-07-26.
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21.10.2015 Schweiz
Nationalrat
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalrat
Sozialpolitik
Volltext
Neuer Nationalrat spiegelt in sozialpolitischen Fragen „Volkswillen“ nicht wider. Nach den Wahlen: Beginn einer anspruchsvollen Legislatur. In zahlreichen Kantonen braucht es zur Besetzung des Ständerates noch zweite Wahlgänge. Doch bereits heute ist klar, dass sich die Unterschiede in der parteipolitischen Zusammensetzung von National- und Ständerat akzentuiert haben. Dass im Nationalrat in den sozial- und arbeitnehmerpolitischen Fragen die Arbeitgeberpositionen gestärkt wurden, dürfte aber nicht Ausdruck des „Volkswillens“ sein. Denn viele WählerInnen haben der SVP vor allem aus Verunsicherungen in Bezug auf gesellschaftliche Entwicklungen ihre Stimme gegeben. Der „Rechtsrutsch“ dürfte daher in gesellschaftlichen Fragen eine Realität sein, nicht aber in sozialpolitischen und wirtschaftlichen. Ein erster Blick in die regionalen Wahlergebnisse aus gewerkschaftlicher Sicht liefert Anhaltspunkte, dass die tiefen und mittleren Einkommensschichten wieder vermehrt die sozialen Kräfte (SP, Grüne u.a.) im Parteienspektrum gewählt haben. Im Kanton Zürich beispielsweise haben diese insgesamt in (fast) allen Städten und Agglomerationsgemeinden zugelegt. In vielen so genannten „Arbeiterquartieren“ der Städte, aber auch in den grossen Agglomerationsgemeinden mit durchschnittlichem oder unterdurchschnittlichem Einkommensniveau hat die SVP mit ihrer fremdenfeindlichen Kampagne an Wähleranteil verloren (Dietikon, Schlieren, ganze Stadt Zürich - insbesondere Kreise 11 und 12, aber auch Pfäffikon u.a.) oder (…). Daniel Lampart.
SGB, 21.10.2015.
Personen > Lampart Daniel. Nationalratswahlen. Sozialpolitik. SGB, 21.10.2015.
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09.06.2015 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Françoise Gehring
Kongress
Sozialpolitik
Volltext
Positionspapiere „Sozialpolitik“ sowie „Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit“. Für eine soziale Zukunft. Stabile Renten, soziale Sicherheit, Lebensqualität, Gesundheit, gleiche Rechte für Frauen: das forderte ein ganzer Chor von Redner/innen, und dass es in der reichen Schweiz mehr Gerechtigkeit und Chancengleichheit braucht. Die Sozialpolitik ist wichtig für den sozialen Zusammenhalt, das wurde am Kongress mehrfach betont. Gleich zwei Präsidenten erinnerten daran, dass die reiche Schweiz immer ungerechter wird. Giorgio Tuti, Kapitän des SEV, und Paul Rechsteiner, Nummer 1 des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds SGB, waren sich einig: In unserem Land werden die Reichen immer reicher, dies auf Kosten der Normal- und Wenigverdienenden. Umso wichtiger ist in dieser Gesellschaft mit immer mehr Weisshaarigen die Altersvorsorge: Alle müssen anständige Altersrenten bekommen. Alle, die ein Leben lang geschuftet haben, ohne dass es Gold auf sie geregnet hat, müssen darauf zählen können, dass ihnen der Sozialstaat einen würdigen Lebensabend ermöglicht. Deshalb ist es wichtig, dass der Reichtum umverteilt und eine gute Altersvorsorge durch eine Stärkung der AHV gesichert wird. Dies die grundlegenden sozialpolitischen Ziele, die der Kongress einstimmig annahm, mit Akzent auf der Volksinitiative AHVplus des SGB. (…).
Françoise Gehring, Markus Fischer.
SEV, 9.6.2015.
SEV > Sozialpolitik. Gesundheitsschutz. SEV, 9.6.2015.
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23.10.2014 Schweiz
Personen
SGB
Doris Bianchi
Kongress
Sozialpolitik
Volltext
Soziale Sicherheit stärken, nicht schwächen. SGB-Kongress bekämpft Abbaupläne und beschliesst nationale Kundgebung. Der SGB wird in den nächsten vier Jahren die sozialen Errungenschaften verteidigen und sich für die Schliessung bestehender Lücken engagieren. Dies haben die rund 400 Delegierten am Donnerstag am Kongress im Rahmen einer Debatte über die Soziale Sicherheit deutlich gemacht. Statt die Sozialversicherungen zu schwächen, muss die Sicherung eines angemessenen Lebensstandards im Fokus der Politik stehen. Soziale Risiken wie Tod, Alter, Krankheit, Invalidität, Unfall und Arbeitslosigkeit können nur kollektiv getragen werden. Denn deren finanzielle Folgen sind alleine nicht zu stemmen. Dazu gibt es keine leistungsfähigeren Instrumente als Sozialversicherungen. Denn sie verbinden das Prinzip der grossen Zahl mit dem Prinzip der Solidarität - etwa zwischen Jung und Alt, zwischen Gesund und Krank sowie zwischen Reich und Arm. Deshalb liefern Sozialversicherungen viel bessere Ergebnisse als jede private Vorsorge. (…).
Doris Bianchi.
SGB, Datum: 23.10.2014.
Personen > Bianchi Doris. Sozialpolitik. SGB-Kongress. SGB, 23.10.2014.
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27.04.2012 Le Locle
Personen
Work
Matthias Preisser
1. Mai
Geschichte
Sozialpolitik
Volltext

