Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 56

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14.05.2019 Zürich
Goger-Swiss AG
Unia Zürich

Goger-Swiss AG
Strafanzeige
Volltext
Lohnschutz im Kanton Zürich nicht gewährleistet. Die Firma Goger war für viele Jahre einer der grössten Anbieter von Gipserarbeiten auf dem Platz Zürich und hat an diversen Prestigeobjekten wie dem Toni-Areal oder dem FIFA-Museum gearbeitet. Mittlerweile laufen gegen die Verantwortlichen diverse Untersuchungen wegen gewerbsmässigem Betrug, Urkundenfälschung, Lohn- und Mietwucher und Wettbewerbsdelikten. Allerdings hatte das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit Graubünden (KIGA) schon im November 2011 das Zürcher Amt für Wirtschaft und Arbeit (AWA) über einen „erhärteten Verdacht“ informiert, wonach die Swiss Goger AG „gegen das Arbeitslosenversicherungsgesetz verstossen hat, gegen ausländerrechtliche Bestimmungen verstösst, gegen GAV-Bestimmungen (Mindestlöhne) verstösst sowie evtl. gegen das Sozialversicherungs- und Quellensteuergesetz verstösst.“ Trotz expliziter Aufforderung zum Handeln wurde der Kanton Zürich erst Jahre später aktiv. In der Zwischenzeit hatte das Unternehmen seine Arbeitnehmenden um mehrere Millionen Franken geprellt. „Sehr fragwürdig ist auch, dass die SVA Zürich der Swiss Goger AG im April 2012 bescheinigte, die in Rechnung gestellten Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge stets fristgerecht gezahlt zu haben. Dabei war es in den Jahren zuvor immer wieder zu Mahnungen und Betreibungsbegehren gekommen“, hält GBKZ-Präsident und AL-Kantonsrat Markus Bischoff fest. Doch Bischoff – der heute im Zürcher Kantonsrat eine entsprechende Fraktionserklärung von AL und SP vorgetragen und die beiliegende Interpellation eingereicht hat – kritisiert noch einen (…).
GBKZ, 14.5.2019.
Gewerkschaftsbund ZH Kanton > Goger-Swiss AG. Betrug. GBKZ, 2019-05-14.
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08.05.2019 Zürich
Goger-Swiss AG
Unia Zürich

Goger-Swiss AG
Lohndumping
Volltext
Unia deckt in Zürich grössten Lohndumpingfall Europas auf. Die Unia hat lange allein gegen massives Lohndumping bei der Goger-Swiss AG gekämpft. Jahre später ist klar: Wir hatten auf ganzer Linie Recht! Alle haben es gewusst – die Arbeitnehmenden auf den Baustellen, die Unia, die Konkurrenten von Goger und auch die meisten Auftraggeber: Die Goger-Swiss AG hat bei den Löhnen massiv beschissen. Fast durchgekommen mit dem Beschiss. Aber die bestehenden Mitteln reichten gegen die Machenschaften von Goger nicht aus; und da wo mehr möglich gewesen wäre, haben die Verantwortlichen weggeschaut. Statt dem Lohndumper Goger wurde die Unia bekämpft und kriminalisiert. Fazit: Die um Zehntausende Franken geprellten Arbeiter sahen bis heute keinen müden Rappen. Und fast wäre Kurt Goger mit dem grössten Beschiss in der Geschichte der flankierenden Massnahmen durchgekommen. Arbeitnehmende um bis zu 10 Millionen betrogen. Erst eine detaillierte Kontrolle und unzählige Verfahren beweisen, dass die Unia auf der ganzen Linie Recht hatte! Die Goger-Swiss AG verantwortet den mit Abstand grössten Lohndumpingfall auf dem Platz Zürich. Um bis zu 10 Millionen hat die Goger-Swiss AG ihre Arbeitnehmenden betrogen. Toni Areal, Fifa Museum, Tic Tric Trac etc. Die Gipserfirma Goger Swiss-AG unter der Leitung von Kurt Goger ergatterte seit 2012 auf dem Platz Zürich zahlreiche Aufträge - notabene auf fast allen grossen Baustellen, wie z.B. Toni Areal, Fifa Museum, Tic Tric Trac etc. Seither hat die Goger-Swiss AG ihre Arbeitnehmenden um die bis zu 10 Millionen betrogen. Beschissen wurde, wo es nur ging: (…).
Unia Zürich, 8.5.2019.
Unia Zürich > Goger-Swiss AG. Lohndumping. Unia Zürich, 2019-05-08.
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05.04.2019 ZH Kanton
Personen
SVP
Unia Zürich
Lorenz Keller
Lohnschutz
SVP
Volltext
Löhne schützen, nicht Grenzen. Gewerkschaftliche Gedanken in der P.S. Beginnen wir dort, wo wir uns alle einig sind: Eine Annahme der SVP-Kündigungsinitiative wäre verheerend und würde den bilateralen Weg mit der EU beenden. Die ganze Debatte um das Rahmenabkommen könnten wir uns dann schenken. Die Gewerkschaften stehen für die Personenfreizügigkeit ein. Sie ist ein Grundrecht und verhindert Diskriminierungen. Aber wir bestehen auch darauf, dass die Freiheit mit starken Arbeitnehmerrechten verbunden wird. Das Prinzip „gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort muss durchgesetzt werden können. Den Arbeitnehmenden auf Baustellen, in Zulieferbetrieben oder im prekarisierten Teil des Dienstleistungssektors, wo Bschiss, Dumping und Tiefstlöhne an der Tagesordnung sind, müssen wir nicht erklären warum. Für diese Beschäftigten sind Lohndruck und Existenzängste real. Und diese öffnen Rechtspopulisten Tür und Tor. Die Frage, ob die Schweiz die Personenfreizügigkeit mit einem glaubwürdigen und wirksamen Lohnschutz verbinden kann, ist darum nicht nur sozial- sondern auch europapolitisch zentral. Deswegen verträgt es keine Kompromisse, wenn es um die Sicherstellung von gesamtarbeitsvertraglichen oder branchen- und ortübliche Löhne geht. Und damit kommen wir zur Kernfrage: Was für eine Schweiz wollen wir? Eine Schweiz der Mauern der SVP? Oder eine offene und soziale Schweiz? Gewerkschafter*innen und Progressive in ganz Europa verstehen, dass diese Fragen unweigerlich mit dem Lohnschutz verknüpft ist und unterstützen uns deshalb in (…). Lorenz Keller. 
GBKZ, 5.4.2019.
Personen > Keller Lorenz. Lohnschutz. SVP. GBKZ, 2019-04-05.
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18.12.2018 Zürich
Löhne
Unia Zürich

