Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 35

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21.11.2017 Schweiz
Bundesverwaltung
Unia Schweiz

Digitalisierung
Tagung
Volltext
„Nationaler Digitaltag“. Für eine Soziale Digitalisierung, die allen nützt. Am heutigen „Nationalen Digitaltag“ führen Bund, Hochschulen und zahlreiche Unternehmen dem Publikum die Vorzüge der Digitalisierung vor. Dass die Digitalisierung breit thematisiert wird, ist wichtig. Die Menschen dürfen aber nicht auf ihr Konsumentendasein reduziert werden. Die Gewerkschaft Unia fordert eine Soziale Digitalisierung, die allen zugutekommt. Die umfassende Thematisierung der Digitalisierung durch Politik, Unternehmen und Medien am „Nationalen Digitaltag“ ist an sich begrüssenswert. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden: Zuallererst betrifft die Digitalisierung die meisten Menschen an ihrem Arbeitsplatz. Arbeitnehmende ins Zentrum stellen. Berufsbilder und Tätigkeiten verändern sich, ganze Branchen erleben einen tiefgreifenden Wandel. Deshalb ist es zentral, dass die Arbeitnehmenden im Zentrum der politischen Gestaltung der Digitalisierung stehen. Die höhere Produktivität muss in Form von Lohnerhöhungen oder Arbeitszeitreduktion an die Beschäftigten weitergegeben werden. Zudem braucht es ein Recht auf Weiterbildung und Umschulung für Angestellte, damit sie mit dem technologischen Wandel Schritt halten können. Eine klare Regelung der Arbeitszeiten ist wichtig, um im Zeitalter ständiger elektronischer Erreichbarkeit das Privatleben und die Freizeit der Menschen zu schützen. Die Unia wird Versuche, unter dem Vorwand der Digitalisierung Sozialdumping zu betreiben und prekäre Arbeitsverhältnisse durchzusetzen („Uberisierung“), entschieden bekämpfen. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 21.11.2017.
Unia Schweiz > Digitalisierung. Tagung. Unia Schweiz, 2017-11-21.
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16.03.2017 Schweiz
Bundesverwaltung
VPOD Schweiz

Verwaltung
Volltext
VPOD empört über Massenentlassung beim Bund. Der VPOD protestiert gegen den Abbau von 60 Stellen im Departement Maurer. Empörend ist vor allem, dass teilweise schlecht ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kurz vor der Pensionierung auf die Strasse gestellt werden. Noch im Dezember 2016 behauptete Bundesrat Maurer, die Kürzungen beim Personalkredit liessen sich ohne Entlassungen umsetzen. Nun zeigt sich, dass schon allein im Bundesamt für Informatik und Telekommunikation im Department von Bundesrat Maurer über 60 Stellen abgebaut werden. Besonders stossend ist, dass teilweise schlecht ausgebildete Mitarbeitende Opfer dieses Abbaus werden – zum Beispiel die Angestellten des Scanning-Centers, die mehrheitlich zwischen 56 und 63 Jahre alt sind. Der VPOD ist empört über diese Entlassungen in der Bundesverwaltung. Dafür tragen die Eidgenössischen Räte, aber insbesondere auch der Bundesrat die Verantwortung: Beide übertreffen sich trotz bester Rechnungsergebnisse ständig mit zusätzlichen Sparmassnahmen beim Personal. Der VPOD fordert den Stopp des Abbaus auf dem Buckel des Bundespersonals. Der VPOD wird die betroffenen Mitarbeitenden beraten und unterstützen und sich für gute Lösungen für sie engagieren. Beim Outsourcing setzt sich der VPOD dafür ein, dass das Personal vollständig und zu vergleichbaren Anstellungsbedingungen übernommen wird: Der Bund ist in der Verantwortung, für sozialverträgliche Massnahmen Hand zu bieten.
VPOD Schweiz, 16.3.2017.
VPOD Schweiz > Bundesverwaltung. Entlassungen. VPOD Schweiz, 2017-03-16.
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08.12.2015 Schweiz
Bundesverwaltung
Personen
VPOD Schweiz
Christoph Schlatter
Bundespersonal
Stellenabbau
Volltext
Bundesstellen einfrieren? Ein willkürlicher Nationalratsentscheid. Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal, der auch der VPOD angehört, ist entsetzt über den Entscheid des Nationalrats, den Personalbestand der Bundesverwaltung auf dem Stand von 2015 einfrieren zu wollen. Der Nationalrat folgt damit einer Motion der Finanzkommission des Ständerats, obwohl diese in seiner eigenen Finanzkommission abgelehnt worden war. Der Entscheid ist unlogisch und willkürlich. Er steht völlig konträr zum Konzeptwechsel des Parlaments, welches vor einem Jahr beschlossen hatte, die Ressourcen der Departemente mittels Leistungsauftrag und Globalbudget zu steuern. Willkürlich ist der Entscheid, weil entgegen allen Behauptungen die Bundesverwaltung nicht ungebremst wächst: Die Staatsquote inklusive Ausgaben für die Sozialversicherungen wird 2016 bei 34 Prozent liegen und ist damit im internationalen Vergleich extrem tief. Auf Kosten des Bundespersonals beweist nun die bürgerliche Mehrheit des Nationalrats ihren Sparwillen und negiert dabei, dass die Bundesverwaltung mit stets neuen Aufgaben und Ansprüchen konfrontiert wird. Nicht zuletzt auch seitens des Parlaments, dessen Vorstösse in der letzten Legislatur Arbeit im Umfang von 100 Vollzeitstellen verursachten. (…). Christoph Schlatter.
VPOD Schweiz, 8.12.2015.
Personen > Schlatter Christoph. Bundesverwaltung. Stellenabbau. VPOD Schweiz, 8.12.2015.
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21.10.2015 Schweiz
Bundesverwaltung
Garanto
VPOD Schweiz