Le Locle geht es gut. Der kommunistische Stadtpräsident weiss, warum. Das rote Geheimnis. Die linkste Gemeinde der Schweiz liegt im Neuenburger Jura. Le Locle steht für Luxusuhren. Doch gewählt wird rot. Seit hundert Jahren. Ein Besuch. (...). Mit Fotos. Matthias Preisser, Fotos Rolf Neeser.

Work. Freitag, 27.4.2012.
Personen > Preisser Matthias. Le Locle. 27.4.2012.doc.

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01.10.2011 Schweiz
EGB Europäischer Gewerkschaftsbund
Personen
SGB
Vasco Pedrina
Sozialpolitik
Volltext
Wirtschaftskrise

Gewerkschaften am Scheideweg: Debatte über die richtige Reaktion auf Sparprogramme. Europa auf die Füsse stellen. Harte Sparprogramme sollen Europa aus der Krise bringen. Wohin diese Politik führt, zeigt sich in Griechenlands aktuellem Negativwachstum. Der Europäische Gewerkschaftsbund (EGB) sondiert Gegenmassnahmen. Muss Politik renationalisiert werden? Oder braucht es ein europaweit konzertiertes Engagement? Vielleicht sogar eine Europäische Bürgerinitiative, wie sie der SGB dem EGB vorschlägt? Nach dem Finanz-Tsunami 2008/2009 sind die EU-Behörden und ihre Mitgliedstaaten ab Frühling 2010 dazu übergegangen, überall harte Sparprogramme zu verordnen. Ihr Ziel: die enormen Kosten der Finanzkrise auf die Beschäftigten und die Bezügerinnen und Bezüger von sozialen Transferleistungen zu übertragen - und dies als Resultat einer koordinierten Politik der EU, die mit dem „Pakt für den Euro“ in eine neue Phase eingetreten ist. Unter dem Deckmantel des Kampfes gegen die „makro-ökonomischen Ungleichgewichte“ werden Mechanismen eingeführt, die den EU-Behörden erlauben, Mitgliedsstaaten mittels „Lohnkorsett“, Harmonisierung des Rentenalters nach oben und Einführung von nationalen Schuldenbremsen zu disziplinieren. (...). Vasco Pedrina, SGB-Vertreter im EGB.

VPOD-Magazin, Oktober54 2011.
EGB > EU. Sozialpolitik. 2011-10-01.doc.

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01.09.2011 Genf
TI Kanton
Antidot
Löhne

Grundlohn
Mindestlöhne
Sozialpolitik
Volltext

Die Sozial-Nationalisten auf dem Vormarsch. Nationalpopulistische Parteien und progressive Ideen sind nicht per se gegensätzlich - ein Punkt, auf den die Linke ihr Augenmerk richten muss. Ein Diskussionsanstoss am Beispiel des „Mouvement Citoyens Genevois“ MCG und des bedingungslosen Grundeinkommens. Eine neue Facette des politischen Spektrums erweist sich zurzeit als äusserst erfolgreich. In verschiedenen Ländern Europas fahren Parteien Wahlerfolge ein, die sich sowohl für mehr sozialen Ausgleich als auch nationale Abschottung einsetzen. Gleichzeitig stellt die Bewegung für ein bedingungsloses Grundeinkommen die Vision einer ganz neuartigen Form der Existenzsicherung zur Debatte. Die Promotoren des Grundeinkommens haben zwar ohne Zweifel nichts mit nationalistischem Gedankengut am Hut. Aber ihre Ideen könnten den sozial-nationalistischen Populisten ins Konzept passen. (...). Ruedi Spöndlin.