Baugewerbe
Lohnnachzahlung
Volltext
Lohndumping auf der Baustelle Europaallee. Über 100'000 Franken Lohnnachzahlung. Eine Gruppe von Plattenlegern arbeitete seit Juli auf der Baustelle Europaallee beim Subunternehmer einer Plattenleger Firma. Lohn bekamen sie fast keinen. Sie wurden dazu gezwungen, Dokumente zu fälschen, damit das Lohndumping nicht auffällt. 3‘500 Franken netto im Monat wurde den elf Arbeitern in Italien für die Arbeit in einem Subunternehmen in der Schweiz versprochen. Statt den vollen Lohn erhielten sie jedoch monatelang nur kleinere Barzahlungen ohne Quittung. Als diese Taktik den Chefs wegen allfälligen Kontrollen zu heikel wurde, erschlichen diese sich mit einem miesen Trick vordergründig korrekte Lohnausweise: Den Plattenlegern legten sie die Zahlungsanweisung der Bank jeweils als Beweis vor, dass die Löhne überwiesen würden. Nachdem die Arbeiter die entsprechenden Lohnausweise als Quittung unterschrieben hatten, stornierten sie die Zahlungen wieder. Lohnnachzahlung noch vor Weihnachten. Nach einer Intervention der Gewerkschaft Unia hat die Generalunternehmung Porr die Verantwortung übernommen und schnell dafür gesorgt, dass dieser für die Branche leider typische Fall von Lohndumping gelöst werden konnte. Die Betroffenen werden bis Ende dieser Woche ausstehende Gehälter in der Höhe von total über 100‘000 Franken ausbezahlt erhalten und freuen sich, doch noch ein schönes Weihnachtsfest verbringen zu können. Ab sofort sind sie auch direkt von der Schweizer Plattenleger Firma angestellt, und nicht mehr über ein Subunternehmen. (...). Unia Zürich, 18.12.2018.
Unia Zürich > Lohnnachzahlung. Subunternehmen. Unia Zürich, 2018-12-18.
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02.11.2018 Zürich
Unia Zürich