Bundespersonal
Sparmassnahmen
Volltext
Bund: Beim Personal sparen bedeutet Leistungsabbau. Der Bundesrat hat in groben Zügen publiziert, in welchen Bereichen die Kürzungen im Rahmen des "Stabilisierungsprogramms 2017–2019" vorgesehen sind. Das Personal soll nach heutigem Kenntnisstand massiv vom milliardenschweren Sparprogramm betroffen sein, weil der Bundesrat hauptsächlich im Eigenbereich sparen kann. Über 70 Prozent der Ausgaben des Bundes sind Transferausgaben, wo nur schwer oder gar nicht gespart werden kann. Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal, der die Verbände PVB, Garanto, VPOD und PVfedpol angehören, warnt vor einer Sparpolitik, die die Bundesverwaltung in einer heiklen wirtschafts- und aussenpolitischen Situation schwächt - zum Schaden der Privatwirtschaft, der Kantone und der Bevölkerung! Der Leistungsabbau kommt, und zwar bei den Kernaufgaben der Bundesverwaltung. Bereits angekündigt ist die Schliessung von Zollstellen, folgen wird die Schliessung von Aussenstellen des EDA. Aktualitäten wie eine Flüchtlingskrise, die einen kurzfristigen Stellenausbau in einem Departement nötig machen, werden durch einen Stellenabbau andernorts kompensiert werden müssen. (…).
VPOD Schweiz, 21.10.2015.
VPOD Schweiz > Bundespersonal. Sparmassnahmen. Petition. VPOD, 21.10.2015.
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20.12.2014 Schweiz
Bundesverwaltung
Garanto
Personen
André Eicher
Lohnverhandlungen
Verwaltung
Volltext
Lohnmassnahmen des Bundes 2015. Der Bund hat in den vergangenen Jahren jeweils finanzielle Überschüsse erzielt. Trotzdem konnte bei den Lohnverhandlungen der Bundespersonalverbände mit der Chefin des EFD dieses Mal kein befriedigendes Ergebnis erreicht werden. Mit nur 0,2% lassen sich nicht einmal die höheren Lohnabzüge für die zweite Säule abdecken. Unter dem Strich erleiden die Bundesangestellten nächstes Jahr eine Lohneinbusse. Ausschlaggebend für den unbefriedigenden Abschluss ist primär das Personalbudget des Bundes, welches auf einer prognostizierten Teuerung von 0,2% für 2014 basiert. Wäre ein Ergebnis über 0,2% erzielt worden, hätte die Chefin des EFD zunächst den Bundesrat überzeugen und dann im Parlament einen Nachtragskredit beantragen müssen. Nach Einschätzung der Verhandlungsdelegation der Personalverbände hätte das bürgerlich dominierte Parlament einem Nachtragskredit für Lohnmassnahmen niemals zugestimmt. Im Gegenteil: (…). André Eicher, Zentralsekretär Garanto
Garanto, 20.12.2014.
Garanto > Lohnverhandlungen. Verwaltung. Garanto, 20.12.2014.
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01.11.2014 BE Kanton
Bundesverwaltung
Standpunkt

