Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 64

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21.03.2019 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Nationalbank muss Frankenüberbewertung bekämpfen – Ausschüttung der Negativzins-Einnahmen an die Altersvorsorge. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) begrüsst es, dass die SNB die Zinsen unverändert tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Die Konjunktur im Ausland hat sich etwas eingetrübt. Die Auswirkungen einer Aufwertung des Frankens wären vor diesem Hintergrund für die Schweizer Exportwirtschaft noch schwerwiegender. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht (kommunikativ und monetär). Ziel muss nun sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchsetzen – insbesondere in Bezug auf den Wechselkurs. Aufgrund der tiefen Zinsen hat sich die finanzielle Lage der Schweizer Altersvorsorge verschlechtert. Das gilt vor allem für die 2. Säule. Gemäss dem heute veröffentlichten Geschäftsbericht nahm die SNB im vergangenen Jahr 2 Mrd. Fr. mit den Negativzinsen ein. Diese Einnahmen sollten an die Vorsorgewerke ausgeschüttet werden. Der Negativzins muss als Lenkungsabgabe aufgefasst werden und nicht als weitere Einnahmequelle der SNB bzw. von Bund und Kantonen. Zudem verlangt der SGB, dass das Konto des AHV-Fonds (Compenswiss) vollumfänglich von den Negativzinsen ausgenommen wird. Thomas Zimmermann.
SGB, 21.3.2019.
Personen > Zimmermann Thomas. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2019-03-21.
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13.12.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Thomas Zimmermann
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Aktive Geldpolitik der SNB nötig - Franken nach wie vor stark überbewertet. SGB-Kommentar zur Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB). In den letzten Wochen kam die Schweizerische Nationalbank (SNB) vermehrt unter Druck, die Zinsen anzuheben. Ein solcher Schritt wäre jedoch fatal. Denn der Franken ist nach wie vor markant überbewertet. Eine Zinserhöhung würde den bereits vorherrschenden Aufwertungsdruck weiter verstärken. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf Löhne und Arbeitsplätze. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) begrüsst es deshalb, dass die SNB die Zinsen unverändert tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Insbesondere wurde die Chance verpasst, den Wert von 1.20 Fr./Euro mit diversen Massnahmen (kommunikativ und monetär) zu stabilisieren. Ziel muss nun sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchsetzen – insbesondere in Bezug auf den Wechselkurs.
Thomas Zimmermann.
SGB, 13.12.2018.
Personen > Zimmermann Thomas. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2018-12-13.
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15.03.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Aktive SNB nötig - Franken nach wie vor stark überbewertet. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Die Weltwirtschaft ist auf Erholungskurs. Auch in der Schweiz geht es sukzessive aufwärts. Auch weil sich der Franken tendenziell abgewertet hat. Vor einem Jahr lag der Franken-Euro-Kurs noch bei 1.07 Fr./Euro. Dennoch ist der Franken nach wie vor stark überbewertet. Schätzungen mit verschiedenen Modellen zeigen, dass der faire Franken-Euro-Kurs im Bereich von 1.25 bis 1.35 Fr. pro Euro liegt. Das führt u.a. dazu, dass die konjunkturelle Erholung im Ausland tendenziell stärker ausfallen dürfte als in der Schweiz. Es droht die Gefahr, dass viele Firmen weniger in der Schweiz und mehr im Ausland investieren. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Beschäftigung - heute und morgen. Positiv ist, dass die SNB die Zinsen nach wie vor tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Ziel muss sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchzusetzen versuchen (z.B. in Bezug auf die Teuerung). (…).
Daniel Lampart.
SGB, 15.3.2018
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2018-03-15.
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19.01.2018 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Daniel Lampart
Interview
Volltext
Wechselkurs
SGB-Chefökonom Lampart sieht Licht am Ende des Tunnels. „Jetzt geht es aufwärts!“ Der Franken hat sich abgeschwächt, der Aufschwung kommt – und Nationalbankkritiker Daniel Lampart wird mehrheitsfähig. Das wird ein gutes Jahr! Work: Daniel Lampart, Sie haben die Aufhebung des Frankenmindestkurses durch die Nationalbank vor drei Jahren von Anfang an scharf kritisiert. Damals allein auf weiter Flur. Inzwischen geben Ihnen immer mehr Experten recht: Es war ein grosser Fehler. Wie ist das, wenn man als Gewerkschaftsökonom plötzlich mehrheitsfähig wird? Daniel Lampart: Mehrheitsfähig sind wir noch nicht ganz. Aber es zeigt sich jetzt halt, wie gravierend die Folgen dieser Mindestkursaufhebung sind: Zehntausende Arbeitsplätze gingen verloren, der Druck auf Löhne und Personalkommissionen in den Betrieben war sehr hoch. Entscheidend für uns wird jetzt sein, wo der Franken sich in Zukunft hinbewegt. Sie sind kein bisschen stolz, dass Sie von ¬Anfang an vor dieser Entwicklung gewarnt hatten? Nein, wie sollte ich auch! Für mich war das schlimm mit anzusehen. Selbst der neoliberale Ökonom Franz Jaeger gab Ihnen kürzlich in einer Studie* recht, welche die Unia mit in Auftrag gegeben hatte. Ohne Frankenschock, sagt er, hätten wir heute 100’000 Arbeitsplätze mehr. Ist diese Schätzung realistisch? In Deutschland sind seit 2009 allein in der Maschinenindustrie fast 20 Prozent zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden. Bei uns ¬dagegen ging fast jeder zehnte Arbeitsplatz verloren. Das bedeutet klar: Ohne die (…). Marie-Josée Kuhn.
Work online, 19.1.2018.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Lampart Daniel. Interview. Work, 2018-01-19.