Bauarbeiter
Protest-Kundgebung
Volltext
Kampf um Landesmantelvertrag, Frühpensionierung und Lohn. Einladung: Höhepunkt der Protesttage der Bauarbeiter in Zürich. Sehr geehrte Medienschaffende. Es wird die wohl grösste Bauarbeiter-Mobilisierung seit mehr als zehn Jahren sein, die am Dienstag, den 6. November, mit einem Protesttag in Zürich ihren vorläufigen Höhepunkt findet. Tausende von Bauarbeitern haben in den letzten Tagen in der ganzen Schweiz die Arbeit niedergelegt und werden sie am Dienstag in Zürich noch niederlegen. Sie wehren sich für die Rente mit 60 und ihren Gesamtarbeitsvertrag (siehe Kasten). Wir laden Sie ein, am Protesttag der Bauarbeiter dabei zu sein: Protesttag der Bauarbeiter in Zürich, Dienstag, 6. November, 13.00 Uhr, Rudolf-Brun-Brücke, Zürich. An einem Point de Presse während der Demonstration der Bauarbeiter, informieren die Gewerkschaften Unia und Syna über die aktuelle Situation, die Hintergründe und die Aktivitäten der Bauarbeiter. Es informieren: Nico Lutz, Sektorleiter Bau, Mitglied der Geschäftsleitung Unia, Guido Schluep, Branchenleiter Bau Syna, Lorenz Keller, Regioleiter Unia Zürich, Michele Aversa, Regionalsekretär Syna Zürich. (…).
Unia Zürich, Medieneinladung, 2.11.2018.
Unia Zürich > Bauarbeiter. Protestaktion. Unia Zürich, 2018-11-02.
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28.04.2017 Uster
Personen
Unia Zürich
Michael Stötzel
Lohnnachzahlung
Maler und Gipser
Volltext
Unia wehrt sich für Löhne von italienischen Gipsern. Sie wussten nicht malt wer ihr Chef ist. Ende Mai vertritt die Unia vor dem Zürcher Arbeitsgericht Lohnklagen von italienischen Gipsern. Zuerst musste sie allerdings ermitteln, wen sie eigentlich belangen könne. Es habe eine Zeit gedauert, bis sie die Geschichte der insgesamt 30 italienischen Gipser überhaupt verstanden habe, sagt Andreia Teixeira, Rechtsberaterin bei der Zürcher Unia: „Die Männer wussten nicht mal genau, bei wem sie angestellt waren.“ Zum Beispiel Antonio Greco*, Mitte 50. Er hatte in seiner Heimat 22 Jahre in einer Fabrik für Baumaterialien gearbeitet. Dann schloss die Firma. Deshalb griff er sofort zu, als er 2015 über einen Bekannten das Angebot erhielt, in Uster ZH für die Firma Viaro als Gipser zu arbeiten. Zwar verstand er kein Wort Deutsch, aber sein Chef Vincenzo Vasile war Italiener, wie die meisten seiner 50 Kollegen auch. Gipser Greco: „Die Arbeit gefiel mir, obschon sie körperlich anstrengend war.“ Doch bald kamen die Löhne nur noch unregelmässig. Und dann eröffnete Chef Vasile den Gipsern, dass sie zwar weiter für ihn arbeiten könnten, aber nicht mehr bei ihm, sondern bei verschiedenen Temporärbüros angestellt seien. Tatsächlich änderte sich vorerst nur eins: Die Löhne kamen wieder pünktlich. Für die Männer schien alles in Ordnung. Bis zum Sommer letzten Jahres. Offenbar war Vasile mit seiner Firma Viaro nicht wieder auf den grünen Zweig gekommen. Seine „Lösung“: Er suchte sich andere Temporärbüros für seine Angestellten. (…). Michael Stötzel.
Work, 28.4.2017.
Personen > Stötzel Michael, Gipser. Lohnnachzahlung. Work, 2017-04-28.
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07.10.2016 Schweiz
Personen
Unia Zürich
Work
Marie-Josée Kuhn
Sexuelle Belästigung
Unia Schweiz
Volltext
„Nichts, das auf ein Fehlverhalten der Leitung hinweist“. „Fall Burger“: Arbeitsrechtsprofessor Thomas Geiser zum Vorgehen der Unia. In einem brisanten Gutachten kommt der renommierte Arbeitsrechtler Thomas Geiser zum Schluss, dass die Unia im „Fall Burger“ korrekt vorgegangen sei. Die Frage, die der Arbeitsrechtsprofessor Thomas Geiser von der Uni St. Gallen im Auftrag der Unia zu klären hatte, lautet: Hat die Unia bzw. Nico Lutz bei diesem regionalen Konflikt die reglementarischen Verfahrensabläufe eingehalten? Die Rede ist von der Klärung der Vorfälle in der Unia-Region Zürich-Schaffhausen. Gegen ihren Leiter, Roman Burger, hatten zwei seiner Mitarbeiterinnen Anschuldigungen wegen sexueller Belästigung erhoben. Am 24. April wurde Nico Lutz über die Vorwürfe informiert. Dieser sitzt in der nationalen Geschäftsleitung der Unia und ist für die Zürcher Region zuständig. Vier Tage später erteilte Lutz der externen Firma BeTrieb den Auftrag, eine Untersuchung durchzuführen. Diese lieferte am 8. August ihren Bericht ab und bestätigte die sexuelle Belästigung durch Burger in einem Fall. In einem zweiten Fall wurden die Vorwürfe nicht bestätigt. Und BeTrieb gab die Empfehlung ab, den fehlbaren Regiochef zu ermahnen und, sollte sich sein Führungsverhalten nicht verbessern, eine Verwarnung auszusprechen und anschliessend allenfalls die Kündigung. Am 17. August beschloss die Unia-Geschäftsleitung, sämtliche von BeTrieb vorgeschlagenen Massnahmen umzusetzen. Sie eröffnete die Ergebnisse den Beteiligten am 22. und 23. August. Schlag auf Schlag. Dann überstürzten sich die Ereignisse. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work, 6.10.2016.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Unia Zürich. Sexuelle Belästigung. Work, 2016-10-07.
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07.10.2016 Schweiz
Personen
Unia Zürich
Work
Sabine Reber
Interview
Sexuelle Belästigung
Unia Schweiz
Volltext
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz. „Fall Burger“. Rechtsanwältin Monika Hirzel rät: „Nach aussen sollte möglichst nichts gehen“. Die Privatsphäre von Mitarbeitenden muss unbedingt geschützt werden. Wenn sie Opfer sexueller Belästigungen sind, umso mehr, sagt Monika Hirzel von der Konfliktberatungsfirma BeTrieb, die auch den „Fall Burger“ untersucht hat. Work: Monika Hirzel, was ist eigentlich sexuelle Belästigung? Monika Hirzel: Die Definition steht im Artikel 4 des Gleichstellungsgesetzes: jede Handlung mit sexuellem Bezug, die von der betroffenen Person unerwünscht ist. Diese kann mit Worten, Gesten oder Taten ausgeübt werden. Wie sind die Sanktionen für welche Übergriffe am Arbeitsplatz? Sie können je nach Schwere des Vergehens bei einer simplen Entschuldigung beginnen und bis hin zur fristlosen Kündigung reichen. Man muss jeden Fall konkret anschauen. Es kommt nicht nur auf die Art der Belästigung an, sondern auf den Kontext. Da spielt es eine Rolle, ob Kollegen, Vorgesetzte oder Unbekannte involviert sind. Die Frage ist letztlich, wie etwas bei der betroffenen Person ankommt. Schon ein an sich harmloses Kompliment kann jemandem unangenehm sein. Darf man denn im Arbeitsleben überhaupt noch Komplimente machen? Klar, die meisten Leute freuen sich darüber. Aber wenn einer Person Komplimente unangenehm sind, dann hat sie das Recht und auch die Pflicht, sich abzugrenzen. Was für die einen eine harmlose Bemerkung ist, kann für andere schon sehr störend sein. Bei Belästigungsfällen zählt das individuelle Empfinden. Im Umgang miteinander sind etwas Gespür und gesunder Menschenverstand gefragt. (…). Sabine Reber, Interview.
Work, 7.10.2016.
Personen > Reber Sabine. Unia Zürich. Sexuelle Belästigung. Work, 2016-10-07.
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16.09.2016 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Unia Zürich
Vania Alleva
Roman Burger
Entlassung
Sexuelle Belästigung
Volltext
Unia-Führungskultur: Vania Alleva nimmt Stellung. Vania Alleva erläutert mehrere Sofortmassnahmen. Aufgrund zahlreicher Vorwürfe von Mitarbeiterinnen und Medienberichten über Konflikte in der Unia-Region Zürich Schaffhausen hat Unia-Präsidentin Vania Alleva heute an einer Medienkonferenz Stellung bezogen. „Was den beiden Kolleginnen in der Unia Region Zürich Schaffhausen passiert ist, erschüttert mich und tut mir unendlich leid“, sagte Vania Alleva. „Wir müssen unsere Mitarbeiterinnen besser vor sexueller Belästigung schützen“, betonte sie. „Sexuelle Belästigung tolerieren wir nicht.“ Die Unia stelle sich den von Mitarbeiterinnen und Personalvertretungen aufgeworfenen, gravierenden Kritik und werde den Problemen über den konkreten Fall hinaus auf den Grund gehen. „Das hat viel mit der Führungskultur zu tun. Hier müssen wir über die Bücher“, betonte Vania Alleva. Sofortmassnahmen beschlossen. Vania Alleva erläuterte ausführlich mehrere Sofortmassnahmen, welche die Unia-Geschäftsleitung am Abend zuvor an einer Sondersitzung beschlossen hatte: (…). Vania Alleva.
Unia Schweiz, 16.9.2016.
Personen > Alleva Vania. Sexuelle Belästigung. Entlassung. Unia Schweiz, 2016-09-16.
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16.09.2016 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Unia Zürich
Roman Burger
Entlassung
Geschäftsleitung
Sexuelle Belästigung
Volltext
Unia-Geschäftsleitung zum Rücktritt von Roman Burger: „Ein richtiger Schritt“. Im vergangenen April haben zwei Mitarbeiterinnen der Unia-Region Zürich Vorwürfe gegen den Regioleiter Roman Burger erhoben. Unverzüglich erteilte die nationale Geschäftsleitung (GL) den Auftrag, diese durch eine unabhängige und neutrale Fachstelle abklären zu lassen. Diese stellte in einem Fall eine sexuelle Belästigung im Rahmen eines Austausches von SMS-Textnachrichten fest und formulierte in einem Bericht Massnahmenempfehlungen. Die nationale GL beschloss, alle empfohlenen Massnahmen umzusetzen, mit dem Ziel, für alle Beteiligten eine Perspektive der Weiterarbeit in der Region zu bieten. Dies haben wir den Betroffenen eröffnet und den Mitarbeitenden der Region und dem Regiovorstand kommuniziert. Seither hat sich gezeigt, dass dieses Ziel mit den beschlossenen Massnahmen nicht zu erreichen ist. Eine Situation, in der die betroffenen Frauen aufgrund der Tatsache, dass Roman Burger weiter in der Region arbeitet, keine Perspektive sehen, war sowohl für ihn als auch für die Unia keine Möglichkeit. Darum sind wir übereingekommen, dass ein Rücktritt der richtige Schritt sei. Die betroffenen Mitarbeiterinnen haben die Möglichkeit, in der Unia weiterzuarbeiten. (…).
Die Geschäftsleitung der Gewerkschaft Unia.
Work, 16.9.2016.
Unia Schweiz > GL. Sexuelle Belästigung, Entlassung., Work, 2016-09-16.
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15.09.2016 Schweiz
Personen
Unia Schweiz
Unia Zürich
WOZ
Roman Burger
Entlassung
Sexuelle Belästigung
Volltext
Krise bei der Unia. Und für einmal hält das Schweigen nicht. Sexuelle Belästigung, Affären mit Untergebenen, sektiererische Methoden: Wie es zum Abgang des Leiters der Unia Zürich kam – und wieso die grösste Gewerkschaft des Landes ein massives Problem mit ihrer Betriebskultur hat. Roman Burger hatte Macht. Die Zürcher Bauunternehmer fürchteten ihn. Und er schaffte es, Arbeitskämpfe zu einem medialen Ereignis zu machen. Am Donnerstag letzter Woche trat Burger, Regionalleiter der Unia Zürich-Schaffhausen, zurück. In einem internen E-Mail an die Belegschaft sprach er von einer schwierigen Position, in der sich die regionale Unia befinde: „Dies ist zu einem erheblichen Teil auf persönliche Verhaltensfehler von mir zurückzuführen. Mit einem unangemessenen Austausch von SMS-Textnachrichten habe ich als Vorgesetzter eine Grenze überschritten. Das tut mir leid, und dafür gibt es keine Rechtfertigung.“ Am selben Tag verschickte die Unia eine Medienmitteilung, in der sie den Abgang bestätigte und von einem „Austausch von SMS-Textnachrichten“ sprach, „der von einer Mitarbeiterin als sexuelle Belästigung empfunden“ worden sei. Roman Burger, eine gewerkschaftliche Lichtgestalt, ist plötzlich weg. Was ist passiert? Die WOZ hat mit einem Dutzend ehemaligen und aktiven Unia-MitarbeiterInnen gesprochen. Die Wut darüber, was in den letzten Wochen und Monaten geschehen ist, ist gross. Manche von ihnen waren bereit, mit Namen hinzustehen, andere nicht. Wir haben uns entschieden, die Namen zu anonymisieren, um alle zu schützen. (…). Interview: Dinu Gautier, Susan Boos. Mitarbeit: Carlos Hanimann.
WOZ, 15.9.2016.
WOZ > Unia Zürich. Sexuelle Belästigung. Entlassung. WOZ, 2016-09-15.
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05.11.2015 Zürich
Personen
Unia Zürich
Sandra Ferreira
Bauarbeiter
Landesmantelvertrag
Volltext
Bauarbeiter sind bereit, für einen neuen LMV zu kämpfen. Protestaktion: Dienstag. 10. November 2015.Zürich Helvetiaplatz. Beim Einbiegen auf den Vorplatz der Baustelle erweist sich die braune Pfütze doch einiges tiefer als vermutet. Als das Vorderrad des Unia-Autos im Nass versinkt, neigt sich alles nach links. Ich stosse mich mit dem Arm an der Schulter meines Kollegen. „Letztes Mal war das Loch noch nicht da“, sagt dieser und grinst. Einen kleinen blauen Fleck an meinem Arm nehmen ich als Erinnerung an die Baustelleneinfahrt mit. Vor einer Woche waren wir bereits auf dieser Baustelle in Schwammendingen, um die Kollegen über die Erneuerung ihres Gesamtarbeitsvertrags, den LMV, und einen Lohndumping-Vorfall, der sich dort ereignet hatte, aufzuklären. Beim Lohndumping ging es um Eisenleger, die nur 11 Franken Stundenlohn bekamen, obschon sie mehr als das Doppelte zugute gehabt hätten. Den meisten Arbeitern ist bewusst, dass Lohndumping mittlerweile ein sehr ernst zu nehmendes Problem geworden ist. Immer wieder tauchen Fälle auf, bei denen Gipser, Maler und Eisenleger zu Löhnen arbeiten, die weit unter den vorgeschriebenen Mindestlöhnen der Branche liegen. Doch die Vertreter von Politik und Verwaltung reden das Problem klein. Man merkt, dass diese Leute kaum je eine Baustelle betreten haben. Die Realität sieht anders aus. Vielen Bauarbeitern ist klar, dass nur ein LMV mit guten Mindestlöhnen, dessen Einhaltung auch entsprechend kontrolliert wird, sie schützt. (…). Sandra Ferreira, Mitarbeiterin Bau-Team Unia Zürich. .
Unia Zürich-Schaffhausen. Datum: 5.11.2015.
Unia Zürich-Schaffhausen > Bauarbeiter. LMV. Protestversammlung. Unia Zürich, 5.11.2015.
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03.11.2015 Zürich
Löhne
Rheintal Gips+Fassade AG
Unia Zürich