Antidotincl, Nr. 11, September 2011.
Löhne > Mindestlohn. Antidotincl 2011-09-01.doc.

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06.03.2009 Schweiz
Caritas
Personen
Carlo Knöpfel
Michael Stötzel
Sozialpolitik

Ökonom Carlo Knöpfel bilanziert die Hochkonjunktur: Die grosse Mehrheit liess man einfach im Regen stehen. Die Schweiz habe sich sozialpolitisch schlecht auf die Krise vorbereitet, sagt Carlo Knöpfel von Caritas. Fragt sich, ob sie es überhaupt wollte. Wer ständig schwarzmalt, muss nicht unbedingt ein unglücklicher Mensch sein. Er kann ja auch recht haben. So wie Carlo Knöpfel, der Chefökonom der Caritas. Im Sozialalmanach 2009 analysiert er die Wirtschafts- und Sozialpolitik im letzten Hochkonjunkturzyklus (2003-2008) und kommt zu einem ernüchternden Ergebnis. Eine breite Mehrheit hatte nichts von den fetten Jahren. (...). Mit Foto. Michael Stötzel. Work 6.3.2009

29.01.1998 Schweiz
Öffentlicher Dienst
Personen
Verwaltung Schweiz
A. Fischer
NPM
Sozialpolitik
Volltext
New Public Management (NPM). Alter Wein in neuen Schläuchen. Bereits seit einigen Jahren treibt in der öffentlichen Verwaltung eine Management-Philosophie ihr Unwesen, welche die alte Forderung nach mehr unternehmerischer Freiheit und weniger Staat in einem neuen Gewand präsentiert. Anlässlich der damaligen Debatte im Zürcher Kantonsrat sprach der Vertreter der CVP von einem weltweiten Siegeszug, der nun auch die Schweiz erreicht habe. Dies muss wohl als eine Art Hommage an den Vordenker aus den eigenen Reihen, Professor Ernst Buschor, gewertet werden, der seither als Zürcher Regierungsrat bis hin zum Sponsoring der Volksschulen durch die Privatwirtschaft für die neoliberale Staatsdoktrin mehr oder weniger geradesteht. Der Sprecher der FdP brachte die Debatte im Kantonsrat auf den Punkt, indem er verlauten liess, dass mit dem NPM die langersehnte „Stunde des Freisinns“ nun endlich gekommen sei. Wie der Vertreter der SP in dieser denkwürdigen „Stunde des Freisinns“ gleichzeitig dazu kam, das NPM als eine „Stärkung des Staates“ zu begrüssen, bleibt schleierhaft. Nicht zuletzt aus diesem eigenartigen überparteilichen Konsens heraus überbieten sich inzwischen viele grössere und kleinere Chefs im Eifer, die neue Doktrin in die Tat umzusetzen. Die meisten „gewöhnlichen“ Staatsangestellten, die an ihrem konkreten Arbeitsplatz mit diesem Vorhaben konfrontiert sind, wissen aber immer weniger, was sie davon halten sollen. (…). Astrid Fischer.
Der öffentliche Dienst.
Öffentlicher Dienst, Der > NPM. Sozialpolitik. OeD, 1998-01-29.
Ganzer Text
23.01.1997 Bern
Berner Tagwacht
Verwaltung Bern
Ursula Hirt
Sozialpolitik
Verwaltungsreform
Volltext
Neue Stadtverwaltung Bern. Der sozialpolitische Bumerang. Der „Neuen Stadtverwaltung Bern (NSB)“ weht von allen Seiten ein warmer Wind der Anerkennung entgegen. Ein Postulat von Ursula Hirt (GB) fordert heute im Stadtrat jedoch wider die Bise des freien Wettbewerbes den Einbau von sozialpolitischen und ökologischen „Sicherungen“. In einer Kinderkrippe können Sprösslinge aus vermögendem Haus auf der Warteliste gegen Entgelt die Überholspur nehmen. In diesem fiktiven Beispiel hätten die übereifrigen Leiterinnen der Krippe gewinnorientiert und somit betriebswirtschaftlich geschickt gehandelt. Die neue Verwaltungsführung fordert von den Angestellten der drei Pilotprojekte (Strasseninspektorat, Berufsfeuerwehr und Jugendamt) bekanntlich vor allem ein kostenbewussteres Denken. Könnte der nahe Mutterschaftsurlaub der neuen Mitarbeiterin das Produktebudget nicht etwas zu fest belasten? Ist die Rücksichtnahme auf ökologische Kriterien nicht zu kostspielig? Sozialverträglich Leistungskriterien. „Im Projekt NSB ist ein gewisses Gefahrenpotential vorhanden», erklärt Ursula Hirt (GB), „dass Frauenanliegen, soziale und ökologische Massnahmen und Errungenschaften bei der Annäherung der Verwaltung an die Privatwirtschaft auf der Strecke bleiben.“ (…).