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14.12.2017 Schweiz
Nationalbank
SGB

Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Franken trotz Abwertung nach wie vor stark überbewertet. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. In den letzten Monaten hat der weltweite Aufschwung endlich auch die Schweiz erfasst. Die Franken-Abwertung auf rund 1.17 Fr./Euro hat dabei geholfen. Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Franken nach wie vor stark überbewertet ist. Schätzungen mit verschiedenen Modellen zeigen, dass der faire Franken-Euro-Kurs im Bereich von 1.25 bis 1.35 Fr. pro Euro liegt. Das führt u.a. dazu, dass die konjunkturelle Erholung im Ausland tendenziell stärker ausfallen dürfte als in der Schweiz. Es droht die Gefahr, dass viele Firmen weniger in der Schweiz und mehr im Ausland investieren. Mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Beschäftigungssituation - heute und morgen. Positiv ist, dass die SNB die Zinsen nach wie vor tief hält und bereit ist, am Devisenmarkt zu intervenieren. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Ziel muss sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchzusetzen versuchen (z.B. in Bezug auf die Teuerung). (…).
SGB, 14.12.2017.
SGB > Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2017-12-14.
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01.12.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Sabine Reber
Interview
Volltext
Wechselkurs
Studienautor Franz Jäger über die Folgen des Frankenschocks. „Wir hätten 100‘000 Arbeitsplätze mehr“. Der St. Galler Ökonom Franz Jaeger analysiert die Fehler der Nationalbank, warnt vor künftigen Frankenschocks und fordert einen neuen Mindestkurs zum Euro. Work: Die Aufhebung des Frankenmindestkurses sei unumgänglich gewesen, sagte Nationalbankchef Thomas Jordan. Sehen Sie das auch so? Franz Jaeger: Zumindest war der Zeitpunkt falsch. Früher oder vor allem später wäre besser gewesen. Der Schaden, den der überbewertete Franken besonders bei den KMU angerichtet hat, ist teilweise immens. Ohne Frankenschock hätten wir heute 100‘000 wertvolle Arbeitsplätze mehr. Die Maschinenindustrie hat es immer noch schwer. Und der Schweizerfranken ist immer noch überbewertet. Die KMU sind das Rückgrat unserer Wirtschaft. Wir dürfen keinesfalls hinnehmen, dass sie zerstört werden! Deshalb sollte Thomas Jordan unserer Studie unbedingt Rechnung tragen. Und was tun? Die Nationalbank muss - vor allem im Falle von kapitalbilanzgetriebenen Aufwertungsschocks - noch aktiver eingreifen. Sie kann und muss einen strategischen Richtwert für einen maximalen, die Wettbewerbsfähigkeit der industriellen KMU sicherstellenden Frankenkurs anvisieren. Seit dem Spätsommer ist das ja ansatzweise auch gemacht worden. Damit hat die Nationalbank bewiesen, dass sie dazu durchaus in der Lage ist und dass das funktionieren kann. Sie fordern faktisch also wieder einen Mindestkurs. (…). Sabine Reber.
Work, 1.12.2017.
Personen > Reber Sabine. Nationalbank. Studie Work, 2017-12-01.
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21.11.2017 Schweiz
KMU
Unia Schweiz

KMU
Volltext
Wechselkurs
Alarmierende Studie über KMU der Maschinenindustrie. Starker Franken hält Industrie-KMU im Würgegriff – jetzt braucht es Massnahmen. Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der Schweizer Maschinenindustrie ist der nach wie vor überbewertete Franken ein existenzielles Problem und schlägt sich massiv in den Margen nieder. Die Nationalbank muss deshalb ein strategisches Wechselkursziel zwischen 1,18 und 1,20 Franken/Euro anstreben. Das zeigt eine Studie der HSG im Auftrag von Swissmechanic und der Gewerkschaft Unia. Die Industrie hat für die schweizerische Volkswirtschaft herausragende Bedeutung. Sie trägt rund ein Fünftel zum Bruttoinlandsprodukt bei. Das Rückgrat der Industrie sind die KMU. Tausende Firmen spielen als Zulieferer, Hersteller oder Dienstleister im Produktionsprozess eine tragende Rolle. Doch ihre Existenz ist gefährdet. Der Arbeitgeberverband Swissmechanic und die Gewerkschaft Unia sind deshalb eine aussergewöhnliche Partnerschaft eingegangen und haben gemeinsam eine Studie zur Situation der Industrie-KMU in Auftrag gegeben. Unter dem Titel „Volkswirtschaftliche Bedeutung und Problematiken der KMU der Schweizer Maschinenindustrie – mit besonderer Berücksichtigung der von Swissmechanic organisierten Betriebe“ stellten Prof. em. Dr. Franz Jaeger und Dr. Tobias Trütsch von der „Executive School of Management, Technology an La“ (ES-HSG) heute ihre Ergebnisse vor. Starker Franken als Standortnachteil. Für die Studie wurden rund 200 Mitgliedsunternehmen von Swissmechanic (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung. 21.11.2017.
Unia Schweiz > KMU. Wechselkurs. Unia Schweiz, 2017-11-21.
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14.09.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Bestimmteres Vorgehen der SNB gegen Frankenüberbewertung erforderlich. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. Auch mit der leichten Abwertung auf rund 1.14 Fr./Euro ist der Franken nach wie vor stark überbewertet. Das Wirtschaftswachstum ist schwach. Die Kapazitäten der Schweizer Wirtschaft sind unterausgelastet. Die Beschäftigung stagniert. Die Teuerung ist tief. In dieser Situation braucht unser Land eine expansive Geldpolitik. Wegen dem überbewerteten Franken sind die monetären Bedingungen jedoch eindeutig restriktiv. Das zeigt beispielsweise der von der SNB im Quartalsheft publizierte Monetary conditions index. Positiv ist, dass die SNB nach wie vor am Devisenmarkt aktiv ist und die Zinsen tief hält. Der SGB erwartet von der SNB aber, dass sie stärker gegen die Überbewertung des Frankens vorgeht. Ziel muss sein, den Frankenkurs so rasch als möglich auf ein Niveau zu bringen, welches der Schweiz nicht schadet. Die SNB sollte sich klarere Ziele vorgeben und diese durchzusetzen versuchen (z.B. in Bezug auf die Teuerung). (…).