Lohndumping
Rheintal Gips+Fassade AG
Volltext
Gravierende Lohndumping-Fälle auf Winterthurer Baustelle. Die Credit Suisse als Bauherrin steht in der Kritik: Auf ihrer Baustelle in Winterthur wurden Vorwürfe des Lohndumpings laut. Aufgrund des Verdachtes auf Lohndumping hat die Unia Zürich-Schaffhausen letzte Woche die Credit-Suisse-Baustelle „Roy“ in Oberwinterthur für rund zwei Stunden eingestellt. Im Verdacht steht die Gipserfirma Rheintal Gips+Fassade aus Au (SG). Sie soll über eine deutsche Tochterfirma Gipser als Scheinselbstständige angestellt haben. Die Beschäftigten mussten sechs Tage in der Woche bis zu zehn Stunden arbeiten - und das zu einem viel tieferen Lohn als im Gesamtarbeitsvertrag vorgeschrieben. Schuften für bis zu 12 Euro pro Stunde. Doch das ist noch nicht alles: Bei der Einstellung der Baustelle kam ein weiterer Lohndumping-Fall ans Licht. Dabei steht ein anderes Unternehmen im Verdacht, ihren Angestellten gerade mal 8 bis 12 Euro pro Stunde zu bezahlen. Sie erhielten durch das Unternehmen gefälschte Lohn-Formulare, welche sie im Falle einer Kontrolle vorweisen sollten. Bauherrin überprüft Kritik. (…).
Unia Zürich-Schaffhausen, 3.11.2015.
Unia Zürich-Schaffhausen > Rheintal Gips+Fassade AG. Lohndumping. Unia Zürich, 3.11.2015.
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19.06.2015 Schweiz
Personen
Unia Zürich
Ralph Hug
Fachstelle Risikoanalyse
Volltext
Fachstelle Risikoanalyse: Deshalb macht Bauriese Allreal mit. „Wir wollen kein Lohndumping auf unseren Baustellen". Bei den Baumeistern verpönt, beim Generalunternehmer Allreal geschätzt: die Zürcher Fachstelle, die recherchiert, ob eine Baufirma sauber arbeitet. Seit anderthalb Jahren blockt der Baumeisterverband (SBV) gewerkschaftliche Bemühungen ab, Lohndumping in den Griff zu bekommen. Noch im Herbst 2013 dachten die Sozialpartner darüber nach, wie faires Bauen zu garantieren sei. Die gemeinsame Arbeitsgruppe schlug vor, ein Register der korrekten Firmen aufzubauen, das Lohndumping verhindern soll. Die Vizedirektoren des Baumeisterverbandes, Heinrich Bütikofer und Patrick Hauser, unterstützten diese Idee. Ihre Unterschrift im Schlussbericht der Arbeitsgruppe war noch feucht, als aus der SBV-Zentrale das schroffe Nein kam. Direktor Daniel Lehmann, als Hardliner bekannt, beschied Unia-Bauchef Nico Lutz im Dezember 2013 brieflich: „Der Zeitpunkt für gemeinsame Massnahmen ist momentan ungünstig.“ Die Absage des Baumeisterverbandes änderte allerdings nichts am realen Bedarf nach wirksamen Mitteln gegen Lohndumping. Die Unia-Region Zürich-Schaffhausen schuf dann eine Fachstelle Risikoanalyse. (…). Ralph Hug.
Work, 19.6.2015.
Personen > Hug Ralph. Fachstelle Risikoanalyse. Work, 19.6.2015.
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15.06.2015 Zürich
Baumeisterverband
Unia Zürich