Stellenabbau
Volltext
Öffentliche Debatte zu externen Mitarbeitenden und Auslagerungen in der Bundesverwaltung. Braucht es mehr oder weniger Personal? Schockiert reagieren PolitikerInnen darauf, wie viele Bundesaufgaben an externe Firmen ausgelagert werden. Ist damit der Vorschlag, 250 Putzfrauen beim Bund zu entlassen und privaten Firmen Aufträge zu geben vom Tisch? Wohl kaum, denn die bürgerliche Politik könnte widersprüchlicher nicht sein. Die parlamentarische Verwaltungskommission hat in neun Verwaltungseinheiten der Bundesverwaltung geprüft, wie viele Externe arbeiten und was für Funktionen diese haben. Besonders viel Geld für Externe ausgegeben wird in der Informatik. Der Bericht kommt zum Schluss, dass nur ein Viertel dieser Aufwände angemessen sind, weil sie z.B. Arbeitsspitzen zu bewältigen helfen. Mehr als die Hälfte der Externen würden dauerhaft amtstypische Arbeiten erledigen. Gemäss Bericht erscheint es angesichts des hohen Drucks auf die Personalkredite und der Tendenz, der Verwaltung mehr Aufgaben zu übertragen, verständlich, dass die Verwaltungseinheiten externe Fachkräfte beiziehen. Diese seien aber durchschnittlich 40 bis 50 Prozent teurer als Angestellte. Der Bericht hat ein breites Medienecho ausgelöst. (…). Christof Jakob.
Standpunkt, November 2014.
VPOD BE Kanton > Bundesverwaltung. Stellenabbau. Standpunkt, November 2014.
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22.08.2014 Schweiz
Bundesverwaltung
Garanto
Personen
Oskar Zbinden
Arbeitszeit
Teilzeitarbeit
Volltext
Luxuswunsch oder Markstein für die Zukunft? Die „Vereinbarkeit von Arbeit und Privatleben“ wird immer mehr zum Thema. Garanto hat mit der gleichnamigen Broschüre letztes Jahr zwar nicht Neuland betreten, aber doch anerkannte Vorarbeit geleistet und diese neue Türe aufgestossen. Der Vereinbarkeit von Berufs- und Familienarbeit widmet sich auch der dritte Newsletter der VGB (Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal). Aus gutem Grund, denn eine Balance zwischen Berufs- und Familienarbeit zu finden, ist essenziell für die Gesundheit der Angestellten und deshalb für jeden zeitgemässen, konkurrenzfähigen Betrieb. Workaholics out. Neue Umfragen und Studien über gut ausgebildete angehende Berufsleute - auch hochqualifizierte - aller Branchen und beider Geschlechter machen klar: Künftige Arbeitnehmende sowie Leistungsträger in Wirtschaft und Gesellschaft sind keine sturen Arbeitstiere mehr, aber auch keine arbeitsscheuen Penner. Für sie stehen sinnvolle Tätigkeiten in Beruf und Freizeit sowie ein dynamisches Gleichgewicht zwischen bezahlter Berufs- und unbezahlter Familien- und Freiwilligenarbeit sowie Zeit für ihre Hobbies und Leidenschaften zuoberst - und das weltweit. (…). Oscar Zbinden, Informationsbeauftragter Garanto
Garanto, 22.8.2014.
Garanto > Teilzeitarbeit. Garanto, 22.8.2014.
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28.06.2012 Schweiz
Zürich
Bundesamt für Migration
Bundesamt für Umwelt
Bundesverwaltung
Personen
Verwaltung Schweiz
WOZ
Jan Jirat
Beschaffungswesen
Korruption
Submissionsreglement
Volltext
Korruption in der Bundesverwaltung. Beschaffungskriminalität. In den letzten Tagen ist ein scheinbar unspektakuläres Wesen in die Schlagzeilen gerückt: das öffentliche Beschaffungswesen. Ein Begriff, der nach Bürokratie und Paragrafen klingt, über den nun aber just einer der mächtigsten Köpfe der Schweizer Bundesverwaltung gestolpert ist: Urs Ursprung, der Chef der Eidgenössischen Steuerverwaltung. Eine administrative Untersuchung hat ergeben, dass die Steuerverwaltung bei der Umsetzung ihres Informatikprojekts „Insieme“ systematisch gegen das Beschaffungsrecht verstossen hat. Jan Jirat.


WOZ. Donnerstag, 28.6.2012.
WOZ > Beschaffungswesen Bundesverwaltung. 28.6.2012.doc.

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19.10.2006 Schweiz
Bundesverwaltung
Personen
Verwaltung Schweiz
Work
Matthias Preisser
Kleidervorschriften
Reinigungspersonal
Verwaltung
Volltext

Wir sollen froh sein um den Job! Zum Interview kommt Annabelle Schneider- Marti nach einer Doppelschicht. Diese musste sie in ein Einzelschicht-Pensum drücken. Da kommt sie zünftig ins Schwitzen. „Ich hätte den Bettel hingeschmissen“, sagt Annabelle Schneider-Marti, „wenn ich es mir nur hätte leisten können. Aber ich bin auf den Job angewiesen.“ Ihr Mann verdient als Strassenwärter in der Ausbildung zum Strassenmeister 4800 Franken brutto. „Das reicht nicht für eine Familie mit zwei Kindern. Essen und Kleider zahlen wir von meinem Geld, und davon sparen wir auch für die Ferien.“ Ein ärmelloses Shirt. Auch mehr als ein Jahr nach dem Skandal um Bundesrat Hans-Rudolf Merzens „Deo-Befehl“ hat die Reinigungsangestellte beim Bund diese Schikaniererei immer noch nicht verdaut: (...). Matthias Preisser.

Work online, 19.10.2006.
Personen > Preisser Matthias. Bundesverwaltung. Reinigungspersonal. Work. 2006-10-19.

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29.09.2005 Schweiz
Bundesverwaltung
Personen
Verwaltung Schweiz
VPOD Bern Stadt
Work
Matthias Preisser
Reinigungspersonal
Verwaltung
Volltext

Bundeshaus: Keine Putzfrauen-Insel. Annabelle Schneider-Marti ist eine von fast 600 beim Reinigungsdienst des Bundes. Sie muss die Sparideen von Merz und Blocher jetzt ausbaden. „Die Leute haben Angst“, sagt eine Putzfrau, nennen wir sie Anna Baumann; ihren richtigen Namen will sie nicht genannt haben. „Angst nicht einmal so sehr davor, ihre Stelle zu verlieren, als den gestiegenen Anforderungen nicht gerecht zu werden.“ – „Der Druck ist schon gross, und er wird weiter steigen“, bestätigt Annabelle Schneider-Marti, die seit 17 Jahren im Reinigungsdienst der Bundesverwaltung arbeitet. Auslöser dafür ist eine Umstrukturierung des Reinigungsdienstes, das neue Gebäudereinigungskonzept Gere 05. Es tritt Anfang Oktober in Kraft. (...). Matthias Preisser.

Work online,29.9.2005.
Personen > Preisser Matthias. Bundesverwaltung. Reinigungspersonal. VPOD. Work. 2005-09-29.