Daniel Lampart.
SGB, 14.9.2017.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2017-09-14.
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17.08.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
„Der Franken ist immer noch überbewertet“. Keine Entwarnung von SGB-Chefökonom Daniel Lampart. Der Franken-Euro-Kurs pendelt derzeit bei 1,15. Fair aber wäre er erst bei 1,30, rechnet Gewerkschaftsökonom Lampart vor. Ende Juli hat sich der Franken gegenüber dem Euro endlich spürbar abgewertet. Der Franken-Euro-Kurs bewegt sich nun im Bereich von 1.15. Warum der Franken ausgerechnet jetzt etwas schwächer geworden ist, kann niemand genau erklären. Weil die Wechselkurse in hohem Mass von sehr kurzfristigen Spekulationen beeinflusst werden. Geholfen hat aber sicher, dass sich bei den Wahlen in Frankreich oder in den Niederlanden die proeuropäischen Kräfte durchsetzten. Damit wurde das Vertrauen in den Euro gestärkt. Und die Flucht in den Franken geschwächt. Nationalbank muss ran. Doch auch mit 1,15 ist der Franken gegenüber dem Euro nach wie vor deutlich überbewertet. Wir haben im Gewerkschaftsbund Berechnungen zum fairen Franken-Euro-Kurs gemacht. Indem wir die Preise und Lohnstückkosten in der Schweiz mit dem Ausland verglichen. Unsere Berechnungen zeigen, dass der Franken gegenüber dem Euro erst bei einem Kurs von ungefähr 1,30 im Lot wäre. Das bedeutet: Der Franken muss sich auch bei einem Kurs von 1,15 zum Euro weiter abwerten. Die Nationalbank ist nach wie vor gefordert. Sie muss die Zinsen im Negativbereich halten und alles dafür tun, dass die für Löhne und Arbeitsplätze schädliche Überbewertung des Frankens endlich aufhört. Gute Geschäftslage. (…). Daniel Lampart.
Work online, 17.8.2017.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. Work online, 2017-08-17.
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15.06.2017 Schweiz
Löhne
Personen
Work
Daniel Lampart
Lohnnachzahlung
Volltext
Wechselkurs
Weniger Lohn wegen des aufgeblähten Frankens. Die starke Aufwertung des Frankens lastet schwer auf unserer Wirtschaft. Doch diejenigen Kreise, welche die Aufhebung des Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) befürwortet haben, versuchen, die Berufstätigen in der Schweiz zu beruhigen. Und zwar mit dem Argument, dass sie dank dem überbewerten Franken mehr Kaufkraft hätten. Dank der Überbewertung könnten sie billiger einkaufen und mit weniger Geld in die Ferien fahren. Diese Behauptung hält einer genaueren Überprüfung nicht stand. Erstens sind wegen der Frankenüberbewertung viele Stellen verloren gegangen. Weil die Firmen die Produktion ins Ausland verlagert haben. Oder Produktionsstätten ganz geschlossen haben. Ein Teil der betroffenen Arbeitnehmenden wurde arbeitslos. Zweitens kamen die Löhne unter Druck. Zunächst in der Exportwirtschaft. Aber nicht nur dort. Mit dem Argument der Null- oder Negativteuerung und den knapper gewordenen öffentlichen Finanzen gab es auch im Service public vielerorts keine Lohnerhöhungen. Selbst im Bau, der regelrecht boomte, war es schwierig, Lohnerhöhungen herauszuholen. Die Arbeitgeber mauerten. Zwar führten die sinkenden Preise für importierte Waren dazu, dass die Berufstätigen mit ihren Löhnen dennoch etwas mehr kaufen konnten. Oder etwas technischer ausgedrückt: Wegen der sinkenden Konsumentenpreise stiegen die Reallöhne. Doch in anderen Ländern waren die Reallohnerhöhungen höher. Reallöhne. In Deutschland (…). Daniel Lampart.
Work online, 15.6.2017.
Personen > Lampart Daniel. Löhne. Lohnkürzungen. Work, 2017-06-15.
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03.02.2017 Schweiz
Nationalbank
Personen
Work
Daniel Lampart
Volltext
Wechselkurs
Wirtschaftspolitik
Von wegen vorbei: Produktion leidet und Frankenschock. Der Franken ist nach wie vor 15 bis 20 Prozent überbewertet. Der Frankenschock ist nicht verdaut – entgegen gewissen Entwarnungen aus Grossbankenkreisen. Die Realität in den Firmen ist zwar unterschiedlich. Der Pharma geht es gut. Auch Teile der Maschinenindustrie machen gute Geschäfte. Doch ebenso häufig sind Firmen mit Problemen anzutreffen. Das zeigen auch die Exportstatistiken. Die Schweizer Maschinenausfuhren sind heute sogar leicht tiefer als vor 15 Jahren (nominal). Bundesrat Schneider- Ammann, die Schweizerische Nationalbank (SNB) und die Wirtschaftsverbände riefen: „Die Firmen sollen mehr in die Entwicklung neuer Produkte und Prozesse investieren.“ Das wollen die Betroffenen auch tun. Doch Investitionen kosten Geld. Und dieses Geld muss man zuerst auftreiben. Das ist in vielen Fällen nicht einfach. Gerade wegen des Frankenschocks leiden viele Firmen unter finanziellen Engpässen. Das zeigen auch die Umfragen der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich. Die Zahl der Firmen, die in ihrer Produktion durch finanzielle Engpässe behindert sind, hat sich in den beiden grossen Aufwertungsschüben im Jahr 2010 und im Jahr 2015 mit der Aufhebung des Mindestkurses jeweils ungefähr verdoppelt. Das ist alarmierend. Denn hier geht es um finanzielle Probleme bei der täglichen Produktion. Würde man auch noch die Investitionen einbeziehen, wäre der Anteil der Firmen mit Problemen wesentlich grösser. Die Investitionsschwäche sieht man in den offiziellen Statistiken. Investitionen in Maschinen, Forschung, Computer (…). Daniel Lampart.