Baumeisterverband
Hausfriedensbruch
Volltext
Freispruch für Gewerkschaftsmitarbeiterin: Gericht bestätigt erneut das Zutrittsrecht von Gewerkschaften zum Arbeitsplatz. Die Geschichte ist typisch: Im Winter 2012 wollte eine Baumeisterfirma verhindern, dass MitarbeiterInnen der Unia eine Baustelle in Zürich Schwamendingen betraten. Die Unia-SekretärInnen wollten sich ein Bild über die Arbeitssicherheit aufgrund Schnee und Eis machen. Statt das Problem zu lösen, versuchte die Firma die Gewerkschaft zu kriminalisieren. Das Bezirksgericht Bülach hat nun die betroffene Gewerkschafterin am Freitag freigesprochen. Der Fall reiht sich ein in eine Serie von Freisprüchen bezüglich des Zutrittsrechts von Gewerkschaften. Es zeigt, dass die Gewerkschaften Zutritt zum Arbeitsplatz brauchen, um ihre Arbeit ausführen zu können. Der Landesmantelvertag des Bauhauptgewerbes (LMV) regelt das Vorgehen bei Schlechtwetter. So soll bei gesundheitsgefährdenden Arbeiten die Arbeit eingestellt werden. Im eisig kalten Winter 2012 gelangte eine Gruppe Bauarbeiter auf einer Zürcher Baustelle deshalb an die Unia. Die Arbeit auf ihrer Baustelle war äusserst gefährlich, da Eis und Schnee auf den Gerüsten lag und eine erhebliche Rutschgefahr bestand. (…).
Unia Zürich, Medienmitteilung, 15.6.2015.
Unia Zürich > Hausfriedensbruch. Baumeisterverband. Unia, 15.6.2015.
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19.03.2015 Zürich
Gipsermeister-Verband
Personen
Unia Zürich
Roman Burger
Marco Geissbühler
Gipsermeister-Verband
Lohndumping
Volltext
Unia-Mann Roman Burger: „Eine Seuche“. Lohndumping sei Alltag geworden, sagt der Regioleiter der Unia Zürich, Roman Burger. Verheerend. Interview: Marco Geissbühler. Work: Roman Burger, Sie decken derzeit fast täglich einen Lohnskandal auf. Genügen die offiziellen Kontrollen nicht? Roman Burger: Nein, denn die Dumpingfirmen haben sich wunderbar mit einem schwerfälligen System arrangiert. Sie wissen genau, wie sie es unterlaufen können. Sie präsentieren zum Beispiel gefälschte Unterlagen oder bauen komplizierte Firmengeflechte mit Briefkastenfirmen auf. Die Kontrolleure auf den Baustellen haben wohl oft das Gefühl, es stimme etwas nicht. Aber ihnen fehlen die Mittel, um wirklich intervenieren zu können. Firmen, die mit krimineller Energie Lohndumping betreiben, machen ihnen so eine lange Nase. Was wäre denn ein Gegenmittel? (…).
Marco Geissbühler.
Work online, 19.3.2015.
Personen > Burger Roman. Lohndumping. Interview. Work, 19.3.2015.
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04.03.2015 Zürich
Bauhauptgewerbe
Unia Zürich