Samuel Reber.
Berner Tagwacht, 23.1.1997.
Berner Tagwacht > Verwaltung Bern. Verwaltungsreform. Sozialpolitik. TW, 1997-01-23.
Ganzer Text
23.01.1997 Bern
Berner Tagwacht
Verwaltung Bern
Ursula Hirt
Sozialpolitik
Verwaltungsreform
Volltext
Neue Stadtverwaltung Bern. Der sozialpolitische Bumerang. Der „Neuen Stadtverwaltung Bern (NSB)“ weht von allen Seiten ein warmer Wind der Anerkennung entgegen. Ein Postulat von Ursula Hirt (GB) fordert heute im Stadtrat jedoch wider die Bise des freien Wettbewerbes den Einbau von sozialpolitischen und ökologischen „Sicherungen“. In einer Kinderkrippe können Sprösslinge aus vermögendem Haus auf der Warteliste gegen Entgelt die Überholspur nehmen. In diesem fiktiven Beispiel hätten die übereifrigen Leiterinnen der Krippe gewinnorientiert und somit betriebswirtschaftlich geschickt gehandelt. Die neue Verwaltungsführung fordert von den Angestellten der drei Pilotprojekte (Strasseninspektorat, Berufsfeuerwehr und Jugendamt) bekanntlich vor allem ein kostenbewussteres Denken. Könnte der nahe Mutterschaftsurlaub der neuen Mitarbeiterin das Produktebudget nicht etwas zu fest belasten? Ist die Rücksichtnahme auf ökologische Kriterien nicht zu kostspielig? Sozialverträglich Leistungskriterien. „Im Projekt NSB ist ein gewisses Gefahrenpotential vorhanden», erklärt Ursula Hirt (GB), „dass Frauenanliegen, soziale und ökologische Massnahmen und Errungenschaften bei der Annäherung der Verwaltung an die Privatwirtschaft auf der Strecke bleiben.“ (…).
Samuel Reber.
Berner Tagwacht, 23.1.1997.
Berner Tagwacht > Verwaltung Bern. Verwaltungsreform. Sozialpolitik. TW, 1997-01-23.
Ganzer Text
11.10.1991 Schweiz
Föderativverband
Öffentlicher Dienst, Der
Personen
Georges Eggenberger
AHV-Renten
Sozialpolitik
Volltext
Am 20. Oktober 1991 wählen wir. Heisser Lohnherbst – laue Wahlen? Die Tages-Anzeiger AG und die Ringier AG schmeissen Gesamtarbeitsverträge weg wie Altpapier, die Uhrenindustrie wehrt sich gegen einen neuen Vertrag und stellt wie viele andere Arbeitgeber, z.B. auch der Kanton Bern, trotz Rekordinflation den Teuerungsausgleich in Frage. Substantielle Verbesserungen der AHV werden verzögert. Machen auch wir Dampf: mit dem Wahlzettel! In der schweizerischen Sozialpolitik und in den Beziehungen zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern stehen in diesem Herbst einige Zeichen auf Sturm. Rentnerinnen und Rentner, Familien, kleinere und mittlere Lohnverdiener haben nicht genügend Lobby, um politisch kräftig dagegenzuhalten. Und trotzdem bleibt der Wahlkampf eher lau. Wir können das noch ändern! AHV: unwürdig tief. Auf Anfang 1992 werden die AHV- und IV-Renten um 12,5 Prozent erhöht. Die einfache Mindestrente beträgt dann 900 Franken, die Höchstrente 1800 Franken, für Ehepaare steigen die Monatsbeträge auf 1350 (Minimum) bis 2700 Franken (Maximum). Damit wird der Verfassungsauftrag nach existenzsichernden Renten klar nicht erfüllt. Im bittern Gegensatz dazu verhalten sich die Immobilienhaie, Hypozinstreiber und Chefärzte, die sich bei der Kaufkraftsteigerung ihrer Höchsteinkommen keine Zurückhaltung auferlegen. Die AHV/IV-Renten für die tiefen und mittlern Einkommensgruppen sind nach wie vor unwürdig tief. Ich habe deshalb in der zweiten Woche der Herbstsession im Nationalrat dafür gestimmt, dass die Renten bereits bei einer Teuerung von 3 Prozent und nicht erst bei 4 (…). Georges Eggenberger.
OeD, 11.10.1991
Oeffentlicher Dienst, Der > Sozialpolitik. Wahlen. OeD, 1991-10-11.
Ganzer Text
29.08.1991 Zürich
Sozialarchiv