Work, 3.2.2017.
Personen > Lampart Daniel. Wechselkurs. Wirtschaftspolitik. Work, 2017-02-03.
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15.01.2017 Schweiz
Nationalbank
Unia Schweiz

Nationalbank
Stellenabbau
Volltext
Wechselkurs
Nationalbankpolitik kostet weiterhin Tausende von Arbeitsplätzen – Unia fordert eine Kurskorrektur. Zwei Jahre unverantwortliche Währungspolitik sind genug! Vor genau zwei Jahren hat die Nationalbank völlig unvermittelt den Mindestkurs des Frankens gegenüber dem Euro aufgegeben Der fatale Entscheid hat Zehntausende von Arbeitsplätzen gekostet und die Arbeitslosigkeit in der Schweiz verschärft. Die Gewerkschaft Unia fordert die Nationalbank auf, alles zu unternehmen, um weiteren Schaden zu vermeiden. Dazu muss der Franken rasch bei mindestens 1,15 pro Euro stabilisiert werden. Der Entscheid des Nationalbank-Direktoriums vom 15. Januar 2015, Hals über Kopf den Euromindestkurs aufzugeben, hatte und hat für die Schweizer Wirtschaft gravierende Folgen. Zehntausende von Arbeitsplätzen sind deswegen ausgelagert, abgebaut oder nicht geschaffen worden. Betroffen ist vorab die Exportindustrie, insbesondere die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie, aber auch der Detailhandel und der Tourismus. Gemäss Schätzungen der Unia sind allein in der Industrie rund 30‘000 Arbeitsplätze ausgelagert worden. Im Gastgewerbe und Tourismus gab es im 3. Quartal 2016 rund 4‘000 Stellen weniger als im Vorjahresquartal. Die arbeitsplatzvernichtende Politik der Nationalbank zeigt sich auch bei der Arbeitslosenzahl. Die Erwerbslosenquote gemäss Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) ist mit 4,8% hoch; vor der Aufhebung des Mindestkurses lag sie noch bei 4,1%. Die Schweiz gehört zu den wenigen Ländern weltweit mit steigender Arbeitslosigkeit, und erstmals ist die Erwerbslosenquote deutlich höher als in Deutschland (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 15.1.2017.
Unia Schweiz > Nationalbank. Wechselkurs. Unia Schweiz, 2017-01-15.
Ganzer Text
15.12.2016 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Volltext
Wechselkurs
Abenteuerlicher Kurswechsel der Nationalbank. SGB-Kommentar zur geldpolitischen Lagebeurteilung der SNB. Der Franken ist nach wie vor stark überbewertet. Die Beschäftigung stagniert (Vollzeitäquivalente). In der Exportwirtschaft geht sie sogar zurück. Die Konsumenten- und Produzentenpreise sinken. Abwärtstendenzen gibt es auch bei den Mietüberbauungen. Die Kapazitäten der Schweizer Wirtschaft sind unterausgelastet. In dieser Situation bräuchte unser Land eine expansive Geldpolitik. Wegen dem überbewerteten Franken sind die monetären Bedingungen jedoch ausgesprochen restriktiv. Dazu kommt die Unsicherheit in Bezug auf den Wechselkurs. Niemand weiss, ob die SNB in Zukunft weitere Aufwertungen zulassen wird oder nicht. Anlass zur Sorge gibt der Kurswechsel der SNB, neu die „gesamte Währungssituation" zu berücksichtigen. Die SNB hat sich in der Vergangenheit vernünftigerweise an der Währung des bedeutendsten Handelspartners, dem Euro bzw. zuvor der D-Mark, orientiert. Die Geldpolitik war zielorientiert und berechenbar. Geldpolitische Abenteuer mit einer Berücksichtigung des Dollars etc. sind ineffizient. Denn entweder entsteht Unklarheit, welche Kursziele die SNB genau verfolgt. Oder die SNB müsste einen Ausgleich zwischen den grossen Währungsräumen Euro und Dollar herstellen, was unsinnig ist. Die Frankenüberbewertung hat schmerzhafte Spuren hinterlassen. In der Exportwirtschaft sind Zehntausende von Arbeitsplätzen verschwunden. Seit Beginn der Aufwertung im Jahr 2008 gingen im Gastgewerbe und in der Industrie fast 10 Prozent der Stellen verloren. (…). Daniel Lampart.
SGB, 15.12.2016.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2016-12-15.