Baugewerbe
Lohndumping
Volltext
Lohndumping auf mehreren Baustellen in Zürich. In den letzten Tagen stellte die Unia Zürich mehrere Baustellen aufgrund von Lohndumping ein. Bei allen eingestellten Baustellen zeichnet sich dasselbe Muster ab. Über komplizierte Subunternehmerketten wird versucht, Lohndumping zu vertuschen. Die Fälle der letzten Tage zeigen, dass es wirksame Massnahmen gegen Lohndumping auf den Schweizer Baustellen braucht. Letzte Woche schloss die Unia Zürich zwei Baustellen in Zürich und Dietikon. Die vom Lohdumping betroffenen Arbeiter sind Gipser. Am Freitag wurde eine Baustelle in Zürich Schwamendingen eingestellt, weil Eisenleger und Schaler zu Dumpinglöhnen arbeiten mussten. Und diese Woche stellte die Unia die Arbeit auf der Baustelle Hardturmpark in Zürich ein. Dort wird seit Monaten zu massiven Dumpinglöhnen von gerade mal 10 Franken pro Stunde gearbeitet. Alle Fälle haben gemeinsam, dass komplizierte Konstrukte mit Subunternehmen verwendet wurden, um die Lohndumpingfälle zu kaschieren. Typisches Lohndumpingmodell. Das Lohndumping-Konstrukt ist typisch und zum Alltag auf Zürcher Baustellen geworden: Ein Baumeister aus dem Bauhauptgewerbe, im Schwamendinger Fall z.B. Feldmann, hat eine kleine Stammbelegschaft. (…).
Unia Zürich, 4.3.2015.
Unia Zürich > Bauwirtschaft. Lohndumping. Unia Zürich, 4.3.2015.
Ganzer Text
03.03.2015 Zürich
Bauhauptgewerbe
Unia Zürich

Lohndumping
Subunternehmen
Volltext
Lohndumping-Fall Baustelle Hardturmpark: 10 Franken pro Stunde. Die Unia hat heute Morgen die Arbeiten auf der Baustelle Hardturmpark eingestellt, weil dort seit Monaten zu absoluten Dumpinglöhnen von gerade mal 10 Franken pro Stunde gearbeitet wird. Verschleiert wurde das Lohndumping über gefälschte Verträge. Während die Arbeiter vom fehlbaren Subunternehmen massiv unter Druck gesetzt werden und ihnen mit der fristlosen Kündigung gedroht wird, findet heute noch ein Gespräch zwischen der Generalunternehmerin Porr und der Unia statt. Klar ist: Bis die Zahlung der korrekten Löhne sichergestellt ist, bleiben die Arbeiten auf der Baustelle eingestellt. Auf der Baustelle Hardturmpark an der Förrlibuckstrasse in Zürich West arbeiten seit letzten Herbst 30-40 Gebäudetechniker für gerade einmal 10 Franken pro Stunde. Gemäss geltendem Gesamtarbeitsvertrag steht ihnen das Doppelte bis Dreifache zu. Der Auftrag wurde von der Generalunternehmerin Porr an das ungarische Subunternehmen Hexatech vergeben. Dieses wiederum gab den Auftrag an das Basler Unternehmen Lavanlange GmbH weiter, welches allerdings im Besitz der Hexatech ist. (…).
Unia Zürich, 3.3.2015.
Unia Zürich > Subunternehmen. Lohndumping. Unia Zürich, 3.3.2015.
Ganzer Text
27.02.2015 Bilten GL
Zürich
Feldmann Bau AG
Unia Zürich