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24.09.1998 Schweiz
Bundesverwaltung
Öffentlicher Dienst
Personen
André Eicher
Verwaltungsreform
Volltext
Verwaltungsreform Bundesverwaltung. Wieviel Sprengstoff braucht es, um alte Strukturen zum Einsturz zu bringen? Zur aktiven Unterstützung reformwilliger Ämter bietet das Eidg. Personalamt (EPA) dem Spitzenkader des Bundes Seminare an zum Thema „Strategien zur Dynamisierung der Ämter“. Vom 7. bis 9. September fand das 12. Seminar in Aeschi bei Spiez statt. Vom EPA eingeladen war diesmal auch ein Gewerkschaftsvertreter. Ein Erlebnisbericht. Das Seminar „Strategien zur Dynamisierung der Ämter“ richtet sich an Spitzenkader des Bundes, das heisst an Angehörige von Amtsleitungen und Kader aus Generalsekretariaten. Zum 12. Seminar konnten die Seminarleiter Eric Deloséa und Alex Hunziker elf Teilnehmer in Aeschi bei Spiez begrüssen. Weibliche Spitzenkader waren keine anwesend. Eric Deloséa konnte den bestürzten Gewerkschaftsvertreter jedoch etwas beruhigen: In der Regel betrage der Frauenanteil an den Seminaren 20 bis 25 Prozent. Bereits bei der Formulierung der persönlichen Erwartungen zeigte das Spitzenkader sehr grosses Interesse für Veränderungsprozesse und stellte teils methodische, teils auch kritische Fragen: Welche Führungsstrategien und welche Führungskompetenzen sind erforderlich für eine nachhaltige Neuausrichtung der Verwaltung? Ist die Dynamisierung der Ämter überhaupt notwendig oder ist sie bloss eine Modeerscheinung? (…).
André Eicher.
Der öffentliche Dienst, 24.9.1998.
Öffentlicher Dienst, Der > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. OeD, 1998-09-24.
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14.06.1997 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung
Löhne

Bundespersonal
Lohnkürzungen
Volltext
Zulagen und Vergütungen unter der Sparlupe. Lohnkürzungen bei Bundespersonal? 60 Millionen. Das nächste Lohnmassnahmenpaket für das Bundespersonal könnte auch Kürzungen bei Zulagen und Vergütungen umfassen. Das Eidgenössische Personalamt hat bei der Überprüfung dieses Bereichs ein Sparpotential von maximal 60 Millionen Franken ausgemacht. 1996 wurden in der allgemeinen Bundesverwaltung, den SBB und der PTT rund 700 Millionen Franken an Zulagen und Vergütungen (ohne Spesen) ausgerichtet. Bei Lohnausgaben von 14 Milliarden Franken für die rund 140'000 Beschäftigten entspricht das rund 5 Prozent. Davon entfallen rund 330 Millionen auf Sozialzulagen, die nicht zur Diskussion gestellt werden, wie das Eidgenössische Finanzdepartement (EFD) gestern mitteilte. Durchaus zur Debatte stehen indes andere Bereiche: Vergütungen für unregelmässige Schichtung der Arbeitszeit, für Nacht- und Sonntagsdienst. für Stellvertretungen und Überzeit sowie die Auslandzulagen für Diplomaten und die Flugzulagen im EMD und EVED. Das Personalamt zeigt in seinem Zwischenbericht an das EFD Einsparmöglichkeiten von 60 Millionen Franken auf. (…).
Berner Tagwacht, 14.6.1997.
Berner Tagwacht > Bundespersonal. Lohnkuerzungen. TW, 1997-06-14.
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15.01.1997 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Privatisierung
Verwaltungsreform
Volltext
Öffentliche Unternehmen - weniger Politik, mehr Unternehmertum. Unternehmertum von Staates wegen. Es naht das Ende der Staatsbetriebe: Der Bund will seine öffentlich-rechtlichen Unternehmen von politischen Fesseln befreien und ihnen mehr Raum für unternehmerisches Denken geben. Nicht mehr altgediente ParteienvertreterInnen sollen in den Leitungsgremien Einsitz nehmen, sondern Fachleute. Die politische Kontrolle soll für den „service public“ aber trotzdem gewährleistet sein. Wer kennt sie nicht, die vielen altgedienten Politikerlnnen, welche in PTT und SBB-Verwaltungsräten, kantonalen Bankräten oder den Verwaltungsräten der halbstaatlichen Energiekonzerne sitzen? Sie beziehen dicke Sitzungsgelder und sind für Schönwetterlagen gerade gut. Kommen die Konzerne jedoch in Schräglage, sind die viel zu grossen Verwaltungsräte für das Krisenmanagement zu träge und es fehlt das Know-How. Oder aber: Die halbstaatlichen Betriebe haben auch bei gutem Management die Freiräume zum unternehmerischen Handeln nicht. Hautnah erleben dies die Krisenbetriebe SBB, Swissair und die Post, aber auch kantonale Unternehmungen wie Privatbahnen und Energieproduzentlnnen. Kurz: die Zeiten der „bhäbigen“ gemischtwirtschaftlichen Unternehmen sind vorbei, neue Führungs- und Strukturmodelle sind gefragt. Aus diesen Gründen geht der Bund - federführend ist da Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartement (EVED - nun in die Offensive: (…). Berner Tagwacht, 15.1.1997.
Berner Tagwacht > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. Privatisierung. TW, 1997-01-15.
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20.12.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Bundesämter
Verwaltungsreform
Volltext
Vorschläge zur Reorganisation der Bundesverwaltung. Adolf Ogis EMD soll zum Sicherheitsdepartement werden. Das „grüne“ Bundesamt soll von Ruth Dreifuss zu Moritz Leuenberger wechseln, Adolf Ogi ein Sicherheitsdepartement erhalten, Dies sind zwei der Expertenvorschläge zur Reorganisation der Bundesverwaltung. Erste Entscheide des Bundesrates sind bis Ende März 1997 zu erwarten. Mit der Verwaltungsreform will der Bundesrat die Effizienz der Aufgabenerfüllung steigern und Kosten sparen. Die Strukturen der Departemente sollen besser den Kriterien der Ausgewogenheit, Homogenität und Führbarkeit genügen, wie Bundeskanzler François Couchepin bei der Vorstellung der Expertenvorschläge am Donnerstag in Erinnerung rief. Für eine erste Phase schlägt die Beratungsfirma Arthur Andersen in drei Varianten eine Neuzuordnung bestimmter Aufgaben an die Departemente vor. Nach Auskunft ihres Schweizer Leiters Andreas Bürge kann diese Strukturverbesserung mit dem erwünschten Sparpotential von fünf Prozent innert 12 bis 24 Monaten umgesetzt werden, sofern der Bundesrat mit der Neuauflage des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (RVOG) die erforderlichen Kompetenzen erhält. Auch ohne Sport „zivileres“ EMD. (…). sda.
Berner Tagwacht, 2012.1996.
Berner Tagwacht > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. Bundesämter. TW, 1996-12-20.
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10.12.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung
Löhne