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15.09.2016 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Frankenüberbewertung bekämpfen – für unsere Löhne und Arbeitsplätze! Der SGB zur SNB-Lagebeurteilung. Der Franken ist nach wie vor stark überbewertet. Die Arbeitslosigkeit steigt (saisonbereinigt). Die Kapazitäten der Schweizer Wirtschaft sind unterausgelastet. In dieser Situation bräuchte unser Land eine expansive Geldpolitik. Wegen dem überbewerteten Franken sind die monetären Bedingungen jedoch ausgesprochen restriktiv. Dazu kommt die Unsicherheit in Bezug auf den Wechselkurs. Niemand weiss, ob die SNB in Zukunft weitere Aufwertungen zulassen wird oder nicht. Die Frankenüberbewertung hat schmerzhafte Spuren hinterlassen. In der Exportwirtschaft sind Zehntausende von Arbeitsplätzen verschwunden. Seit Beginn der Aufwertung im Jahr 2008 gingen im Gastgewerbe und in der Industrie fast 10 Prozent der Stellen verloren. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie den Franken in der sehr kurzen Frist im Bereich von mindestens 1.10 Fr./Euro stabilisiert und danach rasch für einen angemessenen Wechselkurs sorgt, der der Schweiz nicht schadet. Darüber hinaus braucht es Vorkehrungen, mit denen wir unsere Löhne und Arbeitsplätze gegen Ausschläge auf den Devisenmärkten schützen können. Fast alle kleinen, offenen Volkswirtschaften auf der Welt tun das in irgendeiner Form. (…). Daniel Lampart.
SGB, 15.9.2016.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2016-09-15.
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16.06.2016 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Löhne
Volltext
Wechselkurs
Löhne und Arbeitsplätze schützen – Frankenaufwertung bekämpfen. SGB-Kommentar zur SNB-Lagebeurteilung. In den letzten Tagen hat sich der Franken in beunruhigendem Mass wieder aufzuwerten begonnen. Die Teuerung ist nach wie vor negativ. Die Arbeitslosigkeit steigt (saisonbereinigt). In der Exportwirtschaft sind in kurzer Zeit Tausende von Arbeitsplätzen verschwunden. Seit Beginn der Aufwertung im Jahr 2008 gingen im Gastgewerbe und in der Industrie fast 10 Prozent der Stellen verloren. Die Unsicherheit über die kommende Entwicklung des Frankens ist gross - namentlich im Vorfeld der Abstimmung im Vereinigten Königreich. Je nach Ausgang muss mit einem starken Aufwertungsdruck gerechnet werden. Zusammen mit den weiter bestehenden Fragezeichen zur konjunkturellen Entwicklung im Ausland wäre das Gift für die Schweizer Wirtschaft. Der Druck auf die Löhne und Arbeitsplätze würde weiter steigen. Der SGB erwartet von der SNB, dass sie den Franken in der sehr kurzen Frist im Bereich von mindestens 1,10 Fr./Euro stabilisiert und danach rasch für einen angemessenen Wechselkurs sorgt, der der Schweiz nicht schadet. Fast alle kleinen, offenen Volkswirtschaften auf der Welt schützen sich in irgendeiner Form gegen schädliche Wechselkursausschläge. In der Vergangenheit hat das auch die Nationalbank meist getan. Zwischen 1978 und Ende 2009 zunächst gegenüber der Deutschen Mark explizit (80 Rp./DM) und später gegenüber dem Euro implizit. Das wirksamste Instrument ist ein expliziter (…). Daniel Lampart.
SGB, 16.6.2016.
Personen > Lampart Daniel. Wechselkurs. Löhne. SGA, 2016-06-16.
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17.03.2016 Schweiz
Personen
Regierung Schweiz
Work
Oliver Fahrni
Stellenabbau
Volltext
Wechselkurs
Ein Mann unter Druck. Frankenkrise: Darum mag Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann nichts tun. Der Unternehmer Peter Spuhler (SVP, Stadler Rail) kennt den Unternehmer Johann Schneider-Ammann (FDP, Ammann Group, zurzeit Wirtschaftsminister und Bundespräsident) schon ewig. Was Spuhler dem Bundesrat mitteilt, wenn sie telefonieren, wurde in einem Interview mit der „Schweiz am Sonntag“ kenntlich: „Irgendwann gehen die Lichter aus“, sagte der Bahnindustrielle. Das Problem ist der Franken. Eigentlich müsste er, so Spuhler, auf 1.27 für einen Euro stehen. Statt 1.10. Er ist also massiv überbewertet: „So etwas steht man ein, zwei Jahre durch“, warnt Spuhler. Nun dauert die Frankenkrise schon 15 Monate lang. Was dann viele Firmen tun, macht Spuhler klar: Bude zu, ab ins Euroland. 50‘000 Jobs hat die Aufwertung des Frankens durch die Nationalbank bereits gekostet, rechnet der Chefökonom des Gewerkschaftsbunds, Daniel Lampart, in einem Vergleich mit Deutschland vor. 20‘000 in der Industrie, 15‘000 im Gastgewerbe, 15‘000 im Detailhandel. Dies alles weiss Wirtschaftsminister Schneider-Ammann. Die Lage ist dramatisch. KMU brechen reihenweise zusammen. Dagegen schieben Anwälte und Beratungsbüros, die auf Auslagerungen spezialisiert sind, Sonderschichten, das sagen Insider. Denn die Konzerne investierten fast nur noch im Ausland. Und was tut da der besorgt blickende Schneider-Ammann? Er hält es, wie fast alle im Bundeshaus, mit der Mikado-Regel: Der erste, der sich bewegt, hat verloren. Als SP-Nationalrätin (…). Oliver Fahrni.
Work online, 17.3.2018.
Personen > Fahrni Oliver. Schneider-Ammann Johannes. Work online, 2016-03-17.