Sozialpolitik
"Sozial-Archäologie" im Jubeljahr. Als Beitrag zur Feier 700 Jahre Schweizerische Eidgenossenschaft versteht das Schweizerische Sozialarchiv die Herausgabe des bebilderten Sammelbandes "Bilder und Leitbilder im sozialen Wandel" mit 10 Aufsätzen junger
22.11.1988 Bern
SP

Sozialpolitik
Kinderarzt John Egger diskutiert mit Joy Matter (Junges Bern) und SP-Gemeinderat Alfred Neukomm über "Umwelt". Menschen leiden,aber was macht die Politik. Elisabeth Zäch. TW 22.11.1988
22.08.1988 Bern
Universität

Sozialpolitik
Untersuchung des Soziologen Freddy Zulauf von der Universität Bern widerspricht dem Zerr-bild der "heutigen" Jugend. Jugend 1988: Von Arbeitsscheue keine Rede. TW 22.8.1988
22.11.1975 Schweiz
Gewerkschaftliche Rundschau
SGB

Resolution
Sozialpolitik
Volltext
Resolution des SGB-Kongresses zur Wirtschafts- und Sozialpolitik. Für Rechte und Würde der auf den Ertrag ihrer Arbeit oder auf Leistungen der Sozialversicherung angewiesenen Menschen einzustehen, ist mehr als eine ausschliesslich gewerkschaftliche Aufgabe. Diese Leitlinie muss die gesamte Politik unseres Landes durchdringen. Es gilt, auch unter schwierigen Umständen Fähigkeit und Willen sowohl unseres Kleinstaates als auch seiner Wirtschaft zu beweisen, solidarisch für wirtschaftlich schwächere Mitbürger einzutreten. Die Wirtschaft auch der Schweiz steht im schärfsten Konjunkturrückgang seit den dreissiger Jahren. Trotzdem sind auch positive Entwicklungstendenzen zu verzeichnen. Das Ausmass der Preissteigerung hat sich auf weniger als 5 Prozent zurückgebildet. Dadurch sind die Auswirkungen des Kursanstiegs des Schweizer Frankens mindestens teilweise aufgefangen worden. Der Ausgleich der Teuerung erfordert weniger Mittel als in jedem andern Industrieland. Zeitpunkt und Ausmass eines deutlichen Konjunkturaufschwungs sind noch ungewiss. Es sind höchstens einzelne Vorzeichen für einen allmählichen Konjunkturanstieg sichtbar. Wegen der mancherorts zu verzeichnenden Zunahme der Produktivität, aber auch aus saisonalen Gründen, hat der Rückschlag auf dem Arbeitsmarkt seinen Tiefpunkt wahrscheinlich noch nicht erreicht. Die Massnahmen zur Stützung der Beschäftigung müssen deshalb verstärkt werden. (…).
Gewerkschaftliche Rundschau, Nr. 12, Dezember 1975
Gewerkschaftliche Rundschau > Sozialpolitik. SGB. Resolution. Rundschau, Dez. 1975.
Ganzer Text
01.11.1970 Schweiz
Gewerkschaften
Gewerkschaftliche Rundschau
Personen
Fritz Leuthy
Geschichte
Sozialpolitik
Volltext
Schweizerische Sozialpolitik aus der Sicht des Gewerkschafters. Im heute geltenden Arbeitsprogramm des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes finden wir zum Begriff „Sozialpolitik“ folgende Definition: „Aufgabe der Sozialpolitik ist es, soziale Spannungen und Missstände zu beseitigen, die schädlichen Auswirkungen des Gegensatzes zwischen Kapital und Arbeit auszumerzen und die mit der besonderen Stellung des Arbeitnehmers verbundenen Benachteiligungen zu überwinden. Ihr obliegt der Schutz der wirtschaftlich Schwachen und von Schicksalsschlägen Betroffenen, die Erhaltung der nationalen Arbeitskraft, die Herbeiführung und Festigung des sozialen Friedens.“ Es folgt eine Liste sozialpolitischer Teilgebiete und die jeweilige gewerkschaftliche Stellungnahme. Genannt werden Arbeitszeit, Ferien, Schutz der Familie, Schutz der jugendlichen und älteren Arbeitnehmer, betriebliche Sozialpolitik, Unfallverhütung, Sozialversicherung und anderes mehr. Zu diesem Arbeitsprogramm führte der damalige Präsident des SGB im Jahre 1960 aus: „Im Abschnitt Sozialpolitik bekennt sich der Entwurf des neuen Arbeitsprogramms offen und klar zum Prinzip des Wohlfahrtstaates.“ Einem Prinzip, dem sich jedermann anschliessen muss, der weiss, dass soziale Sicherheit eine der wesentlichsten Grundlagen der politischen Freiheit und damit der Festigung des demokratischen Staatswesens ist. (…). Fritz Leuthy, Bern.