Baugewerbe
Feldmann Bau AG
Lohndumping
Volltext
Lohndumping ist Alltag auf Zürichs Baustellen. Lohndumping ist Alltag und die Situation auf Zürichs Baustellen verkommt immer mehr zum Wilden Westen. Vorgestern und gestern waren es Gipser und Trockenmaurer, heute sind es Eisenleger und Schaler. Aus Protest gegen einen neuen Lohndumpingfall hat die Unia heute Morgen die Baustelle des Grossprojekts Mattenhof für zwei Stunden eingestellt. Der Fall ist typisch, hinter dem Glarner Bauunternehmen Feldmann, das sich die Hände in Unschuld wäscht, sind Sub- und Subsubunternehmen, die mit Dumpinglöhnen operieren. In Schwammendingen baut die Genossenschaft „Sunnige Hof“ das Grossprojekt Mattenhof. Der Unia liegen Abrechnungen, Arbeitsverträge sowie übereinstimmende Aussagen von Betroffenen vor, dass es bei mindestens drei der Sub- und Subsubunternehmen der Baufirma Feldmann zu teils massiven Verstössen gegen den geltenden Gesamtarbeitsvertrag des Bauhauptgewerbes (LMV) kommt. Einzelne Lohnbestandteile werden nicht ausbezahlt, Arbeitsverträge widersprechen dem Gesamtarbeitsvertrag. Das führt direkt zu Löhnen, die ein paar Hundert bis tausend Franken unter den Mindestlöhnen liegen. Deshalb hat die Unia die Baustelle heute Morgen für zwei Stunden eingestellt und gemeinsam mit allen Arbeitern ein Zeichen gesetzt, dass Lohndumping nicht akzeptiert wird. Typisches Lohndumpingmodell: Alle schauen weg - denn sie wissen, was sie tun. (…).
Unia Zürich, Medienmitteilung. 27.2.2015.
Unia Zürich > Feldmann Bau AG. Dumpinglöhne. Unia Zürich, 27.2.2015.
Ganzer Text
26.02.2015 Zürich
Löhne
Priora AG
Unia Zürich

Lohndumping
Priora AG
Volltext
Lohndumping beim Hotel Atlantis und Limmattower - jetzt muss die Priora handeln. Gestern war es die Baustelle vom Hotel Atlantis, heute der Limmat-Tower in Dietikon. Verantwortlich für beide Baustellen ist die Generalunternehmerin Priora, auf beiden arbeiten Gipser der Firma Goger Swiss zu absoluten Dumpinglöhnen. Deshalb hat die Gewerkschaft Unia die Baustellen gestern und heute Morgen für jeweils zwei Stunden eingestellt. In der Folge kam es heute zu einem Gespräch mit Priora. Für die Unia ist klar: Die Priora steht jetzt in der Verantwortung und muss jetzt sicherstellen, dass alle Arbeiter zu ihren korrekten Löhnen kommen. Lohndumping ist auf Zürichs Baustellen zum Alltag geworden. Gestern und heute wurden wieder zwei Fälle publik: Auf den Baustellen des Zürcher Luxus-Hotels Atlantis und der Grossüberbauung Limmat-Tower in Dietikon. Auf beiden Baustellen arbeiten Gruppen von 20 bis 30 Gipsern der Firma Goger Swiss. Die Masche ist die gleiche: Auf dem Papier sind praktisch alles Hilfsarbeiter, arbeiten 40 Stunden pro Woche und bekommen damit den tiefst möglichen korrekte Mindestlohn. In der Realität arbeiten sie aber bis zu 60 Stunden pro Woche - bezahlt bekommen sie diese aber nicht. Erste Berechnungen zeigen, dass so schnell 1‘000 Franken pro Monat an Lohn fehlen können. Hinzu kommen die übereinstimmenden Aussagen, dass ein Teil der Arbeiter bis zu 1000 Franken von ihrem Lohn in bar an Goger Swiss zurückgeben müssen. (…). Unia Zürich, 26.2.2015.
Unia Zürich > Priora AG. Lohndumping. Unia Zürich, 26.2.2015.
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05.02.2015 Zürich
Unia Zürich

Gesundheitsschutz
Schlechtwetterarbeit
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Arbeiten auf grösster Baustelle in Zürich wegen erhöhter Gefährdung der Bauarbeiter eingestellt. Minustemperaturen, Schnee und Eis erhöhen die Gefahren auf Baustellen erheblich. Und trotzdem werden die Bauarbeiten auch an Wintertagen wie heute ohne Rücksicht auf die Betroffenen vorangetrieben. Um die Bauarbeiter zu schützen hat die Unia die Bauarbeiten im Freien auf der Baustelle des Zollfreilagers, der grössten Baustelle in der Stadt Zürich, sowie der Baustelle des neuen Swiss Re Hauptsitzes an der Alfred-Escher-Strasse eingestellt. Der Arbeitsdruck auf dem Bau ist auch im Winter hoch: Trotz Minustemperaturen, Schnee und Eis müssen viele Bauarbeiter wegen des extremen Termin- bzw. Kostendrucks oft weiter im Freien arbeiten. Dies dürfte mit ein Grund sein, dass die Unfallzahlen nach wie vor hoch sind: Im Durchschnitt fällt pro Jahr jeder fünfte Bauarbeiter wegen einem Unfall vorübergehend aus. Die Zahl der schweren Unfälle ist in den letzten Jahren leider wieder gestiegen. Auf den Baustellen Zollfreilager und Swiss Re Hauptsitz hat die Unia heute besonders prekäre Arbeitsbedingungen festgestellt. Zum Schutz der betroffenen Bauarbeiter stellte die Unia die Arbeiten im Freien ein. Gesundheit der Bauarbeiter schützen - wenn nötig weitere Baustellen einstellen. Die Unia Zürich-Schaffhausen hat bereits Anfragen von diversen anderen Baustellen und klärt die Lage vor Ort ab. Falls eine Gefährdung der Bauarbeiter vorliegt müssen auch diese Baustellen eingestellt werden. (…).
Unia Zürich, 5.2.2015.
Unia Zürich > Schlechtwetterarbeit. Gesundheitsschutrz. Unia 5.2.2015.
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23.10.2014 Zürich
Baumeisterverband
Löhne
Unia Zürich