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29.01.2016 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Diskussion über SNB-Bilanz lenkt vom Überbewertungsproblem ab, wie Erfahrungen in anderen Ländern zeigen. Ende 2015 hat der Umfang der SNB-Bilanz ungefähr das Niveau des Schweizer BIP erreicht. Ursache dieser Entwicklung ist einerseits die Abwertung des Frankens (Fremdwährungsbestände sind in Franken ausgedrückt mehr wert) und andererseits die (unbekannte) Interventionsaktivität der SNB im Devisenmarkt. Fremdwährungsbestände in dieser Grössenordnung sind international gesehen nichts Aussergewöhnliches. Hongkong und Singapur, welche ihre Währungen an den Dollar bzw. an einen Währungskorb gekoppelt haben, weisen Fremdwährungsreserven von rund 130 Prozent bzw. 85 Prozent des BIP auf. Probleme ergeben sich dadurch nicht. In der Schweiz gibt der Bilanzumfang zu reden. Das ist grundsätzlich gut so. Denn unser Land leidet darunter, dass es im Gegensatz zu fast allen anderen Ländern kaum eine öffentliche Diskussion zur Geldpolitik gibt. Doch das Problem ist nicht die Grösse der Bilanz, sondern der überbewertete Franken, der wirtschaftlich grossen Schaden anrichtet. Überraschenderweise soll die UBS gemäss Medienberichten dennoch vor „enormen Risiken“ aufgrund des Umfang der SNB-Bilanz warnen. Genannt werden die Gefahr von Inflation und von Verlusten (negatives Eigenkapital). Diese Warnungen sind nicht nachvollziehbar. Denn der Franken ist stark überbewertet. (…). Daniel Lampart.
SGB, 29.1.2016.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 2016-01-29.
Ganzer Text
10.12.2015 Schweiz
Nationalbank
Personen
SGB
Daniel Lampart
Nationalbank
Volltext
Wechselkurs
Bisherige SNB-Strategie geht nicht auf - Mindestkurs nötig. SGB-Kommentar zur Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank. Der Schweizer Werkplatz und der Tourismus leiden immer mehr unter dem überbewerteten Franken. Die Arbeitslosigkeit steigt, die Wirtschaft stagniert und die Teuerung ist im Minus. Der Franken ist nach wie vor deutlich überbewertet, wie auch die Schweizerische Nationalbank SNB schreibt. Da es keine Untergrenze mehr gibt, sind erneute Aufwertungsschocks nicht ausgeschlossen. Angesichts dieser Situation ist der heutige Entscheid der SNB, die Geldpolitik unverändert zu belassen, nicht nachvollziehbar. Im September 2015 überschritt der Franken/Euro-Kurs die Marke von 1,10. Heute ist die Wechselkurssituation mit einem Kurs von 1,08 Fr./Euro wieder schwieriger als damals. Auch gegenüber den meisten anderen Währungen hat sich der Franken wieder aufgewertet. Die Negativzinsen und die Devisenmarktinterventionen der letzten Monate haben wohl eine noch stärkere Aufwertung verhindert. Doch 11 Monate nach der Aufhebung des Mindestkurses muss man konstatieren, dass sich die Hoffnung der SNB auf eine Frankenabwertung im Laufe von 2015 nicht realisiert hat. Die bisher ergriffenen geldpolitischen Massnahmen reichen nicht aus. Nach wie vor ist unklar, welches Ziel unsere Nationalbank mit welchen Instrumenten genau verfolgt. Der Franken muss der Schweiz nützen, nicht schaden. (…). Daniel Lampart.
SGB, 10.12.2015.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. SGB, 10.12.2015.
Ganzer Text
20.11.2015 Schweiz
Personen
Work
Ralph Hug
Stellenabbau
Volltext
Wechselkurs
Frankenkrise: Bündnis gegen Deindustrialisierung. Die Politik der. Nationalbank kostet immer mehr Stellen. Höchste Zeit, dass die Sozialpartner zusammenspannen. Den Unternehmern platzt der Kragen: Der Ypsomed-Gründer Willy Michel sagt, der Entscheid, den Mindestkurs von Fr.1.20 aufzugeben, sei „einer der grössten Fehlentscheide, welche die Nationalbank je getroffen hat“ („Sonntagszeitung“). Investor Michael Pieper bezeichnet die Aufhebung des Mindestkurses als „Katastrophe“ („Handelszeitung“). Und Möbelfabrikant Michael Girsberger warnt, die Lage in der Industrie sei „wesentlich gravierender als angenommen“ (NZZ). Doch die Wirtschaftsverbände schweigen. Swissmem, Economiesuisse und Arbeitgeberverband wehren jede Kritik an Nationalbankchef Thomas Jordan ab. Man müsse die Unabhängigkeit der Nationalbank (SNB) respektieren. So geht's nicht, finden die Delegierten des Industriesektors der Unia. Sie fordern die Arbeitgeber auf, gemeinsam von der SNB eine Abwertung des Frankens zu erzwingen. Unia-Industriechef Corrado Pardini: „Wir brauchen dringend eine Allianz für eine neue Geldpolitik.“ Das angestrebte Ziel: ein Bündnis der Sozialpartner zur Rettung des Werkplatzes Schweiz. Dass dieses unbedingt nötig ist, zeigt sich spätestens seit den Wahlen Mitte Oktober. Seither folgt Stellenabbau auf Stellenabbau. Rieter streicht 150 Jobs in Winterthur, die Bosch-Tochter Sia Abrasives 260 Arbeitsplätze in Frauenfeld. Und das sind längst nicht alle. Denn oft wird gar nicht (…). Ralph Hug.
Work, 20.11.2015.
Personen > Hug Ralph. Stellenabbau. Wechselkurs. Work, 20.11.2015.