Bundespersonal
Lohnabbau
Volltext
Weniger Lohn: Angestellte des Bundes sollen nächstes Jahr beim Sparen helfen. Bundesrat entscheidet über Lohnmassnahmen. Der Bundesrat fordert Opfer. Die rund 140'000 Bediensteten des Bundes müssen nächstes Jahr auf den Teuerungsausgleich verzichten. Individuelle Lohnerhöhungen werden eingeschränkt. Zulagen teilweise abgebaut. Insgesamt steuert das Personal des Bundes und seiner Regiebetriebe 309 Millionen Franken an die Haushaltentlastung bei. Der Bundesrat hat am Montag über die Lohnmassnahmen 1997 entschieden. Das vor den Räten liegende Bundesbudget plafoniert die Personalausgaben auf dem Stand des Voranschlages 1996. Es sieht darüber hinaus eine zweiprozentige Kreditsperre vor, der auch das Personal unterliegt. Unter allen Titeln verlangt dies von den 47'000 Bediensteten der allgemeinen Bundesverwaltung einen Sparbeitrag von gut 121 Millionen. Die 59'000 Bediensteten der PTT steuern 104 Millionen bei, die 34'000 der SBB knapp 84 Millionen. Insgesamt 151,2 Millionen lassen sich damit einsparen, dass die Jahresteuerung von 0,8 Prozent generell nicht ausgeglichen wird. Diese Massnahme spart bei der Bundesverwaltung 56,8 Millionen, bei den PTT 61,6 Millionen und bei den SBB 32,8 Millionen. Nicht berücksichtigt sind dabei die Rentnerinnen und Rentner, die ebenfalls keinen Teuerungsausgleich erhalten. (…).
Berner Tagwacht,10.12.1996.
Berner Tagwacht > Bundespersonal. Lohnabbau. TW, 1996-12-10.
Ganzer Text
07.12.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Verwaltungsreform
Volltext
New Public Management beim Bund: Meteorologische Anstalt und Landestopographie als Pilotprojekte. Hoffen auf mehr Effizienz. Der Bund erprobt das New Public Management (NPM): Als erste Bundesämter werden die Schweizerische Meteorologische Anstalt (SMA) und die Landestopographie (L+T) ab 1997 mit Leistungsauftrag und Globalbudget geführt. Damit verbunden ist ein Sparauftrag. Weitere Ämter sollen 1998 und 1999 folgen. Die vom Bundesrat gutgeheissenen Leistungsaufträge der SMA und der L+T gelten für 1997 bis 1999. Im Rahmen der vorgegebenen Ziele und Strategien erhalten die beiden Bundesämter mehr unternehmerischen Spielraum, um ihre Aufgaben effizienter und kundennäher zu erfüllen. Gleichzeitig müssen sie ihre Ausgaben in den ersten beiden Jahren um fünf Prozent und bis Ende 2000 um weitere fünf Prozent senken. Die SMA hat den Auftrag, die dem Bund übertragenen meteorologischen und klimatologischen Aufgaben als nationaler Wetterdienst und Kompetenzzentrum der Schweiz zu erfüllen. Ihr Angebot wird in fünf Produktegruppen gegliedert, nämlich in die Grundinformationen (inkl. militärischer Wetterdienst), den Flugwetterdienst, die Warnungen, die Unterstützung der Nationalen Alarmzentrale (NAZ) und die kommerziellen erweiterten Dienstleistungen. (…).(sda).
Berner Tagwacht, 7.12.1996.
Berner Tagwacht > Meteorologische Anstalt, Verwaltungsreform. TW, 7.12.1996.
Ganzer Text
30.04.1996 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Verwaltungsreform
Volltext
Kaspar Villiger zur RVOG-Abstimmung. Ein Ja zum Reformkurs. Ein Nein zum RVOG würde laut Bundesrat Kaspar Villiger nicht nur die Staatssekretäre bodigen, sondern der ganzen Verwaltungsreform den Schwung nehmen. Noch sieht der Finanzminister allerdings eine Siegeschance. Im Februar jedenfalls war im Volk die Unwissenheit klar grösser als der Widerstand. Den Gegnern zufolge wird es nach einer Ablehnung des Regierungs- und Verwaltungsorganisationsgesetzes (RVOG) am 9. Juni ein Leichtes sein, die unbestrittenen Elemente - die vermehrte Organisationsfreiheit des Bundesrates und die Grundlage für das „New Public Management“ - neu aufzulegen und ohne Referendum über die Bühne zu bringen. An einem Informationsgespräch warnten Bundesrat Villiger und Bundeskanzler François Couchepin am Montag in Bern vor dieser Erwartung. Keine problemlose Neuauflage. Nicht nur seien die Staatssekretäre als neue Führungsfiguren ein wichtiges Element der Verwaltungsreform, sagte Villiger: Wenn das RVOG scheitere, nehme dies den ganzen Bestrebungen für eine effizientere Administration ihren Schwung. (…).
Berner Tagwacht, 30.4.1996.
Berner Tagwacht > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. TW, 1996-04-30.
Ganzer Text
12.03.1996 BE Kanton
Bern
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