Lohnverhandlungen
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Bauarbeiter haben eine Lohnerhöhung verdient. Die Baumeister müssen zurück an den Verhandlungstisch. Mehr als 3’000 Bauarbeiter haben in den letzten Tagen mit Aktionen die Rückkehr der Baumeister an den Verhandlungstisch gefordert. So auch heute, als über 250 Arbeiter an einer Pausenaktion auf der Baustelle Zollfreilager in Zürich ihren Unmut zum Verhandlungsabbruch der Baumeister äusserten. Die Bauarbeiter in der Schweiz bestehen auf eine faire Lohnerhöhung - sie haben es verdient! In verschiedenen Gewerbeberufen fanden in den letzten Tagen Lohnverhandlungen statt, einzig der Baumeisterverband verweigert solche. Die Bauarbeiter protestieren vehement gegen den haltlosen Abbruch der Lohnverhandlungen im Bauhauptgewerbe durch die Baumeister. In den letzten Wochen beteiligten sich über 3’000 Bauarbeiter an Aktionen in der gesamten Schweiz und forderten eine faire Lohnerhöhung sowie die Rückkehr der Baumeister an den Verhandlungstisch. Die über 250 Protestierenden heute auf der Baustelle Zollfreilager in Zürich bewiesen nochmals in eindrücklicher Manier, dass die Bauarbeiter bereit sind, für ihre Lohnforderungen einzustehen und dass sie kein Verständnis für die kompromisslose Haltung der Baumeister haben. (…).
Unia Zürich, Medienmitteilung, 23.10.2014.
Unia Zürich > Lohnverhandlungen. Unia Zürich 2014-10-23.
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19.09.2014 Zürich
Personen
Unia Zürich
Ramona Thommen
Hausfriedensbruch
Prozess
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Ein Urteil aus Zürich weist den Weg. Richterin sagt: Unia darf auf die Baustellen. Das Bezirksgericht Bülach ZH gab fünf Gewerkschaftern recht. Trotz Hausverbot hatten sie durch Baustellenbesuche einen schweren Fall von Lohndumping aufgedeckt. Werner Stoller Kess im Frühling 2011 sein Hotel am Zürcher Albisriederplatz renovieren. Die Bauarbeiter aus Ungarn, angestellt von der Firma Marafels, arbeiteten für 4500 Franken brutto. Angeblich. Tatsächlich. erhielten sie 2000 Franken netto, wie die Unia durch Baustellenbesuche herausfand. Hotelier Stoller passten diese Besuche nicht. Der Ex-SVPler, der 1992 aus dem Zürcher Kantonsrat flog, unter anderem, weil er bewaffnet zu Sitzungen erschienen war, erteilte ein Hausverbot. Doch das schreckte die Unia-Leute nicht. Es ging um korrekte Löhne und das grundsätzliche Recht, als Gewerkschaft für die Arbeitenden einzustehen. Stoller und zwei weitere Bauherren zeigten sie wegen Hausfriedensbruchs an. Jetzt spricht das Bezirksgericht Bülach alle fünf Unia-Angeklagten frei: Es sei deren Aufgabe, Missstände aufzudecken, so die Richterin. Das sei nur mit Baustellenbesuchen möglich. Stoller zieht das Urteil weiter. (…). Ramona Thommen.
Work, 19.9.2014.
Unia Schweiz > Hausfriedensbruch. Prozess. Work, 2014-09-19.
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11.07.2014 Küsnacht ZH
Primula AG
Spitex
Unia Zürich

Arbeitsbedingungen
Arbeitszeit
Primula AG
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Primula AG und Unia finden gemeinsam Lösung - Gute Arbeitsbedingungen für gute Pflege. Anfangs Juni kam es beim Küsnachter Privat-Spitex Anbieter Primula AG zum Streik. In der Auseinandersetzung ging es den betroffenen Pflegerinnen um eine bessere Regelung bei den Arbeitszeiten und den Löhnen. Am 26. Juni haben die Primula AG und die Unia gemeinsam eine Vereinbarung erarbeitet, welche für alle Beteiligten gute Lösungen bringt. Jetzt haben beide Seiten dem Paket zugestimmt. Die Primula AG zeigt damit vorbildlich, dass auch im Bereich der privaten Spitex faire Arbeitsbedingungen möglich sind. Die Anforderungen an die Arbeitnehmenden in der privaten Pflege sind hoch. Neben den medizinischen und menschlichen Aspekten verlangen Arbeitsmodelle mit 24-Stunden-Betreuung und langen Wegzeiten zwischen den verschiedenen Einsatzorten den Arbeitnehmenden viel ab. Gleichzeitig ist es für den Arbeitgeber eine Herausforderung, diese neuartigen Arbeitsverhältnisse betriebswirtschaftlich erfolgreich und fair gegenüber den Angestellten zu gestalten. In diesem Spannungsfeld ist es zum Konflikt zwischen einer Gruppe Pflegerinnen und der Primula AG gekommen, der in einem fast zweiwöchigen Streik endete. (…).
Unia Zürich-Schaffhausen, 11.7.2014.
Unia Zürich > Primula AG. Arbeitszeit. Unia Zürich, 11.7.2014.
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27.06.2014 Zürich
SGB
Unia Zürich

Gewerkschaftsrechte
Hausfriedensbruch
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Unzulässige Hausverbote leisten Lohndumping Vorschub. Zutrittsrecht der Gewerkschaften zu Betrieben. Den Gewerkschaften kommt in der Durchsetzung von Gesamtarbeitsverträgen und flankierenden Massnahmen eine gewichtige Rolle hinzu. So war es letzten Herbst im Durchgangsbahnhof Löwenstrasse in Zürich die Gewerkschaft Unia, welche aufdeckte, dass dort dutzende Polen zu unhaltbaren Arbeitsbedingungen als Scheinselbständige beschäftigt wurden. Immer öfter wird den Gewerkschaften aber der Zutritt zu Betrieben verweigert. Aus diesem Grund hat der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) heute eine Tagung veranstaltet. Dabei wurde auch ein neues juristisches Gutachten präsentiert, das klarstellt: Gewerkschaften haben das Recht, Betriebsbesuche durchzuführen, etwa um den Angestellten Informationen zu GAV und Arbeitssicherheit zu übermitteln, aber auch um Arbeitskampf-Massnahmen vorzubereiten. Eigentlich ist die Sache klar: Missbrauch in Betrieben entdeckt man nur, wenn man hingeht. (…).
SGB, 27.6.2014.
SGB > Gewerkschaftsrechte. Hausverbot. SGB, 27.6.2014.
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