Ganzer Text
19.11.2015 Schweiz
Arbeitslosigkeit
Personen
SGB
Daniel Lampart
Arbeitslosigkeit
Volltext
Wechselkurs
Schweiz hat höhere Erwerbslosenquote als Deutschland. Das hat es seit Menschengedenken noch nie gegeben: Deutschland hat neuerdings eine tiefere Erwerbslosenquote als die Schweiz. Das zeigen die neusten Zahlen des Bundesamtes für Statistik BFS. Vor allem ältere Semester dürften sich die Augen reiben. In den 1980er Jahren hatte die Schweiz immer eine Null bei der offiziellen Arbeitslosenquote. Deutschland und Frankreich kämpften hingegen mit Massenarbeitslosigkeit. Dass Deutschland die Schweiz überholt, wäre damals ein wirtschaftspolitischer Skandal gewesen. Diese Erwerbslosenzahlen sind am besten geeignet für einen internationalen Vergleich. Im Gegensatz zur Arbeitslosenstatistik des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco enthalten sie z.B. auch Ausgesteuerte. Die Zahlen beruhen auf einer Haushaltsbefragung und nicht auf den offiziell arbeitslos gemeldeten Personen. Die Umfrage wird überall nach den gleichen Kriterien durchgeführt. Was sind die Ursachen für diese Entwicklung? Erstens die extreme Frankenaufwertung seit Ausbruch der Finanzkrise - von über Fr. 1.60 pro Euro auf unter Fr. 1.10. Die Exportwirtschaft leidet. In der Schweizer Maschinenindustrie gingen über 10 Prozent der Stellen verloren. Die deutsche hingegen hat seit 2007 um 15 Prozent zugelegt. Zweitens die Schrumpfung des Bankensektors. (…). Daniel Lampart.
Work online, 19.11.2015.
Personen > Lampart Daniel. Arbeitslosigkeit. Wechselkurs. SGB, 19.11.2015.
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13.11.2015 Schweiz
Nationalbank
Personen
Unia Schweiz
Corrado Pardini
Nationalbank
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Wechselkurs
Ausserordentliche Delegiertenversammlung des Sektors Industrie. Unia-Delegierte fordern Nationalbank-Direktorium zum sofortigen Handeln auf. Die Unia-Delegierten des Industriesektors haben in einer Resolution eine breite Front gegen die Deindustrialisierung vorgeschlagen. Sie fordern die Arbeitgeber auf, gemeinsam den Druck auf die Schweizerische Nationalbank (SNB) zu erhöhen. Die Gewerkschaft erhält dafür Unterstützung von Dr. Bruno Müller-Schnyder, dem ehemaligen Berater der SNB. Die jüngste Entwicklung in der Industrie zeigt: Der Frankenschock entfaltet seine zerstörerische Wirkung. Die Exporte sind auf breiter Front eingebrochen. Allein im dritten Quartal 2015 schwanden die Exporte der MEM-Industrie um 9,1 Prozent, jene der Uhrenindustrie um 8,6 Prozent (in Werten). Die Arbeitslosenzahlen stiegen im Vergleich zum Vorjahr in der Metallindustrie um 22,6 Prozent, im Maschinenbau um 29,9 Prozent und in der Uhrenindustrie um 33,4 Prozent. Wegen des Frankenschocks findet eine Deindustrialisierung statt. Hausgemachte Krise. Diese Krise ist hausgemacht. Verantwortlich ist in erster Linie die Nationalbank. Mit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 hat sie eine fatale Entscheidung getroffen. Doch auch das SVP- und FDP-dominierte Parlament und der Bundesrat weigern sich bisher, die SNB an ihre Pflicht zu erinnern, eine Währungspolitik im Interesse des Landes zu betreiben. (…).
Unia Schweiz. Medienmitteilung, 13.11.2015.
Unia Schweiz > Nationalbank. Wechselkurs. Unia Schweiz, 13.11.2015.
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09.11.2015 Winterthur
Personen
Rieter AG
WOZ
Andreas Fagetti
Rieter AG
Stellenabbau
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Wechselkurs
Frankenschock und Stellenabbau. „Die halten uns wohl für Vollidioten“ Im Januar hob die Schweizerische Nationalbank den Euromindestkurs auf. Der Entscheid wirkt sich verheerend auf den Industriestandort Schweiz aus. Gegen 10‘000 Stellen gehen allein dieses Jahr verloren. Was Gewerkschaften, der Arbeitgeberverband und ein Direktbetroffener dazu sagen. Mehr als sechzig Firmen haben in diesem Jahr den Abbau von insgesamt gegen 10‘000 Stellen gemeldet. Rieter ist eine dieser Firmen. Im Oktober gab das einstige Winterthurer Traditionsunternehmen, das Textilmaschinen herstellt, den Abbau von 209 Stellen bekannt. Thomas D. arbeitet seit einigen Jahren in der Abteilung, die nun geschlossen und deren Arbeit ins Ausland ausgelagert werden soll. Er ist einer von 59 temporär Angestellten, die nach dem gegenwärtig laufenden Konsultationsverfahren wahrscheinlich gehen müssen - ohne Sozialplan. Wer Glück hat, wird in einer anderen Abteilung weiterbeschäftigt oder frühpensioniert. Thomas D. sitzt in seiner Stammbeiz. Ehe er zu einem Vorstellungsgespräch aufbricht, redet er mit der WOZ. Er findet es wichtig, dass man in dieser Angelegenheit nicht nur die Stimmen der Chefs in der Öffentlichkeit hört. (…). Andreas Fagetti.
WOZ, 5.11.2015.
Personen > Fagetti Andreas. Rieter AG. Stellenabbau. Frankenkurs. WOZ, 9.11.2015.