Gewerkschaftliche Rundschau, Heft 11, November 1970.
Personen > Leuthy Fritz. Sozialpolitik. Geschichte. Rundschau, November 1970.
Ganzer Text
01.11.1968 Schweden
Tschechoslowakei
Bildungsarbeit
Personen
Peter Bichsel
Friedrich Dürrenmatt
Bruno Muralt
68er-Bewegung
Sozialpolitik
Volltext
Zum Nachdenken. Von Prag nach Schweden. In Prag nimmt das tschechische Freiheitsdrama seinen Lauf. Die Szene wird täglich düsterer. Nach dem jüngsten Moskauer Diktat werden Regierung und Partei der CSSR „ihre Bemühungen um die Verstärkung der führenden Rolle der kommunistischen Partei aktivieren, den Kampf gegen die antisozialistischen Kräfte intensivieren und die unabdingbaren Massnahmen einleiten, damit die Medien der Masseninformation voll und ganz in den Dienst des Sozialismus gestellt werden“. Ferner werden - immer laut Moskauer Communiqué - die Partei und Staatsorgane in der Tschechoslowakei „durch Persönlichkeiten gefestigt, die klar auf dem Standpunkt des Marxismus-Leninismus stehen“. Aus der orthodoxen Kremlsprache in auch für gewöhnliche Menschen verständliches Deutsch übersetzt, bedeutet das u.a.: Der Versuch, den Sozialismus in der Freiheit zu verwirklichen, ist raschestens abzublasen - wobei natürlich nur die unfehlbaren „Kremlpäpste“ zu entscheiden haben, was sozialistisch oder antisozialistisch ist. Presse, Radio und Fernsehen sind sofort gleichzuschalten und einer lückenlosen Zensur zu unterstellen. Von Informations- und Meinungsfreiheit kann keine Rede mehr sein. (…). Bruno Muralt.
Bildungsarbeit, Heft 6, November 1968.
Personen > Muralt Bruno. Tschechoslowakei. Schweden. Bildungsarbeit, November 1968.
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06.06.1958 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Ferdi Böhny
Kongress
Referate
Sozialpolitik
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Die sozialpolitischen Aufgaben der Gewerkschaft. Geschätzte Gäste, liebe Kolleginnen und Kollegen. Einleitend zu meinem Referat muss ich eine Entschuldigung anbringen. Infolge Arbeitsüberlastung war es mir nicht möglich, das Referat schriftlich niederzulegen. Das ist eine Erschwerung für die Übersetzung, und ich bitte deshalb die Kollegen französischer Zunge um Entschuldigung, wenn zufolge des freien Referates die Übersetzung allfällige Lücken aufweisen sollte. Es bedeutet auch eine Erschwerung für die Presse und das Protokoll, und ich möchte mich also höflich entschuldigen. Das mir zur Behandlung gestellte Thema möchte ich weiter fassen, als es im Titel umschrieben ist, denn es ist das letzte Mal, dass ich vor einem Kongress des VPOD sprechen kann. Nun zur Sozialpolitik. Man spricht viel davon. Das Wort ist für uns alle geläufig geworden, so geläufig und alltäglich, dass wir zuerst einmal nachsehen wollen, was das schweizerische Lexikon uns über den Begriff Sozialpolitik zu sagen hat : (...).Ferdi Böhny, Präsident VPOD.

Protokoll des Verbandstages, 6.6.1958.
Personen > Boehny Ferdi. Referat Verbandstag VPOD 1958.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/Boehny%20Ferd.%20Referat%20Verbanskongress%20VPOD%201958.doc

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