FdP
Privatisierung
Verwaltungsreform
Volltext
HIV mochte Verwaltung beraten. Der Handels- und Industrieverein (HIV) Sektion Bern begrüsst zwar die laufenden Versuche einer effizienteren Verwaltungsführung, hat aber auch Bedenken. Der Grund: Die effiziente Verwaltung könnte zur unliebsamen Konkurrenz der Wirtschaft werden. Die Verwaltungen von Stadt und Kanton Bern werden auf Effizienz und Bürgerinnen-Nähe getrimmt - mit New Public Management (NPM). Unter dem Strich soll NPM auch finanziell etwas einfahren, da die Amtsstellen zu Profit-Centers werden. NPM gedeiht zwar auf dem Boden der rosa Parteien besonders gut; angesichts der Mischung von Effizienz und Spareffekt fällt es aber auch bei der Rechten auf fruchtbaren Boden. Aber zumindest deren Gewerbeflügel stellt sich mit NPM offenbar ein Problem: Die effiziente Verwaltung darf mit ihren „Produkten“, wie die Dienstleistungen in NPM-Deutsch heissen, die Privatwirtschaft nicht konkurrenzieren. Die HIV-Sektion Bern bestellte deshalb beim Büro Ecoplan eine Studie über verschiedene Versuche in Stadt und Kanton. Der Auftrag: „Welche Chancen und Gefahren erwachsen der Privatwirtschaft mit dem NPM? Sollen staatliche Stellen überhaupt Leistungen für Dritte erbringen dürfen? Welche Anforderungen sind zu erfüllen, wenn staatliche Stellen am Markt auftreten?“ (…).
Berner Tagwacht, 12.3.1996.
Berner Tagwacht > Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. HIV. TW, 1996-03-12.
Ganzer Text
08.03.1996 Schweiz
Bundesverwaltung
Föderativverband
Personen
Samuel Koenig
Ämterklassifikation
Frauenlöhne
Volltext
Bei Stellenantritt, Wahl oder Beförderung in der allgemeinen Bundesverwaltung. Lebenserfahrung wird angerechnet. Der schulische und berufliche Rucksack bestimmt neben anderen Faktoren den Lohn. Aber nicht nur. beispielsweise in der allgemeinen Bundesverwaltung: Als neues Kriterium ist bei Stellenantritt, Wahl oder Beförderung auch die Lebenserfahrung zu berücksichtigen. Das Eidgenössische Finanzdepartement hat am 20. Dezember 1995 nach Verhandlungen mit dem Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe, dem auch der VPO D angehört, die „Wahlerfordernisse und Beförderungsbedingungen für Ämter der allgemeinen Bundesverwaltung (Beförderungsvorschriften)“ angepasst. Frauenfreundliches Kriterium. Neu wird beim Einstieg der Stellenanwärterin oder des Stellenanwärters die Lebenserfahrung mit berücksichtigt. Als Lebenserfahrung gelten im besonderen Familien-, Erziehungs- und Betreuungsarbeit sowie soziale Tätigkeiten. Das neue Kriterium kann sich positiv auf die Besoldung und den Aufstieg auswirken. Beispielsweise bei Wiedereinsteigerinnen, die wegen Kindern die Erwerbstätigkeit unterbrochen hatten. Die Lebenserfahrung ist neu auch bei Wahlen und Beförderungen zu berücksichtigen. Bei Stellenantritt richtet sich der Einstieg in die entsprechende Ämterreihe nach der Einreihung (Besoldungsklasse) von Beamten, die eine vergleichbare Ausbildung, Diensterfahrung und Lebenserfahrung sowie ein vergleichbares Lebensalter haben und die nach den Vorschriften der zutreffenden Ämterreihe befördert wurden. Die zeitliche Betriebs- (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 8.3.1996.
Personen > Koenig Samuel. Loehne. Lebenserfahrung. OeD, 1996-03-08.
Ganzer Text
23.02.1996 Schweiz
Bundesverwaltung
Föderativverband
Personen
Hanspeter Lienhart
Verwaltung
Volltext
Wahlen
Wiederwahlen in der allgemeinen Bundesverwaltung. Keine Nachricht - gute Nachricht. Der Bundesrat hat die Verordnung über die Wiederwahlen der Beamtinnen und Beamten der allgemeinen Bundesverwaltung für die Amtsdauer 1997 bis 2000 nach zähen Verhandlungen mit dem Föderativverband verabschiedet und auf den 1. Februar 1996 in Kraft gesetzt. Es gelang den PersonaIverbänden, die ursprünglich äusserst restriktive Verwaltungsvorlage massiv zu entschärfen. Insbesondere der anfänglich geplante generelle Wiederwahlvorbehalt bei Umstrukturierungen und Verschlechterungen beim Rechtsschutz konnten verhindert werden. Umstrukturierungen, Rationalisierungen, Privatisierungen und damit verbunden ein massiver Stellenabbau sind beim Bund schon längst ein Thema. Angesichts des weiter geplanten Personalabbaus hat sich natürlich der Druck auf die Wiederwahlen von Beamtinnen und Beamten für die Amtsdauer 1997 bis 2000 verstärkt. Von den Deregulierern wird der Beamtenstatus grundsätzlich in Frage gestellt. Es erstaunt nicht, dass seitens der Verwaltung die Idee auftauchte, alle Beamtinnen und Beamten mit einem generellen Wiederwahlvorbehalt in die nächste Amtsdauer zu schicken. Der frühe Widerstand der Personalverbände und ein Rechtsgutachten bewirkten, dass der Bundesrat darauf verzichtete und eine Verordnung verabschiedete, die den Verhandlungen mit den Personalverbänden entspricht. (…). Hanspeter Lienhard.
Der öffentliche Dienst, 23.2.1996.
Personen > Lienhard Hanspeter. Föderativverband. Verwaltung. Wahlen. OeD, 1996-02-23.
Ganzer Text
03.02.1995 Schweiz
Bundesverwaltung
Föderativverband
Personen
Samuel Koenig
Bundespersonal
Stellenabbau
Volltext
Abbau von Bundesarbeitsplätzen vor allem zu Lasten der Berggebiete. Die grossen Brocken kommen erst noch. Der Stellenabbau bei Bund, PTT und SBB von 1991 bis 1994 geht vor allem zu Lasten des Berggebietes. Während gesamtschweizerisch ein Minus von 1,2 Prozent zu verzeichnen ist, werden im Berggebiet 5,3 Prozent aller Bundesarbeitsplätze abgebaut. Während von 1985 bis 1989 lediglich acht Regionen einen Verlust hinnehmen mussten, sind es nun 41 von 54. Ohne Gegenmassnahmen wird sich die Bilanz wegen des massiven Abbaus von Bundesarbeitsplätzen in den nächsten Jahren drastisch verschlechtern. Gehalten haben sich bis letztes Jahr die Bundesarbeitsplätze in den grossen mittelländischen Zentren. Das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Biga veröffentlicht seit 1982 eine Übersicht über die räumliche Verteilung der Bundesarbeitsplätze. Diese liegt nun vor für die Jahre 1991 bis 1994. Sie kann jedoch wegen neuer Grundlagen (Personalerhebung des Eidgenössischen Personalamtes) nicht mehr mit den Auswertungen von 1981, 1984 und 1988 verglichen werden. Bundesrat will Regionalpolitik überdenken. 1994 beschäftigte die Eidgenossenschaft im Inland 144‘499 Personen (Voll- und Teilzeitbeschäftigte). Das sind rund 1700 Personen oder 1,2 Prozent weniger als 1991. Verglichen mit 1993, dem Jahr mit dem höchsten Personenbestand, war der Abbau nahezu doppelt so hoch. Die' Entwicklung verlief jedoch gegenläufig. PTT, SBB und EMD bauten in nur drei Jahren zusammen über 4‘000 Personen ab, die zivilen Departemente verzeichneten noch eine Zunahme. (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 3.2.1995.
Personen > Koenig Samuel. Bundesverwaltung. Stellenabbau. OeD, 1995-02-03.
Ganzer Text
03.02.1995 Schweiz
Bundesverwaltung
Föderativverband
Öffentlicher Dienst
Personen
Samuel Koenig
Föderativverband
Stellenabbau
Volltext
Abbau von Bundesarbeitsplätzen vor allem zu Lasten des Berggebietes. Die grossen Brocken kommen erst noch. Der Stellenabbau bei Bund, PTT und SBB von 1991 bis 1994 geht vor allem zu Lasten des Berggebietes. Während gesamtschweizerisch ein Minus von 1,2 Prozent zu verzeichnen ist, werden im Berggebiet 5,3 Prozent aller Bundesarbeitsplätze abgebaut. Während von 1985 bis 1989 lediglich acht Regionen einen Verlust hinnehmen mussten, sind es nun 41 von 54. Ohne Gegenmassnahmen wird sich die Bilanz wegen des massiven Abbaus von Bundesarbeitsplätzen in den nächsten Jahren drastisch verschlechtern. Gehalten haben sich bis letztes Jahr die Bundesarbeitsplätze in den grossen mittelländischen Zentren. Das Bundesamt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Biga veröffentlicht seit 1982 eine Übersicht über die räumliche Verteilung der Bundesarbeitsplätze. Diese liegt nun vor für die Jahre 1991 bis 1994. Sie kann jedoch wegen neuer Grundlagen (Personalerhebung des Eidgenössischen Personalamtes) nicht mehr mit den Auswertungen von 1981, 1984 und 1988 verglichen werden. Bundesrat will Regionalpolitik überdenken. 1994 beschäftigte die Eidgenossenschaft im Inland 144‘499 Personen (Voll- und TeiIzeitbeschäftigte). (…).
Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 3.2.1995.
Öffentlicher Dienst, Der > Bundesverwaltung. Stellenabbau. OeD. 3.2.1995.
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20.01.1995 Schweiz
Bundesverwaltung
Föderativverband
Personen
Samuel Koenig
Arbeitszeitverkürzung
Bundespersonal
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Bundesrat stimmt dem Verhandlungsergebnis zu. Arbeitszeitverkürzung für Bundespersonal. Der Bundesrat hat am 21. Dezember 1994 dem zwischen Eidgenössischen Finanzdepartement und Föderativverband erzielten Verhandlungsergebnis zur Arbeitszeitverkürzung zugestimmt. Gleichzeitig hat er den Verzicht auf eine Teuerungszulage für das Jahr 1995 endgültig besiegelt. Die Arbeitszeit des Bundespersonals wird auf 1. Juni (Fahrplanwechsel) formal um 1 Stunde auf 41 Stunden pro Woche (-2,4 Prozent) gesenkt unter Verzicht auf einen Teuerungsausgleich in der Höhe der halben Kosten. Das Bundespersonal arbeitet jedoch weiterhin 42 Stunden pro Woche. Der Ausgleich erfolgt in Ausgleichstagen, das heisst eine Woche zusätzliche zusammenhängende Freizeit pro Jahr (1995 pro rata temporis mit drei beziehungsweise bei 6-Tage-Woche 31/2 Tagen). Bereits seit dem 1. Januar wird der Ruhetagsanspruch um einen Tag (Bundesfeiertag) auf 63 Tage pro Jahr erhöht und ist gleichzeitig gesamtschweizerisch einheitlich. Dieser Anspruch kann grundsätzlich nicht mehr überschritten werden. Übersteigende Feiertage werden an die Ausgleichstage aus der Arbeitszeitverkürzung angerechnet. Dank der Hartnäckigkeit des Föderativverbandes des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe - dem auch der VPOD angehört - zeichnet sich eine Lösung für Härtefalle an Dienstorten mit vielen Feiertagen ab. Föderativverband befriedigt. Der Föderativverband ist befriedigt vom Beschluss des Bundesrates zur Arbeitszeitverkürzung im Bundesdienst. (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 20.1.1995.
Personen > Koenig Samuel. Arbeitszeitverkuerzung. Bundespersonal. OeD, 1995-01-20.
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24.08.1994 Schweiz
Berner Tagwacht
Bundesverwaltung