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17.09.2015 Schweiz
KMU
Personen
Work
Oliver Fahrni
KMU
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Wechselkurs
Der heimliche Abbau. Bis Ende Jahr wird der überbewertete Franken Hunderte von KMU in den Konkurs treiben. 1000 Millionen Dollar in 1000 Tagen soll der Energie- und Automatikkonzern ABB mit Sitz in Zürich einsparen. So verlangen es seine Besitzer. 5000 Arbeitsplätze wird das vernichten, etliche in Oerlikon ZH. Dem Konzern geht es gut: 2014 machte ABB 40 Milliarden Dollar Umsatz und 2,6 Milliarden Gewinn. Doch der neue Chef Ulrich Spiesshofer baut seit Herbst 2013 um. Grund: Die grossen Aktionäre, drei internationale Finanzfonds, wollen ABB zweiteilen. Als Vorwand dienen die Währungsturbulenzen. Ungewissheit auch über die 5500 Schweizer Arbeitsplätze des Technologiekonzerns Alstom. 420 Jobs im Bereich Gasturbinen wurden schon zum italienischen Ansaldo-Konzern verlagert. Bankanalysten befürchten nun, dass die Schweizer Standorte wegen des überbewerteten Frankens auf der Kippe stehen. Dutzende Unternehmen haben in diesem Jahr Schliessungen und Auslagerungen verfügt. Die Schweizer Industrie wird heimlich um- und abgebaut. Was da verharmlosend unter „Desindustrialisierung“ läuft, bedroht den Wohlstand aller: An der Industrie hängen, direkt und indirekt, rund 1 Million Arbeitsplätze, unter anderem im Dienstleistungssektor. Der wichtigste Antreiber des Um- und Abbaus ist der überbewertete Franken. 270 Firmen hatten bis im August schon Massnahmen wie Massenentlassungen und (…). Oliver Fahrni.
Work online, 17.9.2015.
Personen > Fahrni Oliver. ABB. Wechselkurs. Work online, 17.9.2015.
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20.08.2015 Rothenturm
Personen
SVP
Work
Oliver Fahrni
Betriebsschliessung
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Wechselkurs
Heisser Sommer. Editorial von Oliver Fahrni. Hinter dem Morgartenberg, in Rothenthurm SZ, hat der Frankenschock zugeschlagen, schlimmer als alle Habsburgerhorden 1315. Jetzt liegt die Möbelfabrik Karl Schuler siech im Sägemehl. 48 Arbeiter werden ohne Sozialplan entlassen. Nur: Im Dorf verleugnen sie die Geschichte. Denn hier wählt man SVP. Und der Frankenschock ist im Kern eine SVP-Rezession. Die Partei erzwang das Ende des Mindestkurses. Was nicht sein kann, darf nicht sein. So sieht’s aus in der inneren Schweiz. Wirtschaftsinstitute reden die Krise noch immer schön. Tag um Tag straft sie die Wirklichkeit stärker Lügen. Zuletzt traf es Arbonia Forster und ihre berühmten Ego-Kiefer-Fenster. 320 Stellen werden vom Bodensee und aus der Waadt in die Slowakei und nach Ostdeutschland ausgelagert. Gespräche mit der Gewerkschaft gab es nicht. Die Unia, in letzter Minute informiert, versucht sie doch noch zu erzwingen, um einen Teil der Entlassungen abzuwenden. Derweil hat Grossaktionär Michael Pieper das Ego im Keller. Wegen des Monsterfrankens verlor er mit seinen diversen Industriebeteiligungen ein paar Hundert Millionen Franken. Im Juni sprach Pieper von einem „Blutbad in der Exportwirtschaft“, in der „Sonntagszeitung“ sagte er: „Ab dem Sommer wird es heftig.“ Heftig ist es. Sagen die Arbeitgeber der Metall- und Maschinenindustrie (Swissmem): „Die Frankenstärke hinterlässt deutliche Spuren.“ (…). Oliver Fahrni.
Work online, 20.8.2015.
Personen > Fahrni Oliver. Wechselkurs. Wirtschaftskrise. Work online, 20.8.2015.
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03.07.2015 Schweiz
Gewerkschaftsbund ZH Kanton
Nationalbank
Personen
Daniel Lampart
Nationalbank
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Wechselkurs
Der Franken muss uns nützen, nicht schaden. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Vor etwas mehr als 5 Jahren - Ende 2009 - kostete der Euro 1.50 Franken. Niemand hätte gedacht, dass sich der Franken so stark aufwerten und im Jahr 2015 über längere Zeit unter 1.05 Franken/Euro verharren würde. Diese Erwartungen waren gut begründet. Denn die Schweizerische Nationalbank SNB pflegte den Frankenkurs zu steuern. Auch wenn sie das nicht immer klar zugab. Offiziell sagte sie, dass sie die Teuerung unter 2 Prozent hält. Doch in einem kleinen Land wie der Schweiz, das viele Produkte aus dem Ausland importiert, hängt die Teuerung stark vom Wechselkurs ab. Ohne Wechselkursstabilität gibt es keine Preisstabilität. Nahezu alle kleinen Länder kontrollieren ihren Wechselkurs. Die Benelux-Länder usw. haben den Euro. Dänemark ist an den Euro angebunden. Tschechien hat einen Mindestkurs zum Euro. Singapur orientiert sich an mehreren Währungen. In der Schweiz beeinflusste die SNB den Frankenkurs im Laufe der Zeit über verschiedene Instrumente. 1978 führte sie gegenüber der D-Mark eine Untergrenze von 80 Rappen ein. Nach der Einführung des Euro im Jahre 1999 verteidigte sie stabile Untergrenzen von 1.50 und 1.45 Franken/Euro über Zinssenkungen. Erst als sie Ende 2009 bei einem Kurs von 1.50 Franken/Euro sagte, dass sie eine Aufwertung zulassen würde, brachen alle Dämme. Der Franken wertete sich bis im August 2011 auf fast 1:1 auf. Es brauchte den Mindestkurs von 1.20 Franken/Euro. (…). Daniel Lampart, SGB-Chefökonom.
GBKZ, 3.7.2015.
Personen > Lampart Daniel. Nationalbank. Wechselkurs. GBKZ, 3.7.2015.
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