Betriebsführung
Verwaltungsreform
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Tagung des Schweizerischen Städteverbandes in Bern diskutiert neues Verwaltungsmanagement für Städte und Gemeinden. Sollen die Verwaltungen marktwirtschaftlich arbeiten? Bern sda. Die unerfreuliche Finanzlage, der immer hektischere Markt und die immer kürzeren Entscheidungsfristen zwingen viele Städte und Gemeinden zu ökonomischerem Wirtschaften. Hält die Marktwirtschaft nun Einzug in den Verwaltungen? „New Public Management (NPM) - Neues Verwaltungsmanagement“ heisst das Zauberwort, das in den letzten Monaten die Runde machte und Thema vieler Veranstaltungen war. Das „Tilburger Modell“ ist in aller Munde. Die 158'000 Einwohner zählende holländische Stadt kann heute dank einer streng nach betriebswirtschaftlich geführten Kriterien geführten Verwaltung eine ausgeglichene Rechnung präsentieren. Die politischen Behörden sind von der operativen Führung getrennt und legen nur die Leitlinien fest. Die Stadt wird seit 1985 quasi als Konzern geführt mit den einzelnen Direktionen als Betriebsgesellschaften, welche über die ausgehandelten finanziellen Mittel frei verfügen dürfen. Ziel der Tagung vom Dienstag war indes ein schweizerisches, wie Verbandspräsident Diego Scacchi, Stadtpräsident von Locarno, in seiner Begrüssungsansprache sagte. (…).
Berner Tagwacht, 24.8.1994.
Berner Tagwacht. Bundesverwaltung. Verwaltungsreform. TW, 1994-08-24.
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03.09.1993 Schweiz
Bundesverwaltung
Löhne
Öffentlicher Dienst, Der

Bundespersonal
Lohnabbau
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Der SGB zu den Sanierungsmassnahmen 1993 des Bundes. Lohnabbau nicht gerechtfertigt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) kann den vom Bundesrat vorgeschlagenen Sanierungsmassnahmen 1993 für den Bundeshaushalt nur teilweise zustimmen. Insbesondere lehnt es der SGB ab, dass die finanzpolitischen Fehler der letzten Jahre nun auf Kosten des Bundespersonals korrigiert werden sollen. Der SGB will sich entschieden gegen eine allfällige Abschaffung des Teuerungsausgleichs wenden. Nach seiner Auffassung ist Lohnabbau heute weder in der Privatwirtschaft noch im öffentlichen Dienst gerechtfertigt. Er dient lediglich dazu, die Kaufkraft der Lohnbezüger weiter zu schwächen und die wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu verlängern. Öffentlichen Verkehr nicht ausbluten. Der SGB lehnt aber auch die vorgeschlagenen Sparmassnahmen im Bereich des öffentlichen Verkehrs ab. Durch ein solches finanzielles Ausbluten des öffentlichen Verkehrs wird die Erschliessung der Regionen gefährdet. Damit wird aber auch das ganze Konzept Bahn 2000 in Frage gestellt, da viele der von den Einsparungen bedrohten Linien wichtige Zubringerfunktionen für die Hauptverkehrsachse erfüllen. Darüber hinaus werden zusätzliche regional-politische Probleme geschaffen, da die Verkehrserschliessung der Regionen für ihre wirtschaftliche Entwicklung bedeutend ist. Schliesslich ist darauf hinzuweisen, dass die Reduktion der Beiträge an die konzessionierten Transportunternehmungen die Monopolbetriebe zu einer restriktiven (…).
Der öffentliche Dienst, 3.9.1993.
Öffentlicher Dienst, Der > Bundesverwaltung. Lohnabbau. OeD, 1993-09-03.
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